KfW: Fördermittel für Wohneigentum

Die KfW fördert Bauherren und Immobilienerwerber mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Besonders beim energieeffizienten Bauen gilt die Faustformel: Je geringer der Energieverbrauch, desto höher die KfW-Fördermittel.

Immobilienkäufer und Bauherren belohnt der Staat mit zinsgünstigen KfW-Darlehen und Zuschüssen.

Förderung von Wohneigentum: Das KfW-Wohneigentumsprogramm

KfW-Fördermittel, Wohneigentum, energieeffizient Bauen
Fördermittel vom Staat: Die KfW fördert Wohneigentum mittels zinsgünstiger Darlehen und Zuschüsse. Foto: KfW-Bildarchiv

Alle Privatpersonen, die selbstgenutztes Wohneigentum erwerben, können unabhängig von Alter und Familienstand einen Kredit aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm beantragen. Von der Förderung ausgeschlossen sind allerdings Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits durchgeführter Investitionen. Beantragt wird das Darlehen über die Hausbank.

Die KfW vergibt im Rahmen des Programms Darlehen in Höhe von bis zu 50.000 Euro. Die KfW finanziert beim Hausbau das Baugrundstück, Bau- und Nebenkosten sowie Außenanlagen. Beim Erwerb einer Bestandsimmobilie werden der Kaufpreis (mit Nebenkosten) sowie Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Umbauarbeiten finanziert.

Konditionen für das KfW-Wohnungseigentumsprogramm

Die Kreditlaufzeit beträgt maximal 35 Jahre, wobei höchstens die ersten fünf Jahre tilgungsfrei sind. In dieser Zeit wird das Darlehen zwar verzinst, aber nicht getilgt. Danach werden Zins und Tilgung in monatlichen Raten zurückgezahlt  Der Zinssatz ist für die ersten fünf oder zehn Jahre festgeschrieben, es danach folgt ein Angebot zu Fortführung des Kredits. Ist der Zinssatz der KfW zum Zeitpunkt der Zusage höher als zum Zeitpunkt der Antragstellung, kann der Darlehensnehmer beruhigt sein: Prinzipiell berechnet die KfW dann den günstigeren Satz. Während der ersten Zinsbindungsfrist, kann der Kreditbetrag jeweils zum Monatsultimo vollständig oder in Teilbeträgen ab 1.000 Euro kostenlos getilgt werden.

Das KfW-Programm "Energieeffizient Bauen"

Im Rahmen des Programms „Energieeffizient Bauen“ fördert die KfW-Bank den Neubau von selbst genutzten KfW-Effizienzhäusern 40 und 40 Plus, KfW-Effizienzhäusern 55 und bis zum 31. März 2016 KfW-Effizienzhäusern 70. Je kleiner der Wert des KfW-Effizienzhauses, desto höher sind energetisches Niveau und Fördermittel. Gefördert werden auch Passivhäuser. Folgende Förderstufen gibt es:

Fördermittel für das Programm "Energieeffizient Bauen": Darlehen und Tilgungszuschuss

Wer seinen Neubau besonders energiesparend baut, kann im Rahmen des Programms „Energieeffizient Bauen“ einen KfW-Kredit beantragen, dessen Zinsen deutlich unterhalb des Kapitalmarktzinses liegen. Der Förderhöchstbetrag für Wohneigentum liegt bei 50.000 Euro, ab 1. April 2016 bei 100.000 Euro. Für die ersten Jahre kann eine tilgungsfreie Anlaufzeit von ein bis fünf Jahren vereinbart werden. Ab dem 1. April 2016 gibt es auch eine Variante mit 20-jähriger Zinsbindung. Zusätzlich können Tilgungszuschüsse beantragt werden:

Der Antrag für Darlehen und Tilgungszuschüsse muss bereits vor dem Beginn des Bauvorhabens gestellt werden, beantragt wird über die Hausbank.

Sachverständiger muss KfW-Standard nachweisen

Um als Häuslebauer die KfW-Fördermittel für das Programm „Energieeffizient bauen“ zu erhalten, müssen Planung und Baubegleitung des Neubaus durch einen Sachverständigen nachgewiesen werden, der in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelistet ist.

Der Energieberater erbringt Leistungen wie:

Förderung von Sanierungsmaßnahmen nach Erwerb

Wer eine bestehende Immobilie zur Selbstnutzung erwirbt und anschließend saniert, kann unter Umständen von den KfW-Programmen zur energieeffizienten Sanierung  profitieren. Dabei gibt es Kreditvarianten, aber auch Investitionszuschüsse.

24.09.2015


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