Neue Wohnung zu klein: Umzugskisten und Möbel lagern mit Self-Storage

Lesermeinungen:  

(9)

Der Keller ist voll, der Speicher schlicht zu klein: Wer nach dem Umzug nicht weiß, wo er all die Möbel lagern soll, sollte über Self-Storage nachdenken. Viele Firmen verdienen ihr Geld inzwischen mit der Vermietung von Lagerraum zum Unterstellen von Möbeln und Kisten, die nicht selbst gelagert werden können.

Self-Storage, Wohnung zu klein, Foto: ArTo/fotolia.com
Nach dem Umzug fehlt oft Platz für seine ganzen Sachen. Sind auch noch Speicher und Keller vollgestellt, empfiehlt sich, den restlichen Krempel in Self-Storages auszulagern. Foto: ArTo/fotolia.com

Wer kennt das nicht: Im Lauf der Jahre sammeln sich immer mehr Möbel und andere Besitztümer an, die selbst große Wohnungen samt Keller und Speicher ausfüllen. Steht dann ein Umzug in ein kleineres Domizil an, beginnen die Probleme: Wo kann man seine Möbel lagern?

Ob Mietlager, Miet-Box oder Self-Storage – dahinter steckt stets das gleiche Prinzip. Anbieter stellen Lagerraum zur Anmietung zur Verfügung, in den der Mieter selbstständig und nach Bedarf all das einlagern kann, was in der Wohnung oder im Keller gerade keinen Platz findet. Die Idee stammt aus den USA und hat in den letzten Jahren auch in Deutschland Einzug gehalten.

Unterschieden werden in diesem Bereich grundsätzlich vier verschiedene Lagerformen:

  • Für Unempfindliches stehen kostengünstige Outdoor-Lager zur Verfügung. Diese bestehen aus unbeheizten Beton-, Blech- oder Holzverschlägen.
  • Klimatisiert, überwacht und mit Brandschutzeinrichtungen versehen sind die Indoor-Lager.

  • An Garagen erinnern die Driveup-Lager, die meist über ein Rolltor verfügen, an dem das Transportfahrzeug be- und entladen werden kann.
  • Eine Variante von Self-Storage sind Paketdienste, die die verpackten Lagerartikel abholen und zentral einlagern. Auch die Rücklieferung übernimmt der Dienst.

Self-Storage wird in vielen großen Städten angeboten, die Lagerflächen bewegen sich zwischen einem und etwa 50 Quadratmetern. Zu den ausgewiesenen Öffnungszeiten, meist zwischen 6 und 22 Uhr, kann der Lagerraum jederzeit betreten werden, der Zugang erfolgt über Magnetkarte oder PIN-Code.

Anbieter auswählen – erst prüfen, dann mieten

In einer Analyse durch das Deutsche Institut für Service-Qualität aus dem Jahr 2013 hat sich gezeigt, dass längst nicht alle Selfstorage-Anbieter den gleichen Kundenservice liefern können. Auch die Preise schwanken stark. Als Richtwert kann für ein Lagervolumen von etwa 4,50 Kubikmetern eine Monatsmiete von circa 30 Euro angesetzt werden. Generell gilt: Je größer die gemietete Fläche und je länger die Mietdauer, umso günstiger wird der Self-Storage-Preis bezogen auf den Quadratmeter. Bei der Auswahl des Self-Storage-Unternehmens sollte insbesondere auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Holen Sie zum Vergleich mehrere Angebote ein. Wichtig ist dabei, jeweils stets die gleichen Angebotsbedingungen hinsichtlich des Lagervolumens und der weiteren Anforderungen zu schaffen.
  • Die Kündigungsfrist sollte zum beabsichtigten Lagerzeitraum passen.
  • Die Lage des Self-Storage sollte zentral und vom Wohnort aus gut erreichbar sein.
  • Besichtigen Sie vor Vertragsabschluss die Lagerräume.
  • Die Räume sollten den größten Teil des Tages begehbar und sicher verschlossen sein.
  • Die Lagerräume müssen trocken und je nach Art des Lagergutes auch beheizbar sein.Für die Einlagerung sperriger Güter sollte ein Lastenaufzug vorhanden sein.
  • Riecht ein Raum muffig, weist das auf Feuchtigkeit in den Wänden hin. 

Vor- und Nachteile von Self-Storage als Lagermöglichkeit

Self-Storage ist eine praktische Möglichkeit, Möbel und anderes auszulagern. Das Prinzip der Mietbox hat viele Vorzüge, jedoch auch einige Nachteile:

 

VorteileNachteile
Kostenersparnis durch selbst einlagernAlle Lagergüter müssen selbst zum Self-Storage transportiert und eigenhändig eingelagert werden
Bedarfsgerechte und flexible Anmietung der notwendigen Fläche durch individuelle LagerabteileIst das Self-Storage-Lager ausgebucht, kann der Lagerraum nicht erweitert werden
Klimatisierte, trockene und saubere Räume zum Schutz empfindlicher GüterBei feuchten und schlecht gewarteten Räumen kann es zu Schäden am Lagergut kommen
Fast rund um die Uhr freier Zugang zum EigentumEinige Anbieter haben nur eingeschränkte Zugangszeiten
Je nach Anbieter Überwachung durch Personal und AlarmanlageBei nicht überwachten Anlagen besteht die Gefahr von Diebstahl oder Beschädigung


Als Alternative zum Self-Storage bieten auch manche Umzugsunternehmen die Möglichkeit zum Einlagern an. Ob hier die Bedingungen und Konditionen jeweils denen des Self-Storage überlegen sind, sollte genau geprüft werden.


Ihre Meinung zählt

(9)
3.8 von 5 Sternen
5 Sterne
 
3
4 Sterne
 
1
3 Sterne
 
5
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Umzug planen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Umzugskartons packen

Zehn typische Fehler beim Umzugskartons packen und wie man sie vermeidet. weiterlesen

Mit Pflanzen umziehen

So klappt der Umzug mit Pflanzen und sperrigen Gütern. weiterlesen

Nachmieter suchen

Wollen Mieter ausziehen, begeben sie sich häufig auf Nachmietersuche. Das beschleunigt den Auszug aber nur in ganz bestimmten Situationen. weiterlesen

Neuen Kommentar schreiben

1 Kommentar

Magdalena am 01.07.2016 17:20

Self Storage ist eine wirklich gute Lösung, falls man einen längeren Aufenthalt (mehr als 2 Monate) im Ausland hat. Ich sollte als Teil meines Studiums ein Semester an einer anderen europäischen Universität verbringen und daher lohnte... mehr

auf Kommentar antworten