Umzug mit Pflanzen und sperrigen Gütern: So klappt es

Ein Umzug mit Pflanzen und anderen sensiblen oder sperrigen Gütern wie einem Klavier stellt besondere Anforderungen. So kommt alles sicher im neuen Heim an.

Umzug, Pflanzen, sperrige Güter, Zimmerpflanze, Foto: imnoom / fotolia.com
Pflanzen müssen beim Umzug besonders sensibel behandelt werden. Foto: imnoom / fotolia.com

Wenn beim Umzug Pflanzen und andere Güter wie ein Klavier mit auf die Reise gehen, gibt es einiges zu beachten. Mit den richtigen Helfern und kleinen Tricks steht alles bald unbeschadet an seinem neuen Platz.

So kommen beim Umzug Pflanzen gut an

Besondere Sensibelchen beim Umzug sind die Pflanzen. Sie benötigen je nach Jahreszeit einen besonderen Schutz für den Transport: Findet der Umzug im Winter bei Minustemperaturen statt,  dürfen die Pflanzen vor dem Reiseantritt nur wenig gegossen werden. Andernfalls gefriert die feuchte Pflanzenerde im Umzugstransporter und die feinen Wurzeln nehmen Schaden. Einen weiteren Schutz vor der Kälte bietet  Zeitungspapier. Mit ihm lassen sich die empfindlichen Güter frostsicher verpacken. Bei Langstreckenumzügen, bei denen viele wertvolle Pflanzen transportiert werden müssen, kann es sich auch lohnen, einen Umzugswagen zu mieten, dessen Laderaum beheizbar ist. Einen gemütlicheren und besser temperierten Platz als im Umzugswagen finden Pflanzen im Auto.

Anders als im Winter müssen die Pflanzen im Sommer vor dem Umzug gut gewässert werden, um ein Ausdörren im aufgeheizten Wagen zu verhindern. Zu jeder Jahreszeit sollten die Pflanzen hingegen so verpackt werden, dass sie den Transport ohne Schaden überstehen: Kleine Pflanzen finden ein sicheres Plätzchen in einem luftigen Karton, spitze Pflanzenteile werden mit aufgestecktem Styroporchips abgestumpft, Kakteen in Noppenfolie verpackt und die langen Blätter buschiger Pflanzen oben mit Bastband zusammengebunden. Trotz guter Verpackung gilt grundsätzlich: Pflanzen gehören ganz zum Schluss in den Umzugswagen.

Gartenpflanzen richtig umsetzen

Wer seine Lieblingspflanzen aus dem Garten mitnehmen will, muss lange im Voraus planen. Für Gartenpflanzen spielt die Jahreszeit beim Umzug eine noch entscheidendere Rolle als für Zimmerpflanzen. Weder die Wachstumsphase im Frühling und Sommer noch die Ruhephase im Winter eignen sich für eine Verpflanzung. Die Pflanzen wachsen häufig am neuen Standort nicht mehr richtig an. Optimaler Zeitpunkt zum Ausgraben der Wurzelballen ist kurz bevor die Wachstumsphase im Frühling beginnt oder nachdem die Pflanze ihre Blätter im Herbst abgeworfen hat. Falls der Umzug nicht in eine dieser Zeitspannen fällt, ist es ratsam, die Pflanze entweder im Garten zu belassen oder sie vorausschauend zum geeigneten Zeitpunkt in einen Topf umzusetzen. Bei großen Sträuchern kann man sich alternativ auch einen kleinen Ableger mitnehmen. Während der Fahrt im Umzugswagen ist die Gartenpflanze samt Wurzelballen am besten in einem entsprechend großen Kübel aufgehoben.

Umzug mit sperrigen Gütern

Sperrige Güter, wie beispielsweise Klaviere, XXL-Kühlschränke oder der geerbte Bauernschrank lassen sich schlecht in Eigenregie von A nach B transportieren. Häufig benötigt man spezielles Equipment wie einen Möbellift, um das sperrige Gut durch Fenster oder Balkontüren auf möglichst kurzem Weg sicher in den LKW zu verfrachten. Auch Umzugsunternehmen sind nicht alle für Klaviere ausgerüstet. Im Internet findet man unter dem Stichwort  „Klaviertransport“ zahlreiche Anbieter, die das wertvolle Instrument fachkundig und sicher an den neuen Bestimmungsort bringen. Immer Wichtig: Erst prüfen, ob das Unternehmen wirklich auf Klaviere spezialisiert und das Klavier beim Umzug versichert ist.

Auch wer in Eigenregie umzieht, sollte sehr schwere und sperrige Güter ruhig den Profis überlassen. Viele Umzugszugsunternehmen bieten hierfür günstige Lösungen wie den Kleintransport an: Aufträge mehrerer Kunden für denselben Tag, die sich streckenmäßig gut koordinieren lassen, werden zusammengefasst und die Kosten unter den Kunden aufgeteilt. Bei diesem sogenannten Beiladungsservice prüft das Umzugsunternehmen, ob in einem Umzugswagen, der in die entsprechende Richtung fährt, noch Platz ist, und nimmt die sperrigen Güter dann mit. Bei solchen Sammelfahrten sollte man hinsichtlich Abholung und Lieferung allerdings etwas flexibel sein.

Tresortransporte: Umzug mit wertvollen Gütern

Wer sein Bargeld oder Aktienpakete zu Hause in einem Tresor lagert, benötigt für den Umzug mit der schweren Sicherheitsanlage einen besonderen Transporter, um diese samt ihrem wertvollen Inhalt sicher und unbeschadet an den neuen Zielort zu bringen. Für diesen Zweck kann man eine Spedition engagieren, die sich auf Tresortransporte spezialisiert hat. Das geschulte Personal der Unternehmen verfügt nicht nur über das erforderliche Know-How, sondern setzt – falls nötig – auch spezielles Werkzeug ein:  Mit einem Kran hieven sie die bis zu mehreren Tonnen schweren Tresore über den Balkon, Deckenöffnungen oder durch das Fenster hinaus und mit Hilfe eines Roboters transportieren sie den Geldschrank sicher die Treppe hinunter- und hinauf. Neben dem diskreten Transport bieten die Unternehmen auch weitere Serviceleistungen wie die Demontage des Tresors am Ausgangsort und die erneute Verankerung in der Wand des Bestimmungsortes an.


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