Umzug: Raumplanung mit Möbelstellplan

Passen die alten Möbel auch in die neue Wohnung? Diese Frage stellt sich stets vor einem Umzug. Ein Möbelstellplan gibt Aufschluss darüber, ob die alten Möbel auch in der neuen Wohnung Platz haben und hilft bei der Raumplanung.

Möbelstellplan, Raumplanung, Umzug, Foto: Alterfalter/fotolia.com
Wer für den Möbelstellplan exakt misst, hat keine Probleme mit der Raumplanung. Foto: Alterfalter/fotolia.com

Alte Schränke, die überraschend viel zu groß für das neue Schlafzimmer sind, strapazieren die Nerven ebenso wie die Couch, die nicht ins Wohnzimmer passt. Mit Metermaß und durchdachter Raumplanung lassen sich solch unangenehme Überraschungen allerdings leicht vermeiden.

Der Möbelstellplan hilft bei der Raumplanung

Kein Umzug ohne Möbelstellplan: Er gibt Aufschluss darüber, ob das bisherige Haushaltsinventar auch in den neuen vier Wänden Platz findet. Außerdem dient er den Helfern am Tag des Umzugs zur Orientierung, was wohin gehört und vermeidet so chaotische Zustände.

Vorteile des Möbelstellplans

Der Möbelstellplan – so geht’s

Ein Möbelstellplan wird in mehreren Schritten erstellt, notwendig sind dazu Millimeterpapier, Bleistift, Radiergummi und Bandmaß oder ein Laser-Messgerät. Je genauer gemessen wird, desto realistischer lässt sich die spätere Wohnsituation darstellen:

  1. Im ersten Schritt werden in der neuen Wohnung provisorisch die Grundflächen der Zimmer sowie die Wandflächen, die Deckenhöhe, die Fenster und Türen samt Öffnungsrichtungen sowie Heizkörper und Anschlüsse für Strom, Wasser und Fernseher skizziert.
  2. Anschließend werden alle erforderlichen Maße erfasst und in die Skizze eingetragen.
  3. Später wird der Plan in den richtigen Maßstab gebracht. Das kann per Hand oder am PC erfolgen. Dabei werden die ermittelten Daten im Maßstab 1:100 auf Millimeterpapier übertragen. Das bedeutet, ein Meter entspricht auf dem Papier einem Zentimeter. Auch Dachschrägen müssen auf dem Plan kenntlich gemacht und bei der gedanklichen Anordnung der Möbel berücksichtigt werden.

Bevor die Möbel in den neuen Wohnungsgrundriss eingepasst werden können, müssen auch diese möglichst genau vermessen werden:

  1. Die vorhandenen Schränke und Regale, Betten und Küchenteile sowie alle anderen größeren Einrichtungsgegenstände müssen genau ausgemessen werden.
  2. Danach werden die Maße auf ein Extrablatt Papier, ebenfalls im Maßstab 1:100, eingetragen und die einzelnen Möbelzeichnungen ausgeschnitten.
  3. Auf dem bereits fertigen Plan der Wohnung lassen sie sich nun beliebig verschieben und ermöglichen so eine realistische Raumplanung.
  4. Wer mit den Stellplätzen für das Haushaltsinventar zufrieden ist, sollte die Zeichnungen mit einem Klebestift auf dem Möbelstellplan fixieren.
  5. Kopien des fertigen Plans, die am Umzugstag in allen Zimmern des neuen Heims aufgehängt werden, sorgen bei den Umzugshelfern für Klarheit und Struktur und sparen so viel Zeit.
Praxis-Tipp

Der Möbelstellplan wird durch sinnvolle Abkürzungen übersichtlich Gerade bei kleinformatigen Möbelstellplänen ist es sinnvoll mit Kürzeln zu arbeiten. Am Rand des Plans oder auf einem separaten Zettel kann hierzu eine Legende angefertigt werden, aus der hervorgeht, welches Möbelstück wie abgekürzt wird.

Häufig sind im Internet auch kostenlose Raumplaner zu finden. Ebenso hält der Handel günstige Software bereit. Damit können Raum- und Möbelabmaße am Computer erfasst werden. Anschließend lässt sich ein Möbelstellplan in verschiedenen Varianten ganz leicht erstellen. Die finale Fassung wird ausgedruckt und dient als Anhaltspunkt für die Wohnungseinrichtung.


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