Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Großstädten ist im ersten Halbjahr 2010 verglichen mit dem vorhergehenden Halbjahr teilweise deutlich gestiegen. Mit einer Steigerung von 32 Prozent ist Nürnberg Spitzenreiter bei Eigentumswohnungen.
Die Entwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt zeigt ganz deutlich, dass es in Deutschland wirtschaftlich aufwärts geht: Die Nachfrage nach Wohnimmobilien zum Kauf ist für Großstädte zum Teil stark gestiegen. Das ergab eine Analyse von Immowelt.de zwischen dem zweiten Halbjahr 2009 und dem ersten Halbjahr 2010.
In München, dem heißesten Immobilienmarkt in Deutschland, ist bei Häusern ein Plus von acht Prozent und bei Wohnungen von 24 Prozent zu verzeichnen. Die Preise in der Großstadt an der Isar werden sich aber vermutlich sogar noch weiter erhöhen.
In Berlin ist für Häuser eine Steigerung von 13 Prozent erkennbar, für Wohnungen zum Kauf sind es drei Prozent. Entgegengesetzt die Entwicklung in Hamburg: Hier stagnierte die Nachfrage nach Häusern, Wohnungen werden aber um zehn Prozent häufiger gesucht.
Eher verhalten wächst die Nachfrage nach Wohnungen in Frankfurt: Hier ist ein Plus von vier Prozent bei Häusern und zwei Prozent bei Wohnungen zu beobachten. In Stuttgart werden Häuser hingegen um 18 Prozent häufiger gesucht, die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist um sieben Prozent gewachsen.
Nicht zuletzt vertrauen die Nürnberger der Wertbeständigkeit von Immobilien als Anlageform: Das beschert der Frankenmetropole ein kräftiges Nachfrageplus von 32 Prozent bei Wohnungen. Für Häuser ist auf dem Nürnberger Immobilienmarkt eine Steigerung von 30 Prozent zu verzeichnen.
Auch in der repräsentativen Studie Marktmonitor Immobilien 2010 prognostizieren Immobilienmakler für deutsche Großstädte eine Nachfragesteigerung nach Wohnimmobilien zum Kauf. Daraus resultiere auch ein höheres Preisniveau, heißt es in der Studie, die Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen in Zusammenarbeit mit Immowelt.de durchgeführt hat. Insgesamt 752 Immobilienprofis wurden dafür befragt.
Für die Immowelt.de-Analyse über die Steigerungsraten bei Wohnimmobilien wurden die Anfragen nach Wohnungen und Häusern, die im 2. Halbjahr 2009 und im 1. Halbjahr 2010 auf Immowelt.de gestellt wurden, miteinander verglichen.
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