Steigende Mietpreise auf dem Immobilienmarkt Dresden: Die Preise für Eigentumswohnungen sind in der Elbmetropole um elf Prozent gestiegen. In der Altstadt liegt der Quadratmeterpreis bei 2.000 Euro. Mieter zahlen bis zu 14 Prozent mehr.
von Stefanie AßnerWer sich eine Immobilie in Dresden kaufen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch 2011. Der Marktbericht von immowelt.de ergab, dass die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im 1. Quartal 2012 um bis zu elf Prozent gestiegen sind. Für Wohnungsknappheit und damit steigende Immobilienpreise in der sächsischen Hauptstadt sorgt vor allem eine stetige Zuwanderung. Dennoch liegen die Wohnungspreise mit 1.643 Euro pro Quadratmeter immer noch unter dem durchschnittlichen gesamtdeutschen Preisniveau von 1.741 Euro.
Besonders begehrt auf dem Immobilienmarkt Dresden sind Wohnungen in Flussnähe und in zentraler Lage mit einer guten Infrastruktur. Die Preise stiegen daher besonders stark in zentrumsnahen Vierteln entlang der Elbe. Die Altstadt belegt dabei den ersten Platz. Denn dort müssen Käufer 2.000 Euro pro Quadratmeter hinlegen, gefolgt von Loschwitz mit 1.953 Euro und Blasewitz mit 1.822 Euro.
Am niedrigsten ist der Kaufpreis in Cotta: Hier kostet der Quadratmeter 1.232 Euro. Der Stadtteil befindet sich in der Nähe der Altstadt, sodass dank der guten Verkehrsanbindungen das Stadtzentrum in zehn Minuten erreicht werden kann. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die Preise aber auch in Cotta um 19 Prozent gestiegen.
Nicht nur für Käufer, sondern auch für Mieter wird Dresden immer teurer: Die Mieten sind im 1. Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent gestiegen. Spitzenreiter bei den Dresdner Mietpreisen ist der nördliche Stadtteil Klotzsche mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 7,40 Euro. Mit einem Anstieg von 14 Prozent ist die Preissteigerung dort am höchsten, denn das Viertel ist beliebt: Es liegt in der Nähe des Flughafens, hat eine gute Verkehrsanbindung und große Arbeitgeber, die sich dort niedergelassen haben. Ebenfalls 7,40 Euro pro Quadratmeter müssen Mieter im exklusiven Villenviertel Loschwitz zahlen.
Wer günstige Wohnungen in Dresden sucht, sollte sich Richtung Stadtrand oder Cotta orientieren. Besonders Cotta gewann nach der Wende durch Sanierung der Plattenbauten und moderne Neubauten an Attraktivität. Der Quadratmeterpreis liegt dort bei sechs Euro und ist somit der günstigste Stadtteil Dresdens.
Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter liegt in Dresden bei 6,50 Euro. Da die Kaufkraft der Dresdner bei 91 Prozent des Bundesdurchschnitts liegt, bedeutet dies für sie eine relativ hohe finanzielle Belastung. Denn die Mietpreise der Stadt liegen bei 103 Prozent des bundesweiten Durchschnitts.
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