Immobilienmarkt Frankfurt

Wohnen in Frankfurt wird immer teurer: Im letzten Jahr stiegen die Mieten erneut um acht Prozent auf 12,30 Euro pro Quadratmeter. Auch die Preise für Eigentumswohnung ziehen um drei Prozentpunkte auf 2.837 Euro an.

Birgit Nöth
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Wohnen am Main: Auf dem Immobilienmarkt in Frankfurt sind teure Preise zu verzeichnen. Foto: Fotolia

Die Mieten in Frankfurt am Main sind fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt: Der Quadratmeterpreis kletterte im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf ein neues Rekordniveau von 12,30 Euro, das zeigt der Marktbericht Frankfurt von immowelt.de.

25 Prozent: Mieten in Bockenheim steigen

Wer sich im noblen Westend mit seinen luxussanierten Gründerzeitvillen einmieten möchte, muss mit 14,80 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von zehn Prozent - nach wie vor am tiefsten in die Tasche greifen. Aber auch die Wohnungspreise in den Nachbar-Stadtteilen ziehen merklich an. Am deutlichsten wird in Bockenheim und im Nordend. Mit zunehmender Beliebtheit stiegen in den beiden Stadtteilen auch die Mietpreise um bis zu 25 Prozent und liegen inzwischen bei 14 beziehungsweise 14,10 Euro.

Mieter, die Wohnungen in Frankfurt mit Quadratmeterpreisen unter 11 Euro suchen, müssen sich am westlichen oder östlichen Stadtrand umsehen oder im industriell geprägten Griesheim (9,50 Euro) niederlassen. Noch günstiger leben Frankfurter nur noch in Nieder-Erlenbach, am nördlichen Stadtrand Frankfurts Richtung Wetterau. Hier ist der Quadratmeter Mietwohnung im Vergleich zum ersten Quartal 2011 um sieben Prozent billiger geworden und ist für 8,40 Euro zu haben.

Käufer zieht es nach Kalbach

Während sich Mieter gerne Wohnungen im Zentrum suchen, möchten Eigenheimbesitzer eher am Stadtrand wohnen. Derzeit steht das Neubaugebiet Riedberg im nordwestlichen Kalbach auf der Beliebtheitsskala von Wohnungskäufern weit oben – in diesem Stadtteil befindet sich rund ein Viertel aller Wohnungsneubauten der Stadt Frankfurt. Im letzten Jahr ist der Quadratmeterpreis dementsprechend um 17 Prozent auf 3.387 Euro gestiegen und hat Bockenheim mit 3.070 Euro und Nordend mit 2.969 Euro preistechnisch hinter sich gelassen. Auch Mitte-Nord lockt immer mehr Käufer an: Die Preise kletterten um 21 Prozent, der Quadratmeter Wohnraum kostet nun 3.116 Euro. Durch stadtplanerische Projekte aufgewertet, ziehen auch die Preise im bisher sehr günstigen Niederrad südlich des Mains an. Käufer müssen hier 2.507 Euro und damit 25 Prozent mehr als noch vor einem Jahr auf den Tisch legen.

Immobilien in Frankfurt kosten durchschnittlich 2.837 Euro und liegen rund 1.100 Euro über dem Bundesdurchschnitt von 1.741. Unangefochtene Nummer eins und damit teuerster Stadtteil für Frankfurter Wohnungskäufer: das Westend mit 5.398 Euro.

23-04-2012
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