Provence, Atlantikküste und Côte d'Azur sind in Frankreich Plätze zum Träumen und Entspannen. Ferienimmobilien in Küstennähe sind allerdings sehr teuer. Für den Immobilienkauf in Frankreich sind außerdem variierende Grundbuchregelungen zu beachten.
Wer in Frankreich mit einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus liebäugelt, kann jetzt günstiger kaufen als noch vor ein paar Jahren. Denn die Finanzkrise hat auch hier ihre Spuren hinterlassen: Ab dem Sommer 2008 fielen die Preise auf dem französischen Immobilienmarkt. Zehn bis 15 Prozent gingen sie zurück und unterscheiden sich je nach Region und Immobiliensegment.
Für EU-Bürger ist ein Immobilienkauf in Frankreich problemlos möglich. Besonders beliebt sind bei deutschen Immobilienkäufern die Provence, die Atlantikküste und die Côte d'Azur. Das Immobilienangebot reicht vom renovierungsbedürftigen Bauernhaus bis hin zur Luxus-Villa. Beim Kauf sollten jedoch regionale Preisunterschiede bedacht werden: Teuer sind meist Objekte in Küstennähe. Im Landesinneren sind hingegen oft preiswerte Schnäppchen zu finden. Eine Besonderheit in Frankreich: Hier gibt es zahlreiche, manchmal durchaus preiswerte herrschaftliche Anwesen zu kaufen. Wer allerdings solch eine Immobilie erwirbt, muss meist viel für Instandsetzung und Instandhaltung zahlen.
Bei dem Immobilienkauf in Frankreich ist ein rechtlich bindender Vorvertrag üblich, mit dem häufig auch eine Anzahlung von zehn Prozent vereinbart wird. Der Eigentumswechsel erfolgt mit dem Notarvertrag, darauf wird ein Eintrag ins Hypothekenregister (Grundbuch) vorgenommen. Abweichend davon sind die Grundbuch-Regelungen im Elsass und in Lothringen: Für einen Eigentumsübergang ist hier ein Grundbucheintrag erforderlich.
Eine einheitlich zu zahlende Grunderwerbsteuer gibt es für Immobilien in Frankreich nicht, diese variiert vielmehr mit der Immobilienart. Fünf Prozent sind beim Kauf von gebrauchten Wohnungen und Häusern mit Grundstücken von bis zu 2.500 Quadratmetern Größe zu zahlen. Außerdem sollten etwa ein bis zwei Prozent Notar- und Registersteuern eingeplant werden. Bei Grundstücken und bei vor weniger als fünf Jahren fertig gestellten Immobilien kommen außerdem rund 20 Prozent Mehrwertsteuer hinzu. Als laufende Kosten fallen für einen Immobilienkauf in Frankreich außerdem Grund- und Wohnsteuer an, die je nach Gemeinde unterschiedlich hoch sein können. Makler verlangen in der Regel fünf Prozent Provision, dabei gibt es aber Verhandlungsspielraum. Ab einem Verkehrswert von 790.000 Euro muss außerdem Vermögenssteuer gezahlt werden.
Provence, Côte d’Azur, Normandie: Kein Immobilienkauf im Ausland, bevor man nicht Land und Leute näher kennengelernt hat. Für diesen Zweck kann beispielsweise ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Frankreich bezogen werden.
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