Wer einen Immobilienkauf in Belgien erwägt, muss hohe Kaufnebenkosten in seinem Budget einplanen.
EU-Bürger können problemlos einen Immobilienkauf in Belgien tätigen, Beschränkungen gibt es nicht. Die belgische Nordseeküste, das Waldgebirge der Ardennen und Städte wie Antwerpen oder Brügge sind als Urlaubsziel sehr beliebt.
Der Haken beim Immobilienkauf in Belgien: Die Kaufnebenkosten enorm hoch. Der Staat verlangt bis 12,5 Prozent Registrierungsgebühren. Hinzu kommen noch die Notar- und Grundbuchkosten, die weitere rund 1,5 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Demgegenüber sind die Preise für Immobilien in Belgien außerhalb der Hauptstadt Brüssel nicht übermäßig hoch.
Wer sich von den hohen Kaufnebenkosten nicht abschrecken lässt, hat es, was die Kauf-Formalien betrifft, mit einem ähnlichen Procedere wie in Deutschland zu tun - mit einigen kleinen Unterschieden: So ist etwa bereits ein Vorvertrag bindend. Doch auch in Belgien wird ein Immobilienerwerb prinzipiell von einem Notar begleitet: Eine Eintragung ins Grundbuch erfolgt, wenn dem Notar ein Bewilligungsschreiben von der finanzierenden Bank vorliegt. Die Zahlung des Kaufpreises wird üblicherweise so abgewickelt, dass der Geldbetrag auf ein Notaranderkonto eingezahlt wird, der Notar daraufhin den Erwerb beurkundet und den Kaufpreis an den Verkäufer überweist.
Vor dem Immobilienkauf lohnt es sich, sich über das Land und seine Facetten gut zu informieren. Potentielle Immobilienkäufer können für diese Zeit ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Belgien beziehen und sich so von den landestypischen Besonderheiten direkt vor Ort überzeugen.
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