Immobilienkauf Großbritannien: Nur mit Rechtsanwalt

Bei einem Immobilienkauf in Großbritannien müssen Käufer neben dem Kaufpreis oft mit zusätzlichen Investitionen für die Sanierung rechnen. Die Kaufnebenkosten sind demgegenüber relativ niedrig.

Immobilienkauf in Großbritannien
Insbesondere in guten Lagen ist der Immobilienkauf in Großbritannien eine teure Angelegenheit. Foto: Fotolia

Großbritannien bietet eine große Vielfalt: Urwüchsige Natur in Schottland, ein mildes Klima und eine schöne Küstenregion in Cornwall oder auch Natur pur in Nordirland. Doch genauso unterschiedlich wie die Reize sind auch die Besonderheiten und unterschiedlichen Regelungen.

Immobilienkauf in Großbritannien nur mit Rechtsanwalt

Es ist üblich, dass beim Immobilienkauf in Großbritannien sowohl Käufer als auch Verkäufer einen Rechtsanwalt mit der Kaufabwicklung beauftragen. Diese kümmern sich um sämtliche Angelegenheiten und vertraglichen Regelungen. Empfehlenswert ist es, für das Objekt ein Wertgutachten anfertigen zu lassen.

Oft sind Investitionen nötig

Für Deutsche sind Ferienimmobilien in Großbritannien aber immer noch die Ausnahme. Das liegt zum einen am Wetter und den stattlichen Preisen, zum anderen aber auch am Standard der Immobilien, der meist nicht an den deutschen heranreicht. Der Markt bietet eine große Auswahl an Immobilien in Großbritannien. Doch viele Häuser sind klamm und für unsere Bedürfnisse unzureichend beheizbar. Nach einem Immobilienkauf in Großbritannien sind also oft weitere Investitionen nötig, um die auserwählte Immobilie herzurichten. Hinzu kommt: Es gibt in Großbritannien praktisch keine Häuser oder Appartements, die speziell als Ferienwohnungen konzipiert werden.

Kosten beim Immobilienkauf in Großbritannien

Die Register- und Anwaltskosten sind abhängig von Region und Kaufpreis - eine Bandbreite zwischen 800 und 1.500 Euro plus Mehrwertsteuer ist den Erfahrungen der Fachleute zufolge realistisch. Ein Wertgutachten kann mehrere hundert Euro kosten. Für Besorgung und Klärung von Einzelfragen zahlt man beim Immobilienkauf in Großbritannien zusätzlich rund 150 bis 250 Euro an den Anwalt. Zudem kommen circa 130 bis 200 Euro für die Einsichtnahme ins Belastungsregister hinzu. Die Maklerkosten trägt in Großbritannien der Verkäufer. Weitere Posten: die Hypothekenurkunde und die Registrierung - rund 700 bis 1.400 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Grunderwerbsteuer ist gestaffelt nach dem Kaufpreis und beträgt maximal vier Prozent.

Immobilienmarkt Großbritannien

Nach teilweise absurden Preissteigerungen in der ersten Dekade der 2000er-Jahre kam es infolge der Wirtschaftskrise ab 2008 zu einem Platzen der Immobilienblase. Das ändert jedoch nichts daran, dass insbesondere in London immer noch astronomische Preise für Immobilien in guten Lagen zu zahlen sind. In ländlichen Regionen sind Häuser jedoch durchaus bezahlbar, wobei Bauqualität und Ausstattung oft nicht die üblichen westlichen Standards erreichen.

15-09-2010
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