Immobilienkauf Portugal: Tipps zum Grunderwerb

Bei einem Immobilienkauf in Portugal gibt es wenige bürokratische Hürden. Verträge sollten allerdings genau geprüft werden.

Immobilienkauf Portugal
Wer einen Immobilienkauf in Portugal plant, sollte sich auch Ferienhäuser an der Algarve ansehen. Foto: Fotolia

Viel Sonne, eine reizvolle Landschaft und gute Fluganbindung sind Gründe, weshalb inzwischen viele Deutsche einen Immobilienkauf in Portugal in Erwägung ziehen, zumal das Land - trotz der Wirtschaftskrise - auch als Alternative zu Spanien eine zunehmend größere Rolle spielt. Hinzu kommen die zahlreichen Golfplätze insbesondere in der Algarve, die ein wohlhabendes Klientel anlocken. Die Immobilienpreise in dieser Region sind höher als im Norden Portugals, teurer ist auch die Landeshauptstadt Lissabon. Allerdings ist die Wirtschaftskrise nicht spurlos am portugiesischen Immobilienmarkt vorbeigezogen, so dass es auch in guten Lagen Schnäppchen gibt.

Immobilienkauf in Portugal: Verträge genau prüfen

Jeder EU-Bürger kann ohne Einschränkungen einen Immobilienkauf in Portugal tätigen. Wie auch in anderen romanischen Ländern ist in Portugal ein Kaufvertrag ohne notarielle Beurkundung rechtlich bindend. Die Deutsche Schutzvereinigung Auslandsimmobilien (DSA) rät, auch einen Vorvertrag sehr genau zu prüfen. Entscheidend ist nicht, wie das Dokument heißt, sondern was in ihm steht. Oftmals, so der Expertenrat, handele es sich bei Vorverträgen inhaltlich bereits um gültige Kaufverträge - mit allen daraus resultierenden Rechten und Pflichten. Die LBS legt nahe: Auch Vorverträge sollten notariell beglaubigt werden und alle Regelungen bis zur endgültigen Beurkundung des Kaufvertrages enthalten.

Durch den Eintrag ins Grundbuch ist dann gewährleistet, dass die Immobilie nicht ein weiteres Mal verkauft oder anderweitig belastet wird. Üblicherweise wickelt ein Rechtsanwalt bei einem portugiesischen Notar oder Konsul den notariellen Kaufvertrag ab.

Kosten für den Immobilienkauf in Portugal

Die Grunderwerbsteuer ist gestaffelt und beträgt bis zu acht Prozent des Kaufpreises. Hinzu kommen Anwalt- und Notarkosten sowie die Stempelsteuer.

Besonderheiten:Potentielle Käufer von Immobilien in Portugal sollten laut DSA beachten:

  • Bauplätze: Überprüfen Sie beim Grundstückskauf, ob dieses bebaut werden darf. Bereits vorliegende Baugenehmigungen können in Portugal zurückgezogen werden
  • Eigentumswohnungen: Überprüfen Sie, ob die Wohnung als selbstständige Einheit im Grundbuch aufgeführt ist.
11-08-2011
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