Bausparen – Tarif und Bausparförderung

Staatliche Bausparförderung und ansehnliche Guthabenzinsen machen Bausparen interessant. Aber: Potentielle Bausparer sollten aufpassen: Vor dem Vertragsabschluss heißt es, den geeigneten Tarif auszuwählen. Alle Infos zum Thema Bausparen.

Bausparen: Vorteile und Nachteile

Für das Bausparen sprechen viele Faktoren. Ordentliche Guthabenzinsen und staatliche Förderungen machen es durchaus attraktiv. Neben den Vorteilen müssen Bausparer aber auch einige Nachteile beachten. weiterlesen

So funktioniert Bausparen: Viele Bauwillige zahlen regelmäßig kleinere Beträge in ihren Vertrag ein. Aus diesem Topf geben die Bausparkassen den Sparern nach und nach das eingebrachte Geld und zusätzlich ein Bauspardarlehen, das der Häuslebauer in den folgenden Jahren wieder tilgen muss. Das heißt konkret: Man schließt einen Bausparvertrag ab und spart monatliche Beiträge, die in erster Linie von der Höhe der Bausparsumme bestimmt werden. Während der Ansparzeit wird das Kapital mit einem von Anfang an festgelegten Satz verzinst.

Bausparvertrag: Das Bauspar-Prinzip

Die eigenen vier Wände sind der Lebenstraum vieler Menschen. Ein Bausparvertrag gilt als bewährte Finanzierungsvariante, um sich diesen Traum zu erfüllen. Bausparer profitieren von verschiedenen Fördermöglichkeiten, binden sich aber über Jahre hinweg vertraglich. weiterlesen

Zum renditestarken Sparplan mit sicherer Verzinsung werden Bausparverträge erst durch staatliche Förderungen und Zulagen wie Arbeitnehmer-Sparzulage, Wohnungsbauprämie und Wohn-Riester.

Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern vermögenswirksame Leistungen – bis zu 470 Euro pro Jahr – direkt auf einen Bausparvertrag überweisen. Die Zahlungen des Arbeitgebers bezuschusst der Staat mit neun Prozent Arbeitnehmer-Sparzulage. Doch nicht alle Arbeitgeber zahlen vermögenswirksame Leistungen. Tipp: Ist der Beitrag des Arbeitgebers niedriger, kann die Differenz zum vollen Betrag aus eigener Tasche aufgebracht werden. So kommen Sparer ebenfalls in den Genuss der staatlichen Prämie. Die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmer-Sparzulage: 17.900 Euro zu versteuerndes Einkommen bei Ledigen, 35.800 Euro bei Verheirateten.

Wohnungsbauprämie

Jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist und weniger als 25.600 Euro (Verheiratete: 51.200 Euro) Einkommen versteuern muss, erhält vom Staat für Einzahlungen auf einen Bausparvertrag bis zu einer Höhe von jährlich 512 Euro (1.024 Euro) 8,8 Prozent Wohnungsbauprämie. Um diese staatliche Förderung zu erhalten, müssen pro Jahr mindestens 50 Euro eingezahlt werden. Hinsichtlich der späteren Verwendung des Bausparguthabens gelten für alle ab 2009 neu abgeschlossenen Verträge andere Regeln:

  • Das Bauspargeld muss für den Wohnungsbau ausgegeben werden. Wer von dem Geld stattdessen etwas anderes kauft, muss die Wohnungsbauprämie zurückzahlen. Für alle bis 31. Dezember 2008 abgeschlossenen Verträge gilt jedoch weiter die alte Regelung, dass der Bausparer nach Ablauf von sieben Jahren frei über das Geld verfügen kann, zum Beispiel auch ein Auto kaufen kann.
  • Wer vor Vollendung seines 25. Lebensjahres einen Bausparvertrag abschließt, darf nach Ablauf von sieben Jahren weiterhin frei über das Bauspargeld verfügen. Diese Sonderregelung kann nur einmal in Anspruch genommen werden.
  • Bei Erwerbsunfähigkeit oder längerer Arbeitslosigkeit kann über das Bauspargeld ebenfalls frei verfügt werden, ohne dass die Wohnungsbauprämie zurückerstattet werden muss.

Wohnungsbauprämie und vermögenswirksame Leistungen

Arbeitgeber und Staat erleichtern Bausparern den Weg ins Eigenheim: mit vermögenswirksamen Leistungen, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage. weiterlesen

Mit Wohn-Riester ins Eigenheim

Mit dem Wohn-Riester werden auch selbstgenutzte Immobilien gefördert: So können angesparte Guthaben aus dem Riester-Vertrag entnommen werden und für den Kauf oder Bau eines Eigenheims verwendet werden. Zudem ist es möglich, nur einen Teil des Guthabens dafür zu benutzen, dann aber nur bis maximal 75 Prozent. Der Staat fördert Riester-Verträge mittels Zuschüssen von bis zu 154 Euro (pro Erwachsenem) und bis zu 300 Euro pro Kind jährlich, letzteres jedoch nur für alle ab dem 1. Januar 2008 geborenen Kinder. Die Auszahlungen aus den Wohn-Riester Verträgen werden nachgelagert versteuert – das heißt, ab Rentenbeginn. Alternativ ist es möglich, einen Antrag auf Einmalbesteuerung zu stellen. In diesem Fall werden in dem Jahr, in dem erstmals Gelder ausgezahlt werden, 70 Prozent des Wohnförderkontos auf das zu versteuernde Einkommen des Geförderten aufgeschlagen. Eine Kombination des Wohn-Riesters mit Bausparverträgen ist möglich.

Wohn-Riester

Der Staat fördert mit Wohn-Riester alle, die sich für die Altersvorsorge ein Eigenheim anschaffen wollen. weiterlesen

Markus Grundmann 19.04.2016

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