Baufinanzierung: Varianten

Annuitätendarlehen – Der Klassiker bei der Baufinanzierung

Das Annuitätendarlehen ist die am häufigsten gewählte Art der Immobilienfinanzierung.

Annuitätendarlehen sind klassische Hypothekendarlehen, bei dem die gleichbleibende Monatsrate aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil besteht. Bei Vertragsabschluss werden bei dieser Baufinanzierungs-Art eine bestimmte Tilgungsrate und ein Zinssatz vereinbart. Angeboten werden standardmäßig Darlehen mit einem Prozent jährlicher Anfangstilgung. Bei einem Annuitätendarlehen über 120.000 Euro und einem Prozent Tilgung bedeutet dies, dass die anfängliche monatliche Tilgung 100 Euro (und bei einem Zinssatz von fünf Prozent die anfängliche monatliche Zinsbelastung 500 Euro) beträgt.

Mit dem Annuitätendarlehen die eigene Immobilie finanzieren

Ein Prozent anfängliche Tilgung bedeutet dabei übrigens nicht, dass der Darlehensnehmer 100 Jahre braucht, bis das Annuitätendarlehen abbezahlt ist. Denn mit jeder Rate wird die Restschuld geringer, die Zinsen sind nur noch auf die verbleibende Restschuld zu zahlen. Da die Monatsrate aber immer gleich hoch bleibt (also annuitätisch ist), erhöht sich mit jeder Rate der Tilgungsanteil.

Zur Verdeutlichung: Bei oben genanntem Darlehen werden mit der ersten Rate 100 Euro getilgt und 500 Euro Zinsen gezahlt - insgesamt beträgt die Rate also 600 Euro. Die Restschuld beläuft sich danach auf 119.900 Euro. Im zweiten Monat werden noch 499,58 Euro für Zinsen fällig, der Tilgungsanteil steigt auf 100,42 Euro. Das hört sich marginal an, doch im Laufe der Zeit ändert sich das Verhältnis immer stärker. Gegen Ende der Laufzeit besteht die gleichbleibende Monatsrate fast nur noch aus Tilgung und kaum noch aus Zinsen. Bei fünf Prozent Zinsen beträgt die Laufzeit aber immer noch mehr als 30 Jahre. Deshalb ist es ratsam, bei der Baufinanzierung mit der Bank einen höheren Tilgungssatz zu vereinbaren.

Zinsbindung bei Annuitätendarlehen

Bei Annuitätendarlehen wird in der Regel jedoch nicht der Zinssatz für die gesamte Laufzeit vereinbart - vielmehr sind Zinsbindungen zwischen fünf und 15 Jahren üblich. Ist nach Ablauf der Zinsbindung der Marktzins höher oder niedriger, verändert sich entsprechend auch die monatliche Belastung des Darlehensnehmers.

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