Risiken bei der Baufinanzierung

Eigenleistung: Oft falsch eingeschätzt

Wer selbst mit anpackt, kann beim Hausbau einiges sparen. Viele Banken akzeptieren Eigenleistungen auch als Eigenkapital-Ersatz. Allerdings sollten sich Bauherren nicht überschätzen.

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Eigenleistung statt Eigenkapital - das unterschätzen viele Bauherren. Foto: Fotolia

Um Geld zu sparen, planen viele Bauherren Eigenleistungen ein. Der Vorteil: Der Einsatz von Eigenkapital kann geringer ausfallen. Doch oft überschätzen Bauherren dabei ihre Leistungsfähigkeit, was letztlich sogar das Bauvorhaben verteuern kann. "Die Eigenleistungen werden häufig deutlich höher bewertet als realistisch", warnt Christian Kraus vom Baufinanzierer Interhyp.

Eigenleistung: Viel Zeit und Geschick erforderlich

Häuslebauer sollten deshalb schon im Vorfeld bedenken: Der Einsatz von Eigenleistung erfordert einiges an handwerklichem Geschick und vor allem viel Zeit. Für ein Selbstbauhaus beispielsweise muss Experten zufolge mit mindestens 1.500 Stunden Eigenleistung gerechnet werden. Auch seien einige Gewerke für Selbstbauer gänzlich ungeeignet. Wichtig deshalb: ein seriöser Systemanbieter, der gute Betreuung und praktische Hilfe während der Bauzeit anbietet und vor kostenintensiven Fehlentscheidungen bewahrt. Nicht zu vergessen: Wer vieles in Eigenleistung macht, braucht bis zur Bezugsfertigkeit meist mehr Zeit. Die Miete für die alte Wohnung muss aber weiterhin gezahlt werden.

Das Einbringen von Eigenleistungen akzeptieren viele Banken als Ersatz für fehlendes Eigenkapital. Insofern eröffnet das Selbstbauen vielen eigenkapitalschwachen Familien überhaupt erst die Möglichkeit, in die eigenen vier Wände zu ziehen.

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