z.B.: Staatliche Förderung, Bauherrn, Modernisierer, KfW-Darlehen

 

KfW-Darlehen für Modernisieren und Sanieren

Sanieren und Modernisieren: Für barrierefreie Umbauten und Maßnahmen, die den Energieverbrauch eines Hauses nachhaltig verringern, gibt es staatliche Fördermittel von der KfW - mittels zinsgünstiger KfW-Darlehen und Tilgungszuschüsse.

KfW-Darlehen, Modernisieren, SanierenFürs Modernisieren und Sanieren des Eigenheims gibt es zinsgünstige KfW-Darlehen. Foto: Fotolia

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt Bauherren und Immobilieneigentümer über verschiedene Programme. Insbesondere für energieeffizientes Sanieren von Altbauten werden staatliche Fördermittel wie zinsvergünstigte KfW-Darlehen und Zuschüsse vergeben. Über das Sonderprogramm "Altersgerecht Umbauen" gibt es zudem Förderungen für barrierefreie Umbauten.

Programm "Energieeffizient Sanieren"

Mit dem Programm "Energieeffizient Sanieren" fördert die KfW Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die helfen, Energie einzusparen. Hier wird unterschieden zwischen einzelnen Maßnahmen und einer energetischen Vollsanierung.

Staatliche Fördermittel gibt es im Bereich Sanieren und Modernisieren für:

  • Wärmedämmung (Außenwände, Dach, oberste Geschossdecke, Kellerdecke)
  • Fenstererneuerung (inklusive Sonnenschutzsysteme nach DIN 4108)
  • Einbau einer Lüftungsanlage
  • Heizungserneuerung, sofern gleichzeitig eine effiziente Umwälzpumpe eingebaut wird
  • Planung- und Baubegleitung

Mindestanforderungen und Förderstandards der KfW

Bei Einzelleistungen sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgeschriebene technische Mindestanforderungen zu erfüllen, um KfW-Darlehen zu erhalten. Bei der Komplett-Sanierung zum KfW-Effizienzhaus müssen die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) - so wie sie auch für Neubauten gelten - erfüllt oder übertroffen werden, damit ein zinsgünstiges KfW-Darlehen oder Zuschüsse vergeben werden können.

Seit 01. Juli 2010 gibt es fünf verschiedene Effizienzhaus-Standards:

  • KfW-Effizienzhaus 55: Diese Häuser dürfen nach der Sanierung maximal 55 Prozent der Primärenergie verbrauchen, die ein EnEV-Haus gemäß der gesetzlichen Mindestanforderungen verbraucht. Auch der Wärmeverlust durch die Wände darf nur maximal 55 Prozent des zulässigen Höchstwertes betragen.
  • KfW-Effizienzhaus 70: Dieser Altbau benötigt nach der Sanierung 30 Prozent weniger Energie als ein Neubau
  • KfW-Effizienzhaus 85: Ein KfW-Effizienzhaus 85 kommt nach der Sanierung mit 85 Prozent der Energie aus, die ein Neubau höchstens verbrauchen darf.
  • KfW-Effizienzhaus 100: Ein KfW-Effizienthaus 100 muss die Vorgaben der EnEV hinsichtlich Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust vollständig erfüllen.
  • KfW-Effizienzhaus 115: Die neue Eingangsförderstufe ab 01. Juli 2010: Das KfW-Effizienzhaus 115 verbraucht nach der Sanierung bis zu 15 Prozent mehr Energie als ein Neubau.

KfW-Darlehen und Zuschüsse: Höhe der Fördermittel

Gefördert werden Einzelmaßnahmen mittels zinsvergünstigter KfW-Darlehen und Zuschüsse. Es gilt: Je besser der energetische Standard, desto großzügiger die Fördermittel der KfW. Für Einzelmaßnahmen und Einzelmaßnahmenkombinationen gibt es eine Höchstfördersumme von 50.000 Euro. Komplett-Sanierungen zum Effizienzhaus werden mit zinsvergünstigten KfW-Darlehen von maximal 75.000 Euro unterstützt. Je nach Förderstufe wird seit 01. Juli 2010 zusätzlich ein Tilgungszuschuss von 2,5 bis 12,5 Prozent der Darlehenssumme gewährt. Zum 01. März 2011 wurde außerdem eine endfällige Finanzierungsvariante eingeführt. Für diese Darlehen müssen während der Laufzeit lediglich Zinsen gezahlt werden, die Darlehensschuld wird am Laufzeitende zurückgezahlt. Die KfW ermöglicht Modernisierern damit, ein solches Darlehen noch besser in die individuelle Finanzierungsplanung zu integrieren. Die Laufzeit kann beispielsweise mit der Zuteilungsreife einer Lebensversicherung abgestimmt werden. Die Kreditlaufzeit des endfälligen Darlehens beträgt bis zu acht, mindestens jedoch vier Jahre – bei acht tilgungsfreien Anlaufjahren und acht Jahren Zinsbindung. Sparguthaben können nach Ablauf der endfälligen Kreditlaufzeit zur Tilgung eingesetzt werden.

Die KfW fördert Vorhaben von Privatpersonen, aber auch von Kommunen, Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften. Auch Käufer von neu sanierten Wohnungen oder Mieter, die mit der Zustimmung ihres Vermieters sanieren, können die Fördermittel vom Staat beantragen. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist möglich (zum Beispiel BAFA-Zuschuss für ein Gutachten). Allerdings darf die gesamte Fördersumme nicht höher sein als die entstandenen Kosten.

Für einzelne Maßnahmen und die komplette Sanierung gilt: KfW-Darlehen und Tilgungszuschüsse sind daran geknüpft, dass ein Energieberater oder Bausachverständiger die Sanierungsmaßnahmen begleitet. Der Antrag auf Fördermittel muss vor dem Kauf oder vor dem Beginn der Sanierung bei der Hausbank gestellt werden. Maßnahmen an Gebäuden, für die vor dem 1. Januar 1995 der Bauantrag gestellt wurde oder an Ferien- und Wochenendhäuser sind nicht förderfähig. 

Sonderförderung "Energieeffizient Sanieren"

Zusätzlich gibt es ein Sonderprogramm, worüber die KfW ausschließlich für folgende Arbeiten Fördermittel vergibt:

  • Ersatz von alten Nachtspeicheröfen (Zuschuss von 150 Euro je abgebautem Gerät)
  • Umbau von bestehenden Heizungen, um die Wärmeverteilung zu verbessern (Zuschuss von höchstens 25 Prozent der Kosten)
  • Baubegleitung durch einen Sachverständigen (50 Prozent der Kosten, höchstens jedoch 2.000 Euro)

Programm "Altersgerecht Umbauen"

Weg mit den Barrieren in den eigenen vier Wänden: Damit ältere und behinderte Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Lebensumgebung bleiben können, fördert die KfW über das Programm "Altersgerecht Umbauen" das barrierefreie Sanieren bestehender Wohnungen und Häuser. Vorausgesetzt wird, dass die Arbeiten von einem Fachunternehmen ausgeführt werden.

Gefördert werden nicht nur Immobilieneigentümer. Auch Wohnungsgenossenschaften, Gemeinden, Mieter (mit Zustimmung des Vermieters) und Käufer von frisch sanierten Wohnungen oder Häusern (ab 01. Juli 2010) können vom Fördertopf profitieren. Wer barrierefrei saniert, muss mindestens 6.000 Euro investieren, um einen Zuschuss von fünf Prozent der förderfähigen Investitionskosten zu erhalten. Maximal gefördert werden 2.500 Euro pro Wohneinheit. Der Höchstbetrag für Darlehen mit bis zu 30 Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung liegt bei 50.000 Euro. Die Darlehen sind in den ersten ein bis fünf Jahren (je nach Darlehensvariante) tilgungsfrei. Eine vorzeitige Rückzahlung des Darlehens oder von Teilbeträgen ist jederzeit kostenfrei möglich. Beantragt wird das Darlehen nicht über die KfW, sondern über die jeweilige Hausbank, die das Darlehen vermittelt.

Programm "Wohnraum Modernisieren – Standard"

Die KfW fördert mit dem Programm "Wohnraum Modernisieren" eine Vielzahl von Modernisierungsmaßnahmen, die den Wohnwert verbessern. Hierzu zählen zum Beispiel: Änderung des Grundrisses, Sanitärinstallationen, Balkonanbau oder Heizungserneuerung.

KfW-Darlehen gibt es für bis zu 100 Prozent der Modernisierungskosten, jedoch höchstens 100.000 Euro pro Wohneinheit. Die Darlehen mit bis zu 30 Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung sind anfangs tilgungsfrei. Eine vorzeitige Rückzahlung des KfW-Darlehens oder von Teilbeträgen ist jederzeit kostenfrei möglich. Das Förderdarlehen wird nicht bei der KfW, sondern bei einer normalen Bank beantragt.

01-03-2011
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