z.B.: Staatliche Förderung, Bauherrn, Modernisierer, KfW-Darlehen

 

KfW-Darlehen fürs Modernisieren und Sanieren

Sanieren und Modernisieren: Für barrierefreie Umbauten und Maßnahmen, die den Energieverbrauch eines Hauses nachhaltig verringern, gibt es staatliche Fördermittel von der KfW – mittels zinsgünstiger KfW-Darlehen und Tilgungszuschüsse.

Matthias Dittmann
Haus mit Wärmebildkamera, KfW, Modernisieren, Sanieren, Foto: Ingo Bartussek/fotolia.comFürs Modernisieren und Sanieren des Eigenheims gibt es zinsgünstige KfW-Darlehen. Foto: Ingo Bartussek/fotolia.com

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt Eigentümer, die ihre Immobilie modernisieren oder sanieren wollen über verschiedene Programme. Insbesondere die energieeffiziente Sanierung von Altbauten wird gefördert. Aber auch Einzelmaßnahmen und altersgerechtes Umbauen.

Programm „Energieeffizient Sanieren“

Mit der Programmgruppe „Energieeffizient Sanieren“ fördert die KfW Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die helfen, Energie einzusparen. Förderfähig sind alle energetischen Maßnahmen, die zu einem KfW-Effizienzhaus-Standard führen. Wer kein KfW-Effizienzhaus-Standard anstrebt, kann trotzdem für folgende Einzelmaßnahmen staatliche Fördermittel für die energieeffiziente Sanierung in Anspruch nehmen:

Außerdem werden …

… über bestimmte Programme im Rahmen von „Energieeffizient Sanieren“ von der KfW gefördert. Beispielsweise über das Programm 431 „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ in Form eines einmaligen Zuschusses.

Mindestanforderungen und Förderstandards der KfW

Die technischen Mindestanforderungen der KfW-Bank für die Energieeffizienz eines Gebäudes beziehen sich auf die in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) festgeschriebenen Grenzwerte und Richtlinien. Das sind entweder bestimmte Anforderungen an technische Geräte wie die Heizanlage oder aber die Gesamtanforderungen an Neubauten. Daraus leitet die KfW verschiedene Effizienzhaus-Standards ab, die bei der Sanierung in Frage kommen – von KfW 55 bis 115. Außerdem gibt es Sonderregeln für Gebäude unter Denkmalschutz. Je kleiner die Zahl, desto niedriger der Energieverbrauch und umso umfangreicher die Förderung.

 

KfW-Effizienzhaus 55 Das Haus verbraucht nach der Sanierung maximal 55 Prozent der Primärenergie eines Neubaus nach EnEV. Auch der Wärmeverlust durch die Wände darf nur maximal 55 Prozent des zulässigen Höchstwertes betragen.
KfW-Effizienzhaus 70 Maximal 70 Prozent der Primärenergie und des Höchstwertes für Wärmeverlust.
KfW-Effizienzhaus 85 Maximal 85 Prozent der Primärenergie und des Höchstwertes für Wärmeverlust.
KfW-Effizienzhaus 100 Ein KfW-Effizienzhaus 100 muss die Vorgaben der EnEV hinsichtlich Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust vollständig erfüllen.
KfW-Effizienzhaus 115 Das KfW-Effizienzhaus 115 darf die  Vorgaben für Neubauten um bis zu 15 Prozent überschreiten.
KfW-Effizienzhaus Denkmal Gebäude mit Denkmalschutz haben keine Vorgaben in Bezug auf den Transmissionswärmeverlust. Der Primärenergiebedarf darf Grenzwerte für Neubauten um 60 Prozent übersteigen. Allerdings muss ein Energieberater bestätigen, dass alle mit den gestalterischen Auflagen zu vereinbarenden Maßnahmen durchgeführt wurden.


Grundsätzlich gilt: In die Antragsstellung ist ein sachverständiger Energieberater einzubinden. Die möglichen Sachberater werden in einer Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme geführt.

 

KfW-Darlehen und Zuschüsse: Höhe der Fördermittel

Je besser der angestrebte energetische Standard, desto großzügiger sind die Fördermittel der KfW. Für Einzelmaßnahmen gibt es eine Höchstfördersumme von 50.000 Euro pro Wohneinheit. Komplett-Sanierungen zum Effizienzhaus werden mit maximal 75.000 Euro pro Wohneinheit unterstützt. Je nach Förderstufe wird zusätzlich ein Tilgungszuschuss von 2,5 Prozent (Effizienzhaus 115/Denkmal) bis 17,5 Prozent (Effizienzhaus 55) der Darlehenssumme gewährt.

Je nach Laufzeit des Kredits werden bis zu fünf Tilgungsfreijahre gewährt. Die KfW ermöglicht Modernisierern damit, ein Darlehen noch besser in die individuelle Finanzierungsplanung zu integrieren. So kann die Laufzeit beispielsweise mit der Zuteilungsreife einer Lebensversicherung abgestimmt werden.

Achtung! Für folgende Immobilien und immobilienbezogene Maßnahmen gilt die KfW-Förderung nicht:

Programm „Altersgerecht Umbauen“

Weg mit den Barrieren in den eigenen vier Wänden: Damit ältere und behinderte Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Lebensumgebung bleiben können, fördert die KfW über das Programm „Altersgerecht Umbauen“ das barrierefreie Sanieren bestehender Wohnungen und Häuser. Vorausgesetzt wird, dass die Arbeiten von einem Fachunternehmen ausgeführt werden.

Gefördert werden nicht nur Immobilieneigentümer. Auch Wohnungsgenossenschaften, Gemeinden, Mieter (mit Zustimmung des Vermieters) und Käufer von frisch sanierten Wohnungen oder Häusern können vom Fördertopf profitieren. Der Höchstbetrag für Darlehen mit bis zu 30 Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung liegt bei 50.000 Euro pro Wohneinheit.

02-06-2014
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