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Jede Wohnung nur einen Beitrag: GEZ Änderung 2013

Zum 1. Januar 2013 wird aus der Rundfunkgebühr der Rundfunkbeitrag. Dann gilt: Eine Wohnung, ein Beitrag – unabhängig von der Zahl der Empfangsgeräte. Immowelt.de erklärt, was sich für Privathaushalte ändert.

Isabella Haag
GEZ, Änderung, 2013, Rundfunkbeitrag, RundfunkgebührRundfunkgebühr ade. Am 1. Januar 2013 startet der Rundfunkbeitrag. Künftig gilt: Eine Wohnung, ein Beitrag. Foto: Kabel Deutschland

Einer für alle und alle für einen. Das musketier‘sche Solidaritätsprinzip gilt ab 2013 auch für den deutschen Rundfunkgebührenzahler: Unabhängig davon, welche und wie viele Geräte man nutzt, müssen 17,98 Euro an die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) überwiesen werden. Eine Neuregelung, die sich vor allem für Familien, bei denen mehrere Generationen zusammen leben oder für Wohngemeinschaften rechnet.

„Natürlich zahl ich“: Rundfunkgebühren bisher

Bisher schlug das GEZ-Komplettpaket mit 17,98 Euro für Fernseher, Radio sowie neuartige Rundfunkgeräte zu Buche. Verzichtete man auf das TV-Gerät, wurde die Gebühr auf 5,76 Euro reduziert. Zur Zahlung verpflichtet war jeder Rundfunkteilnehmer, im Prinzip also jeder, der volljährig war und über ein eigenes Empfangsgerät verfügte. Unverheiratet zusammenlebende Paare, Wohngemeinschaften oder berufstätige Kinder, die noch bei den Eltern wohnten, wurden dabei mehrfach zur Kasse gebeten.

„Einfach. Für alle“: Eine Wohnung, ein Beitrag

Ab Januar bleibt es zwar bei 17,98 Euro, allerdings werden diese nun pro Wohnung fällig und nicht mehr pro Rundfunkteilnehmer. Die Mehrfachzahlungen gerade von WG-Bewohnern oder Lebensgemeinschaften entfallen dadurch. Der volle Betrag muss nun aber für alle Wohnungen gezahlt werden, unabhängig davon, ob und wie viele Geräte genutzt werden. Nach Angaben der GEZ ändert sich für über 90 Prozent der Bürger nichts oder sie zahlen sogar weniger. Empfänger von bestimmten staatlichen Sozialleistungen können eine Beitragsbefreiung beantragen. Wegfallen, oder zumindest ermäßigt werden, kann der Beitrag auch für Menschen mit gewissen gesundheitlichen Einschränkungen.

Rundfunkbeitrag: Was ist zu tun?

Die Änderung tritt automatisch in Kraft. Wer zukünftig mehr zahlt, wird darüber zumeist von der GEZ in Kenntnis gesetzt. Alle Haushalte, die bisher mehrfach Rundfunkgebühren überwiesen haben und nun weniger zahlen, sollten sich hingegen selbst schriftlich an die GEZ wenden und mitteilen, welcher Teilnehmer die Beitragszahlung übernimmt. Alle weiteren Bewohner können sich abmelden. Ermäßigungen oder Befreiungen sollten frühzeitig beantragt werden. Das entsprechende Formular zum Herunterladen findet sich auf www.rundfunkbeitrag.de.

Regelung für Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmer

Wer selbstständig tätig ist und in der Privatwohnung arbeitet, zahlt zukünftig nur den Pauschalbetrag von 17,98 Euro. Wird ein Kraftfahrzeug nicht nur privat, sondern auch betrieblich genutzt, kämen noch 5,99 Euro hinzu. Betreiben Selbstständige eine eigene Betriebsstätte, müssten sie für die Privatwohnung 17,98 Euro zahlen, für die Betriebsstätte 5,99 Euro und für den Firmenwagen ebenfalls 5,99 Euro. Allgemein gilt: Bei Unternehmen ist der Beitrag gestaffelt und orientiert sich an der Zahl der Betriebsstätten, der Beschäftigten und der Kraftfahrzeuge.

25-10-2012
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Neben den Immowelt-Infos erfahren Sie hier mehr zum Thema Rundfunkgebühren und GEZ. Mehr Informationen zu den neuen GEZ Gebührenregeln ab 2013 findet man auch auf freenet.de. Was die Vor- und Nachteile der neuen GEZ-Regelungen sind, hat Grundlagen-Computer erklärt.

 

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