Wer sich den Traum vom begehbaren Kleiderschrank erfüllen will, sollte sorgfältig planen. Eine Bestandsaufnahme hilft, das passende Modell zu finden.
von Barbara ZineckerVom luxuriösen Ankleideraum bis hin zur optimal genutzten Dachschräge: Ein begehbarer Kleiderschrank erfordert ausreichende Planung. Dabei stellt sich die Frage nach einer sinnvollen Raumaufteilung und einer praktischen, alltagsgerechten Ausstattung.
Am einfachsten lassen sich begehbare Kleiderschränke in leerstehende Räume, wie beispielsweise größere Abstellkammern oder freigewordene Kinderzimmer, integrieren. Wer weniger Platz zur Verfügung hat, kann auch einen Teil eines Raumes abtrennen. Eigentümer können dafür eine neue Wand einziehen, beispielsweise mit Rigipsplatten. Für Mieter hingegen eignen sich Gleittürsysteme oder Schiebevorhänge, die beim Auszug leicht wieder entfernt werden können. Bei der Auswahl des neuen Schranksystems ist zunächst die Raumgröße entscheidend. Doch auch in kleinen Räumen muss man nicht auf einen begehbaren Kleiderschrank verzichten. Mit individuellen Schranksystemen können sogar Ecken, Nischen und Dachschrägen optimal genutzt werden. Bei kleinen Räumen sollte man an anstelle von Flügeltüren lieber Schiebetüren den Vorzug geben. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Raum mindestens 90 Zentimeter Tiefe bietet, so dass man sich ohne anzustoßen bücken kann.
Viele Möbelhäuser, Baumärkte und Hersteller bieten unterschiedliche Schranksysteme an. Doch welches Modell kommt in Frage? Bei der Planung hilft eine vorherige Bestandsaufnahme, die zeigt, wie viel Stauraum eingeplant werden muss und in welcher Form dieser vorhanden sein sollte. Hat man viele Blusen und Hemden, lohnt es sich mehrere Kleiderstangen einzubauen. Wer jedoch T-Shirts und Hosen lieber zusammenlegt, sollte mehrere Schubladenelemente und Fächer einplanen. Die Kleidung nach Farben, Größe und Saison zu ordnen, spart Zeit und Nerven.
Nützliche Aufbewahrungslösungen wie ausziehbare Regalböden mit Haken, Schlips- und Hosenhalter verhindern Unordnung. Die Lieblingsschuhe wirken offen in einem Regal aufbewahrt als Blickfang. Für Accessoires wie Schals, Gürtel und Schmuck eignen sich Schachteln, während Unterwäsche und Socken gerne in Schubladen verstaut werden. Damit man auf der Suche nach dem Lieblingsgürtel nicht alle Boxen durchsuchen muss, weisen Beschriftungen oder Fotos den Weg. Kleidung, die selten benutzt wird, sollte in Kleiderhüllen oder in geschlossenen Schrankteilen untergebracht werden, damit sie nicht übermäßig einstaubt.
Ein begehbarer Kleiderschrank kann individuell je nach Anspruch und Budget gefertigt werden: Geübte Handwerker benötigen nur ein paar Bretter und Schrauben aus dem Baumarkt, während andere sich lieber für ein kombinierbares Schranksystem aus dem Möbelhaus oder ein passgenau gefertigtes Einzelstück aus der Schreinerei entscheiden. Bei besonders schwierigen Fällen, wie beispielsweise exakt anzupassenden Schränken in Dachschrägen und Nischen, lohnt es sich jedoch immer vorher eine fachkundige Beratung einzuholen.
© Immowelt AG 2012 © Marktplatz für Wohnung, Wohnungen, Immobilien und Häuser