Im kommenden Jahr soll ein Energiepass für Gebrauchtimmobilien eingeführt werden, der den Energiebedarf dokumentiert und Tipps für die Modernisierung gibt.
Das neue Energieeinsparungs- Gesetz wurde am 8. Juli einstimmig vom Bundesrat verabschiedet. Kernpunkt ist die Einführung eines Gebäude-Energiepasses, der nach Ansicht der Bundesinitiative "Jetzt! Zukunftsorientierte Gebäudemodernisierung" der energetischen Modernisierung von Häusern einen deutlichen Schub bringen soll.
Der Energieausweis soll den Energiebedarf eines Gebäudes dokumentieren und Tipps für eine effiziente Modernisierung geben. Die Bundesregierung hat mit dem Gesetz eine EU-Richtlinie zur Energieeinsparung an Gebäuden umgesetzt.
Die Arbeit an der konkreten Ausgestaltung des Energiepasses soll aufgrund der schwierigen politischen Gesamtsituation im Herbst möglichst rasch weitergehen, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Bundestages. Dies sein nötig, damit der Pass am 1. Januar 2006 eingeführt werden könne.
Immobilieneigentümer sollen die Wahl haben, ob der Energiebedarf des Gebäudes anhand des tatsächlichen Verbrauchs oder anhand von bauphysikalischen Kennwerten ermittelt wird. Diese Wahlmöglichkeit werde im Gesetzesbeschluss allerdings nicht ausreichend konkretisiert, kritisiert der Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Ein Sachverständigen-Gutachten über bedarfswertorientierten Verbrauch wäre demnach gerade für Altbauten sehr teuer.
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