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Förderungen für Photovoltaik-Anlagen

Die Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt und sinkt: In vielen Fällen bleibt Photovoltaik aber weiterhin lohnend. Grund: Der Preisverfall bei den Modulen und der Eigenverbrauch des billigen Sonnenstroms.

Frank Kemter
Photovoltaik-Förderung, Einspeisevergütung, Erneuerbare-Energien-GesetzPhotovoltaik-Förderung: Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bleibt weiter lukrativ, obwohl die Einspeisevergütung sinkt. Foto: BSW-Solar/SunTechnics

Die Erzeugung von Solarstrom wird mittels Einspeisevergütung seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2004 gefördert. Jeder, der eine Solaranlage installiert, bekommt demnach 20 Jahre lang plus des Jahres der Inbetriebnahme einen festen Betrag pro eingespeister Kilowattstunde vom Netzbetreiber. Für neu errichtete Anlagen sinkt der Vergütungssatz allerdings regelmäßig.

Keine Zusatzvergütung für selbst verbrauchten Solarstrom

Die Regelung, wonach es auch für selbst verbrauchten Solarstrom eine Vergütung gab, wurde für neu errichtete Anlagen bereits 2012 ersatzlos gestrichen. Auch die  Vergütung für eingespeisten Solarstrom wurde innerhalb weniger Jahre um mehr als zwei Drittel gekürzt. Trotzdem kann sich Photovoltaik auch weiterhin lohnen. Das liegt zum einen daran, dass die Preise für Photovoltaikmodule in den vergangenen Jahren drastisch gesunken sind. Zum anderen lohnt sich auch der Eigenverbrauch von Solarstrom. Denn der zugekaufte Strom vom Versorger ist inzwischen deutlich teurer als der selbst erzeugte.

Probleme mit Photovoltaik-Erfolg

Der enorme Erfolg der Photovoltaik in den vergangenen Jahren hat auch Probleme mit sich gebracht: Die Einspeisevergütung zahlt nicht der Staat, sondern der Netzbetreiber. Der wiederum gibt diese Kosten an alle Stromkunden weiter, mit der Folge, dass Strom in den vergangenen Jahren für Verbraucher teurer wurde. Zumindest ein Teil der drastischen Strompreiserhöhungen der letzten Jahre ist auf die Förderung der erneuerbaren Energien zurückzuführen.

Einspeisevergütung sinkt monatlich für neu installierte Anlagen

Zur Einführung des EEG im Jahr 2004 lag die garantierte Einspeisevergütung noch bei bis zu 57,4 Cent je Kilowattstunde. Wer damals eine Solaranlage installierte, erhält diesen Satz noch bis Ende 2024. Seitdem sinkt der Fördersatz allerdings regelmäßig, derzeit zwischen 1 und 2,8 Prozent pro Monat. Dabei gilt: Je mehr neue Anlagen installiert werden, desto stärker sinkt der Vergütungssatz.

Die Einspeisevergütung wird ersatzlos gestrichen, sobald deutschlandweit eine Gesamtkapazität von 52 Gigawatt erreicht ist. Da aber schon Ende 2013 mehr als 35 Gigawatt installiert waren, wird es nur noch wenige Jahre dauern, bis die festgelegte Obergrenze erreicht ist. Allerdings gibt es für bereits ans Netz genommene Anlagen Rechtssicherheit: Der Vergütungssatz, der im Monat der Inbetriebnahme galt, wird garantiert 20 Jahre plus des Jahres der Inbetriebnahme gewährt.

Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage

Ob sich eine Photovoltaikanlage rechnet hängt von zahlreichen Faktoren ab:

Wer auf seinem Ost-Dach in Hannover mit Neigungswinkel von 60 Grad eine Photovoltaikanlage mit 40 Quadratmetern Fläche installiert, erzielt eine Maximalleistung von etwa 5 KW und kann im Jahr etwa 2.700 Kilowattstunden Strom produzieren. Dafür gibt es im Jahr etwa 360 Euro. Die gleiche Menge Strom kostet etwa 675 Euro, wenn sie für 25 Cent beim Stromversorger bezogen wird.

Wer allerdings in Nürnberg wohnt und ein Pultdach mit Neigungswinkel von lediglich 15 Grad und Südausrichtung hat, kann bei gleicher Größe und Nennleistung mehr als 4.000 Kilowattstunden produzieren und erhält im Jahr etwa 530 Euro. Wird dieselbe Menge Strom vom Stromversorger bezogen, kostet sie bei 25 Cent pro Kilowattstunde 1.000 Euro.

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06-03-2014
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