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Gründe für eine Zwangsversteigerung

Falsches Finanzierungskonzept, Arbeitslosigkeit, Scheidung: Es gibt viele Gründe für eine Zwangsversteigerung.

Frank Kemter
Zwangsversteigerungstermine, ZwangsversteigerungWer sich bei der Baufinanzierung verkalkuliert, riskiert schnell die Zwangsversteigerung seines Eigenheims. Foto: Fotolia

Immerhin noch rund 73.000 Zwangsversteigerungstermine wurden 2011 bundesweit anberaumt. Das sind zwar gut 20.000 weniger, als noch Mitte der Nullerjahre. Doch ist das Niveau immer noch recht hoch, zumal sich hinter jeder Zwangsversteigerung ein persönliches Schicksal verbirgt.

Finanziell übernommen

Die Gründe dafür, dass, es zu einem Zwangsversteigerungstermin kommt, sind vielfältig. Oft liegt es an einer ungünstigen Konstruktion der Finanzierung und dem Optimismus, dass schon alles gut gehen werde. Oft geht anfangs noch alles gut. Ist die Finanzierung bezogen aufs Einkommen knapp kalkuliert, kann ein Jobverlust schnell zu Problemen führen. Wer dann eine neue, vielleicht schlechter bezahlte Anstellung findet, hat oft höhere monatliche Ausgaben als Einnahmen. Eine falsche, aber leider allzu häufig anzutreffende Strategie in einer solchen Situation ist es, zunächst das Konto bis zum Limit zu überziehen und wenn hier gar nichts mehr geht, einen teuren Konsumkredit aufzunehmen. So schindet der Betroffene zwar Zeit, doch der Schuldenberg wächst und damit die mutmaßlichen monatlichen Belastungen in der Zukunft: ein Teufelskreis.

Falsche Finanzierung kann zur Zwangsversteigerung führen

Gerade Schwellenhaushalte, die eine Immobilienfinanzierung scharf kalkuliert haben, sind in Gefahr. Bis vor einigen Jahren wurde die so genannte Eigenheimzulage gezahlt und oft in die Finanzierung integriert: Je nach Anzahl der Kinder spendierte der Staat bis zu mehreren tausend Euro im Jahr. Das allerdings nur acht Jahre lang. Wer geschickt war, nutzte diese Zahlungen für jährliche Sondertilgungen. Langsam laufen die letzten gewährten finanziellen Zuwendungen des Staates aus. Das kann dann gefährlich werden, wenn die alljährliche Zahlung dazu genutzt wurde, um die übers Jahr aufgelaufenen Lücken zu schließen.

Grundsätzlich sollte eine Finanzierung so aufgebaut sein, dass ein Teil des Kaufpreises durch Eigenkapital gezahlt werden kann. Zudem sollten finanzielle Reserven für den Fall aktivierbar sein, dass das Einkommen sinkt. Vernünftig ist es daher, lieber eine etwas bescheidenere und günstigere Immobilie zu erwerben, um finanziell noch Luft zu haben, wenn Teile des Einkommens wegfallen.

Risiko: Scheidung und Krankheit

Auch Scheidungen oder sonstige schicksalhafte Entwicklungen wie etwa eine schwere Krankheit können schnell zu einer finanziellen Schieflage führen. Gerade bei ersterem Fall sollte ein Rosenkrieg unbedient vermieden werden. Sinnvoll ist es, sich dann möglichst rasch um einen Verkauf der Immobilie zu bemühen - auf wenn’s weh tut. Denn ein zu langes Zuwarten führt oft zu finanziellen Problemen und die verlustbehaftete Zwangsversteigerung sorgt für einen Schuldenberg in der Zukunft.

Kapitalanleger: Standort und Mieterstruktur beachten

Auch Kapitalanleger sind gefährdet. Wer vor dem Erwerb den Standort, den Zustand der Immobilie und die realistisch erzielbaren Mieteinnahmen falsch eingeschätzt oder sich zu sehr aufs Steuern sparen verlassen hat, kann schnell in die Bredouille geraten. Kritisch kann es auch werden, wenn unzuverlässige Mieter ihre Miete dauerhaft schuldig bleiben oder die Wohnung verwüsten. Bei einer ohnehin knappen Kalkulation kann dies dem Eigentümer schnell das Genick brechen.

12-07-2012
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