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Infos zur Immobilie: Die Versteigerungsakte

Die beim Amtsgericht einsehbare Versteigerungsakte gibt Auskunft über die Immobilie, die zwangsversteigert wird.

Frank Kemter
Versteigerungsakte, Zwangsversteigerung, AmtsgerichtZwangsversteigerung bei Gericht: Wer eine Immobilie ersteigern will, sollte sich beim zuständigen Amtsgericht die Versteigerungsakte ansehen. Foto: Fotolia

Wer eine Immobilie bei einer Zwangsversteigerung erwerben will, sollte sich vorab genau über diese erkundigen. Das ist in vielen Fällen gar nicht so einfach, da anders als bei im Freiverkehr angebotenen Immobilien, eine Innenbesichtigung manchmal nicht möglich ist.

Eine Vielzahl von Dokumenten hat allerdings die Versteigerungsakte zu bieten, die beim Amtsgericht einzusehen ist. Hierzu zählen:

  • Das Gutachten eines Sachverständigen zum Verkehrswert der Immobilie. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass in manchen Fällen auch der Sachverständige keine Möglichkeit hatte, die Immobilie von innen zu besichtigen. Dies erfährt man jedoch aus dem Gutachten; in diesen Fällen ist es allerdings dann auch mit Vorbehalt zu betrachten. Das Gutachten enthält zum Beispiel Angaben über Bauzustand, Vermietungssituation, Lage oder Anschlüsse an öffentliche Versorgungsnetze. Zudem enthält es in der Regel sowohl eine Berechnung des Ertrags- als auch des Verkehrswertes. Ersteres ist für vermietete Kapitalanlageimmobilien von Interesse.
  • Die Versteigerungsakte enthält auch den Grundbuchauszug. Dieser gibt Auskunft über Belastungen wie Hypotheken und Grundschulden, Wegerecht oder Dauerwohnansprüche.
  • In manchen Bundesländern gibt es zudem ein Baulastverzeichnis in dem Belastungen wie etwa die Mindestabstandsfläche zugunsten eines anderen Grundstücks eingetragen ist.
  • Die Forderungsanmeldung enthält Informationen darüber, welche Bank in welcher Höhe Forderungen angemeldet hat.

Wer eine Eigentumswohnung über eine Zwangsversteigerung erwerben will, sollte zudem einen Blick in die Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung werfen. Sind diese Dokumente nicht in der Versteigerungsakte enthalten, kann man versuchen, die jeweilige Hausverwaltung zu kontaktieren, um an Infos zu gelangen. Das muss allerdings nicht von Erfolg gekrönt sein, denn die Verwaltung ist nicht verpflichtet, einem potentiellen Ersteigerer irgendeine Auskunft zu erteilen.

Übrigens: Inzwischen kann man übers Internet bundesweite Zwangsversteigerungstermine recherchieren. Vielfach sind auch die Kurzgutachten online abrufbar.

22-06-2012
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