26 Milliarden Euro zahlen deutsche Verbraucher jährlich zu viel für Strom - dies geht aus Berechnungen des Bundes der Energieversorger hervor. Deren Rat: Rechnung kürzen!
26 Milliarden Euro. Glaubt man den Berechnungen des Bundes der Energieverbraucher, ist dies die Summe, welche die deutschen Stromversorger Jahr für Jahr von den Verbrauchern zu viel verlangt.
Im Durchschnitt seien die Stromkosten um rund 5,2 Cent pro Kilowattstunde zu hoch, meint der Verbraucherverband. Demnach würde eine Preissenkung um diesen Betrag weder die Versorgungssicherheit noch den Kraftwerks-Neubau beeinträchtigen.
Der Verband begründet seine Einschätzung damit, dass die Versorger ihren Kunden im Schnitt sieben (Endverbraucher), beziehungsweise drei Cent (Industrieabnehmer) pro Kilowattstunde Strom für die Netznutzung in Rechnung stellen würden. Angemessen seien laut Bund der Energieverbraucher jedoch nur 3,3 beziehungsweise 1,84 Cent. Die zu hoch angesetzten Verteilkosten erschwerten den Verbraucherschützern zufolge den Wettbewerbern den Zugang zum Strommarkt und führten zu überhöhten Renditen bei den Netzbetreibern.
Doch nicht nur die Netznutzung, auch die Stromkosten an sich sind der Einschätzung des Bundes der Energieverbraucher zu hoch - im Schnitt um 5,2 Cent pro Kilowattstunde. Der Verband rät Verbrauchern, die verlangten Strompreise um fünf Cent je Kilowattstunde zu kürzen, bis der Versorger seine höheren, die Preise rechtfertigenden Kosten nachweisen könne. Das Energiewirtschaftsgesetz schreibe eine kostengünstige Versorgung vor. Bis zu einem gerichtlichen Nachweis dürfe der Versorger auch die Stromversorgung des Zahlungskürzers nicht einstellen.
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