Bundestagswahl 2021: Das planen die Parteien in der Wohnungspolitik

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Die Wahlprogramme für die Bundestagswahl 2021 stehen fest – und eines steht auf der Agenda aller Parteien ganz weit oben: die Wohnungspolitik. Wir geben einen Überblick für Mieter, Vermieter, Eigentümer und Makler zu den Vorhaben der großen Parteien.

Bundestagswahl 2021, Bundestag, Foto: niroworld / stock.adobe.com
Der neue Bundestag wird am 26. September 2021 gewählt – ein großes Thema in den Wahlprogrammen der Parteien ist die Wohnungspolitik. Foto: niroworld / stock.adobe.com

Der Wahlkampf vor der Bundestagswahl 2021 am 26. September ist in vollem Gange. Ein Thema, das alle Bevölkerungsschichten von Mieter über Vermieter, Eigentümer und Makler bis hin zu den Bauherren umtreibt, ist die Wohnungspolitik. Demensprechend widmen sich diesem Thema auch die großen Deutschen Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und AfD sehr ausführlich in ihren Wahlprogrammen. Im Folgenden geben wir deshalb einen für die verschiedenen Zielgruppen aufbereiteten Überblick zu den wohnungspolitischen Themen – inklusive alles auf einem Blick im PDF „Das planen die Parteien für bezahlbare Mieten“ zum Download.

Bundestagswahl 2021: Die wohnungspolitischen Themen der Parteien

Mieter – Wohngeld, Mietpreisbremse, Mietendeckel

Alle Parteien sind sich einig, dass die Mieten in Deutschland bezahlbar bleiben sollen oder wieder bezahlbar werden müssen. Um diese Ziele zu erreichen, gibt es allerdings unterschiedliche Herangehensweisen vor der Bundestagswahl 2021:

CDU/CSU

  • Wohnraumoffensive fortführen und bis 2025 mehr als 1,5 Millionen neue Wohnungen schaffen.
  • Wohngeld anheben und so die Mietbelastung bei sozial benachteiligten Menschen verringern und Zugang zu freiem Wohnungsmarkt erleichtern.
  • Gegen Einführung eines Mietendeckels.

SPD

  • „Neue Wohngemeinnützigkeit“: Nach dem Vorbild Wien soll der Anteil an gemeinnützigem und bezahlbarem Wohnraum deutlich erhöht werden.
  • 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr bauen.
  • Zeitlich befristetes Mietenmoratorium, bei dem maximal die Inflation ausgeglichen werden darf, um angespannte Märkte zu entlasten.
  • Mietspiegel nach einheitlichen und rechtssicheren Kriterien ausgestalten, seine Bedeutung stärken und den Berechnungszeitraum des Mietspiegels von bislang sechs auf acht Jahre ausdehnen.
  • Mietpreisbremse entfristen und nachschärfen.

FDP

  • Neue Wohnungen schaffen.
  • Wohngeld anheben und so die Mietbelastung bei sozial benachteiligten Menschen verringern und Zugang zu freiem Wohnungsmarkt erleichtern.
  • Gegen Einführung eines Mietendeckels.
  • Mietpreisbremse abschaffen.

Bündnis 90/Die Grünen

  • „Neue Wohngemeinnützigkeit“: Nach dem Vorbild Wien soll der Anteil an gemeinnützigem und bezahlbarem Wohnraum deutlich erhöht werden.
  • Eine Million zusätzliche Sozialwohnungen in den kommenden zehn Jahren.
  • Einführung bundesweiter Mietobergrenze im Bestand.
  • Mietpreisbremse entfristen und nachschärfen.
  • Mietspiegel nach einheitlichen und rechtssicheren Kriterien ausgestalten, seine Bedeutung stärken und den Berechnungszeitraum des Mietspiegels von bislang sechs auf 20 Jahre ausdehnen.

Die Linke

  • „Neue Wohngemeinnützigkeit“: Nach dem Vorbild Wien soll der Anteil an gemeinnützigem und bezahlbarem Wohnraum deutlich erhöht werden.
  • 250.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr: Perspektivisch soll der komplette Wohnungsbestand dem Markt entzogen werden und in öffentliche sowie gemeinnützige Hände übergeben werden.
  • Mietendeckel nach Berliner Vorbild für ganz Deutschland einführen.
  • Enteignung großer Wohnungskonzerne, wie es im Wahlprogramm heißt: „Großen Wohnungskonzernen wie Vonovia und Deutsche Wohnen, die systematisch Mietwucher betreiben, wollen wir das Handwerk legen. Die Linke ist deshalb Teil der Kampagne ‚Deutsche Wohnen & Co enteignen.‘“
  • Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen, um das knappe Angebot an Mietwohnungen nicht noch weiter zu verringern.
  • Verbesserung des Mieter-Kündigungsschutzes.

AfD

Vermieter, Eigentümer und Wohnungskonzerne – Mietspiegel, Share-Deals, Umwandlungsverbot

Mehr bezahlbarer Wohnraum ist die zentrale Forderung aller Parteien vor der Bundestagswahl 2021 – das hat auch Auswirkungen für Vermieter, Eigentümer und Wohnungskonzerne:

CDU/CSU

  • Wohnraumoffensive fortführen und bis 2025 mehr als 1,5 Millionen neue Wohnungen schaffen.
  • Verlängerung der Sonder-Afa beim Wohnungsbau über Ende 2021 hinaus
  • Gegen Einführung eines Mietendeckels.

SPD

  • Zeitlich befristetes Mietenmoratorium, bei dem maximal die Inflation ausgeglichen werden darf, um angespannte Märkte zu entlasten.
  • Mietpreisbremse entfristen und nachschärfen
  • Mietspiegel nach einheitlichen und rechtssicheren Kriterien ausgestalten, seine Bedeutung stärken und den Berechnungszeitraum des Mietspiegels von bislang sechs auf acht Jahre ausdehnen.

FDP

Bündnis 90/Die Grünen

  • „Neue Wohngemeinnützigkeit“: Nach dem Vorbild Wien soll der Anteil an gemeinnützigem und bezahlbarem Wohnraum deutlich erhöht werden.
  • Eine Million zusätzliche Sozialwohnungen in den kommenden zehn Jahren.
  • Bundesweite Mietobergrenze im Bestand.
  • Mietpreisbremse entfristen und nachschärfen.
  • Mietspiegel nach einheitlichen und rechtssicheren Kriterien ausgestalten, seine Bedeutung stärken und den Berechnungszeitraum des Mietspiegels von bislang sechs auf 20 Jahre ausdehnen.
  • Verbot von Share-Deals.

Die Linke

  • Mietendeckel nach Berliner Vorbild für ganz Deutschland einführen.
  • Enteignung großer Wohnungskonzerne – im Wahlprogramm von Die Linke heißt es: „Großen Wohnungskonzernen wie Vonovia und Deutsche Wohnen, die systematisch Mietwucher betreiben, wollen wir das Handwerk legen. Die Linke ist deshalb Teil der Kampagne ‚Deutsche Wohnen & Co enteignen.‘“
  • Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen, um das knappe Angebot an Mietwohnungen nicht noch weiter zu verringern.
  • Verbesserung des Kündigungsschutzes von Mietern.
  • Verbot von Kurzzeitvermieten wie zum Beispiel über Airbnb.
  • Verbot von Share-Deals.

AfD

Makler und private Anbieter – Courtage und Spekulationssteuer

Makler arbeiten als Immobilienprofis im Spannungsfeld zwischen Käufer und Verkäufer beziehungsweise Mieter und Vermieter und sind dementsprechend auch von den Vorhaben der Parteien für diese Gruppen betroffen. Daneben hat vor allem Bündnis90/Die Grünen ein Makler-Thema in ihrem Wahlprogramm:

Bündnis 90/Die Grünen

Die Courtage soll auf 2 Prozent gedeckelt werden. Außerdem will die Partei das Bestellerprinzip auch beim Kauf etablieren und denjenigen die Kosten übernehmen lassen, der den Makler bestellt.

SPD

Der Wegfall der Spekulationssteuer für Veräußerungsgewinne nach zehn Jahren soll abgeschafft werden – auch bei privaten Verkäufen.

Die Linke

Der Wegfall der Spekulationssteuer für Veräußerungsgewinne nach zehn Jahren soll abgeschafft werden – auch bei privaten Verkäufen.

Käufer, Bauherren und Sanierer – Grunderwerbsteuer, Förderungen, Mietkauf

Die Förderung von privatem Wohneigentum gilt quer durch alle Parteien als relevanter Baustein, um die Probleme am Wohnungsmarkt zu adressieren – nur die Linke fokussiert sich bei ihrer wohnungspolitischen Strategie eher auf Mieter:

CDU/CSU

  • Grunderwerbsteuer: Freibetrag beim erstmaligen Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie – 250.000 Euro pro Erwachsenen und weitere 100.000 Euro pro Kind
  • KfW-Programme für Familien mit Kindern ausweiten.
  • Mehr heimischen Baustoff und Recyclingmaterial einsetzen.

SPD

  • Neues Förderprogramm „Jung-Kauft-Alt“ für den Erwerb von Bestandsimmobilien.
  • Mietkaufmodelle fördern.
  • Gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten beim Klimaschutz.

FDP

  • Grunderwerbsteuer: Freibetrag beim erstmaligen Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie von 500.000 Euro pro Person.
  • Bürokratie und Regulierung bei Bau und Genehmigungsverfahren abbauen.

Bündnis 90/Die Grünen

  • Bundesländer dazu ermutigen, die Grunderwerbsteuer für private Käufer zu senken.
  • Ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen.
  • Gebäuden-Ressourcen-Gesetz einführen.
  • Modernisierungsumlage ausbauen.

Die Linke

  • Modernisierungsumlage abschaffen.
  • Bis 2035 klimaneutralen Gebäudestand unter anderem mit Hilfe von ökologischen Baumaterialen garantieren.

AfD

  • Steuerliche Sonderabschreibung für die eigengenutzte Immobilie.
  • Mietkauf für Mieter in staatlichen Wohnungsunternehmen erleichtern.
  • Baurecht vereinfachen und vereinheitlichen.
  • Staatliche Bürgschaften als Eigenkapitalersatz für bis zu 10% des Objektwertes.
  • Kostensenkung beim Bau durch Reduktion von Standards wie Brand- und Wärmeschutz.
  • Energiesparverordnung streichen.

Podcast: Parteiencheck vor der Wahl

Die Wohnungspolitik ist im Wahlkampf 2021 ein großes Thema. Doch was steckt hinter den Versprechen und Plänen der Parteien? Im Immowelt Podcast "2 Zimmer, Küche, Talk" nehmen Jan-Carl Mehles, Group Leader Market Research bei immowelt, IVD-Bundesgeschäftsführerin Carolin Hegenbarth und Dirk Labusch, Chefredakteur Immobilienwirtschaft Haufe die wohnungspolitischen Forderungen der Parteien unter die Lupe.

 

Andreas Steger28.06.2021

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11 Kommentare

Astraea am 06.10.2021 16:10

Wo hinkt das Immobilien-System:

Ein eigenes Haus als spätere Einnahmequelle (z.B. nur mehrere Mietwohnungen) wird meistens auf Schulden aufgebaut.

Hausbesitzer (Kleinstvermieter) rechnen ja mit den Einnahmen die eine Vermietung mit sich bringt.

Berechnung des Kleinstvermieters wie zum Beispiel: Beteiligung beim Abzahlen des aufgenommenen Darlehens durch Mieteinahmen und später wenn die Immobilie bezahlt ist gehen die Mieteinnahmen als Absicherung im Alter.

Daraus ergibt sich heute ein Rattenschwanz bei den Mietwohnungen:

Der Staat und sonstige Institutionen wie z.B. die Bank in Form von Zinsen für´s Darlehen, will immer mehr Geld von Kleinstvermieter.

Der Kleinstvermieter holt sich dann das fehlende Geld vom Mieter, indem er die Mieten anhebt und die erhöhten Nebenkosten jeweils umlegt.

Der Mieter kann die Kosten dann bei niedrigem Einkommen irgendwann nicht mehr stemmen und macht Schulden. Die er aber nicht mehr zurückzahlen kann, weil die Ausgaben die Einnahmen bei weitem übersteigen. Alles wird immer schneller und teurer rundherum. Nicht nur die Mieten, sondern Kosten im gesamten Lebensbereich. Lebenshaltungskosten wie Essen und Trinken, direkte Steuern und indirekte Steuern z.B. beim Einkaufen, Energie in jeglicher Form in allen Bereichen, u.s.w.

Genauso geht es aber auch dem Kleinstvermieter, denn wenn die Miete dann ausbleibt, kann er die Forderungen des Staates oder anderen Institutionen (wie z.B. Bankdarlehen) nicht mehr bedienen und macht ebenfalls weitere Schulden, um sein Eigentum nicht zu verlieren. Dem Kleinstvermieter bleibt immerhin noch eine zweite Möglichkeit - eine Eigenbedarfskündigung gegenüber eines Mieters auszusprechen, damit er nicht ganz umsonst ein Haus gebaut hat. Trotzdem wird er um weitere Schulden machen nicht herumkommen, wenn das Darlehen noch nicht bezahlt sein sollte. Die Schuldenschraube dreht sich immer schneller in den Abgrund und wird zum immer längeren Rattenschwanz.

Letzten Endes verlieren alle Beteiligten: Der Staat hat keine Immobilien Einnahmen mehr und ist hoch verschuldet. Genauso wie der Kleinstvermieter hoch verschuldet ist und letztlich der Mieter einer Immobilie auch hoch verschuldet ist. Es bleibt nicht aus, dass alles was auf Schulden und Berechnung aufgebaut wird, früher oder später zusammenbricht... nicht nur eine in die Jahre gekommene Immobilie.

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1Hagenhamel am 19.09.2021 15:10

Auch in diesem Bereich punkt6et nur die AfD.

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Hilde am 19.09.2021 11:24

Ich bin sauer dass Vermieter trotz vorhandenem leeren Wohnraum mir (schwerbehindert) wegen EIGENBEDARF NACH 16 Jahren kündigen darf. DAS GESETZT IST FALSCH!!!!!!

Suche seit 1 Jahr verzweifelt barrierefreie Wohnung und es gibt's ABSOLUT NICHTS!

Somit wird mich mein Vermieter wahrscheinlich zwangsraeumen muessen es sei denn ich ziehe unter die Brücke mit meinem Hausrat

Wenn meine Frist abgelaufen ist

ARMES DEUTSCHLAND

AUSWANDERN?

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Kommentator am 21.09.2021 09:25

Auch wenn ihr Schicksal natürlich bescheiden ist, sollte es dennoch möglich sein das Jemand über sein Eigentum verfügen kann wenn er dies möchte. Sonst ist es nämlich kein Eigentum mehr.


Hilde am 21.09.2021 15:48

Hallo auf ihre Antwort kann ich nur sagen

wenn Wohnraum frei ist sollte Eigentumskündigung verboten sein

Robert am 24.08.2021 12:36

Und was ist mit Vermieter?

Der auf sich Risiko der Hypotheken nimmt, was ist mit Mietnomaden, die auf Kosten Der Vermieter jahrelang Wohnen können, was ist mit Schönheitsreparaturen alles vergessen!!!

Die echte Mietpreisbremse ist in Berlin und zahlreichen Städten Neue Bundesländer eingeführt worden ist durch Bundeskanzler Helmuth Koll.

Nach Einführung der Sonderabschreibung 50% sonder Afa..

Im Jahre 1993-1996 sind tausende Mietwohnungen in Berlin sowie Neuen Bundesländer entstanden da man Sie nicht mal für EUR 3,50-- vermieten könnte es ist ein riesen Lehrstand entstanden. Das ist die echte Lösung der Mietpreisbremse Bauen Bauen und Bauen.

Sogar der Honecker in der DDR und Komunisten in der Tschechoslowakei haben es mit Platte geschafft, für Bevölkerung zahlreiche Wohnungen zu bauen, ohne Honecker platte wäre heute Berlin noch schlechter da mit Mietwohnungen stehen.

Hier sollten sich alle Parteien richten und nicht immer den Eigentümer als Sündenbock sehn und Ihm Geld aus der Tasche ziehen.

Haben die Genossen hier die freie Markwirtschat außer Kraft gesetzt und einfach Vergessen?

Was ist in Berlin mit Grunderwerbsteuer mittlerweile 6,5%? Bei Erwerb der Wohnimmobilien in Berlin immer Fällig?

Selbstbedienung ja- stört aber keine Partei. Wie wäre mit Abschaffung???

Wo ist die freie Markt Wirtschaft, ist hier einfach vergessen.

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Julia 25 am 28.07.2021 15:31

Nun da ich mir sehr gerne ein kleines Mini-Haus (28m2) als Wohnsitz auf einem kleinen Grundtück ( max 180m2) bauen würde, wäre es sehr schön, wenn auch für diese Bauform von allen Parteien Erleichterungen beschlossen würden, da ich im Alter auf ebenerdiges Wohnen angewiesen bin, wäre es eine Erleichterung, wenn für ältere Menschen oder Menschen, die es gerne möchten z.B. Pachtparzellen angeboten würden, die eine Pacht auf einem kleinen Grundstück auf Lebenszeit für den Pächter als Erstwohnsitz ermöglichen.

Oder dass auch Gemeinden einen Mietkauf solcher kleinen Grundstücksparzellen anbieten, so etwas wäre wunderbar.

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Christian am 28.07.2021 15:04

Der öffentliche Wohnungsbau ist schon eine Wissenschaft für sich. Unsere Politiker beschäftigen für viel Geld externe Berater, deren Ratschläge man einfach nachrechnen kann, wenn man das 1x1 beherrscht. Wenn das Land Berlin 20.000 Bestandswohnungen von einem Wohnbaukonzern für etliche Millionen Euro abkaufen will, ändert das an der Anzahl neuer Wohnungen gar nix. Wenn das Land Berlin aber die etlichen Millionen Euro einsetzt, um neue Wohnungen auf den vorhandenen, eigenen Grundstücken baut, dann gibt es mehr Wohnungen auf dem Markt. Bei eigenem Grundstück kann der Baupreis zwischen 3.800.- und 4.500.- € je qm liegen, selbst bei guter Ausstattung und bester Wärmedämmung/Effizienz. Dann kostet eine Wohnung mit 60 qm um die 250.000.- €. Und mit dem Geld für 20.000 gebrauchte Wohnungen, die von einer Hand in die andere gehen, kann man mindestens 10.000 komplett neue und zusätzliche Wohnungen bauen. Die sind dann in 2 Jahren fertig..... Und ähnlich könnte man es in vielen anderen Städten machen. Neue Wohnungen bauen dauert nur eben etwas länger, wenn man weiß was man will.

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IRis Massopust am 28.07.2021 14:22

Ich möchte wirklich so gerne ENDLICH mal - nach über 10 Jahren - eine BEZAHLBARE Mietwohnung haben.

Irgendwie scheint dies leider nicht zu gelingen. Leider ist mir nicht bekannt, WER hieran die Schuld trägt - sonst würde ich doch täglich mehrere Mails los schicken... In meinen Augen ist es eine Schande, dass man im Alter noch gezwungen wird, in kleinen Boxen zu leben, mit max. 40 - 48 qm.

Früher hatte man ja (1 Person) Wohnungen mit 60 - 80 qm, konnte unbehelligt leben und/oder sich ausbreiten. HEUTE ist es so, daß man praktisch ALLE lieb gewonnenen Möbel verkaufen bzw. verschenken muss, sich wieder neue Möbel kaufen (darf), damit man in den Kaninchenkasten mit 40 qm passt.

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Hilde am 19.09.2021 11:34

💯 Punkte

Mir wurde wg Eigenbedarf meine barrierefreie Whg gekündigt lt mieterschutz hat der VM Recht

Nun hab ich zusätzlich einen WBS aber mit ♿ nur 65m², jetzt wie soll man sich drehen und wenden in so einem Hasenstall 🐰

Aber warum Gedanken darüber machen? 😏 ES GIBT JA KEINEN BEZAHLBAREN WOHNRAUM MIT ca ab 75 m², damit man nicht alles guten, kostbaren Möbel entsorgt werden muessen, Verkauf rechnet sich nicht weil jeder alles geschenkt haben will Qualität hat halt auch seinen Preis

Kueche NP 16.000 kriegt man Angebote von 1-2000€ das ist doch lächerlich

Neue kueche braucht man ja wenn man gezwungen ist umzuziehen


Julia 25 am 28.07.2021 15:53

Meine Großmutter lebte nach dem Krieg in einem kleinen Waldhäuschen 28m2 (Gauting/München,) da alles durch den Krieg kaputt war, nur mit Feuerofen , Toilette und Waschbecken, Möbel gab es kaum... und sie besaß fast nichts, trozdem wären es die schönsten Kindheitserinnerungen, die ich bei meiner Grroßmutter in Gauting verbrachte !

Ich glaube das alles eine Einstellungssache ist, manche Menschen brauchen große Wohnungen und andere sind auch mit kleinerem Wohnraum sehr glücklich.

uschneider am 28.07.2021 11:20

für günstige Mieten gibt es nur EIN Rezept: Mehr Sozialwohnungen bauen! Mietpreisdeckel ist Blödsinn, führt langfristig zu verringertem Bau und Verfall (DDR!)

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Hilde am 19.09.2021 11:36

Solang VM im Vorteil wg der riesen Nachfrage ist, nützt der Mietpreisdeckel nichts.


Iris Massopust am 28.07.2021 16:12

Ich mache mir jetzt Feinde - aber damit kann ich leben!!!!!!

Warum gehen nicht alles Ex-DDRler zurück? Dort ist ja jetzt alles schön hergerichtet, außerdem gibt es ja eine Mieterhöhung für 2021, in deren Genuß wir hier nicht kommen!!!! Ich würd sogar noch 5 € drauflegen..


gnukatze am 29.07.2021 10:39

@Iris

Hallo Iris,

Es ist nicht alleine die Wohnsituation, es ist auch eine Frage, wo kann ich arbeiten.

Geht zurück ist etwas falsch, Ich habe mein Haus in Thüringen für einen Spottpreis verkauft und bin dann nach NRW gezogen, weil es in Thüringen einfach nichts zum tun gab.

Hurrz am 25.07.2021 16:33

Was für eine Regierung. Da herrscht wirklich Fachkräftemangel !!🙁😩

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Robert am 21.07.2021 12:06

Gratulation liebe Politik.

Ihr schafft es wirklich, daß niemand mehr in Wohnungen investiert und sich den Ärger der Vermietung antut.

Es gibt ein Sprichwort: Nur die dümmsten Kälber kaufen sich ihren Strick selber

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Gänseblümchen am 28.07.2021 11:41

Wohnraum verstaatlichen oder soviel Wohnraum schaffen, damit Spekulanten keinen Markt mehr haben ! Für alles Mögliche sind plötzlich Milliarden da, aber für Wohnungsbau kein Geld. Wohnungsbau zu DDR -zeiten war super und der Staat ist nicht daran zu Grunde gegangen, sondern weil er systematisch vom Westen untergraben wurde, dazu an der Blödheit der SED-Funktionäre.

immowelt Redaktion am 21.07.2021 09:42

Aus gegebenem Anlass: bitte achten Sie auf unsere Kommentarrichtlinien. Wir behalten uns vor Kommentare zu kürzen oder zu entfernen.

Beste Grüße

Die immowelt Redaktion

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Friedrich am 28.07.2021 15:13

Antwort zu ˋGänseblümcheń:

da Sie so begeistert vom Wohnungsbau der DDR sind….. sollten Sie sich sämtlich existierende Fotos aller DDR Städte anschauen- mit ihren total verfallenen Fassaden/ Balkons, die nicht mehr zu betreten waren.. Kaputte Scheiben wurden durch Holzbretter notdürftigt ersetzt. Die Altbauwohnungen hatten eine Duschkabine -wenn überhaupt- mitten in der Küche. Die Toiletten haben sich mehrere Mietparteien auf dem Treppenpodest geteilt. Gereinigt wurden die Häuser von den Mietern als ‚ein Muss‘. Ofenheizung war Normalzustand.

NUR UM HIER MAL EINIGE MIßSTÄNDE ZU NENNEN!

Also BITTE! Diesen Zustand werden wir in kürzester Zeit wieder erreichen,wenn wir einen Mietendeckel bekommen!

Kein Hauseigentümer wird dann keinen Cent zuviel in sein Haus stecken, nur damit Mieter wie Sie es hübsch und komfotabel haben.

Ein kleines Beispiel für alle zum Nachdenken: € auf, um das Haus auf neuestem Stand zu bringen?

Sie erben ein Miethaus….. nehmen Sie einen Kredit über mehrere 100.000?

Um ein Dach neu zu decken ( mind.100.00€) oder einen Müllplatz zu erneuern und Fahrradunterstände? Ebenfalls mindestens 50.000€! Etc….etc….etc….!

Ich denke mal: NEIN.

Also erstmal nachdenken. Nicht nur über die bösen Vermieter und Wohngesellschaften. Sondern sich auch mal über Kosten informieren, die diese zu bezahlen haben. Und informieren Sie sich gleichzeitig auch über die Arbeitsstunden der Handwerker Sanitärbereich/Maler/Dachdecker).


Iris Massopust am 28.07.2021 15:51

Dass Wohnungsmangel allerorten herrscht, weiß man nicht erst seit gestern oder zwei Jahren!!!

Sehr viel früher müsste man sich kümmern - aber NEIN, wir holen uns Millionen Flüchtlinge, Ausländer etc. ins KLEINE Deutschland... "wir schaffen das!!" Dieses wirklich KLEINE LAND muss so vieles stemmen - ich k.k. Wer die Abkürzung wissen will- bitte melden!