Dauer des Hausverkaufs: So geht's schneller

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Wenn Eigentümer ihr Haus verkaufen, soll das möglichst schnell gehen. Wir zeigen, von welchen Faktoren die Dauer des Hausverkaufs abhängig und wie Eigentümer den Verkaufsprozess beschleunigen können.

Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Ein Hausverkauf ist immer individuell und die Dauer von der Inserierung bis zum Geldeingang auf dem Konto von vielen Faktoren abhängig. In einer gefragten Region und guten Lage wechselt ein Haus in der Regel schnell den Eigentümer. Dann kann das Geld schon binnen einiger Wochen auf dem Konto sein.

Befindet sich die Immobilie hingegen in einer Region mit geringer Nachfrage nach Immobilien oder ist das Haus in einem schlechten Zustand, kann die Dauer des Hausverkaufs schnell auf mehrere Monate anwachsen.

Faktoren wie Lage oder Region ihrer Immobilie können Eigentümer nicht beeinflussen. Mit einem angemessenen Preis können sie dagegen sehr wohl den Immobilienverkauf beschleunigen.

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Welche Schritte müssen Eigentümer beim Hausverkauf durchlaufen?

Prinzipiell läuft jeder Hausverkauf nach dem gleichen Muster ab. Demnach muss jeder Eigentümer diese vier Schritte beim Hausverkauf durchlaufen:

Schritt auf dem Weg zum HausverkaufDauer
1. InserierungWenige Tage
2. Käufer findenWenige Wochen bis mehrere Monate
3. NotarterminEinige Stunden
4. Kaufpreiszahlung nach NotarterminWenige Wochen


Praxis-Tipp: Eigentümer sollten abwägen, ob sie das Haus Schritt für Schritt privat verkaufen wollen oder die Abkürzung mit einem Makler nehmen.

Wie beeinflusst die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt die Dauer des Hausverkaufs?

Die hohen Immobilienpreise sind in der Vergangenheit von Niedrigzinsen für Baudarlehen teilweise kompensiert worden. Seit Anfang 2022 steigen die Zinsen für Immobilienkredite allerdings, während die Preise für Häuser und Wohnungen immer noch hoch sind. Entsprechend geringer ist die Nachfrage: Eine immowelt Analyse hat herausgefunden, dass die Anfragen auf Kaufimmobilien im August 2022 innerhalb eines Jahres deutschlandweit um 17 Prozent gesunken ist. Besonders in Regionen, in denen die Nachfrage schon zuvor nicht besonders hoch war, kann sich das negativ auf die Dauer des Hausverkaufs auswirken.

Welche Faktoren beschleunigen den Hausverkauf?

Ob Eigentümer ihre Immobilie schnell verkaufen, hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab, die auch nur bedingt beeinflussbar sind:

  • Gefragte Region: Immobilien in den großen Städten Deutschlands und deren Speckgürtel lassen sich in der Regel deutlich schneller verkaufen als Immobilien auf dem Land.
    Allerdings gibt es zu dieser These zwei Einschränkung: Zum einen gibt es auch einige Städte wie Pirmasens oder Chemnitz, in denen die Nachfrage sehr gering ist und sogar hoher Leerstand herrscht. Zum anderen hat die Corona-Pandemie in Verbindung mit Home-Office dafür gesorgt, dass ein Haustyp immer gefragter wird: das Einfamilienhaus auf dem Land.
  • Gute Lage: Gibt es in der Nähe der Immobilie Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten und Ärzte? Wie ist die Verkehrsanbindung? Das alles macht eine gute Lage aus und ist ein beschleunigender Faktor beim Hausverkauf.
    Wobei eine gute Verkehrsanbindung wahrscheinlich nicht mehr die entscheidende Rolle spielt, wenn ein Arbeitnehmer nur noch zweimal pro Woche in die Arbeit pendeln muss und ansonsten im Home-Office arbeitet.
  • Umfangreiche Ausstattung: Zur Ausstattung zählt der Schnitt der Immobilie, Einrichtungsgegenstände, verwendete Materialien sowie Balkon, Terrasse und Garten. Dabei gilt: Je ansprechender und hochwertiger desto attraktiver wirkt das Haus auf Interessenten.
  • Guter allgemeiner Zustand: Eine neue, bezugsfertige Immobilie verkauft sich in der Regel schneller als ein älteres Haus. Besonders dann, wenn das Haus vom neuen Eigentümer erst aufwendig saniert werden müsste. Wurde jedoch die Immobilie gut Instand gehalten, rückt das eigentliche Alter in den Hintergrund. Es gilt: Je besser der Zustand der Immobilie, umso schneller verkauft sie sich.

Wie können Eigentümer den Hausverkauf beschleunigen?

Die Lage oder Region ihrer Immobilie können Eigentümer nicht beeinflussen, um den Hausverkauf zu beschleunigen. Folgende Faktoren hingegen schon: 

  • Angemessener Preis: Das Argument schlechthin für eine möglichst kurze Verkaufsdauer ist der angemessene Preis für die Immobilie, den Eigentümer schnell und kostenlos mit Immobilienbewertung von immowelt herausfinden.

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  • Guter energetischer Zustand: Ein möglichst niedriger Verbrauch der Immobilie wird angesichts stetig steigender Preise infolge der Energiekrise immer wichtiger. Dafür muss das Haus in einem guten energetischen Zustand sein. Das bedeutet mindestens: ein gut gedämmtes Haus in Verbindung mit einer möglichst sparsamen Heizungsanlage. Oft muss man dafür die Ölheizung und Gasheizung umrüsten
  • Ansprechendes Exposé: Ein aussagekräftiges Immobilien-Exposé ist das Aushängeschild beim Hausverkauf und führt schneller zum Verkaufserfolg. Entsprechend professionell sollten die Fotos von der Immobilie sein und das Haus möglichst genau beschrieben werden.
    Ein weiterer Bestandteil des Exposés sind die Daten aus dem Energieausweis.
  • Passende Inserierung: Wichtig ist, dass möglichst viele Interessenten auf die angebotene Immobilie aufmerksam werden. In der Regel haben Immobilienportale die größte Reichweite, wenn Eigentümer ihr Haus verkaufen wollen. Ergänzend dazu kann aber auch eine Inserierung in einer Lokalzeitung sinnvoll sein.
  • Besichtigungstermin vorbereiten: Haben Eigentümer einen passenden Kandidaten gefunden, wird es ernst: Die Besichtigung steht an. In der Regel ist das der entscheidende Schritt vor dem Verkauf der Immobilie. Entsprechend gut vorbereitet sollte der Besichtigungstermin sein. Das Haus sollte aufgeräumt und sauber sein, Eigentümer auf mögliche Fragen der Interessenten gut vorbereitet sein.
    Um das Haus für den Besichtigungstermin möglichst herzurichten, kann auch ein Trend aus den USA hilfreich sein, der längst auch in Deutschland Einzug gehalten hat: Home Staging.

Kann ein Makler die Verkaufsdauer bei Immobilien verkürzen?

Hausverkauf Dauer, Eigentümer sitzen mit Maklerin am Tisch, Foto: iStock.com / PeopleImages
Wie schnell der Verkauf einer Immobilie geht, ist von vielen Faktoren abhängig. Ein Makler kann die Dauer des Hausverkaufs oft verkürzen. Foto: iStock.com / PeopleImages

Da ein Hausverkauf immer von mehreren Faktoren abhängig ist, lohnt es sich in der Regel, einen Makler zu engagieren: Denn der Immobilienprofi kennt den Markt, arbeitet professionell und weiß, welche Unterlagen vor und nach dem Hausverkauf benötigt werden.

Und auch wenn der Makler kostet, so beschleunigt er meist den Hausverkauf und hat im Optimalfall bereits einen Käufer bei der Hand.

 VorteileNachteile
Verkauf mit Makler
  • Makler kennt den Markt und übernimmt Wertermittlung
  • Erstellt das Exposé und vermarktet auf geeigneten Kanälen
  • Kümmert sich um Besichtigungen
  • Kann beim Notartermin behilflich sein
  • verkürzt die Vermarktungszeit
  • Verursacht zusätzliche Kosten, je nach Bundesland bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises
Verkauf ohne Makler
  • weniger Kosten
  • womöglich sehr zeitaufwendig und nervenaufreibend
  • emotionaler Wert der Immobilie kann falsche Entscheidungen treffen lassen, wie ein überhöhter Preis, was das Haus zum Ladenhüter macht

Entscheiden sich Eigentümer für einen Hausverkauf mit Makler, ist es durchaus eine Option bei mehreren Maklern anzufragen und den zu wählen, wo man sich am besten aufgehoben fühlt.

Nach dem Hausverkauf: Wie lange dauert es vom Notartermin bis zum Geldeingang?

Egal ob Eigentümer privat oder mit Makler einen passenden Käufer für ihre Immobilie gefunden haben, vor der dem Eingang des Kaufpreises auf dem Konto steht der Notartermin an. Der Termin an sich dauert in der Regel höchstens zwei Stunden – der Notar erstellt einen Vertragsentwurf und beurkundet den Kaufvertrag. Erfahre hier mehr über den Notartermin beim Immobilienverkauf
Im Anschluss an den Termin kümmert sich der Notar um Folgendes:

Ist das Geld etwa zwei bis drei Wochen nach dem Notartermin beim Verkäufer eingegangen, steht noch eine letzte Formalie an: Der Notar veranlasst die Grundbucheintragung des neuen Eigentümers.

Andreas Steger22.09.2022

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