Hereinspaziert? In diesen Fällen hat der Vermieter ein Besichtigungsrecht

Lesermeinungen:  

(9)

Plötzlich klingelt es, der Vermieter steht vor der Tür und das auch noch unangekündigt – er will nur mal schnell die Rauchmelder inspizieren. Doch müssen Mieter ihren Vermieter jederzeit in die Wohnung lassen? Dann hat der Vermieter ein Besichtigungsrecht.

Besichtigungsrecht, Vermieter, Foto: Dan Race/fotolia.com
„Ich war in der Gegend und würde gerne mal nach dem Rechten sehen.“ So einfach geht das nicht. Nur in bestimmten Fällen haben Vermieter ein Besichtigungsrecht. Foto: Dan Race/fotolia.com

Mit Vermietung der Wohnung gibt der Vermieter das Hausrecht ab. Das bedeutet, dass der Mieter bestimmen kann, wer seine Wohnung betreten darf - und wer nicht. Steht also der Vermieter unangekündigt vor der Tür und bittet um Einlass, kann der Mieter ihm diesen verweigern. Denn laut Grundgesetz ist die Wohnung unverletzlich. Das bedeutet, dass der Mieter bestimmen darf, wer seine Wohnung betreten darf. Allerdings heißt dies nicht automatisch, dass der Vermieter immer vor der Tür bleiben muss. Denn in bestimmten Fällen darf er durchaus in die Wohnung.

Mit Voranmeldung: Diese Gründe berechtigen den Vermieter zur Besichtigung

Auch wenn der Mieter Hausrecht hat, ist der Vermieter in der Pflicht, dass der Mieter störungsfrei wohnen kann. Hinzu kommt das berechtigte Interesse des Vermieters am Schutz der Bausubstanz und an der Instandhaltung der Wohnung. Deshalb muss der Mieter ihm in manchen Fällen Zutritt gewähren – wenn ein konkreter Grund vorliegt und der Vermieter seinen Besuch rechtzeitig ankündigt.

Neuvermietung oder Verkauf

Besichtigungsrecht, Vermieter, Verkauf, Neuvermietung, Foto: Mediteraneo/fotolia.com
Wird die Wohnung neu vermietet oder verkauft, darf der Vermieter diese mit Interessenten betreten. Foto: Mediteraneo/fotolia.com

„Der Vermieter darf die Wohnung betreten, wenn er mit Kauf- oder Mietinteressenten die Wohnung besichtigen möchte“, erklärt Katrin Hartwig, Geschäftsführerin vom Mieterverein Regio Freiburg. Handelt es sich um ein Mietverhältnis, muss dieses aber erst gekündigt sein, bevor der Vermieter mit Mietinteressenten durch die Wohnung laufen darf. Soll die Wohnung verkauft werden, muss der Vermieter eine Vorauswahl an potenziellen Käufern treffen und kann diesen die Wohnung zeigen. Führt er aber jeden zweiten Tag Massenbesichtigungen durch, muss der Mieter dies nicht dulden.

Modernisierungsmaßnahmen

Wenn der Vermieter Modernisierungsmaßnahmen plant und sich ein Bild vom Zustand der Wohnung machen möchte, hat er ein Besichtigungsrecht. Der Mieter muss in diesem Fall den Vermieter nicht nur Einlass zur Wohnung gewähren, sondern ist zur Duldung der Modernisierungsmaßnahme im Rahmen des § 555 d BGB verpflichtet. Der Mieter ist dann auch verpflichtet, Handwerker in die Wohnung zu lassen. Weigert sich der Mieter, die Modernisierungsmaßnahme zu dulden, muss der Vermieter zunächst eine gerichtliche Klärung herbeiführen. Erst dann dürfen seine Handwerker mit den Baumaßnahmen in der Wohnung des Mieters beginnen.

Sanierung- und Instandhaltungsmaßnahmen

Ist in der Wohnung ein Mangel ersichtlich – beispielsweise weil das Wasser in der Dusche nicht mehr abläuft – muss der Mieter auch in diesem Fall den Vermieter in der Wohnung dulden.

Vertragsbruch

„Hat der Vermieter Ansatzpunkte dafür, dass der Mieter sich vertragswidrig verhält, weil er zum Beispiel trotz Verbots einen Hund hält, muss er seinem Mieter diesen Verdacht mitteilen“, erklärt Siegmund Chychla, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg. Aber auch hier gilt – ohne Termin geht nichts. Klingelt der Vermieter, um sich persönlich von der Anwesenheit des  tierischen Mitbewohners zu überzeugen, kann der Mieter ihm den Zutritt verweigern. Auch wenn der Mieter unerlaubt einen Untermieter beherbergt, kann der Vermieter nicht einfach in die Wohnung spazieren, um die Persona non grata aufzuspüren.

Drohende Schäden

„Liegen Anhaltspunkte für drohende Mängel vor, muss der Mieter seinem Vermieter Zutritt zur Wohnung gewähren“, sagt Katrin Hartwig vom Freiburger Mieterverein. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein muffiger Geruch auf Schimmel hinweist oder von außen Feuchtigkeitsschäden zu sehen sind.

Ablesen von Messgeräten

In diesem Fall darf sich der Vermieter beziehungsweise der Angestellte der Ablesefirma nur in den Räumen aufhalten, die er für das Ablesen der Messgeräte betreten muss. Außerdem darf er sich darin nur so lange wie nötig aufhalten.

Besichtigungsrecht: Es kommt auf den Einzelfall an

Ob der Vermieter in anderen Fällen ein Besichtigungsrecht hat, sei im Einzelfall zu prüfen, sagt Katrin Hartwig. Vor Gericht sind bereits unterschiedliche Gründe, warum ein Vermieter ein Besichtigungsrecht hat, anerkannt worden. Beispielsweise hat das Amtsgericht München geurteilt, dass der Vermieter das Recht hat, nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Fristen für die Durchführung von Schönheitsreparaturen, die Wohnung zu besichtigen, um feststellen zu können, ob eine Renovierung notwendig ist (AG München, Az.:  461 C 19626/15).

Ohne Voranmeldung: nur im Notfall

Besichtigungsrecht, Vermieter, Notfall, ohne, Voranmeldung, Foto: iStock/ MachineHeadz
Liegt ein Notfall – wie ein Wasserrohrbruch vor – darf der Vermieter auch ohne Anmeldung die Wohnung betreten. Foto: iStock/ MachineHeadz

In dringenden Notfällen darf der Vermieter die Wohnung betreten, ohne dass er sich vorab anmeldet. Dies ist dann der Fall, wenn es beispielsweise einen Wasserrohrbruch gegeben hat. Da der Vermieter keinen Zweitschlüssel für die Wohnung haben darf, kann er im dringenden Fall – sofern er den Mieter nicht erreicht - auch eine Notöffnung vornehmen lassen. „In diesem Fall geht der Vermieter einem berechtigten Interesse nach“, sagt Siegmund Chychla. Verweigert der Mieter dem Vermieter auch im Notfall den Zutritt und der Schaden vergrößert sich dadurch, verhält sich der Mieter vertragswidrig. Entsprechend muss er die Kosten für den zusätzlich entstandenen Schaden tragen.

Link-Tipp

Verschafft sich der Vermieter ohne Berechtigung Zugang zur Wohnung mit einem Zweitschlüssel, begeht er Hausfriedensbruch. Der Mieter kann ihn anzeigen oder sein Mietverhältnis fristlos kündigen. Unsicher, ob der Vermieter einen Zweitschlüssel haben darf? Die Rechtslage hierzu ist eindeutig.

In diesen Fällen hat der Vermieter kein Besichtigungsrecht

Besichtigungsrecht, Vermieter, Mieter, Zutritt, verwehren, Foto: charnsitr/fotolia.com
In bestimmten Fällen haben Mieter das Recht, ihrem Vermieter den Zutritt zur Wohnung zu verwehren. Foto: charnsitr/fotolia.com

Mal schnell nach dem Rechten sehen – das dürfen Vermieter nicht. Hierzu gibt es auch ein BGH-Urteil (VIII ZR 289/13). In diesem Fall ging es darum, dass der Vermieter einen Termin mit dem Mieter vereinbart hatte, um die installierten Rauchmelder in Augenschein zu nehmen. Alles verlief regelkonform, bis die Vermieterin gegen den Willen des Mieters die Räume inspizierte, in denen keine Rauchmelder installiert waren. Als der Mieter seine Vermieterin daraufhin aufforderte, die Wohnung zu verlassen, weigerte sich diese und der Mieter trug sie aus dem Haus – und erhielt deshalb die Kündigung. Das Gericht hat geurteilt, dass die Vermieterin das Hausrecht ihres Mieters verletzt hat und das Verhalten des Nachbarn zwar übergriffig war, aber nicht in dem Maße, dass eine Kündigung gerechtfertigt sei.

Der Vermieter darf auch nicht in regelmäßigen Abständen – jedes oder jedes zweite Jahr – Routinekontrollen durchführen. Allerdings hat das AG München (461 C 19626/15) entschieden, dass ein Vermieter alle fünf Jahre verlangen kann, die Wohnung zu besichtigen. Laut Gericht handelt es sich hier nicht um eine Routinekontrolle, sondern um die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Mietssache. Könnte der Vermieter den Zustand der Wohnung  nicht überprüfen, würde er auf Jahrzehnte von der Kontrolle seines Eigentums ausgeschlossen.

Info

Eine Klausel im Mietvertrag, die dem Vermieter das Recht einräumt, die Wohnung ohne Ankündigung und Terminabsprache zu besichtigen, ist unwirksam (§ 307, Abs. 1 BGB) Ebenso die Klausel, dass er täglich mehrstündige Besichtigungen mit Kaufinteressenten durchführen darf.

Daran muss sich der Vermieter halten

Besichtigungsrecht, Vermieter, Regeln, Foto: sebra/fotolia.com
Wenn der Vermieter eine Besichtigung durchführen möchte, muss er sich an einige Dinge halten - beispielsweise muss er den Mieter frühzeitig informieren. Foto: sebra/fotolia.com

Auch wenn ein berechtigter Grund vorliegt, kann der Vermieter nicht einfach bei seinem Mieter klingeln und die Wohnung betreten. In diesem Fall ist der Mieter sogar berechtigt, seinen Vermieter abzuweisen. Steht also eine Modernisierungsmaßnahme an, muss der Vermieter einen Termin vereinbaren. Dabei gilt, dass der Vermieter seinen Mieter rechtzeitig schriftlich informieren muss – die jeweilige Vorlaufzeit hängt dabei vom Einzelfall ab. Ist der Mieter nicht berufstätig, reicht es gemäß einem Urteil des Amtsgerichts  Köln aus, wenn er 24 Stunden vorher benachrichtigt wird. Allerdings unterscheidet sich die diesbezügliche Rechtsprechung, Spannen von 24 Stunden bis zu zwei Wochen sind üblich. Generell gibt es keine verbindlichen, gesetzlich festgelegten Fristen für die Voranmeldung.

Meldet der Vermieter seinen Besuch an, muss er sowohl den Besichtigungszweck so konkret wie möglich angeben als auch den zeitlichen und räumlichen Umfang der Besichtigung. Der Vermieter muss auch bei der Festlegung des Besichtigungstermins die Belange des Mieters beachten. So hat die Besichtigung werktags zu erfolgen – die Tageszeiten, aber auch die Tage variieren. Denn während einige Gerichte einen Zeitraum von 10 bis 18 Uhr für zulässig halten, sparen andere die Mittagszeit aus und die Rechtsprechung sieht auch den Samstag überwiegend als Werktag. Besichtigungstermine an Sonn- und Feiertagen müssen Mieter hingegen nicht dulden – es sei denn, es ist Gefahr in Verzug.

Auch wenn der Vermieter den Besichtigungstermin entsprechend aller Vorgaben ankündigt, kann der Mieter diesen – zumindest einmal – ablehnen, wenn er verhindert ist. Allerdings muss er dann einen Ersatztermin anbieten. Ist der Besichtigungstermin dann gekommen, muss der Vermieter diesen so schonend wie möglich durchführen. Verlangt der Mieter zum Beispiel, dass der Vermieter die Wohnung nur ohne Schuhe betreten darf, muss sich der Vermieter daran halten.

„Der Vermieter kann auch eine dritte Person – wie einen Handwerker, einen Miet- oder Kaufinteressent oder den Verwalter zum Besichtigungstermin mitnehmen, sofern er dies angekündigt hat. Allerdings muss dafür ein konkreter Grund vorliegen, weil beispielsweise eine Reparatur ansteht.“ Siegmund Chychla, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg.

Was kann der Mieter tun, wenn der Vermieter die Wohnung ohne Zustimmung betritt?

Besichtigungsrecht, Vermieter, Betreten, ohne Zustimmung, Foto: jeremias münch/fotolia.com
Betritt der Vermieter die Wohnung ohne Zustimmung des Mieters und liegt kein Notfall vor, kann dies Konsequenzen nach sich ziehen. Foto: jeremias münch/fotolia.com

Der Vermieter darf keinen Zweitschlüssel zur Wohnung besitzen. Hegt der Mieter aber den Verdacht, dass dem anders ist, kann er ihm untersagen, diese zu betreten und darauf aufmerksam machen, dass es sich im Falle des Nichtbeachtens um Hausfriedensbruch handelt, so Siegmund Chychla vom Mieterverein zu Hamburg. Dieser Straftatbestand könne zur Anzeige gebracht werden. Des Weiteren kann der Mieter die fristlose Kündigung aussprechen. Allerdings ist er in diesem Fall in der Beweispflicht. „In gewissen Fällen kann es sogar so weit gehen, dass der Vermieter zudem mit allen durch die fristlose Kündigung verursachten Kosten belastet werden kann“, fügt Siegmund Chychla hinzu.  „Die einzige Ausnahme, bei der der Vermieter das Recht hat, die Wohnung ohne Erlaubnis des Mieters zu betreten, ist bei Gefahr in Verzug“, betont Katrin Hartwig.

Hat der Mieter seinen Vermieter beim unerlaubten Betreten seiner Wohnung erwischt oder hat diesbezüglich einen berechtigten Verdacht, kann er auch zu weniger drastischen Mitteln greifen und das Schloss beziehungsweise den Zylinder austauschen. Aber auch wenn der Mieter weiß, dass sein Vermieter einen Zweitschlüssel hat, er diesen aber auch bei Aufforderung nicht herausgibt, kann der Mieter das Schloss – auf Kosten des Vermieters – austauschen (AG Köln, Az. 217 C 483/93). „Zieht der Mieter aber aus, muss er den Ursprungszustand wieder herstellen“, fügt Siegmund Chychla an.

So nicht! Diese Regeln gelten für den Vermieter bei der Besichtigung

Auch innerhalb der Wohnung muss sich der Vermieter an gewisse Regeln halten. „So darf er – sofern er hierzu nicht das Einverständnis des Mieters hat – während der Besichtigung weder Fotos machen noch filmen“, sagt der Vorsitzende des Mietervereins zu Hamburg.

Außerdem ist die Besichtigung zumeist auf bestimmte Räume beschränkt. Gibt es beispielsweise im Bad ein Problem mit einem verstopften Abfluss, darf der Vermieter nur die Räumlichkeiten betreten, die zum Bad führen. Alle anderen Zimmer sowie die Schränke im betroffenen Raum sind für ihn tabu. Ob die Besichtigung tatsächlich so kategorisch abläuft, hängt dabei aber auch immer vom Verhältnis beider Parteien ab. Denn ist das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter gut, sind die Grenzen sicherlich weniger streng gesetzt und nach der Besichtigung des Schadens im Bad folgt ein gemeinsamer Nachmittagskaffee in der Küche.


Ihre Meinung zählt

(9)
4.4 von 5 Sternen
5 Sterne
 
7
4 Sterne
 
1
3 Sterne
 
0
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
1
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Tipps für Mieter
Neuen Kommentar schreiben

26 Kommentare

Sandra am 24.11.2020 09:58

Guten Tag.Ich habe Ruhe Störung bezüglich Nachbarn gemeldet (bei Hausbesitzer).Ich sollte das Gespräch selber führen und selber auf Ruhestörung hinweisen.Ist das korrekt das ich mich um die Sache kümmern muß,Lärm ertragen soll normal sein ...

Danke voraus für Antwort und Zeit.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 24.11.2020 12:10

Hallo Sandra,

grundsätzlich ist es ratsam das Gespräch zuerst persönlich mit den Nachbarn zu führen. Eventuell wissen sie gar nicht, dass sie zu laut sind. Bringt das keinen Erfolg können Sie erneut mit dem Hausbesitzer sprechen und ein sogenanntes Lärmprotokoll führen, also genau dokumentieren wann welche Geräusche, in welcher Lautstärke und wie lang zu hören sind.

Hier finden Sie weitere Informationen und ob eventuell eine Mietminderung in Betracht kommt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Kathi am 02.11.2020 02:43

Hallo,

Darf ich mein Türschloss austauschen, wenn meine Vermieterin gegen meinen Willen ständig in mein Zimmer geht?

Meine Vermieterin besitzt einen Generalschlüssel und wohnt im selben Haus.

Ich hatte vorher nur den Verdacht, bzw. verschiedene Indize, dass sie sich regelmäßig Zutritt verschafft. Ich hatte auch schon zuvor deutlich gesagt, dass ich nicht will, dass sie in mein Zimmer geht, woraufhin sie leugnete, dies zu tun.

Jetzt habe ich sie zur Rede gestellt, ob sie wieder in meinem Zimmer war. (Ich habe einen Test gemacht, um zu überprüfen, ob die Tür geöffnet wurde, sie war mehrmals drinnen) Sie ist total ausgerastet, von wegen es sei ihr Haus und sie dürfe jederzeit die Zimmer betreten. (Was nicht stimmt) Sie hat mir den Mietvertrag gekündigt und sogar angedroht, mich sofort raus zu werfen. Ich bin jetzt noch bis Ende des Monats hier und will nicht, dass sie weiter in meinem Zimmer herum schnüffelt.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 02.11.2020 14:01

Hallo Kathi,

ein Vermieter oder eine Vermieterin haben kein Recht, die vermieteten Zimmer oder Wohnungen zu betreten. Sie haben gemäß § 553 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) das alleinige Recht zur Nutzung der Wohnung. Deshalb dürfen Sie in ihrer Mietwohnung auch das Schloss austauschen. Zudem kann Sie Ihnen nicht einfach so kündigen bzw. sie sofort rauswerfen. Es müssen die im Mietvertrag geregelten Fristen, meistens drei Monate, eingehalten werden.

Beste Grüße

Tanja Schneider am 01.11.2020 21:25

Ich habe den Verdacht das öfter jemand in meiner Wohnung ist weil ich selbst schon oft Schritte gehört und etliche Gegenstände abhanden gekommen sind was soll ich tun

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 02.11.2020 14:05

Hallo Tanja, sie haben gemäß § 553 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) das alleinige Recht zur Nutzung der Wohnung. Deshalb dürfen Sie in ihrer Mietwohnung beispielsweise das Schloss austauschen.

Beste Grüße

TSRB am 31.10.2020 13:55

Angenommen der Vermieter/Hauseigentümer wechselt und der neue Vermieter kündigt dem langjährigen Mieter wegen Eigenbedarf.

Nun will er die Wohnung noch vor Auszug des Mieters "regelmäßig, alle paar Tage" (mit Fremden) betreten damit er 'ausmessen und planen, ggf. mit Renovierung beginnen' kann.

Muss der Mieter dies akzeptieren?

Imho kann der neue Eigentümer alles auf einmal messen und bei einem fehlenden Maß oder Besonderheit nochmal anfragen.

Regelmäßig in Abständen von wenigen Tagen ist nicht legitim...oder?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 02.11.2020 14:28

Hallo TSRB,

niemand kann Ihnen auferlegen, immer zu den Wunschzeiten Zuhause zu sein und dann noch fremde Leute hereinzulassen. Speziell während der Corona-Pandemie und Kontaktbeschränkung ist das unangebracht. Für solche Dinge sollten ein evt. zwei Termine völlig ausreichen.

Beste Grüße

Nana am 27.10.2020 22:21

Hallo liebes immowelt team,

Vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Unser Vermieter war während unserer Abwesenheit in unserer Wohnung, hat sich Zutritt verschafft mit seinem Zweitschlüssel. Wir haben ihn zufällig auf frischer Tat ertappt, und haben sogar per E Mail den Beweis, dass er in unserer Wohnung war.

Auf das hin haben wir ihm die fristlose Kündigung ausgesprochen, er sagt aber wir müssten uns an die 3 Monatsfrist halten und dies sei kein Grund um fristlos kündigen zu können. Übrigens, wir sind aus Österreich, aber ich hoffe doch, dass diese Bestimmungen hier auch gelten.

Wir sind sehr verzweifelt. Wie sollen wir vorgehen? Einen Anwalt können wir uns nicht leisten.

Dankeschön und freundliche Grüße,

Nana

auf Kommentar antworten

Gerechtigkeit am 16.10.2020 21:55

Darf der Vermieter eines Bungalows, der zugleich auch der Eigentümer des Bungalows und des dazu gehörigen Grundstücks ist, beim Tod seines Mieters, einfach mit einem Zweitschlüssel in den Bungalow eindringen und alles von seinem verstorbenen Mieter zu durchwühlen und überall rumzustöbern, ohne das eine Notsituation bzw. Gefahr in Verzug vorlag. Und das Eindringen geschah nur ca. 10 Std. nach Bekanntwerden vom Tod seines Mieters. Der Mieter war aber im Krankenhaus verstorben und NICHT in seinem vermieteten Bungalow.

Durfte der Vermieter dies ohne Weiteres tun, oder besteht hier der Straftatbestand des Hausfriedensbruchs?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 23.10.2020 13:52

Hallo Gerechtigkeit,

nein, auch wenn ein Mieter stirbt, hat der Vermieter kein Recht die Wohnung ohne Erlaubnis zu betreten, wenn kein dringender Notfall vorliegt. Denn der Mietvertrag ist mit dem Tod eines Mieters nicht hinfällig, sondern geht auf dessen Erben über.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Viorela am 14.09.2020 07:46

Guten Tag Frau Cafadaru, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen nicht zusagen können, dass Ihr Bruder auf unbestimmte Zeit zu Ihnen in die Wohnung zieht. Ihr Bruder kann für maximal 4 Wochen in der Wohnung wohnen. Einer Verlängerung dieser Zeitspanne werden wir nicht zustimmen. Viele Grüße Daniel Groß

Ist das so etwas erlaubt in Deutschland, der Mieter zur verbieten das mein Bruder bei mir zu wohnen für 6-12 Monaten( habe icht mit ihm mündlich geteilt)

Ist muss dazu sagen dar der Wohnung groß genug ist für 2 Personen ist, der Mieter selber hat mit seine Frau 2 Jahre hier gewohnt.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 23.10.2020 13:48

Hallo Viorela,

wenn die Wohnung groß genug ist, dann braucht der Vermieter einen triftigen Grund, warum ihr Bruder nicht bei Ihnen einziehen darf. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Im Zweifel sollten Sie sich von einem Fachanwalt oder einem Mieterschutzverein beraten lassen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

helene1411 am 12.09.2020 19:41

Hallo, habe von meinem Vermieter über einen Rechtsanwalt eine Abmahnung inklusive einen Termin zur wohnungsbegehung bekommen ohne vorher vom Vermieter über diese Angelegenheiten jemals kontaktiert / informiert zu werden. In dem Anwaltschreiben steht dass ich die Kosten für das Anwaltschreiben und 500 Euro für die angekündigte Wohnungsbegehung zahlen soll. Bin ich zu diesen Zahlungen Verpflichtet ? Und bin ich verpflichtet den Termin der angekündigten Wohnungsbegehung wahrzunehmen? Ist das alles überhaupt rechtens? Der Grund des Schreibens war Ruhestörung und deshalb vermutet mein Vermieter Beschädigung von Inventar.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 16.09.2020 08:58

Hallo helene1411,

bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Sie sollten sich dringend dazu von einem Fachanwalt oder einem Mieterschutzverein rechtlich beraten lassen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Maria am 23.08.2020 11:41

Bitte geben Sie mir einen Rat.

Wir wohnen mit dem Vermieter im Haus.

Wir haben Samstagnacht gefeiert.

Es war genau 12 uhr. Wir haben noch andere 2 Nachbarn eingeladen und gefeiert:music gehört und getanzt.In diesem Moment ist der Vermieter direkt bei mir kn der Wohnung jnd uns gesagt dass wir bala-bala sind bnd die Musik zu machen da es genau 12 Uhr Nacht ist.

Er hat nicht geklingelt (da kein Klingel gibt), er hat sein Schlüssel genutzt,die Tür geöffnet und ist einfach rein in Wohnzimmer.

Wir sind einfach schockiert!!! Ich fühle ich habe keine Intimität und Privatsphäre in meiner gemieteter Wohnung für die ich miete zahle.

Was kann ich in diesem Fall machen?

Ich bin depressiv geworden,habe Angst alleine in meiner Wohnung zu blieben, ich habe das Gefühl er kann jedesmal rein kommen.

Vielen dank für Ihre Antworten.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 24.08.2020 08:05

Hallo Maria,

Ihr Vermieter darf nicht einfach in Ihre Wohnung kommen, ohne Ihre Zustimmung. Ebenso darf er keinen Zweitschlüssel einbehalten. Indem Ihr Vermieter ohne Zustimmung Ihre Wohnung betreten hat, hat er Hausfriedensbruch begangen, den Sie zur Anzeige bringen können.

Wenn ein Umzug für Sie nicht möglich ist, Sie sich aber in Ihrer Wohnung wieder sicher fühlen wollen, dann haben Sie die Möglichkeit für die Dauer des Mietverhältnisses die Schlösser auszuwechseln. So können Sie sicher gehen, dass keine unbefugte Person im Besitz eines Zweitschlüssels ist. Wichtig ist, das ursprüngliche Schloss beim Auszug wieder einzusetzen und dem Vermieter die dazugehörigen Schlüssel wieder auszuhändigen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Lumpl am 04.08.2020 14:26

Wir sind Mieter einer Erdgeschosswohnung mit Garten in einem 6 Parteienhaus. Jetzt hat unser Vermieter eine Begehung des Gartens für alle 6 Eigentümer angekündigt. Die Hausverwaltung hat argumentiert, der Garten sei WEG Eigentum lediglich mit Sondernutzungsrecht. Der Garten ist Teil unseres Mietvertrages. Muß ich alle anderen Eigentümer außer meinen Vermieter in den Garten lassen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 05.08.2020 08:35

Hallo Lumpl,

aus der Ferne ist es schwer, Ihnen sagen zu können was Recht und was Unrecht ist. Evt. hilft ein Blick in den Mietvertrag, ob sie alleiniger Nutzer des Gartens sind oder "nur" den Garten nutzen dürfen.

Liebe Grüße

immowelt Redaktion


Lumpl am 05.08.2020 09:43

Vielen Dank für Ihre schnne Reaktion. Wir sind lt. Mietvertrag alleinige Nutzer des Gartens. Er ist eingezäunt mit einem Gartentor mit Schloss.

Belgin Berchtold am 17.07.2020 13:07

Liebe Frau Eberl,

vielen Dank für diese ausführlichen Informationen. Ich habe aber trotzdem zwei Fragen: Darf mein Vermieter am Sonntag Morgen um 8.30 bei uns klingeln und die Reparaturarbeiten am Montag Bescheid geben? Darf er die Kehrwoche-Regeln ohne Bescheid zu sagen ändern?

Wenn nein, was können wir machen?

Ich freue mich auf Ihre Antwort und vielen Dank im Voraus.

MfG

Ihre „Mieterin“

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 17.07.2020 14:45

Hallo Belgin Berchthold,

Reparaturarbeiten einen Tag vorher anzukündigen, ist unserer Einschätzung nach zu kurzfristig. Diese an einem Sonntag, an dem ganztägig Ruhezeit gilt, zu verkünden ist wiederum nicht verboten.

Änderungen der Hausordnung sind nur eingeschränkt möglich. Zum einen muss sie zum Mietvertrag gehören und zum anderen muss sich der Vermieter Änderungen vorbehalten haben, das ist meist der Fall. Grundsätzlich dürfen Rechte und Pflichten der Mieter ausgestaltet, jedoch nicht erweitert oder beschränkt werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtssichere Beratung durchführen können und dürfen, wenden Sie sich hierzu bitte an einen Fachanwalt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Heiderose am 04.07.2020 11:13

Ich bin Vermieterin und versuche wegen einer Rohrverstopfung die von der Wohnung des Mieters ausging seit genau 9 Wochen Zutritt zu Wohnung zu bekommen. Es geht einfach darum wie sieht der Ablauf Küche Spülmaschine, Spültisch aus die Zu-Ableitungen sind pro Mieter getrennt .Der DMB/Rechtsanwalt verwehrt mir den Zutritt die Versicherung zahlt nicht weil Sie die Nachfolgeschäden geklärt werden müssen.

auf Kommentar antworten

mehrwertsteuerrad am 28.06.2020 15:39

Hallo,

wir haben die Wohnung fristlos gekündigt und dem Vermieter den Schlüssel übergeben, der Vermieter hat dies zurückgewiesen und poch auf eine Fristgerechte Kündigung. Nun ist er in die leere Wohnung gegangen und hat diese für eine Neuvermietung fotografiert.

Wenn sein Standpunkt richtig ist, sind wir noch Mieter und er hätte Hausfriedensbruch begangen, da er nicht um Erlaubnis gefragt hat.

Sollen wir daher nochmals fristlos kündigen?

auf Kommentar antworten

Meticz am 12.06.2020 07:05

Schönen Guten Tag.

Ich habe meinen Schlüssel in der Wohnung vergessen und wollte schon den Schlüsselnotdienst anrufen. In der zwischenzeit hat meine Freundin meinen vermieter kontaktiert, der auf einmal meinte vorbei zu kommen und mir die tür aufzuschließen. Erstmal habe ich mit meinem Vermieter niemals in irgendeiner Form vereinbart einen zweitschlüssel einzubehalten ebenso wenig wie der Hausmeister. Mein Vermieter hat daraufhin gegen meinen Willen einfach meine Wohnung betreten, Fotos von meiner Wohnung gemacht, in meine Schubladen und Schränke geguckt und mir gegenüber sehr unschöne dinge vom stapel gelassen hat. Ich habe daraufhin mit ihm einen neuen Termin vereinbart, wo ich ihn ausdrücklich drauf hingewiesen habe, dass die würde des menschen unantastbar ist, was ihm ziemlich egal war. Es gibt Mietklauseln im Mietvertrag wo zb. eine Tierhaltung komplett verboten wird, inkl. Tierbesuchsrecht. wo ich meine das, dass deutsche bundesgericht letztes jahr ca. entschieden hat, dass so eine Klausel die individualität des mieters beeinschränkt. Ich würde gerne wissen ob ich unter diesen Punkten gegen meinen Vermieter vorgehen kann und seinen Rechtsbruch zur anzeige bringen.

mfg.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 12.06.2020 10:48

Hallo Meticz,

der Vermieter darf nicht einfach einen Zwietschlüssel behalten. Wenn er heimlich die Wohnung betritt, liegt sogar der Straftatbestand des Hausfriedensbruchs vor, da Sie hier Anwesend waren, ist es aber schwer zu beurteilen, ob das hiera uch vorliegt. Jedenfalls haben Sie das recht, das Wohnungsschloss auszutauschen; das alte Schloss müsste dann erst zu Ihrem Auszug wieder eingebaut werden.

Eine formularvertragliche generelle Tierhaltungsklausel oder gar ein Tierbesuchsverbot ist unwirksam. Kleine Haustiere wie Hamster können immer ohne Einverständnis des Vermieters gehalten werden, egal was im Mietvertrag steht, die Haltung größerer Tiere bedarf die Erlaubnis des Vermieters, die er aber i.d.R. erteilen muss, wenn keine Gründe gegen die Tierhaltung sprechen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Zwerg am 07.06.2020 13:56

Guten Tag,

wir haben unsere Mietwohnung gekündigt auf den 31. August.

Muss ich meinen Vermieter vor dem 31. August mit Mietinteressenten in die Wohnung lassen um Besichtigungen durchführen?

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

ww am 02.06.2020 17:59

Hallo,

ich - Vermieter- muß in einer meiner Mietswohnung, den Fußboden austauschen.

Dies erfolgt durch einen Handwerker,

Möchte zwischendurch in die Wohnung, um die Handwerker zu beaufsichtigen und eventuell Fragen und Infos zu klären.

Nun will mich der Mieter aber nicht in die Wohnung lassen.

Ist er dazu berechtigt???

auf Kommentar antworten

GR am 10.05.2020 04:23

Hallo,

Ich bewohne eine Wohnung in einem Zweifamilienhaus. Der Vermieter möchte das Haus verkaufen und hat dazu einen Makler beauftragt. Zu dem Haus gehört u.a. auch ein Garten, der von beiden Mietparteien genutzt wird.

Nun kommt der Makler oft unangekündigt mit einer Gruppe Leuten, um das Haus zu zeigen. Dabei führt er die Leute durch das ganze Haus, sowie den Garten. Die Wohnungen zeigt er nicht, aber eben die gemeinschaftlich genutzten Flächen. Er lässt die Leute durch mein Carport latschen (welches mietvertraglich zu meiner Wohnung gehört) und die Leute in der Zufahrt zum carport parken.

Meine Frage ist, müssen wir uns das gefallen lassen?

Diese Termine finden auch am Wochenende statt. Ich möchte nicht, dass ich mit Familie im Garten sitze zum grillen oder was auch immer und der Makler unangemeldet daher kommt und uns mit fremden begafft.

Es handelt sich zwar um eine Gemeinschaftsfläche (Garten), aber ich ich kann mir kaum vorstellen, dass der Vermieter oder von ihm beauftragte dort herumspazieren können, wann immer es ihm passt.

Können wir was gegen dieses unangemeldeten Besuche im Haus unternehmen?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 11.05.2020 11:19

Hallo GR,

dagegen, dass der Makler den Interessenten die Gemeinschaftsflächen zeigt, können Sie nichts machen, es sei denn, die Touren sind sehr laut und beeinträchtigend. Nicht zulässig ist es jedoch, wenn der Makler die an Sie vermieteten Flächen betritt.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Helga am 18.04.2020 21:33

Hallo, mein Vermieter möchte mit einer zu hohen Preisvorstellung das an mich vermietete Haus verkaufen, es haben an zwei Terminen schon sechs Paare besichtigt. Mein Vermieter teilte mir mit, das er das Haus die nächsten Monate, also bis ca. Juli versucht zu verkaufen, und wenn nicht möglich, im Herbst zu vermieten, da ich im August ausziehe (ich habe noch nicht gekündigt). Ich möchte gerne wissen, wieviel Monate und wie oft im Monat ich die Hausbesichtigungen wegen Hausverkauf dulden muss, da sich ja dann die Besichtigungen wege der Vermietung anschließen würden.

Beste Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.04.2020 10:25

Hallo Helga,

die Corona-Regelungen werden vielfach so interpretiert, dass nur nicht aufschiebbare Besichtigungstermine zulässig sind. Ungeachtet dessen müssen es Mieter nicht hinnehmen, wenn der Vermieter andauernd mit Interessenten vor der Türe steht. Vielleicht machen Sie den Vermieter auf die Möglichkeit einer Online-Besichtigung aufmerksam.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Helen am 25.03.2020 23:59

Hallo zusammen, ich habe heute durch einen Aushang erfahren, dass Anfang April die Rauchmelder gewartet werden sollen. Bin ich verpflichtet in dieser Zeit der Ausgangs- und Kontaktsperre einer fremden Person, die wahrscheinlich vorher schon 50 andere Wohnungen betreten hat, Zutritt zu gewähren?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.03.2020 09:59

Hallo Helen,

je nach Bundesland dürfen zwar in einigen Ländern keine privaten Wohnungsbesuche mehr stattfinden, Handwerker dürfen allerdings noch arbeiten. Allerdings halten wir es auch für nicht besonders verantwortungsvoll, ausgerechnet jetzt die Rauchmelderwartung durchzuführen. Wir raten, bei der Hausverwaltung anzurufen, um um eine Terminverschiebung zu bitten.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Leon am 24.03.2020 01:14

Hallo zusammen,

Ich und meine Frau waren im Urlaub. Der junge vom Vermieter war in dieser Zeit 3 mal unerlaubt in unserer Wohnung....2 mal hat er unsere katze zu sich runter geholt und einmal ist er sogar in der Wohnung rumgeturnt und wurde von unseren Eltern erwischt die 2 mal am Tag gekommen sind wegen der Katze..... wie verhalten wir uns jetzt am besten. Oder reicht das für eine fristlose Kündigung

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.03.2020 09:17

Hallo Leon,

rein rechtlich gesehen handelt es sich hier um Hausfriedensbruch, also um eine strafrechtlich relevante Handlung. Wie alt ist der Junge des Vermieters denn? Strafmündig ist man in Deutschland erst ab 14. Theoretisch können solche schwerwiegenden Pflichtverletzungen durchaus Grund für eine fristlose Kündigung sein. Aus der Ferne elässt sich der Sachverhalt allerdings nicht abschließend beurteilen. Insbesondere stellt sich die Frage, woher der Junge den Schlüssel hatte.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Max L. am 01.03.2020 14:59

Guten Tag,

wir wohnen seit eineinhalb Jahren in einer Mietwohnung.

Kürzlich rief der Vermieter an um nach einem Termin zur Ansicht der Wohnung zu fragen.

Ich sagte, dass ich zurückrufen werde, da ich das erst für mich terminlich abklären muss. Hab mich dann auch hier und auf anderen Portalen schlau gemacht, bin jetzt aber sehr unsicher...

Habe beim nächsten Telefonat (mit neuem Wissen im Gepäck) gesagt, dass er einen Grund nennen muss um in die Wohnung zu dürfen. Er führte an, dass er ein Recht habe sich sein Eigentum anzuschauen und sagte dann, dass er schauen wolle, ob sich eventuell irgendwo Schimmel bildet und wie der Balkon aussieht, das seien seine Gründe.

Das klingt für mich nicht nach einem begründeten Verdacht und ich habe kein gutes Gefühl dabei den Vermieter rein zu lassen.

Einerseits will man keinen Ärger, andererseits keine unnötige Kontrolle...

Zu verbergen haben wir nichts. Aber ich sehe mich da eigentlich im Recht, wenn ich ihn abweise.

auf Kommentar antworten

Max L. am 01.03.2020 15:15

Nachtrag zur Frage:

Wenn er dann doch mit einem begründeten Verdacht um die Ecke kommt, muss er uns Mietern die Begründung dann nennen? Die muss doch sicherlich auch irgendwie nachvollziehbar sein.

Mit freundlichen Grüßen

Max L.


Immowelt-Redaktion am 02.03.2020 11:39

Hallo Max L.,

hier stellt sich natürlich die Frage, ob die Gründe des Vermieters nur vorgeschoben sind. Wenn der Vermieter tatsächlich Anhaltspunkte z.B. für Schimmel hat - z.B. weil es in dem Haus einen Wasserschaden gab - so hätte er das Recht, nach vorheriger Ankündigung die Wohnung zu betreten. Wenn die Gründe nur vorgeschoben sind, weil er einfach nur mal schauen will, dann nicht. Nun müssen Sie freilich abwägen, ob Sie des lieben Friedens willen nachgeben oder nicht. Eine rechtliche Handhabe gegen eine Weigerung Ihrerseits, dem Vermieter ohne Grund Zutritt zu gewähren, hat dieser nicht.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Seniha Adrovic am 30.01.2020 06:21

Guten morgen

Wir haben ein Haus gekauft und ofiziel von unseren Wohnung solen wir ende April ausziehen.

Unsere Vermieter machen oder versuchen zu machen was die wollen und halten sich überhauptnicht an die rechten.

Die machen ein Termin dann schreiben die kurzfristich das die halbe stunde bis stunde fruher oder spätter kommen.

Ich und mein Mann wir gehen beide Arbeiten,kinder im kindergarten. Gestern hatten wir Termin der für 16 uhr angekündigt war für unsere Wohnung besichtigen die waren zwar da hab ganz net denne gesagt das die Schule ausziehen haben nochts gemacht. Laufen hin und da meine kinder da neben trekige beine,beim wohnung verlassen Vermieterin sagte gleich kommen noch welche obwohl mein Mann am Telefon angedeutet hat nur eine familie oder Interesenten pro termin. Unsere Haus ist keine Laufhaus und habe ihr zeigen wollen das in unsere Kanlendar steht gamz deutlich 29.01.2020 14 uhr und 30.01.2020 15:30.

Die meine nein stimmt gar nicht fie haben keine zweite termin ausgemacht und zweite Interesenten kommen habe nein gesagt und tür zu gemacht. Durfen die so was machen?

Bedanke mich im voraus und hoffe das ich nicht viel zeit wegnehmme von euch

Adrovic

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.01.2020 12:30

Hallo Seniha,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei Besichtigungsterminen wegen Neuvermietung ist es so, dass die Wohnung in der Regel erst gekündigt sein muss, bevor neue Mietinteressenten durch die Wohnung laufen dürfen. Zudem muss der Vermieter im Voraus ankündigen und dabei Besichtigungszweck und zeitlichen und räumlichen Umfang angeben. Auch muss Ihr Vermieter auf Sie Rücksicht nehmen.

Um sich gegen ein aus Ihrer Sicht unhöfliches bzw. unzuverlässiges Verhalten zu wehren, würden wir Ihnen empfehlen, sich zunächst durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zum konkreten Vorgehen beraten zu lassen. Bitte verstehen Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Susana am 19.12.2019 13:27

Hallo, kann der Vermieter jemanden anderes vorschicken, um z. B. mit Kündigung zu drohen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.12.2019 08:16

Hallo Susana,

Ihre Frage ist leider zu wenig konkret, um hier eine sachgerechte Antwort zu geben. Grundsätzlich dürfte die Sache aber erst dann an Relevanz gewinnen, wenn eine schriftliche Kündigung vorliegt. Dann ginge es um die Frage ob diese wirksam wäre, was voraussetzt, dass ein gesetzlicher Küdnigungsgrund (z.B. Mietrückstände) vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lo am 19.12.2019 11:07

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vermieter möchte das Haus verkaufen indem ich wohne.

Vereinbart war ein Termin am 29.12.2019.

Jetzt hat er mich gefragt ob ich spontan eine halbe Stunde Abends Zeit hätte um einem Interessenten das Haus zu zeigen.

Wie sieht es da rein rechtlich aus? Kann ich mich auf den Termin am 29.12. beruhen oder muss ich zustimmen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.12.2019 08:12

Hallo Lo,

ein Vermieter kann dann das Anrecht darauf haben, die Mieter-Räumlichkeiten zu betreten, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat. Das kann auch bei einem geplanten Verkauf der Fall sein. Dabei darf aber freilich die Frequenz der Besichtigungen nicht überhand nehmen und Termine müssen rechtzeitig abgestimmt werden. Auf ganz kurzfristige Terminwünsche müssen Mieter i.d.R. nicht eingehen, wobei es hinsichtlich der Ankündigungsfrist keine gesetzlichen Regelungen gibt - das ist im Zweifel Auslegungssache der Fachgerichte. Es stellt sich aber freilich die Frage der Abwägung, ob Verstimmungen mit dem Eigentümer hingenommen werden oder ein Entgegenkommen, so es sich denn problemlos einrichten ließe, nicht sachgerechter sein könnte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sonya am 20.11.2019 11:39

Guten Tag, wir wollen unser vermietetes Haus verkaufen. Der aktueller Mieter möchte es nicht kaufen. Wir haben eine Immobilienanzeige geschaltet und haben 18 Anfragen von Interessenten bekommen, die an eine Besichtigung interessiert sind. Der Mieter (nach Absprache mit Mieterverein) räumt uns ein(!) Termin von Dauer einer Stunde ein und möchte aus Sicherheitsgründen nicht, dass mehrere Interessenten gleichzeitig das Haus anschauen. Weitere Termine könnten laut seiner Aussage ein Mal in zwei Wochen unter selben Bedingungen (1 Stunde für 1 Interessenten) stattfinden. Darf er das? Rein rechnerisch würden wir 9 Monate benötigen, um die Besichtigungen für alle Interessenten durchführen zu können. Ist es angemessen und zumutbar? Danke!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2019 08:17

Hallo Sonya,

zwar kann der Mieter verlangen, dass Besichtigungen nicht überhand nehmen. Wie oft er Sie dulden muss, wird in der Instandzrechtsprechung allerdings unterscheidlich gesehen. Ein Termin mit nur einem Interessenten alle zwei Wochen erscheint uns allerdings etwas wenig.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

UCO1966 am 24.10.2019 11:16

Das Haus in dem ich wohne, wurde verkauft und mir wegen Eigenbedarfs gekündigt. Die neuen Eigentümer sind schon mehrfach unangemeldet vorbei gekommen und laufen direkt über meine Terrasse in den eigentlich zu meiner Wohnung gehörenden Gartenanteil, um Bekannten das Grundstück zu zeigen, auch an Sonn- und Feiertagen. Meinen Hinweis, dass sie Besuche mit mir abzusprechen hätten, haben sie bisher ignoriert. Die Nutzung des Gartenanteils ist im MV nicht eindeutig geregelt, allerdings ist dieser nur von meiner Wohnung bzw. über meine Terrasse erreichbar. Muss ich zulassen, dass die neuen Besitzer diesen jederzeit betreten dürfen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.10.2019 08:00

Hallo UCO1966,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich muss ein Mieter es nicht dulden, dass ein Vermieter ohne Ankündigung und/oder gewichtigen Grund die Mietsache betritt, um Sie zum Beispiel neugierigen Bekannten zu zeigen. So wie wir Sie verstanden haben, scheint der neue Eigentümer der Ansicht zu sein, dass er - weil es sich nunmehr um sein Eigentum handelt - jederzeit das Recht habe, auch die vermieteten Teile zu betreten. Dem ist nicht so.

Hier muss man allerdings an einem Punkt differenzieren: Sie schreiben, dass der Garten nur über Ihre Wohnung oder Ihre Terrasse erreichbar ist. Das würde ja bedeuten, dass der Vermieter bei Ihnen klingeln und durch Wohnung und Terrasse durchgehen muss, um in den Garten zu gelangen. Hier gilt: Dies müssen Sie (nach vorheriger Ankündigung) nur dann dulden, wenn es dafür einen nachvollziehbaren Grund gibt. Einfach nur so einem Bekannten die Immobilie zeigen zu wollen, wäre kein nachvollziehbarer Grund, in die Privatsphäre eines Mieters einzudringen. Sollte es allerdings so sein, dass der Vermieter, auch ohne in Ihre Privatsphäre einzudringen, in den Garten gelangen kann, so darf er das - zumindest dann, wenn der Garten nicht zur ausschließlichen Nutzung an Sie vermietet wurde. Zusammenfassend: Diejenigen Teile der Immobilie, die nicht (an Sie) vermietet wurden und nicht zu Ihrem höchstpersönlichen Lebensbereich gehören, darf der Vermieter betreten; diejenigen Teile der Immobilie, die an Mieter vermietet wurden und zum höchstpersönlichen Lebensbereich gehören, darf ein Vermieter nur dann betreten, wenn es einen gewichtigen Grund dafür gibt.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion