Immobilie verkaufen während Corona

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Wer zurzeit seine Immobilie verkaufen will, ist durch die Coronapandemie vielleicht verunsichert, ob das überhaupt geht. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Immobilienverkauf während Corona.

Immobilie verkaufen während Corona, Mann mit schwarzen Latexhandschuh halt einen Schlüssel, im Hintergrund ein Haus, Foto: Borisz/stock.adobe.com
Wer seine Immobilie verkaufen möchte, kann dies auch während Corona tun. Jedoch ist auf geltende Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Foto: Borisz/stock.adobe.com

Wer seine Immobilie in Coronazeiten verkaufen möchte, kann angesichts von Verboten und Beschränkungen durchaus die Übersicht verlieren. Darf man seine Immobilie derzeit überhaupt anbieten, dürfen Interessenten empfangen werden und gibt es ein Berufsverbot für Notare? Ein Überblick, was es beim Immobilienverkauf derzeit zu beachten gibt.

FAQ – Immobilie verkaufen während Corona

Kann ich meine Immobilie trotz Coronapandemie verkaufen?

Ja, das ist weiterhin möglich. Allerdings müssen insbesondere bei der Besichtigung der Immobilie die eventuell geltenden Kontaktbeschränkungen sowie die Hygieneregeln beachtet werden.

Darf ich mich mit Interessenten oder Maklern treffen?

Ja, das ist möglich. Allerdings müssen auch hierbei Kontaktbeschränkungen, möglichst anderthalb bis zwei Meter Abstand sowie die geltenden Hygieneregeln beachtet werden. Was im Vorfeld telefonisch geklärt werden kann, sollte auch weiterhin telefonisch erledigt werden, um den Kontakt auf das nötige Minimum zu reduzieren.

 

Wie werden Besichtigungen durchgeführt?

Grundsätzlich sollte auf Massenbesichtigungen verzichtet werden. Besser sind Einzelbesichtigungen bei denen auf ausreichend Abstand und die Hust- und Niesetikette geachtet wird.

Finden Notartermine statt?

Grundsätzlich können Notartermine stattfinden. Allerdings können beim Notar abweichende Öffnungszeiten oder besondere Verhaltensregeln gelten.

Wer während der Coronapandemie eine Immobilie verkaufen will, kann sich an folgenden drei Schritten orientieren:

Schritt 1: Inserieren

Ist die Entscheidung gefallen, die eigene Immobilie zu veräußern, fängt die Suche nach einem passenden Interessenten nicht sofort an. Zuerst müssen grundlegende Fragen geklärt werden.

Immobilie verkaufen in Coronazeiten

Grundsätzlich gibt es keine Verbote oder Beschränkungen, die den Kauf beziehungsweise den Verkauf während der Coronakrise verhindern. Es kann wegen der hohen Infektionszahlen zu Verzögerungen kommen, beispielsweise bei Besichtigungen oder beim Gang zum Notar. Wer noch am Anfang des Hausverkaufs steht, muss womöglich noch weitere Dokumente zusammenzustellen. Dazu gehören neben dem Energieausweis auch der Grundriss, Fotos sowie der Gebäudeversicherungsschein.

Die Entwicklung der Immobilienpreise in der Coronakrise

Geht der Preis für Immobilien zurück? Zu Beginn waren sich Experten uneins, Statistiken zeigten jedoch keinen Rückgang der Preise, sondern sogar eine leichte Steigung mit Tendenz zur Stagnation. Aber kein Rückgang. Das zeigte eine Untersuchung von immowelt, bei der die Medianpreise aus Februar und März verglichen wurden. Auch die Angebotspreise für Eigentumswohnungen verharrten damals in etwa auf dem Niveau vor Beginn der Krise: Der mittlere Quadratmeterpreis erhöhte sich nur minimal von 2.820 Euro im Februar um ein Prozent auf 2.850 Euro im März. Ein Preisrückgang ist auch in hochpreisigen Metropolen wie München und Hamburg nicht festzustellen.

Sind alle Dokumente zusammengesucht und ein Angebotspreis gefunden, kann die Immobilie inseriert werden.

Sind Inserate auf immowelt weiterhin möglich?

immowelt bleibt auch in der Krise ein starker Partner. Deswegen sind Inserate auch weiterhin uneingeschränkt möglich.

Wer seine Immobilie erfolgreich vermarkten will, sollte das Exposé so aussagekräftig wie möglich erstellen. Dazu gehören neben einem Grundriss und guten Bildern auch Formulierungen, die die Anzeige bei Suchmaschinen besser auffindbar machen.

Schritt 2: Besichtigungen

Erreichen den Anbieter die ersten Kontaktanfragen kommt es zum zweiten großen Schritt: den Besichtigungen.

Können Besichtigungen durchgeführt werden?

Immobilie verkaufen während Corona, Ein Mann im Anzug zeigt einem Pärchen eine Wohnung, Foto: Gorodenkoff/stock.adobe.com
Bei einer Besichtigung ist auf ausreichend Abstand zwischen den Interessenten und dem Anbieter zu achten. Noch besser wäre es, alle würden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Foto: Gorodenkoff/stock.adobe.com

Besichtigungen sind per se während der Coronapandemie nicht verboten. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen sollten eher Einzeltermine vereinbart werden. Diese sollten im Idealfall einer vorherigen Online-Besichtigung über eine Video-App folgen. Hier sind Skype oder Zoom derzeit sehr beliebt, gleichermaßen können über die bekannten Messenger wie Whatsapp, Facebook oder Facetime Videotelefonate durchgeführt werden.

Ein virtueller Rundgang, der zum Download angeboten wird, hat den Vorteil, dass nicht jeder Interessent einzeln durch die Wohnung geführt werden muss. Hat ein Suchender danach weiterhin Interesse, kann eine Einzelbesichtigung erfolgen.

Ansteckungen vermeiden

Während der Besichtigung gelten dieselben Hygienemaßnahmen, die vom Robert-Koch-Institut auch für den Alltag empfohlen werden. Abstand halten, Händewaschen und Maske tragen können helfen, Personen nicht mit Sars-CoV-2 zu infizieren.

Kontakt mit Maklern

So ein Immobilienverkauf ist auch ohne Coronapandemie schon herausfordernd. Wer den Zeitaufwand scheut oder sich überfordert fühlt, kann sich einen Makler an seine Seite holen.

Dieser übernimmt für den Verkäufer grundlegende Aufgaben, angefangen vom Erstellen des Exposés bis hin zur Vermittlung an Interessenten. Das Treffen mit Interessenten ist demnach ein wichtiger Grund, dem unter Abstandhalten und Einhalten der Hygieneregeln nichts entgegensteht.

Allerdings sollten die Treffen auf ein Minimum reduziert werden. Alles was telefonisch oder per Videotelefonie funktioniert, sollte auch auf diesem Weg abgeklärt werden.

 

3. Schritt: Verkaufen

Ist die Immobilie besichtigt und Verkäufer und Interessent sich über alle wichtigen Details einig, steht dem Eigentümerwechsel an sich nichts mehr im Weg.

23.11.2020


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