Immobiliennachfrage in Zeiten von Corona

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Das Interesse an Wohnimmobilien war während der Pandemie kurzfristig abgekühlt. Doch nun ist es wieder zurück auf dem Niveau vor Beginn des Lockdowns, wie die Nutzungsdaten auf immowelt.de und immonet.de zeigen.

Immobiliennachfrage Corona, Nachfrage Immobilien Corona, Foto: Wavebreak Media/stock.adobe.com; Bearbeitung: immowelt
Die Immobiliennachfrage ist auch in Zeiten von Corona stabil – nur zu Beginn des Lockdowns ging sie etwas zurück. Foto: Wavebreak Media/stock.adobe.com; Bearbeitung: immowelt

Trotz der Unsicherheit wegen der Pandemie suchen viele Deutsche wieder wie bisher nach Miet- und Kaufimmobilien. Das zeigen die Nutzungsdaten von immowelt.de und immonet.de. Inzwischen liegen die Zugriffszahlen auf immowelt Portalen wieder auf Vorkrisenniveau oder übersteigen diese sogar und auch die Anfragen nähern sich inzwischen wieder dem Niveau von vor Beginn des Lockdowns an.

Reichweite auf immowelt steigt wieder – trotz Corona

Immobiliennachfrage Corona, Nachfrage Immobilien Corona, Foto: immowelt
Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO der immowelt AG. Foto: immowelt

Die Unsicherheit vieler Suchender zu Beginn der Pandemie spiegelt sich vor allem in der Nutzung der immowelt Portale wider. Damals sank dort der Traffic kurzfristig merklich. Aber: „Nach einem zunächst langsamen Anstieg sehen wir derzeit massive Zuwächse von bis zu 40 Prozent bei den Zugriffen auf unsere Webseiten und Apps und erreichen damit bereits wieder das Niveau vor Krise“, sagt Cai-Nicolas Ziegler, CEO der immowelt AG.

  • Zugriffszahlen
    Pro Woche gibt es derzeit über 13 Millionen Zugriffe auf die Portale der immowelt Group – genau so viele wie in der ersten Märzwoche, als es noch keine Ausgangsbeschränkungen wegen Corona gab.
  • Exposé-Aufrufe
    Aktuell werden sechs Prozent mehr Immobilieninserate aufgerufen als im Vergleichszeitraum vor der Krise. Das Interesse an Wohnimmobilien bleibt also weiterhin ungebrochen.
  • Anfragen
    Die Anfragen entwickeln sich etwas zurückhaltender. Seit ihrem Tiefstand in der Pandemie sind sie aber wieder um 44 Prozent gestiegen, sodass sie sich dem Vorkrisenniveau annähern.

Ein Grund dafür, dass sich die Anfragen im Vergleich zu den übrigen Zahlen etwas zögerlich entwickeln, dürfte sein, dass sich viele Immobiliensuchende unsicher sind, ob sie eine Wohnung überhaupt besichtigen dürfen. Doch Einzelbesichtigungen vor Ort sind weiterhin möglich, sofern ein triftiger Grund vorliegt und dabei die Hygienevorschriften eingehalten werden. 

Ein triftiger Grund kann zum Beispiel sein, dass der Mieter wegen eines Jobwechsels eine neue Wohnung benötigt oder weil eine Wohnung für eine Großfamilie zu klein geworden ist. Daneben gibt es weitere triftige Gründe für Besichtigungstermine vor Ort. Unabhängig davon gibt es aber auch ein breites Angebot an Onlinebesichtigungen, das Suchende nutzen können.

„An der grundsätzlichen Geometrie des Immobilienmarktes hat die Corona-Krise nichts verändert: Es gibt weiterhin mehr Nachfrage nach Wohnraum als Angebot. Viele Suchende haben daher ihre Suche nach neuen Immobilien nur kurz pausiert.“

— Cai-Nicolas Ziegler, CEO der immowelt AG

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise?

Die Kauf- und Mietpreise für Immobilien bleiben bisher konstant. So liegt zum Beispiel der mittlere Quadratmeterpreis beim Erwerb einer Eigentumswohnung deutschlandweit bei rund 2.800 Euro und damit auf Vorkrisenniveau. Auch die Angebotsmieten in den 14 größten Städten Deutschlands sind derzeit nahezu unverändert.

30.04.2020


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1 Kommentar

KS Immobilien am 05.05.2020 14:40

Tut uns leid ! Ihre Einlassungen können wir nicht teilen. Vermutlich sind Ihre Zahlen so gestaltet, dass Ihre Kunden hoffnungsfroh "an der Stange bleiben".

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