Kündigung wegen Eigenbedarfs: So sollten Vermieter vorgehen

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Vermieter können Mietverträge nur unter bestimmten Voraussetzungen kündigen – eine mögliche Variante ist die Kündigung wegen Eigenbedarfs. Benötigt ein Vermieter eine Wohnung für sich selbst oder nahe Angehörige, hat er das Recht, dem Mieter die Kündigung auszusprechen. Möchten Vermieter Eigenbedarf anmelden, müssen sie dabei jedoch einiges beachten.

Kündigung wegen Eigenbedarfs: das Wichtigste in Kürze

  • Eigenbedarf bedeutet: Der Vermieter benötigt die Wohnung für sich selbst, für Familienangehörige oder für Angehörige seines Haushalts.
  • Die Kündigungsfrist hängt davon ab, wie lange der Mieter bereits in der Wohnung wohnt. Es sind mindestens 3 Monate.
  • Täuscht der Vermieter den Eigenbedarf nur vor, steht dem Mieter eventuell ein Schadensersatz zu.
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Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs kommt für Hausbesitzer dann in Frage, wenn sie oder nahe Verwandte die Wohnung selbst beziehen möchten. Foto: Andrey Popov/stock.adobe.com

Wenn Vermieter die eigene Wohnung nicht mehr vermieten, sondern selbst nutzen wollen, können sie laut Gesetz Eigenbedarf anmelden. Doch auch die Grenzen, innerhalb derer eine solche Eigenbedarfskündigung möglich ist, sind gesetzlich klar geregelt. Wichtig dabei ist insbesondere im Kündigungsschreiben: „Der Vermieter muss darlegen, warum er die Wohnung wirklich benötigt – der Eigenbedarf darf also nicht vorgetäuscht werden“, betont Jens Hermann, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht bei der Nürnberger Rechtsanwaltskanzlei Magold, Walter & Hermann.

Für diese Personen dürfen Vermieter wegen Eigenbedarfs kündigen

Der Vermieter darf den Wohnraum für sich, Familienmitglieder oder Angehörige seines Haushalts beanspruchen (§ 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB). Dazu zählen etwa Kinder, Eltern, Schwiegereltern, Enkel, Großeltern, Nichten, Neffen, Schwäger und Cousins. Voraussetzung ist, dass ein besonders enger Kontakt zu der Person besteht (BGH, Az.: VIII ZR 247/08). Auch außerhalb der Verwandtschaft gibt es Personen, für die die Mietwohnung wegen Eigenbedarfs gekündigt werden kann – etwa die Kinder von einem nichtehelichen Lebensgefährten oder Pflegepersonal.

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Situation bei Vertragsschluss ist für Eigenbedarf entscheidend

Zunächst muss der Vermieter darauf achten, dass die Kündigung wegen Eigenbedarfs nicht schon bei Neuvermietung der Wohnung bekannt war. Ist das doch der Fall, so hätte er den Mieter schon bei Vertragsabschluss darauf hinweisen müssen. Hat er auf einen solchen Hinweis verzichtet, so verliert er das Recht, wegen Eigenbedarfs zu kündigen.

Aber: Der Vermieter muss bei Abschluss eines Mietvertrages keine Bedarfsvorschau machen. Er muss also nicht einschätzen, ob in Zukunft möglicherweise einmal ein Eigenbedarf vorliegen könnte, wie der Bundesgerichtshof entschieden hat  (BGH, Az.: VIII ZR 154/14). Gleichzeitig darf der Eigenbedarf auch nicht zu spät vorliegen. „Kündigt ein Vermieter nur auf Verdacht, weil ein Eigenbedarf beim Auszug des Mieters zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher ist, ist diese Kündigung unwirksam“, so Hermann.

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Kündigungsfristen beachten

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Bei einer Kündigung wegen Eigenbedarfs müssen Vermieter bestimmte Termine und Fristen beachten. Foto: mihap/stock.adobe.com

Auch bei einer Kündigung wegen Eigenbedarfs muss der Vermieter auch auf die gesetzliche Kündigungsfrist laut Mietrecht achten (§ 573 c BGB). Diese richtet sich nach der bisherigen Dauer des Mietverhältnisses. Das bedeutet für eine ordentliche Vermieterkündigung:

  • Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.
  • Bei fünf bis acht Jahren liegt die Kündigungsfrist bei sechs Monaten.
  • Besteht der Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, muss der Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen.

Reicht der Mieter eine ordentliche Kündigung für seinen Mietvertrag ein, bleibt die Frist in der Regel immer bei drei Monaten. Bei Mietverträgen, die vor der Mietrechtsreform im Jahr 2001 vereinbart wurden, gelten teilweise noch längere Kündigungsfristen für den Vermieter, sofern diese vertraglich vereinbart wurden.

Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Das bedeutet: Geht das Kündigungsschreiben dem Mieter am Montag, den 1. Februar zu, endet das Mietverhältnis Ende April.

Sonderfälle

Kauf einer Eigentumswohnung in einem Mietshaus: Kündigungssperrfrist

Eine Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Kündigungssperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden – Käufer solcher Eigentumswohnungen sollten also genau prüfen, welche Frist vor Ort gilt.

Eigenbedarfskündigung im Zweifamilienhaus: Erleichtertes Kündigungsrecht

Wenn ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt, die andere Wohnung aber vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor (§ 573a BGB). In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, liegt also je nach Dauer des Mietverhältnisses bei zwischen sechs und zwölf Monaten. Im Kündigungsschreiben muss er zudem angeben, dass sich die Kündigung auf eben diese Voraussetzungen stützt.

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Kündigung wegen Eigenbedarfs: Das sollte im Kündigungsschreiben stehen

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Beim Kündigungsschreiben müssen Vermieter einiges beachten. Foto: iStock.com/kupicoo

Steht der Zeitpunkt der Kündigung fest, geht es daran, das Kündigungsschreiben zu verfassen. Vermieter sollten dabei sorgfältig vorgehen, denn formelle Fehler im Kündigungsschreiben können dazu führen, dass letztlich die gesamte Kündigung unwirksam wird. Grundsätzlich muss jede Kündigung in Schriftform erfolgen. Insbesondere muss der Vermieter seinen Kündigungsgrund genau beschreiben: „Bei der Eigenbedarfskündigung muss der Vermieter darlegen, warum, wann und für wen er die Wohnung benötigt. Es genügt nicht, einfach mit dem Hinweis auf Eigenbedarf zu kündigen“, sagt Rechtsanwalt Hermann.

Folgendes sollte in einer Eigenbedarfskündigung stehen:

  • Die Bedarfsperson, für die die Wohnung benötigt wird, sowie die Art des Verhältnisses zueinander. Ziehen mehrere Personen in die Wohnung ein, muss der Vermieter jedoch nicht die Namen aller neuen Bewohner nennen (BGH, Az.: VIII ZR 107/13).
  • Bei entfernten Verwandtschaftsverhältnissen oder Angehörigen des Haushalts müssen laut Mietrechtsexperte Hermann die Umstände, aus denen sich eine persönliche Verbundenheit ergibt, offengelegt werden.
  • Die genauen Gründe, aus denen sich der Wohnbedarf ergibt: Das kann etwa ein Arbeitsplatzwechsel sein, die Pflege eines Angehörigen oder die Absicht, sich vom bisherigen Ehepartner zu trennen.
  • Hinweis auf das gesetzliche Widerspruchsrecht des Mieters gemäß Paragraf 574 BGB sowie die Form- und Fristerfordernis: Der Mieter muss seinen Widerspruch spätestens zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses schriftlich erklären.

Für den Fall, dass der Vermieter eine Alternativwohnung hat, die er dem Mieter anbieten kann, muss er auch dies laut Rechtsprechung im Kündigungsschreiben erwähnen. Zudem muss er die Konditionen zur Anmietung der Wohnung mitteilen. Gleichzeitig sollte er die Gründe nennen, wieso ebendiese Wohnung für ihn selbst nicht geeignet ist.

Achtung

Vorsicht vor unwirksamen Kündigungen: Vorgetäuschter Eigenbedarf und Zweckverfehlung

Wer wegen Eigenbedarfs kündigt, sollte sichergehen, dass er den Eigenbedarf auch tatsächlich hat. Andernfalls kann der Mieter in der Wohnung bleiben. Erfährt dieser erst nach dem Umzug, dass der Eigenbedarf vorgetäuscht war, kann er unter Umständen sogar Schadensersatz für die teurere Miete in der neuen Wohnung verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil entschieden (Az.: VIII ZR 99/14).

Ebenfalls unwirksam ist eine Kündigung wegen Eigenbedarfs, wenn der Wohnraum nicht in der Art und Weise genutzt werden kann, wie der Vermieter in der Wohnungskündigung vorgibt. Zum Beispiel, wenn die 80-jährige, gehbehinderte Mutter in eine Wohnung im 6. Stock ohne Aufzug ziehen soll.

Daneben ist es auch missbräuchlich, wenn der Vermieter überhöhten Wohnbedarf geltend macht, also zum Beispiel für seine Lebensgefährtin mit Kind eine 7-Zimmer-Wohnung mit hunderten Quadratmetern kündigt.

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Eigenbedarf anmelden: Sicherstellen, dass die Kündigung den Mieter auch erreicht

Das Abschicken des Kündigungsschreibens genügt nicht, damit die Kündigung auch wirklich wirksam werden kann. Vielmehr ist es erforderlich, dass das Schreiben auch tatsächlich beim Mieter ankommt. Nicht selten kommt es vor, dass Mieter den Zugang der Kündigung bestreiten. Es empfiehlt sich daher, die Kündigung als Einschreiben zu versenden – noch sicherer ist es allerdings, sie zusammen mit einem Zeugen persönlich zu übergeben.

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Was tun, wenn der Mieter sich wehrt

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Was, wenn sich der Mieter mit einem Härtefall gegen die Eigenbedarfskündigung wehrt? Dann wird es für Vermieter komplizierter. Foto: Syda Productions/stock.adobe.com

Komplizierter wird es für Vermieter, wenn der Mieter sich gegen die Eigenbedarfskündigung wehrt. Dies geht unter anderem, wenn beim Mieter ein besonderer Fall von Härte vorliegt (§ 574 BGB), weswegen er die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen kann. „Das können beispielsweise hohes Alter, eine Körperbehinderung oder eine schwere Krankheit sein“, sagt Hermann. Auch bei Schwangerschaft der Mieterin könne oft zumindest eine verlängerte Räumungsfrist erreicht werden. Der Mieter muss in diesen Fällen Widerspruch gegen die Kündigung einlegen.
Kommt so ein Streitfall vor Gericht, so ist laut BGH eine besonders sorgfältige Abwägung der beiderseitigen Interessen erforderlich (BGH, Az.: VIII ZR 180/18 und VIII ZR 167/17). Gerichte dürfen keine pauschalen Fallgruppen bilden, sondern den Sachverhalt genau klären. Dazu gehören je nach Einzelfall Sachverständigengutachten, Zeugen- und Parteivernehmung.

Noch nicht einmal widersprechen muss der Mieter, wenn die Kündigung ohnehin unwirksam ist – etwa, weil die Begründung fehlt. „Eine spätere Räumungsklage des Vermieters würde in einem solchen Fall vor Gericht scheitern“, so Hermann. Es hindert den Vermieter aber nichts daran, die Kündigung einfach noch einmal auszusprechen – diesmal formell korrekt. Kommt es zum Konflikt mit dem Mieter, empfiehlt sich in jedem Fall die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein.

„Letztlich sind die meisten Eigenbedarfskündigungen auch erfolgreich“, sagt Hermann. „Die Gerichte honorieren, dass der Vermieter das Recht an seinem Eigentum wahrnehmen will.“ Wer das Kündigungsschreiben sorgfältig vorbereitet und gute Gründe für die Kündigung hat, hat also beste Chancen, sich damit auch durchzusetzen. Häufig ist es auch möglich, sich mit dem Mieter gütlich zu einigen – etwa durch eine verlängerte Kündigungsfrist oder durch das Anbieten einer Alternativwohnung. Rechtsanwalt Hermann rät Vermietern daher dazu, mit den Mietern zu sprechen und die Kündigung zu erklären, bevor das Kündigungsschreiben zugestellt wird. „Dann ist der Mieter von der Kündigung auch nicht so überrascht und es findet sich leichter eine Lösung.“

Link-Tipp

Alternative zur Eigenbedarfskündigung: Mietaufhebungsvertrag

Wenn sich Vermieter und Mieter nicht sicher sind, ob Eigenbedarf angemeldet werden kann oder ob ein Härtefall vorliegt, kann es sinnvoll sein, einen Mietaufhebungsvertrag aufzusetzen. Voraussetzung ist, dass sich beide Seiten einig werden – und sich so gerichtliche Auseinandersetzungen sparen können. Lesen Sie hier mehr zum Mietaufhebungsvertrag.
 

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FAQ Kündigung wegen Eigenbedarfs: Was ist erlaubt, was verboten?

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Fragen über Fragen: Im FAQ zur Kündigung wegen Eigenbedarfs gibt es die passenden Antworten. Foto: iStock.com/Mykola Sosiukin

Hier werden die wichtigsten Fragen zur Eigenbedarfskündigung beantwortet. Es handelt sich dabei allerdings um keine Rechtsberatung. Diese erhalten Vermieter von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt für Mietrecht.

Muss sich der Vermieter in einer Notlage befinden, um wegen Eigenbedarfs kündigen zu dürfen?

Nein, eine Notlage ist keine Voraussetzung dafür, dennoch müssen für eine Kündigung wegen Eigenbedarfs einige Bedingungen erfüllt sein. Zum einen muss der Vermieter ein berechtigtes Interesse daran haben, die Immobilie zu nutzen. Das ist dann der Fall, wenn er sie für sich, seine Familienangehörigen, angehörige seines Haushalts oder eine ihm anderweitig persönlich verbundene Person benötigt. Dieses Interesse muss vernünftig und nachvollziehbar sein, zum Beispiel, dass sich die Lebensumstände des Vermieters aufgrund von Heirat, Schwangerschaft oder Jobwechsel verändert haben.

Wie schwierig ist eine Kündigung wegen Eigenbedarfs bei älteren Mietern?

Das hängt stark vom Einzelfall ab. Wenn der gekündigte Mieter sogenannte Härtefallgründe vorbringen kann, wie etwa ein hohes Alter, mögliche Erkrankungen und die starke Verwurzelung aufgrund einer langen Mietdauer in dem Umfeld, so werden diese Gründe gegen das berechtigte Interesse des Vermieters abgewogen.
Dabei muss der Härtefall des Mieters jedoch gut begründet sein: Das bloße Argumentieren mit Alter und Mietdauer reicht nicht aus. Die drohende Verschlechterung der eigenen Gesundheit aufgrund eines Umzugs muss zum Beispiel durch ein ärztliches Attest belegt werden (BGH, Az.: VIII ZR 180/18). Landet ein Härtefall vor Gericht, muss der Härtefall genau geprüft werden, gegebenenfalls per Gutachten.

Müssen Vermieter es im Voraus mitteilen, wenn sie in Zukunft Eigenbedarf haben werden?

Vermieter sollten ihr Vorhaben im Mietvertrag nennen und den Mieter ausdrücklich darauf hinweisen, damit er Kenntnis von dem künftigen Eigenbedarf hat. Zusätzlich können Vermieter noch einmal schriftlich dokumentieren, dass und wie genau der Mieter bei Vertragsabschluss über die Absichten, den Mietvertrag zu einem späteren Zeitpunkt zu kündigen, informiert worden ist. Es ist auch möglich, dies den Mieter durch Unterschrift bestätigen zu lassen.

Dürfen Vermieter schon einmal kündigen, wenn sie vermuten, dass ein Fall von Eigenbedarf eintritt?

Eine Vorratskündigung ist unzulässig. Das heißt, der Vermieter darf nicht wegen eines nur wahrscheinlich künftigen Eigenbedarfs bereits kündigen – zum Beispiel, weil eine Vergrößerung der Familie geplant ist.
Anders sieht es aus, wenn der Eigennutzungswunsch bereits hinreichend bestimmt und konkretisiert ist (BGH, Az.: VIII ZR 297/14). Das kann etwa der Fall sein, wenn ein Familienmitglied bereits schwanger ist. In diesem Fall ist auch schon vor Geburt des Kindes ein dadurch erhöhter Wohnbedarf begründbar (AG Magdeburg, Urteil v. 21.1.1999, 15 C 3979/98, DWW 1999 S. 125).

Was, wenn der Vermieter bereits wegen Eigenbedarfs gekündigt hat, der Grund dann aber entfällt?

Entfällt der Grund für die Eigenbedarfskündigung, so ist auch die Kündigung hinfällig und der Mieter darf in der Regel weiter in der Wohnung bleiben. Der Vermieter ist in der Pflicht, den gekündigten Mieter davon in Kenntnis zu setzen. Will der Eigentümer die Kündigung dennoch durchsetzen, so handelt er rechtsmissbräuchlich und er riskiert Schadensersatzforderungen seines Ex-Mieters für die Umzugskosten. (Vergleichbare Urteile: Landgericht Berlin, Az.: 67 S 9/18; Amtsgericht Gießen 48 C 231/13).

Der Mieter kündigt selbst während der Eigenbedarfskündigung. Ist dann noch eine Kündigung wegen Eigenbedarfs erforderlich?

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Erst kommt die Eigenbedarfskündigung, dann kündigt der Mieter selber: Das sorgt für Verwirrung. Foto: iStock.com/Rawpixel

Zur Sicherheit empfiehlt es sich, dennoch wegen Eigenbedarfs zu kündigen. Denn es könnte zum Streit kommen, wenn der Mieter nachweisen kann, dass er nur aufgrund der angekündigten Eigenbedarfskündigung selbst gekündigt hat, ausgezogen ist und ihm daraus Nachteile entstanden sind – für die er dann Schadensersatz fordert. Allerdings müsste er dafür bereits in der eigenen Kündigung darauf hinweisen, dass er sich den Anspruch auf Schadensersatz vorbehält oder zumindest, dass er wegen der Eigenbedarfskündigung selbst kündigt. Fällt dann auch noch der Eigenbedarf des Vermieters weg, sodass ein neuer Mieter in die Wohnung einzieht, könnte der Fall vor Gericht landen. Ergo: Lieber selbst wegen Eigenbedarfs kündigen, um Unklarheiten zu vermeiden.
Sind beide Kündigungen bereits ausgesprochen, die des Vermieters und die des Mieters, so ist das Mietverhältnis zum Ablauf der Kündigungsfrist, die weiter vorne im Kalender steht, beendet.

Ist der Vermieter verpflichtet, dem Mieter eine Alternativwohnung anzubieten?

Wer mehrere Wohnungen besitzt, muss eine Alternativwohnung anbieten, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind. Die freie oder freiwerdende Alternativwohnung:

  • befindet sich im selben Haus oder in derselben Wohnanlage des Vermieters; 
  • wird zum Ablauf der Kündigungsfrist frei;
  • ist vergleichbar mit der bisherigen Wohnung.

Der Vermieter muss bereits in der Eigenbedarfskündigung auf die Wohnung hinweisen und dem Mieter auch die Konditionen mitteilen. Tut er das nicht, ist die Kündigung unwirksam und ihm können Schadensersatzklagen drohen.

Kann ein Vermieter, der ein Mehrfamilienhaus besitzt, sich aussuchen, welchem Mieter er wegen Eigenbedarfs kündigt?

Vermieter sind in ihrer Entscheidung frei, welchem Mieter sie kündigen. Es empfiehlt sich jedoch abzuwägen, bei welchem Mieter die Kündigung die geringsten Auswirkungen auf das Leben hätte, um einen möglichen Widerspruch aufgrund von Härtefall zu vermeiden.

Kann der Vermieter wegen Eigenbedarfs kündigen, wenn er die Immobilie verkaufen will?

Nein, der geplante Verkauf eines Hauses ist kein zulässiger Kündigungsgrund. Denn es gilt die Faustregel: Kauf bricht nicht Miete. Jedoch könnte der spätere, neue Eigentümer wegen Eigenbedarfsgründen kündigen, vorausgesetzt, eine Kündigungssperrfrist verhindert es nicht. Diese gilt dann, wenn ein Mehrfamilienhaus während der Mietzeit in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt wurde.
Eine Alternative wäre – mit gutem Willen des Mieters – sich auf einen Mietaufhebungsvertrag zu einigen. Lesen Sie hier mehr zum Mietaufhebungsvertrag.

Wenn ein Immobilienkäufer ein vermietetes Haus oder eine vermietete Wohnung kauft, darf er dann einfach Eigenbedarf anmelden ?

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Je nach Art der Immobilie können Immobilienkäufer wegen Eigenbedarfs kündigen oder auch nicht. Foto: cphotos/stock.adobe.com

Bei Einfamilienhäusern gelten keine Kündigungssperrfristen, der neue Eigentümer kann also einfach ordentlich wegen Eigenbedarfs kündigen. Schwieriger wird es bei Eigentumswohnungen: Hier gelten Kündigungssperrfristen von mindestens drei Jahren nach Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch, wenn es sich um neu begründetes Wohneigentum handelt. Je nach Gebiet kann die Sperrfrist sogar bis zu 10 Jahren betragen.
Neugegründetes Wohneigentum liegt unter drei Bedingungen vor:

  • Der Mieter hat zuvor bereits in der Mietwohnung gewohnt;
  • die Wohnung wurde nach seinem Einzug in Wohneigentum übertragen;
  • danach erwirbt der neue Eigentümer die Wohnung.

Darf der Vermieter kündigen, wenn er die Immobilie gewerblich nutzen möchte?

Wenn der Vermieter die Wohnung ausschließlich zu gewerblichen Zwecken benötigt, ist eine Eigenbedarfskündigung unwirksam, laut Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH, Az.: VIII ZR 45/16). Im konkreten Fall hatte eine Vermieterin geklagt, die eine kleine Wohnung als zusätzlichen Arbeitsplatz nutzen wollte.

Darf der Vermieter die Wohnung besichtigen, wenn er bereits wegen Eigenbedarfs gekündigt hat?

Das dürfte im Rahmen seines Besichtigungsrechtes abgedeckt sein. So darf der Vermieter laut Landgericht Frankfurt die Wohnung besichtigen, um gegebenenfalls nötige Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen planen zu können (Az.: 2-11 S 57/14).
Allerdings müssen Vermieter, sofern kein Notfall vorliegt, dabei in der Regel die Belange des Mieters beachten: Die Besichtigung muss werktags erfolgen und zu angemessener Uhrzeit. 
Lesen Sie mehr dazu, wie weit Ihr Besichtigungsrecht geht.

Was ist, wenn der Mieter nach der Eigenbedarfskündigung keine neue Wohnung gefunden hat?

Sofern die Kündigung wegen Eigenbedarfs wirksam ist und keine Härtegründe vorliegen, muss der Mieter in der Regel ausziehen. Tut er dies nicht, kann der Vermieter eine Räumungsklage einreichen.

Was kann der Vermieter unternehmen, wenn der Mieter trotz wirksamer Eigenbedarfskündigung nicht auszieht?

In diesem Fall kann der Vermieter in der Regel zur Räumungsklage greifen.

Was ist, wenn der Eigenbedarf angemeldet wurde, die Bedarfsperson in die Wohnung einzieht – und dann kurz darauf wieder auszieht?

Es gibt keine gesetzlichen Fristen dafür, wie lange die Person, für die wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde, in der Wohnung verbleiben muss. Sofern die Eigenbedarfskündigung nicht rechtsmissbräuchlich oder vorgetäuscht war, kann sie je nach Einzelfall dennoch wirksam sein. War es jedoch absehbar, dass die jeweilige Bedarfsperson gleich wieder auszieht, kann die Kündigung unter Umständen unzulässig gewesen sein. Im Zweifel lohnt es sich hierbei, sich durch einen Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht oder einen Eigentümerverein beraten zu lassen.

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373 Kommentare

MaxMustermann am 16.10.2019 15:26

ist eine Eigenbedarfskündigung möglich, wenn der Vermieter selbst im EFH lebt und die vermietete Whg wg. Alters nun selbst bewohnen will ?

auf Kommentar antworten

Marco am 16.10.2019 13:05

Hallo liebe Redaktion,

ich habe folgende Frage: Ich besitze eine vermietete ETW. Mein Sohn hat jetzt einen Job in unserer Stadt bekommen. Ich möchte jetzt mit Eigenbedarf kündigen. Kann mein Sohn dann ein oder zwei Zimmer der Wohnung untervermieten? Macht es einen Unterschied ob Untervermietung oder Airbnb?

auf Kommentar antworten

inurlaub89 am 16.10.2019 04:43

Ab wann darfein vermieter seine wohnung wieder vermieten, wenn er anderen wegen eigenbedarf gekündigt hat?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.10.2019 11:02

Hallo inurlaub89,

hier gibt es keine gesetzlich festgelegten Fristen. Im Zweifel muss ein Gericht entscheiden, ob eine Eigenbedrafskündigung nur vorgeschoben und damit rechtsmissbräuchlich war oder nicht.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Tschuli25 am 12.10.2019 13:44

Hallo liebes Immowelt-Team,

mein Vermieter hat mir auf Eigenbedarf mit 3 Monaten gekündigt.

Grund dafür sei, dass seine Tochter, die in der Wohnung über mir wohnt, mehr Platz möchte und daher beide Wohnungen für sich beanspruchen möchte. Ist das ein realer Eigenbedarf?

Nach dieser Aktion möchte ich ohnehin ausziehen, jedoch scheint die Suche nach einer neuen Wohnung schier unmöglich. Ich habe Angst, dass nach 3 Monaten eine Räumungsklage kommt und ich auf der Straße sitze.

Könnte er mich tatsächlich rausklagen mit dieser Begründung eines Eigenbedarfs?

Danke für eine hilfreiche Antwort!

Julia

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.10.2019 10:41

Hallo Tschuli25,

Voraussetzung für eine Eigenbedarfskündigung ist, dass ein solcher tatsächlich vorliegt und im Kündigungsschreiben auch nachvollziehbar begründet wird. Insofern können wir aus der Ferne nicht ausschließen, dass die Kündigung zuöässig sein könnte. Da wir die Details aber nicht kennen, können wir eine abschließende Beurteilung, ob die Kündigungs rechtens ist oder nicht, nicht abgeben. Ggf. kann es sinnvoll sein, mit einem Mieterveien oder Fachanwalt vor Ort diese Frage zu erörtern.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Angela am 08.10.2019 12:12

Guten Tag,

Ich besitze eine Reihenhausanlage, wo alle 6 Häuser vermietet sind.

Nun möchte meine Tochter, die bislang im Ausland lebte, nach Trennung von ihrem Mann mit ihrem 16- jährigen Sohn in das Endreihenhaus, zu welchem ein größeres Grundstück gehört, als zu den Mittelreihenhäusern, einziehen.

Zufällig hat eine Mieterin eines der Mittelreihenhäuser zum 30. November gekündigt.

Diese Mittelreihenhaus würde ich den Mietern anbieten.

Wie ist meine Chance, dieses durchzusetzen ?

Bin ich gezwungen, meiner Tochter das ( wegen des kleineren Grundstückes) geringerwertige Haus zu überlassen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.10.2019 09:46

Hallo Angela,

grundsätzlich können Eigentümer, sofern sie den Eigenbedarf gut begründen, diejenige Einheit kündigen, die am besten ihre Anforderungen erfüllt, wobei u. U. dem gekündigten Mieter vorhandener Ersatzwohnraum anzubieten ist. Ob in Ihrem konkreten Fall eine Eigenbedarfskündigung reibungslos funktioniert, vermögen wir aus der Ferne allerdings nicht zu beurteilen. Vielleicht ist es ratsam, vor Ort rechstkundigen Rat einzuholen, um später kostspielige Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Manfred am 07.10.2019 11:28

Ich habe eine Kündigung wegen Eigenbedarfs an den Mieter mitgeteilt.(Lt. Vertrag 3Monate)

Ich habe aber den Widerspruch des Mieters im Kündigungsschreiben nicht erwähnt. Ist die Kündigung trotzdem gültig?

MfG. M. Hellwig

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.10.2019 08:43

Hallo Manfred,

eine fehlende Belehrung über die Widerspruchsmöglichkeit macht eine Eigenbedarfskündigung nicht unwirksam. Allerdings verbessert sich die Situation des gekündigten Mieters dahingehend, dass er nicht mehr spätestens zwei Monate vor der Beendigung des Mietverhältnisses Widerspruch einlegen muss, sondern wegen der fehlenden Belehrung den Widerspruch noch im ersten Termin des Räumungsrechtsstreits erklären kann (BGB; § 547b Abs. 2 Satz 2).

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Kölnerin24 am 28.09.2019 20:00

Hallo liebes Immowelt-Team,

wir sind Eigentümer eines Zweifamilienhauses. Hier will ein Mieter ausziehen und wir überlegen dort einzuziehen. Könnten wir für das Erdgeschoss gemäß § 573a BGB Eigenbedarf geltend machen oder ist das nicht möglich, weil wir dort erst noch einziehen, also würde dann die Sperrfrist greifen?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Kölnerin24 am 30.09.2019 16:05

Hallo und vielen Dank für die rasche Antwort.

Was ich meinte ist, wenn wir dort einziehen, können wir dann für die untere Wohnung Eigenbedarf nach der vereinfachten Variante geltend machen?

Viele Grüße


Immowelt-Redaktion am 30.09.2019 16:40

Wenn Sie eine der Wohnungen in Ihrem Zweifamilienhaus selbst bewohnen, müssen Sie nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen, sondern können einfach so kündigen, ohne Angabe von Gründen, genau. Wenn Sie also eingezogen sind und sich umgemeldet haben, können Sie Ihrem einzigen verbliebenen Mieter kündigen mit einer Frist von der gesetzlichen Kündigungsfrist plus drei Monate.

Herzliche Grüße,

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 30.09.2019 15:51

Hallo Kölnerin24,

als Eigentümerin dürfen Sie Ihre Wohnen bewohnen oder leerstehen lassen, ganz, wie Sie es wünschen. Eingeschränkt sind Sie nur durch Mietverträge, die Sie aufgrund von Eigenbedarf kündigen können. Wenn ihr Mieter ohnein auszieht, spielt das keine Rolle. Warten Sie einfach, bis der Mieter draußen ist, schließen Sie keinen neuen Mietvertrag ab und ziehen Sie in Ihre Wohnung ein. Infos zum Umzug finden Sie hier:

https://ratgeber.immowelt.de/umzug.html

Herzliche Grüße,

die Immowelt-Redaktion

Lima am 25.09.2019 10:12

Hallo liebes Immowelt-Team,

Wir sind eine kleine Familie und wohnen in unserem eigenen Haus in einem kleinen Dorf.

In der Nachbarschaft besitzen wir noch ein zweites, kleines Haus (früheres Ferienhaus), welches seit ca. 2 Jahren vermietet ist.

Jetzt möchte gerne unsere Tochter mit ihrem Freund zusammen in dieses kleinere Haus ziehen,da es als erste eigene Bleibe perfekt für ein junges Paar ist und sie sich dadurch das pendeln zwischen den beiden jetzigen Wohnorten sparen können. Beide wohnen aktuell noch zu Hause bei den Eltern. Ein weiteres Haus besitzen wir nicht, daher kommt kein anderes Haus in Frage und somit müssen wir die Mieter auf Eigenbedarf kündigen. Rechtlich gesehen hätten die aktuellen Mieter laut unserer Recherche 3 Monate Kündigungsfrist bei einer Eigenbedarfskündigung. Wir haben im Mietvertrag jedoch mindestens 6 Monate stehen.

Im Moment sind wir dabei die Kündigung zu schreiben und haben im Internet schon recht gute Vorlagen gefunden.

Ein paar Fragen hätten wir trotzdem noch:

1. Wenn wir die Kündigung heute schreiben, zu welchem Datum können wir sie dann kündigen?

Wir dachten, zum 1.10.2019, so dass sie bis zum 31.3.2020 ausgezogen sein müssen.

Ist das so richtig?

2. Man muss die Eigenbedarfskündigung genau begründen.

Wie begründet man den Wunsch zusammenziehen zu wollen so, dass wir auf der sicheren Seite sind, falls sich die Mieter wehren?

Wir hätten die Formulierung bisher so, sind uns aber nicht sicher ob das reicht:

"Unsere Tochter, Mustername, derzeit wohnhaft bei uns in 12345 Musterstadt, Musterdorf 1, möchte mit Ihrem Partner einen gemeinsamen Hausstand in Musterdorf gründen. Ein gleichwertiger und gleich geeigneter Wohnraum steht uns leider nicht zur Verfügung, weswegen die beiden auf Ihr angemietetes Haus angewiesen sind."

3. Gibt es sonst noch wichtige Punkte die wir beachten müssen?

Über eine schnelle Rückmeldung würden wir uns sehr freuen, damit wir die Kündigung noch diesen Monat über die Bühne bringen!

Vielen Dank schon im Voraus!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2019 10:42

Hallo Lima,

eine längere Kündigungsfrist zugunsten des Mieters ist zulässig, würde die Mietvertragsklausel allerdings auch die Kündigungsfrist für den Mieter verlängern, wäre die Klausel unwirksam, soweit sie zum Nachteil des Mieters ist. Sind demnach sechs Monate vereinbart, kann der Vermieter mit dieser Frist kündigen, der Mieter dagegen schon mit der gesetzlichen Dreimonatsfrist.

Hinsichtlich der konkreten Formulierung der Begründung im Detail können und dürfen wir keine Rechstberatung leisten. Grundsätzlich ist eine Eigenbedarfskündigung zugunsten der Tochter, die einen eigenen Hausstand gründen will, aber zulässig. Eventuell sollten Sie eine überschaubare Summe für einen Mietrechtsanwalt investieren, um eine wasserdichte Begründung zu formulieren - das ist immer noch besser, als wenn wegen einer mangelhaften begründung die Kündigung unwirksam wäre.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Papillon am 16.09.2019 15:19

Hallo, wie sieht´s aus wenn der Vermieter eine Gesellschaft öffentliches Rechtes ist (Kirche)? Kann dieser Vermieter ebenfalls wegen "Eigenbedarfs" kündigen, wenn er diese Wohnung anderweitig benötigt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.09.2019 09:13

Hallo Papillon,

der BGH hat entschieden, dass grundsätzlich auch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) eine Eigenbedarfskündigung zugunsten eines Gesellschafters aussprechen kann. Ob das auch auf die Kirche übertragbar ist, können wir allerdings nicht beurteilen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Alex am 15.09.2019 19:08

Hallo

Habe mir vor ein paar Tagen ein Wohnung angeschaut in 63065 Offenbach am Main die Wohnung möchte ich gerne kaufen mein frage ist die Wohnung ist aktuell vermietet der Mieter ist schon seit 10 Jahren in der Wohnung. Demm entsprechend zahlt er auch für 100 qm Wohnung nur 630 Miete kalt. Da ich aber die Wohnung für meine Familie brauche würde ich gerne kündigen, darf ich überhaupt wegen eingenbedarf kündigen, wenn ja wieviel fristen und Jahren muss ich rechnen. Wenn eine Kündigung bald nicht möglich wäre z.b wie 3 kann ich die Miete eventuell anpassen aktuell zahlt man bei uns um die 10 Euro pro Quartal Meter.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.09.2019 12:57

Hallo Alex,

ob eine Eigentumswohnung nach Erwerb wegen Eigenbedarfs gekündigt werden kann, hängt davon ab, ob eine Kündigungssperrfrist gilt. Das ist dann der Fall, wenn während der Mietzeit des Mieters ein Mehrfamilienhaus erst in Eigentumswohnungen (WEG) aufgeteilt wurde. War die Wohnung zum Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses mit dem Mieter bereits eine Eigentumswohnung, so gilt keine Kündigungssperrfrist. Dann ist eine Eigenbedarfskündigung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist möglich. Diese ist in § 573c BGB geregelt: "Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate."

Mieterhöhungen sind innerhalb des gesetzlich zulässigen möglich. § 558 BGB regelt hier: "...darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren, ... nicht um mehr als 20 vom Hundert erhöhen (Kappungsgrenze). Der Prozentsatz nach Satz 1 beträgt 15 vom Hundert, wenn die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen in einer Gemeinde oder einem Teil einer Gemeinde besonders gefährdet ist und diese Gebiete nach Satz 3 bestimmt sind." Das bedeutet, dass die Miete innerhalb eines Dreijahreszeitraums um maximal 20, bzw. 15 % steigen darf, und das auch nur bis zur Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Eva am 06.09.2019 09:24

Schönen guten Tag zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Es geht darum, dass das Haus wo ich seit neun Jahre mit Kind wohne, mit insgesamt 5 Wohnungen vor einem Monat komplett verkaufen worden ist. Der neue Eigentümer war auch schon da, hat sich vorgestellt und im Einzel Gespräch erläutert dass er 150€ monatlich mehr Miete haben möchte, (die Miete wurde im ganzen Haus vor einhalb Jahren schon erhöht) ansonsten würde er Eigenbedarfs kündigen und seine Eltern und Geschwister da einziehen würden. Darf er zwei Wohnung von 5 auf Eigenbedarf kündigen? In meine Augen ist es Erpressung, das ganze ist nur mündlich besprochen, es liegt noch kein Schreiben vor.

Vielen Dank.

Mfg

Eva

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Eva am 06.09.2019 09:27

Genau das gleiche hat er mit meinen Nachbarn auch gesprochen und angedroht. Daher die zwei Wohnung Eigenbedarf.


Immowelt-Redaktion am 06.09.2019 11:08

Hallo Eva,

solange noch keine schriftliche Kündigung vorliegt, können Sie zum jetzigen Zeitpunkt nichts weiter zu tun, als alle Gespräche, die Sie in dieser Angelegenheit mit dem neuen Vermieter führten, schriftlich und zeitnah zu dokumentieren um bei einem späteren Konflikt besser gerüstet zu sein.

Grundsätzlich gilt, dass Mieterhöhungen nicht unbegrenzt vorgenommen werden dürfen. Die Miete darf grundsätzlich nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden und auch dann, wenn sie darunter liegt, darf sie nicht unbegrenzt steigen. Laut § 558 BGB darf die Miete innerhalb eines Dreijahreszeitraums um höchstens 20 %, in ausgewiesenen Gebieten/Gemeinden mit Wohnungsknappheit gar nur um 15 % steigen. Darüber liegende Mieterhöhungen sind selbst dann unwirksam, wenn eine sehr niedrige Miete auf ein Niveau angehoben werden soll, das aufgrund der niedrigen Ausgangsmiete immer noch unter dem ortsüblichen Niveau liegt.

Hinsichtlich der mündlichen Aussagen des neuen Vermieters, die Sie schildern, könnte einiges für einen nur vorgeschobenen Eigenbedarf sprechen. Denn letztlich läuft die von Ihnen geschilderten Aussage ja darauf hinaus, dass der Vermieter nur dann einen Eigenbedarf für seine Verwandten hat, wenn einer Mieterhöhung nicht zugestimmt wird und dieser Eigenbedarf plotzlich nicht mehr vorliegt, wenn einer Mieterhöhung zugestimmt würde. Ohne eine schriftliche Kündigung des Vermieters ist all dies jedoch noch nicht spruchreif. Sollte es tatsächlich zu der Kündigung kommen, raten wir dazu, vor Ort einen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu konsultieren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Trude am 05.09.2019 14:19

Guten Tag,

mir wurde wegen Eigenbedarf gekündigt mit einer Frist von 6 Monaten. Wenn ich früher eine andere Wohnung finde, muss ich dann ebenfalls Kündigungsfristen einhalten, oder könnte ich auch sofort ausziehen?

Vielen Danke für Ihre Antwort,

Mit freundlichen Grüßen

Trude

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Immowelt-Redaktion am 06.09.2019 10:38

Hallo Trude,

Mieter und Vermieter müssen im deutschen Mietrecht unterscheidlich lange Kündigungsfristen einhalten. Für Vermieter gilt, dass die Kündigungsfrist umso länger ist, je länger der Mieter schon in der Wohnung lebt. Für Mieter gilt in Fällen eines normalen unbefristeten Mietvertrags allerdings immer eine Kündigungsfrsit von drei Monaten.

Will ein Mieter, dem wirksam wegen Eigenbedarf gekündigt wurde schon früher ausziehen, so hat er die Möglichkeit, selbst mit einer Dreimonatsfrist die Kündigung auszusprechen.

Es ist allerdings nicht möglich, dass der Mieter nach durch den Vermieter erfolgter Kündigung das Mietverhältnis umgehend einfach so beenden könnte, indem er auszieht.

Vielleicht hilft es in Ihrem konkreten Fall mit dem Vermieter zu sprechen, ob er Interesse hat, schon früher die Wohnung zurückzuerhalten.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Franzi am 04.09.2019 12:05

Hallo, ich plane eine Doppelhaushälfte zu kaufen. Diese ist allerdings gegenwärtig vermietet. Ich möchte die Immobilie jedoch selbst nutzen und aus meiner Mietwohnung ausziehen da ich beides, den Kauf und die Miete, finanziell nicht tragen kann. Kann ich die Mieter nach dem Kauf wegen Eigenbedarf kündigen obwohl ich vor dem Kauf wusste, dass das Objekt vermietet ist?

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Immowelt-Redaktion am 05.09.2019 08:47

Hallo Franzi,

wer eine vermietete Immobilie erwirbt kann i.d.R. wegen Eigenbedarfs kündigen, sofern er ein berechtigtes Interesse daran hat (Ausnahme: Es handelt sich um eine Wohnung in einem Haus, das während der Mietzeit des Mieters gemäß WEG aufgeteilt wurde; dann gilt eine Kündigungssperrfrist). Die Kündigung darf aber erst nach Übergang von Lasten und Nutzen (Grundbuch) erfolgen und muss formell korrekt und inhaltlich nachvollziehbar begründet sein. Der Mieter kann gegen die Eigenbedarfsküdnigung allerdings klagen. Erfolg dürfte er damit aber nur dann haben, wenn Härtegründe vorliegen oder die Eigenbedarfskündigung Fehler aufwies, bzw. nicht ausreichend begründet war; eine solche Mieterklage kann die Räumung der Immobilie zudem verzögern. Ob sich in Ihrer Situation der Eigenbedarf rechtssicher begründen lässt, können wir aus der Ferne ohne genaue Kenntnis aller Umstände allerdings nicht abschließend beurteilen; hier sollten Sie im Zweifel einen Fachmann vor Ort (Mietrechtsanwalt, Eigentümerverband) befragen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Gwenhwyfar am 04.09.2019 10:44

Guten Tag,

ich habe Eigenbedarf an einer Wohnung im Haus nebenan angemeldet, da wirmittlerweile 3(Klein-) Kinder haben und zusätzlich meine pflegebedürftige Mutter bei uns wohnt. Mein Schwager, seine Frau und sein Sohn wohnen in der Einliegerwohnung bei uns uns sollten in die besagte Wohnung nebenan ziehen, da meine Schwägerin auf die Kinder aufpasst und sich um meine Mutter kümmert, wenn ich arbeiten muss. Der Mieter stellt sich jedoch quer und will nicht ausziehen (wohlgemerkt unter Beachtung der gesetzlichen Voraussetzungen). Er würde sogar fremdenfeindlich, da mein Schwager und seine Fam. nicht deutsch sind. Wie ist hier die rechtliche Lage? Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.09.2019 08:16

Hallo Gwenhwyfar,

Immobilieeigentümer können Wohnungen, deren Eigentümer sie sind, i.d.R. für sich oder nahe Verwandte wegen Eigenbedarfs kündigen. Solche Eigenbedarfskündigungen müssen formell und inhaltlich aber korrekt sein, um wirksam zu sein. Wenn ein Mieter trotz zulässiger Eigenbedarfskündigung nicht auszieht, bleibt dem Vermieter in der Regel oft nur die Räumungsklage. Wir raten dazu, die Möglichkeiten mit einem Fachanwalt für Mietrecht oder einem Vermieterverein vor Ort zu klären.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Maria Gohl am 02.09.2019 12:06

Guten Tag, super Artikel!

Neuer Vermieter (seit 2 Monaten) schickte mir Eigenbedarfskündigung: Sein Sohn braucht eine Wohnung, weil er "irgendwann aber dennoch bald" heiratet. Meine Wohnung wäre gerade ideal groß. Das Haus hat 8 gleichgroße Wohneinheiten (jeweils 65 Quadratmeter) und die unter mir war mehrere Monate frei gewesen und wurde im August 2019 neuvermietet (also erst vor 4 Wochen).

Ist es vielleicht möglich, dass die Kündigung nicht ganz korrekt ist? Erstens unterscheidet sich meine Wohnung nicht von den Anderen und zweitens, der Vermieter hatte ja bis vor sehr kurzem eine andere geeignete und leere Wohnung.

Vielen Dank für Ihre Antwort und auch danke, dass es Sie gibt

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.09.2019 10:17

Hallo Maria Gohl,

wohnen Sie erst seit zwei Monaten in der Wohnung, oder handelt es sich um einen neuen Vermieter, weil der Eigentümer gewechselt hat?

Sollte ersteres der Fall sein, sollten Sie prüfen, ob zum Zeitpunkt der Vermietung bereits Eigenbedarf des Vermieters absehbar war, weil dann u.U. eine Eigenbedarfskündigung unwirksam sein könnte. Ob diesbezüglich Chancen bestehen, können wir aus der Ferne allerdings nicht beurteilen, dies müsste ggf. ein Fachanwalt vor Ort prüfen.

Sollten Sie allerdings schon länger in der Wohnung leben und es kam vor zwei Monaten zu einem Eigentümerwechsel, so hat der neue Vermieter grundsätzlich die Möglichkeit, wegen Eigenbedarfs zu kündigen (Ausnahme: Ein Mehrfamilienhaus wurde WEG-technisch aufgeteilt, dann gibt es u.U. eine Kündigungssperrfrist). Hat er mehrere Wohnungen, muss er auch nicht zwingend eine ganz bestimmte Wohnung aus seinem Bestand kündigen, sondern kann sich die Wohnung im Prinzip aussuchen. Voraussetzung ist freilich, dass die Kündigung formell und inhaltlich korrekt und begründet ist. Ob sich eine Unwirksamkeit ergeben könnte, weil unmittelbar vor Ausspruch der Eigenbedarfskündigung eine vergleichbare Wohnung frei war, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Dies müsste ein Fachmann (Anwalt, Mieterverein) vor Ort klären.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Maria Gohl am 03.09.2019 11:40

Danke für die ausführliche Antwort.

Ich wohne seit 20 Jahren in der Wohnung, der Vermieter ist neu. Ich habe gehofft, dass die momentane Präzedenzlage es skeptisch betrachtet, wenn Eigentümer freie Wohnung hat, diese vermietet und gleich danach Eigenbedarf zittiert.

Wissen Sie vielleicht, ob ein Vermieter zuerst freie Bestände ausschöpfen muss, bevor er kündigt? Besonders wenn er möglicherweise bereits weiß, dass er eine Wohnung für das eigene Kind benötigt.


Immowelt-Redaktion am 04.09.2019 10:03

Hallo Maria Gohl,

nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) hat der Vermieter unter bestimmten - engen! - Voraussetzungen eine Anbietepflicht einer Alternativwohnung. Eine solche ist dann gegeben, wenn die Alternativwohnung im Haus/in der Wohnanlage des Vermieters spätestens zum Ablauf der Kündigungsfrist frei wird (BGH, Az.: VIII ZR 311/02) und dabei vergleichbar mit der bisherigen Wohnung ist. Ein Verstoß gegen die Anbietepflicht führt nach neuerer Rechtsprechung des BGH nicht zur Unwirksamkeit der Eigenbedarfskünsigung, sondern kann Schadensersatzansprüche des Mieters auslösen (BGH; Az.: VIII ZR 232/15).

In Ihrem Ursprungspost schreiben Sie, der Vermieter habe den Eigenbedarf zugunsten seines Sohnes damit begründet, dass dieser "irgendwann aber dennoch bald" heiraten werde. Sollte das tatsächlich die einzige Begründung sein, könnte die Wirksamkeit der Eigenbedarfskündigung schon wegen einer mangelhaften Begründung in Frage stehen, da eine vage Heiratsabsicht ja noch keinen Eigenbedarf belegt. Sie sollten deshalb vor Ort die genauen Formulierungen im Kündigungsschreiben von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht prüfen lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Gabyluca19 am 30.08.2019 16:22

Ich heiße gaby und hätte eine Frage. Ich bin wegen Eigenbedarf gekündigt worden, bin ausgezogen und jetzt will der Vermieter das Haus verkaufen. Habe ich Schadenersatz zu bekommen. Da kein Eigenbedarf mehr vorliegt. LG gaby

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Immowelt-Redaktion am 02.09.2019 10:58

Hallo Gabyluca19,

sollte ein Eigenbedarf nur vorgeschoben gewesen sein, um eine entmietete Wohnung leichter verkaufen zu können, so kann der gekündigte Mieter Anspruch auf Schadensersatz haben. Ob dies bei Ihnen zutrifft, können wir aus der Ferne allerdings nicht beurteilen. Es kann nämlich durchaus auch sein, dass der Eigenbedarf, z.B. zugunsten eines nahen Verwandten im Zeitraum Ihrer Mietzeit bis zum Auszug tatsächlich bestand, dann aber weggefallen ist (z.B. weil die Oma, die die Wohnung beziehen sollte, verstorben ist). Die jetzige Verkaufsabsicht des ehemaligen Vermieters kann aber durchaus ein Anhaltspunkt für nur vorgeschobenen Eigenbedarf sein. Sie sollten mit Hilfe eines Fachanwalts für Mietrecht oder eines Mietervereins vor Ort genau prüfen, ob Ihnen ggf. Ansprüche zustehen, wir selbst können das aus der Ferne nicht abschließend beurteilen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Gabyluca19 am 30.08.2019 16:22

Ich heiße gaby und hätte eine Frage. Ich bin wegen Eigenbedarf gekündigt worden, bin ausgezogen und jetzt will der Vermieter das Haus verkaufen. Habe ich Schadenersatz zu bekommen. Da kein Eigenbedarf mehr vorliegt. LG gaby

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Enna am 29.08.2019 13:00

Guten Tag, ich benötige Informationen zu folgender Situation:

Meine Tochter und ihr Ehemann bewohnen seit einem Jahr ein Reihenendhaus. Insgesamt sind es drei Häuser. Von Anfang an sah es um das Haus immer sehr ungepflegt aus. Meine Tochter und ihr Mann haben ihre Pflichten immer erfüllt, die anderen Mieter aber nicht. Nun ist seid 3 Wochen der Terrassenzaun kaputt. Sie haben den Vermieter darauf hingewiesen. Dieser wollte sich am gleichen Abend darum kümmern. Meine Tochter und ihr Mann sind dann in Urlaub gefahren. Als sie wieder da waren, war der Zaun nicht repariert. Daraufhin haben sie wieder bei dem Vermieter angerufen. Dieser kam vorbei. Es kam zu einem Streitgespräch, in dem der Vermieter den beiden angedroht hat, dass er nur noch 3 Monate deren Vermieter sein wird... Zwei Tage später hatten die beiden die Kündigung wegen Eigenbedarf im Postkasten. Als Begründung hat der Vermieter geschrieben, dass sein Sohn mit seiner Freundin eine Familie gründen möchte und somit das Zimmer im Hause seiner Eltern zu klein ist!

Die Mieterin der mittleren Wohnung hatte zum 15.08. gekündigt, diese ist zum 01.09. wieder vermietet. Und in der 1. Wohnung sind zum 01.08 auch neue Mieter eingezogen. Also hätte der Sohn auch eine von den beiden Wohnungen nehmen können.

Ist der Vermieter im Recht? Sollte meine Tochter und mein Schwiegersohn sich einen Anwalt nehmen?

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

MfG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.08.2019 10:46

Hallo Enna,

leider können wir den Fall aus der Ferne nicht beurteilen, da hier mehrere Faktoren zusammenkommen. Sind zu einem Zeitpunkt alle Immobilien vermietet, so kann der Vermieter in der Regel frei wählen, welchem Mieter davon er kündigt. Wenn eine Wohnung aber frei ist und vergleichbar mit der ist, in der der Mieter wohnt, so muss der Vermieter diese Wohnung ihm in bestimmten Fällen bereits im Kündigungsschreiben als Alternativwohnung anbieten. Gleichzeitig muss der Vermieter dann erklären, warum ebendiese Wohnung für den Eigenbedarf nicht geeignet ist.

Eine Alternativwohnung liegt in der Regel aber nur dann vor, wenn die freiwerdende Wohnung im selben Haus oder derselben Wohnanlage des Vermieters liegt, sie bis zum Ablauf der Kündigungsfrist des gekündigten Mieters frei wird und vergleichbar mit der bisherigen Wohnung ist.

Wir würden Ihrer Tochter und Ihrem Schwiegersohn ebenfalls empfehlen, sich von einem Fachanwalt für Mietrecht oder einem Mieterverein beraten zu lassen.

Bitte verstehen Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Ihnen hier nur allgemeine Tipps geben können, um die Situation grob zu umreißen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

CU-8787 am 26.08.2019 19:26

Guten Abend,

ich würde mich freuen wenn Sie mir bei eine Frage aushelfen könnten.

Folgendes Szenario:

Eigentümer A besitzt an einem Mehrfamilienhaus 16,67 %. Dieser bewohnt mit seiner Freundin (keine Kinder) eine Kellerwohnung in diesem Haus. Diese Kellerwohnung gehört zu einer anderen Wohnung im Haus. Nun äußert Eigentümer A den Wunsch in die größte Wohnung des Hauses einziehen zu können. Diese Wohnung besitzt u.a. ein Zimmer welches als Kinderzimmer genutzt werden könnte. In dieser Wohnung wohnt die Mietpartei B (Ehepaar). Die Mietpartei B wohnt seit über 10 Jahren in dieser Wohnung. Dieser soll nun wegen Eigenbedarf gekündigt werden. Alle übrigen Eigentümer würden - bei klarer Rechtslage - einer Kündigung zustimmen.

Hierzu hätte ich folgenden Fragen:

Ist eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ohne Weiteres und ohne Begründung möglich? Falls nein, was wäre eine ausreichende Begründung? Sollte der Mieter B sich für eine Anfechtung der Kündigung entscheiden, mit welcher Prozessdauer wäre in etwa zu rechnen?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

MfG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.08.2019 09:44

Hallo CU-8787,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider schreiben Sie nicht, ob Eigentümer A Sondereigentümer einer WEG mit 1667/10.000stel Miteigentumsanteilen ist, oder ob er gemeinsam mit anderen Eigentümern Miteigentümer eines nicht nach WEG aufgeteilten Objektes ist. In ersterem Fall wäre er nur Eigentümer der Kellereinheit und könnte auch nur für diese Einheit, sofern vermietet, eine Kündigung aussprechen. Sofern er aber gemeinsam mit weiteren Eigentümern Eigentümer des gesamten Objekts ist, wäre eine Eigenbedarfskündigung einer anderen Einheit im Haus, die den Begründungsanforderungen gerecht wird, grundsätzlich möglich. Auf die Frage, wie lange eine Mietpartei bereits Mieter ist, käme es in diesem Fall nicht an.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Xena am 25.08.2019 12:57

Ich habe über 9 Jahre in einer Eigentumswohnung gewohnt, meine Damalige Vermieterin Kündigt mir 9 Monat und meldete Eigenbedarf an unddas Gericht gab mir 5 Monate Zeit bevor es zu zwangsraumung geht.Ich zog in 3 Monate aus, dan wurde diese nach 5 Monaten Verkauft und meine Kaution habe ich auch nicht nach 6 Monaten erhalten. Das seit Februar 2018.Glg Xena

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.08.2019 10:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sollten Sie den Verdacht haben, dass es sich hier um eine rechtsmissbräuchliche Eigenbedarfskündigung gehandelt hat, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als rechtlich gegen Ihre ehemalige Vermieterin vorzugehen. Hierzu können wir Ihnen leider nur die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

anton am 20.08.2019 13:45

Hallo Immowelt Redaktion,

meine Mieter sind erst seit sechs Monaten in der Wohnung, haben in zwei Monaten zu spät gezahlt, die letzte Miete bisher gar nicht (seit drei Wochen fällig). Ausserdem habe ich bereits mehrere Beschwerden der anderen Eigentümer/Mieter u. a. wegen Lärmbelästigung erhalten. Nun habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt, da meine Tochter überraschend schwanger geworden ist und die bisherige 1-ZW für sie, das Kind und ihren Lebensgefährten definitiv zu klein ist. Wenn die nächste Miete wieder nicht gezahlt wird, habe ich auch einen Grund zur fristlosen Kündigung. Wie muss ich die fristlose Küdnigung fromulieren, damit die Eigenbedarfskündigung bestehen bleibt, selbst wenn die Mietzahlung nachträglich erfolgt? Vielen Dank bereits im Voraus für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.08.2019 09:06

Hallo Anton,

Kündigungen wegen Eigenbedarfs und solche wegen schwerwiegender Pflichtverletzungen sind zwei unterschiedliche Dinge, die nicht miteinander vermengt werden sollten. Liegt ein gesetzlicher Grund zur außeroderntlkichen fristlosen (§ 543 BGB), hilfsweise fristgerechten (§ 573 BGB) Kündigung vor, kann der Vermieter unabhängig von einem etwaigen Eigenbedarf kündigen, wobei zumindest die fristlose Kündigung durch Zahlung des Betrags durch den Mieter geheilt werden kann, eine gleichzeitig hilfsweise ausgesprochene ordentliche fristgerechte Kündigung jedoch bestehen bleiben kann (BGH; Az.: VIII ZR 231/17). Ob in Ihrem Fall die kommende Miete gezahlt wird oder nicht, ist allerdings zum derzeitigen Zeitpunkt Spekulation, denn würde der Mieter die kommende Miete zahlen, wäre noch kein gesetzlicher Kündigungsgrund ausgelöst, außer, man interpretierte den allgemein gehaltenen § § 573 (2) Satz 1 wegen der vorherigen Verspätungen schon so (was sich hier aber einer Beurteilung aus der Ferne entzieht), dass ein Kündigungsgrund bereits deshalb gegeben ist, weil der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat.

Sofern jeweils die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, dürften beide Kündigungen (Eigenbedarf, Pflichtverletzung) AUssicht auf Erfolg haben. Welche Alternative in Ihrem konkreten Fall ratsam erscheint, oder ob gar beide Kündigungen ausgesprochen werden sollten, vermmögen wir hier aus der Ferne allerdings nicht zu beurteilen. Wir raten, vor Ort einen Eigentümerverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu kontaktieren, um eine optimale Vorgehensweise zu besprechen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Mari am 20.08.2019 10:08

Hallo, ich weiß nicht ob es hier schon in irgendeiner Form angesprochen wurde.

Also wir vermieten seit ein paar Jahren und sind noch unerfahren was Vermietung betrifft.

Nun frag ich sie hier mal...

wenn ich z.b meine Mieter die erst 1 Jahr bei uns leben, wegen Eigenbedarf kündigen möchte, weil meine Schwester auf Grund ihrer Scheidung in diese Wohnung einziehen will. Dann ist sie in der Wohnung und findet doch schnellstmöglich einen neuen Lebenspartner oder eine bessere Wohnung ect. und zieht schon nach 3-4 Monaten aus.

Gibt es da eine Regelung zu, wie lange ein Angehöriger bleiben darf/sollte

oder abwann kann der ,,Exmieter" der vor meiner Schwester in der Wohnung lebte, mir nichts mehr anhängen? Man kann seine Angehörige ja nicht zwingen lange in der Wohnung leben zu lassen.

Dankeschön im Voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.08.2019 10:35

Hallo Mari,

es gibt keine gesetzlich festgelegten Fristen, nach wie langer Mietzeit einem Mieter wegen Eigenbedarf gekündigt werden kann, bzw. wie lange die Person, für die wegen Eigenbedarf gekündigt wurde, in der Wohnung verbleiben muss. Es wird in solchen Fällen wohl eher individuell geprüft werden, ob eine Eigenbedarfskündigung rechtsmissbräuchlich oder nur vorgetäuscht war. Grundsätzlich kann eine Eigenbedarfskündigung auch dann wirksam sein, wenn zum Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses mit dem Mieter noch kein Eigenbedarf vorlag, dieser aber schon nach relativ kurzer Zeit dann doch vorliegt. Rechtsmissbräuchlich wäre es hingegen, wenn zum Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses dem Vermieter der bevorstehende Eigenbedarf schon bekannt ist, dies dem Mieter aber nicht mitgeteilt wird. Auch muss es nicht zwingend bedenklich sein, wenn sich die Lebensumstände des Verwandten, für den gekündigt wurde, nach relativ kurzer Zeit wieder ändern (sofern dies nicht absehbar war), so dass dieser wieder auszieht.

Bei relativ kurzen Mietzeiträumen dürfte eine Eigenbedarfskündigung aber sicher Argwohn beim betroffenen Mieter auslösen, so dass besondere Sorgfalt bei der Begründung des Eigenbedarfs empfehlenswert ist. Wir raten daher, bei der konkreten Umsetzung der Eigenbedarfskündigung die Hilfe eines Eigentümervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht vor Ort in Anspruch zu nehmen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Elisabeth am 14.08.2019 08:42

Hallo Immowelt,

ich möchte die Erdgeschoss-Wohnung in meinem Haus vermieten, die später (5-6 Jahre) evtl. wegen Eigenbedarf an meine Schwester übergehen soll. Wie genau muss ich meinen aktuellen Miet-Interessenten darauf hinweisen? Gibt es eine Klausel die ich unbedingt im Mietvertrag angeben muss? Der Mieter weiß nach mündlicher Absprache Bescheid, trotzdem soll es später keine Probleme geben. Vielen Dank im Voraus! :)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.08.2019 13:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich gilt, dass Ihr Vorhaben im Mietvertrag genannt werden sollte und ausdrücklich darauf hingewiesen werden sollte, dass der Mieter davon Kenntnis hat. Zusätzlich können Vermieter noch einmal schriftlich dokumentieren, dass und wie genau der Mieter bei Vertragsabschluss über die Absichten, den Mietvertrag zu einem späteren Zeitpunkt zu kündigen, informiert worden ist. Es ist auch möglich, dies den Mieter durch Unterschrift bestätigen zu lassen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir Ihnen keine Formklausel zur Verfügung stellen können, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Joe Wulle am 13.08.2019 18:36

Hallo Immowelt Team!

Meine Mutter ist Vermieterin einer Wohnung.

Meine Frau hat sich von mir getrennt, wir sind aber noch nicht geschieden. Würde meine Frau in diesem Fall zu Angehörigen zählen um für Eigenbedarf zu kündigen?

Vielen Dank im Vorfeld!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.08.2019 11:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Frage lässt sich leider nicht ganz eindeutig beantworten, weil Gerichte im Streitfall prüfen, ob ein persönliches Naheverhältnis vorliegt, in diesem Fall zwischen Ihrer Mutter und Ihrer Frau. Ist das der Fall, wird eine Eigenbedarfskündigung in der Regel bejaht. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Max Paul am 09.08.2019 09:05

Hallo liebe Immowelt - Team,

Ich vermiete seit einem Jahr eine 3 Zimmer Wohnung, an eine Familie , 2 Erwachsene und 3 Kinder. Möchte aber meine Eltern ( die zur Zeit in einem anderen Stadt wohnen) zu uns holen. Und natürlich biete sich die Wohnung dazu sehr gut an, da es nah dran liegt. Die Familie die jetzt da wohnt ist mit migrations Hintergrund und bezieht Hartz 4 , die Eltern auch ( vielleicht spielt es eine Rolle?). Hätte ich die Möglichkeit in dem Fall überhaupt einen Eigenbedarf anzumelden?

Würde mich über Ihre Antwort sehr freuen.

Vielen Dank im Voraus,

Mit freundlichen Grüßen,

Max

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.08.2019 11:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Möglichkeit zu einer Kündigung aufgrund von Eigenbedarf besteht prinzipiell auch in diesem Fall. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir im Voraus nicht beurteilen können, ob die jetzigen Mieter unter Umständen einen Härtefall geltend machen und so versuchen, der Kündigung zu widersprechen. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Basti am 08.08.2019 17:49

Hallo,

ich bin Hausbesitzer mit insgesamt 3 Parteien.

Dachgeschoß Ex Schwager mit Familie

Patere Ex Partnerin (nicht verheiratet) mit gemeinsamen Kind 7 Kommt in die Schule und Kind aus vorangegangener Beziehung 14

Kellerwohnung neutrale Mieter

Ich wohne seit 10 Monaten in einer Ferienwohnung und möchte wieder in mein Haus zurück und natürlich in die wohnung von meiner Ex Partnerin.

Auf dem Grundstück befindet sich auch meine Werkstatt die ich als Selbstständiger nutze und immer Hin und Her fahren muss. Keine Sanitären einrichtungen da diese immer von der Wohnung genutzt wurden.

Mietvertrag wurde vor einigen jahren unter anderen Vorraussetzungen unterzeichnet. m² stimmt nicht dadurch auch die Miete nicht sowie die Nebenkosten nicht.

Option zum Haus verkauf ?

Wie sind meine möglichkeiten um den eigenbedarf zu begründen und zum erfolg zu bringen ohne das es für die Kinder ein extrem wird.

mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.08.2019 11:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte haben Sie Verständnis, dass wir vorab nicht einschätzen können, wie die Chancen für eine erfolgreiche Eigenbedarfskündigung stehen, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Generell ist eine Eigenbedarfskündigung aber auch in einem Fall wie den von Ihnen geschilderten möglich. Sollte es allerdings zu Streitigkeiten kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ralle am 08.08.2019 12:59

Hallo,

mein Vermieter Verkauft seinen Hof auf dem ich in eine Wohnung zur Miete bewohne. Kann der neue Eigentümer mir direkt eine Eigenbedarfskündigung aussprechen oder wäre das ein Sonderfall wo aus einer Mietswohnung eine Eigentumswohnung wird? Grundsätzlich gehört dem jetzigen Vermieter die Wohnung ja auch schon.

MfG

Ralf

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.08.2019 14:05

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Kündigungssperrfrist gibt es dann, wann das ein Miethaus während der Mietdauer eines Mieters nach Wohnungseigentumsgesetz (WEG) aufgeteilt wird. Wenn ein Haus als Ganzes verkauft wird, gibt es diese Sperrfrist nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elise am 07.08.2019 13:37

Guten Tag,

Danke fuer den tollen Artikel,

kann ich dem Mieter kuendigen auf Grund dessen, dass ich mein Haus verkaufen moechte?

Teilweise habe ich das Haus als Zweitwohnung benutzt. Teilweise habe ich es vermietet. An diesen Mieter schon 20 Jahre (Im Mietvertrag ist vereinbart worden, dass das Mietverhaeltnis ein Jahr dauert und wenn es nicht gekuendigt ist, es sich jaehrlich verlaengert). Die Miete habe ich nie erhoeht. Mittlerweile ist die Miete lachhaft niedrig geworden. Mit ein Grund dafuer war, dass der Mieter mir oft gesagt hat, dass er, sobald ich ihn darum bitte, sofort eine andere Wonung suchen wuerde. Jetzt will er davon nichts mehr wissen und kann selbstverstaendlich keine Wohnung finden mit einer aehnlichen Miete.

Aus Gesundsheitsgruenden, ich bin schon sehr alt und nicht mehr mobil, moechte ich mein Haus verkaufen. Mir ist empfohlen worden, das Haus nicht teilweise vermietet zu verkaufen.

Vielen Dank und mit freundlichen Gruessen, Elise.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.08.2019 14:07

Guten Tag Elise und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der geplante Verkauf des Hauses ist kein zulässiger Kündigungsgrund. Klauseln, wonach das Mietverhältnis ein Jahr dauert und sich jährlich verlängert, sind darüber hinaus heute unwirksam, es handelt sich also um ein ganz normales, unbefristetes Mietverhältnis.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Cathe am 06.08.2019 22:47

Guten Tag,

ich möchte eine vermietete Wohnung kaufen. Der Mieter wohnt seit 5 Jahre drin, ca. 45-50 Jahre Alt, männlich und Arbeitet als Prof an einer Universität. Die Wohnung ist bereits Eigentumswohnung als die vermietet war.

Ich bin frisch geschieden, hat meine Eigentumswohnungsanteil an meinem Ehemann verkauft. Ich suche eine neue Wohnung – Eigenbedarf – für mich selbst. Ich bin berufstätig, besitze 2 Wohnungen(vermietet, 10 Jahre Sperrfrist für Kündigung).

Aus Ihrer Sicht ist hier eine Kündigung wegen Eigenbedarf möglich?

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Immowelt-Redaktion am 07.08.2019 10:22

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte haben Sie Verständnis, dass wir vor einer Eigenbedarfskündigung nicht abschätzen können, ob diese auch erfolgreich ist, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Grundsätzlich ist aber in einem Fall wie dem von Ihnen geschilderten eine Eigenbedarfskündigung möglich, sofern der Mieter keine besonderen Härtegründe vorbringt. Wenn der Mieter schon fünf Jahre in der Wohnung wohnt, verlängert sich die Kündigungsfrist allerdings und liegt dann bei sechs Monaten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tanja am 02.08.2019 22:30

Toller Artikel!

Ich beabsichtige eine Whg. zu kaufen, um dann selber einzuziehen. Muss der Mieter - nach Erhalt der begruendeten Kuenidigung - auch ausziehen, obwohl er noch keine andere Whg. gefunden hat. Ich wuerde nur ungern eine Hg. kaufen und dann habe ich das Problem, dass der Mieter nicht auszieht. Wie lange kann sich so etwas hinziehen?

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Immowelt-Redaktion am 05.08.2019 10:07

Hallo Tanja,

wenn eine Eigenbedarfskündigung wirksam ist und keine Härtegründe vorliegen, muss der Mieter auch ausziehen. Zieht er nicht aus, muss der Vermieter eine Räumungsklage einreichen. Wie lang sich dieses Verfahren zieht, lässt sich allgemeingültig nicht sagen, weil das im Wesentlichen von der Auslastung des zuständigen Amtsgerichts abhängig ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elisabeth am 02.08.2019 15:49

Hallo

Ich habe auch eine Frage, mein Papa ist Eigentümer die Mieter haben selbst gekündigt weil sie was größeres haben, mein Mann meine Tochter ( 10jahre) und ich würden gerne von unserer Wohnung in die Wohnung nebenan einen Durchbruch machen. Wäre es Sinngemäß diese Wohnungen als Eigenbedarf anzumelden darf mein Papa dann noch Miete von uns verlangen? Falls ja wieviel?

Sollten wir irgendwann ausziehen, kann er die Wohnungen wieder vermieten?

Vielen Dank für Eure kurze Info

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Hanswurst am 04.08.2019 08:32

Ist der Vater Eigentümer beider Wohnungen?


Elisabeth am 04.08.2019 09:52

Ja er ist Eigentümer beider Wohnungen


Immowelt-Redaktion am 05.08.2019 09:43

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

auch in einem solchen Fall ist eine Eigenbedarfskündigung möglich, wenn tatsächlich Eigenbedarf besteht. Wie hoch die Miete sein darf, ist gesetzlich lediglich in Gebieten mit Mietpreisbremse gedeckelt. In diesen Gebieten darf die Miete bei Neuvermietung maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, die sich in der Regel aus den örtlichen Mietspiegeln ergibt. Nach Ihrem Auszug darf Ihr Vater die Wohnung erneut vermieten.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Marc am 01.08.2019 11:46

Hallo,

zuerst einmal danke für den informativen Artikel.

Unsere aktuelle Situation ist wie folgt:

Wir wohnen zu 3 (Mann 29, Frau 29 - im 5 Monat schwanger, Kind 7 Jahre) und einem Hund in einer 3-4 Zimmerwohnung (2x Schlafzimmer, kleines Esszimmer, Wohnzimmer, Bad und Küche).

Ich plane ein vermietetes 5-Zimmer Reihenendhaus zu kaufen und Eigenbedarf geltend zu machen, um unsere Wohnsituation zu verbessern, bzw. der sich ändernden Familiengröße anzupassen.

Der aktuelle Mieter ist über den Hausverkauf informiert, da die Besichtigung bereits stattgefunden hat und sucht bereits nach einer anderen Wohnung.

Wie sehen Ihrer Meinung nach die Chancen aus, eine Eigenbedarfskündigung (nach der Eintragung ins Grundbuch) ohne(oder ggf. auch mit) Einspruch/Klageverfahren erfolgreich anzumelden und durchzuführen?

Vielen Dank und viele Grüße

Marc

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.08.2019 12:02

Hallo Marc und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte haben Sie Verständnis, dass wir die Chancen auf die Durchsetzung einer Eigenbedarfskündigung aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wenn bei dem aktuellen Mieter jedoch kein Härtefall vorliegt, hat er in der Regel keinen Grund, einer wirksamen Eigenbedarfskündigung zu widersprechen. Auch scheint er ja bereit sein, selbige zu akzeptieren, nachdem er, wie Sie schreiben, bereits nach einer Wohnung sucht. Ob ein Mieter einer Eigenbedarfskündigung dennoch auch ohne Grund widerspricht, um das Prozedere in die Länge zu ziehen, lässt sich vorab leider nie absehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rolf am 30.07.2019 13:09

Hallo, ich verkaufe unser Haus. Dort wohnt eine Mieterin seit Mitte 2016. Der Käufer - Grossfamilie benötigt alle 3 Wohnungen und will auf Eigenbedarf kündigen.

Verkauf des Haus durch mich und Eigenbedarf des neuen Besitzer. Wie stehen die Chancen, das die Mieterin auch ausziehen muss falls es zum Widerspruch kommt ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.07.2019 13:51

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich vorab nicht sagen. Wenn keine besonderen Härtegründe vorliegen, die Mieterin also beispielsweise nicht schwer krank ist, lässt sich eine Eigenbedarfskündigung aber in den meisten Fällen durchsetzen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mike am 30.07.2019 09:24

Hallo, Ihr Beitrag ist echt klasse! Ich habe eine Frage: Wenn man Eigenbedarf hat (ehemalige Mieterin ist ausgezogen wegen Eigenbedarf! Kind der Eigentümerin wohnt nun dort), wielange muss das Kind In der Wohnung wohnen bevor es wieder auszieht und man neu vermieten kann?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.07.2019 09:46

Hallo Mike,

vielen Dank für Ihren Kommentar und das Lob, das lesen wir natürlich gerne. Zu Ihrer Frage: Hier gibt es keine feste gesetzliche Regelung. Wenn das Kind der Vermieterin kurze Zeit nach der Eigenbedarfskündigung aus der selbst genutzten Wohnung wieder auszieht, kann das ein Indiz für eine rechtsmissbräuchliche Eigenbedarfskündigung sein, es muss aber auch nicht. Beispielsweise würde ein Gericht eine Eigenbedarfskündigung wohl dann nicht als rechtsmissbräuchlich einstufen, wenn sich bestimmte Umstände, die den erneuten Auszug des Kindes der Vermieterin begründen, erst nach dem Einzug in die Wohnung ergeben haben.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

juergenab am 29.07.2019 23:00

wir haben heute 29.07.2019 eine schriftliche kündigung erhalten wegen eigenbedarf, begründung vom vermieter die mutter leidet unter altersdemenz ist 93 jahre alt, vermieter, seine frau u sohn wohnen in einem 3 generationen haus gerade von dem miethaus wo wir noch wohnen einen steinwurf entfernt, die mutter hat wohnrecht (leibgeding) für das haus wo wir zur miete wohnen, 3 wohnungen drin u wir wohnen im erdgeschoss, wo die mutter einziehen soll weil erdgeschoss, rollstuhl rollator gerecht wäre (wenn man tausende von euro investiert ja) und er laut seiner aussage mit seiner mutter im 1. stock zusammen mit dem sohn wohnt. wir aber beim mietvertrag unterschreiben gesehen haben das er (vermieter) mit seiner frau im erdgeschoss, seine mutter 1. stock u sohn unterm dach 3. stock wohnt. jetzt meine eigentliche frage:

er gab uns einen zettel "Bestätigung ihrer Kündigung für die wohnung ....! sehr geehrter Herr (Vermieter) hiermit bestätige ich den eingang ihrer kündigung wegen eigenbedarf vom 29 Juli 2019 und hinweis zur wohnungsübergabe. mit freundlichem gruß .... (mein name) u das gleiche bekam auch meine lebensgefährtin weil wir ja beide im mietvertrag stehen. muss ich das jetzt unterschreiben u ihm zurück geben? weil er (ohne zeugen) sagte zu uns zwischen tür u angel er möchte es bitte bis übermorgen unterschrieben zurück haben (31.07.19) aber im schreiben selber steht drin 31. august 2019 wortwörtlich steht da "Eine Bestätigung ihrerseits von unserer kündigung liegt bei und bitte sie diese bis zum 31. august 2019 an mich zurückzugeben." wann ist jetzt die frist mit der unterschrift? er schreibt auch absätze von § 545 BGB und § 546a BGB rein. was sollen wir jetzt bitte machen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.07.2019 10:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell sind Sie als Mieter gar nicht verpflichtet, eine Eigenbedarfskündigung in irgendeiner Weise zu bestätigen. Es kommt einzig und allein darauf an, ob die Kündigung in Ihrer Form wirksam ist oder nicht. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und das aus der Ferne abschließend daher nicht bewerten können. Wir würden Ihnen daher empfehlen, das Kündigungsschreiben von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt rechtlich prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hauke am 27.07.2019 16:06

Darf mein partenonkel seinen Mieter wegen Eigenbedarf aus seiner Wohnung kündigen. Das ich da ein ziehen kann?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.07.2019 09:58

Hallo Hauke,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Patenonkel besteht, stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Eigenbedarfskündigung eher schlecht. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

DEVI am 25.07.2019 13:34

Hallo,

Wir sind ein Junges Paar, frisch Verheiratet, meine Frau ist gerade Schwanger geworden. Wir wohnen seit dem 1.8.2014 in der Wohnung. Meine Vermieterin hat uns am 22.7.2019 die Kündigung wegen Eigenbedarf geschickt. ist unsere Frist nun Drei oder Sechs Monate?

Wir sind ein wenig verzweifelt und sind für jede Hilfe Dankbar

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.07.2019 14:01

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der hier maßgebliche § 573c wird in der Regel so interpretiert, dass der Zeitpunkt der Kündigung entscheidend ist. In dem von Ihnen beschriebenen Fall würde die Kündigungsfrist dann drei Monate betragen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir Einzelfälle aus der Ferne nicht abschließend bewerten können, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

sissigifto am 22.07.2019 13:42

Hallo ,kann mein Vermieter mir kündigen wegen Eigenbedarf für seine noch minderjährigen Söhne ,16 und 14 Jahre alt ? Im gleichen Haus wohnt noch ein junges Paar seit 3 Jahren ,der Vermieter und ich seit 7 Jahren .Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.07.2019 13:58

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das ist unter Umständen möglich, ja. So hat beispielsweise das Landgericht Berlin im Jahr 2013 auch die Eigenbedarfskündigung für Kinder im Alter von elf beziehungsweise 13 Jahren bejaht (Az.: 63 S 530/12). Es kommt aber natürlich auch immer auf die Umstände des Einzelfalls an, weshalb wir Ihren Fall aus der Ferne nicht abschließend bewerten können. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ingrid am 20.07.2019 21:38

wie lange der vermieter in der wohnung wohnen muss, wenn er um seinen eigenen bedarf bittet? danke schön

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.07.2019 09:42

Hallo Ingrid,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Hier gibt es keine feste gesetzliche Regelung. Wenn der Vermieter kurze Zeit nach der Eigenbedarfskündigung aus der selbst genutzten Wohnung wieder auszieht, kann das ein Indiz für eine rechtsmissbräuchliche Eigenbedarfskündigung sein, es muss aber auch nicht. Beispielsweise würde ein Gericht eine Eigenbedarfskündigung wohl dann nicht als rechtsmissbräuchlich einstufen, wenn sich bestimmte Umstände, die den erneuten Auszug des Vermieters begründen, erst nach dem Einzug in die Wohnung ergeben haben.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Torsten am 17.07.2019 13:44

Unser Vermieter plant Eigenbedarf für seine Tochter anzumelden, obwohl die Tochter im elterlichen Haus eine abgeschlossene Wohnung von 90 qm bewohnt und allein stehend ist und keine Kinder hat. Wir haben die Wohnung vor zweieinhalb Jahren gemietet und uns wurde ( leider nur mündlich) ein dauerhaftes Mietverhältnis erklärt. Darauf hin haben wir auch finanziell sehr viel investiert. Ist das vom Vermieter einfach so zu machen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.07.2019 15:14

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist nur möglich, wenn auch tatsächlich Eigenbedarf besteht. Aus diesem Grund muss der Vermieter den Eigenbedarf auch gut begründen. Ob die Begründung im vorliegenden Fall einer richterlichen Überprüfung standhalten würde, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir raten daher dazu, das Kündigungsschreiben (wenn es denn eingetroffen ist) von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt rechtlich prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Muschalla am 10.07.2019 10:57

Hallo

Uns wurde die Wohnung nach 22 Jahren wegen Eigenbedarf gekündigt wie lange ist denn die Kündigungsfrist das wir raus müssen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.07.2019 11:03

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

besteht ein Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, muss der Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen. Weitere Informationen zum Thema Eigenbedarfskündigung und Tipps, wie sich Mieter dagegen wehren können, finden Sie in unserem Artikel unter folgender Adresse: https://ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Mit freundlichen Grüßen
die Immowelt-Redaktion

E. Ilkaz am 10.07.2019 10:07

Hallo,

stimmt das, dass ich nur auf Eigenbedarf kündigen kann, wenn ich als Eigentümerin im Grundbuch stehe?

Herzlichen Dank für die Antwort.

Viele Grüße

auf Kommentar antworten

E. Ilkaz am 10.07.2019 11:06

Liebe Immowelt-Redaktion,

ich habe die Wohnung neu erworben, aber der Prozess des Grunbucheintrages läuft noch. Das heißt, ich bin noch nicht als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen. Der Mieter war schon drin, bevor ich die Wohnung gekauft habe. Ab dem 15.08. verlängert sich die Kündigungsfrist auf 6 Monate, da er dann länger als 5 Jahre die Wohnung bewohnt. Ich möchte auf Eigenbedarf kündigen, allerdings dauert der Prozess des Grundbucheintrages länger als gedacht und die Kündigung müsste den Mieter spätestens am 03. August erreichen, um die Verlängerung auf 6 Monate zu verhindern. Nun meine Frage: Ist die Kündigung tatsächlich nicht rechtlich wirksam, wenn ich sie rausschicke, bevor ich im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen bin? Welche Möglichkeiten bestehen hier?

Herzlichen Dank für die Antwort.

Herzliche Grüße

E.Ilkaz


Immowelt-Redaktion am 10.07.2019 11:13

Vielen Dank, jetzt haben wir die Situation verstanden. Tatsächlich ist der Käufer einer vermieteten Immobilie, wenn Sie noch nicht ins Grundbuch eingetragen wurden, auch noch nicht in das Mietverhältnis eingetreten. Aus diesem Grund ist bis zur Eintragung ins Grundbuch auch keine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf möglich, auch wenn das in Ihrem Fall heißt, dass sich dann die Kündigungsfrist verlängert.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


E. Ilkaz am 10.07.2019 11:23

Vielen herzlichen Dank für die schnelle Hilfe!

Sonnige Grüße


Immowelt-Redaktion am 10.07.2019 10:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in welcher Beziehung stehen Sie denn zur vermieteten Immobilie? In der Regel können Immobilien ja nur von denjenigen vermietet werden, denen sie auch gehören.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

JSiebel am 08.07.2019 16:33

Hallo,

ich wurde wegen Eigenbedarf gekündigt und bin nach Absprache auch vorzeitig aus der Wohnung, da ich die neue Wohnung schnell beziehen konnte. Wie sieht das mit der Miete für die alte Wohnung aus: muss ich den kompletten Monat Miete zahlen, obwohl ich zum 20. raus bin?

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.07.2019 08:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das ist Vereinbarungssache. Mieter sind aber nicht automatisch von der Pflicht zur Zahlung der Miete befreit, wenn Sie den Schlüssel freiwillig vor Ende des Mietverhältnisses zurückgeben.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chrissy am 01.07.2019 12:04

Hallo,

Wie ist es wenn wir einen Vertag über 10 Jahre haben als Mieter.

Kann uns trotzdem wegen Eigenbedarf gekündigt werden?

Gruss

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.07.2019 13:54

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wie lautet zu den genannten zehn Jahren denn die entsprechende Formulierung im Mietvertrag?

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Chrissy am 01.07.2019 19:55

Es gibt noch keinen, wie sollte die formulier sein?

Gruß und danke


Immowelt-Redaktion am 02.07.2019 09:12

Das kommt darauf an, was Sie genau vereinbaren wollen. Ein befristeter Mietvertrag über zehn Jahre könnte nur abgeschlossen werden, wenn es einen Befristungsgrund gibt. Wäre ein solcher Vertrag wirksam abgeschlossen, wäre eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf innerhalb dieser Zehnjahresfrist nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

michael am 29.06.2019 22:34

Liebes Immoteam,

ich möchte eine Wohnung im Rahmen der Zwangsversteigerung kaufen. Die Wohnung ist derzeit an eine alleinstehende Dame (ca. 60 Jahre alt) vermietet. Die Dame ist seit Jahrzehnten arbeitslos und bezieht Sozialhilfe. Darüberhinaus hat sie Diabetes Typ2. Sie wohnt in der Wohnung seit 2 Jahren.

Ich benötige die Wohnung tatsächlich wegen Eigenbedarf. Welche Schwierigkeiten könnten auf mich zukommen, falls die Dame es verneint auszuziehen?

Was muss ich insbesondere in diesem Fall beachten?

Vielen Dank im Voraus!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.07.2019 13:11

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Mieterin könnte einen Härtefall geltend machen und erklären, dass ein Umzug für sie unzumutbar ist. Ob Sie damit im Streitfall vor Gericht Erfolg hätte, ist aber zweifelhaft. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte die Mieterin tatsächlich nicht ausziehen wollen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kristina am 28.06.2019 11:23

Liebe Immowelt-Redaktion,

wir würden gerne ein Reihenmittelhaus kaufen welches zur Zeit von einem Makler angeboten wird. Dort steht jedoch dass die aktuellen Bewohner das Haus gerne weiter zur Miete bewohnen würden. Wir sind Privatpersonen und keine Vermieter, haben also keine weiteren Immobilien und würden das Haus nur zu dem Zweck kaufen wollen um es selbst zu nutzen da wir planen Nachwuchs zu bekommen und uns dann vergrößern möchten.

Die Bewohner könnten also noch eine begrenzte Frist dort wohnen bleiben, aber spätestens wenn der Nachwuchs unterwegs ist, müssten wir Ihnen mit der jeweils gültigen Frist wegen Eigenbedarf kündigen.

Wie sieht das nun aus was wir im Vorfeld alles erledigen / prüfen / angeben müssten damit so eine Kündigung dann auch wirksam wird und nicht wiederrufen werden kann?

Müssen wir bei Kauf direkt sagen dass wir Eigenbedarf anmelden werden oder eben genau das besser nicht?

Gruß,

Kristina

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.06.2019 11:44

Hallo Kristina,

dass später Eigenbedarf bestehen wird, müssten Sie immer dann angeben, wenn Sie die Immobilie neu vermieten. Kaufen Sie aber eine bereits vermietete Immobilie, müssen Sie nicht zwingend angeben, dass später Eigenbedarf besteht, können es aber natürlich schlichtweg machen, um den Mietern entgegenzukommen. Vorab lässt sich aber nicht sagen, ob die Mieter sich gegen eine Eigenbedarfskündigung wehren, indem sie beispielsweise Härtegründe vorbringen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Noah am 27.06.2019 21:15

Liebe Immowelt-Redaktion,

ich würde gerne eine Eigentumswohnung kaufen die aktuell vermietet ist. Der Plan ist es zusammen mit meiner Lebenspartnerin in diese Wohnung einzuziehen. Welche wichtigen Fragen hinsichtlich der Kündigung wegen Eigenbedarf sind vor dem Kauf abzuklären?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.06.2019 08:43

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

vor allem sollten Sie prüfen, ob die Wohnung während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, weil in diesem Fall eine Kündigungssperrfrist von mehreren Jahren gilt. Auch kann es sinnvoll sein, vorab zu prüfen, ob der Mieter gegebenenfalls einen besonderen Härtefall geltend machen könnte.

Wir können jedoch vorab nicht abschließend klären, ob eine Eigenbedarfskündigung im Einzelfall auch erfolgreich sein wird. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Trulli am 26.06.2019 18:50

Hallo, wann muss der Mieter dem Vermieter mitteilen wann er tatsächlich auszieht innerhalb der 9 monatigen Frist

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.06.2019 08:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

prinzipiell gar nicht. Wichtig ist es lediglich, zu gegebener Zeit einen Termin für die Übergabe der Wohnung zu vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Yagmur am 22.06.2019 23:27

Hallo erstmal ich bin neu umgezogen seit 1.1.2019 mit meiner Familie wir haben eine Tochter 1 Jahr alt und haben eine Kündigung wegen Eigenbedarf bekommen Begründung Ihr Sohn will mit seiner Lebensgefährtin einziehen obwohl der Eigentümer weis das wir ja neu eingezogen sind, was überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Wir sollen die Wohnung nun bis ende Dezember 2019 räumen, ich weis echt nicht mehr weiter, was kann man da machen? Welche rechte habe ich? Wohne ja da nicht mal 1 jahr... Sie wollen mir nur die Umzugskosten zahlen, habe ich auch das recht zu Schadenersatz???

Freue mich um Ihre Rückmeldung , danke im Voraus

Lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.06.2019 11:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung kann tatsächlich unwirksam werden, wenn der Vermieter schon zum Zeitpunkt der Vermietung wusste, dass Eigenbedarf bestehen wird und den Mieter nicht darauf hingewiesen hat. Der Vermieter ist aber nicht verpflichtet, den Eigenbedarf im Voraus abzuwägen. Aus der Ferne können wir leider nicht abschließend beurteilen, wie sich der von Ihnen geschilderte Fall gestaltet. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir raten Ihnen daher zum Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wallgässler am 18.06.2019 15:35

Hallo, ich habe heute eine Kündigung wegen Eigenbedarfs erhalten. Als Grund wurde angegeben, dass der Sohn die Wohnung übernehmen soll. Als Kündigungstermin wurde mir der 31.09.2019 angegeben, obwohl es keinen 31.09. in einem Kalenderjahr gibt. Ist diese Kündigung nun unwirksam? Muss ich den Vermieter auf diesen Fehler seinerseits hinweisen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.06.2019 08:30

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie können Ihren Vermieter natürlich darauf hinweisen. Solche kleinen Fehler führen in der Regel aber nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Christine am 18.06.2019 10:19

Guten Tag,

ich habe ein Haus geerbt, welches ich ab dem 01.07.2019 an meine Stiefschwester vermieten werde. Ob und wenn ja, wann ich das Haus einmal selbst nutzen möchte (ich lebe zurzeit in einer anderen Stadt), kann ich aktuell noch nicht einschätzen. Muss ich im Mietvertrag festhalten, dass ich "irgendwann eventuell" wegen Eigenbedarfs kündigen werde? Ist mein Eigenbedarf streitig, wenn das Haus von meiner Stiefschwester bewohnt wird, die ja auch im weitesten Sinne ein Familienmitglied ist?

Vielen Dank für eine Rückmeldung!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.06.2019 10:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung wäre dann rechtsmissbräuchlich, wenn Sie entschlossen sind oder zumindest erwägen, die Wohnung in nächster Zeit selbst in Gebrauch zu nehmen und wenn Sie dies dem Mieter nicht mitteilen. Sicherheitshalber sollte der abzusehende Eigenbedarf daher in den Mietvertrag mit aufgenommen werden. Dass es sich bei der Mieterin um Ihre Stiefschwester handelt, ist dabei irrelevant.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Peter am 14.06.2019 13:41

Guten Tag,

meine Eltern sind im Besitz eines EFH welches zur Zeit vermietet ist.

Meine Partnerin und ich (beide Mitte 30) wohnen aktuell gar nicht unweit des vermieteten Objekts bei Dritten zur Miete.

Können meine Eltern ihren Mietern kündigen mit Hinweis auf Eigenbedarf für ihren Sohn?

Auf lange Sicht auch mit dem Gedanken verbunden das EFH zu vererben\überschreiben.

Es besteht bei uns keine "Notlage" d.h. unser aktuelle Mietvertrag bei erwähnten Dritten läuft normal.

Danke für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.06.2019 13:44

Hallo Peter und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Notlage muss auch nicht bestehen. Sofern Ihre Eltern im Rahmen der Eigenbedarfskündigung darlegen können, warum Sie in das Einfamilienhaus ziehen möchten und sofern diese Begründung nachvollziehbar ist, ist prinzipiell auch eine Eigenbedarfskündigung möglich. Wir können allerdings im Vorfeld natürlich nicht absehen, ob der Mieter sich dagegen wehrt und beispielsweise einen Härtefall geltend macht. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Carmen am 14.06.2019 11:48

Mit meinem Bruder zusammen habe ich unser 3-Familienhaus geerbt, in dem ich selber eine kleine DG-Wohnung bewohne, eine 3 Zi-Wohnung in der mittleren Etage ist seit längerem vermietet, unsere alte 4Zi-Familienwhg im EG steht nach Auszug meiner Mutter leer.

Ich würde gerne für die 3Zi Whg Eigenbedarf anmelden und dorthin umziehen, die 4 Zi Whg im EG mit großem Garten ist mir als Einzelperson zu groß, meine Jetzt hat man mir gesagt, dass es Probleme geben könne, weil die EG Whg frei ist. Was raten Sie mir?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.06.2019 11:53

Hallo Carmen und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie könnten dem Mieter zu gleichen Bedingungen die Wohnung im Erdgeschoss anbieten. Auch in diesem Fall lässt sich aber vorab nicht mit Sicherheit sagen, ob eine Eigenbedarfskündigung dann erfolgreich wäre, eventuell würde sich so aber eine unbürokratische Lösung mit dem Mieter finden lassen.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Feldschein am 10.06.2019 22:35

Hallo,

ich bewohne mit meinem mittlerweile fast jugendlichem Sohn (12J) eine kleine (50qm) 2-Zimmer-Eigentumswohnung. Da wir dringend mehr Platz benötigen würde ich gerne eine bisher vermietete 3-Zimmer-Eigentumswohnung kaufen und muss dann leider dem Mieter wegen Eigenbedarf kündigen. Wäre das zulässig? Eine größere Wohnung mieten oder eine leerstehende 3-Zimmer-Wohnung zu kaufen übersteigt meine finanziellen Möglichkeiten.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.06.2019 11:30

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie schlüssig darlegen können, dass Sie die fragliche Wohnung für sich und Ihren Sohn benötigen, weil Sie sich räumlich vergrößern möchten, kann das eine Eigenbedarfskündigung rechtfertigen. Wir können allerdings vorab nicht abschätzen, inwiefern Sie mit Ihrer Kündigung auch erfolgreich sein werden, weil wir nicht wissen, ob der Mieter beispielsweise Härtegründe geltend macht. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Schildkröte am 03.06.2019 10:56

Hallo,

ich kaufe eine Eigentumswohnung, die zur Zeit noch vermietet ist. Ich möchte selbst dort einziehen und muss dem Mieter nach dem Kauf wegen Eigenbedarf kündigen. Reicht die Begründung aus, dass ich selbst einziehen will, oder muss ich das anders begründen, damit die Kündigung wirksam ist? Zur Zeit wohne ich noch zur Miete.

Vielen Dank für eine Antworwt!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.06.2019 11:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Rechtsprechung geht davon aus, dass der Eigentümer das Interesse darlegen muss, das er an der Erlangung der Wohnung hat. Einfach festzustellen, dass Sie die Wohnung für sich benötigen, könnte daher zu kurz greifen. Sie sollten also schon darlegen, dass Sie sich beispielsweise räumlich vergrößern möchten, näher an Ihrem Arbeitsplatz wohnen wollen oder ähnliches. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir Ihnen kein Muster für eine hundertprozentig wirksame Begründung geben können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

werner-heckmann am 31.05.2019 16:46

Hallo, kann auf eine Eigenbedarfskündigung für den Schwiegervater, dem Schwiegervater wegen Eigenbadarf für den Bruder, gekündigt werden? Danke für eine info

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.06.2019 09:03

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es gibt zumindest keine gesetzliche Regelung, die dem widersprechen würde. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir Einzelfälle aus der Ferne nicht abschließend bewerten können, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Duygu am 29.05.2019 12:51

Guten Tag,

wir sind gerade dabei eine Wohnung zu kaufen, welche seit April 1994 an den gleichen Mieter vermietet ist. Wir möchten die Wohnung jedoch selber bewohnen.

Soweit ich mitbekommen habe, besteht hier eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Im Mietvertrag gibt es jedoch eine Frist von 3 Monaten (seitens Mieter). Uns als angehende Vermieter werden die drei Monate jedoch nicht zutreffen, oder?

Danke im Voraus!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2019 13:09

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie vermuten richtig. Die Kündigungsfristen im deutschen Mietrecht sind asymmetrisch: Die Frist verlängert sich im Laufe der Zeit zwar für den Vermieter, nicht jedoch für den Mieter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Eroglu am 27.05.2019 16:59

Guten Tag,

kann der Mieter vorzeitig ausziehen, wenn er innerhalb der Kündigungsfrist schon eher eine Wohnung findet und diese auch schon vor der eigenen Kündigungsfrist von 3 Monaten beziehen könnte? Da er ja möglicherweise später nicht mehr eine Wohnung seiner Vostellung nach findet?

lieben Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.05.2019 08:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ausziehen schon. Nur hat der Vermieter ein Recht darauf, dass der Mieter die monatliche Miete bis zum Ende der Kündigungsfrist noch weiterhin zahlt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Steal1 am 26.05.2019 17:52

Guten Tag,

ab wann ist bei einem Eigentümerwechsel, der neue Besitzer kündigungsberechtigt wegen Eigenbedarf. Also, ab welchem Datum kann er eine Kündigung aussprechen, bei dem die Kündigungsfrist zu laufen beginnt, dem Tag der Vertragsunterzeichnung, Eintrag ins Grundbuch oder etwas anderes?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.05.2019 12:05

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

entscheidend dürfte hier die Eintragung ins Grundbuch sein. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ich am 24.05.2019 08:37

Guten Morgen,

ich habe erfahren, dass mir eventuell meine Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt werden soll. Das Mehrfamilienhaus in dem ich Wohne gehört 6 Personen bzw. 3 Ehepaaren. mit der Kündigung wegen Eigenbedarf geht aber nur von einem Ehepaar aus. Die anderen beiden sind damit nicht einverstanden. Wäre die Kündigung dann trotzdem rechtens?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.05.2019 10:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Eigentümer und Vermieter müssen nicht in Personalunion auftreten. Die Eigentümer können auch untereinander vereinbaren, dass nur bestimmte Personen als Vermieter einer bestimmten Wohnung auftreten. Es kommt also darauf an, mit wem Sie den Mietvertrag geschlossen haben. Diese Personen wären dann prinzipiell berechtigt, den Mietvertrag wegen Eigenbedarf zu kündigen, wenn tatsächlich Eigenbedarf besteht.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir Einzelfälle aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

EB am 23.05.2019 09:48

Hallo! Wir beabsichtigen eine Eigentumswohnung zu kaufen, die jedoch vermietet ist und möchten diese dann aber für den Eigenbedarf nutzen. wenn diese Wohnung vorher schon eine Eigentumswohnung war und nicht erst in eine umgewandelt wurde, muss dann die Sperrfrist von 3 Jahren trotzdem eingehalten werden? Oder nur die normale Kündigungsfrist?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.05.2019 14:08

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

entscheidend ist, ob die Wohnung schon zu Beginn des Mietverhältnisses eine Eigentumswohnung war. Ist das der Fall, gibt es keine Sperrfrist, sondern nur die reguläre Kündigungsfrist. Wurde das Haus während des Mietverhältnisses aufgeteilt, gilt besagte Sperrfrist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

NinaT am 22.05.2019 18:00

Hallo,

mein Partner und ich bewohnen aktuell eine 75qm Wohnung mit einem Kinderzimmer (also 3Z Wohnung). Das Kinderzimmer wird für die sechsjährige Tochter meines Partners genutzt, die 2-3 Wochenenden im Monat bei uns ist. Die Wohnung gehört den Eltern meines Partners, er ist Mieter. Da wir geheiratet haben und nun Nachwuchs wünschen, beabsichtigen wir, in ein vermietetes Haus (100qm,4Z,1000qm Grundstück) zu ziehen, welches ebenfalls den Eltern meines Partners gehört. Dort lebt ein Rentnerpaar, nicht pflegebedürftig. Reicht die geplante Vergrößerung unserer Familie als Begründung, mit der die Eltern einen Eigenbedarf geltend machen würden? Können sich die Mieter allein aufgrund ihres gehobenen Alters auf einen Härtefall berufen, obwohl sie bisher 1000qm Grund und drei Etagen ohne Probleme bewohnt haben?

auf Kommentar antworten

NinaT am 22.05.2019 18:07

Ergänzung: Das Rentnerehepaar ist 60 Jahre alt und wohnt seit ca. 20 Jahren in dem Haus. Wir beabsichtigen, ihnen eine Frist von 12 Monaten zu geben, mit der Möglichkeit eines Aufhebungsvertrags, wenn sie eher eine neue Bleibe finden sollten.


Immowelt-Redaktion am 23.05.2019 10:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

als Begründung für eine Eigenbedarfskündigung dürfte es in der Regel genügen, wenn der Eigentümer oder dessen Angehöriger sich räumlich vergrößern möchte. Wir können allerdings nicht abschließend aus der Ferne klären, ob ein Richter im Streitfall einen besonderen Härtefall anerkennen würde. Hier wird stets die gesamte Lebenssituation des gekündigten Mieters betrachtet. Sofern das von Ihnen genannte Ehepaar aber nicht gesundheitlich eingeschränkt ist und sich die Gesamtsituation so darstellt, dass es eine Wohnungssuche meistern kann, wäre eine Eigenbedarfskündigung wohl erfolgreich. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Studi am 22.05.2019 16:03

Guten Tag! Wir beabsichtigen eine Eigentumswohnung für unsere Tochter zu kaufen, die in 2 Jahren ein Studium beginnt. Eine Wohnung, die wir im Auge haben, wird seit 13 Jahren von einer alleinstehenden jungen Frau bewohnt. Wir müssen also wohl 9 Monate vor Studienbeginn kündigen. Was, wenn die Mieterin in dieser Zeit schwanger wird? Kann sie dann in der Wohnung bleiben und unsere Tochter muss sich ein Zimmer suchen? Vielleicht kennen Sie ja Präzedenzfälle.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.05.2019 09:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

was genau ein Härtefall ist, der gegen eine Eigenbedarfskündigung oder zumindest für eine längere Kündigungsfrist spricht, ist gesetzlich nicht genau definiert. Generell müssen die Nachteile eines Umzugs für den Vermieter so gravierend sein, dass selbiger nicht zumutbar ist, um einen Härtefall zu begründen. Das kann bei fortgeschrittener Schwangerschaft der Fall sein. Die Gericht beurteilen hier aber jeweils die Umstände des Einzelfalls, also beispielsweise auch das Umfeld des Mieters und um es diesem möglich wäre, innerhalb der Frist enie neue Bleibe zu finden und den Umzug zu meistern.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Eigenbedar am 22.05.2019 16:00

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zum Kündigungstermin einer Wohnung wegen Eigenbedarf.

Der Mietvertrag wurde zum 1.6.2014 geschlossen.

Da sich meine Lebenssituation kurzfristig geändert hat, möchte ich schnellstmöglich in meine Wohnung ziehen.

Wenn ich Ende Mai 2019 die Kündigung übergeben möchte, kann ich dann mit einer Kündingsfrist von 3 Monaten, also zum 31.8.2019 kündigen oder tritt schon die Laufzeit von 6 Monaten in Kraft (nach 5 Jahren)?

Vielen Dank im Voraus für Ihre baldige Information.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.05.2019 08:58

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der hier maßgebliche § 573c wird in der Regel so interpretiert, dass der Zeitpunkt der Kündigung entscheidend ist. In dem von Ihnen beschriebenen Fall würde die Kündigungsfrist dann drei Monate betragen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir Einzelfälle aus der Ferne nicht abschließend bewerten können, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Golden Girls am 22.05.2019 13:44

Welche Chance als 77-Jährige Frau habe ich um in meine Erdgeschoss-Wohnung zu ziehen?

Die Wohnung wird von einem ebenfalls älteren Ehepaar ( der Mann ist pflegebedürftig )

bewohnt. Ich müsste in eine betreute Wohnanlage ziehen, da ich die Treppen in den 1.Stock nur noch schwer bewältigen kann

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.05.2019 14:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus der Ferne nicht bewerten können, wie Ihren Chancen für die Durchsetzung einer Eigenbedarfskündigung stehen. Ein Gericht würde in diesem Fall die Interessen beider Parteien gegeneinander abwägen. Wir können Ihnen daher nur die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder durch einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ollyhaase am 19.05.2019 21:10

Hallo,ich ich habe meinen Mietern wegen Eigenbedarf gekündigt , ohne wenn und aber hat alles geklappt.

Wie lange muss ich mindestens da wohnen bleiben

Wir brauchen je doch eine größere Wohnung wir wohnen da seit 10 Monaten

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.05.2019 13:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hier gibt es keine feste gesetzliche Regelung. Wenn der Vermieter kurze Zeit nach der Eigenbedarfskündigung aus der selbst genutzten Wohnung wieder auszieht, kann das ein Indiz für eine rechtsmissbräuchliche Eigenbedarfskündigung sein, es muss aber auch nicht. Beispielsweise würde ein Gericht eine Eigenbedarfskündigung wohl dann nicht als rechtsmissbräuchlich einstufen, wenn sich bestimmte Umstände, die den erneuten Auszug des Vermieters begründen, erst nach dem Einzug in die Wohnung ergeben haben.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alexander am 16.05.2019 19:38

Wir wohnen in einem Haus das 4 Wohnungen hat, 1x 4 Zimmer, 2x2 Zimmer und ein Apartment, der Vermieter ist mein Stiefvater, meine Schwiegermama hat auch eine Wohnung in diesem Haus, um diese es auch geht. Meine Schwester lässt sich scheiden und will die Wohnung meiner Schwiegermama haben, der Stiefvater will also die Wohnung auf Eigenbedarf Kündigen, Ich habe aber schon meiner Schwester 3 Gleichwertige Wohnungen angeboten die Frei zum Bezug sind. Hat meine Stifter trotzdem das Recht meiner Schwiegermama die Wohnung zu Kündigen ? oder habe ich sogar Chancen vor Gericht das abzuwehren ? da ich 3 Freie Wohnungen im Gleichen Ort vorgeschlagen habe ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.05.2019 10:55

Hallo Alexander,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich wäre es Sache des Vermieters, gleichwertige Wohnungen vorzuschlagen, wenn ihm diese zur Verfügung stehen und diese bereit sind, bezogen zu werden. Stehen ihm diese Wohnungen nicht zur Verfügung, muss er sie auch nicht vorschlagen, in diesem Fall könnte eine Eigenbedarfskündigung wirksam sein. Da die Situation in Ihrem Fall aber relativ komplex zu sein scheint, würden wir Ihnen beziehungsweise Ihrer Schwiegermutter raten, sich rechtlich beraten zu lassen, entweder von einem Mieterverein oder direkt von einem Fachanwalt. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und aus diesem Grund auch etwaige Chancen bei einem Streit vor Gericht nicht abschließend bewerten können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Martin am 16.05.2019 10:58

Hallo Immowelt Redaktion

Wir, vier Verwandte (Bruder, Schwester & Ehegatte, Cousin alle zwischen 60 und 70 Jahren alt) wollen ein Haus mit drei Wohnungen (eine Wohnung pro Etage) kaufen. Wir beabsichtigen die drei Wohnungen nach Kauf zu beziehen (1xBruder, 1xSchwester&Ehegatte, 1xCousin).

Eine Wohnung wurde bislang von der kürzlich verstorben Mutter des Verkäufers (Erbe) bewohnt, die beiden anderen Wohnungen sind vermietet. Es liegt keine Teilung nach WEG vor.

Könnten wir nach Erwerb der Immobilie als Eigentümergemeinschaft die beiden vermieteten Wohnungen wg Eigenbedarfs erfolgreich kündigen ohne sie vorher nach WEG aufzuteilen? Wie wären die Kündigungsfristen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Martin

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.05.2019 13:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

einer Eigenbedarfskündigung gleich nach Eigentumsübertragung dürfte vor allem §577a BGB widersprechen. Demnach gilt eine Kündigungssperrfrist von drei Jahren, wenn vermieter Wohnraum nach der Überlassung an den Mieter an eine Personengesellschaft oder an mehrere Erwerber veräußert wird. Diese Frist kann von den Landesregierungen auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Erst nach Ablauf dieser Frist ist eine Kündigung möglich. Die Kündigungsfrist richtet sich im Übrigen nach der Dauer des Mietverhältnisses. Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, liegt sie bei drei Monaten, bei einem Mietverhältnis mit einer Dauer zwischen fünf und acht Jahren liegt sie bei sechs Monaten und wenn das Mietverhältnis mehr als acht Jahre läuft bei neun Monaten.

Bitte haben Sie jedoch abschließend Verständnis, dass wir Einzelfälle aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Riltler am 14.05.2019 05:14

Hallo liebe Redaktion,

meine Mieter hat mich letztes Jahr per E-Mail gefragt, ob er meine Wohnung irgendwann Untermieten könnte, er schrieb dass er geschäftlich viel unterwegs sein wird.

Ich schrieb zurück, dass es möglich sein könnte, aber hatte es nicht bestätigt, weil ich im Ausland studiere und kann mich nicht selbst darum kümmern, hab aber einen Hausverwalter, der sich um meine Mieter kümmert.

Leider hat meine Mieter die Wohnung an zwei Personen vermietet, ohne weder mit meinem Hausverwalter noch mit mir Kontakt aufzunehmen, und ich habe herausgefunden, dass er nicht sehr oft reist, wie er sagte, aber er wurde mehrmals gesehen und lebt zehn Minuten von meinem Haus entfernt; im Grunde, mietet er eine andere Wohnung für sich selbst und untermietet meine Wohnung an andere.

Ich habe im Ausland studiert und im Juni werde ich zurückkommen, ich möchte meine Wohnung zurückhaben, aber ich weiß, dass die Untermieter bis dahin nicht ausziehen werden, also weiß ich nicht, was ich tun soll. Ich kann mir keine andere Wohnung mieten und leisten, deshalb gab ich ihm eine dreimonatige Kündigungsfrist. Müssen die Untermieter das Haus verlassen, wenn ich sie nicht haben will?

Mein Anwalt hat auch schon eine Kündigung wegen Eigenbedarf zu den Hauptmieter geschickt, aber er legte Widerspruch wegen Sozialklausel ein. Er schrieb: "eine Kündigung des Mietvertrages zu den gewünschten Termin, ein besonderer Aufwand für mich wäre, da ich keinen angemessenen Ersatzraum zu angemessenen Konditionen besorgen kann," Wie kann man sich sowas erlauben? Er nutzt die Wohnung selbst nicht mehr und wie gesagt er lebt zehn Minuten von meinem Haus entfernt!!!

Was ist mein Recht in diesem speziellen Fall? Wie sieht es mit eine Räumungsklage aus? Kann der Hauptmieter sich wieder wehren? Wie lange konnte das ganze dauern?

Beste Grüße

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Immowelt-Redaktion am 14.05.2019 11:16

Hallo Riltler,

grundsätzlich hat ein Mieter einen Rechtsanspruch darauf, dass er seine Wohnung untervermieten darf, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt. So wie ich Sie verstanden habe, haben Sie aber nur Ihre grundsätzliche Bereitschaft geäußert, dass die Wohnung untervermietet werden darf, nicht aber einer konkreten Untervermietung an eine bestimmte Person zugestimmt. Dies ist aber erforderlich, da es auch wichtige Gründe geben kann, die einer Untervermietung entgegenstehen. Unter Umständen ist bei einer vertragswidrigen Kündigung eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund möglich. Da Sie schreiben, dass Sie bereits anwaltlich vertreten werden, raten wir Ihnen, diese Option mit Ihrem Rechtsanwalt zu besprechen. Wir möchten aber noch darauf hinweisen, dass sich Kündigungsklagen hinziehen können, wenn der Mieter/Untermieter die Wohnung nicht freiwillig räumt.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Vollgas am 10.05.2019 19:54

Hallo liebes Immowelt-Team,

ich habe im Januar 19 ein Zweifamilienhaus gekauft. Die beiden Wohnungen sind schon seit 2014 vom Voreigentümer zu Eigentumswohnungen umgewandelt worden. Nun möchte ich einer Mieterin, welche ich übernommen habe, in der oberen Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen. Der Bruder meiner Frau (die Wohnung gehört uns beiden und wir beide sind Vermieter)hat Depression und seine Ärzte empfehlen dringend, dass er wegen fehlender sozialer Kontakte etc. in die unmittelbare Nähe seiner Familie ziehen soll. Aktuell lebt er ca. 15 km entfernt alleine in einer Wohnung. Er ist aktuell Harz IV Empfänger.

Die Mieterin, die ich kündigen möchte, wohnt seit drei Jahren in der Wohnung. Die Mieter der unteren Wohnung wohnen seit 2015 in der Wohnung. Es handelt sich um älteres Ehepaar (über 80 und der Mann ist pflegebedürftig). Deshalb kommt hier unter sozialen Aspekten m.E. keine Kündigung infrage. In einer weiten Eigentumswohnung von uns, welche in einem weiteren Haus auf dem gleichen Grundstück ist, wohnen seit 2014 die Eltern meiner Frau, die hier u.a. wohnen bleiben müssen, weil der Bruder ja in unmittelbare Nähe zur Familie ziehen soll. In einem weitern kleinen Appartement in dem Haus (wo auch die Wohnung der Schwiegereltern ist) lebt seit 2016 ein Harz IV Empfänger, welcher m.E. aus sozialen Aspekten nicht gekündigt werden kann. Des Weiteren wäre das Appartement zu klein als Ausgleichswohnung.

Nun meine Frage, hätte eine Eigenbedarfskündigung Aussicht auf Erfolg?

Vielen Dank

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Immowelt-Redaktion am 13.05.2019 09:43

Hallo Vollgas,

wird ein Mehrfamilienhaus in WEG-Eigentum umgewandelt, gilt für die Mieter, die zum Zeitpunkt der Umwandlung bereits Mieter waren, eine Kündigungssperrfrist von mindestens 3 Jahren. Wenn vom Voreigentümer die Umwandlung 2014 vorgenommen wurde, die Mieterin aber später einzog, so trifft dies aber nicht zu, da die Wohnanlage zu diesem Zeitpunkt bereits in WEG aufgeteilt war.

Eine Eigenbedarfskündigung ist lat BGB (§ 573 (2)) dann möglich, wenn der Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt. Der Brunder Ihrer Frau ist ein Familienangehöriger, insofern ist eine Eigenbedarfskündigung prinzipiell möglich. Eigenbedarfskündigungen müssen aber immer gut begründet werden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

KC am 08.05.2019 14:03

Hallo Immowelt-Team,

bei mir ist es verzwickter: letzte Woche ging der Backofen kaputt, also habe ich meinen Vermieter unverzüglich informiert. Während dem Telefonat erwähnte er, dass er, aufgrund von einem Herzinfarkt und der Scheidung von seiner Frau, Eigenbedarf anmelden müsse. Der Zeitpunkt sei aber noch offen.

Nun ist es so, dass ich seit dem 01.03.2008 in dieser Wohnung lebe, der jetzige Vermieter die Wohnung aber erst Ende 2013 gekauft hat. Wegen der Kündigungsfrist gehe ich von mindestens 9 Monaten aus, da ich seit 11 Jahren hier wohne. Bzw. ich gehe nicht davon aus, dass der Zeitpunkt des Wohnungskaufs des neuen Vermieters bindend ist, richtig?

Vielen Dank für eine Rückmeldung!!!

PS: In welchem Zeitraum muss der defekte Backofen (Bestandteil der vermieteten EBK) vom Vermieter ersetzt werden? Er wollte bis gestern Rückmeldung geben, bislang kam jedoch nichts. Auch hierfür: Danke :)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.05.2019 14:34

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich gilt bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Dass die Immobilie zwischenzeitlich den Eigentümer gewechselt hat, ist dafür unerheblich.

Einen gesetzlichen Zeitraum, in dem ein Vermieter einen Mangel beheben muss, gibt es nicht. Im Streitfall beurteilen Gerichte den Einzelfall, gehen aber natürlich von einem angemessenen Zeitraum aus. Ist ein Schaden wie dieser also beispielsweise nach einem halben Jahr noch nicht behoben, würde das sicher als zu lang eingestuft.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mr. T am 07.05.2019 20:16

Hallo liebe Immoweltler,

unser Haus wurde von einer Investmentgesellschaft letzted Jahr gebaut und sollte verkauft werden. Da sich kein Käufer gefunden hat, wurde das Haus an uns vermietet. Das Haus wird nun an privat verkauft und der Käufer möchte in das Haus einziehen. Kann der Käufer direkt auf Eigenbedarf den Mietvertrag kündigen oder muss er Fristen einhalten? Muss uns das Haus auch zum Kauf angeboten werden?

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.05.2019 08:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sowohl die Antwort auf die Frage nach einer etwaigen Kündigungssperrfrist als auch auf jene nach dem Vorkaufsrecht ist davon abhängig, ob das Haus vor dem Verkauf in WEG-Einheiten umgewandelt wurde, um die Wohnungen einzeln zu verkaufen. Wird das Haus als Ganzes verkauft, gibt es kein Vorkaufsrecht. In diesem Fall könnte ein neuer Eigentümer nach der Eigentumsübertragung bei Eigenbedarf in Ihrem Fall mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Wurde das Haus aber in WEG-Einheiten umgewandelt, hat der Mieter erstens ein Vorkaufsrecht. Zweitens gilt in diesem Fall eine Kündigungssperrfrist von mindestens drei Jahren, während der neue Eigentümer nicht einmal wegen Eigenbedarf kündigen darf. Die Landesregierungen können diese Sperrfrist bei Wohnungsknappheit zudem auf bis zu zehn Jahre verlängern.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mannesmann22 am 06.05.2019 19:33

Hallo, liebe Immowelt. Ich hatte hier schon mal was gepostet und hoffe auf ausführlichen Rat bevor ich zu einem Anwalt gehe. Ich habe Kenntnis davon, dass mein neuer Vermieter mich schon letztes Jahr raushaben wollte, bevor er mich dieses Jahr als neuer Eigentümer wurde gekündigt hat obwohl ich einen unbefristeten Vertrag habe. Zudem hat er im Schreiben nur den Namen der Person angegeben also ein Kind von demjenigen. Desweiteres sind keine weiteren Angaben wie Beruf, Alter oder ähnliches aufgelistet. Auch die Wohnsituation ist nicht geschildert und er weißt mir nicht auf mein Widerspruchsrecht hin. Kann ich ein neues Kündigungsschreiben verlangen oder dagegen vorgehen?

auf Kommentar antworten

Mannesmann22 am 06.05.2019 19:34

Also die Tochter möchte die Wohnung nun haben in der ich lebe, aber hat keine genauen Gründe angegeben. Nur das sie hier einziehen möchte. Und es gibt keine hinweise auf Widerspruchsrecht. Es ist nicht mal eine Seite!!


Immowelt-Redaktion am 07.05.2019 08:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte haben Sie zunächst Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Fälle wie den Ihren daher aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können. Grundsätzlich muss eine Eigenbedarfskündigung aber in der Tat genau begründet werden. Der bloße Hinweis, dass ein Vermieter oder dessen naher Verwandter in eine Wohnung ziehen will, genügt in der Regel nicht. Wenn eine Eigenbedarfskündigung sicher unwirksam ist, müssen Mieter im Grunde auch gar nicht dagegen Vorgehen. Stattdessen müsste der Vermieter dann nach Ablauf der Kündigungsfrist auf Räumung klagen und würde damit, wenn die Kündigung denn tatsächlich unwirksam wäre, vor Gericht scheitern. Wir würden Ihnen allerdings empfehlen, das Kündigungsschreiben einem Mieterverein oder einem Fachanwalt zur Prüfung vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Conny am 06.05.2019 10:34

Guten Tag...wie lange muss dann der Vermieter im Objekt wohnen bleiben,wenn auf Eigenbedarf gekündigt wurde?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.05.2019 12:23

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hier gibt es keine feste gesetzliche Regelung. Wenn der Vermieter kurze Zeit nach der Eigenbedarfskündigung aus der selbst genutzten Wohnung wieder auszieht, kann das ein Indiz für eine rechtsmissbräuchliche Eigenbedarfskündigung sein, es muss aber auch nicht. Beispielsweise würde ein Gericht eine Eigenbedarfskündigung wohl dann nicht als rechtsmissbräuchlich einstufen, wenn sich bestimmte Umstände, die den erneuten Auszug des Vermieters begründen, erst nach dem Einzug in die Wohnung ergeben haben.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

HK am 05.05.2019 00:44

Wenn im Kaufvertrag für die Wohung ein lebenslanges Wohnrecht für die Eltern vereinbart ist, weil sie sich an der Finanzierung beteiligt haben, der Eigentümer aber das Kind ist, kann dann der Eigentümer kann dann der Eigenktümer ( also das Kind ) Eigenbedarf für die Eltern geltend machen? Oder würde dies als Vortäuschung eingestuft? Kan ja eigentlich nicht sein, denn wenn die Eltern auf ihrem notariellen Wohnrecht bestehen, haben die Kinder als Eigentümer kein eigenes Wohnrecht, somit wären sie sogar Verpflichtet ihren Eigenbedarf an die Eltern abzutreten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.05.2019 10:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf ist nicht nur möglich, wenn beim Eigentümer selbst Eigenbedarf besteht, das geht auch für nahe Verwandte, allerdings ganz unabhängig von einem möglicherweise vereinbarten Wohnrecht.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


HK am 07.05.2019 13:34

Vielen Dank für die rasche Antwort. Ich werde Ihren Rat gerne befolgen und wünsche Ihnen Alles Gute ! Danke !

Herbert am 02.05.2019 21:58

Guten Tag,

in dem 2Familienhaus meiner Ehefrau wohnt seit 2 Jahren eine Frau mit 2 Kindern ( 12 und 4 Jahre) ,diese Frau ist alleinerziehend hat einen Freund der jetzt auch in diese Wohnung einziehen will und die Miete wird vom Sozialamt bezahlt. Meine Frau ist gehbehindert (Behinderung 80%) und wir möchten nun diese Wohnung im Erdgeschoß beziehen. Wie stehen die Chancen bei einer Wohnungskündigung wegen Eigenbedarf ?

... mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.05.2019 08:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist auch in einem solchen Fall zwar prinzipiell möglich. Wir können aber aus der Ferne vorab nicht die Chancen einschätzen, die Sie bei der Durchsetzung dieser Kündigung haben, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte die Mieterin der Kündigung widersprechen, empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alen am 28.04.2019 06:33

Hallo,

wir haben vor kurzem ein Zweifamilienhaus erworben und mit der Bank sind umfangreiche Modernisierungen vereinbart. Wohnung im OG ist leerstehend, aber die Wohnung im OG ist vermietet seit 11 Jahren an zwei frischgewordene Rentner, dazu ist der ganze Garten, eine der zwei Garagen und Kellerabteil vermietet. Wir wollen wegen Eigenbedarf kündigen und selber dort als 6 Personen Haushalt einziehen, Oma, Ehefrau, ich und 2 Kinder und ein 3 ist auf dem Weg. Die Mieter sind wohlhabend, haben 3 vermietete Wohnungen. Wie lange ist in dem Fall die Kündigungsfrist?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.04.2019 09:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für die Länge der Kündigungsfrist ist ausschließlich die Länge des Mietverhältnisses maßgeblich. Besteht dies länger als acht Jahre beträgt die Kündigungsfrist neun Monate.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Stefan am 18.04.2019 14:55

Guten Tag,

wir möchten gemeinsam mit einem befreundeten Ehepaar ein Mehrfamilienhaus (3 Wohneinheiten) kaufen.

Die Verkäufer haben bis zuletzt in der größten Wohneinheit gelebt, eine Einliegerwohnung steht inzwischen frei und eine dritte Wohneinheit ist seit ca. 2 Jahren vermietet. Einliegerwohnung und dritte Wohneinheit lassen sich zu einer großen Wohnung verbinden, sodass aus dem Mehrfamilienhaus ein Zweifamilienhaus entstehen würde.

Die aktuellen Mieter der dritten Wohneinheit möchten auch nach dem Verkauf des Mehrfamilienhauses am liebsten in der Wohnung bleiben. Da wir als potenzielle Käufer aber auch diese Wohneinheit nutzen möchten, um das Haus zu einem Zweifamilienhaus umzuwandeln (Durchbruch), müssten wir die Mieter auf Eigenbedarf kündigen.

1) Ist eine Kündigung auf Eigenbedarf in diesem Fall überhaupt möglich?

2) Falls ja, wie lange wäre die Kündigungsfrist? "Nur" 3 Monate oder greift hier die oben genannte "Eigenbedarfskündigung im Zweifamilienhaus", sodass die Kündigungsfrist bei 6 Monaten liegen würde?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.04.2019 15:24

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die erleichterte Kündigung im Zweifamilienhaus ist dann möglich, wenn der Vermieter selbst in besagtem Haus wohnt. In diesem Fall muss die Kündigung nicht durch ein berechtigtes Interesse begründet werden und die Kündigungsfrist verlängert sich um drei Monate. Wenn die Mieter also bisher zwei Jahre in der Wohnung leben, liegt die Kündigungsfrist bei sechs Monaten. Unabhängig davon gilt die Kündigungsfrist bei einer regulären Eigenbedarfskündigung, diese liegt bei drei Monaten.

Aus der Ferne können wir abschließend aber nicht klären, ob eine Eigenbedarfskündigung auch Erfolg hat, einerseits weil wir nicht wissen, wie die Mieter reagieren, andererseits, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Herbert Lüneburg am 09.04.2019 09:56

Guten Tag,

eine Freundin will ihr kleines Häuschen im Wendland wegen Eigenbedarf kündigen.

Nun stellt die Mieterin sich immer wieder mit neuen Gründen quer, warum sie nicht

ausziehen will/muss. Die neuste Masche ist eine psychatrische Erkrankung, nachdem

alle anderen Gründe nicht geklappt haben. Was kann sie faktisch tun, um diese

Mieterin, die auch mal unregelmässig den Mietzins bezahlt hat und das Haus

verkommen lässt(Messi). Für eine kompetente Antwort wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße. Herbert Lüneburg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.04.2019 10:15

Sehr geehrter Herr Lüneburg,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bedenken Sie bitte zunächst, dass wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen ist, ob eine Eigenbedarfskündigung rechtswirksam ist oder nicht. Wenn ein Vermieter eine rechtswirksame Eigenbedarfskündigung ausspricht und der Mieter sich weigert auszuziehen, muss der Vermieter zur Durchsetzung seiner Rechte beim zuständigen Amtsgericht die Räumungsklage einreichen. Das Gericht prüft dann, ob die Kündigung gerechtfertigt war und zieht dabei auch etwaige vom Mieter vorgebrachte Härtegründe in Betracht. Hierzu würden wir Ihrer Freundin allerdings die vorherige rechtliche Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Karin Klug am 05.04.2019 17:39

Hallo habe Dez.2016 meine Wg gekauft. Übergabe war Jan.2017.Mein Mieter bewohnt aber schon die Wg seit 1.9.2013 Jetzt muss ich ihm wegen Eigenbedarf kündigen,weil ich aus beruflicher Situation selbst in meine Wg ziehen muss. Hat die Kündigungsfrist grundsätzlich mit dem wohnen der Wg zutun, oder änder das wechsel des Eigentümers auch die Kündigungsfrist?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.04.2019 10:07

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der Eigentümerwechsel ändert nichts an der Kündigungsfrist. Entscheidend ist die Dauer des Mietverhältnisses.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Enteron am 05.04.2019 10:43

Hallo, uns wurde vor ein paar tagen wegen Eigenbedarfs gekündigt und kein Ersatz angeboten.

Nun wollte ich Sie bitten mir die Stelle im Gesetzestext zu nennen wo steht, dass entsprechender Ersatz anzubieten ist, falls er vorhanden ist.

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Immowelt-Redaktion am 05.04.2019 10:48

Hallo Enteron,

vielen dank für Ihren Kommentar. Den Vermieter trifft nur dann die Pflicht, dem Mieter Ersatzwohnraum zur Verfügung zu stellen, wenn dieser spätestens bis zur Beendigung des Mietverhältnisses frei wird. Dies geht aber nicht aus einem Gesetzestext hervor, sondern wurde vom Bundesgerichtshof so entschieden (Az.: VIII ZR 311/02).

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gülnaz Sari am 29.03.2019 18:15

Guten Tag,

ich 72 Jahre alt, habe meine kleine Wohnung 42qm verkauft und ein Haus 160qm gekauft, Hauptsächlich für mich. Ich habe 2 Töchter und 3 Enkelkinder die mich an Wochenenden und insbesondere in den Schulferien besuchen kommen möchten, da nun genug Raum vorhanden ist. Momentan bewohnt das Haus eine Familie der meines Seitens wegen Eigenbedarf gekündigt wurde. Welche Schwierigkeiten erwarten mich ?

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2019 09:48

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich vorab leider nicht sagen. Unter Umständen ziehen die Mieter einfach aus, möglicherweise wehren sie sich aber auch gegen die Kündigung, indem sie beispielsweise argumentieren, dass ein Härtefall vorliegt. In diesem Fall würden wir Ihnen empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

die Vermieterinmiteigenbedarf am 27.03.2019 11:54

Guten Tag,

wie wird die Kündigungsfrist gerechnet? Wenn der Mieter am 01.05.2014 eingezogen ist und ich ihm Ende März 2019 kündige, gilt dann die 3 Jahresfrist (weil die Kündigung nach weniger als 5 Jahren des Mietsverhältnisses ausgesprochen) oder die 5 Jahresfrist (weil dann die gesamte Verbleibdauer des Mieters > 5 Jahre ist)?

Vielen Dank schon mal vorab.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.03.2019 12:31

Hallo Vermieterinmiteigenbedarf,

laut § 573c verlängert sich die Kündigungsfrist für den Vermieter nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate. Eine abschließende BGH-Rechsprechung, ob der Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung oder der Zeitpunkt des Endes des Mietverhältnisses maßgeblich für die Frist ist, gibt es nicht. Vielfach wird jedoch auf die Mietdauer und nicht auf den Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung abgezielt. In einem anderen Zusammenhang (bedseitiger Kündigunsgausschluss) zielt der BGH in seiner Rechstprechung auf den Zeitpunkt des Endes des Mietverhältnisses ab. Ob das jedoch für Ihren Fall übertragbar wäre, können wir abschließend nicht beantworten.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

SuchenHaus am 26.03.2019 22:17

Unsere Mietwohnung wurde verkauft und der neue Besitzer meldet nun Eigenbedarf an.

Wir hatten Glück und haben sofort etwas neues gefunden und könnten nächsten Monat einziehen.Nun will der Vermieter weitere 3Monate Miete von uns,mit der Begründung auf die Kündigungsfrist.

Darf er das verlangen?

Dann könnten wir aber nicht ausziehen,da wir nicht doppelt Miete zahlen können.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.03.2019 10:47

Hallo SuchenHaus,

sofern die Eigenbedarfskündigung formell und inhaltlich die Voraussetzungen für eine solche erfüllt, kann ein Vermieter mit der gesetzlichen Frist wegen Eigenbedarfs kündigen. Eine verkürzte Frist sieht das Gesetz leider nicht vor. Das heißt, dass - sofern alles korrekt verlaufen ist - der Vermieter noch Anspruch auf die Mieten bis zum Ablauf der Kündigungsfrist hat. Da wir die Angelegenheit aus der Ferne jedoch nicht abschließend beurteilen können, raten wir Ihnen, einen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht vor Ort zu konsultieren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

eigenheim19 am 26.03.2019 08:57

Hallo,meine Eltern haben vor ein Haus zu kaufen. Danach ist geplant das sie Eigenbedarf anmelden für mich ihre Tochter mit Ehemann und 3 Kindern. Im Haus befinden sich 2 Wohnungen die vermietet sind. Der obere Mieter lebt seit ca 3-4 Jahren da drin( Kündigungsfrist 3 Monate) , der unter Mieter lebt seit 20 Jahren in der Wohnung ist 85 Jahre alt ( Kündigungsfrist 1 Jahr). Sollten die Mieter Widerspruch einlegen, wie sehen unsere Chancen aus?

Mfg

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Immowelt-Redaktion am 26.03.2019 09:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich vorab leider nicht abschließend sagen. Gerade der 85-jährige Mieter könnte aufgrund des hohen Alters und der Verwurzelung im Viertel unter Umständen geltend machen, dass ein Umzug für ihn eine besondere Härte bedeuten würde. Aber wie gesagt, vorhersagen lässt sich das nicht. Wir können Ihnen im Streitfall daher nur die Rechtsberatung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ghschalke04 am 26.03.2019 06:35

Wir sind vor drei Monaten in ein Haus hälfte zur unter Miete eingezogen. Und sollen jetzt wegen Eigenbedarf wieder ausziehen. Jetzt meine Frage . Auf Grund der große des Hauses haben wir da durch zwei komplette Haushalt . Wir haben durch den Umzug 10 000,- Euro für neue Möbel ausgegeben. Wenn wir jetzt aber wieder ausziehen müssen müssen wir die Hälfte an Möbeln wieder weg schmeissen.Kann ich mir die Unkosten für Möbel und Umzug vom Vermieter zurück Hollen .Wenn ja wie und auf welche Rechtsgrundlage.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.03.2019 08:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Schadensersatz nach einer Eigenbedarfskündigung steht dem Mieter nur dann zu, wenn die Kündigung rechtsmissbräuchlich war. Den Schadensersatz könnte der Mieter dann gemäß § 280 Abs. 1 BGB geltend machen. Ob jedoch Ihre Kündigung rechtsmissbräuchlich war, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn der Eigenbedarf nur vorgetäuscht gewesen wäre. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

kauz.eugen@gmx.de am 25.03.2019 13:37

Guten Tag.

Ich habe mal eine Frage.

Wir möchten uns eine Doppelhaushälfte kaufen.

Hier lebt jedoch seit ca. 4 Jahren eine Familie mit 4 Kinder (Mietbeginn Ende 2015). Außerdem ist diese Familie damals in ein Neubau eingezogen (Erstbezug).

Zusatz im Mietvertrag: Beide Parteien verzichten für 48 Monate auf eine ordentliche kündigung).

Meine Frage ist es, können wir diese Familie nach Erwerb der Immobilie ohne weiteres für Eigenbedarf künigen (3 Monate Kündungsfrist).

Außerdem würde mich Interessieren, kann Sie die Familie rechtlich wehren?

Vielen Dank im Voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.03.2019 14:26

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der beidseitige Kündigungsverzicht im Mietvertrag bleibt auch nach der Eigentumsübertragung wirksam. Das Mietverhältnis kann also frühestens so gekündigt werden, dass es nach den 48 Monaten endet. Eine Kündigung ist somit erstmals drei Monate vor Ende der Vierjahresfrist möglich, wie der BGH entschieden hat (Az.: VIII ZR 86/10). Die Familie könnte sich wehren, indem sie angibt, dass ein besonderer Härtefall vorliegt, aber das ist im Moment Spekulation. Sollte es tatsächlich zum Konflikt kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Michaelwolf22031987 am 25.03.2019 11:02

hallo

Ich habe ein Zweifamilienhaus mit einer Einliegerwohnung die nur 30 qm hat.

Mir gehört das ganze Haus. Ich möchte jetzt die obere Dachgeschosswohnung verkaufen und in die EG Wohnung einziehen. Ich habe einen Mietvertrag am 21.3.2017 mit meinem Mietern abgeschlossen. Als ich die Wohnung damals vermietet habe war es nicht geplannt das ich in die untere Wohnung ziehe. Ich wollte für mich die obere Wohnung. Da sich aber jetzt ein paar Sachen in meinem Leben geändert haben möchte ich die oberer Wohnung verkaufen und unten einzeihen.

Da ich sowieso seit dem 01.07.2017 im Ausland arbeite und noch bis 30.6.2020 dort arbeiten werde habe ich meinen Mietern eine Eigenbedarfskündigung geschickt. Wobei ich die Kündigungsfrist auf 12 Monate ausgeweitet habe damit die mehr Zeit haben eine neue Wohnung zu suchen. Meine Mieter sind natürlich nicht begeistert von meiner Idee und wollen nicht ausziehne und weigern sich.

Meine Frage wäre wie groß ist meine Chance das meine Mieter ausziehen müssen und wie groß wäre die Chance vor Gericht?

vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.03.2019 12:03

Sehr geehrter Herr Wolf,

grundsätzlich honorieren es die Gerichte, wenn ein Eigentümer im Rahmen einer Eigenbedarfskündigung sein Recht wahrnehmen will, sein Eigentum selbst zu nutzen. Wir können Fälle wie den Ihren aus der Ferne aber nicht abschließend beurteilen oder Ihnen konkret sagen, wie Ihre Chancen stehen, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

K am 20.03.2019 20:27

Habe mit meiner Mutter ein Haus gekauft. Meine Mutter ist verstorben und ihr Lebenspartner wohnt noch im Haus ( ohne Mietvertrag). Ich bin jetzt Besitzer. Mein Kind ( 3 Jahre) brauch ein Kinderzimmer und ich habe den Lebenspartner schon vor 2 Jahren mündlich darauf hingewiesen, dass er bleiben kann, bis mein Kind 3 Jahre ist. Jetzt ist es soweit...er will aber nicht ausziehen. Ich hab nichts schriftlich...er hat aber auch keinen Mietvertrag. Wie lange ist die Frist und wie soll ich vorgehen? LG

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Immowelt-Redaktion am 21.03.2019 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

im Rahmen der Umstände ist in diesem Fall am ehesten von einem mündlichen Mietvertrag auszugehen. Insofern wäre der erste Schritt die reguläre, schriftliche Eigenbedarfskündigung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Frist wie oben beschrieben. Ignoriert der ehemalige Lebensgefährte Ihrer Mutter die Kündigung, müssten Sie notfalls beim Amtsgericht Räumungsklage einreichen. Spätestens hierzu würden wir Ihnen dann die rechtliche Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andrea am 16.03.2019 20:31

Wir wohnen in einem Zweifamilienhaus. Eine Wohnung gehört uns, die zweite Wohnung kaufen wir jetzt dazu. Diese ist seit 10 Jahren vermietet. Wir wollen das ganze Haus selbst nutzen und den Mietern auf Eigenbedarf kündigen. Wie lange ist die Kündigungsfrist?

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Immowelt-Redaktion am 18.03.2019 10:23

Hallo Andrea und vielen Dank für Ihren Kommentar,

besteht ein Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, muss der Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen. Das gilt für den Fall, dass Sie tatsächlich aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Gemäß § 573a BGB haben Vermieter in selbst bewohnten Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen zudem ein erleichtertes Kündigungsrecht. Sie brauchen also kein berechtigtes Interesse für eine Kündigung. Berufen sie sich aber bei der Kündigung auf diese Regelung, verlängert sich die Kündigungsfrist noch einmal um drei Monate.

Eine Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thilo am 15.03.2019 16:03

Hallo liebe Immowelt-Redation,

Ich habe letztes Jahr zum 15.11.2018 meine Wohnung vermietet und einen beidseitigen Kündigungsverzicht vereinbart. Das Mietverhältnis kann frühestens zum 31.10.2020 gekündigt werden. Nun brauche ich die Wohnung doch für mich. Besteht bei Eigenbedarf ein außerordentliches Kündigungsrecht?

Vielen Dank und

freundliche Grüße

Thilo

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.03.2019 08:40

Hallo Thilo,

nein, ein beidseitiger Kündigungsverzicht schließt auch eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf aus. Unter Umständen können Sie sich aber in irgendeiner Form mit dem Mieter einigen, etwa indem Sie seinen Umzug finanzieren oder ähnliches. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es aber nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Thilo am 18.03.2019 16:31

Herzlichen Dank. Ich hatte keine Stellungnahmen zu diesem Thema im Netz gefunden. Ihre Aussage ist mir sehr behilflich und ich werde mit meinem netten Mieter sicherlich eine Eingigung finden.

Danke und Gruß

Thilo

Tolga p. am 12.03.2019 19:37

Hallo,

Ich habe anfang 2018 eine Wohnung erworben in der ein Rentner Ehepaar seit über 35 Jahren wohnt.

Nun benötige ich die Wohnung für mich selbst.

Welche fristen muss ich einhalten und kann es zur irgendwelchen Problemen kommen, da sie schon lange da wohnen und die Ehefrau gesundheitlich angeschlagen ist jnd aif Krücken angewiesen ist

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.03.2019 09:19

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer so langen Mietdauer beträgt die Kündigungsfrist für den Vermieter neun Monate. Wurde die Wohnung während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt und anschließend veräußert, gilt zudem eine Kündigungssperrfrist von mindestens drei Jahren, die von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden kann. Aufgrund von Krankheit und hohem Alter können Mieter unter Umständen auch einen besonderen Härtefall geltend machen. Auf dieser Grundlage könnte ebenfalls zumindest eine verlängerte Räumungsfrist erreicht werden. Das lässt sich allerdings im Voraus nicht absehen.

Bedenken Sie bitte auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thomas U. am 12.03.2019 16:43

Hallo liebe Immowelt-Redaktion,

Meine Eltern und ich haben vor der Mieterin in dem Haus meiner Eltern wegen Eigenbedarfs zu kündigen. Ich würde da gerne einziehen wegen Unabhängigkeit etc. . Jetzt zu den Fakten: -Mieterin wohnt schon seit über 10 Jahren in diesem Haus. -Es wurde nie ein richtiger Mietvertrag aufgesetzt da meine mittlerweile verstorbene Oma ihr das Haus vermietet hat. Bedeutet: es ist alles Mündlich vereinbart (Haus hat nach dem Tot meiner Oma meine Mutter geerbt) -da sie ja länger als 8 Jahre in Miete ist bedeutet das eine Kündigungsfrist von 9 Monaten.

Nun zu meiner Frage. Kann es zu Problemen führen wenn wir ihr Kündigen? Bezogen auf den Mündlichen Mietvertrag. Oder gelten da andere Regeln?

mfg Thomas

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.03.2019 08:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn zur Kündigungsfrist nichts anderes vereinbart wurde, gelten in diesem Fall die gesetzlichen Regelungen, also in Ihrem Fall die genannte Kündigungsfrist von neun Monaten. Zu Problemen kann es nur dann kommen, wenn die Mieterin angibt, es sei etwas anderes vereinbart worden, dann nämlich stellt sich ohne schriftlichen Vertrag die Beweisfrage. Beachten Sie aber bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thomas am 11.03.2019 07:32

Ich habe vor eine Wohnung für meinen Sohn zu erwerben und dann auf Grund von eigenbedarf dem jetzigen Mieter zu kündigen. Das eine Kündigung für die eigenen Kinder prinzipiell Eigenbedarfskündigungsfähig ist, steht ja ausser Frage.

Spielt es dabei aber eine Rolle, ob das Kind bereits eine eigene Wohnung hat? Unser Sohn wohnt seit 5 Jahren in einer 25qm grossen Wohnung und möchte sich nun vergrössern (50qm). Kann das zu problemen führen? Die neue Wohnung liegt nicht günstiger zu seiner Arbeit, dieser Argumentation fällt also auch schon einmal weg.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.03.2019 12:29

Hallo Thomas,

das sollte zu keinerlei Problemen führen. Entscheidend ist, dass der Eigenbedarf auch tatsächlich besteht und dass Ihr Sohn auch tatsächlich in die fragliche Wohnung ziehen möchte. Er muss dafür nicht konkret von Obdachlosigkeit bedroht sein oder noch keine eigene Wohnung haben. Wir können im Vorfeld allerdings natürlich nie abschließend sagen, ob eine Eigenbedarfskündigung auch zum gewünschten Erfolg führen wird. Der Mieter könnte beispielsweise einen Härtegrund geltend machen, um der Kündigung zu widersprechen. Im Konfliktfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lieselotte am 09.03.2019 14:35

Lieselotte am 08.03.'19 schreibt: als Mieterin die Kündigung erhalten angeblich als eigenbedarf, jedoch keine

genauen Angaben; diese erfolgten erst in meinem widerspruchschreiben, auf welches mich der Vermieter in

aber nicht hingewiesen hat in seiner Kündigung.frage: ist die Kündigung unwirksam?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.03.2019 10:30

Hallo Lieselotte,

das können wir leider aus der Ferne nicht abschließend klären, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Tatsächlich können aber formelle Fehler im Kündigungsschreiben dazu führen, dass eine Kündigung unwirksam wird. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt rechtlich beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

josynea am 09.03.2019 13:01

Hallo

Wie lange muss ich mindestens in der Wohnung wohnen, in die ich zuvor wegen Eigenbedarf eingezogen bin, bevor ich sie an einen neuen Mieter vermiete?

LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.03.2019 10:03

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hier gibt es keine feste gesetzliche Regelung. Wenn der Vermieter kurze Zeit nach der Eigenbedarfskündigung aus der selbst genutzten Wohnung wieder auszieht, kann das ein Indiz für eine rechtsmissbräuchliche Eigenbedarfskündigung sein, es muss aber auch nicht. Beispielsweise würde ein Gericht eine Eigenbedarfskündigung wohl dann nicht als rechtsmissbräuchlich einstufen, wenn sich bestimmte Umstände, die den erneuten Auszug des Vermieters begründen, erst nach dem Einzug in die Wohnung ergeben haben.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mario F. am 06.03.2019 09:39

Hallo,

ich habe meinem Mieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Die 1-Monatsfrist für den Widerspruch ist abgelaufen. Der Mieter hat nicht reagiert. Mündlich hat er mir aber mitgeteilt, dass er nicht ausziehen wird. Kann ich schon jetzt eine Räumungsklage einreichen, obwohl der Termin zum Auszug noch nicht erreicht ist?

Ich möchte einfach keine weitere Zeit verlieren, da wir die Wohnung dringend benötigen.

Danke!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.03.2019 10:24

Hallo Mario und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Klage auf eine anstehende Räumung kann auch schon vor Ablauf der Kündigungsfrist erhoben werden, wenn die Besorgnis gerechtfertigt ist, dass der Mieter nicht rechtzeitig ausziehen wird. Geregelt ist das in § 259 ZPO. Umstritten ist aber die Frage, wann genau eine solche Besorgnis denn nun gerechtfertigt ist und ob der Mieter dafür offiziell Widerspruch erhoben haben muss. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Eigentümerverwein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Olli am 05.03.2019 20:12

Ich habe vor eine vermietete ETW zu kaufen und nach Abschluss des Kaufvertrages die Wohnung wegen Eigenbedarf (Einzug meiner Tochter) zu kündigen. Was ist hierbei zu beachten? Ich kenne bis dato keinerlei Eckdaten zum heute bestehenden Mietverhältnis und natürlich unsicher wie ich mich verhalten.

Besten Dank für Ihr Feedback

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.03.2019 09:47

Hallo Olli und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sinnvoll wäre es vorab, wenn Sie sich vom Verkäufer bestimmte Klauseln im Mietvertrag zeigen lassen würden, denn diesen übernehmen Sie als Käufer. Wäre dort also beispielsweise für eine bestimmte Zeit die Kündigung ausgeschlossen, wären auch Sie daran gebunden. Ebenfalls sollten Sie in Erfahrung bringen, ob die Wohnung während der Mietdauer erst in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, denn in diesem Fall gäbe es eine Kündigungssperrfrist zu beachten.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Konfliktfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Eifelhexe am 05.03.2019 15:13

Hallo,

ich hätte einmal eine Frage bei Nutzung einer Mietwohnung zum Zwecke von Büro/Schulungsraum und Bastel-/Kreativtreff für einen gemeinnützigen Verein. Wir arbeiten als Non Profit Organisation, das heißt in unserem Fall, dass wir zum Beispiel für einen Bastelkurs das Material und z.B. 5 €/Person bekommen, die aber wieder zurück in den Verein fließen. Ein Treffen sollte max. mit 5 Gästen stattfinden, wenn es angenommen wird, mehrmals in der Woche. Der andere Raum soll als Büro und gelegentlich als Schulungsraum für die neuen Mitarbeiter des Vereins genutzt werden.

Müssen wir die Erlaubnis des Vermieters einholen, auch wenn es sich ja hier nicht um "gewerbliche" Tätigkeiten handelt? Wir bereichern uns ja nicht an dem eingespielten Geld sondern helfen einer Hilfsorganisation, die damit wieder Gutes tun kann.

Vielen Dank schon jetzt für die Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.03.2019 15:16

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

entscheidend dürfte nicht so sehr sein, ob Sie sich an dem Geld bereichern, sondern inwiefern Ihre Tätigkeit einen erhöhten Publikumsverkehr im Haus zur Folge hat. Uns ist allerdings aktuell kein Streitfall bekannt, in dem sich ein Richter schon mit einer ähnlichen Frage hätte befassen müssen. Insofern wäre es wohl zumindest sicherer, die Erlaubnis des Vermieters einzuholen.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ich am 04.03.2019 16:04

Wie lange muss man in der Wohnung wohnen bleiben, wenn der Vormieter wegen Eigenbedarf ausziehen musste ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.03.2019 08:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hier gibt es keine feste gesetzliche Regelung. Wenn der Vermieter kurze Zeit nach der Eigenbedarfskündigung aus der selbst genutzten Wohnung wieder auszieht, kann das ein Indiz für eine rechtsmissbräuchliche Eigenbedarfskündigung sein, es muss aber auch nicht. Beispielsweise würde ein Gericht eine Eigenbedarfskündigung wohl dann nicht als rechtsmissbräuchlich einstufen, wenn sich bestimmte Umstände, die den erneuten Auszug des Vermieters begründen, erst nach dem Einzug in die Wohnung ergeben haben.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

LaraFari am 28.02.2019 20:48

Guten Abend liebes Beraterteam,

ich habe mir eine Eigentumswohnung gekauft, die seit knapp 5 Jahren vermietet ist.

Im Januar habe ich den Mietern wegen Eigenbedarf zum 30.4.19 gekündigt.

Jetzt haben sie Widerspruch eingelegt, wegen Härtefall, weil sie 2 kleine Kinder haben denen ein Umzug nicht zugemutet werden kann weil drei Jahre und 7 Monate.

Sie haben sich ein Grundstü k gekauft und wollen bauen, wissen allerdings nicht wie lange das dauern kann bis das Haus einmal fertig sein wird.

Das kann ja uU Jahre dauern.

Sie wollen ihren Kindern keine Zwischenlösung zumuten.

Ich selbst bin alleinstehend, schwanger und mein Vermieter hat die Kündigung meiner Wohnung angemeldet.

Hat in diesem Fall mein eigener Härtefall nicht Vorrang und kann ich den Widerspruch abweisen?

Es kann ja nicht sein, dass ich im Besitz einer Wohnung bin ind delbdt bald schwanger auf der Strasse sitze.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.03.2019 09:34

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

leider können wir diese Frage nicht abschließend beantworten. Im Streitfall müsste ein Richter hier die Interessen beider Parteien gegeneinander abwägen und darauf basierend eine Entscheidung treffen. Insofern können wir Ihnen leider nur raten, sich rechtlich beraten zu lassen, entweder von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt von einem auf Mietrecht spezialisiertem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Julia am 28.02.2019 09:54

Hallo Immowelt Team,

ich habe in Ende Januar für meine Mitter eine Kündigung (am 29.01.2019) wegen Eigenbedarf für mein Sohn schreiben. Die Frist beläuft sich auf 3 Monate (Mietvertrag besteht seid 3 Jahre).

Bei letzte Besuch habe ich die Mitterin angespochen. Und gesagt das er mit seine Freundin einzeiht. Jetzt habe ich ein böse Brief bekommen von Rechanwalt, das abgelent.

Wo sie eingezogen habe ich sofort gesagt, das dieses Wohnung, speiter für mein Sohn gedacht. Damals haben Sie ein Kind, mitlaweile schon 3. Ich weis nicht was ich machen kann, meine Nettigkeit ist am Ende. Was kann man machen, aussen das ich mir eine Rechanwalt nehmen kann?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.02.2019 10:27

Hallo Julia und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Eigenbedarfskündigung dann rechtsmissbräuchlich sein kann, wenn der Vermieter bei Vertragsabschluss bereits entschlossen war, später aufgrund von Eigenbedarf zu kündigen (Az.: VIII ZR 154/14). Dies gilt jedoch nicht, wenn der Vermieter den Mieter bereits bei Vertragsabschluss darüber informiert. In der Praxis wird es aber darum gehen, ebendiese Information zu beweisen. Wir dürfen allerdings keine Rechtsberatung leisten und können Ihnen daher letztlich auch nur dazu raten, sich rechtlich beraten zu lassen. Eventuell hilft Ihnen hier auch das Gespräch bei einem Eigentümerverein wie Haus & Grund weiter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Betti am 26.02.2019 21:36

Hallo Immowelt Team,

ich habe eine Frage: eine Rechtsanwältin hat für unseren Mieter ein Brief geschrieben. Wir haben ihm finanzielle Hilfe angeboten und eine andere Wohnung,,weil wir wg. Eigenbedarf gekündigt haben. Diese Rechtsanwältin hat mir 300 Euro für das Brief im Dezember 2018 berechnet. Ich habe letzte Woche eine neue Rechnug über 400 Euro von diese Rechtsanwältin erhalten. Sie hat uns Gebühren berechnet. An wem könnten wir uns wenden? Rwchtsanwänweltin reagiert nicht auf meine Nachfragen. Kein Antwort von ihr für was Sie uns Gebühren berechnet hat. Bitte um Ihre Hilfe, wie können wir dagegen vorangehen? Vielen Dank im Voraus

Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.02.2019 08:47

Hallo Betti und vielen Dank für Ihren Kommentar,

aus welchem Grund genau Sie die Rechnungen in der fraglichen Höhe erhalten haben, können wir aus der Ferne leider auch nicht klären. Eventuell wäre es für Sie aber hilfreich, sich an die Rechtsanwaltskammer zu wenden, vielleicht findet sich so eine Erklärung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rena am 26.02.2019 16:05

Hallo Immowelt Team,

ich wohne seit nunmehr 6 Jahren in einer kleinen Wohnung zur Miete. Es gab bisher nie Probleme, alles lief harmonisch und ordentlich. Mein Vermieter lebt, mit seiner Lebensgefährtin (sind nicht verheiratet) nebenan. Nun hat mein Vermieter wohl eine neue Frau und möchte, dass die alte auszieht. Durch seine Exfrau kam mir zu Ohren, dass es wahrscheinlich angedacht ist, mir meine Wohnung, auf Grund von Eigenbedarf zu kündigen, um so die Ex-Lebensgefährtin dort einziehen zu lassen. Da ich in keinster Weise auch nur im Traum daran gedacht hatte hier auszuziehen, wollte ich fragen, ob mein Vermieter aus o.g. Gründen in der Tat eine Kündigung aussprechen darf.

MfG

R. Doms

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Immowelt-Redaktion am 27.02.2019 09:27

Hallo Rena und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist nicht nur für nahe Angehörige, sondern auch für Angehörige des eigenen Haushalts möglich. Hierzu zählen auch Lebensgefährten. Inwiefern im vorliegenden Fall die Tatsache zu bewerten ist, dass die Beziehung zwischen Ihrem Vermieter und seiner Lebensgefährtin bereits beendet ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen. Im Kündigungsfall würden wir Ihnen hier zur Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt raten.

Sollte es sich bei der Immobilie, in der Sie wohnen, um ein Zweifamilienhaus handeln, möchten wir Sie zusätzlich darauf hinweisen, dass der Vermieter hier ein erleichtertes Kündigungsrecht hat, wenn er, wie im vorliegenden Fall, eine der beiden Wohnungen selbst bewohnt. Er kann in diesem Fall auch ohne Angabe von Gründen kündigen. Die Kündigungsfrist würde sich in diesem Fall aber um drei Monate verlängern.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Robroy am 26.02.2019 09:29

Guten Tag,

Ich möchte das 2 familienhaus meiner Eltern abkaufen. In der einen Wohnung wohnen meine Eltern und in der anderen ein Mieter ich glaub seit locker 8 Jahren. Mein Gedanke ist diesen Mieter dann mit Eigenbedarf zu kündigen damit ich in diese Wohnung ziehen kann, es würden dann ja meine Eltern in der einen Wohnung und ich in der anderen Wohnung wohnen. Wäre dies nach dem eigentümerwechsel möglich oder sollten lieber meine Eltern dem Mieter vorher auf Eigenbedarf kündigen damit ich einziehen kann ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.02.2019 10:22

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

beides ist möglich. Zusätzlich könnten Ihre Eltern auch jetzt ohne Verweis auf den Eigenbedarf kündigen, denn gemäß § 573a BGB ist das für Vermieter möglich, die gemeinsam mit dem Mieter in einem Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen wohnen. In diesem Fall verlängert sich allerdings die Kündigungsfrist um drei Monate.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wohnen1 am 25.02.2019 15:53

Hallo,

ich werde nächsten Monat eine Kündigung wegen Eigenbedarf schreiben. Die Frist beläuft sich auf 6 Monate (Mietvertrag besteht seid 7 Jahre)Jetzt meine Frage, Kann bzw darf der Mieter einen Monat nach eingang der Kündigung schon sagen so ich ziehe aus und zahle keine weitere Miete mehr?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.02.2019 08:29

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ausziehen darf der Mieter natürlich schon, an das Mietverhältnis und damit auch an die Zahlung der Miete ist er aber zunächst weiter gebunden. Er kann allerdings seinerseits selbst das Mietverhältnis mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

rqxw23 am 24.02.2019 10:29

Gusten Tag

Ich besitze eine Eigentumswohnung, die der Mieter aber nur wenige Tage im Jahr bewohnt.

Ich würde die Wohnung gern selbst nutzen.

Kann ich auf Eigenbedarf kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.02.2019 10:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sofern tatsächlich Eigenbedarf besteht und Sie die Wohnung für sich selbst nutzen möchten, ist eine Eigenbedarfskündigung möglich. Das gilt übrigens unabhängig davon, wie intensiv der Mieter die Wohnung nutzt. Bedenken sollten Sie aber eine mögliche Sperrfrist für die Eigenbedarfskündigung. Diese besteht immer dann, wenn eine Wohnung in einem Mietshaus während der Mietdauer erst in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde und beträgt mindestens drei Jahre.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jens am 23.02.2019 20:25

Hallo Immowelt-Team,

wir haben folgende Frage:

Im Moment wohnen wir zur Miete (90qm, 3 Zimmer mit 1 Kind) und haben vor eine derzeit vermietete Eigentumswohnung zur Eigennutzung zu erwerben. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine 3-Zimmer-Wohnung welche ca. 10 qm größer ist. Die Frage ist, ob der Eigenbedarf extra begründet werden muss oder ob es als Grund reicht, dass wir unser Eigentum selber nutzen wollen.

Vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Jens

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.02.2019 10:36

Hallo Jens und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sofern tatsächlich Eigenbedarf besteht genügt in der Regel als Grund die Tatsache, dass Sie Ihre Eigentumswohnung selbst nutzen wollen. Sie müssen also nicht in einer besonderen Notsituation sein, um eine Eigenbedarfskündigung aussprechen zu können. Bedenken Sie beim Kauf der Eigentumswohnung aber eine mögliche Sperrfrist für die Eigenbedarfskündigung. Diese besteht immer dann, wenn eine Wohnung in einem Mietshaus während der Mietdauer erst in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde und beträgt mindestens drei Jahre.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Helenadunaj1 am 18.02.2019 19:55

Hallo liebe Immowelt Team. Wir haben eine Frage bzgl. Kündigung an unsere Mieter. Mieter hat letztes Jahr Ende Seit. Kündigung erhalten, da wir mit kleinem Kind aus unseren Mietwohnung ausziehen müssen. Sollten wir unseren Mieter 3 Wohnungen noch vor Räumungsklage anbieten? Ich habe so was gehört. Nicht dss unsere Räumungsklage aus diesem Grund abgewiesen wird.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Vesna Sporee

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2019 09:35

Sehr geehrte Frau Sporee,

wenn Ihnen zum Kündigungszeitpunkt oder während der laufenden Kündigungsfrist eine vergleichbare Wohnung im selben Anwesen zur Vermietung zur Verfügung steht, müssen Sie diese tatsächlich anbieten, ansonsten gilt die Eigenbedarfskündigung als rechtsmissbräuchlich. In diesem Fall würde wohl auch eine Räumungsklage abgewiesen. Drei verschiedene Wohnungen müssen Sie allerdings nicht anbieten, es genügt wie gesagt eine im gleichen Gebäude oder in der gleichen Wohnanlage. Steht Ihnen keine solche Wohnung zur Verfügung, müssen Sie natürlich auch keine anbieten.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Christine am 18.02.2019 17:47

Hallo liebes immowelt Team,

Meine Oma (84 Jahre) lebt seit über 30 Jahren in einer 2 Raum Wohnung. Eingezogen ist sie, als die Wohnung dem gemeinnützigen Wohnungsbau angehörte. Vor einem Jahr wurde die Wohnung an einen Privaten Eigentümer verkauft. Dieser möchte nun, aufgrund von Familienzuwachs, Eigenbedarf in Anspruch nehmen. Wie lange beträgt ihre Kündigungsfrist ? Wird ihr hohes Alter, kleine Rente, Pflegegrad 1 und Mietdauer von über 30 Jahren berücksichtigt? Was sind ihre Rechte ?

Bitte um Mithilfe, liebe Gruß

Christine

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2019 08:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren liegt die Kündigungsfrist bei neun Monaten. In Ihrem Fall stellt sich zusätzlich die Frage, ob die Wohnung während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. Ist das der Fall, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese Sperrfrist kann von den Bundesländern noch ausgeweitet werden. Beim Alter Ihrer Großmutter und durch den vorhandenen Pflegegrad kommt unter Umständen auch die Härtefallregelung zum tragen. Dadurch kann die Kündigungsfrist bei einer Eigenbedarfskündigung unter Umständen erweitert werden. Ob aber tatsächlich ein Härtefall vorliegt und welche Folgen das hat, können wir aus der Ferne nicht abschließend klären, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Hierzu empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mocola2006 am 17.02.2019 11:29

Hallo, ich habe eine Eigentumswohnung durch Versteigerung 2 Jahren gekauft. Die Wohnung war von alten Eigentümer fristlos vermietet. Ich habe mehr Male versucht mit dem Miter zu reden das sie sich neue Wohnung suchen sollen weil meine Nichte vom Ausland für Studium nach Berlin kommen wird und sie in der Wohnung wohnen wird. In zwischen mehr als 1 Jahr vergangen und meine Nichte ist gekommen und wohnt bei uns. Sie hat zu erst zwei jahre Aufenthalt und danach wird es verlängert! Wir würden gerne alles alles offiziell durchziehen und wegen Eigenbedarf kündigen. Die Mieter haben 3 Kinder, die in der Nähe zu Kita und Schule gehen. Ist es ein Grund für Hartegrad Begründung? Oder kann ich überhaupt für meine Nichte ( Tochter von meine Schwester) wegen Eigenbedarf kündigen? Wie lange muss ich Kündigungsfrist fest legen?

Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir diese Fragen beantworten können.

Mit freundlichen Grüßen

Mustafa

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.02.2019 10:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist bei einem persönlichen Naheverhältnisse sowohl für Nichten und Neffen als auch für angehörige des eigenen Haushalts möglich. Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Mietdauer der Mieter. Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Bei fünf bis acht Jahren liegt die Kündigungsfrist bei sechs Monaten, bei mehr als acht Jahren bei neun Monaten.

Ob sich aus den Kindern der Mieter sowie deren Verwurzelung vor Ort ein besonderer Härtegrad ergibt, lässt sich vorab leider nicht sagen. Im Streitfall würde dies von einem Gericht geprüft. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

hiltraud am 15.02.2019 10:01

Hiltraud Riebesel

Guten Morgen,

ich habe mehrere vermietete Einfamilienhäuser, jedoch vorwiegend Bungalows und 1

Friesenhaus. Das Friesenhaus ist seit 20 Jahren an den gleichen Mieter vermietet.

Ich habe Eigenbedarf bei dem Friesenhaus angemeldet da unsere Tochter mit Lebenspartner das Haus beziehen soll.Ichhabe eine Kündigungsfriets von 9 <Monaten eingehalten. Allerdings hat der Mieter noch einen Mietvertrag vor 2001 in dem noch eine Kündigungsfrist von 12 Monaten vermerkt ist.

Muss ich eine Kündigungszeit von 12 Monaten einhalten, obwohl die Gesetzeslage anders

ist und muss ich begründen warum ich gerade das Friesenhaus kündige und nicht eines der Bungalows.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.02.2019 10:15

Hallo Frau Riebesel,

nach dem Gesetz ist eine zum Nachteil des Mieters von der Gesetzeslage abweichende Vereinbarung unwirksam, eine zum Nachteil des Vermieters abweichende Vereinbarung jedoch nicht. Das bedeutet in diesem Fall, dass Sie an die Kündigungsfrist von zwölf Monaten wohl gebunden sind. Begründen, warum Sie eine Immobilie kündigen, eine andere jedoch nicht, müssen Sie bei einer Eigenbedarfskündigung in der Regel aber nicht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir vorab nicht einschätzen können, ob Ihre Eigenbedarfskündigung auch Erfolg haben wird, auch, weil wir nicht wissen, ob der Mieter möglicherweise bestimmte Härtegründe vorbringt, die gegen eine Kündigung sprechen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie im Streitfall von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vera Kuhlen am 14.02.2019 08:56

Ein 90 jähriger Vermieter muss seinem Mieter , der zurzeit eine Erdgeschosswohnung in seinem Haus bewohnt, wegen Eigenbedarf kündigen. Im Haus wohnt die pflegebedürftige Tochter des Vermieters im Augenblick im Dachgeschoss. Da der Vermieter aber wegen seines Alters keine Treppen mehr steigen kann, soll die Tochter in die Wohnung im Erdgeschoss ziehen. Dem Mieter wurde die Dachgeschosswohnung angeboten. Anfangs war er einverstanden. Jetzt stellt er sich quer, da die Erdgeschosswohnung behindertengerecht umgebaut wird und er somit kleinere Einschränkungen in Kauf nehmen müsste. Was kann der Vermieter hier machen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.02.2019 10:43

Hallo Frau Kuhlen,

wenn die Eigenbedarfskündigung wirksam ausgesprochen wurde und der Mieter dennoch nicht ausziehen möchte, muss der Vermieter wohl oder übel auf Räumung klagen. Das Gericht prüft die Kündigung dann und erlässt einen Räumungstitel.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher zunächst das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jessicsa1010 am 13.02.2019 12:06

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe ein 4 Familienhaus und möchte gerne Eigenbedarf anmelden.

Es sidn 2 identische Wohnungen. Also 2x 4 Zimmerwohnung und 2x eine 6 Zimmerwohnung

Ich möchte gerne in eine bestimmte 2x 4er Zimmerwohnung einziehen.

Jetzt habe ich bedenken, dass der Mieter sich einmischt und sich fragt warum ich denn genau seine Wohnung will und nicht die andere indentisch Wohnung.

Muss ich das begründen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.02.2019 12:12

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, dazu besteht keine Pflicht. Wir können allerdings vorab nicht klären, ob eine Eigenbedarfskündigung im Endeffekt auch erfolgreich sein wird, auch weil wir nicht wissen, ob der Mieter gegebenenfalls Härtegründe vorbringt, die gegen eine Eigenbedarfskündigung sprechen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chris am 12.02.2019 13:11

Hallo liebes Team von Immowelt,

Ich erwäge eine Doppelhaushälfte zu erwerben die derzeit vermietet ist und möchte den derzeitigen Mietern wegen Eigenbedarf kündigen.

Die DHH würde ich zusammen mit einer nahen Angehörigen nutzen. Ich bin vor ca. 1 1/2 Jahren von einer Stadt (Bremen) in eine andere (Bremerhaven) versetzt worden und habe eine Fahrzeit von täglich 1 1/2 bis 2 Stunden. Der Erwerb der Immobilie erfolgt erst jetzt, da meine Angehörige erst im November 2018 in Rente gegangen ist und meine Versetzung erst ab September 2018 endgültig erfolgte (davor war es eine Abordnung, es war vorher somit nicht sicher ob ich auf der Stelle bleiben werde).

Kann ich den langen Arbeitsweg (tgl. ca. 100 km) sowie die Tatsache das ich die DHH für mich und meine Angehörige selbst bewohnen möchte als Begründung für eine Eigenbedarfskündigung angeben, auch wenn ich den tgl. Arbeitsweg schon so lange habe?

Vielen Dank!

Gruß

Chris

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2019 13:39

Hallo Chris und vielen Dank für Ihren Kommentar,

entscheidend für den Erfolg einer Eigenbedarfskündigung ist, dass tatsächlich Eigenbedarf besteht und das scheint in Ihrem Fall ja gegeben zu sein. Es gibt auch nirgendwo Regelung, die besagt, dass Sie einen längeren Arbeitsweg hinnehmen müssen, wenn sie ihn schon eine gewisse Zeit hingenommen haben. Dennoch können wir vorab nicht abschließend klären, ob Ihre Eigenbedarfskündigung auch erfolgreich sein wird. Einerseits, weil sich nie sagen lässt, ob der Mieter nicht gegebenenfalls Härtegründe vorbringt, die gegen eine Eigenbedarfskündigung sprechen, andererseits aber auch, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher im Zweifel dazu raten, einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

KhunKoppka am 07.02.2019 14:43

Liebe Leute von Immowelt!

Ich würde gerne wegen Eigenbedarf 2 Mietparteien kündigen für mich und meine Freundin (70qm und ca. 30qm Dachgeschosswhg). Zudem ist der eine Mieter "Herzkrank", aber arbeitsfähig. Geht das?

Was passiert, wenn die Mieter den Auszug trotzdem verweigern, habe ich dann die Möglichkeit einer Räumungsklage und wie lange kann sich das hinziehen?

Ich muss meine Berliner Whg aufgeben und möchte dann nicht selber auf der Strasse stehen,

für eine Antwort im voraus vielen Dank, Frank Koppka

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.02.2019 10:54

Hallo KhunKoppka und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Grundsätzlich können Sie die Räumlichkeiten wegen Eigenbedarfs kündigen, wenn Sie die Wohnung für sich und enge Angehörige selbst nutzen wollen. Im Kündigungsschreiben muss der Eigenbedarfswunsch allerdings sehr sorgfältig begründet werden, vielleicht sollten Sie hier die Hilfe eines Eigentümerverbands oder eines Fachanwalts für Mietrecht in Anspruch nehmen.

Wenn der Mieter die Wohnung nicht freiwillig räumt, bleibt nur eine Räumungsklage. zeitlich kann sich das durchaus über Monate ziehen, je nachdem wie überlastet die Gerichte sind. Insofern sind genaue zeitliche Angaben nicht möglich.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Pommes am 07.02.2019 13:23

Hallo liebes Team

wie sieht es aus, wenn man als EIGENBEDARF einer Einliegerwohnung zwecks Praxis Eröffnung dem Mieter kündigt?

Mieter macht auf psychisch krank, ist Autist und aktuell Transgender.

Widerspruch in sich ......psychisch krank, aber in der Lage alleine zu wohnen ?

Gab schon diverse Vorfälle, die einem Vermieter mehr als zu denken geben,

Unzumutbar ? Ausgehende Gefahr durch Mieter

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.02.2019 10:49

Hallo Pommes,

grundsätzlich ist es auch möglich, einem Mieter wegen Eigenbedarf zu kündigen, wenn eine gewerbliche Nutzung vorgesehen ist, allerdings nicht immer. So hat der BGH vor einiger Zeit entschieden, dass eine Eigenbedarfskündigung zum Zwecke der Nutzung der Räumlichkeiten als Aktenlager nicht zulässig ist (Az.: VIII ZR 45/16), wobei im verhandeten Fall (Berlin) auch das Zweckentfremdungsverbot für Mietwohnungen in die Entscheidung mit einfloss. Der BGH betonte, dass die Zulässigkeit einer Eigenbedarfskündigung immer vom Einzelfall abhänge und einer genauen Abwägung der gegensätzlichen Interessen bedürfe.

Wenn es sich bei der Einliegerwohnung um eine Wohnung in einem Gebäude mit nur zwei Wohneinheiten handelt, wobei die andere Wohnung vom Vermieter selbst bewohnt wird, gibt es eine gesetzliche Ausnahmeregelung: § 573a BGB sieht dann vor, dass dem Mieter ohne Angaben von Gründen mit einer um drei Monate verlängerten Frist gekündigt werden kann.

Ob "diverse Vorfälle" eine Kündigung aus wichtigem Grund rechtfertigen können, können wir aus der Ferne nicht beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mieterin66 am 01.02.2019 19:56

Sehr geehrtes Team,

ich habe ein Reihenhaus, welches ich seit 10 Jahren vermietet habe. Jetzt möchte gerne meine Tochter mit Enkelin und Freund einziehen. Der Freund wird aber unregelmäßig mit im Haus wohnen, d.h. jeden 3. Tag. Muss im Mietvertrag der Freund mit aufgenommen werden? Oder kann meine Tochter mit dem Kind als Mieter eingetragen werden? Gibt es da Schwierigkeiten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.02.2019 09:09

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es gibt keine Verpflichtung für Sie, den Freund Ihrer Tochter mit in den Mietvertrag aufzunehmen, der Mietvertrag kann also auch nur auf den Namen Ihrer Tochter laufen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir vorab nicht mit Bestimmtheit sagen können, ob eine Eigenbedarfskündigung erfolgreich sein wird oder nicht, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vermieter 56 am 01.02.2019 13:41

Sehr geehrtes Team,

Unser Haus ist ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung ( Hauptwohnung 120 qm, Einlieger 65 qm). Die Hauptwohnung ist vermietet. Wir selbst leben in der Einliegerwohnung. Nun möchten wir wegen Eigenbedarf kündigen weil wir selbst wieder in die große Wohnung möchten. Wahrscheinlich zieht unsere Tochter mit Enkel in die Einliegerwohnung, die wir dann im Rahmen von Umbauten vergrößern würden. Können wir Eigenbedarf anmelden auch wenn unsere Tochter nicht einzieht ?

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.02.2019 13:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das hängt davon ab, wie Sie den Eigenbedarf begründen. Wenn Sie schlüssig darlegen können, warum Sie die größere Wohnung benötigen, ist eine solche Kündigung wirksam. Wenn Sie das jedoch damit begründen, dass Ihre Tochter die andere Wohnung benötigt und diese danach nicht einzieht, sondern die Wohnung leer steht, könnte der Mieter Ihnen eventuell vorwerfen, Sie hätten den Eigenbedarf nur vorgetäuscht, mit ungewissem Ausgang. Sie sollten allerdings bedenken, dass Sie in einem Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten, von denen Sie eine selbst bewohnen, ohnehin ein erleichtertes Kündigungsrecht haben. Sie können in diesem Fall jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Lediglich die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Für eine rechtssichere Auskunft empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thuy Tien am 31.01.2019 17:18

Hi

ich Wohne seit 2 Monaten in einer kleinen Wohnung. Vor ein paar Tagen bekam ich eine E-mail. Das ich ausziehen muss wegen Eigenbedarf. In 18 Tagen soll ich ausziehen. Sie stellen mir bis 1.04 eine Wohnung kostenfrei und dann kann ich in einer andere Wohung von denen einziehen. Meine frage dürfen Sie das und kann ich Von Ihnen Geld verlangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.02.2019 08:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Annahme, dass es sich hierbei um ein reguläres Wohnraummietverhältnis handelt, wäre die Kündigung in dieser Form nicht wirksam. Erstens, weil eine solche Kündigung die eigenhändige Unterschrift des Vermieters tragen muss und zweitens weil die Kündigungsfrist drei Monate beträgt. Darüber hinaus muss die Eigenbedarfskündigung gut begründet werden, der bloße Hinweis auf Eigenbedarf genügt in der Regel nicht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen raten, die fragliche E-Mail zusammen mit Ihrem Mietvertrag einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mina am 31.01.2019 13:32

Guten Tag,

mein Sohn möchte eine Wohnung (70qm) kaufen, die vermietet ist. Kann er wegen Eigenbedarf kündigen. Er ist ledig und wohnt bei mir.

Liebe Grüße

Mina

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.01.2019 14:16

Hallo Mina,

unter der Voraussetzung das die Wohnung nicht während der Mietdauer des Mieters in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, kann er das in der Regel, sofern er vor hat, tatsächlich in die Wohnung einzuziehen. Wurde die Wohnung während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt, muss er eine Sperrfrist von drei Jahren oder je nach Bundesland auch eine längere Frist abwarten.

Vorab lässt sich zudem nie mit endgültiger Sicherheit sagen, ob eine Eigenbedarfskündigung im Einzelfall auch erfolgreich ist. So könnte der Mieter beispielsweise besondere Härtegründe vorbringen, die einen Umzug aktuell verunmöglichen. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Torque am 29.01.2019 09:38

Liebe Immo-Welt Redaktion,

meine Schwägerin besitzt ein Haus mit 3 Wohneinheiten, darunter ein kleines Appartement (25 qm) das mit ihrer Wohnung durch eine derzeit verschlossene Türe verbunden ist. Da sie dieses Appartement künftig für sich selbst nutzen will (Einbau einer Sauna und evtl. Ruheraum) stellt sich die Frage ob sie in dieser Situation Eigenbedarf anmelden kann?

Da sie auch schon in einem fortgeschrittenen Alter ist, könnte man dann dieses Appartement auch zur Unterbringung einer Pflegekraft nutzen?

Ich hoffe Sie können mir ein bisschen weiter helfen.

Mit freundlichen Grüssen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.01.2019 10:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Ihre Schwägerin das Appartement für sich selbst nutzen möchte, kann Sie aufgrund von Eigenbedarf kündigen, auch in dem von Ihnen genannten Fall ist das prinzipiell möglich. Vorab lässt sich allerdings natürlich nie sagen, ob eine solche Kündigung auch im Streitfall Bestand hätte.

Auch eine Eigenbedarfskündigung zur Unterbringung einer Pflegekraft ist möglich. Weil es sich bei der Pflegekraft aber nicht um einen Angehörigen handeln dürfte und auch nicht um eine Person, die bereits im Haushalt Ihrer Schwägerin wohnt, müsste sie sich bei der Kündigung wohl auf ein sonstiges berechtigtes Interesse gemäß § 573 Abs. 1 S. 1 BGB berufen.

Schwierig dürfte es allerdings werden, jetzt schon den Mietvertrag zu kündigen und dies damit zu begründen, dass eventuell später eine Pflegekraft einziehen will. Bedenken Sie bitte auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Um die Kündigung rechtssicher zu gestalten, empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

thomaspiklor am 28.01.2019 13:39

Hallo zusammen.

Wir wurden fristgerecht aus einem Haus gekündigt wegen Eigenbedarf.

Die Vermieterin wohnt auch in diesem Haus.

Aber sie möchte die Wohnung nun wieder vermieten.

Wir würden aus unserem gewohnten Umfeld gerissen und leben nun ein halbes Jahr in einem anderen Ort.

Also der Eigenbedarf existiert nun seit etwas mehr als ein halbes Jahr.

Ist Es denn rechtens oder kann ich dagegen vorgehen?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Piklor

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.01.2019 13:50

Sehr geehrter Herr Piklor,

nachdem Sie bereits ausgezogen sind, ist es nicht mehr möglich, noch gegen die Kündigung selbst vorzugehen, in diesem Fall käme nur noch eine Klage auf Schadensersatz in Betracht. Hierzu müssten Sie aber nachweisen, dass die Vermieterin zum Zeitpunkt der Kündigung beziehungsweise während der laufenden Kündigungsfrist schon wusste, dass sie die Wohnung nur für eine begrenzte Zeit benötigen würde. Selbst wenn Sie das könnten, wären Ihre Erfolgsaussichten aber keinesfalls sicher. Bedenken Sie aber bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Daher können wir Ihnen leider nur raten, sich von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt rechtlich beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

pevers58 am 26.01.2019 09:57

Hallo liebe Immowelt Redaktion,

Wir sind Vermieter und möchten unser vermietetes Reihenhaus wegen Eigenbedarf kündigen. Unser selbst genutztes Haus soll komplett um- und ausbauen werden (Bauzeit 6-8 Monate),und wir können während der Bauphase das Haus nicht nutzen. Hinzu kommt, das wir Halter von mehreren Tieren (Hunde und Katzen) sind und für einen kurzfristigen Mietvertrag in einem angemieteten Haus keinen Erfolg haben.

Können wegen Eigenbedarf kündigen?

Vielen Dank um voraus für eine Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.01.2019 09:58

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

leider lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten. Wenn ein Vermieter schon zum Zeitpunkt der Kündigung die Absicht hat, nur für einen begrenzten Zeitraum in seiner Wohnung zu leben, kann die Kündigung dadurch unwirksam werden, sie muss es aber nicht. Entscheidend sind einerseits nachvollziehbare Gründe für den Nutzungswunsch, andererseits ist es aber auch die geplante Nutzungsdauer. Eine feste zeitliche Grenze, ab welcher geplanten Nutzungsdauer eine Eigenbedarfskündigung möglich ist, gibt es aber nicht. Die Gerichte urteilen hier sehr unterschiedlich. Wir können Ihnen insofern leider nur raten, sich vor der Eigenbedarfskündigung mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Robert180 am 25.01.2019 10:14

Guten Morgen,

ich bin Vermieter und auf ständige Pflege angewiesen.

Die Tagespflege wäre durch ambulanten Pflegedienst gewährleistet, aber für die Nachtpfleger bräuchte ich Wohnraum. Ist eine Eigenbedarfskündigung möglich bzw. erlaubt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.01.2019 12:43

Hallo Robert und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich möglich ist das. Weil es sich bei der Pflegekraft aber nicht um einen Angehörigen handeln dürfte und auch nicht um eine Person, die bereits in Ihrem Haushalt wohnt, müssten Sie sich bei der Kündigung wohl auf ein sonstiges berechtigtes Interesse gemäß § 573 Abs. 1 S. 1 BGB berufen. Bedenken Sie aber bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Um die Kündigung rechtssicher zu gestalten, empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Acarlin am 22.01.2019 14:56

Hallo liebes Immowelt-Team,

ich habe ebenfalls eine Frage bezüglich des Eigenbedarfs. Wie verhält es sich, wenn mein Vermieter 6 Wohnungen vermietet die alle um die 60-110 qm groß sind, seine Tochter in einer der Wohnungen wohnt und der Vermieter mir jetzt kündigt, weil seine Tochter meine Wohnung haben möchte. Die wohnt quasi direkt neben mir, keine 10 Meter entfernt. In einer ähnlich großen Wohnung. Ebenfalls als Mieterin bei ihrem Papi. Ist das okay?

Danke im Voraus für ihre Antwort! :)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.01.2019 15:23

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn die Wohnung nahezu identisch ist, müsste der Vermieter wohl zumindest darlegen, warum seine Tochter die Wohnung benötigt. Zudem würde dann im Haus zum Ablauf der Kündigungsfrist eine gleichwertige Wohnung frei, die der Vermieter Ihnen anbieten müsste. Bedenken Sie aber bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir immer die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bezerker am 21.01.2019 13:00

Guten Tag,

Wie genau wird ein Verwandtschaftsverhältnis definiert? Kurze Fall Schilderung: Meine Freundin möchte in die derzeit Vermietete Wohnung ihres "Onkels" einziehen.

Leider sind die zwei nicht direkt miteinander verwandt. Es herrscht ein enges und Familieres Verhältnis sowie stetiger Kontakt. --> Nun zur Frage; wäre in diesem Fall eine Kündigung des aktuellen Mietvertrags aufgrund von Eigenbedarf rechtens?

Ich hoffe die Frage ist verständlich erklärt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.01.2019 14:35

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung für die eigene Nichte wäre grundsätzlich möglich. Handelt es sich hier jedoch um kein tatsächliches Verwandtschaftsverhältnis, dürfte die Eigenbedarfskündigung trotz engerem familiären Verhältnis nicht möglich sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mel Ku am 18.01.2019 22:10

ch habe eine Frage zum Thema Eigenbedarf.

Unser Vermieter war gerade da und hat gesagt, dass er Eigenbedarf anmelden möchte. Für uns kam das jetzt sehr plötzlich. Wir haben ein Haus gemietet mit zwei Wohnungen, die aber von uns von Anfang an als komplettes Wohnhaus genutzt werden, im Mietvertrag ist auch nur das Haus als Ganzes aufgeführt. Er bekommt nun wohl Arbeitslosengeld und findet keinen Job, er wohnt in einer WG, aus der will er nun aber raus.Laut ihm findet er dank Arbeitslosengeld und Lücken im Lebenslauf keinen Job und somit keine Wohnung. Nach seiner Aussage hat er jetzt zwei Monate nach was anderem gesucht und nun für sich damit abgeschlossen. Er will jetzt in eine der Wohnungen rein. Meine Frage ist, geht das überhaupt, auf einen Teil des Mieteigentums Eigenbedarf anzumelden und geht das überhaupt, wenn man eine Wohnung/WG hat?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.01.2019 10:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei der Eigenbedarfskündigung zählt in der Regel nur der aufrichtige Wille des Eigentümers, sein Eigentum selbst nutzen zu wollen, er muss dafür nicht unter besonderem wirtschaftlichen Druck stehen. Allerdings gibt es im Mietrecht keine Teilkündigung, der Mietvertrag könnte also nur als Ganzes gekündigt werden. Wenn der Eigentümer nun nur die Absicht hat, in eine der Wohnungen einzuziehen und die andere nicht benötigt, könnte das unter Umständen zur Unwirksamkeit der Eigenbedarfskündigung führen. Ob das so ist, können wir aus der Ferne aber nicht abschließend klären. Hierzu empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mr.Garrison am 17.01.2019 14:17

Hallo liebe Immowelt-Redaktion,

Ich (Mieter) habe auch ein Eigenbedarfsproblem.

Da es zwischen mir und meiner Vermieterin starke Meinungsverschiedenheiten gibt, und wir rein menschlich leider nicht so gut zueinander passen, möchte Sie mir nun fristgerecht zum 01.07.19 kündigen.

Angeblich brauche Sie die Wohnung für sich selbst.

Lustig ist nur, dass meine Vermieterin ca. 300km von mir bzw.der Wohnung entfernt wohnt und ganz bestimmt nicht hier einziehen wird!

Zudem kam heute ein Brief mit der Post in dem geschrieben steht, dass das Mietverhältnis zum 01.07.19 aufgrund von einem schlechten Vermieter-Mieter_Verhältnisses aufgelöst wird......?

-Ist es dem Vermieter tatsächlich möglich einen Mieter raus zu schmeißen weil er ihn nicht leiden kann?!?

Wäre dies der Fall, würde doch kaum noch jemand seine Wohnung an Fremde vermieten.

Wie dem auch sei....

Können Sie mir vielleicht einen guten Rat geben wie ich mich verhalten soll?

Sollte die Vermieterin tatsächlich die Möglichkeit haben mich raus zu schmeißen sollte ich mich langsam darauf einstellen!

Es wäre toll wenn Ihr mir helfen könntet!

Mit freundlichen Grüßen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.01.2019 15:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bloße Antipathie zwischen Mieter und Vermieter ist kein Kündigungsgrund für den Vermieter. Wenn er aus diesem Grund eine Kündigung ausspricht, ist diese schlichtweg unwirksam und der Mieter muss nicht ausziehen. Eine Eigenbedarfskündigung wiederum muss der Vermieter begründen, also darlegen, für wen er die Wohnung benötigt und das in schriftlicher Form. Eine unwirksame Kündigung können Mieter im Grunde ignorieren, weil spätestens im Fall einer Räumungsklage das Gericht eben diese Unwirksamkeit feststellen würde. Wir würden in Ihrem Fall aber dennoch auf jeden Fall zu einer Rechtsberatung und einer rechtlichen Prüfung des Kündigungsschreibens raten. Eine solche Beratung erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt. Bitte bedenken Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mahu am 09.01.2019 23:14

Hallo Ratgeberteam

Wir besitzen und bewohnen ein ehem. Einfamilienhaus, welches durch eine Trennwand in 2 Wohneinheiten gegliedert wurde. Das Vorderhaus, ~100m²,4ZKB ist seit knapp 6 Jahren an den Bruder meines Partners mit Frau und 2 kleineren Kindern vermietet.

Wir, nicht verheiratet, aber beide Eigentümer, auch 2 kleine Kinder bewohnen den hinteren Teil mit Wohnküche, Bad und Schlafzimmer, ~65m².

Wir würden gerne wegen Eigenbedarf für Kinderzimmer kündigen und die Trennwand wieder entfernen.

Es gibt die Möglichkeit, durch hohen baulichen Aufwand und hohe, nicht abschätzbare Kosten, den Dachboden von ca60m² auszubauen. Wäre das für den Mieter ein möglicher Widerspruchsgrund?

Welche Kündigungsfrist muss genannt werden? 6 Monate mit Nennung der Gründe bzw 9 Monate ohne Angabe von Gründen? Was macht da mehr Sinn?

LG Mahu

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Immowelt-Redaktion am 10.01.2019 14:41

Hallo Mahu und vielen Dank für Ihren Kommentar,

da Sie als Eigentümer in einem Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen leben, gilt für Sie als Vermieter laut Bürgerlichem Gesetzbuch ein erleichtertes Kündigungsrecht (§ 573a BGB). Das heißt, Sie können Ihren Mietern auch ohne ein berechtigtes Interesse kündigen. Die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich jedoch um drei Monate. Lebt der Bruder Ihres Partners seit weniger als fünf Jahren in der Wohnung, wäre die anzuwendende Kündigungsfrist also sechs Monate. Wohnt er seit über acht Jahren dort sind es zwölf Monate, liegt die Mietdauer dazwischen sind es neun Monate (§573c BGB).

Mit feundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Abida am 07.01.2019 20:12

Hallo zusammen,

Unser ehemaliger Vermieter hat unser Mietverhältnis wegen Eigenbedarf(für seine Tochter)gekündigt.Wir sind seit 01.10.2018 ausgezogen.Er renoviert im Haus bis jetzt noch,seine Tochter ist noch nicht eingezogen.Wann kann ich(als Mieter)Schadenersatz wegen vorgetäuschtes Eigenbedarf erheben?

Wie lange hat der Vermieter Zeit(nachdem Mieter ausgezogen sind)einzuziehen?Er meinte seine Tochter möchte dort einziehen,und es hieß wir müssen zügig ausziehen.

Würde mich auf Antworten freuen.

MfG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.01.2019 12:09

Hallo Abida,

ein Schadensersatz wegen vorgetäuschtem Eigenbedarf ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings muss erst einmal feststehen, dass der Eigenbedarf tatsächlich vorgetäuscht ist. Eine umfassende Renovierung kann durchaus auch mal mehrere Monate in Anspruch nehmen. Eine gesetzliche Frist, wie lange zwischen Mieterauszug und Einzug des neuen Bewohners vergehen darf, gibt es nicht.

Indizien dafür, dass Eigenbedarf nur vorgetäuscht ist können sein: Es zieht ein anderer Mieter, als der für den gekündigt wurde, in die Wohnung ein; die Wohnung wird verkauft.

Sollten sich die Indizien verdichten, raten wir ihnen, sich von einem Fachanwalt für Mietrecht oder von einem Mieterverein beraten zu lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Hausdrachen am 06.01.2019 11:56

Eine Frage:

Was bedeuted es,ein gewerblicher Vermieter zu sein. Ich habe im Haus meines Mannes 3 Wohnungen vermietet, in einem weiteren ebenfalls 3 und in einem anderen Anwesen 7 Wohnungen. Das letzte Anwesen wirft keinerlei Gewinn ab, es liegt in Thüringen und die Schulden werden wohl meine Kinder noch ab zahlen müssen, da ich 74 Jahre alt bin. Die Mietverträge habe ich immer auf meinen Namen abgeschlossen, da ich gleich nach der Geburt es ersten Kindes nicht mehr arbeiten konnte. Jetzt hat ein Mieter den Einwand bei Auszug gebracht, er müsse nicht renovieren, da ich ein gewerblicher Vermieter wäre. Noch ein gesundes Neues Jahr

MfG Rita HÜttinger

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.01.2019 13:04

Hallo Hausdrachen und Ihnen ebenfalls ein gesundes neues Jahr.

Wenn man als Privatperson (auch mehrere) Wohnungen vermietet, so handelt es sich rechtlich gesehen in der Regel um private Vermögensverwaltung und nicht um gewerbliche Vermietung. Gewerbliche Vermietung läge zum Beispiel vor, wenn Sie einen Beherbergungsbetrieb betrieben und Ihren Mietern jeden Morgen ein Frühstück zubereiten und deren Bettwäsche wüschen. Davon gehen wir jetzt mal nicht aus - insofern ist die Aussage Ihres Mieters Quatsch.

Doch selbst, wenn Sie gewerblicher Vermieter wären, hinge die Pflicht zur Durchführung von Schönheitsreparaturen nicht davon ab, sondern davon, ob ob der Mietvertrag eine wirksame Renovierungsklausel enthält oder nicht. Mehr dazu lesen Sie hier: ratgeber.immowelt.de/schoenheitsreparaturen.html

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Doreen am 03.01.2019 15:29

Ich hätte eine Frage zu Indexmiete bzw Erhöhung... Wir haben heute den Bescheid bekommen, das die Miete ab Februar erhöht werden soll wegen Mietindex. Alles Angaben sind genannt worden. Aber ist es nicht so, daß erst der übernächste Monat zählt (in dem Falle März)? Vielen Dank für Ihre Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.01.2019 09:12

Hallo Doreen und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Auch für eine Indexmieterhöhung gelten Fristen: Die neue Miete muss erstmals mit Beginn des übernächsten Monats nach dem Zugang der Erhöhungserklärung Ihres Vermieters gezahlt werden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Tanne am 03.01.2019 02:43

Welche Kuendigungsfristen gelten bei Erbschaft einer Immobilie, Eigentuemer verstorben, Lebenspartner ohne Wohnrecht lebt noch in der Wohnung, zahlt bisher Nebenkosten aber keine Miete. Erben moechten nach Erhalt von Wertgutachten nun Immobilie verkaufen. Gilt der eigentliche Einzugstag oder die Meldebestaetigung beim Einwohnermeldeamt als 'Stichtag' fuer die Kuendigungsfrist?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.01.2019 13:38

Hallo Tanne,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die gesetzliche Kündigungsfrist bei Mietverträgen beträgt regulär drei Monate. In dem von Ihnen beschriebenen Fall müsste jedoch zunächst geklärt werden, ob es sich überhaupt um ein Mietverhältnis handelt, da der Lebenspartner offenbar keine Miete zahlt und möglicherweise auch gar keinen Mietvertrag unterzeichnet hat. Um dies abschließend zu klären ist es daher ratsam, sich an einen Fachanwalt oder an einen Eigentümerverband zu wenden, da wir keine Rechtsberatung durchführen dürfen. Dort erhalten sie eine rechtssichere Auskunft.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Wurschtl am 02.01.2019 21:07

Unser gemietetes Haus gehört zu je 50% einem Mann und seiner inzwischen von ihm geschiedenen Ehefrau. Der Mietvertrag ist jedoch nur mit dem Mann abgeschlossen. Wer darf den Vertrag überhaupt kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.01.2019 13:43

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Situation ist etwas kompliziert. Generell kann nur der Mann den Mietvertrag kündigen, da die Frau keine Vertragspartei ist. Jedoch kann der Mann kein Haus zu 100 Prozent vermieten, dass ihm nur zu 50 Prozent gehört. Hier kommt es darauf an, welche Absprachen zwischen ihm und seiner geschiedenen Frau getroffen wurden.

Beachten Sie bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort empfehlen wir, sich den Rat eines Fachanwalts oder einer Mietervereinigung einzuholen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Marko marko am 27.12.2018 22:12

Hallo!

Wir haben Interesse eine 2 Zimmer Wohnung zu kaufen und dann einzuziehen. Diese ist seit 8 Jahren vermietet. Die Wohnung war schon immer eine Eigentumswohnung und der aktuelle Mieter ist nicht alt, krank oder ähnliches.

Problem:

Im vorhandenen Mietvertrag wurde die Kündigung wegen Eigenbedarf ausgeschlossen, ohne zeitliche Begrenzung. Rechtssicher ausgeschlossen!

Können wir dennoch wegen Eigenbedarf kündigen?

Wir haben etwas sorge, dass wir eine Wohnung kaufen, in die wir nie einziehen können. Miete wird ordentlich bezahlt etc.

auf Kommentar antworten

Marko marko am 28.12.2018 15:33

Ja, das ist schriftlich im Mietvertrag fixiert.

Faktisch ist diese Wohnung dann wertlos, sofern kein Grund seitens des Mieters vorliegt, für z.b. Eine ordentliche / außerordentliche Kündigung . Wertlos, wenn es um Eigenbedarf geht. Als Kapitalanlage bestimmt OK


Immowelt-Redaktion am 28.12.2018 14:57

Hallo Marko marko,

besten Dank für Ihren Kommentar. Ist der Verzicht auf Eigenbedarf in einem unbefristeten Mietvertrag wirksam vereinbart, dann kann auch der neue Eigentümer nach dem Kauf der Immobilie dem Mieter nicht wegen Eigenbedarf kündigen. Voraussetzung für die Wirksamkeit ist allerdings, dass dies schriftlich im Mietvertrag festgehalten ist. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Johannes S am 23.12.2018 01:26

Liebe Ratgeber,

Wir haben folgende Situation.

Der Mieter (Mitte 50) wohnt in Wohnung seit 12 Jahre. Der Wohnung ist circa 80 qm groß mit 3 Zimmer. Die Eheleute wohnen auf der Sozialgeld, Frau ist schwerbehindert und 6 Jahre bevor Sie hatten Anspruch auf Sozialwohnung gehabt. Da es eh schwierig ist in München Wohnung/Sozialwohnung zu finden, der Mieter kein Sozialwohnung bis heute gehabt. In Antrag für Sozialwohnung hat Eheleute darauf hingewissen dass Badezimmer ( circa 3 qm) und Diele klein sind und Frau nicht mit Rollstuhl bewegen kann(nicht bewohnbar). Mit diesem Grund hat die Mieter Dringlichkeit um Sozialwohnung zu bekommen erhöht. 2 von 3 Töchter von Mieters schon rausgezogen und wohne in eignen Wohnung. 1 Enkelkind wohnt in derselbe (Mietwohnung) Wohnung und 3 wohnen mit ihrem Freundin.

Ich und meine Frau wollen umbedingt in Wohnung einziehen. Wir wohnen selbst in Mietwohnung mit 1 wohnzimmer und 1 Küche, der 61 qm Groß ist. Ich habe “work from home” vertrag und Fraus Arbeitsplatz nicht weit weg vergleich als derzeitige Wohnung. Zusätzlich letze Jahre haben wir Startup gegründet und benötigen wir extra zimmer der wir als Büro nutzen können.

In diesem Fall wird Eigenbedarf wirksam? (Härtefälle?)

Falls Obdachlosigkeit besteht, sind Töchter verpflichtet Eltern unterzustützen?

Liebe Grüße

Johannes

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.12.2018 13:40

Lieber Johannes,

besten Dank für Ihren Kommentar. Generell stellt eine Körperbehinderung bei einer Eigenbedarfskündigung eine Härtefall dar. Der Mieter kann in diesem Fall Widerspruch gegen die Kündigung einlegen. Ist die Eigenbedarfskündigung rechtens, beträgt die Kündigungsfrist in Ihrem Fall neun Monate. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zum Fachanwalt oder zu einem Eigentümerverein wie Haus & Grund empfehlen möchten.

Mit besten Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Eper1210 am 17.12.2018 15:46

Hallo liebes immowelt-Team,

mein Freund und ich würden gerne eine Doppelhaushälfte kaufen, welche seit ca 20 Jahren an einen Herrn vermietet ist. Wir möchten selbst darin wohnen und deshalb Eigenbedarf ammelden. Die Begründung, dass wir selbst darin wohnen wollen, wird aber vermutlich hierfür nicht ausreichend sein, oder? Wir haben keine Kinder, pflegen keine Angehörigen und würden dann auch nicht näher an unseren Arbeitsplätzen wohnen. Welches Argument hätten wir denn dann noch?

Danke und liebe Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.12.2018 08:14

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

auch wenn Sie eine Immobilie selbst nutzen wollen, ist eine Eigenbedarfskündigung prinzipiell möglich. Es ist dafür nicht zwangsläufig nötig, Kinder zu haben oder Angehörige zu pflegen. Entscheidend ist, dass sie die Immobilie tatsächlich für sich selbst nutzen wollen. Wir können natürlich dennoch vorab nicht einschätzen, ob der Mieter sich gegebenenfalls gegen die Kündigung wehrt, beispielsweise weil er einen Härtefall vorbringt. Wir würden Ihnen daher trotz allem empfehlen, sich vorab rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

sarisulo am 07.12.2018 22:15

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben ein 3 Familien Haus gekauft. Die Wohnung im Erdgeschoss ist frei und wird von uns bezogen. Die anderen 2 Wohnungen sind seit über 8 Jahre vermietet. Meine Mutter ist 70 Jahre alt und wohnt aktuell in einer Mietwohnung, Wir würden gerne die Mieter der Wohnung in DG wegen Eigenbedarf kündigen und meine Mutter dorthin einziehen lassen. Des weiteren würden wir die Mieter der Wohnung in OG ebenfalls wegen Eigenbedarf kündigen und diese von meiner Schwiegermutter beziehen lassen, die allerdings nur 6 Monaten im Jahr dort wohnen würde, in der Zeit, wo sie uns besuchen würde. Kann man in dem Fall beiden Mietern wegen Eigenbedarf kündigen mit einer Frist von 9 Monaten?

Vielen dank im Voraus!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.12.2018 09:12

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung sollte auch in einem solchen Fall möglich sein. Abschließend klären können wir das aus der Ferne allerdings leider nicht, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

KaTi am 06.12.2018 08:46

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten gerne Eigenbedarf anmelden. Wir haben ein Zweifamilienhaus - somit würde auch das Sonderkündigungsrecht greifen. Wenn wir "normal" kündigen, kann/soll man dann auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen? Welche Form ist besser zu kündigen? Haben 9 Monate Kündigungsfrist einzuhalten bzw. 12 bei SKR.

MfG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.12.2018 09:30

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

zunächst sei darauf hingewiesen, dass Vermieter eines Zweifamilienhauses nur dann ein Sonderkündigungsrecht haben, wenn sie eine der Wohnungen selbst bewohnen. Im Zuge einer regulären Eigenbedarfskündigung müssen Vermieter nicht auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen. Möglich sind prinzipiell beide Kündigungsvarianten. Allerdings besteht bei einer Eigenbedarfskündigung eher die Wahrscheinlichkeit, dass der Mieter dagegen vorgeht. Entsprechende Gerichtsverfahren können sich relativ lange ziehen. Das Gericht würde dann prüfen, ob auch tatsächlich Eigenbedarf besteht. Macht der Vermieter dagegen von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, ist die Rechtslage relativ eindeutig. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


KaTi am 07.12.2018 12:56

Danke für die Antwort

bei uns würde das Sonderkündigungsrecht greifen, da wir in einer Wohnung wohnen. Wäre es dann besser so zu kündigen und die längere Kündigungsfrist in Kauf zu nehmen? Sie sagen, dass bei einem Sonderkündigungsrecht die Rechtslage relativ eindeutig sei, also d.h. die Mieter müssen diese Kündigungsform hinnehmen, Klage aussichtslos?

Muss bei einer Sonderkündigung dann kein Grund angegeben werden? Unsere Mieter werden es sich denken können.....

MfG


Immowelt-Redaktion am 07.12.2018 13:15

Prinzipiell könnten sich die Mieter natürlich auch gegen eine Kündigung nach besagtem Sonderkündigungsrecht wehren, aber das Gesetz ist hier wie gesagt sehr eindeutig. § 573a Abs. 1 S. 1 BGB regelt klar: "Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im Sinne des § 573 bedarf." Das wiederum beantwortet dann auch Ihre zweite Frage: Einen besonderen Kündigungsgrund braucht es in diesem Fall nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vermieter1979 am 05.12.2018 09:10

Hallo Immowelt

Meine Mutter ist Rentnerin und ich beziehe Hartz 4. Nun wohnen wir seit 2004 in einer Dachgeschosswohnung in einem 4 Familienhaus. Das Haus hat schon mal den Besitzer gewechselt.

In dem Haus wohnen 3 Mieter und der Vermieter. Nun der Vermieter bezieht Geld vom Arbeitsamt das er ab Januar 2019 nicht mehr bekommt. Nun hat er sich entschieden uns die Wohnung zu kündigen um selber in "unsere" Wohnung zu ziehen. Er wird eine Eigenbedarfskündigung aussprechen.

Was mich allerdings stutzig macht ist das, wenn er vom Arbeitsamt kein Geld mehr bekommt wird er wohl Rente beantragen können und er hätte dann weiteres Einkommen. Somit glaube ich das die Kündigung nur vorgeschoben ist um uns aus dem Haus zu haben

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.12.2018 09:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Eigenbedarfskündigung muss immer ein berechtigter Grund vom Vermieter vorliegen. Kündigen darf er Ihnen nämlich nur dann, wenn er die Wohnung wirklich benötigt. Wenn Sie den Verdacht hegen, es könne sich um einen vorgetäuschten Eigenbedarf handeln, sollten Sie Widerspruch gegen die Kündigung einlegen. Lassen Sie sich dazu am besten von einem Fachanwalt oder einer Mietervereinigung beraten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thomas H. am 30.11.2018 23:52

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Lebensgefährtin und ich wohnen im EG (ich) und in der 3 .Etage (sie) im Haus meines Vaters (Mehrfamilienhaus). Nun möchten wir die Wohnung in der 1.Etage nutzen, in der seit 2004 Mieter leben. Wir würden das EG und diese Wohnung baulich verbinden, da wir Nachwuchs bekommen haben und es immer schwieriger wird, mit Kind die beiden bisherigen Wohnungen zu nutzen. Ist hier seitens meines Vaters für uns eine Eigenbedarfskündigung mit Angebot an die Mieter, in die 3. Etage zu ziehen, aussichtsreich?

Viele Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.12.2018 10:31

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung dürfte in einem solchen Fall möglich sein, ja. Beachten Sie aber bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und vorher nicht absehen können, ob der Mieter sich gegen die Kündigung wehrt. Sollte dem so sein, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Caroline am 29.11.2018 13:02

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben eine Eigentumswohnung in Düsseldorf, Wohnfläche 60m².

Als wir die Wohnung in 2009 gekauft haben, war sie bereits seit 15 Jahren vermietet, die Mieterin ist jetzt 92 Jahre alt.

Jetzt möchte sie ihren eigenen Sohn (60 Jahre alt) zu sich nehmen, angeblich als Betreuer, obwohl der Sohn in Alzheimer erkrankt ist (sein Führerschein musste er auch bereits abgeben usw.)

Wir wohnen (ich und meinen Mann) z.Z in Miete, in einer Betriebswohnung) , aber Im Sommer 2019 sind wir auch Rentner, wir dürfen die Mietwohnung nicht mehr behalten und wollen in unsere Eigentumswohnung einziehen (Eigenbedarf).

1) Müssen wir die Betreuung akzeptieren?

2) Wie stehen unsere Chancen für Eigenbedarf Kündigung?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort und Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.11.2018 15:22

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der Aufnahme eines neuen Bewohners in die Wohnung müssen Vermieter in der Regel zustimmen, sofern kein gewichtiger Grund dagegen spricht. Ein solcher Grund könnte etwa eine Überbelegung der Wohnung sein oder ein zu erwartendes Fehlverhalten des neuen Bewohners. Wie in einem solchen Fall die Chancen auf die Durchsetzung einer Eigenbedarfskündigung stehen, lässt sich aus der Ferne schwer sagen. Die Gerichte würdigen in der Regel zwar das Recht des Eigentümers, von seinem Eigentum auch Gebrauch zu machen, könnten aber bei fortgeschrittenem Alter und Krankheit des Mieters auch einen besonderen Härtefall sehen. Im Streitfall würde beurteilt, ob dem Mieter oder den Mietern Wohnungssuche und Umzug noch zuzumuten ist. Sollte der Mieter der Eigenbedarfskündigung widersprechen oder sich schlicht weigern auszuziehen, empfehlen wir Ihnen eine rechtliche Beratung. Die bekommen Sie beispielsweise von Eigentümervereinen wie Haus & Grund oder natürlich direkt bei einem auf Mietrecht spezialisiertem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Max Mustermann am 28.11.2018 00:16

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe eine Frage. Und zwar :Wir haben unseren Mieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Was wir aber vergessen haben ist, daß wir nicht reingeschrieben haben wer in die Wohnung einzieht.. Ist die Kündigung damit unwirksam? Was ist aber wenn der Mieter keinen Wiederspruch einlegt? Ist die Kündigung dann trotzdem wirksam?

MfG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2018 12:09

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn in einer Eigenbedarfskündigung derjenige nicht genannt ist, der tatsächlich Eigenbedarf hat, ist die Kündigung in der Tat unwirksam. Wenn der Mieter dennoch auszieht und eine Wohnungsübergabe stattfindet, ist das Mietverhältnis zwar beendet. Der Mieter könnte aber prinzipiell im Anschluss auf Schadensersatz klagen. Insofern können wir in diesem Fall nur dazu raten, eine tatsächlich wirksame Eigenbedarfskündigung zu versenden.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gina Peters am 27.11.2018 17:17

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vermieter hat sich meine Wohnung „ausgesucht“ und meldet Eigenbedarf an. Sie befindet sich im 1. Stock eines MFH in einer sehr guten Lage in einer Metropole. Er besitzt in meinem Objekt weitere 50 Wohnungen.

In der Kündigung wird mir keine Ersatzwohnung angeboten, obwohl im Zeitraum bis zur Wirksamkeit weitere Wohnungen frei werden. Es läuft parallel auch eine Räumungsklage gegen einen anderen Mieter, wegen fehlender Mietzahlungen. Diese Wohnung wird vermutlich auf „früher“ frei. Sie ist dem Eigentümer aber zu hoch, da sie im 4. Stock ist. Die Wohnfläche wäre identisch.

Im letzten halben Jahr wurden andere Wohnungen weiter vermietet, obwohl schon klar war, dass der Eigentümer eine Wohnung in seinem Objekt beziehen möchte.

Eine vergleichbare Wohnung im Stadtteil zu finden ist aufgrund des Mietdrucks in meiner Metropole undenkbar.

Ich müsste mit meinen Kindern an den Stadtrand ziehen und diese so aus ihrem Freundeskreises und Umfeld reißen, zb Sportverein.

Ist so eine Vorgehen „rechtens“? Wie kann ich einen Widerspruch begründen?

Mit freundlichen Grüßen

Gina P.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2018 10:32

Sehr geehrte Frau Peters,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Tatsächlich ist der Vermieter bei einer Eigenbedarfskündigung verpflichtet, dem Mieter Ersatzwohnraum im gleichen Haus anzubieten, wenn dieser spätestens bis zur Beendigung des Mietverhältnisses, also bis zum Ablauf der Kündigungsfrist frei wird. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az.: VIII ZR 311/02). Es genügt hierbei, wenn die Ersatzwohnung irgendwann während der Laufzeit der Kündigungsfrist frei wird. Verletzt der Vermieter seine Pflicht, die Alternativwohnung anzubieten, wäre die Kündigung unwirksam mit der Folge, dass das Mietverhältnis nicht beendet ist und der Vermieter im Streitfall eine Räumung vor Gericht nicht durchsetzen könnte.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im konkreten Fall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hartmut am 26.11.2018 13:57

Liebes Immowelt-Team,

ich besitze ein Haus mit drei Wohnungen und bewohne eine davon selbst. Nun möchte ich, dass mein Enkelsohn in eine der beiden anderen Wohnungen einzieht. Dem bisherigen Mieter möchte ich deshalb wegen Eigenbedarf kündigen.

Mein Enkel ist allerdings nicht das leibliche Kind meiner Tochter, sondern stammt aus einer vorherigen Ehe meines Schwiegersohns. Er ist allerdings ab dem zweiten Lebensjahr bei meiner Tochter und ihrem Mann aufgewachsen, ohne jeglichen Kontakt zu seiner leiblichen Mutter, wurde allerdings nie adoptiert.

Ist eine Eigenbedarfskündigung in diesem Fall trotzdem möglich?

Vielen Dank und beste Grüße

Hartmut

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.11.2018 16:39

Hallo Hartmut und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Auch wenn das Kind von ihrer Tochter nicht adoptiert wurde, wird eine Eigenbedarfskündigung in dem Falle wahrscheinlich dennoch möglich sein. Unter Umständen ist die Eigenbedarfskündigung nämlich auch bei Personen außerhalb der Verwandtschaft möglich, beispielsweise bei Kindern des nichtehelichen Lebenspartners. Dies müsste dann auch für ihren Enkel gelten.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort empfehlen wir Ihnen, sich Rat bei einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverband einzuholen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alfons am 25.11.2018 22:50

Liebe Redaktion,

wir beabsichtigen ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung käuflich zu erwerben. Sowohl die Wohnung im EG, als auch die Einliegerwohnung im OG sind seit ca. 35 Jahren dauerhaft vermietet.

Frage; Welche Rechte haben die aktuell im Haus wohnenden Mieter, wenn man direkt nach Kauf der Immobilie Eigenbedarf anmeldet, um die Wohnung im EG selber zu bewohnen. Gilt hier auf jeden Fall das Sonderrecht "Kauf einer Eigentumswohnung in einem Mietshaus", was definitiv eine Sperrfrist von 3 Jahren bedeuten würde?

Vielen Dank für ein kurzes Feedback!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.11.2018 12:13

Hallo Alfons und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Die dreijährige Kündigungssperrfrist gilt nur dann, wenn ein nicht in WEG-Eigentum aufgeteiltes Mehrfamilienhaus während der Mietzeit der Mieter in einzelne WEG-Einheiten gemäß Wohnungseigentumsgesetz aufgeteilt wurde. Wenn Sie ein ganzes Haus erwerben, das nicht nach WEG aufgeteilt ist, gelten die regulären Kündigungsfristen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SimplyD! am 22.11.2018 09:36

Wir sind eine 4-köpfige Familie und wohnen derzeit in einer Mietwohnung mit 4-Zimmern. Nun möchten wir eine Eigentumswohnung mit 4-zimmern kaufen und dem derzeitigen Mieter kündigen. Können wir diesem Mieter auf Eigenbedarf kündigen, obwohl wir ja selber eine ausreichend große Mietwohnung besitzen. Der Grund des Eigenbedarfes wäre in unserem Fall ja die Selbstnutzung der gekauften Immobilie.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.11.2018 12:52

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist in einem solchen Szenario in der Regel möglich. Eine Kündigungssperrfrist gibt es allerdings, wenn das eine Wohnung in einem Miethaus während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andrea. V. am 20.11.2018 23:35

Wir besitzen ein 2 Familienhaus. Eine Wohnung davon ist vermietet. Vor 7 Jahren hat uns die Mieterin mündlich mitgeteilt, dass sie die Wohnung auf Grund eines hauserwerbs spätesten nach 10 Monaten geräumt hat. Durch die Trennung von ihrem Lebensgefährten, mit dem sie das neue Haus gekauft hat, wurde der Auszug hinfällig. Aus Kulanz haben wir nicht die Einhaltung der angekündigten Frist bestanden. Nun müssen wir wegen Eigenbedarf kündigen, und fragen uns, ob die mündliche Kündigung von damals Einfluss auf die Frist haben könnte, also die Verlängerung um 3 Monate wegen der kleinen Wohneinheit hier nicht greifen wird. Vielen Dank für Anregungen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2018 11:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das nicht. Bei einer Eigenbedarfskündigung würde sich die Frist allerdings nicht um drei Monate verlängern. Das geschieht nur, wenn der Vermieter einer Wohnung in einem Zweifamilienhaus, in dem der Vermieter auch selbst wohnt, ohne Angabe von Gründen kündigt.

Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und die Angelegenheit aus der Ferne daher nicht abschließend beurteilen können. Im Zweifel raten wir daher stets zur Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Cornelia Tylla am 20.11.2018 22:49

Ich besitze eine Eigentumswohnung und will auf Eigenbedarf kündigen. Mein Sohn möchte diese Wohnung als Zweitwohnung nutzen, da er am Ort eine Firma hat, aber sein neuer Wohnort sich in Österreich befinden wird und er pendeln muß.

auf Kommentar antworten

BIS am 19.11.2018 13:14

Mein Vater besitzt eine Eigentumswohnung, welche er seiner Enkelin und deren Lebenspartner vermietet hat. Nun hat sich die Enkelin vom Lebenspartner getrennt. Welche Möglichkeiten der Kündigung bestehen jetzt. Eine Eigenbedarfskündigung, damit die Enkelin alleine in der Wohnung wohnen kann und ihr bisheriger Lebenspartner aufziehen muss, ist sichrlich nicht möglich. Der bisherige Lebenspartner weigert sich aktuell auszuziehen, da er je ebenfalls Mieter lt. Vertrag ist.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.11.2018 13:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich müsste der Mietvertrag, wenn er mit beiden Mietern geschlossen wurde, auch beiden Mietern gekündigt werden. Ihr Vater konnte dann wiederum mit seiner Tochter einen neuen Mietvertrag machen, in dem nur sie als Mieterin aufgeführt ist. Uns ist aber aktuell kein Fall wie der Ihre bekannt, bei dem eine Eigenbedarfskündigung ausgesprochen wurde, weshalb wir leider vorab nicht sagen können, ob dies zum Erfolg führen beziehungsweise einer gerichtlichen Prüfung standhalten würde. Sollte sich die Sache wirklich nicht gütlich regeln lassen, würden wir Ihrem Vater daher empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Mieterverein oder direkt von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

jazo9290 am 19.11.2018 10:13

Guten Tag,

ich besitze ein 6-Familienhaus. Nun möchte ich einem Mieter kündigen, da mein Nichte (welche aber auch gleichzeitig mein Patenkind ist) aus den USA zurückkommt und dringend eine Wohnung benötigt. Wäre hier eine Eigenbedarfskündigung möglich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.11.2018 11:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das BGB definiert leider nicht genau, wer die Familienangehörigen sein können, für die eine Eigenbedarfskündigung möglich ist. Für Neffen und Nichten werden Eigenbedarfskündigungen von den deutschen Gerichten aber in der Regel bejaht. Eine solche Kündigung sollte in Ihrem Fall also möglich sein.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher immer das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hermann278 am 16.11.2018 01:21

Hallo,

besitze ein Haud mit zwei Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten. Eine Wohnung wird von mir selbst bewohnt, die zweite Wohnung und die Gewerbeeinheiten sind vermietet.

Würde gerne dem Mieter der Wohnung kündigen. Kann hier das vereinfachte Kündigungsrecht für ein Haud mit zwei Wohnungen angewendet werden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.11.2018 08:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ja. Wichtig ist nur, dass sich im Haus nicht mehr als zwei Wohneinheiten befinden. Beachten Sie aber bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ceaser am 04.11.2018 16:59

Hallo,

wir wohnen seit 20 Jahren in einem Mehrfamilienhaus, im EG. Vor zwei Jahren haben wir die Wohnung im 1.OG gekauft. Die jetzigen Mieter wohnten 40 Jahre lang im EG neben unserer Wohnung. 2011 sind sie in 1.OG eingezogen, obwohl sie wussten, dass die Wohnung in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. Diese Wohnung haben wir vor 2 Jahren gekauft. Die Mieter sind 75 Jahre alt und die Frau hat eine 100% Behinderung.

Nun möchte aber ich mit meiner Familie dort einziehen, d.h würde eine Kündigung auf Eigenbedarf einleiten wollen.

Wie sehen da meine Chancen aus? Was muss ich beachten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.11.2018 10:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn die Wohnung bereits vor dem Einzug der Mieter in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, gibt es zumindest keine gesetzliche Sperrfrist zu beachten. Das fortgeschrittene Alter und die Behinderung könnten allerdings dazu führen, dass die Mieter vorbringen, dass in diesem Fall ein besonderer Härtefall vorliegt. Die Chancen lassen sich allerdings aus der Ferne nicht abschließend beurteilen. Hierzu empfehlen wir Ihnen vorab die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Martina am 02.11.2018 13:53

Hallo,

wir besitzen ein Zweifamilienhaus und wohnen dort auch im Erdgeschoss. das 1. OG ist vermietet. Jetzt ist die Situation diese, dass wir teile der oberen Wohnung selber nutzen wollen. Wie ist es da mit Kündigung und Eigenbedarf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.11.2018 14:00

Hallo Martina und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung dürfte auch in diesem Fall möglich sein. Allerdings gibt es ohnehin eine Sonderregelung für Zweifamilienhäuser, in denen eine Einheit vom Vermieter selbst bewohnt wird. Der Vermieter kann in diesem Fall auch ohne Angabe von Gründen kündigen, die Kündigungsfrist verlängert sich dabei lediglich um drei Monate.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lukas-le am 31.10.2018 18:32

Hallo,

Meine Freundin und ich sind vor einem Monat in eine Wohnung gezogen und wohnen zu miete. Bei unserm Einzug stand schon fest dass die Wohnung verkauft wird, was uns aber erst im Nachhinein gesagt wurde.

Nun zu meiner Frage:

Falls der neue Vermieter die Wohnung selbst beziehen möchte, haben wir da irgendwelche Rechte?

Danke schon im voraus!

Liebe Grüsse Lukas

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.11.2018 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie können einer Eigenbedarfskündigung immer widersprechen, wenn Sie der Auffassung sind, dass gar kein wirklicher Eigenbedarf besteht oder wenn die Kündigung für Sie eine besondere Härte darstellen würde, etwa aufgrund schwerer Krankheit. Eine Kündigungssperrfrist gibt es darüber hinaus dann, wenn eine Wohnung in einem Miethaus während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. Besondere Rechte aufgrund einer nur kurzen Mietdauer gibt es darüber hinaus aber nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SaPaTi am 30.10.2018 07:33

Hallo,

mein Sohn hat durch eine Schenkung eine Mietwohnung (vermietet) erhalten.

Nun haben wir festgestellt, das die Mieter weit unter dem Mietspiegel Miete zahlen (unter 50% des ortsüblichen Mietzins)! Besteht hier die Möglichkeit die Miete um mehr als die 20% zu erhöhen, da es sonst ja 15 Jahre dauert um auf das den ortsüblichen Mietzins zu kommen!

Die Miete wurde in den letzten 14 1/4 Jahren nicht erhöht!

Danke im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2018 09:43

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, die Kappungsgrenze ist auch in diesem Fall einzuhalten, unabhängig davon, wie hoch die Miete aktuell ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sam79 am 28.10.2018 07:32

Guten Tag.

Meine Frau und ich besitzen eine Wohnung die seit ca 3,5 Jahren vermietet ist. Wir würden das Mietverhältnis aufgrund von Eigenbedarf für die Eltern (beide krank mit Behindertenausweis) kündigen. Wir wissen das unsere Mieterin,krankheistbedingt (seit neustem) auch einen Behindertenausweis hat. Wie stehen unsere Chancen? Bekommen wir sie überhaupt raus damit die Whg von den eigenen Eltern bezogen werden können? Verlängert sich die Kündigungsfrist?

Danke im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.10.2018 10:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Krankheit oder Behinderung kann tatsächlich einen Härtefall darstellen, der im Fall einer Eigenbedarfskündigung bedeutet, dass sich die Kündigungsfrist verlängert. In welchem Umfang das der Fall ist, lässt sich aber leider pauschal nicht sagen. Wenn derartige Fälle vor Gericht landen, würdigt der Richter hier stets die Umstände des Einzelfalls. Insofern können wir Ihnen leider nur dazu raten, sich rechtlich beraten zu lassen, entweder durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder durch einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

LL am 25.10.2018 10:39

Hallo!

Hätte zur Kündigung wegen Eigenbedarf eine Frage.

Meine Mutter beabsichtigt, eine Wohnung zu kaufen, in der momentan eine Mieterin wohnt, die seit 4 Monaten die Wohnung bezieht - unterschrieben wurde ein 3 Jahresvertrag. Da meine Mutter die Wohnung an mich vermieten möchte, (da sie näher an meinem Arbeitsplatz gelegen ist und zentraler liegt), ist nun die Frage für mich offen, ob dies so funktioniert, da der Mietvertrag mit dem (bald ehemaligen) Eigentümer der Wohnung unterschrieben wurde?

Danke im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.10.2018 12:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn im Mietvertrag wirksam ein beidseitiger Kündigungsverzicht für einen gewissen Zeitraum vereinbart wurde, gilt dieser (wie der gesamte Mietvertrag) auch nach dem Kauf unvermindert weiter. Kauf bricht Miete nicht. In besagtem Zeitraum kann Ihre Mutter dann nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Silvia77 am 24.10.2018 14:58

Hallo ich habe folgendes Anliegen. Mein Vater besitzt eine Wohnung in der ich gerne mit meiner Tochter einziehen würde. Ich bin nebenberuflich selbstständig und arbeite von zu Hause aus als Tagesmutter. Da ich in der 2. Etage wohne ist es mir nicht möglich mehr als 2 Kinder zu betreuen so das ich Probleme habe den Lebensunterhalt für mich und meine Tochter zu bestreiten. Dieses würde sich bei einem Umzug in die Wohnung meines Vaters ändern. Kann mein Vater aus diesem Grund auf Eigenbedarf kündigen? Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 15:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

auch in einer solchen Konstellation kann eine Eigenbedarfskündigung gerechtfertigt und wirksam sein. Generell können wir aber bei Einzelfällen nicht im Vornherein sagen, ob die Kündigung einer richterlichen Überprüfung standhalten würde. Das gilt auch in diesem Fall. Beachten Sie bitte auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte der Mieter der Eigenbedarfskündigung widersprechen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

CT am 24.10.2018 10:54

Tolle Artikel.

Eine Frage:

Ich würde gerne eine Wohnung, die zurzeit vermietet ist, zu kaufen und es an meiner Schwester und ihre zwei Kinder überlassen. Sie zahlt eine sehr höhe Miete.

Ich würde gerne nach dem Kauf eigene Bedarf (für meine Schwester) anmelden.

Darf ich es tun und danach sie günstig vermieten? Oder 'eigene Bedarf' gilt nur, wenn ich sie umsonst in der Wohnung leben lasse?

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 11:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es ist prinzipiell egal, ob Sie ihr die Wohnung kostenlos überlassen oder sie vermieten. Bevor Sie die Wohnung kaufen sollten Sie aber prüfen, ob diese eventuell während der Mietzeit des aktuellen Mieters in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. In diesem Fall gilt nach dem Kauf einige Jahre lang eine Sperrfrist, innerhalb derer keine Eigenbedarfskündigung möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SH am 24.10.2018 08:45

Hallo,

wir bewohnen eine Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus und die zweite Wohnung in dem Haus gehört meinen Eltern und wird vermietet.

Wir wollen nun die Wohnung meinen Eltern abkaufen und das Zweifamilienhaus zum Einfamilienhaus umbauen.

Können meine Eltern vorm Verkauf die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen oder besser wir nach dem Kauf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 10:05

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

da Sie diejenigen sind, bei denen tatsächlich der Eigenbedarf vorliegt, müssen auch Sie wegen Eigenbedarf kündigen. Das müssen Sie übrigens aber gar nicht zwangsläufig. In Zweifamilienhäusern, in denen eine Einheit vom Vermieter selbst genutzt wird, kann dieser auch ohne Vorliegen von Gründen kündigen. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall aber um drei Monate.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

stelaska am 24.10.2018 05:19

Hallo!

Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Ich habe eine Frage. Wir leben im Ausland und besitzen eine derzeit vermietete Wohnung in Deutschland.

In Zukunft werden wir aufgrund der Gesundheit unserer Eltern öfters in der Stadt sein und würden gerne ein Zimmer unsere Wohnung nutzen, wenn wir da sind, also etwa für 2 Monate im Jahr. Drei der 4 Zimmer würden wir eventuell an Studenten vermieten.

Können wir hier Eigenbedarf geltend machen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe,

stelaska

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 09:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hier handelt es sich um einen Grenzfall, bei dem sich vorab leider nicht sagen lässt, ob eine Eigenbedarfskündigung im Streitfall vor Gericht Bestand hätte. Das Anliegen könnte beispielsweise daran scheitern, dass Sie zwar den bestehenden Mietvertrag kündigen, später jedoch dennoch überwiegend weiter vermieten wollen. Wir würden Ihnen daher eine Rechtsberatung empfehlen, entweder durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt durch einen Fachanwalt, der auf Mietrecht spezialisiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Smonlon am 22.10.2018 21:36

Hallo,

ich wohne gerade mit einer Mitbewohnerin in einer Wohnung. Wir sind als Pärchen eingezogen, allerdings hat sie mittlerweile einen anderen Partner. Ihr Vater ist Hauptmieter und wir sind zusammen in einem Vertrag als Untermieter vermerkt. Nun hat der Vater mir eine Kündigung geschrieben. Er hat in der Kündigung mein "Zimmer" gekündigt, jedoch haben meine Mitbewohnerin und ich zusammen die Wohnung gemietet. Dazu verweist er auf den Paragraph für Eigenbedarf und gibt keine weitere Informationen zum Grund an. Mit Eigenbedarf ist gemeint, dass der Partner meiner Mitbewohnerin einziehen möchte, wofür ich ausziehen soll.

Meine Frage:

Ist diese Kündigung überhaupt wirksam, wenn ein Zimmer gekündigt wurde, obwohl ich niemals ein Zimmer, sondern wir gemeinsam die Wohnung gemietet haben?

Und zählt ein einfacher Partner als Familienmitglied, sodass man von Eigenbedarf sprechen kann? Die beiden sind nicht verheiratet.

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2018 08:48

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie den Mietvertrag gemeinsam unterschrieben haben kann er Ihnen auch nur gemeinsam wieder gekündigt werden bzw. Sie können ihn nur gemeinsam kündigen. Eine Eigenbedarfskündigung ist laut Gesetz für Verwandte oder Angehörige des eigenen Haushalts möglich, hierzu zählt der Lebensgefährte der Tochter nicht. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nickii am 19.10.2018 16:08

Hallo, vielen Dank für den netten Infotext.

Meine Fragen: Im Kündigungsschreiben steht nichts von dem Grund warum die Enkeltochter einziehen soll, zudem steht auch ein falsches Einzugsdatum (29.12.2017 eingezogen in Kündigungsschreiben steht 29.12.2018) wie weit ist die Kündigung jetzt noch gültig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.10.2018 08:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

beim Einzug der Enkeltochter kann es unter Umständen auch reichen, genau das zu schildern und keine weiteren Gründe anzugeben. Das hängt allerdings jeweils vom Einzelfall ab und lässt sich pauschal nicht beurteilen. Gleiches gilt für ein fehlerhaftes Datum. Wenn für den Empfänger der Eigenbedarfskündigung klar ersichtlich ist, welches Datum gemeint ist und dass es sich gegebenenfalls nur um einen Tippfehler handelt, ändern das zunächst nichts an der Wirksamkeit der Kündigung. Natürlich müssen sich Vermieter aber an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir den Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Loni am 08.10.2018 21:28

Hallo

Wir wohnen in einem Doppelhaus. Eigentümer beider Hälften war eine GbR. Diese ist nun aufgehoben. Die vorherigen beiden Partien, haben nun das Haus trennen lassen und wir haben damit einen Vermieter, die andere Hälfte einen anderen Vermieter. Grund der Trennung der GbR war, dass die jetzigen Besitzer unserer Hälfte, diese veräußern wollen.

Wenn sich nun ein Käufer findet, kann man dann, wie im Mehrfamilienhaus geltend machen, dass eine längere Kündigungsfrist zu beachten ist, wenn dieser unser Mietverhältnis zwecks Eigenbedarfs kündigt?

Wir wohnen über 5 Jahre hier, und hätten ansonsten eine Frist von sechs Monaten seitens des Vermieters. Allerdings gibt uns das keine Möglichkeit, einen vergleichbaren Wohnraum zu finden. Wir möchten im Ort bleiben. Wir würden bauen wollen, dass aber ist ja ein längerer Prozess.

Was tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.10.2018 09:01

Hallo Loni und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn das Wohnungseigentum nach WEG aufgeteilt wurde, also beide Häuser eine Eigentümergemeinschaft bilden, gilt die Sperrfrist. Da wir aber die genaue Konstellation der Aufteilung aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können und keine Rechtsberatung leisten dürfen, würden wir Ihnen empfehlen, sich von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ANT am 06.10.2018 20:53

Hallo liebes Team und Danke für den hilfreichen Artikel!

Bei uns liegt folgender Fall vor:

Wir möchten ein kleines Mehrfamilienhaus kaufen, ca.140 qm, bestehend aus einer Wohnung im EG, einer im OG und einem 1-Zimmer-Appartment im Keller (zu letzterem habe ich in den Bauplänen keine Genehmigung erkennen können). Wir möchten das Haus als Einfamilienhaus nutzen. Ggf. in weiterer Zukunft auch als Mehrgenerationenhaus.

Welche Voraussetzungen gibt es, um Eigenbedarf auf alle drei Wohnungen zu erheben (Standard-Mietverträge)? Wie schätzen Sie unsere Chancen ein?

Vielen Dank fur Ihre Hilfe, Familie Tschau

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 10:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die einzige Voraussetzung für eine wirksame Eigenbedarfskündigung in einem Fall wie diesem ist, dass tatsächlich Eigenbedarf besteht. Eine Sperrfrist gäbe es nur dann, wenn Wohnungen während der Mietdauer der Mieter in Eigentumswohnungen umgewandelt worden wären, was bei Ihnen ja aber nicht der Fall zu sein scheint. Auch bei einer wirksamen Eigenbedarfskündigung könnten die Mieter natürlich noch Härtegründe vorbringen, etwa eine schwere Krankheit. Sollte das geschehen oder sollte es zu anderen Komplikationen kommen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

tigerbea am 06.10.2018 20:42

Guten Abend

Laut obigen Erleuterungen wäre eine Eigenbedarfskündigung in der nur steht :

"kündige ich Ihnen aus Gründen des Eigenbedarfs"

nichtig bzw. unwirksam.

Wie sollte sich der Mieter der so eine Kündigung bekommt verhalten ?

Soll bzw. muß er den Vermieter darau hinweisen ?

Oder kann er einfach diese Kündigung ignorieren und gar nichts tun ?

Vielen Dank

Beate Kreis

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 09:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich gilt, dass der Vermieter darlegen muss, warum, wann und für wen er die Wohnung benötigt. Es genügt nicht, einfach mit dem Hinweis auf Eigenbedarf zu kündigen. Auf eine unwirksame Eigenbedarfskündigung muss der Mieter rein rechtlich gesehen gar nicht gesehen. Der Vermieter wird dann unter Umständen auf Räumung klagen und das Gericht würde die Unwirksamkeit der Kündigung feststellen. Sollte allerdings tatsächlich Eigenbedarf bestehen, wird das den Vermieter nicht davon abhalten, eine weitere, wirksame Eigenbedarfskündigung zu verfassen. Insofern wäre der unkomplizierteste Weg natürlich, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen und die Angelegenheit ohne juristische Auseinandersetzung zu klären. Sollten Sie diesen Weg jedoch gehen wollen, raten wir Ihnen vorher dringend zu einer Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt. Wir können und dürfen aus der Ferne nicht abschließend klären, ob Ihre Eigenbedarfskündigung tatsächlich unwirksam ist oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion


tigerbea am 08.10.2018 13:09

danke für die Antwort.

Ich verstehe das so das selbst wenn der VM eine Räumungsklage aufgrund der unwirksamen Kündigung anstreben würde diese auch vom Gericht abgehlehnt wird. Da die Kündigungsfrist in diesem Fall 9 Monate beträgt ist es besser nichts zu tun und abzuwarten bis der VM doch noch eine wirksame Kündigung schickt. Man gewinnt auf jeden Fall Zeit. Im beßten Fall 2x 9 Monate falls der VM den Irrtum seines Kündigsschreibens erst dann bemerkt wenn der Mieter nach den ersten 9 Monate noch nicht ausgezogen ist. Meines Wisses kann aber der Mieter jederzeit mit einer 3Monatsfrist kündigen ?!


Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 13:33

Das ist korrekt, eine Kündigung ist für den Mieter immer spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ablauf des übernächsten Monats möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wolfgang am 02.10.2018 17:08

Hallo, danke für den ausführlichen Artikel.

Wie lange muss der Vermieter, der die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigt, selber in die Wohnung einziehen? In unserem Fall sind es ca. 6 Monate, dann ist er wieder ausgezogen und hat die Wohnung teuer vermietet....

Ich freue mich auf einen Hinweis.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.10.2018 09:20

Hallo Wolfgang und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es gibt keine gesetzliche Regelung, die festschreibt, wie lange ein Eigentümer in einer Wohnung wohnen muss, nachdem er aufgrund von Eigenbedarf gekündigt hat. Eine kurze Dauer kann zwar ein Indiz dafür sein, dass der Eigenbedarf vorgetäuscht war, letztlich entscheidend ist aber, ob der Eigentümer zum Zeitpunkt der Kündigung tatsächlich die Absicht hatte, in der Wohnung zu leben. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie vermuten, dass der Eigenbedarf tatsächlich nur vorgetäuscht war, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Basti006 am 27.09.2018 13:58

Sehr geehrte Damen und Herren,

erstmal Danke für den Artikel. Ich habe vor einem Jahr mein 2 Familienhaus an eine Familie mit zwei Kindern im Alter von 6 und 8 Jahren vermietet. Nun würde ich gerne Eigenbedarf anmelden da mein Sohn mit seiner Freundin in dieses Haus einziehen möchte. Er wäre kürzer von seine, jetzigen Arbeitsplatz entfernt. Ist dies ohne weiteres möglich? LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.09.2018 15:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in einem solchen Fall ist eine Eigenbedarfskündigung gut denkbar. Wir können aber vorab nicht einschätzen, ob sie auch tatsächlich erfolgreich sein wird. Der Mieter könnte beispielsweise immer noch Härtegründe vorbringen kann, die gegen eine Eigenbedarfskündigung sprechen. Beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wagner am 25.09.2018 12:57

Guten Tag.

Vorab schöner und aufklärender Artikel.

Nun zu meiner Frage:

Wir vermieten derzeit ein 3 Stöckiges Haus, mit jeweils 2 Wohnungen.

In der oberen wohnt eine Frau mit ihrem Mann und 2 Kindern.

In der Wohnung darunter der volljährige behinderte Sohn.

Wir würden gerne beiden Mietparteien kündigen aufgrund von Eigenbedarf, da wir das Haus an unseren Enkel vermieten möchten, der daraus eine Studenten WG macht, somit bekommen wir auch weiterhin unsere Mieteinnahmen.

Doch ist der Sohn aus der unteren Wohnung behindert, die Wohnung wird vom Staat finanziert und die Mutter, die in der oberen Wohnung wohnt, gibt sich als seine Pflegerin aus.

Ist es dennoch möglich aufgrund von Eigenbedarf zu kündigen?

MfG,

Herr Wagner

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2018 14:13

Sehr geehrter Herr Wagner,

generell schließt auch eine solche Konstellation eine Eigenbedarfskündigung nicht zwangsläufig aus. Wir können die genauen Umstände aus der Ferne aber leider nicht abschließend beurteilen und daher auch vorab keine Prognose dazu treffen, wie gegebenenfalls ein Gericht entscheiden würde, wenn sich die Mieter gegen die Kündigung wehren. Wir würden Ihnen daher die Rechtsberatung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt durch einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nabla3 am 24.09.2018 21:49

Guten Abend,

Haben Mehrfamilienhaus (5 vermietete Wohnungen) gekauft und wollen Wohnung EG und 1.St. wegen Eigenbedarf kündigen und durch innenliegende Treppe beide Einheiten zusammenlegen. Gemeinsam mit Lebensgefährtin habe ich vier Kinder (zwei davon mit ständigen Wohnsitz bei uns). Wohnraum von insgesamt 200 qm erscheint uns daher angemessen. Aktuell wohnen wir in Miete mit einem (!) Kinderzimmer. Gekauftes Haus ist zudem deutlich näher am Arbeitsplatz meiner Partnerin. Das sollte als Argumentarium stabil ausrechen, oder?

Besten Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2018 08:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in einem solchen Fall ist eine Eigenbedarfskündigung gut denkbar. Wir können aber vorab nicht einschätzen, ob sie auch tatsächlich erfolgreich sein wird. Einerseits, weil der Mieter immer noch Härtegründe vorbringen kann, die gegen eine Eigenbedarfskündigung sprechen, andererseits aber auch, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

mönchen am 24.09.2018 14:45

Haben vor vier Jahren ein Haus gekauft und es an einen Neffen vermietet. Nun möchten wir das Haus unserer einzigen Tochter geben und den Mietern wegen Eigenbedarf kündigen. Tochter wohnt in einer 3 Zimmer Mietwonung in der Stadt und auf dem Haus ist noch eine Kreditsumme. Was kann ich machen???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.09.2018 15:19

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung sollte in so einem Fall möglich sein, wenn der Mieter keine schwerwiegenden Gründe hat, die dagegen sprechen. Sollten Sie vermuten, dass sich der Mieter wehren könnte, empfehlen wir die Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hausbesitzer am 20.09.2018 17:29

Hallo

ich bewohne das Erdgeschoss in meinem eigenen Haus.

Das Obergeschoss und eine kleine Dachgeschoßwohnung im selben Haus sind vermietet.

ich möchte den Mieter im Obergeschoß kündigen, um wegen Vergrößerung meines Wohnraums die beiden Wohnungen zusammenzulegen

Geht das ohne Angabe von Gründen nach §573Abs 1 Sonderkündigungsrecht oder muss ich wegen Eigenbedarf kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.09.2018 08:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in diesem Fall wäre der Eigenbedarf das berechtigte Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses. Sie müssten also wegen Eigenbedarf kündigen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sternschnuppe am 19.09.2018 08:15

Hallo,

Wir haben die Wohnung im Haus meiner Großeltern vor ca. 2 Jahren neu vermietet. Nun habe ich mich von meinem Partner (Nicht verheiratet) getrennt. Meine Großeltern wünschen sich und ich mir auch das ich in diese Wohnung ziehe. Ein freundlichen offenes Gespräch ist jedoch von Seiten der Mieter nicht möglich. Sie bedrohen und beleidigen seit diesem Gespräch meine Großeltern. Die Kündigungsfrist Betrag für eigen bedarf 3 Monate oder?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.09.2018 09:20

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Länge der Kündigungsfrist bei einer Kündigung durch den Vermieter ist von der Dauer des Mietverhältnisses abhängig. Bei einer Mietdauer von unter fünf Jahren beträgt die Frist aber drei Monate, ja.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rihn am 13.09.2018 21:21

Ich habe seit 4 Monaten eine Wohnung gekauft und die Miete seit 13 Jahre wohnt drinne, normalerweise muss ich die Kündigung wegen die Eigenbedarf neun Monaten geben aber ich habe unbewusst für 3 Monaten gegeben die Kündigung.was kann ich noch machen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.09.2018 10:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

am besten wäre es in diesem Fall wohl, Sie würden die Kündigung noch einmal mit der korrekten Kündigungsfrist aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vera am 12.09.2018 20:22

Wir wollen eine Eigentumswohnung kaufen und an unsere Tochter vermieten also Eigenbedarf anmelden. Der bisherige Mietvertrag läuft allerdings erst seit 2 Monaten und eine ordentliche Kündigung wurde für 4 Jahre ausgeschlossen. Kann ich trotzdem Eigenbedarf anmelden und den Vertrag kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.09.2018 09:25

Hallo Vera und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, wenn ein Mietvertrag einen solchen Kündigungsverzicht enthält, kann auch ein neuer Vermieter vor Ablauf der Frist nicht wegen Eigenbedarf kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MiSi0404 am 11.09.2018 20:25

Hallo,

mein Lebensgefährte und ich wollen uns ein Reihenhaus kaufen in dem seit Mitte 2017 Mieter wohnen (aktuell mit frischem Nachwuchs).

Ist es rechtens unter Beachtung der 3-monatigen Kündugungsfrist Eigenbedarf geltend zu machen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.09.2018 12:50

Hallo MiSi0404,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell bricht Kauf nicht Miete. Das bedeutet, dass der bestehende Mietvertrag auch nach einem Eigentümerwechsel unverändert weiterläuft. Allerdings kann der neue Eigentümer unter Umständen eine Eigenbedarfskündigung aussprechen. Dabei gelten die regulären Kündigungsfristen des Mietrechts. Haben die Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

afrin am 10.09.2018 15:50

hallo

ich habe eine Wohnung gekauft, wo seit 2006 ein Mieter drin lebt.

Jetzt habe ich eine Scheidung vor mir und würde gern selbst in die Wohnung einziehen. Ist eine Kündigung auf Eigenbedarf Rechtmäßig und die Kündigungsfrist 9 Monate. Was muss ich noch beachten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.09.2018 12:57

Hallo Afrin,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie können Eigenbedarf anmelden, sofern dieser nicht vorgetäuscht ist. Kündigen Sie Eigenbedarf an, müssen Sie unter anderem bestimmte Fristen wie die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten. Nachdem der Mieter seit 12 Jahren in der Wohnung wohnt, besteht - wie Sie bereits richtig angemerkt haben - eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Was konkret im Kündigungsschreiben zu stehen hat und wie Sie sicherstellen, dass der Mieter dieses auch erhält, finden Sie im obigen Artikel.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

CD am 09.09.2018 22:40

Guten Abend,

kann ich davon ausgehen, dass nach einer Eigenbedarfskündigung der Mieter auch nach Ablauf der Kündigungsfrist (9 Monate) ausgezogen ist? Oder kann er sich in irgend einer Form weigern? Er ist berufstätig, nicht schwerbehindert oder krank. Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.09.2018 14:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn kein besonderer Härtefall vorliegt, kann sich der Mieter rein rechtlich gesehen nicht weigern. Ob er es nicht dennoch versucht, können wir vorab aber natürlich nicht sagen. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

FrankMünchen am 08.09.2018 01:03

Hallo,

ich habe eine günstig vermietete 3 Zimmer Wohnung gekauft und wohne selbst zur Miete in einer kleinen 2 Zimmer Wohnung mit Frau und Kind. Kann ich Eigenbedarf anmelden, weil meine Wohnung zu klein ist und ich in einer größere Wohnung wohnen möchte? Die neue Wohnung ist in einer Kleinstadt mit besseren Aussichten für einen Kindergartenplatz. Außerdem möchten wir grundsätzlich in einer Kleinstadt wohnen. Wären das akzeptable Gründe?

Im Voraus vielen lieben Dank für Ihre Antwort!

Frank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.09.2018 12:18

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel dürften die von Ihnen geschilderten Gründe für eine Eigenbedarfskündigung genügen. Abschließend beurteilen können wir das aus der Ferne aber nicht, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

marcio15 am 04.09.2018 22:28

Guten Abend. Wenn ich Eigenbedarf für meine vermietete Wohnung anmelde, muss ich für die Umzugskosten des Mieters aufkommen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.09.2018 09:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, bei einer wirksamen und berechtigten Eigenbedarfskündigung ist das gesetzlich nicht vorgesehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Leo am 27.08.2018 18:42

Gilt für die Berechnung der Kündigungsfrist der Zeitpunkt der Aussprache der Kündigung oder der Zeitpunkt der Beendigung des Mietverhältnisses?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.08.2018 09:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es gilt der Wortlaut des BGB. Demnach ist die Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist beginnt demnach spätestens an jenem dritten Werktag des Monats.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gerhard am 23.08.2018 16:37

Mir ist meine Wohnung wegen Eigenbedarfs des Vermieters gekündigt worden. Wenn ich jetzt bereits im 1 Monat nach der Kündigung ausziehe, muss ich für die verbliebenen 2 Monate noch Miete zahlen?

M.E. nicht, da der Vermieter damit rechnen muss, dass ich vor Ablauf der Kündigungsfrist ausziehe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.08.2018 09:56

Hallo Gerhard,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Eine gesetzliche Regelung, wonach ein Mieter nach einer Eigenbedarfskündigung schon vor Ablauf der Kündigungsfrist das Mietverhältnis beenden kann, existiert leider nicht.

Vielleicht können Sie sich ja mit Ihrem Vermieter gütlich einigen, dass das Mietverhältnis schon vor Ablauf der Frist beendet werden kann.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Anton am 17.08.2018 21:15

Hallo,

Ich habe ein Reihenhaus gekauft, wo seit knapp 4 Jahren ein Mieter drin lebt.

Im Moment bin ich noch nicht im Grundbuch eingetragen aber das wird demnächst

passieren. Ich möchte selbst drin wohnen und würde denn Mietern kündigen mit einer

Frist von 3 Monaten mit der Begründung des Eigenbedarfs. Ich habe mitbekommen

das die Mieter sich stur stellen und nicht raus möchten auch aufgrund der momentanen

niedrigen Miete denn sie bezahlen . Die möchten es soweit rauszögern

wie es geht. Wie stehen denn meine Chancen, das es kein langes Prozess wird. Würde

ich denn Probleme bekommen, wenn die Mieter einen Einspruch auf die Kündigung einlegen. Besondere Gründe für einen Härtefall liegen mir nicht vor. Muss ich mich auf eine Verlängerung der Kündigung einstellen ?

Schöne Grüße und vielen dank schon mal für die Antwort

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Immowelt-Redaktion am 20.08.2018 08:52

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

im schlimmsten Fall kann der Mieter sich schlichtweg weigern, auszuziehen. Ist das der Fall, müssten Sie vor Gericht auf Räumung klagen. Wie lange sich dieses Verfahren zieht, lässt sich vorab leider nicht sagen, das ist auch abhängig von der Auslastung der Gerichte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Justy am 17.08.2018 19:09

Hallo,

ich habe eine Wohnung gekauft, wo seit 1999 ein Mieter drin lebt.

Die Wohnung war als Altersrücklage gedacht. Jetzt habe ich eine Scheidung vor mir und würde gern selbst in die Wohnung einziehen. Ist eine Kündigung auf Eigenbedarf Rechtmäßig und die Kündigungsfrist 9 Monate. Was muss ich noch beachten?

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Immowelt-Redaktion am 20.08.2018 09:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine solche Situation wie die Ihre kann eine Eigenbedarfskündigung durchaus rechtfertigen. Neben dem genauen Grund für die Kündigung sollten Vermieter, die wegen Eigenbedarf kündigen wollen den Mieter auch auf sein gesetzliches Widerspruchsrecht hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MonikaK am 08.08.2018 20:27

Hallo,

wir haben folgende Situation: Ich habe mein Elternhaus vor eine Woche übernommen. Das Haus hat 3 Eigentumswohnungen, zwei sind vermietet (DG + I-Stock) und EG bewohnt mein Vater der 95 Jahre alt ist. Wir selber haben ein Einfamilienhaus welches wir jetzt verkaufen wollen um in die I-Stock Whg. zu ziehen. Hauptgrund ist natürlich das wir dann eine Wohnung brauchen und meinen Vater Pflegen möchten. Wir wollen jetzt den Mieter der I-Stock Whg. eine Kündigung wegen Eigenbedarf zukommen lassen. Worauf müssen wir da jetzt achten. Der Mieter wohnt schon 9 Jahre in der Wohnung so das er eine 9 monatige Kündigungsfrist hat oder? wenn wir ihn am 01.09. 2018 Kündigen zum 30.06.2019 ist das dann korrekt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.08.2018 08:20

Hallo Monika und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der genaue Wortlaut im BGB lautet: "Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate." Eine Kündigung, die beim Mieter also am 1. September eingeht, bedeutet bei kurzer Mietdauer zunächst, dass das Mietverhältnis am 30. November endet. Durch die neunjährige Mietdauer verlängert sich die Kündigungsfrist um sechs Monate, somit wäre sie am 31. Mai wirksam.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

NormanK am 06.08.2018 15:09

Folgender Sachverhalt.

Wir sind aufgrund Nachwuchses im Februar 2017 in eine drei Zimmer Wohnung eingezogen. Der Mietvertrag ist unbefristet und mit dem Verweis, das keine Kautionsleistung erbracht werden muss.

Im April 2017 verlangte die Vermieterin auf einmal, wir sollen nun doch eine Kaution hinterlegen. Dem widersprachen wir mit der Angabe, dass dies so im Mietvertrag festgehalten wurde. Daraufhin gab es häufiger Querelen seitens der Vermieterin. Anfang Dezember stellte man uns die Eigenbedarfskündigung zu mit Begründung auf geschäftliche Nutzung der Räume als Fotostudio für die Eigentümerin und Lagerräume für die Dokumente der Firma ihres Mannes nach § 573 Abs. 2 Nr. 2 des BGB.

Da abzusehen war, dass bei einem Widerspruch unsererseits das Mietverhältnis nicht besser werden kann, zogen wir zum 31.03.2018 aus (uns wurde eine zusätzliche Frist bis zum Auszug eingeräumt). Nun stellten wir Anfang August fest, dass die Wohnung entgegen der Begründung in der Kündigung wieder vermietet wurde (neues Namensschild auf Klingel und Briefkasten).

Wir hatten zwischenzeitlich aufgrund einer fehlerhaften Nebenkostenabrechnung noch einmal Kontakt und auf mein Nachfragen wie es um die Umbaumaßnahme zum Büro bestellt ist teilte man mir lapidar mit, man habe derzeit keine Zeit dafür.

Wie stehen die Chancen mit einer Klage auf Schadensersatz in diesem Fall?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 15:31

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Eigenbedarf nachweislich nur vorgetäuscht war, können Mieter mögliche höhere Mietkosten oder Umzugskosten als Schadensersatz einklagen. Wie hoch ihre Chancen aber stehen, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen, auch, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

PeterK am 03.08.2018 19:10

Hallo,

habe folgende Situation: meine Tochter wohnt zusammen mit ihrem Mann und 1 Kind in einer 100 qm Erdgeschoßwohnung in meinem Haus. Das Obergeschoß ist zusammen mit dem Dachgeschoß als eine Einheit vermietet. Zusätzlich ist noch eine 48 qm Wohnung im Tiefparterre vermietet.

Da sich Anfang nächsten Jahres Nachwuchs bei meiner Tochter einstellt möchte sie auch über die Wohnung im Tiefparterre verfügen. Besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Kündigung wg. Eigenbedarf?

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Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 08:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ja, diese Wohnung besteht, da Sie die Wohnung für nahe Angehörige selbst benötigen. Ob der Mieter sich dagegen allerdings wehren könnte, können wir vorab nicht beurteilen. Dies könnte dann der Fall sein, wenn ein Umzug für ihn eine unzumutbare Härte darstellen würde, etwa bei hohem Alter oder schwerer Krankheit. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Phili am 02.08.2018 13:01

Hallo zusammen,

ich habe folgende Situation:

Zur Zeit befinden wir uns in er 3er WG. Ich bin der Hauptmieter und habe mit den beiden weiteren Mieter mit einen Untermietvertrag hier wohnen. Ich bin Mieter und Vermieter / meine Eltern sind die Eigentümer der Wohnung.

Da ich mein Wohnzimmer gerne wieder benutzen würde, möchte ich ein Untermietvertrag kündigen.

Nun meine Fragen:

Wie detailliert muss ich angaben zum Eigenbedarf machen?

Muss ich einen Kündigungsgrund bei einem Untermietvertrag angeben?

Vielen Dank für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.08.2018 13:24

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie wegen Eigenbedarf kündigen wollen, sollten Sie zumindest darlegen, warum Sie das Zimmer für sich benötigen. Besonders ausführlich muss die Begründung dabei nicht sein, nur schlüssig muss sie sein. Ein Untermietvertrag kann generell auch ohne berechtigtes Interesse gekündigt werden, in diesem Fall verlängert sich die Kündigungsfrist aber um drei Monate. Eine Ausnahme gilt, falls das Zimmer möbliert vermietet wurde. In diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist nur zwei Wochen. Sie muss spätestens bis zum 15. eines Monats beim Vermieter eingegangen sein, damit das Mietverhältnis zum Ende des gleichen Monats beendet wird.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ewa am 01.08.2018 17:51

Hallo, ich habe vorher eine Frage über Mietvertragskündigung gestellt. Also wenn ich das gut verstanden habe, ist das so, dass der Vermieter einfach so, ohne Grund kann uns der Vertrag kündigen? Und je nach dem wie lange wir hier wohnen haben wir bis 12 Monate Zeit auszuziehen? Gibt es in solche Fälle Ausnahmen? So wie Krankheit oder wenn ich meine Arbeit deswegen verlieren kann? Und was passiert wenn wir keine neue Wohnung in diese 12 Monate finden? Und noch eine Frage, wenn er doch in diesen Fall ein Grund nennt und zwar diese eigene Bedarf? Was gilt dann?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.08.2018 08:56

Hallo Ewa,

ja, in Haus mit höchstens zwei Wohnungen, wobei eine vom Vermieter selbst bewohnt wird, kann dieser ohne Angabe von Gründen kündigen. Die zwölf Monate Kündigungsfrist gelten in diesem Fall bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren. Eine verlängerte Kündigungsfrist oder eine Aussetzung der Kündigung kommt bei schweren Härtefällen in Betracht, also beispielsweise bei hohem Alter oder schwerer Krankheit. Der Vermieter kann im Übrigen auch mit der regulären Kündigungsfrist kündigen, wenn er einen Grund gemäß § 573 BGB hat, also beispielsweise Eigenbedarf. In diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren neun Monate. Sollte es einem Mieter nicht gelingen, innerhalb der Kündigungsfrist eine neue Wohnung zu finden, sollten diese zunächst prüfen, ob es möglich ist, zumindest übergangsweise bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen. Viele Gemeinden bieten für solche Fälle aber auch Notfallwohnungen an.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ewa am 01.08.2018 14:22

Hallo, ich wohne in einem Haus, ich miete eine Wohnung in EG. Der Vermieter wohnt oben. Ich wurde das Haus als einfamilien Haus beschreiben, wo einfach die Keller als eine Wohnung gilt. Woher soll ich wissen welche Status hat das Haus? Weil so wie ich hier gelesen habe es gibt dann Unterschiede zwischen einfamilien und zweifamilen Häuser wenn es um Kündigung geht. Eventuelle Kündigung kann von Seite der Vermieter kommen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.08.2018 14:31

Hallo Ewa,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Der genaue Wortlaut im BGB (§ 573a) lautet: "Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im Sinne des § 573 bedarf." Sollte es in dem von Ihnen bewohnten Haus also nur zwei Wohneinheiten geben, von denen eine Sie und eine der Vermieter bewohnt, gilt ein Erleichterter Kündigungsschutz. Der Vermieter kann dann ohne Angabe von Gründen den Mietvertrag kündigen, die Kündigungsfrist verlängert sich dabei um drei Monate, liegt also je nach Mietdauer zwischen sechs und zwölf Monaten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mo am 01.08.2018 07:46

Hallo...

Wohne seit 20 Jahren in einer Mietwohnung on NÖ( in einer Immobilie mit zwei weiteren Mietwohnungen und einem Geschäft welches der Besitzer selbst betrieben hat).Durch " Zufall habe ich erfahren, dass er die ganze Immobilie verkaufen will.Welche Rechte habe ich, wenn der Nachbesitzer in meiner Wohnung wohnen möchte?

Herzlichen Dank für die Antwort!!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.08.2018 09:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine Wohnung in Österreich in den Vollanwendungsbereich des österreichischen Mietrechtsgesetzes fällt, kann eine Eigenbedarfskündigung ohnehin nur gerichtlich erfolgen. Das Gericht prüft vorab, ob die Kündigung zulässig ist. Fällt eine Wohnung nicht unter das Mietrechtsgesetz, kann der Vermieter jederzeit auch ohne Angabe von Gründen kündigen. In beiden Fällen haben Sie natürlich die Möglichkeit, rechtlich gegen die Kündigung vorzugehen. Hierzu empfehlen wir das Gespräch mit der Mietervereinigung oder mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

roserose am 26.07.2018 11:16

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie sieht es aus mit mit Objekten die man per zwangsversteigerung ersteigert hat.

Kann man da auch unter der Dringlichkeit wegen Eigenbedarf kündigen. Ist es einfach als bei einer normalen Immobilie, oder schwieriger?

Vielen dank für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.07.2018 11:22

Da gibt es mietrechtlich gesehen keinen Unterschied. Eine Sperrfrist gibt es nur bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wenn diese während der Mietdauer in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

roserose am 25.07.2018 21:21

Hi,

leben momentan im Ausland und sind auf der Suche nach einer Wohnung. Da es aber momentan sehr sehr schwierig ist eine Wohnung zu finden, möchten wir gerne eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus kaufen.

Vielleicht auch eine zwangsversteigerte Immobilie.

1) Können wir aufgrund unserer Dringlichkeit (wir werden bei den Eltern wohnen) mit gutem Erfolg fristgerecht kündigen.

(Einen längeren Prozessweg möchten wir gerne vermeiden. Wir bruachen dringend ein Dach über dem Kopf)

2) Wie sieht es mit mit einer Zwangsversteigerung aus?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.07.2018 09:07

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie bei den Eltern wohnen und eine eigene Immobilie beziehen möchten, stehen die Chancen für eine Eigenbedarfskündigung sehr gut. Sie sollten beim Kauf aber unter Umständen schon darauf achten, ob in dem Objekt Mieter wohnen, für die die Kündigung eine unzumutbare Härte darstellen könnte. Das kann beispielsweise bei alten oder schwer kranken Menschen der Fall sein. Diese könnten dann der Kündigung widersprechen oder zumindest eine längere Kündigungsfrist erwirken.

Eine Zwangsversteigerung ist sicher eine Möglichkeit, an eine relativ günstige Immobilie zu erwerben, birgt aber auch gewisse Risiken. Informationen dazu haben wir in diesem Artikel zusammengefasst: ratgeber.immowelt.de/a/der-ablauf-einer-zwangsversteigerung-die-richtige-bieterstrategie.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SammySamSam am 11.07.2018 01:35

Der Mieter selbst wohnt seit einigen Jahren im Ausland und hat die Wohnung seitdem untervermietet. Ändert sich in diesem Fall rechtlich etwas, wenn ich die Wohnung selbst beziehen möchte?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.07.2018 11:30

Hallo SammySamSam,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir aus der Ferne hierzu keine genauen Angaben machen: Ist die komplette Wohnung untervermietet oder nur ein Teil? Handelt es sich um ein Zweifamilienhaus? Liegt ein Untermietvertrag vor? Daher möchten wir Ihnen empfehlen, einen Fachanwalt aufzusuchen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre immowelt.de-Redaktion

Steffi am 10.07.2018 22:37

Wir vermieten in einem Zweifamilienhaus die obere Wohnung .Wir selber wohnen in der unteren Etage .Unsere Enkel kommen öfters zu Besuch und schafen mit in unseren Bett mit .Wir bräuchten den Wohnraum ,damit wir mehr Platz für die 8 und 7 jährige Kinder haben .Dürfen wir wegen Eigenbedarf kündigen?Besuchszeit der Enkel in der Ferienzeit

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.07.2018 11:18

Hallo Steffi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt, die andere Wohnung aber vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor. In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, liegt also je nach Dauer des Mietverhältnisses bei zwischen sechs und zwölf Monaten.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre immowelt.de-Redaktion

Lalelu am 05.07.2018 23:11

Hallo,

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit zwei Eigentümern. Nun sollen die 2 Wohnungen unseres Vermieters verkauft werden. Wir wohnen bereits seit 12 Jahren in dieser Wohnung. Sollte der neue Besitzer wegen Eigenbedarfs kündigen, wie lang ist dann seine Kündigungsfrist?

Sollte er nicht kündigen, steht uns sicher eine Mieterhöhung ins Haus. Wie hoch darf die sein? Wir zahlen jetzt 330,- € Kaltmiete.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.07.2018 08:44

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren gilt eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Sollte das Mehrfamilienhaus noch während ihrer Mietdauer in Eigentumswohnungen umgewandelt werden oder umgewandelt worden sein, gilt eine Sonderregelung. Der neue Eigentümer kann dann zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden, am besten also Sie erkundigen sich in diesem Fall bei Ihrer Stadt oder Gemeinde, welche Sperrfrist gilt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

hosenträger am 03.07.2018 20:28

Hallo immowelt-Redaktion,

ich besitze ein Mehrfamilenhaus mit 3 Wohneinheiten. Meine Schwester möchte gerne nun in meine bereits vermietete mittlere Etage ziehen. Nun hatte ich vor die Wohnung meines Mieters zu kündigen, musste allerdings feststellen dass in unserem geschlossenen Mietvertrag von November 2016 steht: Der Vermieter verzichtet für einen Zeitraum von 3 Jahren und 9 Monaten ab Vertragsabschluss auf das Recht zur ordentlichen Kündigung (Kündigung wegen Eigenbedarf, usw). Die Kündigung kann somit frühestens zum Abschluss dieses Zeitraums ausgesprochen werden.

Was habe ich für Möglichkeiten? Ich danke für kurzfirstige Antwort.

LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.07.2018 09:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in diesem Fall sind Sie an die Regelung im Mietvertrag gebunden. Allenfalls können Sie versuchen, mit dem Mieter über einen früheren Auszug zu verhandeln und ihm entgegenkommen, indem Sie beispielsweise seinen Umzug finanzieren. Einen Rechtsanspruch darauf, dass der Mieter sich darauf einlassen muss, haben Sie aber nicht. Er kann also auf die Klausel im Mietvertrag bestehen.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gudrun Hani am 29.06.2018 13:40

Meine Mutter hat ihre vermietete wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt , nun ist sie in den letzten Tagen so krank geworden , das sie nicht mehr alleine leben kann , wie lange muß sie die Wohnung nun bewohnen , bevor sie sie weiter vermieten darf und kann an dritte ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.06.2018 13:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hierfür gibt es keine gesetzliche Regelung. Entscheidend dürfte im Streitfall sein, dass eine kurze Mietdauer im Voraus nicht absehbar war. Wenn dem so war, sollte Ihre Mutter ohne Probleme weitervermieten können. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können. Im Zweifel raten wir daher immer zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hermann K. am 26.06.2018 18:24

Guten Abend,

auf Grund unserer Trennung planen wir unser Einfamilienhaus zu verkaufen und wollen zwei unterschiedlichen Mietern wegen Eigenbedarf kündigen. Den Ausführungen habe ich entnommen, dass die Kündigung wegen Eigenbedarf genauer begründet werden muss. Da die Mieter unterschiedliche Kündigungsfristen haben, würde zur Not vorübergehend auch die größere Wohnung mit der kürzeren Kündigungsfrist gemeinsam bezogen werden und die räumliche Trennung dann später erfolgen.

Aus verschiedenen Gründen wollen wir den eigentlichen Grund, (Trennung) noch für uns behalten und die Kündigung lediglich mit dem Verkauf des Einfamilienhauses (Verkleinerung) begründen. Kann das für die Kündigung schädlich sein?

Wir könnten uns auch vorstellen, dass wir die Kündigung für die kleinere Wohnung als Eigenbedarf für das Kind (18 Jahre und schulpflichtig) anmelden und der Partner, der nicht das Sorgerecht hat, zieht später in die kleinere Wohnung. Der Charakter des Eigenbedarfes bleibt zu 100 % gewahrt, nur die Begründung passt nicht genau.

Vielen Dank für eine Rückantwort.

Hermann K.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.06.2018 09:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung dürfte sich auch mit dem Verkauf des Einfamilienhauses begründen lassen. Wichtig ist lediglich, dass der Kündigungsgrund nicht vorgeschoben wird, der Eigenbedarf also tatsächlich besteht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, ob Ihre Eigenbedarfskündigung Erfolg haben wird oder nicht. Im Zweifel empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Roland am 25.06.2018 15:26

Hallo zusammen,

die Mietwohnung in der wir seit über 8 Jahren wohnen wird verkauft und der neue Besitzer möchte diese zum Eigenbedarf nutzen und wird uns deshalb kündigen. Meine Frage dazu wäre ab wann der neue Besitzer die Kündigung rechtskräftig aussprechen kann da ja ab den Zeitpunkt ja die Frist zählt.

Hat hier jemand eine Info für mich? - Danke schon von dieser Stelle :-)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.06.2018 08:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für den Fall, dass Ihre Wohnung damit in eine Eigenbedarfskündigung umgewandelt wird, gilt eine Sperrfrist von drei Jahren nach Eigentumsübertragung. In dieser Zeit kann der neue Eigentümer dann nicht wegen Eigenbedarf kündigen, wobei die Frist von den Bundesländern auch ausgeweitet werden kann. Sollte die Wohnung schon zuvor eine Eigentumswohnung gewesen sein, kann der neue Eigentümer kündigen, sobald er rechtskräftig als Eigentümer im Grundbuch eingetragen wurde.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Silke am 22.06.2018 15:45

Hallo zusammen,

mein Freund muss seine Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen.

Die Kündigung wäre von heute zum 01.10.2018. ( 3 Monate )

Der jetztige Mieter wohnt seit dem 01.08.2013 in der Wohnung. Ist die Frist bis 5 Jahre ( 3 monatige Kündigungsfrist) ab Zeitpunkt der Kündigung oder wann der Vermieter auszieen muss ?

Dan wohnt er über 5 Jahre in der Wohnung und die Frist wäre 6 Monate ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.06.2018 08:54

Hallo Silke und vielen Dank für Ihren Kommentar,

entscheidend ist hier nicht der potenzielle Auszugstermin, sondern der Zeitpunkt der Kündigung. In einem Fall wie dem von Ihnen genannten dürfte die Kündigungsfrist also drei Monate betragen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie im Streitfall von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Martin am 19.06.2018 13:04

Hallo Immowelt,

unser Vermieter hat uns unter 3 mal Druck gesetzt, dass er auf Eigenbedarf kündigen will, da die Eltern seiner Freundin (Vater ist Pflegefall) einziehen müssen. Als Familie mit 2 Kindern und einem Mietverhältniss von 7 Jahren hat uns das überrascht. Kann er da überhaupt Eigenbedarf anmelden, da die Freundin erst vor 3 Monaten bei ihm eingezogen ist und Sie selbst noch ein Haus besitzt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.06.2018 13:46

Hallo Martin und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist für nahe Familienangehörige oder für Angehörige des eigenen Haushalts möglich, nicht jedoch für Bekannte oder etwaige schwägerschaftliche Beziehungen. Demnach ist auch eine Kündigung wegen Eigenbedarf für die Eltern der Freundin des Vermieters in der Regel nicht möglich, eine Eigenbedarfskündigung mit dieser Begründung wäre unwirksam.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall raten wir daher stets zum Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Martin am 19.06.2018 13:57

Vielen Dank ;) das werden wir tun

vermieter-mw am 18.06.2018 09:18

Hallo Immowelt,

ich besitze in einem Mehrfamilienhaus 2 vermietete, in etwa gleich große ETW.

Ich benötige eine Wohnung für meinen Sohn, der nun dort ganz in der Nähe studiert bzw. weiter studieren will. Muss ich eine bestimmte Wohnung zum Eigenbedarf nehmen,

z.B. nach dem Kriterium der Mietvertragsdauer oder kann ich mir die Wohnung "aussuchen" ?

für

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.06.2018 09:54

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie sind in einem solchen Fall nicht auf eine bestimmte Wohnung festgelegt, können also gewissermaßen frei wählen, welche Wohnung zu Ihrem Sohn am besten passt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte sich der Mieter gegen die Eigenbedarfskündigung wehren, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bekir am 17.06.2018 01:58

Hallo immowelt.

Habe ein Mehrfamilienhaus mit 4 Wohneinheiten gekauft, alle 4 Wohnungen sind vermietet ich würde gerne in den 2 Wohnung selber einziehen da ich ein Behinderte kind habe bräuchte ich die zwei Wohnung für mein Kind, aber da gibt es ein Hacken, 1 Mieter hat für 2 Wohnungen Miet Vertrag und die Wohnungen wollte ich für mein Familie beanspruchen, da mein kind ein körperlich behinderung hat braucht sie Therapie Räume für ihre Physio Therapie. Habe ich anspruchauf die zwei Wohnungen...?

(Je Wohnung ist 50 m2 mit 2 Zimmern)

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Immowelt-Redaktion am 18.06.2018 09:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Eigentümer tatsächlich zwei Wohnungen für sich oder Angehörige benötigt, kann er auch für beide Wohnungen den Mietvertrag kündigen. Entscheidend ist hier immer der tatsächliche bedarf. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es nach der Eigenbedarfskündigung zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Otto am 14.06.2018 21:14

Guten Abend Immowelt Team,

Wir besitzen momentan zwei Einfamilienhäuser. In dem einem wohnen wir selbst das andere Haus wird vermietet. Jetzt wollten wir unser Haus verkaufen und in das vermietete einziehen. Können wir da wegen Eigenbedarf das Mietverhältnis kündigen? Wir müssen ja bevor das Haus verkauft wird in das andere einziehen.

Gruß Otto

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.06.2018 08:48

Hallo Otto und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist auch in einem solchen Fall prinzipiell möglich, wenn der Eigentümer nachweisen kann, dass der Eigenbedarf tatsächlich besteht. Ob das allerdings in Ihrem Fall so ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen. Bedenken Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Matthias J. am 11.06.2018 00:01

Guten Abend,

Meine Frau und ich wollen uns eine Doppelhaushälfte kaufen. In dem Haus wohnen aber seit 18 Jahren Mieter die der Vermieter angeblich nicht kündigen kann. Den Mietern wurde das Haus auch zum Kauf angeboten aber das klappt wohl finanziell nicht. Wir selber wohnen derzeit in einer 3 1/2 Zimmer Wohnung und haben Nachwuchs bekommen.

Wie schnell würden wir die Mieter rausbekommen falls die nicht freiwillig nach 9 Monaten das feld räumen?

auf Kommentar antworten

Matthias J. am 11.06.2018 12:05

Fast vergessen es ist kein Mietvertrag vorhanden. Jedoch ist die Miete für diese Immobilie und für dieses Grundstück zu wenig für diese Größe...

Vielen Dank schon mal


Immowelt-Redaktion am 11.06.2018 12:37

Hallo Matthias J.,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob es z. B. ein lebenslängliches Wohnrecht aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung zugunsten des Mieters gibt (selten, aber grundsätzlich möglich), sollten Sie im Vorfeld herausfinden.

Sollten die Mieter kündbar sein, kann, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, eine Eigenbedarfskündigung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist ausgesprochen werden. Ziehen die Mieter nicht freiwillig aus, muss Räumungsklage erhoben werden. Bis zur Räumung können dann, je nachdem wie langsam oder schnell die Mühlen der Justiz mahlen und ob der Mieter den Instanzenzug geht, viele Monate oder gar auch Jahre vergehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Siggi77 am 09.06.2018 01:10

Hallo,

Ich beabsichtige für meine vermietete Wohnung ordnungsgemäß Eigenbedarf anmelden. Geschätzte Eigennutzung beträgt ca. ein Jahr.

a) für welcher Zeitraum ist Eigenbedarf rechtskräftig?

b) wie gehe ich vor wenn meine Mieterin schwanger ist ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.06.2018 10:51

Hallo Siggi77,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir verstehen Ihre Frage so, dass bereits heute feststeht, dass Sie die Wohnung nur ein Jahr lang benötigen und danach wieder ausziehen wollen. Eine höchstrichterliche BGH-Rechtsprechung dazu, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Eigenbedarfskündigung wegen eines nur temporären Nutzungswunsches zulässig ist, ist uns nicht bekannt. Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Kündigende (oder nache Verwandte zu deren Gunsten gekündigt wird) dauerhaft die Wohnung nutzen wollen. Ob ein Jahr schon dauerhaft ist, ist Auslegungssache, dürfte aber kritisch betrachtet werden. Wir raten Ihnen deshalb, die Frage z. B. mit einem Fachanwalt für Mietrecht zu besprechen.

Die Schwangerschaft einer Mieterin kann einen Härtefall darstellen - zumindest dann, wenn die schwangere Mieterin kurz vor der Entbindung steht, urteilte das Landgericht Stuttgart (Az.: 16 S 378/90).

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Carla777 am 02.06.2018 16:47

Hallo liebes Team,

gestern hat mein Vermieter schriftlich Eigenbedarf für meine 3-Zi-Wohng. , die ich nun seit 30 Jahren bewohne, angemeldet. Als ich einzog, war es ein 3-Fam.Haus, kleine Dachwohnung, minimalst als Wohnung für eine Person, und 2 genau gleich aufgeteilte Wohnungen mit je 75 qm. Als die Mieter der Erdgeschosswohnung vo 3 Jahren auszogen, zog die Tochter des Vermieters mit Familie ein (2 Erw. und inzwischen 2 kleine Kinder)

Das Dachgeschoss wurde nicht mehr vermietet und besteht nun aus 2 Räumen mit insgesamt ca. 15 qm, ,Laminat und Heizung und wird von der Familie benützt.

Der Kündigungsgrund wurde folgendermaßen formuliert: Da sich die Familie unserer Tochter vergrößert hat und mehr Platz benötigt, müssen wir leider das bestehende Mietverhältnis mit Ihnen unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfristen aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Diese Kündigung erfolgt nach § 573, Abs.2 Nr. 2 BGB, Zukünftig soll die Wohnung im 1. OG folgendermaßen genutzt werden : Da in der Erdgeschosswohnung (3 Zimmer, 75 qm) nicht genügend Zimmer für die vierköpfige Familie unserer Tochter vorhanden sind, soll künftig zusätzlich das 1. Obergeschoss für die Kinderzimmer der Kinder sowie das elterliche Schlafzimmer genutzt werden. ( Erwähnen möchte ich, dass die Kinder 2 und 3 Jahre alt sind.) Wir hoffen usw. ...

Meine Frage: Ist dies ein Grund für eine Eigenbedarfskündigung ? Ich bin 76 Jahre und leider auch gesundheitlich angeschlagen, somit werde ich mir wohl etwas schwer tun mit einer neuen Wohnung. Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.06.2018 10:47

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung wie die von Ihnen beschriebene kann wirksam sein, ja. Ob die, die Sie erhalten haben, es tatsächlich ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen, auch weil wir die genauen Verhältnisse bei der Familie Ihres Vermieters nicht kennen. Mieter können Eigenbedarfskündigungen allerdings abwehren, wenn ein besonderer Härtefall vorliegt. Das kann beispielsweise eine Krankheit oder fortgeschrittenes Alter sein. Zumindest kann in solchen Fällen häufig eine verlängerte Kündigungsfrist erreicht werden, so dass Ihnen mehr Zeit zur Wohnungssuche und Organisation eines Umzugs bliebe. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir möchten Ihnen daher die Beratung durch einen Mieterverein vor Ort empfehlen. Dieser kann auch besser bewerten, ob die vorliegende Eigenbedarfskündigung tatsächlich wirksam ist und Sie beraten, wie Sie gegebenenfalls dagegen vorgehen können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

willi am 01.06.2018 10:17

Hallo Immowelt-redaktion

Mein Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet und mir Fristgerecht gekündigt. Die Kündigungsfrist hat er anstatt der vorgeschriebenen 3 Monate auf 4 Monate festgelegt. Da ich sehr schnell eine neue Wohnung gefunden habe möchte ich die Frist auf 3 Monate beschränken. Habe ich einen Anspruch darauf ?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt Redaktion am 01.06.2018 11:33

Hallo willi,

Sie können natürlich selbst fristgerecht kündigen: drei Monate zum Monatsende. Die Kündigung muss dem Vermieter spätestens am 3. Eines Monats vorliegen. Erhält der Vermieter das Kündigungsschreiben also am 3.6., können Sie Ende August den Mietvertrag kündigen.

Weitere Infos zum Thema Kündigung:

https://ratgeber.immowelt.de/a/wohnung-kuendigen-problemlos-raus-aus-dem-mietvertrag.html

Herzliche Grüße,

die Immowelt Redaktion

Manu am 29.05.2018 13:22

Hallo Immowelt-Redaktion,

eine ca. 100 m² große Wohnung wurde an ein Ehepaar vermietet. Wenn der Vermieter nun die Wohnung für seinen alleinstehenden Enkel per Eigenbedarf kündigen möchte, kann es da Probleme geben, wegen der Größe der Wohnung, dass diese evtl. als zu groß für eine alleinstehende Person angesehen wird, oder dürfte dies hier keine Rolle spielen.

Vielen Dank

wenn der Vermieter wegen Eigenbedarf für den Enkel kündigen möchte

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Immowelt-Redaktion am 29.05.2018 13:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel sollte es aufgrund der Wohnungsgröße nicht zu Problemen bei einer Eigenbedarfskündigung kommen. Der BGH hat in der Vergangenheit bereits geurteilt, dass es nicht Sache der Gerichte ist, zu prüfen, ob eine Wohnungsgröße angemessen ist oder nicht (Az.: VIII ZR 166/14). Entscheidend dürfte also nur sein, dass der Eigenbedarf tatsächlich besteht und dass keine Kündigungssperrfrist existiert, etwa weil die Wohnung während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. Bitte beachten Sie zudem, dass wir individuelle Fälle aus der Ferne nur schwer beurteilen können und zudem keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elli am 29.05.2018 01:14

Hallo,

ich wohne in einem Zweifamilienwohnhaus, welches meinen Eltern gehört. Die andere Wohnung ist seit ca. 10 Jahren an ein Ehepaar vermietet. Wenn meine Eltern das Haus nun an mich vererben würden, wie würde sich dies beim Mietvertrag verhalten. Wäre ich dann der Vermieter? Kann doch eigentlich nicht sein, da ich den Vertrag nicht unterschrieben habe. Gibt es da ein Sonderkündigungsrecht oder etwas in der Art eines Aufhebungsvertrags?

Für eine Aufklärung wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2018 08:35

Hallo Elli und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Kauf bricht Miete nicht. Wird eine Wohnung also verkauft, verschenkt oder auch vererbt, gehen sämtliche Mietverträge auf den neuen Eigentümer über. Dieser ist dann der Vermieter. Ein spezielles Sonderkündigungsrecht gibt es nicht, allerdings ist der Kündigungsschutz in einem Zweifamilienhaus, in dem eine Wohnung vom Vermieter bewohnt wird, ohnehin gelockert. Der Vermieter kann in diesem Fall ohne weiteren Grund kündigen. Die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei um drei Monate. Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, liegt sie bei sechs Monaten, bei fünf bis acht Jahren sind es neun Monate. Besteht der Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, liegt die Kündigungsfrist bei zwölf Monaten. Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

bibbi am 25.05.2018 06:56

Ich beabsichtige eine Wohnung zu kaufen, in der zur Zeit eine Familie wohnt. Die jetzige Eigentümer haben dieser Familie schon gekündigt aus verschiedenen Gründen (Mietrückstände,Lärm u.s.w) die Mieter weigern sich aber auszuziehen.!!! Die jetzigen Eigentümer möchten diese Wohnung jetzt an mich verkaufen. Ich würde dann gerne als Eigenbedarf (Sohn zieht ein) kündigen. Wie ist da die Kündigungsfrist 3 Monate ??, in dem Haus sind überwiegend Mietwohnungen Wenn dies Familie auch bei mir nicht ausziehen will, was kann ich da machen ? mein Sohn braucht sehr dringend die Wohnung, sitzt sonst selbst auf der Straße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.05.2018 10:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn die Kündigung der vorherigen Eigentümer bereits wirksam war, könnten entweder diese selbst auf Räumung klagen, oder der neue Eigentümer direkt nach der Eigentumsübertragung im Grundbuch. War die Kündigung jedoch nicht wirksam, muss der neue Eigentümer selbst nach der Eigentumsübertragung kündigen. In diesem Fall richtet sich die Kündigungsfrist nach der Mietdauer. Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von 3 Monaten kündigen. Bei fünf bis acht Jahren liegt die Kündigungsfrist bei sechs Monaten. Besteht der Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, muss der Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen. Erfolgt eine Kündigung aber beispielsweise aufgrund von Mietrückständen, ist unter Umständen sogar eine fristlose Kündigung möglich. Dem Mieter blieben dann nur etwa 14 Tage, die Wohnung zu verlassen. So oder so: Weigert sich der Mieter auch danach noch, aus der Wohnung auszuziehen, bleibt dem Vermieter nur das Mittel der Räumungsklage. Diese können Sie beim Amtsgericht einreichen. Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Phuong Tran am 24.05.2018 10:34

Liebe Immowelt-Redaktion,

wir möchten ein Einfamilienhaus vermieten. Es steht im Mietvertrag, dass er bei Mietverhältnissen über Wohnraum mit gesetzlicher Frist gekündigt werden kann. Bezüglich der später möglichen Kündigung haben wir eine Frage, ob wir die Mieter wegen Eigendarf kündigen können? Was ist genau der Eigenbedarf hierzu? Gehört ein Hausverkauf auch zu Eigenbedarf?

Für eine Erklärung sind wir sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.05.2018 13:07

Hallo Phuong Tran,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Vorab: Ein Hausverkauf stellt KEINEN Grund für eine Eigenbedarfskündigung dar, es gilt der Grundsatz: Kauf brcht nicht Miete. Eine Eigenbedarfskündigung ist nur dann zulässig, wenn Sie die Wohnimmobilie für sich, Ihre Familienangehörigen oder Angehörige Ihres Haushalts benötigt (§ 573 (2) BGB).

Sollten bereits jetzt feststehen, dass Sie das EInfamilienhaus später für sich selbst oder einen Angehörigen nutzen wollen und dieses jetzt vermieten, müssen Sie dies Ihrem Mieter mitteilen, da sonst die Gefahr bestehen könnte, dass der Mieter später gegen Sie klagen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

AOausE am 15.05.2018 19:56

Liebe Immowelt-Redaktion,

Wir möchten unseren Mietern die Wohnung auf Eigenbedarf kündigen, da unsere Tochter möchte mit Ihrer Familie dort einziehen möchte. Die Mieter wohnen bereits seit 34 Jahren in der Wohnung und sind beide über 80, aber fit! Sie fahren noch Auto, nehmen am sozialen Leben Teil und fahren auch regelmäßig zu Ihrem auf einem Campingplatz stehenden Wohnwagen! Wir wollen Ihnen den Auszug erleichtern, indem wir Ihnen anbieten, bei der Wohnungssuche behilflich zu sein und den Umzug zu finanzieren!

Wie schätzen sie aus Ihrer Erfahrung heraus unsere Chancen ein?

Mit freundlichen Grüßen

Almut Ophey

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.05.2018 09:28

Hallo AOausE ,

grundsätzlich ist eine Eigenbedarfskündigung zugunsten naher Angehöriger bei Vorliegen vernünftiger Gründe zulässig. Allerdings kann ein Härtefall einer Eigenbedarfskündigung entgegenstehen. Zwar haben Gerichte entschieden, dass ein hohes Alter alleine noch keinen Härtefall darstellt. Wenn jedoch noch weitere Aspekte hinzukommen, wie etwa eine Krankheit oder auch eine starke Verwurzelung in der Umgebung - was bei einer sehr langen Mietdauer nicht fernliegend sein muss -, kann die Sache anders aussehen.

Ob in ihrem Fall ein Härtefall vorliegt, dürfte sich nur aufgrund einer umfassenden Abwägung des Einzelfalls beurteilt lassen und ist hier konkret für uns aus der Ferne nicht zu beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Torsten am 08.05.2018 19:52

Liebe Immowelt-Redaktion,

wir beabsichtigen, eine vermietete Wohnung in einem Berliner Mehrfamilienhaus für unseren Sohn zu kaufen, der dort mit seiner Freundin einziehen möchte. Die Wohnungen in dem Haus sind größtenteils vor 10 Jahren von einem Privatmann gekauft worden, der sie jetzt an unterschiedliche Neu-Eigentümer veräußern möchte. Auch den Mietern wurden die Wohnungen zum Kauf angeboten. Greift auch in diesem Fall die Kündigungsbeschränkung bei Wohnungsumwandlung nach § 577a , also die Sperrfrist von drei bis zehn Jahren?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Herzliche Grüße

Torsten

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.05.2018 08:40

Hallo Torsten,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das kommt im Wesentlichen darauf an, wann der Mietvertrag geschlossen und wann die Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. War eine Wohnung bereits vor der Umwandlung vermietet, gilt die Sperrfrist, wurde sie erst danach vermietet, greift sie nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

AnLaEdLi am 08.05.2018 11:21

Hallo,

wir vermieten eine Wohnung in einem Zweifamilienhaus. Es soll wegen Eigenbedarfs gekündigt werden. Jedoch besteht noch ein Kündigungsschutz von 12 Monaten. Kann schon jetzt eine Kündigung raus, in der steht, dass für nächstes Jahr gekündigt wird? Somit hat die Familie länger Zeit sich etwas Neues zu suchen.

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.05.2018 12:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ja, das ist möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Grennd am 02.05.2018 21:00

Guten Tag.

Ich habe vor, eine Eigentumswohnung in einem Miethaus zu kaufen (Raum Schleswig-Holstein), dort besteht seit 2017 ein unbefristetes Mietverhaeltnis. a) Uebernehme ich Mietverhaeltnis und Mietvertrag bei Erwerb der Wohnung? b) Wann darf ich eine Mieterhöhung vornehmen und c) Ab wann darf ich Eigenbedarf anmelden? Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.05.2018 08:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

a) Kauf bricht Miete nicht. Das Mietverhältnis besteht auch nach dem Kauf einer Eigentumswohnung unverändert fort.

b) Vermieter dürfen die Miete nur alle 15 Monate erhöhen und die Mieterhöhung darf in drei Jahren nicht mehr als 20 Prozent betragen (Kappungsgrenze). In Gebieten, in denen der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist, liegt die Kappungsgrenze bei 15 Prozent. Besagte 15 Monate gelten unabhängig davon, wer der Vermieter ist. Ein Beispiel: Hat der Vorvermieter vor 6 Monaten die Miete erhöht, ist die Mieterhöhung durch den neuen Vermieter erst nach Ablauf weiterer 9 Monate möglich.

Weitere Informationen zur Mieterhöhung finden Sie auch in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/mieterhoehung-richtig-formulieren-so-gehts.html

c) Grundsätzlich ist das sofort nach der Eigentumsübertragung im Grundbuch möglich. Eine Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden, eine entsprechende Verordnung ist in Schleswig-Holstein aber bereits vor einigen Jahren ausgelaufen, weshalb die Kündigungssperrfrist für umgewandelte Eigentumswohnungen wieder nur drei Jahre beträgt.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tanja am 24.04.2018 12:27

Hallo zusammen,

wir sind Inhaber einer Immobiliengesellschaft mbH. Die Gesellschaft besteht aus meinem Vater, meiner Schwester und mir. Zu dieser Gesellschaft gehört unter anderem auch ein 3Familienhaus. Zum 01.02.2018 sind in die Erdgeschosswohnung 4 Zimmer, 88 qm groß, Balkon und Garten, neue Mieter eingezogen. Eltern und 2 Kinder (4 Jahre und 7 Monate). Vor kurzen haben wir erfahren, dass unsere Vater auf kurz oder lang auf Pflege angewiesen ist. Zur Zeit bewohnt er noch seine private Eigentumswohnung in der 1. Etage. Ohne Aufzug. Bedingt durch seine Krankheit wird er auf kurz oder lang auf eine Pflegkraft angewiesen sein. Ist es daher möglich, eine Kündigung für Eigenbedarf auszustellen? Vermieter die Immobiliengesellschaft mbH? Eine Ersatzwohnung können wir nicht anbieten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.04.2018 08:42

Hallo Tanja und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel können juristische Personen wie die GmbH keinen Eigenbedarf geltend machen. Der Bundesgerichtshof hat diesen Grundsatz zwar aufgeweicht, indem er GbRs das Recht auf eine Eigenbedarfskündigung zugestandne hat, für GmbHs gilt das aktuell aber nicht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nina am 23.04.2018 13:44

Hallo, ich wohne in dem Haus meiner Tante. Ich bin selbstständig und habe ein Geschäft 4 km von hier weg. Ich würde gerne unten in das Haus mit meinem Geschäft einziehen da ich ich mich vergrößern muss, es für mich einfach praktischer ist und ich auserdem im Verhältnis zu meinem jetziges Standort Geld spare. Können meine Tante und ich auf Eigenbedarf kündigen oder ist die Kündigung dann unwirksam weil die Wohnung für gewerbliche Zwecke genutzt werden soll?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.04.2018 14:54

Hallo Nina und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in § 573 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist geregelt, dass eine Eigenbedarfskündigung dann mölgich ist, wenn der "Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt". Eine Eigenbedarfskündigung zu gewerblichen Zwecken sieht das BGB nicht vor.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Nina am 23.04.2018 22:40

Hallo liebes Team, auch nicht wenn es für mich aus geschäftlicher Sicht existentiell notwenig wäre? Gibt es keine Möglichkeit?


Immowelt-Redaktion am 24.04.2018 08:28

Hallo Nina,

das BGB ist in dieser Hinsicht eindeutig und sieht die Eigenbedarfskündigung explizit nur für Wohnzwecke vor. Natürlich könnten Sie sich mit dem Mieter einigen und ihm beispielsweise entgegenkommen, indem Sie sich finanziell an seinem Umzug beteiligen. Eine Eigenbedarfskündigung für gewerbliche Zwecke sieht das Gesetz aber nicht vor, auch nicht ausnahmsweise.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

droop am 20.04.2018 22:06

Hallo Team,

meiner WG wurde vor kurzem vom Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Grund war, dass sie (ein älteres Ehepaar) die Wohnung ihrer Tochter geben wollten, die vor kurzem ein Kind bekommen hat und näher an den Eltern sein wollte. Vorher wohnten sie 3.2km entfernt.

So weit so gut.

In der Kündigung stand die vorgeschriebene Frist von 3 Monaten, hilfsweise auch früher. Nun sind wir alle ausgezogen, bis auf einen Mitbewohner dessen Auszug sich um 14 Tage verzögert hat. Die Vermieter haben uns daraufhin kontaktiert, dass sie von uns noch Miete einziehen, weil sich das >Kaufdatum< der Tochter verschieben würde. Ist das rechtens?

Aus diesem Umstand sind uns allen hohe zeitliche und finanzielle Kosten entstanden.

Beste Grüße und danke, falls ihr mir helfen könnt!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.04.2018 08:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich können Vermieter eine Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen, wenn sie diese für sich oder nahe Angehörige benötigen. Mit dem geplanten Verkauf einer Wohnung hat eine Eigenbedarfskündigung nichts zu tun. Die monatliche Miete schulden Mieter grundsätzlich bis zum Ende des Mietverhältnisses also bis zum Ende der Kündigungsfrist, unabhängig davon, wann sie ausgezogen sind. Natürlich ist es aber möglich, davon abweichende Vereinbarungen mit dem Vermieter zu treffen. Wenn jemand über die Kündigungsfrist hinaus in der Mietwohnung wohnen bleibt, kann der Vermieter ihn räumen lassen und gegebenenfalls auch einen Mietausfallschaden geltend machen. Wann ging oder geht ihr Mietverhältnis denn offiziell zu Ende?

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

a.zeid am 13.04.2018 22:37

Hallo liebes Team,

ich möchte meine jetzigen Mieter auf Eigenbedarf kündigen.

Das ältere Paar wohnt dort seit über 40 Jahren und der Ehemann wohnt soweit ich weiss zur Zeit in einem Pflegeheim, weil er Demenz erkrankt ist.

Die Dame selbst ist ebenfalls schwer krank und ist oft für Wochen im Krankenhaus. Das Haus ist sehr groß und verteilt sich auf 2 Etagen. Ich mache mir auch ehrlich gesagt sorgen um mein Haus, weil keiner in der Lage ist, sich um das Haus zukümmern.

Das Haus wird also kaum

genutzt und es wäre für alle beteiligten das Beste, wenn ich die Mieter auf Eigenbedarf kündige.

Im Haus nebenan Wohnt mein Vater alleine dort und ist selber 70 Jahre alt und benötigt im alltag Hilfe, was ich gerne tun würde.

Ebenfalls wollen mein Partner und Ich demnächst ein Kind haben und benötigen mehr Platz, da unsere jetzge Wohnung viel zu klein ist (53qm)

Ich danke im Voraus

lg

zeid

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.04.2018 09:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob eine solche Kündigung erfolgreich wäre, können wir leider vorab nicht beurteilen. Gerade bei der schweren Erkrankung Ihrer Mieter könnten diese die Kündigung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit abwenden, indem sie vorbringen, dass in ihrem Fall ein besonderer Härtefall vorliegt. Ob dies jedoch auch passieren würde und wie ein Rechtsstreit in dieser Frage ausgehen würde, kann Ihnen am ehesten ein Fachanwalt sagen. Eine Rechtsberatung erhalten Sie auch bei Eigentümervereinen wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nicole am 13.04.2018 12:16

Hallo Immowelt-Team

Mir wurde ein 4-Familienhaus zum Kauf angeboten (Baden-Württemberg). Alle 4 Wohnung sind bereits vermietet, nur der Vermieter würde wechseln. Bedingung für den Kauf meinerseits wäre, 2 Wohnungen zu 1 großen Wohnung umzubauen um darin selbst zu wohnen. Ich müsste also 2 Mietern wegen Eigenbedarf kündigen. Ist das nach Einhaltung der Kündigungsfristen in diesem Fall möglich, oder gilt bei Vermieterwechsel eine andere Regelung?

Danke für Ihre Hilfe

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.04.2018 12:49

Hallo Nicole,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Grundsätzlich kann ein Eigentümer einer Immobilie eine EIgenbedarfskündigung aussprechen, sobald er im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist und wenn der ensprechende Eigenbedarf auch tatsächlich gegeben ist. Anders wäre die Lage, wenn ein Mehrfamilienhaus im Grundbuch in einzelne Eigentumswohneinheiten aufgeteilt wurde/wird. Dann gilt: Mieteten die Mieter vor der Aufteilung eine Wohnung an, dann gilt eine Kündigungssperrfrist von mindestens 3 Jahren (die die Kommunen auf bis zu 10 Jahre verlängern können). Weitere mögliche Ausnahmen: Im Mietvertrag ist eine Eigenbedarfskündigunga ausgeschlossen oder die Kündigung wäre für den Mieter eine besondere Härte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ammersbek am 10.04.2018 17:00

Ich habe ein 4 Familienhaus in dem meine Tochter eine gemietete Wohnung hat. Ich würde gerne dort eine Wohnung zum Eigenbedarf kündigen um bei meiner Tochter zu wohnen. Im Moment habe ich aber noch ein Einfamilienhaus das dann später verkauft werden soll. Muss erst das Haus verkauft sein.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.04.2018 09:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, muss es nicht zwangsläufig. Entscheidend ist, dass tatsächlich Eigenbedarf besteht. Die Gründe hierfür können unterschiedlich sein und dass sie vor haben, dass Haus zu verkaufen kann dabei eine Rolle spielen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte der Mieter Ihre Eigenbedarfskündigung also nicht akzeptieren, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Münchner am 07.04.2018 18:01

Hallo zusammen,

meine Frau und ich sind im September 2017 in eine 3-Zimmerwohnung in München eingezogen. Beim Besichtigungstermin und gleichzeitigen Vertragsunterzeichnen wurde uns versichert, dass kein Eigenbedarf anfallen wird und der Sohn sich dann später selbst eine Wohnung suchen muss. Leider wurde diese Aussage nicht schriftlich festgehalten.

Vergangenen Donnerstag, den 5.4.2018, haben wir ein Einschreiben eines Anwalts erhalten, wonach wir aufgrund Eigenbedarf gekündigt worden sind und bis spätestens 30. Juni die Wohnung räumen sollen. Der Sohn braucht eine Wohnung für einen neuen Job in München nach Studienabschluss.

Wir wollen dies anfechten, wie stehen unsere Chancen?

auf Kommentar antworten

Münchner am 07.04.2018 18:40

noch etwas zusätzliche Information, die ich gerade eben erst gesehen habe:

Unser Vertrag begann am 1.9.2017. Jetzt habe ich gerade eben im Schreiben des Anwalts entdeckt, dass die Vollmacht zum Aufsetzen des Kündigungsschreibens bereits am 3.3.2018 erteilt wurde. Sprich nur 6 Monate und ein paar Tage nach Vertragsbeginn und Einzug.

Das kann doch unmöglich rechtens sein, oder? Dagegen sollte man doch vorgehen können.


Immowelt-Redaktion am 09.04.2018 09:10

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in einem Fall wie dem Ihren stellt sich vor allem die Frage nach der Beweisbarkeit. Wenn Sie glaubhaft machen können, dass Ihnen mündlich fest zugesichert wurde, dass keine Eigenbedarfskündigung erfolgen würde, könnte das als zusätzliche Vertragsvereinbarung gewertet werden, die eine Eigenbedarfskündigung tatsächlich unwirksam macht. Die Frage wäre im Streitfall aber auch, ob Ihr Vermieter diese Zusicherung abstreitet oder nicht. Insofern lassen sich Ihre Chancen vorab nur schwer beurteilen. Wir würden Ihnen eine Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tom am 06.04.2018 14:53

Hallo Immowelt Team,

wir wohnen seit bald 13 Jahren (ab 2005) in einer Mietwohnung. Diese Mietwohnung befindet sich in einem Haus wo teilweise die Eigentümer selbst in den Wohnungen wohnen und teilweise sind Wohnungen vermietet. Unser Vermieter möchte nun "unsere" Wohnung durch einen Makler verkaufen lassen. Nach Rückfrage beim Makler mit welchen eventuellen Fristen wir bei einer Eigenbedarfskündigung durch den neuen Vermieter rechnen müsssten, antwortete uns der Makler schriftlich "das wir in jedem Fall noch die nächsten zwei Jahre nach einem Mieterwechsel sicher zur Miete in der Wohnung verbleiben können". Nach seiner Aussage kommt zur 9-monatigen Kündigungsfrist noch zusätzlich für jedes Jahr des Bestehens des Mietvertrags einen Monat zusätzliche Kündigungsfrist dazu. So ergebe sich in unserem Fall eine ca. 24-monatige Kündigungsfrist.

Leider konnte ich zu dieser Aussage im Netz nichts finden, wass dies bestätigt.

Meine Frage ist nun, ob diese Aussage richtig ist oder gilt nur die 9-monatige Kündigungsfrist?

Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2018 14:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine gesetzliche Regelung, wonach zu jedem Jahr des Bestehens des Mietvertrags ein Monat zusätzliche Kündigungsfrist hinzukommt, gibt es im deutschen Mietrecht nicht. Besteht der Mietvertrag länger als acht Jahren, liegt die Kündigungsfrist bei neun Monaten. Eine Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Drealein am 06.04.2018 09:06

Hallo Immowelt Team,

meine Eltern besitzen ein großes Haus mit insgesamt 7 Mietwohnungen, eine davon bewohnen sie selber. Nun kaufen wir nächstes Jahr im Januar das Haus meiner Eltern, diese bauen sich eine Wohnung in dem Haus altersgerecht um und haben lebenslanges Wohnrecht und wir möchten nun drei Mietwohnungen zusammenlegen, da wir mit sechs Personen sind und müssen aus diesem Grund drei Mieten wegen Eigenbedarf kündigen. Meine Frage dazu lautet : Die Mieter wohnen zwischen 3 und 9 Jahren in den Wohnungen, könnten meine Eltern bereits vor dem Verkauf an uns im nächsten Jahr den Mietvertrag wegen Eigenbedarf kündigen? Wir befürchten das die eine Mieterin, die 9 Jahre in der Wohnung lebt sich gegen einen Auszug weigert und bei einer Kündigungsfrist von 9 Monaten sich auch dementsprechend viel Zeit lassen wird. Wir würden aber gerne zeitnah die Wohnung beziehen nach dem Kauf im Januar, da erheblich umgebaut werden muss. Und wenn die Dame die Kündigung annimmt wegen Eigenbedarf, dürfte sie dann früher aus der Wohnung ausziehen wenn sich zeitnah eine neue Wohnung finden lässt? Dürfen wir überhaupt sofort nach Kauf des Hauses auf Eigenbedarf kündigen mit Beachtung der Fristen?

Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2018 10:01

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich ist eine Eigenbedarfskündigung auch für nahe Angehörige wie Kinder möglich. Ihre Eltern könnten also bereits vor Verkauf des Hauses für Sie die fraglichen Wohnungen kündigen. Mieter und Vermieter können sich grundsätzlich auch auf eine kürzere Kündigungsfrist einigen als die, die das Gesetz vorsieht. Einen Rechtsanspruch darauf haben Vermieter nicht, die Mieterin könnte in Ihrem Fall also auf die neun Monate Kündigungsfrist bestehen. Auch Sie dürften nach dem Kauf des Hauses aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Eine spezielle Sperrfrist gibt es nur für den Fall, dass ein Miethaus während der Mietdauer eines Mieters in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. Das scheint bei Ihnen ja aber nicht der Fall zu sein.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit einem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Adam am 05.04.2018 22:47

Hallo Immowelt-Redaktion-Team

Ich habe ein Haus gekauft und möchte den Wohnbereich des Hauses für mich nutzen.

Den Mieter habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt mit einer Frist von neun Monaten.

Der Mieter der seit 30 Jahren dort lebt aber unter 60 Jahre ist hat mit zu verstehen gegeben das

er mit allen Mitteln es mir schwer machen wird und er nicht aufziehen wird.

Er unterstellt mir aus der Luft gegriffene Sachen wie das der Eigenbedarf nur vorgetäuscht ist usw.

Ich wohne seit fast 20 Jahren in einer Dienstwohnung und habe darauf hin gespart mir das Haus zu leisten

und dann sowas. Kann er mit solchen Behauptungen damit durchkommen und wie ist der Verlauf, wenn er nicht ausziehen wird und die Chancen für mich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2018 08:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie als Vermieter aufgrund von Eigenbedarf kündigen und der Mieter der Kündigung widerspricht oder sich schlichtweg weigert, auszuziehen, müssten Sie beim zuständigen Amtsgericht Räumungsklage einreichen. Das Gericht würde dann prüfen, ob die Behauptung des Mieters, der Eigenbedarf sei nur vorgeschoben, tatsächlich zutrifft. Wenn der Eigenbedarf tatsächlich besteht, würde der Richter dann die Räumung veranlassen, notfalls per Gerichtsvollzieher.

Wie Ihr Chancen dabei stehen, können wir aus der Ferne leider nur schwer beurteilen. Wenn der Vorwurf, der Eigenbedarf sei vorgetäuscht, aber tatsächlich nur aus der Luft gegriffen ist, dürfte es der Mieter tendenziell sehr schwer haben, sich vor Gericht damit durchzusetzen. In der Regel honorieren die Gerichte, dass der Vermieter das Recht an seinem Eigentum wahrnehmen will.

Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Manuela am 03.04.2018 11:25

Hallo Immowelt-Redaktion-Team

Wir haben 2015 ein Haus mit Zweitwohnung gekauft und somit den Mieter gleich samt Vertrag übernommen. Da wir 2 Fahrzeuge besitzen, brauchen wir den Parlklatz des Mieters selber. Deshalb möchten wir diesen nun dem Mieter kündigen. ( Eigenbedarf ) Dieser ist im Vertrag aufgeführt, aber nicht sep mit Preis versehen.

Meine Frage nun: welche Frist müssen wir einhalten? 3 Monate da wir Eigentümmer seit 2015 sind oder seit seinem Vertrgasbeginn ( 2003 )?

liebe Grüsse

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2018 13:55

Hallo Manuela,

für die Feststellung, welche Kündigungsfrist gilt, ist grundsätzlich nur relevant, wann der Mietvertrag geschlossen wurde. War das im Jahr 2003 der Fall, gilt für den Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Allerdings könnte es in dem von Ihnen genannten Fall fraglich sein, ob eine Eigenbedarfskündigung überhaupt möglich ist. Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt in § 573 vor, dass eine Eigenbedarfskündigung nur dann möglich ist, wenn der Vermieter die Räume als Wohnung für sich oder nahe Angehörige benötigt. Ein Parkplatz oder auch ein Garagenstellplatz ist jedoch keine Wohnung.

Handelt es sich bei dem von Ihnen gekauften Haus denn um ein Zweifamilienhaus oder um ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung? Wenn nämlich ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt, die andere Wohnung aber vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor. In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, läge also bei zwölf Monaten, wenn das Mietverhältnis seit 2003 besteht.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nicole am 21.03.2018 15:07

Hey ich habe auch mal ne frage wir haben zu weihnachten die Kündigung bekommen wegen Eigenbedarf. Haben auch schon 8 Wohnungen angeschaut aber leider noch keine bekommen! Am 30.6.18 sollen wir hier raus sein... Was ist wenn wir nix passendes hier finden stehen wir dan mit unseren Sohn 4 auf die Straße... LG Rudorf

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.03.2018 15:41

Hallo Nicole und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sollten Sie wirklich nichts finden, erkundigen Sie sich am besten rechtzeitig vorher bei der Stadt oder Gemeinde. In Notfällen stellen diese manchmal Übergangswohnungen zur Verfügung. Auch können Sie bei einem Mieterverein prüfen lassen, ob die Eigenbedarfskündigung überhaupt wirksam ist. Darüber hinaus könnten Sie sich natürlich auch mit dem Vermieter gütlich auf eine verlängerte Mietdauer einigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Asta am 17.03.2018 15:55

Wir würden gerne ein Mehrfamiienhaus kauf,en-d.h. das alle zusammen ziehen können-also Mehrgenerationen Haus-allerdings ist in dem Objekt,welches uns interessiert noch eine Wohnung,seit 4,5 Jahren vermietet-Wir müssten also Eigenbedarf anmelden-die Wohnung ist an einen einzelnen Mann vermietet-Wir sind uns nicht sicher,wie ales abzulaufen hat-Gerne Ratschläge-Danke

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dieter1948 am 15.03.2018 21:51

Sind Vermieter unserer Eigentumswohnung, wohnen selbst in einer Mietwohnung. Immer wieder Mieterhöhung zwingen uns , das Mietverhältnis zu kündigen. Sind Rentner und können diese Mieterhöhung nicht auffangen, würden deshalb gerne unser bezahltes Eigentum selbst nutzen. Unser Problem : Mieter seit 8 Jahren, 80jähriges Paar, kann ich diesem aus EIGENNUTZ kündigen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.03.2018 09:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist auch in einem solchen Fall prinzipiell möglich. Die Mieter Ihrer Eigentumswohnung könnten allerdings aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters der Kündigung widersprechen und erklären, dass in ihrem Fall ein Härtefall vorliegt. Ob das wirklich geschieht und ob sie damit im Streitfall erfolgreich wären, lässt sich aber vorab nicht sagen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


hannestheo2 am 21.03.2018 21:14

Hallo und guten Abend, wir befinden uns in einer genau solchen Situation. Sind nicht mehr bereit , die Mieterhöhung der gierigen Vermieterin zu tragen. Sind auch Rentner und benötigen die 100 qm unsrerer Mietwohnung nicht mehr, 80 qm ebenerdig , unsere Eigentumswohnung , würden passen.

das Problem, unsere Mieter 80 jährig , seit 8 Jahren Mieter, kann man diesen Leuten kündigen ? Sie sind noch ziemlich mobil, machen oft Urlaub und fühlen sich in dieser Wohnung sehr wohl. Bin ich mir selbst der Nächste? Über eine Antwort würde ich mich freuen


Immowelt-Redaktion am 22.03.2018 11:03

Auch hier gilt: eine Eigenbedarfskündigung ist auch in einem solchen Fall prinzipiell möglich. Wie bereits erwähnt könnten die Mieter Ihrer Eigentumswohnung könnten allerdings aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters der Kündigung widersprechen und erklären, dass in ihrem Fall ein Härtefall vorliegt. Vorab lässt sich das aber schwer sagen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mila Mavica am 09.03.2018 11:33

Ich habe noch etwas auf dem Herzen, wenn das ganze vor Gericht geht wo ein Richter die Entscheidung trifft etc. Nach welchem Gesetz wird entschieden? Es geht darum das hinter diesem ganzen Theater ein Prinz steckt der mit diesem Pärchen irgendwie sehr gut befreundet ist, sich kennen etc. Das ist wirklich kein Scherz! Gilt dann das Bürgergesetz oder hat ein Prinz Hoheitsrecht? Hoheitsrecht in einem noch Demokratischen Land wo normal das Bürgergesetzbuch normal das einzige Recht ist? Meine Frage an die Redaktion : Welches Gesetz zählt in diesem Fall? Das Bürgerrecht oder das Hoheitsrecht eines Adeligen? Wer hat in dem Fall mehr Macht um sein Recht durchzusetzen?

Mit freundlichen Grüßen

Mila Mavica

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.03.2018 12:09

Sehr geehrte Frau Mavica,

in Deutschland gilt das Bürgerliche Gesetzbuch. Hoheitsrechte für den Adel existieren nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mila Mavica am 09.03.2018 11:06

Hallo, ich möchte mich gerne mal äussern! Wir sind eine kleine Familie und wohnen seit 1 Jahr in einer Mietwohnung. Und haben auch nicht vor ausziehen. Wir sind glücklich und zufrieden. Aufeinmal tauchten ein sehr merkwürdiges Pärchen auf und hatten sich unsere Wohnung angeschaut aufgrund eines Vermieter Wechsels! Wir hatten auch nichts dagegen und haben diese Leute in unsere Wohnung gelassen. Und ich dachte mir auch nichts böses!

Wir möchten nicht aus dieser Wohnung ausziehen und habe gelesen das es eine 3 jährige Sperrfrist gäbe die man sogar bis zu 10 Jahren ziehen kann. Da diese Wohnung immer schon eine Mietwohnung war. Meine Frage an die Redaktion : Wie sieht das für Nordrhein-Westfalen aus? Wenn Vermieter Eigenbedarf anmelden wo eine Familie mit einem Kind wohnen und diese Wohnung eine Mietswohnung ist und bis Dato keine Eigentumswohnung ist.

Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Mila Mavica

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.03.2018 11:11

Sehr geehrte Frau Mavica,

die von Ihnen genannte Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Wurde eine Wohnung jedoch nicht in eine Eigentumswohnung umgewandelt, sondern handelt es sich um eine reguläre Wohnung in einem Miethaus, gibt es keine Sperrfrist, unabhängig vom Bundesland, in dem sich die Wohnung befindet. Ein neuer Hauseigentümer könnte dann im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen wegen Eigenbedarf kündigen. Voraussetzung ist natürlich, dass auch tatsächlich Eigenbedarf besteht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Steffi am 06.03.2018 23:22

Steffi und Rainer am 06.03.2018

Mein Mann Rainer hatte am 05.03.2018 einen Schlaganfall. Unsere Eigentumswohnung ist seit 1996 vermietet. Wir wohnen im 2. OG, die Treppen kann mein Mann nicht mehr bewältigen. Im Haus, in welchem unsere Eigentumswohnung ist, gibt es einen Fahrstuhl.

Wie ist eine Kündigung auf Eigenbedarf aus gesundheitlichen Gründen möglich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.03.2018 09:56

Hallo Steffi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Entscheidend für die Wirksamkeit einer Eigenbedarfskündigung ist, dass auch wirklich Eigenbedarf besteht. Aus welchem Grund das so ist, ist rein rechtlich betrachtet irrelevant, gesundheitliche Gründe kommen insofern genauso in Frage wie Familienzuwachs oder andere Gründe.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir aus der Ferne nicht beurteilen können, ob Ihre spezielle Eigenbedarfskündigung wirksam wäre. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Sollte sich der Mieter gegen die Eigenbedarfskündigung wehren, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Angela am 06.03.2018 11:22

Ich wohne seit 53 Jahren in einer Mietwohnung. Damals gehörte das ganze Miethaus einem Geschwisterpaar. Nach dessen Tod erbte erst eine Nichte (2 Stockwerke), dann dessen Enkel (2 Wohnungen). Nun hat dieser Enkel meine Wohnung verkauft. Vom Vorkaufsrecht habe abgesehen.

Meinem neuen Vermieter, erst war sein Kauf nur eine Kapitalanlage, habe ich deutlich gesagt, dass ich nicht ausziehen werde. Nun, nach 4 Monaten, kündigt er mir wegen Eigenbedarf ???? was kann ich tun ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.03.2018 17:50

Hallo Angela,

eine Kündigung wegen Eigenbedarfs kann durchaus rechtens sein, sofern sie richtig begründet ist. Wenn Mieter aber einen Härtefallgrund nachweisen können, ist es möglich, dass das Mietverhältnis zumindest für einen befristeten Zeitraum fortgesetzt wird. Ein solcher Grund kann zum Beispiel auch hohes Alter oder eine tiefe Verwurzelung mit dem Umfeld sein.

Vertiefende Informationen hierzu finden Sie in unserem Ratgeber: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Sonnenschein am 05.03.2018 21:29

Hallo, ich hätte eine Frage: einem Freund von uns ist wegen Eigenbedarfs gekündigt worden, mit einer Frist von 3 Monaten. Nun hätte der Mieter die Chance, schnell eine andere Wohnung zu bekommen - muss er die restlichen Monate der Kündigungsfrist weiter Miete zahlen oder muss ihn der Vermieter in diesem Fall eher 'entlassen'?

auf Kommentar antworten

Korsarin am 06.03.2018 13:15

Auch wenn er selbst gekündigt hätte, muss er eine Frist von 3 Monaten einhalten. Aber vielleicht kann er sich mit dem Eigentümer gütlich einigen? Etwas mehr renovieren, dafür früher ausziehen z.B.?


Immowelt-Redaktion am 06.03.2018 17:33

Hallo Sonnenschein,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Korsarin hat das gut auf den Punkt gebracht. In der Regel könnte Ihr Freund nur selbst kündigen, und auch hier beträg die Kündigungsfrist in der Regel drei Monate.

Mehr Informationen findest du in unserem Ratgeber: ratgeber.immowelt.de/a/wohnung-kuendigen-problemlos-raus-aus-dem-mietvertrag.html

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

addy am 04.03.2018 20:40

Hallo ich habe ein Haus das ich bewohne und noch ein Mietshaus ,da meine Lebensgefertin und ich älter werden möchte ich mein Haus verkaufen da es zu groß ist und in das Mietshaus einziehen kann ich meinem Mieter deswegen kündigen ? und bevor ich mein Haus verkaufe ? oder erst wenn mein Haus weg ist ? lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.03.2018 11:14

Hallo addy,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Eigenbedarfskündigung für seine Lebensgefährtin und sich selbst aufgrund von Alter oder wegen dem Bedarf einer kleineren Wohnung ist in der Regel möglich, ja. Dies sollte auch unabhängig vom Verkauf Ihres bisherigen Hauses möglich sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Sollten Sie individuelle Beratung wünschen, so empfehlen wir Ihnen, sich an einen Eigentümerverein wie zum Beispiel Haus und Grund oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Lena am 01.03.2018 20:50

Hallo,

ich wohne mit meinem Mann zusammen zur Miete in einem Zweifamilienhaus, welches meinen Eltern gehört. Die andere Wohnung ist ebenfalls vermietet. Wir überlegen nun das Haus zu kaufen. Ist es rechtens, wenn mein Vater dem Mieter der anderen Wohnung wegen Eigenbedarf kündigt und wir das Haus nach der Kündigung kaufen? Oder gilt das dann als vorgetäuschter Eigenbedarf? Wie lange müssten wir noch zur Miete im gesamten Haus wohnen bevor wir es kaufen könnten ohne, dass der Eigenbedarf rechtswidrig ist?

Mit freundlichen Grüßen

Lena

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.03.2018 15:17

Hallo Lena,

danke für Ihren Kommentar. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf kann auch dann berechtigt sein, wenn der Eigentümer die Wohnung für seine Kinder benötigt.

In wie fern ein Eigentümerwechsel mit der Eigenbedarfskündigung kollidiert können wir jedoch leider nicht beurteilen. Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Eigentümerverein wie zum Beispiel Haus und Grund oder einen Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht zu wenden.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Maria am 23.02.2018 21:06

Hallo,

ich habe ein altes Bauernhaus seit 2 Jahren vermietet. Jetzt studieren 2 meiner 3 Kinder sehr weit entfernt von unserem jetzigem Wohnort (470 km und 400 km), aber nur 50 und 100 km entfernt von meinem Bauernhaus entfernt. Unseres jüngstes Kind geht für 1 Jahr ins Ausland, und würde sich dann in der Nähe von dem Bauernhaus um einen Ausbildungsplatz bewerben. Reicht das für eine Eigenbedarfskündigung aus? (Ich hatte vor 25 Jahren wegen der Kinder meinen Beruf ausgegeben).

Danke Maria

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.02.2018 08:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung für die eigenen Kinder ist in der Regel möglich, ja. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit den Mietern kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elli am 19.02.2018 14:49

Hallo,

Wir haben eine Eigentumswohnung, die derzeit vermietet ist und wohnen selbst auf 60 m2 zu zweit. Nun erwarten wir Nachwuchs und wollen aufgrund der vorherrschenden hohen Mietpreise in die größere Eigentumswohnung ziehen. Im Mietvertrag ist eine Mindestmietdauer von 18 Monaten vereinbart, die allerdings erst in 10 Monaten endet :-/

Kann bei Kündigung wegen Eigenbedarf diese Klausel (18 Monate Mietdauer) dann unwirksam sein?

Vielen Dank,

Elli

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2018 15:25

Hallo Elli und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn im Mietvertrag ein beidseitiger Kündigungsverzicht für 18 Monate vereinbart wurde, können Vermieter vor Ablauf dieser Frist auch nicht wegen Eigenbedarf kündigen. Ob die Klausel zum Kündigungsverzicht jedoch wirksam ist, können wir aus der Ferne nur schwer beurteilen. Sicherheitshalber können Sie diese noch einmal einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund vorlegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hugo am 18.02.2018 15:32

Hallo, mein Vermieter bewohnt neben mir eine kleine Wohnung mit seiner Frau. Diese ist jetzt schwanger und wollen Eigenbedarf anmelden da meine Wohnung viel grösser ist. Ich wohne seit 16 Jahren in dieser Wohnung, der Mieter im ersten Stock mit der selben Wohngrösse bewohnt diese erst seit 6 Jahren. Ist es rechtens, dass ich die Kündigung vor ihm bekomme?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2018 09:13

Hallo Hugo,

grundsätzlich ja. Vermieter sind per Gesetz nicht verpflichtet, bei einer Eigenbedarfskündigung demjenigen Mieter zuerst zu kündigen, der am kürzesten in einer Wohnung lebt. Ob die Eigenbedarfskündigung als Ganzes wirksam ist, können wir aus der Ferne aber schwer beurteilen. Sollten Sie Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit haben, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

RAMA am 12.02.2018 13:46

Hallo ich habe vor 1 Monat einen kleinen Wohnung gekauft

Bei der Besichtigung der Wohnung sagte die Mieterin das sie, in einen anderen Wohnung umsieht

jetzt aber hat Sie die Meinung geändert, (ich ziehe nicht um ich bleibe hier, ich bin 70% behindert)

Die lebt seit 2006 in die Wohnung,

Und ich weiß das Sie eine 9 Monate Kündigungsfrist hat

Ich habe die Wohnung wirklich für Eigenbedarf

Habe ich da ein problem???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 14:23

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es könnte natürlich sein, dass die Mieterin versucht, aufgrund einer etwaigen Behinderung die Härtefallregelung in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall könnten Sie nicht so einfach den Mietvertrag kündigen oder müssten zumindest eine längere Kündigungsfrist in Anspruch nehmen. Ob sie damit erfolgreich wäre, können wir vorab aber schwer beurteilen. Sollte die Mieterin daher nach Ausspruch der Kündigung nicht ausziehen wollen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Waltraud am 11.02.2018 20:47

Hallo. Mieterin hat jetzt auch noch freund, der mal 4 tage. Mal 6 tage. Mal 5 Tage hier wohnt. Alles auf meine kosten. Wie oft darf dieser eigentlich hier laut Gesetz übernachten? Kann man nebenkostenerhöhung dadurch verlangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 11:03

Grundsätzlich darf ein Mieter so viel Besuch empfangen wie er möchte, eine gesetzliche Regelung hierzu gibt es nicht. Die Rechtsprechung sieht auch einen sechs bis acht Wochen anhaltenden Besuch noch als solchen an und geht unter Berücksichtigung des Einzelfalls davon aus, dass der Besucher erst nach dieser Zeitspanne zu einem tatsächlichen Bewohner wird. Erst dann wäre eine Anpassung bei der Nebenkostenabrechnung unter Umständen möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Waltraud am 11.02.2018 20:42

Hallo. Wohne als Vermieter mit einer Mieterin in einer wg. Ich paterre. Sie 1. Stock. Keine abgeschlossenen wohnungen. Bad jeder extrig. Küche gemeinsam. Mietvertrag für 1 Jahr bis 1.10.18. Sie schnüffelt in meinen privaten Zimmern und öffnet meine post. Sie bedient sich meiner Lebensmittel usw. Still und heimlich. Ist das ein Grund für fristlose kündigung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 11:01

Hallo Waltraud,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn dem Vermieter eine Fortführung des Mietverhältnisses nicht mehr zugemutet werden kann, ist dies laut § 543 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ein Grund für eine fristlose Kündigung. Ein solcher Grund könnte in Ihrem Fall gegeben sein, abschließend beurteilen können wir das aus der Ferne jedoch nicht. Sollte Ihre Mieterin die Kündigung nicht akzeptieren, empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

honey am 10.02.2018 14:25

Hallo....

ich will/muss meiner Mieterin zum nächsten Sommer kündigen wegen Eigenbedarf, da meine Tochter in die Wohnung einziehen wird.

Kann ich jetzt schon kündigen? Will meiner Mieterin ja genügend Zeit geben zur Wohnungssuche.

Der Mietvertrag läuft im Sommer zwei Jahre...

Vielen Dank für eine Info... :)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 10:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sicher können Sie auch jetzt schon auf einen Termin kündigen, der weiter in der Zukunft liegt als die gesetzlich vorgeschriebenen drei Monate. Wenn es nur darum geht, ihrer Mieterin genug Zeit zur Wohnungssuche zu geben, können sie die Kündigung aber natürlich auch mündlich ankündigen und dann zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Fetti am 03.02.2018 16:15

Hallo

Es ist ein 2 Familienhaus mit ausgebauten Dachboden somit 4 Wohnungen.

Jede Wohnung ist vermietet...wohnen alle zwischen 6 und 8 Jahren hier.

2 Parteien haben das Haus letztes Jahr gekauft. Die Wohnungen wurden nun als Eigentumswohnungen umgewandelt . Es wohnen alle wie gehabt drin.

Der einen Partei gehören 2 Whg der anderen 1.

Die der 2 gehören möchte nun die andere als Eigenbedarf für die Eltern nehmen. Lese ich das richtig das es da Jahre sind wo man es erst als Eigenbedarf nehmen kann....dann kann es ja schon zu spät sein...es ist jetzt nötig...

Danke

auf Kommentar antworten

Fetti am 03.02.2018 16:16

3 Wohnungen sorry nicht 4


Immowelt-Redaktion am 05.02.2018 10:32

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Tat gibt es eine solche Sperrfrist, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird während ein Mieter darin wohnt. Diesem Mieter darf dann zunächst nicht wegen Eigenbedarf gekündigt werden. Der neue Vermieter muss eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese Sperrfrist kann von den Bundesländern zudem auf bis zu zehn Jahren ausgeweitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Fetti am 09.02.2018 16:19

Aber es wurde ja nicht von fremden gekauft und umgewandelt sondern so wie wir vorher wohnten nur das der Eigentümer gewechselt hat und drei Eigentumswohnungen gemacht hat..... verstehe den Sinn nicht ist doch nicht anders als vorher

isalbrecht am 30.01.2018 20:57

Hallo zusammen, ich bin Eigentümerin einer Wohnung, und muss leider aus privaten Gründen meinem Mieter kündigen, da ich selber wieder in die Whg einziehen möchte. Der Mietvertrag wurde zum 8. November 2013 abgeschlossen. Also ein etwas schiefes Datum. Wenn ich drei Monate vorher fristgemäß kündigen will, ist dies dann der 8. Februar? Herzlichen Dank und Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.01.2018 08:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

unabhängig vom Datum, zu dem der Mietvertrag geschlossen wurde, ist die Kündigung laut § 573c des Bürgerlichen Gesetzbuchs spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mazumbo am 29.01.2018 13:40

Hallo an die Runde

Ich habe ms und beziehe Pflege. Meine Frau würde gerne arbeiten gehen.

Meine Mieterin wohnt im oberen Stockwerk. Jetzt möchte ich eine Kündigung wegen Eigenbedarf aufsetzten.

Die Pflegekraft würde diese Wohnung über mir beziehen.

Muss ich da auf etwas achten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.01.2018 14:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Vermieter können eine Eigenbedarfskündigung nur dann aussprechen, wenn sie eine Wohnung dringend für sich selbst, für nahe Angehörige oder für Angehörige des eigenen Haushalts benötigen. Andernfalls wäre eine Eigenbedarfskündigung unwirksam. Eine Ausnahme gibt es allerdings: In einem Zweifamilienhaus, in dem der Vermieter eine Wohnung selbst bewohnt, kann der Vermieter jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Mazumbo am 29.01.2018 14:38

Vielen Dank für die Antwort

Könnte ich noch ein Paragraph bekommen den ich in der Kündigung vorweisen könnte..


Immowelt-Redaktion am 29.01.2018 15:24

Die gesetzlichen Voraussetzungen einer Eigenbedarfskündigung finden sich in § 573 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Die Ausnahmeregelung für Zweifamilienhäuser geht aus § 573a hervor.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Monika Bauer am 28.01.2018 18:33

sollte der Mieter vor der Kündigungsfrist ausziehen (Kündigung wegen Eigenbedarf -Frist 9 Monate)

ist er verpflichtet die monatl.Miete weiterzuzahlen?

für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.01.2018 10:40

Sehr geehrte Frau Bauer,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Der Mieter ist verpflichtet, die Miete zu zahlen, so lange der Mietvertrag läuft. Wenn er vor Ende der Kündigungsfrist auszieht, muss er dennoch bis zum Ende der Frist weiter zahlen. Bei einer neunmonatigen Kündigungsfrist hätte der Mieter allerdings die Möglichkeit, seinerseits mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. In diesem Fall müsste er auch nur bis zum Ende dieser dreimonatigen Frist die Miete bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andy am 25.01.2018 05:10

Guten Tag,

ich habe mich vor zwei Jahren scheiden lassen. Mit meiner ehemaligen Frau besitze ich aber weiterhin gemeinsam eine vermietete Eigentumswohnung. In diese möchte ich nun gerne selber einziehen. (Ausfall der Mietzahlungen für die Miteigentümerin ist geklärt und sie ist einverstanden, dass ich in die Wohnung einziehe.) Kann ich eine Kündigung wegen Eigenbedarf aussprechen, auch wenn ich nur 50% der Wohnung besitze?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.01.2018 09:53

Hallo Andy,

wer die Kündigung aussprechen kann, hängt davon ab, wer den Mietvertrag ehemals mit unterzeichnet hat. Wenn ihre ehemalige Frau dort mit aufgeführt ist, sollte sie auch die Eigenbedarfskündigung mit aussprechen, ist sie es nicht, können Sie es auch alleine.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Siggi am 20.01.2018 10:09

Hallo,

wir beabsichtigen ein EFH mit Einliegerwohnung zu kaufen. Bisher war das Haupthaus frei, weswegen das Ganze auch nur für uns interessant war. Jetzt hat der Verkäufer allerdings einen Mietvertrag zu März abgeschlossen (Maklerin war darüber auch nicht informiert) , um auf Nummer sicher zu gehen, falls wir doch nicht kaufen sollten. Er begründet es damit, dass eine Eigenbedarfskündigung ja ohne Weiteres mit Fachanwalt funktionieren würde und eventuell würden die Mieter ja dann garnicht erst einziehen, wenn sie erfahren, dass wir Ihnen direkt wegen Eigenbedarf kündigen. Er will aber auch nicht den Mietvertrag zeigen, so dass wir nicht wissen, was genau vereinbart wurde.

Ich habe folgende Fragen:

1. Was müsste im Mietvertrag drin stehen, dass wir ohne Probleme diesen kündigen können? Was ist, wenn die Mieter bereits bei Vertragsabschluss wussten, dass eventuell ein neuer Käufer Eigenbedarf anmelden wird?

2. Was ist, wenn sich herausstellt, dass die Mieterin z.B. schwanger ist oder der Mieter stark erkrankt. Haben wir dann überhaupt eine Chance?

3. Kann ich mit Notarvertrag schon auf Eigenbedarf kündigen oder erst mit Eintragung im Grundbuch?

5. Mit welchen Kosten müsste man bei einem Fachanwalt rechnen?

4. Können die Mieter uns Kosten für einen möglichen Umzug, der dann doch nicht zustande kommt, in Rechnung stellen?

Wir sind echt ratlos. Vielleicht ist es doch besser von dem Objekt Abstand zu nehmen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.01.2018 09:36

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

theoretisch denkbar wäre es, dass der Verkäufer mit dem Mieter eine Individualvereinbarung im Mietvertrag trifft, wonach der Mieter davon weiß, dass die Immobilie verkauft wird und der neue Eigentümer wegen Eigenbedarf kündigen wird. Dann und nur dann könnte eine Eigenbedarfskündigung in einem Fall wie dem Ihren erfolgreich sein. Wissen sowohl Verkäufer als auch Käufer vom bevorstehenden Eigenbedarf, wird der Mieter darüber aber nicht informiert, wäre eine Eigenbedarfskündigung unwirksam. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az.: VIII ZR 154/14).

Eine starke Erkrankung des Mieters könnte einer Eigenbedarfskündigung ebenfalls im Wege stehen, da dies unter Umständen als Härtefall angesehen werden könnte. Allgemeingültig sagen lässt sich das jedoch nicht, Gerichte beurteilen hierbei jeweils den Einzelfall.

Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist darüber hinaus erst nach der Eintragung im Grundbuch möglich.

Die etwaigen Kosten für einen Fachanwalt lassen sich vorab nur schwer einschätzen. Sie richten sich nach der Höhe des Streitwerts, also einer theoretischen Jahresmiete, können aber je nach Prozessdauer auch stark davon abweichen.

Umzugskosten und Schadensersatz können Mieter in der Regel dann fordern, wenn ihnen aufgrund einer rechtsmissbräuchlichen Eigenbedarfskündigung oder eines rechtsmissbräuchlichen Mietvertragsabschlusses Kosten entstanden sind.

Insgesamt würden wir die von Ihnen geschilderte Situation als relativ verstrickt und eine mögliche Eigenbedarfskündigung als zumindest rechtlich heikel ansehen. Wir empfehlen daher vor einer möglichen Vertragsunterzeichnung beim Notar auf jeden Fall eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bernd am 15.01.2018 17:33

Hallo guten Abend,

unsere Tochter wohnt in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung. Die Wohnung ist offensichtlich durch Baumängel ständig feucht. Wir besitzen in einem 3-Familien-Haus 2 Wohnungen. Eine der beiden Wohnungen wird von einer alleinstehenden Person bewohnt. Jetzt möchte ich dem Mieter wegen Eigenbedarf zu Gunsten unserer Tochter kündigen. Kommt hier eine Eigenbedarfskündigung in Frage?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.01.2018 11:12

Hallo Bernd,

vielen Dank für ihren Kommentar.

Eine Eigenbedarfskündigung zugunsten naher Angehöriger ist üblicherweise möglich, sofern ein solcher Eigenbedarf tatsächlich vorhanden ist. Da wir Ihren Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, raten wir aber dazu, einen Eigentümerverband wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Marvin am 09.01.2018 22:32

Guten Abend,

ich vermiete seit Mai eine Wohnung in meinem Haus an einen Mieter. Nun hat er mir die letzten zwei Monatsmieten noch immer nicht bezahlt. Meine Tochter will aber nun mit ihren Freund in die Wohnung einziehen. Ist somit eine Eigenbedarfskündigung wirksam und beträgt die Kündigungsfrist dann auch 3 Monate?

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.01.2018 09:02

Hallo Marvin,

eine Eigenbedarfskündigung kommt in einem Fall wie dem von Ihnen geschilderten sicher in Frage. Allerdings ist laut Gesetz bei einem Zahlungsverzug von mindestens zwei Monatsmieten auch eine fristlose Kündigung möglich.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kraus am 07.01.2018 12:27

Hallo , ich habe vor eine Wohnung zu kaufen, die vermietet ist . Meine Tochter soll dort aber einziehen , kann ich ganz normal wegen Eigenbedarfs kündigen ? Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.01.2018 09:32

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell können Immobilieneigentümer wegen Eigenbedarf kündigen, wenn sie die Wohnung für ihre Tochter benötigen, ja. Ob eine solche Kündigung letzten Endes erfolgreich ist, können wir allerdings leider nicht sagen. So könnte der Mieter beispielsweise erklären, dass die Kündigung für ihn eine besondere Härte darstellt, etwa wegen schwerer Krankheit.

Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

poessem am 02.01.2018 10:46

Hallo,

ist der Stiefenkel rechtlich genauso wie der leibliche Enkel anzusehen bei der Eigenbedarfskündigung?

Vielen Dank für Ihre Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.01.2018 17:00

Hallo poessem,

nach der bisherigen Rechtsprechung können Vermieter auch für ihren Stiefenkel Eigenbedarf geltend machen. Jedoch ist es erforderlich, dass sie die besondere Bindung zu diesem Familienmitglied nachweisen.

Bitte bachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt für Mietrecht.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion


Poessem am 02.01.2018 17:10

Vielen Dank


Poessem am 02.01.2018 17:10

Vielen Dank

vivika am 11.12.2017 13:24

Hallo,

Ich habe eine Frage und zwar wohne ich mit dem Sohn des Vermieters in einem 3 Familienhaus. Wir wohnen ganz oben in der kleinsten Wohnung zu 2. mit einem großen Hund.

Wir möchten gerne nach ganz unten weil es größer ist und ein Garten dazu gehört. Die junge Dame wohnt dort alleine. Meine Frage ist nun ob der Vermieter eine Chance hat für sein sohn Eigenbedarf anzufordern.

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.12.2017 13:35

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider vorab nicht mit Sicherheit sagen. Im Streitfall würde ein Gericht prüfen, ob der Sohn des Vermieters wirklich ein dringendes Bedürfnis hat, in die Erdgeschosswohnung zu ziehen. Zumindest müsste der Vermieter ihr dann die kleinere Wohnung als Ersatz anbieten. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zur Eigenbedarfskündigung kommen und die Mieterin dagegen vorgehen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Boots Hain am 08.12.2017 23:12

Hallo. Ich hoffe Sie können mir helfen.

Ich und meine Familie sind in neue Wohnung umgezogen. Wir sind hier nur fast 2 Monate in die Wohnung. Ich weiss nicht was mein Fehler beim Jobcenter aber der Vermieter hat die Miete nicht bekommen. Sie hat die Kaution aber die Miete und Nebenkosten hat sie nicht. Am Montag gehe ich zur Jobcenter.

Mein Problem ist sie hat geshrieben. " Wir bitten sie diese Summe unverzüglich bis zum 14.12.2017 auf unserer Konto einzuzahlen.

Hiermit sprechen wit Ihnen die fristlose Kündigung zum 10.01.2018 aus.

Der Vermieter hat uns gekündigt.

Ich weiss es nicht aber ich glaube sie hat uns gekündigt wegen gestern. Ich erkläre dazu.

Gestern war der Telekom Tekniker hier. Die Leitung für Telefon und Internet ist kaputt. Der Tekniker möchte uns provisorisch. Leider haben wir kein Tür Schlüssel im Keller zur garten. Ich habe mein Vermieter gefragt und sie antwortet das der Schlüssel ist bei der Nachbarn. Aber ich möchte meine Nachbarn nicht sprechen weil wir zu uns sofort gemeckert den erste Nacht. Ich habe mein Vermieter gesagt ich möchte nicht zu den Nachbarn gehen und den Schlüssel zu haben. Aber Vermieter hat gesagt ich muss befreundlich sein. Dann Mein Mann hat den Vermieter, wir haben kein Telefon und Internet. Das ist die Aufgabe des Vermieters. Warum sollen wir den Nachbarn befreundlich sein? Der Vermieter hat nicht geantwortet dann mein Mann hat geschrieben " wir gehen zur Mietverein".

Dann heute abend haben wir gesehen jemand, die Kinder des Vermieters hat unsere Briefkasten einen Brief geshickt.

Meine Frage ist der Vermieter haben Rechts um uns zu fristlose Kündigen?

Jobcenter bezahlt uns die 3 Monate Miete aber weiss nicht was los ist.

Bitte helfen Sie mir. Ich möchte gerne ein Antwort von Ihnen bekommen.

P.S Ich schreibe nicht so gut Deutsch. Ich hoffe Sie haben verstanden.

Mit freundlichen Grüßen,

Familie Hain

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.12.2017 09:26

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich ist eine fristlose Kündigung laut Gesetz dann gerechtfertigt, wenn der Mieter seine Miete mindestens zwei Monate hintereinander gar nicht oder nur teilweise zahlt. Allerdings: Wenn der Mieter binnen zweier Monate, nachdem ein gerichtlicher Räumungstitel rechtskräftig wurde, die Rückstände begleicht, wird die fristlose Kündigung unwirksam. Hat der Vermieter wiederum im Kündigungsschreiben hilfsweise auch ordentlich gekündigt, gilt die Kündigung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Da Sie schon eine fristlose Kündigung erhalten haben, empfehlen wir Ihnen dringend die Beratung durch einen Mieterverein. Dort können Sie auch das Kündigungsschreiben vorlegen und es auf Wirksamkeit prüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

BUBBLYBABY am 06.12.2017 14:45

Eine Frage zur Kündigung bei Eigenbedarf.

Ich habe in meinem Haus eine kleine Wohnung vermietet nun möchte mein Neffe gerne dort einziehen da er aus dem Zimmer in der Elterlichen Wohnung ausziehen möchte. Ist in diesem Fall eine Kündigung auf Eigenbedarf möglich ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.12.2017 15:23

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob eine Eigenbedarfskündigung für Verwandte möglich ist, richtet sich einerseits nach dem Verwandtschaftsgrad und andererseits nach der persönlichen Verbundenheit des Vermieters zum fraglichen Verwandten. Die Gerichte entscheiden hier durchaus unterschiedlich, in der Regel wird eine Eigenbedarfskündigung bei Neffen aber bejaht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die Sachlage aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können. Zudem dürften wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Athram11 am 29.11.2017 08:14

Eine Frage zur Kündigungsfrist.

Ein Mieter wohnt (also nutzt) seit mehr als 5 Jahren in einer Wohnung in meinem Haus, welche ich nun zu eigenbedarfszwecken kündigen möchte. Theoretisch ergibt sich eine Kündigungsfrist von 6 Monaten. Da der Mieter jedoch bis vor einem Jahr mit mir zusammen in der Wohnung wohnte hat er erst seit einem Jahr einen Mietvertrag für diese Wohnung die er nun allein nutz. Damit ergäbe sich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Nun ist die Frage bedeutet "Überlassen" nach §573c.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.11.2017 10:18

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

leider können wir Ihre Frage nicht abschließend beantworten. Uns ist bislang kein Gerichtsurteil bekannt, das sich mit dieser Frage schon einmal beschäftigt hätte. Insofern wäre es vermutlich die einfachste Lösung, wenn Sie sich mit Ihrem Mieter auf eine Kündigungsfrist einigen würden. Sollten Sie auf eine kurze und ihr Mieter auf eine längere Frist bestehen, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Waller 02 am 28.11.2017 08:45

Meine Mutter wartet auf einen Pflegeplatz da es aber länger dauern kann muss ich unserem Mieter kündigen. um sie in die Wohnung unterzubringen. Was ist wenn es doch schneller als erwartet zu einem Pflegeplatz kommt und die Mieter noch in der Wohnung wohnen. Muss ich dann Schadenersatz oder sogar die Kündigung zurück ziehen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2017 08:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Grund für die Eigenbedarfskündigung wegfällt, muss der Vermieter den Mieter darüber informieren. Die Kündigung würde dann unwirksam. Informiert der Vermieter den Mieter nicht, kann er gegebenenfalls schadensersatzpflichtig werden, das zumindest hat das Amtsgericht Gießen so gesehen (Az.: 48 C 231/13).

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jacqueline am 24.11.2017 16:47

Eine Frage. Ich möchte im Haus meiner Oma zwei Wohnungen zusammenlegen, damit wir dort einziehen können und wir wollen uns vergrößern.

Nun müsste dafür ein Mieter aus seiner Wohnung ausziehen.

Wieviel Eigenbedarf darf man als 2 Personenhaushalt haben? Also qm?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.11.2017 09:45

Hallo Jacqueline und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hierfür gibt es keine gesetzlich definierte Grenze. Wichtig ist lediglich, dass der Vermieter den Eigenbedarf plausibel begründen kann. Sollte der Mieter gegen die Eigenbedarfskündigung vorgehen wollen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

powerchris am 18.11.2017 19:03

Wir haben eine Wohnung zu verkaufen, von einer Kundin, dessen Mieterin eine extrem niedrige Miete bezahlt. Die Mieterin hat sich auch jahrelang geweigert eine höhere Miete zu bezahlen, obwohl die Erhöhung laut Mietspiegel berechtigt ist. Nun muss die Eigentümerin aus finanziellen Gründen diese Wohnung verkaufen und die Mieterin versucht mit allen Mitteln den Verkauf zu sabotieren. Wie kann ich mich, als Makler (neu im Geschäft^^) am besten verhalten? Wohlbemerkt, die Eigentümerin braucht das Geld, welches sie beim Verkauf der Wohnung erhalten würde, für ihren Ehemann, welcher in einem Pflegeheim untergebracht ist. Die potentiellen Käufer wollen die Wohnung für sich kaufen und müssen spätestens in 6 Monaten die Wohnung verlassen in der sie jetzt wohnen. Die Mieterin wohnt in der Wohnung schon bald 20 Jahre, auf 94 m² und zahlt 590 € Kaltmiete, in einer Gegend, in der Mietspiegel schon 13,50/m² ist...

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.11.2017 10:14

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

problematisch könnte sich die Eigenbedarfskündigung für die neuen Eigentümer vor allem deshalb gestalten, weil sie dem Mieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen müssen, wenn dieser bereits länger als acht Jahre einen Mietvertrag hat. Sollte sich die Mieterin dann aus welchen Gründen auch immer weigern auszuziehen, müsste der neue Eigentümer zudem auf Räumung klagen. So oder so: Es wird ihm nicht möglich sein, in sechs Monaten in die Wohnung einzuziehen, wenn der Mieter nicht damit einverstanden ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


powerchris am 20.11.2017 10:41

Mit anderen Worten ist es der Mieterin erlaubt den Verkauf zu sabotieren, vor allem, wenn die neuen Käufer ein kleines Kind haben. Die jetzige Mieterin sträubt sich gegen berechtigte Mieterhöhungen, gegen alles. Schon lächerlich, da die jetzige Mieterin alleinstehend ist und keine sonstigen Verpflichtungen hat. Härtefall wäre in diesem Fall eher die Käuferfamilie, da sie mit einem Kleinkind, 3 Monate alt, ausziehen müssen... Traurig, dass Eigentümer bald keine Rechte mehr haben...

Rice am 15.11.2017 12:22

Guten Tag,

wie sieht es aus, wenn ein Mieter eher ausziehen will (Kündigungsfrist 6 Monate)? Muss er dann die übrigen Mieten zahlen? Müssen wir kündigen, wenn wir früher was anderes gefunden haben? Ohne Kündigung von uns, gelten dann die 6 Monate? Somit würden noch 3 Monate Miete anfallen.

Wenn der Vermieter die Wohnung am 5. eines Monats abnimmt, stimmt er dann dem früheren Auszug zu? Kann er dann noch die Miete für den gesamten Monat fordern?

Über fällige Mieten wurde im Vorfeld nicht gesprochen.

auf Kommentar antworten

Rice am 15.11.2017 12:23

Kündigung erfolgte wegen Eigenbedarf und ist auch rechtens.


Immowelt-Redaktion am 15.11.2017 14:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Mieter kann prinzipiell während einer noch laufenden sechsmonatigen Kündigungsfrist selbst kündigen. Die Kündidungsfrist beträgt dann die gesetzlichen drei Monate. Prinzipiell kann sich ein Vermieter auch auf einen noch früheren Auszug des Mieters einlassen, das ist dann allerdings eine individuelle Vereinbarung. Da wir die Absprache zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter nicht genau kennen, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen, bis zu welchem Zeitpunkt Ihr Vermieter noch Miete verlangen kann. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir empfehlen Ihnen daher ein Gespräch mit dem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Rice am 15.11.2017 20:54

Guten Abend,

erstmal danke für die Antwort. Wir selbst haben gar nicht gekündigt, lediglich per whatsapp mitgeteilt, dass wir bereits Anfang November einen neuen Mietvertrag haben und spätestens zum 10.11. die Übergabe haben möchten. Er hat dann ebenfalls per whatsapp geantwortet, dass das terminlich kein Problem sei. Er könnte zu bestimmten Terminen. Er selbst hat noch per whatsapp gesagt, dass er ja im Dezember dann eine Doppelbelastung hätte (Miete aus seiner Wohnung + Rate fürs Haus).

Wir sind davon ausgegangen, dass wir zum einen gar nicht kündigen müssen und es ausreicht, wenn er die Wohnung abnimmt.

Bei der Wohnungsübergabe kann dann die Frage nach der Novembermiete. Diehätte er wenigstens noch. Im Übergabeprotokoll steht nun. Miete für Monat November muss noch geklärt werden. Er selbst zieht ein, wird jetzt sicherlich auch schon Möbel etc in das Haus (Doppelhaushälfte) gebracht haben.

Auch stellt sich bei uns die Frage, zum 5.11. ausgezogen- müssten wir auch anteilig zahlen?


Immowelt-Redaktion am 16.11.2017 09:34

Wenn der Eigentümer selbst bereits in die Wohnung eingezogen ist, eine Wohnungsübergabe stattgefunden hat und der Mieter keinen Zugriff mehr auf die Wohnung haben, muss der Mieter in der Regel auch keine Miete mehr bezahlen, weil man dann davon ausgehen kann, dass beide Seiten konkludent mit einem früheren Ende des Mietvertrags einverstanden waren. Anteilig bis zum Zeitpunkt des Mieter-Auszugs könnte der Vermieter die Miete allerdings noch verlangen.

Beachten Sie bitte nochmals, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und es sich hierbei nur um allgemeine Informationen handelt. Im Streitfall wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SvenKrafft am 15.11.2017 11:47

Kurze frage mein vermieter will uns am ende des Monats die kündigung der wohnugn geben wir haben eine 1 monat altes baby darf er uns dann auf die straße setzten wenn ich bis 3 monaten keine wohnugn gefunden habe und muss er für die umzugkosten grade stehen da er die wohnugn für seinen sohn nutzen will.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.11.2017 14:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist auch für nahe Angehörige möglich, in Ihrem Fall also auch für den Sohn des Vermieters. Für die Umzugskosten muss der Vermieter nicht aufkommen, wenn die Kündigung rechtmäßig ist. Ob ein Neugeborenes ein Härtefall ist, der eine längere Kündigungsfrist rechtfertigt, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Dies hängt stark von den Umständen des Einzelfalls ab. Insofern würden wir Ihnen eine Rechtsberatung empfehlen. Diese erhalten Sie beispielsweise von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Detlef am 14.11.2017 11:41

Hallo nochmal, auf zwei ordentliche Kündigungen reagiert er nicht

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.11.2017 12:40

Hallo Detlef und vielen Dank für Ihren Kommentar,

um wegen Eigenbedarf kündigen zu können, muss ein Eigentümer nachweisen, dass dieser Eigenbedarf auch tatsächlich besteht. Ob dies in Ihrem Fall so ist, können wir leider aus der Ferne nur schwer beurteilen. Allerdings ist die mutwillige Beschädigung des Mietgegenstands ebenfalls ein Grund für eine Kündigung, unabhängig von etwaigem Eigenbedarf. Wenn der Mieter auch eine solche Kündigung ignoriert, bliebe Ihnen noch die Einreichung einer Räumungsklage beim zuständigen Amtsgericht. Zuvor würden wir Ihnen aber eine Rechtsberatung empfehlen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund. Wir dürfen keine Rechtsberatung leisten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Detlef am 14.11.2017 11:38

Hallo,

ich habe mein Haus an einen Mieter vermietet der mich mit immer neu produzierten Schäden und unberechtigten Mietabzügen finanziell ruinieren möchte. Er klagt unberechtigt seit Jahren und möchte damit Zeit gewinnen um mein Haus nicht zu verlassen. Ziel ist, dass ich meine Hypothek und die hohen Kosten irgendwann nicht mehr tragen kann und mein Haus Zwangsversteigert wird und er es kostengünstig erwerben kann. Das Haus ist fast 300qm , für mich alleine zu groß. Um den Mieter da raus zu bekommen sehe ich nur noch den Eigenbedarfsweg. Das Haus ist für mich alleine zu groß. Darf ich dort einziehen und weitere Untermieter zur Deckung der Kosten und des Wohnraums dazu nehmen?

auf Kommentar antworten

Martin am 10.11.2017 09:31

Hallo,

ich werde in Kürze ein Haus mit 3 vermieteten Einheiten erwerben. (warte noch auf die Kaufpreisfälligkeit, Notarvertrag usw. schon durch).

Diese 3 Einheiten möchte ich gern für meine Eltern nutzen.

Das Problem im EG wohnt/haust eine alte Dame 84Jahre (Pflegestufe 3, nicht ansprechbar) welche 3x am Tag von ihrer Tochter gepflegt wird ansonsten den ganzen Tag alleine ist. Für diese Einheit gibt es keinen Mietvertrag. Die beiden anderen Einheiten sind regulär vermietet.

Für den Fall das ich mit meinem Versuch die Lage freundlich zu erklären nicht weiter komme folgende Fragen:

1. Gib es eine Sperrfrist nach Erwerb der Immobilie die Mieter 1.OG und DG auf Eigenbedarf zu kündigen?

2. wenn ich mich an §550 halte wäre eine Eigenbedarfsanmeldung nach 1 Jahr wirksam?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.11.2017 12:27

Hallo Martin und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine solche Sperrfrist gibt es nur für den Fall, dass eine Wohnung vor einer Umwandlung in eine Eigentumswohnung schon vermietet war. Da Sie ein komplettes Mehrfamilienhaus kaufen möchten, gibt es also keine Sperrfrist. Die Frist nach Paragraph 550 BGB beginnt nicht mit dem Wechsel des Eigentümers einer Immobilie, sondern mit Abschluss des Mietvertrags, wobei dieser Zeitpunkt in Ihrem Fall ja schon länger zurückliegen dürfte.

Wir geben aber zu bedenken, dass eine Kündigung wegen Eigenbedarfs dann ausgeschlossen sein kann, wenn ein besonderer Härtefall vorliegt. Bei einer 84-jährigen, nicht ansprechbaren Seniorin könnte das der Fall sein. Abschließend beurteilen können wir die Lage aus der Ferne allerdings nicht. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ramona am 08.11.2017 14:18

Hallo,

ich wohne mit meiner Mitbewohnerin in einer 2er WG.

Die Wohnung gehört meinem Stiefvater.

Ich bin vertraglich als Hauptmieterin genannt und sie als Untermieterin.

Ich möchte ihr nach 3 Jahren kündigen, weil mein Freund mit mir in die Wohnung ziehen möchte.

Greifen da auch die ganz normalen 3 Monate KüFri?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.11.2017 14:54

Hallo Ramona,

wenn vertraglich nichts anderes vereinbart ist, gelten auch bei einem Untermietverhältnis die gesetzlichen Kündigungsfristen, ja.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Ramona am 08.11.2017 15:07

Also muss ich nicht noch 3 Monate Kündigungsfrist dranhängen?

Habe viel im Internet gelesen und werden nicht ganz schlau.

Im Vertrag von uns ist geregelt, dass sie und ich jeweils 3 Monate Kündigungsfrist haben.

Also könnte ich ihr theoretisch auch ohne einen besonderen Grund mit der 3 Monats Frist kündigen?


Immowelt-Redaktion am 08.11.2017 15:17

Ob sich die Kündigungsfrist um weitere drei Monate auf sechs Monate verlängert, ist davon abhängig, ob seitens des Hauptmieters ein berechtigtes Interesse für die Kündigung besteht. Das kann beispielsweise Eigenbedarf oder ein schuldhaftes Verhalten des Untermieters sein. Ist dieses berechtigte Interesse vorhanden, bleibt es bei einer Kündigungsfrist von drei Monaten. Gibt es kein berechtigtes Interesse, gilt Paragraph 573a des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wonach sich die Kündigungsfrist um drei Monate verlängert. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die genauen Details Ihres Mietvertrags nicht kennen. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen daher, sich an einen Mieterverein zu wenden und sich dort eine Rechtsberatung zu holen. Noch besser wäre es natürlich, Sie würden sich mit Ihrer Mitbewohnerin gütlich auf eine Kündigungsfrist einigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Ramona am 08.11.2017 15:34

Ist es denn Eigenbedarf wenn ich mit meinem Freund in die Wohnung ziehen möchte?


Immowelt-Redaktion am 09.11.2017 08:41

Hallo Ramona,

Eigenbedarf liegt in der Regel nur dann vor, wenn jemand den Wohnraum dringend für sich selbst oder nahe Angehörige benötigt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ramona4813 am 04.11.2017 11:10

Hallo,

Ich möchte eine Eigentumswohnung kaufen in der noch Mieter wohnen. Ich brauche die Wohnung aber dringend für mich selbst. Kann ich den Mietern dann einfach kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.11.2017 10:40

Hallo Ramona,

eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist unter Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglich festgelegten Kündigungsfristen in der Regel möglich, wenn der Eigentümer eine Wohnung dringend für sich selbst benötigt. Eine Sonderregelung gibt es allerdings, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden – Käufer solcher Eigentumswohnungen sollten also genau prüfen, welche Frist vor Ort gilt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Unica am 03.11.2017 10:46

Hallo

Was passiert, wenn nach ca. 1jahr sich die Lebensumstände unvorhergesehener weise wieder verändert haben und man die wohnung nicht mehr fuer eigenbedarf braucht?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.11.2017 14:00

Hallo Unica,

wenn der Vermieter bereits wegen Eigenbedarf gekündigt hat und er die Wohnung später doch nicht benötigt, so muss er dies dem betroffenen Mieter in der Regel umgehend mitteilen.

Wie Vermieter bei einer Eigenbedarfskündigung richtig vorgehen, lesen Sie in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Tamas am 30.10.2017 11:24

Hallo,

kann mann eine 5 köpfige Famile (10,8,3 Jahre alt Kindern) als Härtefall betrachten? Der Eigentürmer überlegt die Wohnung zu verkaufen und wir haben Angst dass der neue Eigentürmer selbst benutzen will, deswegen müssen wir kurzfristig rausziehen. Wir mieten sie nur von Arpil 2014.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2017 12:39

Hallo Tamas,

wenn eine Wohnung den Eigentümer wechselt, heißt das nicht zwangsläufig, dass Ihnen eine Eigenbedarfskündigung droht. Denn viele Käufer möchten die Wohnung nicht selbst nutzen, sondern weitervermieten.

Ob in Ihrem konkreten Fall ein Härtefall vorliegt, muss gegebenenfalls im Einzelfall geklärt werden. Einige Härtefallgründe können zum Beispiel hohes Alter, Schwangerschaft oder Krankheit sein. In diesem Ratgeber finden Sie eine ausführliche Erklärung sowie eine Anleitung, was Sie im Falle einer Eigenbedarfskündigung tun können: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

Elias am 27.10.2017 18:06

Hallo,

meine Vermieterin hat mir zum 01.März 2017 wegen Eigenbedarf von ihrem bevollmächtigten Anwalt die Wohnung gekündigt.

Mit der angeblichen Begründung, dass der Lebenspartner von ihr (wo sie wohnt) nicht ausreichend gepflegt werden kann und eine 24 Stunden Pflegekraft den Wohnraum von Ihr benötigt.

Sie benötigt nun den Wohnraum(2.Etage) von mir, obwohl sie noch andere Wohnungen(auch EG) in diesem Haus zur Verfügung hat.

Wenn wir uns mal zum Gespräch getroffen haben wollte sie immer dass ich runter ins Treppenhaus komme weil sie die Treppen rauf nicht schafft.

Andere Mieter sind nach mir eingezogen, aber die warten ja auch nicht seit 2 Jahren auf einen Telefon bzw. Internetanschluss.

Deshalb weil die Wohnung in der Vergangenheit 2 geteilt worden ist und ich keine Anschlüsse habe.

Nachdem ich nun 2 Jahre Geduld hatte und ihr nun mit Mietkürzung gedroht hatte , will sie mich nun loswerden weil sie partout die Kosten nicht übernehmen will und mich nur hinhält.

Es ist ein vorgetäuschter Eigenbedarf!

Auf das gesetzliche Wiederspruchsrecht wurde auch nicht hingewiesen!

Ist die Kündigung dann wirksam ?

Ich hoffe dass ich einen guten Anwalt finde.

Wie sehen Ihrer Meinung nach meine Chancen aus, wenn es zum Gerichtstermin kommt ?

MfG

Elias

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2017 10:40

Hallo Elias,

der Eigenbedarf des Vermieters kann in der Regel auch damit begründet sein, dass er die Wohnung für Pflegepersonal benötigt.

Wie Sie als Mieter im Falle einer Eigenbedarfskündigung vorgehen können, wird in diesem Ratgeber ausführlich erklärt: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

rosi 1941 am 26.10.2017 14:00

Wie soll ich eine Wohnung finden wenn ich als ALG 1Empfänger nur 905 Euro bekomme?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.10.2017 10:48

Hallo rosi1941,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

In manchen Städten bieten Wohnungsbaugesellschaften bezahlbare Wohnungen auch für ALG-Empfänger an.

Übrigens ist es unter bestimmten Umständen möglich, ALG1 mit ALG 2 aufzustocken, Details erfahren Sie bei der BA.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Christian am 22.10.2017 14:59

Hallo, ich möchte eine seit 6 Jahren vermietete Wohnung erwerben und selbst einziehen, also Eigenbedarf anmelden. Die Wohnung ist in einem Mietshaus, dass zu Eigentumswohnungen umgewandelt wird. Die Mieter wurden vor ca. 2 Jahren über diesen Vorgang informiert. Gilt auch hier diese Sperrfrist von 3 Jahren, wie im Bericht oben "Sonderfälle" beschrieben, oder kann die Mitteilung über den Verkauf der Wohnungen von vor 2 Jahren angerechnet werden?

Vielen Dank im Voraus für die Info.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 11:31

Hallo Christian,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob es eine Sperrfrist gibt oder nicht, ist davon abhängig, ob die Wohnung zum Zeitpunkt des Mietvertrags-Abschlusses bereits in eine Eigentumswohnung umgewandelt war oder nicht. War das der Fall, gibt es keine Sperrfrist, war das jedoch nicht so, gibt es auch eine Sperrfrist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

anton am 11.10.2017 21:46

Hallo, ich habe auch eine Frage zu dem Thema Eigenbedarfskündigung. Ich bin dabei eine vermietete Wohnung zu kaufen, die ich selbst nutzen möchte, bzw muss, weil ich auch aus meiner MIetwohnung raus muss.

Das Mietverhältnis meiner zukünftiger Mieter hat im Dezember 2010 begonnen. Der Kaufvertrag wird jetzt im Oktober abgeschlossen, die Wohnungsübertragung ist für den 15,11.2017 geplant, heisst ich könnte frühestens im Dezember 2017 kündigen, 3ter Kalendertag. Gilt dafür noch die 6 monatige Kündigungsfrist oder sind das schon 9? Wann beginnt das 8te Jahr des Mietverhältnisses, schon im Dezember oder erst im Januar? Und habe ich irgendeine Möglichkeit schon im November die Kündigung auszusprechen, wenn der Kaufvertrag da bereits unterschrieben ist?

Danke vorab.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.10.2017 10:36

Hallo Anton und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie können die Kündigung ab dem Zeitpunkt aussprechen, ab dem Sie tatsächlich Eigentümer der Wohnung sind. Das ist dann der Fall, wenn Sie im Grundbuch eingetragen sind. Die Kündigungsfrist dürfte in diesem Fall sechs Monate betragen. Ob der Mieter nun sieben Jahre oder sieben Jahre und einen Monat in der Wohnung lebt, ist dabei nicht relevant. Erst wenn er länger als acht Jahre dort wohnt, gilt eine Frist von neun Monaten.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir die genauen Details des Mietvertrags nicht kennen und aus der Ferne die Lage daher nicht abschließend beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lothar am 01.10.2017 03:24

Guten Tag, folgende Fragen habe ich zum Thema Eigenbedarfskuendigung: Ich trenne mich von meinem Partner und ziehe aus der gemeinsam bewohnten ETW aus, und zwar zunaechst

- in eine moeblierte Mietwohnung in derselben Region

- ohne eine moegliche Eigenbedarfskuendigung fuer eine Wohnung, die ich in dieser Region vermietet habe, durchzufuehren.

Hintergrund: Ueberlegungen, ob ich in derselben Stadt bleibe oder aus beruflichen oder persoenlichen Gruenden aus der Region fortziehe.

Fragen:

1) Schraenkt dieser zunaechst erfolgende Umzug in eine Mietwohnung nach Trennung vom Partner meine Moeglichkeit ein, eine Eigenbedarfskuendigung zu einem spaeteren Zeitpunkt rechtswirksam vorzunehmen?

2) Wenn ja, wieviel Zeit kann ich maximal verstreichen lassen, um nach Umzug in die moeblierte Wohnung noch eine Eigenbedarfskuendigung rechtswirksam auszusprechen?

3) Gibt es noch andere Aspekte, die ich in diesem Zusammenhang beachten muss?

Besten Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.10.2017 11:48

Hallo Lothar,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei einer Eigenbedarfskündigung kommt es nicht unbedingt grundsätzlich auf die bisherige Wohnsituation an, sondern darauf, dass Sie den Eigenbedarf gut begründen können und das Kündigungsschreiben die formalen und inhaltlichen Anforderungen an eine wirksame Eigenbedarfskündigung erfüllt. Allerdings können wir zu Ihrem Fall keine konkreten Aussagen treffen, da es immer auf die Umstände des Einzelfalls ankommt, die wir aus der Ferne nicht beurteilen können. Wir raten Ihnen daher, sich, wenn es so weit ist, an einen örtlichen Experten, z.B. einen Fachanwalt für Mietrecht oder eine Eigentümervertretung, zu wenden, um ein wasserdichtes Kündigungsschreiben zu formulieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thomas am 29.09.2017 15:01

Guten Tag,

leider wird auf dieser Seite nicht auf das Thema der sog. "Altverträge" hingeweisen, also Mietverträge, die vor dem 1.9.2001 geschlossen wurden. Die Kündigungsfristen verlängern sich hier u.U. noch einmal – so wie in meinem Fall, nämlich von 9 auf 12 Monate, weil der Mieter schon seit 1993 in der von mir gekauften Eigentumswohnung lebt. Es wäre gut, wenn hier entsprechende Hinweise ergänzt werden, dies ist sicher kein Fall mit Seltenheitswert.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.10.2017 11:08

Hallo,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben Recht, wir werden den Hinweis darauf, dass es zumindest für den Vermieter abweichende Fristen für Altverträge geben kann, bei der nächsten Überarbeitung des Beitrags ergänzen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Duhnen am 27.09.2017 10:38

Hallo

Ich (als Vermieter) möchte meine vermietete Wohnung auf den 31.3.2018 aufgrund Eigenbedarf kündigen. Der bestehende Mietvertrag läuft seit drei Jahre. Somit eigentlich 3 Monate Kündigungsfrist. Jedoch würde ich jetzt schon den Mieter gerne fairerweise informieren (sind ja noch 6 Monate bis zum 31.3.2018) und nicht erst am 31.12.2017. Sofern der Mieter die Kündigung akzeptiert und zum 31.3.2018 auszieht, passt ja alles.

Frage: Wie ist die Sachlage, wenn der Mieter z.B. schon zum 1.1.2018, oder 1.2.2018 oder zum 1.3.2018 eine neue Wohnung findet bzw. hat ?

Sprich, wenn er vor dem besagten 31.3.2018 auszieht. Muss er dann seinerseits auch unter Berücksichtigung der 3-Monatigen Kündigungsfrist die Wohnung kündigen ?

Wenn er meine Kündigung akzeptiert und aber dann z.B. zum 1.2.2018 auszieht, bekomme ich dann die Monatsmiete Februar und März 2018 ?

Ich denke schon, oder ? Nach meinem Verständnis, müsste er doch –wenn er vor dem 31.3.2018 die Wohnung verlassen möchte- selbst bei mir auf einen früheren Termin kündigen. Oder ?

Danke im Voraus für Ihre Antwort 

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.09.2017 13:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie haben die Sachlage richtig verstanden: Wenn Sie auf den 31. März 2018 kündigen und der Mieter möchte vorher ausziehen, muss er seinerseits kündigen. Dabei muss er sich an eine dreimonatige Kündigungsfrist halten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Fam.P. am 26.09.2017 08:52

Hallo - wir sind eine Familie M 60 ( 50% ) schwerbehindert, W 44 und 13. Am Freitag wurde uns wegen Eigenbedarf zum 30.06.2018gekündigt. Mein Mann wohnt seit 32 Jahren in dieser Wohnung - 1992 wurde die Wohnung an den Jetzigen Vermieter verkauft. Nun kündigt uns dieser wegen Eigenbedarf. Meine Frage - haben wir eine Chance Aufgrund der Behinderung meines Mannes und die Länge des Mietvertrages die Kündigungsfrist zu verlängern?

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.09.2017 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider aus der Ferne nicht beurteilen. Mit der Kündigung zum 30. Juni 2018 wurde zumindest die bei so langer Mietdauer gesetzlich vorgeschriebene neunmonatige Kündigungsfrist eingehalten. Ob die Behinderung des Mannes eine längere Kündigungsfrist rechtfertigt, würde ein Richter im Streitfall wohl abhängig von der Art und dem Ausmaß der Beeinträchtigung machen, insbesondere auch davon, inwieweit die Behinderung bei der Suche einer neuen passenden Wohnung hinderlich ist. Wenn Sie die neunmonatige Kündigungsfrist nicht akzeptieren wollen, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall eine Rechtsberatung. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Niwre am 25.09.2017 13:52

Hallo,

wir haben ein Dreifamilienhaus wo wir eine Wohnung als Ferienwohnung selber nutzen. Die beiden anderen Wohnungen sind seit 2 und ca. 20 Jahren vermietet. Darf ich den Mieter mit den 20 Jahren wegen eigenbedarf für unsere Tochter kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2017 14:36

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung für nahe Angehörige ist unabhängig von der Mietdauer des Mieters möglich. Lediglich die Kündigungsfrist verlängert sich bei längerer Mietzeit. Bei einer Mietdauer von 20 Jahren beträgt sie neun Monate.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir nicht abschließend beurteilen können, ob Sie mit einer etwaigen Eigenbedarfskündigung erfolgreich wären. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

JeBorche am 23.09.2017 16:13

Guten Tag,

wir planen aufgrund der nähe zum bestehenden Arbeitsplatzes eine Einfamilienhaus zu erwerben (120 Km ersparnis pro Tag). Aktuell sind wir Besitzer eines Einfamilienhauses, dass wir nach Abschluss des Vertrages dann veräußern wollen. In dem neuen Haus befindet sich ein Mieter der bereits seit 17 Jahren dort wohnt. Da unsere Tochter im nächsten Jahr (in 9 Monaten) die Schulform wechselt, sollte der Bezug auch dann erst geschehen. Der aktuelle Mieter hat sich uns gegenüber geäußert, dass er bereits eine neue Wohnung sucht. Welches Schritte müssen wir als neue Eigentümer angehen und welche Risiken sind damit verbunden wenn der Mieter bis zu unserem geplanten Umzugstermin keine Wohnung findet?

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2017 09:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Mietdauer von 17 Jahren müssen Vermieter dem Mieter bei einer Eigenbedarfskündigung eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen. Diese Zeit dürfte in der Regel reichen, eine neue Wohnung zu finden. Gelingt das nicht, ändert das nichts an der Wirksamkeit der Kündigung, der Mieter muss also dennoch ausziehen. Natürlich kann sich der Vermieter mit ihm darauf einigen, dass er ausnahmsweise noch länger in der Wohnung bleiben darf, das aber nur kulanterweise.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

am 09.09.2017 14:38

Hallo!

Ich muss nächstes Jahr wegen Eigenbedarf ausziehen. Das Haus, in dem ich wohne, wird dann abgerissen. Ich weiß noch nicht, wann ich eine neue Wohnung finde - wie ist es mit dem Zustand der alten Wohnung bei Übergabe? Muss ich tatsächlich noch streichen etc., wenn klar ist, dass das Gebäude in ca. 6 Monaten abgerissen wird?

auf Kommentar antworten

lanwarrior am 10.09.2017 15:58

kann ich mir nicht vorstellen das eine renvovierung notwendig ist wenn das gebäude sowieso dem erdboden gleich gemacht wird, aber frag doch einfach den eigenttümer oder vermieter!


Immowelt-Redaktion am 11.09.2017 10:10

Hallo Lü und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das hängt davon ab, ob eine etwaige Renovierungsklausel im Mietvertrag wirksam formuliert wurde oder nicht. Generelle Endrenovierungsklauseln, die den Mieter dazu verpflichten sollen, bei Auszug auf jeden Fall zu renovieren, sind in der Regel unwirksam. Flexible Klauseln können unter Umständen wirksam sein. Allerdings ist zumindest vorstellbar, dass Ihr Vermieter auch im Falle einer gültigen Klausel nicht auf eine Endrenovierung besteht, wenn die Immobilie ohnehin abgerissen wird. Insofern würden wir Ihnen zunächst zum Gespräch mit Ihrem Vermieter raten.

Weitere Informationen dazu, wann eine Renovierungsklausel wirksam ist und wann nicht, finden Sie auch im folgenden Artikel:
ratgeber.immowelt.de/a/renovierungsklausel-im-mietvertrag-nicht-immer-wirksam.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

aileen scheer am 07.09.2017 14:06

Hallo

Wir haben unser haus on 2 wohnungen geteielt....mittlerweile haben wir ein 2. Kind bekommen und brauchen denn platz bevor wir am ende noch ein zimmer anbauen...

Aber das schlimmste ist die mieter verhalten sich so als ob es alles ihnen gehöhrt, spricht man siedrauf an wird nur gelacht oder es kommt was doofes zurück......heute kam der hammeran der grossen ihrem fahrrad wurde was abgebrochen..weder ich , mein mann oder das kind waren es.....ich weis jetztfschon wenn wir die heute darauf ansprechen, waren sie es eh wieder nicht....( nicht das erstemal)

Mir reicht es jetzt die müssen raus!!!

Wie stelle ich das am besten an ??

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anwalt Söhnchen am 10.09.2017 16:05

sehr schwer, wir haben das selber problem, hier, fristlos kündigen wird meistens nichts bringen auser extrem viele kosten, wenn ich die wohnung für euch braucht melden eigen begründeten eigenbedarf an, das dauer zwar auch alles ewig funktioniert aber am ehesten, man kann aber soviel falsch machen glaubt mir! am besten beim einwerfen durch einen boten noch zusätzlich ein video dabei drehen und dann alles peinlich genau dokumentieren und begründen, sogar sorgfälltig die fristen wahren, irgend wann klappt es dann vielleicht durch Eigenbedarf. es gibt nichts schlimmeres als eingebildete Mieter die meinen Ihnen gehört das Haus bzw die angemietete Wohnung, man wird verrückt im Kopf wenn man solche Menschen nicht mehr aus seinem Leben bekommt. Zudem werden Sie nichts beachten und alles abstreiten oder anzweifeln wie bei uns! deswegen alles genaustens festhalten wenn eine Eigenbedarfskündigung eingeworfen wird!!!


Immowelt-Redaktion am 08.09.2017 09:11

Hallo Aileen Scheer,
das Vorgehen, wenn Sie einem Mieter wegen Eigenbedarf kündigen wollen, wird in folgendem Artikel ausführlich beschrieben: https://ratgeber.immowelt.de/a/kuendigung-wegen-eigenbedarf-so-sollten-vermieter-vorgehen.html
Herzliche Grüße,
die Immowelt-Redaktion

Sunflowershome am 04.09.2017 12:30

Hallo,

ich besitze zwei Eigentumswohnungen in einem Haus mit 40 Parteien. Eine Wohnung bewohnen mein Mann und ich selbst, eine (die kleinere) ist vermietet. Derzeit arbeitet mein Mann in einer anderen Stadt. Wir beabsichtigen, die vermietete Wohnung auch selbst zu nutzen, wenn er seine Arbeit in der anderen Stadt beendet hat, was allerdings noch zwei, drei Jahre dauern kann. Können wir Eigenbedarf anmelden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.09.2017 12:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob in dem von Ihnen geschilderten Fall eine Eigenbedarfskündigung möglich ist, ist aus der Ferne schwer zu beurteilen. Sie müssten in der Kündigung nachweisen, dass Sie die zweite Eigentumswohnung ebenfalls für sich und Ihren Mann benötigen, weil die erste allein nicht mehr ausreicht. Dabei kommt es sicher auch darauf an, wie groß die beiden Wohnungen sind.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte der Mieter sich gegen die Eigenbedarfskündigung wehren, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kelmchen am 31.08.2017 21:55

Hallo,

Das Haus der Wohnung in der ich seit über 5 Jahren lebe wurde nun von der Eigentümerin verkauft.

In dem Haus befinden sich 3 Wohnungen. Die Wohnungen im Erdgeschoss und der 1. Etage haben jeweils 3 ZKB während meine im Dachgeschoss 2ZKB hat.

Nun hat der neue Eigentümer ( Ehepaar mit 3 Kindern) bereits angekündigt wegen Eigenbedarf zu kündigen - die neuen Vermieter erwähnten, dass sie neben einem Zimmer für jedes Kind auch gerne ein Gästezimmer etc. hätten.

Prinzipiell sollte doch in den beiden Wohnungen unter mir, mit insgesamt 6 Zimmern genug Platz sein für das Ehepaar und 3 Kindern (1-4 Jahre) - macht es Sinn gegebenenfalls gegen eine Kündigung wegen Eigenbedarf vorzugehen?

Vielen Dank für eine Antwort :=)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.09.2017 09:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

so etwas lässt sich aus der Ferne leider immer nur schwer beurteilen. Sie müssten im Streitfall versuchen nachzuweisen, dass der Eigenbedarf eigentlich gar nicht besteht, was sich als schwierig herausstellen könnte. Insofern würden wir Ihnen vorab auf jeden Fall dazu raten, einen Mieterverein oder direkt einen Fachanwalt zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

lvfamily am 29.08.2017 12:29

Hallo, wir sind eine Familie mit 2 Kinder, wohnen zurzeit als Mieter in einer 80 qm Mietwohnung und würden gerne eine 92 qm Wohnung um die Ecke kaufen und einziehen.

Die Wohnung ist seit 4 Jahre an einer Frau vermietet, sie ist selbständig. Können wir sie wegen Eigenbedarf kundigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2017 14:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

mit Sicherheit lässt sich das leider vorab nie sagen. Es könnte beispielsweise sein, dass die Mieterin den Eigenbedarf anzweifelt und die Kündigung nicht akzeptiert. In der Regel erkennen die Gerichte das Recht des Eigentümers, sein Eigentum auch zu nutzen aber an, abgesehen von wenigen Härtefällen.

Eine Sonderregelung gibt es allerdings, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Engelchen am 29.08.2017 10:39

Hallo, wir haben zwei Wohnung in einem drei Familienhaus in einer Wohnen wir selber und die zweite ist derzeit vermietet, nun möchten wir die zweite Wohnung an unsere Tochter vermieten. Nun meine Frage gilt hier auch die Regelung wie in einem zwei Familienhaus, oder gilt hier auch die Regelung für eine Kündigung wegen Eigenbedarf in einem Mehrfamilienhaus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2017 13:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Sonderregelung, auf die Sie sich beziehen, existiert nur für Zweifamilienhäuser. Vermieter einer Wohnung in einem Dreifamilienhaus müssen also regulär aufgrund von Eigenbedarf kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Anjawrobel am 28.08.2017 22:14

Hallo, wir wollen das Haus, in dem wir mit unseren 2 Kindern wohnen, abreißen und neu bauen. Weiterhin besitzen wir ein vermietetes Doppelhaus. Ist es gesetzlich vertretbar, ein Mieterpaar aufgrund von Eigenbedarf zu kündigen, damit wir während der Abriss- und Bauphase ein Zuhause haben? Vielen Dank für die Antwort!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2017 08:51

Sehr geehrte Frau Wrobel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell schreibt das Gesetz nicht vor, dass der Eigenbedarf an einer Wohnung ewig anhalten muss. Eine Kündigung aufgrund von nur vorübergehendem Eigenbedarf ist also nicht ausgeschlossen. Ob eine Eigenbedarfskündigung in Ihrem Fall jedoch wirksam wäre, können wir leider aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Im Streitfall würden wir Ihnen daher die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

VerFra am 26.08.2017 11:39

Frage zum Thema Eigenbedarf und Mietzahlungen - Unser Sohn und seine Partnerin suchen seit ca. einem Jahr intensiv, aber erfolglos eine größere Wohnung (bislang ca. 65 qm). Wenn wir nun bei einer von uns vermieteten größeren Wohnung (in derselben Stadt, ca. 105 qm) den Mietvertrag wegen Eigenbedarf kündigen, um die Wohnung dann unserem Sohn und seiner Partnerin zu überlassen, können wir dann mit unserem Sohn und seiner Partnerin die gleiche Mietzahlung vereinbaren? Oder bedeutet Eigenbedarf zugleich, dass es keine gleich hohen Mietzahlungen mehr geben darf und die Mietzahlungen komplett wegfallen müssen oder zumindest deutlich reduziert werden müssen? Und wo kann ich mehr Informationen zu genau dieser Frage erhalten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.08.2017 09:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Höhe der künftigen Miete steht mit der Eigenbedarfskündigung in keinerlei zusammenhang. Sie können von Ihrem Sohn und dessen Partnerin also die höchste gesetzlich zulässige Miete verlangen oder ihm die Wohnung kostenlos überlassen, ganz wie Sie möchten.

Weitere Informationen zur zulässigen Miethöhe finden Sie auch auf dieser Seite: ratgeber.immowelt.de/mietpreisbremse.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MaRe am 23.08.2017 09:43

Wir haben die Absicht eine vermietete Eigentumswohnung in einem anderen Ort zu kaufen und wollen diese neben unserem Wohnsitz (Entfernung ca 250km) für uns nutzen um Tochter und Enkelkindern im täglichen Leben behilflich zu sein. Rechtfertigt dieses, eine Kündigung wegen Eigenbedarfs?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.08.2017 11:30

Sehr geehrte/r MaRe,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

ob eine gewünschte gelegentliche Nutzung eine Eigenbedarfskündigung rechtfertigen kann, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Nach ständiger Rechtsprechung muss eine ernsthafte Selbstnutzungsabsicht und Notwendigkeit vorliegen. Das BVerfG meint, dass unter Umständen auch eine gelegentliche Nutzung eine solche Kündigung rechtfertigen kann (Az. 1 BvR 2851/13).

Ob das in Ihrem Fall möglich ist, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Hier raten wir dazu, sich an einen Fachanwalt oder Eigentümerverein zu wenden.

Ihre

Immowelt-Redaktion

Chris19887 am 22.08.2017 15:50

Hallo,

Ich möchte in die Eigentumswohnung meiner Eltern ziehen.

Allerdings haben sich die Mieter der Wohnung nebenan, welche ebenfalls meinen Eltern gehört, geäußert, dass sie wohl in näherer Zukunft ausziehen wollen. Allerdings gibt es dazu noch kein Datum/Kündigungsschreiben o.ä. Müsste ich im Falle, dass sie kündigen, deren Wohnung beziehen, da diese vergleichbar ist?

Mfg Chris

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.08.2017 11:16

Sehr geehrte/r Chris,

vielen Dank für ihren Kommentar.

Sofern noch keine Kündigung des künftig möglicherweise auszugswilligen Mieters vorliegt, könnten Ihre Eltern zunächst wie in dem obigen Beitrag beschrieben eine Eigenbedarfskündigung für die von Ihnen gewünschte Wohnung aussprechen.

Hier ist aber nach jüngerer Rechtsprechung des BGH folgendes zu beachten: Kündigt der andere Mieter während der Kündigungsfrist seine Wohnung, so würde die ausgesprochene Eigenbedarfskündigung zwar nicht mehr unwirksam werden (Az.: VIII ZR 232/15), allerdings sollte die frei werdende Wohnung dem gekündigten Mieter dann als Ersatzwohnung angeboten werden. Ist das nicht der Fall, könnte der gekündigte Mieter nach Ansicht des BGH Anspruch auf Schadensersatz haben.

Vielleicht ist es in Ihrem Fall sinnvoll, mit beiden Mietern vorab zu sprechen, eventuell findet sich ja eine einvernehmliche Lösung.

die Immowelt-Redaktion

dieter lemke am 21.08.2017 19:35

ich lebe in einer firmenwohnung.bin schwerbehidert.bis jetzt wurde ich von adoptiertochter die auch bei krankenkasse so ausgewiesen ist betreut.diese findet nun nicht mehr statt.nach mehrmaligen auffordern (gekündigt im januar 2017)das zimmer frei zu machen da hier eine neue pflegekraft einziehen soll werde ich nur ausgelacht.sie lebt 5jahre hier.ich brauche diese neue pflegekraft dringends.was kann ich machen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.08.2017 09:06

Sehr geehrter Herr Lemke,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Hier wird es wohl auf eine Räumungsklage hinauslaufen. Ob diese vor Gericht erfolgreich wäre, können wir aus der Ferne schlecht beurteilen, es kommt hier auch darauf an, welche Vereinbarungen im Mietvertrag getroffen wurden. Wir würden Ihnen insofern raten, sich mit einem auf Mietrecht spezialisierten Fachanwalt über das weitere Vorgehen zu beraten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Blacky2006 am 20.08.2017 17:31

Hallo,

ich musste im April aus meiner Wohnung ausziehen, weil mein Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt hat. Der Sohn wollte bis Juli in die Wohnung ziehen, bis jetzt ist dies aber nicht eingetreten. Meine Frage ist nun, wie lange hat der Vermieter zeit, die Wohnung von einem Familienangehörigen beziehen zu lassen, wenn er wegen Eigenbedarf gekündigt hat.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.08.2017 09:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich spricht langer Leerstand nach einer Eigenbedarfskündigung dafür, dass diese nur vorgetäuscht gewesen sein könnte. Eine gesetzliche Regelung, wie lang die Wohnung leerstehen darf, gibt es diesbezüglich aber nicht. Im Streitfall würde ein Gericht den konkreten Fall prüfen und der Vermieter könnte unter Umständen auch schlüssig erklären, warum der Eigenbedarf nachträglich entfallen ist oder erst verspätet eintritt.

Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alex am 16.08.2017 22:14

Guten Aben,

Seit 6 Monate habe ich ein Haus gekauft mit 3 Wohnungen. Ich möchte in einer Wohnung umziehen. Die Wohnungen habe ich so zu sagen mit der Mieter gekauft. Die Wohnung, wo ich umziehen möchte, hat den Vertrag seit 2 Jahren. Ich habe ihm ein Eigenbedarfskündigung geschickt, die frist von 4 Monaten hat. Er sagte mir heute, dass ich noch nicht den Eigenbedarf anmelden darf. Was soll das sein und wie kann ich mich mit dieser Situation kümmern? Danke im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.08.2017 09:02

Hallo Alex,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Sonderregelung bei der Eigenbedarfskündigung gibt es immer dann, wenn ein Haus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen, sondern muss eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese wiederum kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden. Wenn Sie jedoch das Haus als Ganzes gekauft haben, dürfte einer Eigenbedarfskündigung nichts im Wege stehen, wenn Sie die Wohnung drigend für sich selbst oder nahe Angehörige benötigen. Sollte der Mieter sich dagegen wehren, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Amy17991 am 15.08.2017 19:20

Hallo, meine Großeltern haben einer Mieterin in Ihrem Haus wegen Eigenbedarf gekündigt, damit ich in diese Wohnung einziehen kann (9 Monate Kündigungsfrist). Fall die Mieterin schon direkt nach einem Monat auszieht, muss sie dann noch eine bestimmte Zeit lang die Miete weiter zahlen ? Ich muss selbst in meiner Wohnung eine Kündigungsfrist von 3 Monaten einhalten und kann daher auch frühestens erst nach dieser Zeit einziehen.

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.08.2017 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

auch den Mietern ihrer Großmutter steht es frei, selbst zu kündigen. Eine dreimonatige Kündigungsfrist müssen aber auch sie mindestens einhalten, unabhängig davon, wann sie aus der Wohnung ausziehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sabinearzt1977@aol.com am 12.08.2017 22:03

Hallo, ich habe vorzeitig das Haus von meinem noch lebenden Vater geerbt. Wir möchten auf Eigenbedarf kündigen und selbst einziehen. Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Wird das ohne Probleme gehen mit der Eigenbedarfskündigung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.08.2017 10:29

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn jemand eine Wohnung dringend für sich selbst oder nahe Angehörige benötigt, ist eine Eigenbedarfskündigung gerechtfertigt. Ob sie dann problemlos verläuft, lässt sich im Vorfeld schwer sagen. Der Mieter könnte beispielsweise einen besonderen Härtefall geltend machen, etwa, wenn er schwer krank ist. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Klaus am 26.07.2017 01:27

ich bin seit ueber 30ig Jahren Mieter einer Einliegerwohnung eines Einfamilienhauses,das letztes Jahr an einen neuen Besitzer verkauft wurde.Dieser teilte mir jetzt mit,dass er wahrscheinlich bald selbst die Wohnung,zum Eigenbedarf,benötigt.Meine Frage:Welche Kuendigungsfristen muss er einhalten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.07.2017 09:36

Hallo Klaus und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Mietdauer von acht Jahren und mehr gilt eine Kündigungsfrist von neun Monaten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mattia am 21.07.2017 21:28

Hallo

Ich und ein Freund von mir kaufen uns gerade ein drei Familien Haus.

Darf ich dan aus Eigenbedarf die Mieter im Erdgeschoss kündigen ?

Welche Fristen muss ich denen geben ?

Was muss ich beachten ?

Die sind sehr laut und die anderen Mieter sind da durch belästigt! Also es kommt oft die Polizei wegen lerm.

Wir müssen auch Renovierungen machen Fenstern Heizung.

Die Familie wohnen in 4zkb 2 erwachsen und 5 Kinder

Vielen danke im Voraus

Mattia

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.07.2017 11:27

Hallo Mattia und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist immer dann möglich, wenn jemand eine Wohnung dringend für sich selbs oder nahe Angehörige benötigt. Im Kündigungsschreiben sollte daher genau dargelegt werden, wer die Wohnung aus welchem Grund benötigt. Zudem sollten Mieter auf das gesetzliche Widerspruchsrecht nach Paragraph 574 des BGB hingewiesen werden. Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Dauer des Mietverhältnisses. Besteht dieses fünf Jahre oder weniger, beträgt sie drei Monate. Bei einer Mietdauer zwischen fünf und acht Jahren beläuft sie sich auf sechs Monate. Und bei einer Mietdauer über acht Jahren liegt sie bei neun Monaten.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir Ihre Lage nicht genau kennen und daher nicht genau beurteilen können, ob eine Eigenbedarfskündigung im Einzelfall durchsetzbar ist. Sollte es zum Streit mit den Mietern kommen empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

H.Tuxhorn@web.de am 20.07.2017 13:54

Meine Tochter hat sich eine Eigentumswohnung gekauft die zur Zeit noch vermietet ist. Sie möchte nun bei uns ausziehen ( Elternhaus) und in Ihre Eigentumswohnung selbst einziehen. Der Mieter wohnt dort bereits seit 6 Jahren. Was muss Sie für das Kündigungsschreiben beachten ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.07.2017 15:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

neben der Einhaltung der entsprechenden Kündigungsfristen sollte aus dem Kündigungsschreiben hervorgehen, wer die Wohnung beziehen möchte. Zudem sollten die genauen Gründe geschildert werden, aus denen sich der Wohnbedarf ergibt. Zudem sollten der Mieter auf sein gesetzliches Widerspruchsrecht gemäß Paragraph 574 des Bürgerlichen Gesetzbuchs hingewiesen werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mari am 11.07.2017 17:42

Hallo,

wir (Frau, Mann, 1 Kind) wohnen zur Zeit in einer 4 Zimmer-Wohnung in einem 4-Parteienhaus. Das Haus gehört mir.

Eigentlich wollten wir selbst ein Haus im Ort bauen. Das hat azs diversen Gründen nicht geklappt.

Mein Mann benötigt gelegentlich ein Arbeitszimmer zu Hause. Und in Naher Zukunft ist noch weiterer Nachwuch (noch 1-2 Kinder) geplant.

Nun kamen wir auf die Idee unsere Wohbung mit der darubter luegenden (2 Zimmer Wohnung) zusamnen zu legen.

Der aktuelle Mieter hat einen Sohn der im Ort jetzt in die Schule kommt.

Wird die Eigenbedarfskündigung ohne Orobleme durch gehen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.07.2017 08:56

Hallo Mari und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider vorab mit Sicherheit fast nie sagen. Im Streitfall erkennen die Gerichte das Recht des Eigentümers, sein Eigentum auch selbst zu nutzen, aber durchaus an. Uns wäre auch kein Urteil bekannt, mit dem ein Gericht entschieden hätte, dass ein einzuschulender Sohn eine Härte darstellt, die eine Eigenbedarfskündigung ausschließt.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Eigenbedarfskündigung haben, empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lilly am 09.07.2017 16:51

Hallo, wir haben die Kündigung bekommen bzgl Eigenbedarf des Vermieters zum 31.12.17! Die Frist von 6 Monaten hat er eingehalten. Da es für uns als Familie mit 6 Kindern sehr schwer ist was neues zu finden, haben wir uns direkt auf die suche gemacht und auch was gefunden zum 1.08. Jetzt ist unser Vermieter der Meinung wir müssen noch 3 Monate Kündigungsfrist einhalten! Wie soll das gehen? Wir können doch nicht 3 Monate doppelt miete zahlen, zumal er das Haus wegen Trennung ja für sich und sein Kind braucht!

auf Kommentar antworten

Meenzerin am 04.07.2017 12:28

Hallo, meine Eltern haben mir im Dezember 2015 eine Wohnung überschrieben. Die Wohnung ist seit Mai 2015 vermietet. Ich selbst bzw. meine Familie bewohnt derzeit ein Reihenhaus, dass mit dem Auszug unserer Tochter im Frühjahr 2018 für meinen Mann und ich zu groß wird, wir uns deshalb gerne verkleinern und das Haus verkaufen möchten. Aufgrund dessen möchte ich dem Mieter, der in der mir überschriebenen Wohnung wohnt, wegen Eigenbedarfs kündigen. Da er erst knapp 2 Jahre in der Wohnung wohnt, hätten wir eigentlich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, würde ihm aber eine Frist von 5 Monaten einrichten, weil es uns ja dieses Jahr nicht mehr pressiert. Muss ich, außer der Angabe meines Grundes und der Kündigungsfrist, noch irgendetwas anderes beachten? Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen. Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.07.2017 14:01

Hallo Meenzerin,

neben den genauen Gründen und der Kündigungsfrist sollten im Kündigungsschreiben noch die Personen genannt werden, die in die Wohnung ziehen werden. Zudem empfiehlt sich der Hinweis auf das gesetzliche Widerspruchsrecht des Mieters gemäß Paragraph 574 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) sowie die Form- und Fristerfordernis: Der Mieter muss seinen Widerspruch spätestens zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses schriftlich erklären.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Dolores23 am 01.07.2017 21:47

Hallo, wir wohnen in einem drei Parteien Haus im EG seit 2 Jahren. Seit 1 Jahr wohnt der Vermieter über uns. Nun möchte er allerdings aus angeblich gesundheitlichen Gründen in unsere Erdgeschoss Wohnung ziehen. Wir könnten somit laut ihm ja Wohnung tauschen.

Dies kommt wahrscheinlich für uns nicht in Frage.

Was gilt nun wenn die schriftliche Kündigung kommen sollte für eine Frist ?

3 Monate + 3 Monate oder regulär 3 Monate ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.07.2017 09:37

Hallo Dolores,

in diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist für eine Eigenbedarfskündigung in der Regel die gesetzlichen drei Monate.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elena am 24.06.2017 16:07

Meine Eltern haben ihren Mietern wegen Eigenbedarf gekündigt und dieses haben auch bereits ein anderes Haus gefunden in das sie zum August einziehen werden.

Ist es für meine Eltern möglich, das Haus aus persönlichen Gründen nun doch nichts selbst zu beziehen und es evtl zu verkaufen? Ich gehe nicht davon aus, dass die Mieter ihren Auszug rückgängig machen würden.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.06.2017 09:01

Hallo Elena,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Prinzipiell ist dieses Vorgehen für Ihre Eltern schon möglich. Unter Umständen könnten die bisherigen Mieter allerdings nachträglich die Rechtmäßigkeit der Eigenbedarfskündigung anzweifeln und Schadensersatz für eine möglicherweise teurere Miete in der neuen Wohnung verlangen. Ob dies geschieht oder nicht, lässt sich vorab jedoch nicht sicher sagen.

Bitte beachten Sie zudem, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Darüber hinaus dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Reinsteiner am 21.06.2017 14:25

Hallo,

wir haben vor knapp 3 Jahren einen Mitvertrag im Namen meiner Mutter abgeschlossen. Die Mieteinnahmen wurden benötigt um die Kosten im Pflegeheim, in dem meine Mutter lebte zu tragen. Vor einigen Monaten ist meine Mutter verstorben und das Haus ging in eine Erbengemeinschaft (Kinder) über. Ein Erbe möchte nun die Wohnung/Haus übernehmen, die Miterben auszahlen und mit ihrem Partner und Baby selber einziehen.

Ist dies Grund genug für eine Eigenbedarfskündigung?

Über ein kurzes Feedback würde ich mich sehr freuen.

auf Kommentar antworten

Reinsteiner am 21.06.2017 14:29

Die aktuelle Wohnung ist für drei Personen zu klein und ein Umzug ist zwingend erforderlich!


Immowelt-Redaktion am 21.06.2017 16:19

Hallo Reinsteiner und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn ein Wohnungseigentümer eine Wohnung dringend für sich selbst und seine Familie braucht, ist eine Eigenbedarfskündigung in der Regel wirksam. Ihren Einzelfall können wir aber aus der Ferne nur schwer beurteilen. Sollte es zum Konflikt mit den Mietern kommen, empfehlen wir daher eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Susi am 17.06.2017 23:14

Hallo,mein Mann ,ich und unsere 3 Kinder haben eine Kündigung bekommen wegen Eigenbedarf. Wohnen auch schon 10 Jahre im Haus der Vermieter selber 2 Jahre . Problem bei uns,wir finden keine Wohnung für eine 5 köpfige Familie. Was tun? Der Vermieter selber hat wohl auch nichts. Mit angegeben hat er,sein Bruder zieht ein. Darf eine Person so eine große Wohnung nutzen?

auf Kommentar antworten

Susi am 19.06.2017 20:27

Darf der Vermieter und auch dann kündigen, wenn er angibt sie als Büro Räume zu verwenden?


Immowelt-Redaktion am 20.06.2017 09:05

Hallo Susi,

eine Eigenbedarfskündigung ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn die Wohnung für Wohnzwecke benötigt wird. Eine Eigenbedarfskündigung zur gewerblichen Nutzung sieht das Gesetz nicht vor.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Reinsteiner am 21.06.2017 14:28

Die aktuelle Wohnung ist für drei Personen zu klein und ein Umzug ist zwingend erforderlich!


Immowelt-Redaktion am 19.06.2017 12:52

Liebe Susi,

besten Dank für Ihren Kommentar. Generall darf der Vermieter eine Kündigung wegen Eigenbedarf aussprechen. Allerdings kann der Mieter gemäß § 574 Abs.1 BGG Widerspruch einlegen, wenn die Kündigung für ihn und seine Familie einen besonderen Härtefall darstellt - beispielsweise wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann. Allerdings müssen Mieter in diesem Fall unter anderem nachweisen können, dass sie alle ihnen möglichen - sowohl persönlich sowie wirtschaftlich zumutbaren Bemühungen unternommen haben, um angemessen Ersatzwohnraum zu finden. Dabei muss die Wohnungssuche zeitnah nach der Kündigung erfolgen und der Mieter muss seine Bemühungen, eine neue Wohnung zu finden, vor Gericht beweisen können. Inwieweit allerdings ein Härtefall in Ihrem besonderen Fall vorliegt, können wir aus der Ferne pauschal leider nicht beurteilen. Da wir zudem keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen den Gang zum Mieterverein oder Rechtsanwalt empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Gummibärchen am 14.06.2017 20:39

Ich wohne seit zwei Jahren in einer Einzimmerwohnung. Die Wohnung wurde kurz vorher von der Eigentümerin gekauft, die meinte, es wäre zur Geldanlage und eventuell später für die Tochter, die aber erstmal studieren wolle. Nun habe ich die Kündigung wegen Eigenbedarf bekommen, weil die Tochter doch nicht im Ausland ist und jetzt bei den Eltern ausziehen will. Ist das so rechtens?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.06.2017 09:00

Guten Morgen Gummibärchen,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Gemäß einem BGH-Urteil (04.02.2015- VIII ZR 154/14), ist dem Vermieter kein rechtsmissbräuchliches Verhalten vorzuwerfen, wenn er den Mieter beim Vertragsabschluss darüber aufgeklärt hat, dass er entschlossen ist oder erwägt, die Wohnung in absehbarer Zeit selbst zu nutzen oder einem Angehörigen zu überlassen. Eine genaue Defintion von 'absehbarer Zeit' müsste in diesem Kontext geklärt werden. Da wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zum Fachanwalt oder Mietverein empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Sarah am 12.06.2017 10:11

Hallo, ich hätte eine frage bzgl. der Regelung bei einem Zweifamilienhaus. Ist es auch möglich zu kündigen, wenn beispielsweise ein Kind in der einen Wohnung wohnt und eine Vollmacht vom Vermieter erhält um die andere Wohnung zu kündigen da der Vermieter selbst nicht im Haus wohnt?

Vielen Dank

Sarah M.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.06.2017 11:33

Liebe Sarah,

besten Dank für Ihren Kommentar. Wenn der Vermieter nicht im Zweifamilienhaus wohnt, liegt bezüglich Eigenbedarf kein Sonderfall vor. Entsprechend gilt das normale Mietrecht. Dies bedeutet, dass der Vermieter einen Eigenbedarf nach den gesetzlichen Kriterien anmelden und die gesetzlichen Kündigungsfristen einhalten muss. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zu Eigentümervereinen wie Haus + Grund empfehlen möchten.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Monika am 01.06.2017 09:39

Hallo,

wir wollen eine Wohnung kaufen wo aber noch Mieter drinne sind. Gestern haben wir die Wohnung besichtigt und Sie scheinten nicht wirklich zu wissen dass Sie irgenwann in der nähen Zukunft raus müssen. Der Makler hat uns gesagt dass Denen vorgeschlagen wurde die Wohnung zu kaufen aber dass wollten Sie nicht. Bei was müsste ich hier aufpassen wenn wir die Wohnung kaufen würden, damit ich auch schnell (in 3 Monaten/Sie sind Mieter seit 2,5 Jahren) die Mieter raus kriege.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.06.2017 12:07

Hallo Monika,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ratsam ist es, sich vorab den Mietvertrag anzusehen, um auszuschließen, dass hier möglicherweise ein Kündigungsverzicht vereinbart wurde. Dem Noch-Eigentümer der Wohnung müsste der Vertrag vorliegen. Die Mieter könnten der Eigenbedarfskündigung zudem widersprechen, wenn dieser für sie eine unzumutbare Härte darstellt. Das ist etwa bei schwerer Krankheit der Fall oder falls jemand gerade kurz vor dem Abschluss einer Berufsausbildung steht. Wenn Sie die Wohnung tatsächlich für sich oder nahe Angehörige benötigen, steht einer Eigenbedarfskündigung mit dreimonatiger Kündigungsfrist ansonsten im Grunde nichts im Wege.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Streit mit dem Mieter kommen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wilfried Schwarz am 30.05.2017 13:05

Hallo,wir wohnen in einer Dachgeschoss Wohnung,der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet.Die mittlere Wohnung im Haus ist frei und er könnte ja dort einziehen,darf er überhaupt für unsere Wohnung Eigenbedarf Anmeldung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.05.2017 13:44

Sehr geehrter Herr Schwarz,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Für den Fall, dass der Vermieter eine Alternativwohnung hat, die er dem Mieter anbieten kann, muss er auch dies laut Rechtsprechung im Kündigungsschreiben erwähnen. Gleichzeitig sollte er die Gründe nennen, wieso ebendiese Wohnung für ihn selbst nicht geeignet ist. Wenn Sie von einer freien Wohnung in ihrem Haus wissen, würden wir Ihnen daher empfehlen, Ihr Kündigungsschreiben einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung und erfahren, wie Sie am besten weiter vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alfred/Antje am 29.05.2017 06:07

mein Ehemann (63) und ich (54) wohnen in einem 3 Familienhaus in der Kellerwohnung, die an uns vermietet ist, Besitzer sind Tochter und Schwiegersohns meines Ehemannes. Nun muss das Haus verkauft werden, da die Raten aus Privatgründen nicht mehr bezahlt werden. Die neue Eigentümerin möchte unsere Kellerwohnung an eine Freundin vermieten, die hier eine Tierarztpraxis errichten möchte. Wir sollen bis spätestens 1.03.2018 ausgezogen sein, die Miete soll ab Verkaufsdatum um € 500 erhöht werden, da sie im Moment nicht dem Mietspiegel von FFB entspricht. Die letzte Mieterhöhung um € 50 erfolgte vor 3 Monaten. Ist das in dem Umfang so einfach möglich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2017 10:43

Hallo Antje und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Vermieter kann eine Wohnung nur dann wegen Eigenbedarf kündigen, wenn er sie drigend für sich selbst oder nahe Angehörige zu Wohnzwecken benötigt. Die Wohnung an eine Tierarztpraxis zu vermieten, wäre aber eine gewerbliche Nutzung, die Freundin ist darüber hinaus keine nahe Angehörige.

Auch bei der Mieterhöhung müssen sich Vermieter an gewisse Regeln halten. Sie dürfen die Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 Prozent erhöhen, auch wenn die ortsübliche Vergleichsmiete noch nicht erreicht ist. Diese gesetzlich vorgeschriebene Kappungsgrenze wurde von elf Bundesländer für bestimmte Städte und Gemeinden zudem auf 15 Prozent gesenkt.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

luca1912 am 28.05.2017 15:16

Ich bin mit meinem Lebensgefährten seit 2 wochen zusammengezogen, jedoch harmoniert es überhaupt nicht totaler nervenkrieg.ich habe mein Eigenheim vermietet seit 7 monaten kann ich darauf hoffen in mein haus wieder einziehen zu können wegen Eigenbedarf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2017 10:14

Hallo Luca,

eine solche Eigenbedarfskündigung ist in der Regel möglich. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heidi am 15.05.2017 21:54

Ich mußte meiner Mieterin nach 2 Jahren Mietzeit wg. Eigenbedarf kündigen, weil sich meine Eltern trennten und ich die Wohnung meiner Mutter überließ. Nun finden die zwei nach 3 Monaten wieder zueinander und meine Mutter zieht wieder zu ihrem Mann. Kann ich die Wohnung nun wieder zur Vermietung ausschreiben oder bekomme ich Schwierigkeiten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.05.2017 10:40

Hallo Heidi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Mieter können nur dann Schadensersatzansprüche geltend machen, wenn der Eigenbedarf bei einer Eigenbedarfskündigung nur vorgetäuscht war. War das nicht der Fall, haben Vermieter in der Regel auch nichts zu befürchten, wenn Sie die Wohnung zu einem späteren Zeitpunkt erneut vermieten.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Samira am 15.05.2017 10:38

Hallo,

meine Tochter möchte eine Eigentumswohnung erwerben, in der ich (die Mutter) mit meinem Sohn (Student) wohnen soll. Die Wohnung ist jedoch seit fünf Jahren vermietet. Reichen als Gründe für die Kündigung wegen Eigenbedarf, dass ich

1. aus meiner derzeitigen Mietwohnung, die nach dem Tod meines Mannes viel zu groß für mich und meinen Sohn geworden ist, ausziehen und in die Eigentumswohnung ziehen möchte,

2. ich schwerbehindert bin und mitunter auf die Betreuung einer Angehörigen, die in der Nähe der Eigentumswohnung wohnt, angewiesen bin,

3. die Eigentumswohnung als Alterssitz gedacht ist ?

Vielen Dank für Ihre Antwort,

mfg

Samira

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.05.2017 09:04

Hallo Samira,

besten Dank für Ihren Kommentar. Ein Vermieter hat das Recht, wegen Eigenbedarf zu kündigen und für sich, Familienmitglieder (Eltern, Kinder, Enkel oder Großeltern) oder Angehörige des Haushalts (Pflegepersonal) zu beanspruchen. Grundsätzlich müssen die gesetzlichen Kündigungsfristen eingehalten werden. Die Gründe für Eigenbedarfskündigung müssen klar und nachvollziehbar im Kündigungsschreiben angegeben werden. Unter Umständen ist hier die Hilfe eines Experten (Anwalt, Eigentümerverband) hilfreich, um Fehler zu vermeiden.

Allerdings gibt es einen Sonderfall: Wurde ein reines Mietshaus während der Mietzeit des aktuellen Mieters rechtlich in eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) umgewandelt, gibt es eine Kündigungssperrfrist von mindestens drei Jahren. Mehr Infos finden Sie in diesem Beitrag über Kündigungssperrfrist.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Kirsyma am 10.05.2017 13:26

Hallo,

ich habe seit dem 01.04.2017 eine neue Wohnung (barrierefrei). Da ich dem Vermieter bei Unterzeichnung schon mitgeteilt habe, das ich Probleme mit dem Knie habe und über kurz oder lang ein künstliches Knie bekomme, habe ich den Zuschlag für diese Wohnung bekommen.

Nun ist der Vermieter selbst erkrankt und fordert das ich die Wohnung wieder frei mache, da er eventuell in 3-5 Jahren im Rollstuhl sitzen könnte.

Er hat mir eine andere Wohnung im 1. Stock angeboten, die mir aber überhaupt nicht zu sagt.

Welche Möglichkeiten habe ich, meine Wohnung zu behalten?

Kann er mich nach 5 Wochen auffordern die Wohnung zu räumen?

So ein Umzug ist ja immer mit Kosten verbunden.

Und wenn ich ausziehen muss, kann ich Entschädigung fordern?

LG Kirsyma

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.05.2017 13:49

Hallo Kirsyma und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell hat ein Vermieter das Recht, eine Wohnung aufgrund von Eigenbedarf zu kündigen, wenn er die Wohnung für sich selbst dringend benötigt. Laut Auffassung des Bundesgerichtshofs ist eine solche Eigenbedarfskündigung nur dann rechtsmissbräuchlich, wenn der Vermieter zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bereits entschlossen war oder zumindest erwogen hat, die Wohnung selbst in Gebrauch zu nehmen (Az.: VIII ZR 154/14). Ob das in Ihrem Fall so ist, können wir aus der Ferne allerdings leider nicht beurteilen.

Wir würden Ihnen daher raten, Ihren Mietvertrag sowie das Kündigungsschreiben einem Mieterverein vor Ort oder einem Fachanwalt vorzulegen. Dort kann geprüft werden, ob die Kündigung wirksam ist und ob sie tatsächlich ausziehen müssen. Gegebenenfalls können Sie sich mit dem Vermieter auch auf einen Kompromiss einigen, so dass er beispielsweise für Ihren Umzug aufkommt. Das ist dann allerdings Verhandlungssache zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jase am 02.05.2017 14:23

Hallo,

ich und mein Freund möchte bald ein Einfamilienhaus (150 qm) kaufen,

dieses ist jedoch an eine Familie mit 2 kleinen Kindern (ca. 5+12) vermietet.

Ich habe gelesen das man einen genauen Grund für die Kündigung schreiben muss, hier würde der Grund Eigenbedarf nicht ausreichen.

Welchen Grund können wir hier in die Kündigung schreiben?

Wir möchten einfach nur zu 2 (erstmal) in unserem Eigentum wohnen, dies würde wahrscheinlich aber nicht für die Kündigung ausreichen.

Der Markler meinte nur das diese Familie min. 1 Jahr darin wohnen bleiben wird.

LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.05.2017 15:37

Hallo Jase und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es ist richtig, dass jemand, der einen Mietvertrag aufgrund von Eigenbedarf kündigen möchte, die genauen Gründe darlegen sollte, warum er das Haus für sich oder seine Familie benötigt. Ein solcher Grund könnte beispielsweise auch geplanter Nachwuchs sein. Je nachdem, wie lange die Familie bereits im Haus wohnt, gelten bestimmte Kündigungsfristen. Bei einem Mietverhältnis, das bis zu fünf Jahren andauert, beträgt die Frist drei Monate, wohnt die Familie zwischen fünf und acht Jahren in der Immobilie sechs Monate und wohnt sie länger als acht Jahre im Haus, neun Monate.

Zudem kann ein Mieter einer Kündigung immer widersprechen, wenn diese für ihn eine unzumutbare Härte darstellt. Das könnte beispielsweise bei schwerer Krankheit der Fall sein oder wenn er durch einen Umzug beruflich erheblich beeinträchtigt wäre. Die einfache Tatsache, dass es sich bei den Mietern um eine Familie mit zwei Kindern handelt, reicht allerdings in der Regel nicht aus, um einer Eigenbedarfskündigung wirksam zu widersprechen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Deshalb und weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen empfehlen wir Ihnen im Streitfall die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bine am 30.04.2017 18:38

Hallo,

ich habe mir eine noch vermietete Eigentumswohnung gekauft.

Diese habe ich ihm zum 31.06.2017 mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten schriftlich mit Grund von meinem Notar/Anwalt zustellen lassen.

Der Mieter befindet sich zu dieser Zeit in einer beruflichen Prüfungssituation (Meisterprüfung).

Der Mieter ist zu einem Anwalt gegangen - ein Wohnungswechsel könnte wegen unzumutbarer Härte in diesem Zeitpunkt nicht stattfinden. Erst nach abgeschlossener Prüfung.

Die Beenigung des Mietvertrages und Räumung des Mietobjektes könnte dementsprechend erst zum 01.11.2017 erfolgen.

Was ist, wenn er die Prüfung nicht besteht?

Muss ich bei einer ggf. gütlichen Einigung der Fristverlängerung zum 01.11.2017 eine neue Kündigung ausschreiben?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.05.2017 09:01

Hallo Bine,

tatsächlich kann das Ablegen einer Prüfung im Rahmen einer Berufsausbildung für den Mieter eine Härte darstellen, die einen Widerspruch gegen die Kündigung rechtfertigt. Der Vermieter kann dem Mieter in diesem Fall aber auch eine längere Kündigungsfrist einräumen, so dass er die Wohnung erst nach abgelegter Prüfung räumen muss. Uns wäre allerdings aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, dass sich mit der Frage beschäftigt hat, was in einem solchen Fall geschieht, wenn der Mieter die Prüfung nicht besteht. In diesem Fall müsste die Sachlage sicher neu geprüft werden. Ein neuerliches Kündigungsschreiben wäre nach gütlicher Einigung mit dem Mieter aber wohl allein sicherheitshalber ratsam.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Im Zweifel empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jojo am 12.04.2017 11:18

Hallo, ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

ich möchte mir ein Haus kaufen das zurzeit vermietet ist und auch darin selbst wohnen, jedoch wohnt dort seid 4 Jahren eine Frau+ Mann mit 2 Kindern die dort nicht ausziehen möchte.

Was muss ich hier berücksichtigen? Ich würde ihr auch 6 Monate zeit geben um eine neue Wohnung zu finden. Könnten böse Überraschungen auf mich zukommen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.04.2017 11:59

Hallo Jojo,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn jemand ein Einfamilienhaus kauft, das aktuell vermietet ist, ist in der Regel eine Eigenbedarfskündigung möglich. Natürlich kann sich der aktuelle Mieter dagegen zur Wehr setzen, etwa in dem er argumentiert, dass ein Umzug eine unzumutbare Härte für ihn darstellen würde. Das wäre allerdings in den meisten Fällen nur bei schwerer Krankheit oder einer Körperbehinderung der Fall. Wenn sich der Mieter dennoch weigert, auszuziehen, müsste der Vermieter seine Ansprüche im Zweifel mit einer Räumungsklage beim zuständigen Amtsgericht durchsetzen. In vielen Fällen ist es aber möglich, sich gütlich zu einigen, beispielsweise durch eine Verlängerung der Kündigungsfrist, wie von Ihnen vorgeschlagen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Jojo am 12.04.2017 12:21

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Wie lange kann sich denn sowas hin ziehen wenn die Mieterin einen Wiederspruch einlegt da Sie z.B. angeblich keine geeignete Wohnung findet?

Freundliche Grüße


Immowelt-Redaktion am 12.04.2017 14:17

Hallo Jojo,

dass ein Mieter keine geeignete neue Wohnung findet, dürfte vor Gericht in der Regel nicht ausreichen, um die Wirksamkeit einer Eigenbedarfskündigung auszusetzen. Wie lange dann eine Räumungsklage dauern würde, lässt sich leider nicht pauschal sagen. Je nach Auslastung des zuständigen Amtsgerichts kann sich das von Ort zu Ort stark unterscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Eddy am 11.04.2017 21:44

Ich habe soeben eine Räumungsklage weil der Vermieter angeblich die Mutter wohnen lassen wollte die dann auch ausgesagt hat.

Das Verhältnis war nicht gut und Vermieter wollte mich raus haben und hatte einen Prozess verloren wegen Mieterhöhung und hat mich dann wegen Eigenbedarf gekündigt.

Nun habe ich das Urteil das es rechtens ist. Habe 2 Kinder finde keine Wohnung und alles nur deprimierend.

auf Kommentar antworten

Nicole2796 am 11.04.2017 11:27

Hallo, ich bin im Moment am überlegen, ob ich ein Haus kaufe. Das Haus besteht aus vier Wohnungen. Eine Wohnung steht leer und die anderen drei sind vermietet. Wenn ich das Haus kaufe würde das Objekt komplett von meiner Familie (Bruder und Schwester meiner Schwägerin) bewohnt werden. Kann ich die drei Pateien bei Kauf des Hauses auf Eigenbedarf kündigen und wenn ja mit welcher Frist? Danke für eure Hilfe!!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.04.2017 11:49

Hallo Nicole,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eigenbedarfskündigungen für nahe Verwandte sind prinzipiell möglich. Die Kündigungsfristen hängen von der Dauer ab, die die Mieter bereits in die Wohnungen leben. Bei bis zu fünf Jahren beträgt die Frist drei Monate, bei zwischen fünf und acht Jahren sechs Monate. Wohnen die Mieter bereits acht Jahre oder länger in der Wohnung, liegt die Frist bei neun Monaten.

Bitte beachten Sie noch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

melissa175 am 11.04.2017 02:28

Ich vermiete seit kurzem zwei Zimmer in meiner Wohnung und ein eigenes Bad dazu an einen Mitbewohner. Mein Freund und ich wollen im Sommer/ Herbst in dieser Wohnung zusammen ziehen- das wurde dem Mieter auch bei der Besichtigung schon gesagt. Allerdings wurde auchgesagt, dass dies auf sein Mietverhältnis keine Auswirkungen haben würde, da wir seine Zimmer im Dachgeschoss dann nicht brauchen würden. Nun würde ich ihm aber gerne bis Ende Juli wegen Eigenbedarfs kündigen weil sich in Gesprächen mit meinem Freund ergeben hat dass er für seine Promotion doch ein Büro zuhause braucht. Ist dies problematisch ? Was sollte beachtet werden ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.04.2017 11:23

Hallo Melissa,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich ist eine Eigenbedarfskündigung für nahe Verwandte oder Angehörige des eigenen Haushalts möglich. Wenn Ihr Lebensgefährte aktuell nicht bei Ihnen wohnt, könnte der Mieter die Rechtmäßigkeit der Eigenbedarfskündigung anzweifeln. Bevor Sie die Kündigung aussprechen würden wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Stefan am 09.04.2017 20:52

Hallo,

ich bewohne derzeit eine Wohnung in einem Wohnhaus mit 5 Wohnungen. Da ich mehr Platz benötige, werde ich dem Mieter mit der größten Wohnung kündigen. Muss ich ihm meine bisher bewohnte Wohnung anbieten? Wenn der bisherige Mieter zum 31.07.17 auszieht, dann werde ich erst im Laufe des Monats August einziehen, da ich die Wohnung in meinen Wunschfarben erst streichen möchte und danach muss ich in der alten Wohnung auch noch Schonheitsreparaturen durchführen.

Wie seht ihr das?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.04.2017 10:55

Hallo Stefan,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Für den Fall, dass der Vermieter zum Zeitpunkt der Eigenbedarfskündigung eine Alternativwohnung hat, die er dem Mieter anbieten kann, muss er auch dies laut Rechtsprechung im Kündigungsschreiben erwähnen. Gleichzeitig sollte er die Gründe nennen, wieso ebendiese Wohnung für ihn selbst nicht geeignet ist.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

1111111 am 08.04.2017 19:35

Kann ich dem Mieter wegen starten unangenehmen Gerüchen die bis in den Flur riechen und starken Verschmutzungen im Bad und Zimmer,sowie ständig offene Haustür da er im Alkoholismus sich daneben benimmt ,mich bedroht und ich daher schon die Polizei rief,diesen Mieter fristlos kündigen,den bei Mietabschluß war auch nicht bekannt das er Raucht und ein AlkoholProblem hat.Er wurde auf Gerüche und Verunreinigungen mehrmals angesprochen,stellt sie aber nicht ab.Ich habe Angst vor diesem Mieter.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.04.2017 10:01

Hallo 1111111,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Mieter den Hausfrieden erheblich stört, kann dies durchaus ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Ob das in Ihrem Fall gegeben ist, können wir aus der Ferne aber leider nicht beurteilen. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir empfehlen Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heipit am 06.04.2017 11:39

Kann man den Mieter wegen Lärmbelästigung seines Hundes sowie die Verunreinigung des Gartens durch Hundekot, obwohl der Mieter eine Zusage gemacht hat, dies zu beseitigen aber den Termin nicht eingehalten, wenn man für beide Sachen jeweils eine Abmahnung geschrieben hat, wäre das ein weiterer Kündigungsgrund obwohl der Mieter einen 1 Jahres Mietvertrag hat?

Was kann man dagegen tun. Im Mietvertrag ist unter §9 Pkt3 die Haltung von Kleintieren nach Absprache erlaubt, diese Mieterin hat jedoch einen Hund in der Größe eines Schäferhundes, der zudem ständig bellt und den ganzen tag alleine in einer 60qm Wohnung hockt

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 15:11

Hallo Heipit,

eine ständige Störung des Hausfriedens, etwa durch Hundekot oder dauernden Lärm, kann unter Umständen der Grund für eine fristlose Kündigung sein. Leider können wir das Thema abschließend aus der Ferne aber nicht beurteilen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heipit am 06.04.2017 09:21

Hallo

ich habe ein 2Fam.Haus beide Wohnungen zurzeit vermietet. Aufgrund von Trennung habe ich eine Notsituation und keine Bleibe, ich baue gerade das Dachgeschoss aus aber bus zur absoluten Feritigstellung dauert es noch. Meine mittlere Mieterin hat mir Küche und bad zue Mitbentzung angeboten, schlafen tue ich im Dachgeschoss/Baustelle. Der anderen Mieterin habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt. Sie wohnt 6 Monate bei mir und hat einen 1 Jahresvertrag. Der Eigenbedarf wurde durch den Mieterbund angezweifelt, sowie der Wohnungsnotstand und sie hat einen Hund und würde aufgrund dessen keine Wohnung finden. Ich brauche die Wohnung ganz dringend. Muss ich mich an den jahresvertrag halten??

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 10:39

Hallo Heipit,

wenn Vermieter und Mieter einen Mietvertrag mit beidseitigem Kündigungsverzicht abschließen, sind daran beide Parteien gebunden, auch bei Eigenbedarf des Vermieters. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher die Beratung durch einen Anwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

JohannaKoch am 05.04.2017 11:49

Guten Tag,

ich bewohne seit 17 Jahren ein Haus. Das Dachgeschoss habe ich untervermietet.

In meinem Mietvertrag ist geschrieben, dass eine Kündigungsfrist von 12 Monaten besteht, nach mehr als 10jähriger Mietdauer.

Nun ist das Haus verkauft worden und eine Eigenbedarfskündigung ist erfolgt. Diese Kündigung ist auf 9 Monate befristet.

1. Ist die Kündigung wirksam?

2. Muss ich den Vermieter auf den späteren Auszug (nach12 Monaten) aufmerksam machen?

3. Wann muss ich meinen Untermieter mitteilen bzw. kündigen, dass er ausziehen muss, da er eine kürzere Kündigungsfrist von 3 Monaten hat?

LG Johanna Koch

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.04.2017 14:02

Sehr geehrte Frau Koch,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn der Vermieter das Haus auch wirklich für sich selbst oder einen nahen Angehörigen benötigt, ist die Eigenbedarfskündigung wirksam. Allerdings gilt die im Mietvertrag vereinbarte Kündigungsfrist. Es empfiehlt sich, den Vermieter darauf aufmerksam zu machen.

Das Auflösen eines Untermietvertrags aufgrund der Kündigung des Hauptmietvertrags ist ein recht komplexes Thema, da für Untermietverträge prinzipiell die gleichen Gesetze gelten wie für Hauptmietverträge. Das bedeutet: Ohne ein berechtigtes Interesse kann auch ein Untermietvertrag nicht gekündigt werden. Rechtlich letztinstanzlich ungeklärt ist die Frage, ob die Beendigung des Hauptmietverhältnisses ein solches berechtigtes Interesse ist. Für Mieter, deren Hauptmietvertrag gekündigt wurde, ist es daher am geschicktesten, sich mit dem Untermieter darauf zu einigen, dass dieser spätestens mit dem Auszug des Hauptmieters auch aus der Wohnung auszieht. Eine formelle Kündigung sollten Mieter schon sechs Monate vor dem angepeilten Auszugstermin aussprechen, da für Untermietverhältnissen unter gewissen Umständen eine um drei Monate verlängerte Kündigungsfrist angenommen werden kann.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

baer03 am 31.03.2017 21:55

Ich habe ein Haus gekauft. Beide Mietparteien habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt. Einen Einspruch habe ich erhalten, es sei keine vergleichbare Wohnung zu finden. Ich möchte gerne bei der Wohnungssuche helfen. Wie weit entfernt vom jetzigen Wohnort ist den zumutbar? Welche Preise sind zumutbar? Wenn ich Wohnungen gefunden habe und der Mieter der Sache nicht nachgeht, wann kann ich dann und welche Maßnamen einleiten? (Anwalt-Räumungsklage oder änliches) Bitte die Reihenfolge der Maßnamen mit Zeitfenster erklären.

Vielen Dank im voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2017 09:01

Hallo baer03,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn eine Eigenbedarfskündigung wirksam ist, ist es Sache des Mieters, sich um eine neue Wohnung zu kümmern. Der Vermieter ist nicht dazu verpflichtet, dabei zu helfen. Zieht der Mieter nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht aus der Wohnung aus, kann der Vermieter beim zuständigen Amtsgericht Räumungsklage erheben.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

lyknorr am 08.03.2017 15:25

Hallo,

unsere Familie möchte ein Haus kaufen, unzwar ein Reihenendhaus und das danebenliegende Reihenmittelhaus. Das Endhaus ist bezugsfertig, das Mittelhaus seit über 20 Jahren an ein Ehepaar vermietet. Auf absehbare Zeit werden wir uns um die Eltern meines Mannes kümmern müssen, daher sollen sie ins Mittelhaus ziehen. Gilt bei der Kündigung auf Eigenbedarf die Regelung für ein Zweifamilienhaus? Ist die Pflege der eigenen Elern ein ausreichender Kündigungsgrund?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.03.2017 15:40

Hallo lyknorr,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ein Ein Reihenhaus gilt in der Regel als Einfamilienhaus, die Regeln für Zweifamilienhäuser sind also nicht anwendbar. Die Pflege der eigenen Eltern könnte durchaus ein Grund für eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf sein. Abschließend beurteilen können wir dies aus der Ferne aber leider nicht. Bei der Prüfung des Einzelfalls dürfte im Streitfall auch eine Rolle spielen, ob die Pflege der Eltern an einem anderen Ort genauso leicht möglich wäre. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bevor Sie das Haus kaufen empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Franze am 24.02.2017 11:31

Hallo,

ich habe vor, mein Haus zu verkaufen (wegen Verkehrslärm) und ein anderes zu kaufen, um dort selbst einzuziehen. Wenn dieses neue Haus vermietet ist, wie kann ich eine Kündigung wegen Eigenbedarfs begründen? Muss ich das in einem solchen Fall überhaupt?

Ist eine solche Kündigung auch dann möglich, wenn der Kauf des neuen Hauses vor den Verkauf des jetzigen Hauses liegt (was ja gut möglich sein könnte)? Man könnte ja argumentieren, dass im jetzigen Haus eine Wohnmöglichkeit besteht und deshalb kein Eigenbedarf besteht.

Vielen Dank für Ihre Antwort

Franz

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.02.2017 12:20

Hallo Franze,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es könnte durchaus sein, dass der aktuelle Mieter so argumentiert, wie Sie vermuten. Ob er so eine Eigenbedarfskündigung im Streitfall verhindern könnte, lässt sich aber vorab leider nicht mit Bestimmtheit sagen. Es wäre für Sie daher sicher ratsam, sich vorab mit dem Mieter zu einigen. Eventuell kommt ja auch eine Kompromisslösung in Frage und Sie können dem Mieter beispielsweise eine längere Frist bis zum Auszug einräumen. Falls Sie dennoch wegen Eigenbedarf kündigen möchten, empfiehlt sich vorab die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ridvan am 22.02.2017 06:21

Hallo ich möchte mir eine Eigentumswohnung ( Wohnblock mit 20 Wohnungen ) kaufen. Die Mieter in ist schon mehr als 8 Jahre in dieser Wohnung. Also hat sie ja 9 Monate Frist zum Ausziehen. Das mit der Sperrfrist betrifft mich dann also nicht mehr oder ? ( Umwandlung von Mietshaus in EigentumsWohnungen)

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Immowelt-Redaktion am 22.02.2017 10:13

Hallo Ridvan,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Entscheidend ist, ob die Wohnung bereits vor der Umwandlung in Eigentumswohnungen an den aktuellen Mieter vermietet war. In diesem Fall kann ein neuer Eigentümer innerhalb von drei Jahren nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Ist der Mieter allerdings eingezogen als die Wohnung schon eine Eigentumswohnung war, gilt diese Sperrfrist nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tom am 15.02.2017 21:22

Einen schönen guten Tag,

wir sind am überlegen, ob wir ein Haus kaufen sollen. In diesem Haus ist das Dachgeschoss an ein älteres Ehepaar (ca.70 Jähriges Paar) seit ca. 20 Jahren vermietet. Nachdem wir dieses unsere Mutter bzw Großmutter zur Verfügung stellen wollen würden, wollte ich fragen, welche Fristen für eine Kündigung auf Eigenbedarf gelten oder ob hierfür gar keine Kündigung auf Eigenbedarf möglich ist.

Vielen Dank für die Antwort und freundliche Grüße,

Tom

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Immowelt-Redaktion am 16.02.2017 08:55

Hallo Tom,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren beträgt die Kündigungsfrist neun Monate, es sei denn, im Mietvertrag wurde etwas anderes vereinbart. Eine Ausnahmeregelung gibt es für Zweifamilienhäuser, bei denen der Vermieter eine Wohnung selbst bewohnt. In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, liegt also bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren bei zwölf Monaten.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jule am 13.02.2017 17:16

Hallo,

Wir haben uns letztes Jahr im Juni ein Mehrfamilienhaus gekauft, mit einem Mieter den wir übernommen haben und eine Wohnung haben wir neu vermietet. Da das Haus sehr alt ist sanieren wir es Stück für Stück. Dabei ist uns vor zwei Tagen aufgefallen das unsere Wohnungsdecke langsam herunterfällt und wir schnellstmöglich aus der Wohnung müssten. Darf ich mein Mieter deswegen auf Eigenbedarf kündigen und muss ich die Kündigungsfrist einhalten? Außerdem hatten wir ihn auf ein Jahr fest laut Mietvertrag, darf ich ihn vorher überhaupt kündigen?

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.02.2017 08:53

Hallo Jule,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Vermieter eine Wohnung für sich oder einen nahen Angehörigen dringend selbst benötigt, kann er in der Regel rechtswirksam aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Die Kündigungsfrist muss dabei eingehalten werden. Wurde im Mietvertrag jedoch für einen bestimmten Zeitraum ein beidseitiger Kündigungsverzicht vereinbart, ist in diesem Zeitraum in der Regel auch keine Kündigung möglich, auch nicht aufgrund von Eigenbedarf.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Amigo11JB am 13.02.2017 13:15

Ich habe auf Eigenbedarf gekündigt! Fristgerecht! 9 Monate!! Jetzt sind es schon 14 Monate!! Was soll ich tun?? Mieter sagt er findet keine Whg!! Whg. Wird vom Jobcenter komplett warm bezahlt(außer Strom).

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.02.2017 13:22

Hallo Amigo11JB,

eine von Grund auf wirksame Eigenbedarfskündigung ist auch dann wirksam, wenn der Mieter keine neue Wohnung findet. Wenn der Mieter sich weigert, auszuziehen, bleibt dem Vermieter das Mittel der Räumungsklage. Eine Räumungsklage kann beim zuständigen Amtsgericht erhoben werden.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Amigo11JB am 13.02.2017 14:20

Danke für die Antwort! Räumungsklage über einen RA??!! Kosten ca.? Wielange kann das dauern??


Immowelt-Redaktion am 13.02.2017 15:56

Hallo Amigo11JB,

eine Räumungsklage muss nicht zwangsläufig über einen Rechtsanwalt erhoben werden, eine anwaltliche Beratung ist aber sicher sinnvoll. Die Frage nach den Kosten lässt sich leider allgemeingültig nicht beantworten. Sie ist unter anderem vom Streitwert abhängig, im Fall einer Räumungsklage also von der Jahresmiete.

Eine Räumungsklage kann von Ort zu Ort unterschiedlich lange dauern. Die Dauer ist davon abhängig, wie ausgelastet das jeweils zuständige Amtsgericht ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rechard am 10.02.2017 20:16

hallo

ich habe eine Kündigung aus Eigenbedarf am 5.1.17 erhalten und soll am 31.3.17 ausziehen.

was passiert , wenn ich in der Fristzeit keine Wohnung gefunden habe??

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.02.2017 09:00

Hallo Rechard,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Mieter in der Zeit bis zum Ende des Mietverhältnisses keine Wohnung findet, macht das eine etwaige Kündigung nicht unwirksam. Allerdings könnten Sie sich natürlich mit Ihrem Vermieter auf Kulanzbasis auf eine etwas längere Mietdauer einigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

alesig52 am 08.02.2017 16:45

Wenn ich weiss dass ich die Wohnung einmal selbst brauche, aber nivht weiss wann dieser Fall zeitlich eintritt muss ich das dann dem Mieter beim Abschluss eines Mietvertrages bereits itteilen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.02.2017 11:06

Hallo alesig52,

sofern Sie bereits zum Zeitpunkt der Vermietung wissen, dass Sie die Wohnung später selbst benötigten, sollten Sie das ihrem neuen Mieter mitteilen. Aktuelle höchstrichterliche Urteile, die sich mit der speziellen Frage beschäftigen, dass der genaue Zeitpunkt des späteren Eigenbedarfs noch nicht feststeht, sind uns allerdings nicht bekannt. Auch weil Eigenbedarfskündigen oft zu langwierigen Streitigkeiten führen, raten wir Ihnen, Ihre Fragen mit einem Fachanwalt für Mietrecht klären.

Graziano85 am 05.02.2017 17:29

Kann Mann uns wegen Eigenbedarf kündigen und es zu renovieren und an Mitarbeiter der eigene Firma zu vermieten

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.02.2017 10:24

Hallo Graziano85,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist nur möglich, wenn der Vermieter die Wohnung für sich selbst, für nahe Angehörige oder für Angehörige des eigenen Haushalts benötigt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

meromero am 01.02.2017 23:54

Hallo liebes Immowelt Team, ich habe eine Kündigung aus Eigenbedarf am 3.11.16 erhalten und sollte zum 31.1.17 ausziehen. Allerdings kann ich durch verschiedene Umstände erst am 2.2.17 ausziehen. Ist das noch in der Fristzeit? Auf dem Zettel wurde vom Vermieter notiert das diese am 3.11.16 in meinem Briefkasten eingeworfen wurde, in gedruckter Form steht 2.11.16.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.02.2017 09:26

Hallo meromero,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn eine Kündigung bis zum dritten Werktag eines Monats zugeht, ist sie zum Ende des übernächsten Monats wirksam. Ihre Kündigung erscheint uns also fristgerecht. Wenn Sie erst zum 2. Februar ausziehen können, können Sie sich unter Umständen einfach mit dem Vermieter einigen. Gerade bei Kündigungen aufgrund von Eigenbedarf hat der Vermieter oft auch ein bisschen zeitlichen Spielraum.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Peter S. am 27.01.2017 18:58

Einer unserer Mieter ist mittlerweile desöfteren wegen Suizidversuchs kurzfristig in einer Spezialklinik ( Klappse). Benötigen den Wohnraum trotzdem als Eigenbedarf für unsere Tochter, unter Einhaltung der 3 monatigen Frist.

Gilt ein Einschreiben zur Kündigung trotzdem? Wir wissen es nicht offiziell, dass er in psychiatrischer Behandlung ist. Aber die "netten Nachbarn".

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.01.2017 08:54

Hallo Peter,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es gibt zwar die Möglichkeit, eine Kündigung per Einwurfeinschreiben zu verschicken. In diesem Fall dokumentiert der Postbote, dass er das Schreiben in den Briefkasten geworfen hat. Er hat aber keine Kenntnis des Inhalts. Das bedeutet, dass ein Mieter später einfach behaupten könnte, das Kuvert sei lehr gewesen. Am sichersten wäre es daher in einem solchen Fall, eine Kündigung durch einen Gerichtsvollzieher zustellen zu lassen. Allerdings bedeutet auch das nicht, dass die Kündigung dann rechtswirksam ist, denn eine psychische Erkrankung könnte unter Umständen als Härtefall gelten, der einen Umzug für den Mieter unzumutbar macht.

Dies lässt sich aus der Ferne jedoch leider nicht beurteilen. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tina62 am 26.01.2017 19:00

Hallo liebes immowelt Team

Seit Dez.16 bewohnt mein Sohn eine Wohnung,bzw läuft der Mietvertrag ab dem 1.2 2017

Miete wurde ab Dez 16 bezahlt.Gestern schellte der Vermieter,wohnt nebenan,und sagte meinem Sohn das er die Wohnung für seine Eltern benötigt und er meinem Sohn wegen Eigenbedarf kündigen muss.Der Mietvertrag läuft ab 1.2 2017 bis Januar 2021.Also 4 Jahre.

Kann meinem Sohn einfach so gekündigt werden? Er bezieht Hartz4 und hat diesen Umzug schon komplett alleine finanziert da die Miete 5 Euro zu hoch war.Noch einen Umzug schafft er finanziell nicht.

Müsste der Vermieter ihm eine vergleichswohnung stellen bzw einen umzug bezahlen?

Danke für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.01.2017 08:52

Hallo Tina62,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ihre Frage lässt sich ganz eindeutig aus der Ferne leider nicht beantworten. Es kommt zunächst darauf an, wie der Mietvertrag Ihres Sohnes befristet wurde. Einen Mietvertrag mit beidseitigem Kündigungsverzicht kann der Vermieter nicht einfach so wegen Eigenbedarf kündigen, einen befristeten Mietvertrag unter Umständen schon. Darüber hinaus ist eine Eigenbedarfskündigung unwirksam, wenn dem Vermieter der Eigenbedarf schon bei Abschluss des Mietvertrags bekannt war. Wir empfehlen Ihnen, den Mietvertrag sowie das Kündigungsschreiben einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Claudia Eichhorn am 25.01.2017 21:14

Hallo liebes immowelt Team,

mein Partner "besitzt" eine Eigentumswohnung mit 3 Zimmern, die er bei der Bank noch abzahlen muss.

Zusätzlich ist er aber selbst Mieter einer zweiten 3 Zimmer Wohnung, die er sich aufgrund der Trennung vor 2 Jahren von seiner damaligen Freundin mittlerweile aber nicht mehr leisten kann, da er ja somit eine doppelte Belastung hat.

Um nicht in absehbarer Zeit insolvent zu werden, möchte er nun Eigenbedarf an seine Eigentumswohnung anmelden.

Nun haben wir erfahren, daß dem Mieter dieser Wohnung vor dem Verkauf an meinen Partner angeblich lebenslanges Wohnrecht eingeräumt wurde. Davon haben wir beide jedoch noch nie was gehört. Kann das möglich sein? Was für Möglichkeiten bestehen für uns, Eigenbedarf "durchzusetzen"?

Lieben Dank für Eure Antwort!

Claudia Eichhorn

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.01.2017 09:35

Sehr geehrte Frau Eichhorn,

generell könnte einem Mieter durchaus lebenslanges Wohnrecht eingeräumt werden, auch wenn dies etwas ungewöhnlich wäre. Dies müsste aber wohl vertraglich vereinbart worden sein. Die genaue Ausgestaltung eines solchen Vertrags können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Von seiner Wirksamkeit wäre im Zweifel abhängig, ob ein Vermieter eine Eigenbedarfskündigung durchsetzen könnte oder nicht. Wir empfehlen Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein, beispielsweise Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Johnny13 am 25.01.2017 19:46

Darf mir mein Vermieter nach 9 Jahren auf Eigenbedarf kündigen, weil die Eltern der Schwiegertochter näher bei deren Tochter wohnen möchten? Haben heute an Telefon erfahren vom Vermieter dass er auf Eigenbedarf deshalb kündigen wird

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.01.2017 09:27

Hallo Johnny13,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei schwägerschaftlichen Verwandtschaftsverhältnissen werden Eigenbedarfskündigungen von Gerichten in der Regel für unwirksam erklärt. Ob dies auch in Ihrem Fall so wäre, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Wir empfehlen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

NIJOPI am 25.01.2017 16:13

Sehr geehrtes immowelt Team,

Kann mein Bruder seine Mieter auf eigenbedarf kündigen weil ich (sein Schwester mit Partner und Kind) eine eigenbedarfskündigung bekommen habe und wir keine Wohnung finden wegen eines insolvenzerfahrens.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.01.2017 09:19

Hallo NIJOPI,

eine Kündigung wegen Eigenbedarf für nahe Verwandte wie Geschwister ist in der Regel möglich. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Im Zweifels- oder Streitfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Langer80 am 23.01.2017 13:26

Hallo Immowelt Team

Ich habe folgende Fragen ich habe vor 2 Jahren ein Mehrfamilienhaus gekauft 2 Wohnungen sind vermietet wir wohnen in der dritten.

Jetzt will ich die untere wegen Eigenbedarf für meine Eltern Kündigen und habe die Mieter vom voreigentümer mit übernommen und einen neuen Mietvertrag geschlossen Sie wohnen seit 2008 in diesem Haus welche Frist zählt für mich 3 Monate oder 9 Monate

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.01.2017 08:57

Hallo Langer80,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist die Rede davon, dass sich die Kündigungsfrist nach fünf und acht Jahren nach der Überlassung des Wohnraums verlängert. Vom Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses ist im Gesetz nicht die Rede.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir empfehlen Ihnen, sich im Zweifel an einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Dariusz am 21.01.2017 00:16

Hallo,

gilt das erleichterte Kündigungsrecht auch, wenn mehrere Wohnungen vorhanden sind und der Vermieter eine Wohnung selbst nutzt ? Also im konkreten Fall sind es fünf Wohnungen und eine Wohnung nutzt der Vermieter selbst.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.01.2017 08:56

Hallo Dariusz,

nein. Laut BGB gilt das erleichterte Kündigungsrecht "einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen" (Paragraph 573a). Bei fünf Wohnungen greift der fragliche Paragraph also nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Colmantras am 18.01.2017 22:53

Hallo, liebes Immowelt-Team,

mein Vermieter hat mir einen Zettel in den Briefkasten gesteckt, dass er die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen will. Er wohnt im selben Haus und will eine "Bibliothek" einrichten. Er begründet dies folgendermaßen: Er hat die Wohnung nur so lange vermietet, bis er genug Geld hat um sein Bücherzimmer dort einzurichten.

Allerdings hat der Vermieter 3 weitere Stockwerke zur Verfügung, außerdem Keller und Dachboden.

Meine Wohnung besteht aus 1ZKB (32 m²)

Kann er das durchsetzen?

Liebe Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.01.2017 09:08

Hallo Colmantras,

leider lässt sich Ihre Frage nicht eindeutig beantworten. Im Streitfall müsste der Vermieter darlegen, dass er die Wohnung wirklich für Wohnzwecke benötigt. Uns ist kein Urteil bekannt, in dem ein Gericht entschieden hat, ob dies bei einer privaten Bibliothek der Fall ist oder nicht. Wir empfehlen Ihnen daher eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lisa am 18.01.2017 20:05

Hallo,

meine Mutter besitzt ein Haus, in dem die beiden Wohnungen vermietet wurden. Eine dieser Wohnungen möchte ich gerne Ende des Jahres mit meinem Partner beziehen. Zum Zeitpunkt der fristgerechten Kündigung besteht das aktuelle Mietverhältnis ein Jahr. Kann die Kürze des Mietverhältnisses ein Problem bei der Kündigung auf Eigenbedarf darstellen? Außerdem: Zum Zeitpunkt des Mietsvertragabschlusses war der Standort meiner Arbeitsstelle noch völlig offen, der Arbeitsplatz wurde zentral vermittelt und hätte mich ins gesamte Bundesland verschlagen können. Dementsprechend war es nicht absehbar, dass ich die Wohnung in nächster Zeit gerne beziehen würde.

MfG Lisa

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.01.2017 08:54

Hallo Lisa,

generell gibt es keine feste Frist, in der eine Eigenbedarfskündigung ausgeschlossen ist. Insofern ist eine Eigenbedarfskündigung nach nur einem Jahr in der Regel rechtens, wenn bei Abschluss des Mietvertrags noch nicht klar war, dass der Eigenbedarf in Zukunft zwangsläufig vorliegen wird.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

franziska.daheim@gmx.de am 17.01.2017 19:04

Hallo der freund meiner Mutter möchte ein kleines Haus von ihm für eigenbedarf für mich und meinen Sohn die jetzigen Mieter kündigen ... beide jetzigen Mieter sind aber behindert .... ist es trotzdem möglich ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.01.2017 14:07

Hallo Franziska,

Sie haben Recht. Tatsächlich spricht das BGB auch von angehörigen des eigenen Haushalts. Gerade auf Amtsgerichtsebene wurden im Hinblick auf das Verhältnis zu demjenigen, der die Wohnung für sich beansprucht durchaus schon unterschiedliche Urteile gefällt. Dies ist sicher stark vom Einzelfall abhängig.

Die Beurteilung des Einzelfalls wird übrigens auch dann relevant, wenn es um die Behinderung der aktuellen Mieter geht. Eine leichter Behinderung würde vom Gericht eventuell nicht als Hindernis für eine Eigenbedarfskündigung gewertet, eine schwere möglicherweise schon.

All dies lässt sich aus der Ferne nur schwer beurteilen. Wir empfehlen daher eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 18.01.2017 09:15

Hallo Franziska,

bei einer Konstellation wie der von Ihnen beschriebenen, dürfte gar nicht wahrscheinlich sein, dass die aktuellen Mieter behindert sind. Vielmehr ist eine Eigenbedarfskündigung nur dann möglich, wenn der Kündigende entweder für sich selbst oder einen nahen Verwandten kündigt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Franziska.daheim@gmx.de am 18.01.2017 10:13

Danke für die Antwort ich bin ja nicht seine Tochter aber lebe mit bei ihm im Haushalt und meiner Mutter .... jetzt ist die frage ob er auch dann wegen Eigenbedarf kündigen kann damit ich mit meinem Sohn rüber in das Häuschen ziehen können ?

Mfg


Immowelt-Redaktion am 18.01.2017 10:22

Hallo Franziska,

wegen Eigenbedarf kündigen kann jemand nur für sich selbst oder nahe Verwandte. Die Frage, ob jemand aktuell im gleichen Haushalt wohnt oder nicht, ist dafür nicht relevant.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Franziska.daheim@gmx de am 18.01.2017 13:56

Oben im Text steht doch aber ....

So darf der Vermieter die Mietwohnung nur für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts beanspruchen. Nach aktueller Rechtsprechung zählen dazu etwa Kinder, Eltern, Enkel oder Großeltern. Aber auch außerhalb der Verwandtschaft gibt es Personen, für die die Mietwohnung wegen Eigenbedarf gekündigt werden kann – etwa Kinder des nichtehelichen Lebenspartners oder Pflegepersonal.

Also das heißt doch es würde gehen oder ?

Mfg

Lenz am 09.01.2017 15:14

Hallo

Ich habe ein Haus gekauft und möchte dem derzeitigen Mietern kündigen (Eigenbedarf). Der gültige Mietvertrag, der auf mich übergegangen ist, besteht seid dem 1.12.2010 (also weniger als 8 Jahre und daher müsste die Kündigungsfrist 6 Monate betragen). Einer Person der Familie (Mieter) war wohl vorher schon Mieterin der Wohnung (also wohnt Sie insgesamt länger als 8 Jahre in der Wohnung, dieser Vertrag liegt mir jedoch nicht vor). Frage: Welcher Mietvertrag gilt bei der Kündigungsfrist ? Aktuell gültiger vom 1.12.2010 (Sie und Ihr Lebenspartner) oder der vorangegangene ?. Vielen Dank vorab für die Beantwortung meiner Frage

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.01.2017 09:05

Hallo Lenz,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In Paragraph 573c des Bürgerlichen Gesetzbuchs steht im Wortlaut: "Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate." Die Rede ist also vom Zeitraum seit Überlassung des Wohnraums, nicht von der Vertragslaufzeit. Allerdings ist dies sicher in einem gewissen Rahmen Auslegungssache. Uns ist aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, das diese Frage geklärt hätte. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mo am 29.12.2016 09:15

Hallo

Ich bin Eigentümerin eines Zweifamilienhauses . Das an eine Familie vermietet ist. Die Mieter haben einen Zeitmietvertrag bis 2019 .

Nun ist es so das ich mich von meinem Mann trenne , wir aber beschlossen haben das ich unten und er oben einzieht .

Ist es möglich wg Eigenbedarf den Vertrag zu kündigen .

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.12.2016 09:42

Hallo Mo,

unseren Recherchen zufolge können Zeitmietverträge nicht wegen Eigenbedarfs gekündigt werden. Bedenken Sie bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten können. Diese erhalten Sie beim einem Eigentümerverband oder einem Fachanwalt.

Beste Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Vera am 29.12.2016 03:49

Hallo,

mein Mann und ich möchten ein zwei Familienhaus kaufen. In dem Haus wohnt seit 15 Jahren eine ältere Dame die wir als Mieterin mit übernehmen werden. Wir müssen aufgrund der langen Wohnzeit der Mieterin mit der Kündigung auf Eigenbedarf mit bis zu 9 Monaten rechnen. Danach soll mein Sohn die Wohnung bekommen.

Jedoch zahlt sie sehr wenig Miete (295€ für 85 qm), da sie in Absprache mit dem Vermieter, eine Zeit lang seine Mutter in dem Haus gepflegt hatte. Da seine Mutter nun im Pflegeheim ist und wir die Immobilie erwerben möchten, wollten wir dementsprechend die Miete wieder etwas erhöhen, da die vorherige Mietminderung von Seiten des Vermieters nur als Gegenleistung zu der Pflege seiner Mutter basierte, welche dort nicht mehr wohnt. Müssen wir diesbezüglich einen kompletten neuen Mietvertrag aufsetzen oder reicht eine normale Schriftliche Ankündigung der Mieterhöhung? Können wir dann die Miete einfach erhöhen für den Zeitraum wo die Kündigung laufen wird ( natürlich in einem tragbaren Rahmen für die Mieterin)?

Danke schon einmal im Voraus für die Antwort.

Lg Vera

auf Kommentar antworten

Eigentumswohnung am 06.01.2017 10:41

Hallo,

dem Artikel oben ist zu entnehmen, dass bei einem bestehenden Mietverhältnis beim Kauf 3 Jahre Sperrfrist bis zur Kündigung besteht. Ich würde an Ihrer Stelle, die 9 Monate Kündigungsfrist noch einmal prüfen lassen bevor es zu rechtlichen Problemen kommt und die Kündigung nicht wirksam ist.

Freundliche Grüße von einer Eigentümerin/Vermieterin


Immowelt-Redaktion am 29.12.2016 09:21

Liebe Vera,

ein Vermieter hat im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, eine Mieterhöhung umzusetzen. Er kann die Miete entweder bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen oder bei Modernisierungsmaßnahmen einen Teil auf den Mieter umlegen.

Wie Sie eine Mieterhöhung richtig formulieren, können Sie hier nachlesen: ratgeber.immowelt.de/a/mieterhoehung-richtig-formulieren-so-gehts.html

Viele Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Sandra am 27.12.2016 21:11

Muss man eine Kündigungsfrist einhalten wenn der Vermieter wegen Eigenbedarf kündigt und man schon eher eine andere Wohnung hat?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.12.2016 10:32

Liebe Sandra,

wenn Ihnen der Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt hat und Sie schon eine andere Wohnung gefunden haben, haben Sie vielleicht gute Chancen auf eine Aufhebungsvereinbarung. Oft kommt das auch dem Vermieter entgegen, weil er dann schneller in seine Wohnung kann. Sprechen Sie doch einfach mit Ihrem Vermieter, ob er Sie schon vorzeitig aus dem Mietvertrag entlässt.

Beste Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Gudrun am 22.12.2016 17:08

Hallo ,ich möchte in meinem Mietshaus ,die untere Mieterin kündigen ,da Sie sowieso vorhat sich ein Haus zu kaufen ,u. auch zuletzt eingezogen ist .

Meine Frage ist : Sie hatte einen Mietvertrag über die Wohnung und einen kleinen Pferdestall ( in einem Vertrag festgehalten ) Mietbeginn 1.12 2011 .

Nun ist der Stall gekündigt und ab 1.10.2016 hat sie nur noch die Wohnung .

Gilt der Mietvertrag noch ? Oder ist er ab 1.10.16 nicht mehr gültig,wegen der

Kündigungsfrist von 6 Jahren ? Brauche die Wohnung für meinen Sohn.

Lg

Gudrun

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.12.2016 13:29

Liebe Gudrun,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Werden eine Wohnung und weitere Räumlichkeiten in einem Einheitsvertrag vermietet, ist es nicht möglich, das Mietverhältnis für die weiteren Räumlichkeiten separat zu kündigen. Eine Ausnahme kann aber dann bestehen, wenn im Mietvertrag ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Erfolgt eine Kündigung der Nebenräume allerdings in beiderseitigem Einvernehmen, kann dies wirksam sein. Allerdings berührt das dann den Wohnungsmietvertrag nicht - er läuft weiter.

Die Kündigungsfristen müssen in diesem Fall eingehalten werden. Ein unbefristet geschlossener Wohnraummietvertrag kann auch nur dann vom Vermieter gekündigt werden, wenn ein anerkannter Kündigungsgrund wie etwa Eigenbedarf vorliegt. Der Eigenbedarf muss genau begründet werden.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen möchte ich Ihnen daher den Gang zum Fachanwalt empfehlen.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Anja am 19.12.2016 09:12

Hallo...

ich würde gerne wissen, wenn der Vermieter mir kündigt ( er wohnt im gleichen Haus wie ich)

darf er dann danach zb. die Mutter seiner Lebensgefährtin dort einziehen lassen? (Kündigung erfolgt nicht wegen Eigenbedarf).

Lg Anja

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.12.2016 12:46

Liebe Anja,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Vermieter können ihren Mietern nur in bestimmten Fällen kündigen. Solche Gründe sind zum Beispiel Mietrückstände oder auch Eigenbedarf. Ein solcher liegt vor, wenn der Vermieter die Räume für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt. Handelt es sich aber um eine Einliegerwohnung in einem Zweifamilienhaus, in dem der Vermieter wohnt, oder ein möbliertes Zimmer, darf der Vermieter auch ohne Nennung berechtigter Interessen wie Eigendarf kündigen. In diesem Fall verlängert sich die jeweilige Kündigungsfrist um drei Monate. Leider können wir Ihren Fall aus der Ferne pauschal nicht beurteilen und dürfen keine Rechtsberatung leisten. Deshalb empfehlen wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zum Fachanwalt oder Mieterbund.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Lena am 10.12.2016 16:23

Hallo ist eine Eigenbedarfskündigung auch in kurzer Zeit möglich? Das bedeudet meine eltern sollen rein. wir leben in einem 2 Familienhaus.... und oben ist Vermietet. mein Vaters ist Dement und besitz einen Schwebehindertenausweis. Können wir mit einer Kündigungsfrist von ca 7 Tagen kündigen? ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand Anwortet.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.12.2016 10:23

Liebe Lena,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wohnt der Vermieter in einem Zweifamilienhaus und vermietet er die andere Wohnung, hat er laut Gesetz ein leichteres Kündigungsrecht. Der Vermieter kann in diesem Fall seinem Mieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen. Allerdings verlängert sich in diesem Fall die gesetzliche Kündigungsfrist um drei Monate. Diese liegt dann je nach Dauer des Mietverhältnisses bei zwischen sechs und zwölf Monaten. Bitte beachten Sie dass wir keine Rechtsberatung erteilen dürfen. Sollten Sie noch Fragen haben, möchten wir Ihnen den Gang zum Fachanwalt empfehlen.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Davin Labone am 26.11.2016 04:37

Es ist ja zB in Berlin nicht mehr möglich eine Wohnung zu mieten :-( - Daher bleibt mir nur die möglichkeit was zu kaufen und den Mieter rauszubekommen, er wird sicher was neues finden - danke für die Tips !

auf Kommentar antworten

7441111 am 15.11.2016 16:44

Hallo,

ich habe eine Zweifamilienhaus gekauft. Beiden wohnungen sind 3Zi groß. Zurzeit wohne ich in einer 3 Zimmer Wohnung. Wir sind 5 Personen im Familie. Wir möchten Eigenbedarf Kündigen. Ist das möglich?

LG

tahmed

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.11.2016 08:48

Hallo Tahmed,

wenn ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt und die andere Wohnung vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor. Der Vermieter kann in diesem Fall ohne Angabe von Gründen kündigen. Eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf ist nicht nötig. Die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei um drei Monate.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Zentauer am 11.11.2016 12:14

Heute habe ich meine Kündigung von der Post abgeholt wegen Eigenbedarf, weil seine Frau schwanger ist und nicht in der Lage ist mit den Kindern umzugehen, also nicht fertig wird damit. Dafür soll jetzt die Schwiegermutter in die Wohnung einziehen, damit diese die Kinder erzieht. Weiterhin ist mir bei der Kündigung aufgefallen das diese nicht mal Unterschrieben wurde, was kann oder muss ich tun ????

auf Kommentar antworten

zentauer am 17.11.2016 14:55

na toll , keine Antwort bekommen bis jetzt :-(


Immowelt-Redaktion am 17.11.2016 15:13

Hallo Zentauer,

ob die von Ihnen geschilderte EIgenbedarfskündigung wirksam ist oder nicht, lässt sich aus der Ferne leider nicht beurteilen. Es kommt dabei stark auf den Einzelfall an. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, das Kündigungsschreiben einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort kann dann geprüft werden, ob es wirksam ist und Sie tatsächlich ausziehen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

sanin am 04.11.2016 18:59

Guten Abend,

auch mir wurde auf Eigenbedarf gekündigt.

Die Kündigung sieht soweit rechtens aus, mein Vermieter möchte laut Kündigung selbst einziehen. Nun hat er mir aber vor der schriftlichen Kündigung erzählt, dass er die Wohung nur 3 Monate nutzen möchte, sich ansonsten im Ausland aufhalten.

Die Kündigung ist allerdings so formuliert, als würde er fest einziehen wollen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

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sanin am 10.11.2016 17:23

wie ich sehe wurde immer schnell auf Fragen geantwortet. Kann es sein, dass meine Frage übersehen wurde?


Immowelt-Redaktion am 11.11.2016 09:36

Hallo sanin,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir haben ihn nicht übersehen. Wenn der Vermieter die Wohnung tatsächlich nur drei Monate in der Wohnung lebt und dann ins Ausland umzieht, bestünde zumindest der Verdacht, dass die Kündigung rechtsmissbräuchlich sein könnte, denn dann würde der Vermieter sie ja nur als Übergangslösung benötigen. Wenn er allerdings drei Monate pro Jahr in der Wohnung lebt und sich ansonsten im Ausland aufhält, könnte eine Kündigung rechtens sein. Im Jahr 2014 hat beispielsweise das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass eine Eigenbedarfskündigung auch dann rechtens ist, wenn der Vermieter die Wohnung nur als Zweitwohnung benötigt und sie nur zeitweise nutzen will.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir einen Einzelfall wie den Ihren aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Im Zweifelsfall raten wir daher immer zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MMeikel am 01.11.2016 10:30

Guten Morgen!

Wir haben im August eine Wohnung angemietet, der Vermieter war zu dem Zeitpunkt krank und nicht geschäftsfähig, der Mietvertrag ist vom gesetzlichen Vormund unterzeichnet worden. Nun ist uns nach drei Monaten wegen Eigenbedarf gekündigt worden, mit der Begründung, dass die Wohnung benötigt wird, weil der Vermieter im Rollstuhl sitzt. Punkt eins ist, die Wohnung ist absolut nicht geeignet aufgrund mehrerer Treppen, die sehr eng sind, für einen Rollstuhl. Meine Frage ist nun, kann man nach so kurzer Zeit eine Wohnung kündigen? Was ist mit den Renovierungskosten sowie Umzugskosten? Der Vermieter wohnt jetzt in einer Wohnung, die wesentlich besser geeignet ist.

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Immowelt-Redaktion am 02.11.2016 08:52

Hallo MMeikel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell ist eine Eigenbedarfskündigung unter Umständen schon möglich. Wenn allerdings von Ihrer Seite aus der Verdacht besteht, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht ist, sollten Sie eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein. Unter Umständen besteht auch die Möglichkeit, sich mit dem Vermieter zu einigen - auch, was die Renovierungskosten angeht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Huihui am 31.10.2016 00:21

Hallo

Ich möchte gerne eine Eigentumswohnung erwerben die direkt neben unserer Eigentumswohnung ist. Diese ist seit über 12 Jahren an einer älteren Frau vermietet. Falls wir uns in naher Zukunft vergrössern möchten, wäre es ideal. Nun habe ich erstens Sorge dass die ältere Dame Vorverkaufsrecht hat und zweitens wenn ich Eigenbedarf anmelde könnte ich wann die Wohnungen zusammenlegen? Wäre es denkbar bedingt durch das Alter der Dame das ich sie garnicht herausbekomme?

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Huihui am 31.10.2016 00:23

Die Wohnung war bereits vor Ihren Einzug eine Eigentumswohnung wo der Sohn des Verkäufers eine Weile gewohnt hat. Es ist ein Haus mit fünf Eigentumswohnungen.


Immowelt-Redaktion am 31.10.2016 09:55

Hallo Huihui,

tatsächlich kann eine Eigenbedarfskündigung von Mietern aufgrund eines besonderen Härtefalls abgewendet werden. Das kann beispielsweise eine Krankheit sein oder eine Behinderung, es kommt hierbei aber stets auf den Einzelfall an. Ein Vorkaufsrecht hätte ein Mieter nur, wenn eine Wohnung in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird und der Vermieter sie als Eigentumswohnung an einen Dritten verkaufen würde. Ob eine Wohnung mit einer anderen zusammengelegt werden kann, ist in der Regel eine Frage, mit der sich die Eigentümergemeinschaft auseinandersetzen muss. In allen Fragen empfiehlt sich sicher eine Rechtsberatung, bevor Sie die Wohnung kaufen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

julia am 25.10.2016 14:07

ich mochte eine Wohnung kaufen und mochte die Wohnung fur Eigenbedarf nutzen.

Mus ich den Mieter bescheid geben bevor ich den Kaufvertrag unterschreibe oder erst die Wohnung kaufen und erst dann eine Kundigung wegen Eigenbedarf schicken?

danke

Julia

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Immowelt-Redaktion am 25.10.2016 14:11

Hallo Julia,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist für den Käufer einer Wohnung erst dann möglich, wenn er auch tatsächlich in den bestehenden Mietvertrag eingetreten ist, also erst nach dem Kauf. Es steht Ihnen darüber hinaus aber natürlich frei, den Mieter vorab über Ihre Absichten zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vanessa am 17.10.2016 19:54

Hallo,

Mein Mann hat eine wohnung gekauft die umgewandelt wurde in eine eigentumswohnung, wo die mieterin bereits drin wohnte.

Uns ist bewusst das die mieterin 3 jahre anspruch hat nach dem erwerb drinne zu wohnen und die 9 monate kündigungsfrist einzuhalten.

Ca. 2 jahre sind schon rum.

Doch nun bin ich schwanger und die wohnungen in stuttgart sind sehr knapp,deshalb wird die wohnung als eigenbedarf dringend benötigt.

Gibt es eine möglichkeiten?.??

Lg vanessa

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Immowelt-Redaktion am 19.10.2016 08:52

Hallo Vanessa,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Gesetz sieht auch für dringende Fälle keine Ausnahmen vor. Ob eine etwaige Klage vor Gericht erfolgreich wäre, lässt sich nicht beurteilen. Sollten Sie diese in Erwägung ziehen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

K.Heiss am 12.10.2016 19:15

Hallo und guten Tag,

ich möchte eine Eigentumswohnung erwerben

welche seit 2004 vermietet ist, zum Zweck diese an mein Patenkind ( Tochter meiner Schwester) zu vermieten.

Kann ich die jetzige Mieterin auf Eigenbedarf kündigen

( natürlich mit 9 monatiger Kündigungsfrist )

Vielen Dank

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Immowelt-Redaktion am 13.10.2016 09:52

Hallo K. Heiss,

für den Fall, dass die Eigentumswohnung schon eine Eigentumswohnung war als die Mieterin eingezogen ist, ist eine Eigenbedarfskündigung mit entsprechender Kündigungsfrist möglich. Anders sieht es aus, wenn die Wohnung während der Mietdauer erst in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. In diesem Fall muss der Käufer eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese kann von den Bundesländern zudem auf bis zu zehn Jahren ausgeweitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Yannick am 11.10.2016 17:17

Hallo,

Ich habe mit meiner Frau ein Haus in NRW gekauft (Vertragsunterlagen wurden Ende Oktober 2015 unterschrieben). Das Haus besteht aus drei Wohnungen. Meine Frau und ich bewohnen eine davon. Es besteht keine längere Sperrfrist als die gesetzlich vorgeschriebenen 3 Jahre in dieser Gemeinde. Die Mieterin wohnte bereits seit rund 6 Monaten sprich seit April 2015. Wir haben keinen neuen Vertrag geschlossen. Gem. § 566 BGB tritt der Erwerber anstelle des Vermieters mit allen Rechten und Pflichten. Ab wann könnten wir der Mieterin zwecks Eigenbedarf kündigen? (a) 3 Jahre dem Übergang in unseren Besitz (zählt hier der Kaufvertrag oder der Grundbucheintrag?) (b) 3 Jahre nach dem Eintritt der Mieterin in das noch bestehende Mietverhältnis? (c) ... ?

Vielen Dank im Voraus,

Yannick

auf Kommentar antworten

Yannick am 12.10.2016 09:41

Das Haus war bereits in drei Teile geteilt vor dem Kauf. Davon war eine zum Zeit des Kaufs vermietet. Die Mieterin haben wir übernommen. Wenn ich Ihre Antwort also richtig interpretiere können wir jederzeit wegen Eigenbedarf kündigen vorausgesetzt Eigenbedarf ist tatsächlich gegeben! Letzteres sollte jedoch kein Problem darstellen da in dem Teil den wir bewirtschaften nur Platz (2 Zimmer, momentan ein Schlafzimmer und ein Büro) für 2 Personen ist. Sollte die Familie größer werden brauchen wir ganz einfach mehr Zimmer. Das ist wahrscheinlich Grund genug!?


Immowelt-Redaktion am 12.10.2016 09:28

Hallo Yannick,

wenn ein Haus als Ganzes gekauft und nicht in Eigentumswohnungen aufgeteilt wird, gibt es keine gesetzliche Sperrfrist. In diesem Fall müssen sich Vermieter bei einer Eigenbedarfskündigung lediglich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten. Und natürlich muss der Eigenbedarf auch tatsächlich gegeben sein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 12.10.2016 10:02

Hallo Yannick,

wenn ein Haus zum Zeitpunkt des Kaufs bereits in Eigentumswohnungen aufgeteilt worden war, hängt die Frage, ob es eine Frist gibt oder nicht, davon ab, wann der Mieter eingezogen ist. Ist der Mieter vor der Aufteilung des Hauses eingezogen und wurde es während seiner Mietzeit aufgeteilt, gilt die Frist. Sie beginnt ab der Veräußerung der Immobilie zu laufen. Ist der Mieter nach der Aufteilung eingezogen, gilt sie nicht. Geregelt ist das in § 577a des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Ob eine Eigenbedarfskündigung im Einzelfall begründet ist oder nicht, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei Zweifeln empfehlen wir daher stets, einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Yannick am 12.10.2016 10:20

Hallo,

Vielen Dank für Ihre Hilfestellung soweit.

MfG

Yannick

Maier am 08.10.2016 19:19

wir haben wegen Eigenbedarf gekündigt bekommen. Schriftlich ist aber nur erwähnt das wegen "Eigenbedarfs gekündigt werden soll" Es wurden keine Personen genannt oder warum und wieso.

Komisch ist da ich Insolvenz angemeldet habe. Und mein Treuhänder meinen Vermieter angeschrieben hat das ich in der Insolvenz bin. Und jetzt plötzlich bekommen wir eine Kündigung. Jetzt habe ich auch den Nachmieter mal angeschrieben den ich kenne. Es ist ein verwandter und er soll Miete Zahlen bissel weniger aber das ist ja egal. Ist das alles Rechtens?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.10.2016 09:12

Hallo Maier,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In einer Eigenbedarfskündigung muss der Vermieter darlegen, warum er die Wohnung wirklich für sich oder einen nahen Verwandten benötigt. In aller Regel genügt der einfache Hinweis auf den Eigenbedarf dabei nicht. Allerdings können wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wenn Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Kündigung haben, empfehlen wir Ihnen daher den Gang zu einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alex am 06.10.2016 21:21

Hallo,

bestehen irgendwelche Fristen, wie lange man die Wohnung im Eigenbedarf nutzen "muss" bevor sie wieder vermietet werden darf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.10.2016 09:35

Hallo Alex,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Gesetzliche Fristen gibt es diesbezüglich nicht. Ist die Zeit, die der Wohnungseigentümer selbst in einer Wohnung lebt, allerdings sehr kurz, könnte dies im Streitfall mit dem gekündigten Mieter vor Gericht als Indiz gewertet werden, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht war.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Schmidt am 06.10.2016 10:18

Hallo,

wir haben eine Eigentumswohnung und möchten diese verkaufen, das Objekt befindet sich in einem Haus mit 3 Wohnungen. Eine wird als Eigentum genutzt und zwei (inkl unserer) sind vermietet.

Die potentielle neue Eigentümerin, möchte die Wohnung natürlich - ohne Mieter übernehmen und selber einziehen. Dauer des Mietverhältnisses beträgt 1,25 Jahre --> Sprich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Wie lange müssen wir Eigenbedarf anmelden? Ist es überhaupt nötig, da ein Wechsel des Eigentums erfolgt? Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.10.2016 10:50

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Kauf bricht Miete nicht. Das bedeutet: Wechselt der Eigentümer einer Wohnung, tritt der neue Eigentümer zunächst ohne Änderungen in das bestehende Mietverhältnis ein (§ 566 BGB). Der neue Eigentümer kann dann nach den in diesem Artikel genannten Regeln der Eigenbedarfskündigung kündigen. Der Verkäufer kann in dem von Ihnen genannten Fall nicht wegen Eingebedarf kündigen, da weder er selbst noch ein naher Verwandter in die Wohnung ziehen möchte.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

D.K. am 27.09.2016 14:35

Guten Tag,

ich möchte eine Wohnung kaufen, die zu diesem Zeitpunkt vermietet ist. Mein Plan ist so schnell wie möglich diese Wohnung auch zu bewohnen um diese Wohnung auch schnellstmöglich abzubezahlen bei der Bank. Was muss man alles beachtet in diesem Fall? Vielen Dank für die Antwort!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.10.2016 13:31

Guten Tag D.K.,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. In den meisten Fällen gelten bei einer Eigenbedarfskündigung die gesetzlichen Kündigungsfristen plus drei Monate. Sie betragen drei Monate bei einer Mietdauer bis zu fünf Jahren, sechs Monate bei einer Mietdauer bis zu acht Jahren und neun Monate bei mehr als acht Jahren, wobei hier bei einer Eigenbedarfskündigung jeweils drei Monate hinzuaddiert werden müssen. Es gibt aber auch einige Sonderfälle: Zum einen sollten Sie prüfen, ob im Mietvertrag ein zeitlich befristeter Kündigungsausschluss vereinbart wurde, der dann auch für Sie gelten würde (Vertrag ist Vertrag und Kauf bricht nicht Miete), zum anderen sollten Sie prüfen, ob das Gebäude während der Mietzeit des aktuellen Mieters in Eigentumswohnungen umgewandelt wurde, dann besteht eine Kündigungssperrfrist von mindestens drei Jahren. Bedenken Sie bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen empfehlen wir daher den Gang zum Fachanwalt oder zu Eigentümerverbänden wie Haus & Grund.

Mit besten Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

Berlina am 22.09.2016 00:26

Guten Tag,

die Wohnung meiner Eltern soll verkauft werden, nun haben diese die Sorge, sie könnten nach dem Verkauf aus der Wohnung gekündigt werden. Mein Vater ist 80 und nach einer Krebserkrankung körperlich schwerbehindert (80%). Zudem wohnen Sie meine Eltern seit 20 Jahren in der Wohnung.

Meine Fragen:

Ist die Situation meiner Eltern eine Grundlage für eine Härtefallregelung?

Ist es sinnvoll den Vermieter auf diesen Umstand hinzuweisen und so ggf. die Fantasie auf eine durch einen Mieterwechsel erhoffte Mieterhähung zu dämpfen?

Haben Sie vielen Dank für Ihre Hilfe!

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Immowelt-Redaktion am 22.09.2016 10:58

Hallo Berlina,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Allgemein stellen weder eine lange Mietdauer noch ein hohes Alter einen Härtefall  dar – kommen allerdings erschwerende Umstände wie Krankheit oder Pflegebedürftigkeit hinzu, kann dies einen Härtefall darstellen. Werfen Sie hierzu auch einen Blick auf den Artikel 'http://ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html'. Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nicht individuell beantworten können. Bei weiteren Fragen empfehlen wir daher den Gang zu einem Fachanwalt oder zu einer Mietervereinigung.

Mit besten Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

J.W. am 16.09.2016 08:46

Hallo, ich hätte mal eine Frage zur Kündigung wegen Eigenbedarf. Der Einzug war gerade mal vor 9 Monaten. Es wurde viel Geld in die Wohnung gesteckt in Form von Farbe, Böden, etc. Gestern kam die Info mündlich über Eigenbedarf die Wohnung zu kündigen. Meine Frage hierzu:

a) muss eine Kündigung für Eigenbedarf nicht schriftlich sein, dass diese rechtens ist?

b) ist es rechtens, dass gerade mal nach 9 Monaten wieder mit Eigenbedarf gekündigt wird? Bei Einzug war davon keine Rede.

c) besteht ein Anrecht auf Entschädigung der Kosten durch Aufwertung der gesamten Wohnung?

Freundliche Grüße

J.W.

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Immowelt-Redaktion am 19.09.2016 13:08

Hallo J.W.

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Allgemein muss die Kündigung schriftlich erfolgen. Zudem muss der Vermieter auch darlegen, warum, wann und für wen er die Wohnung benötigt. Bestand seitens des Vermieters schon bei der Vermietung der baldige Wunsch, die Wohnung selbst zu nutzen, hätte er den Mieter vor Vertragsabschluss darauf hinweisen müssen. In solchen Fällen kann eine Eigenbedarfskündigung unwirksam sein. Ob wegen der Aufwendungen für die Renovierungen Kosten geltend gemacht werden können, hängt auch davon ab, welche vertraglichen Absprachen hier getroffen wurden. Ob die Eigenbedarfskündigung unwirksam ist und ob sie Anspruch auf eine Kostenerstattung haben, können wir aus der Ferne allerdings nicht pauschal einschätzen. Um das zu klären, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit besten Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

elena.bervenov@gmx.net am 17.07.2016 13:52

Ich hätte eine Frage zur Kündigung für Eigenbedarf: Was kann man tun, wenn im Mietvertrag auf Kündigung für Eigenbedarf verzichtet wurde. Die Vermieter haben den Vertrag irgendwo im Internet vor längerer Zeit gefunden und als Vorlage genutzt, ohne ihn genau zu lesen. Ist dieser Verzicht gültig bzw. rechtlich unbedenklich? Können denn die Vermieter in diesem Fall gar nichts machen, wenn Sie die Wohnung für sich haben wollen?

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Bedis am 17.07.2016 21:17

Genau meine Fall haben sie


Immowelt-Redaktion am 18.07.2016 09:03

Sehr geehrte Frau Bervenov,

ob eine Eigenbedarfskündigung wirksam ausgeschlossen ist oder nicht, hängt von der Formulierung im Mietvertrag ab. Der Bundesgerichtshof hat beispielsweise entschieden, dass der Vermieter nicht wegen Eigenbedarf kündigen kann, wenn im Vertrag steht, dass das Mietverhältnis vom Vermieter "nur in besonderen Ausnahmefällen unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen gekündigt werden kann, wenn wichtige berechtigte Interessen des Vermieters eine Beendigung des Mietverhältnisses notwendig machen".

Ob die Eigenbedarfskündigung auch in Ihrem Fall wirksam ausgeschlossen wurde, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion