Kündigung wegen Eigenbedarf: So sollten Vermieter vorgehen

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Vermieter können Mietverträge nur unter bestimmten Voraussetzungen kündigen – eine mögliche Variante ist die Kündigung wegen Eigenbedarf. Benötigt ein Vermieter eine Wohnung für sich selbst oder nahe Angehörige, hat er das Recht, dem Mieter die Kündigung auszusprechen. Möchten Vermieter Eigenbedarf anmelden, müssen sie dabei jedoch einiges beachten.

Eigenbedarfskündigung: das Wichtigste in Kürze

  • Eigenbedarf bedeutet: Der Vermieter benötigt die Wohnung für sich selbst, für Familienangehörige oder für Angehörige seines Haushalts.
  • Die Kündigungsfrist hängt davon ab, wie lange der Mieter bereits in der Wohnung wohnt. Es sind mindestens 3 Monate.
  • Täuscht der Vermieter den Eigenbedarf nur vor, steht dem Mieter eventuell ein Schadensersatz zu.
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Eine Kündigung wegen Eigenbedarf kommt für Hausbesitzer dann in Frage, wenn sie oder nahe Verwandte die Wohnung selbst beziehen möchten. Foto: Andrey Popov/fotolia.com

Wenn Vermieter die eigene Wohnung nicht mehr vermieten, sondern selbst nutzen wollen, können sie laut Gesetz Eigenbedarf anmelden. Doch auch die Grenzen, innerhalb derer eine solche Eigenbedarfskündigung möglich ist, sind gesetzlich klar geregelt. So darf der Vermieter die Mietwohnung nur für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts beanspruchen. Nach aktueller Rechtsprechung zählen dazu etwa Kinder, Eltern, Enkel oder Großeltern. Aber auch außerhalb der Verwandtschaft gibt es Personen, für die die Mietwohnung wegen Eigenbedarf gekündigt werden kann – etwa Kinder des nichtehelichen Lebenspartners oder Pflegepersonal. „Der Vermieter muss darlegen, warum er die Wohnung wirklich benötigt – der Eigenbedarf darf also nicht vorgetäuscht werden“, betont Jens Hermann, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht bei der Nürnberger Rechtsanwaltskanzlei Magold, Walter & Hermann.

Auch bei Eigenbedarf: Kündigungsfristen und richtigen Zeitpunkt beachten

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Bei einer Eigenbedarfskündigung müssen Vermieter bestimmte Termine und Fristen beachten. Foto: mihap/fotolia.com

Bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf muss der Vermieter nicht nur bestimmte Fristen einhalten, sondern auch den richtigen Zeitpunkt für die Kündigung wählen. Zunächst muss er darauf achten, dass die Kündigung wegen Eigenbedarf nicht schon bekannt war, als er die Wohnung vermietet hat – ist das der Fall, muss ein Vermieter den Mieter schon bei Vertragsabschluss darauf hinweisen. Verzichtet er auf einen solchen Hinweis, verliert er das Recht, wegen Eigenbedarf zu kündigen. Der Vermieter muss allerdings nicht einschätzen, ob in Zukunft möglicherweise einmal ein Eigenbedarf vorliegen könnte, wie der BGH entschieden hat  (Az.: VIII ZR 154/14). Gleichzeitig darf der Eigenbedarf auch nicht zu spät vorliegen. „Kündigt ein Vermieter nur auf Verdacht, weil ein Eigenbedarf beim Auszug des Mieters zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher ist, ist diese Kündigung unwirksam“, so Hermann.

Zudem muss der Vermieter auch auf die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 573 c BGB achten. Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Das bedeutet: Geht das Kündigungsschreiben dem Mieter am Montag, den 1. Februar zu, endet das Mietverhältnis Ende April. Allerdings verlängert sich diese Frist – und zwar je nach bisheriger Dauer des Mietverhältnisses. Das bedeutet für eine ordentliche Kündigung:

  • Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.
  • Bei fünf bis acht Jahren liegt die Kündigungsfrist bei sechs Monaten.
  • Besteht der Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, muss der Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen.

Reicht der Mieter eine ordentliche Kündigung für seinen Mietvertrag ein, bleibt die Frist immer bei drei Monaten. Bei Mietverträgen, die vor der Mietrechtsreform im Jahr 2001 vereinbart wurden, geilten teilweise noch längere Kündigungsfristen für den Vermieter, sofern diese vertraglich vereinbart wurden.

Sonderfälle

Kauf einer Eigentumswohnung in einem Mietshaus

Eine Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden – Käufer solcher Eigentumswohnungen sollten also genau prüfen, welche Frist vor Ort gilt.

Eigenbedarfskündigung im Zweifamilienhaus

Wenn ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt, die andere Wohnung aber vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor. In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, liegt also je nach Dauer des Mietverhältnisses bei zwischen sechs und zwölf Monaten.

Kündigung wegen Eigenbedarf: Das sollte im Kündigungsschreiben stehen

Eigenbedarfskündigung, Eigenbedarf, Kündigungsschreiben, Foto: iStock/kupicoo
Beim Kündigungsschreiben müssen Vermieter einiges beachten. Foto: iStock/kupicoo

Steht der Zeitpunkt der Kündigung fest, geht es daran, das Kündigungsschreiben zu verfassen. Vermieter sollten dabei sorgfältig vorgehen, denn formelle Fehler im Kündigungsschreiben können dazu führen, dass letztlich die gesamte Kündigung unwirksam wird. Grundsätzlich muss jede Kündigung in Schriftform erfolgen. „Bei der Eigenbedarfskündigung kommt hinzu, dass der Vermieter darlegen muss, warum, wann und für wen er die Wohnung benötigt. Es genügt nicht, einfach mit dem Hinweis auf Eigenbedarf zu kündigen“, sagt Rechtsanwalt Hermann.

Folgendes sollte in einer Eigenbedarfskündigung stehen:

  • Die Person, für die die Wohnung benötigt wird sowie die Art des Verwandtschaftsverhältnisses. Ziehen mehrere Personen in die Wohnung ein, muss der Vermieter jedoch nicht die Namen aller neuen Bewohner nennen  (BGH, Az.: VIII ZR 107/13).
  • Bei entfernten Verwandtschaftsverhältnissen oder Angehörigen des Haushalts müssen laut Mietrechtsexperte Hermann die Umstände, aus denen sich eine persönliche Verbundenheit ergibt, offengelegt werden.
  • Die genauen Gründe, aus denen sich der Wohnbedarf ergibt: Das kann etwa ein Arbeitsplatzwechsel sein, die Pflege eines Angehörigen oder die Absicht, sich vom bisherigen Ehepartner zu trennen.
  • Hinweis auf das gesetzliche Widerspruchsrecht des Mieters gemäß Paragraph 574 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) sowie die Form- und Fristerfordernis: Der Mieter muss seinen Widerspruch spätestens zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses schriftlich erklären.

Für den Fall, dass der Vermieter eine Alternativwohnung hat, die er dem Mieter anbieten kann, muss er auch dies laut Rechtsprechung im Kündigungsschreiben erwähnen. Gleichzeitig sollte er die Gründe nennen, wieso ebendiese Wohnung für ihn selbst nicht geeignet ist.

Achtung

Vorsicht vor vorgetäuschtem Eigenbedarf

Wer wegen Eigenbedarf kündigt, sollte sichergehen, dass er den Eigenbedarf auch tatsächlich hat. Andernfalls kann der Mieter in der Wohnung bleiben. Erfährt er erst nach dem Umzug, dass der Eigenbedarf vorgetäuscht war, kann er unter Umständen sogar  Schadensersatz für die teurere Miete in der neuen Wohnung verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil entschieden (Az.: VIII ZR 99/14).

Eigenbedarf anmelden: Sicherstellen, dass die Kündigung den Mieter auch erreicht

Das Abschicken des Kündigungsschreibens genügt nicht, damit die Kündigung auch wirklich wirksam werden kann. Vielmehr ist es erforderlich, dass das Schreiben auch tatsächlich beim Mieter ankommt. Nicht selten kommt es vor, dass Mieter den Zugang der Kündigung bestreiten. Es empfiehlt sich daher, die Kündigung als Einschreiben zu versenden – noch sicherer ist es allerdings, sie zusammen mit einem Zeugen persönlich zu übergeben.

Was tun, wenn der Mieter sich wehrt

Eigenbedarfskündigung, Mieter, Foto: Syda Productions/fotolia.com
Was, wenn sich der Mieter gegen die Eigenbedarfskündigung wehrt? Dann wird es für Vermieter komplizierter. Foto: Syda Productions/fotolia.com

Komplizierter wird es für Vermieter, wenn der Mieter sich gegen die Eigenbedarfskündigung wehrt. Dies geht unter anderem, wenn beim Mieter ein besonderer Härtefall vorliegt. „Das können beispielsweise hohes Alter, eine Körperbehinderung oder eine schwere Krankheit sein“, sagt Hermann. Auch bei Schwangerschaft der Mieterin könne oft zumindest eine verlängerte Räumungsfrist erreicht werden. Der Mieter muss in diesen Fällen Widerspruch gegen die Kündigung einlegen. Noch nicht einmal widersprechen muss der Mieter, wenn die Kündigung ohnehin unwirksam ist – etwa, weil die Begründung fehlt. „Eine spätere Räumungsklage des Vermieters würde in einem solchen Fall vor Gericht scheitern“, so Hermann. Es hindert den Vermieter aber nichts daran, die Kündigung einfach noch einmal auszusprechen – diesmal formell korrekt. Kommt es zum Konflikt mit dem Mieter, empfiehlt sich in jedem Fall die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein.

„Letztlich sind die meisten Eigenbedarfskündigungen auch erfolgreich“, sagt Hermann. „Die Gerichte honorieren, dass der Vermieter das Recht an seinem Eigentum wahrnehmen will.“ Wer das Kündigungsschreiben sorgfältig vorbereitet und gute Gründe für die Kündigung hat, hat also beste Chancen, sich damit auch durchzusetzen. Häufig ist es auch möglich, sich mit dem Mieter gütlich zu einigen – etwa durch eine verlängerte Kündigungsfrist oder durch das Anbieten einer Alternativwohnung. Rechtsanwalt Hermann rät Vermietern daher dazu, mit den Mietern zu sprechen und die Kündigung zu erklären, bevor das Kündigungsschreiben zugestellt wird. „Dann ist der Mieter von der Kündigung auch nicht so überrascht und es findet sich leichter eine Lösung.“

Sonderfälle Eigenbedarfskündigung – so urteilten die Gerichte

Wenn der Vermieter die Wohnung ausschließlich zu gewerblichen Zwecken benötigt, ist eine Eigenbedarfskündigung unwirksam (Az.: VIII ZR 45/16). Geklagt hatte eine Vermieterin, die eine kleine Wohnung als zusätzlichen Arbeitsplatz nutzen wollte.

Ein Vermieter darf aber Eigenbedarf anmelden, wenn er die Wohnung nur als Zweitwohnung nutzen will (Az.: 1 BvR 2851/13). Für eine Eigenbedarfskündigung genügen laut Richter „vernünftige und nachvollziehbare Gründe“.

Kündigt ein Vermieter seinem Mieter die Wohnung wegen Eigenbedarfs, so steht ihm ein Besichtigungsrecht zu, um gegebenenfalls nötige Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen planen zu können (Az.: 2-11 S 57/14).

Wichtig: Fällt der Grund für den Eigenbedarf weg, muss der Vermieter seinen gekündigten Mieter davon in Kenntnis setzen. Tut er dies nicht, riskiert er Schadensersatzforderungen seines Ex-Mieters für die Umzugskosten (Az.: 48 C 231/13).


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220 Kommentare

ceaser am 04.11.2018 16:59

Hallo,

wir wohnen seit 20 Jahren in einem Mehrfamilienhaus, im EG. Vor zwei Jahren haben wir die Wohnung im 1.OG gekauft. Die jetzigen Mieter wohnten 40 Jahre lang im EG neben unserer Wohnung. 2011 sind sie in 1.OG eingezogen, obwohl sie wussten, dass die Wohnung in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. Diese Wohnung haben wir vor 2 Jahren gekauft. Die Mieter sind 75 Jahre alt und die Frau hat eine 100% Behinderung.

Nun möchte aber ich mit meiner Familie dort einziehen, d.h würde eine Kündigung auf Eigenbedarf einleiten wollen.

Wie sehen da meine Chancen aus? Was muss ich beachten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.11.2018 10:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn die Wohnung bereits vor dem Einzug der Mieter in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, gibt es zumindest keine gesetzliche Sperrfrist zu beachten. Das fortgeschrittene Alter und die Behinderung könnten allerdings dazu führen, dass die Mieter vorbringen, dass in diesem Fall ein besonderer Härtefall vorliegt. Die Chancen lassen sich allerdings aus der Ferne nicht abschließend beurteilen. Hierzu empfehlen wir Ihnen vorab die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Martina am 02.11.2018 13:53

Hallo,

wir besitzen ein Zweifamilienhaus und wohnen dort auch im Erdgeschoss. das 1. OG ist vermietet. Jetzt ist die Situation diese, dass wir teile der oberen Wohnung selber nutzen wollen. Wie ist es da mit Kündigung und Eigenbedarf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.11.2018 14:00

Hallo Martina und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung dürfte auch in diesem Fall möglich sein. Allerdings gibt es ohnehin eine Sonderregelung für Zweifamilienhäuser, in denen eine Einheit vom Vermieter selbst bewohnt wird. Der Vermieter kann in diesem Fall auch ohne Angabe von Gründen kündigen, die Kündigungsfrist verlängert sich dabei lediglich um drei Monate.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lukas-le am 31.10.2018 18:32

Hallo,

Meine Freundin und ich sind vor einem Monat in eine Wohnung gezogen und wohnen zu miete. Bei unserm Einzug stand schon fest dass die Wohnung verkauft wird, was uns aber erst im Nachhinein gesagt wurde.

Nun zu meiner Frage:

Falls der neue Vermieter die Wohnung selbst beziehen möchte, haben wir da irgendwelche Rechte?

Danke schon im voraus!

Liebe Grüsse Lukas

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.11.2018 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie können einer Eigenbedarfskündigung immer widersprechen, wenn Sie der Auffassung sind, dass gar kein wirklicher Eigenbedarf besteht oder wenn die Kündigung für Sie eine besondere Härte darstellen würde, etwa aufgrund schwerer Krankheit. Eine Kündigungssperrfrist gibt es darüber hinaus dann, wenn eine Wohnung in einem Miethaus während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. Besondere Rechte aufgrund einer nur kurzen Mietdauer gibt es darüber hinaus aber nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SaPaTi am 30.10.2018 07:33

Hallo,

mein Sohn hat durch eine Schenkung eine Mietwohnung (vermietet) erhalten.

Nun haben wir festgestellt, das die Mieter weit unter dem Mietspiegel Miete zahlen (unter 50% des ortsüblichen Mietzins)! Besteht hier die Möglichkeit die Miete um mehr als die 20% zu erhöhen, da es sonst ja 15 Jahre dauert um auf das den ortsüblichen Mietzins zu kommen!

Die Miete wurde in den letzten 14 1/4 Jahren nicht erhöht!

Danke im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2018 09:43

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, die Kappungsgrenze ist auch in diesem Fall einzuhalten, unabhängig davon, wie hoch die Miete aktuell ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sam79 am 28.10.2018 07:32

Guten Tag.

Meine Frau und ich besitzen eine Wohnung die seit ca 3,5 Jahren vermietet ist. Wir würden das Mietverhältnis aufgrund von Eigenbedarf für die Eltern (beide krank mit Behindertenausweis) kündigen. Wir wissen das unsere Mieterin,krankheistbedingt (seit neustem) auch einen Behindertenausweis hat. Wie stehen unsere Chancen? Bekommen wir sie überhaupt raus damit die Whg von den eigenen Eltern bezogen werden können? Verlängert sich die Kündigungsfrist?

Danke im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.10.2018 10:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Krankheit oder Behinderung kann tatsächlich einen Härtefall darstellen, der im Fall einer Eigenbedarfskündigung bedeutet, dass sich die Kündigungsfrist verlängert. In welchem Umfang das der Fall ist, lässt sich aber leider pauschal nicht sagen. Wenn derartige Fälle vor Gericht landen, würdigt der Richter hier stets die Umstände des Einzelfalls. Insofern können wir Ihnen leider nur dazu raten, sich rechtlich beraten zu lassen, entweder durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder durch einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

LL am 25.10.2018 10:39

Hallo!

Hätte zur Kündigung wegen Eigenbedarf eine Frage.

Meine Mutter beabsichtigt, eine Wohnung zu kaufen, in der momentan eine Mieterin wohnt, die seit 4 Monaten die Wohnung bezieht - unterschrieben wurde ein 3 Jahresvertrag. Da meine Mutter die Wohnung an mich vermieten möchte, (da sie näher an meinem Arbeitsplatz gelegen ist und zentraler liegt), ist nun die Frage für mich offen, ob dies so funktioniert, da der Mietvertrag mit dem (bald ehemaligen) Eigentümer der Wohnung unterschrieben wurde?

Danke im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.10.2018 12:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn im Mietvertrag wirksam ein beidseitiger Kündigungsverzicht für einen gewissen Zeitraum vereinbart wurde, gilt dieser (wie der gesamte Mietvertrag) auch nach dem Kauf unvermindert weiter. Kauf bricht Miete nicht. In besagtem Zeitraum kann Ihre Mutter dann nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Silvia77 am 24.10.2018 14:58

Hallo ich habe folgendes Anliegen. Mein Vater besitzt eine Wohnung in der ich gerne mit meiner Tochter einziehen würde. Ich bin nebenberuflich selbstständig und arbeite von zu Hause aus als Tagesmutter. Da ich in der 2. Etage wohne ist es mir nicht möglich mehr als 2 Kinder zu betreuen so das ich Probleme habe den Lebensunterhalt für mich und meine Tochter zu bestreiten. Dieses würde sich bei einem Umzug in die Wohnung meines Vaters ändern. Kann mein Vater aus diesem Grund auf Eigenbedarf kündigen? Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 15:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

auch in einer solchen Konstellation kann eine Eigenbedarfskündigung gerechtfertigt und wirksam sein. Generell können wir aber bei Einzelfällen nicht im Vornherein sagen, ob die Kündigung einer richterlichen Überprüfung standhalten würde. Das gilt auch in diesem Fall. Beachten Sie bitte auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte der Mieter der Eigenbedarfskündigung widersprechen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

CT am 24.10.2018 10:54

Tolle Artikel.

Eine Frage:

Ich würde gerne eine Wohnung, die zurzeit vermietet ist, zu kaufen und es an meiner Schwester und ihre zwei Kinder überlassen. Sie zahlt eine sehr höhe Miete.

Ich würde gerne nach dem Kauf eigene Bedarf (für meine Schwester) anmelden.

Darf ich es tun und danach sie günstig vermieten? Oder 'eigene Bedarf' gilt nur, wenn ich sie umsonst in der Wohnung leben lasse?

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 11:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es ist prinzipiell egal, ob Sie ihr die Wohnung kostenlos überlassen oder sie vermieten. Bevor Sie die Wohnung kaufen sollten Sie aber prüfen, ob diese eventuell während der Mietzeit des aktuellen Mieters in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. In diesem Fall gilt nach dem Kauf einige Jahre lang eine Sperrfrist, innerhalb derer keine Eigenbedarfskündigung möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SH am 24.10.2018 08:45

Hallo,

wir bewohnen eine Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus und die zweite Wohnung in dem Haus gehört meinen Eltern und wird vermietet.

Wir wollen nun die Wohnung meinen Eltern abkaufen und das Zweifamilienhaus zum Einfamilienhaus umbauen.

Können meine Eltern vorm Verkauf die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen oder besser wir nach dem Kauf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 10:05

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

da Sie diejenigen sind, bei denen tatsächlich der Eigenbedarf vorliegt, müssen auch Sie wegen Eigenbedarf kündigen. Das müssen Sie übrigens aber gar nicht zwangsläufig. In Zweifamilienhäusern, in denen eine Einheit vom Vermieter selbst genutzt wird, kann dieser auch ohne Vorliegen von Gründen kündigen. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall aber um drei Monate.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

stelaska am 24.10.2018 05:19

Hallo!

Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Ich habe eine Frage. Wir leben im Ausland und besitzen eine derzeit vermietete Wohnung in Deutschland.

In Zukunft werden wir aufgrund der Gesundheit unserer Eltern öfters in der Stadt sein und würden gerne ein Zimmer unsere Wohnung nutzen, wenn wir da sind, also etwa für 2 Monate im Jahr. Drei der 4 Zimmer würden wir eventuell an Studenten vermieten.

Können wir hier Eigenbedarf geltend machen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe,

stelaska

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2018 09:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hier handelt es sich um einen Grenzfall, bei dem sich vorab leider nicht sagen lässt, ob eine Eigenbedarfskündigung im Streitfall vor Gericht Bestand hätte. Das Anliegen könnte beispielsweise daran scheitern, dass Sie zwar den bestehenden Mietvertrag kündigen, später jedoch dennoch überwiegend weiter vermieten wollen. Wir würden Ihnen daher eine Rechtsberatung empfehlen, entweder durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt durch einen Fachanwalt, der auf Mietrecht spezialisiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Smonlon am 22.10.2018 21:36

Hallo,

ich wohne gerade mit einer Mitbewohnerin in einer Wohnung. Wir sind als Pärchen eingezogen, allerdings hat sie mittlerweile einen anderen Partner. Ihr Vater ist Hauptmieter und wir sind zusammen in einem Vertrag als Untermieter vermerkt. Nun hat der Vater mir eine Kündigung geschrieben. Er hat in der Kündigung mein "Zimmer" gekündigt, jedoch haben meine Mitbewohnerin und ich zusammen die Wohnung gemietet. Dazu verweist er auf den Paragraph für Eigenbedarf und gibt keine weitere Informationen zum Grund an. Mit Eigenbedarf ist gemeint, dass der Partner meiner Mitbewohnerin einziehen möchte, wofür ich ausziehen soll.

Meine Frage:

Ist diese Kündigung überhaupt wirksam, wenn ein Zimmer gekündigt wurde, obwohl ich niemals ein Zimmer, sondern wir gemeinsam die Wohnung gemietet haben?

Und zählt ein einfacher Partner als Familienmitglied, sodass man von Eigenbedarf sprechen kann? Die beiden sind nicht verheiratet.

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2018 08:48

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie den Mietvertrag gemeinsam unterschrieben haben kann er Ihnen auch nur gemeinsam wieder gekündigt werden bzw. Sie können ihn nur gemeinsam kündigen. Eine Eigenbedarfskündigung ist laut Gesetz für Verwandte oder Angehörige des eigenen Haushalts möglich, hierzu zählt der Lebensgefährte der Tochter nicht. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nickii am 19.10.2018 16:08

Hallo, vielen Dank für den netten Infotext.

Meine Fragen: Im Kündigungsschreiben steht nichts von dem Grund warum die Enkeltochter einziehen soll, zudem steht auch ein falsches Einzugsdatum (29.12.2017 eingezogen in Kündigungsschreiben steht 29.12.2018) wie weit ist die Kündigung jetzt noch gültig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.10.2018 08:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

beim Einzug der Enkeltochter kann es unter Umständen auch reichen, genau das zu schildern und keine weiteren Gründe anzugeben. Das hängt allerdings jeweils vom Einzelfall ab und lässt sich pauschal nicht beurteilen. Gleiches gilt für ein fehlerhaftes Datum. Wenn für den Empfänger der Eigenbedarfskündigung klar ersichtlich ist, welches Datum gemeint ist und dass es sich gegebenenfalls nur um einen Tippfehler handelt, ändern das zunächst nichts an der Wirksamkeit der Kündigung. Natürlich müssen sich Vermieter aber an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir den Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Loni am 08.10.2018 21:28

Hallo

Wir wohnen in einem Doppelhaus. Eigentümer beider Hälften war eine GbR. Diese ist nun aufgehoben. Die vorherigen beiden Partien, haben nun das Haus trennen lassen und wir haben damit einen Vermieter, die andere Hälfte einen anderen Vermieter. Grund der Trennung der GbR war, dass die jetzigen Besitzer unserer Hälfte, diese veräußern wollen.

Wenn sich nun ein Käufer findet, kann man dann, wie im Mehrfamilienhaus geltend machen, dass eine längere Kündigungsfrist zu beachten ist, wenn dieser unser Mietverhältnis zwecks Eigenbedarfs kündigt?

Wir wohnen über 5 Jahre hier, und hätten ansonsten eine Frist von sechs Monaten seitens des Vermieters. Allerdings gibt uns das keine Möglichkeit, einen vergleichbaren Wohnraum zu finden. Wir möchten im Ort bleiben. Wir würden bauen wollen, dass aber ist ja ein längerer Prozess.

Was tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.10.2018 09:01

Hallo Loni und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn das Wohnungseigentum nach WEG aufgeteilt wurde, also beide Häuser eine Eigentümergemeinschaft bilden, gilt die Sperrfrist. Da wir aber die genaue Konstellation der Aufteilung aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können und keine Rechtsberatung leisten dürfen, würden wir Ihnen empfehlen, sich von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ANT am 06.10.2018 20:53

Hallo liebes Team und Danke für den hilfreichen Artikel!

Bei uns liegt folgender Fall vor:

Wir möchten ein kleines Mehrfamilienhaus kaufen, ca.140 qm, bestehend aus einer Wohnung im EG, einer im OG und einem 1-Zimmer-Appartment im Keller (zu letzterem habe ich in den Bauplänen keine Genehmigung erkennen können). Wir möchten das Haus als Einfamilienhaus nutzen. Ggf. in weiterer Zukunft auch als Mehrgenerationenhaus.

Welche Voraussetzungen gibt es, um Eigenbedarf auf alle drei Wohnungen zu erheben (Standard-Mietverträge)? Wie schätzen Sie unsere Chancen ein?

Vielen Dank fur Ihre Hilfe, Familie Tschau

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 10:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die einzige Voraussetzung für eine wirksame Eigenbedarfskündigung in einem Fall wie diesem ist, dass tatsächlich Eigenbedarf besteht. Eine Sperrfrist gäbe es nur dann, wenn Wohnungen während der Mietdauer der Mieter in Eigentumswohnungen umgewandelt worden wären, was bei Ihnen ja aber nicht der Fall zu sein scheint. Auch bei einer wirksamen Eigenbedarfskündigung könnten die Mieter natürlich noch Härtegründe vorbringen, etwa eine schwere Krankheit. Sollte das geschehen oder sollte es zu anderen Komplikationen kommen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

tigerbea am 06.10.2018 20:42

Guten Abend

Laut obigen Erleuterungen wäre eine Eigenbedarfskündigung in der nur steht :

"kündige ich Ihnen aus Gründen des Eigenbedarfs"

nichtig bzw. unwirksam.

Wie sollte sich der Mieter der so eine Kündigung bekommt verhalten ?

Soll bzw. muß er den Vermieter darau hinweisen ?

Oder kann er einfach diese Kündigung ignorieren und gar nichts tun ?

Vielen Dank

Beate Kreis

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 09:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich gilt, dass der Vermieter darlegen muss, warum, wann und für wen er die Wohnung benötigt. Es genügt nicht, einfach mit dem Hinweis auf Eigenbedarf zu kündigen. Auf eine unwirksame Eigenbedarfskündigung muss der Mieter rein rechtlich gesehen gar nicht gesehen. Der Vermieter wird dann unter Umständen auf Räumung klagen und das Gericht würde die Unwirksamkeit der Kündigung feststellen. Sollte allerdings tatsächlich Eigenbedarf bestehen, wird das den Vermieter nicht davon abhalten, eine weitere, wirksame Eigenbedarfskündigung zu verfassen. Insofern wäre der unkomplizierteste Weg natürlich, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen und die Angelegenheit ohne juristische Auseinandersetzung zu klären. Sollten Sie diesen Weg jedoch gehen wollen, raten wir Ihnen vorher dringend zu einer Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt. Wir können und dürfen aus der Ferne nicht abschließend klären, ob Ihre Eigenbedarfskündigung tatsächlich unwirksam ist oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion


tigerbea am 08.10.2018 13:09

danke für die Antwort.

Ich verstehe das so das selbst wenn der VM eine Räumungsklage aufgrund der unwirksamen Kündigung anstreben würde diese auch vom Gericht abgehlehnt wird. Da die Kündigungsfrist in diesem Fall 9 Monate beträgt ist es besser nichts zu tun und abzuwarten bis der VM doch noch eine wirksame Kündigung schickt. Man gewinnt auf jeden Fall Zeit. Im beßten Fall 2x 9 Monate falls der VM den Irrtum seines Kündigsschreibens erst dann bemerkt wenn der Mieter nach den ersten 9 Monate noch nicht ausgezogen ist. Meines Wisses kann aber der Mieter jederzeit mit einer 3Monatsfrist kündigen ?!


Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 13:33

Das ist korrekt, eine Kündigung ist für den Mieter immer spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ablauf des übernächsten Monats möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wolfgang am 02.10.2018 17:08

Hallo, danke für den ausführlichen Artikel.

Wie lange muss der Vermieter, der die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigt, selber in die Wohnung einziehen? In unserem Fall sind es ca. 6 Monate, dann ist er wieder ausgezogen und hat die Wohnung teuer vermietet....

Ich freue mich auf einen Hinweis.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.10.2018 09:20

Hallo Wolfgang und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es gibt keine gesetzliche Regelung, die festschreibt, wie lange ein Eigentümer in einer Wohnung wohnen muss, nachdem er aufgrund von Eigenbedarf gekündigt hat. Eine kurze Dauer kann zwar ein Indiz dafür sein, dass der Eigenbedarf vorgetäuscht war, letztlich entscheidend ist aber, ob der Eigentümer zum Zeitpunkt der Kündigung tatsächlich die Absicht hatte, in der Wohnung zu leben. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie vermuten, dass der Eigenbedarf tatsächlich nur vorgetäuscht war, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Basti006 am 27.09.2018 13:58

Sehr geehrte Damen und Herren,

erstmal Danke für den Artikel. Ich habe vor einem Jahr mein 2 Familienhaus an eine Familie mit zwei Kindern im Alter von 6 und 8 Jahren vermietet. Nun würde ich gerne Eigenbedarf anmelden da mein Sohn mit seiner Freundin in dieses Haus einziehen möchte. Er wäre kürzer von seine, jetzigen Arbeitsplatz entfernt. Ist dies ohne weiteres möglich? LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.09.2018 15:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in einem solchen Fall ist eine Eigenbedarfskündigung gut denkbar. Wir können aber vorab nicht einschätzen, ob sie auch tatsächlich erfolgreich sein wird. Der Mieter könnte beispielsweise immer noch Härtegründe vorbringen kann, die gegen eine Eigenbedarfskündigung sprechen. Beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wagner am 25.09.2018 12:57

Guten Tag.

Vorab schöner und aufklärender Artikel.

Nun zu meiner Frage:

Wir vermieten derzeit ein 3 Stöckiges Haus, mit jeweils 2 Wohnungen.

In der oberen wohnt eine Frau mit ihrem Mann und 2 Kindern.

In der Wohnung darunter der volljährige behinderte Sohn.

Wir würden gerne beiden Mietparteien kündigen aufgrund von Eigenbedarf, da wir das Haus an unseren Enkel vermieten möchten, der daraus eine Studenten WG macht, somit bekommen wir auch weiterhin unsere Mieteinnahmen.

Doch ist der Sohn aus der unteren Wohnung behindert, die Wohnung wird vom Staat finanziert und die Mutter, die in der oberen Wohnung wohnt, gibt sich als seine Pflegerin aus.

Ist es dennoch möglich aufgrund von Eigenbedarf zu kündigen?

MfG,

Herr Wagner

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2018 14:13

Sehr geehrter Herr Wagner,

generell schließt auch eine solche Konstellation eine Eigenbedarfskündigung nicht zwangsläufig aus. Wir können die genauen Umstände aus der Ferne aber leider nicht abschließend beurteilen und daher auch vorab keine Prognose dazu treffen, wie gegebenenfalls ein Gericht entscheiden würde, wenn sich die Mieter gegen die Kündigung wehren. Wir würden Ihnen daher die Rechtsberatung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt durch einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nabla3 am 24.09.2018 21:49

Guten Abend,

Haben Mehrfamilienhaus (5 vermietete Wohnungen) gekauft und wollen Wohnung EG und 1.St. wegen Eigenbedarf kündigen und durch innenliegende Treppe beide Einheiten zusammenlegen. Gemeinsam mit Lebensgefährtin habe ich vier Kinder (zwei davon mit ständigen Wohnsitz bei uns). Wohnraum von insgesamt 200 qm erscheint uns daher angemessen. Aktuell wohnen wir in Miete mit einem (!) Kinderzimmer. Gekauftes Haus ist zudem deutlich näher am Arbeitsplatz meiner Partnerin. Das sollte als Argumentarium stabil ausrechen, oder?

Besten Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2018 08:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in einem solchen Fall ist eine Eigenbedarfskündigung gut denkbar. Wir können aber vorab nicht einschätzen, ob sie auch tatsächlich erfolgreich sein wird. Einerseits, weil der Mieter immer noch Härtegründe vorbringen kann, die gegen eine Eigenbedarfskündigung sprechen, andererseits aber auch, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

mönchen am 24.09.2018 14:45

Haben vor vier Jahren ein Haus gekauft und es an einen Neffen vermietet. Nun möchten wir das Haus unserer einzigen Tochter geben und den Mietern wegen Eigenbedarf kündigen. Tochter wohnt in einer 3 Zimmer Mietwonung in der Stadt und auf dem Haus ist noch eine Kreditsumme. Was kann ich machen???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.09.2018 15:19

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung sollte in so einem Fall möglich sein, wenn der Mieter keine schwerwiegenden Gründe hat, die dagegen sprechen. Sollten Sie vermuten, dass sich der Mieter wehren könnte, empfehlen wir die Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hausbesitzer am 20.09.2018 17:29

Hallo

ich bewohne das Erdgeschoss in meinem eigenen Haus.

Das Obergeschoss und eine kleine Dachgeschoßwohnung im selben Haus sind vermietet.

ich möchte den Mieter im Obergeschoß kündigen, um wegen Vergrößerung meines Wohnraums die beiden Wohnungen zusammenzulegen

Geht das ohne Angabe von Gründen nach §573Abs 1 Sonderkündigungsrecht oder muss ich wegen Eigenbedarf kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.09.2018 08:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in diesem Fall wäre der Eigenbedarf das berechtigte Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses. Sie müssten also wegen Eigenbedarf kündigen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sternschnuppe am 19.09.2018 08:15

Hallo,

Wir haben die Wohnung im Haus meiner Großeltern vor ca. 2 Jahren neu vermietet. Nun habe ich mich von meinem Partner (Nicht verheiratet) getrennt. Meine Großeltern wünschen sich und ich mir auch das ich in diese Wohnung ziehe. Ein freundlichen offenes Gespräch ist jedoch von Seiten der Mieter nicht möglich. Sie bedrohen und beleidigen seit diesem Gespräch meine Großeltern. Die Kündigungsfrist Betrag für eigen bedarf 3 Monate oder?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.09.2018 09:20

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Länge der Kündigungsfrist bei einer Kündigung durch den Vermieter ist von der Dauer des Mietverhältnisses abhängig. Bei einer Mietdauer von unter fünf Jahren beträgt die Frist aber drei Monate, ja.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rihn am 13.09.2018 21:21

Ich habe seit 4 Monaten eine Wohnung gekauft und die Miete seit 13 Jahre wohnt drinne, normalerweise muss ich die Kündigung wegen die Eigenbedarf neun Monaten geben aber ich habe unbewusst für 3 Monaten gegeben die Kündigung.was kann ich noch machen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.09.2018 10:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

am besten wäre es in diesem Fall wohl, Sie würden die Kündigung noch einmal mit der korrekten Kündigungsfrist aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vera am 12.09.2018 20:22

Wir wollen eine Eigentumswohnung kaufen und an unsere Tochter vermieten also Eigenbedarf anmelden. Der bisherige Mietvertrag läuft allerdings erst seit 2 Monaten und eine ordentliche Kündigung wurde für 4 Jahre ausgeschlossen. Kann ich trotzdem Eigenbedarf anmelden und den Vertrag kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.09.2018 09:25

Hallo Vera und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, wenn ein Mietvertrag einen solchen Kündigungsverzicht enthält, kann auch ein neuer Vermieter vor Ablauf der Frist nicht wegen Eigenbedarf kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MiSi0404 am 11.09.2018 20:25

Hallo,

mein Lebensgefährte und ich wollen uns ein Reihenhaus kaufen in dem seit Mitte 2017 Mieter wohnen (aktuell mit frischem Nachwuchs).

Ist es rechtens unter Beachtung der 3-monatigen Kündugungsfrist Eigenbedarf geltend zu machen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.09.2018 12:50

Hallo MiSi0404,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell bricht Kauf nicht Miete. Das bedeutet, dass der bestehende Mietvertrag auch nach einem Eigentümerwechsel unverändert weiterläuft. Allerdings kann der neue Eigentümer unter Umständen eine Eigenbedarfskündigung aussprechen. Dabei gelten die regulären Kündigungsfristen des Mietrechts. Haben die Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

afrin am 10.09.2018 15:50

hallo

ich habe eine Wohnung gekauft, wo seit 2006 ein Mieter drin lebt.

Jetzt habe ich eine Scheidung vor mir und würde gern selbst in die Wohnung einziehen. Ist eine Kündigung auf Eigenbedarf Rechtmäßig und die Kündigungsfrist 9 Monate. Was muss ich noch beachten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.09.2018 12:57

Hallo Afrin,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie können Eigenbedarf anmelden, sofern dieser nicht vorgetäuscht ist. Kündigen Sie Eigenbedarf an, müssen Sie unter anderem bestimmte Fristen wie die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten. Nachdem der Mieter seit 12 Jahren in der Wohnung wohnt, besteht - wie Sie bereits richtig angemerkt haben - eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Was konkret im Kündigungsschreiben zu stehen hat und wie Sie sicherstellen, dass der Mieter dieses auch erhält, finden Sie im obigen Artikel.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

CD am 09.09.2018 22:40

Guten Abend,

kann ich davon ausgehen, dass nach einer Eigenbedarfskündigung der Mieter auch nach Ablauf der Kündigungsfrist (9 Monate) ausgezogen ist? Oder kann er sich in irgend einer Form weigern? Er ist berufstätig, nicht schwerbehindert oder krank. Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.09.2018 14:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn kein besonderer Härtefall vorliegt, kann sich der Mieter rein rechtlich gesehen nicht weigern. Ob er es nicht dennoch versucht, können wir vorab aber natürlich nicht sagen. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

FrankMünchen am 08.09.2018 01:03

Hallo,

ich habe eine günstig vermietete 3 Zimmer Wohnung gekauft und wohne selbst zur Miete in einer kleinen 2 Zimmer Wohnung mit Frau und Kind. Kann ich Eigenbedarf anmelden, weil meine Wohnung zu klein ist und ich in einer größere Wohnung wohnen möchte? Die neue Wohnung ist in einer Kleinstadt mit besseren Aussichten für einen Kindergartenplatz. Außerdem möchten wir grundsätzlich in einer Kleinstadt wohnen. Wären das akzeptable Gründe?

Im Voraus vielen lieben Dank für Ihre Antwort!

Frank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.09.2018 12:18

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel dürften die von Ihnen geschilderten Gründe für eine Eigenbedarfskündigung genügen. Abschließend beurteilen können wir das aus der Ferne aber nicht, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

marcio15 am 04.09.2018 22:28

Guten Abend. Wenn ich Eigenbedarf für meine vermietete Wohnung anmelde, muss ich für die Umzugskosten des Mieters aufkommen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.09.2018 09:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, bei einer wirksamen und berechtigten Eigenbedarfskündigung ist das gesetzlich nicht vorgesehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Leo am 27.08.2018 18:42

Gilt für die Berechnung der Kündigungsfrist der Zeitpunkt der Aussprache der Kündigung oder der Zeitpunkt der Beendigung des Mietverhältnisses?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.08.2018 09:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es gilt der Wortlaut des BGB. Demnach ist die Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist beginnt demnach spätestens an jenem dritten Werktag des Monats.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gerhard am 23.08.2018 16:37

Mir ist meine Wohnung wegen Eigenbedarfs des Vermieters gekündigt worden. Wenn ich jetzt bereits im 1 Monat nach der Kündigung ausziehe, muss ich für die verbliebenen 2 Monate noch Miete zahlen?

M.E. nicht, da der Vermieter damit rechnen muss, dass ich vor Ablauf der Kündigungsfrist ausziehe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.08.2018 09:56

Hallo Gerhard,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Eine gesetzliche Regelung, wonach ein Mieter nach einer Eigenbedarfskündigung schon vor Ablauf der Kündigungsfrist das Mietverhältnis beenden kann, existiert leider nicht.

Vielleicht können Sie sich ja mit Ihrem Vermieter gütlich einigen, dass das Mietverhältnis schon vor Ablauf der Frist beendet werden kann.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Anton am 17.08.2018 21:15

Hallo,

Ich habe ein Reihenhaus gekauft, wo seit knapp 4 Jahren ein Mieter drin lebt.

Im Moment bin ich noch nicht im Grundbuch eingetragen aber das wird demnächst

passieren. Ich möchte selbst drin wohnen und würde denn Mietern kündigen mit einer

Frist von 3 Monaten mit der Begründung des Eigenbedarfs. Ich habe mitbekommen

das die Mieter sich stur stellen und nicht raus möchten auch aufgrund der momentanen

niedrigen Miete denn sie bezahlen . Die möchten es soweit rauszögern

wie es geht. Wie stehen denn meine Chancen, das es kein langes Prozess wird. Würde

ich denn Probleme bekommen, wenn die Mieter einen Einspruch auf die Kündigung einlegen. Besondere Gründe für einen Härtefall liegen mir nicht vor. Muss ich mich auf eine Verlängerung der Kündigung einstellen ?

Schöne Grüße und vielen dank schon mal für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.08.2018 08:52

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

im schlimmsten Fall kann der Mieter sich schlichtweg weigern, auszuziehen. Ist das der Fall, müssten Sie vor Gericht auf Räumung klagen. Wie lange sich dieses Verfahren zieht, lässt sich vorab leider nicht sagen, das ist auch abhängig von der Auslastung der Gerichte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Justy am 17.08.2018 19:09

Hallo,

ich habe eine Wohnung gekauft, wo seit 1999 ein Mieter drin lebt.

Die Wohnung war als Altersrücklage gedacht. Jetzt habe ich eine Scheidung vor mir und würde gern selbst in die Wohnung einziehen. Ist eine Kündigung auf Eigenbedarf Rechtmäßig und die Kündigungsfrist 9 Monate. Was muss ich noch beachten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.08.2018 09:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine solche Situation wie die Ihre kann eine Eigenbedarfskündigung durchaus rechtfertigen. Neben dem genauen Grund für die Kündigung sollten Vermieter, die wegen Eigenbedarf kündigen wollen den Mieter auch auf sein gesetzliches Widerspruchsrecht hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MonikaK am 08.08.2018 20:27

Hallo,

wir haben folgende Situation: Ich habe mein Elternhaus vor eine Woche übernommen. Das Haus hat 3 Eigentumswohnungen, zwei sind vermietet (DG + I-Stock) und EG bewohnt mein Vater der 95 Jahre alt ist. Wir selber haben ein Einfamilienhaus welches wir jetzt verkaufen wollen um in die I-Stock Whg. zu ziehen. Hauptgrund ist natürlich das wir dann eine Wohnung brauchen und meinen Vater Pflegen möchten. Wir wollen jetzt den Mieter der I-Stock Whg. eine Kündigung wegen Eigenbedarf zukommen lassen. Worauf müssen wir da jetzt achten. Der Mieter wohnt schon 9 Jahre in der Wohnung so das er eine 9 monatige Kündigungsfrist hat oder? wenn wir ihn am 01.09. 2018 Kündigen zum 30.06.2019 ist das dann korrekt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.08.2018 08:20

Hallo Monika und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der genaue Wortlaut im BGB lautet: "Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate." Eine Kündigung, die beim Mieter also am 1. September eingeht, bedeutet bei kurzer Mietdauer zunächst, dass das Mietverhältnis am 30. November endet. Durch die neunjährige Mietdauer verlängert sich die Kündigungsfrist um sechs Monate, somit wäre sie am 31. Mai wirksam.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

NormanK am 06.08.2018 15:09

Folgender Sachverhalt.

Wir sind aufgrund Nachwuchses im Februar 2017 in eine drei Zimmer Wohnung eingezogen. Der Mietvertrag ist unbefristet und mit dem Verweis, das keine Kautionsleistung erbracht werden muss.

Im April 2017 verlangte die Vermieterin auf einmal, wir sollen nun doch eine Kaution hinterlegen. Dem widersprachen wir mit der Angabe, dass dies so im Mietvertrag festgehalten wurde. Daraufhin gab es häufiger Querelen seitens der Vermieterin. Anfang Dezember stellte man uns die Eigenbedarfskündigung zu mit Begründung auf geschäftliche Nutzung der Räume als Fotostudio für die Eigentümerin und Lagerräume für die Dokumente der Firma ihres Mannes nach § 573 Abs. 2 Nr. 2 des BGB.

Da abzusehen war, dass bei einem Widerspruch unsererseits das Mietverhältnis nicht besser werden kann, zogen wir zum 31.03.2018 aus (uns wurde eine zusätzliche Frist bis zum Auszug eingeräumt). Nun stellten wir Anfang August fest, dass die Wohnung entgegen der Begründung in der Kündigung wieder vermietet wurde (neues Namensschild auf Klingel und Briefkasten).

Wir hatten zwischenzeitlich aufgrund einer fehlerhaften Nebenkostenabrechnung noch einmal Kontakt und auf mein Nachfragen wie es um die Umbaumaßnahme zum Büro bestellt ist teilte man mir lapidar mit, man habe derzeit keine Zeit dafür.

Wie stehen die Chancen mit einer Klage auf Schadensersatz in diesem Fall?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 15:31

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Eigenbedarf nachweislich nur vorgetäuscht war, können Mieter mögliche höhere Mietkosten oder Umzugskosten als Schadensersatz einklagen. Wie hoch ihre Chancen aber stehen, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen, auch, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

PeterK am 03.08.2018 19:10

Hallo,

habe folgende Situation: meine Tochter wohnt zusammen mit ihrem Mann und 1 Kind in einer 100 qm Erdgeschoßwohnung in meinem Haus. Das Obergeschoß ist zusammen mit dem Dachgeschoß als eine Einheit vermietet. Zusätzlich ist noch eine 48 qm Wohnung im Tiefparterre vermietet.

Da sich Anfang nächsten Jahres Nachwuchs bei meiner Tochter einstellt möchte sie auch über die Wohnung im Tiefparterre verfügen. Besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Kündigung wg. Eigenbedarf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 08:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ja, diese Wohnung besteht, da Sie die Wohnung für nahe Angehörige selbst benötigen. Ob der Mieter sich dagegen allerdings wehren könnte, können wir vorab nicht beurteilen. Dies könnte dann der Fall sein, wenn ein Umzug für ihn eine unzumutbare Härte darstellen würde, etwa bei hohem Alter oder schwerer Krankheit. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Phili am 02.08.2018 13:01

Hallo zusammen,

ich habe folgende Situation:

Zur Zeit befinden wir uns in er 3er WG. Ich bin der Hauptmieter und habe mit den beiden weiteren Mieter mit einen Untermietvertrag hier wohnen. Ich bin Mieter und Vermieter / meine Eltern sind die Eigentümer der Wohnung.

Da ich mein Wohnzimmer gerne wieder benutzen würde, möchte ich ein Untermietvertrag kündigen.

Nun meine Fragen:

Wie detailliert muss ich angaben zum Eigenbedarf machen?

Muss ich einen Kündigungsgrund bei einem Untermietvertrag angeben?

Vielen Dank für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.08.2018 13:24

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie wegen Eigenbedarf kündigen wollen, sollten Sie zumindest darlegen, warum Sie das Zimmer für sich benötigen. Besonders ausführlich muss die Begründung dabei nicht sein, nur schlüssig muss sie sein. Ein Untermietvertrag kann generell auch ohne berechtigtes Interesse gekündigt werden, in diesem Fall verlängert sich die Kündigungsfrist aber um drei Monate. Eine Ausnahme gilt, falls das Zimmer möbliert vermietet wurde. In diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist nur zwei Wochen. Sie muss spätestens bis zum 15. eines Monats beim Vermieter eingegangen sein, damit das Mietverhältnis zum Ende des gleichen Monats beendet wird.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ewa am 01.08.2018 17:51

Hallo, ich habe vorher eine Frage über Mietvertragskündigung gestellt. Also wenn ich das gut verstanden habe, ist das so, dass der Vermieter einfach so, ohne Grund kann uns der Vertrag kündigen? Und je nach dem wie lange wir hier wohnen haben wir bis 12 Monate Zeit auszuziehen? Gibt es in solche Fälle Ausnahmen? So wie Krankheit oder wenn ich meine Arbeit deswegen verlieren kann? Und was passiert wenn wir keine neue Wohnung in diese 12 Monate finden? Und noch eine Frage, wenn er doch in diesen Fall ein Grund nennt und zwar diese eigene Bedarf? Was gilt dann?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.08.2018 08:56

Hallo Ewa,

ja, in Haus mit höchstens zwei Wohnungen, wobei eine vom Vermieter selbst bewohnt wird, kann dieser ohne Angabe von Gründen kündigen. Die zwölf Monate Kündigungsfrist gelten in diesem Fall bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren. Eine verlängerte Kündigungsfrist oder eine Aussetzung der Kündigung kommt bei schweren Härtefällen in Betracht, also beispielsweise bei hohem Alter oder schwerer Krankheit. Der Vermieter kann im Übrigen auch mit der regulären Kündigungsfrist kündigen, wenn er einen Grund gemäß § 573 BGB hat, also beispielsweise Eigenbedarf. In diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren neun Monate. Sollte es einem Mieter nicht gelingen, innerhalb der Kündigungsfrist eine neue Wohnung zu finden, sollten diese zunächst prüfen, ob es möglich ist, zumindest übergangsweise bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen. Viele Gemeinden bieten für solche Fälle aber auch Notfallwohnungen an.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ewa am 01.08.2018 14:22

Hallo, ich wohne in einem Haus, ich miete eine Wohnung in EG. Der Vermieter wohnt oben. Ich wurde das Haus als einfamilien Haus beschreiben, wo einfach die Keller als eine Wohnung gilt. Woher soll ich wissen welche Status hat das Haus? Weil so wie ich hier gelesen habe es gibt dann Unterschiede zwischen einfamilien und zweifamilen Häuser wenn es um Kündigung geht. Eventuelle Kündigung kann von Seite der Vermieter kommen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.08.2018 14:31

Hallo Ewa,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Der genaue Wortlaut im BGB (§ 573a) lautet: "Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im Sinne des § 573 bedarf." Sollte es in dem von Ihnen bewohnten Haus also nur zwei Wohneinheiten geben, von denen eine Sie und eine der Vermieter bewohnt, gilt ein Erleichterter Kündigungsschutz. Der Vermieter kann dann ohne Angabe von Gründen den Mietvertrag kündigen, die Kündigungsfrist verlängert sich dabei um drei Monate, liegt also je nach Mietdauer zwischen sechs und zwölf Monaten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mo am 01.08.2018 07:46

Hallo...

Wohne seit 20 Jahren in einer Mietwohnung on NÖ( in einer Immobilie mit zwei weiteren Mietwohnungen und einem Geschäft welches der Besitzer selbst betrieben hat).Durch " Zufall habe ich erfahren, dass er die ganze Immobilie verkaufen will.Welche Rechte habe ich, wenn der Nachbesitzer in meiner Wohnung wohnen möchte?

Herzlichen Dank für die Antwort!!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.08.2018 09:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine Wohnung in Österreich in den Vollanwendungsbereich des österreichischen Mietrechtsgesetzes fällt, kann eine Eigenbedarfskündigung ohnehin nur gerichtlich erfolgen. Das Gericht prüft vorab, ob die Kündigung zulässig ist. Fällt eine Wohnung nicht unter das Mietrechtsgesetz, kann der Vermieter jederzeit auch ohne Angabe von Gründen kündigen. In beiden Fällen haben Sie natürlich die Möglichkeit, rechtlich gegen die Kündigung vorzugehen. Hierzu empfehlen wir das Gespräch mit der Mietervereinigung oder mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

roserose am 26.07.2018 11:16

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie sieht es aus mit mit Objekten die man per zwangsversteigerung ersteigert hat.

Kann man da auch unter der Dringlichkeit wegen Eigenbedarf kündigen. Ist es einfach als bei einer normalen Immobilie, oder schwieriger?

Vielen dank für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.07.2018 11:22

Da gibt es mietrechtlich gesehen keinen Unterschied. Eine Sperrfrist gibt es nur bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wenn diese während der Mietdauer in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

roserose am 25.07.2018 21:21

Hi,

leben momentan im Ausland und sind auf der Suche nach einer Wohnung. Da es aber momentan sehr sehr schwierig ist eine Wohnung zu finden, möchten wir gerne eine Eigentumswohnung bzw. ein Haus kaufen.

Vielleicht auch eine zwangsversteigerte Immobilie.

1) Können wir aufgrund unserer Dringlichkeit (wir werden bei den Eltern wohnen) mit gutem Erfolg fristgerecht kündigen.

(Einen längeren Prozessweg möchten wir gerne vermeiden. Wir bruachen dringend ein Dach über dem Kopf)

2) Wie sieht es mit mit einer Zwangsversteigerung aus?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.07.2018 09:07

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie bei den Eltern wohnen und eine eigene Immobilie beziehen möchten, stehen die Chancen für eine Eigenbedarfskündigung sehr gut. Sie sollten beim Kauf aber unter Umständen schon darauf achten, ob in dem Objekt Mieter wohnen, für die die Kündigung eine unzumutbare Härte darstellen könnte. Das kann beispielsweise bei alten oder schwer kranken Menschen der Fall sein. Diese könnten dann der Kündigung widersprechen oder zumindest eine längere Kündigungsfrist erwirken.

Eine Zwangsversteigerung ist sicher eine Möglichkeit, an eine relativ günstige Immobilie zu erwerben, birgt aber auch gewisse Risiken. Informationen dazu haben wir in diesem Artikel zusammengefasst: ratgeber.immowelt.de/a/der-ablauf-einer-zwangsversteigerung-die-richtige-bieterstrategie.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SammySamSam am 11.07.2018 01:35

Der Mieter selbst wohnt seit einigen Jahren im Ausland und hat die Wohnung seitdem untervermietet. Ändert sich in diesem Fall rechtlich etwas, wenn ich die Wohnung selbst beziehen möchte?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.07.2018 11:30

Hallo SammySamSam,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir aus der Ferne hierzu keine genauen Angaben machen: Ist die komplette Wohnung untervermietet oder nur ein Teil? Handelt es sich um ein Zweifamilienhaus? Liegt ein Untermietvertrag vor? Daher möchten wir Ihnen empfehlen, einen Fachanwalt aufzusuchen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre immowelt.de-Redaktion

Steffi am 10.07.2018 22:37

Wir vermieten in einem Zweifamilienhaus die obere Wohnung .Wir selber wohnen in der unteren Etage .Unsere Enkel kommen öfters zu Besuch und schafen mit in unseren Bett mit .Wir bräuchten den Wohnraum ,damit wir mehr Platz für die 8 und 7 jährige Kinder haben .Dürfen wir wegen Eigenbedarf kündigen?Besuchszeit der Enkel in der Ferienzeit

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.07.2018 11:18

Hallo Steffi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt, die andere Wohnung aber vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor. In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, liegt also je nach Dauer des Mietverhältnisses bei zwischen sechs und zwölf Monaten.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre immowelt.de-Redaktion

Lalelu am 05.07.2018 23:11

Hallo,

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit zwei Eigentümern. Nun sollen die 2 Wohnungen unseres Vermieters verkauft werden. Wir wohnen bereits seit 12 Jahren in dieser Wohnung. Sollte der neue Besitzer wegen Eigenbedarfs kündigen, wie lang ist dann seine Kündigungsfrist?

Sollte er nicht kündigen, steht uns sicher eine Mieterhöhung ins Haus. Wie hoch darf die sein? Wir zahlen jetzt 330,- € Kaltmiete.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.07.2018 08:44

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren gilt eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Sollte das Mehrfamilienhaus noch während ihrer Mietdauer in Eigentumswohnungen umgewandelt werden oder umgewandelt worden sein, gilt eine Sonderregelung. Der neue Eigentümer kann dann zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden, am besten also Sie erkundigen sich in diesem Fall bei Ihrer Stadt oder Gemeinde, welche Sperrfrist gilt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

hosenträger am 03.07.2018 20:28

Hallo immowelt-Redaktion,

ich besitze ein Mehrfamilenhaus mit 3 Wohneinheiten. Meine Schwester möchte gerne nun in meine bereits vermietete mittlere Etage ziehen. Nun hatte ich vor die Wohnung meines Mieters zu kündigen, musste allerdings feststellen dass in unserem geschlossenen Mietvertrag von November 2016 steht: Der Vermieter verzichtet für einen Zeitraum von 3 Jahren und 9 Monaten ab Vertragsabschluss auf das Recht zur ordentlichen Kündigung (Kündigung wegen Eigenbedarf, usw). Die Kündigung kann somit frühestens zum Abschluss dieses Zeitraums ausgesprochen werden.

Was habe ich für Möglichkeiten? Ich danke für kurzfirstige Antwort.

LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.07.2018 09:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in diesem Fall sind Sie an die Regelung im Mietvertrag gebunden. Allenfalls können Sie versuchen, mit dem Mieter über einen früheren Auszug zu verhandeln und ihm entgegenkommen, indem Sie beispielsweise seinen Umzug finanzieren. Einen Rechtsanspruch darauf, dass der Mieter sich darauf einlassen muss, haben Sie aber nicht. Er kann also auf die Klausel im Mietvertrag bestehen.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gudrun Hani am 29.06.2018 13:40

Meine Mutter hat ihre vermietete wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt , nun ist sie in den letzten Tagen so krank geworden , das sie nicht mehr alleine leben kann , wie lange muß sie die Wohnung nun bewohnen , bevor sie sie weiter vermieten darf und kann an dritte ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.06.2018 13:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hierfür gibt es keine gesetzliche Regelung. Entscheidend dürfte im Streitfall sein, dass eine kurze Mietdauer im Voraus nicht absehbar war. Wenn dem so war, sollte Ihre Mutter ohne Probleme weitervermieten können. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können. Im Zweifel raten wir daher immer zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hermann K. am 26.06.2018 18:24

Guten Abend,

auf Grund unserer Trennung planen wir unser Einfamilienhaus zu verkaufen und wollen zwei unterschiedlichen Mietern wegen Eigenbedarf kündigen. Den Ausführungen habe ich entnommen, dass die Kündigung wegen Eigenbedarf genauer begründet werden muss. Da die Mieter unterschiedliche Kündigungsfristen haben, würde zur Not vorübergehend auch die größere Wohnung mit der kürzeren Kündigungsfrist gemeinsam bezogen werden und die räumliche Trennung dann später erfolgen.

Aus verschiedenen Gründen wollen wir den eigentlichen Grund, (Trennung) noch für uns behalten und die Kündigung lediglich mit dem Verkauf des Einfamilienhauses (Verkleinerung) begründen. Kann das für die Kündigung schädlich sein?

Wir könnten uns auch vorstellen, dass wir die Kündigung für die kleinere Wohnung als Eigenbedarf für das Kind (18 Jahre und schulpflichtig) anmelden und der Partner, der nicht das Sorgerecht hat, zieht später in die kleinere Wohnung. Der Charakter des Eigenbedarfes bleibt zu 100 % gewahrt, nur die Begründung passt nicht genau.

Vielen Dank für eine Rückantwort.

Hermann K.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.06.2018 09:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung dürfte sich auch mit dem Verkauf des Einfamilienhauses begründen lassen. Wichtig ist lediglich, dass der Kündigungsgrund nicht vorgeschoben wird, der Eigenbedarf also tatsächlich besteht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, ob Ihre Eigenbedarfskündigung Erfolg haben wird oder nicht. Im Zweifel empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Roland am 25.06.2018 15:26

Hallo zusammen,

die Mietwohnung in der wir seit über 8 Jahren wohnen wird verkauft und der neue Besitzer möchte diese zum Eigenbedarf nutzen und wird uns deshalb kündigen. Meine Frage dazu wäre ab wann der neue Besitzer die Kündigung rechtskräftig aussprechen kann da ja ab den Zeitpunkt ja die Frist zählt.

Hat hier jemand eine Info für mich? - Danke schon von dieser Stelle :-)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.06.2018 08:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für den Fall, dass Ihre Wohnung damit in eine Eigenbedarfskündigung umgewandelt wird, gilt eine Sperrfrist von drei Jahren nach Eigentumsübertragung. In dieser Zeit kann der neue Eigentümer dann nicht wegen Eigenbedarf kündigen, wobei die Frist von den Bundesländern auch ausgeweitet werden kann. Sollte die Wohnung schon zuvor eine Eigentumswohnung gewesen sein, kann der neue Eigentümer kündigen, sobald er rechtskräftig als Eigentümer im Grundbuch eingetragen wurde.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Silke am 22.06.2018 15:45

Hallo zusammen,

mein Freund muss seine Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen.

Die Kündigung wäre von heute zum 01.10.2018. ( 3 Monate )

Der jetztige Mieter wohnt seit dem 01.08.2013 in der Wohnung. Ist die Frist bis 5 Jahre ( 3 monatige Kündigungsfrist) ab Zeitpunkt der Kündigung oder wann der Vermieter auszieen muss ?

Dan wohnt er über 5 Jahre in der Wohnung und die Frist wäre 6 Monate ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.06.2018 08:54

Hallo Silke und vielen Dank für Ihren Kommentar,

entscheidend ist hier nicht der potenzielle Auszugstermin, sondern der Zeitpunkt der Kündigung. In einem Fall wie dem von Ihnen genannten dürfte die Kündigungsfrist also drei Monate betragen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie im Streitfall von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Martin am 19.06.2018 13:04

Hallo Immowelt,

unser Vermieter hat uns unter 3 mal Druck gesetzt, dass er auf Eigenbedarf kündigen will, da die Eltern seiner Freundin (Vater ist Pflegefall) einziehen müssen. Als Familie mit 2 Kindern und einem Mietverhältniss von 7 Jahren hat uns das überrascht. Kann er da überhaupt Eigenbedarf anmelden, da die Freundin erst vor 3 Monaten bei ihm eingezogen ist und Sie selbst noch ein Haus besitzt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.06.2018 13:46

Hallo Martin und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist für nahe Familienangehörige oder für Angehörige des eigenen Haushalts möglich, nicht jedoch für Bekannte oder etwaige schwägerschaftliche Beziehungen. Demnach ist auch eine Kündigung wegen Eigenbedarf für die Eltern der Freundin des Vermieters in der Regel nicht möglich, eine Eigenbedarfskündigung mit dieser Begründung wäre unwirksam.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall raten wir daher stets zum Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Martin am 19.06.2018 13:57

Vielen Dank ;) das werden wir tun

vermieter-mw am 18.06.2018 09:18

Hallo Immowelt,

ich besitze in einem Mehrfamilienhaus 2 vermietete, in etwa gleich große ETW.

Ich benötige eine Wohnung für meinen Sohn, der nun dort ganz in der Nähe studiert bzw. weiter studieren will. Muss ich eine bestimmte Wohnung zum Eigenbedarf nehmen,

z.B. nach dem Kriterium der Mietvertragsdauer oder kann ich mir die Wohnung "aussuchen" ?

für

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.06.2018 09:54

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie sind in einem solchen Fall nicht auf eine bestimmte Wohnung festgelegt, können also gewissermaßen frei wählen, welche Wohnung zu Ihrem Sohn am besten passt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte sich der Mieter gegen die Eigenbedarfskündigung wehren, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bekir am 17.06.2018 01:58

Hallo immowelt.

Habe ein Mehrfamilienhaus mit 4 Wohneinheiten gekauft, alle 4 Wohnungen sind vermietet ich würde gerne in den 2 Wohnung selber einziehen da ich ein Behinderte kind habe bräuchte ich die zwei Wohnung für mein Kind, aber da gibt es ein Hacken, 1 Mieter hat für 2 Wohnungen Miet Vertrag und die Wohnungen wollte ich für mein Familie beanspruchen, da mein kind ein körperlich behinderung hat braucht sie Therapie Räume für ihre Physio Therapie. Habe ich anspruchauf die zwei Wohnungen...?

(Je Wohnung ist 50 m2 mit 2 Zimmern)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.06.2018 09:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Eigentümer tatsächlich zwei Wohnungen für sich oder Angehörige benötigt, kann er auch für beide Wohnungen den Mietvertrag kündigen. Entscheidend ist hier immer der tatsächliche bedarf. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es nach der Eigenbedarfskündigung zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Otto am 14.06.2018 21:14

Guten Abend Immowelt Team,

Wir besitzen momentan zwei Einfamilienhäuser. In dem einem wohnen wir selbst das andere Haus wird vermietet. Jetzt wollten wir unser Haus verkaufen und in das vermietete einziehen. Können wir da wegen Eigenbedarf das Mietverhältnis kündigen? Wir müssen ja bevor das Haus verkauft wird in das andere einziehen.

Gruß Otto

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.06.2018 08:48

Hallo Otto und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist auch in einem solchen Fall prinzipiell möglich, wenn der Eigentümer nachweisen kann, dass der Eigenbedarf tatsächlich besteht. Ob das allerdings in Ihrem Fall so ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen. Bedenken Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Mieter kommen, empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Matthias J. am 11.06.2018 00:01

Guten Abend,

Meine Frau und ich wollen uns eine Doppelhaushälfte kaufen. In dem Haus wohnen aber seit 18 Jahren Mieter die der Vermieter angeblich nicht kündigen kann. Den Mietern wurde das Haus auch zum Kauf angeboten aber das klappt wohl finanziell nicht. Wir selber wohnen derzeit in einer 3 1/2 Zimmer Wohnung und haben Nachwuchs bekommen.

Wie schnell würden wir die Mieter rausbekommen falls die nicht freiwillig nach 9 Monaten das feld räumen?

auf Kommentar antworten

Matthias J. am 11.06.2018 12:05

Fast vergessen es ist kein Mietvertrag vorhanden. Jedoch ist die Miete für diese Immobilie und für dieses Grundstück zu wenig für diese Größe...

Vielen Dank schon mal


Immowelt-Redaktion am 11.06.2018 12:37

Hallo Matthias J.,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob es z. B. ein lebenslängliches Wohnrecht aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung zugunsten des Mieters gibt (selten, aber grundsätzlich möglich), sollten Sie im Vorfeld herausfinden.

Sollten die Mieter kündbar sein, kann, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, eine Eigenbedarfskündigung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist ausgesprochen werden. Ziehen die Mieter nicht freiwillig aus, muss Räumungsklage erhoben werden. Bis zur Räumung können dann, je nachdem wie langsam oder schnell die Mühlen der Justiz mahlen und ob der Mieter den Instanzenzug geht, viele Monate oder gar auch Jahre vergehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Siggi77 am 09.06.2018 01:10

Hallo,

Ich beabsichtige für meine vermietete Wohnung ordnungsgemäß Eigenbedarf anmelden. Geschätzte Eigennutzung beträgt ca. ein Jahr.

a) für welcher Zeitraum ist Eigenbedarf rechtskräftig?

b) wie gehe ich vor wenn meine Mieterin schwanger ist ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.06.2018 10:51

Hallo Siggi77,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir verstehen Ihre Frage so, dass bereits heute feststeht, dass Sie die Wohnung nur ein Jahr lang benötigen und danach wieder ausziehen wollen. Eine höchstrichterliche BGH-Rechtsprechung dazu, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Eigenbedarfskündigung wegen eines nur temporären Nutzungswunsches zulässig ist, ist uns nicht bekannt. Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Kündigende (oder nache Verwandte zu deren Gunsten gekündigt wird) dauerhaft die Wohnung nutzen wollen. Ob ein Jahr schon dauerhaft ist, ist Auslegungssache, dürfte aber kritisch betrachtet werden. Wir raten Ihnen deshalb, die Frage z. B. mit einem Fachanwalt für Mietrecht zu besprechen.

Die Schwangerschaft einer Mieterin kann einen Härtefall darstellen - zumindest dann, wenn die schwangere Mieterin kurz vor der Entbindung steht, urteilte das Landgericht Stuttgart (Az.: 16 S 378/90).

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Carla777 am 02.06.2018 16:47

Hallo liebes Team,

gestern hat mein Vermieter schriftlich Eigenbedarf für meine 3-Zi-Wohng. , die ich nun seit 30 Jahren bewohne, angemeldet. Als ich einzog, war es ein 3-Fam.Haus, kleine Dachwohnung, minimalst als Wohnung für eine Person, und 2 genau gleich aufgeteilte Wohnungen mit je 75 qm. Als die Mieter der Erdgeschosswohnung vo 3 Jahren auszogen, zog die Tochter des Vermieters mit Familie ein (2 Erw. und inzwischen 2 kleine Kinder)

Das Dachgeschoss wurde nicht mehr vermietet und besteht nun aus 2 Räumen mit insgesamt ca. 15 qm, ,Laminat und Heizung und wird von der Familie benützt.

Der Kündigungsgrund wurde folgendermaßen formuliert: Da sich die Familie unserer Tochter vergrößert hat und mehr Platz benötigt, müssen wir leider das bestehende Mietverhältnis mit Ihnen unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfristen aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Diese Kündigung erfolgt nach § 573, Abs.2 Nr. 2 BGB, Zukünftig soll die Wohnung im 1. OG folgendermaßen genutzt werden : Da in der Erdgeschosswohnung (3 Zimmer, 75 qm) nicht genügend Zimmer für die vierköpfige Familie unserer Tochter vorhanden sind, soll künftig zusätzlich das 1. Obergeschoss für die Kinderzimmer der Kinder sowie das elterliche Schlafzimmer genutzt werden. ( Erwähnen möchte ich, dass die Kinder 2 und 3 Jahre alt sind.) Wir hoffen usw. ...

Meine Frage: Ist dies ein Grund für eine Eigenbedarfskündigung ? Ich bin 76 Jahre und leider auch gesundheitlich angeschlagen, somit werde ich mir wohl etwas schwer tun mit einer neuen Wohnung. Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.06.2018 10:47

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung wie die von Ihnen beschriebene kann wirksam sein, ja. Ob die, die Sie erhalten haben, es tatsächlich ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen, auch weil wir die genauen Verhältnisse bei der Familie Ihres Vermieters nicht kennen. Mieter können Eigenbedarfskündigungen allerdings abwehren, wenn ein besonderer Härtefall vorliegt. Das kann beispielsweise eine Krankheit oder fortgeschrittenes Alter sein. Zumindest kann in solchen Fällen häufig eine verlängerte Kündigungsfrist erreicht werden, so dass Ihnen mehr Zeit zur Wohnungssuche und Organisation eines Umzugs bliebe. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir möchten Ihnen daher die Beratung durch einen Mieterverein vor Ort empfehlen. Dieser kann auch besser bewerten, ob die vorliegende Eigenbedarfskündigung tatsächlich wirksam ist und Sie beraten, wie Sie gegebenenfalls dagegen vorgehen können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

willi am 01.06.2018 10:17

Hallo Immowelt-redaktion

Mein Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet und mir Fristgerecht gekündigt. Die Kündigungsfrist hat er anstatt der vorgeschriebenen 3 Monate auf 4 Monate festgelegt. Da ich sehr schnell eine neue Wohnung gefunden habe möchte ich die Frist auf 3 Monate beschränken. Habe ich einen Anspruch darauf ?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt Redaktion am 01.06.2018 11:33

Hallo willi,

Sie können natürlich selbst fristgerecht kündigen: drei Monate zum Monatsende. Die Kündigung muss dem Vermieter spätestens am 3. Eines Monats vorliegen. Erhält der Vermieter das Kündigungsschreiben also am 3.6., können Sie Ende August den Mietvertrag kündigen.

Weitere Infos zum Thema Kündigung:

https://ratgeber.immowelt.de/a/wohnung-kuendigen-problemlos-raus-aus-dem-mietvertrag.html

Herzliche Grüße,

die Immowelt Redaktion

Manu am 29.05.2018 13:22

Hallo Immowelt-Redaktion,

eine ca. 100 m² große Wohnung wurde an ein Ehepaar vermietet. Wenn der Vermieter nun die Wohnung für seinen alleinstehenden Enkel per Eigenbedarf kündigen möchte, kann es da Probleme geben, wegen der Größe der Wohnung, dass diese evtl. als zu groß für eine alleinstehende Person angesehen wird, oder dürfte dies hier keine Rolle spielen.

Vielen Dank

wenn der Vermieter wegen Eigenbedarf für den Enkel kündigen möchte

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2018 13:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel sollte es aufgrund der Wohnungsgröße nicht zu Problemen bei einer Eigenbedarfskündigung kommen. Der BGH hat in der Vergangenheit bereits geurteilt, dass es nicht Sache der Gerichte ist, zu prüfen, ob eine Wohnungsgröße angemessen ist oder nicht (Az.: VIII ZR 166/14). Entscheidend dürfte also nur sein, dass der Eigenbedarf tatsächlich besteht und dass keine Kündigungssperrfrist existiert, etwa weil die Wohnung während der Mietdauer in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. Bitte beachten Sie zudem, dass wir individuelle Fälle aus der Ferne nur schwer beurteilen können und zudem keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elli am 29.05.2018 01:14

Hallo,

ich wohne in einem Zweifamilienwohnhaus, welches meinen Eltern gehört. Die andere Wohnung ist seit ca. 10 Jahren an ein Ehepaar vermietet. Wenn meine Eltern das Haus nun an mich vererben würden, wie würde sich dies beim Mietvertrag verhalten. Wäre ich dann der Vermieter? Kann doch eigentlich nicht sein, da ich den Vertrag nicht unterschrieben habe. Gibt es da ein Sonderkündigungsrecht oder etwas in der Art eines Aufhebungsvertrags?

Für eine Aufklärung wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2018 08:35

Hallo Elli und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Kauf bricht Miete nicht. Wird eine Wohnung also verkauft, verschenkt oder auch vererbt, gehen sämtliche Mietverträge auf den neuen Eigentümer über. Dieser ist dann der Vermieter. Ein spezielles Sonderkündigungsrecht gibt es nicht, allerdings ist der Kündigungsschutz in einem Zweifamilienhaus, in dem eine Wohnung vom Vermieter bewohnt wird, ohnehin gelockert. Der Vermieter kann in diesem Fall ohne weiteren Grund kündigen. Die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei um drei Monate. Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, liegt sie bei sechs Monaten, bei fünf bis acht Jahren sind es neun Monate. Besteht der Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, liegt die Kündigungsfrist bei zwölf Monaten. Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

bibbi am 25.05.2018 06:56

Ich beabsichtige eine Wohnung zu kaufen, in der zur Zeit eine Familie wohnt. Die jetzige Eigentümer haben dieser Familie schon gekündigt aus verschiedenen Gründen (Mietrückstände,Lärm u.s.w) die Mieter weigern sich aber auszuziehen.!!! Die jetzigen Eigentümer möchten diese Wohnung jetzt an mich verkaufen. Ich würde dann gerne als Eigenbedarf (Sohn zieht ein) kündigen. Wie ist da die Kündigungsfrist 3 Monate ??, in dem Haus sind überwiegend Mietwohnungen Wenn dies Familie auch bei mir nicht ausziehen will, was kann ich da machen ? mein Sohn braucht sehr dringend die Wohnung, sitzt sonst selbst auf der Straße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.05.2018 10:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn die Kündigung der vorherigen Eigentümer bereits wirksam war, könnten entweder diese selbst auf Räumung klagen, oder der neue Eigentümer direkt nach der Eigentumsübertragung im Grundbuch. War die Kündigung jedoch nicht wirksam, muss der neue Eigentümer selbst nach der Eigentumsübertragung kündigen. In diesem Fall richtet sich die Kündigungsfrist nach der Mietdauer. Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von 3 Monaten kündigen. Bei fünf bis acht Jahren liegt die Kündigungsfrist bei sechs Monaten. Besteht der Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, muss der Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen. Erfolgt eine Kündigung aber beispielsweise aufgrund von Mietrückständen, ist unter Umständen sogar eine fristlose Kündigung möglich. Dem Mieter blieben dann nur etwa 14 Tage, die Wohnung zu verlassen. So oder so: Weigert sich der Mieter auch danach noch, aus der Wohnung auszuziehen, bleibt dem Vermieter nur das Mittel der Räumungsklage. Diese können Sie beim Amtsgericht einreichen. Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Phuong Tran am 24.05.2018 10:34

Liebe Immowelt-Redaktion,

wir möchten ein Einfamilienhaus vermieten. Es steht im Mietvertrag, dass er bei Mietverhältnissen über Wohnraum mit gesetzlicher Frist gekündigt werden kann. Bezüglich der später möglichen Kündigung haben wir eine Frage, ob wir die Mieter wegen Eigendarf kündigen können? Was ist genau der Eigenbedarf hierzu? Gehört ein Hausverkauf auch zu Eigenbedarf?

Für eine Erklärung sind wir sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.05.2018 13:07

Hallo Phuong Tran,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Vorab: Ein Hausverkauf stellt KEINEN Grund für eine Eigenbedarfskündigung dar, es gilt der Grundsatz: Kauf brcht nicht Miete. Eine Eigenbedarfskündigung ist nur dann zulässig, wenn Sie die Wohnimmobilie für sich, Ihre Familienangehörigen oder Angehörige Ihres Haushalts benötigt (§ 573 (2) BGB).

Sollten bereits jetzt feststehen, dass Sie das EInfamilienhaus später für sich selbst oder einen Angehörigen nutzen wollen und dieses jetzt vermieten, müssen Sie dies Ihrem Mieter mitteilen, da sonst die Gefahr bestehen könnte, dass der Mieter später gegen Sie klagen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

AOausE am 15.05.2018 19:56

Liebe Immowelt-Redaktion,

Wir möchten unseren Mietern die Wohnung auf Eigenbedarf kündigen, da unsere Tochter möchte mit Ihrer Familie dort einziehen möchte. Die Mieter wohnen bereits seit 34 Jahren in der Wohnung und sind beide über 80, aber fit! Sie fahren noch Auto, nehmen am sozialen Leben Teil und fahren auch regelmäßig zu Ihrem auf einem Campingplatz stehenden Wohnwagen! Wir wollen Ihnen den Auszug erleichtern, indem wir Ihnen anbieten, bei der Wohnungssuche behilflich zu sein und den Umzug zu finanzieren!

Wie schätzen sie aus Ihrer Erfahrung heraus unsere Chancen ein?

Mit freundlichen Grüßen

Almut Ophey

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.05.2018 09:28

Hallo AOausE ,

grundsätzlich ist eine Eigenbedarfskündigung zugunsten naher Angehöriger bei Vorliegen vernünftiger Gründe zulässig. Allerdings kann ein Härtefall einer Eigenbedarfskündigung entgegenstehen. Zwar haben Gerichte entschieden, dass ein hohes Alter alleine noch keinen Härtefall darstellt. Wenn jedoch noch weitere Aspekte hinzukommen, wie etwa eine Krankheit oder auch eine starke Verwurzelung in der Umgebung - was bei einer sehr langen Mietdauer nicht fernliegend sein muss -, kann die Sache anders aussehen.

Ob in ihrem Fall ein Härtefall vorliegt, dürfte sich nur aufgrund einer umfassenden Abwägung des Einzelfalls beurteilt lassen und ist hier konkret für uns aus der Ferne nicht zu beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Torsten am 08.05.2018 19:52

Liebe Immowelt-Redaktion,

wir beabsichtigen, eine vermietete Wohnung in einem Berliner Mehrfamilienhaus für unseren Sohn zu kaufen, der dort mit seiner Freundin einziehen möchte. Die Wohnungen in dem Haus sind größtenteils vor 10 Jahren von einem Privatmann gekauft worden, der sie jetzt an unterschiedliche Neu-Eigentümer veräußern möchte. Auch den Mietern wurden die Wohnungen zum Kauf angeboten. Greift auch in diesem Fall die Kündigungsbeschränkung bei Wohnungsumwandlung nach § 577a , also die Sperrfrist von drei bis zehn Jahren?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Herzliche Grüße

Torsten

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.05.2018 08:40

Hallo Torsten,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das kommt im Wesentlichen darauf an, wann der Mietvertrag geschlossen und wann die Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. War eine Wohnung bereits vor der Umwandlung vermietet, gilt die Sperrfrist, wurde sie erst danach vermietet, greift sie nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

AnLaEdLi am 08.05.2018 11:21

Hallo,

wir vermieten eine Wohnung in einem Zweifamilienhaus. Es soll wegen Eigenbedarfs gekündigt werden. Jedoch besteht noch ein Kündigungsschutz von 12 Monaten. Kann schon jetzt eine Kündigung raus, in der steht, dass für nächstes Jahr gekündigt wird? Somit hat die Familie länger Zeit sich etwas Neues zu suchen.

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.05.2018 12:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ja, das ist möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Grennd am 02.05.2018 21:00

Guten Tag.

Ich habe vor, eine Eigentumswohnung in einem Miethaus zu kaufen (Raum Schleswig-Holstein), dort besteht seit 2017 ein unbefristetes Mietverhaeltnis. a) Uebernehme ich Mietverhaeltnis und Mietvertrag bei Erwerb der Wohnung? b) Wann darf ich eine Mieterhöhung vornehmen und c) Ab wann darf ich Eigenbedarf anmelden? Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.05.2018 08:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

a) Kauf bricht Miete nicht. Das Mietverhältnis besteht auch nach dem Kauf einer Eigentumswohnung unverändert fort.

b) Vermieter dürfen die Miete nur alle 15 Monate erhöhen und die Mieterhöhung darf in drei Jahren nicht mehr als 20 Prozent betragen (Kappungsgrenze). In Gebieten, in denen der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist, liegt die Kappungsgrenze bei 15 Prozent. Besagte 15 Monate gelten unabhängig davon, wer der Vermieter ist. Ein Beispiel: Hat der Vorvermieter vor 6 Monaten die Miete erhöht, ist die Mieterhöhung durch den neuen Vermieter erst nach Ablauf weiterer 9 Monate möglich.

Weitere Informationen zur Mieterhöhung finden Sie auch in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/mieterhoehung-richtig-formulieren-so-gehts.html

c) Grundsätzlich ist das sofort nach der Eigentumsübertragung im Grundbuch möglich. Eine Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden, eine entsprechende Verordnung ist in Schleswig-Holstein aber bereits vor einigen Jahren ausgelaufen, weshalb die Kündigungssperrfrist für umgewandelte Eigentumswohnungen wieder nur drei Jahre beträgt.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tanja am 24.04.2018 12:27

Hallo zusammen,

wir sind Inhaber einer Immobiliengesellschaft mbH. Die Gesellschaft besteht aus meinem Vater, meiner Schwester und mir. Zu dieser Gesellschaft gehört unter anderem auch ein 3Familienhaus. Zum 01.02.2018 sind in die Erdgeschosswohnung 4 Zimmer, 88 qm groß, Balkon und Garten, neue Mieter eingezogen. Eltern und 2 Kinder (4 Jahre und 7 Monate). Vor kurzen haben wir erfahren, dass unsere Vater auf kurz oder lang auf Pflege angewiesen ist. Zur Zeit bewohnt er noch seine private Eigentumswohnung in der 1. Etage. Ohne Aufzug. Bedingt durch seine Krankheit wird er auf kurz oder lang auf eine Pflegkraft angewiesen sein. Ist es daher möglich, eine Kündigung für Eigenbedarf auszustellen? Vermieter die Immobiliengesellschaft mbH? Eine Ersatzwohnung können wir nicht anbieten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.04.2018 08:42

Hallo Tanja und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel können juristische Personen wie die GmbH keinen Eigenbedarf geltend machen. Der Bundesgerichtshof hat diesen Grundsatz zwar aufgeweicht, indem er GbRs das Recht auf eine Eigenbedarfskündigung zugestandne hat, für GmbHs gilt das aktuell aber nicht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nina am 23.04.2018 13:44

Hallo, ich wohne in dem Haus meiner Tante. Ich bin selbstständig und habe ein Geschäft 4 km von hier weg. Ich würde gerne unten in das Haus mit meinem Geschäft einziehen da ich ich mich vergrößern muss, es für mich einfach praktischer ist und ich auserdem im Verhältnis zu meinem jetziges Standort Geld spare. Können meine Tante und ich auf Eigenbedarf kündigen oder ist die Kündigung dann unwirksam weil die Wohnung für gewerbliche Zwecke genutzt werden soll?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.04.2018 14:54

Hallo Nina und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in § 573 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist geregelt, dass eine Eigenbedarfskündigung dann mölgich ist, wenn der "Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt". Eine Eigenbedarfskündigung zu gewerblichen Zwecken sieht das BGB nicht vor.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Nina am 23.04.2018 22:40

Hallo liebes Team, auch nicht wenn es für mich aus geschäftlicher Sicht existentiell notwenig wäre? Gibt es keine Möglichkeit?


Immowelt-Redaktion am 24.04.2018 08:28

Hallo Nina,

das BGB ist in dieser Hinsicht eindeutig und sieht die Eigenbedarfskündigung explizit nur für Wohnzwecke vor. Natürlich könnten Sie sich mit dem Mieter einigen und ihm beispielsweise entgegenkommen, indem Sie sich finanziell an seinem Umzug beteiligen. Eine Eigenbedarfskündigung für gewerbliche Zwecke sieht das Gesetz aber nicht vor, auch nicht ausnahmsweise.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

droop am 20.04.2018 22:06

Hallo Team,

meiner WG wurde vor kurzem vom Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt. Grund war, dass sie (ein älteres Ehepaar) die Wohnung ihrer Tochter geben wollten, die vor kurzem ein Kind bekommen hat und näher an den Eltern sein wollte. Vorher wohnten sie 3.2km entfernt.

So weit so gut.

In der Kündigung stand die vorgeschriebene Frist von 3 Monaten, hilfsweise auch früher. Nun sind wir alle ausgezogen, bis auf einen Mitbewohner dessen Auszug sich um 14 Tage verzögert hat. Die Vermieter haben uns daraufhin kontaktiert, dass sie von uns noch Miete einziehen, weil sich das >Kaufdatum< der Tochter verschieben würde. Ist das rechtens?

Aus diesem Umstand sind uns allen hohe zeitliche und finanzielle Kosten entstanden.

Beste Grüße und danke, falls ihr mir helfen könnt!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.04.2018 08:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich können Vermieter eine Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen, wenn sie diese für sich oder nahe Angehörige benötigen. Mit dem geplanten Verkauf einer Wohnung hat eine Eigenbedarfskündigung nichts zu tun. Die monatliche Miete schulden Mieter grundsätzlich bis zum Ende des Mietverhältnisses also bis zum Ende der Kündigungsfrist, unabhängig davon, wann sie ausgezogen sind. Natürlich ist es aber möglich, davon abweichende Vereinbarungen mit dem Vermieter zu treffen. Wenn jemand über die Kündigungsfrist hinaus in der Mietwohnung wohnen bleibt, kann der Vermieter ihn räumen lassen und gegebenenfalls auch einen Mietausfallschaden geltend machen. Wann ging oder geht ihr Mietverhältnis denn offiziell zu Ende?

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

a.zeid am 13.04.2018 22:37

Hallo liebes Team,

ich möchte meine jetzigen Mieter auf Eigenbedarf kündigen.

Das ältere Paar wohnt dort seit über 40 Jahren und der Ehemann wohnt soweit ich weiss zur Zeit in einem Pflegeheim, weil er Demenz erkrankt ist.

Die Dame selbst ist ebenfalls schwer krank und ist oft für Wochen im Krankenhaus. Das Haus ist sehr groß und verteilt sich auf 2 Etagen. Ich mache mir auch ehrlich gesagt sorgen um mein Haus, weil keiner in der Lage ist, sich um das Haus zukümmern.

Das Haus wird also kaum

genutzt und es wäre für alle beteiligten das Beste, wenn ich die Mieter auf Eigenbedarf kündige.

Im Haus nebenan Wohnt mein Vater alleine dort und ist selber 70 Jahre alt und benötigt im alltag Hilfe, was ich gerne tun würde.

Ebenfalls wollen mein Partner und Ich demnächst ein Kind haben und benötigen mehr Platz, da unsere jetzge Wohnung viel zu klein ist (53qm)

Ich danke im Voraus

lg

zeid

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Immowelt-Redaktion am 16.04.2018 09:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob eine solche Kündigung erfolgreich wäre, können wir leider vorab nicht beurteilen. Gerade bei der schweren Erkrankung Ihrer Mieter könnten diese die Kündigung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit abwenden, indem sie vorbringen, dass in ihrem Fall ein besonderer Härtefall vorliegt. Ob dies jedoch auch passieren würde und wie ein Rechtsstreit in dieser Frage ausgehen würde, kann Ihnen am ehesten ein Fachanwalt sagen. Eine Rechtsberatung erhalten Sie auch bei Eigentümervereinen wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nicole am 13.04.2018 12:16

Hallo Immowelt-Team

Mir wurde ein 4-Familienhaus zum Kauf angeboten (Baden-Württemberg). Alle 4 Wohnung sind bereits vermietet, nur der Vermieter würde wechseln. Bedingung für den Kauf meinerseits wäre, 2 Wohnungen zu 1 großen Wohnung umzubauen um darin selbst zu wohnen. Ich müsste also 2 Mietern wegen Eigenbedarf kündigen. Ist das nach Einhaltung der Kündigungsfristen in diesem Fall möglich, oder gilt bei Vermieterwechsel eine andere Regelung?

Danke für Ihre Hilfe

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.04.2018 12:49

Hallo Nicole,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Grundsätzlich kann ein Eigentümer einer Immobilie eine EIgenbedarfskündigung aussprechen, sobald er im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist und wenn der ensprechende Eigenbedarf auch tatsächlich gegeben ist. Anders wäre die Lage, wenn ein Mehrfamilienhaus im Grundbuch in einzelne Eigentumswohneinheiten aufgeteilt wurde/wird. Dann gilt: Mieteten die Mieter vor der Aufteilung eine Wohnung an, dann gilt eine Kündigungssperrfrist von mindestens 3 Jahren (die die Kommunen auf bis zu 10 Jahre verlängern können). Weitere mögliche Ausnahmen: Im Mietvertrag ist eine Eigenbedarfskündigunga ausgeschlossen oder die Kündigung wäre für den Mieter eine besondere Härte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ammersbek am 10.04.2018 17:00

Ich habe ein 4 Familienhaus in dem meine Tochter eine gemietete Wohnung hat. Ich würde gerne dort eine Wohnung zum Eigenbedarf kündigen um bei meiner Tochter zu wohnen. Im Moment habe ich aber noch ein Einfamilienhaus das dann später verkauft werden soll. Muss erst das Haus verkauft sein.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.04.2018 09:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, muss es nicht zwangsläufig. Entscheidend ist, dass tatsächlich Eigenbedarf besteht. Die Gründe hierfür können unterschiedlich sein und dass sie vor haben, dass Haus zu verkaufen kann dabei eine Rolle spielen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte der Mieter Ihre Eigenbedarfskündigung also nicht akzeptieren, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Münchner am 07.04.2018 18:01

Hallo zusammen,

meine Frau und ich sind im September 2017 in eine 3-Zimmerwohnung in München eingezogen. Beim Besichtigungstermin und gleichzeitigen Vertragsunterzeichnen wurde uns versichert, dass kein Eigenbedarf anfallen wird und der Sohn sich dann später selbst eine Wohnung suchen muss. Leider wurde diese Aussage nicht schriftlich festgehalten.

Vergangenen Donnerstag, den 5.4.2018, haben wir ein Einschreiben eines Anwalts erhalten, wonach wir aufgrund Eigenbedarf gekündigt worden sind und bis spätestens 30. Juni die Wohnung räumen sollen. Der Sohn braucht eine Wohnung für einen neuen Job in München nach Studienabschluss.

Wir wollen dies anfechten, wie stehen unsere Chancen?

auf Kommentar antworten

Münchner am 07.04.2018 18:40

noch etwas zusätzliche Information, die ich gerade eben erst gesehen habe:

Unser Vertrag begann am 1.9.2017. Jetzt habe ich gerade eben im Schreiben des Anwalts entdeckt, dass die Vollmacht zum Aufsetzen des Kündigungsschreibens bereits am 3.3.2018 erteilt wurde. Sprich nur 6 Monate und ein paar Tage nach Vertragsbeginn und Einzug.

Das kann doch unmöglich rechtens sein, oder? Dagegen sollte man doch vorgehen können.


Immowelt-Redaktion am 09.04.2018 09:10

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in einem Fall wie dem Ihren stellt sich vor allem die Frage nach der Beweisbarkeit. Wenn Sie glaubhaft machen können, dass Ihnen mündlich fest zugesichert wurde, dass keine Eigenbedarfskündigung erfolgen würde, könnte das als zusätzliche Vertragsvereinbarung gewertet werden, die eine Eigenbedarfskündigung tatsächlich unwirksam macht. Die Frage wäre im Streitfall aber auch, ob Ihr Vermieter diese Zusicherung abstreitet oder nicht. Insofern lassen sich Ihre Chancen vorab nur schwer beurteilen. Wir würden Ihnen eine Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tom am 06.04.2018 14:53

Hallo Immowelt Team,

wir wohnen seit bald 13 Jahren (ab 2005) in einer Mietwohnung. Diese Mietwohnung befindet sich in einem Haus wo teilweise die Eigentümer selbst in den Wohnungen wohnen und teilweise sind Wohnungen vermietet. Unser Vermieter möchte nun "unsere" Wohnung durch einen Makler verkaufen lassen. Nach Rückfrage beim Makler mit welchen eventuellen Fristen wir bei einer Eigenbedarfskündigung durch den neuen Vermieter rechnen müsssten, antwortete uns der Makler schriftlich "das wir in jedem Fall noch die nächsten zwei Jahre nach einem Mieterwechsel sicher zur Miete in der Wohnung verbleiben können". Nach seiner Aussage kommt zur 9-monatigen Kündigungsfrist noch zusätzlich für jedes Jahr des Bestehens des Mietvertrags einen Monat zusätzliche Kündigungsfrist dazu. So ergebe sich in unserem Fall eine ca. 24-monatige Kündigungsfrist.

Leider konnte ich zu dieser Aussage im Netz nichts finden, wass dies bestätigt.

Meine Frage ist nun, ob diese Aussage richtig ist oder gilt nur die 9-monatige Kündigungsfrist?

Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2018 14:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine gesetzliche Regelung, wonach zu jedem Jahr des Bestehens des Mietvertrags ein Monat zusätzliche Kündigungsfrist hinzukommt, gibt es im deutschen Mietrecht nicht. Besteht der Mietvertrag länger als acht Jahren, liegt die Kündigungsfrist bei neun Monaten. Eine Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Drealein am 06.04.2018 09:06

Hallo Immowelt Team,

meine Eltern besitzen ein großes Haus mit insgesamt 7 Mietwohnungen, eine davon bewohnen sie selber. Nun kaufen wir nächstes Jahr im Januar das Haus meiner Eltern, diese bauen sich eine Wohnung in dem Haus altersgerecht um und haben lebenslanges Wohnrecht und wir möchten nun drei Mietwohnungen zusammenlegen, da wir mit sechs Personen sind und müssen aus diesem Grund drei Mieten wegen Eigenbedarf kündigen. Meine Frage dazu lautet : Die Mieter wohnen zwischen 3 und 9 Jahren in den Wohnungen, könnten meine Eltern bereits vor dem Verkauf an uns im nächsten Jahr den Mietvertrag wegen Eigenbedarf kündigen? Wir befürchten das die eine Mieterin, die 9 Jahre in der Wohnung lebt sich gegen einen Auszug weigert und bei einer Kündigungsfrist von 9 Monaten sich auch dementsprechend viel Zeit lassen wird. Wir würden aber gerne zeitnah die Wohnung beziehen nach dem Kauf im Januar, da erheblich umgebaut werden muss. Und wenn die Dame die Kündigung annimmt wegen Eigenbedarf, dürfte sie dann früher aus der Wohnung ausziehen wenn sich zeitnah eine neue Wohnung finden lässt? Dürfen wir überhaupt sofort nach Kauf des Hauses auf Eigenbedarf kündigen mit Beachtung der Fristen?

Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2018 10:01

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich ist eine Eigenbedarfskündigung auch für nahe Angehörige wie Kinder möglich. Ihre Eltern könnten also bereits vor Verkauf des Hauses für Sie die fraglichen Wohnungen kündigen. Mieter und Vermieter können sich grundsätzlich auch auf eine kürzere Kündigungsfrist einigen als die, die das Gesetz vorsieht. Einen Rechtsanspruch darauf haben Vermieter nicht, die Mieterin könnte in Ihrem Fall also auf die neun Monate Kündigungsfrist bestehen. Auch Sie dürften nach dem Kauf des Hauses aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Eine spezielle Sperrfrist gibt es nur für den Fall, dass ein Miethaus während der Mietdauer eines Mieters in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. Das scheint bei Ihnen ja aber nicht der Fall zu sein.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit einem Mieter kommen, empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Adam am 05.04.2018 22:47

Hallo Immowelt-Redaktion-Team

Ich habe ein Haus gekauft und möchte den Wohnbereich des Hauses für mich nutzen.

Den Mieter habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt mit einer Frist von neun Monaten.

Der Mieter der seit 30 Jahren dort lebt aber unter 60 Jahre ist hat mit zu verstehen gegeben das

er mit allen Mitteln es mir schwer machen wird und er nicht aufziehen wird.

Er unterstellt mir aus der Luft gegriffene Sachen wie das der Eigenbedarf nur vorgetäuscht ist usw.

Ich wohne seit fast 20 Jahren in einer Dienstwohnung und habe darauf hin gespart mir das Haus zu leisten

und dann sowas. Kann er mit solchen Behauptungen damit durchkommen und wie ist der Verlauf, wenn er nicht ausziehen wird und die Chancen für mich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2018 08:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie als Vermieter aufgrund von Eigenbedarf kündigen und der Mieter der Kündigung widerspricht oder sich schlichtweg weigert, auszuziehen, müssten Sie beim zuständigen Amtsgericht Räumungsklage einreichen. Das Gericht würde dann prüfen, ob die Behauptung des Mieters, der Eigenbedarf sei nur vorgeschoben, tatsächlich zutrifft. Wenn der Eigenbedarf tatsächlich besteht, würde der Richter dann die Räumung veranlassen, notfalls per Gerichtsvollzieher.

Wie Ihr Chancen dabei stehen, können wir aus der Ferne leider nur schwer beurteilen. Wenn der Vorwurf, der Eigenbedarf sei vorgetäuscht, aber tatsächlich nur aus der Luft gegriffen ist, dürfte es der Mieter tendenziell sehr schwer haben, sich vor Gericht damit durchzusetzen. In der Regel honorieren die Gerichte, dass der Vermieter das Recht an seinem Eigentum wahrnehmen will.

Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Manuela am 03.04.2018 11:25

Hallo Immowelt-Redaktion-Team

Wir haben 2015 ein Haus mit Zweitwohnung gekauft und somit den Mieter gleich samt Vertrag übernommen. Da wir 2 Fahrzeuge besitzen, brauchen wir den Parlklatz des Mieters selber. Deshalb möchten wir diesen nun dem Mieter kündigen. ( Eigenbedarf ) Dieser ist im Vertrag aufgeführt, aber nicht sep mit Preis versehen.

Meine Frage nun: welche Frist müssen wir einhalten? 3 Monate da wir Eigentümmer seit 2015 sind oder seit seinem Vertrgasbeginn ( 2003 )?

liebe Grüsse

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2018 13:55

Hallo Manuela,

für die Feststellung, welche Kündigungsfrist gilt, ist grundsätzlich nur relevant, wann der Mietvertrag geschlossen wurde. War das im Jahr 2003 der Fall, gilt für den Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten. Allerdings könnte es in dem von Ihnen genannten Fall fraglich sein, ob eine Eigenbedarfskündigung überhaupt möglich ist. Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt in § 573 vor, dass eine Eigenbedarfskündigung nur dann möglich ist, wenn der Vermieter die Räume als Wohnung für sich oder nahe Angehörige benötigt. Ein Parkplatz oder auch ein Garagenstellplatz ist jedoch keine Wohnung.

Handelt es sich bei dem von Ihnen gekauften Haus denn um ein Zweifamilienhaus oder um ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung? Wenn nämlich ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt, die andere Wohnung aber vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor. In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, läge also bei zwölf Monaten, wenn das Mietverhältnis seit 2003 besteht.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nicole am 21.03.2018 15:07

Hey ich habe auch mal ne frage wir haben zu weihnachten die Kündigung bekommen wegen Eigenbedarf. Haben auch schon 8 Wohnungen angeschaut aber leider noch keine bekommen! Am 30.6.18 sollen wir hier raus sein... Was ist wenn wir nix passendes hier finden stehen wir dan mit unseren Sohn 4 auf die Straße... LG Rudorf

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.03.2018 15:41

Hallo Nicole und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sollten Sie wirklich nichts finden, erkundigen Sie sich am besten rechtzeitig vorher bei der Stadt oder Gemeinde. In Notfällen stellen diese manchmal Übergangswohnungen zur Verfügung. Auch können Sie bei einem Mieterverein prüfen lassen, ob die Eigenbedarfskündigung überhaupt wirksam ist. Darüber hinaus könnten Sie sich natürlich auch mit dem Vermieter gütlich auf eine verlängerte Mietdauer einigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Asta am 17.03.2018 15:55

Wir würden gerne ein Mehrfamiienhaus kauf,en-d.h. das alle zusammen ziehen können-also Mehrgenerationen Haus-allerdings ist in dem Objekt,welches uns interessiert noch eine Wohnung,seit 4,5 Jahren vermietet-Wir müssten also Eigenbedarf anmelden-die Wohnung ist an einen einzelnen Mann vermietet-Wir sind uns nicht sicher,wie ales abzulaufen hat-Gerne Ratschläge-Danke

auf Kommentar antworten

dieter1948 am 15.03.2018 21:51

Sind Vermieter unserer Eigentumswohnung, wohnen selbst in einer Mietwohnung. Immer wieder Mieterhöhung zwingen uns , das Mietverhältnis zu kündigen. Sind Rentner und können diese Mieterhöhung nicht auffangen, würden deshalb gerne unser bezahltes Eigentum selbst nutzen. Unser Problem : Mieter seit 8 Jahren, 80jähriges Paar, kann ich diesem aus EIGENNUTZ kündigen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.03.2018 09:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist auch in einem solchen Fall prinzipiell möglich. Die Mieter Ihrer Eigentumswohnung könnten allerdings aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters der Kündigung widersprechen und erklären, dass in ihrem Fall ein Härtefall vorliegt. Ob das wirklich geschieht und ob sie damit im Streitfall erfolgreich wären, lässt sich aber vorab nicht sagen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


hannestheo2 am 21.03.2018 21:14

Hallo und guten Abend, wir befinden uns in einer genau solchen Situation. Sind nicht mehr bereit , die Mieterhöhung der gierigen Vermieterin zu tragen. Sind auch Rentner und benötigen die 100 qm unsrerer Mietwohnung nicht mehr, 80 qm ebenerdig , unsere Eigentumswohnung , würden passen.

das Problem, unsere Mieter 80 jährig , seit 8 Jahren Mieter, kann man diesen Leuten kündigen ? Sie sind noch ziemlich mobil, machen oft Urlaub und fühlen sich in dieser Wohnung sehr wohl. Bin ich mir selbst der Nächste? Über eine Antwort würde ich mich freuen


Immowelt-Redaktion am 22.03.2018 11:03

Auch hier gilt: eine Eigenbedarfskündigung ist auch in einem solchen Fall prinzipiell möglich. Wie bereits erwähnt könnten die Mieter Ihrer Eigentumswohnung könnten allerdings aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters der Kündigung widersprechen und erklären, dass in ihrem Fall ein Härtefall vorliegt. Vorab lässt sich das aber schwer sagen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mila Mavica am 09.03.2018 11:33

Ich habe noch etwas auf dem Herzen, wenn das ganze vor Gericht geht wo ein Richter die Entscheidung trifft etc. Nach welchem Gesetz wird entschieden? Es geht darum das hinter diesem ganzen Theater ein Prinz steckt der mit diesem Pärchen irgendwie sehr gut befreundet ist, sich kennen etc. Das ist wirklich kein Scherz! Gilt dann das Bürgergesetz oder hat ein Prinz Hoheitsrecht? Hoheitsrecht in einem noch Demokratischen Land wo normal das Bürgergesetzbuch normal das einzige Recht ist? Meine Frage an die Redaktion : Welches Gesetz zählt in diesem Fall? Das Bürgerrecht oder das Hoheitsrecht eines Adeligen? Wer hat in dem Fall mehr Macht um sein Recht durchzusetzen?

Mit freundlichen Grüßen

Mila Mavica

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.03.2018 12:09

Sehr geehrte Frau Mavica,

in Deutschland gilt das Bürgerliche Gesetzbuch. Hoheitsrechte für den Adel existieren nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mila Mavica am 09.03.2018 11:06

Hallo, ich möchte mich gerne mal äussern! Wir sind eine kleine Familie und wohnen seit 1 Jahr in einer Mietwohnung. Und haben auch nicht vor ausziehen. Wir sind glücklich und zufrieden. Aufeinmal tauchten ein sehr merkwürdiges Pärchen auf und hatten sich unsere Wohnung angeschaut aufgrund eines Vermieter Wechsels! Wir hatten auch nichts dagegen und haben diese Leute in unsere Wohnung gelassen. Und ich dachte mir auch nichts böses!

Wir möchten nicht aus dieser Wohnung ausziehen und habe gelesen das es eine 3 jährige Sperrfrist gäbe die man sogar bis zu 10 Jahren ziehen kann. Da diese Wohnung immer schon eine Mietwohnung war. Meine Frage an die Redaktion : Wie sieht das für Nordrhein-Westfalen aus? Wenn Vermieter Eigenbedarf anmelden wo eine Familie mit einem Kind wohnen und diese Wohnung eine Mietswohnung ist und bis Dato keine Eigentumswohnung ist.

Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Mila Mavica

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.03.2018 11:11

Sehr geehrte Frau Mavica,

die von Ihnen genannte Sonderregelung gibt es, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Wurde eine Wohnung jedoch nicht in eine Eigentumswohnung umgewandelt, sondern handelt es sich um eine reguläre Wohnung in einem Miethaus, gibt es keine Sperrfrist, unabhängig vom Bundesland, in dem sich die Wohnung befindet. Ein neuer Hauseigentümer könnte dann im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen wegen Eigenbedarf kündigen. Voraussetzung ist natürlich, dass auch tatsächlich Eigenbedarf besteht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Steffi am 06.03.2018 23:22

Steffi und Rainer am 06.03.2018

Mein Mann Rainer hatte am 05.03.2018 einen Schlaganfall. Unsere Eigentumswohnung ist seit 1996 vermietet. Wir wohnen im 2. OG, die Treppen kann mein Mann nicht mehr bewältigen. Im Haus, in welchem unsere Eigentumswohnung ist, gibt es einen Fahrstuhl.

Wie ist eine Kündigung auf Eigenbedarf aus gesundheitlichen Gründen möglich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.03.2018 09:56

Hallo Steffi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Entscheidend für die Wirksamkeit einer Eigenbedarfskündigung ist, dass auch wirklich Eigenbedarf besteht. Aus welchem Grund das so ist, ist rein rechtlich betrachtet irrelevant, gesundheitliche Gründe kommen insofern genauso in Frage wie Familienzuwachs oder andere Gründe.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir aus der Ferne nicht beurteilen können, ob Ihre spezielle Eigenbedarfskündigung wirksam wäre. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Sollte sich der Mieter gegen die Eigenbedarfskündigung wehren, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Angela am 06.03.2018 11:22

Ich wohne seit 53 Jahren in einer Mietwohnung. Damals gehörte das ganze Miethaus einem Geschwisterpaar. Nach dessen Tod erbte erst eine Nichte (2 Stockwerke), dann dessen Enkel (2 Wohnungen). Nun hat dieser Enkel meine Wohnung verkauft. Vom Vorkaufsrecht habe abgesehen.

Meinem neuen Vermieter, erst war sein Kauf nur eine Kapitalanlage, habe ich deutlich gesagt, dass ich nicht ausziehen werde. Nun, nach 4 Monaten, kündigt er mir wegen Eigenbedarf ???? was kann ich tun ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.03.2018 17:50

Hallo Angela,

eine Kündigung wegen Eigenbedarfs kann durchaus rechtens sein, sofern sie richtig begründet ist. Wenn Mieter aber einen Härtefallgrund nachweisen können, ist es möglich, dass das Mietverhältnis zumindest für einen befristeten Zeitraum fortgesetzt wird. Ein solcher Grund kann zum Beispiel auch hohes Alter oder eine tiefe Verwurzelung mit dem Umfeld sein.

Vertiefende Informationen hierzu finden Sie in unserem Ratgeber: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Sonnenschein am 05.03.2018 21:29

Hallo, ich hätte eine Frage: einem Freund von uns ist wegen Eigenbedarfs gekündigt worden, mit einer Frist von 3 Monaten. Nun hätte der Mieter die Chance, schnell eine andere Wohnung zu bekommen - muss er die restlichen Monate der Kündigungsfrist weiter Miete zahlen oder muss ihn der Vermieter in diesem Fall eher 'entlassen'?

auf Kommentar antworten

Korsarin am 06.03.2018 13:15

Auch wenn er selbst gekündigt hätte, muss er eine Frist von 3 Monaten einhalten. Aber vielleicht kann er sich mit dem Eigentümer gütlich einigen? Etwas mehr renovieren, dafür früher ausziehen z.B.?


Immowelt-Redaktion am 06.03.2018 17:33

Hallo Sonnenschein,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Korsarin hat das gut auf den Punkt gebracht. In der Regel könnte Ihr Freund nur selbst kündigen, und auch hier beträg die Kündigungsfrist in der Regel drei Monate.

Mehr Informationen findest du in unserem Ratgeber: ratgeber.immowelt.de/a/wohnung-kuendigen-problemlos-raus-aus-dem-mietvertrag.html

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

addy am 04.03.2018 20:40

Hallo ich habe ein Haus das ich bewohne und noch ein Mietshaus ,da meine Lebensgefertin und ich älter werden möchte ich mein Haus verkaufen da es zu groß ist und in das Mietshaus einziehen kann ich meinem Mieter deswegen kündigen ? und bevor ich mein Haus verkaufe ? oder erst wenn mein Haus weg ist ? lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.03.2018 11:14

Hallo addy,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Eigenbedarfskündigung für seine Lebensgefährtin und sich selbst aufgrund von Alter oder wegen dem Bedarf einer kleineren Wohnung ist in der Regel möglich, ja. Dies sollte auch unabhängig vom Verkauf Ihres bisherigen Hauses möglich sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Sollten Sie individuelle Beratung wünschen, so empfehlen wir Ihnen, sich an einen Eigentümerverein wie zum Beispiel Haus und Grund oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Lena am 01.03.2018 20:50

Hallo,

ich wohne mit meinem Mann zusammen zur Miete in einem Zweifamilienhaus, welches meinen Eltern gehört. Die andere Wohnung ist ebenfalls vermietet. Wir überlegen nun das Haus zu kaufen. Ist es rechtens, wenn mein Vater dem Mieter der anderen Wohnung wegen Eigenbedarf kündigt und wir das Haus nach der Kündigung kaufen? Oder gilt das dann als vorgetäuschter Eigenbedarf? Wie lange müssten wir noch zur Miete im gesamten Haus wohnen bevor wir es kaufen könnten ohne, dass der Eigenbedarf rechtswidrig ist?

Mit freundlichen Grüßen

Lena

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.03.2018 15:17

Hallo Lena,

danke für Ihren Kommentar. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf kann auch dann berechtigt sein, wenn der Eigentümer die Wohnung für seine Kinder benötigt.

In wie fern ein Eigentümerwechsel mit der Eigenbedarfskündigung kollidiert können wir jedoch leider nicht beurteilen. Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Eigentümerverein wie zum Beispiel Haus und Grund oder einen Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht zu wenden.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Maria am 23.02.2018 21:06

Hallo,

ich habe ein altes Bauernhaus seit 2 Jahren vermietet. Jetzt studieren 2 meiner 3 Kinder sehr weit entfernt von unserem jetzigem Wohnort (470 km und 400 km), aber nur 50 und 100 km entfernt von meinem Bauernhaus entfernt. Unseres jüngstes Kind geht für 1 Jahr ins Ausland, und würde sich dann in der Nähe von dem Bauernhaus um einen Ausbildungsplatz bewerben. Reicht das für eine Eigenbedarfskündigung aus? (Ich hatte vor 25 Jahren wegen der Kinder meinen Beruf ausgegeben).

Danke Maria

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.02.2018 08:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung für die eigenen Kinder ist in der Regel möglich, ja. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit den Mietern kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elli am 19.02.2018 14:49

Hallo,

Wir haben eine Eigentumswohnung, die derzeit vermietet ist und wohnen selbst auf 60 m2 zu zweit. Nun erwarten wir Nachwuchs und wollen aufgrund der vorherrschenden hohen Mietpreise in die größere Eigentumswohnung ziehen. Im Mietvertrag ist eine Mindestmietdauer von 18 Monaten vereinbart, die allerdings erst in 10 Monaten endet :-/

Kann bei Kündigung wegen Eigenbedarf diese Klausel (18 Monate Mietdauer) dann unwirksam sein?

Vielen Dank,

Elli

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2018 15:25

Hallo Elli und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn im Mietvertrag ein beidseitiger Kündigungsverzicht für 18 Monate vereinbart wurde, können Vermieter vor Ablauf dieser Frist auch nicht wegen Eigenbedarf kündigen. Ob die Klausel zum Kündigungsverzicht jedoch wirksam ist, können wir aus der Ferne nur schwer beurteilen. Sicherheitshalber können Sie diese noch einmal einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund vorlegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hugo am 18.02.2018 15:32

Hallo, mein Vermieter bewohnt neben mir eine kleine Wohnung mit seiner Frau. Diese ist jetzt schwanger und wollen Eigenbedarf anmelden da meine Wohnung viel grösser ist. Ich wohne seit 16 Jahren in dieser Wohnung, der Mieter im ersten Stock mit der selben Wohngrösse bewohnt diese erst seit 6 Jahren. Ist es rechtens, dass ich die Kündigung vor ihm bekomme?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2018 09:13

Hallo Hugo,

grundsätzlich ja. Vermieter sind per Gesetz nicht verpflichtet, bei einer Eigenbedarfskündigung demjenigen Mieter zuerst zu kündigen, der am kürzesten in einer Wohnung lebt. Ob die Eigenbedarfskündigung als Ganzes wirksam ist, können wir aus der Ferne aber schwer beurteilen. Sollten Sie Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit haben, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

RAMA am 12.02.2018 13:46

Hallo ich habe vor 1 Monat einen kleinen Wohnung gekauft

Bei der Besichtigung der Wohnung sagte die Mieterin das sie, in einen anderen Wohnung umsieht

jetzt aber hat Sie die Meinung geändert, (ich ziehe nicht um ich bleibe hier, ich bin 70% behindert)

Die lebt seit 2006 in die Wohnung,

Und ich weiß das Sie eine 9 Monate Kündigungsfrist hat

Ich habe die Wohnung wirklich für Eigenbedarf

Habe ich da ein problem???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 14:23

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es könnte natürlich sein, dass die Mieterin versucht, aufgrund einer etwaigen Behinderung die Härtefallregelung in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall könnten Sie nicht so einfach den Mietvertrag kündigen oder müssten zumindest eine längere Kündigungsfrist in Anspruch nehmen. Ob sie damit erfolgreich wäre, können wir vorab aber schwer beurteilen. Sollte die Mieterin daher nach Ausspruch der Kündigung nicht ausziehen wollen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Waltraud am 11.02.2018 20:47

Hallo. Mieterin hat jetzt auch noch freund, der mal 4 tage. Mal 6 tage. Mal 5 Tage hier wohnt. Alles auf meine kosten. Wie oft darf dieser eigentlich hier laut Gesetz übernachten? Kann man nebenkostenerhöhung dadurch verlangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 11:03

Grundsätzlich darf ein Mieter so viel Besuch empfangen wie er möchte, eine gesetzliche Regelung hierzu gibt es nicht. Die Rechtsprechung sieht auch einen sechs bis acht Wochen anhaltenden Besuch noch als solchen an und geht unter Berücksichtigung des Einzelfalls davon aus, dass der Besucher erst nach dieser Zeitspanne zu einem tatsächlichen Bewohner wird. Erst dann wäre eine Anpassung bei der Nebenkostenabrechnung unter Umständen möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Waltraud am 11.02.2018 20:42

Hallo. Wohne als Vermieter mit einer Mieterin in einer wg. Ich paterre. Sie 1. Stock. Keine abgeschlossenen wohnungen. Bad jeder extrig. Küche gemeinsam. Mietvertrag für 1 Jahr bis 1.10.18. Sie schnüffelt in meinen privaten Zimmern und öffnet meine post. Sie bedient sich meiner Lebensmittel usw. Still und heimlich. Ist das ein Grund für fristlose kündigung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 11:01

Hallo Waltraud,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn dem Vermieter eine Fortführung des Mietverhältnisses nicht mehr zugemutet werden kann, ist dies laut § 543 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ein Grund für eine fristlose Kündigung. Ein solcher Grund könnte in Ihrem Fall gegeben sein, abschließend beurteilen können wir das aus der Ferne jedoch nicht. Sollte Ihre Mieterin die Kündigung nicht akzeptieren, empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

honey am 10.02.2018 14:25

Hallo....

ich will/muss meiner Mieterin zum nächsten Sommer kündigen wegen Eigenbedarf, da meine Tochter in die Wohnung einziehen wird.

Kann ich jetzt schon kündigen? Will meiner Mieterin ja genügend Zeit geben zur Wohnungssuche.

Der Mietvertrag läuft im Sommer zwei Jahre...

Vielen Dank für eine Info... :)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 10:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sicher können Sie auch jetzt schon auf einen Termin kündigen, der weiter in der Zukunft liegt als die gesetzlich vorgeschriebenen drei Monate. Wenn es nur darum geht, ihrer Mieterin genug Zeit zur Wohnungssuche zu geben, können sie die Kündigung aber natürlich auch mündlich ankündigen und dann zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Fetti am 03.02.2018 16:15

Hallo

Es ist ein 2 Familienhaus mit ausgebauten Dachboden somit 4 Wohnungen.

Jede Wohnung ist vermietet...wohnen alle zwischen 6 und 8 Jahren hier.

2 Parteien haben das Haus letztes Jahr gekauft. Die Wohnungen wurden nun als Eigentumswohnungen umgewandelt . Es wohnen alle wie gehabt drin.

Der einen Partei gehören 2 Whg der anderen 1.

Die der 2 gehören möchte nun die andere als Eigenbedarf für die Eltern nehmen. Lese ich das richtig das es da Jahre sind wo man es erst als Eigenbedarf nehmen kann....dann kann es ja schon zu spät sein...es ist jetzt nötig...

Danke

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Fetti am 03.02.2018 16:16

3 Wohnungen sorry nicht 4


Immowelt-Redaktion am 05.02.2018 10:32

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Tat gibt es eine solche Sperrfrist, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird während ein Mieter darin wohnt. Diesem Mieter darf dann zunächst nicht wegen Eigenbedarf gekündigt werden. Der neue Vermieter muss eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese Sperrfrist kann von den Bundesländern zudem auf bis zu zehn Jahren ausgeweitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Fetti am 09.02.2018 16:19

Aber es wurde ja nicht von fremden gekauft und umgewandelt sondern so wie wir vorher wohnten nur das der Eigentümer gewechselt hat und drei Eigentumswohnungen gemacht hat..... verstehe den Sinn nicht ist doch nicht anders als vorher

isalbrecht am 30.01.2018 20:57

Hallo zusammen, ich bin Eigentümerin einer Wohnung, und muss leider aus privaten Gründen meinem Mieter kündigen, da ich selber wieder in die Whg einziehen möchte. Der Mietvertrag wurde zum 8. November 2013 abgeschlossen. Also ein etwas schiefes Datum. Wenn ich drei Monate vorher fristgemäß kündigen will, ist dies dann der 8. Februar? Herzlichen Dank und Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.01.2018 08:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

unabhängig vom Datum, zu dem der Mietvertrag geschlossen wurde, ist die Kündigung laut § 573c des Bürgerlichen Gesetzbuchs spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mazumbo am 29.01.2018 13:40

Hallo an die Runde

Ich habe ms und beziehe Pflege. Meine Frau würde gerne arbeiten gehen.

Meine Mieterin wohnt im oberen Stockwerk. Jetzt möchte ich eine Kündigung wegen Eigenbedarf aufsetzten.

Die Pflegekraft würde diese Wohnung über mir beziehen.

Muss ich da auf etwas achten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.01.2018 14:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Vermieter können eine Eigenbedarfskündigung nur dann aussprechen, wenn sie eine Wohnung dringend für sich selbst, für nahe Angehörige oder für Angehörige des eigenen Haushalts benötigen. Andernfalls wäre eine Eigenbedarfskündigung unwirksam. Eine Ausnahme gibt es allerdings: In einem Zweifamilienhaus, in dem der Vermieter eine Wohnung selbst bewohnt, kann der Vermieter jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Mazumbo am 29.01.2018 14:38

Vielen Dank für die Antwort

Könnte ich noch ein Paragraph bekommen den ich in der Kündigung vorweisen könnte..


Immowelt-Redaktion am 29.01.2018 15:24

Die gesetzlichen Voraussetzungen einer Eigenbedarfskündigung finden sich in § 573 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Die Ausnahmeregelung für Zweifamilienhäuser geht aus § 573a hervor.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Monika Bauer am 28.01.2018 18:33

sollte der Mieter vor der Kündigungsfrist ausziehen (Kündigung wegen Eigenbedarf -Frist 9 Monate)

ist er verpflichtet die monatl.Miete weiterzuzahlen?

für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.01.2018 10:40

Sehr geehrte Frau Bauer,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Der Mieter ist verpflichtet, die Miete zu zahlen, so lange der Mietvertrag läuft. Wenn er vor Ende der Kündigungsfrist auszieht, muss er dennoch bis zum Ende der Frist weiter zahlen. Bei einer neunmonatigen Kündigungsfrist hätte der Mieter allerdings die Möglichkeit, seinerseits mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. In diesem Fall müsste er auch nur bis zum Ende dieser dreimonatigen Frist die Miete bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andy am 25.01.2018 05:10

Guten Tag,

ich habe mich vor zwei Jahren scheiden lassen. Mit meiner ehemaligen Frau besitze ich aber weiterhin gemeinsam eine vermietete Eigentumswohnung. In diese möchte ich nun gerne selber einziehen. (Ausfall der Mietzahlungen für die Miteigentümerin ist geklärt und sie ist einverstanden, dass ich in die Wohnung einziehe.) Kann ich eine Kündigung wegen Eigenbedarf aussprechen, auch wenn ich nur 50% der Wohnung besitze?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.01.2018 09:53

Hallo Andy,

wer die Kündigung aussprechen kann, hängt davon ab, wer den Mietvertrag ehemals mit unterzeichnet hat. Wenn ihre ehemalige Frau dort mit aufgeführt ist, sollte sie auch die Eigenbedarfskündigung mit aussprechen, ist sie es nicht, können Sie es auch alleine.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Siggi am 20.01.2018 10:09

Hallo,

wir beabsichtigen ein EFH mit Einliegerwohnung zu kaufen. Bisher war das Haupthaus frei, weswegen das Ganze auch nur für uns interessant war. Jetzt hat der Verkäufer allerdings einen Mietvertrag zu März abgeschlossen (Maklerin war darüber auch nicht informiert) , um auf Nummer sicher zu gehen, falls wir doch nicht kaufen sollten. Er begründet es damit, dass eine Eigenbedarfskündigung ja ohne Weiteres mit Fachanwalt funktionieren würde und eventuell würden die Mieter ja dann garnicht erst einziehen, wenn sie erfahren, dass wir Ihnen direkt wegen Eigenbedarf kündigen. Er will aber auch nicht den Mietvertrag zeigen, so dass wir nicht wissen, was genau vereinbart wurde.

Ich habe folgende Fragen:

1. Was müsste im Mietvertrag drin stehen, dass wir ohne Probleme diesen kündigen können? Was ist, wenn die Mieter bereits bei Vertragsabschluss wussten, dass eventuell ein neuer Käufer Eigenbedarf anmelden wird?

2. Was ist, wenn sich herausstellt, dass die Mieterin z.B. schwanger ist oder der Mieter stark erkrankt. Haben wir dann überhaupt eine Chance?

3. Kann ich mit Notarvertrag schon auf Eigenbedarf kündigen oder erst mit Eintragung im Grundbuch?

5. Mit welchen Kosten müsste man bei einem Fachanwalt rechnen?

4. Können die Mieter uns Kosten für einen möglichen Umzug, der dann doch nicht zustande kommt, in Rechnung stellen?

Wir sind echt ratlos. Vielleicht ist es doch besser von dem Objekt Abstand zu nehmen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.01.2018 09:36

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

theoretisch denkbar wäre es, dass der Verkäufer mit dem Mieter eine Individualvereinbarung im Mietvertrag trifft, wonach der Mieter davon weiß, dass die Immobilie verkauft wird und der neue Eigentümer wegen Eigenbedarf kündigen wird. Dann und nur dann könnte eine Eigenbedarfskündigung in einem Fall wie dem Ihren erfolgreich sein. Wissen sowohl Verkäufer als auch Käufer vom bevorstehenden Eigenbedarf, wird der Mieter darüber aber nicht informiert, wäre eine Eigenbedarfskündigung unwirksam. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az.: VIII ZR 154/14).

Eine starke Erkrankung des Mieters könnte einer Eigenbedarfskündigung ebenfalls im Wege stehen, da dies unter Umständen als Härtefall angesehen werden könnte. Allgemeingültig sagen lässt sich das jedoch nicht, Gerichte beurteilen hierbei jeweils den Einzelfall.

Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist darüber hinaus erst nach der Eintragung im Grundbuch möglich.

Die etwaigen Kosten für einen Fachanwalt lassen sich vorab nur schwer einschätzen. Sie richten sich nach der Höhe des Streitwerts, also einer theoretischen Jahresmiete, können aber je nach Prozessdauer auch stark davon abweichen.

Umzugskosten und Schadensersatz können Mieter in der Regel dann fordern, wenn ihnen aufgrund einer rechtsmissbräuchlichen Eigenbedarfskündigung oder eines rechtsmissbräuchlichen Mietvertragsabschlusses Kosten entstanden sind.

Insgesamt würden wir die von Ihnen geschilderte Situation als relativ verstrickt und eine mögliche Eigenbedarfskündigung als zumindest rechtlich heikel ansehen. Wir empfehlen daher vor einer möglichen Vertragsunterzeichnung beim Notar auf jeden Fall eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bernd am 15.01.2018 17:33

Hallo guten Abend,

unsere Tochter wohnt in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung. Die Wohnung ist offensichtlich durch Baumängel ständig feucht. Wir besitzen in einem 3-Familien-Haus 2 Wohnungen. Eine der beiden Wohnungen wird von einer alleinstehenden Person bewohnt. Jetzt möchte ich dem Mieter wegen Eigenbedarf zu Gunsten unserer Tochter kündigen. Kommt hier eine Eigenbedarfskündigung in Frage?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.01.2018 11:12

Hallo Bernd,

vielen Dank für ihren Kommentar.

Eine Eigenbedarfskündigung zugunsten naher Angehöriger ist üblicherweise möglich, sofern ein solcher Eigenbedarf tatsächlich vorhanden ist. Da wir Ihren Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, raten wir aber dazu, einen Eigentümerverband wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Marvin am 09.01.2018 22:32

Guten Abend,

ich vermiete seit Mai eine Wohnung in meinem Haus an einen Mieter. Nun hat er mir die letzten zwei Monatsmieten noch immer nicht bezahlt. Meine Tochter will aber nun mit ihren Freund in die Wohnung einziehen. Ist somit eine Eigenbedarfskündigung wirksam und beträgt die Kündigungsfrist dann auch 3 Monate?

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.01.2018 09:02

Hallo Marvin,

eine Eigenbedarfskündigung kommt in einem Fall wie dem von Ihnen geschilderten sicher in Frage. Allerdings ist laut Gesetz bei einem Zahlungsverzug von mindestens zwei Monatsmieten auch eine fristlose Kündigung möglich.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kraus am 07.01.2018 12:27

Hallo , ich habe vor eine Wohnung zu kaufen, die vermietet ist . Meine Tochter soll dort aber einziehen , kann ich ganz normal wegen Eigenbedarfs kündigen ? Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.01.2018 09:32

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell können Immobilieneigentümer wegen Eigenbedarf kündigen, wenn sie die Wohnung für ihre Tochter benötigen, ja. Ob eine solche Kündigung letzten Endes erfolgreich ist, können wir allerdings leider nicht sagen. So könnte der Mieter beispielsweise erklären, dass die Kündigung für ihn eine besondere Härte darstellt, etwa wegen schwerer Krankheit.

Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

poessem am 02.01.2018 10:46

Hallo,

ist der Stiefenkel rechtlich genauso wie der leibliche Enkel anzusehen bei der Eigenbedarfskündigung?

Vielen Dank für Ihre Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.01.2018 17:00

Hallo poessem,

nach der bisherigen Rechtsprechung können Vermieter auch für ihren Stiefenkel Eigenbedarf geltend machen. Jedoch ist es erforderlich, dass sie die besondere Bindung zu diesem Familienmitglied nachweisen.

Bitte bachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt für Mietrecht.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion


Poessem am 02.01.2018 17:10

Vielen Dank


Poessem am 02.01.2018 17:10

Vielen Dank

vivika am 11.12.2017 13:24

Hallo,

Ich habe eine Frage und zwar wohne ich mit dem Sohn des Vermieters in einem 3 Familienhaus. Wir wohnen ganz oben in der kleinsten Wohnung zu 2. mit einem großen Hund.

Wir möchten gerne nach ganz unten weil es größer ist und ein Garten dazu gehört. Die junge Dame wohnt dort alleine. Meine Frage ist nun ob der Vermieter eine Chance hat für sein sohn Eigenbedarf anzufordern.

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.12.2017 13:35

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider vorab nicht mit Sicherheit sagen. Im Streitfall würde ein Gericht prüfen, ob der Sohn des Vermieters wirklich ein dringendes Bedürfnis hat, in die Erdgeschosswohnung zu ziehen. Zumindest müsste der Vermieter ihr dann die kleinere Wohnung als Ersatz anbieten. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zur Eigenbedarfskündigung kommen und die Mieterin dagegen vorgehen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Boots Hain am 08.12.2017 23:12

Hallo. Ich hoffe Sie können mir helfen.

Ich und meine Familie sind in neue Wohnung umgezogen. Wir sind hier nur fast 2 Monate in die Wohnung. Ich weiss nicht was mein Fehler beim Jobcenter aber der Vermieter hat die Miete nicht bekommen. Sie hat die Kaution aber die Miete und Nebenkosten hat sie nicht. Am Montag gehe ich zur Jobcenter.

Mein Problem ist sie hat geshrieben. " Wir bitten sie diese Summe unverzüglich bis zum 14.12.2017 auf unserer Konto einzuzahlen.

Hiermit sprechen wit Ihnen die fristlose Kündigung zum 10.01.2018 aus.

Der Vermieter hat uns gekündigt.

Ich weiss es nicht aber ich glaube sie hat uns gekündigt wegen gestern. Ich erkläre dazu.

Gestern war der Telekom Tekniker hier. Die Leitung für Telefon und Internet ist kaputt. Der Tekniker möchte uns provisorisch. Leider haben wir kein Tür Schlüssel im Keller zur garten. Ich habe mein Vermieter gefragt und sie antwortet das der Schlüssel ist bei der Nachbarn. Aber ich möchte meine Nachbarn nicht sprechen weil wir zu uns sofort gemeckert den erste Nacht. Ich habe mein Vermieter gesagt ich möchte nicht zu den Nachbarn gehen und den Schlüssel zu haben. Aber Vermieter hat gesagt ich muss befreundlich sein. Dann Mein Mann hat den Vermieter, wir haben kein Telefon und Internet. Das ist die Aufgabe des Vermieters. Warum sollen wir den Nachbarn befreundlich sein? Der Vermieter hat nicht geantwortet dann mein Mann hat geschrieben " wir gehen zur Mietverein".

Dann heute abend haben wir gesehen jemand, die Kinder des Vermieters hat unsere Briefkasten einen Brief geshickt.

Meine Frage ist der Vermieter haben Rechts um uns zu fristlose Kündigen?

Jobcenter bezahlt uns die 3 Monate Miete aber weiss nicht was los ist.

Bitte helfen Sie mir. Ich möchte gerne ein Antwort von Ihnen bekommen.

P.S Ich schreibe nicht so gut Deutsch. Ich hoffe Sie haben verstanden.

Mit freundlichen Grüßen,

Familie Hain

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.12.2017 09:26

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich ist eine fristlose Kündigung laut Gesetz dann gerechtfertigt, wenn der Mieter seine Miete mindestens zwei Monate hintereinander gar nicht oder nur teilweise zahlt. Allerdings: Wenn der Mieter binnen zweier Monate, nachdem ein gerichtlicher Räumungstitel rechtskräftig wurde, die Rückstände begleicht, wird die fristlose Kündigung unwirksam. Hat der Vermieter wiederum im Kündigungsschreiben hilfsweise auch ordentlich gekündigt, gilt die Kündigung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Da Sie schon eine fristlose Kündigung erhalten haben, empfehlen wir Ihnen dringend die Beratung durch einen Mieterverein. Dort können Sie auch das Kündigungsschreiben vorlegen und es auf Wirksamkeit prüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

BUBBLYBABY am 06.12.2017 14:45

Eine Frage zur Kündigung bei Eigenbedarf.

Ich habe in meinem Haus eine kleine Wohnung vermietet nun möchte mein Neffe gerne dort einziehen da er aus dem Zimmer in der Elterlichen Wohnung ausziehen möchte. Ist in diesem Fall eine Kündigung auf Eigenbedarf möglich ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.12.2017 15:23

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob eine Eigenbedarfskündigung für Verwandte möglich ist, richtet sich einerseits nach dem Verwandtschaftsgrad und andererseits nach der persönlichen Verbundenheit des Vermieters zum fraglichen Verwandten. Die Gerichte entscheiden hier durchaus unterschiedlich, in der Regel wird eine Eigenbedarfskündigung bei Neffen aber bejaht.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die Sachlage aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können. Zudem dürften wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Athram11 am 29.11.2017 08:14

Eine Frage zur Kündigungsfrist.

Ein Mieter wohnt (also nutzt) seit mehr als 5 Jahren in einer Wohnung in meinem Haus, welche ich nun zu eigenbedarfszwecken kündigen möchte. Theoretisch ergibt sich eine Kündigungsfrist von 6 Monaten. Da der Mieter jedoch bis vor einem Jahr mit mir zusammen in der Wohnung wohnte hat er erst seit einem Jahr einen Mietvertrag für diese Wohnung die er nun allein nutz. Damit ergäbe sich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Nun ist die Frage bedeutet "Überlassen" nach §573c.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.11.2017 10:18

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

leider können wir Ihre Frage nicht abschließend beantworten. Uns ist bislang kein Gerichtsurteil bekannt, das sich mit dieser Frage schon einmal beschäftigt hätte. Insofern wäre es vermutlich die einfachste Lösung, wenn Sie sich mit Ihrem Mieter auf eine Kündigungsfrist einigen würden. Sollten Sie auf eine kurze und ihr Mieter auf eine längere Frist bestehen, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Waller 02 am 28.11.2017 08:45

Meine Mutter wartet auf einen Pflegeplatz da es aber länger dauern kann muss ich unserem Mieter kündigen. um sie in die Wohnung unterzubringen. Was ist wenn es doch schneller als erwartet zu einem Pflegeplatz kommt und die Mieter noch in der Wohnung wohnen. Muss ich dann Schadenersatz oder sogar die Kündigung zurück ziehen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2017 08:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Grund für die Eigenbedarfskündigung wegfällt, muss der Vermieter den Mieter darüber informieren. Die Kündigung würde dann unwirksam. Informiert der Vermieter den Mieter nicht, kann er gegebenenfalls schadensersatzpflichtig werden, das zumindest hat das Amtsgericht Gießen so gesehen (Az.: 48 C 231/13).

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jacqueline am 24.11.2017 16:47

Eine Frage. Ich möchte im Haus meiner Oma zwei Wohnungen zusammenlegen, damit wir dort einziehen können und wir wollen uns vergrößern.

Nun müsste dafür ein Mieter aus seiner Wohnung ausziehen.

Wieviel Eigenbedarf darf man als 2 Personenhaushalt haben? Also qm?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.11.2017 09:45

Hallo Jacqueline und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hierfür gibt es keine gesetzlich definierte Grenze. Wichtig ist lediglich, dass der Vermieter den Eigenbedarf plausibel begründen kann. Sollte der Mieter gegen die Eigenbedarfskündigung vorgehen wollen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

powerchris am 18.11.2017 19:03

Wir haben eine Wohnung zu verkaufen, von einer Kundin, dessen Mieterin eine extrem niedrige Miete bezahlt. Die Mieterin hat sich auch jahrelang geweigert eine höhere Miete zu bezahlen, obwohl die Erhöhung laut Mietspiegel berechtigt ist. Nun muss die Eigentümerin aus finanziellen Gründen diese Wohnung verkaufen und die Mieterin versucht mit allen Mitteln den Verkauf zu sabotieren. Wie kann ich mich, als Makler (neu im Geschäft^^) am besten verhalten? Wohlbemerkt, die Eigentümerin braucht das Geld, welches sie beim Verkauf der Wohnung erhalten würde, für ihren Ehemann, welcher in einem Pflegeheim untergebracht ist. Die potentiellen Käufer wollen die Wohnung für sich kaufen und müssen spätestens in 6 Monaten die Wohnung verlassen in der sie jetzt wohnen. Die Mieterin wohnt in der Wohnung schon bald 20 Jahre, auf 94 m² und zahlt 590 € Kaltmiete, in einer Gegend, in der Mietspiegel schon 13,50/m² ist...

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.11.2017 10:14

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

problematisch könnte sich die Eigenbedarfskündigung für die neuen Eigentümer vor allem deshalb gestalten, weil sie dem Mieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen müssen, wenn dieser bereits länger als acht Jahre einen Mietvertrag hat. Sollte sich die Mieterin dann aus welchen Gründen auch immer weigern auszuziehen, müsste der neue Eigentümer zudem auf Räumung klagen. So oder so: Es wird ihm nicht möglich sein, in sechs Monaten in die Wohnung einzuziehen, wenn der Mieter nicht damit einverstanden ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


powerchris am 20.11.2017 10:41

Mit anderen Worten ist es der Mieterin erlaubt den Verkauf zu sabotieren, vor allem, wenn die neuen Käufer ein kleines Kind haben. Die jetzige Mieterin sträubt sich gegen berechtigte Mieterhöhungen, gegen alles. Schon lächerlich, da die jetzige Mieterin alleinstehend ist und keine sonstigen Verpflichtungen hat. Härtefall wäre in diesem Fall eher die Käuferfamilie, da sie mit einem Kleinkind, 3 Monate alt, ausziehen müssen... Traurig, dass Eigentümer bald keine Rechte mehr haben...

Rice am 15.11.2017 12:22

Guten Tag,

wie sieht es aus, wenn ein Mieter eher ausziehen will (Kündigungsfrist 6 Monate)? Muss er dann die übrigen Mieten zahlen? Müssen wir kündigen, wenn wir früher was anderes gefunden haben? Ohne Kündigung von uns, gelten dann die 6 Monate? Somit würden noch 3 Monate Miete anfallen.

Wenn der Vermieter die Wohnung am 5. eines Monats abnimmt, stimmt er dann dem früheren Auszug zu? Kann er dann noch die Miete für den gesamten Monat fordern?

Über fällige Mieten wurde im Vorfeld nicht gesprochen.

auf Kommentar antworten

Rice am 15.11.2017 12:23

Kündigung erfolgte wegen Eigenbedarf und ist auch rechtens.


Immowelt-Redaktion am 15.11.2017 14:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Mieter kann prinzipiell während einer noch laufenden sechsmonatigen Kündigungsfrist selbst kündigen. Die Kündidungsfrist beträgt dann die gesetzlichen drei Monate. Prinzipiell kann sich ein Vermieter auch auf einen noch früheren Auszug des Mieters einlassen, das ist dann allerdings eine individuelle Vereinbarung. Da wir die Absprache zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter nicht genau kennen, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen, bis zu welchem Zeitpunkt Ihr Vermieter noch Miete verlangen kann. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir empfehlen Ihnen daher ein Gespräch mit dem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Rice am 15.11.2017 20:54

Guten Abend,

erstmal danke für die Antwort. Wir selbst haben gar nicht gekündigt, lediglich per whatsapp mitgeteilt, dass wir bereits Anfang November einen neuen Mietvertrag haben und spätestens zum 10.11. die Übergabe haben möchten. Er hat dann ebenfalls per whatsapp geantwortet, dass das terminlich kein Problem sei. Er könnte zu bestimmten Terminen. Er selbst hat noch per whatsapp gesagt, dass er ja im Dezember dann eine Doppelbelastung hätte (Miete aus seiner Wohnung + Rate fürs Haus).

Wir sind davon ausgegangen, dass wir zum einen gar nicht kündigen müssen und es ausreicht, wenn er die Wohnung abnimmt.

Bei der Wohnungsübergabe kann dann die Frage nach der Novembermiete. Diehätte er wenigstens noch. Im Übergabeprotokoll steht nun. Miete für Monat November muss noch geklärt werden. Er selbst zieht ein, wird jetzt sicherlich auch schon Möbel etc in das Haus (Doppelhaushälfte) gebracht haben.

Auch stellt sich bei uns die Frage, zum 5.11. ausgezogen- müssten wir auch anteilig zahlen?


Immowelt-Redaktion am 16.11.2017 09:34

Wenn der Eigentümer selbst bereits in die Wohnung eingezogen ist, eine Wohnungsübergabe stattgefunden hat und der Mieter keinen Zugriff mehr auf die Wohnung haben, muss der Mieter in der Regel auch keine Miete mehr bezahlen, weil man dann davon ausgehen kann, dass beide Seiten konkludent mit einem früheren Ende des Mietvertrags einverstanden waren. Anteilig bis zum Zeitpunkt des Mieter-Auszugs könnte der Vermieter die Miete allerdings noch verlangen.

Beachten Sie bitte nochmals, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und es sich hierbei nur um allgemeine Informationen handelt. Im Streitfall wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SvenKrafft am 15.11.2017 11:47

Kurze frage mein vermieter will uns am ende des Monats die kündigung der wohnugn geben wir haben eine 1 monat altes baby darf er uns dann auf die straße setzten wenn ich bis 3 monaten keine wohnugn gefunden habe und muss er für die umzugkosten grade stehen da er die wohnugn für seinen sohn nutzen will.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.11.2017 14:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist auch für nahe Angehörige möglich, in Ihrem Fall also auch für den Sohn des Vermieters. Für die Umzugskosten muss der Vermieter nicht aufkommen, wenn die Kündigung rechtmäßig ist. Ob ein Neugeborenes ein Härtefall ist, der eine längere Kündigungsfrist rechtfertigt, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Dies hängt stark von den Umständen des Einzelfalls ab. Insofern würden wir Ihnen eine Rechtsberatung empfehlen. Diese erhalten Sie beispielsweise von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Detlef am 14.11.2017 11:41

Hallo nochmal, auf zwei ordentliche Kündigungen reagiert er nicht

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.11.2017 12:40

Hallo Detlef und vielen Dank für Ihren Kommentar,

um wegen Eigenbedarf kündigen zu können, muss ein Eigentümer nachweisen, dass dieser Eigenbedarf auch tatsächlich besteht. Ob dies in Ihrem Fall so ist, können wir leider aus der Ferne nur schwer beurteilen. Allerdings ist die mutwillige Beschädigung des Mietgegenstands ebenfalls ein Grund für eine Kündigung, unabhängig von etwaigem Eigenbedarf. Wenn der Mieter auch eine solche Kündigung ignoriert, bliebe Ihnen noch die Einreichung einer Räumungsklage beim zuständigen Amtsgericht. Zuvor würden wir Ihnen aber eine Rechtsberatung empfehlen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund. Wir dürfen keine Rechtsberatung leisten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Detlef am 14.11.2017 11:38

Hallo,

ich habe mein Haus an einen Mieter vermietet der mich mit immer neu produzierten Schäden und unberechtigten Mietabzügen finanziell ruinieren möchte. Er klagt unberechtigt seit Jahren und möchte damit Zeit gewinnen um mein Haus nicht zu verlassen. Ziel ist, dass ich meine Hypothek und die hohen Kosten irgendwann nicht mehr tragen kann und mein Haus Zwangsversteigert wird und er es kostengünstig erwerben kann. Das Haus ist fast 300qm , für mich alleine zu groß. Um den Mieter da raus zu bekommen sehe ich nur noch den Eigenbedarfsweg. Das Haus ist für mich alleine zu groß. Darf ich dort einziehen und weitere Untermieter zur Deckung der Kosten und des Wohnraums dazu nehmen?

auf Kommentar antworten

Martin am 10.11.2017 09:31

Hallo,

ich werde in Kürze ein Haus mit 3 vermieteten Einheiten erwerben. (warte noch auf die Kaufpreisfälligkeit, Notarvertrag usw. schon durch).

Diese 3 Einheiten möchte ich gern für meine Eltern nutzen.

Das Problem im EG wohnt/haust eine alte Dame 84Jahre (Pflegestufe 3, nicht ansprechbar) welche 3x am Tag von ihrer Tochter gepflegt wird ansonsten den ganzen Tag alleine ist. Für diese Einheit gibt es keinen Mietvertrag. Die beiden anderen Einheiten sind regulär vermietet.

Für den Fall das ich mit meinem Versuch die Lage freundlich zu erklären nicht weiter komme folgende Fragen:

1. Gib es eine Sperrfrist nach Erwerb der Immobilie die Mieter 1.OG und DG auf Eigenbedarf zu kündigen?

2. wenn ich mich an §550 halte wäre eine Eigenbedarfsanmeldung nach 1 Jahr wirksam?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.11.2017 12:27

Hallo Martin und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine solche Sperrfrist gibt es nur für den Fall, dass eine Wohnung vor einer Umwandlung in eine Eigentumswohnung schon vermietet war. Da Sie ein komplettes Mehrfamilienhaus kaufen möchten, gibt es also keine Sperrfrist. Die Frist nach Paragraph 550 BGB beginnt nicht mit dem Wechsel des Eigentümers einer Immobilie, sondern mit Abschluss des Mietvertrags, wobei dieser Zeitpunkt in Ihrem Fall ja schon länger zurückliegen dürfte.

Wir geben aber zu bedenken, dass eine Kündigung wegen Eigenbedarfs dann ausgeschlossen sein kann, wenn ein besonderer Härtefall vorliegt. Bei einer 84-jährigen, nicht ansprechbaren Seniorin könnte das der Fall sein. Abschließend beurteilen können wir die Lage aus der Ferne allerdings nicht. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ramona am 08.11.2017 14:18

Hallo,

ich wohne mit meiner Mitbewohnerin in einer 2er WG.

Die Wohnung gehört meinem Stiefvater.

Ich bin vertraglich als Hauptmieterin genannt und sie als Untermieterin.

Ich möchte ihr nach 3 Jahren kündigen, weil mein Freund mit mir in die Wohnung ziehen möchte.

Greifen da auch die ganz normalen 3 Monate KüFri?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.11.2017 14:54

Hallo Ramona,

wenn vertraglich nichts anderes vereinbart ist, gelten auch bei einem Untermietverhältnis die gesetzlichen Kündigungsfristen, ja.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Ramona am 08.11.2017 15:07

Also muss ich nicht noch 3 Monate Kündigungsfrist dranhängen?

Habe viel im Internet gelesen und werden nicht ganz schlau.

Im Vertrag von uns ist geregelt, dass sie und ich jeweils 3 Monate Kündigungsfrist haben.

Also könnte ich ihr theoretisch auch ohne einen besonderen Grund mit der 3 Monats Frist kündigen?


Immowelt-Redaktion am 08.11.2017 15:17

Ob sich die Kündigungsfrist um weitere drei Monate auf sechs Monate verlängert, ist davon abhängig, ob seitens des Hauptmieters ein berechtigtes Interesse für die Kündigung besteht. Das kann beispielsweise Eigenbedarf oder ein schuldhaftes Verhalten des Untermieters sein. Ist dieses berechtigte Interesse vorhanden, bleibt es bei einer Kündigungsfrist von drei Monaten. Gibt es kein berechtigtes Interesse, gilt Paragraph 573a des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wonach sich die Kündigungsfrist um drei Monate verlängert. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die genauen Details Ihres Mietvertrags nicht kennen. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen daher, sich an einen Mieterverein zu wenden und sich dort eine Rechtsberatung zu holen. Noch besser wäre es natürlich, Sie würden sich mit Ihrer Mitbewohnerin gütlich auf eine Kündigungsfrist einigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Ramona am 08.11.2017 15:34

Ist es denn Eigenbedarf wenn ich mit meinem Freund in die Wohnung ziehen möchte?


Immowelt-Redaktion am 09.11.2017 08:41

Hallo Ramona,

Eigenbedarf liegt in der Regel nur dann vor, wenn jemand den Wohnraum dringend für sich selbst oder nahe Angehörige benötigt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ramona4813 am 04.11.2017 11:10

Hallo,

Ich möchte eine Eigentumswohnung kaufen in der noch Mieter wohnen. Ich brauche die Wohnung aber dringend für mich selbst. Kann ich den Mietern dann einfach kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.11.2017 10:40

Hallo Ramona,

eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist unter Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglich festgelegten Kündigungsfristen in der Regel möglich, wenn der Eigentümer eine Wohnung dringend für sich selbst benötigt. Eine Sonderregelung gibt es allerdings, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten, bevor er Eigenbedarf anmelden kann. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden – Käufer solcher Eigentumswohnungen sollten also genau prüfen, welche Frist vor Ort gilt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Unica am 03.11.2017 10:46

Hallo

Was passiert, wenn nach ca. 1jahr sich die Lebensumstände unvorhergesehener weise wieder verändert haben und man die wohnung nicht mehr fuer eigenbedarf braucht?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.11.2017 14:00

Hallo Unica,

wenn der Vermieter bereits wegen Eigenbedarf gekündigt hat und er die Wohnung später doch nicht benötigt, so muss er dies dem betroffenen Mieter in der Regel umgehend mitteilen.

Wie Vermieter bei einer Eigenbedarfskündigung richtig vorgehen, lesen Sie in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Tamas am 30.10.2017 11:24

Hallo,

kann mann eine 5 köpfige Famile (10,8,3 Jahre alt Kindern) als Härtefall betrachten? Der Eigentürmer überlegt die Wohnung zu verkaufen und wir haben Angst dass der neue Eigentürmer selbst benutzen will, deswegen müssen wir kurzfristig rausziehen. Wir mieten sie nur von Arpil 2014.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2017 12:39

Hallo Tamas,

wenn eine Wohnung den Eigentümer wechselt, heißt das nicht zwangsläufig, dass Ihnen eine Eigenbedarfskündigung droht. Denn viele Käufer möchten die Wohnung nicht selbst nutzen, sondern weitervermieten.

Ob in Ihrem konkreten Fall ein Härtefall vorliegt, muss gegebenenfalls im Einzelfall geklärt werden. Einige Härtefallgründe können zum Beispiel hohes Alter, Schwangerschaft oder Krankheit sein. In diesem Ratgeber finden Sie eine ausführliche Erklärung sowie eine Anleitung, was Sie im Falle einer Eigenbedarfskündigung tun können: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

Elias am 27.10.2017 18:06

Hallo,

meine Vermieterin hat mir zum 01.März 2017 wegen Eigenbedarf von ihrem bevollmächtigten Anwalt die Wohnung gekündigt.

Mit der angeblichen Begründung, dass der Lebenspartner von ihr (wo sie wohnt) nicht ausreichend gepflegt werden kann und eine 24 Stunden Pflegekraft den Wohnraum von Ihr benötigt.

Sie benötigt nun den Wohnraum(2.Etage) von mir, obwohl sie noch andere Wohnungen(auch EG) in diesem Haus zur Verfügung hat.

Wenn wir uns mal zum Gespräch getroffen haben wollte sie immer dass ich runter ins Treppenhaus komme weil sie die Treppen rauf nicht schafft.

Andere Mieter sind nach mir eingezogen, aber die warten ja auch nicht seit 2 Jahren auf einen Telefon bzw. Internetanschluss.

Deshalb weil die Wohnung in der Vergangenheit 2 geteilt worden ist und ich keine Anschlüsse habe.

Nachdem ich nun 2 Jahre Geduld hatte und ihr nun mit Mietkürzung gedroht hatte , will sie mich nun loswerden weil sie partout die Kosten nicht übernehmen will und mich nur hinhält.

Es ist ein vorgetäuschter Eigenbedarf!

Auf das gesetzliche Wiederspruchsrecht wurde auch nicht hingewiesen!

Ist die Kündigung dann wirksam ?

Ich hoffe dass ich einen guten Anwalt finde.

Wie sehen Ihrer Meinung nach meine Chancen aus, wenn es zum Gerichtstermin kommt ?

MfG

Elias

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2017 10:40

Hallo Elias,

der Eigenbedarf des Vermieters kann in der Regel auch damit begründet sein, dass er die Wohnung für Pflegepersonal benötigt.

Wie Sie als Mieter im Falle einer Eigenbedarfskündigung vorgehen können, wird in diesem Ratgeber ausführlich erklärt: ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

rosi 1941 am 26.10.2017 14:00

Wie soll ich eine Wohnung finden wenn ich als ALG 1Empfänger nur 905 Euro bekomme?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.10.2017 10:48

Hallo rosi1941,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

In manchen Städten bieten Wohnungsbaugesellschaften bezahlbare Wohnungen auch für ALG-Empfänger an.

Übrigens ist es unter bestimmten Umständen möglich, ALG1 mit ALG 2 aufzustocken, Details erfahren Sie bei der BA.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Christian am 22.10.2017 14:59

Hallo, ich möchte eine seit 6 Jahren vermietete Wohnung erwerben und selbst einziehen, also Eigenbedarf anmelden. Die Wohnung ist in einem Mietshaus, dass zu Eigentumswohnungen umgewandelt wird. Die Mieter wurden vor ca. 2 Jahren über diesen Vorgang informiert. Gilt auch hier diese Sperrfrist von 3 Jahren, wie im Bericht oben "Sonderfälle" beschrieben, oder kann die Mitteilung über den Verkauf der Wohnungen von vor 2 Jahren angerechnet werden?

Vielen Dank im Voraus für die Info.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 11:31

Hallo Christian,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob es eine Sperrfrist gibt oder nicht, ist davon abhängig, ob die Wohnung zum Zeitpunkt des Mietvertrags-Abschlusses bereits in eine Eigentumswohnung umgewandelt war oder nicht. War das der Fall, gibt es keine Sperrfrist, war das jedoch nicht so, gibt es auch eine Sperrfrist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

anton am 11.10.2017 21:46

Hallo, ich habe auch eine Frage zu dem Thema Eigenbedarfskündigung. Ich bin dabei eine vermietete Wohnung zu kaufen, die ich selbst nutzen möchte, bzw muss, weil ich auch aus meiner MIetwohnung raus muss.

Das Mietverhältnis meiner zukünftiger Mieter hat im Dezember 2010 begonnen. Der Kaufvertrag wird jetzt im Oktober abgeschlossen, die Wohnungsübertragung ist für den 15,11.2017 geplant, heisst ich könnte frühestens im Dezember 2017 kündigen, 3ter Kalendertag. Gilt dafür noch die 6 monatige Kündigungsfrist oder sind das schon 9? Wann beginnt das 8te Jahr des Mietverhältnisses, schon im Dezember oder erst im Januar? Und habe ich irgendeine Möglichkeit schon im November die Kündigung auszusprechen, wenn der Kaufvertrag da bereits unterschrieben ist?

Danke vorab.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.10.2017 10:36

Hallo Anton und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie können die Kündigung ab dem Zeitpunkt aussprechen, ab dem Sie tatsächlich Eigentümer der Wohnung sind. Das ist dann der Fall, wenn Sie im Grundbuch eingetragen sind. Die Kündigungsfrist dürfte in diesem Fall sechs Monate betragen. Ob der Mieter nun sieben Jahre oder sieben Jahre und einen Monat in der Wohnung lebt, ist dabei nicht relevant. Erst wenn er länger als acht Jahre dort wohnt, gilt eine Frist von neun Monaten.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir die genauen Details des Mietvertrags nicht kennen und aus der Ferne die Lage daher nicht abschließend beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lothar am 01.10.2017 03:24

Guten Tag, folgende Fragen habe ich zum Thema Eigenbedarfskuendigung: Ich trenne mich von meinem Partner und ziehe aus der gemeinsam bewohnten ETW aus, und zwar zunaechst

- in eine moeblierte Mietwohnung in derselben Region

- ohne eine moegliche Eigenbedarfskuendigung fuer eine Wohnung, die ich in dieser Region vermietet habe, durchzufuehren.

Hintergrund: Ueberlegungen, ob ich in derselben Stadt bleibe oder aus beruflichen oder persoenlichen Gruenden aus der Region fortziehe.

Fragen:

1) Schraenkt dieser zunaechst erfolgende Umzug in eine Mietwohnung nach Trennung vom Partner meine Moeglichkeit ein, eine Eigenbedarfskuendigung zu einem spaeteren Zeitpunkt rechtswirksam vorzunehmen?

2) Wenn ja, wieviel Zeit kann ich maximal verstreichen lassen, um nach Umzug in die moeblierte Wohnung noch eine Eigenbedarfskuendigung rechtswirksam auszusprechen?

3) Gibt es noch andere Aspekte, die ich in diesem Zusammenhang beachten muss?

Besten Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.10.2017 11:48

Hallo Lothar,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei einer Eigenbedarfskündigung kommt es nicht unbedingt grundsätzlich auf die bisherige Wohnsituation an, sondern darauf, dass Sie den Eigenbedarf gut begründen können und das Kündigungsschreiben die formalen und inhaltlichen Anforderungen an eine wirksame Eigenbedarfskündigung erfüllt. Allerdings können wir zu Ihrem Fall keine konkreten Aussagen treffen, da es immer auf die Umstände des Einzelfalls ankommt, die wir aus der Ferne nicht beurteilen können. Wir raten Ihnen daher, sich, wenn es so weit ist, an einen örtlichen Experten, z.B. einen Fachanwalt für Mietrecht oder eine Eigentümervertretung, zu wenden, um ein wasserdichtes Kündigungsschreiben zu formulieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thomas am 29.09.2017 15:01

Guten Tag,

leider wird auf dieser Seite nicht auf das Thema der sog. "Altverträge" hingeweisen, also Mietverträge, die vor dem 1.9.2001 geschlossen wurden. Die Kündigungsfristen verlängern sich hier u.U. noch einmal – so wie in meinem Fall, nämlich von 9 auf 12 Monate, weil der Mieter schon seit 1993 in der von mir gekauften Eigentumswohnung lebt. Es wäre gut, wenn hier entsprechende Hinweise ergänzt werden, dies ist sicher kein Fall mit Seltenheitswert.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.10.2017 11:08

Hallo,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben Recht, wir werden den Hinweis darauf, dass es zumindest für den Vermieter abweichende Fristen für Altverträge geben kann, bei der nächsten Überarbeitung des Beitrags ergänzen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Duhnen am 27.09.2017 10:38

Hallo

Ich (als Vermieter) möchte meine vermietete Wohnung auf den 31.3.2018 aufgrund Eigenbedarf kündigen. Der bestehende Mietvertrag läuft seit drei Jahre. Somit eigentlich 3 Monate Kündigungsfrist. Jedoch würde ich jetzt schon den Mieter gerne fairerweise informieren (sind ja noch 6 Monate bis zum 31.3.2018) und nicht erst am 31.12.2017. Sofern der Mieter die Kündigung akzeptiert und zum 31.3.2018 auszieht, passt ja alles.

Frage: Wie ist die Sachlage, wenn der Mieter z.B. schon zum 1.1.2018, oder 1.2.2018 oder zum 1.3.2018 eine neue Wohnung findet bzw. hat ?

Sprich, wenn er vor dem besagten 31.3.2018 auszieht. Muss er dann seinerseits auch unter Berücksichtigung der 3-Monatigen Kündigungsfrist die Wohnung kündigen ?

Wenn er meine Kündigung akzeptiert und aber dann z.B. zum 1.2.2018 auszieht, bekomme ich dann die Monatsmiete Februar und März 2018 ?

Ich denke schon, oder ? Nach meinem Verständnis, müsste er doch –wenn er vor dem 31.3.2018 die Wohnung verlassen möchte- selbst bei mir auf einen früheren Termin kündigen. Oder ?

Danke im Voraus für Ihre Antwort 

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.09.2017 13:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie haben die Sachlage richtig verstanden: Wenn Sie auf den 31. März 2018 kündigen und der Mieter möchte vorher ausziehen, muss er seinerseits kündigen. Dabei muss er sich an eine dreimonatige Kündigungsfrist halten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Fam.P. am 26.09.2017 08:52

Hallo - wir sind eine Familie M 60 ( 50% ) schwerbehindert, W 44 und 13. Am Freitag wurde uns wegen Eigenbedarf zum 30.06.2018gekündigt. Mein Mann wohnt seit 32 Jahren in dieser Wohnung - 1992 wurde die Wohnung an den Jetzigen Vermieter verkauft. Nun kündigt uns dieser wegen Eigenbedarf. Meine Frage - haben wir eine Chance Aufgrund der Behinderung meines Mannes und die Länge des Mietvertrages die Kündigungsfrist zu verlängern?

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.09.2017 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider aus der Ferne nicht beurteilen. Mit der Kündigung zum 30. Juni 2018 wurde zumindest die bei so langer Mietdauer gesetzlich vorgeschriebene neunmonatige Kündigungsfrist eingehalten. Ob die Behinderung des Mannes eine längere Kündigungsfrist rechtfertigt, würde ein Richter im Streitfall wohl abhängig von der Art und dem Ausmaß der Beeinträchtigung machen, insbesondere auch davon, inwieweit die Behinderung bei der Suche einer neuen passenden Wohnung hinderlich ist. Wenn Sie die neunmonatige Kündigungsfrist nicht akzeptieren wollen, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall eine Rechtsberatung. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Niwre am 25.09.2017 13:52

Hallo,

wir haben ein Dreifamilienhaus wo wir eine Wohnung als Ferienwohnung selber nutzen. Die beiden anderen Wohnungen sind seit 2 und ca. 20 Jahren vermietet. Darf ich den Mieter mit den 20 Jahren wegen eigenbedarf für unsere Tochter kündigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2017 14:36

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung für nahe Angehörige ist unabhängig von der Mietdauer des Mieters möglich. Lediglich die Kündigungsfrist verlängert sich bei längerer Mietzeit. Bei einer Mietdauer von 20 Jahren beträgt sie neun Monate.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir nicht abschließend beurteilen können, ob Sie mit einer etwaigen Eigenbedarfskündigung erfolgreich wären. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

JeBorche am 23.09.2017 16:13

Guten Tag,

wir planen aufgrund der nähe zum bestehenden Arbeitsplatzes eine Einfamilienhaus zu erwerben (120 Km ersparnis pro Tag). Aktuell sind wir Besitzer eines Einfamilienhauses, dass wir nach Abschluss des Vertrages dann veräußern wollen. In dem neuen Haus befindet sich ein Mieter der bereits seit 17 Jahren dort wohnt. Da unsere Tochter im nächsten Jahr (in 9 Monaten) die Schulform wechselt, sollte der Bezug auch dann erst geschehen. Der aktuelle Mieter hat sich uns gegenüber geäußert, dass er bereits eine neue Wohnung sucht. Welches Schritte müssen wir als neue Eigentümer angehen und welche Risiken sind damit verbunden wenn der Mieter bis zu unserem geplanten Umzugstermin keine Wohnung findet?

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2017 09:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Mietdauer von 17 Jahren müssen Vermieter dem Mieter bei einer Eigenbedarfskündigung eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen. Diese Zeit dürfte in der Regel reichen, eine neue Wohnung zu finden. Gelingt das nicht, ändert das nichts an der Wirksamkeit der Kündigung, der Mieter muss also dennoch ausziehen. Natürlich kann sich der Vermieter mit ihm darauf einigen, dass er ausnahmsweise noch länger in der Wohnung bleiben darf, das aber nur kulanterweise.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

am 09.09.2017 14:38

Hallo!

Ich muss nächstes Jahr wegen Eigenbedarf ausziehen. Das Haus, in dem ich wohne, wird dann abgerissen. Ich weiß noch nicht, wann ich eine neue Wohnung finde - wie ist es mit dem Zustand der alten Wohnung bei Übergabe? Muss ich tatsächlich noch streichen etc., wenn klar ist, dass das Gebäude in ca. 6 Monaten abgerissen wird?

auf Kommentar antworten

lanwarrior am 10.09.2017 15:58

kann ich mir nicht vorstellen das eine renvovierung notwendig ist wenn das gebäude sowieso dem erdboden gleich gemacht wird, aber frag doch einfach den eigenttümer oder vermieter!


Immowelt-Redaktion am 11.09.2017 10:10

Hallo Lü und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das hängt davon ab, ob eine etwaige Renovierungsklausel im Mietvertrag wirksam formuliert wurde oder nicht. Generelle Endrenovierungsklauseln, die den Mieter dazu verpflichten sollen, bei Auszug auf jeden Fall zu renovieren, sind in der Regel unwirksam. Flexible Klauseln können unter Umständen wirksam sein. Allerdings ist zumindest vorstellbar, dass Ihr Vermieter auch im Falle einer gültigen Klausel nicht auf eine Endrenovierung besteht, wenn die Immobilie ohnehin abgerissen wird. Insofern würden wir Ihnen zunächst zum Gespräch mit Ihrem Vermieter raten.

Weitere Informationen dazu, wann eine Renovierungsklausel wirksam ist und wann nicht, finden Sie auch im folgenden Artikel:
ratgeber.immowelt.de/a/renovierungsklausel-im-mietvertrag-nicht-immer-wirksam.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

aileen scheer am 07.09.2017 14:06

Hallo

Wir haben unser haus on 2 wohnungen geteielt....mittlerweile haben wir ein 2. Kind bekommen und brauchen denn platz bevor wir am ende noch ein zimmer anbauen...

Aber das schlimmste ist die mieter verhalten sich so als ob es alles ihnen gehöhrt, spricht man siedrauf an wird nur gelacht oder es kommt was doofes zurück......heute kam der hammeran der grossen ihrem fahrrad wurde was abgebrochen..weder ich , mein mann oder das kind waren es.....ich weis jetztfschon wenn wir die heute darauf ansprechen, waren sie es eh wieder nicht....( nicht das erstemal)

Mir reicht es jetzt die müssen raus!!!

Wie stelle ich das am besten an ??

auf Kommentar antworten

anwalt Söhnchen am 10.09.2017 16:05

sehr schwer, wir haben das selber problem, hier, fristlos kündigen wird meistens nichts bringen auser extrem viele kosten, wenn ich die wohnung für euch braucht melden eigen begründeten eigenbedarf an, das dauer zwar auch alles ewig funktioniert aber am ehesten, man kann aber soviel falsch machen glaubt mir! am besten beim einwerfen durch einen boten noch zusätzlich ein video dabei drehen und dann alles peinlich genau dokumentieren und begründen, sogar sorgfälltig die fristen wahren, irgend wann klappt es dann vielleicht durch Eigenbedarf. es gibt nichts schlimmeres als eingebildete Mieter die meinen Ihnen gehört das Haus bzw die angemietete Wohnung, man wird verrückt im Kopf wenn man solche Menschen nicht mehr aus seinem Leben bekommt. Zudem werden Sie nichts beachten und alles abstreiten oder anzweifeln wie bei uns! deswegen alles genaustens festhalten wenn eine Eigenbedarfskündigung eingeworfen wird!!!


Immowelt-Redaktion am 08.09.2017 09:11

Hallo Aileen Scheer,
das Vorgehen, wenn Sie einem Mieter wegen Eigenbedarf kündigen wollen, wird in folgendem Artikel ausführlich beschrieben: https://ratgeber.immowelt.de/a/kuendigung-wegen-eigenbedarf-so-sollten-vermieter-vorgehen.html
Herzliche Grüße,
die Immowelt-Redaktion

Sunflowershome am 04.09.2017 12:30

Hallo,

ich besitze zwei Eigentumswohnungen in einem Haus mit 40 Parteien. Eine Wohnung bewohnen mein Mann und ich selbst, eine (die kleinere) ist vermietet. Derzeit arbeitet mein Mann in einer anderen Stadt. Wir beabsichtigen, die vermietete Wohnung auch selbst zu nutzen, wenn er seine Arbeit in der anderen Stadt beendet hat, was allerdings noch zwei, drei Jahre dauern kann. Können wir Eigenbedarf anmelden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.09.2017 12:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob in dem von Ihnen geschilderten Fall eine Eigenbedarfskündigung möglich ist, ist aus der Ferne schwer zu beurteilen. Sie müssten in der Kündigung nachweisen, dass Sie die zweite Eigentumswohnung ebenfalls für sich und Ihren Mann benötigen, weil die erste allein nicht mehr ausreicht. Dabei kommt es sicher auch darauf an, wie groß die beiden Wohnungen sind.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte der Mieter sich gegen die Eigenbedarfskündigung wehren, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kelmchen am 31.08.2017 21:55

Hallo,

Das Haus der Wohnung in der ich seit über 5 Jahren lebe wurde nun von der Eigentümerin verkauft.

In dem Haus befinden sich 3 Wohnungen. Die Wohnungen im Erdgeschoss und der 1. Etage haben jeweils 3 ZKB während meine im Dachgeschoss 2ZKB hat.

Nun hat der neue Eigentümer ( Ehepaar mit 3 Kindern) bereits angekündigt wegen Eigenbedarf zu kündigen - die neuen Vermieter erwähnten, dass sie neben einem Zimmer für jedes Kind auch gerne ein Gästezimmer etc. hätten.

Prinzipiell sollte doch in den beiden Wohnungen unter mir, mit insgesamt 6 Zimmern genug Platz sein für das Ehepaar und 3 Kindern (1-4 Jahre) - macht es Sinn gegebenenfalls gegen eine Kündigung wegen Eigenbedarf vorzugehen?

Vielen Dank für eine Antwort :=)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.09.2017 09:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

so etwas lässt sich aus der Ferne leider immer nur schwer beurteilen. Sie müssten im Streitfall versuchen nachzuweisen, dass der Eigenbedarf eigentlich gar nicht besteht, was sich als schwierig herausstellen könnte. Insofern würden wir Ihnen vorab auf jeden Fall dazu raten, einen Mieterverein oder direkt einen Fachanwalt zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

lvfamily am 29.08.2017 12:29

Hallo, wir sind eine Familie mit 2 Kinder, wohnen zurzeit als Mieter in einer 80 qm Mietwohnung und würden gerne eine 92 qm Wohnung um die Ecke kaufen und einziehen.

Die Wohnung ist seit 4 Jahre an einer Frau vermietet, sie ist selbständig. Können wir sie wegen Eigenbedarf kundigen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2017 14:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

mit Sicherheit lässt sich das leider vorab nie sagen. Es könnte beispielsweise sein, dass die Mieterin den Eigenbedarf anzweifelt und die Kündigung nicht akzeptiert. In der Regel erkennen die Gerichte das Recht des Eigentümers, sein Eigentum auch zu nutzen aber an, abgesehen von wenigen Härtefällen.

Eine Sonderregelung gibt es allerdings, wenn ein Mietshaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Er muss in der Regel eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Engelchen am 29.08.2017 10:39

Hallo, wir haben zwei Wohnung in einem drei Familienhaus in einer Wohnen wir selber und die zweite ist derzeit vermietet, nun möchten wir die zweite Wohnung an unsere Tochter vermieten. Nun meine Frage gilt hier auch die Regelung wie in einem zwei Familienhaus, oder gilt hier auch die Regelung für eine Kündigung wegen Eigenbedarf in einem Mehrfamilienhaus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2017 13:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Sonderregelung, auf die Sie sich beziehen, existiert nur für Zweifamilienhäuser. Vermieter einer Wohnung in einem Dreifamilienhaus müssen also regulär aufgrund von Eigenbedarf kündigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Anjawrobel am 28.08.2017 22:14

Hallo, wir wollen das Haus, in dem wir mit unseren 2 Kindern wohnen, abreißen und neu bauen. Weiterhin besitzen wir ein vermietetes Doppelhaus. Ist es gesetzlich vertretbar, ein Mieterpaar aufgrund von Eigenbedarf zu kündigen, damit wir während der Abriss- und Bauphase ein Zuhause haben? Vielen Dank für die Antwort!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2017 08:51

Sehr geehrte Frau Wrobel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell schreibt das Gesetz nicht vor, dass der Eigenbedarf an einer Wohnung ewig anhalten muss. Eine Kündigung aufgrund von nur vorübergehendem Eigenbedarf ist also nicht ausgeschlossen. Ob eine Eigenbedarfskündigung in Ihrem Fall jedoch wirksam wäre, können wir leider aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Im Streitfall würden wir Ihnen daher die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

VerFra am 26.08.2017 11:39

Frage zum Thema Eigenbedarf und Mietzahlungen - Unser Sohn und seine Partnerin suchen seit ca. einem Jahr intensiv, aber erfolglos eine größere Wohnung (bislang ca. 65 qm). Wenn wir nun bei einer von uns vermieteten größeren Wohnung (in derselben Stadt, ca. 105 qm) den Mietvertrag wegen Eigenbedarf kündigen, um die Wohnung dann unserem Sohn und seiner Partnerin zu überlassen, können wir dann mit unserem Sohn und seiner Partnerin die gleiche Mietzahlung vereinbaren? Oder bedeutet Eigenbedarf zugleich, dass es keine gleich hohen Mietzahlungen mehr geben darf und die Mietzahlungen komplett wegfallen müssen oder zumindest deutlich reduziert werden müssen? Und wo kann ich mehr Informationen zu genau dieser Frage erhalten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.08.2017 09:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Höhe der künftigen Miete steht mit der Eigenbedarfskündigung in keinerlei zusammenhang. Sie können von Ihrem Sohn und dessen Partnerin also die höchste gesetzlich zulässige Miete verlangen oder ihm die Wohnung kostenlos überlassen, ganz wie Sie möchten.

Weitere Informationen zur zulässigen Miethöhe finden Sie auch auf dieser Seite: ratgeber.immowelt.de/mietpreisbremse.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MaRe am 23.08.2017 09:43

Wir haben die Absicht eine vermietete Eigentumswohnung in einem anderen Ort zu kaufen und wollen diese neben unserem Wohnsitz (Entfernung ca 250km) für uns nutzen um Tochter und Enkelkindern im täglichen Leben behilflich zu sein. Rechtfertigt dieses, eine Kündigung wegen Eigenbedarfs?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.08.2017 11:30

Sehr geehrte/r MaRe,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

ob eine gewünschte gelegentliche Nutzung eine Eigenbedarfskündigung rechtfertigen kann, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Nach ständiger Rechtsprechung muss eine ernsthafte Selbstnutzungsabsicht und Notwendigkeit vorliegen. Das BVerfG meint, dass unter Umständen auch eine gelegentliche Nutzung eine solche Kündigung rechtfertigen kann (Az. 1 BvR 2851/13).

Ob das in Ihrem Fall möglich ist, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Hier raten wir dazu, sich an einen Fachanwalt oder Eigentümerverein zu wenden.

Ihre

Immowelt-Redaktion

Chris19887 am 22.08.2017 15:50

Hallo,

Ich möchte in die Eigentumswohnung meiner Eltern ziehen.

Allerdings haben sich die Mieter der Wohnung nebenan, welche ebenfalls meinen Eltern gehört, geäußert, dass sie wohl in näherer Zukunft ausziehen wollen. Allerdings gibt es dazu noch kein Datum/Kündigungsschreiben o.ä. Müsste ich im Falle, dass sie kündigen, deren Wohnung beziehen, da diese vergleichbar ist?

Mfg Chris

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.08.2017 11:16

Sehr geehrte/r Chris,

vielen Dank für ihren Kommentar.

Sofern noch keine Kündigung des künftig möglicherweise auszugswilligen Mieters vorliegt, könnten Ihre Eltern zunächst wie in dem obigen Beitrag beschrieben eine Eigenbedarfskündigung für die von Ihnen gewünschte Wohnung aussprechen.

Hier ist aber nach jüngerer Rechtsprechung des BGH folgendes zu beachten: Kündigt der andere Mieter während der Kündigungsfrist seine Wohnung, so würde die ausgesprochene Eigenbedarfskündigung zwar nicht mehr unwirksam werden (Az.: VIII ZR 232/15), allerdings sollte die frei werdende Wohnung dem gekündigten Mieter dann als Ersatzwohnung angeboten werden. Ist das nicht der Fall, könnte der gekündigte Mieter nach Ansicht des BGH Anspruch auf Schadensersatz haben.

Vielleicht ist es in Ihrem Fall sinnvoll, mit beiden Mietern vorab zu sprechen, eventuell findet sich ja eine einvernehmliche Lösung.

die Immowelt-Redaktion

dieter lemke am 21.08.2017 19:35

ich lebe in einer firmenwohnung.bin schwerbehidert.bis jetzt wurde ich von adoptiertochter die auch bei krankenkasse so ausgewiesen ist betreut.diese findet nun nicht mehr statt.nach mehrmaligen auffordern (gekündigt im januar 2017)das zimmer frei zu machen da hier eine neue pflegekraft einziehen soll werde ich nur ausgelacht.sie lebt 5jahre hier.ich brauche diese neue pflegekraft dringends.was kann ich machen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.08.2017 09:06

Sehr geehrter Herr Lemke,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Hier wird es wohl auf eine Räumungsklage hinauslaufen. Ob diese vor Gericht erfolgreich wäre, können wir aus der Ferne schlecht beurteilen, es kommt hier auch darauf an, welche Vereinbarungen im Mietvertrag getroffen wurden. Wir würden Ihnen insofern raten, sich mit einem auf Mietrecht spezialisierten Fachanwalt über das weitere Vorgehen zu beraten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Blacky2006 am 20.08.2017 17:31

Hallo,

ich musste im April aus meiner Wohnung ausziehen, weil mein Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt hat. Der Sohn wollte bis Juli in die Wohnung ziehen, bis jetzt ist dies aber nicht eingetreten. Meine Frage ist nun, wie lange hat der Vermieter zeit, die Wohnung von einem Familienangehörigen beziehen zu lassen, wenn er wegen Eigenbedarf gekündigt hat.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.08.2017 09:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich spricht langer Leerstand nach einer Eigenbedarfskündigung dafür, dass diese nur vorgetäuscht gewesen sein könnte. Eine gesetzliche Regelung, wie lang die Wohnung leerstehen darf, gibt es diesbezüglich aber nicht. Im Streitfall würde ein Gericht den konkreten Fall prüfen und der Vermieter könnte unter Umständen auch schlüssig erklären, warum der Eigenbedarf nachträglich entfallen ist oder erst verspätet eintritt.

Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alex am 16.08.2017 22:14

Guten Aben,

Seit 6 Monate habe ich ein Haus gekauft mit 3 Wohnungen. Ich möchte in einer Wohnung umziehen. Die Wohnungen habe ich so zu sagen mit der Mieter gekauft. Die Wohnung, wo ich umziehen möchte, hat den Vertrag seit 2 Jahren. Ich habe ihm ein Eigenbedarfskündigung geschickt, die frist von 4 Monaten hat. Er sagte mir heute, dass ich noch nicht den Eigenbedarf anmelden darf. Was soll das sein und wie kann ich mich mit dieser Situation kümmern? Danke im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.08.2017 09:02

Hallo Alex,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Sonderregelung bei der Eigenbedarfskündigung gibt es immer dann, wenn ein Haus in Eigentumswohnungen umgewandelt wird. War eine Wohnung bereits vor dieser Umwandlung vermietet, kann der neue Eigentümer zunächst nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen, sondern muss eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese wiederum kann von den Bundesländern auf bis zu zehn Jahre ausgeweitet werden. Wenn Sie jedoch das Haus als Ganzes gekauft haben, dürfte einer Eigenbedarfskündigung nichts im Wege stehen, wenn Sie die Wohnung drigend für sich selbst oder nahe Angehörige benötigen. Sollte der Mieter sich dagegen wehren, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Amy17991 am 15.08.2017 19:20

Hallo, meine Großeltern haben einer Mieterin in Ihrem Haus wegen Eigenbedarf gekündigt, damit ich in diese Wohnung einziehen kann (9 Monate Kündigungsfrist). Fall die Mieterin schon direkt nach einem Monat auszieht, muss sie dann noch eine bestimmte Zeit lang die Miete weiter zahlen ? Ich muss selbst in meiner Wohnung eine Kündigungsfrist von 3 Monaten einhalten und kann daher auch frühestens erst nach dieser Zeit einziehen.

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.08.2017 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

auch den Mietern ihrer Großmutter steht es frei, selbst zu kündigen. Eine dreimonatige Kündigungsfrist müssen aber auch sie mindestens einhalten, unabhängig davon, wann sie aus der Wohnung ausziehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sabinearzt1977@aol.com am 12.08.2017 22:03

Hallo, ich habe vorzeitig das Haus von meinem noch lebenden Vater geerbt. Wir möchten auf Eigenbedarf kündigen und selbst einziehen. Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Wird das ohne Probleme gehen mit der Eigenbedarfskündigung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.08.2017 10:29

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn jemand eine Wohnung dringend für sich selbst oder nahe Angehörige benötigt, ist eine Eigenbedarfskündigung gerechtfertigt. Ob sie dann problemlos verläuft, lässt sich im Vorfeld schwer sagen. Der Mieter könnte beispielsweise einen besonderen Härtefall geltend machen, etwa, wenn er schwer krank ist. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Klaus am 26.07.2017 01:27

ich bin seit ueber 30ig Jahren Mieter einer Einliegerwohnung eines Einfamilienhauses,das letztes Jahr an einen neuen Besitzer verkauft wurde.Dieser teilte mir jetzt mit,dass er wahrscheinlich bald selbst die Wohnung,zum Eigenbedarf,benötigt.Meine Frage:Welche Kuendigungsfristen muss er einhalten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.07.2017 09:36

Hallo Klaus und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einer Mietdauer von acht Jahren und mehr gilt eine Kündigungsfrist von neun Monaten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mattia am 21.07.2017 21:28

Hallo

Ich und ein Freund von mir kaufen uns gerade ein drei Familien Haus.

Darf ich dan aus Eigenbedarf die Mieter im Erdgeschoss kündigen ?

Welche Fristen muss ich denen geben ?

Was muss ich beachten ?

Die sind sehr laut und die anderen Mieter sind da durch belästigt! Also es kommt oft die Polizei wegen lerm.

Wir müssen auch Renovierungen machen Fenstern Heizung.

Die Familie wohnen in 4zkb 2 erwachsen und 5 Kinder

Vielen danke im Voraus

Mattia

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.07.2017 11:27

Hallo Mattia und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist immer dann möglich, wenn jemand eine Wohnung dringend für sich selbs oder nahe Angehörige benötigt. Im Kündigungsschreiben sollte daher genau dargelegt werden, wer die Wohnung aus welchem Grund benötigt. Zudem sollten Mieter auf das gesetzliche Widerspruchsrecht nach Paragraph 574 des BGB hingewiesen werden. Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Dauer des Mietverhältnisses. Besteht dieses fünf Jahre oder weniger, beträgt sie drei Monate. Bei einer Mietdauer zwischen fünf und acht Jahren beläuft sie sich auf sechs Monate. Und bei einer Mietdauer über acht Jahren liegt sie bei neun Monaten.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir Ihre Lage nicht genau kennen und daher nicht genau beurteilen können, ob eine Eigenbedarfskündigung im Einzelfall durchsetzbar ist. Sollte es zum Streit mit den Mietern kommen empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

H.Tuxhorn@web.de am 20.07.2017 13:54

Meine Tochter hat sich eine Eigentumswohnung gekauft die zur Zeit noch vermietet ist. Sie möchte nun bei uns ausziehen ( Elternhaus) und in Ihre Eigentumswohnung selbst einziehen. Der Mieter wohnt dort bereits seit 6 Jahren. Was muss Sie für das Kündigungsschreiben beachten ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.07.2017 15:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

neben der Einhaltung der entsprechenden Kündigungsfristen sollte aus dem Kündigungsschreiben hervorgehen, wer die Wohnung beziehen möchte. Zudem sollten die genauen Gründe geschildert werden, aus denen sich der Wohnbedarf ergibt. Zudem sollten der Mieter auf sein gesetzliches Widerspruchsrecht gemäß Paragraph 574 des Bürgerlichen Gesetzbuchs hingewiesen werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mari am 11.07.2017 17:42

Hallo,

wir (Frau, Mann, 1 Kind) wohnen zur Zeit in einer 4 Zimmer-Wohnung in einem 4-Parteienhaus. Das Haus gehört mir.

Eigentlich wollten wir selbst ein Haus im Ort bauen. Das hat azs diversen Gründen nicht geklappt.

Mein Mann benötigt gelegentlich ein Arbeitszimmer zu Hause. Und in Naher Zukunft ist noch weiterer Nachwuch (noch 1-2 Kinder) geplant.

Nun kamen wir auf die Idee unsere Wohbung mit der darubter luegenden (2 Zimmer Wohnung) zusamnen zu legen.

Der aktuelle Mieter hat einen Sohn der im Ort jetzt in die Schule kommt.

Wird die Eigenbedarfskündigung ohne Orobleme durch gehen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.07.2017 08:56

Hallo Mari und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider vorab mit Sicherheit fast nie sagen. Im Streitfall erkennen die Gerichte das Recht des Eigentümers, sein Eigentum auch selbst zu nutzen, aber durchaus an. Uns wäre auch kein Urteil bekannt, mit dem ein Gericht entschieden hätte, dass ein einzuschulender Sohn eine Härte darstellt, die eine Eigenbedarfskündigung ausschließt.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Eigenbedarfskündigung haben, empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lilly am 09.07.2017 16:51

Hallo, wir haben die Kündigung bekommen bzgl Eigenbedarf des Vermieters zum 31.12.17! Die Frist von 6 Monaten hat er eingehalten. Da es für uns als Familie mit 6 Kindern sehr schwer ist was neues zu finden, haben wir uns direkt auf die suche gemacht und auch was gefunden zum 1.08. Jetzt ist unser Vermieter der Meinung wir müssen noch 3 Monate Kündigungsfrist einhalten! Wie soll das gehen? Wir können doch nicht 3 Monate doppelt miete zahlen, zumal er das Haus wegen Trennung ja für sich und sein Kind braucht!

auf Kommentar antworten

Meenzerin am 04.07.2017 12:28

Hallo, meine Eltern haben mir im Dezember 2015 eine Wohnung überschrieben. Die Wohnung ist seit Mai 2015 vermietet. Ich selbst bzw. meine Familie bewohnt derzeit ein Reihenhaus, dass mit dem Auszug unserer Tochter im Frühjahr 2018 für meinen Mann und ich zu groß wird, wir uns deshalb gerne verkleinern und das Haus verkaufen möchten. Aufgrund dessen möchte ich dem Mieter, der in der mir überschriebenen Wohnung wohnt, wegen Eigenbedarfs kündigen. Da er erst knapp 2 Jahre in der Wohnung wohnt, hätten wir eigentlich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, würde ihm aber eine Frist von 5 Monaten einrichten, weil es uns ja dieses Jahr nicht mehr pressiert. Muss ich, außer der Angabe meines Grundes und der Kündigungsfrist, noch irgendetwas anderes beachten? Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich freuen. Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.07.2017 14:01

Hallo Meenzerin,

neben den genauen Gründen und der Kündigungsfrist sollten im Kündigungsschreiben noch die Personen genannt werden, die in die Wohnung ziehen werden. Zudem empfiehlt sich der Hinweis auf das gesetzliche Widerspruchsrecht des Mieters gemäß Paragraph 574 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) sowie die Form- und Fristerfordernis: Der Mieter muss seinen Widerspruch spätestens zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses schriftlich erklären.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Dolores23 am 01.07.2017 21:47

Hallo, wir wohnen in einem drei Parteien Haus im EG seit 2 Jahren. Seit 1 Jahr wohnt der Vermieter über uns. Nun möchte er allerdings aus angeblich gesundheitlichen Gründen in unsere Erdgeschoss Wohnung ziehen. Wir könnten somit laut ihm ja Wohnung tauschen.

Dies kommt wahrscheinlich für uns nicht in Frage.

Was gilt nun wenn die schriftliche Kündigung kommen sollte für eine Frist ?

3 Monate + 3 Monate oder regulär 3 Monate ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.07.2017 09:37

Hallo Dolores,

in diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist für eine Eigenbedarfskündigung in der Regel die gesetzlichen drei Monate.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elena am 24.06.2017 16:07

Meine Eltern haben ihren Mietern wegen Eigenbedarf gekündigt und dieses haben auch bereits ein anderes Haus gefunden in das sie zum August einziehen werden.

Ist es für meine Eltern möglich, das Haus aus persönlichen Gründen nun doch nichts selbst zu beziehen und es evtl zu verkaufen? Ich gehe nicht davon aus, dass die Mieter ihren Auszug rückgängig machen würden.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.06.2017 09:01

Hallo Elena,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Prinzipiell ist dieses Vorgehen für Ihre Eltern schon möglich. Unter Umständen könnten die bisherigen Mieter allerdings nachträglich die Rechtmäßigkeit der Eigenbedarfskündigung anzweifeln und Schadensersatz für eine möglicherweise teurere Miete in der neuen Wohnung verlangen. Ob dies geschieht oder nicht, lässt sich vorab jedoch nicht sicher sagen.

Bitte beachten Sie zudem, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Darüber hinaus dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Reinsteiner am 21.06.2017 14:25

Hallo,

wir haben vor knapp 3 Jahren einen Mitvertrag im Namen meiner Mutter abgeschlossen. Die Mieteinnahmen wurden benötigt um die Kosten im Pflegeheim, in dem meine Mutter lebte zu tragen. Vor einigen Monaten ist meine Mutter verstorben und das Haus ging in eine Erbengemeinschaft (Kinder) über. Ein Erbe möchte nun die Wohnung/Haus übernehmen, die Miterben auszahlen und mit ihrem Partner und Baby selber einziehen.

Ist dies Grund genug für eine Eigenbedarfskündigung?

Über ein kurzes Feedback würde ich mich sehr freuen.

auf Kommentar antworten

Reinsteiner am 21.06.2017 14:29

Die aktuelle Wohnung ist für drei Personen zu klein und ein Umzug ist zwingend erforderlich!


Immowelt-Redaktion am 21.06.2017 16:19

Hallo Reinsteiner und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn ein Wohnungseigentümer eine Wohnung dringend für sich selbst und seine Familie braucht, ist eine Eigenbedarfskündigung in der Regel wirksam. Ihren Einzelfall können wir aber aus der Ferne nur schwer beurteilen. Sollte es zum Konflikt mit den Mietern kommen, empfehlen wir daher eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Susi am 17.06.2017 23:14

Hallo,mein Mann ,ich und unsere 3 Kinder haben eine Kündigung bekommen wegen Eigenbedarf. Wohnen auch schon 10 Jahre im Haus der Vermieter selber 2 Jahre . Problem bei uns,wir finden keine Wohnung für eine 5 köpfige Familie. Was tun? Der Vermieter selber hat wohl auch nichts. Mit angegeben hat er,sein Bruder zieht ein. Darf eine Person so eine große Wohnung nutzen?

auf Kommentar antworten

Susi am 19.06.2017 20:27

Darf der Vermieter und auch dann kündigen, wenn er angibt sie als Büro Räume zu verwenden?


Immowelt-Redaktion am 20.06.2017 09:05

Hallo Susi,

eine Eigenbedarfskündigung ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn die Wohnung für Wohnzwecke benötigt wird. Eine Eigenbedarfskündigung zur gewerblichen Nutzung sieht das Gesetz nicht vor.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Reinsteiner am 21.06.2017 14:28

Die aktuelle Wohnung ist für drei Personen zu klein und ein Umzug ist zwingend erforderlich!


Immowelt-Redaktion am 19.06.2017 12:52

Liebe Susi,

besten Dank für Ihren Kommentar. Generall darf der Vermieter eine Kündigung wegen Eigenbedarf aussprechen. Allerdings kann der Mieter gemäß § 574 Abs.1 BGG Widerspruch einlegen, wenn die Kündigung für ihn und seine Familie einen besonderen Härtefall darstellt - beispielsweise wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann. Allerdings müssen Mieter in diesem Fall unter anderem nachweisen können, dass sie alle ihnen möglichen - sowohl persönlich sowie wirtschaftlich zumutbaren Bemühungen unternommen haben, um angemessen Ersatzwohnraum zu finden. Dabei muss die Wohnungssuche zeitnah nach der Kündigung erfolgen und der Mieter muss seine Bemühungen, eine neue Wohnung zu finden, vor Gericht beweisen können. Inwieweit allerdings ein Härtefall in Ihrem besonderen Fall vorliegt, können wir aus der Ferne pauschal leider nicht beurteilen. Da wir zudem keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen den Gang zum Mieterverein oder Rechtsanwalt empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Gummibärchen am 14.06.2017 20:39

Ich wohne seit zwei Jahren in einer Einzimmerwohnung. Die Wohnung wurde kurz vorher von der Eigentümerin gekauft, die meinte, es wäre zur Geldanlage und eventuell später für die Tochter, die aber erstmal studieren wolle. Nun habe ich die Kündigung wegen Eigenbedarf bekommen, weil die Tochter doch nicht im Ausland ist und jetzt bei den Eltern ausziehen will. Ist das so rechtens?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.06.2017 09:00

Guten Morgen Gummibärchen,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Gemäß einem BGH-Urteil (04.02.2015- VIII ZR 154/14), ist dem Vermieter kein rechtsmissbräuchliches Verhalten vorzuwerfen, wenn er den Mieter beim Vertragsabschluss darüber aufgeklärt hat, dass er entschlossen ist oder erwägt, die Wohnung in absehbarer Zeit selbst zu nutzen oder einem Angehörigen zu überlassen. Eine genaue Defintion von 'absehbarer Zeit' müsste in diesem Kontext geklärt werden. Da wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zum Fachanwalt oder Mietverein empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Sarah am 12.06.2017 10:11

Hallo, ich hätte eine frage bzgl. der Regelung bei einem Zweifamilienhaus. Ist es auch möglich zu kündigen, wenn beispielsweise ein Kind in der einen Wohnung wohnt und eine Vollmacht vom Vermieter erhält um die andere Wohnung zu kündigen da der Vermieter selbst nicht im Haus wohnt?

Vielen Dank

Sarah M.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.06.2017 11:33

Liebe Sarah,

besten Dank für Ihren Kommentar. Wenn der Vermieter nicht im Zweifamilienhaus wohnt, liegt bezüglich Eigenbedarf kein Sonderfall vor. Entsprechend gilt das normale Mietrecht. Dies bedeutet, dass der Vermieter einen Eigenbedarf nach den gesetzlichen Kriterien anmelden und die gesetzlichen Kündigungsfristen einhalten muss. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zu Eigentümervereinen wie Haus + Grund empfehlen möchten.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Monika am 01.06.2017 09:39

Hallo,

wir wollen eine Wohnung kaufen wo aber noch Mieter drinne sind. Gestern haben wir die Wohnung besichtigt und Sie scheinten nicht wirklich zu wissen dass Sie irgenwann in der nähen Zukunft raus müssen. Der Makler hat uns gesagt dass Denen vorgeschlagen wurde die Wohnung zu kaufen aber dass wollten Sie nicht. Bei was müsste ich hier aufpassen wenn wir die Wohnung kaufen würden, damit ich auch schnell (in 3 Monaten/Sie sind Mieter seit 2,5 Jahren) die Mieter raus kriege.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.06.2017 12:07

Hallo Monika,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ratsam ist es, sich vorab den Mietvertrag anzusehen, um auszuschließen, dass hier möglicherweise ein Kündigungsverzicht vereinbart wurde. Dem Noch-Eigentümer der Wohnung müsste der Vertrag vorliegen. Die Mieter könnten der Eigenbedarfskündigung zudem widersprechen, wenn dieser für sie eine unzumutbare Härte darstellt. Das ist etwa bei schwerer Krankheit der Fall oder falls jemand gerade kurz vor dem Abschluss einer Berufsausbildung steht. Wenn Sie die Wohnung tatsächlich für sich oder nahe Angehörige benötigen, steht einer Eigenbedarfskündigung mit dreimonatiger Kündigungsfrist ansonsten im Grunde nichts im Wege.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Streit mit dem Mieter kommen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wilfried Schwarz am 30.05.2017 13:05

Hallo,wir wohnen in einer Dachgeschoss Wohnung,der Vermieter hat Eigenbedarf angemeldet.Die mittlere Wohnung im Haus ist frei und er könnte ja dort einziehen,darf er überhaupt für unsere Wohnung Eigenbedarf Anmeldung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.05.2017 13:44

Sehr geehrter Herr Schwarz,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Für den Fall, dass der Vermieter eine Alternativwohnung hat, die er dem Mieter anbieten kann, muss er auch dies laut Rechtsprechung im Kündigungsschreiben erwähnen. Gleichzeitig sollte er die Gründe nennen, wieso ebendiese Wohnung für ihn selbst nicht geeignet ist. Wenn Sie von einer freien Wohnung in ihrem Haus wissen, würden wir Ihnen daher empfehlen, Ihr Kündigungsschreiben einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung und erfahren, wie Sie am besten weiter vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alfred/Antje am 29.05.2017 06:07

mein Ehemann (63) und ich (54) wohnen in einem 3 Familienhaus in der Kellerwohnung, die an uns vermietet ist, Besitzer sind Tochter und Schwiegersohns meines Ehemannes. Nun muss das Haus verkauft werden, da die Raten aus Privatgründen nicht mehr bezahlt werden. Die neue Eigentümerin möchte unsere Kellerwohnung an eine Freundin vermieten, die hier eine Tierarztpraxis errichten möchte. Wir sollen bis spätestens 1.03.2018 ausgezogen sein, die Miete soll ab Verkaufsdatum um € 500 erhöht werden, da sie im Moment nicht dem Mietspiegel von FFB entspricht. Die letzte Mieterhöhung um € 50 erfolgte vor 3 Monaten. Ist das in dem Umfang so einfach möglich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2017 10:43

Hallo Antje und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Vermieter kann eine Wohnung nur dann wegen Eigenbedarf kündigen, wenn er sie drigend für sich selbst oder nahe Angehörige zu Wohnzwecken benötigt. Die Wohnung an eine Tierarztpraxis zu vermieten, wäre aber eine gewerbliche Nutzung, die Freundin ist darüber hinaus keine nahe Angehörige.

Auch bei der Mieterhöhung müssen sich Vermieter an gewisse Regeln halten. Sie dürfen die Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 Prozent erhöhen, auch wenn die ortsübliche Vergleichsmiete noch nicht erreicht ist. Diese gesetzlich vorgeschriebene Kappungsgrenze wurde von elf Bundesländer für bestimmte Städte und Gemeinden zudem auf 15 Prozent gesenkt.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

luca1912 am 28.05.2017 15:16

Ich bin mit meinem Lebensgefährten seit 2 wochen zusammengezogen, jedoch harmoniert es überhaupt nicht totaler nervenkrieg.ich habe mein Eigenheim vermietet seit 7 monaten kann ich darauf hoffen in mein haus wieder einziehen zu können wegen Eigenbedarf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.05.2017 10:14

Hallo Luca,

eine solche Eigenbedarfskündigung ist in der Regel möglich. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heidi am 15.05.2017 21:54

Ich mußte meiner Mieterin nach 2 Jahren Mietzeit wg. Eigenbedarf kündigen, weil sich meine Eltern trennten und ich die Wohnung meiner Mutter überließ. Nun finden die zwei nach 3 Monaten wieder zueinander und meine Mutter zieht wieder zu ihrem Mann. Kann ich die Wohnung nun wieder zur Vermietung ausschreiben oder bekomme ich Schwierigkeiten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.05.2017 10:40

Hallo Heidi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Mieter können nur dann Schadensersatzansprüche geltend machen, wenn der Eigenbedarf bei einer Eigenbedarfskündigung nur vorgetäuscht war. War das nicht der Fall, haben Vermieter in der Regel auch nichts zu befürchten, wenn Sie die Wohnung zu einem späteren Zeitpunkt erneut vermieten.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Samira am 15.05.2017 10:38

Hallo,

meine Tochter möchte eine Eigentumswohnung erwerben, in der ich (die Mutter) mit meinem Sohn (Student) wohnen soll. Die Wohnung ist jedoch seit fünf Jahren vermietet. Reichen als Gründe für die Kündigung wegen Eigenbedarf, dass ich

1. aus meiner derzeitigen Mietwohnung, die nach dem Tod meines Mannes viel zu groß für mich und meinen Sohn geworden ist, ausziehen und in die Eigentumswohnung ziehen möchte,

2. ich schwerbehindert bin und mitunter auf die Betreuung einer Angehörigen, die in der Nähe der Eigentumswohnung wohnt, angewiesen bin,

3. die Eigentumswohnung als Alterssitz gedacht ist ?

Vielen Dank für Ihre Antwort,

mfg

Samira

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.05.2017 09:04

Hallo Samira,

besten Dank für Ihren Kommentar. Ein Vermieter hat das Recht, wegen Eigenbedarf zu kündigen und für sich, Familienmitglieder (Eltern, Kinder, Enkel oder Großeltern) oder Angehörige des Haushalts (Pflegepersonal) zu beanspruchen. Grundsätzlich müssen die gesetzlichen Kündigungsfristen eingehalten werden. Die Gründe für Eigenbedarfskündigung müssen klar und nachvollziehbar im Kündigungsschreiben angegeben werden. Unter Umständen ist hier die Hilfe eines Experten (Anwalt, Eigentümerverband) hilfreich, um Fehler zu vermeiden.

Allerdings gibt es einen Sonderfall: Wurde ein reines Mietshaus während der Mietzeit des aktuellen Mieters rechtlich in eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) umgewandelt, gibt es eine Kündigungssperrfrist von mindestens drei Jahren. Mehr Infos finden Sie in diesem Beitrag über Kündigungssperrfrist.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Kirsyma am 10.05.2017 13:26

Hallo,

ich habe seit dem 01.04.2017 eine neue Wohnung (barrierefrei). Da ich dem Vermieter bei Unterzeichnung schon mitgeteilt habe, das ich Probleme mit dem Knie habe und über kurz oder lang ein künstliches Knie bekomme, habe ich den Zuschlag für diese Wohnung bekommen.

Nun ist der Vermieter selbst erkrankt und fordert das ich die Wohnung wieder frei mache, da er eventuell in 3-5 Jahren im Rollstuhl sitzen könnte.

Er hat mir eine andere Wohnung im 1. Stock angeboten, die mir aber überhaupt nicht zu sagt.

Welche Möglichkeiten habe ich, meine Wohnung zu behalten?

Kann er mich nach 5 Wochen auffordern die Wohnung zu räumen?

So ein Umzug ist ja immer mit Kosten verbunden.

Und wenn ich ausziehen muss, kann ich Entschädigung fordern?

LG Kirsyma

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.05.2017 13:49

Hallo Kirsyma und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell hat ein Vermieter das Recht, eine Wohnung aufgrund von Eigenbedarf zu kündigen, wenn er die Wohnung für sich selbst dringend benötigt. Laut Auffassung des Bundesgerichtshofs ist eine solche Eigenbedarfskündigung nur dann rechtsmissbräuchlich, wenn der Vermieter zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bereits entschlossen war oder zumindest erwogen hat, die Wohnung selbst in Gebrauch zu nehmen (Az.: VIII ZR 154/14). Ob das in Ihrem Fall so ist, können wir aus der Ferne allerdings leider nicht beurteilen.

Wir würden Ihnen daher raten, Ihren Mietvertrag sowie das Kündigungsschreiben einem Mieterverein vor Ort oder einem Fachanwalt vorzulegen. Dort kann geprüft werden, ob die Kündigung wirksam ist und ob sie tatsächlich ausziehen müssen. Gegebenenfalls können Sie sich mit dem Vermieter auch auf einen Kompromiss einigen, so dass er beispielsweise für Ihren Umzug aufkommt. Das ist dann allerdings Verhandlungssache zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jase am 02.05.2017 14:23

Hallo,

ich und mein Freund möchte bald ein Einfamilienhaus (150 qm) kaufen,

dieses ist jedoch an eine Familie mit 2 kleinen Kindern (ca. 5+12) vermietet.

Ich habe gelesen das man einen genauen Grund für die Kündigung schreiben muss, hier würde der Grund Eigenbedarf nicht ausreichen.

Welchen Grund können wir hier in die Kündigung schreiben?

Wir möchten einfach nur zu 2 (erstmal) in unserem Eigentum wohnen, dies würde wahrscheinlich aber nicht für die Kündigung ausreichen.

Der Markler meinte nur das diese Familie min. 1 Jahr darin wohnen bleiben wird.

LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.05.2017 15:37

Hallo Jase und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es ist richtig, dass jemand, der einen Mietvertrag aufgrund von Eigenbedarf kündigen möchte, die genauen Gründe darlegen sollte, warum er das Haus für sich oder seine Familie benötigt. Ein solcher Grund könnte beispielsweise auch geplanter Nachwuchs sein. Je nachdem, wie lange die Familie bereits im Haus wohnt, gelten bestimmte Kündigungsfristen. Bei einem Mietverhältnis, das bis zu fünf Jahren andauert, beträgt die Frist drei Monate, wohnt die Familie zwischen fünf und acht Jahren in der Immobilie sechs Monate und wohnt sie länger als acht Jahre im Haus, neun Monate.

Zudem kann ein Mieter einer Kündigung immer widersprechen, wenn diese für ihn eine unzumutbare Härte darstellt. Das könnte beispielsweise bei schwerer Krankheit der Fall sein oder wenn er durch einen Umzug beruflich erheblich beeinträchtigt wäre. Die einfache Tatsache, dass es sich bei den Mietern um eine Familie mit zwei Kindern handelt, reicht allerdings in der Regel nicht aus, um einer Eigenbedarfskündigung wirksam zu widersprechen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Deshalb und weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen empfehlen wir Ihnen im Streitfall die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bine am 30.04.2017 18:38

Hallo,

ich habe mir eine noch vermietete Eigentumswohnung gekauft.

Diese habe ich ihm zum 31.06.2017 mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten schriftlich mit Grund von meinem Notar/Anwalt zustellen lassen.

Der Mieter befindet sich zu dieser Zeit in einer beruflichen Prüfungssituation (Meisterprüfung).

Der Mieter ist zu einem Anwalt gegangen - ein Wohnungswechsel könnte wegen unzumutbarer Härte in diesem Zeitpunkt nicht stattfinden. Erst nach abgeschlossener Prüfung.

Die Beenigung des Mietvertrages und Räumung des Mietobjektes könnte dementsprechend erst zum 01.11.2017 erfolgen.

Was ist, wenn er die Prüfung nicht besteht?

Muss ich bei einer ggf. gütlichen Einigung der Fristverlängerung zum 01.11.2017 eine neue Kündigung ausschreiben?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.05.2017 09:01

Hallo Bine,

tatsächlich kann das Ablegen einer Prüfung im Rahmen einer Berufsausbildung für den Mieter eine Härte darstellen, die einen Widerspruch gegen die Kündigung rechtfertigt. Der Vermieter kann dem Mieter in diesem Fall aber auch eine längere Kündigungsfrist einräumen, so dass er die Wohnung erst nach abgelegter Prüfung räumen muss. Uns wäre allerdings aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, dass sich mit der Frage beschäftigt hat, was in einem solchen Fall geschieht, wenn der Mieter die Prüfung nicht besteht. In diesem Fall müsste die Sachlage sicher neu geprüft werden. Ein neuerliches Kündigungsschreiben wäre nach gütlicher Einigung mit dem Mieter aber wohl allein sicherheitshalber ratsam.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Im Zweifel empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jojo am 12.04.2017 11:18

Hallo, ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

ich möchte mir ein Haus kaufen das zurzeit vermietet ist und auch darin selbst wohnen, jedoch wohnt dort seid 4 Jahren eine Frau+ Mann mit 2 Kindern die dort nicht ausziehen möchte.

Was muss ich hier berücksichtigen? Ich würde ihr auch 6 Monate zeit geben um eine neue Wohnung zu finden. Könnten böse Überraschungen auf mich zukommen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.04.2017 11:59

Hallo Jojo,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn jemand ein Einfamilienhaus kauft, das aktuell vermietet ist, ist in der Regel eine Eigenbedarfskündigung möglich. Natürlich kann sich der aktuelle Mieter dagegen zur Wehr setzen, etwa in dem er argumentiert, dass ein Umzug eine unzumutbare Härte für ihn darstellen würde. Das wäre allerdings in den meisten Fällen nur bei schwerer Krankheit oder einer Körperbehinderung der Fall. Wenn sich der Mieter dennoch weigert, auszuziehen, müsste der Vermieter seine Ansprüche im Zweifel mit einer Räumungsklage beim zuständigen Amtsgericht durchsetzen. In vielen Fällen ist es aber möglich, sich gütlich zu einigen, beispielsweise durch eine Verlängerung der Kündigungsfrist, wie von Ihnen vorgeschlagen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Jojo am 12.04.2017 12:21

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Wie lange kann sich denn sowas hin ziehen wenn die Mieterin einen Wiederspruch einlegt da Sie z.B. angeblich keine geeignete Wohnung findet?

Freundliche Grüße


Immowelt-Redaktion am 12.04.2017 14:17

Hallo Jojo,

dass ein Mieter keine geeignete neue Wohnung findet, dürfte vor Gericht in der Regel nicht ausreichen, um die Wirksamkeit einer Eigenbedarfskündigung auszusetzen. Wie lange dann eine Räumungsklage dauern würde, lässt sich leider nicht pauschal sagen. Je nach Auslastung des zuständigen Amtsgerichts kann sich das von Ort zu Ort stark unterscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Eddy am 11.04.2017 21:44

Ich habe soeben eine Räumungsklage weil der Vermieter angeblich die Mutter wohnen lassen wollte die dann auch ausgesagt hat.

Das Verhältnis war nicht gut und Vermieter wollte mich raus haben und hatte einen Prozess verloren wegen Mieterhöhung und hat mich dann wegen Eigenbedarf gekündigt.

Nun habe ich das Urteil das es rechtens ist. Habe 2 Kinder finde keine Wohnung und alles nur deprimierend.

auf Kommentar antworten

Nicole2796 am 11.04.2017 11:27

Hallo, ich bin im Moment am überlegen, ob ich ein Haus kaufe. Das Haus besteht aus vier Wohnungen. Eine Wohnung steht leer und die anderen drei sind vermietet. Wenn ich das Haus kaufe würde das Objekt komplett von meiner Familie (Bruder und Schwester meiner Schwägerin) bewohnt werden. Kann ich die drei Pateien bei Kauf des Hauses auf Eigenbedarf kündigen und wenn ja mit welcher Frist? Danke für eure Hilfe!!

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Immowelt-Redaktion am 11.04.2017 11:49

Hallo Nicole,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eigenbedarfskündigungen für nahe Verwandte sind prinzipiell möglich. Die Kündigungsfristen hängen von der Dauer ab, die die Mieter bereits in die Wohnungen leben. Bei bis zu fünf Jahren beträgt die Frist drei Monate, bei zwischen fünf und acht Jahren sechs Monate. Wohnen die Mieter bereits acht Jahre oder länger in der Wohnung, liegt die Frist bei neun Monaten.

Bitte beachten Sie noch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

melissa175 am 11.04.2017 02:28

Ich vermiete seit kurzem zwei Zimmer in meiner Wohnung und ein eigenes Bad dazu an einen Mitbewohner. Mein Freund und ich wollen im Sommer/ Herbst in dieser Wohnung zusammen ziehen- das wurde dem Mieter auch bei der Besichtigung schon gesagt. Allerdings wurde auchgesagt, dass dies auf sein Mietverhältnis keine Auswirkungen haben würde, da wir seine Zimmer im Dachgeschoss dann nicht brauchen würden. Nun würde ich ihm aber gerne bis Ende Juli wegen Eigenbedarfs kündigen weil sich in Gesprächen mit meinem Freund ergeben hat dass er für seine Promotion doch ein Büro zuhause braucht. Ist dies problematisch ? Was sollte beachtet werden ?

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Immowelt-Redaktion am 11.04.2017 11:23

Hallo Melissa,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich ist eine Eigenbedarfskündigung für nahe Verwandte oder Angehörige des eigenen Haushalts möglich. Wenn Ihr Lebensgefährte aktuell nicht bei Ihnen wohnt, könnte der Mieter die Rechtmäßigkeit der Eigenbedarfskündigung anzweifeln. Bevor Sie die Kündigung aussprechen würden wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Stefan am 09.04.2017 20:52

Hallo,

ich bewohne derzeit eine Wohnung in einem Wohnhaus mit 5 Wohnungen. Da ich mehr Platz benötige, werde ich dem Mieter mit der größten Wohnung kündigen. Muss ich ihm meine bisher bewohnte Wohnung anbieten? Wenn der bisherige Mieter zum 31.07.17 auszieht, dann werde ich erst im Laufe des Monats August einziehen, da ich die Wohnung in meinen Wunschfarben erst streichen möchte und danach muss ich in der alten Wohnung auch noch Schonheitsreparaturen durchführen.

Wie seht ihr das?

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Immowelt-Redaktion am 10.04.2017 10:55

Hallo Stefan,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Für den Fall, dass der Vermieter zum Zeitpunkt der Eigenbedarfskündigung eine Alternativwohnung hat, die er dem Mieter anbieten kann, muss er auch dies laut Rechtsprechung im Kündigungsschreiben erwähnen. Gleichzeitig sollte er die Gründe nennen, wieso ebendiese Wohnung für ihn selbst nicht geeignet ist.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

1111111 am 08.04.2017 19:35

Kann ich dem Mieter wegen starten unangenehmen Gerüchen die bis in den Flur riechen und starken Verschmutzungen im Bad und Zimmer,sowie ständig offene Haustür da er im Alkoholismus sich daneben benimmt ,mich bedroht und ich daher schon die Polizei rief,diesen Mieter fristlos kündigen,den bei Mietabschluß war auch nicht bekannt das er Raucht und ein AlkoholProblem hat.Er wurde auf Gerüche und Verunreinigungen mehrmals angesprochen,stellt sie aber nicht ab.Ich habe Angst vor diesem Mieter.

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Immowelt-Redaktion am 10.04.2017 10:01

Hallo 1111111,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Mieter den Hausfrieden erheblich stört, kann dies durchaus ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Ob das in Ihrem Fall gegeben ist, können wir aus der Ferne aber leider nicht beurteilen. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir empfehlen Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heipit am 06.04.2017 11:39

Kann man den Mieter wegen Lärmbelästigung seines Hundes sowie die Verunreinigung des Gartens durch Hundekot, obwohl der Mieter eine Zusage gemacht hat, dies zu beseitigen aber den Termin nicht eingehalten, wenn man für beide Sachen jeweils eine Abmahnung geschrieben hat, wäre das ein weiterer Kündigungsgrund obwohl der Mieter einen 1 Jahres Mietvertrag hat?

Was kann man dagegen tun. Im Mietvertrag ist unter §9 Pkt3 die Haltung von Kleintieren nach Absprache erlaubt, diese Mieterin hat jedoch einen Hund in der Größe eines Schäferhundes, der zudem ständig bellt und den ganzen tag alleine in einer 60qm Wohnung hockt

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Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 15:11

Hallo Heipit,

eine ständige Störung des Hausfriedens, etwa durch Hundekot oder dauernden Lärm, kann unter Umständen der Grund für eine fristlose Kündigung sein. Leider können wir das Thema abschließend aus der Ferne aber nicht beurteilen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heipit am 06.04.2017 09:21

Hallo

ich habe ein 2Fam.Haus beide Wohnungen zurzeit vermietet. Aufgrund von Trennung habe ich eine Notsituation und keine Bleibe, ich baue gerade das Dachgeschoss aus aber bus zur absoluten Feritigstellung dauert es noch. Meine mittlere Mieterin hat mir Küche und bad zue Mitbentzung angeboten, schlafen tue ich im Dachgeschoss/Baustelle. Der anderen Mieterin habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt. Sie wohnt 6 Monate bei mir und hat einen 1 Jahresvertrag. Der Eigenbedarf wurde durch den Mieterbund angezweifelt, sowie der Wohnungsnotstand und sie hat einen Hund und würde aufgrund dessen keine Wohnung finden. Ich brauche die Wohnung ganz dringend. Muss ich mich an den jahresvertrag halten??

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Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 10:39

Hallo Heipit,

wenn Vermieter und Mieter einen Mietvertrag mit beidseitigem Kündigungsverzicht abschließen, sind daran beide Parteien gebunden, auch bei Eigenbedarf des Vermieters. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher die Beratung durch einen Anwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

JohannaKoch am 05.04.2017 11:49

Guten Tag,

ich bewohne seit 17 Jahren ein Haus. Das Dachgeschoss habe ich untervermietet.

In meinem Mietvertrag ist geschrieben, dass eine Kündigungsfrist von 12 Monaten besteht, nach mehr als 10jähriger Mietdauer.

Nun ist das Haus verkauft worden und eine Eigenbedarfskündigung ist erfolgt. Diese Kündigung ist auf 9 Monate befristet.

1. Ist die Kündigung wirksam?

2. Muss ich den Vermieter auf den späteren Auszug (nach12 Monaten) aufmerksam machen?

3. Wann muss ich meinen Untermieter mitteilen bzw. kündigen, dass er ausziehen muss, da er eine kürzere Kündigungsfrist von 3 Monaten hat?

LG Johanna Koch

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Immowelt-Redaktion am 05.04.2017 14:02

Sehr geehrte Frau Koch,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn der Vermieter das Haus auch wirklich für sich selbst oder einen nahen Angehörigen benötigt, ist die Eigenbedarfskündigung wirksam. Allerdings gilt die im Mietvertrag vereinbarte Kündigungsfrist. Es empfiehlt sich, den Vermieter darauf aufmerksam zu machen.

Das Auflösen eines Untermietvertrags aufgrund der Kündigung des Hauptmietvertrags ist ein recht komplexes Thema, da für Untermietverträge prinzipiell die gleichen Gesetze gelten wie für Hauptmietverträge. Das bedeutet: Ohne ein berechtigtes Interesse kann auch ein Untermietvertrag nicht gekündigt werden. Rechtlich letztinstanzlich ungeklärt ist die Frage, ob die Beendigung des Hauptmietverhältnisses ein solches berechtigtes Interesse ist. Für Mieter, deren Hauptmietvertrag gekündigt wurde, ist es daher am geschicktesten, sich mit dem Untermieter darauf zu einigen, dass dieser spätestens mit dem Auszug des Hauptmieters auch aus der Wohnung auszieht. Eine formelle Kündigung sollten Mieter schon sechs Monate vor dem angepeilten Auszugstermin aussprechen, da für Untermietverhältnissen unter gewissen Umständen eine um drei Monate verlängerte Kündigungsfrist angenommen werden kann.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

baer03 am 31.03.2017 21:55

Ich habe ein Haus gekauft. Beide Mietparteien habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt. Einen Einspruch habe ich erhalten, es sei keine vergleichbare Wohnung zu finden. Ich möchte gerne bei der Wohnungssuche helfen. Wie weit entfernt vom jetzigen Wohnort ist den zumutbar? Welche Preise sind zumutbar? Wenn ich Wohnungen gefunden habe und der Mieter der Sache nicht nachgeht, wann kann ich dann und welche Maßnamen einleiten? (Anwalt-Räumungsklage oder änliches) Bitte die Reihenfolge der Maßnamen mit Zeitfenster erklären.

Vielen Dank im voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2017 09:01

Hallo baer03,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn eine Eigenbedarfskündigung wirksam ist, ist es Sache des Mieters, sich um eine neue Wohnung zu kümmern. Der Vermieter ist nicht dazu verpflichtet, dabei zu helfen. Zieht der Mieter nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht aus der Wohnung aus, kann der Vermieter beim zuständigen Amtsgericht Räumungsklage erheben.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

lyknorr am 08.03.2017 15:25

Hallo,

unsere Familie möchte ein Haus kaufen, unzwar ein Reihenendhaus und das danebenliegende Reihenmittelhaus. Das Endhaus ist bezugsfertig, das Mittelhaus seit über 20 Jahren an ein Ehepaar vermietet. Auf absehbare Zeit werden wir uns um die Eltern meines Mannes kümmern müssen, daher sollen sie ins Mittelhaus ziehen. Gilt bei der Kündigung auf Eigenbedarf die Regelung für ein Zweifamilienhaus? Ist die Pflege der eigenen Elern ein ausreichender Kündigungsgrund?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.03.2017 15:40

Hallo lyknorr,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ein Ein Reihenhaus gilt in der Regel als Einfamilienhaus, die Regeln für Zweifamilienhäuser sind also nicht anwendbar. Die Pflege der eigenen Eltern könnte durchaus ein Grund für eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf sein. Abschließend beurteilen können wir dies aus der Ferne aber leider nicht. Bei der Prüfung des Einzelfalls dürfte im Streitfall auch eine Rolle spielen, ob die Pflege der Eltern an einem anderen Ort genauso leicht möglich wäre. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bevor Sie das Haus kaufen empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Franze am 24.02.2017 11:31

Hallo,

ich habe vor, mein Haus zu verkaufen (wegen Verkehrslärm) und ein anderes zu kaufen, um dort selbst einzuziehen. Wenn dieses neue Haus vermietet ist, wie kann ich eine Kündigung wegen Eigenbedarfs begründen? Muss ich das in einem solchen Fall überhaupt?

Ist eine solche Kündigung auch dann möglich, wenn der Kauf des neuen Hauses vor den Verkauf des jetzigen Hauses liegt (was ja gut möglich sein könnte)? Man könnte ja argumentieren, dass im jetzigen Haus eine Wohnmöglichkeit besteht und deshalb kein Eigenbedarf besteht.

Vielen Dank für Ihre Antwort

Franz

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.02.2017 12:20

Hallo Franze,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es könnte durchaus sein, dass der aktuelle Mieter so argumentiert, wie Sie vermuten. Ob er so eine Eigenbedarfskündigung im Streitfall verhindern könnte, lässt sich aber vorab leider nicht mit Bestimmtheit sagen. Es wäre für Sie daher sicher ratsam, sich vorab mit dem Mieter zu einigen. Eventuell kommt ja auch eine Kompromisslösung in Frage und Sie können dem Mieter beispielsweise eine längere Frist bis zum Auszug einräumen. Falls Sie dennoch wegen Eigenbedarf kündigen möchten, empfiehlt sich vorab die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ridvan am 22.02.2017 06:21

Hallo ich möchte mir eine Eigentumswohnung ( Wohnblock mit 20 Wohnungen ) kaufen. Die Mieter in ist schon mehr als 8 Jahre in dieser Wohnung. Also hat sie ja 9 Monate Frist zum Ausziehen. Das mit der Sperrfrist betrifft mich dann also nicht mehr oder ? ( Umwandlung von Mietshaus in EigentumsWohnungen)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.02.2017 10:13

Hallo Ridvan,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Entscheidend ist, ob die Wohnung bereits vor der Umwandlung in Eigentumswohnungen an den aktuellen Mieter vermietet war. In diesem Fall kann ein neuer Eigentümer innerhalb von drei Jahren nicht aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Ist der Mieter allerdings eingezogen als die Wohnung schon eine Eigentumswohnung war, gilt diese Sperrfrist nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tom am 15.02.2017 21:22

Einen schönen guten Tag,

wir sind am überlegen, ob wir ein Haus kaufen sollen. In diesem Haus ist das Dachgeschoss an ein älteres Ehepaar (ca.70 Jähriges Paar) seit ca. 20 Jahren vermietet. Nachdem wir dieses unsere Mutter bzw Großmutter zur Verfügung stellen wollen würden, wollte ich fragen, welche Fristen für eine Kündigung auf Eigenbedarf gelten oder ob hierfür gar keine Kündigung auf Eigenbedarf möglich ist.

Vielen Dank für die Antwort und freundliche Grüße,

Tom

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.02.2017 08:55

Hallo Tom,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren beträgt die Kündigungsfrist neun Monate, es sei denn, im Mietvertrag wurde etwas anderes vereinbart. Eine Ausnahmeregelung gibt es für Zweifamilienhäuser, bei denen der Vermieter eine Wohnung selbst bewohnt. In diesem Fall kann der Vermieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen – die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei allerdings um drei Monate, liegt also bei einer Mietdauer von mehr als acht Jahren bei zwölf Monaten.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jule am 13.02.2017 17:16

Hallo,

Wir haben uns letztes Jahr im Juni ein Mehrfamilienhaus gekauft, mit einem Mieter den wir übernommen haben und eine Wohnung haben wir neu vermietet. Da das Haus sehr alt ist sanieren wir es Stück für Stück. Dabei ist uns vor zwei Tagen aufgefallen das unsere Wohnungsdecke langsam herunterfällt und wir schnellstmöglich aus der Wohnung müssten. Darf ich mein Mieter deswegen auf Eigenbedarf kündigen und muss ich die Kündigungsfrist einhalten? Außerdem hatten wir ihn auf ein Jahr fest laut Mietvertrag, darf ich ihn vorher überhaupt kündigen?

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.02.2017 08:53

Hallo Jule,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Vermieter eine Wohnung für sich oder einen nahen Angehörigen dringend selbst benötigt, kann er in der Regel rechtswirksam aufgrund von Eigenbedarf kündigen. Die Kündigungsfrist muss dabei eingehalten werden. Wurde im Mietvertrag jedoch für einen bestimmten Zeitraum ein beidseitiger Kündigungsverzicht vereinbart, ist in diesem Zeitraum in der Regel auch keine Kündigung möglich, auch nicht aufgrund von Eigenbedarf.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Amigo11JB am 13.02.2017 13:15

Ich habe auf Eigenbedarf gekündigt! Fristgerecht! 9 Monate!! Jetzt sind es schon 14 Monate!! Was soll ich tun?? Mieter sagt er findet keine Whg!! Whg. Wird vom Jobcenter komplett warm bezahlt(außer Strom).

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.02.2017 13:22

Hallo Amigo11JB,

eine von Grund auf wirksame Eigenbedarfskündigung ist auch dann wirksam, wenn der Mieter keine neue Wohnung findet. Wenn der Mieter sich weigert, auszuziehen, bleibt dem Vermieter das Mittel der Räumungsklage. Eine Räumungsklage kann beim zuständigen Amtsgericht erhoben werden.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Amigo11JB am 13.02.2017 14:20

Danke für die Antwort! Räumungsklage über einen RA??!! Kosten ca.? Wielange kann das dauern??


Immowelt-Redaktion am 13.02.2017 15:56

Hallo Amigo11JB,

eine Räumungsklage muss nicht zwangsläufig über einen Rechtsanwalt erhoben werden, eine anwaltliche Beratung ist aber sicher sinnvoll. Die Frage nach den Kosten lässt sich leider allgemeingültig nicht beantworten. Sie ist unter anderem vom Streitwert abhängig, im Fall einer Räumungsklage also von der Jahresmiete.

Eine Räumungsklage kann von Ort zu Ort unterschiedlich lange dauern. Die Dauer ist davon abhängig, wie ausgelastet das jeweils zuständige Amtsgericht ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rechard am 10.02.2017 20:16

hallo

ich habe eine Kündigung aus Eigenbedarf am 5.1.17 erhalten und soll am 31.3.17 ausziehen.

was passiert , wenn ich in der Fristzeit keine Wohnung gefunden habe??

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.02.2017 09:00

Hallo Rechard,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Mieter in der Zeit bis zum Ende des Mietverhältnisses keine Wohnung findet, macht das eine etwaige Kündigung nicht unwirksam. Allerdings könnten Sie sich natürlich mit Ihrem Vermieter auf Kulanzbasis auf eine etwas längere Mietdauer einigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

alesig52 am 08.02.2017 16:45

Wenn ich weiss dass ich die Wohnung einmal selbst brauche, aber nivht weiss wann dieser Fall zeitlich eintritt muss ich das dann dem Mieter beim Abschluss eines Mietvertrages bereits itteilen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.02.2017 11:06

Hallo alesig52,

sofern Sie bereits zum Zeitpunkt der Vermietung wissen, dass Sie die Wohnung später selbst benötigten, sollten Sie das ihrem neuen Mieter mitteilen. Aktuelle höchstrichterliche Urteile, die sich mit der speziellen Frage beschäftigen, dass der genaue Zeitpunkt des späteren Eigenbedarfs noch nicht feststeht, sind uns allerdings nicht bekannt. Auch weil Eigenbedarfskündigen oft zu langwierigen Streitigkeiten führen, raten wir Ihnen, Ihre Fragen mit einem Fachanwalt für Mietrecht klären.

Graziano85 am 05.02.2017 17:29

Kann Mann uns wegen Eigenbedarf kündigen und es zu renovieren und an Mitarbeiter der eigene Firma zu vermieten

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.02.2017 10:24

Hallo Graziano85,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist nur möglich, wenn der Vermieter die Wohnung für sich selbst, für nahe Angehörige oder für Angehörige des eigenen Haushalts benötigt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

meromero am 01.02.2017 23:54

Hallo liebes Immowelt Team, ich habe eine Kündigung aus Eigenbedarf am 3.11.16 erhalten und sollte zum 31.1.17 ausziehen. Allerdings kann ich durch verschiedene Umstände erst am 2.2.17 ausziehen. Ist das noch in der Fristzeit? Auf dem Zettel wurde vom Vermieter notiert das diese am 3.11.16 in meinem Briefkasten eingeworfen wurde, in gedruckter Form steht 2.11.16.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.02.2017 09:26

Hallo meromero,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn eine Kündigung bis zum dritten Werktag eines Monats zugeht, ist sie zum Ende des übernächsten Monats wirksam. Ihre Kündigung erscheint uns also fristgerecht. Wenn Sie erst zum 2. Februar ausziehen können, können Sie sich unter Umständen einfach mit dem Vermieter einigen. Gerade bei Kündigungen aufgrund von Eigenbedarf hat der Vermieter oft auch ein bisschen zeitlichen Spielraum.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Peter S. am 27.01.2017 18:58

Einer unserer Mieter ist mittlerweile desöfteren wegen Suizidversuchs kurzfristig in einer Spezialklinik ( Klappse). Benötigen den Wohnraum trotzdem als Eigenbedarf für unsere Tochter, unter Einhaltung der 3 monatigen Frist.

Gilt ein Einschreiben zur Kündigung trotzdem? Wir wissen es nicht offiziell, dass er in psychiatrischer Behandlung ist. Aber die "netten Nachbarn".

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.01.2017 08:54

Hallo Peter,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es gibt zwar die Möglichkeit, eine Kündigung per Einwurfeinschreiben zu verschicken. In diesem Fall dokumentiert der Postbote, dass er das Schreiben in den Briefkasten geworfen hat. Er hat aber keine Kenntnis des Inhalts. Das bedeutet, dass ein Mieter später einfach behaupten könnte, das Kuvert sei lehr gewesen. Am sichersten wäre es daher in einem solchen Fall, eine Kündigung durch einen Gerichtsvollzieher zustellen zu lassen. Allerdings bedeutet auch das nicht, dass die Kündigung dann rechtswirksam ist, denn eine psychische Erkrankung könnte unter Umständen als Härtefall gelten, der einen Umzug für den Mieter unzumutbar macht.

Dies lässt sich aus der Ferne jedoch leider nicht beurteilen. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tina62 am 26.01.2017 19:00

Hallo liebes immowelt Team

Seit Dez.16 bewohnt mein Sohn eine Wohnung,bzw läuft der Mietvertrag ab dem 1.2 2017

Miete wurde ab Dez 16 bezahlt.Gestern schellte der Vermieter,wohnt nebenan,und sagte meinem Sohn das er die Wohnung für seine Eltern benötigt und er meinem Sohn wegen Eigenbedarf kündigen muss.Der Mietvertrag läuft ab 1.2 2017 bis Januar 2021.Also 4 Jahre.

Kann meinem Sohn einfach so gekündigt werden? Er bezieht Hartz4 und hat diesen Umzug schon komplett alleine finanziert da die Miete 5 Euro zu hoch war.Noch einen Umzug schafft er finanziell nicht.

Müsste der Vermieter ihm eine vergleichswohnung stellen bzw einen umzug bezahlen?

Danke für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.01.2017 08:52

Hallo Tina62,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ihre Frage lässt sich ganz eindeutig aus der Ferne leider nicht beantworten. Es kommt zunächst darauf an, wie der Mietvertrag Ihres Sohnes befristet wurde. Einen Mietvertrag mit beidseitigem Kündigungsverzicht kann der Vermieter nicht einfach so wegen Eigenbedarf kündigen, einen befristeten Mietvertrag unter Umständen schon. Darüber hinaus ist eine Eigenbedarfskündigung unwirksam, wenn dem Vermieter der Eigenbedarf schon bei Abschluss des Mietvertrags bekannt war. Wir empfehlen Ihnen, den Mietvertrag sowie das Kündigungsschreiben einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Claudia Eichhorn am 25.01.2017 21:14

Hallo liebes immowelt Team,

mein Partner "besitzt" eine Eigentumswohnung mit 3 Zimmern, die er bei der Bank noch abzahlen muss.

Zusätzlich ist er aber selbst Mieter einer zweiten 3 Zimmer Wohnung, die er sich aufgrund der Trennung vor 2 Jahren von seiner damaligen Freundin mittlerweile aber nicht mehr leisten kann, da er ja somit eine doppelte Belastung hat.

Um nicht in absehbarer Zeit insolvent zu werden, möchte er nun Eigenbedarf an seine Eigentumswohnung anmelden.

Nun haben wir erfahren, daß dem Mieter dieser Wohnung vor dem Verkauf an meinen Partner angeblich lebenslanges Wohnrecht eingeräumt wurde. Davon haben wir beide jedoch noch nie was gehört. Kann das möglich sein? Was für Möglichkeiten bestehen für uns, Eigenbedarf "durchzusetzen"?

Lieben Dank für Eure Antwort!

Claudia Eichhorn

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.01.2017 09:35

Sehr geehrte Frau Eichhorn,

generell könnte einem Mieter durchaus lebenslanges Wohnrecht eingeräumt werden, auch wenn dies etwas ungewöhnlich wäre. Dies müsste aber wohl vertraglich vereinbart worden sein. Die genaue Ausgestaltung eines solchen Vertrags können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Von seiner Wirksamkeit wäre im Zweifel abhängig, ob ein Vermieter eine Eigenbedarfskündigung durchsetzen könnte oder nicht. Wir empfehlen Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein, beispielsweise Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Johnny13 am 25.01.2017 19:46

Darf mir mein Vermieter nach 9 Jahren auf Eigenbedarf kündigen, weil die Eltern der Schwiegertochter näher bei deren Tochter wohnen möchten? Haben heute an Telefon erfahren vom Vermieter dass er auf Eigenbedarf deshalb kündigen wird

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.01.2017 09:27

Hallo Johnny13,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei schwägerschaftlichen Verwandtschaftsverhältnissen werden Eigenbedarfskündigungen von Gerichten in der Regel für unwirksam erklärt. Ob dies auch in Ihrem Fall so wäre, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Wir empfehlen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

NIJOPI am 25.01.2017 16:13

Sehr geehrtes immowelt Team,

Kann mein Bruder seine Mieter auf eigenbedarf kündigen weil ich (sein Schwester mit Partner und Kind) eine eigenbedarfskündigung bekommen habe und wir keine Wohnung finden wegen eines insolvenzerfahrens.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.01.2017 09:19

Hallo NIJOPI,

eine Kündigung wegen Eigenbedarf für nahe Verwandte wie Geschwister ist in der Regel möglich. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Im Zweifels- oder Streitfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Langer80 am 23.01.2017 13:26

Hallo Immowelt Team

Ich habe folgende Fragen ich habe vor 2 Jahren ein Mehrfamilienhaus gekauft 2 Wohnungen sind vermietet wir wohnen in der dritten.

Jetzt will ich die untere wegen Eigenbedarf für meine Eltern Kündigen und habe die Mieter vom voreigentümer mit übernommen und einen neuen Mietvertrag geschlossen Sie wohnen seit 2008 in diesem Haus welche Frist zählt für mich 3 Monate oder 9 Monate

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.01.2017 08:57

Hallo Langer80,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist die Rede davon, dass sich die Kündigungsfrist nach fünf und acht Jahren nach der Überlassung des Wohnraums verlängert. Vom Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses ist im Gesetz nicht die Rede.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir empfehlen Ihnen, sich im Zweifel an einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Dariusz am 21.01.2017 00:16

Hallo,

gilt das erleichterte Kündigungsrecht auch, wenn mehrere Wohnungen vorhanden sind und der Vermieter eine Wohnung selbst nutzt ? Also im konkreten Fall sind es fünf Wohnungen und eine Wohnung nutzt der Vermieter selbst.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.01.2017 08:56

Hallo Dariusz,

nein. Laut BGB gilt das erleichterte Kündigungsrecht "einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen" (Paragraph 573a). Bei fünf Wohnungen greift der fragliche Paragraph also nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Colmantras am 18.01.2017 22:53

Hallo, liebes Immowelt-Team,

mein Vermieter hat mir einen Zettel in den Briefkasten gesteckt, dass er die Wohnung wegen Eigenbedarf kündigen will. Er wohnt im selben Haus und will eine "Bibliothek" einrichten. Er begründet dies folgendermaßen: Er hat die Wohnung nur so lange vermietet, bis er genug Geld hat um sein Bücherzimmer dort einzurichten.

Allerdings hat der Vermieter 3 weitere Stockwerke zur Verfügung, außerdem Keller und Dachboden.

Meine Wohnung besteht aus 1ZKB (32 m²)

Kann er das durchsetzen?

Liebe Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.01.2017 09:08

Hallo Colmantras,

leider lässt sich Ihre Frage nicht eindeutig beantworten. Im Streitfall müsste der Vermieter darlegen, dass er die Wohnung wirklich für Wohnzwecke benötigt. Uns ist kein Urteil bekannt, in dem ein Gericht entschieden hat, ob dies bei einer privaten Bibliothek der Fall ist oder nicht. Wir empfehlen Ihnen daher eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lisa am 18.01.2017 20:05

Hallo,

meine Mutter besitzt ein Haus, in dem die beiden Wohnungen vermietet wurden. Eine dieser Wohnungen möchte ich gerne Ende des Jahres mit meinem Partner beziehen. Zum Zeitpunkt der fristgerechten Kündigung besteht das aktuelle Mietverhältnis ein Jahr. Kann die Kürze des Mietverhältnisses ein Problem bei der Kündigung auf Eigenbedarf darstellen? Außerdem: Zum Zeitpunkt des Mietsvertragabschlusses war der Standort meiner Arbeitsstelle noch völlig offen, der Arbeitsplatz wurde zentral vermittelt und hätte mich ins gesamte Bundesland verschlagen können. Dementsprechend war es nicht absehbar, dass ich die Wohnung in nächster Zeit gerne beziehen würde.

MfG Lisa

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.01.2017 08:54

Hallo Lisa,

generell gibt es keine feste Frist, in der eine Eigenbedarfskündigung ausgeschlossen ist. Insofern ist eine Eigenbedarfskündigung nach nur einem Jahr in der Regel rechtens, wenn bei Abschluss des Mietvertrags noch nicht klar war, dass der Eigenbedarf in Zukunft zwangsläufig vorliegen wird.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

franziska.daheim@gmx.de am 17.01.2017 19:04

Hallo der freund meiner Mutter möchte ein kleines Haus von ihm für eigenbedarf für mich und meinen Sohn die jetzigen Mieter kündigen ... beide jetzigen Mieter sind aber behindert .... ist es trotzdem möglich ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.01.2017 14:07

Hallo Franziska,

Sie haben Recht. Tatsächlich spricht das BGB auch von angehörigen des eigenen Haushalts. Gerade auf Amtsgerichtsebene wurden im Hinblick auf das Verhältnis zu demjenigen, der die Wohnung für sich beansprucht durchaus schon unterschiedliche Urteile gefällt. Dies ist sicher stark vom Einzelfall abhängig.

Die Beurteilung des Einzelfalls wird übrigens auch dann relevant, wenn es um die Behinderung der aktuellen Mieter geht. Eine leichter Behinderung würde vom Gericht eventuell nicht als Hindernis für eine Eigenbedarfskündigung gewertet, eine schwere möglicherweise schon.

All dies lässt sich aus der Ferne nur schwer beurteilen. Wir empfehlen daher eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 18.01.2017 09:15

Hallo Franziska,

bei einer Konstellation wie der von Ihnen beschriebenen, dürfte gar nicht wahrscheinlich sein, dass die aktuellen Mieter behindert sind. Vielmehr ist eine Eigenbedarfskündigung nur dann möglich, wenn der Kündigende entweder für sich selbst oder einen nahen Verwandten kündigt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Franziska.daheim@gmx.de am 18.01.2017 10:13

Danke für die Antwort ich bin ja nicht seine Tochter aber lebe mit bei ihm im Haushalt und meiner Mutter .... jetzt ist die frage ob er auch dann wegen Eigenbedarf kündigen kann damit ich mit meinem Sohn rüber in das Häuschen ziehen können ?

Mfg


Immowelt-Redaktion am 18.01.2017 10:22

Hallo Franziska,

wegen Eigenbedarf kündigen kann jemand nur für sich selbst oder nahe Verwandte. Die Frage, ob jemand aktuell im gleichen Haushalt wohnt oder nicht, ist dafür nicht relevant.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Franziska.daheim@gmx de am 18.01.2017 13:56

Oben im Text steht doch aber ....

So darf der Vermieter die Mietwohnung nur für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts beanspruchen. Nach aktueller Rechtsprechung zählen dazu etwa Kinder, Eltern, Enkel oder Großeltern. Aber auch außerhalb der Verwandtschaft gibt es Personen, für die die Mietwohnung wegen Eigenbedarf gekündigt werden kann – etwa Kinder des nichtehelichen Lebenspartners oder Pflegepersonal.

Also das heißt doch es würde gehen oder ?

Mfg

Lenz am 09.01.2017 15:14

Hallo

Ich habe ein Haus gekauft und möchte dem derzeitigen Mietern kündigen (Eigenbedarf). Der gültige Mietvertrag, der auf mich übergegangen ist, besteht seid dem 1.12.2010 (also weniger als 8 Jahre und daher müsste die Kündigungsfrist 6 Monate betragen). Einer Person der Familie (Mieter) war wohl vorher schon Mieterin der Wohnung (also wohnt Sie insgesamt länger als 8 Jahre in der Wohnung, dieser Vertrag liegt mir jedoch nicht vor). Frage: Welcher Mietvertrag gilt bei der Kündigungsfrist ? Aktuell gültiger vom 1.12.2010 (Sie und Ihr Lebenspartner) oder der vorangegangene ?. Vielen Dank vorab für die Beantwortung meiner Frage

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.01.2017 09:05

Hallo Lenz,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In Paragraph 573c des Bürgerlichen Gesetzbuchs steht im Wortlaut: "Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate." Die Rede ist also vom Zeitraum seit Überlassung des Wohnraums, nicht von der Vertragslaufzeit. Allerdings ist dies sicher in einem gewissen Rahmen Auslegungssache. Uns ist aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, das diese Frage geklärt hätte. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mo am 29.12.2016 09:15

Hallo

Ich bin Eigentümerin eines Zweifamilienhauses . Das an eine Familie vermietet ist. Die Mieter haben einen Zeitmietvertrag bis 2019 .

Nun ist es so das ich mich von meinem Mann trenne , wir aber beschlossen haben das ich unten und er oben einzieht .

Ist es möglich wg Eigenbedarf den Vertrag zu kündigen .

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.12.2016 09:42

Hallo Mo,

unseren Recherchen zufolge können Zeitmietverträge nicht wegen Eigenbedarfs gekündigt werden. Bedenken Sie bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten können. Diese erhalten Sie beim einem Eigentümerverband oder einem Fachanwalt.

Beste Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Vera am 29.12.2016 03:49

Hallo,

mein Mann und ich möchten ein zwei Familienhaus kaufen. In dem Haus wohnt seit 15 Jahren eine ältere Dame die wir als Mieterin mit übernehmen werden. Wir müssen aufgrund der langen Wohnzeit der Mieterin mit der Kündigung auf Eigenbedarf mit bis zu 9 Monaten rechnen. Danach soll mein Sohn die Wohnung bekommen.

Jedoch zahlt sie sehr wenig Miete (295€ für 85 qm), da sie in Absprache mit dem Vermieter, eine Zeit lang seine Mutter in dem Haus gepflegt hatte. Da seine Mutter nun im Pflegeheim ist und wir die Immobilie erwerben möchten, wollten wir dementsprechend die Miete wieder etwas erhöhen, da die vorherige Mietminderung von Seiten des Vermieters nur als Gegenleistung zu der Pflege seiner Mutter basierte, welche dort nicht mehr wohnt. Müssen wir diesbezüglich einen kompletten neuen Mietvertrag aufsetzen oder reicht eine normale Schriftliche Ankündigung der Mieterhöhung? Können wir dann die Miete einfach erhöhen für den Zeitraum wo die Kündigung laufen wird ( natürlich in einem tragbaren Rahmen für die Mieterin)?

Danke schon einmal im Voraus für die Antwort.

Lg Vera

auf Kommentar antworten

Eigentumswohnung am 06.01.2017 10:41

Hallo,

dem Artikel oben ist zu entnehmen, dass bei einem bestehenden Mietverhältnis beim Kauf 3 Jahre Sperrfrist bis zur Kündigung besteht. Ich würde an Ihrer Stelle, die 9 Monate Kündigungsfrist noch einmal prüfen lassen bevor es zu rechtlichen Problemen kommt und die Kündigung nicht wirksam ist.

Freundliche Grüße von einer Eigentümerin/Vermieterin


Immowelt-Redaktion am 29.12.2016 09:21

Liebe Vera,

ein Vermieter hat im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, eine Mieterhöhung umzusetzen. Er kann die Miete entweder bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen oder bei Modernisierungsmaßnahmen einen Teil auf den Mieter umlegen.

Wie Sie eine Mieterhöhung richtig formulieren, können Sie hier nachlesen: ratgeber.immowelt.de/a/mieterhoehung-richtig-formulieren-so-gehts.html

Viele Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Sandra am 27.12.2016 21:11

Muss man eine Kündigungsfrist einhalten wenn der Vermieter wegen Eigenbedarf kündigt und man schon eher eine andere Wohnung hat?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.12.2016 10:32

Liebe Sandra,

wenn Ihnen der Vermieter wegen Eigenbedarf gekündigt hat und Sie schon eine andere Wohnung gefunden haben, haben Sie vielleicht gute Chancen auf eine Aufhebungsvereinbarung. Oft kommt das auch dem Vermieter entgegen, weil er dann schneller in seine Wohnung kann. Sprechen Sie doch einfach mit Ihrem Vermieter, ob er Sie schon vorzeitig aus dem Mietvertrag entlässt.

Beste Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Gudrun am 22.12.2016 17:08

Hallo ,ich möchte in meinem Mietshaus ,die untere Mieterin kündigen ,da Sie sowieso vorhat sich ein Haus zu kaufen ,u. auch zuletzt eingezogen ist .

Meine Frage ist : Sie hatte einen Mietvertrag über die Wohnung und einen kleinen Pferdestall ( in einem Vertrag festgehalten ) Mietbeginn 1.12 2011 .

Nun ist der Stall gekündigt und ab 1.10.2016 hat sie nur noch die Wohnung .

Gilt der Mietvertrag noch ? Oder ist er ab 1.10.16 nicht mehr gültig,wegen der

Kündigungsfrist von 6 Jahren ? Brauche die Wohnung für meinen Sohn.

Lg

Gudrun

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.12.2016 13:29

Liebe Gudrun,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Werden eine Wohnung und weitere Räumlichkeiten in einem Einheitsvertrag vermietet, ist es nicht möglich, das Mietverhältnis für die weiteren Räumlichkeiten separat zu kündigen. Eine Ausnahme kann aber dann bestehen, wenn im Mietvertrag ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Erfolgt eine Kündigung der Nebenräume allerdings in beiderseitigem Einvernehmen, kann dies wirksam sein. Allerdings berührt das dann den Wohnungsmietvertrag nicht - er läuft weiter.

Die Kündigungsfristen müssen in diesem Fall eingehalten werden. Ein unbefristet geschlossener Wohnraummietvertrag kann auch nur dann vom Vermieter gekündigt werden, wenn ein anerkannter Kündigungsgrund wie etwa Eigenbedarf vorliegt. Der Eigenbedarf muss genau begründet werden.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen möchte ich Ihnen daher den Gang zum Fachanwalt empfehlen.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Anja am 19.12.2016 09:12

Hallo...

ich würde gerne wissen, wenn der Vermieter mir kündigt ( er wohnt im gleichen Haus wie ich)

darf er dann danach zb. die Mutter seiner Lebensgefährtin dort einziehen lassen? (Kündigung erfolgt nicht wegen Eigenbedarf).

Lg Anja

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.12.2016 12:46

Liebe Anja,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Vermieter können ihren Mietern nur in bestimmten Fällen kündigen. Solche Gründe sind zum Beispiel Mietrückstände oder auch Eigenbedarf. Ein solcher liegt vor, wenn der Vermieter die Räume für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt. Handelt es sich aber um eine Einliegerwohnung in einem Zweifamilienhaus, in dem der Vermieter wohnt, oder ein möbliertes Zimmer, darf der Vermieter auch ohne Nennung berechtigter Interessen wie Eigendarf kündigen. In diesem Fall verlängert sich die jeweilige Kündigungsfrist um drei Monate. Leider können wir Ihren Fall aus der Ferne pauschal nicht beurteilen und dürfen keine Rechtsberatung leisten. Deshalb empfehlen wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zum Fachanwalt oder Mieterbund.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Lena am 10.12.2016 16:23

Hallo ist eine Eigenbedarfskündigung auch in kurzer Zeit möglich? Das bedeudet meine eltern sollen rein. wir leben in einem 2 Familienhaus.... und oben ist Vermietet. mein Vaters ist Dement und besitz einen Schwebehindertenausweis. Können wir mit einer Kündigungsfrist von ca 7 Tagen kündigen? ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand Anwortet.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.12.2016 10:23

Liebe Lena,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wohnt der Vermieter in einem Zweifamilienhaus und vermietet er die andere Wohnung, hat er laut Gesetz ein leichteres Kündigungsrecht. Der Vermieter kann in diesem Fall seinem Mieter jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen. Allerdings verlängert sich in diesem Fall die gesetzliche Kündigungsfrist um drei Monate. Diese liegt dann je nach Dauer des Mietverhältnisses bei zwischen sechs und zwölf Monaten. Bitte beachten Sie dass wir keine Rechtsberatung erteilen dürfen. Sollten Sie noch Fragen haben, möchten wir Ihnen den Gang zum Fachanwalt empfehlen.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Davin Labone am 26.11.2016 04:37

Es ist ja zB in Berlin nicht mehr möglich eine Wohnung zu mieten :-( - Daher bleibt mir nur die möglichkeit was zu kaufen und den Mieter rauszubekommen, er wird sicher was neues finden - danke für die Tips !

auf Kommentar antworten

7441111 am 15.11.2016 16:44

Hallo,

ich habe eine Zweifamilienhaus gekauft. Beiden wohnungen sind 3Zi groß. Zurzeit wohne ich in einer 3 Zimmer Wohnung. Wir sind 5 Personen im Familie. Wir möchten Eigenbedarf Kündigen. Ist das möglich?

LG

tahmed

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.11.2016 08:48

Hallo Tahmed,

wenn ein Vermieter in einem Zweifamilienhaus lebt und die andere Wohnung vermietet, sieht das Gesetz ein erleichtertes Kündigungsrecht vor. Der Vermieter kann in diesem Fall ohne Angabe von Gründen kündigen. Eine Kündigung aufgrund von Eigenbedarf ist nicht nötig. Die gesetzliche Kündigungsfrist verlängert sich dabei um drei Monate.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Zentauer am 11.11.2016 12:14

Heute habe ich meine Kündigung von der Post abgeholt wegen Eigenbedarf, weil seine Frau schwanger ist und nicht in der Lage ist mit den Kindern umzugehen, also nicht fertig wird damit. Dafür soll jetzt die Schwiegermutter in die Wohnung einziehen, damit diese die Kinder erzieht. Weiterhin ist mir bei der Kündigung aufgefallen das diese nicht mal Unterschrieben wurde, was kann oder muss ich tun ????

auf Kommentar antworten

zentauer am 17.11.2016 14:55

na toll , keine Antwort bekommen bis jetzt :-(


Immowelt-Redaktion am 17.11.2016 15:13

Hallo Zentauer,

ob die von Ihnen geschilderte EIgenbedarfskündigung wirksam ist oder nicht, lässt sich aus der Ferne leider nicht beurteilen. Es kommt dabei stark auf den Einzelfall an. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, das Kündigungsschreiben einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort kann dann geprüft werden, ob es wirksam ist und Sie tatsächlich ausziehen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

sanin am 04.11.2016 18:59

Guten Abend,

auch mir wurde auf Eigenbedarf gekündigt.

Die Kündigung sieht soweit rechtens aus, mein Vermieter möchte laut Kündigung selbst einziehen. Nun hat er mir aber vor der schriftlichen Kündigung erzählt, dass er die Wohung nur 3 Monate nutzen möchte, sich ansonsten im Ausland aufhalten.

Die Kündigung ist allerdings so formuliert, als würde er fest einziehen wollen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

sanin am 10.11.2016 17:23

wie ich sehe wurde immer schnell auf Fragen geantwortet. Kann es sein, dass meine Frage übersehen wurde?


Immowelt-Redaktion am 11.11.2016 09:36

Hallo sanin,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir haben ihn nicht übersehen. Wenn der Vermieter die Wohnung tatsächlich nur drei Monate in der Wohnung lebt und dann ins Ausland umzieht, bestünde zumindest der Verdacht, dass die Kündigung rechtsmissbräuchlich sein könnte, denn dann würde der Vermieter sie ja nur als Übergangslösung benötigen. Wenn er allerdings drei Monate pro Jahr in der Wohnung lebt und sich ansonsten im Ausland aufhält, könnte eine Kündigung rechtens sein. Im Jahr 2014 hat beispielsweise das Bundesverfassungsgericht bestätigt, dass eine Eigenbedarfskündigung auch dann rechtens ist, wenn der Vermieter die Wohnung nur als Zweitwohnung benötigt und sie nur zeitweise nutzen will.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir einen Einzelfall wie den Ihren aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Im Zweifelsfall raten wir daher immer zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MMeikel am 01.11.2016 10:30

Guten Morgen!

Wir haben im August eine Wohnung angemietet, der Vermieter war zu dem Zeitpunkt krank und nicht geschäftsfähig, der Mietvertrag ist vom gesetzlichen Vormund unterzeichnet worden. Nun ist uns nach drei Monaten wegen Eigenbedarf gekündigt worden, mit der Begründung, dass die Wohnung benötigt wird, weil der Vermieter im Rollstuhl sitzt. Punkt eins ist, die Wohnung ist absolut nicht geeignet aufgrund mehrerer Treppen, die sehr eng sind, für einen Rollstuhl. Meine Frage ist nun, kann man nach so kurzer Zeit eine Wohnung kündigen? Was ist mit den Renovierungskosten sowie Umzugskosten? Der Vermieter wohnt jetzt in einer Wohnung, die wesentlich besser geeignet ist.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.11.2016 08:52

Hallo MMeikel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell ist eine Eigenbedarfskündigung unter Umständen schon möglich. Wenn allerdings von Ihrer Seite aus der Verdacht besteht, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht ist, sollten Sie eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein. Unter Umständen besteht auch die Möglichkeit, sich mit dem Vermieter zu einigen - auch, was die Renovierungskosten angeht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Huihui am 31.10.2016 00:21

Hallo

Ich möchte gerne eine Eigentumswohnung erwerben die direkt neben unserer Eigentumswohnung ist. Diese ist seit über 12 Jahren an einer älteren Frau vermietet. Falls wir uns in naher Zukunft vergrössern möchten, wäre es ideal. Nun habe ich erstens Sorge dass die ältere Dame Vorverkaufsrecht hat und zweitens wenn ich Eigenbedarf anmelde könnte ich wann die Wohnungen zusammenlegen? Wäre es denkbar bedingt durch das Alter der Dame das ich sie garnicht herausbekomme?

auf Kommentar antworten

Huihui am 31.10.2016 00:23

Die Wohnung war bereits vor Ihren Einzug eine Eigentumswohnung wo der Sohn des Verkäufers eine Weile gewohnt hat. Es ist ein Haus mit fünf Eigentumswohnungen.


Immowelt-Redaktion am 31.10.2016 09:55

Hallo Huihui,

tatsächlich kann eine Eigenbedarfskündigung von Mietern aufgrund eines besonderen Härtefalls abgewendet werden. Das kann beispielsweise eine Krankheit sein oder eine Behinderung, es kommt hierbei aber stets auf den Einzelfall an. Ein Vorkaufsrecht hätte ein Mieter nur, wenn eine Wohnung in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird und der Vermieter sie als Eigentumswohnung an einen Dritten verkaufen würde. Ob eine Wohnung mit einer anderen zusammengelegt werden kann, ist in der Regel eine Frage, mit der sich die Eigentümergemeinschaft auseinandersetzen muss. In allen Fragen empfiehlt sich sicher eine Rechtsberatung, bevor Sie die Wohnung kaufen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

julia am 25.10.2016 14:07

ich mochte eine Wohnung kaufen und mochte die Wohnung fur Eigenbedarf nutzen.

Mus ich den Mieter bescheid geben bevor ich den Kaufvertrag unterschreibe oder erst die Wohnung kaufen und erst dann eine Kundigung wegen Eigenbedarf schicken?

danke

Julia

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.10.2016 14:11

Hallo Julia,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist für den Käufer einer Wohnung erst dann möglich, wenn er auch tatsächlich in den bestehenden Mietvertrag eingetreten ist, also erst nach dem Kauf. Es steht Ihnen darüber hinaus aber natürlich frei, den Mieter vorab über Ihre Absichten zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vanessa am 17.10.2016 19:54

Hallo,

Mein Mann hat eine wohnung gekauft die umgewandelt wurde in eine eigentumswohnung, wo die mieterin bereits drin wohnte.

Uns ist bewusst das die mieterin 3 jahre anspruch hat nach dem erwerb drinne zu wohnen und die 9 monate kündigungsfrist einzuhalten.

Ca. 2 jahre sind schon rum.

Doch nun bin ich schwanger und die wohnungen in stuttgart sind sehr knapp,deshalb wird die wohnung als eigenbedarf dringend benötigt.

Gibt es eine möglichkeiten?.??

Lg vanessa

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.10.2016 08:52

Hallo Vanessa,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Gesetz sieht auch für dringende Fälle keine Ausnahmen vor. Ob eine etwaige Klage vor Gericht erfolgreich wäre, lässt sich nicht beurteilen. Sollten Sie diese in Erwägung ziehen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

K.Heiss am 12.10.2016 19:15

Hallo und guten Tag,

ich möchte eine Eigentumswohnung erwerben

welche seit 2004 vermietet ist, zum Zweck diese an mein Patenkind ( Tochter meiner Schwester) zu vermieten.

Kann ich die jetzige Mieterin auf Eigenbedarf kündigen

( natürlich mit 9 monatiger Kündigungsfrist )

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.10.2016 09:52

Hallo K. Heiss,

für den Fall, dass die Eigentumswohnung schon eine Eigentumswohnung war als die Mieterin eingezogen ist, ist eine Eigenbedarfskündigung mit entsprechender Kündigungsfrist möglich. Anders sieht es aus, wenn die Wohnung während der Mietdauer erst in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde. In diesem Fall muss der Käufer eine Sperrfrist von drei Jahren abwarten. Diese kann von den Bundesländern zudem auf bis zu zehn Jahren ausgeweitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Yannick am 11.10.2016 17:17

Hallo,

Ich habe mit meiner Frau ein Haus in NRW gekauft (Vertragsunterlagen wurden Ende Oktober 2015 unterschrieben). Das Haus besteht aus drei Wohnungen. Meine Frau und ich bewohnen eine davon. Es besteht keine längere Sperrfrist als die gesetzlich vorgeschriebenen 3 Jahre in dieser Gemeinde. Die Mieterin wohnte bereits seit rund 6 Monaten sprich seit April 2015. Wir haben keinen neuen Vertrag geschlossen. Gem. § 566 BGB tritt der Erwerber anstelle des Vermieters mit allen Rechten und Pflichten. Ab wann könnten wir der Mieterin zwecks Eigenbedarf kündigen? (a) 3 Jahre dem Übergang in unseren Besitz (zählt hier der Kaufvertrag oder der Grundbucheintrag?) (b) 3 Jahre nach dem Eintritt der Mieterin in das noch bestehende Mietverhältnis? (c) ... ?

Vielen Dank im Voraus,

Yannick

auf Kommentar antworten

Yannick am 12.10.2016 09:41

Das Haus war bereits in drei Teile geteilt vor dem Kauf. Davon war eine zum Zeit des Kaufs vermietet. Die Mieterin haben wir übernommen. Wenn ich Ihre Antwort also richtig interpretiere können wir jederzeit wegen Eigenbedarf kündigen vorausgesetzt Eigenbedarf ist tatsächlich gegeben! Letzteres sollte jedoch kein Problem darstellen da in dem Teil den wir bewirtschaften nur Platz (2 Zimmer, momentan ein Schlafzimmer und ein Büro) für 2 Personen ist. Sollte die Familie größer werden brauchen wir ganz einfach mehr Zimmer. Das ist wahrscheinlich Grund genug!?


Immowelt-Redaktion am 12.10.2016 09:28

Hallo Yannick,

wenn ein Haus als Ganzes gekauft und nicht in Eigentumswohnungen aufgeteilt wird, gibt es keine gesetzliche Sperrfrist. In diesem Fall müssen sich Vermieter bei einer Eigenbedarfskündigung lediglich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten. Und natürlich muss der Eigenbedarf auch tatsächlich gegeben sein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 12.10.2016 10:02

Hallo Yannick,

wenn ein Haus zum Zeitpunkt des Kaufs bereits in Eigentumswohnungen aufgeteilt worden war, hängt die Frage, ob es eine Frist gibt oder nicht, davon ab, wann der Mieter eingezogen ist. Ist der Mieter vor der Aufteilung des Hauses eingezogen und wurde es während seiner Mietzeit aufgeteilt, gilt die Frist. Sie beginnt ab der Veräußerung der Immobilie zu laufen. Ist der Mieter nach der Aufteilung eingezogen, gilt sie nicht. Geregelt ist das in § 577a des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Ob eine Eigenbedarfskündigung im Einzelfall begründet ist oder nicht, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei Zweifeln empfehlen wir daher stets, einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Yannick am 12.10.2016 10:20

Hallo,

Vielen Dank für Ihre Hilfestellung soweit.

MfG

Yannick

Maier am 08.10.2016 19:19

wir haben wegen Eigenbedarf gekündigt bekommen. Schriftlich ist aber nur erwähnt das wegen "Eigenbedarfs gekündigt werden soll" Es wurden keine Personen genannt oder warum und wieso.

Komisch ist da ich Insolvenz angemeldet habe. Und mein Treuhänder meinen Vermieter angeschrieben hat das ich in der Insolvenz bin. Und jetzt plötzlich bekommen wir eine Kündigung. Jetzt habe ich auch den Nachmieter mal angeschrieben den ich kenne. Es ist ein verwandter und er soll Miete Zahlen bissel weniger aber das ist ja egal. Ist das alles Rechtens?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.10.2016 09:12

Hallo Maier,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In einer Eigenbedarfskündigung muss der Vermieter darlegen, warum er die Wohnung wirklich für sich oder einen nahen Verwandten benötigt. In aller Regel genügt der einfache Hinweis auf den Eigenbedarf dabei nicht. Allerdings können wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wenn Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Kündigung haben, empfehlen wir Ihnen daher den Gang zu einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alex am 06.10.2016 21:21

Hallo,

bestehen irgendwelche Fristen, wie lange man die Wohnung im Eigenbedarf nutzen "muss" bevor sie wieder vermietet werden darf?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.10.2016 09:35

Hallo Alex,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Gesetzliche Fristen gibt es diesbezüglich nicht. Ist die Zeit, die der Wohnungseigentümer selbst in einer Wohnung lebt, allerdings sehr kurz, könnte dies im Streitfall mit dem gekündigten Mieter vor Gericht als Indiz gewertet werden, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht war.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Schmidt am 06.10.2016 10:18

Hallo,

wir haben eine Eigentumswohnung und möchten diese verkaufen, das Objekt befindet sich in einem Haus mit 3 Wohnungen. Eine wird als Eigentum genutzt und zwei (inkl unserer) sind vermietet.

Die potentielle neue Eigentümerin, möchte die Wohnung natürlich - ohne Mieter übernehmen und selber einziehen. Dauer des Mietverhältnisses beträgt 1,25 Jahre --> Sprich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Wie lange müssen wir Eigenbedarf anmelden? Ist es überhaupt nötig, da ein Wechsel des Eigentums erfolgt? Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.10.2016 10:50

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Kauf bricht Miete nicht. Das bedeutet: Wechselt der Eigentümer einer Wohnung, tritt der neue Eigentümer zunächst ohne Änderungen in das bestehende Mietverhältnis ein (§ 566 BGB). Der neue Eigentümer kann dann nach den in diesem Artikel genannten Regeln der Eigenbedarfskündigung kündigen. Der Verkäufer kann in dem von Ihnen genannten Fall nicht wegen Eingebedarf kündigen, da weder er selbst noch ein naher Verwandter in die Wohnung ziehen möchte.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

D.K. am 27.09.2016 14:35

Guten Tag,

ich möchte eine Wohnung kaufen, die zu diesem Zeitpunkt vermietet ist. Mein Plan ist so schnell wie möglich diese Wohnung auch zu bewohnen um diese Wohnung auch schnellstmöglich abzubezahlen bei der Bank. Was muss man alles beachtet in diesem Fall? Vielen Dank für die Antwort!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.10.2016 13:31

Guten Tag D.K.,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. In den meisten Fällen gelten bei einer Eigenbedarfskündigung die gesetzlichen Kündigungsfristen plus drei Monate. Sie betragen drei Monate bei einer Mietdauer bis zu fünf Jahren, sechs Monate bei einer Mietdauer bis zu acht Jahren und neun Monate bei mehr als acht Jahren, wobei hier bei einer Eigenbedarfskündigung jeweils drei Monate hinzuaddiert werden müssen. Es gibt aber auch einige Sonderfälle: Zum einen sollten Sie prüfen, ob im Mietvertrag ein zeitlich befristeter Kündigungsausschluss vereinbart wurde, der dann auch für Sie gelten würde (Vertrag ist Vertrag und Kauf bricht nicht Miete), zum anderen sollten Sie prüfen, ob das Gebäude während der Mietzeit des aktuellen Mieters in Eigentumswohnungen umgewandelt wurde, dann besteht eine Kündigungssperrfrist von mindestens drei Jahren. Bedenken Sie bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen empfehlen wir daher den Gang zum Fachanwalt oder zu Eigentümerverbänden wie Haus & Grund.

Mit besten Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

Berlina am 22.09.2016 00:26

Guten Tag,

die Wohnung meiner Eltern soll verkauft werden, nun haben diese die Sorge, sie könnten nach dem Verkauf aus der Wohnung gekündigt werden. Mein Vater ist 80 und nach einer Krebserkrankung körperlich schwerbehindert (80%). Zudem wohnen Sie meine Eltern seit 20 Jahren in der Wohnung.

Meine Fragen:

Ist die Situation meiner Eltern eine Grundlage für eine Härtefallregelung?

Ist es sinnvoll den Vermieter auf diesen Umstand hinzuweisen und so ggf. die Fantasie auf eine durch einen Mieterwechsel erhoffte Mieterhähung zu dämpfen?

Haben Sie vielen Dank für Ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.09.2016 10:58

Hallo Berlina,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Allgemein stellen weder eine lange Mietdauer noch ein hohes Alter einen Härtefall  dar – kommen allerdings erschwerende Umstände wie Krankheit oder Pflegebedürftigkeit hinzu, kann dies einen Härtefall darstellen. Werfen Sie hierzu auch einen Blick auf den Artikel 'http://ratgeber.immowelt.de/a/eigenbedarfskuendigung-wie-sich-mieter-wehren-koennen.html'. Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nicht individuell beantworten können. Bei weiteren Fragen empfehlen wir daher den Gang zu einem Fachanwalt oder zu einer Mietervereinigung.

Mit besten Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

J.W. am 16.09.2016 08:46

Hallo, ich hätte mal eine Frage zur Kündigung wegen Eigenbedarf. Der Einzug war gerade mal vor 9 Monaten. Es wurde viel Geld in die Wohnung gesteckt in Form von Farbe, Böden, etc. Gestern kam die Info mündlich über Eigenbedarf die Wohnung zu kündigen. Meine Frage hierzu:

a) muss eine Kündigung für Eigenbedarf nicht schriftlich sein, dass diese rechtens ist?

b) ist es rechtens, dass gerade mal nach 9 Monaten wieder mit Eigenbedarf gekündigt wird? Bei Einzug war davon keine Rede.

c) besteht ein Anrecht auf Entschädigung der Kosten durch Aufwertung der gesamten Wohnung?

Freundliche Grüße

J.W.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.09.2016 13:08

Hallo J.W.

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Allgemein muss die Kündigung schriftlich erfolgen. Zudem muss der Vermieter auch darlegen, warum, wann und für wen er die Wohnung benötigt. Bestand seitens des Vermieters schon bei der Vermietung der baldige Wunsch, die Wohnung selbst zu nutzen, hätte er den Mieter vor Vertragsabschluss darauf hinweisen müssen. In solchen Fällen kann eine Eigenbedarfskündigung unwirksam sein. Ob wegen der Aufwendungen für die Renovierungen Kosten geltend gemacht werden können, hängt auch davon ab, welche vertraglichen Absprachen hier getroffen wurden. Ob die Eigenbedarfskündigung unwirksam ist und ob sie Anspruch auf eine Kostenerstattung haben, können wir aus der Ferne allerdings nicht pauschal einschätzen. Um das zu klären, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit besten Grüßen

Die Immowelt-Redaktion

elena.bervenov@gmx.net am 17.07.2016 13:52

Ich hätte eine Frage zur Kündigung für Eigenbedarf: Was kann man tun, wenn im Mietvertrag auf Kündigung für Eigenbedarf verzichtet wurde. Die Vermieter haben den Vertrag irgendwo im Internet vor längerer Zeit gefunden und als Vorlage genutzt, ohne ihn genau zu lesen. Ist dieser Verzicht gültig bzw. rechtlich unbedenklich? Können denn die Vermieter in diesem Fall gar nichts machen, wenn Sie die Wohnung für sich haben wollen?

auf Kommentar antworten

Bedis am 17.07.2016 21:17

Genau meine Fall haben sie


Immowelt-Redaktion am 18.07.2016 09:03

Sehr geehrte Frau Bervenov,

ob eine Eigenbedarfskündigung wirksam ausgeschlossen ist oder nicht, hängt von der Formulierung im Mietvertrag ab. Der Bundesgerichtshof hat beispielsweise entschieden, dass der Vermieter nicht wegen Eigenbedarf kündigen kann, wenn im Vertrag steht, dass das Mietverhältnis vom Vermieter "nur in besonderen Ausnahmefällen unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen gekündigt werden kann, wenn wichtige berechtigte Interessen des Vermieters eine Beendigung des Mietverhältnisses notwendig machen".

Ob die Eigenbedarfskündigung auch in Ihrem Fall wirksam ausgeschlossen wurde, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion