Mietkaution: Rückzahlung nicht ohne Prüfung

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Eine Mietkaution dient für den Vermieter als Sicherheit. Hat der Mieter Schäden in der Wohnung verursacht, beispielsweise den Parkettboden demoliert oder Fliesen von der Wand geschlagen, darf der Vermieter dieses Geld einbehalten, um die Reparaturkosten zu bezahlen. Was Vermieter zur Mietkaution, der Rückzahlung und den Fristen wissen müssen.

Mietkaution-Rückzahlung, Mietkaution, Rückzahlung, Foto: brigitte97/fotolia.com
Vermieter sollten die Wohnung gründlich prüfen, bevor sie die Mietkaution an den Mieter zurückzahlen. Foto: brigitte97/fotolia.com

Wer eine Wohnung vermietet, verlangt in der Regel als Sicherheit eine Mietkaution, die er für den Mieter gewinnbringend anlegen muss. Findet der Vermieter nach Beendigung des Mietverhältnisses beispielsweise Schäden an der Wohnung, kann er Teile des Geldbetrags aber auch einbehalten – und das führt manchmal zu Streit. Was Vermieter zur Rückzahlung der Mietkaution wissen müssen.

Ausstehende Kosten können durch Mietkaution beglichen werden

Wenn der Vermieter gegenüber dem Mieter noch Forderungen hat, kann er auf die Mietkaution zurückgreifen. Folgende Kosten kann der Vermieter daraus begleichen:

  • Beschädigung der Mietsache oder unterlassene Renovierungsarbeiten bzw. Schönheitsreparaturen. Mängel an der Wohnung sollte der Vermieter idealerweise gleich in einem Wohnungsübergabeprotokoll  festhalten. „Mängel sind Schäden an der Wohnung, die der Vermieter bei der Wohnungsrückgabe gegenüber dem Mieter angibt“, erklärt Rechtsanwalt Michael Wolf aus Koblenz, Präsident des Vermietervereins. Nur dann habe der Vermieter das Recht, die Mängel bei der Kautionsabrechnung anzugeben und sie abzuziehen.
  • Andere Forderungen wie Mietrückstände, die sich während des Mietverhältnisses gebildet haben.
  • Bei einer zu späten Rückgabe der Wohnung durch den Mieter: Endet das Mietverhältnis also Ende Februar, der Mieter gibt die Schlüssel aber erst am 6. März zurück, kann der Vermieter für diese Tage noch Miete einfordern.
  • Offene Betriebskostenabrechnungen.
Achtung

Die Kaution darf nur mit Ansprüchen verrechnet werden, die aus dem eigenen Mietverhältnis herrühren, wie der BGH entschieden hat (Az.: VIII ZR 36/12). In besagtem Fall wollte ein Vermieter die Mietkaution mit einer Forderung aus einem früheren Mietverhältnis verrechnen, die durch den Vorvermieter an ihn abgetreten wurde.

Vermieter müssen angemessene Frist einhalten

Für die Überprüfung seiner Ansprüche, ob also beispielsweise Schäden an der Wohnung bestehen oder Betriebskostenabrechnungen offen sind, steht dem Vermieter eine angemessene Prüf- und Überlegungsfrist zu. „Eine gesetzlich geregelte Abrechnungsfrist besteht nicht. In der Vergangenheit haben die Gerichte unterschiedlich entschieden und dies vom Einzelfall abhängig gemacht. Wir beraten unsere Mitglieder dahingehend, dass die Kaution innerhalb von drei bis sechs Monaten abzurechnen ist“, erklärt Rechtsanwalt Michael Wolf. Gerichte würden häufig bis zu sechs Monate Zeit geben, bis eine Mieterklage auf eine Kautionsabrechnung zulässig sei.

Vorsicht: Schäden an der Mietsache verjähren nach sechs Monaten

Die Einhaltung der oben genannten Frist ist auch aus einem anderen Grund wichtig: „Schäden an der Wohnung verjähren laut BGB sechs Monate nach der Rückgabe der Wohnung“, erklärt Wolf. Das bedeutet, der Vermieter kann nach Fristablauf nur noch Ansprüche in Höhe einer nicht ausgezahlten Kaution verwerten.

Ist die Wohnungsrückgabe am 1. März, kann der Vermieter Forderungen wegen Beschädigungen in der Wohnung nur bis zum 31. August geltend machen. Ab dem 1. September sind diese Schäden verjährt, der Vermieter hat keine Ansprüche mehr.

Sonderfall: Offene Betriebskostenabrechnungen

Einzige wirkliche Ausnahme sind in diesem Fall offene Betriebskostenabrechnungen. Hier können Vermieter einen Teil der Kaution länger zurückhalten – üblicherweise aber nicht mehr als drei bis vier monatliche Vorauszahlungen. 

Als Beispiel folgender Fall: „Der Vermieter kann, da die Betriebskostenabrechnung 2015 erst bis Ende 2016 vorliegen muss, einen von ihm konkret geschätzten Einbehalt im Rahmen der Kautionsabrechnung von der Kaution abziehen und so lange behalten, bis die Betriebskostenabrechnung fällig ist“, erklärt Wolf.

Mietkaution: Rückzahlung in Abrechnung festhalten

Egal ob der Vermieter nur einen Teil der Kaution ausbezahlt, sie vollständig zurückgibt oder sie sogar ganz einbehält: Die Verwendung des Geldbetrags sollte er mit einer Kautionsabrechnung transparent gestalten. Darin informiert der Vermieter den Mieter über die Rückzahlung der Mietkaution, listet aber auch eventuelle Forderungen auf. Deshalb sollte er die Kautionsabrechnung am besten per Einschreiben versenden. 

Mietkaution, Checkliste Vermieter, Grafik: immowelt.de

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32 Kommentare

Alex am 31.10.2018 15:17

Einem Jahr nach meinem Auszug erklärt meine Vermieter, dass ich das Kautionssparbuch bei ihm abholen (!) kann, da bei einer Zusendung per Einschreiben die versicherte Summe überschritten würde. (Wir wohnen in unterchiedlichen Städten)

Ist es meine Angelegenheit, mich darum zu kümmern, wie ich an die Kaution komme oder kann ich vom Vermieter verlangen, dass er das Sparbuch auflöst und mir den Betrag überweist?

Welche Alternativen gibt es noch?

Vielen Dank im Voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.11.2018 08:45

Hallo Alex und vielen Dank für Ihren Kommentar,

dass der Vermieter Ihnen das Geld nicht überweisen will, ist so schon korrekt, schließlich läuft das Kautionssparbuch letztlich auf Ihren Namen. Uns wäre allerdings kein Urteil bekannt, dass sich je mit der Frage beschäftigt hätte, ob der Vermieter verpflichtet ist, dass Sparbuch zuzuschicken, insofern muss diese Frage leider ungeklärt bleiben. Angemerkt sei aber noch, dass das Geld auch dann nicht verloren wäre, wenn das Sparbuch tatsächlich auf dem Postweg verschwinden würde. In diesem Fall müsste man lediglich eine Verlustmeldung bei der Bank machen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Karin am 30.10.2018 14:50

Ich bin Vermieterin und möchte die Kaution - anteilig - an meine Ex-Mieter zurückzahlen.

Anschreiben per E-Mail oder auch postalisch (an die korrekte Adresse) mit Bitte um Mitteilung einer Kontoverbindung wurden allerdings nicht beantwortet.

Ich erhielt nur umgehend einen erbosten Anruf meiner Ex-Mieter, in der wüste Drohungen ausgestoßen wurden, da ich beabsichtige, einen Teil der Kaution zur Schadensregulierung einzusetzen. Sie haben also meine Schreiben erhalten aber abgesehen von dem Anruf nicht weiter reagiert.

Das ganze ist schon etliche Wochen her und ich möchte die leidige Angelegenheit endlich abschließen.

Was tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2018 15:18

Hallo Karin und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie sich mit den ehemaligen Mietern nicht einige werden können, kann Ihnen vielleicht eine rechtliche Beratung weiterhelfen. Diese erhalten Sie beispielsweise bei einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MW am 28.08.2018 15:14

Hallo Redaktion,

ich habe auf Ansage der Hausverwaltung bei Mietbeginn ein Kaution Sparbuch erstellen sollen und es auf den Ehemaligen Eigentümer und die ehemalige Hausverwaltung sperren lassen.

Nach über einem Jahr habe ich die Freigabe der Mietkaution beantragt, da die Wohnung ohne angezeigte Mängel übergeben wurde und weder der neue Eigentümer noch die Hausverwaltung irgendwelche Forderungen stellte.

Die Hausverwaltung musste erst mal nachsehen und meinte ich hätte keine Kaution geleistet.

Da musste ich die Herrschaften erst mal darüber aufklären das sie das Sparbuch nicht entgegen nehmen, bzw. in Verwahrung nehmen wollten und sich das gesperrte Sparbuch in meinem Besitz befindet und ich lediglich eine formlose Freigabe für das Sparbuch brauche um es aufzulösen.

Muss nach der Frist ohne weitere Forderungen an mich ausgezahlt werden oder darf die Hausverwaltung die Auszahlung blockieren?

Mit freundlichen Grüßen MW

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.08.2018 15:24

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn es keinen Grund für die Einbehaltung der Kaution gibt, muss der Vermieter beziehungsweise die von ihm beauftragte Hausverwaltung diese auch auszahlen. Sollte dies nicht geschehen, sollten Mieter die Kaution schriftlich herausfordern. Geschieht auch dann nichts, empfehlen wir die Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heike am 24.08.2018 14:05

Hallo,

ist eine Personenmehrheit an Mietern (z. B. ein Pärchen mietet gemeinsam eine Wohnung) automatisch Gesamtgläuber nach § 428 BGB oder mehrere Gläubier nach § 432 BGB?

Es geht um den Rückzahlungsanspruch der Kaution – muss dieser von beiden gemeinsam beantragt werden (da mehrere Gläubiger nach § 432 BGB) oder reicht es von einem Mieter (da Gesamtgläubiger nach 428 BGB)

VIelen Dank im Voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.08.2018 09:16

Hallo Heike und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Rückzahlung der Kaution muss überhaupt nicht beantragt werden. Wenn es keine Gründe für den Einbehalt gibt, hat der Vermieter diese unaufgefordert zurückzuzahlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Heike am 28.08.2018 21:05

DiE frage bezieht sich darauf, ob die mieter als gesamtschuldner auch gesamtgläubiger sind. Wenn sich ein paar z.b. trennt, kann dann einer alleine die Rückzahlung der Kaution auf sein Konto verlangen?


Immowelt-Redaktion am 29.08.2018 09:26

Hallo Heike,

zumindest das Kammergericht Berlin verneint das. Laut einem Urteil aus dem Jahr 2012 kann die Rückgabe der Sicherheit nur von allen gemeinsam gefordert werden. Dies gelte auch dann, wenn die Sicherheit nur von einem Mieter gegeben worden sei (Az.: 8 U 193/11). Das im Einzelfall von anderen Gerichten andere Entscheidungen getroffen werden, ist allerdings nicht auszuschließen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nele am 23.08.2018 19:26

Hallo Immowelt-Team,

ich bekomme meine Kaution nicht zurück, da sie mit dem neu verlegten Laminatboden verrechnet wird. Es seien zu viele Kratzer in dem Boden, daher müsse er erneuert werden.

Es liegt ein Kostenvoranschlag vor, allerdings wohnt bereits der Nachmieter mit meinem Boden drin. Ohne Erneuerung.

Ist dies rechtens? Muss ein Vermieter Fristen einhalten zum Erneuerung?

Besten Dank für ihren Rat!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.08.2018 10:03

Hallo Nele,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Ob der Vermieter überhaupt Anspruch auf eine Erneuerung des Bodens auf Mieterkosten hat, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Wir möchten aber auf folgendes hinweisen: Solange sich die Verschlechterung des Bodens innerhalb des normalen Verschleißes bewegt, hat der Vermieter überhaupt einen Anspruch. Nur dann, wenn der Verschleiß deutlich überdurchschnittlich ist, oder der Mieter Beschädigungen verursacht hat, die nichts mit Verschleiß zu tun haben, hat der Vermieter einen Anspruch. Gerichte gehen übrigens üblicherweise davon aus, dass ein Laminatboden eine durchschnittliche Lebenserwartung von zehn Jahren hat. Sie sollten am besten vor Ort mit Hilfe eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht die Anspuchsgrundlage prüfen lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

EckBea am 11.08.2018 08:54

Kann ein Mieter, der sein Zimmer vorübergehend (6 Monate) weiter vermietet, eine Kaution verlangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.08.2018 09:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ja, das ist möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Roger am 10.08.2018 15:25

Bekommen wir unsere Mietkaution von unserem Derzeitigen Vermieter zurück wenn er das Haus Ersteigert hat ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.08.2018 08:56

Hallo Roger und vielen Dank für Ihren Kommentar,

dem Mieter steht eine Rückzahlung der Mietkaution unabhängig davon zu, wie der Vermieter Eigentümer des Hauses geworden ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

D am 01.08.2018 15:30

Nach fast 20 Jahren ist der Parkettboden abgewohnt sprich renovierungsbedürftig. Muss ich das dann etwa bei meinem Auszug bezahlen? Ich habe den Parkettboden auch nur teilrenoviert übernommen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.08.2018 15:51

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, nur die Reparatur von Schäden, die über die übliche Abnutzung hinausgehen, ist Sache des Mieters. Beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Boden aus der Ferne nicht beurteilen können. Sollte es zum Streit mit Ihrem Vermieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

stoecker am 01.08.2018 12:45

Auch wenn der Mieter gekündigt hat und innerhalb der Kündigungsfrist keine Besichtigungen ermöglicht, bestehen Schadensersatzansprüche durch den Vermieter. Urteil LG Wedding v. 20.05.1997

auf Kommentar antworten

Harro am 27.07.2018 20:39

Harro

bei uns ist so gekommen, das der Vermieter nur 500,00 € von 2550,00 € uns ausgezahlt hat. In der letzten Zeit über einen speziellen Mietanwalt die Jahresabrechnung aus 2017 abgerechnet und nach Anfragen des Anwalts uns 87,00 € überwisen, aber der Rest der Kaution noch behalten hat.

Nun ist ein Gütetermin geplatzt -wegen miesen Angebot von 500,00 € Angebot, den Rest will er sich behalten Wir waren damit nicht einverstanden.

Nun gibt es ein Gerichtstermin wegen der Restkaution von 1963,00 € in der nächsten Zeit.

Mal schauen was dabei heraus kommt.

auf Kommentar antworten

David am 27.07.2018 13:17

Hallo,

aus welchem Paragraphen des BGB geht denn hervor, dass nach sechs Monaten nach Rückgabe der Wohnung Schadensersatzansprüche des Vermieters verjähren? Ich konnte dergleichen nicht finden. Zitat von Rechtsanwalt Michael Wolf aus dem vorangegangenen Text: „Schäden an der Wohnung verjähren laut BGB sechs Monate nach der Rückgabe der Wohnung“.

Kurz zuvor wird noch meiner Meinung nach korrekt erläutert: "Gerichte würden häufig bis zu sechs Monate Zeit geben, bis eine Mieterklage auf eine Kautionsabrechnung zulässig sei." Es scheint demnach Usus zu sein, sechs Monate zu warten.

Besten Gruß

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.07.2018 14:20

Hallo David und vielen Dank für Ihren Kommentar,

beim fraglichen Paragraphen handelt es sich um § 548 BGB.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


stoecker am 01.08.2018 12:47

im BGB nicht geregelt, es gibt hierzu nur entsprechende Rechsprechung

Petra am 27.07.2018 11:48

Hallo,

was ist denn, wenn der Vermieter in den letzten Jahren des Mietverhältnisses weder Reparaturen (Balkon) noch Ersatz eines kaputten Untertischgerätes in der Küche erledigt? Und was ist, wenn der gleiche Vermieter einem ordentlichen Mieter, mit dem 10 Jahre weder Streit, noch Unstimmigkeiten herrschten, fristlos kündigt, da er angeblich den Hausfrieden stört, weil er sich über den Mieter über ihm beschwert, der von morgens 7 h bis abends 23 h einen dermaßen Lärm macht, dass man jeden Moment damit rechnet, dass die Decke zusammenbricht? Der gleiche Obermieter sämtlichen Dreck ( Vogelfutter, Haare, Blütenblätter etc) auf den Balkon des Untermieters entsorgt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.07.2018 14:13

Hallo Petra und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine einfache Beschwerde über einen anderen Mieter ist schlichtweg kein Kündigungsgrund, eine entsprechende Kündigung wäre unwirksam. Reparaturen an der Mietsache sind die Pflicht des Vermieters, wenn der Mieter die Schäden nicht selbst verursacht. Wir würden Ihnen daher zu einer Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt raten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Zarko am 27.07.2018 08:51

Guten Tag, ich habe keine Wasser in die Wohnung seit 06.07.2018.Ich rufen jeden Tag in Verwaltung, aber Sekretärin immer sagen mir: es tut mir Leid ich kann nicht dir weiter helfen ich kann nur Bescheid sagen bei Herr (saharbeiter).Meine rechenwaltin auch angerufen, Brief geschickt aber

Verwaltung reagiert nicht.Meine frage: was soll ich machen? Ohne Wasser keine Leben,ich Hofe helfen Sie mir, fielendank-Schopke [Kommentar gekürzt, Anm. d. Red.]

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.07.2018 09:11

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn das Wasser in einer Wohnung nicht läuft, haben Mieter bis zur Behebung des Schadens das Recht auf eine Mietminderung. Dies kann in vielen Fällen dazu führen, dass der Vermieter doch noch einlenkt. Diese Mietminderung sollten Mieter aber nicht auf eigene Faust durchführen. Wir empfehlen eine vorherige Rechtsberatung durch Ihre Rechtsanwältin oder einen Mieterverein. Namen und Adresse haben wir aus Ihrem Kommentar aus Datenschutzgründen entfernt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gabriele am 26.07.2018 18:16

Wie sieht es aus bei neben kosten Rückzahlung des Vermieter, darf er die einfach ein behalten ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.07.2018 08:49

Hallo Gabriele,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn dem Mieter Rückzahlungen aus der Betriebskostenabrechnung zustehen, muss der Vermieter diese auch bezahlen. Bitte beachten Sie jedoch, das wir Ihren Fall und die genauen Umstände nicht kennen und die Sachlage aus der Ferne daher nicht abschließend beurteilen können. Im Streitfall empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Betty48 am 26.07.2018 17:50

Was ist wenn keine Abnahme der Wohnung statt gefunden hat durch den Vermieter.? Und der die Kaution nicht zurück gibt ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.07.2018 08:47

Hallo Betty und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn es keine Schäden an der Wohnung gibt, die der Vermieter mit der Kaution begleichen muss, darf er diese nach einem angemessenen Zeitraum nicht mehr behalten, sondern muss sie auszahlen. Der Vermieter darf allenfalls einen Teil der Kaution einbehalten, um damit noch ausstehende Betriebskostennachzahlungen zu tilgen. Wenn der Vermieter die Kaution nicht zurückgibt, sollten Mieter diese zunächst einfordern. Erfolg auch dann keine Rückzahlung, empfehlen wir die Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hundefreund am 26.07.2018 12:35

Ich war 11 Jahre als Mieterin 01.12.2006 - 05.Oktober 2017 in einer Wohnung.

Der eigentliche Vermieter ist 2012 verstorben und der Anwalt, nebst Sohn, ekelhafte Menschen haben mich raus räumen lassen obwohl massive, gravierende Mängel vorhanden waren, die die nicht beseitigen lassen wollten uns auch hinsichtlich dessen, nicht gewillt waren.

Es war u.a.

kalt im Winter, 16 Grad, es regnete rein etc.

Die Kaution behalten die einfach ein obwohl diese vom Amt für SGB XII gewährt wurde und dessen rechtmäßiges Eigentum ist !

Dürfen die das einfach so behalten, Vater & Sohn ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.07.2018 13:12

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das können wir leider abschließend aus der Ferne nicht beurteilen. Die Kaution darf der Vermieter immer dann teilweise oder ganz einbehalten, wenn er nachweisen kann, dass der Mieter Schäden an der Wohnung verursacht hat, die mit diesem Geld repariert werden müssen. Wenn Sie das nicht haben, würden wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen. Dort erfahren Sie, wie Sie die Kaution gegebenenfalls doch noch zurückbekommen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Unger olimpia am 26.07.2018 12:14

Ich bin umgezogen und habe keine Kaution nicht zurück bekommen

auf Kommentar antworten

schuebeler-Trippel am 26.07.2018 11:41

Die Vermieterin ist letztes Jahr Verstorben.Es geht es über das nachlassgericht.Wir haben uns dort gemeldet,um die Kaution und nach zahlungen was wir für die Miete zu viel bezahlt haben.Bie jetzt ist von dennen noch nichts bekommen.

auf Kommentar antworten

Judo am 08.07.2018 11:27

Hallo, am 31.3.18 endete das Mietverhältnis. Die Wohnung wurde mit ÜbergabeProtokoll mängelfrei übergeben. Innerhalb welcher Frist muss der Vermieter die Kaution zurückahlen? Bis 2.O7.18 ist dies noch nicht erfolgt. Vielen Dank!!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.07.2018 10:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Frist, in der der Vermieter die Kaution nach dem Auszug des Mieters zurückzahlen muss. Der Vermieter darf sich generell die Zeit nehmen, etwaige Ansprüche gegenüber dem Mieter zu prüfen. Gerichte halten hier für gewöhnlich einen Zeitraum von sechs Monaten als angemessen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie die Kaution von Ihren Vermieter einfordern wollen, sollten Sie dies schriftlich machen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Funny am 27.06.2018 09:42

Wir sind im Februar aus unserer alten Wohnung ausgezogen. Aus zeitlich Gründen fehlten bei der Übergabe die Fußleisten in der Wohnung. Bereits bei unserem Einzug lag dort billigstes Laminat und Fußleisten, weswegen wir Teppich gelegt hatten. Bei der Übergabe wurde dann besprochen, das der Vermieter uns einen Kostenvoranschlag schickt und dann den Betrag von der Kaution einbehält. Bis heute haben wir weder einen Kostenvoranschlag/Rechnung bekommen und auch sonst nichts mehr von ihm gehört.

auf Kommentar antworten

JF1707 am 16.06.2018 11:18

Hallo ,

Bei meinem Auszug wurden Mängel im Hausflur festgestellt, die durch den Auszug entstanden sind. Diese wurden direkt an meine Haftpflichtversicherung weitergeleitet, welche mit dem Zeitwert von 150 € den Schaden reguliert hat. Mein Vermieter hat das Geld von der Versicherung angenommen, stellt aber eine Restwertforderung von 750 Euro ( welche von meiner Kaution abgezogen werden soll) an mich um den Maler für seine Arbeit zu bezahlen. Er sagt ich wäre sein Ansprechpartner nicht meine Versicherung und wenn ich mit der Zahlung meiner Versicherung nicht einverstanden wäre müsse ich mich selber mit Ihnen auseinander setzen.

Hat mein Ehemaliger Vermieter das Recht mir den Restwert von meiner Kaution abzuziehen, obwohl der Schaden von meiner Privathaftpflicht reguliert worden ist???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.06.2018 08:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich ist die Behebung eines durch den Mieters verursachten Schadens eine Sache zwischen Mieter und Vermieter. Der Vermieter kann also einen entsprechenden Betrag von der Kaution einbehalten, unabhängig davon, wie der Schadensverursacher die Schadensregulierung mit seiner Versicherung regelt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihre Situation aus der Ferne nur schwer beurteilen können und keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chris am 05.03.2018 10:32

Bei der Wohnungsabnahme wurde mit dem Vermieter vereinbart, dass eine Bahn neu tapeziert werden muss. Ich habe ein Kostenvoranschlag vom Maler beim Vermieter eingereicht. Die von mir eingebrachten neuen Armaturen in Bad und Küche sollten als Guthaben an mich ausgezahlt werden.

Da ich Mitte Januar ausgezogen bin, war eigentlich mit dem Vermieter vereinbart gewesen, dass ich die Hälfte der Mieter zahlen darf. Dies hat sich dann im nachhinein als Ente erwiesen und mein Vermieter bestand aufeinmal auf die gesamte Miete.

Ich habe dem Vermieter schriftlich vorgeschlagen, dass er den Mietrückstand von der Kaution abzieht und das Guthaben der Armaturen hinzurechnet.

Seine Berechnung ergab aber, dass er alles im Abzug brachte und mich noch fragte, ob ich mit der Summe X einverstanden wäre. Dieses haben ich mit nein beantwortet. Ich habe seit Februar keine Reaktion vom Vermieter mehr erhalten. Ich habe ihn ein Schreiben mit der Aufstellung der Rechnung erneut zugeschickt, per Einwurfeinschreiben.

Ich habe auch nie ein Nachweis über die Anlage eines Kautionskontos erhalten.

Des Weiteren sind Reparaturen im Mietvertrag bei Einzug vereinbart gewesen, die er nicht eingehalten hat und mir beim Einzug verschwiegen hat, dass 2 Fenster bei Starkregen undicht sind, wie sich im vergangenen Jahr herausgestellt hat. Er sagte dann nur: " Das ist bekannt schon seit langem" Kaufen Sie Farbe und streichen es über!"

Was kann ich hier noch machen, damit ich endlich an mein Geld komme? Rechtsschutz habe ich.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.03.2018 12:08

Hallo Chris,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir selber dürfen leider keine Rechtsberatung leisten. In solchen Fällen empfehlen wir Ihnen, sich an einen Mieterverein zu wenden. Diese können Ihre Situation rechtlich einschätzen und Ihnen raten, wie Sie am besten weiter vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Drea am 26.02.2018 16:55

Vermieter will 5 Monate nach dem Auszug (Übergabeprotokoll ohne Mängel liegt vor) von Kaution einen zu hohen Betriebskostenanteil sowie einen Abzug aus angeblich nicht statt gefundenem Besichtigungstermin von 900 € einbehalten.

Wie lange hat Mieter Zeit gegen diese Abrechnung zu widersprechen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.02.2018 08:28

Hallo Drea und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung müssen Mieter binnen zwölf Monate nach Erhalt geltend machen. Wofür bei einem angeblich nicht stattgefundenem Besichtigungstermin Kosten entstanden sein sollen, können wir uns aus der Ferne nicht wirklich erklären. Wir würden Ihnen raten, dies von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Drea am 27.02.2018 08:37

Liebe Immowelt-Redaktion,

es geht nicht um die Nebenkostenabrechnung, die steht noch aus; sondern der VM hat eine "Kautionsabrechnung" geschickt, bei der er eben den Einbehalt dieses angeblich vereinbarten und von den Mietern nicht statt gefundenen Besichtigungstermins (ohne vorher eine Rechnung oder Aufstellung hierüber zu schicken) und einen 3-fach höheren Einbehalt (obwohl nur 9 Mon. statt 12 Mon. Mietzeit für 2017) für die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung in Abzug bringt.

Die daraus resultierende Restkaution wollte er in den nächsten Tagen (was auch immer das heißen mag) überweisen.

Bevor wir ihm widersprechen, wollten wir wenigstens den Eingang dieses Restbetrages abwarten - nicht, dass er dann gar nichts mehr überweist -, wollen natürlich hier aber nicht dadurch stillschweigend zustimmen bzw. eine Frist, falls es hier eine gibt, versäumen.

Danke für die nochmalige Hilfe, wobei wir natürlich wissen, dass wir letztendlich evtl. einen Anwalt einschalten müssen.


Immowelt-Redaktion am 27.02.2018 08:49

Der Vermieter darf in der Tat einen gewissen Anteil der Kaution einbehalten, wenn er vermutet, dass es noch Nachforderungen aus der Nebenkostenabrechnung geben könnte. Weil er für die Nebenkostenabrechnung selbst ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums Zeit hat, darf er das unter Umständen auch entsprechend lang. Sie verpassen aber sicher keine Frist, wenn sie jetzt noch einige Tage abwarten, ob sie den Restbetrag erhalten. Für alles weitere, insbesondere für den Abzug für nicht stattgefundene Besichtigungstermine, würden wir dann aber in der Tat die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Dani am 18.10.2017 12:54

Im Oktober 2015 wurde in der wohnung meiner Tochter eine Schädlingsbekämpfung durchgeführt . Im Oktober 2016 ist sie ausgezogen und nun im Oktober 2017 hat sie ihre Betriebs und Nebenkosten Abrechnung bekommen . Mit einem Rückerstatungsbetrag. Nun will der Vermieter diesen Betrag einbehalten und noch einen Teil der Kaution einbehalten für sendungsbezogene Aufwendungen (Schädlingsbekämpfung). Liegt die Frist für das vorderen dieser Rechnung auch bei 6 Monaten

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.10.2017 09:52

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Vermieter darf für Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung überhaupt nur dann Geld vom Vermieter einbehalten, wenn der Mieter den Schädlingsbefall selbst verursacht hat. Wenn Ihre Tochter bereits im Oktober 2016 ausgezogen ist, hätte der Vermieter die Kaution in der Regel nicht bis zum jetzigen Zeitpunkt einbehalten dürfen. Aufgrund der komplexen rechtlichen Lage und weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, würden wir Ihnen die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

jan2541995 am 10.09.2017 10:59

Guten Tag:)

nachdem mein alter Vermieter meine Wohnung angeschaut hat und keine Mängel festgestellt hat, mir die volle Kaution zurücküberwiesen hat, kam nun eine Email. Ihm ist nach Beendigung des Mietverhältnisses (seit fast 1 1/2 Monaten) aufgefallen, dass ich die Räume hätte weiß streichen müssen und verlangt nun von mir eine Entschädigung bzw die Kostenübernahme des Anstreichers.

nun meine Frage: ist dies rechtens? Sollte ich mich besser mit dem Mieterschutzbund in Verbindung setzen?

Vielen Dank für mögliche Antworten :)

Grüße,

Jan

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.09.2017 10:43

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

pauschale Endrenovierungsklauseln in Mietverträgen sind unwirksam. Wirksam sind nur solche Klauseln, die Mietern mit flexiblen Fristen auferlegen, die Wohnung zu streichen, falls das nötig ist. Ein Mieter muss jedoch auch dann nicht streichen (oder die Kosten dafür tragen), wenn der Vermieter in einem Wohnungsübergabeprotokoll keine Mängel festgestellt hat.

Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir die genaue Ausgestaltung Ihres Mietvertrags nicht kennen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

KR am 09.08.2017 16:32

Wie sieht es denn mit der Prüfungsfrist von 3-6 Monaten aus, wenn das Objekt bereits direkt nach Auszug weiter vermietet wurde? Wer kann dann noch eindeutig nachweisen, dass ein etwaiger Schaden nicht bereits vom Nachmieter verursacht wurde?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.08.2017 09:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

an der Frist ändert sich auch dann nichts, wenn die Wohnung direkt weitervermietet wird. Es ist Sache des Vermieters, etwaige durch den Vormieter verursachte Schäden nachzuweisen. Kann er das nicht, muss er die Kaution zurückzahlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


KR am 10.08.2017 10:05

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Besteht denn weiterhin ein Recht auf Einbehaltung der Kaution, wenn 6 Monate nach Auszug keinerlei Forderungen bzgl. protokollierter Schäden gestellt wurden?


Immowelt-Redaktion am 10.08.2017 10:09

Nein, in der Regel nicht. Diese Forderungen wären nach sechs Monaten verjährt. Bitte beachten Sie jedoch: Wir kennen Ihren Fall nicht und können ihn aus der Ferne nur schwer beurteilen. Im Streitfall raten wir daher stets zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


KR am 10.08.2017 10:57

Vielen Dank. Meine letzte Frage: Wenn sich der VM schon am Kautionskonto bedient hat bzw. es aufgelöst hat, um die Beseitigung von Schäden im Übergabeprtokoll zu bezahlen, besteht dann auch das Recht des Prüfzeitraums? Ich habe hierzu folgendes gefunden: AG Hamburg, 44 C 587/03, Urteil vom 11.3.2004,


Immowelt-Redaktion am 11.08.2017 09:13

Amtsgerichte urteilen hier durchaus voneinander abweichend. Generell hat der Vermieter aber natürlich nicht das Recht, sich an der Kaution zu bedienen, wenn der Mieter nicht nachgewiesenermaßen Schäden in der Wohnung verursacht hat, unabhängig von der Frist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Willi J. Becker am 08.06.2017 11:52

Zieht ein Mieter aus einer Eigerntumswohnung z.B. Mitte des jahres aus, dann kann der vermiezter erst im nächsten Jahr nach Eigentümerbeschluss der Betriebskostenabrechnung die Nebenkostenabrechnung an den Mieter stellen. Das können 18 Monate und mehr sein. Wenn der Vermieter die Kaution vorher an den Mieter auszahlt, gibt er ja die Sicherheit aus der Hand, die er braucht, wenn der Mieter noch Nachzahlungen aus der NK-Abrechnung zu leisten hat.

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Lars Köster am 28.05.2017 13:38

Guten Tag,

ich habe mir diverse Artikel zum Thema Mietkaution auf Ihrer Webseite durchgelesen, vermisse aber eine Information... Es ist doch so: Wenn ich von einem Mietverhältnis in ein neues wechsle , und mal voraus gesetzt meine bisherige Mietwohnung wird an den Vermieter ohne Schäden zurück gegeben, dann besteht doch eigentlich kein Grund meine Mietkaution bis zu sechs Monate zu bunkern?!? In der neuen Mietwohnung muss ich ja auch direkt wieder Mietkautikon entrichten! Ich bin doch keine Bank! Meine Frage ist nun konkret: Ich weiß das meine Mietwohnung unmittelbar weiter vermietet ist. Ich ziehe am 31.05.2017 aus und der neue Mieter hat mir seinen Mietvertrag gezeigt, dieser beginnt am 01.06.2017. Wohnungsübergabe ist vom Vermieter auf den 31.05.2017 bestimmt worden. Er hätte also gar keine Zeit eventuelle Schäden, die ja angenommen nicht vorhanden sind, zu beseitigen bevor der neue Mieter einzieht. Konkret steht in meinem Mietvertrag und in dem meines Nachmieters: "Die Wohnung wurde übergeben wie sie steht und liegt". Diese Formulierung bedeutet für mein Verständnis; Gemietet wie gesehen...???

Aufgrund dieser Formulierung und der Tatsache das der Vermieter gar keinen Zeitraum für eine eventuelle Renovierung eingeplant hat und sofort einen neuen Mieter hat der direkt zum 01.06.2017 seinerseits Miete und auch wieder Mietkaution entrichtet, kann man hier eine frühere Rückerstattung der Mietkaution nicht irgendwie herbeiführen? Ich brauche meine alte Kaution als Teil der neuen!

Mit freundlichen Grüßen,

Lars Köster

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Immowelt-Redaktion am 29.05.2017 10:09

Sehr geehrter Herr Köster,

generell steht dem Vermieter nach dem Ende des Mietverhältnisses eine gewisse Prüfungsfrist zu. Es geht dabei ja nicht nur um etwaige Schäden an der Mietwohnung, deren Beseitigung durch die Kaution finanziert wird, sondern beispielsweise auch um offene Betriebskostenabrechnungen. Wenn Sie Ihre Kaution dringend benötigen, ist es aber natürlich dennoch möglich, dass Sie sich mit dem Vermieter auf eine möglichst baldige Rückzahlung einigen. Ein Recht darauf, sie unmittelbar nach dem Ende des Mietverhältnisses zu erhalten, haben Mieter allerdings nicht. Bitte beachten Sie zudem noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Harry am 05.03.2017 18:39

Hallo ,

Ich habe meine Wohnung ordnungsgemäß gekündigt und habe mit meinem Vermieter die Wohnungsübergabe gemacht. Ausser einem kleinen Mängel wurde nichts festgestellt. Und dieser auch auf den Übergabe Protokoll vermerkt. Und von beiden Seiten unterzeichnet. Jetzt 1 Woche nach der Übergabe fordert der Vermieter plötzlich Malerarbeiten und einige andere Reparaturen und will die Kosten dafür von meiner Kaution abziehen. Ist das rechtens?

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Immowelt-Redaktion am 06.03.2017 10:56

Hallo Harry,

in der Regel kann ein Vermieter, der im Übergabeprotokoll keine Schäden beanstandet, auch nicht später zur Reparatur dieser Schäden Geld aus der Kaution einbehalten. Wir empfehlen Ihnen daher, den Fall einem Mieterverein oder direkt einem Fachanwalt zu schildern. Dort erfahren Sie, wie Sie Ihre Kaution zurückbekommen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

K.Mischner am 08.01.2017 13:59

Hallo,

Ich bin seit 10 Monaten ausgezogen mit einen ordentlichen Übergabeprotokoll!Die Nebenkostenabrechnungen von 2013/14 und auch 2015 sind von meinem Rechtanwalt für Mietrecht angefochten.Diese sind Jahr für Jahr komplett falsch und überteuert berechnet,auch mit betrügerischen Absichten.Mein Vermieter will komplett die Kaution einbehalten,bis die Abrechnung vom ersten Quartal von 2016 erfolgt ist,weil er davon ausgeht,dass es auch Nachzahlung gibt,obwohl ich das erste Quartal 2016 dort nur noch zum Teil in der Wohnung mal war,nicht wohnhaft,sondern zur Umzugsvorbereitung!.Diese Abrechnung kommt erst Ende 2017!Der Vermieter verweigert sich,das Mietsparbuch frei zu geben durch meinen Anwalt,es fehlen viele Nachweise,um die Nebenkosten der Jahre prüfen zu können!Trotz mehrerer Fristsetzungen und Guthabenrückforderungen meines Anwaltes zu den Nebenkosten,sieht mein Vermieter nicht ein,auch nur ein Teil der Kaution (2500€) rauszugeben.Die Gegenseite hat sich nun einen Anwalt genommen,welcher mit Fristverlängerungen erst mal alles prüfen will.Falsche Abrechnungen und dann die Einbehaltung von Geld zur Sicherheit ?Es ist sehr nervend,weil kein Ende in Sicht ist!Ist die komplette Einbehaltung der Kaution durch falsche Abrechnungen rechtens?

Mit freundlichen Grüßen

K.Mischner

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Immowelt-Redaktion am 09.01.2017 10:02

Hallo K.Mischner,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell darf ein Vermieter zwar Teile der Kaution einbehalten, wenn der Mieter ihm noch Geld aus einer Nebenkostenabrechnung schuldet. Natürlich müssen diese Nebenkostenabrechnungen aber korrekt sein. Ihren individuellen Fall können wir leider aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Sie sind aber bereits den richtigen Schritt gegangen und haben einen Fachanwalt konsultiert. Weitere Informationen und Hilfe erhalten Sie unter Umständen auch von einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Evi Hansen am 05.12.2016 10:47

Kann ein Vorvermieter von dem aktuellen Vermieter die Herausgabe der aktuellen Kaution verlangen, um damit aufgelaufene Schulden des Mieters auszugleichen?

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Immowelt-Redaktion am 06.12.2016 13:26

Liebe Frau Hansen,

besten Dank für Ihren Kommentar. Da ausschließlich Personen mit gerichtlichen Titel Geldbeträge wie eine Kaution pfänden dürfen, darf der vorherige Vermieter vom aktuellen Vermieter nicht die Herausgabe der Kaution verlangen. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen möchten wir Ihnen daher den Gang zum Fachanwalt oder Mieterverein empfehlen.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Tim Schröder am 28.11.2016 13:40

Kann ein Mieter, die Kaution einbehalten, weil er nach Auszug Mängel feststellt, obwohl kein Übergabe Protokoll gemacht wurden ist, und nicht nachgewiesen werden kann, ob man diese wirklich verursacht hat? (Es sind bereits mehr als 6 Monate vergangen ohne Rückzahlung.)

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Immowelt-Redaktion am 28.11.2016 14:10

Sehr geehrter Herr Schröder,

für die Rückzahlung der Kaution gibt es keine gesetzliche Frist. Nach sechs Monaten kann der Vermieter lediglich keine Forderungen mehr geltend machen, die über die gezahlte Kaution hinausgehen. Wann und in welcher Höhe ein Vermieter einen Teil der Kaution einbehalten kann, ist stark vom Einzelfall abhängig. Ein Wohnungsübergabeprotokoll ist zu Beweiszwecken hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Wenn Sie vermuten, dass der Vermieter Kaution zu Unrecht einbehält, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Tim Schröder am 28.11.2016 15:30

Vielen Dank für die Antwort.

Wiederspricht dem aber doch ein wenig...

"Ist die Wohnungsrückgabe am 1. März, kann der Vermieter Forderungen wegen Beschädigungen in der Wohnung nur bis zum 31. August geltend machen. Ab dem 1. September sind diese Schäden verjährt, der Vermieter hat keine Ansprüche mehr."

Also verjähren die Schäden nicht. Sondern nur Schäden die mehr als die Kaution betragen... hatte darüber nämlich schon öfter widersrpüchige Aussagen gelesen: „Wie lange der Vermieter Zeit hat, um die Kaution zurückzuzahlen, beurteilen die Gerichte unterschiedlich. Üblich ist eine Frist von bis zu drei Monaten. Allerdings darf der Vermieter Schäden nur bis zu sechs Monate nach dem Auszug reklamieren und die Kaution um den entsprechenden Betrag mindern. Mieter sollten deshalb sechs Monate verstreichen lassen, ehe sie den Vermieter zur Zahlung der Kaution auffordern."


Immowelt-Redaktion am 29.11.2016 08:46

Sehr geehrter Herr Schröder,

tatsächlich sind sich die Gerichte hier nicht immer einig. Eine letztinstanzliche Entscheidung, beispielsweise durch den Bundesgerichtshof, gibt es bisher nicht. Entscheidend ist dabei wohl auch die Tatsache, dass der Mieter derjenige ist, der seine Kaution einklagen muss, wenn der Vermieter sie einbehält. Hat der Vermieter jedoch Forderungen, die darüber hinaus gehen, ist er auch derjenige, der Klagen muss.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion