Spartipp: Schneeschippen von der Steuer absetzen

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Wer im Winter keine Lust auf Schneeschippen hat, kann Hausmeisterdienste und Co. beauftragen und dabei ordentlich Steuern sparen. Auch Mieter können diese Dienstleistung beim Finanzamt geltend machen.

Schneeschippen, Steuer, Steuer sparen, Foto: Edler von Rabenstein / fotolia.com
Wer fürs Schneeschippen eine Hausmeisterdienst beauftragt, kann die Kosten von der Steuer absetzten. Foto: Edler von Rabenstein / fotolia.com

Der nächste Schnee kommt bestimmt. Dann heißt es für die meisten Menschen wieder Schneeschippen und den Gehweg streuen. Wer absolut keine Lust auf diese Arbeit oder auch keine Zeit hat, kann natürlich auch einen Hausmeisterdienst dafür engagieren. Das kostet zwar Geld, die Ausgaben können aber von der Steuer abgesetzt werden.

Hauptsächlich um Schwarzarbeit einzudämmen hat nämlich der Gesetzgeber mit der Steuerbegünstigung für sogenannte „haushaltsnahe Dienstleistungen“ den Steuerpflichtigen die Möglichkeit eröffnet, Arbeiten im und um den Haushalt beim Finanzamt geltend zu machen – sofern sie von einem Fachunternehmen oder einem Selbstständigen erledigt werden. 20 Prozent der Lohnkosten von Dienstleistern können von der Steuer abgezogen werden. Der maximale Betrag des Abzugs liegt bei 4.000 Euro im Jahr.

Auch Mieter profitieren von Steuervorteil

Das Gute: Nicht nur Eigentümer, die ihre Immobilie selbst nutzen,  sondern auch Mieter profitieren von dem Steuervorteil. Sie können die Ausgaben bei der Steuer angeben wenn sie selbst einen Hausmeisterdienst beauftragt und bezahlt haben. Hat der Vermieter die Arbeiten in Auftrag gegeben und legt die Kosten auf den Mieter um, können die entsprechenden Teile der Nebenkostenabrechnung von der Steuer abgesetzt werden. Wichtig ist: Die Rechnung muss per Überweisung gezahlt worden sein. Bargeldzahlung akzeptiert das Finanzamt in der Regel nicht.

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Für Mieter:Bescheinigung des Vermieters über haushaltsnahe Tätigkeiten in den Nebenkosten.

(Quelle: Bundesfinanzministerium)

BFH-Urteil: Schneeschippen auf öffentlichen Wegen ist haushaltsnahe Dienstleistung

Im März 2014 hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil sogar den Winterdienst auf öffentlichen Wegen als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt (Az.: VI R 55/12). Normalerweise beteiligt sich der Fiskus nämlich nur an Arbeiten, die im Haus oder auf dem dazugehörenden Grundstück ausgeführt werden. Der Schnee muss aber oft nicht nur auf dem eigenen Grundstück, sondern auch auf der Straße vor dem Haus geräumt werden. Das führte immer wieder zu Schwierigkeiten mit dem Finanzamt, wenn jemand die Dienstleistung von der  Steuer absetzen wollte.

Wer ist für Beseitigung von Eis und Schnee zuständig?

Grundsätzlich ist für die Beseitigung von Eis und Schnee der Grundstückseigentümer beziehungsweise Vermieter zuständig. Die Streu- und Räumpflichten können aber auch per Mietvertrag auf den Mieter übertragen werden. Die detaillierten Vorgaben, wann und wie zu räumen ist, ist in den Ortssatzungen der Städte und Gemeinden zu finden. In vielen Kommunen beginnt die Streupflicht morgens um 7 Uhr und endet abends um 20 Uhr. An Sonn- und Feiertagen kann sie ein bis zwei Stunden später beginnen.


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