Umzugskartons packen: Die zehn häufigsten Fehler

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Vorausschauend Umzugskartons packen spart viel Zeit, Kraft und unnötige Arbeit. Das sind die zehn häufigsten Fehler, die es zu vermeiden gilt.

Umzugskartons packen, Umzugskartons, Umzug, Umzugskisten, Foto: contrastwerkstatt / fotolia.com
Zu schwer, zu voll, das falsche Material: Beim Umzugskartons packen werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Foto: contrastwerkstatt / fotolia.com

Nach langer Suche ist endlich die perfekte Wohnung gefunden und der Umzugstag rückt näher. Nun muss das gesamte Hab und Gut möglichst effizient und sicher in Kartons verstaut werden. Sorgfältig und mit Bedacht zu packen lohnt sich jetzt. Denn beim Transport und Auspacken im neuen Heim lässt sich dadurch viel Zeit, Kraft und Mühe sparen. Die Fehler, die beim Verstauen des Hausrats begangen werden, sind meist dieselben – und die lassen sich ganz einfach vermeiden.

Umzugskartons packen – die Top 10 der häufigsten Fehler

Umzugskartons packen, Ramsch, Grafik: immowelt.de

1. Ramsch mitschleppen:

Über die Jahre sammeln sich so einige Besitztümer im Keller, die man nicht mehr benötigt. Etwa einen Monat vor dem Umzug ist ein guter Zeitpunkt, um das abgestellte Hab und Gut durchzusehen. Sperrmüll wandert direkt auf den Recyclinghof, gut erhaltene Gegenstände können noch auf dem Flohmarkt verkauft werden. So fließen nicht nur ein paar Euro in die Umzugskasse, die Anzahl der benötigten Umzugskisten verringert sich auch zusehends.

Umzugskartons packen, Zeit, Grafik: immowelt.de

2. Zu spät packen:

Eine Woche bevor der Möbelwagen vor der Tür parkt, sollten bereits die ersten Kisten gepackt sein. Andernfalls ist Stress vorprogrammiert. Doch aufgepasst: Es sollten zuerst nur die Dinge in die Umzugskartons wandern, die vor dem Umzug garantiert nicht mehr benötigt werden. Das können unter anderem Bücher, Kleidung für die nächste Jahreszeit, Fotoalben, Schlittschuhe, Schnellkochtopf, Raclettegrill oder auch Brettspiele sein.

Umzugskartons packen, Chaos, Grafik: immowelt.de

3. Ohne System einpacken:

Fliegt einfach alles in die Kiste, was einem zwischen die Finger kommt, ist das Chaos beim Auspacken garantiert. Um in der neuen Wohnung nicht unnötig Zeit damit zu verschwenden, das Hab und Gut einzeln auf die richtigen Zimmer zu verteilen, sollten nur die Gegenstände zusammen in einem Karton landen, mit denen in der neuen Wohnung ein Raum eingerichtet wird. Häufig benötigte Utensilien wie die Kaffeemaschine sollten zudem so verstaut werden, dass sie schnell griffbereit sind.

Umzugskartons packen, Gewicht, Grafik: immowelt.de

4. Überfüllte Kartons:

Bis über den Rand gefüllte Umzugskisten verringern zwar die Anzahl der notwendigen Kartons, lassen sich aber kaum mehr tragen. Als Maximalgewicht sollte ein Karton deswegen höchstens 20 Kilogramm auf die Waage bringen. Um den Kartons beim Packen Stabilität zu verleihen, gilt zudem als Faustregel: unten schwer, oben leicht. Wer das gesamte Besteck und die schweren Suppenteller in einen Karton steckt, sollte die obere Hälfte demnach mit leichten Artikeln, wie Geschirrtücher, füllen.

Umzugskartons packen, Grafik: immowelt.de

5. Blockierte Grifflöcher:

Der Umzugskarton kann noch so clever gepackt sein, blockiert der Inhalt die Grifflöcher der Kiste, gestaltet sich ihr Transport schwierig. Aus diesem Grund sollte entweder im oberen Teil hinter den Grifflöchern elastisches Transportgut wie Kleidung und Handtücher untergebracht werden oder der Inhalt des Kartons so locker gepackt sein, dass hinter den Grifflöchern genügend Platz für die Finger bleibt.

Umzugskartons packen, Kartonart, Grafik: immowelt.de

6. Ungeeignete Kartonart:

Stabile Kartons reißen nicht so schnell auf und ersparen damit eine Menge Ärger. Aus diesem Grund sollten die Umzugskartons mindestens aus zweilagiger Wellpappe bestehen. Für schwere Bücher, sperrige Aktenordner, zerbrechliche Gläser oder schnell knitternde Kleidung bietet der Fachhandel auch spezielle Kartons, die so konzipiert sind, dass das Transportgut sicher die neue Wohnung erreicht. Doch Vorsicht: Zu viele unterschiedliche Kartongrößen erschweren das effiziente Beladen des Umzugswagens. Nur Kartons einer einheitlichen Größe lassen sich einfach und platzsparend im Laderaum übereinander stapeln.

Umzugskartons packen, Zeitung, Grafik: immowelt.de

7. Falsches Packmaterial:

Zeitungspapier ist in der Regel in großen Mengen verfügbar. Als Packmaterial eignet es sich jedoch nur bedingt, da bei erhöhtem Druck oder Feuchtigkeit die Druckerschwärze der Schrift abfärbt. Um zerbrechliche Gegenstände während des Umzuges vor dem Hin- und Herrutschen zu schützen, empfehlen sich daher eher Packpapier, Handtücher, Socken, Geschirrtücher und Bettbezüge als Stopfmaterial.

Umzugskartons packen, Bücher, Grafik: immowelt.de

8. Bücherchaos:

Bücher lassen sich problemlos im Umzugskarton übereinander stapeln, bringen aber zum einen viel Gewicht mit, zum anderen zerfleddern ihre Seiten schnell. Optimal sind die Bücher deswegen in speziellen Bücherkartons aufgehoben. Ihr Boden ist verstärkt und hält so dem Gewicht stand. Stehen die Bücher in den Umzugskisten mit dem Rücken zueinander, können sie zudem nicht ineinander rutschen und unschöne Eselsohren davontragen.

Umzugskartons packen, Geschirr, Grafik: immowelt.de

9. Geschirr nicht bruchsicher verpacken:

Hauchdünne Weingläser oder die teuren geschliffenen Cognacschwenker müssen sorgfältig geschützt werden, damit sie beim Transport in die neue Wohnung nicht zu Bruch gehen. Am sichersten überstehen sie die Reise in einem Gläserkarton mit stabilisierenden Einsätzen. Ist dieser nicht zur Hand, bietet Luftpolsterfolie einen soliden Schutz. Eine Polsterung des Kartonbodens und dessen Wände bietet doppelte Sicherheit für die kostbaren Stücke, während geknülltes Packpapier die Hohlräume zwischen dem Geschirr füllt.

Bei der Packreihenfolge von Geschirr gilt: Grobes wie Teller nach unten, zerbrechliches wie Gläser oder Kristallschalen nach oben. Kartons mit fragilem Inhalt sollten zudem entsprechend gekennzeichnet werden.

Umzugskartons packen, Beschriften, Grafik: immowelt.de

10. Unbeschriftete Kartons:

Wissen die Umzugshelfer nicht, in welchem Zimmer die Umzugskartons richtig aufgehoben sind, verteilen sie diese wild durcheinander gewürfelt in der Wohnung. Es kostet nicht nur Kraft sondern auch viel Zeit, um dieses Chaos später wieder zu lichten und die Kartons in die richtigen Räume zu verfrachten. Diesen unnötigen Mehraufwand kann man sich sparen, indem man den Inhalt und den Bestimmungsraum oben und seitlich auf den Karton vermerkt. Wer die Kartons noch einmal nutzen möchte, kann für diesen Zweck auch selbstklebende Etiketten oder Kreppband benutzen. Sie lassen sich nach dem Umzug problemlos wieder entfernen.

Kleine Tricks für einen reibungslosen Umzug

Ein paar kleine Tricks sorgen dafür, dass der Umzug ohne größere Pannen über die Bühne geht. So sollte ein kleiner Überlebenskarton als letztes gepackt und möglichst auf der Rückbank des eigenen Autos zur neuen Wohnung transportiert werden. So geht er nicht im Kistenchaos unter. Der Überlebenskarton beinhaltet alles, was jederzeit griffbereit sein sollte. Dazu gehört der Flaschenöffner für das Mittagessen mit den Umzugshelfern, ein Handtuch für die abendliche Dusche, Zahnbürste und -pasta, Seife, Bürste und Deo zum Frischmachen, Toiletten- und Küchenpapier, ggf. Übergabeprotokoll mit funktionierendem Kugelschreiber für die alte Wohnung, Schere, Ladegerät für das Mobiltelefon und Mülltüten. Sind Raucher unter den Umzugshelfern, sollten auch ein paar Aschenbecher mit an Bord sein.

Neben dem Überlebenskarton haben sich auch zwei leere Notfallkartons als Reserve bewährt. In diesen wird alles verstaut, was in letzter Sekunde noch an Kleinkram anfällt wie Putzmittel, Lampen und Jalousien.

Optimale Füllmenge der Umzugskartons

Halbvolle Kisten lassen sich zwar leicht heben, dafür müssen umso mehr von ihnen gepackt werden, um den gesamten Haushalt unterzubringen. Effizient gepackte Kartons sind so weit gefüllt, dass sich ihr Deckel gerade noch schließen lässt. Wölben darf sich der Deckel hingegen nicht – dann lassen sich die Kisten nicht mehr stapeln. Zur Gewichtskontrolle hebt man die Kartons vor dem Verschließen noch einmal an. Gelingt das ohne große Mühe, ist das Maximalgewicht in der Regel nicht überschritten.

Umzugskartonrechner

Für den schnellen Transport der Umzugskartons von der Haustür zum Möbelwagen empfiehlt sich der Einsatz einer Sackkarre. Mit ihr können nicht nur schwere Gegenstände wie Waschmaschine und Kühlschrank rückenschonend verfrachtet werden, sondern auch mehrere übereinandergestapelte Kartons gleichzeitig.


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