Wie Mieter und Vermieter mit dem Coronavirus umgehen sollten

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Die zweite Welle des Coronavirus verändert erneut das öffentliche Leben. Und damit auch das der Mieter und Vermieter. Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Corona, Frau mit Maske, Foto: shintartanya/adobe.stock.com
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sollen soziale Kontakte möglichst vermieden werden. Foto: shintartanya/adobe.stock.com

Die zweite Welle der Coronapandemie hat Deutschland fest im Griff. Die Bundesregierung hat neue Maßnahmen beschlossen, die ab 2. November gelten. Es gelten Sonderregelungen, die auch Mieter und Vermieter betreffen. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen.

Was, wenn der Mieter die Miete nicht zahlen kann?

Deutschland befindet sich mitten in der zweiten Welle der Coronapandemie. Die Bundesregierung hatte einen Schutz von Mietern beschlossen - der jedoch zum 30. Juni 2020 auslief. Alle Zahlungsrückstände, die seitdem zustande kommen, ermöglichen dem Vermieter die Kündigung des Mieters. Eine Verlängerung der Schutzmaßnahme sieht der Gesetzgeber bisher als nicht notwendig an, da sich gezeigt hätte, dass Mieter und Vermieter sich meist privat auf eine Regelung einigen konnten.

Wer in Zahlungsschwierigkeiten kommt, der sollte weiterhin früh genug seinen Vermieter informieren. Damit er glaubhaft machen kann, kein Einkommen zu haben, sollten Arbeitgeber eine entsprechende Bescheinigung ausstellen. Doch auch Vermieter werden geschützt. Es werden Stundungsregelungen für Darlehensverträge von Immobilieneigentümern eingeführt, die selbst keine Einnahmen haben aufgrund säumiger Mieter.

Was ist mit Reparaturen in meiner Wohnung?

Handwerkliche Tätigkeiten sind erlaubt. Deswegen erbringen beispielsweise Heizungs- und Klimahandwerker sowie Elektriker weiterhin ihre Leistungen „und werden selbstverständlich die staatlichen Vorgaben beachten“, sagt ein Sprecher des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Betriebe seien sich ihrer Verantwortung bewusst und würden alles daransetzen, die Kunden auch unter diesen schwierigen Umständen zu bedienen.

Das bayerische Innenministerium warnt aber, „alle Arbeiten, die nicht notwendig sind, sollten allerdings auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.“

Ausziehen, trotz Quarantäne / SARS-CoV-2-Erkrankung?

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes gilt in dieser Situation das Vollstreckungsrecht: Das Recht des Mieters auf körperliche Unversehrtheit hat Vorrang vor dem Räumungsinteresse des Eigentümers. „Da alle Menschen aufgerufen sind, sich solidarisch zu verhalten und Kontakte drastisch zu reduzieren, kann der Mieter – auch zum Schutz anderer – nicht zum Auszug verpflichtet werden.“

Darf ein Mieter den unterschriebenen Mietvertrag widerrufen?

Einen bereits unterschriebenen Mietvertrag ohne Kündigungsfrist aufzulösen ist schwierig, aber unter bestimmten Vorrausetzungen machbar. Damit der Widerruf gelingt, müssen zwei Eckpunkte gegeben sein. Der Vermieter muss Unternehmer im Sinne des Gesetzes (§ 14 BGB) sein. Das ist er nur, wenn er mehrere Wohnungen – also mindestens zwei – vermietet.

Zudem muss der Mietvertrag über Fernkommunikationsmittel geschlossen worden sein (per Brief, E-Mail, Telefon, etc.). In Zeiten der Coronapandemie kann das durchaus häufiger vorkommen. Sind diese Eckpunkte gegeben, besteht ein Widerrufsrecht. Die Frist beträgt in der Regel 14 Tage – ohne Widerrufsbelehrung verlängert sie sich auf 12 Monate und 14 Tage.

Darf ein Mieter eine Kündigung zurücknehmen?

Nein. Ist die Wohnung gekündigt, gibt es kein Recht darauf, die Kündigung zu widerrufen. Die Entscheidung ist endgültig. Einzige Ausnahme: Der Vermieter akzeptiert die Rücknahme. Das kann in der Coronakrise unter Umständen so sein, weil der Vermieter Sorgen haben kann, dass er das Objekt nicht rechtzeitig nachvermieten kann.

Darf ich jetzt Wohngeld beantragen?

Um Wohngeld beantragen zu können, müssen Arbeitnehmer in eine bestimmte Einkommensstufe rutschen. Dazu Rechtsanwältin Esther Czasch: "Wenn die Situation durch die Coronakrise so ist, dass Arbeitnehmer arbeitslos werden oder in Kurzarbeit kommen, und deshalb das Einkommen nicht mehr für die Miete ausreicht, ja! Dann können sie Wohngeld beantragen." 

Im Grundsatz gilt, dass ein prinzipieller Wohngeldanspruch dann vorhanden ist, wenn sie unter eine definierte Einkommensgrenze rutschen. Dabei ist es glaubhaft nachzuweisen, dass die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes nicht reichen werden.

Am einfachsten kann dies durch Belege wie den Mietvertrag, die aktuelle gekürzte Lohnabrechnung aufgrund der Coronaviruslage oder schriftliche Erklärungen des Arbeitgebers, dass der Lohn wegen Kurzarbeit geringer ausfallen wird, erfolgen. Dann prüft die zuständige Behörde, ob in dem konkreten Einzelfall ein Anspruch auf Wohngeld besteht. Weitere Informationen zum Wohngeld und Anträge erhalten Sie hier.

Mietmängel: Mietminderung, wenn kein Handwerker kommt?

Nach Paragraf 536 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) steht dem Mieter das Recht auf Mietminderung zu, wenn ein Mangel an der Mietsache – Haus oder Wohnung – deren „vertragsgemäßen Gebrauch“ erheblich einschränkt, und zwar solange wie diese Einschränkung besteht.

Es spielt dabei grundsätzlich keine Rolle, ob der Vermieter für den Mangel verantwortlich ist oder nicht. Da aber kein generelles Berufsverbot für Handwerker während der Pandemie gilt, dürfte es keinen gesonderten Fall geben.

Darf ein Mieter wegen Einkommensverlust die Miete mindern?

Nein. Die Minderung der Miete komme laut Rechtsanwältin Esther Czasch nur in Betracht, wenn der Vermieter die Mietsache nicht zur Verfügung stellen kann. Wäre das der Fall, würde auch die Mietzahlungspflicht entfallen.

Sollten sich in Krisenzeiten Engpässe oder Ausfälle bei externen Versorgern wie beispielsweise für Wasser, Strom und Heizung ergeben, ist zu klären ob der Vermieter dafür einstehen muss. Das hänge auch davon ab, ob er diese Leistungen mietvertraglich schuldet oder der Mieter diese selbst beauftragt. "In gewerblichen Mietverträgen ist die Haftung des Vermieters für Ausfälle externer Versorger jedoch regelmäßig vertraglich ausgeschlossen", sagt Czasch.

Kann der Vermieter dem Mieter fristlos Kündigen oder Eigenbedarf anmelden?

Die Kündigungsbeschränkung, die am 16. März 2020 auferlegt worden ist, erfasst nur Kündigungen wegen Zahlungsrückständen aus den Monaten April bis Juni 2020 und ist noch immer gültig. Mieter müssen die Rückstände bis spätestens Ende Juni 2022 zurückbezahlen. Bis dahin kann der Vermieter sie nicht deswegen kündigen.

Anders ist es, wenn Zahlungsrückstande aus den Monaten vor April 2020 oder nach Juni 2020 bestehen. Dann sind fristlose Kündigungen und Räumungsklagen möglich. Das gilt insbesondere auch für weitere Kündigungsgründe des Vermieters, wenn beispielsweise Eigenbedarf angemeldet wird. Auch das Ignorieren der Hausordnung ist ein gültiger Kündigungsgrund.

Können sich Mieter gegen Räumungsklagen wehren?

Ist die Kündigung rechtens und berührt nicht die Kündigungsbeschränkung zwischen April und Juni 2020, hat der Mieter kaum eine Möglichkeit, in der Wohnung weiter zu leben. Er sollte sich daher frühzeitig um eine Anschlusswohnung kümmern. Einer Räumungsklage wird dann stattgegeben, es sei denn der Mieter erhebt Widerspruch und kann nachweisen, dass die Beendigung des Mietverhältnisses für ihn eine Härte darstellt. Diese kann beispielsweise durch eine Coronainfektion und die damit verbundene Quarantäne bestehen. 

Mietminderung, wenn der Nachbar an Covid-19 erkrankt ist?

Nein. Eine Erkrankung eines Mitbewohners oder des Nachbarn ist kein Grund zur Mietminderung, weil es keinen Mangel der Mietsache darstellt.

Mietminderung wegen gesperrten Spielplatzes / Innenhofs / Gemeinschaftsgartens?

Die Tendenz geht zu Nein. Zudem käme es darauf an, ob die Mitbenutzung des Spielplatzes oder des Gemeinschaftsgartens vertraglich als Bestandteil vereinbart wurde. Eine Mietminderung wegen nur unerheblicher Mängel ist zudem laut § 536 BGB nicht zulässig. Man könnte die Sache durchaus so sehen, dass die Spielplatzschließung selbst dann, wenn der Spielplatz zur vertragsgemäßen Nutzung gehört, nur einen unerheblichen Mangel darstellen würde.

Sind Besichtigungen noch erlaubt?

Ja, auch jetzt trotz zweiter Welle der Coronapandemie und bundesweiten Kontaktbeschränkungen. Einem Mieter muss die Möglichkeit geboten werden, sich eine neue Wohnung anzusehen, weil er aus der alten Wohnung ausziehen muss. Voraussetzung für eine Besichtigung ist, dass die geltenden Hygienemaßnahmen wie ausreichend Sicherheitsabstand sowie regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren der Flächen eingehalten werden. Von Massenbesichtigungen ist allerdings abzusehen.

Um sich komplett abzusichern, empfiehlt es sich bei den jeweiligen Behörden Rat einzuholen, ob und in welchem Maß Besichtigungen erlaubt sind.

Weitere Fragen und Antworten zum Thema "Besichtigungen" während der Coronakrise erhalten Sie hier:

Was bei der Wohnungsübergabe zu beachten ist

Trotz der steigenden Coronainfektionszahlen und den neuerlichen Kontaktbeschränkungen sind Wohnungsübergaben weiterhin nötig und auch möglich. Allerdings dürfen nicht zu viele Personen aus unterschiedlichen Haushalten mitwirken.

Insgesamt dürfen sich ab 2. November 2020 deutschlandweit maximal zehn Leute aus maximal zwei Haushalten treffen. Solange Vermieter und Mieter, die Familie oder die WG die Übergabe durchführen, bleibt alles wie gehabt. Anders ist es, wenn der beste Freund als dritte Person das Protokoll führen soll. Auch Eltern oder Geschwister können nicht mitwirken, wenn dadurch mehr als zwei Haushalte aufeinandertreffen.

Zweitwohnsitz: Muss ich die Miete zahlen, obwohl ich dort nicht mehr wohnen darf?

Im Frühjahr sind in manchen Kreisen und Städten Bewohner einer Zweitwohnung dazu aufgefordert worden, diese zu verlassen. Bisher gibt es für die zweite Welle der Coronapandemie keine solche Regelung. Zweitwohnsitze dürfen genutzt werden.

Link-Tipp

Sie haben Fragen speziell zum Zusammenleben im Mietshaus? Antworten finden Sie im FAQ zu Corona im Mehrfamilienhaus. Zum Beispiel:

  • Dürfen Mieter weiterhin die gemeinsame Waschküche nutzen?
  • Haben Mieter Anspruch auf Schutzvorkehrungen auf Gemeinschaftsflächen wie Flur und Treppenhaus?
  • Darf der Vermieter deine Desinfektionspflicht im Stile der Kehrwoche vorschreiben?

23.11.2020


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122 Kommentare

Bmwe9187 am 27.11.2020 08:21

Hallo,

ab 2021 erhöht sich meine Miete von 600 € auf 660, es ist vertraglich eine Staffelmiete vereinbart worden bis 2023.

Gibt es eine Regelung zur Erhöhung während der Corona-Krise ?

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 27.11.2020 09:20

Hallo Bmwe,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Unserer Kenntnis nach gibt es dazu keine Regelungen speziell während der Coronakrise. Dass Mieter ihre Miete stunden konnten, ist ebenfalls seit Ende Juni nicht mehr möglich.

Sollten Sie Probleme mit der Mietzahlung haben, raten wir Ihnen das Gespräch zum Vermieter zu suchen. Es hat sich gezeigt, dass die meisten Mieter mit ihren Vermietern individuelle Lösungen für solche Probleme finden.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Anonym am 23.11.2020 08:43

Hallo, ich habe eine Frage. Mein Mann hat momentan wegen corona nicht das selbe Einkommen. Ich selbst beziehe Arbeits Unfähigkeit Rente. Wir haben zwei Kinder und jetzt steht eine fristlose Kündigung an. Können wir uns dagegen schützen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 24.11.2020 14:44

Hallo,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Ist die fristlose Kündigung korrekt haben Sie wenig Chancen. Eine Möglichkeit ist Widerspruch wegen eines Härtefalls einzulegen. Dazu raten wir Ihnen allerdings sich von einem Fachanwalt ür Mietrecht oder einem Mieterbund beraten zu lassen.

Bitte habn Sie Verständnis, dass wir keine rechtssichere Auskunft geben können und dürfen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

AndreasF am 21.11.2020 18:04

Am Montag 23.11. wollen Elektriker die Rauchmelder erneuern, muss ich sie in die Wohnung lassen. Gehöre zur Risikogruppe. Danke für Ihren Service.

auf Kommentar antworten

Marleny Pereira am 16.11.2020 18:19

Mieter sind wir gezwungen, die Wohnung in dieser Pandemie COVID 19 zu zeigen?

auf Kommentar antworten

Nico am 16.11.2020 16:50

Das war schon mal sehr hilfreich, danke immowelt.

Allerdings hab ich eine etwas spezifischer Frage die mir vielleicht jemand beantworten kann.

Mein Vermieter will die Wohnung verkaufen, und sein Verwalter hat sich dann gemeldet, echt spontan, und besteht darauf dass er die Wohnung unbedingt mit einer weiteren Person besichtigen will. Die Art und Weise wie er darauf besteht grenzt halt schon fast an Nötigung.

Mein Problem dabei ist halt folgendes, man kann in dieser Wohnung kaum den mindestabstand halten, lüften geht auch nur bedingt, da ich im dritten Stock wohne in einem Mehrfamilienhaus, dass relativ frei steht und sich am Meer befindet. Könnt euch ja bestimmt den Wind an der Nordsee vorstellen, alle Fenster kann man dabei nicht auf machen (zumal es hier ständig regnet). Da ich nicht mal das Geld habe um Desinfektionsmittel zu kaufen, kann ich nicht mal das machen.

Muss ich die beiden in die Wohnung lassen, oder kann ich auf einen anderen Termin bestehen?

Und ich muss halt ehrlich sagen, ich habe nicht vor zwei fremde Menschen in mein Wohnung alleine zu lassen.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 24.11.2020 14:05

Hallo Nico,

vielen Dank für deinen Kommentar!

Der Vermieter hat auch während der Coronapandemie das Recht die Wohnung einem Interessenten zu zeigen. Wir raten Ihnen bei Bedenken dazu das Gespräch mit dem Verwalter zu suchen, ob eventuell eine virtuelle Besichtigung in Frage kommt, die Sie selbst durchführen können. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie dem Interessenten die Wohnung zeigen, während der Verwalter draußen vor der Tür wartet.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine gültige Rechtsberatung leisten können und dürfen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

SophiaNie am 10.11.2020 18:07

Hallo,

ich habe für mein Studium ein Zimmer in einem Wohnheim gemietet. Ich bin aktuell aber während des Lockdowns wieder bei meinen Eltern und nutze die Wohnung nicht. Bin ich dazu verpflichtet, die Nebenkosten für die Zeit, wo ich nicht in der Wohnung bin, zu bezahlen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 17.11.2020 07:49

Hallo SophiaNie,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Zu einem Mietvertrag gehört immer die Kaltmiete und die Nebenkosten. Wohnen Sie in der angemieteten Wohnung nicht, müssen Sie die Nebenkosten also trotzdem zahlen. Nebenkosten, die nach Verbrauch abgerechnet werden, bekommen Sie mit der jährlichen Betriebskostenabrechnung dann wohl zurück.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Danziger am 06.11.2020 12:51

Kündigung wegen Eigenbedarfskündigung, ist das in korona erlaubt.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 06.11.2020 13:20

Hallo Danziger,

es gibt keine Gesetzesgrundlage, die aufgrund von Corona eine Eigenbedarfskündigung verbietet. Einzig gewisse Härten, wie ein zu hohes Alter des Mieters, kann eine Eigenbedarfskündigung verschieben.

Beste Grüße

arpan am 05.11.2020 17:39

Hallo,

in unserem Mehrfamilienhaus/5 Etagen soll ab kommenden Januar bis ca April m o d e r n i s i e r t werden mit div. Arbeiten, ua in jeder der Wohnungen Wände aufschlagen (Heizungs- und Wassersteigleitungen Erneuerung, Fensteraustausch usw) . Ist das überhaupt möglich, sollte es dann noch einen lockdown (light) geben??

Wäre für eine Antwort sehr dankbar.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 06.11.2020 12:43

Hallo arpan,

Handwerker hatten bislang noch kein Berufsverbot. Was aber in 2021 ipassiert, können auch wir nicht vorhersehen.

Beste Grüße

Raquel am 03.11.2020 22:01

Hallo

ich komme aus Spanien und studiere in die Universität in Deutschland, deswegen wohne ich in ein Studentenwohnheim. Alle meine Unterricht wird online sein. Ich will deswegen wieder nach Spanien umziehen, aber der Mietvertrag von Wohnheim ist bis März. Bitte, was kann ich machen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 04.11.2020 11:22

Sie können den Mietvertrag kündigen, allerdings müssen sie die Fristen einhalten, meistens drei Monate. In einem Studentenwohnheim kann die Frist natürlich länger sein, weil es an das Semester geknüpft ist.

Beste Grüße

Clara am 02.11.2020 13:29

Hallo!

Wir wollten ursprünglich zum 01.11. in unsere neue Wohnung einziehen. Da wir aber beide ein paar Tage davor positiv getestet wurden (und auch tatsächlich sehr krank geworden sind) entschieden zur Sicherheit aller Beteiligten nicht umzuziehen und die Quarantäne in der WG, in welcher wir zuvor wohnten, zu verbringen. Eine der WG-Nachmieterinnen hätte dann die Quarantäne-Zeit von 2 Wochen in unserer neuen Wohnung verbracht. Die Vermieter haben es uns aber verboten, insbesondere den Schlüssel auszuhändigen. Ist das rechtens? Und könnten wir auch trotz Corona Erkrankung jetzt noch in die neue Wohnung einziehen, oder ist es nicht rechtens mit Corona-Erkrankung umzuziehen? Darf ich Eltern etc. als Umzugshelfer alleine in die Wohnung lassen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 02.11.2020 13:36

Hallo Clara, ihr neuer Vermieter kann die Ausgabe des Schlüssels an fremde Personen verweigern. Die Schlüssel sind nur für den Mieter bestimmt.

Ihre Eltern dürfen beim Umzug helfen, allerdings nur unter die Bestimmungen, dass sie sie nicht anstecken. Zum Umziehen: In dem Fall müssen Sie das örtliche Gesundheitsamt verständigen. Das darf Ihnen Ausnahmen erteilen bzw. sagt Ihnen, was zu tun ist.

Beste Grüße

noooname am 30.10.2020 23:13

habe am 02.11.2020 eine zwangsräumung.. kann die trotz krise durchgeführt werden

auf Kommentar antworten

Marcus am 02.11.2020 11:02

Hi..bei einem Freund das gleiche.Was passiert da nun?Mfg


immowelt Redaktion am 02.11.2020 13:48

Hallo Noooname,

es gibt keine Grundlage, dass eine Zwangsräumung aufgrund von Corona-Bestimmungen ausgesetzt wird.

Beste Grüße

Jan am 30.10.2020 11:36

Was bitte schön hat Überbrückungshilfe für klein Unternehmen hier zu suchen ?

Hier geht es doch um Wohnungen und die Miete. In dem Abschnitt Anträge auf Überbrückungshilfe II

geht es um Unterstützung von Unternehmen.

auf Kommentar antworten

Freifrau Bernadette am 28.10.2020 11:38

 Sehr geehrte Damen und Herren, 

bzgl. der Corona Pandemie wird oft folgende Problematik vergessen :

Jetzt, wo es Herbst wird, sprechen alle von den problematischen Aerosolen von Covid19. 

Die rasante Steigerung der Infektionszahlen zeigt, dass jede vermiedene Infektion zählt. 

Dabei werden die Mieter von Mehrfamilienhäusern vergessen :Oft sehr enge Treppenhäuser und schlecht zu belüftende, gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten (Waschkeller/Trockenräume). 

Die Mieter müssten da zum Tragen eines MundNasenSchutzes ab Verlassen der Wohnung /Nutzung der o. a. Räumlichkeiten verpflichtet werden. 

Da wären die Vermieter in der Pflicht, für den Infektionsschutz Ihrer Mieter zu sorgen, indem sie das oben genannte zum Teil der Hausordnung /Mietvertrages machen. 

Herzliche Grüße aus Bergisch Gladbach und bleiben Sie gesund

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Malshandir am 15.10.2020 15:04

Wie sieht es denn aus, wenn man den neuen Mietvertrag unterschrieben hat und nicht einziehen kann, weil der Vormieter unter Quarantäne steht und manselber ausziehen muss, da der Nachmieter bereit steht.

ich bin zwar solidarisch, aber soll man deshalb obdachlos werden?

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immowelt Redaktion am 15.10.2020 15:27

Hallo Malshandir,

dazu wird es wohl noch keine Gerichtsentscheidungen geben, auf die man sich beziehen kann. Deswegen ist es auch für uns nicht möglich, Ihnen zu sagen, wer im Recht ist.

Beste Grüße


Trautlinde Günther am 25.10.2020 13:39

Alle müssen ins Gespräch kommen und Lösungen finden, damit alles friedlich ausgehen kann. Stürme und Finsternis im Leben auch mit Hilfe einer staatlichen Organisationseinrichtung stemmen. Die Bürger brauchen bei diesen Mietsachen von seiten der Politik sowieso Besserungen. Die im Bundestag sind versorgt. Doch Vermieter, die wohlhabend sind, mehrere Mietobjekte besitzen, werden nicht bei Wuchermieten in ganz Deutschland zur Verantwortung gezogen. Sie leben Gewissensbisse und enttäuschend. Alle Geschädigten brauchen den Heiligen Geist. Zu viele Menschen leben bös.


Trautlinde Günther am 25.10.2020 13:39

Alle müssen ins Gespräch kommen und Lösungen finden, damit alles friedlich ausgehen kann. Stürme und Finsternis im Leben auch mit Hilfe einer staatlichen Organisationseinrichtung stemmen. Die Bürger brauchen bei diesen Mietsachen von seiten der Politik sowieso Besserungen. Die im Bundestag sind versorgt. Doch Vermieter, die wohlhabend sind, mehrere Mietobjekte besitzen, werden nicht bei Wuchermieten in ganz Deutschland zur Verantwortung gezogen. Sie leben Gewissensbisse und enttäuschend. Alle Geschädigten brauchen den Heiligen Geist. Zu viele Menschen leben bös.

Ibla am 23.09.2020 10:43

Hallo,

wenn wegen Corona die Miete nicht ganz gezahlt wurde, hat der Mieter ja bis 2022 Zeit die rückständige Miete zu zahlen.

Wie verhält sich das, wenn der Mieter die Wohnung kündigt, wann wird die rückständige Miete fällig?

Vielen Dank

Ina

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 23.09.2020 15:20

Hallo ibla,

wann du die Miete bei einem Auszug zu zahlen hast, ist gesetzlich nicht geregelt. Nur dass sie definitiv zu zahlen ist und der Vermieter Verzugszinsen von bis zu 4 Prozent aufschlagen kann. Um so länger die Miete also ausbleibt, desto teurer wird es später

Beste Grüße

Jennybln am 18.09.2020 13:52

Hallo,

GANZ DRINGEND!

Die 4-Personen Familie (Ehemann, Ehefrau, Kind 8 J.a. und kleines Kind 3 Wochen haben sein Mietvertrag zum 30.09.2020 gekündigt, weil am 17.09.2020 die Kreditunterlagen für das neue Haus kaufen unterschreiben mussten. Gestern wurde den Termin durch Immobilienmakler auf 1 Monat verschöben.

Vermieter fordert, dass die Familie zum 30.09.2020 rauszieht.

Die Familie wohnt als Mieter schon 3 Jahren.

Beide arbeiten, es gibt 2 Kinder (ein Kind ist nur 3 Wochen).

Welche Rechte hat die Familie? Zeit ist sehr knapp eine andere Wohnung für 1 Monat zu bekommen.

Bitte um Ihre Hilfe!

Danke!

Mit freundlichen Grüßen

Jenny

auf Kommentar antworten

FrankB am 26.08.2020 15:52

Wir sind ratlos. Meine Gefährtin hat vor ca 1 Jahr als vorübergehende humanitäre Maßnahme eine junge Familie aus Bulgarien mit in ihr Haus/ Wohnbereich aufgenommen. Die Familie bewohnt den oberen Stock mit Bad. Den Wohnbereich darunter belegt meine Freundin- dort ist die Küche. Küche u Bad werden gemeinsam genutzt, die Bereiche sind durch Flurtür getrennt. Meine Freundin ist aufgrund einer Erkrankung dauerhafter Risikopatient. Vor ca 14 Tagen flog die Bulgarische Familie zum Urlaub nach Hause ( Sofia). Trotz Bitten und Hinweis auf COVID, den Gesundheitszustand und die wechselhafte Entwicklung was Risikobewertung betrifft - wurde der Urlaub angetreten.( ist ja auch legitim ). Wir haben lediglich dann um eine Testung gebeten. Die Rückkehr erfolgte am 20.08. - bisher kein Test vorgelegt. Meine Freundin ist deshalb unmittelbar und auch aus ehrlicher Sorge noch am selben Tag zu mir gezogen u hat das Haus seither nicht betreten. Von der Familie im Erdgeschoss wissen wir das der Mann hustet. Das die Familie unbeschwert agiert. Die Einreise erfolgte über den FlgPl in Memmingen/ Bay. Testststation ist dort seit 1 Aug eingerichtet. Welche Möglichkeit des Handelns gibt es? Dürfen wir einen Test verlangen? Ist das Husten schon bewertbar? Inwieweit ist die Unterlassung- -„ ihr bekommt das Testergebnis am 22./ 23.08 - und tatsächlich bisher keine Reaktion ?

Der mögliche Verstoß gegen die Quarantäne Auflagen bis zum Ergebnis -das Haus nicht zu verlassen- von Relevanz? Es gibt einen befristeten Mietvertrag bis zum. 31.03.21 der sicherlich nicht verlängert wird.

Wir sind nun sowas von sauer, das wir beabsichtigen bereits jetzt wegen dem restlos gestörten Vertrauensverhältnis eine sofortige Kündigung auszusprechen.

auf Kommentar antworten

Katy55 am 22.08.2020 11:13

Gehöre zur Hochsicherheitsgruppe. Mein Vermieter besteht darauf, dass Handwerker den Fensteranstrich zum jetzigen Zeitpunkt duchführen, hätten doch alle ne Make auf, sein Argument. Meine Bedenkenken werden ignoriert. Hab Angst , was kann ich tun?

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Rostratus69 am 07.08.2020 05:00

Kann ich von meinem Mieter und dessen Familie ein Corona Test verlangen bzw das Ergebnis, wenn diese einfach in den Urlaub fahren und die Vermieter Risikopatienten sind?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 07.08.2020 08:42

Hallo,

das Verlangen eines Corona-Test gehört wohl nicht zu den Rechten eines Vermieters. Eine höfliche Bitte kann aber viel helfen. Sollten die Mieter in einer vom Auswärtigen Amt als Risikogebiet bezeichneten Region Urlaub machen, werden sie ab 8.8.20 ohnehin einen Test am Flughafen machen müssen.

ISCH am 15.07.2020 09:03

Hallo und guten Tag

Besitzer Wechsel der Immobilie.

Zehn Jahre der Nachbar wird jetzt Vermieter.

Wohnt in einer Identischen Wohnung, muss ich als Risikopatient, diesem Neuen Vermieter den Zugang zur Wohnung gewären.

auf Kommentar antworten

Sven am 11.07.2020 22:44

Hallo, ich habe eine Frage . Wir wohnen in einem Haus zur Miete mit zwei Etagen. Da die obere Etage von den Vermietern als Ferienwohnung angeboten wird und auch regelmäßig besucht ist mit Feriengästen, würde es uns gern mal interessieren ob es erlaubt ist zur coronazeit und wenn ja ,welche Massnahmen der Vermieter ergreifen muss und gelten? Schon mal vielen lieben Dank vorab falls einer das beantworten kann. Mfg

auf Kommentar antworten

A. am 10.07.2020 14:26

Hallo, ich habe meine Frage bezüglich meiner Kaution, bin am 30.03.2020 die Wohnung abgegeben, Abnahmeprotokoll ohne Ansprüche vom Vermieter (war nur 2 Jahren in der Wohnung), seit über 3 Monaten habe ich meine Kaution nicht zurück bekommen, aktuell in der Corona Krise brauche ich Geld, gibt es irgendwelche Möglichkeit mein Geld zurück zu bekommen? Nach Rücksprache mit dem Vermieter gibt es keine klare Antwort-abwarten...was soll ich abwarten, wenn keine Ansprüche von seiner Seite bestehen...

Beste Grüße

Angelina

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 10.07.2020 15:45

Hallo A,

der Vermieter hat das Recht, bis zu sechs Monate nach Ende der Mietverhältnisses die Kaution zurückzuhalten, falls noch Ansprüche bestehen sollten. Nach Ablauf der Zeit, muss er Ihnen die Kaution überweisen und hat kein Recht mehr, Geld für etwaige Reparaturen einzubehalten.

Beste Grüße

ihre immowelt Redaktion

Pendler am 02.07.2020 15:49

Hallo, ich habe eine Zweitwohnung an meinem Arbeitsort. Aufgrund von Homeoffice und Kurzarbeit nutze ich diese nicht mehr. Besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht?

auf Kommentar antworten

Takis am 01.07.2020 16:32

Ich bin am 22.04.2020 gekündigt von meine Wohnung von die Erben weil meine Vermieterin am 03.04.2020 gestorben ist ich habe 6 Monate Kündigungsschutz weil ich über 5 Jahren wohne, Meine Frage ist , darf der zukünftige Vermieter in die Zeit von 01.04.2020 bis 30.06.2020 wegen Corona Krise kündigen? Oder ab 01.07.2020?

auf Kommentar antworten

Walburga7 am 26.06.2020 00:28

Ich bin seit Februar arbeitslos und kann meine Miete seit April nicht mehr zahlen.

Kann ich die Kündigung bekommen, weil der Grund nicht Corona ist?

auf Kommentar antworten

M. am 23.06.2020 20:58

Sehr geehrte Damen und Herren,

gelten trotz Corona irgendwelche Fristen bis wann der Vermieter/Hausverwaltung antworten sollte? Die Verwaltung wurde seit Beginn der Corona-Pandemie versucht zu erreichen - ohne Erfolg. Ist eine Kündigung per Einschreiben-Einwurf oder evtl. zwingend persönlich anzunehmendes Einschreiben hier rechtsverbindlich? Und bis wann müsste man dann das Einschreiben abschicken bei einer 3-Monatsfrist zur Kündigung?

Vielen Dank im Voraus.

Mit besten Grüßen

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 24.06.2020 14:28

Hallo M.,

es gelten die üblichen Fristen und Regeln. Für Mieter mit einem unbefristeten Mietvertrag gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Steht im Mietvertrag eine kürzere Kündigungsfrist, kann der Mieter mit dieser Frist kündigen. Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingehen. Die Kündigung muss immer schriftlich erfolgen, das heißt per Mai oder Brief, um auf Nummer sicher zu gehen auch per Einschreiben.

Beste Grüße

immowelt Redaktion


M. am 24.06.2020 15:45

Herzlichen Dank!

Mia- Sophie am 14.06.2020 19:54

Guten Tag!

Anfang April teilte ich meinem Vermieter mit, dass ich auf Grund von "Corona- Kurzarbeit" eventuell meine Miete nicht voll zahlen kann. Er tat verständnisvoll (selber bereits im Home Office), verlangte aber eine Bescheinigung, die ich erbrachte.

Für Monat Mai konnte ich dann tatsächlich nicht die volle Miete aufbringen, zahlte aber einen Grossteil (300€) und blieb 250€ schuldig.

Prompt kam am 29.05.2020 die Kündigung wg. "Eigenbedarf"- sein angeheirateter Sohn (Formulierung falsch- in Kündigung steht "sein Sohn") wäre im August mit seiner Ausbildung fertig und hätte im Ort einen Arbeitsplatz gefunden. Zu erwähnen ist noch, dass ich die Wohnung erst im Mai 2017 bezogen habe- da war das Ausbildungsende abzusehen. Noch dazu, wohnt der VM ebenfalls im Ort.

Auch für Juni konnte ich erneut nicht die volle Miete bezahlen (anteilig bezahlt 400€).

Nun habe ich zum Termin eine neue Wohnung gefunden. Hier muss natürlich eine Kaution hinterlegt werden!

Habe ich trotz der Eigenbedarfs- Kündigung die Möglichkeit, die anteilig nicht gezahlte Miete im von der Bundesregierung vorgegebenen Zeitrahmen nachzuzahlen?

Vielen Dank vorab!

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 19.06.2020 09:00

Hallo Mia-Sophie,

die nicht gezahlte Miete müssen Sie zurückzahlen, ja.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von immowelt


Mia- Sophie am 22.06.2020 21:21

Danke für die Antwort!

Das die restliche Mietzahlung getätigt werden muss ist klar. DIW Frage war ob ich trotz Auszug (Eigenbedarfs- Kündigung) zwei Jahre Zeit dazu habe!?

Danke!

A81 am 05.06.2020 20:32

Guten Abend,

Unser Vermieter hat uns zum 30.9 wegen Eigenbedarf gekündigt, wir sind natürlich auf der Suche nach einem Haus aber auf Grund von der Corona-Krise ist es im Moment schwierig was passendes zu finden. Jetzt bin ich bis mindestens September in Kurzarbeit was alles zusätzlich erschwert.

Wir wissen nicht wie es weitergeht wenn unser Vermieter im September dann Räumungsklage einreicht?

Vielleicht können sie mir etwas dazu sagen.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 08.06.2020 09:17

Hallo A81,

haben Sie schon prüfen lassen, ob die Kündigung überhaupt wirksam ist? Das ist nur dann der Fall, wenn formelle Regeln eingehalten werden und die Kündigung inhaltlich plausibel begründet ist.

Sofern die Eigenbedarfskündigung allerdings wirksam ausgesprochen wurde, gelten während der Corona-Krise die mietrechtlichen Regelungen unverändert weiter. Das heißt, dass der Vermieter, wenn Sie nicht ausziehen, tatsächlich auf Räumung klagen könnte mit dem Risiko, dass Sie, wenn Sie unterliegen, die Kosten targen müssten.

Ob durch Auslegung coronabedingte Härtefälle möglich wären, lässt sich nicht beurteilen, weil die Lage neuartig ist und sich an den Gesetzen nichts geändert hat.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Eisen am 03.06.2020 14:19

Guten Tag,

gibt es zum Thema Corona- Miete für Zweitwohnung - schon etwas neues? Wir sind Mieter einer Zweitwohnung in Ostholstein und durften die Wohnung ja gute 6 Wochen nicht betreten. Wir haben die Miete ganz regulär weiter gezahlt und haben nun das Gespräch mit unserem Vermieter gesucht zwecks Erstattung/ Teilerstattung. Dieser beruft sich auf Höhere Gewalt und macht nichts ohne Gerichtsurteil... Gibt es denn schon ein laufendes Verfahren?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Eisen am 03.06.2020 14:19

Guten Tag,

gibt es zum Thema Corona- Miete für Zweitwohnung - schon etwas neues? Wir sind Mieter einer Zweitwohnung in Ostholstein und durften die Wohnung ja gute 6 Wochen nicht betreten. Wir haben die Miete ganz regulär weiter gezahlt und haben nun das Gespräch mit unserem Vermieter gesucht zwecks Erstattung/ Teilerstattung. Dieser beruft sich auf Höhere Gewalt und macht nichts ohne Gerichtsurteil... Gibt es denn schon ein laufendes Verfahren?

Vielen Dank

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immowelt-Redaktion am 04.06.2020 08:32

Hallo Eisen,

nur dann, wenn der Vermieter es selbst verschuldet, dass sein Mieter seine Wohnung nicht nutzen kann, hat der Mieter Ansprüche. Gesetzlich ist geregelt, dass der Mieter Ansprüche hat, wenn der Vermieter dem Mieter die Mietsache entzieht, was ja hier nicht der Fall ist. Zwar mag die Corona-Krise eine Ausnahmesituation sein, wir erkennen hier allerdings keine gesetzliche Grundlage, die zu einer Mietkürzung berechtigen würde.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Lorena am 02.06.2020 08:36

Hallo,

während der Krise habe ich meine Wohnung gekündigt und vor Ablauf der 3 monatigen Kündigungsfrist schon den neuen Mietvertrag unterschrieben. Nun muss ich doppelt miete Zahlen, obwohl ich meinem Vermieter mehrere Kontaktdaten von Interessenten habe zukommen lassen. Er hält mich hin und meint es gäbe Schwierigkeiten mit der Vermietung.

Ich habe helfen wollen, aber mir sind somit die Hände gebunden. In der Kündigung wurde festgelegt, dass der Vermieter gewillt ist einen neuen Nachmieter vorzeitig zu finden.

Welches Recht habe ich vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen? Gibt es eine Sonderregelung während der Corona Krise?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 03.06.2020 10:04

Hallo Lorena,

Vermieter sind grundsätzlich frei in Ihrer Entscheidung, an wen sie ihre Wohnung vermieten. Ein Mieter kann deshalb auch dann nicht eine vorzeitige Entlassung aus dem Mietverhältnis erwirken, indem er mehrere Nachmieter vorschlägt. Anders sähe das nur dann aus, wenn es konkrete Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien gäbe. So Sie schreiben, dass in der Kündigug festgelegt war, der Vermieter sei gewillt, vorzeitig einen Nachmieter zu finden, können wir das nicht ganz nachvollziehen, da die Kündigung ja von Ihnen ausging. Corona-Sonderregelungen gibt es hier nicht.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Hans10563 am 31.05.2020 12:05

Wir haben Ende Januar vor Gericht mit unserem Vermieter nach einer Eigenbedarfskündigung und Räumungsklage einen Vergleich geschlossen, der vorsieht, dass wir im August aus dem gemieteten Haus ausziehen. Bei mir stand zu dem Zeitpunkt eine Versetzung von Niedersachsen nach Berlin bevor, und wir hatten auch schon mit der Suche begonnen, die sich dann allerdings wegen Corona kompliziert gestaltete. Wir haben trotzdem etwas geeignetes gefunden, können da allerdings (wegen noch abzuschließender Bauarbeiten) erst im Oktober dort einziehen. Gibt es da irgendeine Chance, noch einen Aufschub herauszuschinden? Mit dem Vermieter zu reden hat keinen Sinn, der macht schon seit zwei jahren Streß, um uns rauszuhaben. Vielen Dank

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 03.06.2020 09:59

Hallo Hans,

wenn die Sache schon vor Gericht war un ein Vergleich geschlossen wurde, sehen wir keine rechtliche Grundlage. Möglicherweise sollten Sie versuchen, auf informellem Wege mit Ihrem Vermieter eine Lösung zu suchen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Harald am 27.05.2020 09:55

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe, Sie können mir eine Antwort auf mein Problem geben:

einer meiner Mieter weigert sich, seine Miete (Mieter eines Zimmers in einer Wohngemeinschaft) zu bezahlen, da er momentan in Rumänien feststeckt und deshalb nicht nach Berlin einreisen kann. Sein Hauptwohnsitz ist in Bukarest, arbeitet dort, ist rumänischer Staatsbürger und nutzt normalerweise das angemietete Zimmer meistens am Wochenende bzw. ein paar Tage im Monat. Er begründet sein Vorgehen damit, dass er wegen "höherer Gewalt" (seine gebuchten Flüge wurden gestrichen), nicht einreisen und somit sein Zimmer nicht nutzen kann.

Wegen der Corona-Situation hat der deutsche Gesetztgeber beschlossen, dass dem Mieter bei Mietrückständen nicht gekündigt werden darf und die Mietzahlungen gestundet werden können, sie aber in spätesten 2 Jahren vollständig begleichen muss (z.B. Job verloren, Kurzarbeit, etc..), also auf jeden Fall, dem Vermieter die volle Miete schuldet.

Trifft dies auch in meinem Fall zu? Gibt es eine (Sonder)-Regelung o.ä. zu genau meinem Fall? Hat er nun das Recht, aus o.g. Grund, die Miete wegen "nicht nutzen" nicht zu bezahlen, sondern erst wieder, wenn er nach Deutschland einreisen kann?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen können.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 28.05.2020 08:35

Hallo Harald,

rein rechtlich gesehen muss der Mieter auch dann die Miete zahlen, wenn er die Mietsache aktuell nicht nutzt/nutzen kann, sofern kein Verschulden des Vermieters vorliegt. Corona-Regelungen, die über die temoräre Stundung ohne Gefahr einer Kündigung hinausgehen, gibt es nicht.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Norman67 am 25.05.2020 14:35

Ich und meine Frau würden schon vor Corona wegen Eigenbedarf gekündigt zum 30.09.2020! Wir haben immer die Miete gezahlt mussten viel arbeiten so, das ich wegen den Beschränkungen keine Wohnung Anschauen konnte. Wie sieht das aus mir fehlen jetzt die Monate kann ich da was machen????

Danke schön Norbert, Yessica

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 27.05.2020 09:41

Hallo Norman67,

sofern (und das können wir aus Ihren Angaben nicht beurteilen) die Eigenbedarfskündigung wirksam ausgesprochen wurde, können Sie wenig dagegen tun, außer vielleicht, den Vermieter um Aufschub zu bitten. Würden Sie zum Kündigungstermin einfach nicht ausziehen, würden Sie schlimmstenfalls eine Räumungsklage des Vermieters riskieren.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Alex am 23.05.2020 08:56

Ich und mein Bruder sind Wohnungseigentümer, ich selber wohne dort und wir vermieten zusätzlich 2 Zimmer, jetzt wollten wir eine der WG Mitbewohnerinnen zum 30.11. kündigen und sie sagt sie wird länger bleiben wegen Corona. Darf Sie das? Mir entstehen Finanzielle Schäden durch weiter Führung des Mietvertrages und weiß nichtmehr was ich tun soll

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 26.05.2020 07:56

Hallo Alex,

Eigentümer, die Zimmer in der von ihnen selbst bewohnten Wohnung vermieten, können ohne Angabe von Gründen kündigen, allerdings mit einer um 3 Monate verlängerten Kündigungsfrist. Handelt es sch um möblierte Zimmer, verkürzt sich die Frist auf zwei Wochen. Zieht der Mieter aber einfach trotz wirksamer Kündigung nicht aus, so darf der Vermieter nicht eigenmächtig räumen, sondern muss dan Räumungsklage erheben.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Mary am 21.05.2020 19:16

Unser Mieter feiert Kindergeburtstag mit vielen Leuten und nimmt keine Rücksicht auf uns.Darf er das.Kind 3 bleibt bis nachts auf und lärmt bis q11 Uhr. Bulgarische Frau hält sich an nichts.Kann Ich Zweifamilienhaus kündigen,wohne unten bin Schwerkranke.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 22.05.2020 11:29

Hallo Mary,

bei Kinderlärm sind Gerichte üblicherweise kulanter als bei anderen Lärmquellen, solange sich das noch in einem sozialadäquaten Rahmen hält. Soweit Sie Eigentümerin eines Zweifamilienhauses sind und eine der Wohnungen selbst nutzen und die andere vermieten, gilt allerdings eine erleichterte Kündigungsmöglichkeit. Dann ist es möglich, dem Mieter auch ohne Angaben von Gründen zu kündigen, allerdings mit einer um drei Monate verlängerten Frist (§ 573a BGB).

Mit freundlichen Grüßen

die immowelt-Redaktion

Lika am 20.05.2020 07:38

Mein Vermieter geht nicht auf Übergabetermine ein obwohl meine Wohnung seit dem 01.05.2020 gekündigt ist, die Schlüssel sind auch noch in meinem Besitz. Ich bestehe allerdings auf eine klassische Wohnungsübergabe inklusive Protokoll, trotz Vorschlag des Mindestabstandes und Maskenschutz verweigert er dies, ist das so rechtens und was könnte hier auf mich zukommen, bzw was kann ich tun?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 20.05.2020 11:03

Hallo Lika,

ein Vermieter darf die Wohnungsübergabe nur aus triftigen Gründen verweigern. Verweigert er sie dennoch, so ist das nicht zum Schaden des Mieters. Das AG Waiblingen hat z.B. entschieden (Az.: 13 C 1621/08), dass bei verweigerter Übergabe sämtliche Zweifel in Hinblick auf Verschlechterungen und Beschädigung der Wohnung zu Lasten des Vermieters gehen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Eva Schlegel am 16.05.2020 05:09

Darf ein Amt für Rentengrundsicherung mit Sanktionen drohen,weil innerhalb kürzester Zeit ab März 2020 bis spätestens Juni 2020 eine neue Wohnung angemietet werden soll,die das Amt bei Rentnern nicht übernehmen will ,da die derzeitige 10 qm zu groß und 100€ zu teuer ist?????

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 19.05.2020 07:56

Hallo Eva Schlegel,

wenn die derzeitige Wohnung zu groß und zu teuer ist, verstehen wir nicht, warum das Amt mit Sanktionen droht, wenn der Rentner in eine angemessene Wohnung umziehen will. Oder haben wir Ihre Frage falsch verstanden?

Grundsätzlich gilt, dass dann, wenn ein Rentner eine Rentengrundsicherungszuschuss zur Rente bekommt, die Wohnung angemessen sein muss, wobei allgemein von 50 qm für einen Einpersonenhaushalt, bzw. einer Miethöhe im unteren Drittel des Marktüblichen ausgegangen wird. Ob hier bei geringen Abweichungen Sanktionen zulässig sind, können wir aus der Ferne nicht beuteilen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

PietundLotte am 11.05.2020 15:01

Mein Partner und ich bewohnen eine Mietwohnung in SchleswigHolstein.Unser Vermieter hat uns am 11.Mai 2020 mitgeteilt , dass er die Wohnung verkaufen möchte. Müssen wir gestatten, dass jetzt viele Fremde durch unsere Wohnung laufen ( in Einzelbesichtigungen )? Mein Partner arbeitet in einem sehr sensiblen Bereich mit schwerkranken Kindern.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 12.05.2020 10:28

Hallo PietundLotte,

grundsätzlich sind Besichtigungen möglich. Der Vermieter hat auch ein berehtigtes Interesse daran, so dass sich Besichtigungen wohl nicht grundsätzlich vermeiden lassen. Eventuell besteht ja die Mglichkeit, in Absprache mit dem Vermieter gewisse Maßnahmen zu ergreifen, die die Infektionsgefahr vermidnern, z.B. dass Sie nicht anwesend sind oder FFP3-Masken gestellt bekommen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

wernerg1958 am 11.05.2020 09:45

Ein Mieter zahlt schon Monate keine Miete, er wusste schon beim Einzug, daß er diese Miete nicht zahlen kann ( Insolvenz wurde verheimlicht ). Gegen diesen Mieter liegt schon ein Titel vor Auszug bis Juni. Nun was ist jetzt. Es gibt einen Nachmieter mit diesem ist noch kein Vertrag abgeschlossen. Weil unklar ist wann dieser "Mietpreller" die Wohnung verlassen muß. Wie ist das rechtlich?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 12.05.2020 09:05

Hallo wernerg1958,

wenn bereits ein Räumungstitel vorliegt, müssten Sie eine Gerichtsvollzieher mit der Zwangsräumung beauftragen, sofern er nicht freiwillig auszieht.

Übrigens: Wenn dem Mieter bei Anmietung bereits klar war, dass er die Miete nicht zahlen kann, kann dieser Umstand als Eingehungsbetrug gewertet werden, ist also auch von strafrechtlicher Relevanz.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Startvorteil am 05.05.2020 20:17

Darf ein Mieter mit 4 Personen in einer 90 m2 Wohnung zu Coronazeiten temporär ein Familien Mitglied nebst Kind untervermieten?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 07.05.2020 07:49

Hallo Startvorteil,

hierzu gibt es aus unserer Sicht keine konkreten Regelungen. Vermietungen sind im Allgemeinen weiterhin erlaubt, insofern müsste das auch für Untervermietungen gelten, abschließend vermögen wir das aber nicht zu beurteilen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Steffi am 05.05.2020 18:07

Hallo, meine Vermieter haben mir meine Wohnung ( 2 Familienhaus), in der ich seit 2011 mit meiner 13 jährigen Tochter wohne, zwecks Eigenbedarf gekündigt.

Die Tochter möchte dort einziehen, um die Vermieter, die mit im 0haus wohnen zu pflegen.

Ist diese Kündigung während Ausnahmezustand Pandemie gültig?

Der Wohnung markt in unser Gegend ist aktuell nichts an Mietangeboten. Die Leute haben alle Angst vor Ansteckung en, würden gar keine Besichtigungen wollen. Was mache ich, wenn die Pandemie anhält und keine Wohnung zu finden ist?Ich selbst bin in 100 Prozent Kurzarbeit, habe aber meine Miete bisher normal bezahlt.

Vielen Dank für eine Antwort.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 06.05.2020 10:02

Hallo Steffi,

sofern die EIgenebdarfskündigung formell korrekt ist und inhaltlich nahvollziehbar begründet wurde, dürfte diese wirksam sein. Die Corona-Pandemie hat insofern nicht zu einer gesetzlichen Änderung geführt. Sie könnten aber prüfen lassen, ob der Vermieter formelle oder inhaliche Fehler gemacht hat, die zu einer Unwirksamkeit führen könnten.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Mela am 05.05.2020 12:57

Hallo

Bitte bitte ich hoffe sie können mir weiter helfen ..

Ich habe 2 wichtige Fragen :

1.Es gibt ja eine Regelung der wegen der corona Pandemie ab April die wo nicht mehr arbeiten oder weniger verdienen bis Ende Juni nicht gekündigt werden dürfen von der Vermieter ? und was ist mit den Leuten die vor April gekündigt wurden und wegen der corona jetzt schlimmer geworden ist Arbeit zu finden sind die auch vor der Kündigung Geschützt ? Gibt es da eine Zeitfenster z.vor die 1-2 Monaten vor der corona pandemie gekündigt wurden und innerhalb 2 Monaten nichts finden konnten und jetzt garnicht mehr finden können wegen der pandemie sind die auch geschützt ? als zweites währe meine Frage ich sitze gerade im Ausland fest und kann nicht zurück fliegen bin ich da auch geschützt vor der Kündigung bis Ende Juni ? Oder bis ich wieder zurück fliegen kann weil ich kann von hier aus nichts machen und habe für mich nichts mehr und kann die Miete nicht zahlen bis jetzt wurde sie immer bezahlt nur für Mai habe ich Probleme ?

Vielen Dank erstmal

Bleiben Sie gesund

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 06.05.2020 09:44

Hallo Mela,

die Regelung bezieht sich leider nur auf Mietrückstände zwischen April und Juni 2020 und nicht auf Rückstände die zuvor angefallen sind. Auch gibt es keine Sonderregelungen, wenn man im Ausland festsitzt. Wir raten Ihnen zu versuchen, den vermieter telefonsich zu kontaktieren, um mit diesem eine Lösung auszuhandeln.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Sandra am 04.05.2020 12:44

Hallo, trotz Corona hat meine Mieterin täglich Besuche auch mehrere. Mit 5 Personen aus verschiedenen Haushalten wurde ne Grillparty auf dem Balkon gefeiert. Inzwischen habe ich ihr auch schriftlich mitgeteilt, sie sollte solche Dinge unterlassen.

Nützt leider nix. Kann ich sie deshalb kündigen. Bin selbst chronisch Herz, Lungen- und Nierenkrank.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 05.05.2020 11:48

Hallo Sandra,

das verhalten Ihrer Mieterin stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, für deren ahndung der Staat zuständig ist. EIne Kündigung wegen einer schwerwiegenden Pflichtverletzung käme unserer Ansicht nach nur in Betracht, wenn durch das Verhalten der Mieterin andere Mieter oder Sie gefährdet wrden wären.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

saman am 03.05.2020 17:44

Hallo ,

Ich wurde leider Ende Januar gekündigt und konnte bis März auch nichts Neues finden jetzt im März wegen der corona ist es schlimmer geworden und finde überhaupt nichts und kann meine Miete nicht mehr zahlen bis jetzt wurde die Miete immer bezahlt doch im Mai habe ich Schwierigkeiten habe ich auch Kündigungsschutz bis Ende Juni ? Meine Vermieter drohte mir heute mit fristlosem Kündigung schon mit einer Abmahnung schon wann darf sie das ?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 05.05.2020 11:11

Hallo saman,

aktuell gilt die Sonderregelung, dass Mietern wegen Mietrückständen zwishen April und Juni, die coronabedingt sind, nicht gekündigt werden darf. Die rückständige Miete muss allerdings später nachgezahlt werden. Sie müssten dem Vermieter auch mitteilen, dass Sie wegen Arbeitslosigkeit derzeit nicht die Mittel haben, die Miete zu zahlen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

H.Lehmann am 02.05.2020 22:02

Guten Tag,

Kann ich meinen Untermieter außerordentlich Kündigen wenn dieser eine Party während der Coronazeit mit mehreren Leuten (die nicht im selben haushalt wohnen) veranstaltet hat ? Die Nachbarn waren Zeugen.

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 05.05.2020 10:54

Hallo H.Lehmann,

eine Kündigung ist nur bei schwerwiegenden mietrechtlichen Pflichtverletzungen zulässig. Ob das hier so ist, dürfte davon abhängen, ob konkret eine Gefährdung von nicht beteiligten Personen vorliegt. Wenn dem nicht so ist, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, für dessen ahndung der Staat zuständig wäre.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

tamara.u am 02.05.2020 20:17

Hallo,

ich hätte da auch mal eine Frage...

Da ich betriebsbedingt gekündigt worden bin (in einer fremden Stadt) und somit nicht weiß wie es für mich weitergeht habe ich das meinem Vermieter mitgeteilt und ihm gesagt dass ich die Wohnung kündigen möchte und ob er ein wenig auf mich zukommen kann was die Miete betrifft, die noch anfällig sind. Also ich würde zurück zu meinen Eltern bis ich wieder einen Job habe. Habe ihm auch angeboten das schriftlich zu vereinbaren, dass ich das Geld ende des Jahres oder sobald ich einen Job habe zahlen werde. Nun meint er, er behält einfach die Kaution, die diese 3 Monatsmieten decken würden. Kann er das tatsächlich machen, da es hier um eine höhere Summe handelt? Diese könnte ich anderweitig gebrauchen bis ich tatsächlich wieder einen Job habe oder genug Geld auf Seite habe.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 05.05.2020 10:39

Hallo tamara.u,

wegen der Corona-Krise gilt derzeit die Sonderregelung, dass Mieter in den Monaten April bis Juni nicht gekündigt werden kann, wenn Sie die Miete nicht zahlen können; diese muss dann allerdings später nachgezahlt werden. Leider gibt es keine Regelung, ob und wie der Vermieter Mietrükstände anders als in Normalzeiten mit der Kaution verrechnen darf. Grundsätzlich kann ein Vermieter nämlich die Kaution nutzen, um Ansprüche gegen Mieter geltend zu machen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Bettinadiego am 02.05.2020 06:41

Mein Sohn bekommt kein Geld vom Staat. Der Vermieter hat ihn gekündigt. Was kann er machen

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 05.05.2020 10:05

Hallo Bettinadiego,

könnten Sie Ihre Frage bitte etwas konkretisieren, damit wir Ihnen eine qualifizierte Antwort geben können?

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Michelle am 29.04.2020 14:54

Ich hätte auch eine Frage die noch nicht so gestellt wurde.

Ich habe mich von meinen Freund getrennt und auf seine Anweisung ich solle bis Ende April ausziehen dies getan. Er lebt weiter hin in der gemeinsamen Wohnung und hätte diese auch bezahlt.

Der Vermieter verlangt allerdings jetzt von mir das ich die nächsten 3Monate weiter die Hälfte der gesamt miete bezahlen solle denn die würden dafür nichts können.

Ich bin von der Corona-Krise betroffen und würde gerne fristlos aus diesem Vertrag raus gehen da ich es nicht weiter bezahlen könnte.

Was kann ich tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.04.2020 10:20

Hallo Michelle,

hier kommt es darauf an, ob Sie mit im Mietvertrag stehen. Sollten Sie und Ihr Ex-Freund beide den Mietvertrag unterschrieben haben, so giubt es eine gesamtschuldnerische Haftung. Der Vermieter ist auch nicht verpflichtet, einen Vertragspartner aus dem Vertrag zu entlassen und nur mit dem anderen den Vertrag weiterzuführen. Es gilt dann weiter die gesamtschuldnerische Haftung.

Anders sähe es aus, wenn nur der Ex-Freund den Vertrag unterschrieben hat. Dann hat der Vermieter gegen Sie keinerlei Ansprüche, weil dann nur der Ex-Freund Vertragspartner ist.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

bernd dettmann am 29.04.2020 12:40

Bernd 29.04.2020

dürfen Mieter im moment gäste zwecks feier empfangen????

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.04.2020 09:22

Hallo Bernd,

die Regelungen unterscheiden sich in den Bundesländern zwar im Detail. Feiern mehrerer Personen in geschlossenen Räumlichkeiten sind aktuell aber nicht zulässig.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Zwilling46 am 28.04.2020 14:03

Wie ist ein Vermieter geschützt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.04.2020 11:12

Hallo Zwilling46,

soweit Ihre knappe Frage darauf abzielt, ob es während der Corona-Krise Sonderregelungen für Vermieter gäbe, wäre dies mit Nein zu beantworten. Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen des BGB fort.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Claudia am 27.04.2020 22:04

Ich habe auch eine Frage. Mein Sohn hat bis Oktober diesen Jahres noch eine Studentenwohnung in Ingolstadt angemietet. Auf Grund von Corona wohnt er aber seit Beginn der letzten Semesterferien (Anfang Februar) wieder bei mir, seiner Mutter zuhause, da die Universität genau da geschlossenen wurde, als das Semester wieder begonnen hätte. Seither zahlen wir für diese leerstehende Wohnung Miete. Die Wohnung darf nur an Studenten vermietet werden laut Vermieter, so dass wir jetzt während dem Semester keine Chance haben, einen Nachmieter zu finden.

Ich selbst bin seit diesem Monat in Kurzarbeit und somit haben wir Schwierigkeiten das Geld für diese Wohnung weiterhin aufzubringen, da auch mein zweiter Sohn in selber Situation steckt. Er war zum Auslandssemester in Spanien und reiste auch Anfang April zurück zu mir, wobei auch er noch bis Juli eine Wohnung dort zu zahlen hat. Beide haben aktuell keinen Studentenjob.

Habe wir irgend eine Chance, diese finanziellen Verpflichtungen vorzeitig beenden zu können?

Liebe Grüße

Claudia

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.04.2020 10:00

Hallo Claudia,

gemäß der trotz Corona-Krise weiterhin geltenden Regelungen des BGB sehen wir keine Möglichkeit, dieser Verpflichtung zu entgehen. Ob der Gesetzgeber hier für solche Fälle in Zukunft Sonderregelungen etwabliert, vermögen wir nicht zu beurteilen.

Eine Sonderregelung existiert aber bereits: Mietern, die in den Monaten April bis Juni 2020 nicht in der Lage sind, die Miete zu entrichten, darf nicht gekündigt werden. Di Miete muss dann allerdings später nachgezahlt werden.

Ansonsten können Sie die Wohnung fristgerecht kündigen, um aus der Verpflichtung rauszukommen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Bas.B am 27.04.2020 19:58

Hallo jetzt habe ich auch mal eine Frage :)

Unzwar wurde meine Mutter (vor Corona in Deutschland) im Februar wegen Eingenbedarf zum November gekündigt.

Jetzt haben wir das Problem, das wir weder Besichtigungstermine bekomme oder sonst irgendetwas

Ständig heisst es wegen Covid19 müssen Sie beachten, das alles länger dauern kann.

Also die Rückmeldung bzw Besichtigungstermine.

Jetzt ist meine Frage

Was ist wenn wir bis November keine Wohnung finden? Wir suchen natürlich immer und immer wieder weiter, aber haben angst das wir dann im November da stehen ohne Wohnung und wütende Mieter.

Würde mich über Ihre Nachricht freuen.

Mit freundlichen Grüßen Bas

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.04.2020 08:54

Hallo Bas.B,

wir alle hoffen, dass bis dahin Besichtigungen wieder möglich sind und wieder etwas Normalität einkehrt. Sofern Ihre Mutter bis November keine neue Wohnung gefunden hat und weiter in der Wohnung lebt, wäre die Folge, dass der Vermieter auf Räumung klagen könnte, eigenhändig Räumen ohne Räumungstitel darf er nicht. Es kommt auch darauf an, ob die EIgenbedarfskündigung wirksam ist. Eine solche muss formell korrekt sein und auch inhaltlich so nachvollziehbar begründet, dass der Mieter erkennen kann, dass Eigenbedarf besteht. Sie schreiben, dass Sie befürchten, es gäbe im November wütende Mieter, wenn die Mutter nicht auszieht. Sollte es im November wütende Nachmieter geben, so spräche dies dafür, dass kein Eigenbedarf bestand und die Kündigung deshalb sowieso hinfällig wäre. Denn Vermieter können nur für sich selbst, nahe Verwandte oder zum Dienst verpflichtete wegen EIgenbedarfs kündigen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Boehm am 25.04.2020 08:53

Muß ich als Vermieter im Aushang auf die aktuelle Corona-Kriese und den allgemienen Umgang in Haus und Hof hinweiesen. besonders auf die Eigenveranwortlichkeit der einzelnen Mietern.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.04.2020 08:34

Hallo Boehm,

diesbezüglich gibt es keinerlei rechtliche Verpflichtung für Vermieter.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Frankfurt Oder am 24.04.2020 15:35

Hallo liebes Team,

bei mir geht es um das Thema Handwerker:

Bei mir wurde eine nicht notwendige Handwerkerarbeit (Austausch funktionierender Gegensprechanalage) in der Wohnung kurzfristig (3 Wochen Vorlauf) angekündigt. Es ist Anwesenheit für 8 Stunden erforderlich und es werden sämtliche Wohnungen betreten. Man verweist darauf, den Schlüssel auch abgeben zu können ("Kandidaten" sind allesamt Risikogruppe). Ich selbst arbeite im Gesundheitswesen und möchte Infektionsketten an mich selbst oder auch andere verhindern. Welche (rechtlichen) Möglichkeiten habe ich, den Vermieter zeitnah zur Einhaltung der Pflichten (Schutzmaßnahmen, Desinfektion etc.) zu drängen oder die Arbeiten bestenfalls ganz verschieben zu lassen? Die Möglichkeiten einer einvernehmlichen Lösung sind bereits ausgeschöpft.

Besten Dank für Eure tolle Beratung und MfG

Der Frankfurter

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.04.2020 08:25

Hallo Frankfurt Oder,

Handwerker dürfen auch während der Corona-Krise weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen, insofern dürfte sich das nicht verhindern lassen. Allerdings müssen die Handwerker die Hygiene- und Schutztmaßnahmen peinlich genau einhalten. Darauf sollten Sie den Vermieter hinweisen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Holger Krasselt am 24.04.2020 12:35

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich selbst veranlasster Kündigung eines Mietverhältnisses aufgrund Ableben des Mieters.

Darf ein Vermieter verlangen, dass seitens der Erben bzw. zur Kündigung bevollmächtigten Personen ein "Nachweis" erbracht werden muss, aus dem hervorgeht, dass die verstorbene Person Corona-frei die Wohnung "verlassen" hat? Stehen dem nicht doch ausdrücklich datenschutzrechliche und persönlichkeitsrechtliche Belange entgegen? Meiner Ansicht nach besteht keine gesetzliche Grundlage für einen solchen "Persilschein".

Können Sie mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.04.2020 07:58

Hallo Holger Krasselt,

dafür dass ein Vermieter in solchen Fällen einen Nachweis der Coronafreiheit des verstorbenen Mieters verlangen dürfte, fehlt es aus unserer Sicht an jeglicher gesetzlichen Grundlage. Sofern ein Verdacht besteht, wäre es Sache des Gesundheitsamtes, sich darum zu kümmern.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Peter Heyse am 24.04.2020 07:18

Hallo, wir haben auch die eine oder andere Frage, die für uns momentan sehr wichtig erscheinen:

Wir haben unsere Wohnung zum 30.04.2020 gekündigt. Nachdem wir bereits im März ausgezogen sind, wurde Anfang April gemeinsam mit dem Wohnungsverwalter ein sehr ausführliches Vorabübernahmeprotokoll erstellt. In diesem wurde alles - unter anderem auch die Geräte und Schränke der Einbauküche - von der Vertreterin der Gesellschaft mit ok markiert. Einzigst wurde darauf aufmerksam gemacht, dass nur noch Dübellöcher von uns zu verschließen wären.

Wir haben die Dübellöcher durch eine Fachfirma verschließen lassen, die dann auch noch durch eine extra Farbmischung diese Stellen als nicht mehr erkennbar für den Betrachter anpasste.

Vor zwei Tagen erheilten wir ein endgültiges Übergabeprotokoll, bei dessen Erstellung wir aufgrund Corona/(Abstandswahrung etc. (91 qm Wohnung) laut Gesellschaft nicht dabei sein durften .

Aus dem Protokoll gehen 3 Moniten hervor.

1. Verschmutzung der Badewanne , 2. kleine, kaum erkennbare Kerbe hinter der Tür, welche durch auftreffen der Türklinke an der Wand entstanden sein soll und letztendlich 3. das Cerankochfeld soll nach 3 Jahren Nutzung Gebrauchsspuren aufweisen, welche laut Protokoll als Beschädigung gewertet werden.

Wir forderten die Schlüssel zurück um die Moniten zu bereinigen, da wir ja noch Mieter sind.

Erst nach Rücksprache der Verwaltung mit dem Eigentümer war dies dann möglich.

Wir haben dann die Wanne nochmals gereinigt, die kleine Kerbe nach langer Suche entfernen lassen und das Cerankochfeld mit spezieller Politur nochmals gereinigt.

Am Cerankochfeld sind keinerlei Beschädigungen erkennbar, keine Kratzer, nichts abgesplittert, keine Sprünge. Lediglich an einer Kochstelle sind nicht entfernbare, nicht erfühlbare und auch nur aus einer bestimmten Perspektive ersichtliche , wie kleine Wassertröpfchen aussehende Punkte erkennbar. (Wi dachten erst es wäre unter dem Ceranfeld ?)

Nun zu unseren Fragen:

- Müssen wir eigentlich ein Übergabeprotokoll unterschreiben?

-Dürfen wir einen handschriftlichen Vermerk oder Streichung auf dem Protokoll vornehmen?

-Sind nach 3 Jahren Nutzung kaum ersichtliche Gebrauchsspuren (nicht Beschädigungen) am Cerankochfeld nicht durch die Miete mit abgegolten?

- Was dürfte uns im ungünstigsten Fall (trotz voll funktionsfähigem Cerankochfeld) die Verwaltung von der Kaution , wenn überhaupt einbehalten?

Käme da unter Umständen die Haftpflicht Versicherung in Betracht?

Vielen Dank für Ihre Antworten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.04.2020 10:02

Hallo Peter Heyse,

wir können zwar nicht alle Fragen aus der Ferne abschließend beurteilen, in der Gesamtschau kommt es uns allerdings so vor, dass der Vermieter/Verwalter wesentlich mehr von Ihnen verlangt, als es zulässig wäre.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Pflicht, Schönheitsreparaturen durchzuführen, nur dann besteht, wenn es eine wirksame Renovierungsklausel im Mietvertrag gibt. Viele solcher Klauseln vor allem in älteren Mietverträgen sind unwirksam, wie aus einer Vielzahl von BGH-Urteilen hervorgeht. Ist eine solche Klausel unwirksam, so muss der Mieter gar nichts machen, außer die Wohnung besenrein zu übergeben. Besenrein bedeutet, dass grob mit dem Besen gereinigt werden muss, nicht mehr.

Sollte die Renovierungsklausel wirksam sein, so muss der Mieter nur dann Schönheitsreparaturen durchführen, wenn diese erforderlich sind. Die Erforderlichkeit ist gleichsam Grundvoraussetzung dafür, dass eine Renovierungsklausel wirksam ist, denn Klauseln, die unabhängig vom tatsächlichen Zustand der Wohnung eine Renovierung durch den Mieter zu einem fixen Zeitpunkt verlangen, sind grundsätzlich unwirksam. Ist der Zustand einer Wohnung dergestalt, dass diese quasi auf "halber Strecke" zum nächsten Renovierungsintervall ist, so muss der Mieter gar nichts machen. Denn auch hier gilt: Nur solche Renovierungsklauseln sind wirksam, die eine Renovierung verlangen, die erforderlich ist, nicht aber solche, die bereits eine Renovierung verlangen, die noch nicht erforderlich ist.

Grundsätzlich gilt auch, dass mitvermietete Dinge wie Cerankochfelder einem gewissen alterungsbedingten Verschleiß unterliegen, der, sofern dem Mieter nicht angelastet werden kann, er hätte diese beschädigt, alleine in den Verantwortungsbereich des Vermieters fallen. Eine Hertdplatte muss demnach nach Jahren der Nutzung nicht wie neu sein; es ist völlig in Ordnung, wenn der Zustand dergestalt ist, den man nach ein paar Jahren Nutzung üblicherweise erwarten darf.

Der Vermieter hat kein Anrecht darauf, dass der Mieter das Übergabeprotokoll unterschreibt. Die Unterschrift ist eine Willenserklärung, und wenn Sie unwillig sind, dann sind Sie halt unwillig. Das gilt im Besonderen, wenn Sie bei der Anfertigung des Protokolls nicht anwesend sein durften.

Soweit (das können wir aber aus der Ferne im konkreten Fall aber nicht wirklich beurteilen) Sie genötigt wurden, Arbeiten durchzuführen, zu denen Sie nicht verpflichtet waren, könnte es sogar sein, dass Ihnen ein Ersatz Ihrer Aufwednungen zusteht. Dies müssten Sie aber vor Ort mit einem Mietrechtsanwalt oder Mietrerverein besprechen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

André Iadeikis am 22.04.2020 11:17

Wir sind eine kleine Familie. Mietvertrag zu 30.04.2020 gekündigt wegen Umzug ins Ausland (Tschechien). Wir hatten heute ein Telefonat mit Tschechischem Innenministerium in Prag und haben darauf eine klare Ansage bekommen dass ich sogar als Ehemann mit deutschen Pass (Frau Tschechin), darf nicht zusammen mit meiner Familie nach Tschechien einreisen, da Deutschland zu Risiko Länder gehört und in Tschechien ist ein langfristiger Ausnahmezustand mit geschlossenen Grenzen voraussichtlich bis zum 30.04.2020 (könnte auch verlängert werden!!!)

Daher sehen wir es als unmöglich die Wohnung zum 30.04 zu verlassen. Würden es sofort machen wenn die Grenzen wieder frei sind. Der Vermieter fördert uns aber zur fristgerechten Räumung bis zum 30.04.2020.

Wo wir den Mietvertrag gekündigt haben war es noch alles in Ordnung, es liegt nicht an uns und es ist momentan nicht in unserer Macht etwas zu ändern. Hat der Vermieter das Recht uns mit einem Säugling auf die Straße rausschmeissen in der Zeit der Weltweiten Pandemie?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.04.2020 11:25

Hallo André Iadeikis,

da die mietrechtlichen Regelungen diesbezüglich auch in der Corona-Krise weiter gelten, ist Ihre Kündigung leider wirksam. Allerdings darf der Vermieter Sie nicht eigenmächtig auf die Straße setzen; dies setzt einen gerichtlichen Räumungstitel voraus, das heißt, dass der Vermieter erst einmal au Räumung klagen müsste. Ob und wie ein Gericht den Sachverhalt wegen Corona anders als üblich beurteilen könnte, können wir ledier nicht beurteilen, da die aktuelle Situation für uns alle Neuland ist. Sofern er Vermieter allerdings Recht bekäme, kämen vermutlich Kosten auf Sie zu frü Anwälte, Gerichtskosten und ggf. auch Schadnesersatzansprüche des Vermieters etwa für den Fall, dass die Wohnung zum 1.5. schon neu vermietet war und der neue Mieter seinerseits Ansprüche gegen den Vermieter geltend macht.

In Hinblick darauf könnte es sich anbieten, die Angelegenheit mit einem Fachanwalt für Mietrecht vo Ort zu besprechen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Susan am 21.04.2020 15:21

Mein Freund wohnt in einer WG und ist Haupmieter. 2 andere WGler wohnen darin ebenfalls. Wovon einer keine Miete Zahlt. Die 1. Miete fehlte im November 2019. Die 2. Miete Anfang April 2020. Mein Freund hat auf Grund der 2. Nicht Zahlung erst jetzt mitbekommen das die 1. Mietzahlung fehlte. Da mein Freund die fehlenden Monate nun 2. Monate lang mit bezahlte ohne es zu merken. Schrieb er den Untermieter darauf hin an, dieser sagte ihm erst jetzt, dass er auf Grund von Corona und Kurzarbeit nicht zahlen könne. Und zudem sagte er auch das mein Freund ja das nötige Geld hätte seine Miete mit zu bezahlen. Und auch nicht gewollt ist Mai/Juni und Juli zu zahlen.

Mein Freund ist nebenbei auch Student und hat auch noch andere Ausgaben. Nun möchte der Untermieter gekündigt werden, damit er die nächsten 3 Monate auch nicht bezahlen muss. Da aber ein gültiger Mietvertrag besteht. Gibt es ja die sogenannte Kündigungsfrist oder fällt diese dann weg? Der Untermieter wohnt momentan bei seiner Freundin in Mecklenburg-Vorpommern, hat aber bei meinen Freund ein WG Zimmer. Dieses WG Zimmer wurde aber nicht angemeldet, so wie uns jetzt gesagt wurde. Ist eine Kündigung von seinem Untermieter wirksam und hat er wirklich das Recht nicht zu zahlen obwohl die Zahlung der 1. Miete letztes Jahr schon fällig war?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.04.2020 09:22

Hallo Susan,

wenn Ihr Freund als Hauptmieter WG-Zimmer untervermietet, so hat er rechtlich gesehen den Status eines Vermieters. Dies bedeutet, dass eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses gemäß § 543 und § 569 BGB dann möglich ist, wenn der Mieter für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete oder eines nicht unerheblichen Teils der Miete (mehr als eine Monatsmiete) in Verzug ist oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung der Miete in Höhe eines Betrages in Verzug ist, der die Miete für zwei Monate erreicht.

Hinsichtlich des November-Rückstands gelten diesbezüglich die Corona-Sonderregelungen noch nicht, wonach die Mietrückstände zwischen April und Juni 2020 keine fristlose Kündigung auslösen können.

Der Mieter ist demnach buchstäblich einen Cent unterhalb des Betrags, der aktuell eine fristlose Kündigung rechtfertigen könnte.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Unter am 20.04.2020 15:38

ICH Lebe in Deutschland würde zum 1.5.2020 nach Niederösterreich ziehen zu meinem Lebenspartner.Mein Mietvertrag greift zum 1.5.Welche Rechte habe ich jetzt in der Coronazeit und wie muss ich mich verhalten.Liebe Grüße.Bardenhagen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.04.2020 11:36

Hallo Unter,

Österreich hat aktuiell Einreisebeschränkungen. Einreisen sind nur aus triftigem Reisegrund sind derzeit nicht gestattet. Genaue Infos finden Sie auf der Wegseite des Auwärtigen Amtes: auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/oesterreich-node/oesterreichsicherheit/210962

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

kps am 19.04.2020 00:38

Kurze Frage; habe zum 31.3.20 gekündigt und hätten am 1.4 die neue Wohnung beziehen sollen und konnten es allerdings auf Grund Corona nicht rechtzeitig machen und saßen in der alten Wohnung bis zum 15.4. jetzt fest. Der alte Vermieter möchte allerdings die halbe Miete und der neue Vermieter die ganze. Wer hat denn wirklich Anspruch & wieso soll ich für die alte Wohnung noch Mietkosten bezahlen, denn ich konnte schließlich auf Grund höherer Gewalt nicht fristgerecht ausziehen! Bitte um Hilfe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.04.2020 10:41

Hallo kps,

im Zivilrecht kommt es nicht unbedingt aufs Verschulden an. In § 546a BGB heißt es: "Gibt der Mieter die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses nicht zurück, so kann der Vermieter für die Dauer der Vorenthaltung als Entschädigung die vereinbarte Miete oder die Miete verlangen, die für vergleichbare Sachen ortsüblich ist. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen."

Insofern dürften beide Vermieter Ansprüche haben.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

frankfurt1221 am 18.04.2020 14:42

Guten Tag,

ich würde gerne meine aktuelle Situation schildern.

Anfang des Jahres wurde festgelegt, dass ich im Juni auswandern werde. Daher habe ich Mitte März meine Mietwohnung fristgerecht zum 30.06.2020 gekündigt. Zwei Tage später wurde vom Zielland ein Einreisestop verhängt, zusätzlich wird nun ab 01.04.2020 in 100% Kurzarbeit gearbeitet. Daher kann ich mir die Miete für die Monate April, Mai, Juni derzeit nicht leisten.

Mein Vermieter hat a) meine Anfrage, die Kündigung zurück zu nehmen verweigert, zweitens erkennt er die Neuregelung zur Coronakrise nicht an und besteht auf 100% Mietzahlung. Ich habe eine Bescheinigung des Arbeitgebers über den Tatbestand 100% Kurzarbeit nachgewiesen. Nun behauptet der Anwalt des Vermieters, die Corona Regelung gelte nicht, weil der Vermieter eine Privatperson und kein Gewerbe / Unternehmen ist.

Stimmt das so?

Zweite Frage: Habe ich trotz (zwangsläufigem) Auszug bis zum 30.06.2020 das Recht, die Miete innerhalb der nächsten zwei Jahre zurückzuzahlen oder muss dies bis Ende Juni diesen Jahres erfolgen?

Danke für Ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.04.2020 09:55

Hallo frankfurt1221,

ein Vermieter ist loeider nicht verpflichtet, eine vom Mieter ausgesprochene Kündigung zurückzunehmen.

Die mietrechtlichen Corona-Regelungen gelten sowohl für gewerbliche als auch private Vermieter. Unabhängig von der Kündigung ist es laut Sonderregelung zulässig, die Mieten bis Juni zurückzubehalten und erst in zwei Jahren zu zahlen, sofern der wirtschaftliche Notstand nachgewiesen wird.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion


frankfurt1221 am 20.04.2020 12:02

Vielen Danke für die schnelle Antwort!

Letzte Frage: Muss der Vermieter mir denn die Kaution nach Auszug zurückzahlen, auch wenn noch Miete geschuldet wird? Oder wird die Kaution einbehalten, bis die Miete vollständig gezahlt ist?


Immowelt-Redaktion am 20.04.2020 12:19

Hallo frankfurt1221,

ihre letzte Frage ist insofern interessant, als dass die Corona-Regelung nichts zu diesem Sonderfall sagt. Einerseits darf ein Vermieter nach dem Auszug Ansprüche mit der Kaution verrechnen. Andererseits würde dies in Fällen wie Ihrem ja den Sinn der Sonderregelung unterlaufen. Wir befürchten, dass letztlich Gerichte entscheiden müssen, was in solchen Fällen zulässig ist.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

MaryU am 18.04.2020 13:18

Meine Tochter hat seit 01.03.2020 ein WG Zimmer in NRW. Sie wollte eigentlich am 14.03 der Schlüssel holen und einziehen. Aber dann kam der Lockdown. Der Vertrag haben wir per Email abgeschlossen. Wir zahlen “warm” Miete jeden Monat. Gelten trotzdem die 3 Monaten Kündigungsfrist?? Oder können wir irgendwie die oben genannte 14 Tage Widerrufsrecht benutzen? Wie finde ich raus, ob der Vermieter mehrere Wohnungen vermietet? Und wenn wir trotzdem die 3 Monaten Kündigungsfrist einhalten müssen, sind wir trotzdem verpflichtet die Nebenkosten zu zahlen? Ohne Schlüssel kann sie nicht mal die Wohnung betreten. Vielen Danke !

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.04.2020 09:51

Hallo MaryU,

in normalen Zeiten gölten die Regelungen des § 543 BGB (2) Satz 1: Demnach läge ein Grund für eine fristlose Kündigung vor, wenn dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache ganz oder zum Teil nicht rechtzeitig gewährt oder wieder entzogen wird. Allerdings war der Grund für die Nichtübergabe hier aber höhere Gewalt únd nicht das Verschulden des Vermieters, weshalb die Regelung vermutlich eher nicht in betracht kommen könnte.

Theoretisch könnte ein Widerrufsrecht bestehen, sofern der Mietvertrag im Fernabsatz abgewickelt wurde. Eigene offiziele Möglichkeiten herauszufinden, ob der Vermieter mehrere Wohnungen besitzt und deshalb wie ein Unternehmer behandelt werden könnte, sehen wir allerdings nicht. Sollten Sie herausfinden, dass er als Unternehmer gilt, so sei darauf hingewiesen, dass dann, wenn dem Mietvertrag keine Widerrufsbelehrung beigefügt war, sich die Widerrufsfrist um ein jahr verlängern könnte.

Eventuell hilft aber auch ein Gespräch mit dem Vermieter, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion


MaryU am 20.04.2020 10:32

Vielen Dank für die sehr schnelle Antwort!


MaryU am 20.04.2020 10:32

Vielen Dank für die sehr schnelle Antwort!

Hermann am 17.04.2020 23:02

Mein Vermieter möchte mir die Wohnung kündigen, er will die Wohnung renovieren,und hat gemeint ich soll so schnell wie möglich ausziehen, ich wohne aber schon 14 Jahre in der Wohnung, da habe ich doch 9 Monate Kündigungsfrist und während der Corona Pandemie ist eine Besichtigung zur Zeit sowieso nicht machbar, wenn dan brauche ich eine Wohnung wo auch Haustiere erlaubt sind ,das ist schon schwierig genug ich habe 2 Katzen

auf Kommentar antworten

Hermann am 17.04.2020 23:02

Mein Vermieter möchte mir die Wohnung kündigen, er will die Wohnung renovieren,und hat gemeint ich soll so schnell wie möglich ausziehen, ich wohne aber schon 14 Jahre in der Wohnung, da habe ich doch 9 Monate Kündigungsfrist und während der Corona Pandemie ist eine Besichtigung zur Zeit sowieso nicht machbar, wenn dan brauche ich eine Wohnung wo auch Haustiere erlaubt sind ,das ist schon schwierig genug ich habe 2 Katzen

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Immowelt-Redaktion am 20.04.2020 09:18

Hallo Hermann,

wenn Ihr Vermieter Ihnen kündigen will, so braucht er einen Kündigungsgrund wie z.B. Eigenbedarf. Eine einfache Renovierung ist kein solcher Kündigungsgrund. Theoretisch denkbar wäre allenfalls eine Kündigung nach § 573 BGB (3). Ein berechtigtes Interesse des Vermieters an einer Kündigung läge dann vor, wenn "...der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde; die Möglichkeit, durch eine anderweitige Vermietung als Wohnraum eine höhere Miete zu erzielen, bleibt außer Betracht..."

Konkret bedeutet das, dass der Mieter nachweisen müsste, dass er erhebliche wirtschaftliche Nachteile hätte, wenn er die Immobilie nicht abreißt und neu baut oder die Immobilie komplett saniert. Die Hürden einer solchen Begründung sind demnach sehr hoch. Die lapidare Begründung, er mochte renovieren, reicht hier nicht aus. Solange SIe Ihre Miete pünktlich zahlen und sich auch sonst nichts zuschulden kommen lassen, kann der Vermieter eigentlich nur wegen Eigenbedarfs kündigen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

altea am 17.04.2020 08:01

Ich bin am 8.März von Sachsen nach Rheinland Pfalz gezogen und habe bis April Miete in meiner alten Wohnung bezahlt.Jetzt ist Ende April Schlüssel und Wohnungsübergabe ,darf ich oder mein Sohn dann nach Sachsen reisen? Danke !

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.04.2020 09:59

Hallo altea,

nach den jeweiligen Regelungen der Bundesländern sind Bewegungen und Begegnungen, die vermeidbar sind, i.d.R. zu unterlassen. Jetzt kann man sich freilich darüber streiten, ob eine Schlüsselübergabe vor Ort vermeidbar ist oder nicht. Vieleicht lässt sich ja eine andere Lösung finden, etwa der Versand der Schlüssel und eine Übergabe per Videoschalte? Ob so etwas hilfreich sein kann, hängt freilich auch davon ab, wie Ihr Verhältnis zum Vermieter ist.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion


Altea am 17.04.2020 10:03

Danke für die schnelle Antwort

Beate am 16.04.2020 19:15

Der Sohn meines LG hat in einem EFH ein unmöbliertes Zimmer gemietet.Die Vermieter leben normalerweise im Ausland,sind aber zur Zeit hier.Sie haben insgesamt 3 Zimmer vermietet,damit das Haus in ihrer Abwesenheit nicht leer steht.Das Ganze läuft als WG.Heute sagte ihm die Vermieterin,er solle einen Coronatest machen,weil er gehustet hat,ansonsten dürfe er sein Zimmer nicht mehr verlassen.Küchen-und Badbenutzung gehört zur Miete.Da er im Moment im Home-Office ist,ist er den ganzen Tag zu Hause.Darf sie das?Und auf welcher Grundlage?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.04.2020 09:14

Hallo Beate,

eine wirkliche Rechstgrundlage für das Verlangen des Vermieters sehen wir hier nicht. Häusliche Quarantänemaßnahmen kann das Gesundheitsamt anordnen, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen. Nichtsdestotzotz kann man die Angst des Vermieters, sich mit Sars-CoV 19 zu infizieren, natürlich verstehen. Gegenseitige Rücksichtnahme und ein strenges Beachten der Regelungen bezüglich physischer Distanz sollten deshalb oberstes Gebot sein.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Vermieter am 15.04.2020 22:58

Kann ich einen Mietvertrag kündigen, wenn das Kontaktverbot nicht eingehalten wird. Es kommt immer wieder der ehemalige Mieter, obwohl er nicht mehr hier wohnt. Seine ehemalige Partnerin ist verheiratet und er kommt mindestens zwei mal die Woche, fährt sie zum einkaufen und besucht sie in der Wohnung. Ich möchte eineVerhalternalsbedingte Kündigung.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.04.2020 10:26

Hallo Vermieter,

verhaltensbedingte Kündigungen wie im Arbeitsrecht kennt das Mietrecht nicht. Eine fristlose Kündigung ist bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen möglich. Dass Ihre Mieterin Besuch empfängt dürfte aus unserer Sicht nur schwer als schwerwiegende Pflichtverletzung im mietrechtlichen Sinne ausgelegt werden können, bzw. bestenfalls dann, wenn durch die Besuche nicht nur abstrakt sondern konkret andere Mieter einer Infektionsgefahr ausgesetzt worden wären. Die Verhaltensweise der Mieterin kann ggf. als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, hier ist aber nicht der Vermieter, sondern der Staat für die Sanktionierung zuständig.

Mit freundlichen Grüßen

die immowelt-Redaktion


Vermieter am 16.04.2020 22:29

Auch wenn ich als Risiko Patient gelte? Habe das Alter und Vorerkrankungen?


Immowelt-Redaktion am 17.04.2020 09:38

Hallo Vermieter,

die Corona-Situation ist freiliche eine Ausnahmesituation. Dennoch gelten die mietrechtlichen Regelungen des BGB fort. Nach unserer Einschätzung dürfte sich eine schwerwiegende Pflichtverletzung im Corona-Zusammenhang nur dann ableiten lassen, wenn das Verhalten des Mieters konkret die Gesundheit von Mitbewohnern gefährden könnte. Wenn der Mieter aber Besuch in seiner Wohnung empfängt, so gefährden sich eher der Besucher und der Mieter gegenseitig, nicht jedoch andere Hausbewohner. Anders könnte es aussehen, wenn Besucher und Mieter stundenlang im Treppenhaus sind und andere Mieter anhusten o.ä.. Aber hier gibt es keine Rechstprechung, die Hinweise darauf liefern könnte, welches Verhalten von Mietern in Corona-Zeiten derart pflichtverletzend ist, dass eine fristlose Kündigung möglich wäre.

Mit freundlichen Grüßen

die immowelt-Redaktion

Quinn1963 am 15.04.2020 12:08

Hallo,

wir haben im Januar eine Wohnung vom 01.04.2020 - 30.11.2020, (ohne den August) über eine Makler

auf Mallorca gemietet. Der Vertrag wurde über E-Mailverkehr abgeschlossen. Können wir den Vertrag widerrufen?

LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.04.2020 12:14

Hallo Quinn1963,

da hier wohl spanisches und nicht deutsches Recht gelten dürfte, können wir Ihre Frage leider nicht beantworten, da wir keine expertise in spansichem Recht haben.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion


Ela am 19.04.2020 15:21

Mieszkam z mężem na wynajmuje w piwnicy pleśń smród jesteśmy oboje inwalidami a wynajmujący ciągle nas wyrzuca bo smród i pleśń na ścianach my wachamy nie idzie spać nie ogrzewane jakie prawo jest w Berlinie żeby tak pamiętać ludźmi. Pozdrawiam serdecznie.


Immowelt-Redaktion am 20.04.2020 11:33

Hello Ela,

could you please ask your question in English or German? Thank you.

Kind regards

immowelt-Redaktion

Dominil am 14.04.2020 00:11

Liebes immowelt Team,

ich möchte ein großes Lob aussprechen und Danke sagen, für die Beantwortung aller bisher gestellter Fragen.

Als Vermieter habe ich gerade folgende Situation: Ende Februar haben Mieter im Mehrfamilienhaus gekündigt. Ich möchte auch beifügen, dass diese Mieter den weiteren Mietparteien im Haus, sowie Familienangehörigen und mir viel Ärger, Stress und Kummer bereitet haben. Durch die fristgerechte Kündigung ist der Auszug der Mieter am 31.05.2020. Nun möchten die Mieter trotz auslaufenden Mietvertrag länger die Wohnung bewohnen und berufen sich auf die Corona-Situation. Es sind bereits Nachmieter für den 1.6.2020 gefunden und die anderen Mietparteien haben sich gegen einen Aufschub ausgesprochen, da die Wohnsituation im Haus unerträglich sei. Kann ich die Mieter dazu anhalten sich an die eigene Kündigung zu halten? Wie ist die Rechtslage?

Danke für die Zeit und Mühe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.04.2020 12:17

Hallo Dominil,

die Rechtslage hat sich durch die Corona-Krise diesbezüglich nicht geändert, der Mieter muss (eigentlich) ausziehen. Tut er es nicht, müssten Sie auf Räumung klagen, ein eigenmächtiges Handeln wäre nicht zulässig. Allerdings bearbeiten viele Gerichte aktuell nur dringende Fälle und solche, die vom Schreibtisch aus ohne Hauptverhandlung zu erledigen sind und auch unter normalen Umständen kann sich eine solche Klage hinziehen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Manu208 am 13.04.2020 12:07

Anhang zu meiner Frage...

Gibt es keinen Schutz,nach 5 Monaten zu entscheiden,jetzt brauche der VM doch die Wohnung für die Tochter?!

Da es Querelen gibt,wg Schimmel da Balkon nicht abfliessen kann u das der Warmwasserboiler zu wenig Wasser für Persinen die im Haus leben hat,habe ich natürlich eine Mietminderung angezeigt.

Es ist eigentl.eine Boshaftigkeit des VM mit der Kündigung,da mir des õfteren von dieser gesagt wurde,daß Sie auf die Miete angewiesen sei!!!

Nun soll die Tochter,Abiturabgängerin u diese besuche eine weiterführende Schule!,die Wohnung beziehen!

Wer soll das nachvollziehen kõnnen...

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.04.2020 11:55

Hallo Manu208,

die Wirksamkeit einer Eigenbedarfskündigung setzt voraus, dass diese nachvollziehbar begründet wird.

Sollte sich später herausstellen, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht war, kann der Vermieter schadensersatzpflichtig werden.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Manu208 am 13.04.2020 11:54

Hallo

Ich habe nach 5 Monaten Wohnzeit hier,nun due Eigenbedarfskündigung erhalten.

Ich habe einen unbefristeten Mietvertrag u mübdkich wurde mir eine Mietzeit auf Jahre versprochen.

Wie verhält sich die Kündigung in Zeiten von Corona?

Bis 30.06.sollte ich ausziehen!!

Lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.04.2020 11:48

Hallo Manu208,

zunächst sollten Sie prüfen (lassen), ob die Eigenbedarfskündigung formell und inhaltlich korrekt ist, da sie andernfalls nicht wirksam wäre.

Sofern Sie beweisen können, dass Ihnen ein jahrelanges Mietverhältnis versprochen wurde, könnte es ggf. Chancen geben, gegen die Kündigung anzugehen. Dies sollten Sie vor Ort mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht besprechen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Eleonora am 13.04.2020 11:32

Hallo zusammen,

Ich bin seit drei Monaten in meiner neuen Wohnung eingezogen und seit gut einem Monat habe ich eine Nachbarin die nachts die Ruhezeiten nicht einhält. Ständig klopft sie und ihr fällt was auf dem Boden wodurch ich dann aufwache.

Der Vermieter weiß seit letzter Woche Bescheid und wird der Nachbarin eine Verwarnung zukommen lassen.

Ich selber habe sie 2 mal darauf angesprochen. Ich sehe mich jetzt gezwungen beim nächsten nächtlichen Lärm die Polizei zu verständigen.

Frage hierzu wäre: Kann der Vermieter aufgrund von Lärmbelästigung während der Corona Zeit den Mietvertrag kündigen? Oder ist man hier weiterhin unter Schutz?

Danke und Gruß.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.04.2020 11:45

Hallo Eleonora,

die gesetzlichen Regelungen hierzu haben sich durch die Corona-Krise nicht geändert. Einem Mieter kann gekündigt werden, wenn ein gestezlicher Kündigungsgrund vorliegt. Ob die von Ihnen genannten Lärmbelästigungen für eine Kündigung ausreichen, können wir aus der Ferne nicht beurteilen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Anna am 09.04.2020 22:02

Liebe Redaktion,

Ich werde nächste Woche vom Ausland nach Deutschland einreisen und muss mich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Meine Vermieterin will jedoch, dass ich meine Quarantäne woanders durchführe. Sie hat versucht, Druck auf mich auszuüben und hat gesagt, dass es nicht möglich wäre, bei mir in meinem gemieteten Zimmer die Quarantäne zu machen. Der Grund dafür ist ihre Befürchtung, dass sie und alle anderen Mitbewohnern sich dann auch in Quarantäne begeben müssen. Außerdem hat sie dies damit begründet, dass sie Heilpraktikerin ist und mit Risikopatienten arbeiten musst.

Was sind meine Rechte? Kann ich zurück zu meiner Wohnung? Kann es sein, dass sie mich nicht in die Wohnung reinlässt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.04.2020 09:20

Hallo Anna,

wir sehen nicht, dass die Vermieterin verhindern darf, dass Sie die Quarantäne in den von Ihnen gemieteten Räumen durchführen. Im Gegenteil: Dazu sind Sie ja verpflichtet.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Mayham am 09.04.2020 18:26

hallo,

ich bin umgezogen und muss derzeit zwei mieten begleichen, aber aufgrund des coronavirus bekomme ich keine arbeit. kann ich die Miete für die gekündigte Wohnung aufschieben?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.04.2020 08:32

Hallo Mayham,

hier gibt es die Sonderregelung, dass Mietern drei Monate lang wegen krisenbedingter Zahlungsunfähigkiet nicht gekündigt werden kann, wenn sie die Miete nicht zahlen. Die Mieten müssen aber später nachgezahlt werden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

ErasmusStudent am 09.04.2020 17:09

Hallo,

Ich bin ein Erasmus-Student und muss ich mich entschuldigen, dass mein Deutsch schlecht ist. Jetzt bin ich in meiner Heimatland wegen Coronavirus aber ich habe einen Mietvertrag mit der Studierendenwerk in Mainz. Ich moechte es stornieren, weil ich nicht zur Mainz wiederfahren werde, aber sie haben an mir gesagt, dass ich nur den Mietvertrag stornieren koennte, wenn ich eine neue Mieter finden kann und ich glaube, dass das unmoeglich ist.

Was kann ich tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.04.2020 08:22

Hallo ErasmusStudent,

leider sieht das deutsche Mietrecht nicht vor, dass Mietrverträge storniert werden können. Es wurden auch keine Sonderregelungen wegen der Corona-Krise dahingehend beschlossen. Demzufolge gelten weiterhin die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Mausie1996 am 08.04.2020 22:10

Wir können wegen Kurzarbeit die Kaution bei Einzug nicht zahlen.kann Vermieter deshalb uns Entgegenkommen dass wir die Kaution später zahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.04.2020 11:19

Hallo Mausie1996,

laut Gesetz müssen Mieter nicht die volle Kaution beim Einzug zahlen, sondern können diese in drei Raten leisten. In § 551 BGB steht: "Ist als Sicherheit eine Geldsumme bereitzustellen, so ist der Mieter zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt. Die erste Teilzahlung ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Die weiteren Teilzahlungen werden zusammen mit den unmittelbar folgenden Mietzahlungen fällig."

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Maria am 08.04.2020 16:46

Hallo,

mein Vermieter bedrängt mich ihn in meinen Garten und in meine Wohnung zu lassen. Es liegen aber keine Reparaturmaßnahmen vor. Meine Mutter gehört zur Risikogruppe. Termine werden nicht abgesprochen sondern von heute auf morgen bestimmt. Laut Rechtsordnung in Nds dürfen neben den Bewohnern nur Familienmitgliedern und engsten Freunden die Wohnung und das Grundstück betreten. Muss ich mit Repressalien rechnen, wenn ich meinem Vermieter das Betreten verweigere?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.04.2020 10:56

Hallo Maria,

Vermieter braucen ein berechtigtes Interesse wie z.B. geplante Reparaturen/Sanierungen, damit Sie ein Recht darauf haben, die Mieterwohnung zu betreten. Einfach mal so nach dem rechten schauen zu wollen, ist kein berechtigtes Interesse.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Isabella1 am 08.04.2020 10:10

Meine Familie wird voraussichtlich bis zum 1. Juni aus unserem derzeitigen Zuhause ausziehen. Wir zahlen ab dem 1. Mai Miete für unsere neue Wohnung. Der Immobilienmakler hat zwei Tage vor Beginn der Quarantäne einen Termin mit uns vereinbart, um unseren derzeitigen Wohnsitz zu fotografieren. Wir mussten absagen, als unserer Tochter im Teenageralter geraten wurde, unter Quarantäne zu stellen. Der Immobilienmakler für die Eigentümer möchte nun nächste Woche während der Quarantäne einen Termin vereinbaren, um das Haus den Kunden zu zeigen. Wir möchten den Anforderungen nachkommen, das Haus zu zeigen, aber wir sind eine fünfköpfige Familie, und wir haben große Bedenken hinsichtlich dieses Risikos. Eines meiner Kinder ist in einer Hochrisikokategorie für Corona. Nach fast drei Wochen ist meine Tochter immer noch nicht hundertprozentig. Wir haben drastische Maßnahmen ergriffen, um sie von ihrem Bruder zu trennen, da sie sich nicht für den Coronavirus-Test qualifiziert hat. Ich möchte meine Familie schützen und auch die Möglichkeit einschränken, dass jemand anderes durch Kontakt mit uns infiziert wird. Können wir einen Besuch ablehnen? Gibt es ein Gesetz, auf das ich mich beziehen kann?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.04.2020 11:58

Hallo Isabella1,

je nachdem, in welchem Bundesland Sie wohnen (die Regelungen variieren in Details), könnte die Konstellation, in der zwangsläufig Personen aus mehreren Haushalten zusammentreffen, unzulässig sein. Ganz klar sind die aktuellen Regelungen insofern nicht, als dass das für Privatpersonen gilt, für gewerbliche Tätigkeiten aber Ausnahmen gelten. Vielfach wird die Ansicht vertreten, dass solche Besichtigungen nur zulässig sind, wenn sie unumgänglich sind. Konkretes dazu findet sich aber nicht im Datails in den Regelungen, so dass manches Auslegungssache sein dürfte. In der aktuellen Ausnahmesituation kann Ihnen hier also niemand die einzig gültige abschließende Antwort geben.

Klar sollte aber auch sein, dass Sie sich und Ihre Familie keiner konkreten Gefahr ausliefern müssen; soweit Familienmitglieder Risikogruppen angehören, spräche also vieles dafür, dass eine solche Gefahr bestünde. Es ist zwar unklar, welche Folge es haben kann, wenn Sie mit Blick darauf die geplante Begehung verweigerten, wir können uns aber nicht vorstellen, dass im Streitfall schwqerwiegende Konsequenzen drohen würden. Vielleicht ist es ja möglich, dass ein Kompromiss gefunden wird: z.B. nur der Makler mit Mundschutz und Schutzhandschuhen für eine Online-Besichtigung.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Julia am 07.04.2020 13:28

Mir wurde mein Untermietvertrag am 18/3/, während der Zeit der Ausgangssperre, zum 30. April gekündigt. Wie sind die Fristen verschoben worden was Wohnungskündigungen betrifft. Nach Aussage der Polizei sind Wohnungskündigungen in dieser Zeit nicht gültig.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.04.2020 08:52

Hallo Julia,

leider sind Ihre Angaben zu knapp, um konkret Auskunft zu erteilen. Soweit die Polizei Ihnen das so allgemein gesagt hat, ist das nicht ganz richtig. Zutreffend ist, dass Wohnungskündigungen wegen nicht vom Mietern verschuldeten (coronabedingte Einkommensausfälle) Mietrückständen derzeit unwirksam sind, ansonsten hat sich an den Gesetzen nichts geändert, so dass Kündigungen wegen anderer Gründe weiterhin möglich sind, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen.

Ob eine Kündigung zulässig ist, kommt auf die Konstellation an. Normale Mietverhältnisse dürfen Vermeietr auch in normalen Zeiten i.d.R. nur dann kündigen, wenn ein Kündigungsgrund vorliegt (Eigenebdarf, Mietrückstände).

Allerdings gibt es einen Sonderfall: Wenn der Vermieter in seiner eigenen Wohnung ein Zimmer untervermietet, das er aufgrund vertraglicher Verpflichtung hätte möblieren müssen, so kann er ohne Angabe von Gründen relativ kurzfristig kündigen (BGB § 573c (3) in Verbindung mit § 549 Abs. 2 (2)). Sollte das der Fall sein, könnte die Ihnen ausgesprochene Kündigung wirksam sein - oder der Vermieter diese aufgrund der Krise auch so schnell durchsetzen kann, steht auf einem anderen Blatt.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Ava am 07.04.2020 12:49

Hallo!

Ich wohne gerade in einer WG (ausländische Studentin). Da es starke Spannungen mit meiner Mitbewohnerin gibt, möchte ich die WG verlassen. Darf ich den Mietvertrag kündigen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen darf ich es tun? Gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten in der Corona-Krise immer noch? Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.04.2020 08:15

Hallo Ava,

sofern keine außerordentliche fristlose Kündigung möglich wäre (dies würde jedoch eine erhebliche Pflichtverletzung des Vermieters voraussetzen; zwischenmenschliche Spannungen gehören dazu eher nicht) sind Mieter an die gesetzlichen Kündigungsfristen gehalten. Demnach können Mieter i.d.R. spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats kündigen. Ausnahmen mit kürzeren Kündigungsfristen gibt es, wenn ein Zimmer im Haushalt des Vermieters vermietet wird, das dieser zumindest teilweise möbliert hat (oder laut Vertrag dazu verpflichtet wäre).

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Lizame am 06.04.2020 14:29

Die Mieter über mir hatten am Wochenende Besuch mit ziemlich vielen Kindern. Zum einen gibt es ja mumn die Regelung, das das verboten ist.

Nun kommt Ostern und wahrscheinlich werden noch mehr dann kommen. Es ist dann tagelang laut oben.

Die Polizei möchte ich nicht gleich rufen, reden hat aber auch keinen Sinn.

Hätten Sie eine Empfehlung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.04.2020 11:32

Hallo Lizame,

wenn Reden keinen Sinn ergibt, dann bleibt eigentlich nur, die Polizei zu verständigen, wenn SIe das unterbinden wollen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Baba am 05.04.2020 12:34

Der Vermieter will in seiner Wohnung unter uns ein Stück Abwasserrohr erneuern lassen. Dafür muss der Klempner den ganzen Tag das Wasser abstellen, Klogang etc nicht möglich. HomeOffice geht dann nicht, ich und mindestens ein anderer Mieter könnten an dem Tag nicht zuhause bleiben. Wie ist da die Rechtslage?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2020 11:54

Hallo Baba,

eine abschließende Antwort auf Ihre Frage ist hier leider nicht möglich. Denn einerseits sind Mieter verpflichtet, notwendige Reparaturarbeiten zu dulden, andererseits schließen die derzeitigen Regelungen aus, dass jemand ohne die festgelegten Gründe die Wohnung verlassen darf. Es könnte also darauf hinauslaufen, dass Sie an dem Tag der Reparaturarbeiten sich notgedrungen in Ihrer Wohnung aufhalten müssen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Sansirai am 03.04.2020 19:40

Liebe Redaktion,

ich habe meinem Untermieter (möbliertes Zimmer im Haus des Vermieters) zum 31.03. fristgerecht gekündigt. Er ist am 12.03. zu seiner Familie in die Niederlande gefahren. Geplant war bis 15.3.

Aufgrund der Schul- und Firmenschließungen wurde er ins Homeoffice versetzt.

Er hat sich entschieden das Homeoffice in den Niederlanden auszuführen und ist somit nicht mehr nach Deutschland zurückgekehrt.

Damit ist er auch nicht zum 31.03. ausgezogen.

Das Zimmer ist noch komplett mit seinen Sachen belegt.

Die Schlüssel hat er ebenfalls mitgenommen und behalten.

Muss er nun für den Monat April auch noch Miete bezahlen ?

Er meinte der neue Mieter könne doch in seinen Sachen wohnen, das würde ihn nicht stören. Aber Kleiderschrank und Sideboard sind belegt - soweit ich weiß, darf ich als Vermieter nicht einfach eigenständig räumen.

Nun hat er mir vorgeschlagen, ich solle alle seine Sachen einpacken und zu einer Arbeitskollegin von ihm hinfahren und übergeben.

Nach den bayerischen Ausgangsbeschränkungen ist mir das aber verboten - es ist keine Tätigkeit des täglichen Bedards seine Koffer zu einer fremden Person zu fahren. Zumal ich ja keine Person außerhalb meines Hausstandes treffen soll.

Eigentlich sehe ich auch nicht ein, dass ich nun stundenlange Arbeit und Fahrerei damit habe.

Zumal der Mieter weitreichende Beschädigungen an den Wänden und Möbeln verursacht hat - durch Möbel umstellen, Möbel stapeln wurden all 4 Zimmerwände beschädigt sowie der Kleiderschrank.

Deshalb hält sich mein Kulanzgefühl auch in Grenzen - da einiges repariert und neu gestrichen werden muss.

Danke für die Antwort.

Viele Grüße

auf Kommentar antworten

Sebistiyan Stoyanov am 06.04.2020 04:27

Böylece kiraci gerektiği saygiyi göstermemis zarar görülen yerler hemen telafi edilmelidir bu benim bakiş açim size katiliyorum respekt :)


Immowelt-Redaktion am 06.04.2020 10:10

Hallo Sansirai,

wenn der Mieter trotz wirksamer Kündigung nicht auszieht, käme eine Nutzungsausfallentschädigung statt der Miete in Frage. Natürlich kann SIe der Mieter nicht dafür einspannen, dass Sie seinen Umzug erledigen. In der aktuellen Krise ist es für Vermieter aber i.d.R. schwer, bestehende Ansprüche durchzusetzen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Sansirai am 06.04.2020 10:47

Danke für die Antwort. Dann werde ich eine Nutzungsausfallentschädigung geltend machen. Er hat ja eine Kaution in Höhe von 2 Monatsmieten hinterlegt - da kann ich das abrechnen. Und er bekommt von der Firma sein volles Gehalt im Homeoffice hat also finanziell keine Einbußen. Danke


Reina am 11.04.2020 20:40

Ich würde dem Untermieter schriftlich mitteilen, dass solange das Zimmer von ihm genutzt wird, und dazu zählt auch, dass seine Sachen dort lagern, er Miete zahlen muss. Reparaturen und Beschädigungen müssen in einem Protokoll vermerkt werden (Zeugen) und werden mit der Kaution verrechnet.

Fragende am 03.04.2020 16:10

Hallo Zusammen,

ich habe meiner Mieterin in Berlin am 31.10.19 unter Einhaltung der Frist zum 30.04.20 wegen Eigenbedarf gekündigt. Am Montag habe ich sie wegen vergeblichen Anrufs via E-Mail kontaktiert um sie wegen eines Schlüsselübergabetermins zu fragen. Heute erreichte mich ein Schreiben ihres Anwalts, dass ich die Mieterin nicht mehr kontaktieren soll, sondern nur noch per Brief über ihn.

Mit dem Hinweis, dass aufgrund der derzeitigen "Corona-Lage" der Wohnungsmarkt weitgehend zum Erliegen gekommen ist und praktisch keine Wohnungsbesichtigungen etc. mehr stattfinden. Auch die Angebotslage in einschlägigen Onlineportalen sei um ca. 95% eingebrochen. Der Anwalt rechnet demnach nicht damit dass die Mieterin in den kommenden Monaten eine Wohnung finden und umziehen kann. Man kontaktiert mich sobald ein Mietvertrag unterschrieben ist.

Ist dies wirklich durchsetzbar? Die "Corona-Lage", wie es im Schreiben bezeichnet wird, existiert gerade Mal knapp 3 Wochen. Die Mieterin hatte vor dieser Lage bereits mehr als 4 Monate Zeit sich um eine Wohnung zu bemühen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2020 09:29

Hallo Fragende,

auch die Corona-Lage hat nicht bewirkt, dass bestehende mietrechtliche Regelungen außer Kraft gesetzt wären. Sofern Ihre Eigenbedarfskündigung wirksam ausgesprochen wurde, muss der Mieter die Wohnung räumen. Allerdings ist in der derzeitigen Lage eher weniger damit zu rechnen, dass Sie Ihre Ansprüche zeitnah umsetzen können. Denn zieht ein Mieter nicht aus, so bleibt nur eine Räumungsklage. Aktuell bearbeiten Gerichte überwiegend nur Fälle mit Eilbedarf, mietrechtliche Dinge dürften hier eher weniger dazugehören. Welche konkreten Auswirkungen das Verhalten Ihres Mieters nach der Krise haben wird, ist angesichts der Ausnahmesituation allerdings schwer abzuschätzen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Klaus am 03.04.2020 15:03

Hallo zusammen,

ich habe momentan Angst, dass mein Vermieter mir wegen Eigenbedarf kündigen könnte. Gebe es denn in diesem Falle die Möglichkeit, in der derzeitigen Situation eine Härtefallregel in Anspruch zu nehmen?

LG,

Klaus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2020 08:26

Hallo Klaus,

die Corona-Krise hat nicht bewirkt, dass vertragsrechtliche Regelungen generell außer Kraft gesetzt wären, die Regelungen im BGB bezüglich Eigenbedarfskündigungen gelten weiter. In der aktuellen Krise dürfte es allerdings für Vermieter schwierig sein, eine Eigenbedarfskündigung zügig umzusetzen. Eine Eigenbedarfskündigung kann nämlich grundsätzlich angefochten werden mit der Folge, dass letztlich ein Gericht entscheiden müsste, ob diese wirksam ausgesprochen wurde. Die meisten Gerichte verhandeln aktuell jedoch nur Dinge, die eilig sind. Die ENtscheidung darüber, ob eine Eigenbedarfskündigung wirksam ist oder nicht, dürfte in den meisten Fällen wohl eher nicht als Eilsache eingestuft werden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Achim am 03.04.2020 11:02

Hallo zusammen,

mein Mieter hat, ohne vorab mit mir zu reden oder mich zu informieren, einfach seine Mietzahlung eingestellt.

Mir liegen keine Unterlagen von meinem Mieter vor, aus denen hervorgeht, ob überhaupt eine wirtschaftliche Notlage seinerseits vorliegt.

Dementsprechend kann ich meiner Kreditgebenden Bank sowie der Stadtwerke auch keine Unterlagen vorlegen und somit auch keine Stundungen dort erwirken. Ich selbst bin angestellt, habe aber bisher noch keine sonstigen Einkommensverluste.

Sollte ich alle Zahlungen von meinem Gehalt leisten müssen (Kredit, Gas, etc.) bleiben mir ca. 50 € im Monat zum leben.

Was kann ich machen, wenn der Mieter weiterhin keine Zahlungen leistet und auch keine Nachweise über seine wirtschaftliche Notsituation erbringt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2020 11:55

Hallo Achim,

der Mieter darf trotz der aktuellen Änderung nicht einfach so die Miete einbehalten, sondern muss nachweisen, dass er krisenbedingte Einnahmeausfälle hat, die es ihm unmöglich machen, die Miete zu zahlen. Sofern der Mieter die Nachweise nachliefert, dass er aktuell zur Zahlung nicht in der Lage ist, so darf er die Miete einbehalten. Um Ihre Situation zu verbessern, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, mit der finanzierenden Bank zu reden, ob man zeitlich befristet die Tilgung oder auch die ganze Rate stunden kann.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Mia am 03.04.2020 10:06

Guten Tag,

Kurz vor der Pandemie wegen neue Arbeit habe ich in ein andere Stadt Wohnung gemietet, Kaution schon bezahlt aber war noch nie mal da. Kann sein bis September könnte der Arbeit gar nicht anfangen. Ist es möglich, der neue Wohnung kündigen? Welcher Gesetz soll ich aufpassen? Und Kaution kriege ich noch zurück?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2020 12:26

Hallo Mia,

sofern Sie die Wohnung nie gesehen haben, weil alles auf dem Postwege bzw am Telefon lief, könnte u.U. das Fernabsatzgesetz ins Spiel kommen. Unter bestimmten Voraussetzungen wäre dann nämlich ein Widerruf des Vertrags möglich. Hier sollten Sie aber die Voraussetzungen klären. Ansonsten gölte im Regelfall die normale gesetzliche Kündigungsfrist, wonach spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats gekündigt werden kann.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Kati am 02.04.2020 17:39

Hallo,

Mein Sohn ist während seiner Lehre in einem Wohnheim untergebracht.

Das Wohnheim wurde wegen der Corona-Kriese vorübergehend geschlossen . Muss ich die Miete trotzdem weiterzahlen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2020 09:30

Hallo Kati,

streng genommen könnte der Mieter laut Gesetzeswortlaut sogar fristlos kündigen, wenn "dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache ganz oder zum Teil nicht rechtzeitig gewährt oder wieder entzogen wird" (BGB; § 543 (2) 1). Jedenfalls wäre aus unserer Sicht eine Mietminderung um 100 % möglich, wenn keinerlei Nutzungsmöglichkeit mehr gegeben ist. Eine abschließende Beurteilung ist in der derzeitigen Ausnahmesituation allerdings nicht möglich.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

sasa1860 am 02.04.2020 11:01

danke für die schnell antwort und bitte löschen sie solche kreditanbieter... das finde ich auf dieser seite völlig unangebracht

auf Kommentar antworten

sasa am 01.04.2020 18:13

Guten Tag eine kurze Frage,

Wenn meine Miete nicht mehr zahlen kann (Gewerbemiete), muss ich dennoch das Hausgeld bezahlen? D.h. ich habe weiter laufende Kosten, aber kein Einkommen. Ist das verfassungsrechtlich in Ordnung, es ist eine Einseitige Belastung der Vermieter? Um eine rechtsverbindliche Auskunft wäre ich froh mit freundlichen Grüßen Sabine Heidelbach

auf Kommentar antworten

Sasa am 01.04.2020 18:14

Sorry sollte heißen: wenn mein Mieter keine Miete mehr zahlen kann…


Sasa am 01.04.2020 18:14

Sorry sollte heißen: wenn mein Mieter keine Miete mehr zahlen kann…


Immowelt-Redaktion am 02.04.2020 10:52

Hallo sasa,

die Regelung sieht vor, dass wegen coronakrisenbedingter Mietrückstände derzeit keine fristlosen Kündigungen ausgesprochen werden dürfen; das betrifft auch die Betriebskosten.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Lexa2_ am 01.04.2020 15:27

Hallo liebes immowelt team,

ich erhoffe mir einen Rat von Ihnen. :)

Eine Freundin (im folgenden Lisa) befindet sich in folgender Situation: Sie muss ein Pflichtpratikum absolvieren und wohnt deshalb zur Untermiete bei der Hauptmieterin.

Es gibt keinen schriftlichen Vertrag und keinen schriftlichen Nachweis (oder Zeugen), bis wann Lisa da wohnen bleiben wollte, das haben sie telefonisch geregelt. In der ursprünglichen Anzeige für die Mietersuche stand aber ein Enddatum, welches aber nicht dem abgesprochenem Enddatum entspricht. Wegen der Krise muss Lisa jetzt zuhause arbeiten und will deshalb zurück in ihr eigentliches Heim und die Wohnung kündigen. Sie hat einen Monat vorher gekündigt (mündlich, aber sie haben es danach auf Whatsapp besprochen). Nun möchte die Hauptmieterin doch einen Mietvertrag unterzeichnen (nachdem meine Freundin gesagt hat sie möchte ausziehen) indem steht, dass sie das Enddatum einhalten muss und jetzt nicht kündigen darf.

Meine Frage: Muss meine Freundin den Vertrag jetzt unterzeichen? Sie wohnt bereits dort und es war davor nie die Rede von einem schriftlichen Vertrag.

Darf Sie denn jetzt fristgerecht kündigen? (sie haben mündlich eine Frist von einem Monat festgelegt, was ebenfalls auf Whatsapp festgehalten worden ist)

Die Hauptmieterin verlangt von ihr einen Nachfolger zu finden. Was passiert, wenn sie bis Ende des Monats keinen findet?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.04.2020 12:02

Hallo Lexa2,

auch mündlich geschlossene Mietverträge sind wirksam.

Sofern es sich allerdings um ein vom Vermieter überwiegend mit Einrichtungsgegenständen auszustattenden Zimmer in einer vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung handelt, gilt eine kürzere Kündigungsfrist. Dann kann spätestens zum 15. eines Monats zum Ende dieses Monats gekündigt werden (BGB; § 549). Nachträglich ist die Freundin nicht verpflichtet, einen Mietvertrag zu unterschreiben.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Haut & Jordan am 01.04.2020 13:55

Was, wenn der Mieter die Miete nicht zahlen kann?

Leider ist die obige Antwort unvollständig! Die Miete wird, wenn der Mieter Zahlungsschwierigkeiten auf Grund Corona nachweisen kann, lediglich gestundet und muss später nachbezahlt werden!

Der Nachweis ist zwingend erforderlich!

Geradezu fahrlässig dass das nicht ausdrücklich erwähnt ist.

Anderweitige Kündigungsgründe wie z. B. Vertragswidriges Verhalten, Lärm, Untervermietung ect. sind hiervon unberührt!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.04.2020 10:18

Hallo Haut & Jordan,

wir haben in unseren Antworten "coronakrisenbedingte Mietrückstände" geschrieben, womit aus unserer Sicht klar ist, dass Mieter nichteinfach so die Zahlungen einstellen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

SuevuS33 am 01.04.2020 13:26

Wie geht man mit einem gewerblichen Mieter um, der wegen momentaner Geschäftsschliessung seine Miete kürzt. Kann man stunden und Nachzahlung bis Jahresende vorschlagen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.04.2020 10:05

Hallo SuevuS33,

beschlossen wurde, dass Mietern aktuell nicht wegen coronakrisenbedingter Mietrückstände gekündigt werden kann. Die Mieten müssen freilich später doch noch bezahlt werden und zwar spätestens bis Ende Juni 2022.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Frank am 01.04.2020 13:07

Wenn der Mieter aufgrund von Kurzarbeit und der Coranakrise nicht die Miete zahlt : Gilt dies nur für die Kaltmiete ? Oder kann der Mieter dann auch die Nebenkosten (Warmmiete) einfach nicht bezahlen ? Muss ich als Vermieter dann auch die Nebenkosten für den Mieter verauslagen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.04.2020 09:59

Hallo Frank,

sofern ein Mieter Coronakrisenbedingt zahlungsunfähig ist, kann ihm aktuell nicht gekündigt werden, wenn er weder die Kaltmiete noch die NK zahlt.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

TSB am 01.04.2020 12:00

Arbeitnehmer können keine Soforthilfe in Anspruch nehmen - bitte korrigieren !

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.04.2020 11:21

Hallo TSB,

Arbeitnehmer, also Privatpersonen, können zwar nicht die selben Hilfen in Anspruch nehmen wie Firmen und Selbstständige, allerdings sieht das beschlossene Sozialschutz-Paket auch vor, Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger abzusichern. Die Stadt Hamburg z.B. setzt das bereits um: Wer seinen Job verliert, bekommt ein halbes Jahr lang von der Stadt die Miete bezahlt. Dabei ist es gleichgültig, wie groß die Wohnung ist und auch die bei der Grundsicherung eigentlich obligatorische Vermögensprüfung findet nicht statt.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Udo Schmid am 01.04.2020 11:58

Darf ich als Vermieter von 3 Wohnparteien, aufgrund Corona-Virus,ein Besuchsrecht einschränken,bzw.untersagen?

Udo Schmid

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2020 12:25

Hallo Udo Schmid,

es gelten die in Ihrem Bundesland beschlossenen Kontaktbeschränkungen. Weitergehende Beschränkungen dürften Sie nach unserer Einschätzung eher nicht durchsetzen können.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Melisa am 01.04.2020 11:54

Hallo und guten Tag,

aufgrund eines unterschriebenen Arbeitsvertrages zum 01.04 habe ich nach einer Wohnung in der jeweiligen Stadt gesucht und ein möbliertes Apartment gefunden. Da die Stadt sehr weit ist habe ich via Mail bestätigt dass ich das Apartment haben möchte, den Mietvertrag per Post zugeschickt bekommen, unterschrieben, zurückgeschickt, sowie Mietkaution und erste Monatsmiete bezahlt. Nun wurde mir aufgrund der Corona Pandemie gekündigt noch bevor ich den Job antreten konnte. Daher habe ich einen großen Einkommensverlust. Welche Rechte stehen mir nun zu? Kann ich den Vertrag tatsächlich einfach widerrufen und die ganze Mietkaution, sowie erste Monatsmiete zurückverlangen? Der Vermieter ist tatsächlich Unternehmer, da dazu mehrere Wohnungen gehören und der Vertrag ist über Fernkommunikationsmittel abgeschlossen worden. Zusatz: Nach einem Gespräch habe ich das Apartment nun mit der Kündigungsfrist von 3 Monaten fristgerecht gekündigt, allerdings verlangen sie weiterhin 1,5 Monatsmieten. Dürfen die das noch? Oder kann das Widerrufsrecht in dieser Ausnahmesituation in meinem Fall hier tatsächlich in Kraft treten? Vielen Dank bereits vorab für Ihre Einschätzung. MfG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2020 12:11

Hallo Melisa,

eine abschließende Beurteilung ist aus der Ferne zwar nicht möglich. Unter bestimmten Voruassetzungen kann aber auch bei Mietverträgen ein Widerrufsrecht bestehen, i.d.R. nämlich dann, wenn der Vermieter Unternehmer ist und der Vertrag mittels Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen wurde.l Hier sollten Sie sich jedoch ggf. vor Ort rechtlich beraten lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Vanessa am 31.03.2020 23:04

Hallo und guten Abend, aufgrund einer Trennung von meinem Lebensgefährten war ich bereits auf der Suche nach einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung.

Nun erhalte ich Kurzarbeitsgeld. Habe ich jetzt Überhaupt eine Chance darauf (ich habe möglichst vor noch einen Minijob oder Wohngeld o.ä. zu beantragen) mich überhaupt für eine Wohnung zu bewerben?

Danke vorab für Ihre Einschätzung.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2020 11:50

Hallo Vanessa,

es dürfte durchaus zutreffen, dass manche Vermieter Mietinteressenten mit höherem Einkommen bevorzugen. Dennoch ist es nicht unmöglich, auch mit einem kleineren Einkommen eine Wohnung zu bekommen. Wir weisen darauf hin, dass die Bundesregierung ein Sozialschutzpaket beschlossen hat, das nicht nur Selbstständige und Freiberufler, sondern ausdrücklich auch in Not geratene Bürger unterstützen soll, die ihre Miete nicht mehr zahlen können. Die Umsetzung ist allerdings Sache der Bundesländer.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Monique am 31.03.2020 21:23

Hallo. Ich wollte zum 1. April umziehen, Mietvertrag ist unterschrieben. Nun darf ich nicht mit privaten Umzugshelfern umziehen und ein Umzugsunternehmen kann ich mir nicht leisten. Bin ich trotzdem verpflichtet Miete für die neue Wohnung zu zahlen obwohl ich nicht rein darf? Bundesland Sachsen. Lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2020 10:33

Hallo Monique,

in der derzeitigen Ausnahmesituation ist es nicht möglich einzuschätzen, welche Kosequenzen es geben könnte. Unabhängig von der Krise gelten aber die bestehenden mietrechtlichen Gesetze fort; demnach ist ein abgeschlossener Mietvertrag mit all seinen Verpflichtungen für beide Seiten wirksam. Allerdings hat die Bundesregierung per Gesetz kurzfristig beschlossen, dass Mietern für Mietrückstände bis Ende Juni nicht gekündigt werden kann, die Miete muss allerdings dann später nachgezahlt werden. Zudem wurde ein Sozialschutzpaket beschlossen, das nicht nur Selbstständige und Freiberufler, sondern ausdrücklich auch in Not geratene Bürger unterstützen soll, die ihre Miete nicht mehr zahlen können. Die Umsetzung ist allerdings Sache der Bundesländer. Die Hansestadt Hamburg hat z.B. gestern beschlossen, für bis zu 6 Monatsmieten ohne vorherige Bedürftigkeitsprüfung aufzukommen. Diesbezüglich sollten Sie sich bei den örtlichen Behörden erkunden, welche Unterstützung Ihnen zustünde.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Amelie am 31.03.2020 12:08

Guten Tag,

ich habe aufgrund eine Pflichtpraktikums ein WG-Zimmer als Untermieterin angemietet, war aufgrund der Corona-Krise und meines verschobenen Praktikums aber keinen einzigen Tag in der Wohnung der Hauptmieterin/Vermieterin der Wohnung. Zudem vermute ich Wucher, da die Wohnung eine Genossenschaftswohnung ist (50qm, 2 Zimmer) und ich 530 Euro warm für das Zimmer von 12-14qm maximal zahlen muss. Inbegriffen sind Strom- und Heizkosten. Die Hauptmieterin verlangt dennoch eine weitere halbe Monatsmiete für bis Mitte April (damit hätte ich seit Mitte März bis Mitte April die volle Miete für das Zimmer gezahlt) und die Nebenkosten sind wie gesagt dabei. Wenn ich keinen einzigen Tag in der Wohnung war/sein konnte, darf die Vermieterin bzw. die Hauptmieterin (die aber eine geringere Miete zahlt (400 Euro!)) dann die Miete inklusive Nebenkosten verlangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2020 08:19

Hallo Amelie,

ob es sich um Mietwucher handelt oder nicht, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen. Grundsätzlich kann die Möblierung des Zimmers aber eine höhere Miete rechtfertigen als bei einer Vermietung im nicht möblierten Zustand. Hinsichtlich des Umstands, dass Sie das Zimmer nicht nutzten: darauf kommt es bei vorliegen eines Mietvertrags nicht an. Die Corona-Krise hat insofern die rechtliche Lage nicht außer Kraft gesetzt. Im Zivilrecht gilt, dass Verträge einzuhalten sind.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Daniel_tm am 30.03.2020 17:40

Hallo, ich hätte auch eine Frage.

Durch einer finanzieller Schieflage befand ich mich schon im Februar in Mietrückstand. Die Kündigung die vor zwei Wochen kam, ist für morgen den 31. angesetzt. Wenn ich bis dahin die Miete nicht bezahlt habe, muss ich ausziehen. Zum allen Überfluß sieht es aktuell dannach aus, als wenn ich die kommende Miete nicht einmal rechtzeitig zahlen kann, da mein Atbeitslosengeldantrag noch bearbeitet wird, dass ich aufstockend zum Kurzarbeitergeld noch bekommen würde. Allerdings ist selbst das noch nicht da....

.... Ich weiß, dass der Bundestag beschlossen hatt , dass Mieter in der aktuellen Krise nicht gekündigt werden darf, sofern es um Mitschulden ab dem 01.04 geht. Jetzt ist meine Frage, da ich jetzt schon vorher einen halben Monat nicht arbeiten durfte und mir somit durch der Pandemie ohne Eigenverschulden finanzielle Einbußen entstanden, dazu rückwirkend für März noch kein Geld bekommen habe. Wie verhällt es sich da?

Darf der Vermieter auch wenn die Kründigung vor der Krise ausgesprochen worden ist, trotzdem einfach so auf die Straße setzten?

Vielen Dank und MFG

Daniel Jahn

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.03.2020 09:26

Hallo Daniel_tm,

leider ist es so, dass die Sonderregelung, wonach pandemiebedingte Mietrückstände keine fristlose Kündigung rechtfertigen, nur für Mietrückstände ab dem 01.04. gelten.

Ungeachtet dessen kann ein Vermieter seinen Mieter auch bei Vorliegen von Kündigungsgründen, bzw. anch einer Kündigung nicht einfach eigenmächtig auf die Straße setzen. Um eine Wohnung zu räumen, bedarf es eines gerichtlichen Räumungstitels, d.h., der Vermieter müsste klagen.

Wir raten aber dennoch dazu, zu versuchen, mit dem Vermieter unter Schilderung Ihrer Lage, ein konstruktives Gespräch zu suchen um die Kündigung abzuwenden. Denn wenn der Vermieter auf Räumung klagen würde und es absehbar ist, dass er den Prozess gewinnt, würde die unterlegene Partei zwar Zeit gewonnen haben, aber eben auch die Prozesskosten tragen müssen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


brutale Ungerechtigkeit am 01.04.2020 20:02

kenne einen Fall in Bayern, FH Architektin hatte Jahrelang brav fuer 30 qm 600 Eur warm bezahlt moebliert. Job verloren, und nach 3 Mo nicht zahlen wurde das Schloss ausgetauscht da möblierter Vertrag und sie war auf Strasse. Sie ist im OBdachlosenheim!!! am Tag im Park unten hier..Einfach geräumt...Sie bekam A.losen geld dann ging der hartz Sozialvertrag nicht sie war jeden Tag am Amt weinend die Beamten machten Null, mein Anwalt wollte Geld von Ihr, Amt zahlt ihr den Anwalt nicht!! am Ende wurde ihr Strom abgestellt...dann nach 3 Mo nicht zahlen WURDE SIE AUF DIE STRASSE GESETZT DIES WAR APRIL 2019 IN BAYERN! Sie ist immer noch im Frauenheim. Jetzt. Der Staat half gab ihr nie was...angeblich war die Wohnung laut Beamten zu teuer...aber nur 30 qm und billiger findet mal nichts nichts...

Sie war Selbstmord Nahe.


brutale ungerechtigkeit am 01.04.2020 20:16

wieso Klagen...sie zahlte 3 Mo nicht war moeblierter Vertrag dan Strom ab dann handy laden ging nur bei mir...dann staendig am Amt war sie Jobcenter sagte 600 Eur warm zahlt Hartz etc nicht udn nahc 90 Tagen nicht zahlen wurde sie sprichwoertlich rausgeworfen...aber alle Assozialen hier zahlt das amt die miete...selbe Wohnung wie Architektin aber alte Verträge haben die 350 eur Kalt warm...500 od weniger...sie zog 2013 ein warm 600 zahlte bis 2018 Dez dann ab Jan 19 nicht 3 Mo und 1 April auf Strasse...das ist real...nun ist sie im Frauenheim! wo nur XXX Frauen von gewalttätigen Maenner sind Maenner aus XX. Sie war meine Nachbarin!! ichb habe auchb nur 1 Zimmer ich zahle inzwischen schon 650!! man muss eben alten Vertrag haben und schwarz arbeiten.....dann zahlt das Amt meinen Anderen Nachbarn alles die saufen mit kisten Bier die ganze Nacht da no work and amt der Steuerzahler wie die Architektin zahlt eben alles fuer Assoziale. Die Wertschaffenden werden ausgesaugt in D. die 13 Mio Nettosteuerzahler um auf die anderen Umzuverteilen...es ist zum Verzweifeln...ohne Zureden haette sie sich vom Balkon gestürzt...sehr schlimme Geschichte...anwaelte alle überlastet...passen Sie auf als Deutscher bekommen sie in Bayern nichts...aber neben ihren Frauenheim..ganz nah ist ein Sozialwohnung mit 8 app. da wohnen nun refugees...alles frei!! einen von denen kenne ich persoenlich...Afganistan Schiite kam mit Frau Sohn 2015 zahlte 6000 usd ...am aus Iran...war 42 damals...kam aus Iran...schlepper 6000 usd...er hatte es satt am Bau zu arbeiten...war schon 42...der wohnt in Sozialwohnung...hat null job seit 2015...in der freien gr wohnung!! nicht weit weg! von dem Frauenheim...ich sage Ihnen passen Sie auf...so einfach wie hier dargestellt ist es nicht...stellen sich Dt beamte quer!! gg Deutsche wie immer...und Anwalt überlastet null zeit and will money then what?? wenn sie keine Fam haben dann wie Architektin auf Strasse. Mir war uebel Kotzuebel als sie bei mir weinend am Boden kauerte...

Yalcin am 29.03.2020 10:37

Hallo ,

Darf der Vermieter trotz der Corona Krise unsere Mietkaution behalten .

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 11:14

Hallo Yalcin,

Vorona-Krise und Mietkaution haben nichts miteinander zu tun. Der Vermieter kann die Kaution eine zeitlang ganz oder teilweise noch einbehalten, wenn er noch Ansprüche geltend machen will. I.d.R. aber allerhöchstens 6 Monate, eher kürzer. Ein teilweises Zurücklbehalten ist ansonsten dann möglich, wenn eine Betriebskostennachzahlung zu erwarten ist, dann aber höchstens bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Vermieter spätestens abrechnen muss.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

tamiko 2 am 28.03.2020 19:19

Kann ich währen der corona krise meinem untermieter verbieten, besuch zu empfangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 10:51

Hallo tamiko 2,

dafür, dass die Regeln eingehalten werden, ist die Exekutive zuständig. Ob der Untermieter Besuch empfangen darf, hängt auch von den in Details abweichenden Regelungen der Bundesländer ab.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Thomas Richard am 28.03.2020 15:44

Thomas Richard

Guten Tag

Ich habe meinen Mietern am 30.11.2019 wegen Eigenbedarf gekündigt, die Kündigungsfrist

beträgt 9 Monate. Wird diese durch die Coronakrise unterbrochen?

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 10:46

Hallo Thomas Richard,

nach aktuellem Stand wird eine Eigenbedarfskündigung durch die Corona-Krise nicht unwirksam, hier fehlt es schlicht an der gesetzlichen Grundlage. Natürlich kann es aber sein, dass die Bundesregierung sich, so die Krise länger anhalten sollte, der Problematik bewusst wird, und mit entsprechenden gesetzlichen Stellschrauben nachbessert.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Josef am 28.03.2020 13:05

Meine Mieter haben ein Kind und müssen aufgrund von Corona Urlaub beantragen und zu Hause bleiben. Da das Kind (2 Jahre alt) jetzt häufiger und den ganzen Tag über zu Hause ist (in NRW ist Kontaktverbot und heute ist der 28.03.2020 daher noch sehr aktuell) wird es manchmal laut und schreit wenn es spielt oder Klötze auf den Boden wirft.

Da jetzt vermehrt andere Mieter Homeoffice machen, fordern Sie meine Mieter mit ihrem Kind auf, das Haus für Spaziergänge und Spiele mit dem Kind zu verlassen. Damit es ruhiger ist und sie Homeoffice machen können. Da der Lärm teilweise auch früh, in der Mittagsruhe oder auch in den Abendstunden passiert. Darf man das?

auf Kommentar antworten

Josef am 28.03.2020 13:05

Oder was für Möglichkeiten gibt es?


Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 10:38

Hallo Josef,

Gerichte haben in der Vergangenheit dergestalt geurteilt, dass Lärmbelästigungen durch Kleinkinder sozialadäquat sind. Anders ausgedrückt: Auch wenn sich die Mieter, die HomeOffice machen, durch den Kinderlärm gestört fühlen: da müssen die durch...

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Leonore am 01.04.2020 20:22

sagen Sie Ihrem Mieter er soll das Arbeiten lassen. Bei Lärm ist das Stress und wenn der Lärmende mehr Rechte hat als derjenige der Werte schafft und Steuern zahlt, damit eben diese Kinder freies Leben haben, es wird ja eh alles umverteilt von Singles die schaffen auf Fam., dann soll er am besten gar nicht mehr arbeiten und sich auch vom Staat aushalten lassen wie alle Kinder, Studenten etc. Wozu im Stress was schaffen das dan genau auf diese Kinder umverteilt wird?

Julia am 27.03.2020 21:41

Hallo,

ich habe von meinen Vermietern Anfang Feb. eine Eigenbedarfskündigung für meine Mietwohnung bekommen. Da ich schon sehr lange in der Wonnung lebe, habe ich ein Jahr Kündigungsfrist und muss Ende Jan. ausziehen, die Zeit vergeht jedoch so schnell. Auf dem angespannten Wohnungsmarkt ist es ja ansich schon schwierig etwas bezahlbares zu finden aber nun habe ich zusätzlich finanzielle Einbußen, weil meine Mieterin (ich vermiete eine kleine Gewerbeeinheit) durch die Coronakriese bedingt keine Miete mehr zahlen kann. D.h. für mich, es ist momentan nahezu aussichtslos mit meinem nun geringen verbleibenden Rest-Einkünften (für die Kleinvermieter gibt es leider keine Entschädigung) eine neue Wohnung zu finden. Der neue Kündigungsschutz für die Mieter trifft leider auf die Eigenbedafskündigungen für mich als Mieterin nicht zu und verschafft auch keinen Aufschub. Ich bin wirklich verzweifelt und weiß nicht weiter. Was mache ich nur, wenn ich keine Wohnung finde?

Hat jemand einen Rat für mich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 09:45

Hallo Julia,

sofern die EIgenbedarfskündigung wirksam formell und inhaltlich korrekt ist, ist sie leider wirksam. Sie haben aber ja noch etliche Monate Zeit, eine neue Wohnung zu finden, eine Vielzahl von Angeboten finden Sie auf immowelt.de.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Brutale Ungerechtigkeit am 01.04.2020 20:33

Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 09:45

was soll die Antwort? das ist eine reine Verhoehnung..

Julia, Rechtsschutz Anwalt fragen und klagen..Regierung holt Mio. von Refugees ins Land...Mieten steigen brutal, Staat zahlt den Neuen alles, die eure Renten zahlen? aber nichtmal Spargel pflücken koennen? also unbedingt guten Anwalt suchen und klagen...es kann nicht sein, dass Reg. alles dicht macht, Sie Ausfall haben ...aber selber sollen sie hohen Miete blechen..man findet nichts! null...meine Nachbarn ex Architektin landete im Park...kein Witz traurige Realität ansonsten ins Ausland gehen Ostblock kaum Steuern ..zero Ref. safe nice safe walk at nite...von der Miete koennen Sie in HU, Thai gut leben....aber traurig das man so abgeschroepft wird und Null Rechte hat als D. der immer einzahlte..also sichern Sie guten Anwalt. btw Ich denke die Immoblase platzt nun endlich...big recession coming BIG alle. Die Irrsinnspolitik der Jahre 2011 EUR AKW CO2 Energiewende was auch immer CV wegen Virus alles dicht machen...wird bezahlt ...das wird knallhart fuer D. ab nun..Knallhart ..aussser man ist Beamter also Staatsdiener ...das fliesst ja das Geld die Renten alles ohne einzuzahlen OHNE werte zu schaffen...ich bin schon lange ausgewandert...Gehen Sie weg..Ost Eu or Asia. Usa..

Tigerkostüm am 27.03.2020 14:22

Guten Tag,

ich möchte auch gerne mein Problem schildern:

Als Student habe ich einen Mietvertrag für ein Zimmer in einem Studentenwohnheim unterschrieben und per Post an das Unternehmen geschickt, welches dort wie auch in anderen Gebäuden der Stadt Wohnungen vermietet. Der Mietvertrag galt ab 16. März und wurde am 2. März unterschrieben, abgeschickt und auch die Kaution schon bezahlt.

Eine Woche später kam eine Benachrichtigung per Mail, dass die Universität vorerst geschlossen bleiben wird und lediglich online-Vorlesungen stattfinden.

Seitdem war ich noch nicht im Studienort, der 2h von meinem jetzigen Wohnort entfernt ist, wo ich nun bleiben muss. Eine Schlüsselübergabe fand demnach auch (noch) nicht statt.

Am Telefon sagte man mir, dass Vertrag Vertrag bliebe und auch wenn ich im Semester gar nicht dorthin käme, ich doch für 6 Monate dort Miete zu zahlen hätte.

Nach Lesen Ihres Artikels hier, habe ich doch nun die Möglichkeit, meinen Vertrag (eine Widerrrufsbelehrung findet sich nicht im Mietvertrag) zu kündigen oder? Und wenn ja, wie gehe ich jetzt vor?

Vielen Dank für Ihre Mithilfe

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 08:55

Hallo Tigerkostüm,

rein rechtlich gesehen ist wohl der Vermieter im Recht. Die Corona-Krise führt nicht dazu, dass geltende Gesetze außer Kraft sind, es sei denn, der Gesetzgeber ändert die Gesetze. Das ist aktuell dahingehend geschehen, als dass der Bundestag beschlossen hat, dass momentan fristlose Kündigungen wegen Mietrückständen nicht zulässig sind, rückständige Mieten allerdings später nachgezahlt werden müssen. Ungeachtet dessen gilt weiterhin der Grundsatz, dass Verträge ihre Gültigkeit behalten. Ob in Ihrem Fall Gerichte etwaige Härtegründe zu einer abweichenden Beurteilung annehmen könnten, lässt sich aufgrund der beispiellosen Ausnahmesituation allerdings nicht beurteilen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

adelheid am 26.03.2020 09:47

Hallo, guten Morgen,

Wohne in einem 2-fam-Haus als einziger Mieter. Dies soll nun verkauft werden. habe schriftliche Bestätigung einer neuen Wohnung, jedoch noch keinen Mietvertrag bei der BG unterschrieben. Benötige für die neue Wohnung z. B. komplett neue Küche und noch ein paar andere Möbel. Tapeziert muß auch werden. Kann ich aufgrund der Coronakrise in der alten Wohnung bleiben? Keine Möbel kaufen können, kein privater Umzug?

Danke. Gruß A. Nimptsch

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.03.2020 10:28

Hallo adelheid,

solange die alte Wohnung nicht gekündigt ist, können Sie freilich in dieser bleiben. Auch wenn das Haus verkauft werden soll, läuft der Mietvertrag wie gehabt einfach weiter (Kauf bricht nicht Miete). Und solange der Vertrag für die neue Wohnung noch nicht unterschrieben ist, sind sie auch hier noch nicht in der Pflicht.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Sandra04 am 26.03.2020 11:15

Danke für Ihre Antwort, das Problem liegt ja bei meinem Vermieter. Ich habe mit ihm schon gesprochen gehabt. Seine Antwort wie gesagt war ja. Das ich meine Auflagen habe und er kein Problem sieht, dass ich die doppelte Miete zahlen kann zwecks der Auflage vom Gericht. Sozusagen besteht er drauf das ich die 840€ zahle. Mit meinem Vermieter kann man leider nicht reden. In meinen Augen ist er einfach egoistisch. Ich weiß nicht mehr weiter was ich noch machen kann.


adelheid am 28.03.2020 09:17

Hallo nochmal,

gestern habe ich nebenbei erfahren, daß ein Interessent das 2-fam-Haus gekauft haben soll. Ich fühle mich wegen Corona-Teufel-hat Ausgang in einer großen Zwickmühle. Wenn ich wegen Kontakt-oder Ausgangssperre nicht umziehen kann mit allen vorherigen Planungen und bleibe in der jetzigen Wohnung. Kann mir im Ausnahmezustand dann trotzdem wegen Eigenbedarf gekündigt werden? Gruß A. Nimptsch. Bleiben Sie gesund


Immowelt-Redaktion am 30.03.2020 10:08

Hallo Adelheid,

unabhängig von der Corona-Krise bleibt eine Eigenbedarfskündigung (bis auf Weiteres, so denn der Gesetzgeber hier nichts ändert) weiterhin möglich. Allerdings ist eine Eigenbedarfskündigung nicht von heute auf morgen möglich. Zum einen kann der neue Eigentümer erst dann kündigen, wenn er im Grundbuch eingetragen ist und Sie in Kenntnis darüber versetzt, das er der neue Eigentümer ist. Zum anderen gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Und sollte es doch während der Krise zu einer Eigenbedarfskündigung kommen, so könnte es durchaus denkbar sein, dass aus Härtegründen zumindest eine Verzögerung möglich wäre, wobei hier allerdings keine gesicherten AUssagen getroffen werden können.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Sandra04 am 25.03.2020 12:39

Hallo zusammen, ich habe auch ein Problem. Vor einem halben Jahr war ich noch vom Amt abhängig. Jetzt habe ich seit September 2019 eine neue Arbeit ( Vollzeit). Im Januar musste ich dann erfahren, dass ich Mietschulden durch das Amt habe. Das ging dann vor Gericht. Der Vergleich was vom Gericht und von meinem Vermieter getroffen worden ist lautet so. Ich muss jetzt doppelt Miete zahlen sprich 840€ Monatlich muss aber trotzdem bis Juni aus der Wohnung sein. Neue Wohnung hab ich schon (Mündliche zusage der neuen Vermieterin. Nur noch nicht Unterschrieben da sie nicht nach Amberg kommt durch den Coronavirus. Jetzt kann ich das erst mal nicht mehr durch den Coronavirus da ich in Kurzzeitarbeit geraten bin. Hab mit meinem Vermieter schon gesprochen nur er meinte nur, dass ich die Auflage habe und er da kein Problem sieht. Hab mit dem Gericht auch schon gesprochen die können mir auch nicht mehr weiter helfen, da dass Verfahren nicht mehr läuft. Nur ich habe eine Tochter bin alleinerziehend und muss sie ja ernähren. Hat jemand einen Tip für mich

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.03.2020 08:10

Hallo Sandra04,

die Bundesregierung plant derzeit ein Gesetz, wonach Mieter, die während der Krise unverschuldet die Miete nicht zahlen können, nicht gekündigt werden darf. De facto dürfte es aktuell aber so sein, dass dann, wenn Sie unverschuldet Ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, dies in der Praxis zunächst nicht mit einem Verlust der Wohnung einhergehen dürfte. Wir können es z.B. nicht vostellen, dass aktuell Gerichstvollzieher Zwangsräumungen durchführen, da dies wohl zu riskant wäre. Wir raten zu einem klärenden Gespräch mit dem Vermieter; hinsichtlich des neuen Mietvertrags bestünde auch die Möglichkeit, den Vertrag auf dem Postwege zu Ihnen zu schicken.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 27.03.2020 08:04

Hallo Sandra04,

Sie haben Ihre Rückfrage beim falschen Kommentar untergebracht ;)

WIe bereits erwähnt, soll es ein Mietmoratorium geben, wonach es wegen der Corona-Krise keine Konsequenzen haben soll, wenn Mieten ziwschen April und Juni nicht gezahlt werden, sofern der Mieter einen Zusammenhang mit der Krise darlegen kann (was bei Kurzarbeit wohl der Fall wäre). Die rückständigen Mieten sollen laut diesem Mietmoratorium spätestens bis Juni 2022 gezahlt werden. Nach unserem Kenntnisstand soll über dieses Gesetz noch heute in der Länderkammer abgestimmt werden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Nicole am 25.03.2020 11:40

Wir haben eine Frage zur aktuellen Situation: unser gewerblicher Mieter wird aufgrund der Corona-Krise seine Miete zum jetzigen Zeitpunkt nicht begleichen. Wie sieht es mit den Nebenkostenvorauszahlungen aus? Müssen diese von ihm geleistet werden oder müssen wir diese ebenfalls "vorstrecken"? Vielen Dank vorab für ein kurzes Feedback!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.03.2020 07:59

Hallo Nicole,

die Bundesregierung plant aktuell, dass Wohnraummietern, die wegen der Krise Ihre Miete nicht zahlen können, vorerst nicht gekündigt werden darf. Geplante analoge Regelungen für Gewerberaummieter sind uns nicht bekannt. Sie könnten Ihrem Gewerbemieter aber darauf hinweisen, dass Bund und Länder einige Sofortprogramme in die Wege geleitet haben, um kleinere Gewerbebetriebe finanziell zu unterstützen. Zweck dieser Unterstützungen ist es nämlich auch, dass Gewerbemieter mit Einnahmeausfällen ihre laufenden Kosten und somit auch die Miete zahlen können. Rein rechtlich gesehen ist Ihr Mieter trotz Krise nämlich immer noch verpflichtet, Miete und Betriebskosten zu zahlen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Alma am 25.03.2020 07:39

Ich habe einen neuen Mietvertrag zum 15.4.2020. Durch das Coronavirus ist in Bayern Kontaktsperre und auch Handwerker die in der neuen Wohnung noch Arbeiten zu verrichten haben, kommen nicht. (auch wenn diese könnten) Es sind noch Renovierungsarbeiten am Boden zu erledigen, so dass die Möbel nicht aufgestellt werden können.

Habe ich eine rechtliche Chance den neuen Mietvertrag aufgrund der besonderen Situation in Bayern - gilt ja nun auch im ganzen Land, den Mietvertragsbeginn zu verschieben? ggf. mit einer "Abstands-Zahlung" die geringer ist als die Miete? Der bisherige Vermieter würde noch eine Karenzzeit gewähren da er selbst in die Wohnung ziehen möchte.

Zwei Mieten zu bezahlen auf evtl. 2 Monate - das ist finanziell ein Kraftakt und nicht leicht zu stemmen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.03.2020 10:38

Hallo Alma,

da in der derzeitigen Ausnahmesituation alles neu ist, können wir hier keine verbindliche Antwort geben. Unserer Einschätzung nach fehlt es aber an einer rechtlichen Grundlage, den Mietbeginn einfach zu verschieben. Allerdings plant die Bundesregierung aktuell eine krisenbedingte Mietrechtsänderung, wonach zeitlich befristet einem Mieter nicht gekündigt werden kann, wenn er die Miete nicht zahlt; die Miete müsste dann aber später nachgezahlt werden.

Auch stellt sich die Frage, wer für den Einbau des Bodenbelags zuständig ist. Wenn das der Vermieter ist, so hätten Sie eine bessere Position. Denn dieser muss die Wohnung im vertraglich vereinbarten Zustand übergeben. Tut er dies nicht, kann er u. U. haftbar gemacht werden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

LaoDiao am 23.03.2020 10:52

Wir haben unserem Mieter Anfang März wegen ausbleibender Mietzahlungen fristlos gekündigt. Ist bei der neuen Rechtslage diese Kündigung gegenstandslos oder bleibt Sie unberührt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.03.2020 12:04

Hallo LaoDiao,

derzeit gibt es keine neue Rechtslage. Es ist zwar naheliegend, dass Vermieter bei Mietrückständen während der Corona-Krise kulant sind und nicht gleich eine Kündigung aussprechen, wenn der Grund der Mietrückstände in der Krise liegt. In Ihrem Fall sind aber die Mietrückstände noch vor der Krise angefallen, weshalb die Kündigung weiterhin wirksam sein dürfte.

Ob die Kündigung aktuell durchsetzbar ist, steht auf einem anderen Blatt. Zieht der Mieter zum Kündigungstermin nicht aus, müssten Sie Räumungsklage erheben, hier dürfte es bei vielen Gerichten zu Verzögerungen kommen. Und auch nach erfolgreicher Räumungsklage ist es fraglich, ob ein Gerichtsvollzieher die Zwangsräumung durchführen würde, solange noch Gefahr besteht.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Kuku am 23.03.2020 07:07

Ich habe einen Mietvertrag zum 15.4.20 abgeschlossen,nun durch Corona kann ich nicht zum Zeitpunkt umziehen, kann man auf einen späteren Zeitpunkt den Mitvertrag versuchen zuändern problemlos? Ich will ja nur lässt es die momentane Situation nicht zu, ich kann aber nicht zwei Mieten aufbringen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.03.2020 11:40

Hallo Kuku,

derzeit sind Umzüge (noch nicht) explizit verboten, sofern Sie nicht in Quarantäne sind und/oder zeitnah eine Ausgangssperre verhängt wird, wird zwar von Umzügen eher abgeraten, möglich sind sie aber (noch). Möglicherweise sind die Regelungen aber je nach Bundesland unterscheidlich. Auf der Webseite der bayerischen Staatsregierung heißt es aktuell z.B. zu dem Thema: "Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Der Abschluss eines Mietvertrages und eine Wohnungsübergabe sind nicht explizit verboten. Wichtig ist zu überlegen, ob der Termin jetzt stattfinden muss oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann. Wenn nicht, ist bei einem Zusammentreffen z. B. zwischen Mieter und Vermieter bei der Wohnungsübergabe auf den Mindestabstand von 1,5 m zu achten. Die bekannten Hygieneregeln (keine Hände schütteln, Hände waschen) sollten unbedingt eingehalten werden. Ein Umzugsunternehmen darf den Umzug durchführen, denn berufliche Tätigkeiten sind erlaubt. Keinesfalls sollten „Freunde und Familie“ beim Umzug mit anpacken, sofern sie nicht Angehörige des eigenen Hausstandes sind."

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Lisa am 22.03.2020 20:49

Es herrscht kontaktverbot aber wir müssen zum 30.30.2020 aus unserer Wohnung sein und würden am 28.3.2020 umziehen mit 1 Helfer. Darf man das wie verhält sich das

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.03.2020 11:38

Hallo Lisa,

sofern sie nicht in Quarantäne sind und/oder zeitnah eine Ausgangssperre verhängt wird, wird zwar von Umzügen eher abgeraten, möglich sind sie aber (noch). Möglicherweise sind die Regelungen aber je nach Bundesland unterscheidlich. Auf der Webseite der bayerischen Staatsregierung heißt es z.B. zu dem Thema: "Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Der Abschluss eines Mietvertrages und eine Wohnungsübergabe sind nicht explizit verboten. Wichtig ist zu überlegen, ob der Termin jetzt stattfinden muss oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann. Wenn nicht, ist bei einem Zusammentreffen z. B. zwischen Mieter und Vermieter bei der Wohnungsübergabe auf den Mindestabstand von 1,5 m zu achten. Die bekannten Hygieneregeln (keine Hände schütteln, Hände waschen) sollten unbedingt eingehalten werden. Ein Umzugsunternehmen darf den Umzug durchführen, denn berufliche Tätigkeiten sind erlaubt. Keinesfalls sollten „Freunde und Familie“ beim Umzug mit anpacken, sofern sie nicht Angehörige des eigenen Hausstandes sind."

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Angie am 22.03.2020 09:54

Wer schütz bitte die Vermieter? Die Banken wollen ihr Geld haben. Ob Mietzahlungen vorhanden oder nicht,

auf Kommentar antworten

Tim am 21.03.2020 13:34

Unser Vermieter hat jetzt 19.3 Eigenbedarf angemeldet wir bekommen in der Krise keine Besichtigung und sollen In 3 Monaten aus dem Haus ist das noch rechtens??

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.03.2020 10:09

Hallo Tim,

grundsätzlich bleiben wirksam ausgesprochene Eigenbedarfskündigungen wirksam. Es könnte sionnvoll sein, in der aktuellen Lage ein Gespräch mit dem Vermieter zu suchen, ob ein Aufschub möglich ist. Ob und inwiefern bei einer möglichen gerichtlichen Auseinandersetzung die derzeitige Krise Berücksichtigung findet, können wir leider nicht beurteilen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Felix am 20.03.2020 22:04

Hallo, mein jetziger Mieter hat die Kündigung verlangt und unterschrieben. Am 31.Mai sollte er die Wohnung verlassen. Ich habe schon einen Nachfolger gefunden, der am 01.Juni in die Wohnung umzieht. Heute rufte mich der jetziger Mieter, dass es vielleicht wegen Coronavirus, kann er nicht eine neue Wohnung besuchen, und deswegen nicht finden. Zusätzlich könnte er nicht weg von der Wohnung wenn es verpflichtend wird zu Hause zu bleiben. Ich habe ihm gesagt, dass es immer noch kein Verbot gibt, und deswegen kann er neue Wohnungen besuchen. Ich verstehe es nicht. Er hat eine gute Arbeitsstelle, er wird es noch behalten. Wenn er nichts findet ist es sein Problem oder? Das Thema hat überhaupt nichts mit dem Coronavirus zu tun.

Kann Jemanden mir ein Tip geben? Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.03.2020 09:26

Hallo Felix,

grundsätzlich ist die vom Mieter ausgesprochene Kündigung wirksam. Da die jetzige Situation außergewöhgnlich ist, wagen wir allerdings nicht zu beurteilen ob dann, wenn es tatsächlich zu einer Ausgangssperre kommen sollte, der Auszug zum Kündigungstermin durchsetzbar ist.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

bernado am 20.03.2020 16:42

Der Umzug ist geplant für 30.04.20. Ein Nachmieter ist schon vorhanden und hat den Mietvertrag beim Vermieter unterschrieben. Ich ziehe in ein eigenes Mobilheim um. Das würde gestern geliefert und auf ein Pachtgrundstück aufgestellt. Allerdings ist es nicht abgeschlossen mit Strom, Gas und Wasser. Was ist wenn dies durch den Handwerksbetrieben wegen Corona nicht möglich ist? Darf ich dann in der Wohnung auch ohne Mietvertrag bleiben, bis mein Mobilheim angeschlossen ist?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.03.2020 08:59

Hallo bernado,

wenn der Mietvertrag zum 30.04 gekündigt ist, müssen Sie zu diesem Zeitpunkt auch ausziehen. Wir raten Ihnen dazu, ggf. mit dem Vermieter bzw. dem Nachmieter zu reden, eventuell ist es ja auf dem Kulanzwege möglich, den Umzug auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Aneeda am 20.03.2020 03:43

Hallo,

Ich habe ein Auslandsjahr geplant, muss jetzt wegen der aktuellen Lage nach 3 Monaten zurück kommen. Meine Wohnung ist untervermietet, ich habe 3 Monate Kündigungsfrist. Ich habe auf das Verständnis und Entgegenkommen des Untermieters gehofft, er besteht aber auf die drei Monate. Gibt es die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.03.2020 08:29

Hallo Aneeda,

abschließend können wir das aus der Ferne zwar nicht beantworten. Aber wenn ein Untermietvertrag geschlossen wurde, bleiben die Vereinbarungen wirksam. Demzufolge sehen wir sehen da kaum Möglichkeiten einer fristlosen Kündigung, solange der Untermieter sich nichts zuschulden kommen lässt, das eine solche rechtfertigen würde. Sofern ein Untermieter kein Entgegenkommen zeigt, bleiben die vertraglichen Vereinbarungen bestehen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Lanahamburg am 18.03.2020 20:12

Aufgrund Coronavirus..

auf Kommentar antworten

Lanahamburg am 18.03.2020 20:11

Mein Mieter möchte mich nicht reinlassen damit ich Termine wahrnehme mit neuen Mietern. Was tue ich jetzt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.03.2020 08:49

Hallo Lanahamburg,

da die aktuelle Ausnahmesituation für uns alle vollkommen neu ist, können wir hier keine wirkliche Einschätzung abgeben. Wir vestehen Ihre Situation, aber genauso auch die Ängste des Mieters. In normalen Situationen wäre der Mieter verspflichtet, solche Besichtigungen zu dulden. Aufgrund der realen Gefahrenlage und der aktuell ungebremst exponentiell ansteigenden Fallzahlen können wir uns aber kaum vorstellen, dass ein Richter das Vorgehen des Mieters als unzulässig aburteilen würde.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion