Wie Mieter mit dem Coronavirus umgehen sollten

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Corona beeinflusst auch Mieter und ihre Vermieter. Welche Regelungen für Mietrückstände, Wohnungsbesichtigungen und im Mehrfamilienhaus gelten.

Corona, Mieter, Mietshaus, Covid-19, Foto: iStock.com / Halfpoint

Was, wenn der Mieter wegen Corona die Miete nicht zahlen kann?

Mieter, die ihre Miete nicht zahlen konnten, durften in der ersten Coronaphase 2020 von ihrem Vermieter per Gesetz nicht wegen Mietrückständen gekündigt werden. Erst, wenn der Mieter seine Mietschulden von April 2020 bis Juni 2020 bis zum 30. Juni 2022 nicht zurückgezahlt hat, darf der Vermieter diesbezüglich von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machen.

Für 2021 gab es eine solche Regelung nicht, da Mieter und Vermieter sich wohl meist privat auf eine Regelung einigten. Der Gesetzgeber sah eine Verlängerung der Schutzmaßnahme daher als nicht notwendig an. Alle Mietrückstände nach Ende Juni 2020 ermöglichen dem Vermieter daher die Kündigung des Mieters.

Wer in Zahlungsschwierigkeiten kommt, der sollte weiterhin früh genug seinen Vermieter informieren. Um glaubhaft zu machen, kein Einkommen zu haben, sollten Mieter sich vom Arbeitgeber eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen.

Doch auch Vermieter werden geschützt: Laufende Darlehensverträge von Immobilieneigentümern sollen in Absprache mit dem Kreditinstitut ebenfalls gestundet werden können.

Müssen Mieter trotz Quarantäne oder einer Corona-Erkrankung ausziehen?

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes gilt bei einer Coronaerkrankung das sogenannte Vollstreckungsrecht: Das Recht des Mieters auf körperliche Unversehrtheit hat Vorrang vor dem Räumungsinteresse des Eigentümers. „Da alle Menschen aufgerufen sind, sich solidarisch zu verhalten und Kontakte drastisch zu reduzieren, kann der Mieter – auch zum Schutz anderer – nicht zum Auszug verpflichtet werden.“

Darf ein Mieter den unterschriebenen Mietvertrag während Corona widerrufen?

Einen bereits unterschriebenen Mietvertrag ohne Kündigungsfrist aufzulösen ist schwierig, auch während Corona.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Mieter einen Mietvertrag widerrufen:

  • Zum einen muss der Vermieter Unternehmer im Sinne des Gesetzes (§ 14 BGB) sein. Das ist er nur, wenn er mehrere Wohnungen – also mindestens zwei – vermietet.
  • Zum anderen muss der Mietvertrag über Fernkommunikationsmittel geschlossen worden sein (per Brief, E-Mail, Telefon, etc.). In Zeiten der Coronapandemie kann das durchaus häufiger vorkommen.

Sind diese Eckpunkte gegeben, besteht ein Widerrufsrecht. Die Frist beträgt in der Regel 14 Tage – ohne Widerrufsbelehrung verlängert sie sich auf 12 Monate und 14 Tage.

Darf ein Mieter eine Kündigung zurücknehmen während Corona?

Nein. Ist die Wohnung gekündigt, gibt es auch durch Corona kein Recht darauf, die Kündigung zu widerrufen. Die Entscheidung ist endgültig. Einzige Ausnahme: Der Vermieter akzeptiert die Rücknahme. Das kann in der Coronakrise unter Umständen so sein, weil der Vermieter vielleicht Sorge hat, dass er das Objekt nicht rechtzeitig nachvermieten kann.

Darf ich während Corona Wohngeld beantragen?

Um Wohngeld beantragen zu können, müssen Arbeitnehmer in eine bestimmte Einkommensstufe rutschen. Dazu Rechtsanwältin Esther Czasch: „Wenn die Situation durch die Coronakrise so ist, dass Arbeitnehmer arbeitslos werden oder in Kurzarbeit kommen, und deshalb das Einkommen nicht mehr für die Miete ausreicht, ja! Dann können sie Wohngeld beantragen."

Für den Wohngeldanspruch müssen Betroffene glaubhaft nachweisen, dass die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes nicht reichen. Das geht am einfachsten durch Belege wie den Mietvertrag, die aktuelle gekürzte Lohnabrechnung aufgrund der Coronaviruslage oder eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers, dass der Lohn wegen Kurzarbeit geringer ausfallen wird. Die zuständige Behörde prüft dann, ob in dem konkreten Einzelfall ein Anspruch auf Wohngeld besteht.

Darf ein Mieter wegen Einkommensverlust durch Corona die Miete mindern?

Nein. Generell kommen, laut Rechtsanwältin Esther Czasc, Mietminderungen nur in Betracht, wenn der Vermieter die Mietsache nicht zur Verfügung stellen kann oder es Mängel gibt.

Sollten sich während Corona Engpässe oder Ausfälle bei externen Versorgern wie beispielsweise für Wasser, Strom und Heizung ergeben, ist zu klären, ob der Vermieter dafür einstehen muss. Das hänge auch davon ab, ob er diese Leistungen mietvertraglich schuldet oder der Mieter diese selbst beauftragt. "In gewerblichen Mietverträgen ist die Haftung des Vermieters für Ausfälle externer Versorger jedoch regelmäßig vertraglich ausgeschlossen", sagt Czasch.

Kann der Vermieter dem Mieter während Corona fristlos kündigen oder Eigenbedarf anmelden?

Die Kündigungsbeschränkung aus der ersten Coronaphase 2020 umfasste lediglich fehlende Mietzahlungen aus den Monaten April bis Juni 2020. Bis Ende Juni 2022 müssen Mieter diese ausstehenden Zahlungen leisten.

Bestehen Mietrückstände aus den Monaten vor April 2020 oder nach Juni 2020 weiter sind fristlose Kündigungen und Räumungsklagen möglich. Das gilt insbesondere auch für weitere Kündigungsgründe des Vermieters, wenn beispielsweise Eigenbedarf angemeldet wird. Auch das Ignorieren der Hausordnung ist weiter ein gültiger Kündigungsgrund.

Können sich Mieter gegen Räumungsklagen während Corona wehren?

Ist die Kündigung rechtens und berührt nicht die Kündigungsbeschränkung zwischen April und Juni 2020, hat der Mieter kaum eine Möglichkeit, die Räumungsklage in der Corona-Krise abzuwenden. Besonderen Schutz vor Zwangsräumungen in der Corona-Krise haben Mieter nicht. Erhebt der Mieter gegen seine Räumungsklage Widerspruch und kann nachweisen, dass die Beendigung des Mietverhältnisses eine Härte darstellt, könnte die Zwangsräumung womöglich ausgesetzt oder aufgeschoben werden. Besondere Härte könnte beispielsweise durch eine Coronainfektion und die damit verbundene Quarantäne bestehen.

Mietminderung, wenn der Nachbar an Corona erkrankt ist?

Nein. Eine Corona-Erkrankung eines Mitbewohners oder des Nachbarn ist kein Grund zur Mietminderung, weil es keinen Mangel der Mietsache darstellt.

Mietminderung, wenn wegen Corona Gemeinschaftsflächen gesperrt sind?

Die Tendenz geht zu Nein. Zudem käme es darauf an, ob die Mitbenutzung des Spielplatzes oder des Gemeinschaftsgartens vertraglich als Bestandteil vereinbart wurde. Eine Mietminderung wegen nur unerheblicher Mängel ist zudem laut § 536 BGB nicht zulässig. Eine Spielplatzschließung könnte beispielsweise selbst dann, wenn der Spielplatz zur vertragsgemäßen Nutzung gehört, möglicherweise einen nur unerheblichen Mangel darstellen.

Sind Wohnungsbesichtigungen während Corona noch erlaubt?

Ja, einem Mieter muss die Möglichkeit geboten werden, sich auch während Corona eine neue Wohnung anzusehen, weil er aus der alten Wohnung ausziehen muss. Weiterhin sollten vorzugsweise Einzelbesichtigungen stattfinden und zur Sicherheit bestimmte Hygienemaßnahmen und Abstände eingehalten werden.

Was ist bei der Wohnungsübergabe während Corona zu beachten?

Auch an der Wohnungsübergabe sollten so wenig Personen wie möglich mitwirken, um niemanden unnötig zu gefährden.

Haben Mieter Anspruch auf Schutzvorkehrungen gegen Covid-19 im Mietshaus?

In der Regel nicht. Der Vermieter ist laut Reiner Wild, dem Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, nicht verpflichtet, Treppenhaus und Gemeinschaftsräume außerordentlich zu reinigen und zu desinfizieren. Auch auf bauliche Veränderungen oder organisatorische Maßnahmen des Vermieters, die einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter sicherstellen sollen, haben Mieter keinen Anspruch. „Einfach, weil sie in der Regel nicht durchführbar sind“, so Wild. Daran ändert sich auch nichts, wenn ein Mieter im Mietshaus an Covid-19 erkrankt und unter Quarantäne steht. Denn: „Das allgemeine Infektionsrisiko ist als Lebensrisiko hinzunehmen.“

Dürfen während Corona Reparaturen in meiner Wohnung durchgeführt werden?

Handwerkliche Tätigkeiten sind erlaubt. Heizungs- und Klimahandwerker sowie Elektriker beispielsweise erbringen weiterhin ihre Leistungen „und werden selbstverständlich die staatlichen Vorgaben beachten“, sagt ein Sprecher des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Betriebe seien sich ihrer Verantwortung bewusst und würden alles daransetzen, die Kunden auch unter diesen schwierigen Umständen zu bedienen.

Kann ich Handwerkern den Zutritt zu meiner Wohnung verweigern?

Da handwerkliche Tätigkeiten nicht untersagt und meist notwendig sind, müssen sie durchgeführt werden. Weigert sich ein Mieter aber strikt und lässt die Handwerker nicht in die Wohnung kann er aufgrund eines eventuell vorhandenen Mangels die Miete nicht mindern. Unter Umständen muss er sogar Schadenersatz leisten oder für die erneute Anfahrt des Handwerkers selbst aufkommen.

Mietmängel: Mietminderung, wenn wegen Corona kein Handwerker kommt?

Nach Paragraf 536 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) hat der Mieter das Recht auf Mietminderung, wenn ein Mangel an der Mietsache – Haus oder Wohnung – deren „vertragsgemäßen Gebrauch“ erheblich einschränkt, und zwar so lange wie diese Einschränkung besteht.

Die Kontrolle der 3G-Regel durch den Mieter ist aus Datenschutzgründen unzulässig. Gemäß § 28 b Infektionsschutzgesetz gilt für das Handwerk am Arbeitsplatz die 3G-Regelung. Betriebsinhaber sorgen in der Regel dafür, dass keine gesundheitliche Gefahr für die Kunden besteht.

Ob der Vermieter für einen Mangel verantwortlich ist oder nicht spielt keine Rolle und da es kein generelles Berufsverbot für Handwerker während Corona gibt, dürfte auch kein Sonderfall vorliegen.

Link-Tipp

Hier gibt es Antworten auf Fragen speziell zum Zusammenleben im Mehrfamilienhaus. Zum Beispiel:

  • Dürfen Mieter weiterhin die gemeinsame Waschküche nutzen?
  • Haben Mieter Anspruch auf Schutzvorkehrungen auf Gemeinschaftsflächen wie Flur und Treppenhaus?
  • Darf der Vermieter deine Desinfektionspflicht im Stil der Kehrwoche vorschreiben?
Kilian Treß19.04.2022

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21 Kommentare

Gewitterhexe am 19.08.2022 17:36

Hallo liebe alle,

Wir haben unsere Wohnung zu Ende Januar gekündigt. Am 27. Januar bekamen wir beide ( auch mein Mann) Corona. Das haben wir sofort dem Vermieter mitgeteilt und die Positiv Bescheide an den Vermieter geschickt. Wir befanden uns 10 Tage in Quarantäne. Der Vermieter verlangte von uns die Wohnung bis zum 4.2 zu räumen und für den Nachmieter bewohnbar zu machen. Zum 15.2 hat der Vermieter den Nachmietern schon den Mietvertrag gegeben.

Das haben wir natürlich nicht geschafft.

Nun sollen wir über 1000 Euro nachzahlen, weil der Vermieter die Wohnung auf Vordermann bringen musste. Ist das rechtens?

Gruß Katrin

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skaal@gmx.de am 14.07.2022 09:31

Hallo zusammen,

ich habe meine Whg zum 31.07. gekündigt. Bin nun aber an corona erkrankt..

Mache mir jetzt sorgen das wenn ich nicht rechtzeitig negativ teste ich den auszug / umzug nicht durchführen kann..

Kann der Vermieter mich einfach so rausschmeißen ?

Ich konnte ja nix dafür. Bin drei mal geimpft btw..

Viele Grüße

Skaal

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immowelt Redaktion am 14.07.2022 10:17

Hallo Skaal,

hier gilt das sogenannte Vollstreckungsgesetz. Das heißt, dass die körperliche Unversehrtheit vor dem Räumungsinteresse des Eigentümers Vorrang hat. Dein Vermieter kann dich in so einem Fall also nicht zum Auszug verpflichten, wenn du noch Corona-positiv bist oder in Quarantäne bist. Bitte bedenke, dass wir keine Rechtsberatung leisten können. Diese erhältst du von einem Fachanwalt oder beim Mieterbund.

Beste Grüße

deine immowelt Redaktion

Manuel50 am 01.12.2021 10:38

Darf ein Vermieter die Wohnung betreten also der hat mich fast überlaufen gestern.bevor ich Watt sagen konnte.darf der das ohne zustimmung

auf Kommentar antworten

redaktion.immowelt.de am 01.12.2021 14:26

Hallo Manuel,

ohne Zustimmung des Mieters darf der Vermieter die Wohnung nicht betreten.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Berufspendler am 14.11.2021 13:10

Hat man als Mieter das Recht(!?), seine Zweitwohnung unterzuvermieten, wenn man diese Wohnung aufgrund einer Homeoffice-Regel nicht nutzt? Habe Arbeitgeber und Zweitwohnung in Berlin, bin aber in meinem Hauptwohnsitz in einer anderen Stadt mit adäquatem Arbeitszimmer, Lebensgefährtin und Baby - bis wir wieder ins Büro dürfen.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 15.11.2021 12:45

Hallo,

Mieter haben das Recht eine Wohnung unterzuvermieten, müssen den Vermieter davon aber in Kenntnis setzen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Renia am 24.03.2021 15:39

Wir beziehen nächste Woche eine neue Wohnung, unsere aktuelle Wohnung ist zum Ende April gekündigt.

Wegen Corona findet keine Vorabnahme statt und auch keine gewöhnliche Übergabe. Der Vermieter verlangt lediglich das wir den Schlüssel zum Vertragsende in einem Briefumschlag in den Briefkasten der Wohnungsgenossenschaft reinwetfen.

Die Übergaberegeln sind zwar im Mietvertrag angegeben und auch in Kündigungsbestätigung erhalten, dennoch finde ich es merkwürdig das auch die gewohnte Übergabe entfällt. Muss ich als Mieter das so hinnehmen? Ich fände es schon angebrachter und auch für mich sicherer wenn der Vermieter mir gegenüber steht. Wie kann ich mich im Falle einer solchen Übergabe absichern?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 25.03.2021 09:10

Hallo Renia,

die derzeitige Situation macht erfinderisch. Fertigen Sie auf jeden Fall ein Protokoll an, dass Sie vom Vermieter unterschreiben lassen und machen Sie Fotos. Sonst könnte Ihnen unter Umständen Schäden angehaftet werden, für die Sie nicht ursächlich sind.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Elke Müller am 16.03.2021 12:54

Ich hab eine Art Hiferuf bekommen, dass jemand seine Miete nicht zahlen kann und möchte eine Telefonnummer einer Institution, die in diesem Fall ein oder zweimal aushilft. Ich weiss, dass es das gibt. Die Ämter verlangen in diesem Fall eine Kündigungsbestätigung der Wohnung. Soweit ist es aber wohl noch nicht. Habt ihr in solchem Falle eine Telefonnummer für mich, die ich weitergeben kann?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 17.03.2021 10:55

Hallo Elke,

zuständig dürfte hier das Sozialamt oder das Jobcenter sein, eventuell kann auch ein Antrag auf Wohngeld positiv beschieden werden. Auch die Beratung durch einen Mieterverein kann Möglichkeiten aufzeigen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Yuunchen1990 am 11.03.2021 10:26

hallo eine bekannte von mir bezieht harz4 und hat nun leistungssperre bekommen und mindestens 2 mieten offen plus die kaution nun hat sie eine fristlose kündigung erhalten ist diese in der aktuellen lage überhaupt rechtens ?

auf Kommentar antworten

Yuunchen1990 am 07.05.2021 09:33

immowelt Redaktion warum bekommen alle anderen ne antwort bzw nen rat und ich und andere nicht !!!???


immowelt Redaktion am 10.05.2021 11:47

Hallo Yuunchen,

wir bekommen täglich eine Vielzahl an Kommentaren und Fragen. Wir versuchen so viele wie möglich davon zu beantworten. Dass Sie zu Ihrem Kommentar keine Antwort bekommen haben, ist keine Absicht.

Zu Ihrer Frage: Ist ein Mieter mit den Mietzahlungen im Rückstand hat der Vermieter die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung. Nach Ihrer Schilderung halten wir das für rechtens. Spielen Sie auf die aktuelle Corona-Lage an so gibt es aktuell keine gesetzlichen Regelungen für Mietzahlungen. Lediglich im letzten Jahr hatten betroffene Mieter die Möglichkeit ihre Miete für die Monate April bis Juni 2020 auszusetzen. Allerdings müssen die offenen Mietzahlungen bis 2022 nachgeholt werden. Andernfalls kann der Vermieter ebenfalls eine Kündigung aussprechen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtsgültige Beratung leisten können oder dürfen. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Fachanwalt für Mietrecht, einen Mieterschutzbund oder das Jobcenter direkt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Aura am 07.03.2021 10:40

Vermieter verbietet aufgrund Beherbergungsverbot (welches eigentlich nur für touristische Zwecke gut)Besuch von Familie da diese aus einem anderen Bundesland kommt! Darf er das????

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 08.03.2021 08:31

Hallo Aura,

nein, der Vermieter darf dies nicht verbieten, wenn es sich um privaten Besuch handelt.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Valerio am 05.03.2021 11:40

ehr geehrte Damen und Herren,

ich befinde mich in der Situation, dass ich aus der Wohnung, in der ich wohne, zwangsgeräumt werden soll. Ich habe derzeit einen Untermietvertrag. Der Grund für die Zwangsräumung ist, dass der Hauptmieter die Miete für zwei Monate nicht bezahlt hat, nachdem ich den Mietendeckel angefordert habe. die Miete wurde reduziert, Hauptmieter hat die Miete nicht an die Hausverwaltung gezahlt, damit sie einen Grund haben, seinen Hauptmietvertrag zu kündigen.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 05.03.2021 13:08

Hallo Valerio

das ist ein sehr spezieller Fall, bei dem wir Ihnen nur raten können, mit dem Hauptmieter und dem Vermieter zu versuchen, eine Einigung zu erzielen. Im Zweifel hilft aber auch der Ganz zum Anwalt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Elfünfra am 17.02.2021 17:32

Darf der Vermieter den Einzug des Freundes verbieten, während des Lockdown

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 05.03.2021 13:07

Hallo,

der Vermieter hat zumindest ein Mitspracherecht, wer in der Wohnung wohnt. Es gilt zumindest, alle Karten auf den Tisch zu legen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Petra61 am 31.01.2021 14:09

Hallo ich habe habe eine frage?ich bin Rentnerin 61 J.ich bin auf Rügen geboren nach Bayern gezogen . Möchte ende Februar wieder in die Heimat habe eine kleine WH. gefunden. Ich brauche kein Transporter nur mein kleines Auto geht das . Und kann ich mich da anmelden beim Meldeamt wegen Corrona ? Danke für die Antwort Lg. Petra

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 01.02.2021 08:13

Hallo Petra,

Umzüge sind weiterhin gestattet. Private Helfer allerdings dürfen nur im Rahmen der Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen bei Ihrem Umzug helfen.

Fragen Sie am besten dorekt bei den örtlichen Ämtern nach, ob Sie sich anmelden können.

Bitte habn Sie Verständnis, dass wir keine rechtssichere Auskunft geben können und dürfen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion


Petra78 am 01.02.2021 12:03

Danke liebe immowelt Redaktion das ist sehr gut bleiben sie alle gesund und danke das es euch gibt .

Jacky am 19.01.2021 21:21

Hallo, wir haben mit unserem Vermieter einen gerichtlichen Vergleich geschlossen,dass wir aufgrund vorangegangenen Eigenbedarfskündigung zum 31.04.21 ausziehen.Nun findet man jedoch auch aufgrund von Corona keine 4zimmer Wohnung. Wir haben zwei Kinder.Müssen wir trotzdem ausziehen?Oder was kann man machen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 20.01.2021 08:07

Hallo Jacky,

entweder der Vermieter lässt sich in der Situation um einen Aufschub überzeugen, oder sie versuchen sich schnellst möglich eine neue Wohnung zu finden. Besichtigungen sind derzeit nicht verboten, auch wenn sie aufgrund der Kontaktbeschränkung nicht mit der ganzen Familie gemacht werden können.

Beste Grüße und viel Erfolg

immowelt Redaktion

Conni am 17.01.2021 20:19

Hallo, ich habe eine Frage. Am Donnerstag will der Vermieter die Heizkostenzähler in allen Wohnungen austauschen lassen. Es betrifft den gesamten Wohnblock. Ist dies zulässig? Sollte jemand infiziert sein, kann das Virus schön von Wohnung zu Wohnung weiterverteilt werden. Unbegreiflich in der jetzigen Situation.

auf Kommentar antworten

Tobi am 16.01.2021 18:42

Kann der Vermieter zum jetzigen Zeitpunkt wegen Corona und Lockdown meine Kündigung ablehnen? Wir wollen auf Mai kündigen.

auf Kommentar antworten

redaktion.immowelt.de am 19.01.2021 14:39

Hallo Tobi,

nein. Wenn sie fristgerecht kündigen, können sie zum Wunschtermin raus.

Beste Grüße

Erni am 12.01.2021 12:08

Ich bin Student und durchs Homeoffice nur selten in meiner Wohnung in Uni nähe. Im Mietvertrag ist geregelt, dass ich 3 Monate Kündigungsfrist habe und ich stets nur zum 1.3. Und 1.9. Mein Mietverhältnis kündigen kann. Also immer zum Semester Ende. Ich hab mich bis jetzt nicht getraut, weil ich immer dachte 'ach vielleicht geht's nächstes Semester ja wieder' nun weiß ich aber, dass das kommende Semester auch online stattfinden wird. Aber die Kündigungsfrist für den 1.3. Wäre jetzt ja schon abgelaufen. Kann ich da irgendwas machen? Wenn ich jetzt zum 1.9. Kündige ist bis dahin ja vielleicht schon wieder alles besser

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 15.01.2021 15:43

Hallo Erni,

unseres Wissens nach gibt es wegen Corona keine speziellen Kündigungsmodalitäten. Am besten Fragen Sie beim Studentenwohnheim nach, ob es einen Weg gibt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

M.a.s am 20.12.2020 19:03

Guten Abend ich und mein Sohn sind positiv auf corona getestet worden jetzt soll am Dienstag unsere Wohnung trotzdem geräumt werden .... trotz wir in Quarantäne sind geht das?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 21.12.2020 15:47

Hallo M.a.s.

das fragen Sie am besten in einem Telefonat das örtliche Gesundheitsamt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Noby am 19.12.2020 16:27

Guten Tag,

ich besitze eine Eigentumswohnung, in der ich nicht wohne und diese vermieten werde. Darf ich jetzt dringende Instandhaltungsarbeiten mit einem Freund durchführen, unter Beachtung von Abstand und Maske?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 21.12.2020 16:04

Hallo Noby,

die Regel sagt: zwei Hausstände, maximal fünf Personen. Demnach Ja!

Beste Grüße

immowelt Redaktion

kklaus am 18.12.2020 20:06

Guten Tag,

Wir haben jetzt folgende Problematik: Nächste Woche soll unsere Wohnungsübergabe stattfinden, müssen allerdings noch die Wände streichen. Wir können allerdings nicht mehr die Baumärkte betreten, da wir nicht zu der Handwerkergruppe gehören und ich finde es nicht gerechtfertigt eine Malerfirma zu beauftragen, nur weil der Kauf der Materialien mir verwehrt bleibt. Außerdem solle man ja zur heutigen Zeit die Kontakte auf ein Minimum beschränken und es gibt die Empfehlung, aufschiebbare Reparaturen auch erst später durchführen zu lassen.

Wie verhalte ich mich jetzt richtig? Fällt somit der "Zwang zur Renovierung" weg?

auf Kommentar antworten

Volker Raach am 24.04.2021 21:40

Man kann Farbe im Internet bestellen oder sogar telefonisch im Baumarkt reservieren und diese dann im Baumarkt abholen.

Auch Pinsel und Rolle und Klebeband kann man alles telefonisch machen.


immowelt Redaktion am 21.12.2020 16:12

Hallo kklaus,

Sie sollten hier mit ihrem Vermieter sprechen und versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

mrkyn am 13.12.2020 00:51

Hallo,

ich habe meinen Mieter wegen Eigenbedarf gekündigt, er hat laut Gesetz noch 6 Monate Zeit drin zu bleiben. Sein Anwalt hat mir ein Schreiben zurückgeschickt, dass sie die Kündigung mit Nichtwissen bestreiten und dass es für Ihn aufgrund der Corona Situation zur Zeit eine Härte ist und er sich auf Sozialwiderspruch beziehen wird.

Da ich selber dringend aus meiner jetzigen zu kleinen Zimmer von meinen Eltern raus möchte/muss, gibt es irgendetwas was ich da noch tun kann?

LG

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 17.12.2020 11:53

Hallo mrkyn,

wenn der Kündigung mit Nichtwissen bestritten wird, dann heißt es noch nicht, dass die Kündigung nicht rechtens ist. Sie sollten sich hierbei Hilfe bei einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverband suchen und sich rechtlich über die nächsten Schritte beraten lassen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

MO3112 am 09.12.2020 20:07

Ich arbeite im Homeoffice u d brauche viel Ruhe. Jetzt wird unter mir die Wohnung vom Eigentümer renoviert und ich kann nicht mehr vernünftig arbeiten. Muss ich das hinnehmen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 10.12.2020 09:52

Hallo,
leider hat der Eigentümer das Recht, die Wohnung zu modernisieren. Sie müssen die Geräuschkulisse in dem Fall also hinnehmen; selbst wenn er die Arbeiten nicht frühzeitig angekündigt hat. Allerdings haben Sie, wenn Sie Mieter sind, die Möglichkeit, die Miete zu mindern, sollte der Baulärm sie intensiv belästigen. Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber.

Beste Grüße
immowelt Redaktion

Jan am 09.12.2020 13:39

kann ich wg. des Katastrophenfalles Widerspruch auf Eigenbedarfkundigung einlegen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 09.12.2020 13:46

Hallo Jan,

nein, der Katastrophenschutz berührt das Mietrecht in keinster Weise.

Beste Grüße

immowelt Redaktion