Zehn Tipps zur Wohnungssuche

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Wer eine neue Mietwohnung sucht, muss auf einiges achten - mit diesen zehn Tipps zur Wohnungssuche gelingt der Tapetenwechsel reibungslos.

Wohnungssuche
Die neue Bleibe: Wohnungssuche mit System angehen. Foto: Meltem

Tipp 1: Umgebung erkunden

Wer in eine neue, ihm unbekannte Stadt zieht, sollte vor der konkreten Wohnungssuche zunächst die Stadtteile erkunden. So lassen sich später unnütze Besichtigungstermine vermeiden, weil die Wohngegend ohnehin nicht in Frage käme. In größeren Städten helfen dabei Dienste wie Google Streetview oder Bing Streetside.

Tipp 2: Suche eingrenzen

Die einfachste Möglichkeit, ein breites Angebot an Wohnungsangeboten zu erkunden, ist heute die Suche in Immobilienportalen wie immowelt.de. Hier lassen sich in der Suchmaske zahlreiche Einschränkungen eingeben: Zum Beispiel Stadtteil, Wohnungsgröße, Quadratmeterzahl.

Tipp 3: Preisvergleich anstellen

In vielen Städten gibt es Mietspiegel, die einen Anhaltspunkt für das ortsübliche Mietniveau liefern. Doch 100-prozentig verlassen kann man sich auf die Angaben nicht. Denn Vermieter sind bei einer Neuvermietung nicht an die im Mietspiegel ausgewiesenen Preise gebunden, es herrscht Vertragsfreiheit. Der Mietspiegel spielt lediglich bei Mieterhöhungen eine Rolle. Immobilienportale wie immowelt.de bieten die Möglichkeit, sich die Angebote sortiert nach Preisen anzeigen zu lassen. So kann man sich schnell einen Überblick über die tatsächlich verlangten Preise bei Neuvermietungen machen.

Tipp 4: Nebenkosten beachten

Eine günstige Kaltmiete kann darüber hinwegtäuschen, dass die Gesamtkosten deutlich höher liegen können. Zwar werden die Nebenkosten in den meisten Angeboten ausgewiesen. Doch sollte man darauf achten, ob es sich um kalte oder warme Nebenkosten handelt. In vielen Wohnungen befindet sich zum Beispiel eine Gastherme, so dass der Verbrauch separat mit dem jeweiligen Energieversorger abgerechnet wird und nicht in den Nebenkostenvorauszahlungen enthalten ist. Ein Energieausweis gibt zudem darüber Auskunft, ob das Gebäude, in dem die Wohnung liegt, eher sparsam oder energetisch sanierungsbedürftig ist.

Tipp 5: Vorbereitungen für den Besichtigungstermin

Hat man erst einmal einen Besichtigungstermin vereinbart, sollte man sich auf den Besichtigungstermin gut vorbereiten. Dabei gilt: Auf angemessene Kleidung achten, pünktlich erscheinen und einige Unterlagen bereithalten. In der Regel möchten Vermieter einiges von ihren neuen Mietern wissen und fragen das in einer Selbstauskunft ab. Zwar ist kein Mietinteressent verpflichtet, irgendetwas von sich zu offenbaren; wer jedoch alle Fragen zu seiner Person und zu seinen wirtschaftlichen Verhältnissen unbeantwortet lässt, hat wohl kaum eine Chancen, die Wohnung zu erhalten. Auch die Vorlage einer Gehaltsabrechnung kann die eigene Zahlungsfähigkeit dokumentieren und so Vertrauen schaffen. Das erhöht die Chance, bei der Vermietung zum Zuge zu kommen.

Tipp 6: Besichtigungstermin

Auch für einen Besichtigungstermin gilt: Der erste Eindruck ist entscheidend. Ein freundliches und gepflegtes Erscheinen kann die Chance erhöhen, den Zuschlag zu erhalten. Übertreiben sollte man aber nicht. Wer sich verstellt und übertriebene Höflichkeitsfloskeln von sich gibt, weckt eher Miss- als Vertrauen.

Tipp 7: Nachbarschaft erkunden

Nicht nur die Wohnung und das nähere Umfeld zählen, sondern auch das künftige Verhältnis zur Nachbarschaft. Wenn sich die Möglichkeit bietet, sich mit einem künftigen potenziellen Nachbarn zu unterhalten, sollte diese genutzt werden. So erfährt man einerseits einiges über die Stimmung im Haus, andererseits aber auch, ob vermieterseits alles rund läuft, etwa, ob der Vermieter bei Mängeln oder Schäden schnell reagiert.

Tipp 8: Wohnungen vergleichen

Wer auf Wohnungssuche ist, besichtigt in der Regel nicht nur eine Immobilie, sondern mehrere. Beim Vergleich sollte auch auf Details geachtet werden: Eine Gastherme mit Brennwerttechnik verspricht niedrigere Heizkosten als eine ohne diese Energiespar-Technik. Und moderne Isolierglasfenster halten die Wärme besser in den Räumen als ältere Verglasungen. All das hat nicht nur Einfluss auf die Wohnqualität, sondern auch auf die Höhe der Nebenkosten und sollte deshalb beim Vergleichen mit berücksichtigt werden.

Tipp 9: Auf Preisverhandlungen verzichten

Außer in Städten mit einem hohen Leerstand und damit Überangebot an Wohnungen sind Preisverhandlungen über die Miethöhe unüblich. Wer es dennoch versucht, verschlechtert seine Chancen, den Zuschlag zu erhalten. Denn Vermieter haben meist mehrere Interessenten und sind wenig gewillt, von ihren Preisvorstellungen abzuweichen.

Tipp 10: Mietvertrag prüfen

Mietverträge enthalten oft Klauseln, die für den Mieter eher ungünstig sind. Die gute Nachricht dabei: Viele dieser Klauseln wurden von Gerichten für ungültig erklärt. Wenn in einem Mietvertrag zum Beispiel steht, dass der Mieter spätestens nach einem bestimmten Zeitabschnitt die Zimmer neu streichen muss, oder wenn die Farbe, in der zu streichen ist festgelegt wird, so sind diese Vereinbarungen ungültig und es gilt die gesetzliche Regelung. Und diese besagt, dass der Vermieter für alle diese Arbeiten zuständig ist. Allerdings gibt es auch nachteilige Klauseln, die rechtlich Bestand haben. So kann in einem Mietvertrag vereinbart werden, dass beide Parteien für bis zu vier Jahre beidseitig auf eine Kündigung verzichten. Deshalb sollte man vor der Unterschrift den Mietvertrag genau studieren.


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