Corona und die Immobilienbranche - aktuelle Informationen, Foto: istock.com / Phynart Studio

Corona und die Immobilienbranche - aktuelle Informationen

Die Coronapandemie bestimmt auch mit Beginn des neuen Jahres das Zusammenleben. Scharfe Kontaktbeschränkungen und der bis 7. März verlängerte Lockdown haben auch weiter Einfluss auf die Immobilienbranche. Die wichtigsten Informationen und Antworten rund ums Besichtigen, Verkaufen und Vermieten während der Coronapandemie erhalten Sie hier.

Hier finden Sie aktuelle und hilfreiche Tipps für Suchende, Eigentümer und Makler.

Immobilienprofis

Dürfen Interessenten Objekte vor Ort gezeigt werden?

Es gab und gibt kein Tätigkeitsverbot für Makler. Unter Einhaltung der Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen in manchen Bundesländern, können Immobilienprofis auch weiterhin Immobilien zeigen. Weiteres lesen Sie hier.

Gibt es Unterstützung für Makler?

Ja. Seit Dezember 2020 können Selbstständige, die Einkommensausfälle haben, die Überbrückungshilfe III beantragen. Bund und Länder wollen so Umsatzrückgänge abmildern.

Alle Infos für die Profis gibt's hier.

Suchende

Darf ich noch Wohnungen oder Häuser besichtigen?

Ja. Solang die Hygienemaßnahmen beachtet und in manchen Bundesländern auch die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden, sind Einzelbesichtigungen möglich. Intensive Vorgespräche können helfen nicht zwingend notwendige Besichtigungen zu vermeiden. Hier erfahren Sie mehr.

Sind Umzüge mit privaten Helfern jetzt möglich?

Prinzipiell ja. Zurzeit ist allerdings nur Kontakt zwischen einem Haushalt und einer weiteren Person erlaubt, das gilt auch für private Helfer. Es empfiehlt sich ein professionelles Umzugsunternehmen zu beauftragen. Was bei einem Umzug noch zu beachten ist.

Alle Infos für Suchende gibt's hier.

Verkäufer

Dürfen Immobilien trotz Corona verkauft werden?

Ja. Grundsätzlich sind alle geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und für bestimmte Termine, wie den Notartermin, mehr Zeit einzuplanen. Mehr erfahren Sie hier.

Lohnt es sich meine Immobilie jetzt zu verkaufen?

Insgesamt zeigt sich der Immobilienmarkt bisher wenig beeinflusst von der Pandemie.  Die Kauf- und Mietpreise haben sich durch Corona kaum verändert und steigen weiter, wenn auch weniger stark, an. Genaueres lesen Sie hier.

Alle Infos für Verkäufer gibt's hier.

Mieter

Was, wenn ich meine Miete nicht mehr zahlen kann?

Ihre Miete müssen Sie auch jetzt zahlen, sonst darf der Vermieter kündigen. Weitere Mietstundungen sind bisher nicht vorgesehen. Sprechen Sie bei Zahlungsnot früh genug mit dem Vermieter. Was Sie sonst noch beachten müssen.

Muss ich Besichtigungen in meiner Wohnung akzeptieren?

Der Vermieter hat das Recht auf Weitervermietung. Für Besichtigungen muss also eine Lösung gefunden werden, mit der alle Beteiligten einverstanden sind. Die Gesundheit aller muss dabei im Vordergrund stehen. Weiteres lesen Sie hier.

Alle Infos für Mieter gibt's hier.

Vermieter

Was, wenn der Mieter die Miete nicht zahlen kann?

Durch einen speziellen Kündigungsschutz bis Juni 2020 haben betroffene Mieter bis Juni 2022 Zeit ihre offenen Mieten zu zahlen. Fälligkeiten, die der Vermieter dadurch selbst nicht bedienen kann, etwa Darlehensverträge, können sie auch stunden. Mehr lesen Sie hier.

Was, wenn sich ein Mieter infiziert hat?

Der Vermieter ist gesetzlich nicht zu außerordentlicher Reinigung oder gar baulichen Veränderungen aufgrund der Coronapandemie verpflichtet. Vorschriften zum Schutz kann er bedingt über die Hausordnung regeln. Mehr erfahren Sie hier.

Alle Infos für Vermieter gibt's hier.

Bauherren

Können Bauarbeiter weiterhin auf meine Baustelle kommen?

Die Ausübung eines Berufes ist weiterhin explizit erlaubt. Bauarbeiter und Handwerker dürfen ihrer Arbeit also wie gewohnt nachgehen. Allerdings sind auch auf Baustellen Hygienemaßnahmen geboten.

Wer kommt für Schäden auf, die durch Corona entstehen?

Ob Baufirmen schadenersatzpflichtig sind, ist derzeit nicht klar. Der Bauherr sollte sich im Zweifel selbst um die Sicherung der Baustelle kümmern und alles dokumentieren. Weitere Tipps lesen Sie hier.

Alle Infos für Bauherren gibt's hier.

Corona-Immobilien-Ticker

Februar

  • erneute Verlängerung des Lockdowns

Zwar sinken die Infektionszahlen, doch die mutierten Coronaviren breiten sich schnell aus und können noch nicht weitreichend eingeschätzt werden. Die Bundesregierung verlängert die Kontaktbeschräbkungen und Maßnahmen daher erneut - bis zum 7. März 2021 - um einer dritten Infektionswelle vorzubeugen. Demnach sind weiter private Treffen im eigenen Haushalt nur mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Im ÖPNV und beim Einkaufen müssen OP-Masken oder Masken der Standards KN95 oder FFP2 getragen werden und Arbeitgeber müssen Beschäftigten überall dort, wo es möglich ist, Homeoffice ermöglichen. Auch auf nicht notwendige private Reisen und Besuche sollen die Menschen verzichten.

 

Januar

  • Verlängerung des Lockdowns

Zu Beginn des neuen Jahres sind die Infektionszahlen noch immer sehr hoch. Nach der Verlängerung des Lockdowns am 05. Januar gelten Kontaktbeschränkungen von einem Haushalt und nur einer weiteren Person. Die Geschäfte, Restaurants und körpernahen Dienstleister bleiben weiterhin geschlossen. Ausgenommen sind weiterhin Lebensmittelhandel und Handel mit notwendigen Waren des täglichen Bedarfs. 

Am 19.01. beschließen Bund und Länder, trotz mäßig sinkender Infektionszahlen, eine erneute Verlängerung des Lockdown bis zum 14. Februar. Hintergrund ist vor allem die Mutation B1.1.7, die deutlich infektiöser ist als das uns bisher bekannte Virus. Neben den bisherigen Maßnahmen, die weiter Bestand haben, gilt künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken, wie OP-Masken oder Masken mit KN95- oder FFP2-Standard. Außerdem werden Arbeitgeber dringend gebeten, wo immer möglich, Homeoffice zu gewähren. Eine entsprechende Verordnung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales soll kommen und zunächst bis 15. März gelten. Weiter soll die Überbrückungshilfe III weiter verbessert werden.

 

Dezember

  • Lockdown

Die Infektionszahlen bleiben hoch. Zum 16. Dezember beschließt die Bunderegierung einen zweiten Lockdown. Vorerst bis zum 10. Januar 2021 gelten Kontaktbeschränkungen von maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten. Für diesen Zeitraum bleiben auch weitestgehend alle Geschäfte geschlossen. Ausgenommen sind Lebensmittelhandel und Handel mit ntwendigen Waren des täglichen Bedarfs. Außerdem stellt die Bundesregierung mit der Überbrückungshilfe III erneut finanzielle Mittel zur Verfügung. Diese können zunächst bis Ende Juni 2021 beantragt werden.

 

November

  • Lockdown light

Die Infektionszahlen steigen wieder stark an. Ende Oktober beschließt die Bundesregierung einen erneuten Lockdown: Ab 2. November gelten für vier Wochen wieder strengere Bestimmungen. Maximal zehn Personen aus zwei Haushalten dürfen sich noch treffen. Für Besichtigungen bedeutet das wieder darauf zu achten wer genau teilnimmt.

 

September

  • Überbrückungshilfe II

Für die Monate September bis Dezember 2020 kann die Überbrückungshilfe II beantragt werden. Sie ist ein Hilfsangebot des Bundes für kleine und mittelständische Unternehmen und Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb. Beantragt werden kann die Hilfe ab sofort über den Steuerberater. Mehr dazu gibt es hier.

 

Juli

  • Immobilien heiß begehrt: Häuser und Wohneigentum besonders im Fokus

Corona scheint den Wunsch nach Veränderung zu befeuern: Das Interesse an Immobilien steigt nach dem Lockdown stark an. Besonders im Fokus der Suchenden stehen Häuser: Anbieter erhalten auf immowelt und immonet im Mai 49 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahresmonat. Der Wunsch nach Eigentum zeigt sich durch mehr Kontaktanfragen von Suchenden und einem Rekord bei den Anfragen nach Baufinanzierung. Hier geht’s zur Pressemitteilung.

 

April/ Mai

  • Maßnahmen der immowelt

Immowelt steht seinen Partnern in der Krise zur Seite: Neben individuellen Lösungen für jeden Kunden bietet immowelt kostenlose Corona-Webinare an: In praxisbezogenen Online-Seminaren geben Experten den Immobilienprofis verständlich aufbereitete Informationen und Tipps, wie sie ihr Gewerbe bestmöglich durch die Krise navigieren. Mit Erfolg: Die Webinare waren regelmäßig ausgebucht. Zur Pressemitteilung geht es hier.

 

April

  • Mietstundung

Die Bundesregierung beschließt ein Gesetz zur Stundung von Mietzahlungen. Mieter, die wegen der Coronpandemie in finanziellen Schwierigkeiten sind und ihre Miete nicht zahlen können, sind bis Ende Juni 2020 vor der Kündigung ihres Vermieters geschützt. Die Mietrückstände müssen Betroffene bis Juni 2022 nachgezahlt haben.

 

März

Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium beschließen 50 Milliarden Euro als Soforthilfen für Soloselbständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte freizugeben.

  • Lockdown

Die Coronapandemie hat Deutschland erreicht. Am 16. März gibt die Bundesregierung erste Leitlinien bekannt. Ansammlungen von mehr als 50 Leuten sind nun untersagt. Für die Immobilienbranche bedeutet das vor allem: Einzeltermine statt Massenbesichtigung.

Obwohl einige Dienstleister ein Betätigungsverbot erhalten, scheinen Makler dort nicht dazuzugehören. Um die Ansteckungsgefahr für alle zu verringern, sollten Makler allerdings Vorkehrungen treffen. Dazu gehört den Publikumsverkehr für das Büro einzudämmen und wenn möglich wichtige Angelegenheiten telefonisch zu klären.

  • Kontaktbeschränkungen

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus veranlasst die Bundesregierung dazu strenge Kontaktbeschränkungen zu erlassen. Sie beschließt, dass der Kontakt nur noch zu einer weiteren, nicht zum eigenen Hausstand gehörenden Person gestattet ist. Für Immobilienmakler, Wohnungssuchende und Eigentümer bedeutet das, dass Besichtigungen möglich sind, die Teilnehmerzahl aber auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden muss und Hygienemaßnahmen sowie Abstandsgebote dringend einzuhalten sind.

Alle Ratgeber zur Coronakrise