Corona und die Immobilienbranche - aktuelle Informationen, Foto: iStock.com / Phynart Studio

Corona und die Immobilienbranche - aktuelle Informationen

Die Coronapandemie bestimmt weiterhin das Zusammenleben. Die hohen Inzidenzen und Hospitalisierungsraten haben auch Einfluss auf die Immobilienbranche. Die wichtigsten Informationen und Antworten rund ums Besichtigen, Verkaufen, Vermieten und Wohnen während der Coronapandemie hat immowelt zusammengefasst.

Hier finden Sie aktuelle und hilfreiche Tipps für Suchende, Eigentümer und Makler.

Immobilienprofis

Dürfen Interessenten Objekte vor Ort gezeigt werden?

Es gab und gibt kein Tätigkeitsverbot für Makler. Unter Einhaltung der Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen können Immobilienprofis auch weiterhin Immobilien zeigen. Weitere Infos lesen Profis hier.

Gibt es Unterstützung für Makler?

Ja. Selbstständige, die Einkommensausfälle haben, können die Überbrückungshilfe III plus beantragen. Bund und Länder wollen so Umsatzrückgänge abmildern und Selbständige sowie Betriebe unterstützen.

Alle Infos für die Profis gibt's hier.

Suchende

Darf ich noch Wohnungen oder Häuser besichtigen?

Ja. Werden Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen eingehalten, sind Einzelbesichtigungen möglich. Intensive Vorgespräche können helfen nicht zwingend notwendige Besichtigungen zu vermeiden. Mehr dazu hier.

Sind Umzüge mit privaten Helfern jetzt möglich?

Prinzipiell ja. Allerdings ist, je nach Inzidenzwert der Region, teilweise nur beschränkter Kontakt möglich, das gilt auch für private Helfer. Es empfiehlt sich ein professionelles Umzugsunternehmen zu beauftragen. Was bei einem Umzug noch zu beachten ist.

Alle Infos für Suchende gibt's hier.

Verkäufer

Dürfen Immobilien trotz Corona verkauft werden?

Ja. Grundsätzlich sind alle geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Für bestimmte Termine, wie den Notartermin, sollten Beteiligte mehr Zeit einplanen. Hier mehr erfahren.

Lohnt es sich meine Immobilie jetzt zu verkaufen?

Insgesamt zeigt sich der Immobilienmarkt bisher wenig beeinflusst von der Pandemie. Die Kauf- und Mietpreise haben sich durch Corona kaum verändert und steigen weiter, wenn auch weniger stark, an. Genaueres gibt es hier.

Alle Infos für Verkäufer gibt's hier.

Mieter

Was, wenn ich meine Miete nicht mehr zahlen kann?

Ihre Miete müssen Mieter auch jetzt zahlen, sonst darf der Vermieter kündigen. Mietstundungen, wie 2020 sind bisher nicht vorgesehen. Bei Zahlungsnot sollte früh genug der Vermieter informiert werden. Was Mieter sonst noch beachten müssen.

Muss ich Besichtigungen in meiner Wohnung akzeptieren?

Der Vermieter hat das Recht auf Weitervermietung. Für Besichtigungen muss also eine Lösung gefunden werden, mit der alle Beteiligten einverstanden sind. Die Gesundheit aller sollte dabei immer die höchste Priorität haben. Weiteres zu Besichtigungen gibt es hier.

Alle Infos für Mieter gibt's hier.

Vermieter

Was, wenn der Mieter die Miete nicht zahlen kann?

Betroffene haben durch einen speziellen Kündigungsschutz bis Juni 2022 Zeit offene Mieten aus April bis Juni 2020 zu zahlen. Auch Vermieter können Fälligkeiten, die sie nun nicht bedienen können ebenfalls stunden. Mehr dazu gibt es hier.

Was, wenn sich ein Mieter infiziert hat?

Der Vermieter ist gesetzlich nicht zu außerordentlicher Reinigung oder gar baulichen Veränderungen aufgrund der Coronapandemie verpflichtet. Vorschriften zum Schutz kann er bedingt über die Hausordnung regeln. Hier lesen Vermieter mehr dazu.

Alle Infos für Vermieter gibt's hier.

Bauherren

Können Bauarbeiter weiterhin auf meine Baustelle kommen?

Die Ausübung eines Berufes ist weiterhin explizit erlaubt. Bauarbeiter und Handwerker dürfen ihrer Arbeit also wie gewohnt nachgehen. Allerdings sind auch auf Baustellen die AHA-Regeln einzuhalten.

Wer kommt für Schäden auf, die durch Corona entstehen?

Ob Baufirmen schadenersatzpflichtig sind, ist derzeit nicht klar. Der Bauherr sollte sich im Zweifel selbst um die Sicherung der Baustelle kümmern und alles dokumentieren. Weitere Tipps, um Schäden zu vermeiden lesen Bauherren hier.

Alle Infos für Bauherren gibt's hier.

Corona-Immobilien-Ticker

 

November 2021

  • 2G-Regel für Eigentümerversammlung unwirksam

Laut VDIV, dem Spitzenverband der Immobilienverwalter, sind Eigentümerversammlungen, bei denen die 2G-Regel gilt, wohl nicht ordnungsgemäß und damit anfechtbar. Ungeimpfte Wohnungseigentümer könnten sich zwar von Geimpften auf einer Eigentümerversammlung vertreten lassen, müssen es aber nicht.

  • Rekordhochs bei Inzidenzen und Hospitalisierungsraten: Neues Infektionsschutzgesetz

Da die Inzidenzen und Hospitalisierungsraten in Deutschland höher denn sind, haben Bundestag und Bundesrat sich auf eine Novellierung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt. Damit gehen wieder strengere Maßnahmen, wie beispielsweise die Homeoffice-Pflicht oder die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz einher. Die Länder können aber nicht mehr eigenmächtig über Ausgangssperren, flächendeckene Geschäftsschließungen oder Beherbergungsverbote entscheiden.

 

Juli/August 2021

  • Ende der Bundesnotbremse, Anrollen der 4. Welle

Aufgrund der stark gesunkenen Inzidenzen lief die Bundesnotbremse wie geplant am 30. Juni 2021 aus. Einige Kommunen waren zwischenzeitlich sogar bei einer Inzidenz von 0, was zu weiteren Lockerungen führte. Insbesondere durch die Delta-Variante des Coronavirus steigen die Inzidenzen jedoch zurzeit wieder an. Experten warnen vor der 4. Welle.

 

Mai/ Juni 2021

  • immer mehr Lockerungen durch sinkende Inzidenzen

Mit den stark sinkenden Inzidenzen und der kontinuierlich steigenden Anzahl Geimpfter treten nach und nach immer mehr Lockerungen in Kraft. Auch die verordnete bundeseinheitliche Notbremse, wird aller Voraussicht nach am 30. Juni 2021 auslaufen.

 

April 2021

  • bundeseinheitliche Notbremse

Nach Verabschiedung durch Bundestag und Zustimmung von Bundesrat tritt am 23. April, auf Grundlage des Vierten Bevölkerungsschutzgesetzes, die bundeseinheitliche Notbremse in Kraft. Ab einer Inzidenz von über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen gelten strengere Maßnahmen. Das sind private Kontaktbeschränkungen, ein Haushalt trifft maximal eine weitere Person, nächtliche Ausgangsperren und Regelungen zum Schulbetrieb. Spätestens am 30. Juni tritt die Notbremse wieder außer Kraft.

 

März 2021

  • erneute Verlängerung des Lockdowns und Verschärfung der Maßnahmen

Am 22. März 2021 beschließen Bund und Länder die Verlängerung der bisher geltenden Maßnahmen bis zum 18. April 2021, um die Coronapandemie einzudämmen. Damit ist weiterhin der Inzidenzwert entscheidend.

  • erste vereinzelte Lockerungen

Im neuen Bund-Länder-Beschluss stellt die Bundesregierung das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Pandemie vor. So sollen, je nach regionalem Inzidenzwert weitere Lockerungen in verschiedenen Bereichen möglich sein. Unterstützt wird dieser Plan mit Impfungen und Tests. Bereits ab 8. März dürfen sich wieder zwei Haushalte treffen – begrenzt auf fünf Personen. Bundesweit durften ab 1. März bereits Friseure ihre Arbeit wieder aufnehmen, auch andere körpernahe Dienstleistungen wurden vereinzelt wieder gestattet. Trotz steigender Inzidenzwerte durften in manchen Bundesländern mit den steigenden Temperaturen auch die Gartencenter und Gärtnereien öffnen.

 

Februar 2021

  • erneute Verlängerung des Lockdowns

Zwar sinken die Infektionszahlen, doch die mutierten Coronaviren breiten sich schnell aus und können noch nicht weitreichend eingeschätzt werden. Die Bundesregierung verlängert die Kontaktbeschräbkungen und Maßnahmen daher erneut - bis zum 7. März 2021 - um einer dritten Infektionswelle vorzubeugen. Demnach sind weiter private Treffen im eigenen Haushalt nur mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Im ÖPNV und beim Einkaufen müssen OP-Masken oder Masken der Standards KN95 oder FFP2 getragen werden und Arbeitgeber müssen Beschäftigten überall dort, wo es möglich ist, Homeoffice ermöglichen. Auch auf nicht notwendige private Reisen und Besuche sollen die Menschen verzichten.

 

Januar 2021

  • Verlängerung des Lockdowns

Zu Beginn des neuen Jahres sind die Infektionszahlen noch immer sehr hoch. Nach der Verlängerung des Lockdowns am 05. Januar gelten Kontaktbeschränkungen von einem Haushalt und nur einer weiteren Person. Die Geschäfte, Restaurants und körpernahen Dienstleister bleiben weiterhin geschlossen. Ausgenommen sind weiterhin Lebensmittelhandel und Handel mit notwendigen Waren des täglichen Bedarfs. 

Am 19.01. beschließen Bund und Länder, trotz mäßig sinkender Infektionszahlen, eine erneute Verlängerung des Lockdown bis zum 14. Februar. Hintergrund ist vor allem die Mutation B1.1.7, die deutlich infektiöser ist als das uns bisher bekannte Virus. Neben den bisherigen Maßnahmen, die weiter Bestand haben, gilt künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken, wie OP-Masken oder Masken mit KN95- oder FFP2-Standard. Außerdem werden Arbeitgeber dringend gebeten, wo immer möglich, Homeoffice zu gewähren. Eine entsprechende Verordnung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales soll kommen und zunächst bis 15. März gelten. Weiter soll die Überbrückungshilfe III weiter verbessert werden.

 

Dezember 2020

  • Lockdown

Die Infektionszahlen bleiben hoch. Zum 16. Dezember beschließt die Bunderegierung einen zweiten Lockdown. Vorerst bis zum 10. Januar 2021 gelten Kontaktbeschränkungen von maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten. Für diesen Zeitraum bleiben auch weitestgehend alle Geschäfte geschlossen. Ausgenommen sind Lebensmittelhandel und Handel mit ntwendigen Waren des täglichen Bedarfs. Außerdem stellt die Bundesregierung mit der Überbrückungshilfe III erneut finanzielle Mittel zur Verfügung. Diese können zunächst bis Ende Juni 2021 beantragt werden.

 

November 2020

  • Lockdown light

Die Infektionszahlen steigen wieder stark an. Ende Oktober beschließt die Bundesregierung einen erneuten Lockdown: Ab 2. November gelten für vier Wochen wieder strengere Bestimmungen. Maximal zehn Personen aus zwei Haushalten dürfen sich noch treffen. Für Besichtigungen bedeutet das wieder darauf zu achten wer genau teilnimmt.

 

September 2020

  • Überbrückungshilfe II

Für die Monate September bis Dezember 2020 kann die Überbrückungshilfe II beantragt werden. Sie ist ein Hilfsangebot des Bundes für kleine und mittelständische Unternehmen und Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb. Beantragt werden kann die Hilfe ab sofort über den Steuerberater. Mehr dazu gibt es hier.

 

Juli 2020

  • Immobilien heiß begehrt: Häuser und Wohneigentum besonders im Fokus

Corona scheint den Wunsch nach Veränderung zu befeuern: Das Interesse an Immobilien steigt nach dem Lockdown stark an. Besonders im Fokus der Suchenden stehen Häuser: Anbieter erhalten auf immowelt und immonet im Mai 49 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahresmonat. Der Wunsch nach Eigentum zeigt sich durch mehr Kontaktanfragen von Suchenden und einem Rekord bei den Anfragen nach Baufinanzierung. Hier geht’s zur Pressemitteilung.

 

April/ Mai 2020

  • Maßnahmen der immowelt

Immowelt steht seinen Partnern in der Krise zur Seite: Neben individuellen Lösungen für jeden Kunden bietet immowelt kostenlose Corona-Webinare an: In praxisbezogenen Online-Seminaren geben Experten den Immobilienprofis verständlich aufbereitete Informationen und Tipps, wie sie ihr Gewerbe bestmöglich durch die Krise navigieren. Mit Erfolg: Die Webinare waren regelmäßig ausgebucht. Zur Pressemitteilung geht es hier.

 

April 2020

  • Mietstundung

Die Bundesregierung beschließt ein Gesetz zur Stundung von Mietzahlungen. Mieter, die wegen der Coronpandemie in finanziellen Schwierigkeiten sind und ihre Miete nicht zahlen können, sind bis Ende Juni 2020 vor der Kündigung ihres Vermieters geschützt. Die Mietrückstände müssen Betroffene bis Juni 2022 nachgezahlt haben.

 

März 2020

Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium beschließen 50 Milliarden Euro als Soforthilfen für Soloselbständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte freizugeben.

  • Lockdown

Die Coronapandemie hat Deutschland erreicht. Am 16. März gibt die Bundesregierung erste Leitlinien bekannt. Ansammlungen von mehr als 50 Leuten sind nun untersagt. Für die Immobilienbranche bedeutet das vor allem: Einzeltermine statt Massenbesichtigung.

Obwohl einige Dienstleister ein Betätigungsverbot erhalten, scheinen Makler dort nicht dazuzugehören. Um die Ansteckungsgefahr für alle zu verringern, sollten Makler allerdings Vorkehrungen treffen. Dazu gehört den Publikumsverkehr für das Büro einzudämmen und wenn möglich wichtige Angelegenheiten telefonisch zu klären.

  • Kontaktbeschränkungen

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus veranlasst die Bundesregierung dazu strenge Kontaktbeschränkungen zu erlassen. Sie beschließt, dass der Kontakt nur noch zu einer weiteren, nicht zum eigenen Hausstand gehörenden Person gestattet ist. Für Immobilienmakler, Wohnungssuchende und Eigentümer bedeutet das, dass Besichtigungen möglich sind, die Teilnehmerzahl aber auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden muss und Hygienemaßnahmen sowie Abstandsgebote dringend einzuhalten sind.

Alle Ratgeber zur Coronakrise