Corona und die Immobilienbranche

Das Coronavirus beschäftigt Deutschland weiterhin. Erste Lockerungen gehen kleine Schritte in Richtung Normalität. Dennoch gibt es weiterhin viel zu beachten. Auch innerhalb der Immobilienbranche.

Alle Ratgeber zur Coronakrise

Aktuelle Nachrichten über das Coronavirus in Deutschland

6. Mai 2020

Die Maßnahmen werden weiter gelockert. Dabei gehen die Bundesländer teilweise unterschiedliche Wege:

  • In Bayern sind die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben worden, es gelten aber Kontaktbeschränkungen: Menschenansammlungen sind weiterhin verboten. Man darf sich aber mit einer Person eines anderen Haushalts und auch enge Familienangehörige treffen und sie besuchen. Mindestabstand und Hygieneregeln müssen weiterhin eingehalten werden. Spielplätze dürfen ebenfalls wieder öffnen. Ab Montag, den 11. Mai, dürfen alle Geschäfte öffnen und auch die Schulen und Kitas werden schrittweise wieder geöffnet.
  • Sachsen-Anhalt lockert noch stärker: Hier dürfen sich bis zu fünf Personen verschiedener Haushalte treffen. Auch sämtliche Geschäfte, Friseure und Fahrschulen haben in Sachsen-Anhalt wieder auf. Bald sollen auch Restaurants, Hotels und Ferienwohnungen wieder öffnen.
  • Niedersachsen hat einen Fünf-Stufen-Plan zur Lockerung aufgestellt. Los geht es am 11. Mai mit der Öffnung der Gastronomie. Allerdings gilt eine Reservierungspflicht und die Auslastung darf maximal 50 Prozent betragen. Auch Ferienhäuser und Hotels sollen wieder öffnen.
  • Baden-Württemberg ist vorsichtiger und will die Gespräche am 6. Mai auf Bundesebene abwarten.
  • Berlin plant, dass Geschäfte über 800 Quadratmeter und Bau- und Möbelmärkte wieder öffnen. Systemrelevante Beschäftigte, die in der Krise viel leisten, sollen eine Prämie bis zu 1.000 Euro erhalten.
  • In Nordrhein-Westfalen dürfen wieder Alten- und Pflegeheime unter Auflagen besucht werden.
  • Hamburg erlaubt die Öffnung von Zoos und kulturellen Einrichtungen wie Museen. Spielplätze dürfen wieder öffnen und auch Gottesdienste sind wieder erlaubt. Alle Individualsportarten, bei denen das Abstandsgebot eingehalten werden kann, dürfen wieder betrieben werden. Außerdem sollen bald immer mehr Jahrgangsstufen in den Schulen wieder unterrichtet werden.
  • In Mecklenburg-Vorpommern dürfen ab 9. Mai unter Auflagen Gaststätten wieder öffnen. Im Laufe des Monats sollen dann auch Hotels und Ferienwohnungen wieder öffnen.
  • In Schleswig-Holstein sollen im Laufe des Mais die Gastronomie und Hotels wieder öffnen. Die Grenze zu Dänemark soll ebenfalls bald wieder offen sein.
  • In Brandenburg dürfen bis zu 20 Personen im privaten, familiären Bereich feiern. Standesamtliche Eheschließungen sind wieder mit Gästen möglich. Sterbebegleitung im Familienkreis ist wieder zulässig.
  • In Bremen dürfen wieder Spielplätze, Museen und Zoos öffnen. Gottesdienste sind wieder möglich. Über Schulöffnungen soll demnächst entschieden werden.
  • In Hessen wurde das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen etwas gelockert. Museen sollen im Laufe der Woche wieder öffnen. Eingeschränkte Schulöffnungen sollen erst am 18. Mai erfolgen.
  • In Rheinland-Pfalz sollen ab 11. Mai sollen wieder Museen öffnen. Geschäfte dürfen wieder unabhängig von Ihrer Größe aufmachen. Über eine schrittweise Gastronomie-Öffnung soll kommende Woche entschieden werden. Auch Alten- und Pflegeheime sollen demnächst unter Auflagen wieder besucht werden dürfen.
  • Auch im Saarland dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, ebenso Museen und Zoos. Über ein Gastronomiekonzept soll bis Ende Mai entschieden werden.
  • Sachsen ist vorsichtig: Kultureinrichtungen und manche Sportanlagen können wieder öffnen. Über weitere Lockerungen wir aber erst im Laufe des Monats entschieden.
  • Auch in Thüringen dürfen alle Geschäfte wieder öffnen ebenso wie Friseur- und Kosmetikstudios. Kinderspielplätze sind offen und Freiluft-Individualsport auf Anlagen ist erlaubt.

15. April 2020

Die Sicherheitsmaßnahmen werden – äußerst zurückhaltend – gelockert. Im Grundsatz bleiben die geltenden Beschränkungen noch mindestens bis zum 3. Mai bestehen. Ab Montag, den 20. April, dürfen aber wieder Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern öffnen. Auto-, Fahrrad- und Buchhändler dürfen unabhängig von der Ladengröße öffnen. Schulen sollen nach dem 3. Mai schrittweise wieder den Betrieb aufnehmen, in Bayern erst eine Woche später.

Die Bundesländer können im Detail abweichende Bestimmungen beschließen.


31. März 2020

Die Stadt Hamburg setzt das von der Bundesregierung beschlossene Sozialschutzpaket um: Wer seinen Job verliert, bekommt ein halbes Jahr lang von der Stadt die Miete bezahlt. Dabei ist es gleichgültig, wie groß die Wohnung ist und auch die bei der Grundsicherung eigentlich obligatorische Vermögensprüfung findet nicht statt. Durch die Maßnahme sollen auch die Vermieter abgesichert werden, die oftmals auf die Miete angewiesen sind, um ihre laufenden Kosten zu decken.


30. März 2020

Markus Söder verlängert die Ausgangsbeschränkung in Bayern bis zum 19. April. Die bestehenden Maßnahmen werden nicht verschärft.

Landesregierung Nordrhein-Westfalens arbeitet an neuem Gesetz, um unter anderem Ärzte zu verpflichten und medizinische Materialen behördlich sicherzustellen. Außerdem könnten die Abschlussprüfungen an Haupt- und Realschulen dieses Jahr ausfallen.


29. März 2020

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen schlägt alternativen EU-Budgetplan und Konjunkturpaket vor.


27. März 2020

Bundesrat genehmigt verschiedene Gesetze und Maßnahmenpakete:

  • Finanzierungshilfen für Krankenhäuser und Ärzte, um Gesundheitsversorgung in der Bevölkerung sicherzustellen („COVID19-Krankenhausentlastungsgesetz“)
  • Infektionsschutzgesetz („Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“): Der Bund erhält temporär mehr Kompetenzen. Dadurch kann er unter anderem Vorschriften in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen flexibler gestalten und über die Sicherstellung von medizinischem Material verfügen. Zudem den Reiseverkehr einschränken und Kontrollen verstärken.
  • 750 Milliarden Euro schweres „Sozialschutz-Paket“: Das Maßnahmenpaket dient zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, sowie zur Unterstützung von Krankenhäusern. Auch Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger sollen abgesichert werden.

24. März 2020:

Mieter sollen geschützt werden. Weil Millionen Mieter in Deutschland durch die Coronakrise mit Einnahmeausfällen konfrontiert sind, sollen diese vor Kündigungen geschützt werden, wenn sie Ihre Miete nicht mehr zahlen können. Die Regelung sieht vor, dass säumigen Mietern bis zum 30. Juni nicht gekündigt werden darf. Geschenkt ist die Miete jedoch nicht. Die rückständigen Mieten müssen bis zum 3. Juni 2022 abgestottert werden.

Die Bundesregierung legt einen Entwurf des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes vor, das medizinische Einrichtungen finanziell unterstützen soll.


23. März 2020

Die Bundesregierung schnürt ein Maßnahmenpaket, um die Coronakrise abzufedern. Kleine Firmen und Selbständige sollen bei Liquiditätsengpässen unbürokratisch drei Monate lang bis zu 15.000 Euro erhalten. Für größere Unternehmen soll es Kreditbürgschaften für bis zu 400 Milliarden Euro geben. Notfalls will die Regierung Unternehmen auch verstaatlichen.
Laut ifo-Institut könnte die Coronakrise die deutsche Wirtschaft um bis zu 20 Prozent schrumpfen lassen.


22. März 2020

Der Bund beschließt umfassende Kontaktverbote: Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind verboten, es sei denn, es handelt sich um Mitglieder eines Haushalts. Der Mindestabstand zwischen Menschen muss 1,50 Meter oder mehr betragen. Die Gastronomie, die bisher eingeschränkt öffnen durfte, macht dicht – Ausnahmen: To-go und Lieferdienste. Auch Friseure müssen dicht machen.

Erlaubt sind Gänge zu Supermärkten, Tankstellen, Banken und zur medizinischen Versorgung von Mensch und Tier sowie der Weg zur Arbeitsstätte, sofern Homeoffice nicht möglich ist. Auch allein Sport im Freien zu treiben oder den Hund Gassi zu führen, ist zulässig.

In Bayern, Sachsen und dem Saarland sind die Regelungen noch strenger: Das Verlassen des Hauses ist nur aus triftigen Gründen zulässig. Auch dürfen in Bayern keine zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten aufeinandertreffen.


20. März 2020

In Bayern und im Saarland gelten strenge Ausgangsbeschränkungen.


18. März2020

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält erstmals eine Fernsehansprache. Die Lage sei ernst, die Corona-Krise die größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg.


17. März 2020

Robert Koch-Institut (RKI) – das Risiko für die deutsche Bevölkerung ist „hoch“. Nach und nach schließen alle Geschäfte, Kneipen, Clubs, Schwimmbäder.


16. März 2020

Schulen, Kitas und Unis machen dicht. Notbetreuungen gibt es für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten – also beispielsweise für Kinder von Ärzten, Polizisten, Feuerwehrleuten.


15. März 2020

Deutschland schließt seine Grenzen, soweit es sich nicht um Warenlieferungen handelt.
Erstmals mehr als 1.000 offiziell gemeldete Infizierte in Deutschland.


11. März 2020

Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft die Epidemie offiziell zu einer Pandemie hoch.


10. März 2020

Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sollen nicht mehr stattfinden.


28. Januar 2020

Erster gemeldeter Fall in Deutschland.


Anfang Dezember 2019

Wuhan, China: Die ersten Fälle.