Immobilie verkaufen in Hamburg, Foto aus der Vogelperspektive mit Blick auf die Elbphilharmonie und einen Teil der HafenCity, Foto: Jonas Weinitschke / stock.adobe.com

Immobilie verkaufen in Hamburg

Hamburg, Elbflorenz oder Venedig des Nordens: Egal wie sie genannt wird, die Metropole ist äußerst beliebt. Beim Immobilienverkauf in Hamburg können Eigentümer außerdem aktuell mit Rekordsummen rechnen. Erfahre hier, wie sich der Markt derzeit entwickelt und welche Preise du beim Immobilienverkauf erzielen kannst.

Ist es sinnvoll jetzt eine Immobilie in Hamburg zu verkaufen?

Die Nachfrage nach Wohnungen oder Häusern ist deutschlandweit laut immowelt Preiskompass stark eingebrochen. In Hamburg waren es im zweiten Quartal dieses Jahres 47 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Anders als in den meisten deutschen Großstädte ist jedoch die Anzahl der Angebote nicht gestiegen, sondern ebenfalls gesunken. Bisher hat dies noch keine Auswirkung auf die Immobilienpreise, die weiterhin steigen.

Wer einen angemessenen Angebotspreis festlegen will, kann die Immobilienbewertung von immowelt  zur Hilfe nehmen. Dort werden für die Berechnung unter anderem die Lage, das Baujahr und die Größe der Immobilie mit einbezogen.

Überdies kann ein Immobilienmakler zur Beratung hinzugezogen werden. Dieser kennt den Immobilienmarkt und weiß, welche Immobilienpreise aufgerufen werden können. Ein Makler kann nicht nur bei der Immobilienbewertung, sondern auch bei der Vermarktung helfen. So kümmert er sich um die Erstellung des Exposés und um Besichtigungstermine im Objekt. Das kann dem Verkäufer einiges an Zeit und Nerven sparen.

Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich in Hamburg meine Immobilie verkaufe?

Wer seine Immobilie verkauft, muss mit einigen Kostenpunkten rechnen:

  • Maklerkosten: Wer einen Makler für den Verkauf seiner Immobilie engagiert, muss bei erfolgreichem Vertragsabschluss einen Teil der Courtage an den Makler entrichten. Seit 23. Dezember 2020 wird die Provision bei Verkaufsimmobilien zwischen Käufer und Verkäufer zur Hälfte geteilt. In Hamburg ist eine jeweilige Provision von 3,125 Prozent des Kaufpreises üblich.
  • Spekulationssteuer: Wer seine Immobilie vermietet hat und innerhalb von zehn Jahren wieder verkaufen will, muss in der Regel eine Spekulationssteuer zahlen.
  • Vorfälligkeitsentschädigung: Wird ein Immobilienkredit vorzeitig gekündigt, verlangen Banken in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Je nach Darlehenshöhe und restliche Laufzeit können dies mehrere tausend Euro sein.
  • Energieausweis: Eigentümer müssen beim Hausverkauf einen gültigen Energieausweis vorlegen. Die Kosten für einen Verbrauchsausweis belaufen sich auf etwa 50 bis 80 Euro. Ein Bedarfsausweis kostet zwischen 400 und 500 Euro. Welcher Ausweis wann benötigt wird, erfährst du hier.
  • Grundbuchauszug: Für einen beglaubigten Grundbuchauszug fallen in der Regel Kosten zwischen 15 und 20 Euro an.
  • Sonstige: Kosten für Fotos und Kopien – zum Beispiel für den Grundriss oder die Immobilienanzeige kommen noch hinzu.

Demografische Entwicklung Hamburg von 2010 bis 2020*

  • Anstieg der Einwohnerzahl von 1,7 auf 1,85 Millionen Einwohner
  • Anzahl der Wohnungen stieg von 875.033 auf 945.697
  • Eigentumsquote sank von 23,4 auf 23,3 Prozent
  • Anzahl der Single-Haushalte stieg von 410.203 auf 424.153
  • Anzahl der Haushalte mit Kindern stieg von 223.424 auf 250.148

* Daten stammen von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder

Eigentümer-Welt

Der All-in-one-Bereich für Immobilienbesitzer

Kostenfrei loslegen

Wie viel ist meine Immobilie in Hamburg jetzt wert?

Um zu wissen, wie viel die eigene Immobilie wert ist, müssen verschiedene Faktoren einbezogen werden. Zur Immobilienbewertung gehören unter anderem:

  • Lage
  • Größe der Immobilie und ggf. des Grundstücks
  • Zustand und Ausstattung
  • Baujahr

Kaufinteressenten sind in der Regel nicht dazu bereit, für eine Immobilie in schlechtem Zustand einen hohen Preis zu zahlen. Müssen beispielsweise Dach, Fenster oder Heizungsanlage in naher Zukunft ausgetauscht werden, wird dies Einfluss auf den Verkaufspreis haben.

Wer jedoch seine Immobilie in Schuss gehalten hat, kann damit den Faktor des Baujahres minimieren und einen höheren Immobilienpreis ansetzen.

In Großstädten wie Hamburg gibt es jedoch eine Besonderheit: Da es immer weniger Baufläche gibt, kann es sein, dass in der Wunschlage, der Zustand der Immobilie in den Hintergrund rückt. In diesen Situationen werden wahrscheinlich auch für Immobilien mit Sanierungsstau hohe Summen erreicht.

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Hamburg?

Die Immobilienpreise stiegen in der der Elbmetropole seit Jahren stetig. Während 2017 für eine Eigentumswohnung noch 4.168 Euro für den Quadratmeter verlangt wurde, sind es 2021 bereits 6.286 Euro. Dies ist ein Preisanstieg von etwa 51 Prozent. Einen ähnlichen Preisanstieg kann man bei den Quadratmeterpreisen bei Häusern beobachten – diese sind zwischen 2017 und 2021 um etwa 44 Prozent gestiegen.

Ausgehend vom immowelt Preiskompass für das zweite Quartal 2022,  ist Hamburg die zweitteuerste Stadt in Deutschland. Teurer ist nur München – das jedoch mit großem Abstand. Der Quadratmeter kostet in der bayrischen Landeshauptstadt etwa 3.000 Euro mehr.

Aktuelle Immobilienpreisentwicklung in Hamburg:

Jahr20172018201920202021
Preise je Quadratmeter bei Wohnungen*,**4.168 €4.517 €4.884 €5.461 €6.286 €
Preise je Quadratmeter bei Häusern*,***3.902 €4.176 €4.465 €4.853 €5.608 €

* Stand Juli 2022; ** es handelt sich hierbei um Standardwohnungen – 75m², 3Zimmer, 1. Stock, Baujahr 90er-Jahre ohne weitere Besonderheiten; *** es handelt sich hierbei um Standardhäuser – Einfamilienhaus, 5 Zimmer, 600m² Grundstücksfläche, Baujahr zwischen 1945 und 1970

Wie viel ist deine Immobilie wert?

Die immowelt Pricemap zeigt dir die durchschnittlichen Preise in Hamburg sogar punktgenau für eine bestimmte Adresse.

Jetzt Preise checken

In welchen Stadtteilen erzielt man die höchsten Preise?

Die Lage der Eigentumswohnung oder des Hauses hat einen entscheidenden Einfluss auf den möglichen Immobilienpreis. Je nach Stadtteil können Verkäufer in der Elbmetropole unterschiedlich stark profitieren.

Harvestehude ist mit Quadratmeterpreisen von im Mittel 11.523 Euro zurzeit Hamburgs teuerster Stadtteil. Das Viertel liegt zwischen Außenalster und Isebekkanal. Das Viertel ist geprägt durch unzählige Villen und Herrenhäuser. Ebenfalls über der 10.000-Euro-Grenze liegt die HafenCity – der neueste Stadtteil der Elbmetropole. Dort kostet der Quadratmeter 10.314 Euro.

Der derzeit mit 3.810 Euro je Quadratmeter günstigste Stadtteil ist Neuenfelde am südwestlichen Rand der Stadt. Von Großstadt ist hier schon kaum mehr etwas spürbar, es ist einer der dünnsten besiedelten Stadtteil Hamburgs.

Hier findest du die aktuellen Immobilienpreise in den Stadtteilen Hamburgs:

StadtteilPreis je Quadratmeter*
Harvestehude11.523 €
Rotherbaum11.408 €
HafenCity10.314 €
Uhlenhorst9.939 €
Othmarschen9.772 €
Hoheluft-Ost9.750 €
Blankenese9.569 €
Eppendorf9.545 €
Nienstedten9.500 €
Winterhude9.331 €
......
Marmstorf4.270 €
Finkenwerder4.259 €
Neugraben-Fischbek4.250 €
Neuengamme4.085 €
Sinstorf4.050 €
Hausbruch4.048 €
Wilstorf4.002 €
Kirchwerder3.926 €
Cranz3.874 €
Neuenfelde3.810 €

* Stand: Juli 2022, die Preise sind Hybridpreise, die sich aus Immobilienpreisen von Wohnungen und Häusern zusammensetzen.

Die Preise für alle anderen Stadtteile in Hamburg findest du in der Price Map.