Mängel – vom Schaden in der Mietwohnung bis hin zum Baumangel

Das Haus ist gekauft, die Mietwohnung bezogen – eigentlich wäre jetzt alles in Ordnung. Wenn da nicht die zugigen Fenster, der tropfende Wasserhahn oder gar feuchte Wände wären. Ob es sich dabei um Mängel handelt und wie man als Käufer oder Mieter eine richtige Mängelrüge macht, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wer in eine neue Wohnung oder ein Haus zieht und dann Schäden feststellt, wird sich erst einmal ärgern. Bei einem Kratzer im Parkett kann man ja noch ein Auge zudrücken. Doch wird ein Schaden oder Mangel wie beispielsweise Schimmel, defekte Leitungen, eine nicht funktionierende Heizung oder undichte Fenster gefunden, dann hört der Spaß in der Regel auf. 

Für Immobilienkäufer und Bauherren wird es dann etwas komplizierter. Bei Neubauten kommen Bauträger oder Baufirma in die Pflicht. Damit das Problem beseitigt wird, ist jedoch die richtige Vorgehensweise bei der Mängelrüge entscheidend. Alle Informationen hierzu finden Sie auf unserem Partnerportal bauen.de.

Mieter wenden sich bei Mängeln an ihren Vermieter. Dieser ist laut Gesetz sogar verpflichtet, die Wohnung in einem vertragsgemäßen Zustand zu halten.

Einzug in die Wohnung: Schaden muss meist der Vermieter beseitigen

Beim Einzug muss der Mieter allerdings genau aufpassen: Etwaige Schäden sollten akribisch dokumentiert werden. Akzeptiert er offensichtliche Mängel, muss er diese auch später hinnehmen. Das gilt zum Beispiel für Kratzer im Parkett oder eine leichte Beschädigung des Waschbeckens. Hat der Mieter in seiner neuen Wohnung einen Schaden oder Mangel erst einmal hingenommen, gilt das als vom Vermieter geschuldeter vertragsgemäßer Zustand.

Verdeckte Wohnungsschäden: Sache des Vermieters

Anders sieht es aus, wenn in der Wohnung Mängel zum Zeitpunkt der Wohnungsübergabe verdeckt waren oder während der Mietzeit erst auftreten, wie zum Beispiel Schimmel an den Wänden. Solche Schäden muss der Vermieter beseitigen (lassen). Allerdings muss der Mieter vorher eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung setzen. Bei Mängeln, die den Wohnwert beeinträchtigen, kann der Mieter außerdem die Miete mindern. Wie hoch eine solche Mietminderung ausfallen kann, hängt vom Wohnungsmangel ab.


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