Tipps für Immobilienkäufer

Ob Eigenheim oder Renditeobjekt – die richtige Immobilie zu finden ist gar nicht so einfach: Angefangen bei einer stabilen Finanzierungüber die Suche bis hin zum Kaufvertrag müssen Käufer zahlreiche Entscheidungen treffen. Damit ihr Projekt gelingt, haben wir hier die wichtigsten Tipps für Immobilienkäufer zusammengestellt.

Tipps Immobilienkäufer, Kauftipps Haus, Foto: SolisImages - fotolia.com

Günstige Lage, eine gut geschnittene Immobilie und der Kaufpreis muss stimmen: Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufen will, hat viele Ansprüche. Zu Recht: Denn schließlich hat der Immobilienkauf oft langfristige Auswirkungen auf das weitere Leben. Am Anfang sollte darum ein solider Finanzplan stehen, der auch mögliche Mehrkosten berücksichtigt. Gleichzeitig lohnt es sich auch, sich mit verschiedenen Förderungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Steht die Finanzierung, ist der nächste Schritt schon einfacher: Die Suche nach passenden Immobilienangeboten ist bequem und unkompliziert von der Couch aus möglich. Wer sein Traumhaus oder seine Traumwohnung gefunden hat, sollte aber nichts überstürzen: Immobilienkäufer sollten die Eigenschaften des Objekts kritisch überprüfen sowie Grundbuch und Kaufvertrag genau unter die Lupe nehmen.

In 5 Schritten zur Traumimmobilie – und wertvolle Tipps für Immobilienkäufer

Schritt 1: Finanzierung planen

Wer eine Immobilie kaufen will, sollte seinen finanziellen Rahmen gut abstecken. Die wenigsten Immobilienkäufer können den Kaufpreis zu hundert Prozent aus eigener Tasche zahlen und entscheiden sich darum für die Finanzierung über ein Darlehen. Dabei ist ein hoher Anteil an Eigenkapital von Vorteil, denn dieser führt oft zu günstigeren Konditionen.

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Damit das Darlehen rechtzeitig abgezahlt werden kann, lohnt es sich, einen Finanzierungsplan aufzustellen – und die Rückzahlungsdauer und Tilgung langfristig zu planen.

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Nebenkosten bedenken – Förderungsmöglichkeiten nutzen

Bei der Finanzierung sollten Käufer zudem mit weiteren Kosten rechnen: Schon die regulären Ausgaben für Makler, Notar- und Grundbuchamt sowie Grunderwerbssteuer können mit über zehn Prozent  des Kaufpreises zu Buche schlagen – weitere Kosten kommen oft hinzu.

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Je nachdem, was Immobilienkäufer mit ihrer Immobilie vorhaben, können sie unter Umständen unterschiedliche Förderungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen: Für den Kauf oder Bau des Eigenheims bietet die KfW-Bank zinsgünstige Darlehen. Einkommensschwache oder kinderreiche Familien können durch das Wohnraumförderungsgesetz unterstützt werden. Wer Wohnung und Haus vermieten will, kann stattdessen von der Abssetzung für Abnutzung profitieren – kurz Afa.

Schritt 2: Die richtige Immobilie suchen und finden

Der eine plant sein Eigenheim, der andere das Mietobjekt – doch Immobiliensuchende stehen meist vor den gleichen Fragen: Bestandsimmobilie oder Neubau? In zentraler Lage oder lieber am Stadtrand? Die Eigenschaften der Immobilie an sich, aber auch ihre Umgebung sind entscheidend. Wer eine gebrauchte Immobilie kaufen will, sollte zudem genauer hinschauen, ob Renovierungsarbeiten nötig sind. Dabei ist es oft hilfreich, einen Gutachter zu Rate zu ziehen.

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Es lohnt sich, mehrere Objekte zu besichtigen und zu vergleichen. Je nach Region sind die Preise zudem oft unterschiedlich. Damit Immobilienkäufer nicht zu viel zahlen, kann eine Immobilienwertermittlung hilfreich sein.

Checkliste

Mit unseren Checklisten zum Hauskauf oder zum Wohnungskauf können Sie prüfen, ob Lage, Umgebung und Zustand zu Ihren Vorstellungen passen.

Suchen oder suchen lassen: eine individuelle Entscheidung

Auf eigene Faust auf Immobiliensuche gehen oder lieber einen Makler beauftragen? Für viele eine Abwägungssache: Ein Makler hat in der Regel einen guten Überblick über den Markt und erspart dem Suchenden viel Arbeit. Wer selbst Anzeigen durchforstet oder eine Suchanzeige schaltet, spart sich dafür die Maklerprovision – muss im Gegenzug aber auf die Expertise eines Fachmannes verzichten.

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Tipps zum Immobilienkauf: Es gibt auch andere Arten des Erwerbs

Neben dem herkömmlichen Hauskauf gibt es auch Alternativen: Der Käufer kann seine Immobilie im Zuge einer Zwangsversteigerung erwerben, Immobilienkäufer mit wenig Eigenkapital können einen Mietkauf in Betracht ziehen und wer selber bauen will, aber kein Grundstück findet, für den kann Erbpacht eine Option sein. 

Schritt 3: Passende Immobilie gefunden? Genau hinsehen!

Wenn der Käufer glaubt, sein Traumhaus gefunden zu haben, sollte er nicht voreilig handeln: Erst sollte er die nötigen Unterlagen einsehen und gegebenenfalls von einem Experten prüfen lassen.

  • Bei der Besichtigung Energieausweis genau durchlesen: Ist das Haus ein Energieverschwender oder Sparmeister?
  • Vor dem Kauf das Grundbuch einsehen: Ist der Verkäufer alleiniger Eigentümer? Gibt es Lasten und Beschränkungen? Ist das Haus mit einer Grundschuld belastet?
  • Den Bebauungsplan unter die Lupe nehmen: Gibt es Beschränkungen beim Hausbau oder Ausbau?
  • Besteht Denkmalschutz oder könnte das Gebäude zukünftig unter Denkmalschutz gestellt werden?
  • Um sicherzugehen, dass das Grundstück nicht mit Altlasten wie Chemikalien verseucht ist, sollten Immobilienkäufer bei Kaufinteresse nochmal genauer hinsehen.

Schritt 4: Jetzt geht’s an den Kaufvertrag

Sind alle Einzelheiten geklärt und Käufer und Verkäufer sich einig, so kann der Notar mit dem Entwurf des Kaufvertrags beauftragt werden. 

Link-Tipp

Welche Punkte sollten im Kaufvertrag stehen und warum kann ein Vorvertrag sinnvoll sein? Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie auf unserer Themenseite Kaufvertrag.

Ist der Kaufvertrag geprüft, folgt die notarielle Kaufabwicklung: Hierbei besteht der Verkäufer oft darauf, dass der Käufer ihm eine Finanzierungsbestätigung oder einen Kapitalnachweis vorlegt. Ist der Notarvertrag unterschrieben, trägt der Notar eine Auflassungsvormerkung – eine Art bindende Reservierung – im Grundbuch ein. Erst dann tätigt der Käufer die Zahlung und muss die Grunderwerbsteuer zahlen. Danach erhält der Käufer die notwendige Unbedenklichkeitsbescheinigung, um sich als Eigentümer ins Grundbuch eintragen lassen. 

Schritt 5: Übergabe und Umzug

Wird die Immobilie dem Käufer übergeben, sollte er ihren Zustand genau überprüfen und ob – falls vereinbart –vorhandene Mängel entsprechend beseitigt wurden. Hier kann es sich lohnen, ein Protokoll anzufertigen und den Zustand der Immobilie genau festzuhalten.
Käufer, die die Immobilie selbst nutzen, müssen noch den Umzug bewältigen. Damit verbunden ist der üblicheTrubel: Kisten packen, Schränke auseinanderschrauben und Möbel schleppen, ab- und ummelden. Um sich zumindest ein Stück des Aufwands zu sparen, entscheidet sich so mancher lieber dafür, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen.

Zu guter Letzt: Das neue Eigentum richtig absichern

Feuer, Sturm und Hochwasser: Naturgewalten, aber auch ein Wasserrohrbruch können an der eigenen Immobilie verheerenden Schaden anrichten. Dagegen können sich Eigentümer durch eine Wohngebäude- sowie eine Elementarschadenversicherung absichern.

Link-Tipp

Wer hilft Ihnen bei welchem Schaden? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Versicherungen.

Wer den Immobilienkauf erfolgreich abgeschlossen hat, wird es im Rückblick kaum bereuen, bei  jedem einzelnen Schritt planvoll vorgegangen zu sein und sich ausreichend Zeit genommen zu haben – etwa für das Einholen zusätzlicher Finanzierungsangebote, einen zweiten Besichtigungstermin, ein Immobiliengutachten oder das Prüfen des Vertrages durch einen Rechtsexperten. Denn all diese Schritte ermöglichen es letztlich, den Kauf gut abzusichern und sich vor zusätzlichem Ärger oder Unkosten zu schützen. 


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