Tipps für Immobilienverkäufer

Eine Immobilie zu verkaufen ist nicht so einfach. Verkaufswillige Eigentümer müssen die Kaufpreise in der Region kennen und einen realistischen Wert ihrer Immobilie ermitteln. Nach zahlreichen Besichtigungsterminen lauern dann im Kaufvertrag die nächsten Fallen. Hier haben wir Ihnen die wichtigsten Tipps für Immobilienverkäufer zusammengestellt – von der Zusammenstellung der Unterlagen über die Anzeigenschaltung bis hin Rechtstipps.

Tipps Immobilienverkäufer, Haus verkaufen, Wohnung verkaufen, Foto: Syda Productions - fotolia.com

Eigentumswohnung oder Haus sollen verkauft werden und das idealerweise zu einem möglichst guten Preis in einem vertretbaren Zeitrahmen: Das klappt nur mit einer systematischen Vorgehensweise. Zuerst müssen Immobilienverkäufer alle wichtigen Unterlagen zusammenstellen - vom Energieausweis über den Grundbuchauszug bis hin zu Teilungserklärung. So haben Sie alles für die Immobilienanzeige und die späteren Besichtigungen griffbereit. Auch der Immobilienmakler benötigt einige Informationen, sollten Sie den Verkauf nicht selbst in die Hand nehmen wollen. Schwieriger als das Zusammenstellen der Dokumente ist es, einen Verkaufspreis festzulegen. Hierbei helfen Ihnen Kaufpreisstatistiken oder ein Sachverständigengutachten. Das Exposé schließlich online zu veröffentlichen, ist hingegen schnell und unkompliziert von der Couch aus möglich. Erst beim Unterzeichnen des Kaufvertrags benötigen Sie wieder ein paar Informationen.

Wie Sie Ihre Immobilie in 3 einfachen Schritten verkaufen und weitere Tipps für Immobilienverkäufer

1. Schritt: Stellen Sie Ihre Unterlagen zusammen

Noch bevor Sie die Immobilie anbieten, sollten Sie alle wichtigen Unterlagen sammeln. Dazu gehören neben dem Energieausweis auch der Grundriss, Fotos sowie der Gebäudeversicherungsschein. Bei Eigentumswohnungen sind zudem Protokolle der Eigentümerversammlungen sowie die Teilungserklärung nötig.

Energieausweis

Wer Haus oder Wohnung verkaufen möchte, braucht einen Energieausweis. So sieht es der Gesetzgeber vor. Mit diesem Dokument können Kaufinteressenten das Gebäude nach energetischen Gesichtspunkten bewerten, da der Energieausweis die entsprechenden Werte zeigt. So können potenzielle Käufer die zu erwartenden Heizkosten grob einschätzen. Abhängig von Baujahr und Immobiliengröße benötigen Verkäufer entweder einen Verbrauchs- oder einen Bedarfsausweis.

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Grundriss & Fotos

Ihr Immobilienexposé soll die Neugier potenzieller Käufer wecken und alle wichtigen Daten enthalten. Exakte Angaben und eine ausführliche Beschreibung sind wichtig. Entscheidend sind jedoch häufig Bilder und ein Grundriss. Die Fotos vermitteln den Interessenten einen ersten Eindruck, der Grundriss verdeutlicht, wie die Zimmer aufgeteilt sind.

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Grundbuchauszug

Die Besitzverhältnisse eines Hauses oder auch einer Wohnung sind im Grundbuch verzeichnet. Der Grundbuchauszug belegt daher, wer tatsächlicher Eigentümer ist und ob andere Rechte, wie beispielsweise ein Wegerecht, auf dem Grundstück liegen. Als Verkäufer sollten Sie daher einen Grundbuchauszug zur Hand haben.

Verkaufspreis

Setzen Sie den Preis zu niedrig an, ist Ihre Immobilie zwar oft schnell verkauft, aber Sie verzichten dabei auf einen Teil des möglichen Erlöses. Ein zu hoch angesetzter Preis kann den Verkauf hingegen verhindern. Deshalb gilt es zunächst, einen möglichst realistischen Wert zu ermitteln.

Ein Vergleich mit ähnlichen Angeboten liefert dabei bereits erste Anhaltspunkte. So legen Immobilienverkäufer zumindest die Größenordnung für einen möglichen Verkaufspreis fest.

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Wie viel kosten Wohnungen und Häuser in Ihrer Region?

Hier können Sie die Kaufpreise ermitteln.

Wer mit einem Makler zusammenarbeitet, kann auf dessen Erfahrungswerte vertrauen. Auch ein Sachverständigengutachten schätzt den Verkaufspreis objektiv ein.

Übrigens: Experten sind sich darin einig, dass nicht zuerst ein überhöhter Preis angesetzt und dieser dann peu à peu reduziert werden sollte. Die meisten Interessenten beobachten den Markt über viele Monate hinweg und bemerken dies. Der Schnäppchenjäger wartet dann darauf, dass der Preis noch weiter sinkt – und schlägt im Zweifel niemals zu.

Eventuell kommt für Sie ein Bieterverfahren in Frage, das sich jedoch nicht immer lohnt.

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News Kaufpreise, Foto: Hernan Lucio / unsplash.com

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2. Schritt: Anzeige schalten

Ob ein Verkäufer eine Immobilie selbst vermarkten oder besser einen Makler beauftragen sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Makler hat in der Regel einen guten Marktüberblick und nimmt dem Eigentümer viel Arbeit ab, wenn es um Besichtigungen und die Vermarktung geht. Wer selbst anbietet, spart sich zwar die Maklerprovision, muss aber alles alleine machen und auf die Marktkenntnis eines Fachmanns verzichten.

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Bei der eigentlichen Vermarktung sollte man auf mehrere Kanäle setzen. Die meiste Resonanz erhalten Immobilienverkäufer jedoch online. Hier können sie die Immobilie umfassend präsentieren. Allerdings bieten sehr viele ihr Haus oder ihre Wohnung online zum Verkauf, Ihr Exposé muss daher aus der Masse hervorheben. Das gelingt mit aussagekräftigen Bildern und einer detaillierten – und suchmaschinenoptimierten – Beschreibung. 

3. Schritt: Jetzt geht’s ans Verkaufen

Die ersten Kaufinteressenten haben sich gemeldet und Sie haben Besichtigungstermine vereinbart. Nun muss Ihre Wohnung oder Ihr Haus für sich sprechen. Vor jeder Besichtigung gilt daher: Lüften, Rollos hoch, aufräumen – denn der erste Eindruck zählt. Als Verkäufer sollten Sie freundlich, aber selbstbewusst auftreten und gut vorbereitet sein. Dazu gehören, Unterlagen auf Wunsch griffbereit zu haben und dem Interessenten alle relevanten Fragen zur Immobilie beantworten zu können. Versteckte Mängel dürfen Sie dabei nicht verschweigen, sollten sie Ihnen bekannt sein. Gerichte werten dies als arglistige Täuschung, was später kostspielige Folgen haben kann.

Immobilienkaufverträge werden grundsätzlich notariell abgewickelt. Der Notar ist nicht parteiisch und erläutert beiden Seiten die Feinheiten des Kaufvertrags. Als Verkäufer sollten Sie darauf bestehen, dass der Käufer eine Finanzierungsbestätigung oder einen Kapitalnachweis vorlegt. Ein Vertrag ist schnell unterschrieben, doch wenn sich später herausstellt, dass der Käufer nicht zahlen kann, muss der Vertrag oft rückabgewickelt werden.
Nachdem beide Seiten den Notarvertrag unterschrieben haben, wird das Finanzielle geregelt. Der Notar trägt eine Auflassungsvormerkung – eine Art bindende Reservierung – im Grundbuch ein. Erst danach tätigt der Käufer die Zahlung. Wenn der Kaufpreis auf Ihrem Konto ist, kümmert sich der Notar um die endgültige Umschreibung des Eigentums und die Änderung des Grundbucheintrags. Nun haben Sie Ihre Immobilie erfolgreich verkauft.

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Zum Schluss: der Umzug

Der Verkauf ist abgewickelt, jetzt heißt es Kisten packen und umziehen. Auch für den Umzug muss einiges organisiert werden, angefangen von Umzugskartons über Helfer bis hin zu Parkverbotsschildern für den Umzugstransporter. Wem Lust oder Zeit fehlt, dies selbst zu erledigen, lässt den Umzugsprofi die Arbeit machen. Wer das passende Umzugsunternehmen gefunden hat, kann sich zurücklehnen und entspannt im neuen Zuhause ankommen.

Tipps und Wissenswertes rund um die Themen Umzug & Umzugsunternehmen


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