Corona, Makler, Immobilienprofis, Covid-19, Foto: istock.com/filadendron

Corona: Alle relevanten Informationen für Immobilienmakler

Die Coronakrise hat Einfluss auf ganz Deutschland. Da ist auch die Immobilienbranche keine Ausnahme. Ein Überblick, was Immobilienmakler in diesen turbulenten Zeiten wissen müssen.

Trotz Corona können Makler ihrer Arbeit nachgehen. Allerdings gibt es ein paar Einschränkungen, die auch Immobilienprofis betreffen. immowelt bietet einen Überblick über alle Entwicklungen der Immobilienbranche und beantwortet die wichtigsten Fragen.

Welche wirtschaftlichen Hilfen können selbstständige Makler beantragen?

Arbeitnehmer und Selbstständige, die Einkommensausfälle zu beklagen haben, können bis Dezember 2020 die Überbrückungshilfe II beim Bund beantragen. Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützigen Organisationen. Mit der Förderung will der Bund Umsatzrückgänge abmildern. Ähnlich wie bei der Coronasoforthilfe ist die Überbrückungshilfe ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern.

Gibt es für Makler ein Tätigkeitsverbot?

Auch im Lockdown light gilt, dass Dienstleister – und dazu gehören auch Makler – ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen dürfen. Doch: „Auch wenn es kein Tätigkeitsverbot per se gibt, müssen Makler – insofern sie ein Ladenlokal führen – im Zweifel auf Publikumsverkehr verzichten“, sagt Dr. Christian Osthus, Justiziar des IVD.

Können Besichtigungen durchgeführt werden?

Ja. Allerdings müssen Makler Massenbesichtigungen verzichten und sich auf Einzelbesichtigungen beschränken. Außerdem gilt es die Kontaktbeschränkungen zu wahren.

Um eine Besichtigung so kurz wie möglich zu halten, kann der Profi beispielsweise vorab ein ausführlicheres Exposé mit einem 360-Grad-Rundumblick der Immobilie schicken oder virtuelle Besichtigungen durchführen. Weitere Möglichkeiten bieten 360-Grad-Rundgänge, Besichtigungsroboter oder innovative Ideen, wie Profis die Krise nutzen können. Welche Tipps andere Makler haben, lesen Sie hier.

Was gibt es bei Einzelbesichtigungen zu beachten?

Die behördlichen Bestimmungen zur Corona müssen auch bei Besichtigungen beachtet und die AHA-Regeln einhalten werden. Dokumente tauschen Interessent und Makler besser vorab oder direkt nach dem Termin digital.

Bei der Besichtigung ermöglichen offene Innentüren eine kontaktlose Besichtigung Offene Fenster verringern das Infektionsrisiko zusätzlich. Zur Sicherheit sollten Profis ein Fläschchen Desinfektionsmittel bereithalten und alle Kontaktflächen regelmäßig gründlich desinfizieren. Was es sonst noch zu wissen gibt, lesen Sie hier.

Können zurzeit Werbeflyer verteilt werden oder ist das verboten?

"Da es Maklern weiterhin gestattet ist, an wechselnden Orten ihre Tätigkeit auszuüben, dürfte es auch gestattet sein, unter strenger Berücksichtigung der Abstands- und Hygienebestimmungen Flyer zu verteilen“, sagt Carolin Hegenbarth, IVD-Bundesgeschäftsführerin. Im Zweifel sollte bei der zuständigen Behörde nachgefragt werden.

Wer Flyer verteilt, muss sich aber auch hierbei an geltende Hygieneregeln halten.

Kann ein Maklerbüro bei Arbeitsausfällen wegen des Coronavirus Kurzarbeitergeld erhalten?

Ja, laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der Bedingung, dass behördliche Einschränkungen es unmöglich machen, die Maklertätigkeit weiterhin auszuführen. Kurzarbeitergeld muss vom Arbeitgeber bei der jeweiligen Agentur für Arbeit beantragt werden. Falls die Behörde es genehmigt, erhalten angestellte Makler 67 beziehungsweise 60 Prozent ihres pauschalierten Nettoentgelts für zwölf Monate.

Haben angestellte Makler einen Anspruch auf Homeoffice?

Nein, das ist eine Vereinbarung, die der Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber treffen muss.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt?

Angestellte Makler erhalten sechs Wochen eine Entgeltfortzahlung und haben dann als gesetzlich Versicherte Anspruch auf Krankengeld. Hat ein Kollege sich infiziert, muss er das dem Arbeitgeber mitteilen. Auch das Gesundheitsamt wird auf entsprechende Kontaktpersonen zukommen und sie in Kenntnis setzen.

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