Provisionssplit in der Praxis: Familienunternehmen Raue setzt auf enge Kundenbindung

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50 Prozent vom Käufer, 50 Prozent vom Verkäufer: Für Immobilien Raue war die geteilte Maklerprovision schon vor dem Gesetz gängige Praxis. Ihr Schlüssel zum Erfolg sind gut geschnürte Informationspakete mit besonderen Extras – und eine enge Kundenbindung.

Provisionssplit Tipps, Tipps geteilte Maklerprovision, Foto: www.hofra-fotografie.de
Bei Immobilien Raue in Sulzbach-Saar gehört die geteilte Maklerprovision seit 35 Jahren zur Erfolgsgeschichte. Foto: www.hofra-fotografie.de

Eine enge Kundenbindung und viele Extras: das sind die Erfolgsgeheimnisse des Maklerunternehmens Immobilien Raue aus dem ländlichen Sulzbach-Saar im Saarland. Seit bereits 35 Jahren ist es für das Familienunternehmen gelebte Praxis, dass beide Seiten sich die Provision teilen: jede Partei zahlt jeweils 3 Prozent netto des Kaufpreises plus Mehrwertsteuer. „Bislang sind wir sehr gut damit gefahren“, berichtet Makler Ralph Raue. „Da wir für beide Parteien arbeiten, sehen wir diese Regelung als fair an und dies lässt sich somit auch gut argumentieren.“

Ein weiteres stärkendes Argument dafür, dass ein guter Immobilienmakler eben seinen Preis hat, ist für Raue die interne Immobilienbewertung: „Da wir alle Objekte selbst bewerten und nur mit einem realistischen Marktwert in den Verkauf gehen, ersparen wir uns viele unnötige Preisverhandlungen.“

Erst die Dokumente, dann die Anzeige

Bauamt, Grundbuch, Katasteramt: Wenn bei Immobilien Raue ein neuer Auftrag ins Haus steht, fordern sie erst einmal alle Unterlagen zum Objekt vom Verkäufer an. Erst danach bringen sie die Immobilie an den Markt. „Viele Verkäufer, die bereits Immobilien verkauft haben, sind erstaunt, dass andere Makler diese wichtigen Unterlagen nicht im Vorfeld angefordert haben“, sagt Raue. Das Erstaunen gibt es dann auch seitens der Kaufinteressenten, zum Vorteil von Makler Raue: „Sie sind dann verwundert, dass sie bei Interesse am Objekt unmittelbar alle Finanzierungsunterlagen von uns erhalten können.“ Das überzeugt, und bleibt bei Verkäufer wie Käufer langfristig in guter Erinnerung.

Optischer Mehrwert: optionaler Grundriss und 360-Grad-Rundgang

In puncto Service setzen Immobilienmakler Raue besondere Akzente, indem sie 360-Grad-Rundgänge ins Exposé einbinden und das Potenzial der Immobilie aufzeigen, indem sie optionale Grundrisse anhand der Gebäudestruktur erstellen. „Die Neugestaltung der Grundrisse sprechen die Käufer immer an, da sie sich ein besseres Bild der Raumaufteilung machen können“ sagt Raue. „Aufgrund der Pläne können wir mit unseren Kunden dann mögliche Umbauten selbstverständlich besprechen.“

Die 360-Grad-Rundgänge sind übrigens auch für ihn als Makler ein Informationsgewinn: „Wir erfahren darüber, auf welchen Bereich unsere Interessenten in einem Objekt besonderen Wert legen. Entsprechend können wir unsere Besichtigung vorbereiten.“

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Vorher: Der Grundriss als unbearbeitetes Original. Grafik: Immobilien Raue
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Nachher: Ein optionaler Grundriss mit neuer Raumaufteilung. Grafik: Immobilien Raue

Im Vermittlungsprozess: Kunden einbinden und mitnehmen

Exklusiv auf ihrer Makler-Webseite gibt es bei Immobilien Raue auch einen eigenen VIP-Bereich für Auftraggeber. „Dort können diese zu jeder Zeit nachvollziehen, welche Tätigkeiten wir bislang für ihr Objekt vorgenommen haben“, erklärt Raue. Dazu gehören Werbemailings, Telefonate, Anzeigenschaltung, Besichtigungstermine und mehr. Für Interessenten gibt es zudem einen eigenen SMS-Service, über den sie zum Beispiel vor jeder Besichtigung eine Erinnerungs-SMS bekommen. „So wird kein Termin mehr von Kunden vergessen.“

Erfolgsrezept: Der Immobilienprofi als Experte vor Ort

Gerade im Lokalen kann oftmals die Stärke von Immobilienmaklern liegen. Makler Ralph Raue rät gerade mit Blick auf die Bundesländer, in denen der Provisionssplit neu ist: „Jeder Makler sollte versuchen, seine Geschäfte in seiner direkten Umgebung beziehungsweise Stadt zu generieren. Dadurch kennt er jede Immobilie und kann so effektiver Verkäufer und Käufer vereinen, da er den Markt vor Ort am besten kennt.“

23.12.2020


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