Widerrufsrecht: Fünf Fakten, die Immobilienkäufer kennen sollten

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Das Widerrufsrecht bei Maklerverträgen sorgt bei Mietern und Käufern immer wieder für Unsicherheiten. Vor allem die Belehrungspflicht führt häufig zu der Angst, eine Provision zahlen zu müssen. Was Verbraucher über das Widerrufsrecht bei Maklerverträgen wissen sollten.

Widerrufsrecht, Widerrufsbelehrung, Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com
Immobilienkäufer, die einen Vertrag mit einem Immobilienmakler schließen, müssen über ihr Widerrufsrecht informiert werden. Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com

Wenn sich Immobilienkäufer auf Online-Portalen wie immowelt.de für ein bestimmtes Objekt interessieren, bekommen sie von Maklern eine Widerrufsbelehrung zugeschickt. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben. Allerdings sorgt ebendiese Regelung bei Verbrauchern häufig für Unverständnis – oft haben sie Angst, auch ohne Geschäftsabschluss bestimmte Kosten tragen zu müssen.

Das Widerrufsrecht ist vor allem für Immobilienkäufer relevant – denn diese sind in vielen Fällen provisionspflichtig. Bei der Vermittlung von Wohnungen zur Miete gilt dagegen: Wer bestellt, bezahlt. Auf sein Widerrufsrecht hingewiesen werden muss der Mieter daher nur dann, wenn er selbst einen Makler beauftragt hat und somit im Erfolgsfall eine Provision zahlen müsste.

Das müssen Verbraucher zum Widerrufsrecht wissen

Viele Verbraucher sind unsicher, wie sie mit der Widerrufsbelehrung umgehen sollen. Das sollten sie über das Widerrufsrecht wissen:

1. Immobilieninteressenten müssen schriftliche Widerrufsbelehrung erhalten

Widerrufsrecht, Grafik: immowelt.de

Seit 13. Juni 2014 können Verbraucher Maklerverträge, die außerhalb von Geschäftsräumen, über das Internet, per Telefon, Brief oder E-Mail geschlossen worden sind, innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Immobilienmakler sind daher verpflichtet, ihre Kunden schriftlich über ihr Widerrufsrecht zu informieren – und zwar bei allen Geschäften, bei denen der Verbraucher provisionspflichtig werden könnte. Jeder, der sich also für ein Immobilienangebot mit einem eindeutigen Provisionsverlangen interessiert und den Makler mit der Bitte um weitere Informationen kontaktiert, wird im Normalfall ein Dokument mit der Widerrufsbelehrung zugeschickt bekommen. Versäumt der Makler es, den Kunden über sein Widerrufsrecht zu  belehren, verlängert sich die Widerrufsfrist automatisch auf ein Jahr und 14 Tage.

2. Provision wird erst fällig, wenn der Makler seine Dienstleistung erfüllt hat

Widerrufsrecht, Grafik: immowelt.de

Weil im Zweifel der Immobilienmakler in der Pflicht ist zu beweisen, dass er seine Kunden belehrt hat, lassen sich viele Makler den Erhalt der Widerrufsbelehrung bestätigen oder fordern eine Unterschrift ein. „Unterschrieben werden muss aber erst, wenn auch ein Vertrag zwischen dem Interessenten und dem Makler zustande kommen soll“, betont Inka-Marie Storm, Referentin für Miet- und Immobilienrecht beim Eigentümerverband Haus & Grund. Angst vor Zahlungsverpflichtungen müsse man dabei in der Regel nicht haben. Denn: „Das Maklerhonorar ist ein Erfolgshonorar.“ Die Courtage für den Makler wird also im Normalfall erst fällig, wenn er seine Dienstleistung erfüllt hat und ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. „Trotzdem sollte natürlich jeder immer genau durchlesen, was er unterschreibt“, warnt Storm.

3. Kein Widerruf nötig, wenn Kunde kein Interesse mehr am Objekt hat

Widerrufsrecht, Grafik: immowelt.de

Prinzipiell hat sich für den Verbraucher mit dem Widerrufsrecht gar nicht so viel geändert. Genauso wie bisher wird eine Provision erst fällig, wenn der Kunde einen Kaufvertrag unterschrieben hat. Wem also nach einer Besichtigung die angebotene Immobilie nicht gefällt, muss er auch nicht widerrufen.

Dennoch sollten potenzielle Käufer ihren Makler darüber informieren, dass sie kein Interesse mehr am fraglichen Objekt haben.

4. Bei vollständiger Vertragserfüllung verliert Verbraucher Widerrufsrecht

Widerrufsrecht, Grafik: immowelt.de

Möchte ein Kunde doch von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen, kann er das innerhalb der 14-Tagesfrist nach Vertragsabschluss tun. „Widerrufen werden kann ohne Gründe. Es ist auch keine bestimmte Form vorgegeben“, sagt Storm. Laut Gesetz wird bei einem Widerruf der Vertrag zurück abgewickelt. Das heißt: Alle geleisteten Zahlungen müssen binnen 14 Tagen ab dem Tag des Widerrufs zurückgezahlt werden. Eine Gebühr für die Rückabwicklung des Vertrags darf der Makler nicht verlangen. Doch Vorsicht: „Hat der Makler ein Objekt bereits erfolgreich vermittelt und den Kunden ordnungsgemäß über seine Rechte aufgeklärt, ist ein Widerruf des Vertrags nicht ohne weiteres möglich. Verbraucher verlieren in diesem Fall bei vollständiger Vertragserfüllung ihr Widerrufsrecht“, betont Storm. Anders sieht dies aus, wenn keine Widerrufsbelehrung erfolgte. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Maklervertrag in diesem Fall auch nach Vertragserfüllung widerrufen werden kann und der Makler sein Recht auf eine Provision verliert (Az.: I ZR 68/15 und Az.: I ZR 30/15).

5. Es gibt die Möglichkeit, vom Makler zu verlangen, vorzeitig mit der Vertragserfüllung zu beginnen

Widerrufsrecht, Grafik: immowelt.de

Auf das Widerrufsrecht könne übrigens nicht verzichtet werden, sagt Storm. Allerdings könne der Kunde vom Makler verlangen, mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist zu beginnen.  Der Makler  müsse dabei aber den Kunden davon in Kenntnis setzen, dass  das Widerrufsrecht erlischt, wenn  er seine Vermittlungsleistung vollständig erfüllt hat. „Und der Verbraucher muss eine ausdrückliche Erklärung abgeben, dass er vollständig über seine Rechte und die Rechtsfolgen aufgeklärt worden ist“, so Storm. In diesem Fall habe der Makler bereits mit der Übermittlung der Verkäuferdaten den „tauglichen Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages“ erbracht. Das heißt: Der Verbraucher kann dann nicht einfach mit dem Verkäufer einen Vertrag abschließen, den Makler dabei umgehen und so die Provision vermeiden.


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36 Kommentare

Bess16 am 07.11.2018 19:47

Hallo, wir haben ein Exposé von einem Makler zusenden lassen. In der ersten Mail sollte ich einer Widerrufsbelehrung zustimmen. Das musste ich aber nicht anklicken weil ich gleich eine zweite Mail mit dem Exposé bekommen habe. Wir baten dann um einen Besichtigungstermin der aber durch den Makler nicht mehr zustande kam. Drei Tage später wurde die Immobilie privat zum Verkauf angeboten und wir haben diese ohne Makler besichtigt. Der Maklervertrag ist jetzt ausgelaufen, daher durften die Eigentümer privat inserieren. Ich hab sofort dem Makler per Mail abgesagt und auf mein Widerrufsrecht berufen. Sind wir nun beim Kauf dennoch provisionspflichtig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.11.2018 10:13

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Makler können nur dann eine Provision für die Vermittlung einer Kaufimmobilie verlangen, wenn sie diese auch tatsächlich erfolgreich vermittelt haben und es zum Kauf kommt. Wir können aus der Ferne allerdings nicht abschließend klären, ob das bei Ihnen der Fall war oder nicht, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

StolzerPapa am 19.10.2018 17:02

Was kann ich tun wenn der Makler mein Haus trotzdem anbietet obwohl ich von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht habe (Anzeige immer noch online)

auf Kommentar antworten

Thomas Dörnhoff am 22.10.2018 14:30

Hallo, schlimm, dass Sie solche Erfahrungen machen mussten.

Ein seriöses Maklerunternehmen wird niemals ohne Ihr Einverständnis Ihr Eigentum Interessenten zum Kauf anbieten oder online inserieren. Machen Sie die Firma schriftlich nochmals darauf aufmerksam oder schalten Sie tatsächlich einen Rechtsanwalt ein. Dies soll natürlich keine Rechtsberatung sein.

Beste Grüße und gutes Gelingen

Thomas Dörnhoff, Dörnhoff Immobilien


Immowelt-Redaktion am 22.10.2018 08:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie Ihre Immobilie aktuell nicht oder nicht mehr verkaufen möchten und dies dem Makler auch mitgeteilt haben, muss dieser auch entsprechenden Online-Exposés deaktivieren. Tut er das nicht, bleibt Ihnen leider nur der Weg, gerichtlich eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Bitte beachten Sie aber, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Eigentümerverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Maklerkritik am 10.10.2018 09:20

„Maklervertrag vor Exposé gesetzlich gefordert“ Unseriöse Branche mit unseriösem Gebaren.

Ich finde es bedenklich und an der Zeit, dass der Verbraucherschutz auf die Gesetzgebung dahingehend versucht zu sensibilisieren, dass die Anwendung der im Artikel beschriebenen Praxis erneut geregelt und Strafen für die Maklerbranche ausgerufen werden, wenn unter Vortäuschung falscher Sachverhalte der Abschluss eines Maklervertrages versucht wird zu erzwingen.

Was habe ich in 9 von 10 Fällen bisher erlebt, dass mich dies fordern lässt?

Auf eine Insertion zu einem Objekt, fand der erste Kontakt per Mail oder Telefon statt. Was folgt ist nahezu immer gleich: Man erhält eine E-Mail mit einem Link, der zunächst zu einer Website führt, die einen Maklervertrag zwischen Makler und Interessenten einfordert. Dazu wird die Bestätigung der Kenntnisnahme der "Widerrufsbelehrung" eingefordert.

Merke ich beim Makler an, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen Maklervertrag abschließen kann, da das Objekt mit den spärlichen vorab-Informationen noch nicht genau zu validieren ist, wird sofort und nahezu ausnahmslos sinngemäß geantwortet "das tut uns sehr leid und wir wollen das ja auch nicht, aber wir sind gesetzlich gezwungen, die Widerrufsbelehrung vorzunehmen, sonst dürfen wir Ihnen das Exposé nicht zuleiten.“

Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Makler zudem ausschließlich für den Anbieter gearbeitet, z. B. durch eine (Über-)bewertung der Immobilie, beschönigende Fotos und Beschreibungen etc.,

Wenn ich dann klarstelle, dass die Einräumung eines Widerrufsrechts nur dann erforderlich ist, wenn der Makler einen Maklervertrag als Voraussetzung für die zu Verfügungstellung des Exposé einfordert und dies nicht an der bloßen zu Verfügungstellung eines Exposé gekoppelt ist, kommt die gleiche Argumentation von Neuem: „Der Gesetzgeber fordert das.“.

Fakt ist jedoch, dass der Gesetzgeber keine Anforderungen an die Übermittlung eines Exposé stellt – das ist ausschließlich der Makler, der hiermit nämlich gerne einen Maklervertrag koppeln will und seine Provisionsansprüche absichern will, bevor überhaupt seine Leistung und damit der Wert seiner Arbeit bewertet werden kann!

Glücklicherweise, gibt es neben den 90% schwarzen Schafen dieser Branche noch die übrigen 10 %, die – sofern das Exposé ein Interesse am Objekt bzw. die Aufnahme des Objekts in das Immobilienportfolie rechtfertigt – den Maklervertrag erst dann abschließen wollen, wenn es faktisch Sinn macht: Wenn der Makler nämlich in die Dienstleistung für den Käufer eintritt, indem er die Preisverhandlungen mit dem Verkäufer unterstützt, Notar- und Amtsangelegenheiten koordiniert usw. .

Ich finde es erschreckend, wie viele Immobilieninteressenten offensichtlich mit der Lüge „Maklervertrag vor Exposé gesetzlich gefordert“ zum Abschluss unsinniger Verträge zu einem völlig verfrühten Zeitpunkt gezwungen werden.

Dass eine Vielzahl der Makler und deren Angestellten sogar davon ausgehen, dass dies genauso geregelt ist, macht es noch erschreckender.

Daher sollte diese „Maklervertrags-Erzwingung“ in seine Schranken verwiesen und rechtlich geahndet werden.

auf Kommentar antworten

Harald am 06.10.2018 21:01

Hallo,

wir haben über einen Makler eine Wohnung mehrmals besichtigt (nach unterschriebener Widerrufsbelehrung) und dem Makler gegenüber ein schriftliches Angebot abgegeben, zu dem wir die Wohnung kaufen würden. Der Makler hat uns daraufhin telefonisch mitgeteilt, dass der Verkäufer die Wohnung zu dem gebotenen Preis an uns verkaufen würde. Inzwischen haben wir aber "kalte Füße" bekommen und sind uns nicht mehr sicher, ob wir die Wohnung noch kaufen möchten. Müssen wir die Maklerprovision zahlen, wenn wir jetzt den Kauf absagen? Ein Notar wurde noch nicht beauftragt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 10:18

Hallo Harald und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Provision wird nur im Erfolgsfall fällig, wobei Erfolgsfall hier die tatsächliche Eigentumsübertragung der Immobilie bedeutet. Wird eine Wohnung nicht verkauft, wird auch keine Provision fällig. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ingo am 30.09.2018 18:55

Hallo,

ich habe durch den Makler eine Zusendung des Exposes erhalten, aber auf erneute Anfragen reagiert er einfach nicht. Das ist mittlerweile schon fast 14 Tage her.

Meine Frage ist: "Werden alle Markler die ich jetzt kontaktiere 14 Tage warten bevor sie mich wieder anschreiben, wegen der Widerrufsbelehrungsfrist?" oder gibt es dafür vielleicht andere Gründe?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.10.2018 09:36

Hallo Ingo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, es werden nicht alle Makler 14 Tage warten, bevor sie antworten. Dass ein Makler nicht antwortet, kann andere Gründe haben, beispielsweise, dass die Immobilie bereits vergeben ist. Den genauen Grund kennen wir im Einzelfall aber leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Peace am 27.09.2018 09:17

Hallo,

wir haben eine Immobilie besichtigt. Im Vorfeld hatten wir eine Widerrufsbelehrung per Email erhalten.

Auszug:

Erlöschen des Widerrufsrecht / Folgen des Widerrufs

Ich bin einverstanden und verlange ausdrücklich, dass Sie vor Ende der Widerrufsfrist mit der

Ausführung der beauftragten Dienstleistung beginnen. Mir ist bekannt, dass ich bei vollständiger

Vertragserfüllung durch Sie mein Widerrufsrecht verliere.

Dienstleistung soll während der Widerrufsfrist beginnen: ja nein

Eine Zahlungspflicht gegenüber dem Unternehmen ist ausschließlich abhängig vom Abschluss des

vermittelten Miet,- oder Kaufvertrages.

Diesen haben wir nicht unterschrieben. Im Nachgang teilte man uns mit, dass die Immobilie anderweitig verkauft würde.

2 Monate später haben wir erneut die gleiche Wohnung online entdeckt und wir vereinbarten einen erneuten Besichtigungstermin, da der erste Verkauf nicht zustande kam.

Der Preis hat sich leicht erhöht. Wir haben keine weitere Widerrufsbelehrung erhalten. Der notarielle Kaufvertrag ist zustande gekommen.

Können wir die Maklergebühr umgehen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.09.2018 10:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das dürfte nicht möglich sein, da der Makler Sie über Ihr Widerrufsrecht informiert hat und Sie den Vertrag nicht binnen 14 Tagen widerrufen haben. Zudem ist es zur erfolgreichen Vermittlung der Immobilie gekommen, wodurch Sie als Käufer bei entsprechender Vereinbarung provisionspflichtig werden. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir den Fall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Konfliktfall empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

grit am 25.09.2018 12:11

Hallo,

ich habe eine Imobilie auf der Intrenetseite des Maklers gefunden. Bin dann ins Maklerbüro gegangen und nach der Adresse gefragt. Maklerin hat meine Daten aufgenommen und fing mit den Fragen wie : Was suchen sie ein Haus oder eine Wohnung? Haus,- habe geantwortet aber eigentlich brauche ich nur die Adresse der Immobilie. Mir wurde gesagt das sie werden mit mir Kontakt aufnehmen in ca. 2 Wochen da vor mir mehreren Interesenten das Haus gezeigt wird.

Frage: habe ich mit dem Gang zum Maklerbüro den Makler beauftragt (Maklervertrag abgeschlossen)? Falls ja, welche Kosten auf mich zukommen würden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.09.2018 12:27

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob der Besuch des Maklers in diesem Fall schon als Abschluss eines Maklervertrags gelten kann, ist Auslegungssache. Kosten kommen auf Sie aber ohnehin nur dann zu, wenn der Makler die Immobilie erfolgreich an Sie vermittelt und sie diese dann auch kaufen. Die Höhe der Provision ist Vereinbarungssache, üblich sind je nach Ort unterschiedliche Provisionshöhen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

dani am 20.09.2018 20:24

Hallo, ich habe einen Makler angeschrieben, da ich mir eine Immobilie unverbindlich ansehen wollte. Dieser schickte mir das exposé und dazu ein Formular eines widerrufsverzicht, welches ich ausgefüllt und unterschrieben zurück senden sollte. Ohne den würde ich das Objekt nicht besichtigen dürfen und es wäre vom Gesetzgeber so vorgeschrieben.

Ist das wirklich so?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.09.2018 09:20

Hallo Dani und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich muss der Makler Sie über Ihr Widerrufsrecht belehren, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Wenn er von Ihnen verlangt, auf Ihren Widerruf zu verzichten, sichert der Makler damit seinen Provisionsanspruch. Das allerdings natürlich dennoch nur für den Fall, dass die Immobilie erfolgreich vermittelt wird. Für den potenziellen Käufer entstehen durch den Widerrufsverzicht keine Kosten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ralf Kleberhoff am 03.09.2018 20:41

Die ganze Misere liegt doch darin begründet, dass der Makler beim Immobilienkauf seine Provision in der Regel vom Käufer bekommen möchte, der ihn aber gar nicht bestellt hat.

Damit er da auch sicher seine Provision bekommt, muss er mit jedem Interessenten einen Maklervertrag abschließen und mit seltsamen Winkelzügen das Widerrufsrecht aushebeln. Und ohne so einen (wirksam gewordenen) Vertrag gibt der Makler jetzt kein Exposé mehr heraus. Das ist eine verrückte Welt, die dazu führt, dass der Makler seinen Job, Werbung für das Objekt zu machen, erst wirklich ausüben kann, wenn er eine rechtswirksame, unwiderrufliche Spezialvereinbarung mit jedem Interessenten hat. Man stelle sich vor, die Werbeagentur von ALDI würde so handeln und den Prospekt erst herausrücken, wenn der Hausbewohner auf sein Widerrufsrecht verzichtet hat.

Würde auch beim Immobilienkauf der die Zeche bezahlen, der sie bestellt hat, wäre das ganze Problem sofort vom Tisch.

auf Kommentar antworten

satilmis poyraz am 27.08.2018 13:24

Eine Besichtigung wann können wir haben vielen dank

auf Kommentar antworten

FelicitasWeyhrauch am 30.07.2018 18:52

Sehr geehrtes Immowelt Team,

Ich habe zu dieser Thematik auch eine Frage: Nachdem ich auf ein Inserat eines Maklers zu einer Mietwohnung eine Besichtigung bekam und mich für die Wohnung entschied, wurde mir der (ununterschriebene) Vertrag und die Widerrufsbelehrung zugesendet. Die Widerrufsbelehrung bezieht sich ja auf einen mündlich geschlossenen Maklervertrag. Da aber das Bestellerprinzip gilt, habe ich als Mieter doch garkeinen Maklervertrag geschlossen, da ich ja den Makler nicht bestellt habe sondern in diesem Fall der Eigentümer / Vermieter. Somit muss ich doch garnicht über einen Widerruf belehrt werden, ist das richtig? Ich zahle ja nach der neuen Regelung keine Provision, im Gegensatz zum Vermieter der den Makler in Auftrag gegeben hat. Wieso soll ich trotzdem eine Widerrufsbelehrung unterschreiben? Ich würde mich über eine ANtwort freuen. LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.07.2018 08:58

Sehr geehrte Frau Weyhrauch,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Widerrufsbelehrung wäre aber in der Tat eigentlich nicht nötig, da Sie, wie Sie richtig schreiben, als Mieter ohnehin nicht provisionspflichtig werden, wenn Sie den Makler nicht selbst beauftragt haben. Einige Makler wollen sich damit rechtlich dennoch absichern, sozusagen für alle Fälle. Ein Risiko dürfte dadurch weder für den Makler, noch für den Mieter entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Narcis Sau am 12.07.2018 11:03

Busco un piso en alquiler de 3 habitaciones

auf Kommentar antworten

elisa am 03.04.2018 09:50

salve! senza aver visto la casa l'agente immobiliare mi ha fatto firmare il contratto d affitto. non sapevo che fosse quello visto che ancora non parlo tedesco. posso farlo annullare? visto che non ho visto la casa e non parlo tedesco e il mieteformular era in deutscht .

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redazione am 03.04.2018 13:21

Buon giorno e grazie per il tuo commento.

Se è stato informato in anticipo del contenuto, in alcune circostanze, un contratto di questo tipo e considerato validamente.

In questo caso, è possibile annullare entro il termine di legge di tre mesi. Tuttavia, il contratto sarebbe inefficace se fosse stato ingannato alla conclusione del contratto.

Se è così, non possiamo giudicare da lontano. Si prega di tenere presente che non siamo autorizzati a fornire consulenza legale. In caso di controversia, raccomandiamo quindi il consiglio di assumere un avvocato specializzato.

Cordiali saluti da Norimberga

la Immowelt-Redazione


elisa am 03.04.2018 14:33

GRAZIE mille gentilissi

Lu am 19.02.2018 00:53

Hallo,

ich habe eine Wohnungsbesichtigungs gehabt, dann mündlich reserviert.

Dann ein Wiederufrechts für- Maklerin und für Notar. Unterchreiben am 9/02.

Dann Banktermin am 20/02

Notartermin 5/03

Eventuall Bank Vertrag z.b 26/02 (Wiederuf wäre über 14Tag gelaufen).

Die Frage falls ich keinen Bankbestätigung bekommt und Notartemrin absagen nach dem 14Tag wiederuf, muss ich trotzdem Maklerin und Notar bezahlen?

Vielen Dank an voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2018 09:36

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sollte es nicht wie geplant zum Immobilienkauf kommen, wird in der Regel auch keine Maklerprovision fällig, weil diese dann nicht erfolgreich vermittelt wurde. Der Notar ist in diesem Fall nur insoweit zu zaheln, wie er schon Arbeiten für seinen Auftraggeber erledigt hat.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie im Streitfall von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

GunterSeydack am 13.12.2017 10:41

Interessant für mich als im Ausland lebender Deutscher, der beabsichtigt, seine Immobilie im Ausland zu verkaufen, nach Deutschland zurückzukehren, und dort eine Immobilie zu erwerben. Wenn ich meine Immobilie im Ausland verkaufe, ist die Maklerprovision ein klarer Fall – als Verkäufer beauftrage und bezahle ich den Makler, welcher in einem mit mir geteilten Interesse handelt. Dagegen scheint mir die Rechtslage in Deutschland problematisch zu sein, wo vom Käufer erwartet wird, die Maklerprovision zu zahlen. Der Makler trägt in diesem Fall das Risiko, das beide Verkäufer und Käufer ihn letztlich am liebsten übergehen möchten. Zudem erhält er die Provision nicht von der Partei (dem Verkäufer), die das primäre Interesse an dem Verkauf hat. Der Makler handelt also logischerweise ausschließlich in einem risikobehafteten Eigeninteresse. Des weiteren, hat der Käufer keine Kenntnis von etwaigen Verträgen, welche der Verkäufer mit unterschiedlichen Maklern geschlossen haben könnte. Er trägt folglich das Risiko, in gutem Glauben die Provision an den Makler zu zahlen, der den Kaufvertrag zustande brachte, und dann meldet sich plötzlich ein anderer Makler ebenfalls mit einer Provisionsforderung. Der Vorwand: der Verkäufer habe mit ihm zuvor einen Vertrag geschlossen, und der soeben bezahlte Makler war nicht berechtigt, den Kaufvertrag zu vermitteln. Ihr Artikel identifiziert Probleme, in Anbetracht deren der deutsche Gesetzgeber sich die Sach- und Gesetzlage gründlicher überlegen sollte.

auf Kommentar antworten

Nowak Immobilien AG am 15.08.2018 19:37

Ein ausgezeichneter Betrag, der genau das Problem beschreibt. In der Tat kann es dem Käufer passieren, dass er einem Makler die Provision für den Nachweis und einem anderen Makler die Provision für die Vermittlung, also doppelt, bezahlen muss. Dies ist auch der Grund warum wir nur mit Alleinauftragen und nach dem Bestellerprinzip für den Verkäufer arbeiten.

Alf0815 am 23.11.2017 19:48

Hallo Immowelt

Ich wohne im 2 familienhaus und dies wurde durch Makler verkauft. Das Grundstück war Erbpacht. Nun wollen wir das Haus samt Grundstück kaufen. Der Makler wurde vom jetzigen Eigentümer bestellt. Für das Haus wo wir 1 Wohnung bewohnen will er keine Provision nur für das Grundstück. Dort hat er auch dem Preis verhandelt. Belehrt wurden wir nie oder wir haben beim Makler irgend etwas unterschriebenen. Muss ich Provision zahlen oder nicht? Sollte ich noch einmal nach verhandeln?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.11.2017 09:43

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Immobilienmakler müssen ihre Kunden über das Widerrufsrecht informieren. Dazu zählen auch Käufer, die im Falle einer erfolgreichen Immobilienvermittlung provisionspflichtig würden. Versäumt der Makler das, verlängert sich die Widerrufsfrist automatisch auf ein Jahr und 14 Tage.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die genauen Vereinbarungen zwischen Verkäufer und Makler auf der einen Seite und zwischen dem Verkäufer und Ihnen auf der anderen Seite nicht genau kennen. Ob Sie Provision zahlen müssen, können wir daher aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Generell ist die Provision allerdings frei verhandelbar, hier sind Ihnen also rechtlich zumindest keine Grenzen gesetzt. Beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung geben dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Johannes am 17.10.2017 17:07

Hallo liebe Immowelt Redaktion,

gilt das Widerrufsrecht auch bei Abschluss eines Gewerbe Mietvertrags?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.10.2017 09:07

Hallo Johannes und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Widerrufsrecht gibt es in diesem Fall in der Regel nicht. Sie können den Mietvertrag lediglich kündigen oder einvernehmlich mit dem Vermieter aufheben. Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Johannes am 19.10.2017 10:16

Ich meinte eigentlich die Maklerprovision, da ich keine Widerrufsbelehrung erhalten habe und auch nichts unterschrieben habe.


Immowelt-Redaktion am 19.10.2017 10:33

Das Widerrufsrecht regelt Geschäftsbeziehungen zwischen Verbrauchern und Unternehmen. Bei der Anmietung einer Gewerbeimmobilie handelt der Mieter allerdings in der Regel nicht als Privatperson. Insofern findet das Widerrufsrecht hier in der Regel auch keine Anwendung. Noch einmal hier jedoch der Hinweis: Wir dürfen keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Adrian am 26.09.2017 17:35

Hallo,

ich möchte mir eine Immobilie von einem Makler ansehen. Dieser verlangt nun, ihm folgenden Text per Email zu senden:

„Ich bin mit den Geschäftsbedingungen und dem Honorar von 3,57 % inkl. MwSt. bei erfolgreicher Vermittlung einer Immobilie durch MaklerXY, die mir bisher nicht bekannt war, einverstanden.

Ich verlange ausdrücklich, dass Sie vor Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der beauftragten Dienstleistung beginnen (§ 357 Abs. 8 BGB).

Ich stimme ausdrücklich zu, dass Sie vor Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der beauftragten Dienstleistung beginnen. Mir ist bekannt, dass ich bei vollständiger Vertragserfüllung durch Sie mein Widerrufsrecht verliere (§ 356 Abs. 4 BGB).“

Für was stimme ich mit diesem Text zu? Und kann für mich dadurch ein Nachteil entstehen?

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.09.2017 09:10

Hallo Adrian,

mit einer solchen Klauseln sichern sich Makler in der Regel lediglich ab. Sie stellen so sicher, dass sie bei erfolgreicher Vermittlung einer Kaufimmobile tatsächlich auch ihre Provision erhalten. Anderenfalls könnten Käufer sich durch einen Makler einer Immobilie vermitteln lassen und im Anschluss den Maklervertrag widerrufen um so der Provisionszahlung entgehen. Dennoch gilt: Eine Provision müssen Käufer nur bei erfolgreicher Vermittlung zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chris am 15.09.2017 00:14

Ich habe mir vor einem halben Jahr ein Haus mit Makler angeschaut und wir haben uns gegen die Immobilie entschieden. Wir hatten auch eine Email mit der Wiederrufsbelehrung bekommen und sollten diese wiederrufen, damit wir die Anschrift der Immobilie gleich bekommen oder nicht wiederrufen. Wir haben nicht wiederrufen, 14 Tage gewartet und dann haben wir erst die Anschrift bekommen.

jetzt ist das Haus deutlich günstiger und ohne Makler zu verkaufen. Wenn ich es jetzt kaufe, muss ich dann noch Provision an den Makler zahlen?

Verkäufer hat mit dem Makler der uns vor einem halben Jahr die Immobilie gezeigt hat, nichts mehr zu tun.

Wir hatten damals nur unterschrieben, dass wir Infomaterial über das Haus erhalten haben.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.09.2017 10:01

Hallo Chris und vielen Dank für Ihren Kommentar,

dieser Fall ist leider nicht ganz eindeutig. Der Makler könnte beispielsweise sagen, dass Sie nur durch ihn überhaupt auf die Immobilie aufmerksam geworden sind und daher eine Provision verlangen. Ob das jedoch passiert und, falls ja, ob sie dann eine Provision zahlen müssten, können wir aus der Ferne leider jedoch nicht beurteilen. Im Streitfall würden wir Ihnen zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund raten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

KH Moennekemeyer am 13.06.2017 10:28

Bitte welcher Gesetzestext und Paragraph regelt das vorstehend Ausgesagte? Ist es nicht so, dass die Makler-Lobby diese Nonsensregelung nur zur Abwendung der "Gefahr", des sonst drohenden Besteller-Prinzips auch bei Kauf-Immobilien Vermittlung kreiert und dem willigen Gesetzgeber in den Block diktiert hat?!

auf Kommentar antworten

Chris am 01.06.2017 18:44

Guten Tag,

Ich habe mir über eine Online Immobilienplattform eine Eigentumswohnung zum Kauf ausgesucht und den Makler angeschrieben. Bevor er mir weitere Daten udn das Expose schickt, mus ich eine Widerrufsbelehrung unterschreiben.

Ich bin natürlich vorerst an einer Besichtigung und Einblick in die Unterlagen interessiert. Unverbindlich.

Eigentlich kommen ja erst Kosten bei Kaufvertragsabschluss auf mich zu. Eine Klausel in der Widerrufsbelehrung verstehe ich nicht: "Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistung entspricht."

Wie ist das zu deuten? Ist eine Wohnungsbesichtigung und das Aushändigen des Exposes und weiteren Informationen schon eine anteilige Dienstleistung/Aufwendung die ich zu zahlen habe, auch wenn ich mich letztlich gegen die Immobilie entscheide?

Danke für Ihre Hilfe.

Gruss, Chris

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.06.2017 09:39

Hallo Chris,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es handelt sich dabei um eine Standardformulierung, mit der sich Makler vor allem absichern möchten, dass ihre Kunden nicht innerhalb der zweiwöchigen Widerrufsfrist erfolgreich eine Immobilie vermittelt bekommen und den Vertrag dann doch noch widerrufen.

Für die Zusendung des Exposés und für den Besichtigungstermin werden potenzielle Käufer in aller Regel nicht zur Kasse gebeten, wenn sie sich dann gegen die Immobilie entscheiden. Sicherheitshalber könnten Sie Ihre Frage aber dem Makler auch einfach noch einmal im persönlichen Gespräch stellen.

Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ramona am 27.03.2017 21:49

Ich bräuchte bitte einen dringenden Rat von Ihnen .

Ich habe über eine Makler Seite eine Immobilie gefunden und dazu ein Exposé Anfrage an den Makler gestellt . (Mit meinen Kontaktdaten) nun habe ich das Haus aber selbst gefunden (es befindet sich in unserem Nachbar Ort) und habe mit dem Besitzer gesprochen der gerade vor der Haustür war . (Die Adresse stand nicht auf der Makler Seite) Er meinte man könne die Makler Gebühr wohl schlecht umgehen obwohl er uns sehr sehr gerne das Haus verkaufen würde . Der Makler hat mir dann eine Widerrufsbelehrung online geschickt der ich erst zustimmen muss , bevor ich das Vollständige Exposé und die Adresse mitgeteilt bekomme. Diesem habe nicht zugestimmt u nun mit dem Besitzer einen unabhängigen Besichtigungs Termin (ohne Makler ) ausgemacht . Komme ich aus der Nummer wieder raus , ohne die Makler Gebühr zu zahlen ?

Vielen Dank für Ihren Rat !

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Immowelt-Redaktion am 28.03.2017 14:27

Hallo Ramona,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn jemand über einen Makler eine Immobilie findet und es dann zum Immobilienkauf kommt, wird derjenige provisionspflichtig, unabhängig davon, ob er in der Zwischenzeit selbst mit dem Verkäufer Kontakt hat oder nicht. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die Umstände Ihres geplanten Immobilienkaufs aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wohnungsfee am 01.03.2017 10:09

Liebe Immowelt-Redaktion,

darf ich Sie um einen Rat bitten?

Ich habe einen Makler nach einer veröffentlichten Wohnungsanzeige gefragt (Wohnungskauf), ob ich die Wohnung besichtigen kann. Der Makler möchte, dass ich vor der Zusendung des Expose und der Besichtigung folgendes bestätige:

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Der Widerruf ist zu richten an:

(Hier steht die Anschrift des Maklers und Koordinaten)

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

- (Hier steht ein Kästchen zum Anklicken) Ich habe die Widerrufsbelehrung gelesen und verstanden

- (Hier steht ein Kästchen zum Anklicken) Die Dienstleistung soll während der Widerrufsfrist beginnen. Mir ist bekannt, dass mein Widerrufsrecht bei vollständiger Erbringung durch den Unternehmer erlischt.

Durch Bestätigung der Optionen, erhalten Sie das Passwort, um die pdf-Datei in Ihrem Objektangebot zu entschlüsseln.

(Hier kann man wohl zum Passwort gelangen) "Passwort anzeigen"

Meine Fragen:

1. Ist das Anklicken der beiden Kästchen unbedenklich, wenn ich die Wohnung nur sehen will?

2. Vor allem das zweite Kästchen macht mir Sorgen: Mit dem bloßen Besichtigen der Wohnung ist die vollständige Erbringung der Dienstleistung nicht gemeint, oder?

3. Ich besichtige natürlich auch andere Wohnungen, bevor die Kaufentscheidung getroffen wird. Wenn die Entscheidung, diese Wohnung zu kaufen, länger als 2 Wochen von der Bestätigung der Widerrufsbelehrung dauert - was dann? Soll ich lieber vor Ablauf der 2 Wochen widerrufen und dann ggf. erneut das Prozedere mit dem Makler starten?

Vielen Dank im Voraus und beste Grüße

Wohnungsfee

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Jasmin am 15.02.2017 22:36

vielen Dank für den Beitrag.

wir haben bezüglich eines Objekts ein Expose auf nachfrage geschickt bekommen. Laut AGB: ,,Marklervertrag durch Schriftlicher Vereinbarung oder auch durch die Inanspruchnahmeunserer Marklertätigkeit auf Basis des Objekt-Exposes zustande".

Verstehe ich es richtig, wenn ich jetzt mit einem anderen Markler diesen Objekt mieten sollte, muss wir provision Zahlen?

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Immowelt-Redaktion am 16.02.2017 08:45

Hallo Jasmin,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn Sie auf der Suche nach einem Mietobjekt sind, müssen Sie einen Makler nur dann zahlen, wenn Sie ihn selbst beauftragen. Das bloße Zustandekommen eines Maklervertrags bedeutet nicht automatisch, dass Sie provisionspflichtig werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wohnungssuche am 01.02.2017 16:58

Hallo, wir haben folgende E-Mail bekommen. Sind die Mail und das Widerrufsformular für uns als mögliche Käufer unbedenklich?

Widerrufsrecht:

Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) widerrufen. Die Widerrufsfrist beträrgt 14 Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das angefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an:

xxx Makleradresse

Folgen des Widerrufs:

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrages bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrages unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Erlöschen des Widerrufsrecht/Folgen des Widerrufs:

Im Falle eines Fernabsatzgesetzes erlischt Ihr Widerrufsrecht vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben.

Anlage - Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück)

An:

xxx Makleradresse

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung von Maklerdienstleistungen

vom:

über:

Name des/der Verbraucher(s):

Anschrift des/der Verbraucher(s):

Datum:

Unterschrift des/der Verbraucher(s)**:

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Immowelt-Redaktion am 02.02.2017 08:50

Hallo Wohnungssuche,

unserer Einschätzung nach handelt es sich hierbei um eine unbedenkliche Standard-Widerrufsbelehrung. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und vertragliche Texte nicht juristisch prüfen können. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Wohnungssuche am 02.02.2017 20:01

Danke, Immowelt-Redaktion.

Feuerstein am 24.01.2017 13:30

Hallo!!! Habe meine Wohnung für einen Makler freigegeben zu verkaufen habe aber innerhalb 5 Tagen selber einen Käufer gefunden. Natürlich sofort mein Wiederaufstieg recht in Anspruch genommen. Der Makler will von mir jetzt 4000€ weil ein woederrufs recht nur für fernverträge gillt . Meine Frage : ist das rechtens??? Danke im voraus

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Immowelt-Redaktion am 24.01.2017 13:46

Hallo Feuerstein,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell ist es möglich, dass ein Verkäufer, der einen Makler beauftragt hat, sich dennoch selbst um den Verkauf seiner Immobilie bemüht. Ob er dies jedoch auch tatsächlich darf, hängt von der Ausgestaltung des Maklervertrags ab.

Tatsächlich gilt das Widerrufsrecht für alle Maklerverträge, die außerhalb von Geschäftsräumen, über das Internet, per Telefon, Brief oder E-Mail geschlossen worden sind.

Bitte beachten Sie aber, dass wir die genaue Ausgestaltung ihres Maklervertrags nicht kennen und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir empfehlen Ihnen die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jumpee am 20.12.2016 20:48

Hallo,

wir haben uns von einem Makler ein Exposé für ein Grundstück mit einem projektierten Einfamilienhaus per Email zusenden lassen. Widerrufsbelehrung war keine enthalten, genau sowenig wie Informationen zum Verkäufer. Danach hatten wir noch zweimal Kontakt mit dem Makler, einmal um die Möglichkeit eines Kellers zu erfragen und ein anderes Mal um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren (der noch nicht stattfand).

Zwischenzeitlich haben wir dasselbe Grundstück als Angebot bei der örtlichen Sparkasse gefunden. Da wir den Kauf des unbebauten Grundstücks bevorzugen, würden wir hier also nun gerne die weiteren Gespräche mit der Bank führen und den Vertrag mit dem Makler unter Bezug auf das Fernabsatzgesetz widerrufen. Über einen Vertrag zwischen Sparkasse und Makler liegen uns keine Informationen vor.

Nun meine Frage: reicht die Übersendung des Exposés bzw. die Kontaktaufnahme bzgl. Keller und Besichtigungstermin bereits aus, damit für den Makler ein Provisionsanspruch entsteht (sofern ein Kauf über die ebenfalls als Makler auftretende Sparkasse zustande käme)?

Besten Dank vorab für Ihre Einschätzung,

Stefan

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Immowelt-Redaktion am 21.12.2016 12:12

Hallo Jumpee,

besten Dank für Ihren Kommentar. In der Regel kann der Immobilienmakler keine Provision einfordern, wenn bei einem per Mail verschickten Exposé die Widerrufsbelehrung fehlt. In bestimmten Fällen kann ein Makler allerdings Wertersatz für bereits erbrachte Leistungen verlangen, allerdings nur dann, wenn er seinen Kunden vorab darauf hingewiesen hat (§ 357 Abs. 8 BGB), dass ein Wertersatz fällig wird, sofern die Widerrufsbelehrung unwirksam ist oder fehlt. Leider können wir Ihren Fall aus der Ferne pauschal nicht beantworten. Bei weiteren Fragen möchten wir Ihnen daher den Gang zum Fachanwalt empfehlen.

Herzliche Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Thomas am 19.12.2016 23:32

Hallo,

Ich bin gerade auf Wohnungssuche (ich will eigentlich nur einen Besichtigungstermin, mach so etwas zum 1. Mal) und habe von einem Makler folgende "besondere Provisonsvereinbarung" bekommen die ich nicht ganz verstehe:

Die Zahlung des vereinbarten Provisionssatzes (zuzüglich gesetzlicher USt.) wird auch für den Fall vereinbart:

•dass das im Maklervertrag bezeichnete Geschäft wider Treu und Glauben nicht zustande kommt gemäß §15 MaklerG (das bedeutet, dass ohne beachtenswerten Grund ein für das Zustandekommen des Rechtsgeschäfts erforderlicher Rechtsakt überraschend unterlassen wird)

•dass der Auftraggeber (Interessent) die vom Immobilienmakler namhaft gemachte Geschäftsgelegenheit einer anderen Person weitergibt, mit welcher das Geschäft zustande kommt

Wenn ich das richtig verstehe, sagt Punkt 2 nur aus, dass falls er mir die Daten vom Verkäufer übergibt, und ich das Geschäft ohne ihn mache, dass ich ihm trotzdem die Provision zahlen muss - ist das so richtig?

Aber was bedeutet Punkt 1 für mich? (das mit treu und wider)

Und da bin ich mir auch nicht ganz sicher:

"Als vollständige Dienstleistungserbringung des Immobilienmaklers genügt aufgrund eines abweichenden Geschäftsgebrauchs die Namhaftmachung der Geschäftsgelegenheit, insbesondere sofern vom Interessenten keine weiteren Tätigkeiten des Maklers gewünscht oder ermöglicht werden. In diesem Fall kann der Maklervertrag nicht mehr widerrufen werden und ist Grundlage eines Provisionsanspruches, wenn es in der Folge zum Abschluss eines Rechtsgeschäftes über eine vom Immobilienmakler namhaft gemachte Geschäftsgelegenheit kommt"

Hier kann er nur Geld von mir verlangen, wenn ich den Kauf unterschreibe oder? (also mit ihm/oder dem Besitzer)

Bitte um Hilfe, Danke!

Thomas

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Rene Spiegel am 15.12.2016 12:45

Hallo.

Ich bin dabei ein Haus zu kaufen. ich ahbe auch einen Makler. Dieser hat mir das Exposé per Email nach der ersten Besichtigung zukommen lassen. Allerdings ohne Widerrufsbelehrung. Ich habe nichts beim Makler unterschrieben. Der Verkäufer hat einen Vertrag mit dem Makler geschlossen. Ich will bzw werde das Haus kaufen. Muss ich als Käufer dem Makler die Provision zahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.12.2016 12:45

Lieber Herr Spiegel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sofern Immobilienmakler ihre Kunden nicht über ihr 14-tägiges Widerrufsrecht belehren, kann unter Umständen dessen Provisionsanspruch verwirkt sein. Allerdings kann ein Makler für bereits erbrachte Leistungen Wertersatz verlangen. Das allerdings nur dann, wenn er seinen Kunden vorab darauf hingewiesen hat (§ 357 Abs. 8 BGB), dass ein Wertersatz fällig wird, sofern die Widerrufsbelehrung unwirksam ist oder fehlt. Wie es sich in Ihrem Fall verhält, können wir aus der Ferne nicht allerdings nicht abschließend beurteilen. Bei weiteren Fragen möchten wir Ihnen daher den Gang zum Fachanwalt empfehlen.

Mit besten Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Roxanne am 07.12.2016 13:08

Habe im Oktober 2016 das Exposé erhalten, besteht jetzt noch die Möglichkeit für mich das zu künden?

wir hatte 1 Besichtigung mit dem Makler weitere Besichtigungen und Abklärungen auch zukünftig beschränken sich auf den Verkäufer. Oder kann der Verkäufer da etwas bewirken?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.12.2016 13:35

Hallo Roxanne,

wenn ein Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht aufgeklärt wurde, erlischt dieses nach 14 Tagen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Roxanne 7.12.16 am 07.12.2016 11:34

Wenn ich das Haus dann direkt vom Hauseigentümer kaufen kann ohne Makler ich jedoch eine Wiederrufsbelehrung unterschrieben habe gibt es eine Möglichkeit dass ich dem Makler die Provision nicht bezahlen muss?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.12.2016 12:25

Hallo Roxanne,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn der Makler für die Vermittlung des Kaufvertrags verantwortlich ist, wird eine Provision fällig. Bei vollständiger Vertragserfüllung, also bei Zustandekommen des Kaufvertrags, verliert ein Verbraucher sein Widerrufsrecht, wenn er zuvor ordnungsgemäß darüber aufgeklärt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Arras am 28.10.2016 17:27

Hallo, ich habe ein Formular unterschrieben, mit Widerrufsbelehrung und nochmaliger Unterschrift, dass ich ein sofortiges Tätigwerden des Maklers in Kenntnis der Tatsache, dass ich mein Widerrufsrecht verliere und als Wertersatz bei erfolgreicher Maklertätigkeit eine Provision zu leisten habe. Eine ausdrückliche Erklärung, dass ich vollständig über meine Rechte und die Rechtsfolgen aufgeklärt wurde, habe ich nicht unterschrieben. Ist dann ein Widerspruch innerhalb 14 Tagen gültig?

auf Kommentar antworten

arras am 31.10.2016 11:39

Ich habe die Widerrufsbelehrung sowie dass ich mein Widerrufsrecht verliere nach der Hausbesichtigung auf einer Tonne vor dem Haus unterschrieben. Ich hatte keine Lesebrille dabei und die Maklerin hat erklärt, es handele sich um eine Bestätigung, dass ich das Haus besichtigt hätte und eine Provision nach erfolgreichem Abschluss zahlen müsse. In gutem Glauben habe ich unterschrieben. Erst zu Hause kam mir das etwas komisch vor, da ich auch keinen Durchschlag erhalten habe. Am nächsten Tag habe ich das Expose per mail zugeschickt bekommen, mit einer Widerspruchsbelehrung als Anhang. Dann habe ich gleich Widerspruch eingelegt und zwei Tage später eine Kopie erhalten und gesehen, was ich da unterschrieben habe. Ich fühle mich jetzt doch etwas von der Maklerin hintergangen. Gilt mein Widerrufsrecht trotzdem?


Immowelt-Redaktion am 31.10.2016 09:03

Hallo Arras,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich gilt, dass Immobilienmakler ihre Kunden bei allen Geschäften, bei denen diese provisionspflichtig werden könnten, über ihr Widerrufsrecht informieren müssen, sofern der Maklervertrag außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wird. Wenn eine Maklertätigkeit noch nicht zum Kauf einer Wohnung geführt hat, ist ein solcher Widerruf innerhalb von 14 Tagen möglich. Wie die Erklärung, die Sie unterschrieben haben, im Einzelfall ausgesehen hat und welche Rechtsfolgen daraus entstehen, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei Unsicherheiten bezüglich Ihres Maklervertrags empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Karl Will am 04.10.2016 13:08

Hallo, gibt es eine Möglichkeit einen sog. Widerruf-Rahmenvertrag abzuschließen, der für alle künftigen Objekte gilt, auch Objekte die beim Abschluss eines Widerruf-Rahmenvertrages noch nicht bekannt sind.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.10.2016 15:17

Sehr geehrter Herr Will,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Widerrufsrecht des Verbrauchers gilt für jeden Verbraucher und für jeden Vertragsabschluss einzeln. Ein Vertrag, mit dem alle Verbraucher gleichermaßen oder ein einzelner für alle künftigen Verträge über das Widerrufsrecht aufgeklärt wird, ist nach unserer Kenntnis nicht möglich.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen eine Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Immobilienverband wie den IVD.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Melly am 02.10.2016 22:48

Hallo! Ich hätte eine Frage! Ich habe Infos über eine Immobilie per email eingeholt ! Bekam daraufhin eine email mit einer widerrufsberechtigung und einer Nebenkostenübersicht. Habe dieser immobilienfirma eine email geschickt, das ich diese Dateien nicht aufmachen kann und das ich kein Interesse mehr an der Immobilie habe. Nun habe ich wieder eine Email mit demselben Zusatz bekommen. Habe wieder gesendet das ich kein Interesse mehr habe und keine weiteren E-Mails mehr möchte. könnte es sein das diese Firma mir nochmals etwas sendet? Habe ich mich richtig verhalten?

Dank mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.10.2016 10:34

Liebe Melly,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Ob Sie noch einmal eine E-Mail bekommen werden, können wir Ihnen leider nicht sagen, diese Mails kommen vom Immobilienanbieter. Wenn Sie lediglich Informationen über eine Immobilie eingeholt haben und dem Anbieter anschließend mitgeteilt haben, dass Sie kein Interesse mehr haben, haben Sie allerdings nichts falsch gemacht und sind damit keine weiteren Verpflichtungen eingegangen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Klaus Müller am 14.10.2016 19:56

Sie konnten die Datei nicht öffnen und haben deshalb kein Interesse mehr an der Immobilie??? Muss ich das verstehen?


Melly am 15.10.2016 12:45

Nein nicht deshalb, der Standort hat uns nicht zugesagt. Mfg

Stefan0815 am 25.08.2016 19:23

Hallo,

wir haben vor ca. 4 Tagen eine Immobilie angefragt. Die Wiederrufsbelehrung kam umgehend. Die erste Besichtigung ist erfolgt. Für die zweite Besichtigung hat uns der Makler eine Zustimmungser Klärung für die vorzeitige Tätigkeit übergeben.

Hat dies irgendwelche rechtlichen folgen? Sofern wir nix mit dem Makler festmachen (dem Besitzer natürlich auch nicht) hat diese ggf. gemachte Unterschrift doch keine folgen, oder?

Gruß Stefan.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.08.2016 08:52

Hallo Stefan 0815,

wir kennen das fragliche Schreiben nicht und können daher seine Inhalte leider nicht im Detail beurteilen. In der Regel stimmen Immobiliensuchende mit solchen Erklärungen aber lediglich zu, dass der Makler vor Ablauf der Widerrufsfrist mit seiner Arbeit beginnt. Eine Provision wird nichtsdestotrotz erst bei Vertragserfüllung fällig, also letztlich bei Unterzeichnung eines Kaufvertrags.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

lagrafika am 15.07.2016 14:03

Hallo, auf meine Anfrage bezüglich der Zusendung vom Exposé verlangt die Hildesheimer Sparkasse folgende Empfangsbestätigung zu unterschreiben:

(Zitat)

"Empfangsbestätigung

1. Ich habe die Widerrufsbelehrung vollständig gelesen und verstanden.

2. Sofortige Erbringung der Dienstleistung

Ich bin einverstanden und verlange ausdrücklich, dass Sie mir das Exposé vor Ende der Widerrufsfrist übersenden und damit mit der Ausführung der beauftragten Dienstleistung beginnen. Mir ist bekannt, dass ich bei vollständiger Vertragserfüllung durch Sie, die bereits in der Übersendung des Exposés liegen kann, mein Widerrufsrecht verliere."

Soll ich das so verstehen, dass ich die Zusendung vom Exposé per Email bezahlen muss? Ist solche Forderung nicht rechtswidrig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.07.2016 14:07

Hallo Iagrafika,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Nein, die Zusendung des Exposés müssen Sie nicht bezahlen. Die von Ihnen zitierte Widerrufsbelehrung ist eine gesetzliche Pflicht. Das Maklerhonorar wird erst fällig, wenn die Immobilie erfolgreich vermittelt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion