Gewerbliche Nutzung der Wohnung: wann Mietern Ärger droht

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Wer in seiner Mietwohnung unerlaubt einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht oder ohne Genehmigung untervermietet, riskiert unter Umständen die fristlose Kündigung. In manchen Fällen muss der Vermieter aber eine gewerbliche Nutzung oder einen Untermieter erlauben.

gewerbliche Nutzung, Wohnraum, Mieter, Foto: Rawpixel.com / fotolia.com
Wer seine Wohnung unerlaubt zu gewerblichen Zwecken nutzt, riskiert in manchen Fällen eine fristlose Kündigung – manches müssen Vermieter aber auch erlauben. Foto: Rawpixel.com / fotolia.com

Viele Mieter arbeiten von zu Hause aus. Doch Vorsicht: Denn gerade in der Mietwohnung ist nicht alles erlaubt. In der Regel dürfen Mieter ihre Wohnung nur zu Wohnzwecken nutzen. Anderweitige Nutzungen – zum Beispiel eine gewerbliche – muss der Vermieter erst erlauben. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Gewerbliche Nutzung: wann sie erlaubt und wann sie verboten ist

Mit der Frage, wann eine Zustimmung des Vermieters zu einer gewerblichen Nutzung erforderlich ist, hat sich der Bundesgerichtshof beschäftigt (Az. VIII ZR 165/08). Dabei geht es vorrangig um die Frage, ob die berufliche Tätigkeit eine Außenwirkung hat und für andere Hausbewohner störend ist. Als Faustregel gilt: Je mehr Publikumsverkehr oder Warenanlieferungen, desto eher ist eine Zustimmung des Vermieters zur gewerblichen Nutzung der Mietwohnung erforderlich.

Tätigkeiten ohne Außenwirkung

Der Mieter ist freier Journalist und arbeitet von zu Hause aus.

Der Mieter geht seinem Job als Call-Center-Mitarbeiter oder Büroangestellter im Homeoffice in seiner Mietwohnung nach.

Diese Rechte hat der Mieter: Aktivitäten wie das berufliche Telefonieren von zuhause aus oder normale Büroarbeit finden ohne Außenwirkung statt – und sind deswegen im Rahmen dessen, was der Mieter tun darf. Das bedeutet: Für diese Aktivitäten braucht der Mieter keine Zustimmung des Vermieters. „Die gelegentliche Nutzung der Wohnung für solche Zwecke ist kein Problem. Dadurch entstehen dem Vermieter keine Nachteile“, sagt Anja Franz, Pressesprecherin vom Mieterverein München. Auch Maler, Journalisten oder Schriftsteller können ihre Wohnung freiberuflich nutzen und brauchen dazu keine Zustimmung.

Tätigkeiten mit Außenwirkung

Der Mieter ist Versicherungsvertreter und empfängt in der Wohnung mehrmals am Tag Kunden.

Der Mieter eröffnet in seiner Privatwohnung eine Zahnarztpraxis oder ein Nagelstudio. Bei ihm herrscht reger Kundenverkehr.

Der Mieter gibt Musikunterricht in seiner Wohnung.

Diese Rechte hat der Mieter: Herrsche reger Kundenverkehr in der Mietwohnung oder bekomme der Mieter regelmäßig große Warenanlieferungen, könne der Vermieter die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung verbieten, sagt Franz. „Beispielsweise, weil er befürchtet, dass die Wohnung überdurchschnittlich verschlissen wird oder andere Mitmieter im Haus gestört werden.“

In der Regel sind berufliche Aktivitäten in einer privaten Wohnung, die eine Außenwirkung haben – das heißt, für Nachbarn sichtbar oder hörbar sind und somit Mitmieter stören könnten – vertragswidrig und müssen vom Vermieter nicht erlaubt werden. Der BGH urteilte beispielsweise, dass ein Vermieter dem Mieter nicht erlauben muss, Musikunterricht in der Wohnung zu erteilen (Az. VII ZR 213/12).

Auf den Einzelfall kommt es an

Bei der Frage, ob eine Wohnung gewerblich genutzt wird oder nicht, gibt es immer wieder Grenzfälle. „Dabei kommt es immer auf den Einzelfall an“, sagt Franz. Auch der Bundesgerichtshof weist darauf hin, dass bei einem Mischmietverhältnis alle relevanten Punkte geprüft werden müssen und der Einzelfall entscheidet (Az.: VIII ZR 376/13).

Feriengäste als Untermieter

Der Mieter benutzt eine Zweitwohnung nur unregelmäßig und bietet sie deswegen als Ferienwohnung für Touristen an.

Diese Rechte hat der Mieter: Die Vermietung einzelner Zimmer oder der gesamten Wohnung an Feriengäste ist eine gewerbliche Nutzung. „Die gewerbliche Nutzung ist auch ein öffentlich-rechtliches Problem zwischen Gemeinde und Vermieter. Der Vermieter kann also ein Problem mit der Gemeinde bekommen, wenn er seinem Mieter die Vermietung an Feriengäste erlaubt“, sagt Franz.

Zustimmung bei gewerblicher Tätigkeit vom Vermieter einfordern

Der Mieter kann bei einer gewerblichen Tätigkeit nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) vom Vermieter eine Erlaubnis einfordern. Der Vermieter ist in der Regel verpflichtet eine Erlaubnis zu erteilen, wenn der Mieter die Wohnung zwar beruflich nutzt, dies aber keine weiteren Auswirkungen auf die Mietsache oder die Mitmieter hat als bei einer normalen Wohnungsnutzung. „Eine Erlaubnis kann der Mieter einfordern, indem er ein formloses Schreiben an den Vermieter schickt“, erklärt Franz vom Mieterverein München. 

Allerdings ist der Mieter in der Beweispflicht, dass die gewerbliche Tätigkeit nicht mehr stört als die übliche Nutzung der Wohnung. Beispielsweise bekommt der Mieter zwei- bis dreimal pro Woche Besuch eines Kunden – sonst treten keine weiteren Störungen auf. „Einen Kundenbesuch kann der Mieter dann mit einem normalen Besuch vergleichen – die Wohnung wird dadurch nicht mehr abgenutzt.“ Knifflig werde es dagegen, wenn man beispielsweise ein Wartezimmer einrichtet. 

Folgen von unerlaubter Nutzung: Kündigung droht

Wer seine Wohnung ohne Erlaubnis des Vermieters gewerblich nutzt oder untervermietet, riskiert weitreichende Folgen. Zunächst laufen Mieter in der Regel Gefahr, abgemahnt zu werden, oder es droht sogar die fristlose Kündigung. Wer also einer intensiven gewerblichen Tätigkeit in seiner Mietwohnung nachgeht, sollte seinen Vermieter sicherheitshalber immer um Erlaubnis fragen. Im Falle einer Untervermietung muss er die Erlaubnis in jedem Fall einfordern – der Vermieter ist aber bei berechtigtem Interesse auch verpflichtet, ihm diese zu erteilen.

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17 Kommentare

PlatinSkullGames am 11.01.2019 19:36

Guten Tag,

Ich habe vor, gewerblichen Online Handel zu betreiben. Ich werde weder Kunden empfangen, noch werde ich Lautstärke verursachen. Was ich haben werde, ist Lieferungen durch DHL / DPD.

Die Arbeit besteht zum Großteil aus Büroarbeiten und vorbereiten der Briefe.

Dürfte ich diese Tätigkeit von zu Hause ausführen?

Ich würde den Vermieter darüber informieren, hab aber Angst, dass er uns aufgrund der Nachfrage schon kündigen kann.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Z. Wilson

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.01.2019 12:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für Tätigkeiten ohne jede Außwenwirkung braucht der Mieter in der Regel keine Zustimmung des Vermieters. Selbst wenn sie den Vermieter sicherheitshalber aber darum bitten möchten, wäre das kein Kündigungsgrund. Würde der Vermieter deshalb die Kündigung aussprechen, wäre sie schlichtweg unwirksam.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Aldo am 20.11.2018 18:38

Guten Tag

wollte von zu Hause aus Kaffeebohnen liefern brauche ich

Einen Erlaubnis

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2018 10:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider nicht klar mit einem ja oder nein beantworten. Wenn Ihre Tätigkeit keine Außenwirkung hat, Sie also nur gelegentlich Kaffeebohnen verschicken, benötigen Sie wohl keine Erlaubnis des Vermieters, wenn Sie dagegen in der Mietwohnung Bohnen rösten wollen und der Geruch im ganzen Haus wahrnehmbar ist, schon eher. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Norkon am 17.08.2018 14:11

Darf mein Mieter in dem vermieteten Haus tätowieren?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.08.2018 15:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn er die Tätigkeit gewerblich ausübt und diese Tätigkeit eine starke Außenwirkung hat, muss der Mieter dafür den Vermieter um Erlaubnis bitten. Nicht nötig wäre das andererseits beispielsweise, wenn er diese Tätigkeit nur selten nebenbei ausübt und davon kaum eine Außenwirkung ausgeht. Abschließend können wir die Situation aus der Ferne aber leider nicht beurteilen, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Hierzu empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

nvl24 am 09.07.2018 16:09

Danke für den Artikel, der hat mir etwas Licht ins Dunkel gebracht!

Aber ich bin trotzdem noch unsicher, da ich wahrscheinlich in einem Graubereich liege.

Ich möchte von meiner Wohnung aus einen Online-Shop führen für den ich einen DIN-A1-Drucker und einen Architektenschrank anschaffen werde. Von meinen insgesamt 46qm würde ich aber nur 4qm gewerblich nutzen. Kundenverkehr wird es keinen geben und Warenlieferungen landen sowieso in umliegenden Paket-Shops. Das heißt nach außen hin ist nichts zu merken. Aber ich muss natürlich meine Adresse im Online-Shop als Geschäftsadresse angeben und genau da liegt mein Problem.

Können Sie mir da eventuell einen Tipp geben?

Ich werde aber wohl demnächst einen Termin bei einem Rechtsanwalt vereinbaren, um zu klären, ob ich eine Genehmigung benötige oder ob das nach Treu und Glauben weiterlaufen kann.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.07.2018 09:11

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel ist für eine Tätigkeit ohne Außenwirkung keine Zustimmung des Vermieters notwendig. Wenn Sie sicher gehen wollen, können Sie diese aber natürlich trotzdem einholen. Wenn durch Ihre Tätigkeit niemand gestört wird, dürfte er ja nichts dagegen haben. Ob Sie für Ihr Gewerbe darüber hinaus eine weitergehende Genehmigung benötigen, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären. Hier hilft Ihnen ein Fachanwalt oder gegebenenfalls ein Steuerberater weiter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

A. Kandic am 13.06.2018 11:14

Hallo

ich habe Gewerbliche Räume vermietet, der Mieter hat ohne meine Erlaubnis drei Leute an d. Gewerbliche Räume angemeldet, da mir automatisch sämtlichen Kosten entstehen, habe ich mich bei der entsprechenden Ämter erkundigt, und kann als Besitzer nicht tun, also kann die Leute nicht abmelden. Manchmal frage ich mich wo leben wir eigentlich, in Deutschland oder in Sizilien

auf Kommentar antworten

Sabine am 28.03.2018 13:51

Hallo, ich würde gerne in meiner Wohnung in einem Zimmer auf Bestellung ThaiMassage anbieten, muss ich da etwas berücksichtigen oder mein Vermieter?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.03.2018 09:18

Hallo Sabine,

bitte entschuldigen Sie, wir haben natürlich den Vermieter gemeint. Es handelt sich um einen Tippfehler, den wir korrigiert haben. Zu Problemen kann es bei der gewerblichen Nutzung einer Mietwohnung hauptsächlich bei starkem Publikumsverkehr kommen, etwa weil sich Nachbarn gestört fühlen, oder aber dann, wenn die Wohnung nicht mehr überwiegend zu Wohnzwecken genutzt wird. Sicherheitshalber könnten Sie oder Ihr Vermieter sich vorab auch bei der Gemeinde erkundigen, ob einer gewerblichen Nutzung aus deren Sicht etwas im Weg steht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 28.03.2018 15:35

Hallo Sabine und vielen Dank für Ihren Kommentar,

da es sich hierbei um eine Tätigkeit mit Außenwirkungen handelt, müssten Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten. Diese könnte die Erlaubnis unter Umständen verweigern. Ob das so sein wird, können wir jedoch vorab nicht sagen. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Sabine am 28.03.2018 16:33

Danke für die schnelle Antwort,

Mieter um Erlaubnis? ich bin der Mieter, der Vermieter hat nichts dagegen, ist halt die Frage ob er dies überhaupt erlauben darf, dass ich den Wohnraum für die Massage nutzen darf..

Ella am 13.03.2018 18:46

Hallo ich würde gerne in unserer Mietwohnung ,ein Zimmer als Gewerbe nutzen. Wenn meine Vermieterin mir die Erlaubnis dafür geben würde, würden irgendwelche kosten auf mich oder sie zu kommen?

auf Kommentar antworten

hanswurst am 29.06.2018 10:32

Das hängt auch ganz vom Landkreis ab. z.B. im Landkreis Mühldorf müssen Gewerbetreibende auch in Privatwohnungen zusätzlich eine eigene Mülltonne beantragen und zahlen.


Immowelt-Redaktion am 14.03.2018 11:51

Hallo Ella und vielen Dank für Ihren Kommentar,

neben der Steuerlast, die durch eine etwaige selbständige Tätigkeit auf Sie zukommt, sollten aus dem Mietverhältnis selbst heraus keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ausnahme: Sie verursachen höhere Nebenkosten, beispielsweise durch starken Wasserverbrauch oder vemehrte Müllproduktion.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Pauli209 am 20.02.2018 14:18

Ich würde gerne in unser Mietwohnung ein Zimmer an meinen Sohn untervermieten für gewerbliche Zwecke. Um genau zu sein ist er Taxi-/ Mietwagenunternehmer und wir wollten daher ein Zimmer in der Wohnung als Büro nutzen. Wir hätten hier keinen Kundenverkehr und würde auch nicht die Nachbarn stören. Auf Anfrage beim Vermieter wurde ohne große Nachfrage gleich abgelehnt. Dürfen sie das einfach ablehnen oder kann man da noch was tun? Vielleicht rechtlich mit einem Anwalt das ganze nochmal versuchen?

Ich weiß nur, dass zumindest gewerbliche Nutzung bei anderen Vermietern schon möglich war/ ist. Da handelte es sich auch um Mietwohnungen. Mit der Untervermietung ist halt schwierig.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.02.2018 14:54

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich könnten Sie versuchen, das Recht auf Untervermietung und auf gewerbliche Nutzung einzuklagen, hierzu wäre ein Rechtsanwalt nötig. Eher nicht anzuraten ist die unerlaubte Untervermietung oder unerlaubte gewerbliche Nutzung. In diesem Fall riskieren Sie schlimmstenfalls die Kündigung. Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Maschine72 am 11.02.2018 15:56

Wir wohnen in einem 2 Parteienhaus. Unten ein Eigentümer und über Ihm wohnen wir als Miter eines anderen Eigentümers. Es gab schon mehrere Streitigkeiten des genannten Störenfrieds mit der Hausgemeinschaft (7 Häuser Wohngemeinschaft). Tut wohl nichts zur Sache. Aber jetzt hat der etwa 20 jährige Sohn (dort noch wohnhaft) wie wir schon an der Klingel festgestellt haben ein Gewerbe angemeldet. Seit dem wird den ganzen Tag gehämmert. Ich will hier nicht übertreiben. Es ist nicht mega laut.Aber dauert jetzt bereits seit 3 Wochen an und geht zum Teil bis Samstag nachts (Rekord war 1:00 und SOnntags dann um 9:00) durchgehend und fängt zum Teil Sonntag morgens wieder an. Wie gesagt, nicht besonders laut, aber wenn man das den ganzen Tag hört, geht einem das irgendwann auf den.....Da die Eltern selbst Eigentümer sind, und wir nur Mieter eines anderen Eigentümers, gibt es da überhaupt handhabe? Wir können langsam nicht mehr.Ein Gespräch mit dem Sohn hat zu nichts geführt.Er versucht es leiser, aber immer noch störend und immer noch sehr lang. Die Eltern machen nicht mal die Tür auf. Wir hatten bisher keine Streitigkeiten.Scheinen sich auch mit mehreren bereits überworfen zu haben. Wir wollen möglichst zeitnah etwas neues finden, aber da unsere Ansprüche auch nicht gering sind, kann es noch etwas dauern. Da ich eine sehr lange Arbeitswoche habe 6 Tage Woche und zum Teil 60 Stunden) sehe ich unsere Wohnung als Erholung. Es ist aber aktuell das Gegenteil.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 10:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell steht Mietern bei anhaltender Lärmbelästigung ein Recht auf Mietminderung zu, unabhängig davon, wer den Lärm letztlich verursacht. Um den Lärm jedoch dauerhaft zu beseitigen, müsste ihr Vermieter, also der Eigentümer Ihrer Wohnung, über die Eigentümergemeinschaft auf den Verursacher einwirken. Die Möglichkeit einer Mietminderung gibt Mietern hierfür ein entsprechendes Druckmittel an die Hand. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir die genauen Umstände aus der Ferne nur schwer beurteilen können und daher auch keine Aussage zur möglichen Höhe einer Mietminderung treffen können. Auch empfehlen wir, zu diesem Mittel nicht ohne vorherige Rechtsberatung zu greifen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Weitere Informationen zur Mietminderung wegen Lärm finden Sie auch in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/bohren-droehnen-rumgeschrei-dann-rechtfertigt-laerm-eine-mietminderung.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hakeme am 06.12.2017 22:31

Hallo,

Sachverhalt: Mitmieterin lebt seit längerem in der Mietwohnung. Irgendwann ist ihr Lebensgefährte ohne Zustimmung in die Wohnung miteinbeziehen. Nun betreiben beide seit einiger Zeit, unerlaubt einen Blumenhandel (Friedhofsgärtner, Hausmeisterservice usw.). Der hoff steht immer voll mit vielen Blumenkästen, sowie Rasenmähern, Anhängern. Diese breiten sich innerhalb des gesamten Hauses und ziehen Stromkabeln durch Bohrungen quer durchs Haus. Beide haben keinen Mietvertrag.

Frage, ob die nicht eine fristlose Kündigung zu erwarten haben und der Lebenspartner, Hausverbot bekommen könnte.

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.12.2017 08:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

anhaltende Störungen des Hausfriedens sowie die unerlaubte gewerbliche Nutzung einer Mietwohnung können Gründe für eine fristlose Kündigung sein. Ob diese in Ihrem Fall gegeben sind, können wir leider aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thamski am 15.11.2017 13:38

Moin,

in meinem Wohnblock ist eine junge Familie gezogen. Diese kocht jeden Tag. Ich habe die Vermutung, dass sie abends Essen für ein Restaurant zubereiten und morgens dort hin liefern. Ist dies schon ein Gewerbe und Grund für eine fristlose Kündigung?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.11.2017 14:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine gewerbliche Tätigkeit in der Wohnung ohne Außenwirkung stattfindet, ist sie in der Regel zulässig. Tägliches Kochen gehört indes zur üblichen Nutzung einer Mietwohnung.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall nicht genau kennen und daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

elwo am 30.10.2017 09:05

Ich betreibe seit ca 8 Jahren eine kleine Personalvermittlung aus meiner Wohnung heraus. Ich habe keinen Publikumsverkehr. Seit einiger Zeit beschäftige ich eine Halbtagssekretärin für die ich einen Zusatzschlüssel angefordert habe, diesen verweigert mir der der Vermieter und dort wegen gewerblicher Nutzung mit der Kündigung. Der Vermieter wohnt im Haus, welches sich im Kerngebiet eines kleine Dorfes befindet. Habe ich Anspruch auf den Schlüssel und wie kann ich mich gegen eine eventuelle Kündigung wehren, Gibt es da ein Gewohnheitsrecht?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2017 14:42

Hallo elwo,

ob Sie Ihre Wohnung gewerblich nutzen dürfen oder nicht, können wir nicht beurteilen. Vieles hängt hier vom individuellen Einzelfall ab.

Sie können die Erlaubnis zur gewerblichen Nutzung durch ein formloses Schreiben von Ihrem Vermieter einfordern. Allerdings sind Sie in der Beweispflicht, dass Ihre gewerbliche Tätigkeit nicht mehr stört als die übliche Nutzung der Wohnung.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lonie am 24.10.2017 14:25

Hallo, ich habe mit meiner holländischen Geschäftspartnerin eine deutsche Firma gegründet, da sie geschäftlich oft und länger in Berlin sein muss, wollten wir eine Wohnung mieten. Jedoch sind die Mieten ja recht teuer, so würden wir Teile der Wohnung in den LEERzeiten gern an Feriengäste vermieten. Ist das rechtlich möglich und muss das irgendwo angemeldet werden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2017 14:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in Berlin gilt ein Gesetz gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Demnach ist immer dann eine Genehmigung des Bezirksamt erforderlich, wenn eine Wohnung zum wiederholten und entgeltlichen Teil als Ferienwohnung verwendet wird. Im schlimmsten Fall wird bei Zuwiderhandlung ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro fällig.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Julia am 18.05.2017 08:20

Hi! in meinem neuen Mietvertrag steht: Gewerbliche Nutzung ist nicht gestattet - allerdings bin ich freiberuflich Fotografin und muss irgendwo meine Bilder auswählen und bearbeiten...hier entsteht kein Kundenverkehr, eigentlich kommt nie jemand zu mir ins "Büro" daher sehe ich keinerlei Grund meinen Vermieter darüber zu informieren. ALLERDINGS will ich natürlich das "Büro" absetzen! Daher überhaupt der Umzug! Geht das???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.05.2017 10:29

Hallo Julia,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn kein Kundenverkehr stattfindet und Sie in Ihrer Wohnung lediglich Büroarbeiten durchführen, ist diese Nutzung in der Regel gestattet. Auch hat Ihr Mietvertrag keine Auswirkungen auf die steuerliche Absetzbarkeit des Büros.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der ferne nur schwer beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andreas am 05.05.2017 16:38

Ich habe einen Zeitungsausschnitt von 2014 gefunden, da ist ein Gerichtsurteil (Az:: VIII ZR 149/13) angegeben, dass die Mietwohnung nicht als Geschäftsadresse beim Gewerbeamt genannt werden darf. Stimmt dies noch? Ich nutze meine Mietwohnung nicht nur zum Wohnen sondern auch für ein ruhiges Gewerbe als Sachverständiger für Immobilienbewertung. Da ich wenig Aufträge habe kann ich mir kein Büro leisten. Die Ausgaben würden das Einkommen sehr schmälern. Wenn ich aber ein Gewerbe anmelde brauche ich eine Geschäftsadresse. Ich habe wenig bis keinen Kundenverkehr in meiner Mietwohnung. Muss ich für dieses Gewerbe den Vermieter um Erlaubnis fragen und muss der Vermieter dieses Gewerbe erlauben? Falls der Vermieter von meiner Geschäftsadresse erfährt darf er dann den Mietvertrag kündigen? Falls der Vermieter das Gewerbe erlaubt, darf er dann auch die Miete höher ansetzen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.05.2017 08:51

Hallo Andreas,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn jemand wie Sie, wenn auch nur selten, Kunden in seiner Wohnung empfängt, ist es auf jeden Fall ratsam, den Vermieter um Erlaubnis zu fragen. Stimmt dieser einer gewerblichen Nutzung der Wohnung in besagtem Rahmen zu, sollte auch einer Meldung der Adresse als Geschäftsadresse nichts im Wege stehen. Bei unerlaubter gewerblicher Nutzung kann der Vermieter unter Umständen kündigen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Calimera am 06.04.2017 14:29

in unserem Mehrfamiliehaus wohnt eine Familie mit 2 Kindern neben einem Dominastudio. Das wird entsprechend gut besucht. wer ist für die Treppenhausreinigung zuständig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 14:54

Hallo Calimera,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider lässt sich diese Frage pauschal nicht beantworten. Die Reinigung des Treppenhauses ist in der Regel entweder direkt im Mietvertrag oder in der Hausordnung geregelt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Schwan am 09.02.2017 17:16

In der Teilungserklärung steht, im Mehrfamilienhaus darf man auch gewerblich vermieten. Wir haben vor in einer Wohnung, direkt im Erdgeschoss an Asiatische Massage gewerblich zu vermieten. Nutzungsänderungsantrag wurde gerade beim Bauamt vom Architekten komplett eingereicht. Können andere Eigentümer was dagegen haben obwohl ja in der Teilungserklärung klar drinnen steht von 1972, gewerbliche Vermietung im Haus erlaubt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.02.2017 10:12

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob die von Ihnen angestrebte gewerbliche Vermietung zulässig ist, hängt von den konkreten Regelungen in der Teilungserklärung ab. Unter Umständen sollten Sie bei der Verwaltung zunächst "vorfühlen", ob andere Eigentümer etwas gegen die Nutzungsänderung einzuwenden hätten oder ob rechtliche Gründe gegen die Nutzungsänderung sprächen. Mehr Infos zur Teilungserklärung finden Sie übrigens hier: ratgeber.immowelt.de/a/die-teilungserklaerung-inhalte-besonderheiten-fallstricke.html

Im Zweifelsfall sollten Sie sich an einen Fachanwalt für Wohnungseigentumsrecht wenden, um die Frage zu klären.