Gewerbliche Nutzung der Wohnung: Wann Mietern Ärger droht

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Wer seine Mietwohnung unerlaubt gewerblich nutzt oder untervermietet, riskiert unter Umständen die fristlose Kündigung. In manchen Fällen muss der Vermieter allerdings zustimmen oder einen Untermieter erlauben.

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Wer seine Wohnung unerlaubt zu gewerblichen Zwecken nutzt, riskiert in manchen Fällen eine fristlose Kündigung – manches müssen Vermieter aber auch erlauben. Foto: Rawpixel.com / stock.adobe.com

Die Arbeit in den eigenen vier Wänden ist für viele ein wichtiges Thema. Arbeiten Mieter von zu Hause aus, ist Vorsicht geboten, denn gerade in der Mietwohnung ist nicht alles erlaubt. In der Regel dürfen Mieter ihre Wohnung nur zu Wohnzwecken nutzen. Fällt die gewerbliche oder teilgewerbliche Nutzung aber gering aus und stört die Nachbarn nicht, muss der Vermieter sie erlauben.

Gewerbliche Nutzung: Was erlaubt und was verboten ist

Eine gewerbliche oder teilgewerbliche Nutzung der Wohnung liegt immer dann vor, wenn der Mieter von seiner Wohnung aus Geld verdient, also von zu Hause aus arbeitet. Für die Erlaubnis des Vermieters spielt eine Rolle, wie viel der Wohnung für diese gewerblich genutzt wird und ob sie eine Außenwirkung hat.

Nutzt der Mieter mehr als die Hälfte seiner Wohnung gewerblich, gilt nicht mehr das Wohnmietrecht, sondern das Gewerbemietrecht. Wichtig ist dann die Erlaubnis des Vermieters vor allem auch deshalb, weil die Art der Nutzung der jeweiligen Widmung des Gebäudes entsprechen muss.

Für die gewerbliche Nutzung seiner Wohnung braucht der Mieter die Zustimmung des Vermieters, das entschied der Bundesgerichtshof (Az. VIII ZR 165/08). In manchen Fällen darf der Vermieter sie jedoch nicht verweigern. Vorrangig geht es dabei um die Frage, ob die berufliche Tätigkeit eine Außenwirkung hat oder für andere Hausbewohner störend ist. Als Faustregel gilt: Je mehr Publikumsverkehr oder Warenanlieferungen, desto eher ist eine Zustimmung des Vermieters zur gewerblichen Nutzung der Mietwohnung erforderlich.

Fasst ein Mieter bereits vor Beginn des Mietverhältnisses den Entschluss die Wohnung gewerblich nutzen zu wollen, ist es ratsam, dies mit dem Vermieter zu besprechen und schriftlich festzuhalten.

Tätigkeiten ohne Außenwirkung

Aktivitäten wie das berufliche Telefonieren von zu Hause aus oder normale Büroarbeit im Homeoffice finden in der Regel ohne Außenwirkung statt – und sind deswegen im Rahmen dessen, was der Mieter tun darf. Das bedeutet: Für diese Aktivitäten hat der Mieter das Recht auf die Zustimmung des Vermieters. „Die gelegentliche Nutzung der Wohnung für solche Zwecke ist kein Problem. Dadurch entstehen dem Vermieter keine Nachteile“, sagt Anja Franz, Pressesprecherin vom Mieterverein München.

Eine feste Definition welche Tätigkeiten im Rahmen sind und ab wann der Vermieter die gewerbliche oder teilgewerbliche Nutzung verweigern kann, gibt es nicht. Auch als Hauptarbeitsplatz, wie etwa bei Kunstmalern, Journalisten oder Schriftstellern kann die Wohnung freiberuflich genutzt werden. Sie brauchen dazu keine Zustimmung.

Berufe ohne Außenwirkung sind beispielsweise:

  • Journalist
  • Autor
  • Lektor
  • Dolmetscher
  • Angestellter im Homeoffice
  • Lehrer beim Vorbereiten von Unterricht
  • Call-Center-Mitarbeiter
  • Architekt
  • Gutachter
  • Immobilienmakler
Link-Tipp

Hier gibt es eine Übersicht, ob und wie das Homeoffice steuerlich absetzbar ist.

Zustimmung bei gewerblicher Tätigkeit vom Vermieter einfordern

Wohnung gewerblich nutzen, formloses Schreiben an Vermieter, Foto: iStock.com / Pheelings Media
Für Tätigkeiten ohne Außenwirkung kann der Mieter eine Erlaubnis vom Vermieter einfordern – dafür reicht ein formloses Schreiben. Foto: istock.com / Pheelings Media

Für Tätigkeiten ohne Außenwirkung kann der Mieter nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) vom Vermieter eine Erlaubnis einfordern. Der Vermieter ist in der Regel verpflichtet eine Erlaubnis zu erteilen, wenn der Mieter die Wohnung zwar beruflich nutzt, dies aber keine weiteren Auswirkungen auf die Mietsache oder die Mitmieter hat als bei einer normalen Wohnungsnutzung. Das gilt auch wenn in der Mietwohnung der Hauptarbeitsplatz liegt. „Eine Erlaubnis kann der Mieter einfordern, indem er ein formloses Schreiben an den Vermieter schickt“, erklärt Franz vom Mieterverein München.

Allerdings ist der Vermieter  in der Beweispflicht, dass die gewerbliche Tätigkeit mehr stört als die übliche Nutzung der Wohnung. Bekommt der Mieter beispielsweise zwei- bis dreimal pro Woche Besuch eines Kunden und sonst treten keine weiteren Störungen auf ist das keine besondere Situation. „Einen Kundenbesuch kann der Mieter dann mit einem normalen Besuch vergleichen – die Wohnung wird dadurch nicht mehr abgenutzt.“

Selbst die Lagerung von Hausrat oder anderen Gegenständen und der Verkauf über Annoncen ist laut Bundesgerichtshof (BGH Az.: VIII ZR 93/10) zulässig, auch wenn der Mieter zu diesem Zweck Interessenten in der Wohnung empfängt. Knifflig werde es dagegen, wenn man beispielsweise ein Wartezimmer einrichtet.

Hat der Vermieter Bedenken bei der gewerblichen oder teilgewerblichen Nutzung seines Eigentums, könnten sich beide zum Beispiel auf eine Testphase einigen.

Info

Erlaubt der Vermieter eine gewerbliche oder teilgewerbliche Nutzung der Mietwohnung kann er einen Gewerbezuschlag verlangen. Höhe und Zahlungsweise müssen Mieter und Vermieter schriftlich vereinbaren.

Tätigkeiten mit Außenwirkung

Herrscht reger Kundenverkehr in der Mietwohnung oder finden regelmäßig große Warenanlieferungen oder -abholungen statt, könne der Vermieter die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung verbieten, sagt Franz. „Beispielsweise, weil er befürchtet, dass die Wohnung überdurchschnittlich verschlissen wird oder andere Mitmieter im Haus gestört werden.“

In der Regel sind berufliche Aktivitäten in einer privaten Wohnung, die eine Außenwirkung haben vertragswidrig und müssen vom Vermieter nicht erlaubt werden. Der BGH urteilte beispielsweise, dass ein Vermieter dem Mieter nicht erlauben muss, Musikunterricht in der Wohnung zu erteilen (Az. VII ZR 213/12).

Dehnt sich die gewerbliche Nutzung auf Gemeinschaftsflächen oder Außenflächen des Gebäudes aus, muss der Mieter sicherstellen, dass andere Mieter nicht gestört werden und die Fluchtwege frei bleiben.

Tätigkeiten mit Außenwirkung sind beispielsweise:

  • Arbeit mit Publikumsverkehr
  • Arbeit mit Angestellten
  • Musikunterricht
  • Handwerkliche Tätigkeiten, die Lärm verursachen

Auf den Einzelfall kommt es an

Bei der Frage, ob eine Wohnung gewerblich genutzt wird oder nicht, gibt es immer wieder Grenzfälle. „Dabei kommt es immer auf den Einzelfall an“, sagt Franz. Auch der Bundesgerichtshof weist darauf hin, dass bei einem Mischmietverhältnis der Wohnnutzung alle relevanten Punkte geprüft werden müssen und der Einzelfall entscheidet (Az.: VIII ZR 376/13).

Sonderfall: Feriengäste als Untermieter

Wohnung gewerblich nutzen, Mietwohnung an Feriengäste untervermieten, Foto: pikselstock / stock.adobe.com
Für die Vermietung an Feriengäste müssen die gesetzlichen Bestimmungen der Stadt oder Gemeinde beachtet werden. Foto: pikselstock / stock.adobe.com

Die Vermietung einzelner Zimmer oder der gesamten Wohnung an Feriengäste ist eine gewerbliche oder teilgewerbliche Nutzung. Diese kann nicht per se ausgeschlossen werden, es sei denn es gibt entsprechende Klauseln im Mietvertrag. Der Hintergrund ist, dass Feriengäste die Räumlichkeiten ebenfalls zur Wohnnutzung brauchen, wenn auch zeitlich begrenzt.

Allerdings müssen Mieter und Vermieter die gesetzlichen Bestimmungen der zuständigen Stadt oder Gemeinde beachten. Je nachdem können der gewerblichen Nutzung als Ferienwohnung dann örtliche Baugesetze, Wohnraummietrecht, Zweckentfremdungsverbotsgesetze, Gewerbebestimmungen oder Steuergesetze im Weg stehen. „Die gewerbliche Nutzung ist auch ein öffentlich-rechtliches Problem zwischen Gemeinde und Vermieter. Der Vermieter kann also ein Problem mit der Gemeinde bekommen, wenn er seinem Mieter die Vermietung an Feriengäste erlaubt“, sagt Franz.

Folgen von unerlaubter Nutzung: Kündigung droht

Wer seine Wohnung ohne Erlaubnis des Vermieters gewerblich nutzt oder untervermietet, riskiert weitreichende Folgen. Zunächst laufen Mieter in der Regel Gefahr, abgemahnt zu werden, oder es droht sogar die fristlose Kündigung. Dieser muss auch nicht zwingend eine Abmahnung vorausgehen. Bei unerlaubter Nutzung kann der Vermieter außerdem Schadenersatz fordern, wenn andere Mieter wegen der Störung ihre Miete mindern. Wird die Störung für die anderen Mieter zu groß, kann der Vermieter aber auch seine einstige Erlaubnis zurückziehen.

Wer also einer intensiven gewerblichen Tätigkeit in seiner Mietwohnung nachgeht, sollte seinen Vermieter sicherheitshalber immer um Erlaubnis fragen. Im Falle einer Untervermietung muss er die Erlaubnis in jedem Fall einfordern – der Vermieter ist aber bei berechtigtem Interesse auch verpflichtet, ihm diese zu erteilen.

FAQ

Was ist eine gewerbliche Nutzung?

Eine gewerbliche Nutzung der Wohnung liegt vor, wenn ein Mieter seine Wohnung nicht nur zu Wohnzwecken, sondern auch zum Arbeiten nutzt. Gewerbliche Nutzung liegt ebenfalls vor, wenn in der Wohnung der Hauptarbeitsplatz liegt.

Ist ein Homeoffice eine gewerbliche Nutzung?

Bei einem heimischen Arbeitsplatz, von dem aus Büroarbeiten verrichtet werden und von dem keinerlei Außenwirkung ausgeht, ist die gewerbliche Nutzung kein Problem. Anders sieht es aus, wenn der Mieter zum Beispiel regelmäßigen Publikumsverkehr mit Auswirkungen auf die Mitmieter hat. In diesem Fall kann der Vermieter die gewerbliche Nutzung verweigern.

Kann man eine Wohnung als Büro nutzen?

Ja. Kommt die gewerbliche Nutzung der Wohnung der Wohnnutzung nah, also sitzt der Mieter beispielweise an seinem Schreibtisch und arbeitet am Computer, gibt es keine Probleme.

Ist die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung erlaubt?

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Es kommt auf die genaue Tätigkeit und die Auswirkungen auf die Mitmieter im Wohnhaus an.

Wann ist eine gewerbliche Nutzung der Mietwohnung möglich und wann nicht?

Es kommt darauf an, welche Tätigkeit in der Wohnung ausgeführt werden soll. In der Regel sind Schreibtischarbeiten kein Problem. Bei regelmäßigem Publikumsverkehr, also Tätigkeiten mit Außenwirkung, ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich.


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60 Kommentare

Elfi am 22.09.2021 00:50

Ich arbeite von meiner Mietwohnung aus lediglich online und möchte aber meine Privatadresse nicht angeben, kann ich die Adresse meiner Tochter nutzen? Sie hat ein eigenes Haus. Ich dürfte von ihr aus mein Gewerbe dort anmelden, bzw. ummelden. Danke im Voraus für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

redaktion.immowelt.de am 22.09.2021 13:15

Hallo Elfi, das fragen Sie besser bei der Gewerbemeldestelle des zuständigen Ordnungsamts oder der Gemeindeverwaltung nach.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Kindertagespflege am 01.09.2021 20:10

Wie sieht es mit der Kindertagespflege aus? Ich arbeite bereits 2 Jahre ohne jede Störung in der Wohnung, mein Vermieter hat mündlich eingewilligt. Kann der neue Vermieter es verbieten? Danke!!

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 02.09.2021 15:16

Hallo Kindertagespflege,

pauschal können wir das nicht beantworten. In der Regel kann ein Vermieter jegliches Gewerbe verbieten, dass eine Außenwirkung hat wie z.B. Kundenverkehr. Wir würden Ihnen empfehlen das Gespräch mit Ihrem neuen Vermieter zu suchen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

duundich am 31.08.2021 12:47

Wie sieht das Ganze aus mit Kosmetik/Frisör, unangemeldetes Gewerbe und dem Vermieter nichtmitgeteilt

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 31.08.2021 17:07

Hallo Duundich,

für die meisten Gewerbe, die in einer Mietwohnung ausgeübt werden sollen, ist die Erlaubnis des Vermieters notwendig. Liegt diese nicht vor, kann das einen Grund für eine fristlose Kündigung darstellen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtsgültigen Einschätzungen vornehmen können oder dürfen. Wir raten Ihnen, sich im Zweifel an einen Fachanwalt.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion


duundich am 31.08.2021 17:15

Vielen Dank

AMLokee am 09.07.2021 02:23

Hallo,

diese Information deckt nicht im Geringsten den Lärm im Eingangsbereich einer Wohnung mit nur einem Eingang ab, in der die Untermieterin meist den ganzen Tag anwesend ist und telefoniert. Ich fühle mich durch die ständige Überwachung Ihrer Anwesenheit im eingangsbereich gestört und es war nicht vereinbart, dass derart intensiv home office in meiner Wohnung betrieben wird, denn ich bin als Mieterin nicht zur gewerblichen Nutzung der Wohnräume autorisiert. Es kommt hinzu, dass seit 1.7.2021 keine home office Pflicht gesetzlich vorgegeben wird und die Untermieterin bereits doppelt geimpft und geschützt wurde, vom Betrieb aus homeOffice beantragt hat.

auf Kommentar antworten

Kfk am 11.06.2021 21:52

"Zunächst laufen Mieter in der Regel Gefahr, abgemahnt zu werden, oder es droht sogar die fristlose Kündigung."

Das heißt es muss eine Abmahnung erfolgen? Zunächst?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 14.06.2021 15:15

Hallo Kfk,

vor einer fristlosen Kündigung muss zunächst eine Abmahnung erfolgen. Wir hoffen, dass das Ihre Frage beantwortet.

Viele Grüße

immowelt Redaktion

cdot11 am 06.06.2021 23:21

Was ist den mit einer freiberuflichen Nutzung und z.B. Musikunterricht so max 6-12 Stunden die Wochen, nur online, also nicht vor Ort. In diesem Fall Gitarre?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 07.06.2021 07:46

Hallo cdot11,

in der Regel sind berufliche Aktivitäten in einer privaten Wohnung, die eine Außenwirkung haben vertragswidrig und müssen vom Vermieter nicht erlaubt werden. Der BGH urteilte beispielsweise, dass ein Vermieter dem Mieter nicht erlauben muss, Musikunterricht in der Wohnung zu erteilen (Az. VII ZR 213/12).

Musikunterricht dürfte eine Außenwirkung haben.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine gültige Rechtsberatung leisten können oder dürfen, sprechen Sie am besten mit Ihrem Vermieter oder wenden Sie sich im Zweifel an einen Fachanwalt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Janov am 01.04.2021 08:39

Hallo Immowelt,

Ich habe eine Wohnung gemietet und möchte eine Gmbh-Firma für den Handel gründen. Das bedeutet, dass ich einige Produkte in andere Länder importieren möchte. Ich möchte nur die Adresse meiner aktuell gemieteten Wohnung verwenden und habe keine Kunden für Besuche oder Inventare für deren Aufbewahrung. Ich kaufe Produkte von Unternehmen, die Unternehmen senden Produkte zum Hafen und dann vom Hafen nach außen. Kann ich meine aktuelle Adresse problemlos legal verwenden?

Danke, dass Sie mir geantwortet haben,

Mit freundlichen Grüße,

auf Kommentar antworten

Soodt am 15.03.2021 12:27

Hallo Immowelt, mein Mieter ist ein Aktien-Day-Trader und er nutzt dazu ein Zimmer seines Hauses. Nun kommen Handwerker is Haus und machten vier Tagen mehrere Stunden Baulärm. Er erwartet für diesen Zeitraum einen Verdienstausfall vom Vermieter von mehreren T€/Tag, weil er zu Hause nicht arbeiten kann.

Eine Zustimmung zu einer gewerblichen Tätigkeit wurde nie angefragt.

Wie sehen Sie das?

auf Kommentar antworten

Richardo am 13.02.2021 22:10

Darf eine 1 1/2 Zimmer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus gewerblich an eine praktizierenden Ärztin mit Publikumsverkehr vermietet?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 16.02.2021 08:23

Hallo Richardo,

das kommt zum einen auf die Widmung des Gebäudes an. Wenn dieses als reines Wohnhaus deklariert ist, kann dort kein Gewerbe einziehen. Es ist zudem wichtig, ob die gesamte Wohnung als Praxis benutzt wird, oder aber nur ein Zimmer - sobald mehr als die Hälfte der Wohnung genutzt wird, gilt das Gewerbemietrecht. Bei Publikumsverkehr ist schlussendlich auch die Zustimmung des Vermieters notwendig. Wenn die Widmung es zulässt und der Vermieter zustimmt, dann kann die Eigentumswohnung an eine Ärztin vermietet werden. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Wenden Sie sich im Zweifel bitte an einen Fachanwalt oder einen Mieterschutzverein.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Patrick am 12.02.2021 12:39

(M)ein potenzieller Arbeitgeber verlangt, dass ich ein "Büro-"/Arbeitszimmer (= mein einigster Arbeitsplatz, keine Besuche, da ansonsten Außendienst, aber ggf . vermehrt Post) habe, für das er als Arbeitgeber dann eine fixe Miete zahlt und ich ihm den Schlüssel für diese Bürozimmertür aushändigen muss. Nun wohne ich selbst in Miete, und mein Mietvertrag (wie vermutlich die meisten Blankomietverträge auch) verbieten mir eine gewerbliche oder Nicht-zu-Wohnzwecken Nutzung (ggf. Erlaubnis Vermieter gegen Mietzuschlag), eine Gebrauchsüberlassung ist auch nur nach erteilter Erlaubnis möglich.

Ich sehe nun auch die Schwierigkeit, eine größere Wohnung mit möglicher Nutzung eines Raums als weitervermieteten Büroraum überhaupt zu als Arbeitnehmer bezahlbar zu bekommen, da diese Klauseln in einem Mietvertriz ja fast immer stehen. Wie also vorgehen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 12.02.2021 13:08

Ihr künftiger Arbeitgeber möchte einen Schlüssel zu ihrem Arbeitszimmer haben, das sich in ihrer Mietwohnung befindet? Das kann sich in unseren Augen nur um ein Missverständnis handeln.


Patrick am 12.02.2021 13:15

Leider nein - der Arbeitgeber "bittet" um Zusendung des Schlüssels für den von ihm gemieteten Büroraum (neben dem Arbeitsvertrag)

Luzilu am 01.11.2020 12:44

Hallo,

Ich möchte als Mieterin gerne ein Nebengewerbe in einem angrenzenden Gebäude meiner Vermieterin anmelden . Die Genehmigung das Gebäude nutzen zu dürfen habe ich schon von meiner Vermieterin. Meine Frage ist nun ob das Gebäude selbst irgendwo gemeldet sein muss oder speziell versichert sein sollte mit ich es gewerblich nutzen darf ?

Über Informationen würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße

auf Kommentar antworten

Petra am 10.07.2021 10:04

Informieren Sie sich bitte über eine Nutzungsänderung.In vielen Fällen idt ein Nutzungsänderungsantrag bei der Behörde notwendig.

Alfred am 30.09.2020 13:40

Hallo liebes ImmoWelt Team.

Wir haben heute einen Anruf vom Ordnungsamt bekommen. Wir haben eine Wohnung in einem 3 Familienhaus. Dazu noch ein kleines Ladenlokal wo unser Nagelstudio untergebracht ist. Dieser Laden hat einen Außeneingang und einen Eingang im Hausflur. Nun hat sich ein netter Nachbar wohl beschwert und wir dürfen nur noch den Außeneingang benutzen. Ist das korrekt? Anzumerken wäre noch das es ein Kleinstgewerbe ist und wir nur max. 10 Bekannten die Nägel machen. Diese auch schon mal zum Kaffee zu uns in die Wohnung kommen und von da aus dann ins Studio gehen.

Danke schon mal für Eure Antwort

LG Alfred

auf Kommentar antworten

waldo am 09.09.2020 17:25

Hallo,

Ich habe folgendes Anliegen:

Ich habe zuverlässige Informationen, dass in einem Reihenhaus eine gewerbliche Nutzung dieses Privathauses vorliegt. Der Mieter ist Versicherungsvermittler und hat 4 Angestellte, die jeden Tag ca. 8 Stunden vor Ort sind. Da es Vertriebler sind, wird es dort auch mal lauter. (Lautes, oft vorkommendes Klatschen, laute Musik, lautes Gebrülle sogar teilweise. (Wahrscheinlich wenn jemand einen Vertrag gemacht hat, als "Feier" oder "Motivation"))

Auch Kunden kommen jeden Tag. Mindestens 2 pro Tag, meistens sogar viel mehr.

Ich weiss ebenfalls, dass der Mieter dort keine Erlaubnis seitens des Vermieters besitzt.

Da ich den Vermieter nicht kenne, frage Ich hier, an wen oder auch welche Behörde kann ich mich wenden, um dem entgegenzuwirken, oder die Nutzung vorübergehend zu unterbinden?

Ich freue mich auf Ihre Antwort, es ist nämlich echt lästig als Nachbar.

Und ja, Ich habe bereits mit dem dort wohnenden Mann gesprochen und leider keine Einsicht erzielt. Alles nach wie vor.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Marcel am 31.08.2020 12:50

Hallo,

ich habe vor, mich mit einem reinen Online-Business selbstständig zu machen. Ich würde also in meiner Mietwohnung nur am Computer arbeiten und keinerlei Kunden/Besucher empfangen. Auch Warenlieferungen hätte ich keine, evtl. mal ein Packet im Monat oder so.

Liege ich richtig in der Annahme, dass mein Vermieter mir meine Tätigkeit nicht verbieten darf?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 01.09.2020 17:29

Hallo Marcel,

gegen Home Office gibt es keine EInwände, wenn Sie allerdings ein Firma gründen, braucht diese eine Geschäftsadresse. Dann können Sie nicht ohne weiteres Ihre Wohnungsadresse angeben. Demnach sollten Sie definitiv Ihren Vermieter in Kenntnis setzen und das Okay einholen.

Liebe Grüße

immowelt Redaktion

Kamaekatze am 31.08.2020 09:22

Hallo,

wir haben ein Gebäude als Atelier/Werkstatt gemietet und nutzen es bis jetzt als "Hobbykünstler" zum Malen. In Zukunft haben wir vor, auch Kurse zu geben. Dies beschränkt sich aber auf vielleicht 5 oder 6 Samstage tagsüber im Jahr (natürlich ordentlich mit Gewerbeanmeldung und Erlaubnis des Vermieters, die bereits vorliegt). Eine Nachbarin ist jedoch der Meinung, wir dürfen das Gebäude nicht gewerblich nutzen. Sie würde sich an die Behörden wenden, wenn wir das tun. Sie hat sich bereits durch die Vormieterin gestört gefühlt, die als Künstlerin ebenfalls Kurse gegeben hat (ordentlich angemeldet usw.). Ich kann hierzu im Internet leider nichts finden. Es geht bei dem Thema immer nur um Wohnungen, nicht um eine Werkstatt/ein Atelier. Wohnen ist in unserem Gebäude nämlich nicht erlaubt. Es gibt auch keine weiteren Mieter, nur direkt angrenzende Wohnhäuser.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 01.09.2020 17:55

Hallo Kamaekatze,

solange Ihr Vermieter Ihnen erlaubt, die Gebäude für diesen Zweck zu nutzen, haben Sie sicherlich keine Probleme. Natürlich können Sie um sicherzugehen die Behörden selbst kontaktieren. Dann sind Sie auf der absolut sicheren Seite. Evt. nimmt ihre Nachbarin dann auch an einem Wochenende an dem Kurs teil, wenn Sie weiß, das alles legal ist. :)

Liebe Grüße

immowelt Redaktion

FraniB am 27.07.2020 04:28

hallo,

ich möchte in meiner zukünftigen Wohnung , wo eine gewerbliche Nutzung vom Vermieter erlaubt ist ein Friseurgewerbe anmelden . diese Wohnung befindet sich im dachgeschoss .

Kundenzulauf hätten wir pro tag ca 4-8 kunden .

welche Faktoren muss ich dennoch beachten ?

zb . räumliche Trennung?

kunden wc muss extra vorhanden sein?

Wasser und strom Abrechnungen...extra Zähler einbauen lassen ?

was ist erlaubt was nicht ?

auf Kommentar antworten

Selina am 15.07.2020 13:00

Hallo,

ich möchte gerne im Bereich Online Marketing einsteigen. Ich würde keinen Kontakt zu Kunden, die zu mir nach Hause kommen, haben. Sofern Produkte zu geschickt werden, würde dies per Post geschehen. Muss ich dies meinem Vermieter mitteilen oder dessen Genehmigung einholen?

auf Kommentar antworten

R.Roly am 03.12.2020 14:20

Die Antwort auf diese Frage würde mich auch stark interessieren

Alex am 29.05.2020 22:56

Hallo immowelt-Team,

unsere Frage zur gewerblichen Nutzung ist etwas abseits der Norm. Wir haben vor 1,5 Jahren eine Wohnung einer regionalen Wohnungsbaugesellschaft angemietet (Neubau, Erstbezug, gehobenes Mietniveau). Die Wohnbau hatte kurz nach unserem Einzug mehrere angrenzende Wohnungen des Komplexes über 5 Etagen an diverse Bau- u. Handwerksunternehmen vermietet, welche wiederum in geschäftlicher Verbindung zur Wohnbau stehen. Die Betriebe bringen dort je Wohnung 5 bis 6 Arbeiter osteuropäischer Herkunft unter. Die Belegung wechselt in unterschiedlichen Rhythmen. Fast jeden Tag ist in den Wohnungen und vor allem auf den Balkons Party u. Alkohol u. Kettenrauchen angesagt. Passanten werden von den Balkonen herab angespuckt, Frauen hinterhergepfiffen. Lärm bis in die späten Abendstunden der Gelage erreicht uns durch die Betonwände, sodass unser Kind oft Nachts davon aufwacht. Geöffnete/gekippte Fenster oder Aufenthalte auf den eigenen Balkonen haben zur Folge, dass sie ihr eigenen Wort nicht verstehen. Es gibt daher jeden Tag verbale Auseinandersetzungen. Einige Polizeibesuche sind bereits in der Vergangenheit erfolgt, seit geraumer Zeit kommt diese hier In der Großstadt jedoch nicht mehr oder nach Priorität erst 4-5 Stunden später. Die Antworten der Wohnbau als Vermieter auf diverse Schreiben mehrerer Parteien blieben bislang unbeantwortet. Bei persönlicher Ansprache wird geraten weiter Beweise zu sammeln, es lägen zu wenige vor. Manche Nachbar resignieren aus Angst vor Repressalien. Unsere Frage nun: ist diese Art der "gewerblichen Nutzung" vereinbar mit dem beworbenen familiären Wohnkonzept? Wo sehen Sie einen Hebel für die betroffenen Mietparteien?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 02.06.2020 09:28

Hallo Alex,

soweit eine Wohnnutzung vorliegt, handelt es sich nicht um eine gewerbliche Vermietung. Sie und ihre Nachbarn sollten tatsächlich sämtliche Vorkommnisse dokumentieren. Denn erhebliche Belästigungen, z.B. durch Lärm können einen Mietmangel darstellen, den der Vermieter abstellen muss bzw. eine Mietminderung rechtfertigt.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Blumenzauber am 19.05.2020 08:21

Hallo:)

Ich ziehe in eine neue Wohnung und möchte dort ein Blumenzimmer einrichten. Hauptsächlich für meinen Onlineshop. Also wohnen und auch arbeiten zusammen. Ein Zimmer soll es werden wo auch ab und zu 3 mal die Woche, sich jemand etwas abholt.

Ein Schild außen wäre toll.

Muss ich da nur den Vermieter fragen oder auch das Bauamt?

Mein Gewerbe wird auf den neuen Wohnort gemeldet.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 19.05.2020 11:59

Hallo Blumenzauber,

die Grenzen zwischen "keine Außenwirkung" und "etwas Außenwirkung" verlaufen fließend. Zumindest Ihr Vorhaben, draußen ein Schild anzubringen hat Außenwirkung. Bei den sporadischen Kundenbesuchen dürfte es darauf ankommen, ob dies für Mitbewohner die Wirkung einer gewerblichen Tätigkeit entfaltet. Wir tendieren dazu, dass Sie sicherheitshalber den Vermieter um Erlaubnis bitten sollten.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Bürger 79 am 16.05.2020 11:39

sehr geehrtes Immoteam,

ich bin Miteigentümer in eine Wohnungseigentumsgemeinschaft. Eine Mieterin meines Miteigentümers führt Ihr Friseurgewerbe teilweise von IHrer Wohnung aus. Wasser etc. werden in dieser Gemeinschaft pro qm abgerechnet. Das ganze ist während der Coronazeit ungenehmigt abgelaufen,- die Polizei war bereits vor Ort, Tätigkeitsverbot etc. pp. DAdurch ist das rausgekommen. Was kann jetzt ich als Miteigentümerin machen, denn ich sehe ehrlich gesagt nicht ein, dass die Hausgemeinschaft auf Müll, Wasserkosten etc. der Dame sitzen bleiben. Sie betreibt das wohl auch gelegentlich in "normalen" Zeiten. Kann ich verlangen, dass das aufhört oder was für Möglichkeiten habe ich?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 19.05.2020 09:07

Hallo Bürger 79,

ob eine ewerbliche Nutzung zulässig ist, bzw. ob eine Zustimmung des Vermieters erforderlich ist, hängt von der Außenwirkung der gewerblichen Tätigkeit ab. Reger Publikumsverkehr ist als ußenwirkung einzustufen, wenn aber nur ein oder zwei Kunden am Tag kommen und diese niemanden stöen, dürfte eher nicht von einer Außenwirkung auszugehen sein. Ob bei einer nicht verbaruchsabhängigen Abrechnung der Müll- und Wasserkosten nach qm der Zusatzverbrauch durch die Friseurtätigkeit bereits Ansprüche der Gemeinschaft auslösen können, können wir leider nicht beurteilen. Sicher wäre das der Fall, wenn durch die Tätigkeit ganz erhebliche Mehrkosten entsünden. Aus unserer Sicht sind die Zusatzkostn hier allerdings nichtsehr hoch, zumal die Warmwasserkosten ohnehin verbrauchsabhängig abgerechnet werden müssen. Es verbleiben also die Kaltwasser- und Müllkosten, die aufs Jahr gesehen wohl eher nur ein paar Euro zusätzlich ausmachen dürften.

Mit freundlichen Grüßen

die immowelt-Redaktion

Nina2611 am 09.05.2020 13:40

Guten Tag, meine Nachbarin hat ein Kleingewerbe als Friseurin angemeldet und bekommt JEDEN Tag zwischen 4-6 Kunden. Die dann schön im Garten in der Sonne sitzen. Unsere Gärten sind nicht getrennt und der Vermieter hat das ohne Zustimmung der anderen Mieter genehmigt. Das kann doch nicht ok sein? Ich kann meinen Garten nicht mehr vernünftig nutzen da ständig fremde Leute hier sind und mein Hund findet das natürlich auch nicht so witzig.

Was kann ich/ können wir als Mieter tun?

Vielen lieben Dank schon jetzt

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 11.05.2020 10:45

Hallo Nina2611,

hier kommt es darauf an, ob der Garten(oder ein Teil davon) zur exklusiven Nutzung durch Sie mitverietet wurde oder ob die gartennutzung vom Vermieter lediglich geduldet wird. In letzterem Fall hätten Sie nur dann eine Handhabe, wenn sich durch die Friseurbesucher eine über die Anwesenheit hinausgehende Beeinrächtigung ergäbe, etwa Lärmbelästigungen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Layla am 07.05.2020 13:00

Sehr geehrte Dame u Herrn, ich möchte mich in meiner Mietwohnung als Coach, psychologische Beratung nebenberuflich selbstständig machen. 1 bis 3 Klienten pro Woche, nicht ersichtlich u spürbar für die anderen Mietparteien. Kein Lärm oder Umbaumaßnahmen. Kann der Vermieter seine Zustimmung verweigern? Die Wohnung ist eine Firmenwohnung, von der Diakonie. Darf ich im Namensschild zusätzlich Coach, psychologische Beraterin,Lebensberatung oder dergleichen führen? Einfach als Berufsbezeichnung, wie z.B Dr.XY, Prof.XY oder Handweksmeister XY ? Kann dies als Außenwirkung gewertet werden? Danke im Voraus für ihre Antwort u Mühe

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 08.05.2020 09:07

Hallo Layla,

das was Sie schildern, ist schon, wenn auch in geringem Umfang, Außenwirkung. WIr raten, hier den Vermieter um Erlaubnis zu bitten.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

St.ieding am 06.05.2020 22:55

Hallo liebes Immowelt- Team. Wir wohnen in Dresden zur Miete und mein Partner ist selbstständig als Fahrzeulackierer. Er übt seine Tätigkeit mobil in München aus. Sein Gewerbe ist auf unsere Wohnanschrift in Dresden angemeldet. Es herrscht absolut kein Publikumsverkehr, noch erhält er Warensendungen im überdurchschnittlichen Ausmaß. Am Briefkasten hat er ein Logo seiner Firma angebracht, da er auch Post auf die Firma erhält. Nun haben wir Post vom Vermieter bekommen. Diese sehen zwar erst mal von einer Abmahnung ab, aber das Schild soll ab und einer gewerblichen Nutzung der Wohnung soll wohl nicht zugestimmt werden. Können wir dennoch diese Erlaubnis, wie in diesem Bericht erwähnt, von unserem Vermieter einfordern? Oder muss er gar sein Gewerbe ab/ ummelden bzw. auf eine andere Adresse anmelden? Über einen Antwort von euch würde ich mich sehr freuen.

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 07.05.2020 11:37

Hallo St.ieding,

das Schild könnte man berets als Außenwirkung bewerten. Folgende Lösungen wären denkbar:

- Sie erklären dem Vermieter, dass in der Wohnung kein Gewerbe betrieben wird, sondern dass lediglich die Post dorthinkommt und bitten um Zustimmung.

- Sie besorgen sich bei der Post ein Postfach.

- Wenn die Firma Ihres Freundes ein Einzelunternehmen ist, kann das Schild ja auch ab. Denn ob auf dem Brief "Fima Max Mustermann" steht oder nur "Max Mustermann", ist ja egal, die Post kommt ja dennoch an.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

ChrisG am 02.04.2020 14:34

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Musikpädagoge und wohne zur Miete. Nun soll ich aufgrund der Corona-Krise Online-Unterricht von zu Hause aus anbieten. Inwieweit sind da die Grenzen der Genehmigungsfreiheit schon überschritten? Ich empfange keinen Besuch (ist im Moment sowieso verboten), meine Schüler musizieren zu Hause. Ich spiele gelegentlich etwas auf meinem Instrument vor, ein Mitspielen ist sowieso durch die Verzögerung in der Videosoftware nicht möglich.

Alles, was Musiktheorie betrifft, geht auch vom PC aus, ohne dass es eine "Außenwirkung" gibt. Aber mein Instrument (Violine) würde man schon hören. Grundsätzlich gibt es kein Musizierverbot in Mietwohnungen, und bisher haben sich die Nachbarn nie beschwert, meine Frau und meine Tochter sind auch Streicher und üben natürlich auch zu Hause. Inwieweit muss ich mich beim Vermieter nun absichern? Ausweichen in ein anderes Gebäude ist nur sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich, und ein Totalausfall des Unterrichts würde zu Kündigungen führen.

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Immowelt-Redaktion am 03.04.2020 08:14

Hallo ChrisG,

so wie Sie es schildern, dürfte vom Online-Unterricht keine Störung und keine Außernwirkung ausgehen. Unverbindlich würden wir den Sachverahlt so einschätzen, dass Ihre Tätigkeit nicht wirklich über das hinausgeht, was z.B. ein Lehrer macht: Schulaufgaben korrigieren, etc.. Insofern tendieren wir dazu, dass der Online-Unterricht mietrechtlich unprobematisch sein dürfte.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Katrin am 28.02.2020 19:35

Sehr geehrtes Immowelt-Team,

Darf man als Mieter im Carport, mittlerweile ein geschlossener Raum, eine Sportschule für Selbstverteidigung eröffnen? Wird die Zustimmung des Vermieters benötigt? Da dies ist in einem Dorf, wo ansonsten kein Gewerbe ist, muss es bei der Gemeinde/Stadt gemeldet werden?

Vielen Dank!

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Immowelt-Redaktion am 02.03.2020 09:06

Hallo Katrin,

da wir keine Detailkenntnisse über Ihren konkreten Fall haben, können wir hier nur eine allgemeine Antwort geben. Ein Carport oder eine Garage muss üblicherweise zweckbestimmt genutzt werden, also zum Abstellen von Fahrzeugen. Eine nicht zweckbestimmte Nutzung bedarf üblicherweise die Einwilligung des Vermieters.

Ob unabhängig hiervon eine gewerbliche Nutzung zulässig ist, hängt auch davon ab, ob es isch um ein reines Wohngebiet handelt. Wenn von einem Gewerbe Störungen bzw. Außenwirkung ausgeht, könnte es sein, dass die Gemeinde dies unterbinden will.

Es ist deshalb ratsam, zunächst mit dem Vermieter abzuklären, ob die Nutzungsänderung grundsätzlich möglich wäre und dann bei der Gemeinde nachzuhaken, ob die beabsichtigte Nutzung möglich wäre.

Beste Grüße

die Immwelt-Redaktion

Aneta am 14.02.2020 09:57

Sehr geehrte Immowelt Redaktion,

Ich habe in unten geschriebenen Kommentaren folgendes verstanden:

„Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil klargestellt, dass berufliche Tätigkeiten im Arbeitszimmer, die nicht nach außen in Erscheinung tritt, noch unter den Begriff "wohnen" fallen (BGH, Az.: VIII ZR 165/08). Nun wird davon ausgegangen, dass eine Tätigkeit bereits dann nach außen in Erscheinung tritt, wenn die Wohnung gleichzeitig auch die Geschäftsadresse ist, man ab und zu Kunden in der Wohnung empfängt oder Mitarbeiter beschäftigt. Wenn nichts davon auf Sie zutrifft, brauchen Sie nicht einmal die Erlaubnis Ihres Vermieters, geschweige denn der Stadt.

Doch selbst wenn Ihre Tätigkeit eine geringe Außenwirkung hat, so kann der Vermieter nicht grundsätzlich seine Zustimmung verweigern.“

Besteht die Pflicht, den Vermieter zu informieren, wenn ich das Gewerbe mit der Wohnadresse anmelde und für die Behörden, Banken und andere Institutionen + auf Rechnungen/Schriftverkehr für die Kunden als Geschäftsadresse angebe? Es werden keine weiteren „Außenwirkungen“ entstehen.

Meine Mutter steht im Mietvertrag, ich ziehe bei ihr ein. Das Gewerbe wird auf meinen Name registriert. Über dein Einzug ist der Vermieter natürlich informiert. Spielt es eine Rolle, wer im Mietvertrag steht?

Vielen Dank.

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Immowelt-Redaktion am 17.02.2020 10:28

Hallo Aneta,

ob eine Genehmigung des Vermieters nötig ist, hängt, wie oben von Ihnen zitiert, von der Außenwirkung ab aber nicht davon, ob Sie das Gewerbe anmelden. Solange auf dem Briefkasten- und Klingelschild nur Ihr Name steht - etwa, weil Sie eine Personengesellschaft sind - sehen wir noch keine Außenwirkung, sofern die oben beschriebenen Regeln eingehalten werden. Wenn aber zum Beispiel am Briefkasten- und Klingelschild zum Beispiel Fa. XYZ GmbH angebracht wird, könnte man schon von einer Außenwirkung ausgehen. Dann wäre es unseres Erachtens ratsam, sicherheitshalber den Vermieter in Kenntnis zu setzen. Je nachdem, wie zugänglich Ihr Vermieter ist, können Sie, wenn Sie sich sicher sind, dass es keine Probleme geben wird, diesem unabhängig von einer etwaigen Verpflichtung in Kenntnis setzen, dann wäre späterer Ärger unwahrscheinlich.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Martin-48 am 30.01.2020 14:27

Moin,

ich habe einen Resthof gemietet, ich habe Pferde, all das war dem Vermieter bekannt, ich habe betont, das ein Pferdesportzentrum entsteht, er erlaubte die Pferde auf dem Hof, unter Zeugen sicherte er zu, alles sei ok. Wegen Beseitigung von Mängeln, um diese nicht beseitigen zu müssen, kam heute die Kündigung nach vorheriger lapidarer Abmahnung. Die freiberufliche Tätigkeit des Pferdesportzentrums findet ausschließlich auf dem Hof draussen und nicht im Haus statt wo nur das Büro ist und kein Kunde empfangen wird. Mitmieter gibts ebenfalls nicht und gestört fühlt sich auch niemand weil niemand da ist den ich stören könnte. Ist die Kündigung korrekt, denn eigentlich geht das nach 242 nicht.

Danke für eine schnelle Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.01.2020 11:12

Hallo Martin-48,

hier kommt es daraiuf an, ob das Haus als Wohnraum oder als Gewerberaum vermietet ist. Bei Wohnraum gilt ein strengerer Kündigungsschutz. Vermieter können hier nur wegen schwerwiegender Pflichtverletzungen kündigen. Bei der Gewerbemiete kommt es maßgeblich auch auf die vertraglichen Vereinbarungen an; ist hier nichts konkretes vereinbart, so gelten die Kündighungsfristen des § 580a (2) BGB: "Bei einem Mietverhältnis über Geschäftsräume ist die ordentliche Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendervierteljahres zum Ablauf des nächsten Kalendervierteljahrs zulässig."

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Martin-48 am 31.01.2020 11:25

Hallo,

danke für die Antwort, es ist ein Wohnraummietvertrag, also nicht gewerblich, sie hat aber alles genehmigt (mündlich unter Zeugen), loswerden will sie mich offenbar nur wegen geforderter Mängelbeseitigung die rd. 12000 € verschlingt. Meine Selbstständigkeit entfalltet keine bzw. nur eine ganz geringe kaum spürbare Außenwirkung, ich bewohne den Hof allein, keine weiteren Mieter werden gestört und auch keine Nachbarn die selbst alle Pferde haben.

LG


Immowelt-Redaktion am 03.02.2020 09:00

Hallo Martin-48,

wenn es sich um ein Wohnraummietverhältnis handelt, ist der Kündigungsschutz für den Mieter hoch. Bei normalen, unbefristet geschlossenen Mietverhältnissen kann der Vermieter nur wegen schwerer Pflichtverletzungen wie zum Beispiel Mietrückständen, wegen Eigenbedarf oder wegen angemessener weirtschaftlicher Verwertung der Mietsache (zum beispiel Abriss und Neubau) kündigen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Anette am 14.01.2020 10:37

Sehr geehrte Immowelt Redaktion,

meine Situation ist die Folgende:

ich bin gerade ein eine Wohnung gezogen und wollte mein Gewerbe (Internetdienstleitungen ohne Lärm, ohne eigene Waren etc.) anmelden als mir die Vermieterin sagte das es in der gesamten Straße von der Stadt her kein Gewerbe erlaubt ist.

Ist dies tatsächlich von der Stadt erlaubt oder gibt es hier auch die Regeln von mit Aussenwirkung und ohne Aussenwirkung? Oder habe ich hier tatsächlich keine Chance mein Gewerbe/Homeoffice anzumelden.

VG

Anette

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.01.2020 11:58

Hallo Anette,

wenn die Stadt Gewerbe in bestimmten Gebieten verbietet, dann ist in der Regel damit gemeint, dass es keine Ladengeschäfte oder Ähnliches dort geben darf, es ein ausschließliches Wohngebiet ist. Ein Verbot eines Home Office in der Wohnung wird die Stadt nicht aussprechen können, solange es keine Außenwirkung hat. Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil klargestellt, dass berufliche Tätigkeiten im Arbeitszimmer, die nicht nach außen in Erscheinung tritt, noch unter den Begriff "wohnen" fallen (BGH, Az.: VIII ZR 165/08). Nun wird davon ausgegangen, dass eine Tätigkeit bereits dann nach außen in Erscheinung tritt, wenn die Wohnung gleichzeitig auch die Geschäftsadresse ist, man ab und zu Kunden in der Wohnung empfängt oder Mitarbeiter beschäftigt. Wenn nichts davon auf Sie zutrifft, brauchen Sie nicht einmal die Erlaubnis Ihres Vermieters, geschweige denn der Stadt.

Doch selbst wenn Ihre Tätigkeit eine geringe Außenwirkung hat, so kann der Vermieter nicht grundsätzlich seine Zustimmung verweigern. Im Zweifelsfall sollten Sie sich aber vorab von einem Fachanwalt oder einem Mieterschutzverein wie dem Deutschen Mieterbund beraten lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Dreamy am 09.01.2020 08:57

Hallo, ich hoffe jemand kann mir diese Frage beantworten. Ich wohne in einer Mietwohnung mit mehreren Parteien im Erdgeschoss. Neben mir die Wohnung, hat die Vermieterin der Polsterei gegeben, mit sehr lauten Maschinen, ich kann mich auch nicht in ein anderes Zimmer zurück ziehen, da ich nur eine 1 Zimmer Wohnung habe... Was kann ich tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.01.2020 10:38

Hallo Dreamy,

hier stellt sich zunächst die Frage, ob Ihnen beim Einzug bekannt war, dass nebenan ein lautes Gewerbe ist/reinkommt. Wenn Ihnen das bekannt war und Sie dies als vertragsgemäßen Zustand akzeptiert haben, dürften Sie wenige Anknüpfungspunkte haben.

Anders dürfte es aussehen, wenn die Einheit neben Ihrer Wohnung zum Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses leer stand/als Wohnung/von einem ruhigen Gewerbebetrieb (Büro o.ä.) genutzt wurde und Sie damit rechnen durften, dass dies so bleibt. In solchen Fällen stellt erheblicher Lärm einen Mietmangel dar, der zu einer Mietminderung berechtigen kann. Zudem muss der Vermieter den Mangel beseitigen. Ob/wie das umsetzbar ist, und wie Sie dabei konkret vorgehen sollten, sollten Sie am besten mit einem Mieterverein vor Ort oder einem Fachanwalt für Mietrecht besprechen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Gertrud Bernhard am 27.12.2019 18:38

Was ist wenn ein Mieter eine Onlinehandel betreibt???????

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.12.2019 09:20

Hallo Gertrud Bernhard,

das kommt ganz auf die Umstände an. Wenn der Mieter die Wohnung als Lager benutzt und dadurch ständig Lieferungen bekommt bzw. Lieferungen abgeholt werden, so muss der Vermieter dies nicht zwingend dulden, da sich dadurch andere Mieter erheblich gestört fühlen können. Handelt der Mieter zwar online, das Lager befindet sich jedoch nicht in seiner Wohnung, dann hat diese Tätigkeit keine Außenwirkung, weswegen eine Erlaubnis des Vermieters nicht zwingend notwendig ist.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Wir empfehlen für eine rechtssicher Antwort einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieter- bzw. Eigentümerverband zu konsultieren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Giesela1951 am 27.12.2019 12:43

Hallo, ich habe in meinem Wohnhaus im Obergeschoß eine Wohnung(70qm) vermietet. Der Mieter möchte jetzt das Wohnzimmer als Büro nutzen und 2 Arbeitskräfte beschäftigen. Meine Wohnung im Erdgeschoß ist aber nicht abgeschlossen. Wie ist die rechtliche Lage, muß ich es erlauben?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.12.2019 08:48

Hallo Giesela1951,

Vermieter dürfen die gewerbliche Nutzung der Wohnung nicht untersagen, wenn diese keinerlei Außenwirkung hat. Der Bundesgerichtshof entschied hierzu: "Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in der Wohnung, die nach außen in Erscheinung treten, muss der Vermieter grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt; hierfür trägt der Mieter die Darlegungs- und Beweislast" (AZ.: VIII ZR 165/08). Da es sich aber bei Ihnen um eine gewerbliche Nutzung mit Mitarbeitern handelt, müssen Sie das nicht dulden.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort empfehlen wir daher, einen Eigentümerverband oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu konsultieren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

J.S. am 09.12.2019 08:59

Hallo,

ich möchte gerne unseren Hobbykeller gewerblich nutzen, um handgeschöpftes Papier herzustellen und mit selbstgemalten Designs zu bedrucken. Für die Herstellung werden weder laute Maschinen benötigt, noch entsteht in irgendeiner anderen Art eine Störung für die Nachbarn. Da die Produkte nur auf Kunst- und Weihnachtsmärkten verkauft werden sollen, kommen auch keine Kunden in die Wohnung.

Nun habe ich noch zwei Fragen:

1) Benötige ich für mein Vorhaben eine Erlaubnis des Vermieters?

2) Das Gewerbeamt hat mich darauf hingewiesen, dass ich mich beim Bauamt erkundigen sollte, ob überhaupt eine gewerbliche Nutzung zulässig ist. Von welchen Faktoren hängt das ab?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.12.2019 09:24

Hallo J.S.,

nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Az.: VIII ZR 165/08) muss der Vermieter Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in der Wohnung, die nach außen in Erscheinung treten, grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt; hierfür trägt der Mieter die Darlegungs- und Beweislast. Demzufolge durfen im Vergleich zu einer reinen Wohnnutzung durch die gewerbliche Tätigkeit keine ins Gewicht fallenden (störenden) Einwirkungen ausgehen. In Ihrem Fall könnte es auch noch darauf ankommen, ob durch die Herstellung eine Gefahr oder ein höherer Verschleiß der Mietsache zu erwarten sind.

Beste Grüße

die Immowelt-Reaktion

JTD am 26.11.2019 20:02

Hallo .. würde gerne einmal wissen, ob es erlaubt ist, den Kellerraum einer Mietswohnung für die Lagerung von gewerblichen Lebensmitteln zu nutzen. Auch befinden sich mind zwei Kühlschränke in diesem Keller. Auch würde ich gerne wissen, ob es erlaubt ist, Lebensmittel in einer Mietswohnung zuzubereiten. Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.11.2019 09:56

Hallo JTD,

ob dies zuöässig ist oder nicht, dürfte auch vom Ausmaß der - hier wohl - gewerblichen Tätigkeit und der Frage abhängen, ob hiervon eine Störung ausgeht, die über der normale Wohnnutzung liegt oder ob sonstige Aspekte hier nachteilig für den EIgentümer/die Hausgemeinschaft sind. Aus der Ferne können wir dies allerdings nicht abschließend beurteilen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Niko am 31.10.2019 14:39

Hallo,

wie sieht es aus wenn ich Droppshiping aus meiner Wohnung betreibe, die Waren lagere ich nicht bei mir zuhause deshalb auch Droppshiping ? Muss ich dan den Mieter informieren, da nach Außen es null erkennbar ist und keine anderen Mieter belästigt wird Droppshiping ist halt einfach ein Laptopbusiness , muss ich mit Konsequenzen rechnen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.10.2019 14:56

Hallo Niko,

wenn die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung keinerlei Außenwirkung hat, braucht der Mieter dafür nicht zwingend eine Erlaubnis vom Vermieter. Der Mieter kann jedoch bei einer gewerblichen Tätigkeit nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) vom Vermieter eine Erlaubnis einfordern. Der Vermieter ist in der Regel verpflichtet eine Erlaubnis zu erteilen, wenn der Mieter die Wohnung zwar beruflich nutzt, dies aber keine weiteren Auswirkungen auf die Mietsache oder die Mitmieter hat als bei einer normalen Wohnungsnutzung.

Handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit mit Außenwirkung aber ohne Erlaubnis des Vermieters, so droht schlimmsten Falls eine fristlose Kündigung.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Anna-Marie Schulze am 09.09.2019 15:51

Hallo! Vielen Dank für diesen Beitrag. In meinem Fall bleibt noch eine Frage offen:

Ich möchte in meiner Mietwohnung (innen am Balkon, keine Bohrungen, jederzeit problemlos entfernbar) und in den Fenstern (ebenfalls ohne die Mietsache zu verändern) für mein Gewerbe Werbung anbringen. Ich nutze die Wohnung allerdings hauptsächlich ungewerblich, durch die Werbung generiere ich einer größeren Firma Kundenkontakte. Selbst habe ich nur eine Website laufen, erhalte keinen Kundenbesuch und keine Warenlieferungen. Ich nehme an, ich muss den Vermieter (in unserem Fall eine Hausverwaltung) dennoch um Erlaubnis bitten, richtig?

Vielen Dank für Ihre Arbeit!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.09.2019 09:43

Hallo Anna-Marie Schulze,

bei der von Ihnen geplanten Außerwerbung handelt es sich zwar nicht um eine bauliche Veränderung, allerdings würde dadurch die Außenwirkung eines Gebäudes verändert werden. Es ist deshalb durchaus naheliegend, dass der Vermieter dies unterbinden kann. Sie sollten Ihr Anliegen dennoch mit dem Vermieter besprechen, vielleicht hat er ja gar nichts dagegen.

Viel Glück und beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Hannes Hager am 21.08.2019 21:23

Hallo,

Wie sieht es aus, wenn ich als mobiler Heilpraktiker tätig bin - aber meine Patienten nur außerhalb meiner Wohnung behandele. Kann ich da dann Probleme bekommen wenn ich hier meine Wohnung als die Adresse ...

1. Beim Gewerbeamt angeben

2. Auf meiner Internetseite für die ich in Google und in der Tageszeitung werbe erscheint

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.08.2019 12:43

Hallo Hannes Hager,

soweit sich Ihre Frage auf die mietrechtliche Sicht bezieht und Sie Ihre Wohnung als mobiler Heilpraktiker z.B. dafür nutzen, um beruflich Post entgegenzunehmen, bzw. den Bürokram zu erledigen oder Telefonate entgegenzunehmen, ohne dass es zu störendem Publikumsverkehr kommt, so wäre eine Tätigkeiten ohne Außenwirkung gegeben, die, wie im Artikel beschrieben, unproblematisch ist.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Dingo am 01.08.2019 17:47

Hallo,

ich bin Mieter in einem 2 Familienhaus , zur Wohnung gehört ein Autostellplatz vor dem Haus.Beruflich habe ich einen Gebrauchtwagenhandel in einem anderen Stadtteil.

Jetzt möchte ich auch Fahrzeuge von meiner Privatwohnung aus verkaufen .

Ich habe vor auf dem Stellplatz jeweils 1 Fahrzeug anzubieten ,

Werbung erfolgt auch auf einer eigenen Webseite im Internet mit der Wohnanschrift

sowie die Beschriftung auf dem Klingelschild.

Benötige ich die Zustimmung des Vermieters ?

Kann der Vermieter mir uU fristlos kündigen ?

mfG

Hans

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.08.2019 08:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich benötigen Sie die Zustimmung des Vermieters zur gewerblichen Nutzung dann, wenn diese Nutzung eine gewisse Außenwirkung entfaltet. Wenn Sie regelmäßig potenzielle Gebrauchtwagenkäufer empfangen, kann das der Fall sein und es wäre in diesem Fall wohl besser, den Vermieter sicherheitshalber zu fragen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Fälle wie den Ihren aus der Ferne daher nicht abschließend beurteilen können. Im Zweifelsfall empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Simeon am 27.06.2019 16:43

Hallo ich mache Youtube Videos und verdiene damit mein Geld muss ich bei der Mieterselbstauskunft angeben das die Wohnung gewerblich genutzt wird oder ist das wie bei der Büroarbeit eine Ausnahme und ich muss beim vermieter kein Gewerbe anmelden? Weil im Grunde störe ich damit keine Nachbarn und rede in meinen Videos. Wie beim telefonieren im Büro zbs. Danke im voraus für ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.06.2019 08:22

Hallo Simeon,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn durch Ihre Tätigkeit keine Außenwirkung entsteht, Sie also beispielsweise nicht über das übliche Maß hinaus zu hören sind, dann müssen Sie den Vermieter auch nicht um Erlaubnis bitten. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

anto.nia@web.de am 21.06.2019 15:35

Hallo,

bin etwas verunsichert hab jetzt soviel gelesen das ich gar nichts mehr verstehe. Folgender Fall: ich möchte ein Kleingewerbe anmelden mit Näharbeiten und selbstgemachter Schmuck. Ich habe kein Kundenverkehr da ich nur auf Märkte bzw Online verkaufen möchte. Also ich näh nur und ich glaub nicht das ich dadurch die Nachbarn belästige bzw störe. Was mach ich wenn der Vermieter nein sagt...

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.06.2019 09:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine gewerbliche Tätigkeit überhaupt keine Außenwirkung hat, ist die Zustimmung des Vermieters in der Regel nicht erforderlich. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

CharlieSheen0209 am 06.06.2019 21:55

Hallo,

eine Mieterin in einem 6 Parteienhaus bietet mehrere Katzen zum Decken an. Ist das ohne Erlaubis möglich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.06.2019 10:12

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wer gewerbsmäßig Katzen züchtet, benötigt gemäß § 11 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes eine Erlaubnis des Veterinärmts. Ob der Mieter eine Erlaubnis des Vermieters benötigt, ist abhängig von der Außenwirkung, die diese Tätigkeit hat. Bei regem Kundenverkehr bräuchte der Mieter wohl eine Erlaubnis, empfängt der Mieter nur selten jemanden in seiner Wohnung, eher nicht.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nad am 31.03.2019 10:43

Hallo ihr Lieben, ich möchte einen Nagelstudio zu hause einrichten geht das und erhöht sich dadurch die Miete?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2019 11:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einem Nagelstudio ist unter Umständen von regem Kundenverkehr auszugehen. In diesem Fall kann der Vermieter die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung untersagen, Sie sollten also zunächst um Erlaubnis bitten. Die Miete erhöht sich dadurch nicht automatisch, der Vermieter kann aber unabhängig davon die Miete im Rahmen der gesetzlichen Grenzen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ladyzazou am 08.02.2019 23:03

Hallo, ich möchte einen reinen mobilen Gassi Service anbieten. Darf ich dazu mein Gewerbe in meiner Mietwohnung (Meldeadresse) anmelden ?

vilen dank für eine Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.02.2019 10:34

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sofern diese Tätigkeit ohne Außenwirkung, also ohne Kundenverkehr, stattfindet, sollte das kein Problem sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit Ihrem Vermieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Marcel am 04.02.2019 13:19

Die Mieter unter uns nutzen die Wohnung als tonstudio.....und die Belästigung durch extreme basstöne ist grauenvoll...der Vermieter tut nichts dagegen.welche Möglichkeiten gibt es für mich noch.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.02.2019 14:22

Hallo Marcel und vielen Dank für Ihren Kommentar,

unter Umständen kommt in diesem Fall eine Mietminderung in Frage. Wir würden Ihnen aber empfehlen, sich hierzu vorab rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

PlatinSkullGames am 11.01.2019 19:36

Guten Tag,

Ich habe vor, gewerblichen Online Handel zu betreiben. Ich werde weder Kunden empfangen, noch werde ich Lautstärke verursachen. Was ich haben werde, ist Lieferungen durch DHL / DPD.

Die Arbeit besteht zum Großteil aus Büroarbeiten und vorbereiten der Briefe.

Dürfte ich diese Tätigkeit von zu Hause ausführen?

Ich würde den Vermieter darüber informieren, hab aber Angst, dass er uns aufgrund der Nachfrage schon kündigen kann.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Z. Wilson

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.01.2019 12:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für Tätigkeiten ohne jede Außwenwirkung braucht der Mieter in der Regel keine Zustimmung des Vermieters. Selbst wenn sie den Vermieter sicherheitshalber aber darum bitten möchten, wäre das kein Kündigungsgrund. Würde der Vermieter deshalb die Kündigung aussprechen, wäre sie schlichtweg unwirksam.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Aldo am 20.11.2018 18:38

Guten Tag

wollte von zu Hause aus Kaffeebohnen liefern brauche ich

Einen Erlaubnis

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2018 10:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider nicht klar mit einem ja oder nein beantworten. Wenn Ihre Tätigkeit keine Außenwirkung hat, Sie also nur gelegentlich Kaffeebohnen verschicken, benötigen Sie wohl keine Erlaubnis des Vermieters, wenn Sie dagegen in der Mietwohnung Bohnen rösten wollen und der Geruch im ganzen Haus wahrnehmbar ist, schon eher. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Norkon am 17.08.2018 14:11

Darf mein Mieter in dem vermieteten Haus tätowieren?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.08.2018 15:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn er die Tätigkeit gewerblich ausübt und diese Tätigkeit eine starke Außenwirkung hat, muss der Mieter dafür den Vermieter um Erlaubnis bitten. Nicht nötig wäre das andererseits beispielsweise, wenn er diese Tätigkeit nur selten nebenbei ausübt und davon kaum eine Außenwirkung ausgeht. Abschließend können wir die Situation aus der Ferne aber leider nicht beurteilen, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Hierzu empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

nvl24 am 09.07.2018 16:09

Danke für den Artikel, der hat mir etwas Licht ins Dunkel gebracht!

Aber ich bin trotzdem noch unsicher, da ich wahrscheinlich in einem Graubereich liege.

Ich möchte von meiner Wohnung aus einen Online-Shop führen für den ich einen DIN-A1-Drucker und einen Architektenschrank anschaffen werde. Von meinen insgesamt 46qm würde ich aber nur 4qm gewerblich nutzen. Kundenverkehr wird es keinen geben und Warenlieferungen landen sowieso in umliegenden Paket-Shops. Das heißt nach außen hin ist nichts zu merken. Aber ich muss natürlich meine Adresse im Online-Shop als Geschäftsadresse angeben und genau da liegt mein Problem.

Können Sie mir da eventuell einen Tipp geben?

Ich werde aber wohl demnächst einen Termin bei einem Rechtsanwalt vereinbaren, um zu klären, ob ich eine Genehmigung benötige oder ob das nach Treu und Glauben weiterlaufen kann.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.07.2018 09:11

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel ist für eine Tätigkeit ohne Außenwirkung keine Zustimmung des Vermieters notwendig. Wenn Sie sicher gehen wollen, können Sie diese aber natürlich trotzdem einholen. Wenn durch Ihre Tätigkeit niemand gestört wird, dürfte er ja nichts dagegen haben. Ob Sie für Ihr Gewerbe darüber hinaus eine weitergehende Genehmigung benötigen, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären. Hier hilft Ihnen ein Fachanwalt oder gegebenenfalls ein Steuerberater weiter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

A. Kandic am 13.06.2018 11:14

Hallo

ich habe Gewerbliche Räume vermietet, der Mieter hat ohne meine Erlaubnis drei Leute an d. Gewerbliche Räume angemeldet, da mir automatisch sämtlichen Kosten entstehen, habe ich mich bei der entsprechenden Ämter erkundigt, und kann als Besitzer nicht tun, also kann die Leute nicht abmelden. Manchmal frage ich mich wo leben wir eigentlich, in Deutschland oder in Sizilien

auf Kommentar antworten

Sabine am 28.03.2018 13:51

Hallo, ich würde gerne in meiner Wohnung in einem Zimmer auf Bestellung ThaiMassage anbieten, muss ich da etwas berücksichtigen oder mein Vermieter?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.03.2018 09:18

Hallo Sabine,

bitte entschuldigen Sie, wir haben natürlich den Vermieter gemeint. Es handelt sich um einen Tippfehler, den wir korrigiert haben. Zu Problemen kann es bei der gewerblichen Nutzung einer Mietwohnung hauptsächlich bei starkem Publikumsverkehr kommen, etwa weil sich Nachbarn gestört fühlen, oder aber dann, wenn die Wohnung nicht mehr überwiegend zu Wohnzwecken genutzt wird. Sicherheitshalber könnten Sie oder Ihr Vermieter sich vorab auch bei der Gemeinde erkundigen, ob einer gewerblichen Nutzung aus deren Sicht etwas im Weg steht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 28.03.2018 15:35

Hallo Sabine und vielen Dank für Ihren Kommentar,

da es sich hierbei um eine Tätigkeit mit Außenwirkungen handelt, müssten Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten. Diese könnte die Erlaubnis unter Umständen verweigern. Ob das so sein wird, können wir jedoch vorab nicht sagen. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Sabine am 28.03.2018 16:33

Danke für die schnelle Antwort,

Mieter um Erlaubnis? ich bin der Mieter, der Vermieter hat nichts dagegen, ist halt die Frage ob er dies überhaupt erlauben darf, dass ich den Wohnraum für die Massage nutzen darf..

Ella am 13.03.2018 18:46

Hallo ich würde gerne in unserer Mietwohnung ,ein Zimmer als Gewerbe nutzen. Wenn meine Vermieterin mir die Erlaubnis dafür geben würde, würden irgendwelche kosten auf mich oder sie zu kommen?

auf Kommentar antworten

hanswurst am 29.06.2018 10:32

Das hängt auch ganz vom Landkreis ab. z.B. im Landkreis Mühldorf müssen Gewerbetreibende auch in Privatwohnungen zusätzlich eine eigene Mülltonne beantragen und zahlen.


Immowelt-Redaktion am 14.03.2018 11:51

Hallo Ella und vielen Dank für Ihren Kommentar,

neben der Steuerlast, die durch eine etwaige selbständige Tätigkeit auf Sie zukommt, sollten aus dem Mietverhältnis selbst heraus keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ausnahme: Sie verursachen höhere Nebenkosten, beispielsweise durch starken Wasserverbrauch oder vemehrte Müllproduktion.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Pauli209 am 20.02.2018 14:18

Ich würde gerne in unser Mietwohnung ein Zimmer an meinen Sohn untervermieten für gewerbliche Zwecke. Um genau zu sein ist er Taxi-/ Mietwagenunternehmer und wir wollten daher ein Zimmer in der Wohnung als Büro nutzen. Wir hätten hier keinen Kundenverkehr und würde auch nicht die Nachbarn stören. Auf Anfrage beim Vermieter wurde ohne große Nachfrage gleich abgelehnt. Dürfen sie das einfach ablehnen oder kann man da noch was tun? Vielleicht rechtlich mit einem Anwalt das ganze nochmal versuchen?

Ich weiß nur, dass zumindest gewerbliche Nutzung bei anderen Vermietern schon möglich war/ ist. Da handelte es sich auch um Mietwohnungen. Mit der Untervermietung ist halt schwierig.

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Immowelt-Redaktion am 20.02.2018 14:54

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich könnten Sie versuchen, das Recht auf Untervermietung und auf gewerbliche Nutzung einzuklagen, hierzu wäre ein Rechtsanwalt nötig. Eher nicht anzuraten ist die unerlaubte Untervermietung oder unerlaubte gewerbliche Nutzung. In diesem Fall riskieren Sie schlimmstenfalls die Kündigung. Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Maschine72 am 11.02.2018 15:56

Wir wohnen in einem 2 Parteienhaus. Unten ein Eigentümer und über Ihm wohnen wir als Miter eines anderen Eigentümers. Es gab schon mehrere Streitigkeiten des genannten Störenfrieds mit der Hausgemeinschaft (7 Häuser Wohngemeinschaft). Tut wohl nichts zur Sache. Aber jetzt hat der etwa 20 jährige Sohn (dort noch wohnhaft) wie wir schon an der Klingel festgestellt haben ein Gewerbe angemeldet. Seit dem wird den ganzen Tag gehämmert. Ich will hier nicht übertreiben. Es ist nicht mega laut.Aber dauert jetzt bereits seit 3 Wochen an und geht zum Teil bis Samstag nachts (Rekord war 1:00 und SOnntags dann um 9:00) durchgehend und fängt zum Teil Sonntag morgens wieder an. Wie gesagt, nicht besonders laut, aber wenn man das den ganzen Tag hört, geht einem das irgendwann auf den.....Da die Eltern selbst Eigentümer sind, und wir nur Mieter eines anderen Eigentümers, gibt es da überhaupt handhabe? Wir können langsam nicht mehr.Ein Gespräch mit dem Sohn hat zu nichts geführt.Er versucht es leiser, aber immer noch störend und immer noch sehr lang. Die Eltern machen nicht mal die Tür auf. Wir hatten bisher keine Streitigkeiten.Scheinen sich auch mit mehreren bereits überworfen zu haben. Wir wollen möglichst zeitnah etwas neues finden, aber da unsere Ansprüche auch nicht gering sind, kann es noch etwas dauern. Da ich eine sehr lange Arbeitswoche habe 6 Tage Woche und zum Teil 60 Stunden) sehe ich unsere Wohnung als Erholung. Es ist aber aktuell das Gegenteil.

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Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 10:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell steht Mietern bei anhaltender Lärmbelästigung ein Recht auf Mietminderung zu, unabhängig davon, wer den Lärm letztlich verursacht. Um den Lärm jedoch dauerhaft zu beseitigen, müsste ihr Vermieter, also der Eigentümer Ihrer Wohnung, über die Eigentümergemeinschaft auf den Verursacher einwirken. Die Möglichkeit einer Mietminderung gibt Mietern hierfür ein entsprechendes Druckmittel an die Hand. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir die genauen Umstände aus der Ferne nur schwer beurteilen können und daher auch keine Aussage zur möglichen Höhe einer Mietminderung treffen können. Auch empfehlen wir, zu diesem Mittel nicht ohne vorherige Rechtsberatung zu greifen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Weitere Informationen zur Mietminderung wegen Lärm finden Sie auch in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/bohren-droehnen-rumgeschrei-dann-rechtfertigt-laerm-eine-mietminderung.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hakeme am 06.12.2017 22:31

Hallo,

Sachverhalt: Mitmieterin lebt seit längerem in der Mietwohnung. Irgendwann ist ihr Lebensgefährte ohne Zustimmung in die Wohnung miteinbeziehen. Nun betreiben beide seit einiger Zeit, unerlaubt einen Blumenhandel (Friedhofsgärtner, Hausmeisterservice usw.). Der hoff steht immer voll mit vielen Blumenkästen, sowie Rasenmähern, Anhängern. Diese breiten sich innerhalb des gesamten Hauses und ziehen Stromkabeln durch Bohrungen quer durchs Haus. Beide haben keinen Mietvertrag.

Frage, ob die nicht eine fristlose Kündigung zu erwarten haben und der Lebenspartner, Hausverbot bekommen könnte.

Vielen Dank

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Immowelt-Redaktion am 07.12.2017 08:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

anhaltende Störungen des Hausfriedens sowie die unerlaubte gewerbliche Nutzung einer Mietwohnung können Gründe für eine fristlose Kündigung sein. Ob diese in Ihrem Fall gegeben sind, können wir leider aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thamski am 15.11.2017 13:38

Moin,

in meinem Wohnblock ist eine junge Familie gezogen. Diese kocht jeden Tag. Ich habe die Vermutung, dass sie abends Essen für ein Restaurant zubereiten und morgens dort hin liefern. Ist dies schon ein Gewerbe und Grund für eine fristlose Kündigung?

Vielen Dank

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Immowelt-Redaktion am 15.11.2017 14:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine gewerbliche Tätigkeit in der Wohnung ohne Außenwirkung stattfindet, ist sie in der Regel zulässig. Tägliches Kochen gehört indes zur üblichen Nutzung einer Mietwohnung.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall nicht genau kennen und daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

elwo am 30.10.2017 09:05

Ich betreibe seit ca 8 Jahren eine kleine Personalvermittlung aus meiner Wohnung heraus. Ich habe keinen Publikumsverkehr. Seit einiger Zeit beschäftige ich eine Halbtagssekretärin für die ich einen Zusatzschlüssel angefordert habe, diesen verweigert mir der der Vermieter und dort wegen gewerblicher Nutzung mit der Kündigung. Der Vermieter wohnt im Haus, welches sich im Kerngebiet eines kleine Dorfes befindet. Habe ich Anspruch auf den Schlüssel und wie kann ich mich gegen eine eventuelle Kündigung wehren, Gibt es da ein Gewohnheitsrecht?

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Immowelt-Redaktion am 30.10.2017 14:42

Hallo elwo,

ob Sie Ihre Wohnung gewerblich nutzen dürfen oder nicht, können wir nicht beurteilen. Vieles hängt hier vom individuellen Einzelfall ab.

Sie können die Erlaubnis zur gewerblichen Nutzung durch ein formloses Schreiben von Ihrem Vermieter einfordern. Allerdings sind Sie in der Beweispflicht, dass Ihre gewerbliche Tätigkeit nicht mehr stört als die übliche Nutzung der Wohnung.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lonie am 24.10.2017 14:25

Hallo, ich habe mit meiner holländischen Geschäftspartnerin eine deutsche Firma gegründet, da sie geschäftlich oft und länger in Berlin sein muss, wollten wir eine Wohnung mieten. Jedoch sind die Mieten ja recht teuer, so würden wir Teile der Wohnung in den LEERzeiten gern an Feriengäste vermieten. Ist das rechtlich möglich und muss das irgendwo angemeldet werden?

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Immowelt-Redaktion am 24.10.2017 14:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in Berlin gilt ein Gesetz gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Demnach ist immer dann eine Genehmigung des Bezirksamt erforderlich, wenn eine Wohnung zum wiederholten und entgeltlichen Teil als Ferienwohnung verwendet wird. Im schlimmsten Fall wird bei Zuwiderhandlung ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro fällig.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Julia am 18.05.2017 08:20

Hi! in meinem neuen Mietvertrag steht: Gewerbliche Nutzung ist nicht gestattet - allerdings bin ich freiberuflich Fotografin und muss irgendwo meine Bilder auswählen und bearbeiten...hier entsteht kein Kundenverkehr, eigentlich kommt nie jemand zu mir ins "Büro" daher sehe ich keinerlei Grund meinen Vermieter darüber zu informieren. ALLERDINGS will ich natürlich das "Büro" absetzen! Daher überhaupt der Umzug! Geht das???

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Immowelt-Redaktion am 18.05.2017 10:29

Hallo Julia,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn kein Kundenverkehr stattfindet und Sie in Ihrer Wohnung lediglich Büroarbeiten durchführen, ist diese Nutzung in der Regel gestattet. Auch hat Ihr Mietvertrag keine Auswirkungen auf die steuerliche Absetzbarkeit des Büros.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der ferne nur schwer beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andreas am 05.05.2017 16:38

Ich habe einen Zeitungsausschnitt von 2014 gefunden, da ist ein Gerichtsurteil (Az:: VIII ZR 149/13) angegeben, dass die Mietwohnung nicht als Geschäftsadresse beim Gewerbeamt genannt werden darf. Stimmt dies noch? Ich nutze meine Mietwohnung nicht nur zum Wohnen sondern auch für ein ruhiges Gewerbe als Sachverständiger für Immobilienbewertung. Da ich wenig Aufträge habe kann ich mir kein Büro leisten. Die Ausgaben würden das Einkommen sehr schmälern. Wenn ich aber ein Gewerbe anmelde brauche ich eine Geschäftsadresse. Ich habe wenig bis keinen Kundenverkehr in meiner Mietwohnung. Muss ich für dieses Gewerbe den Vermieter um Erlaubnis fragen und muss der Vermieter dieses Gewerbe erlauben? Falls der Vermieter von meiner Geschäftsadresse erfährt darf er dann den Mietvertrag kündigen? Falls der Vermieter das Gewerbe erlaubt, darf er dann auch die Miete höher ansetzen?

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Immowelt-Redaktion am 08.05.2017 08:51

Hallo Andreas,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn jemand wie Sie, wenn auch nur selten, Kunden in seiner Wohnung empfängt, ist es auf jeden Fall ratsam, den Vermieter um Erlaubnis zu fragen. Stimmt dieser einer gewerblichen Nutzung der Wohnung in besagtem Rahmen zu, sollte auch einer Meldung der Adresse als Geschäftsadresse nichts im Wege stehen. Bei unerlaubter gewerblicher Nutzung kann der Vermieter unter Umständen kündigen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Calimera am 06.04.2017 14:29

in unserem Mehrfamiliehaus wohnt eine Familie mit 2 Kindern neben einem Dominastudio. Das wird entsprechend gut besucht. wer ist für die Treppenhausreinigung zuständig?

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Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 14:54

Hallo Calimera,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider lässt sich diese Frage pauschal nicht beantworten. Die Reinigung des Treppenhauses ist in der Regel entweder direkt im Mietvertrag oder in der Hausordnung geregelt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Schwan am 09.02.2017 17:16

In der Teilungserklärung steht, im Mehrfamilienhaus darf man auch gewerblich vermieten. Wir haben vor in einer Wohnung, direkt im Erdgeschoss an Asiatische Massage gewerblich zu vermieten. Nutzungsänderungsantrag wurde gerade beim Bauamt vom Architekten komplett eingereicht. Können andere Eigentümer was dagegen haben obwohl ja in der Teilungserklärung klar drinnen steht von 1972, gewerbliche Vermietung im Haus erlaubt?

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Immowelt-Redaktion am 10.02.2017 10:12

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob die von Ihnen angestrebte gewerbliche Vermietung zulässig ist, hängt von den konkreten Regelungen in der Teilungserklärung ab. Unter Umständen sollten Sie bei der Verwaltung zunächst "vorfühlen", ob andere Eigentümer etwas gegen die Nutzungsänderung einzuwenden hätten oder ob rechtliche Gründe gegen die Nutzungsänderung sprächen. Mehr Infos zur Teilungserklärung finden Sie übrigens hier: ratgeber.immowelt.de/a/die-teilungserklaerung-inhalte-besonderheiten-fallstricke.html

Im Zweifelsfall sollten Sie sich an einen Fachanwalt für Wohnungseigentumsrecht wenden, um die Frage zu klären.