Gewerbliche Nutzung der Wohnung: wann Mietern Ärger droht

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Wer in seiner Mietwohnung unerlaubt einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht oder ohne Genehmigung untervermietet, riskiert unter Umständen die fristlose Kündigung. In manchen Fällen muss der Vermieter aber eine gewerbliche Nutzung oder einen Untermieter erlauben.

gewerbliche Nutzung, Wohnraum, Mieter, Foto: Rawpixel.com / fotolia.com
Wer seine Wohnung unerlaubt zu gewerblichen Zwecken nutzt, riskiert in manchen Fällen eine fristlose Kündigung – manches müssen Vermieter aber auch erlauben. Foto: Rawpixel.com / fotolia.com

Viele Mieter arbeiten von zu Hause aus. Doch Vorsicht: Denn gerade in der Mietwohnung ist nicht alles erlaubt. In der Regel dürfen Mieter ihre Wohnung nur zu Wohnzwecken nutzen. Anderweitige Nutzungen – zum Beispiel eine gewerbliche – muss der Vermieter erst erlauben. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Gewerbliche Nutzung: wann sie erlaubt und wann sie verboten ist

Mit der Frage, wann eine Zustimmung des Vermieters zu einer gewerblichen Nutzung erforderlich ist, hat sich der Bundesgerichtshof beschäftigt (Az. VIII ZR 165/08). Dabei geht es vorrangig um die Frage, ob die berufliche Tätigkeit eine Außenwirkung hat und für andere Hausbewohner störend ist. Als Faustregel gilt: Je mehr Publikumsverkehr oder Warenanlieferungen, desto eher ist eine Zustimmung des Vermieters zur gewerblichen Nutzung der Mietwohnung erforderlich.

Tätigkeiten ohne Außenwirkung

Der Mieter ist freier Journalist und arbeitet von zu Hause aus.

Der Mieter geht seinem Job als Call-Center-Mitarbeiter oder Büroangestellter im Homeoffice in seiner Mietwohnung nach.

Diese Rechte hat der Mieter: Aktivitäten wie das berufliche Telefonieren von zuhause aus oder normale Büroarbeit finden ohne Außenwirkung statt – und sind deswegen im Rahmen dessen, was der Mieter tun darf. Das bedeutet: Für diese Aktivitäten braucht der Mieter keine Zustimmung des Vermieters. „Die gelegentliche Nutzung der Wohnung für solche Zwecke ist kein Problem. Dadurch entstehen dem Vermieter keine Nachteile“, sagt Anja Franz, Pressesprecherin vom Mieterverein München. Auch Maler, Journalisten oder Schriftsteller können ihre Wohnung freiberuflich nutzen und brauchen dazu keine Zustimmung.

Tätigkeiten mit Außenwirkung

Der Mieter ist Versicherungsvertreter und empfängt in der Wohnung mehrmals am Tag Kunden.

Der Mieter eröffnet in seiner Privatwohnung eine Zahnarztpraxis oder ein Nagelstudio. Bei ihm herrscht reger Kundenverkehr.

Der Mieter gibt Musikunterricht in seiner Wohnung.

Diese Rechte hat der Mieter: Herrsche reger Kundenverkehr in der Mietwohnung oder bekomme der Mieter regelmäßig große Warenanlieferungen, könne der Vermieter die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung verbieten, sagt Franz. „Beispielsweise, weil er befürchtet, dass die Wohnung überdurchschnittlich verschlissen wird oder andere Mitmieter im Haus gestört werden.“

In der Regel sind berufliche Aktivitäten in einer privaten Wohnung, die eine Außenwirkung haben – das heißt, für Nachbarn sichtbar oder hörbar sind und somit Mitmieter stören könnten – vertragswidrig und müssen vom Vermieter nicht erlaubt werden. Der BGH urteilte beispielsweise, dass ein Vermieter dem Mieter nicht erlauben muss, Musikunterricht in der Wohnung zu erteilen (Az. VII ZR 213/12).

Auf den Einzelfall kommt es an

Bei der Frage, ob eine Wohnung gewerblich genutzt wird oder nicht, gibt es immer wieder Grenzfälle. „Dabei kommt es immer auf den Einzelfall an“, sagt Franz.Auch der Bundesgerichtshof weist darauf hin, dass bei einem Mischmietverhältnis alle relevanten Punkte geprüft werden müssen und der Einzelfall entscheidet (Az.: VIII ZR 376/13).

Feriengäste als Untermieter

Der Mieter benutzt eine Zweitwohnung nur unregelmäßig und bietet sie deswegen als Ferienwohnung für Touristen an.

Diese Rechte hat der Mieter: Die Vermietung einzelner Zimmer oder der gesamten Wohnung an Feriengäste ist eine gewerbliche Nutzung. „Die gewerbliche Nutzung ist auch ein öffentlich-rechtliches Problem zwischen Gemeinde und Vermieter. Der Vermieter kann also ein Problem mit der Gemeinde bekommen, wenn er seinem Mieter die Vermietung an Feriengäste erlaubt“, sagt Franz.

Zustimmung bei gewerblicher Tätigkeit vom Vermieter einfordern

Der Mieter kann bei einer gewerblichen Tätigkeit nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) vom Vermieter eine Erlaubnis einfordern. Der Vermieter ist in der Regel verpflichtet eine Erlaubnis zu erteilen, wenn der Mieter die Wohnung zwar beruflich nutzt, dies aber keine weiteren Auswirkungen auf die Mietsache oder die Mitmieter hat als bei einer normalen Wohnungsnutzung. „Eine Erlaubnis kann der Mieter einfordern, indem er ein formloses Schreiben an den Vermieter schickt“, erklärt Franz vom Mieterverein München. 

Allerdings ist der Mieter in der Beweispflicht, dass die gewerbliche Tätigkeit nicht mehr stört als die übliche Nutzung der Wohnung. Beispielsweise bekommt der Mieter zwei- bis dreimal pro Woche Besuch eines Kunden – sonst treten keine weiteren Störungen auf. „Einen Kundenbesuch kann der Mieter dann mit einem normalen Besuch vergleichen – die Wohnung wird dadurch nicht mehr abgenutzt.“ Knifflig werde es dagegen, wenn man beispielsweise ein Wartezimmer einrichtet. 

Folgen von unerlaubter Nutzung: Kündigung droht

Wer seine Wohnung ohne Erlaubnis des Vermieters gewerblich nutzt oder untervermietet, riskiert weitreichende Folgen. Zunächst laufen Mieter in der Regel Gefahr, abgemahnt zu werden, oder es droht sogar die fristlose Kündigung. Wer also einer intensiven gewerblichen Tätigkeit in seiner Mietwohnung nachgeht, sollte seinen Vermieter sicherheitshalber immer um Erlaubnis fragen. Im Falle einer Untervermietung muss er die Erlaubnis in jedem Fall einfordern – der Vermieter ist aber bei berechtigtem Interesse auch verpflichtet, ihm diese zu erteilen.

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37 Kommentare

ChrisG am 02.04.2020 14:34

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Musikpädagoge und wohne zur Miete. Nun soll ich aufgrund der Corona-Krise Online-Unterricht von zu Hause aus anbieten. Inwieweit sind da die Grenzen der Genehmigungsfreiheit schon überschritten? Ich empfange keinen Besuch (ist im Moment sowieso verboten), meine Schüler musizieren zu Hause. Ich spiele gelegentlich etwas auf meinem Instrument vor, ein Mitspielen ist sowieso durch die Verzögerung in der Videosoftware nicht möglich.

Alles, was Musiktheorie betrifft, geht auch vom PC aus, ohne dass es eine "Außenwirkung" gibt. Aber mein Instrument (Violine) würde man schon hören. Grundsätzlich gibt es kein Musizierverbot in Mietwohnungen, und bisher haben sich die Nachbarn nie beschwert, meine Frau und meine Tochter sind auch Streicher und üben natürlich auch zu Hause. Inwieweit muss ich mich beim Vermieter nun absichern? Ausweichen in ein anderes Gebäude ist nur sehr eingeschränkt bis gar nicht möglich, und ein Totalausfall des Unterrichts würde zu Kündigungen führen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.04.2020 08:14

Hallo ChrisG,

so wie Sie es schildern, dürfte vom Online-Unterricht keine Störung und keine Außernwirkung ausgehen. Unverbindlich würden wir den Sachverahlt so einschätzen, dass Ihre Tätigkeit nicht wirklich über das hinausgeht, was z.B. ein Lehrer macht: Schulaufgaben korrigieren, etc.. Insofern tendieren wir dazu, dass der Online-Unterricht mietrechtlich unprobematisch sein dürfte.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Katrin am 28.02.2020 19:35

Sehr geehrtes Immowelt-Team,

Darf man als Mieter im Carport, mittlerweile ein geschlossener Raum, eine Sportschule für Selbstverteidigung eröffnen? Wird die Zustimmung des Vermieters benötigt? Da dies ist in einem Dorf, wo ansonsten kein Gewerbe ist, muss es bei der Gemeinde/Stadt gemeldet werden?

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.03.2020 09:06

Hallo Katrin,

da wir keine Detailkenntnisse über Ihren konkreten Fall haben, können wir hier nur eine allgemeine Antwort geben. Ein Carport oder eine Garage muss üblicherweise zweckbestimmt genutzt werden, also zum Abstellen von Fahrzeugen. Eine nicht zweckbestimmte Nutzung bedarf üblicherweise die Einwilligung des Vermieters.

Ob unabhängig hiervon eine gewerbliche Nutzung zulässig ist, hängt auch davon ab, ob es isch um ein reines Wohngebiet handelt. Wenn von einem Gewerbe Störungen bzw. Außenwirkung ausgeht, könnte es sein, dass die Gemeinde dies unterbinden will.

Es ist deshalb ratsam, zunächst mit dem Vermieter abzuklären, ob die Nutzungsänderung grundsätzlich möglich wäre und dann bei der Gemeinde nachzuhaken, ob die beabsichtigte Nutzung möglich wäre.

Beste Grüße

die Immwelt-Redaktion

Aneta am 14.02.2020 09:57

Sehr geehrte Immowelt Redaktion,

Ich habe in unten geschriebenen Kommentaren folgendes verstanden:

„Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil klargestellt, dass berufliche Tätigkeiten im Arbeitszimmer, die nicht nach außen in Erscheinung tritt, noch unter den Begriff "wohnen" fallen (BGH, Az.: VIII ZR 165/08). Nun wird davon ausgegangen, dass eine Tätigkeit bereits dann nach außen in Erscheinung tritt, wenn die Wohnung gleichzeitig auch die Geschäftsadresse ist, man ab und zu Kunden in der Wohnung empfängt oder Mitarbeiter beschäftigt. Wenn nichts davon auf Sie zutrifft, brauchen Sie nicht einmal die Erlaubnis Ihres Vermieters, geschweige denn der Stadt.

Doch selbst wenn Ihre Tätigkeit eine geringe Außenwirkung hat, so kann der Vermieter nicht grundsätzlich seine Zustimmung verweigern.“

Besteht die Pflicht, den Vermieter zu informieren, wenn ich das Gewerbe mit der Wohnadresse anmelde und für die Behörden, Banken und andere Institutionen + auf Rechnungen/Schriftverkehr für die Kunden als Geschäftsadresse angebe? Es werden keine weiteren „Außenwirkungen“ entstehen.

Meine Mutter steht im Mietvertrag, ich ziehe bei ihr ein. Das Gewerbe wird auf meinen Name registriert. Über dein Einzug ist der Vermieter natürlich informiert. Spielt es eine Rolle, wer im Mietvertrag steht?

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.02.2020 10:28

Hallo Aneta,

ob eine Genehmigung des Vermieters nötig ist, hängt, wie oben von Ihnen zitiert, von der Außenwirkung ab aber nicht davon, ob Sie das Gewerbe anmelden. Solange auf dem Briefkasten- und Klingelschild nur Ihr Name steht - etwa, weil Sie eine Personengesellschaft sind - sehen wir noch keine Außenwirkung, sofern die oben beschriebenen Regeln eingehalten werden. Wenn aber zum Beispiel am Briefkasten- und Klingelschild zum Beispiel Fa. XYZ GmbH angebracht wird, könnte man schon von einer Außenwirkung ausgehen. Dann wäre es unseres Erachtens ratsam, sicherheitshalber den Vermieter in Kenntnis zu setzen. Je nachdem, wie zugänglich Ihr Vermieter ist, können Sie, wenn Sie sich sicher sind, dass es keine Probleme geben wird, diesem unabhängig von einer etwaigen Verpflichtung in Kenntnis setzen, dann wäre späterer Ärger unwahrscheinlich.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Martin-48 am 30.01.2020 14:27

Moin,

ich habe einen Resthof gemietet, ich habe Pferde, all das war dem Vermieter bekannt, ich habe betont, das ein Pferdesportzentrum entsteht, er erlaubte die Pferde auf dem Hof, unter Zeugen sicherte er zu, alles sei ok. Wegen Beseitigung von Mängeln, um diese nicht beseitigen zu müssen, kam heute die Kündigung nach vorheriger lapidarer Abmahnung. Die freiberufliche Tätigkeit des Pferdesportzentrums findet ausschließlich auf dem Hof draussen und nicht im Haus statt wo nur das Büro ist und kein Kunde empfangen wird. Mitmieter gibts ebenfalls nicht und gestört fühlt sich auch niemand weil niemand da ist den ich stören könnte. Ist die Kündigung korrekt, denn eigentlich geht das nach 242 nicht.

Danke für eine schnelle Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.01.2020 11:12

Hallo Martin-48,

hier kommt es daraiuf an, ob das Haus als Wohnraum oder als Gewerberaum vermietet ist. Bei Wohnraum gilt ein strengerer Kündigungsschutz. Vermieter können hier nur wegen schwerwiegender Pflichtverletzungen kündigen. Bei der Gewerbemiete kommt es maßgeblich auch auf die vertraglichen Vereinbarungen an; ist hier nichts konkretes vereinbart, so gelten die Kündighungsfristen des § 580a (2) BGB: "Bei einem Mietverhältnis über Geschäftsräume ist die ordentliche Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendervierteljahres zum Ablauf des nächsten Kalendervierteljahrs zulässig."

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Martin-48 am 31.01.2020 11:25

Hallo,

danke für die Antwort, es ist ein Wohnraummietvertrag, also nicht gewerblich, sie hat aber alles genehmigt (mündlich unter Zeugen), loswerden will sie mich offenbar nur wegen geforderter Mängelbeseitigung die rd. 12000 € verschlingt. Meine Selbstständigkeit entfalltet keine bzw. nur eine ganz geringe kaum spürbare Außenwirkung, ich bewohne den Hof allein, keine weiteren Mieter werden gestört und auch keine Nachbarn die selbst alle Pferde haben.

LG


Immowelt-Redaktion am 03.02.2020 09:00

Hallo Martin-48,

wenn es sich um ein Wohnraummietverhältnis handelt, ist der Kündigungsschutz für den Mieter hoch. Bei normalen, unbefristet geschlossenen Mietverhältnissen kann der Vermieter nur wegen schwerer Pflichtverletzungen wie zum Beispiel Mietrückständen, wegen Eigenbedarf oder wegen angemessener weirtschaftlicher Verwertung der Mietsache (zum beispiel Abriss und Neubau) kündigen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Anette am 14.01.2020 10:37

Sehr geehrte Immowelt Redaktion,

meine Situation ist die Folgende:

ich bin gerade ein eine Wohnung gezogen und wollte mein Gewerbe (Internetdienstleitungen ohne Lärm, ohne eigene Waren etc.) anmelden als mir die Vermieterin sagte das es in der gesamten Straße von der Stadt her kein Gewerbe erlaubt ist.

Ist dies tatsächlich von der Stadt erlaubt oder gibt es hier auch die Regeln von mit Aussenwirkung und ohne Aussenwirkung? Oder habe ich hier tatsächlich keine Chance mein Gewerbe/Homeoffice anzumelden.

VG

Anette

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.01.2020 11:58

Hallo Anette,

wenn die Stadt Gewerbe in bestimmten Gebieten verbietet, dann ist in der Regel damit gemeint, dass es keine Ladengeschäfte oder Ähnliches dort geben darf, es ein ausschließliches Wohngebiet ist. Ein Verbot eines Home Office in der Wohnung wird die Stadt nicht aussprechen können, solange es keine Außenwirkung hat. Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil klargestellt, dass berufliche Tätigkeiten im Arbeitszimmer, die nicht nach außen in Erscheinung tritt, noch unter den Begriff "wohnen" fallen (BGH, Az.: VIII ZR 165/08). Nun wird davon ausgegangen, dass eine Tätigkeit bereits dann nach außen in Erscheinung tritt, wenn die Wohnung gleichzeitig auch die Geschäftsadresse ist, man ab und zu Kunden in der Wohnung empfängt oder Mitarbeiter beschäftigt. Wenn nichts davon auf Sie zutrifft, brauchen Sie nicht einmal die Erlaubnis Ihres Vermieters, geschweige denn der Stadt.

Doch selbst wenn Ihre Tätigkeit eine geringe Außenwirkung hat, so kann der Vermieter nicht grundsätzlich seine Zustimmung verweigern. Im Zweifelsfall sollten Sie sich aber vorab von einem Fachanwalt oder einem Mieterschutzverein wie dem Deutschen Mieterbund beraten lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Dreamy am 09.01.2020 08:57

Hallo, ich hoffe jemand kann mir diese Frage beantworten. Ich wohne in einer Mietwohnung mit mehreren Parteien im Erdgeschoss. Neben mir die Wohnung, hat die Vermieterin der Polsterei gegeben, mit sehr lauten Maschinen, ich kann mich auch nicht in ein anderes Zimmer zurück ziehen, da ich nur eine 1 Zimmer Wohnung habe... Was kann ich tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.01.2020 10:38

Hallo Dreamy,

hier stellt sich zunächst die Frage, ob Ihnen beim Einzug bekannt war, dass nebenan ein lautes Gewerbe ist/reinkommt. Wenn Ihnen das bekannt war und Sie dies als vertragsgemäßen Zustand akzeptiert haben, dürften Sie wenige Anknüpfungspunkte haben.

Anders dürfte es aussehen, wenn die Einheit neben Ihrer Wohnung zum Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses leer stand/als Wohnung/von einem ruhigen Gewerbebetrieb (Büro o.ä.) genutzt wurde und Sie damit rechnen durften, dass dies so bleibt. In solchen Fällen stellt erheblicher Lärm einen Mietmangel dar, der zu einer Mietminderung berechtigen kann. Zudem muss der Vermieter den Mangel beseitigen. Ob/wie das umsetzbar ist, und wie Sie dabei konkret vorgehen sollten, sollten Sie am besten mit einem Mieterverein vor Ort oder einem Fachanwalt für Mietrecht besprechen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Gertrud Bernhard am 27.12.2019 18:38

Was ist wenn ein Mieter eine Onlinehandel betreibt???????

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.12.2019 09:20

Hallo Gertrud Bernhard,

das kommt ganz auf die Umstände an. Wenn der Mieter die Wohnung als Lager benutzt und dadurch ständig Lieferungen bekommt bzw. Lieferungen abgeholt werden, so muss der Vermieter dies nicht zwingend dulden, da sich dadurch andere Mieter erheblich gestört fühlen können. Handelt der Mieter zwar online, das Lager befindet sich jedoch nicht in seiner Wohnung, dann hat diese Tätigkeit keine Außenwirkung, weswegen eine Erlaubnis des Vermieters nicht zwingend notwendig ist.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Wir empfehlen für eine rechtssicher Antwort einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieter- bzw. Eigentümerverband zu konsultieren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Giesela1951 am 27.12.2019 12:43

Hallo, ich habe in meinem Wohnhaus im Obergeschoß eine Wohnung(70qm) vermietet. Der Mieter möchte jetzt das Wohnzimmer als Büro nutzen und 2 Arbeitskräfte beschäftigen. Meine Wohnung im Erdgeschoß ist aber nicht abgeschlossen. Wie ist die rechtliche Lage, muß ich es erlauben?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.12.2019 08:48

Hallo Giesela1951,

Vermieter dürfen die gewerbliche Nutzung der Wohnung nicht untersagen, wenn diese keinerlei Außenwirkung hat. Der Bundesgerichtshof entschied hierzu: "Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in der Wohnung, die nach außen in Erscheinung treten, muss der Vermieter grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt; hierfür trägt der Mieter die Darlegungs- und Beweislast" (AZ.: VIII ZR 165/08). Da es sich aber bei Ihnen um eine gewerbliche Nutzung mit Mitarbeitern handelt, müssen Sie das nicht dulden.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort empfehlen wir daher, einen Eigentümerverband oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu konsultieren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

J.S. am 09.12.2019 08:59

Hallo,

ich möchte gerne unseren Hobbykeller gewerblich nutzen, um handgeschöpftes Papier herzustellen und mit selbstgemalten Designs zu bedrucken. Für die Herstellung werden weder laute Maschinen benötigt, noch entsteht in irgendeiner anderen Art eine Störung für die Nachbarn. Da die Produkte nur auf Kunst- und Weihnachtsmärkten verkauft werden sollen, kommen auch keine Kunden in die Wohnung.

Nun habe ich noch zwei Fragen:

1) Benötige ich für mein Vorhaben eine Erlaubnis des Vermieters?

2) Das Gewerbeamt hat mich darauf hingewiesen, dass ich mich beim Bauamt erkundigen sollte, ob überhaupt eine gewerbliche Nutzung zulässig ist. Von welchen Faktoren hängt das ab?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.12.2019 09:24

Hallo J.S.,

nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Az.: VIII ZR 165/08) muss der Vermieter Geschäftliche Aktivitäten des Mieters in der Wohnung, die nach außen in Erscheinung treten, grundsätzlich nicht ohne entsprechende Vereinbarung dulden. Er kann jedoch nach Treu und Glauben verpflichtet sein, die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung zu erteilen, wenn es sich um eine Tätigkeit ohne Mitarbeiter und ohne ins Gewicht fallenden Kundenverkehr handelt; hierfür trägt der Mieter die Darlegungs- und Beweislast. Demzufolge durfen im Vergleich zu einer reinen Wohnnutzung durch die gewerbliche Tätigkeit keine ins Gewicht fallenden (störenden) Einwirkungen ausgehen. In Ihrem Fall könnte es auch noch darauf ankommen, ob durch die Herstellung eine Gefahr oder ein höherer Verschleiß der Mietsache zu erwarten sind.

Beste Grüße

die Immowelt-Reaktion

JTD am 26.11.2019 20:02

Hallo .. würde gerne einmal wissen, ob es erlaubt ist, den Kellerraum einer Mietswohnung für die Lagerung von gewerblichen Lebensmitteln zu nutzen. Auch befinden sich mind zwei Kühlschränke in diesem Keller. Auch würde ich gerne wissen, ob es erlaubt ist, Lebensmittel in einer Mietswohnung zuzubereiten. Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.11.2019 09:56

Hallo JTD,

ob dies zuöässig ist oder nicht, dürfte auch vom Ausmaß der - hier wohl - gewerblichen Tätigkeit und der Frage abhängen, ob hiervon eine Störung ausgeht, die über der normale Wohnnutzung liegt oder ob sonstige Aspekte hier nachteilig für den EIgentümer/die Hausgemeinschaft sind. Aus der Ferne können wir dies allerdings nicht abschließend beurteilen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Niko am 31.10.2019 14:39

Hallo,

wie sieht es aus wenn ich Droppshiping aus meiner Wohnung betreibe, die Waren lagere ich nicht bei mir zuhause deshalb auch Droppshiping ? Muss ich dan den Mieter informieren, da nach Außen es null erkennbar ist und keine anderen Mieter belästigt wird Droppshiping ist halt einfach ein Laptopbusiness , muss ich mit Konsequenzen rechnen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.10.2019 14:56

Hallo Niko,

wenn die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung keinerlei Außenwirkung hat, braucht der Mieter dafür nicht zwingend eine Erlaubnis vom Vermieter. Der Mieter kann jedoch bei einer gewerblichen Tätigkeit nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) vom Vermieter eine Erlaubnis einfordern. Der Vermieter ist in der Regel verpflichtet eine Erlaubnis zu erteilen, wenn der Mieter die Wohnung zwar beruflich nutzt, dies aber keine weiteren Auswirkungen auf die Mietsache oder die Mitmieter hat als bei einer normalen Wohnungsnutzung.

Handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit mit Außenwirkung aber ohne Erlaubnis des Vermieters, so droht schlimmsten Falls eine fristlose Kündigung.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Anna-Marie Schulze am 09.09.2019 15:51

Hallo! Vielen Dank für diesen Beitrag. In meinem Fall bleibt noch eine Frage offen:

Ich möchte in meiner Mietwohnung (innen am Balkon, keine Bohrungen, jederzeit problemlos entfernbar) und in den Fenstern (ebenfalls ohne die Mietsache zu verändern) für mein Gewerbe Werbung anbringen. Ich nutze die Wohnung allerdings hauptsächlich ungewerblich, durch die Werbung generiere ich einer größeren Firma Kundenkontakte. Selbst habe ich nur eine Website laufen, erhalte keinen Kundenbesuch und keine Warenlieferungen. Ich nehme an, ich muss den Vermieter (in unserem Fall eine Hausverwaltung) dennoch um Erlaubnis bitten, richtig?

Vielen Dank für Ihre Arbeit!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.09.2019 09:43

Hallo Anna-Marie Schulze,

bei der von Ihnen geplanten Außerwerbung handelt es sich zwar nicht um eine bauliche Veränderung, allerdings würde dadurch die Außenwirkung eines Gebäudes verändert werden. Es ist deshalb durchaus naheliegend, dass der Vermieter dies unterbinden kann. Sie sollten Ihr Anliegen dennoch mit dem Vermieter besprechen, vielleicht hat er ja gar nichts dagegen.

Viel Glück und beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Hannes Hager am 21.08.2019 21:23

Hallo,

Wie sieht es aus, wenn ich als mobiler Heilpraktiker tätig bin - aber meine Patienten nur außerhalb meiner Wohnung behandele. Kann ich da dann Probleme bekommen wenn ich hier meine Wohnung als die Adresse ...

1. Beim Gewerbeamt angeben

2. Auf meiner Internetseite für die ich in Google und in der Tageszeitung werbe erscheint

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.08.2019 12:43

Hallo Hannes Hager,

soweit sich Ihre Frage auf die mietrechtliche Sicht bezieht und Sie Ihre Wohnung als mobiler Heilpraktiker z.B. dafür nutzen, um beruflich Post entgegenzunehmen, bzw. den Bürokram zu erledigen oder Telefonate entgegenzunehmen, ohne dass es zu störendem Publikumsverkehr kommt, so wäre eine Tätigkeiten ohne Außenwirkung gegeben, die, wie im Artikel beschrieben, unproblematisch ist.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Dingo am 01.08.2019 17:47

Hallo,

ich bin Mieter in einem 2 Familienhaus , zur Wohnung gehört ein Autostellplatz vor dem Haus.Beruflich habe ich einen Gebrauchtwagenhandel in einem anderen Stadtteil.

Jetzt möchte ich auch Fahrzeuge von meiner Privatwohnung aus verkaufen .

Ich habe vor auf dem Stellplatz jeweils 1 Fahrzeug anzubieten ,

Werbung erfolgt auch auf einer eigenen Webseite im Internet mit der Wohnanschrift

sowie die Beschriftung auf dem Klingelschild.

Benötige ich die Zustimmung des Vermieters ?

Kann der Vermieter mir uU fristlos kündigen ?

mfG

Hans

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.08.2019 08:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich benötigen Sie die Zustimmung des Vermieters zur gewerblichen Nutzung dann, wenn diese Nutzung eine gewisse Außenwirkung entfaltet. Wenn Sie regelmäßig potenzielle Gebrauchtwagenkäufer empfangen, kann das der Fall sein und es wäre in diesem Fall wohl besser, den Vermieter sicherheitshalber zu fragen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Fälle wie den Ihren aus der Ferne daher nicht abschließend beurteilen können. Im Zweifelsfall empfehlen wir daher stets die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Simeon am 27.06.2019 16:43

Hallo ich mache Youtube Videos und verdiene damit mein Geld muss ich bei der Mieterselbstauskunft angeben das die Wohnung gewerblich genutzt wird oder ist das wie bei der Büroarbeit eine Ausnahme und ich muss beim vermieter kein Gewerbe anmelden? Weil im Grunde störe ich damit keine Nachbarn und rede in meinen Videos. Wie beim telefonieren im Büro zbs. Danke im voraus für ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.06.2019 08:22

Hallo Simeon,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn durch Ihre Tätigkeit keine Außenwirkung entsteht, Sie also beispielsweise nicht über das übliche Maß hinaus zu hören sind, dann müssen Sie den Vermieter auch nicht um Erlaubnis bitten. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

anto.nia@web.de am 21.06.2019 15:35

Hallo,

bin etwas verunsichert hab jetzt soviel gelesen das ich gar nichts mehr verstehe. Folgender Fall: ich möchte ein Kleingewerbe anmelden mit Näharbeiten und selbstgemachter Schmuck. Ich habe kein Kundenverkehr da ich nur auf Märkte bzw Online verkaufen möchte. Also ich näh nur und ich glaub nicht das ich dadurch die Nachbarn belästige bzw störe. Was mach ich wenn der Vermieter nein sagt...

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.06.2019 09:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine gewerbliche Tätigkeit überhaupt keine Außenwirkung hat, ist die Zustimmung des Vermieters in der Regel nicht erforderlich. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

CharlieSheen0209 am 06.06.2019 21:55

Hallo,

eine Mieterin in einem 6 Parteienhaus bietet mehrere Katzen zum Decken an. Ist das ohne Erlaubis möglich?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.06.2019 10:12

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wer gewerbsmäßig Katzen züchtet, benötigt gemäß § 11 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes eine Erlaubnis des Veterinärmts. Ob der Mieter eine Erlaubnis des Vermieters benötigt, ist abhängig von der Außenwirkung, die diese Tätigkeit hat. Bei regem Kundenverkehr bräuchte der Mieter wohl eine Erlaubnis, empfängt der Mieter nur selten jemanden in seiner Wohnung, eher nicht.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nad am 31.03.2019 10:43

Hallo ihr Lieben, ich möchte einen Nagelstudio zu hause einrichten geht das und erhöht sich dadurch die Miete?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2019 11:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einem Nagelstudio ist unter Umständen von regem Kundenverkehr auszugehen. In diesem Fall kann der Vermieter die gewerbliche Nutzung der Mietwohnung untersagen, Sie sollten also zunächst um Erlaubnis bitten. Die Miete erhöht sich dadurch nicht automatisch, der Vermieter kann aber unabhängig davon die Miete im Rahmen der gesetzlichen Grenzen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ladyzazou am 08.02.2019 23:03

Hallo, ich möchte einen reinen mobilen Gassi Service anbieten. Darf ich dazu mein Gewerbe in meiner Mietwohnung (Meldeadresse) anmelden ?

vilen dank für eine Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.02.2019 10:34

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sofern diese Tätigkeit ohne Außenwirkung, also ohne Kundenverkehr, stattfindet, sollte das kein Problem sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit Ihrem Vermieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Marcel am 04.02.2019 13:19

Die Mieter unter uns nutzen die Wohnung als tonstudio.....und die Belästigung durch extreme basstöne ist grauenvoll...der Vermieter tut nichts dagegen.welche Möglichkeiten gibt es für mich noch.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.02.2019 14:22

Hallo Marcel und vielen Dank für Ihren Kommentar,

unter Umständen kommt in diesem Fall eine Mietminderung in Frage. Wir würden Ihnen aber empfehlen, sich hierzu vorab rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

PlatinSkullGames am 11.01.2019 19:36

Guten Tag,

Ich habe vor, gewerblichen Online Handel zu betreiben. Ich werde weder Kunden empfangen, noch werde ich Lautstärke verursachen. Was ich haben werde, ist Lieferungen durch DHL / DPD.

Die Arbeit besteht zum Großteil aus Büroarbeiten und vorbereiten der Briefe.

Dürfte ich diese Tätigkeit von zu Hause ausführen?

Ich würde den Vermieter darüber informieren, hab aber Angst, dass er uns aufgrund der Nachfrage schon kündigen kann.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Z. Wilson

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.01.2019 12:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für Tätigkeiten ohne jede Außwenwirkung braucht der Mieter in der Regel keine Zustimmung des Vermieters. Selbst wenn sie den Vermieter sicherheitshalber aber darum bitten möchten, wäre das kein Kündigungsgrund. Würde der Vermieter deshalb die Kündigung aussprechen, wäre sie schlichtweg unwirksam.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Aldo am 20.11.2018 18:38

Guten Tag

wollte von zu Hause aus Kaffeebohnen liefern brauche ich

Einen Erlaubnis

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2018 10:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider nicht klar mit einem ja oder nein beantworten. Wenn Ihre Tätigkeit keine Außenwirkung hat, Sie also nur gelegentlich Kaffeebohnen verschicken, benötigen Sie wohl keine Erlaubnis des Vermieters, wenn Sie dagegen in der Mietwohnung Bohnen rösten wollen und der Geruch im ganzen Haus wahrnehmbar ist, schon eher. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Norkon am 17.08.2018 14:11

Darf mein Mieter in dem vermieteten Haus tätowieren?

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Immowelt-Redaktion am 17.08.2018 15:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn er die Tätigkeit gewerblich ausübt und diese Tätigkeit eine starke Außenwirkung hat, muss der Mieter dafür den Vermieter um Erlaubnis bitten. Nicht nötig wäre das andererseits beispielsweise, wenn er diese Tätigkeit nur selten nebenbei ausübt und davon kaum eine Außenwirkung ausgeht. Abschließend können wir die Situation aus der Ferne aber leider nicht beurteilen, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Hierzu empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

nvl24 am 09.07.2018 16:09

Danke für den Artikel, der hat mir etwas Licht ins Dunkel gebracht!

Aber ich bin trotzdem noch unsicher, da ich wahrscheinlich in einem Graubereich liege.

Ich möchte von meiner Wohnung aus einen Online-Shop führen für den ich einen DIN-A1-Drucker und einen Architektenschrank anschaffen werde. Von meinen insgesamt 46qm würde ich aber nur 4qm gewerblich nutzen. Kundenverkehr wird es keinen geben und Warenlieferungen landen sowieso in umliegenden Paket-Shops. Das heißt nach außen hin ist nichts zu merken. Aber ich muss natürlich meine Adresse im Online-Shop als Geschäftsadresse angeben und genau da liegt mein Problem.

Können Sie mir da eventuell einen Tipp geben?

Ich werde aber wohl demnächst einen Termin bei einem Rechtsanwalt vereinbaren, um zu klären, ob ich eine Genehmigung benötige oder ob das nach Treu und Glauben weiterlaufen kann.

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Immowelt-Redaktion am 10.07.2018 09:11

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel ist für eine Tätigkeit ohne Außenwirkung keine Zustimmung des Vermieters notwendig. Wenn Sie sicher gehen wollen, können Sie diese aber natürlich trotzdem einholen. Wenn durch Ihre Tätigkeit niemand gestört wird, dürfte er ja nichts dagegen haben. Ob Sie für Ihr Gewerbe darüber hinaus eine weitergehende Genehmigung benötigen, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären. Hier hilft Ihnen ein Fachanwalt oder gegebenenfalls ein Steuerberater weiter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

A. Kandic am 13.06.2018 11:14

Hallo

ich habe Gewerbliche Räume vermietet, der Mieter hat ohne meine Erlaubnis drei Leute an d. Gewerbliche Räume angemeldet, da mir automatisch sämtlichen Kosten entstehen, habe ich mich bei der entsprechenden Ämter erkundigt, und kann als Besitzer nicht tun, also kann die Leute nicht abmelden. Manchmal frage ich mich wo leben wir eigentlich, in Deutschland oder in Sizilien

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Sabine am 28.03.2018 13:51

Hallo, ich würde gerne in meiner Wohnung in einem Zimmer auf Bestellung ThaiMassage anbieten, muss ich da etwas berücksichtigen oder mein Vermieter?

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Immowelt-Redaktion am 29.03.2018 09:18

Hallo Sabine,

bitte entschuldigen Sie, wir haben natürlich den Vermieter gemeint. Es handelt sich um einen Tippfehler, den wir korrigiert haben. Zu Problemen kann es bei der gewerblichen Nutzung einer Mietwohnung hauptsächlich bei starkem Publikumsverkehr kommen, etwa weil sich Nachbarn gestört fühlen, oder aber dann, wenn die Wohnung nicht mehr überwiegend zu Wohnzwecken genutzt wird. Sicherheitshalber könnten Sie oder Ihr Vermieter sich vorab auch bei der Gemeinde erkundigen, ob einer gewerblichen Nutzung aus deren Sicht etwas im Weg steht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 28.03.2018 15:35

Hallo Sabine und vielen Dank für Ihren Kommentar,

da es sich hierbei um eine Tätigkeit mit Außenwirkungen handelt, müssten Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten. Diese könnte die Erlaubnis unter Umständen verweigern. Ob das so sein wird, können wir jedoch vorab nicht sagen. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Sabine am 28.03.2018 16:33

Danke für die schnelle Antwort,

Mieter um Erlaubnis? ich bin der Mieter, der Vermieter hat nichts dagegen, ist halt die Frage ob er dies überhaupt erlauben darf, dass ich den Wohnraum für die Massage nutzen darf..

Ella am 13.03.2018 18:46

Hallo ich würde gerne in unserer Mietwohnung ,ein Zimmer als Gewerbe nutzen. Wenn meine Vermieterin mir die Erlaubnis dafür geben würde, würden irgendwelche kosten auf mich oder sie zu kommen?

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hanswurst am 29.06.2018 10:32

Das hängt auch ganz vom Landkreis ab. z.B. im Landkreis Mühldorf müssen Gewerbetreibende auch in Privatwohnungen zusätzlich eine eigene Mülltonne beantragen und zahlen.


Immowelt-Redaktion am 14.03.2018 11:51

Hallo Ella und vielen Dank für Ihren Kommentar,

neben der Steuerlast, die durch eine etwaige selbständige Tätigkeit auf Sie zukommt, sollten aus dem Mietverhältnis selbst heraus keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ausnahme: Sie verursachen höhere Nebenkosten, beispielsweise durch starken Wasserverbrauch oder vemehrte Müllproduktion.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Pauli209 am 20.02.2018 14:18

Ich würde gerne in unser Mietwohnung ein Zimmer an meinen Sohn untervermieten für gewerbliche Zwecke. Um genau zu sein ist er Taxi-/ Mietwagenunternehmer und wir wollten daher ein Zimmer in der Wohnung als Büro nutzen. Wir hätten hier keinen Kundenverkehr und würde auch nicht die Nachbarn stören. Auf Anfrage beim Vermieter wurde ohne große Nachfrage gleich abgelehnt. Dürfen sie das einfach ablehnen oder kann man da noch was tun? Vielleicht rechtlich mit einem Anwalt das ganze nochmal versuchen?

Ich weiß nur, dass zumindest gewerbliche Nutzung bei anderen Vermietern schon möglich war/ ist. Da handelte es sich auch um Mietwohnungen. Mit der Untervermietung ist halt schwierig.

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Immowelt-Redaktion am 20.02.2018 14:54

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich könnten Sie versuchen, das Recht auf Untervermietung und auf gewerbliche Nutzung einzuklagen, hierzu wäre ein Rechtsanwalt nötig. Eher nicht anzuraten ist die unerlaubte Untervermietung oder unerlaubte gewerbliche Nutzung. In diesem Fall riskieren Sie schlimmstenfalls die Kündigung. Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Maschine72 am 11.02.2018 15:56

Wir wohnen in einem 2 Parteienhaus. Unten ein Eigentümer und über Ihm wohnen wir als Miter eines anderen Eigentümers. Es gab schon mehrere Streitigkeiten des genannten Störenfrieds mit der Hausgemeinschaft (7 Häuser Wohngemeinschaft). Tut wohl nichts zur Sache. Aber jetzt hat der etwa 20 jährige Sohn (dort noch wohnhaft) wie wir schon an der Klingel festgestellt haben ein Gewerbe angemeldet. Seit dem wird den ganzen Tag gehämmert. Ich will hier nicht übertreiben. Es ist nicht mega laut.Aber dauert jetzt bereits seit 3 Wochen an und geht zum Teil bis Samstag nachts (Rekord war 1:00 und SOnntags dann um 9:00) durchgehend und fängt zum Teil Sonntag morgens wieder an. Wie gesagt, nicht besonders laut, aber wenn man das den ganzen Tag hört, geht einem das irgendwann auf den.....Da die Eltern selbst Eigentümer sind, und wir nur Mieter eines anderen Eigentümers, gibt es da überhaupt handhabe? Wir können langsam nicht mehr.Ein Gespräch mit dem Sohn hat zu nichts geführt.Er versucht es leiser, aber immer noch störend und immer noch sehr lang. Die Eltern machen nicht mal die Tür auf. Wir hatten bisher keine Streitigkeiten.Scheinen sich auch mit mehreren bereits überworfen zu haben. Wir wollen möglichst zeitnah etwas neues finden, aber da unsere Ansprüche auch nicht gering sind, kann es noch etwas dauern. Da ich eine sehr lange Arbeitswoche habe 6 Tage Woche und zum Teil 60 Stunden) sehe ich unsere Wohnung als Erholung. Es ist aber aktuell das Gegenteil.

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Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 10:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell steht Mietern bei anhaltender Lärmbelästigung ein Recht auf Mietminderung zu, unabhängig davon, wer den Lärm letztlich verursacht. Um den Lärm jedoch dauerhaft zu beseitigen, müsste ihr Vermieter, also der Eigentümer Ihrer Wohnung, über die Eigentümergemeinschaft auf den Verursacher einwirken. Die Möglichkeit einer Mietminderung gibt Mietern hierfür ein entsprechendes Druckmittel an die Hand. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir die genauen Umstände aus der Ferne nur schwer beurteilen können und daher auch keine Aussage zur möglichen Höhe einer Mietminderung treffen können. Auch empfehlen wir, zu diesem Mittel nicht ohne vorherige Rechtsberatung zu greifen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Weitere Informationen zur Mietminderung wegen Lärm finden Sie auch in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/bohren-droehnen-rumgeschrei-dann-rechtfertigt-laerm-eine-mietminderung.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hakeme am 06.12.2017 22:31

Hallo,

Sachverhalt: Mitmieterin lebt seit längerem in der Mietwohnung. Irgendwann ist ihr Lebensgefährte ohne Zustimmung in die Wohnung miteinbeziehen. Nun betreiben beide seit einiger Zeit, unerlaubt einen Blumenhandel (Friedhofsgärtner, Hausmeisterservice usw.). Der hoff steht immer voll mit vielen Blumenkästen, sowie Rasenmähern, Anhängern. Diese breiten sich innerhalb des gesamten Hauses und ziehen Stromkabeln durch Bohrungen quer durchs Haus. Beide haben keinen Mietvertrag.

Frage, ob die nicht eine fristlose Kündigung zu erwarten haben und der Lebenspartner, Hausverbot bekommen könnte.

Vielen Dank

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Immowelt-Redaktion am 07.12.2017 08:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

anhaltende Störungen des Hausfriedens sowie die unerlaubte gewerbliche Nutzung einer Mietwohnung können Gründe für eine fristlose Kündigung sein. Ob diese in Ihrem Fall gegeben sind, können wir leider aus der Ferne nur schlecht beurteilen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thamski am 15.11.2017 13:38

Moin,

in meinem Wohnblock ist eine junge Familie gezogen. Diese kocht jeden Tag. Ich habe die Vermutung, dass sie abends Essen für ein Restaurant zubereiten und morgens dort hin liefern. Ist dies schon ein Gewerbe und Grund für eine fristlose Kündigung?

Vielen Dank

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Immowelt-Redaktion am 15.11.2017 14:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine gewerbliche Tätigkeit in der Wohnung ohne Außenwirkung stattfindet, ist sie in der Regel zulässig. Tägliches Kochen gehört indes zur üblichen Nutzung einer Mietwohnung.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall nicht genau kennen und daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

elwo am 30.10.2017 09:05

Ich betreibe seit ca 8 Jahren eine kleine Personalvermittlung aus meiner Wohnung heraus. Ich habe keinen Publikumsverkehr. Seit einiger Zeit beschäftige ich eine Halbtagssekretärin für die ich einen Zusatzschlüssel angefordert habe, diesen verweigert mir der der Vermieter und dort wegen gewerblicher Nutzung mit der Kündigung. Der Vermieter wohnt im Haus, welches sich im Kerngebiet eines kleine Dorfes befindet. Habe ich Anspruch auf den Schlüssel und wie kann ich mich gegen eine eventuelle Kündigung wehren, Gibt es da ein Gewohnheitsrecht?

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Immowelt-Redaktion am 30.10.2017 14:42

Hallo elwo,

ob Sie Ihre Wohnung gewerblich nutzen dürfen oder nicht, können wir nicht beurteilen. Vieles hängt hier vom individuellen Einzelfall ab.

Sie können die Erlaubnis zur gewerblichen Nutzung durch ein formloses Schreiben von Ihrem Vermieter einfordern. Allerdings sind Sie in der Beweispflicht, dass Ihre gewerbliche Tätigkeit nicht mehr stört als die übliche Nutzung der Wohnung.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lonie am 24.10.2017 14:25

Hallo, ich habe mit meiner holländischen Geschäftspartnerin eine deutsche Firma gegründet, da sie geschäftlich oft und länger in Berlin sein muss, wollten wir eine Wohnung mieten. Jedoch sind die Mieten ja recht teuer, so würden wir Teile der Wohnung in den LEERzeiten gern an Feriengäste vermieten. Ist das rechtlich möglich und muss das irgendwo angemeldet werden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.10.2017 14:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in Berlin gilt ein Gesetz gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Demnach ist immer dann eine Genehmigung des Bezirksamt erforderlich, wenn eine Wohnung zum wiederholten und entgeltlichen Teil als Ferienwohnung verwendet wird. Im schlimmsten Fall wird bei Zuwiderhandlung ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro fällig.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Julia am 18.05.2017 08:20

Hi! in meinem neuen Mietvertrag steht: Gewerbliche Nutzung ist nicht gestattet - allerdings bin ich freiberuflich Fotografin und muss irgendwo meine Bilder auswählen und bearbeiten...hier entsteht kein Kundenverkehr, eigentlich kommt nie jemand zu mir ins "Büro" daher sehe ich keinerlei Grund meinen Vermieter darüber zu informieren. ALLERDINGS will ich natürlich das "Büro" absetzen! Daher überhaupt der Umzug! Geht das???

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Immowelt-Redaktion am 18.05.2017 10:29

Hallo Julia,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn kein Kundenverkehr stattfindet und Sie in Ihrer Wohnung lediglich Büroarbeiten durchführen, ist diese Nutzung in der Regel gestattet. Auch hat Ihr Mietvertrag keine Auswirkungen auf die steuerliche Absetzbarkeit des Büros.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der ferne nur schwer beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andreas am 05.05.2017 16:38

Ich habe einen Zeitungsausschnitt von 2014 gefunden, da ist ein Gerichtsurteil (Az:: VIII ZR 149/13) angegeben, dass die Mietwohnung nicht als Geschäftsadresse beim Gewerbeamt genannt werden darf. Stimmt dies noch? Ich nutze meine Mietwohnung nicht nur zum Wohnen sondern auch für ein ruhiges Gewerbe als Sachverständiger für Immobilienbewertung. Da ich wenig Aufträge habe kann ich mir kein Büro leisten. Die Ausgaben würden das Einkommen sehr schmälern. Wenn ich aber ein Gewerbe anmelde brauche ich eine Geschäftsadresse. Ich habe wenig bis keinen Kundenverkehr in meiner Mietwohnung. Muss ich für dieses Gewerbe den Vermieter um Erlaubnis fragen und muss der Vermieter dieses Gewerbe erlauben? Falls der Vermieter von meiner Geschäftsadresse erfährt darf er dann den Mietvertrag kündigen? Falls der Vermieter das Gewerbe erlaubt, darf er dann auch die Miete höher ansetzen?

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Immowelt-Redaktion am 08.05.2017 08:51

Hallo Andreas,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn jemand wie Sie, wenn auch nur selten, Kunden in seiner Wohnung empfängt, ist es auf jeden Fall ratsam, den Vermieter um Erlaubnis zu fragen. Stimmt dieser einer gewerblichen Nutzung der Wohnung in besagtem Rahmen zu, sollte auch einer Meldung der Adresse als Geschäftsadresse nichts im Wege stehen. Bei unerlaubter gewerblicher Nutzung kann der Vermieter unter Umständen kündigen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Calimera am 06.04.2017 14:29

in unserem Mehrfamiliehaus wohnt eine Familie mit 2 Kindern neben einem Dominastudio. Das wird entsprechend gut besucht. wer ist für die Treppenhausreinigung zuständig?

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Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 14:54

Hallo Calimera,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider lässt sich diese Frage pauschal nicht beantworten. Die Reinigung des Treppenhauses ist in der Regel entweder direkt im Mietvertrag oder in der Hausordnung geregelt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Schwan am 09.02.2017 17:16

In der Teilungserklärung steht, im Mehrfamilienhaus darf man auch gewerblich vermieten. Wir haben vor in einer Wohnung, direkt im Erdgeschoss an Asiatische Massage gewerblich zu vermieten. Nutzungsänderungsantrag wurde gerade beim Bauamt vom Architekten komplett eingereicht. Können andere Eigentümer was dagegen haben obwohl ja in der Teilungserklärung klar drinnen steht von 1972, gewerbliche Vermietung im Haus erlaubt?

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Immowelt-Redaktion am 10.02.2017 10:12

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob die von Ihnen angestrebte gewerbliche Vermietung zulässig ist, hängt von den konkreten Regelungen in der Teilungserklärung ab. Unter Umständen sollten Sie bei der Verwaltung zunächst "vorfühlen", ob andere Eigentümer etwas gegen die Nutzungsänderung einzuwenden hätten oder ob rechtliche Gründe gegen die Nutzungsänderung sprächen. Mehr Infos zur Teilungserklärung finden Sie übrigens hier: ratgeber.immowelt.de/a/die-teilungserklaerung-inhalte-besonderheiten-fallstricke.html

Im Zweifelsfall sollten Sie sich an einen Fachanwalt für Wohnungseigentumsrecht wenden, um die Frage zu klären.