Mietrecht – Informationen zu Mietvertrag, Kündigungsfristen & Co.

Im Mietrecht gibt es zahlreiche Regelungen, die Mieter und Vermieter kennen sollten: Zum Beispiel wer für die Maklerprovision aufkommt, wann ein Mieter Schönheitsreparaturen machen muss oder wie Mieter bei einer Mietminderung vorgehen sollten. Diese und weitere Fragen zu Kündigungsfristen, Kaution oder Mieterhöhung klärt dieser Ratgeber zum Mietrecht.

Mietrecht, Foto: Ingo Bartussek - fotolia.com

Mieter und Vermieter haben Rechte und Pflichten. Schon zu Beginn des Mietverhältnisses ist auf einiges zu achten: So gilt es beispielsweise zu prüfen, ob der Mietvertrag unwirksame Klauseln enthält. Das kommt beim Thema Schönheitsreparaturen zum Beispiel häufiger vor. Ebenfalls wichtig: Sollte der Vermieter eine Bonitätsauskunft fordern  -  muss der Mieter eine solche auch vorlegen?

Auch die Frage, wer für die Maklerprovision aufkommt, ist von großem Interesse – der Mieter oder der Vermieter? Wer die Provision zahlt, regelt das Bestellerprinzip. Während des laufenden Mietverhältnisses ist es hilfreich, spätestens zu dessen Ende ist es unerlässlich, Wichtiges zum Mietrecht zu kennen: Wann ist eine Mieterhöhung möglich, wer muss renovieren, wann kann die Miete gemindert werden und wie lang sind die Kündigungsfristen?

Hier finden Vermieter & Mieter Tipps zum Mietrecht

Mietrecht: Darauf sollten Mieter und Vermieter bis zum Abschluss des Mietvertrags achten

Sowohl Mieter als auch Vermieter müssen schon vor dem Abschluss eines Mietvertrags wichtige Details beachten.

Darauf sollten Mieter vor dem Unterschreiben eines Mietvertrags achten

Gerade in Ballungszentren ist es für Mieter nicht gerade einfach, eine neue Mietwohnung zu finden. In einem Punkt haben sie seit einiger Zeit aber einen Vorteil: Eine Maklerprovision müssen sie in den meisten Fällen nicht zahlen, die trägt seit Einführung des Bestellerprinzips derjenige, der den Makler beauftragt hat, und das ist fast immer der Vermieter. Sollte vom Mieter eine Provision verlangt werden, obwohl er gar nicht der Auftraggeber des Maklers gewesen war, gilt: Er kann sie sich später wieder zurückholen.

Mieter, die auf Wohnungssuche sind und eine interessante Immobilie gefunden haben, sollten nicht vorschnell den Vertrag unterschreiben, sondern auch auf Vertragsdetails achten. Häufiger Streitpunkt sind beispielsweise Renovierungsklauseln, die in vielen Fällen nicht wirksam sind. Weitere Fallen: Im Vertrag wird für beide Vertragsparteien ein beidseitiger Kündigungsausschluss vereinbart, was für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren möglich ist. In diesem Fall ist der Mieter für lange Zeit gebunden und kann den Vertrag nicht mit der sonst üblichen dreimonatigen Kündigungsfrist beenden.

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Auch hinsichtlich der Miethöhe sollten Mieter aufpassen: Gilt in einem Ort die Mietpreisbremse, so darf die verlangte Miete maximal zehn Prozent über dem Wert der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Gibt es die Bremse in einem Ort allerdings nicht, darf der Vermieter auch eine höhere Miete verlangen, solange er nicht die Grenzen des Mietwuchers erreicht. Übrigens: In manchen Fällen werden auch Staffel- oder Indexmietverträge geschlossen. Das kann für den Mieter hinsichtlich der künftigen Miethöhe sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen.

Darauf sollten Vermieter vor Abschluss eines neuen Mietvertrags achten

Vermieter, die einen neuen Mieter für ihre Mietwohnung suchen, sollten sich zunächst vorab darüber informieren, wie hoch die maximal zulässige Miete ist. Denn in Gebieten mit Mietpreisbremse darf die verlangte Miete bei einer Neuvermietung in der Regel höchstens zehn Prozent über dem Wert der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Wie hoch diese ist, lässt sich über den örtlichen Mietspiegel ermitteln, sofern es einen solchen für die jeweilige Stadt gibt. Daher sollten Vermieter beim Mietvertrag auf wichtige Details achten.

Ist der angemessene Mietpreis ermittelt und die Wohnung inseriert, geht es darum, den passenden Mieter zu finden. Der Vermieter sollte die Interessenten allerdings unbedingt genau prüfen. Eine Bonitätsauskunft muss zwar kein Mieter vorlegen, viele machen das aber freiwillig, um die Chance auf einen Zuschlag zu erhöhen. Dem Vermieter hilft eine Bonitätsauskunft abzuschätzen, ob der Mieter sich die Wohnung überhaupt leisten kann.

Die Entscheidung ist nun gefallen und ein Mieter gefunden, der Mietvertrag kann unterschrieben werden. Aber auch hier lauern für den Vermieter Fallen: Wichtig ist es, einen aktuellen und seriösen Mietvertrags-Vordruck zu verwenden. Denn viele ältere Vordrucke enthalten unwirksame Klauseln, insbesondere Klauseln zu Schönheitsreparaturen. Das Problem: Ist eine Klausel, die den Mieter verpflichten soll, die Malerarbeiten auszuführen, unwirksam, so muss der Mieter gar nichts machen. Die Kosten für die Schönheitsreparaturen trägt dann der Vermieter.

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Diese Mietrechtsregeln gelten während des laufenden Mietverhältnisses

Sowohl Mieter als auch Vermieter haben während des laufenden Mietverhältnisses Rechte und Pflichten:

Was Mieter beachten sollten

Grundsätzlich gilt: Mieter müssen sich während des Mietverhältnisses an die wirksam vereinbarten vertraglichen Pflichten halten. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie die Hausordnung einhalten und Ruhezeiten beachten.

Verstößt ein Mieter gegen seine Pflichten, kann er abgemahnt oder im schlimmsten Fall sogar fristlos gekündigt werden. Insbesondere dann, wenn der Mieter seiner Hauptpflicht, der pünktlichen Zahlung der Miete, nicht nachkommt, kann der Vermieter relativ schnell eine Kündigung aussprechen.

Weitere Verbindlichkeiten des Mieters können sich aus dem Mietvertrag ergeben. So sind viele Mieter per Mietvertragsklausel verpflichtet, Schönheitsreparaturen zu erledigen. Und per Kleinreparaturklausel kann der Mieter auch verpflichtet werden, die Kosten für Mini-Reparaturen selbst zu tragen – allerdings nur innerhalb enger Grenzen. Denn grundsätzlich ist es Aufgabe des Vermieters, Schäden zu beseitigen.

Neben zahlreichen Pflichten hat ein Mieter auch umfangreiche Rechte. Das Wichtigste: Während der Mietzeit hat der Vermieter ihm die Wohnung in einem vertragsgemäßen Zustand zu erhalten. Treten erhebliche Mängel auf, die die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung einschränken – zum Beispiel eine defekte Heizung – so hat der Mieter das Recht, die Miete zu mindern. Allerdings ist der Mieter nicht in allen Fällen berechtigt, die Miete zu kürzen.

Will der Vermieter die Miete erhöhen, so muss dies der Mieter nicht in jedem Falle akzeptieren, denn nicht jede Mieterhöhung ist zulässig, sondern in der Regel solche bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Zudem müssen Fristen eingehalten werden.

In manchen Fällen ändert sich während des Mietverhältnisses die Situation des Mieters, etwa weil er in Folge von Arbeitslosigkeit nicht mehr genug Geld für die Miete hat. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Teil der Wohnung unterzuvermieten. Hierzu ist allerdings eine Erlaubnis des Vermieters erforderlich. Der kann das Begehren allerdings nicht einfach so ablehnen. Denn hat der Mieter ein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung, so muss der Vermieter dem laut Gesetz zustimmen.

Neuer Job, neue Beziehung: Manchmal möchte oder muss der Mieter das Mietverhältnis möglichst schnell beenden. Allerdings hat er dabei immer die Kündigungsfristen zu beachten. Für Mieter beträgt diese im Normalfall drei Monate. Zudem gibt es auch heute noch Zeitmietverträge, die nicht kurzfristig gekündigt werden können. Zeitmietverträge sind allerdings nur dann wirksam, wenn der Vermieter einen qualifizierten Befristungsgrund angibt, etwa späteren Eigenbedarf.

Worauf Vermieter während eines Mietverhältnisses achten sollten

Hat der Mieter die Mietkaution überwiesen, so muss der Vermieter diese getrennt von seinem eigenen Vermögen anlegen. Über die Anlageform können sich Mieter und Vermieter verständigen, neben einer Barkaution ist auch eine Kautionsbürgschaft möglich.

Während des laufenden Mietverhältnisses ist der Vermieter zudem angehalten, jährlich eine Betriebskostenabrechnung zu erstellen – es sei denn, es ist eine Inklusivmiete vereinbart. Achtung: Für die Abrechnung darf sich der Vermieter nicht beliebig lange Zeit lassen, spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums muss die Betriebskostenabrechnung dem Mieter vorliegen. Ansonsten kann der Vermieter keine Nachforderungen mehr geltend machen.

Auch sonst müssen Vermieter darauf achten, zügig zu reagieren, um ihre Ansprüche zu sichern. So sollten sie auf Mängelanzeigen ihrer Mieter schnell reagieren  um Mietminderungen zu vermeiden. Insbesondere dann, wenn im Winter die Heizung ausfällt oder die Wohnung aus anderen Gründen nicht mehr vertragsgemäß vom Mieter genutzt werden kann, kann dieser erhebliche Mietminderungen vornehmen.

In manchen Fällen kann ein  Vermieter auch ein beträchtliches Interesse daran haben, ein Mietverhältnis zu beenden. Allerdings bedarf es hierzu gewichtiger Gründe. Eine Kündigung ist möglich, wenn ein berechtigtes Interesse besteht, etwa Eigenbedarf. Aber auch wenn der Mieter seine Miete nicht zahlt oder ständig den Hausfrieden in beträchtlicher Weise stört, ist eine Kündigung möglich.

Gerade bei länger anhaltenden Mietverhältnissen ist oftmals auch eine Mieterhöhung angemessen. Grundsätzlich darf der Vermieter aber nicht mehr verlangen als das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete. Besondere Regelungen gelten für Staffel- und Indexmietverträge. Auch dann, wenn der Vermieter seine Immobilie modernisiert, kann er unter Umständen die Miete erhöhen, bisweilen auch auf ein Niveau, das oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.

Diese Besonderheiten gibt es im Mietrecht, wenn das Mietverhältnis endet

Sowohl Mieter als auch Vermieter müssen einiges beachten, wenn das Mietverhältnis endet.

Das sollten Mieter bei der Kündigung ihrer Mietwohnung beachten

Wichtig für den Mieter zu wissen ist, dass er zum Ende des Mietverhältnisses die Kaution nicht ‚abwohnen‘ darf, indem er beispielsweise die letzte Mietzahlung einstellt, um diese mit der Kaution zu begleichen.  Denn sie soll dem Vermieter als Sicherheit für etwaige Ansprüche dienen, etwa wenn der Mieter Schäden verursacht hat, die erst bei der Übergabe offensichtlich werden. Allerdings ist der Vermieter verpflichtet, die Kaution zeitnah nach Ende des Mietverhältnisses an den Mieter zurückzuzahlen, wenn der Vermieter keine Ansprüche geltend macht. Ein fester Zeitpunkt ist gesetzlich nicht geregelt, Gerichte gehen allerdings meist von einem Zeitraum von drei bis höchstens sechs Monaten aus.

Üblicherweise wird am Tag des Auszugs ein Übergabeprotokoll gefertigt. Hier werden zum Beispiel Mängel vermerkt. Mieter sollten dabei sorgfältig beachten, was alles ins Protokoll geschrieben wird und auch das einstige Protokoll zum Einzug bei der Hand haben – nicht, dass sie später für Mängel verantwortlich gemacht werden, die sie nicht verursacht haben. Neben der Protokollierung von Mängeln werden zudem die Stände von Strom-, und gegebenenfalls Wasser- und Gaszählern vermerkt. Diese sollten umgehend nach dem Auszug den örtlichen Versorgern gemeldet werden.

Mit dem Ende des alten Mietverhältnisses enden aber nicht die Rechte des Mieters: Denn der Vermieter ist verpflichtet, noch eine letzte Nebenkostenabrechnung zu erstatten. Hierbei ist zu beachten, dass er hierfür mindestens zwölf Monate Zeit hat. Es gilt: Die Abrechnung muss spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums – nicht des Auszugstermins! – beim Mieter sein. Ansonsten muss der Mieter etwaige Nachforderungen nicht mehr begleichen. 

Darauf sollten Vermieter bei einem Mieterwechsel achten

Auch für Vermieter ist es wichtig, am Auszugstag ein Auszugsprotokoll anzufertigen und vom Mieter unterschreiben zu lassen. Denn für Mängel, die nicht im Protokoll vermerkt sind, kann er sonst schwerlich noch den Mieter finanziell zur Verantwortung ziehen.

Enthält der Mietvertrag eine wirksame Vereinbarung über Schönheitsreparaturen, so gilt: Eine Endrenovierung kann der Vermieter zwar in der Regel nicht verlangen. Doch wenn die Wohnung völlig abgewohnt ist, spricht einiges dafür, dass der Mieter die Arbeiten noch während des Mietverhältnisses hätte ausführen müssen. Dann kann der Vermieter verlangen, dass der Mieter diese Arbeiten noch nachholt und sollte ihm eine Frist setzen.

Nach Auszug des Mieters muss der Vermieter relativ zügig die Mietkaution zurückzahlen. Bestehen Mietschulden oder ist zu erwarten, dass die noch zu erstellende letzte Nebenkostenabrechnung einen Nachzahlungsbetrag für den Mieter ausweist, so kann der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution zurückbehalten.

Ende des Mietverhältnisses: Umzug planen

Zum Ende des Mietverhältnisses sollten Mieter übrigens rechtzeitig ihren Umzug planen – damit dieser einigermaßen stressfrei vonstattengeht.

Frank Kemter

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19 Kommentare

Green am 19.09.2020 13:30

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Ally am 31.07.2020 13:32

Hallo,

in unserem Mietshaus haben die jeweiligen Mieterkeller jeweils für Andere unzugängliche Steckdosen. Darf ich davon ausgehen, dass die Steckdose in meinem Kellerraum auch meinem Stromzähler zugeordnet ist und nicht zum allgemeinen Hausstromkreis, ich dort also ein Gerät (Kühltruhe) anschließen darf ohne Sondergenehmigung? Anders gefragt, wäre es überhaupt zulässig, dass eine nicht allgemein zugängliche Steckdose im Keller über den Hausverbrauch gespeist und abgerechnet wird oder ist der Vermieter verpflichtet die Steckdosen in den sämtlichen Mieterkellern entsprechend den jeweiligen Stromzählern zuzuordnen? Mein Mietvertrag sagt nichts über den Stromverbrauch im Kellerraum aus.

Viele Grüße

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Schwarzwildbracke am 25.06.2020 08:05

Hallo zusammen,

meine Frage wäre, gelten mündliche Zusagen in Sachen ähnlich wie schriftliche?

Beispiel: Mir wurde mündlich erlaubt ein Haustier Hund in der Wohnung zu halten.Plötzlich will der Vermieter davon nix mehr wissen.

Bitte um Aufklärung

Beste Grüße

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taxitoparis am 20.06.2020 10:49

Hallo zusammen !! Ich habe gestern eine Kündigung bekommen für mein Zimmer, es ist keine Wohnung, wegen Eigenbedarf. Ich habe einen Mietvertrag. Es wurde nur der Begriff Eigenbedarf erwähnt, sonst nichts als Begründung. Normalerweise muss ja bei einer Kündigung der Eigenbedarf ausführlich bei einer Wohnung begründet werden, zum weiteren die Möglichkeit des Einspruches erwähnt werden. Dies wird in meiner Kündigung nicht erwähnt. Ist das rechtens ? Muss ich auf diese Kündigung überhaupt reagieren ? Ich habe ein Zimmer gemietet in einem Privathaus, dieses Zimmer ist nicht Teil einer Wohnung. In diesem Haus gibt es insgesamt 3 Wohnungen und verschiedene Zimmer. Meine Vermieterin wohnt in einer der Wohnungen. Ich muss hier in 3 Monaten raus, will das aber so lange wie möglich hinaus schieben. Was kann ich tun ? Welche Alternativen habe ich ? Vielen Dank !!

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Tom am 25.05.2020 10:43

Hallo zusammen,

ich möchte einen Fahrrad-/Geräteschuppen b: 2.00 h:180 t:120 ohne Fundament im Garten aufstellen.

Der Schuppen ist von niemanden einsehbar. Kann mein Vermieter das verbieten?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 25.05.2020 12:23

Hallo Tom,

da sind sich die Gerichte bislang uneinig, es gibt solche und solche Urteile. Sprechen Sie doch mit dem Vermieter und wenn der sich weigert, können Sie immernoch mit einem Anwalt sprechen. Da stellt sich aber ohnehin die Frage, ob Ihnen der Schuppen eine Auseinandersetzung vor Gericht Wert ist.

Herzliche Grüße,

die immowelt Redaktion

Tschuffy78 am 04.05.2020 19:28

Noch eine Anmerkung.

Diese Gartentür ist die Haupteingangstür um aufs Grundstück und zur Haustür zukommen.

auf Kommentar antworten

Tschuffy78 am 04.05.2020 18:52

Hallo zusammen,

Ich hätte da mal ein paar Fragen.

Wir haben ein Einfamilienhaus gemietet inkl Garten. Allerdings möchte der Vermieter die Gartenpflege selber machen.

Wir kommen heute nach Hause und die Gartentür samt der Kellerabgangstür fehlt, und wurde vom Vermieter einfach abgehängt und in sein Gartenhaus gebracht ohne uns zu Informieren.

Darf er das einfach?????

Der Vermieter möchte das wir 2x die Woche eine Hausordnung erledigen, sprich Kehren. Wir wohnen alleine in dem Haus.

Darf er uns vorschreiben wie oft wir Kehren müssen?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 06.05.2020 08:35

Hallo Tschuffy78,

wir sehen nicht, dass der Vermieter derart tief in Ihre persönliche Sphäre eindringen darf. Wir raten Ihnen, ggf. mit Hilfe eines Rechtsanwalts, dem Vermieter schriftlich aufzufordern, deis zu unterlassen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion


Tschuffy78 am 06.05.2020 09:38

Danke für die Antwort.

Der Vermieter hat Zugangsrecht zu seinem Gartenhäuschen. Trotzdem darf er doch nicht einfach das Tor abhängen und wegsperren.

Oder sehe ich das Falsch.


immowelt-Redaktion am 07.05.2020 08:35

Hallo Tschuffy78,

das Tor ist hier wohl mitvermietet, insofern sehen wir das so wie Sie.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Van de Vliet am 04.04.2020 22:03

Unsere wasmachine steht im Wäschekeller, wovon das Kellerfenster auf der Terrasse von Miteigentümer auskommt. Da unsere Machine noch geschleudert hat zwischen 18h und 19h, ich auf Wunsch unsere Miteigentümer das Kellerfensters geschlossen hat, hat ihn das Geräusch ihn trotzdem gestört. Hat ohne uns anzusprechen unsere Waschmaschine eigenhändig abgeschaltet. Ist das erlaubt? Auch nach mit ihm nett darüber gesprochen zu haben, das er in die Zukunft so etwas nicht mehr zu machen und unsere Eigentum nicht mehr anzurühren, hat er die Bereitschaft geäußert es erneut zu tun. Müssen wir das so hinnehmen, darf die Hausverwaltung etwas tun um so etwas zu beenden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.04.2020 08:29

Hallo Van de Vliet,

das Wäschewaschen mit einer Waschmaschine in einem dafür vorgesehenen Wäschekeller gehört zum normalenm Gebrauch einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Sofern die von der Maschine verursachte Geräuschkulisse im üblichen Bereich ist, sollte das Wäschewaschen in dem von Ihnen genannten Zeitfenster ohne weiteres zulässig sein.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Sunce1979 am 10.03.2020 21:16

Guten Abend

Ich und mein Mann leben im Erdgeschoss, einundhalb Jahre haben wir neue Nachbarn über uns, sie haben drei Kinder. Zuerst möchte ich Ihnen sagen, dass wir nichts gegen Kinder sind, Kinder sind nicht schuldig, aber Eltern sind unmöglich.Kinder sind wach bis 24 Uhr.Nicht jeden Tag aber fast jeden Tag

Über unserem Schlafzimmer befindet sich ihre Küche, in der sie laut gehen, im Töpfen schlagen, so laut die Stühle bewegen, ab 6 Uhr morgens und abends bis 1-2 Uhr in der Küche sind. Kinder springen und wenn es ruhigzeiten und wenn es nicht ist, Frau so laut mit dem Füssen trampeln Kinder mit den Ball vom Boden schlagen, hörten laute Musik. Zuerst haben wir mit Nachbarn geredet aber die Nachbarn sind unmöglicht und sie möchte nicht normal reden mit uns.Dann haben wir unsere Vermiter angerufen uns haben gesagt das wir Probleme haben mit Nachbarn und dass wir ein Protokol schreiben und ich schrebe Jeden Tag was passiert ist, dann war Mediator bei uns und ihn haben wir alles gesagt uns gezeigt Prokotkol und er war bei Nachbarn aber haben wir noch Probleme mit Nachbarn und jetzt ist noch schlimer.Früher lebten eine Famillie mit Kindern, wir hatten keine Probleme. Haben wir Recht auf eine Mietminderung? Ich habe eine riskante Schwangerschaft im Juni bekommen unsere Baby. Wir haben Angst was machen wir wen unsere Babay bekommen, was als nächstes zu tun ist. Wir wissen, dass der Mediator unsere Vermieter schützt, und wir müssen den Mund schließen und nicht Mietminderung beatragen. Was sollten wir tun, um einen Anwalt zu konsultieren? Mitminderung machen? Für Kinder haben wir ein Verständnis, aber dass Eltern unmöglich sind und sie kein Verständnis dafür haben, dass jemand anderes in dem Gebäude lebt, das wir nicht verstehen können.

Vielen Dank

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Sunce1979 am 11.03.2020 07:20

Situation von Gestern, ab 23-1:30 in der Küche etwas tun und so laut Strampeln, morgens ab 6:30 auch. Ich bin schwanger und ich so weniger schlafen. . Haben wir recht auf Mitminderung?


Immowelt-Redaktion am 11.03.2020 10:26

Hallo Sunce1979,

Lärmbelästigungen können ein Grund für eine Mietminderung sein. Allerdings betrachten Gerichte Kinderlärm abweichend als sozialadäquat. Insofern stellt sich die Frage, ob es sich nur um Kinderlärm handelt, oder ob die Erwachsenen auch Lärm machen, denn letzteres könnte ein Anknüpfungspunkt für eine Mietminderung sein. Da wir den Sachverhalt aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, raten wir, vor Ort die Hilfe eines Fachanwalts für Mietrecht oder eines Mietervereins in Anspruch zu nehmen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Biene am 28.02.2020 14:32

guten Tag, ich bin mit meiner nun volljährigen behinderten Tochter (20 J., Down-Syndrom) von Thüringen nach Freiberg/Sa. - meine Heimatstadt - verzogen.

Wir haben über die Städtische Wohnungsgesellschaft eine 3-Raum-W. in einem Altbau - mit "alteingesessenen" Mietern (alles im Rentenalter).

Anfangs bestand rel. guter Kontakt bes. zu einer FAm., die sich als "Hauswart" versteht. Zu diesem Eingang (Wohnblock mit 4 Eingängen zu je 8 Wohneinheiten) wird nur ein 120 l Müllcontainer - verriegelt mit einem Vorhängeschloss - bereit gestellt - als Einzigen im gesamten großen Wohnviertel der STadt. Von den anderen Mietern werden wir nun genötigt, unseren Restmüll so zu deponieren, dass wie "es bisher gehandhabt wurde" alle 6 Wochen abgeholt werden muss. Das ist eigentlich nicht machbar - schon aus hygienischen Gründen. Weiterhin wird meine behinderte Tochter in äußerst aggressiver Form angegangen, weil sie, wenn wir tagsüber heimkommen, das Treppenlicht anmacht. Das Mädchen leidet inzw. unter Schlafstörungen und hat eine Ü. zum Psychologen. Da immer weiter regelrecht mobbing betrieben wird mit Folge eines erzwungenen Termins bei der Wohnungsgesellschaft - mit Vorladung ALLER Mitmieter und der Chefin der Gesellschaft - wegen "zu viel Müll" und "Hauslicht"..... Zu dem anberaumten Termin am 26-2-20 war KEINER - weder die Verursacher noch die Mitmieter noch die Chefin der WG anwesend. Man habe selbst abgesagt, da man will, dass man erstmal mit mir selbst spricht.... Die Mitarbeiterin der WGes. findet dieses Verhalten grenzwergig und hat schon andere Wohnungen für mich zur Besichtigung vorbereitet, da es in dieser Hausgemeinschaft keinen Frieden geben wird. Mir wurde gesagt, dass "wir nicht in die Hausgemeinschaft passen würden".... Mutter mit behinderten Kind = unerwünscht. Somit sehe ich mich genötigt, nach 3 Monaten erneut umzuziehen. Frage: welche Kosten kann ich geltend machen, wie kann ich mich sonst wehren. Ich habe über einen Makler eine Top-Wohnung gefunden. Die W-Ges. will mich aber "in ihrer FA" behalten und bietet mir "eigene" Wohnungen an - was ich aber nicht will.

Wie kann ich mich - im Int. des Kindeswohles meiner behind.Tochter - noch gegen dieses "Mobbing" wehren?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.03.2020 08:25

Hallo Biene,

gemäß Ihrer Schilderungen scheint es so zu sein, dass die nachbarschaftlichen Beziehungen stark belastet sind. Stress mit Mitmietern bedeutet in den meisten Fällen aber nicht, dass Mieter finanzielle Ansprüche geltend machen können. Hinsichtlich der eingeschränkten Möglichkeit, Müll zu entsorgen könnte gegebenenfalls ein Anspruch darauf bestehen, dass Zugang und Volumen vergrößert werden, da es zum üblichen und normalen Mietgebrauch einer Wohnung gehört, den Hausmüll entsorgen zu können.

Unabhängig davon, ob Sie die Wohnungsgesellschaft behalten will, steht es Ihnen frei, die Wohnung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist zu kündigen, sofern im Mietvertrag kein befristeter beidseitiger Kündigungsverzicht wirksam vereinbart wurde.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

AlbinA am 29.10.2019 13:28

Hallo,

ich verfüge über einen befristeten Mietvertrag über möbiliertes Wohnen nur zu vorübergehendem Gebraucht i.S.v. §549, Abs. 2, No.1 BGB mit Option nach §2 auf:

"§2 Mietzeit: Der Mietvertrag beginnt am 01.09.2019 und endet mit Ablauf des 31.12.2019. Er wird für bestimmte Zeit geschlossen. Der Nutzer hat Option auf Mietvertragserneuerung, wenn er dies

fünf Wochen vor Auslauf dieses Vertrages schriftlich anzeigt."

Gerne hätte ich den Vertrag nun bis März verlängert nur hat mein Vermieter die Wohnung mit 1.1. gestern (28.10.) mit 1.1. neu vermietet.

Hab ich nun das Recht dazu auf eine Verlängerung zu bestehen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2019 08:27

Hallo AlbinA ,

§549, Abs. 2 (1) regelt, dass bestimmte Vorschriften des Wohnraummietrechts - wie etwa Kündigungsschutz - für bestimmte Fälle nicht anwendbar sind, u.a. für Wohnraum, der nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet ist. Ob Sie nun eine Option auf Verlängerung haben, kommt auf die genauen Regelungen im Mietvertrag im Gesamtkontext an, so dass wir den Fall abschließend nicht beurteilen können. Sollte aus diesem Gesamtkontext jedoch hervorgehen, dass Sie unbedingt diese Option haben, so wäre es nicht rechtens, Fakten durch eine Neuvermietung an Dritte zu schaffen, um Ihnen diese Option zu nehmen. Ob Sie hier eine Handhabe haben, sollten Sie vor Ort von einem Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht klären lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

BerndL am 22.10.2019 18:18

Hallo,

der potenzieller Käufer eines vermieteten EFH befürchtet, dass die jetzigen Mieter einer Eigenbedarfskündigung widersprechen und dass sie durch den Widerspruch und eventueller Berufung auf unbestimmte Zeit in dem Haus verbleiben. Das Haus wird von den Mietern nur während der Woche genutzt (Ehefrau möchte keine Wochenendehe führen) und das Wochenende wird in der eigenen Immobilie in ca 150km Entfernung verbracht.

Ist die Befürchtung des potenziellen Käufers berechtigt

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2019 11:55

Hallo BerndL,

grundsätzlich kann der Käufer eines EInfamilienhauses wegen eines (begründeten) Eigenbedarfs kündigen. Natürlich hat aber auch der Mieter Möglichkeiten, sich gegen eine Eigenbedarfskündigung zu wehren. War die Kündigung allerdings berechtigt, so wird er den Verlust der Mietsache möglicherweise hinauszögern, aber nicht verhindern können.

Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, sich bei solchen Angelegenheiten der Hilfe eines Eigentümervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht zu bedienen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

JanBernhard am 18.02.2019 21:50

Hallo, ich wurde wegen Eigenbedarfs gekündigt. Ich weiß aber ganz sicher, das der neue Besitzer das Haus abreißen und neu bauen will. Ist die Kündigung rechtens oder müsste er wegen Verwertung kündigen?

MFG Jan

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.02.2019 10:09

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Eigenbedarfskündigung ist nur dann zulässig, wenn tatsächlich Eigenbedarf besteht. Kündigt ein Vermieter, obwohl kein Eigenbedarf besteht, ist diese kündigung rechtsmissbräuchlich und damit unwirksam.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und daher nicht abschließend klären können, ob das auch in Ihrem Fall so ist. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Michael am 24.11.2018 12:33

Darf die Hausverwaltung ihre Eigenleistung (Arbeitsaufwand z.B. Angebot einholen für Türschloss wechseln nach Schlüsselverlust) dem Mieter in Rechnung stellen?

"Regiestunden für die Bearbeitung von 200€, für 2,5h"

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.11.2018 10:27

Hallo Michael und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Der Vermieter/Hausverwalter darf bei einem Schlüsselverlust dem Mieter nur diejenigen Kosten in Rechnung stellen, die ihm auch tatsächlich entstanden sind. Ob darunter auch Regiestunden der Hausverwaltung fallen, vermögen wir aus der Ferne aber nicht zu beurteilen. Wir raten dazu, einen einen Mieterverein oder Fachanwalt zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Claudia am 23.10.2018 11:27

Hallo

Ich habe zum 1,11. eine Wohnung angemietet. Mit dem Vormieter habe ich mich darauf geeinigt, dass wir uns die fälligen Schönheitsreparaturen teilen. Nun hat der Vormieter seine Arbeiten nicht erfüllt und hat den Wohnungsschlüssel bei meiner Schwester in den Briefkasten geworfen. Also habe ich den Vermieter (Wohnungsbaugesellschaft) kontaktiert und gesagt, dass ich die Wohnung so nicht übernehme. Der Vermieter sagte mir, dass ich mit Annahme des Schlüssels die Wohnung abgenommen habe. Ist das tatsächlich so? Muss ich jetzt alle Arbeiten allein durchführen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2018 12:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter ist es nicht relevant, was Sie mit dem Vormieter vereinbart haben. Das heißt, dass Sie Anspruch auf eine renovierte Wohnung haben, wenn dies im Mietvertrag so vereinbart wurde. Wurde das dort nicht vereinbart, muss der Vermieter die Wohnung auch nicht renovieren lassen. Auch ist die Frage, ob Ihr Vormieter überhaupt verpflichtet gewesen wäre, die Wohnung zu renovieren. Dessen Mietvertrag muss schließlich nicht zwangsläufig auch eine wirksame Renovierungsklausel enthalten haben. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir den Fall aus der Ferne nicht abschließend klären können, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jacqueline K. am 21.08.2018 15:41

Was ist, wenn der Mieter die Wohnung bzw. den Keller nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausräumt? Kann man ihm dann eine Frist (1 Woche) setzen und dann, wenn er es immer noch nicht macht, einen Container auf seine Rechnung bestellen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.08.2018 09:35

Hallo Jacqueline K.,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Ist ein Mietverhältnis beendet, hat der Mieter grundsätzlich die Pflicht, die Wohnung zu räumen. Tut er dies nicht, sollte der Vermieter den Mieter abmahnen und ihm eine Frist zur Räumung setzen (auf der sicheren Seite ist man mit einer Frist von 14 Tagen). Diese Abmahnung sollte auch einen Hinweis enthalten, dass die Wohnung nach Verstreichen der Frist kostenpflichtig geräumt wird.

Die Gegenstände des Mieters, die nicht offensichtlicher Müll sind, zu entsorgen, ist keine gute Idee, denn der Mieter ist nach wie vor Eigentümer dieser Gegenstände und kann unter Umständen Schadensersatz verlangen, wenn diese vom Vermieter entsorgt werden. Die geräumten Gegenstände müssen vom Vermieter eingelagert werden (ca. 2 Monate lang).

Für den Zeitraum, in dem wegen der fehlenden Räumung die Wohnung nicht weitervermietet werden konnte, kann der Vermieter in der Regel eine Nutzungsentschädigung (anstelle der Miete) verlangen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Konrad am 28.01.2018 10:31

Hallo,

ich habe die Wohnung beim Einzug renoviert (tapeziert). Muss ich beim Auszug alle Tapeten abreißen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.01.2018 10:36

Hallo Konrad,

in der Regel sieht die Rechtsprechung das nicht so, sofern die Tapete die Vermietung nicht erschwert. Das könnte beispielsweise bei Tapeten mit besonders auffälligen Muster der Fall sein. Haben Sie aber beispielsweise lediglich eine Raufasertapete angebracht, darf diese im Regelfall in der Wohnung verbleiben.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Mietvertrag sowie etwaige weitere Vereinbarungen zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter nicht kennen und die Sachlage aus der Ferne daher nur schwer beurteilen können. Darüber hinaus dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Paulinchen2001 am 09.01.2018 07:56

Hallo es geht um Freund der ist schwerhörig

Darf die Wohngesellschaft ihn deshalb kündigen???Und das Kabel kündigen???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.01.2018 09:07

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

natürlich ist Schwerhörigkeit kein Kündigungsgrund, nein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die genauen Umstände des Einzelfalls nicht kennen und aus der Ferne daher nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

nirhtak am 03.07.2017 20:11

ich bewohne mit meinem Freund eine Wohnung. Beide stehen im Mietvertrag drin. Ich möchte die gemeinsame Wohnung verlassen. Was kann ich tun? Mein ehemaliger Partner ist der Meinung , dass er die Wohnung bereits verlassen hat, weil er bei der neuen Freundin schläft. Auf das Thema Kündigung der Wohnung geht er nicht ein. Was kann ich hier tun?

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Immowelt-Redaktion am 04.07.2017 09:00

Hallo Nirhtak,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Tatsächlich ist rein rechtlich betrachtet unerheblich, ob Ihr ehemaliger Partner noch in der Wohnung lebt oder nicht. Ein Mietvertrag der gemeinsam geschlossen wurde, kann auch nur gemeinsam gekündigt werden. Eventuell wäre es aber möglich, dass Sie sich mit Ihrem Vermieter einigen, dass er Sie aus dem Mietvertrag entlässt. Rechtlich dazu verpflichtet ist dieser aber nicht.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel raten wir daher stets zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

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