Wer zahlt den Makler? Endlich Klarheit bei der Maklerprovision

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Wer für die Suche nach einer Wohnung oder einer Immobilie einen Makler beauftragt, spart sich dadurch oft viel Zeit – Vermieter und Hausverkäufer zudem einiges an bürokratischem Aufwand. Der Service hat jedoch seinen Preis: Wer wie viel zahlt, klärt dieser Beitrag.

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Muss ich den Makler zahlen? Bei einer Mietwohnung entrichtet immer der Auftraggeber die Maklerprovision – beim Hauskauf kommt’s auf die individuelle Vereinbarung an. Foto: VadimGuzhva / fotolia.com

Makler können ihren Kunden viel Arbeit abnehmen – das kostet jedoch. Viele Immobiliensuchende und -bietende fragen sich dabei, wie hoch die Maklerprovision überhaupt sein darf und wer sie zahlen muss. Dabei gibt es bei der Maklerprovision feste Regeln und Richtlinien, die sich danach richten, ob es sich bei dem Auftrag an den Makler um eine Mietwohnung oder ein Kaufobjekt handelt. Generell gilt: Die Maklerprovision wird erst fällig, wenn der Makler den Auftrag erfolgreich abgeschlossen hat – bevor also kein Kauf- oder Mietvertrag unterschrieben ist, muss niemand zahlen.

Maklerprovision – das Wichtigste in Kürze

  • Das Maklerhonorar ist ein Erfolgshonorar – erfüllt der Makler also seine Dienstleistung und es kommt ein Miet- oder Kaufvertrag zustande, steht ihm Provision zu.
  • Bei Mietwohnungen gilt das Bestellerprinzip: Es muss derjenige den Makler bezahlen, der ihn beauftragt hat. In der Regel ist das der Vermieter.
  • Wie viel Provision der Makler von einem Vermieter verlangen darf, ist nicht gesetzlich festgeschrieben. Meist sind es aber zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer.
  • Sollte der Mieter den Makler beauftragt haben, gibt es in Bezug auf die Provision klare Grenzen: Nach dem Wohnraumvermittlungsgesetz darf sie zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer nicht überschreiten.
  • Bei Kaufimmobilien ist die Höhe der Courtage verhandelbar. Meist gilt aber die sogenannte ortsübliche Courtage, die je nach Region zwischen drei und sieben Prozent des Kaufpreises beträgt.
  • Wer bei Kaufimmobilien den Makler bezahlt, ist von Region zu Region unterschiedlich. Meist ist es der Käufer, es kann aber auch der Verkäufer sein oder beide Teilen sich die Provision.

Maklerprovision bei Mietwohnungen

Für die Vermietung von Wohnraum gilt seit 2015 das Bestellerprinzip. Das bedeutet: Wer den Makler bestellt, bezahlt ihn auch. Beauftragt der Vermieter den Makler mit der Vermittlung einer Wohnung, muss er ihn auch bezahlen. Reagiert ein Mieter auf ein Angebot des Maklers, so muss er diesem dafür nichts zahlen. Dann darf der Vermieter die Maklercourtage auch nicht hinterher vom Mieter zurückfordern, oder anderweitig auf ihn umlegen.

Info

Maklerprovision durch überhöhte Ablösezahlungen vom Mieter zurückholen – geht das?

Manche Mieter fürchten, dass Vermieter sich die Maklerprovision durch überhöhte Ablösezahlungen, zum Beispiel für eine alte Einbauküche, von ihnen zurückholen. Doch so einfach geht das nicht: Das Wohnraumvermittlungsgesetz legt fest, dass „Entgeltvereinbarungen“ unwirksam sind, wenn sie in „auffälligem Missverhältnis zum Wert der Einrichtung“ stehen. Die Rechtsprechung nimmt ein krasses Missverhältnis an, wenn die Ablöse mehr als 50 Prozent über dem tatsächlichen Wert des Einrichtungsgegenstandes liegt.

Wann Vermieter oder Mieter einen Maklervertrag abschließen, ist ebenfalls genau geregelt: Eine mündliche oder telefonische Anfrage reicht nicht aus, der Vertrag an den Makler bedarf der Textform (§ 126 BGB). Das kann recht formlos sein – als Brief, E-Mail, SMS oder Fax. 

Provisionshöhe: Für Mieter gibt es klare Grenzen

Die maximale Höhe der Provision ist für den Mieter klar begrenzt: Laut Wohnraumvermittlungsgesetz darf sie nicht mehr als zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Der Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht in Berlin, Friedrich Wilhelm Lohmann ergänzt: „Wenn hingegen der Vermieter den Auftrag gibt, ist die Provisionshöhe prinzipiell frei verhandelbar“ Der Mieter zahlt in diesem Fall nichts.

Info

Makler gezahlt, aber nicht bestellt? Seit dem 1. Juni 2015 gilt das Bestellerprinzip: Wer ab diesem Zeitpunkt zu Unrecht eine Maklerprovision gezahlt hat, hat drei Jahre Zeit, die Provision wieder zurückfordern.

Maklerprovision bei Immobilienverkauf und Gewerbeimmobilien

Hauskauf, Maklerprovision, Foto: iStock / andresr
Beim Hauskauf gilt: Auch durch schlüssiges Verhalten kann ein Interessent zum Zahlen der Maklerprovision verpflichtet werden, sobald ein Kaufvertrag zustande kommt. Foto: iStock / andresr

Beim Immobilienkauf und –verkauf sowie der Vermietung von Gewerbeimmobilien gilt das Bestellerprinzip nicht: Wer den Makler zahlt, richtet sich laut Lohmann nach der individuellen Vereinbarung zwischen Makler und Auftraggeber. Der Auftraggeber – je nach Situation Immobiliensuchender oder Verkäufer – handelt mit dem Makler die Provisionshöhe aus und legt fest, wie diese nach Abschluss des Kaufvertrages zwischen Käufer und Verkäufer verteilt werden soll. Die Verteilung der Provision unterscheidet sich dabei je nach Bundesland: In manchen Ländern teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklergebühr, in anderen trägt der Käufer die Kosten alleine.

Provisionshöhe: Beim Verkauf wie regional üblich, aber nicht in Stein gemeißelt

Wie hoch die Maklerprovision sein darf, ist gesetzlich nicht genau festgelegt. Beim Immobilienverkauf gilt jedoch der Rahmen des Üblichen: Meist wird ein fester prozentualer Anteil des tatsächlichen Kaufpreises vereinbart, der je nach Bundesland und Region zwischen drei und sieben Prozent liegt, zuzüglich Mehrwertsteuer. An diesem vor Ort üblichen Prozentanteil sollte sich die Höhe der Maklerprovision auch orientieren. So urteilte der Bundesgerichtshof, dass die Provision nicht rund 11,5 Prozent des Kaufpreises betragen darf, wenn in der Region sieben Prozent gängig sind (BGH, Az.: I ZR 5/15).

Der Rechtsexperte Lohmann erklärt zudem: „Vor Abschluss des Kaufvertrages kann die Provisionshöhe nachverhandelt werden.“ So können Käufer und Verkäufer mit dem Makler nochmals über die Provisionshöhe reden, oder die Kosten untereinander anders verteilen. Nach Abschluss des Kaufvertrages sei dies jedoch nicht mehr möglich, so Lohmann.

Bei der Vermietung von Gewerbeimmobilien ist die Höhe der Provision grundsätzlich frei verhandelbar. Hier ist maßgeblich, was individuell vereinbart wurde. Darum sollten die Parteien möglichst jegliche Unklarheiten darüber, ob und wer die Provision zahlt, vor Abschluss des Mietvertrages beseitigen.

Ein Maklervertrag kann auch durch schlüssiges Verhalten zustande kommen

Ein Vertrag mit dem Makler muss nicht immer schriftlich zustande kommen – Käufer oder Verkäufer und Makler können ihn auch stillschweigend miteinander vereinbaren (§ 653 BGB). Das geschieht dann durch konkludentes, also schlüssiges Verhalten. Lohmann nennt ein Beispiel: „Der Kaufinteressent erhält vom Makler ein Exposé, in dem steht, dass bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision fällig wird, die Höhe ist angegeben: Wenn der Kaufinteressent dann nicht widerspricht, sondern einen Besichtigungstermin vereinbart, zählt das als konkludent – und die Bedingungen sind akzeptiert.“

Kaufinteressenten oder Immobilienverkäufer müssen jedoch nicht prinzipiell davon ausgehen, dass dem Makler eine Provision zusteht – zuerst besteht die Pflicht des Maklers, sie darauf hinzuweisen.  Einige Beispiele aus der Rechtspraxis:

  • In einer Internetanzeige steht direkt unter der Angabe der Vermarktungsart (Verkauf) der Hinweis „Provision: 7,14%“. Hier muss der Kaufinteressent davon ausgehen, dass er eine Provision zahlen muss (BGH, Az.: III ZR 62/11).
  • Ein Kaufinteressent liest ein Zeitungsinserat und kontaktiert den Makler mit dem Wunsch, ihm das Exposé der Immobilie zuzusenden. Darin enthalten ist eine Klausel, wonach bei Vertragsabschluss sechs Prozent des Kaufpreises als Provision fällig werden. Das reicht als Provisionshinweis (BGH, Az.: III ZR 57/06).
  • Ein Kaufinteressent wendet sich an einen Makler, der mit „Angeboten“ für Immobilien wirbt und besichtigt mit diesem eine Immobilie. Das reicht noch nicht für einen schlüssigen Vertragsschluss aus (BGH, Az.: Iva ZR 12/82).

Als Faustregel gilt also: Macht der Makler sein Verlangen nach einer Provision deutlich und der Käufer oder Verkäufer widerspricht nicht, sondern agiert weiter, gilt der Makler als beauftragt.

Vermietung oder Verkauf: Wann die Maklerprovision fällig ist

Mietwohnung, Hauskauf, Provision fällig, Foto: Andrei Korzhyts / fotolia.com
Egal ob Mietwohnung oder Hauskauf: Nur wenn der Makler die Immobilie erfolgreich vermittelt, wird die Provision auch fällig. Foto: Andrei Korzhyts / fotolia.com

Egal wer der Auftraggeber des Maklers ist: Die Maklerprovision wird erst dann fällig, wenn der Makler seinen Auftrag erfolgreich abgeschlossen hat – also wenn der Kauf-, Pacht- oder Mietvertrag unter Dach und Fach ist (§ 652 BGB). Zudem muss die Tätigkeit des Maklers ursächlich für das Zustandekommen des Vertrages gewesen sein. Rechtsexperte Lohmann erklärt: „Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Kaufinteressent über den Makler von dem Objekt erfährt, oder wenn die Vertragsverhandlungen über den Makler laufen.“ Auch wenn der Makler sein Wissen an den Käufer oder Verkäufer weitergebe, könne dies je nach Situation ausschlaggebend sein. Findet der Auftraggeber jedoch selbst einen Käufer oder ein Haus, einen Mieter oder eine Wohnung, ohne dass der Makler dazu beigetragen hat, muss er ihm dafür keine Provision zahlen.

Aber: Begeht der Makler einen gravierenden Fehler, kann das dazu führen, dass der Auftraggeber ihm keine Provision zahlen muss – trotz erfolgreicher Vermittlung. Das kann zum Beispiel passieren, wenn ein Maklervertrag online in die Wege geleitet wird und der Auftraggeber keine Widerrufsbelehrung erhält.

Link-Tipp

Keine Angaben zur Provision, keine Widerrufsbelehrung, falsche Angaben – wegen welcher Fehler die Maklerprovision hinfällig werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Gerade bei Immobiliensuchenden wirft das Widerrufsrecht oft Fragen auf. Diese fünf Fakten zum Widerrufsrecht schaffen Klarheit.

Maklerprovision: Wer zahlt, kann Kosten oft von der Steuer absetzen

Wer einen Makler beauftragt, kann sich die Kosten für die Provision in manchen Fällen zumindest zum Teil vom Fiskus zurückholen. So können Vermieter die Kosten für den Makler, sowie viele weitere Ausgaben rund um die Mietwohnung als einkommensminderndvon der Steuer absetzen. Mieter, die aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt ziehen, können die Maklerprovision, Reise- und Transportkosten sowie weitere Ausgaben für den Umzug als Werbungskosten geltend machen.

Auch wenn nicht jeder Auftraggeber Steuern sparen kann, können sie sich zumindest viel Zeit, Stress und Aufwand sparen, den sie sonst mit dem Durchforsten von Anzeigen oder Vereinbaren von Besichtigungsterminen verbringen müssten. Gerade beim Hauskauf kann es sich zudem lohnen, einen Experten an der Seite zu haben, der sich auf dem Immobilienmarkt vor Ort auskennt.


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30 Kommentare

Esther Vargas am 03.12.2018 17:07

Hallo,

Ich habe letzte Woche eine Wohnung (zum kaufen) gesehen und dann der Makler kontaktiert. Er hat mir dann eine Email mit einem Termin geschickt, den ich über einen Link zu- bzw. Absagen sollte. Ich habe zugesagt und dann bin ich auf eine Seite gelanden, die einfach nur “Sie haben den Termin zugesagt” gesagt hat. Dann ist der Makler gar nicht zum Termin erschienen. Ich habe ihn angerufen und sein Handy war aus. Daher bin ich nach etwa 15 Minuten gegangen. Jetzt schickt mir der Makler per Email eine Rechnung ueber ca. 60 Eur und bedroht mich mit eine Rechnung bis zum 50.000 Eur, soll ich das nicht zahlen oder schlechte Bewertungen ueber ihm in Immowelt hinterlassen. Muss ich ueberhaupt in dem Fall was zahlen? Danke!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.12.2018 09:18

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Aufwandsentschädigung ist für Makler nur in sehr engen rechtlichen Grenzen möglich und auch nur, wenn sie vorher vereinbart wurde. Ist das nicht der Fall, kann der Makler in der Regel auch keine Aufwandsentschädigung verlangen. Woher der Betrag von 50.000 Euro stammt, entzieht sich leider unserer Kenntnis. Eine Maklerprovision wird jedenfalls nur im Erfolgsfall (also der tatsächlichen Vermittlung der Immobilie mit Zustandekommen eines Kaufvertrags) fällig. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ProphetDomme am 20.11.2018 09:37

Hallo

Wir wohnen aktuell in einer Wohnung, möchten aber ausziehen, da uns die Wohnung zu klein ist, eine neue hätten wir bereits gefunden, können aber leider noch nicht ausziehen, da wir in unserem aktuellen Mietvertrag einen Kündigungsverzicht von 2 Jahren unterschrieben haben, dieser läuft leider erst im Juni 2019 aus.

Wir haben dann mit unserem aktuellen Vermieter geredet, dieser meinte, wenn wir ihm einen adäquaten Nachmieter bieten, kann man den Mietvertrag auch vorher schon aufheben.

Nun ist ihm die Prüfung der Nachmieter allerdings zu viel Arbeit, weswegen er zu uns gesagt hat, wir müssen die Nachmieter zu dem Makler seines Vertrauens schicken, der dann die Zahlungsfähigkeit prüft.

Darf er das machen und müssen wir den Makler dann auch vollständig bezahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.11.2018 10:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Makler vom Vermieter damit beauftragt wurde, die Solvenz etwaiger Mieter zu prüfen, muss auch der Vermieter den Makler bezahlen. Anders sähe es unter Umständen dann aus, wenn sie selbst den Makler mit der Suche nach möglichen Mietern beauftragen würden.

Bitte beachten Sie aber, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

timtaylor am 14.11.2018 13:45

Hallo

Wir möchten das Haus kaufen, dass wir aktuell auch mieten. Bevor der Makler aktiv war, hatten wir bereits Email Verkehr mit unserem Vermieter bzw. Verkäufer des Hauses. Auf Grund von Preisdifferenzen haben wir erst einmal Abstand vom Kauf genommen. Mittlerweile wurde das Haus an einen Makler gegeben. Da sich nun der Preis des Hauses reduziert hat, haben wir uns entschlossen das Haus zu Kaufen. Dies haben wir heute unserem Vermieter per Email mitgeteilt.

Wir haben gegenüber dem Makler nichts unterschrieben. Er hat uns lediglich die Unterlagen vom Haus per Email zugeschickt, die für die Einwertung bei der Bank notwendig ist.

Da keine Vermittlung durch den Makler zustande kam gehen wir davon aus, dass wir keine Provision zahlen müssen. Ist unsere Annahme richtig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.11.2018 14:12

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich aus der Ferne leider nicht abschließend klären. Entscheidend ist, ob die Tätigkeit des Maklers für das Zustandekommen des Kaufvertrags ursächlich war oder nicht. Ebendas ist in der Praxis oft Auslegungssache. Insofern können wir Ihnen nur raten, sich im Zweifelsfall rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder durch einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Philipp95 am 18.09.2018 11:01

Hallo, vor Kurzem habe ich einen Mietvertrag über eine Marklerin, die von meinem Vermieter beauftragt wurde unterzeichnet. Nun verlangt sie ihre Provision von mir. Bevor es damals zum Besichtigungstermin kam, sendete sie mir eine E-Mail mit dem Exposé der Wohnung, in der auch stand, dass ich im Falle eines Vertragsabschlusses, ihre Provision zu tragen hätte. Kurz darauf wurde telefonisch ein Besichtigungstermin vereinbart, welchen die Marklerin jedoch nicht wahrgenommen hat, weil sie ihn vergessen hatte. Angeblich wusste sie zum Stichtag nichts von einem Termin. Daraufhin hat die Frau des Vermieters, die ich und meine Eltern, zufällig getroffen hatten, ihren Job übernommen und uns die Wohnung gezeigt. Der Vertragsabschluss und die Schlüsselübergabe erfolgte wenige Wochen danach, jedoch über die Marklerin. Jetzt ist meine Frage, ob ich tatsächlich die Provision zu zahlen habe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.09.2018 11:10

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

seit 1. Juni 2015 gilt in Deutschland für Mietimmobilien das Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass derjenige den Makler bezahlt, der ihn beauftragt hat. Anderslautende Vereinbarungen sind unwirksam. Hat also Ihr Vermieter den Makler beauftragt, muss er ihn auch bezahlen, ganz unabhängig davon, durch wen die Schlüsselübergabe und die Wohnungsbesichtigung erfolgt ist. Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher immer das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

tutanch am 16.09.2018 11:49

Aktuell ist meine Wohnung eine Mietwohnung, mein Vermieter möchte nun diese Wohnung verkaufen, dazu hat er eine Makler dafür beauftragt. Muss ich dann die Maklergebühr bezahlen, wenn ich nun die Wohnung kaufen möchte?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.09.2018 08:52

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wer in einem solchen Fall die Provision zahlt, ist im Wesentlichen Vereinbarungssache. Wichtig für das Zustandekommen eines Provisionsanspruchs für den Makler ist, dass er verantwortlich für die erfolgreiche Vermittlung der Immobilie an einen Käufer ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

gnarles83 am 14.09.2018 09:19

Guten Tag, wir wollen eine Immobilie kaufen. Der Makler verlangt 6,9% Provision, die vom Käufer getragen werden müssen. Jetzt habe ich gelesen, dass in Sachsen-Anhalt die Provision je zur Hälfte vom Käufer und Verkäufer zu tragen sind. Stimmt das?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.09.2018 10:27

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein. Zwar ist es je nach Bundesland üblich oder unüblich, dass die Provision geteilt wird. Eine gesetzliche Regelung gibt es hierzu aber nicht. Die Provisionshöhe und auch wer sie zahlt kann beim Immobilienkauf frei vereinbart werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Berlin82 am 29.08.2018 01:03

Hallo, wie sieht es denn aus mit einer maklerprovision wenn es um ein Haus zur Miete geht? Verhält es sich dort genauso wie bei einer Wohnung? Also das der Auftraggeber die Provision bezahlen muss?

Vielen Dank schon mal

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2018 09:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das Bestellerprinzip, wonach derjenige den Makler zahlen muss, der ihn auch beauftragt hat, gilt generell bei der Vermittlung von Wohnraum zur Miete, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Wohnung oder ein Haus handelt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

h.schuermann@sack-finanz.de am 07.06.2018 15:43

Ein Makler berechnet beim Verkauf einer hessischen Immobilie üblicher Weise 5,95% Käuferprovision.

Darf er dann noch zusätzlich eine Provision (z. B. 3,57%) vom Verkäufer verlangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.06.2018 08:29

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

prinzipiell ja, wenn das vorher so vereinbart wurde. Die Maklerprovision ist beim Immobilienverkauf nicht gedecktelt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Makler kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

reini am 26.05.2018 20:14

Wie sieht es aus, wenn sie als Mieter eines Einfamilienhauses mit einem Makler konfrontiert werden, der vom Vermieter den Auftrag erhalten hat, die Immobilie ohne ihr Vorwissen an andere zu veräußern und sie ihr vertragliches Vorkaufsrecht durchsetzen wollen, um die Immobilie zu erwerben? Müssen Sie dann den Makler bezahlen, den sie nicht beauftragt haben?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.05.2018 10:27

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das hängt letztlich davon ab, ob im Kaufvertrag eine rechtswirksame Maklerklausel enthalten ist und davon, wie diese ausgestaltet ist. Weitere Informationen zu dieser Frage finden Sie auch in unserem Artikel unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/vorkaufsrecht-mit-der-maklerklausel-die-provision-retten.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

g.limbrunner@hotmail.de am 14.05.2018 10:46

Hallo,

ich habe mir eine Ladengeschäft angeschaut das ich über eine Anzeige im Internet gefunden habe. Der jetzige Mieter will früher raus und sucht jemanden der in den Vertrag einsteigt. Ich habe eine Widerrufserklärung unterschrieben und das Expose vom Makler zugeschickt bekommen. Muss ich dann den Makler bezahlen? Jetzt wurde der Vermieter informiert, das es einen neuen Interessenten gibt. Daraufhin wurde die Miete um 100 Euro im Monat angehoben. Ich bin also bei Interesse von einer anderen Miete ausgegangen. Habe ich jetzt eine Verhandlungsbasis was die Maklerprovision angeht?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.05.2018 09:38

Hallo G. Limbrunner,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Vorab: Bei der Frage kann es auch um juristische Details gehen, die wir aus der Ferne nicht beurteilen können. Grundsätzlich gilt aber gemäß § 652 (1) BGB folgendes: "Wer für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags oder für die Vermittlung eines Vertrags einen Mäklerlohn verspricht, ist zur Entrichtung des Lohnes nur verpflichtet, wenn der Vertrag infolge des Nachweises oder infolge der Vermittlung des Mäklers zustande kommt." Hat der Makler also ein Objekt nachgewiesen oder vermittelt, das dem Interessenten vorher nicht bekannt war, steht ihm grundsätzlich auch unabhängig von weiteren Absprachen mit dem Vermieter oder dem derzeitigen Mieter seine Provision zu, wenn es zum Abschluss des Mietvertrags kommt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tariah am 01.05.2018 20:30

Hallo,

wir möchten ein Haus kaufen und haben dazu einen Makler beauftragt. Der Verkäufer hat seinerseits einen anderen Makler beauftragt und die Kosten dafür sollen an den Käufer gehen (was ja auch völlig in Ordnung ist).

Müssen wir nun beide Makler voll bezahlen? Es haben ja auch beide ihren jeweiligen Auftrag erfüllt...

Dankeschön

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.05.2018 10:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es handelt sich in diesem Fall um eine Art Gemeinschaftsgeschäft, die sich immer dann automatisch ergibt, wenn sowohl der Immobiliensuchende als auch der Immobilienanbieter einen Makler beauftragen und diese beide auf einen Geschäftsabschluss hinarbeiten. Entweder teilen sich die Makler die Provision untereinander oder sie erhalten sie von ihren jeweiligen Auftraggebern. Die Vergütungsvariante ist aber letzten Endes Verhandlungssache. Einerseits zwischen den Maklern und ihren Auftraggebern, andererseits auch zwischen den Maklern untereinander.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Viktoriia am 23.04.2018 15:36

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben will ich Ihnen nachfragen,ob wir Maklerprovision bezahlen müssen. Wir haben die Häuser auf Immoscout24 geschaut. Ein Haus gefällt mir sehr,ich konnte mehr als 5 Monate mit Makler kein Kontakt finden. Wir haben per Foto das Haus gefunden und ohne Makler gekauft. Dazu möchte ich hinzufügen,dass Verkäufer viel Mal an Makler telefoniert hat aber kein Antwort. Im Januar haben wir alle Unterlagen bekommen. Dann habe ich ein Rechnung von Makler bekommen,dass ich 5000€ zahlen muss. Ich habe ein Mail geschrieben und erzählt,dass ich keine Maklershilfe bekommen habe. Heute habe ich noch ein Brief und Rechnung bekommen. Ich muss zahlen,weil ich auf Immoscout24 geschrieben,dass ich ein Besichtigungstermin vereinbaren wollte! Und haben noch Rechnung geändert,statt 5000€ muss ich 3094€ zahlen. Können Sie mir bitte helfen? Warum muss ich zahlen?

Vielen Dank im Voraus!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.04.2018 09:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

leider können wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen, ob Sie Maklerprovision zahlen müssen und, falls ja, warum. Dies kommt stark auf den Einzelfall an und darauf, wie das Geschäft zustandegekommen ist. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie bei einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Steffimei88 am 15.02.2018 11:04

Hallo wir wollen ein Haus kaufen. Und die Verkäufer haben den Makler beauftragt. Müssen wir den jetzt die Makler kosten zahlen oder Verkäufer? Ich verstehe das leider nicht. Lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.02.2018 14:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei Immobilienverkauf kann nach wie vor frei vereinbart werden, wer den Makler zahlt. Je nach Marktlage ist das regional unterschiedlich. Am besten, Sie fragen direkt beim Makler nach.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chris am 08.02.2018 09:37

Hallo,

Ich habe auf ein Angebot eines Maklers reagiert für eine Wohung zu mieten, und zwischen dem Makler und dem Vermieter gibt es kein Vertrag. Ich habe nur ein Mietvertrag mit dem Vermieter unterzeichnet und da steht auch nichts vom Makler drin.

Ich habe beim Makler auch kein Vertrag unterschriben, und er fragt mich aber eine Rechnung. Muss ich die Maklergebühren zahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.02.2018 09:59

Hallo Chris,

die Maklerprovision ist bei der Vermittlung von Wohnungen zur Miete immer von demjenigen zu bezahlen, der den Makler beauftragt hat. Wenn ein Makler eine Wohnung anbietet, ist davon auszugehen, dass er einen Vermittlungsauftrag vom Vermieter hat. Ob dieser schriftlich fixiert ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Makler kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Blanka am 25.01.2018 17:01

Hallo Wir wollen ein haus kaufen, Jetzt haben wir von der Maklerin einen Kaufvertrag bekommen das haus gehört der Bank. meine frage warum müssen wir die Maklerprovision doppelt bezahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.01.2018 12:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel wird die Maklerprovision nur einmal fällig. Warum das in Ihrem Fall anders ist, können wir aus der Ferne leider schwer beurteilen. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgangs haben, empfehlen wir Ihnen eine Rechtsberatung. Diese erhalten Sie von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Catharina am 23.01.2018 18:21

Im Netz werden Wohnungen von Maklern angeboten, meldet man sich darauf, muss man dem Makler schriftlich eine Auftragsbestätigung senden, das man ihn beauftragt eine Wohnung zu finden. Mit diesem Auftrag kann der Makler dann rückwirkend die Vermittlungskaution erheben. Was kann man dagegen tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.01.2018 09:03

Hallo Catharina und vielen Dank für Ihren Kommentar,

solche so genannten Auftragsbestätigungen haben in einem Fall wie dem von ihnen genannten keine Wirkung und führen nicht dazu, dass der Mieter tatsächlich eine Provision zahlen muss. Wenn ein Makler eine Wohnung zur Vermietung im Internet anbietet, bedeutet das, dass er einen Vermittlungsauftrag vom Vermieter hat. Dementsprechend muss dieser auch die Provision zahlen. Sollte der Makler dennoch auf eine Provision vom Mieter bestehen, empfehlen wir eine Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Siggi am 20.01.2018 10:16

Hallo,

muss ich eine Maklerprovision zahlen, wenn es tatsächlich keinen Maklervertrag zwischen Makler und Verkäufer gibt?

Uns wurde von der Maklerin klar und deutlich gesagt, dass sie mit der Aufgabe vertraut wurde, aber es keine vertragliche Vereinbarung zwischen denen Beiden gibt, weil der Verkäufer es so will.

Da ich aber über ihre Makler Annonce erst auf das Objekt aufmerksam macht wurde, muss ich sie wahrscheinlich mit Vertragsabschluss zahlen oder?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.01.2018 09:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn ein Verkäufer einen Makler mit der Vermittlung einer Immobilie beauftragt, ist damit ein Maklervertrag zustande gekommen, wenn auch kein schriftlicher. Wer den Makler zahlt, richtet sich nach der individuellen Vereinbarung zwischen Makler und Auftraggeber. Der Auftraggeber – je nach Situation Immobiliensuchender oder Verkäufer – handelt mit dem Makler die Provisionshöhe aus und legt fest, wie diese nach Abschluss des Kaufvertrages zwischen Käufer und Verkäufer verteilt werden soll. Die Verteilung der Provision unterscheidet sich dabei je nach Bundesland: In manchen Ländern teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklergebühr, in anderen trägt der Käufer die Kosten alleine.

Anders sieht es aus, wenn Sie auf der Suche nach einer Mietwohnung sind. In diesem Fall zahlt die Maklerprovision immer der Auftraggeber. Hat ein Vermieter einen Makler mit der Vermittlung einer Mietwohnung beauftragt, muss also auch der Vermieter die Maklerprovision zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Italic74 am 11.12.2017 19:23

Ich wohne in einem Haus zur Miete, möchte dieses jetzt kaufen, muss ich dann noch eine Maklerprovision bezahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.12.2017 08:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich gilt, dass ein Käufer nur dann Maklerprovision zahlen muss, wenn er durch den Makler Kenntnis von der Immobilie erlangt hat, die er kaufen möchte. In anderen Worten: Wenn die Tätigkeit des Maklers ursächlich für den Kauf ist. Wenn Sie schon in der Wohnung leben, haben Sie aber wahrscheinlich direkt vom Eigentümer vom beabsichtigten Verkauf erfahren? Abschließend beurteilen können wir die Situation aus der Ferne leider nicht. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Peters, Rüdiger am 15.11.2017 19:44

Darf eine Hausverwaltung von Eigentumswohnungen eine Maklerprovision vom neuen Eigentümer verlangen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.11.2017 09:24

Sehr geehrter Herr Peters,

ein Verwalter einer Eigentumswohnung darf für die Vermittlung an einen neuen Eigentümer eine Provision verlangen, ja. Anders sieht es nur aus, wenn der Verwalter Einzelverwalter der vermittelten Wohnung ist, also nicht im Interesse der Eigentümergemeinschaft handelt.

Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Fall nicht genau kennen und ihn aus der Ferne daher nur schlecht beurteilen können. Im Zweifel raten wir zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bernd am 21.10.2017 22:43

Hallo Zusammen

Ich bin Besitzer einer Eigentumswohnung in Vollverwaltung.

Jetzt habe ich eine Info von meiner Verwaltung bekommen, das der Mieter zum Monatsende auszieht und sie keinen Nachmieter gefunden hat ( in den 3 Monaten der Kündigungszeit). Sie hat einen Immobilienmakler eingeschaltet, der einen Nachmieter gefunden hat. Ich soll jetzt die 2 Monatsmieten bezahlen. Ich wurde weder von der Kündigung des Mieters, noch vom Einschalten eines Immobilienmaklers im Vorfeld informiert. Ist das so rechtens????

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 10:19

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Vermieter sind nicht verpflichtet, etwaige Nachmieter auch anzunehmen. Sie können darauf bestehen, dass der Mieter die dreimonatige Kündigungsfrist einhält und in dieser Zeit auch die Miete bezahlt. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Bernd am 23.10.2017 11:34

Da ist etwas falsch rüberkommen. Der Mieter hat sich korrekt verhalten, er hat die dreimonatige Kündigungsfrist eingehalten. Das Felhverhalten liegt in meinen Augen bei meiner Vollverwaltung. Sie hat angeblichen nicht geschafft, einen Nachmieter zu finden und hat dann ohne mich zu informieren einen Immobilienmakler beauftragt, einen Nachmieter zu finden. Dies geschah, ohne mich vorher zu informieren. Des weiteren wusste ich nichtmal, das der jetzige Mieter gekündigt hat. Ich bezahle monatlich hür die Vollverwaltung, die unter anderem damit wirbt, sich um einen Nachmieter zu kümmern, im Fall eines Wechsels. Daher meine Frage, ob diese Vorgehensweise rechtens ist, vom Moralischen Gesichtspunkt mal abgesehen.


Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 13:56

Ob ein Fehlverhalten des Verwaltungsunternehmens vorliegt, lässt sich aus der Ferne leider nur schwer beurteilen. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, welche vertraglichen Vereinbarungen es zwischen Ihnen und dem Verwalter gibt. Wir würden Ihnen empfehlen, etwaiges Vertragsmaterial einem Eigentümerverein vorzulegen, beispielsweise Haus & Grund. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung und erfahren, ob Sie gegebenenfalls gegen das Verwaltungsunternehmen vorgehen können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ela83 am 30.08.2017 22:30

Hallo Zusammen,

ich habe mich für eine Mietwohnung beworben.

Jetzt bekomme ich von dem Eigentümer die Info, dass viele Interessenten eine wesentlich höhere Miete für diese Wohnung bezahlen würden. Deswegen verlangt er jetzt mehr und an ihn werden xxx Eur Provision fällig, da ja kein Makler eingesetzt wurde.

Wie dreist ist das denn Bitte?

Hier kann man wahrscheinlich nur wählen ob man die Wohnung wirklich dringend braucht oder nicht.

VG Ela

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tinbral am 12.08.2017 13:00

Hallo,

ich wollte eine Immobilie direkt vom Eigentümer kaufen.

Er hat sie mir auch zugesagt , wollte eine Finanzierungsbestätiging von der Bank. Er hat mir den Grundbucheintrag gesendet für die Bank und ein Expose.

Die Bank hatte 3 Wochen gebraucht für die Finanzierung.

In der Zeit hat er es der Volksbank übergeben.

Er sagte ich soll mich jetzt an die wenden .

Habe das Objekt besichtigt und Widerruf bestätigt. Wir möchten das Haus. Müssen wir jetzt Provision bezahlen obwohl die Finanzierung schon Stand?

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Immowelt-Redaktion am 14.08.2017 10:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Maklerprovision wird generell nur dann fällig, wenn der Immobilienkauf auch tatsächlich über einen Immobilievermittler zustande kommt. Nachdem Sie direkt den Eigentümer angesprochen haben, sollten Sie zunächst mit der Volksbank klären, ob diese überhaupt eine Provision verlangt. Ist das der Fall, würden wir Ihnen zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein raten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

B am 06.07.2017 14:35

Hallo,

wir vermieten eine Gewerbefläche, die als Expose auf Internet mit Makler war. Wir haben den Makler bezahlt aber unser Vermieter hat ihn bestellt. Wir haben es nicht verstanden warum wir ihn zahlen müssen, der Makler sagte, so muss es sein. Gibts ein Ausnahme bei Gewerbliche Miete? Wenn der Vermieter ihn bezahlen muss, können wir die Provision als Guthaben haben oder zurückbekommen?

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Rena am 09.08.2017 05:49

Hallo das gleiche ist mir auch Grade passiert und ich verstehe das auch nicht ich muss nun den marklernen zahlen obwohl ich den nicht beauftragt habe


Immowelt-Redaktion am 09.08.2017 09:41

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das Bestellerprinzip gilt tatsächlich nur für die Vermittlung von Wohnraum zur Miete. Auf Gewerbeimmobilien ist es nicht anwendbar, weshalb hier nach wie vor frei vereinbart werden kann, wer die Provision zahlt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

M am 03.07.2017 10:36

Nochmal zur maklerfrage

Ich habe das Haus dann selber nochmal im Internet bei eBay gefunden und mich dann direkt an den Verkäufer gewandt. Habe keine Adresse oder besichtigungstermin bekommen also wurde der Makler für mich nicht tätig.

Mit freundlichen grüßen

M.

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M. am 01.07.2017 01:11

Hallo

Ich habe eine Frage muss ich eine Makler Gebühr zahlen wenn ich nur das Angebot von einem Haus bekommen habe ich aber selber mit dem Eigentümer Besichtigung und so weiter gemacht habe,da sich der Makler nicht gemeldet hat?

Ich habe das Haus über eBay gefunden und selber dort angerufen wegen Besichtigung und so weiter

Vielen dank für eine Antwort

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Immowelt-Redaktion am 03.07.2017 08:57

Hallo M. und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Kontakt zum Verkäufer über den Makler zustande gekommen ist, ist in der Regel auch eine Maklerprovision zu zahlen. Allerdings können wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

mahvash am 11.06.2017 20:43

hallo wehr bezaht den provision vom makler für eine gewerbe immobilien

das objekt ist im 25785 odderade

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Lena am 08.06.2017 08:38

Hallo, wir haben einen Makler für den Verkauf einer Eigentumswohnung hinzugenommen. Unterschrieben haben wir nix. es wurde auch nicht über kosten gesprochen. Jetzt nach knapp 8 Monaten ist die Wohnung immer noch nicht verkauft. Der Makler hatte 3 Besichtigungstermine.

Kann ich nun mit dem Makler die Zusammenarbeit beenden? Und muss ich dafür was zahlen?

Ich würde die Wohnung nun gern privat verkaufen.

Danke und viele Grüße

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Immowelt-Redaktion am 08.06.2017 09:23

Hallo Lena,

in der Regel steht es Ihnen frei, die Zusammenarbeit mit einem Makler zu beenden und ihre Immobilie selbst zu vermitteln. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die genauen Absprachen, die Sie mit dem Makler getroffen haben, nicht kennen. Darüber hinaus dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Haus am 05.06.2017 22:23

Wir möchten ein Mehrfamilienhaus verkaufen.Der Makler verlangt laut Vertrag von uns die volle Provision von 7,14%.Lt. diesem Maklervertrag sollen wir ebenfalls unterschreiben,daß er"unbeschadet eine Provision der Erwerbsseite"verlangt.

Ist das so in Ordnung?

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Immowelt-Redaktion am 06.06.2017 09:15

Hallo Haus und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Maklerprovision bei Immobilienverkauf ist frei verhandelbar und kann entweder vom Käufer, vom Verkäufer oder anteilig von beiden Seiten gezahlt werden. In Ihrem Fall würde der Makler sie wohl von beiden Seiten verlangen, das ist erlaubt.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vertrags haben, empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

marny am 02.05.2017 21:34

ist es rechtlich in ordnung, dass der makler provision vom verkäufer und käufer, für das gleiche objekt, in rechnung stellen kann?

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Immowelt-Redaktion am 03.05.2017 09:01

Hallo Marny,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wer die Provision beim Verkauf einer Immobilie zahlen muss, ist gesetzlich nicht geregelt und wird daher von Region zu Region unterschiedlich gehandhabt. Teilweise ist dies der Verkäufer, teils der Käufer, manchmal sind es auch beide. Rechtlich spricht gegen die zuletzt genannte Vorgehensweise nichts.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

orchidee am 23.03.2017 21:19

Wir haben eine Eigentumswohnung und für diese einen Mietverwaltungsvertrag abgeschlossen. In diesem heißt es unter anderem: Folgende Aufgaben ergeben sich für den Verwalter aus der Mietverwaltung: Übergabe / Abnahme der Wohnung an bzw. von den Mietern zum Beginn bzw. Ende eines Mietverhältnisses. Jetzt hat der Mieter gekündigt und wir sollen einen Makler für die Wohnungsabnahme beauftragen. Ist das rechtsgültig?

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Immowelt-Redaktion am 24.03.2017 12:57

Sehr geehrter Fragesteller,

da wir den kompletten Wortlaut des Verwaltervertrags nicht kennen, können wir die Frage nicht abschließend beantworten. Grundsätzlich gilt aber, dass, wenn in einem Verwaltervertrag eindeutig geregelt ist, dass der Verwalter für die Abmahme zuständig ist, sich dieser auch an den Vertrag halten muss.

Mehr Infos zu den Pflichten eines Verwalters finden Sie übrigens hier: ratgeber.immowelt.de/a/hausverwalter-darauf-sollten-eigentuemer-bei-suche-und-vertrag-achten.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion