Wenn Mieter ihre Miete mindern – so sollten Vermieter reagieren

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Erst kommt ein Anruf wegen eines Schimmelflecks, dann landet auf dem Konto nur noch ein Teil der Miete. Viele Vermieter sind sich verunsichert, wenn Mieter die Miete mindern. Ein Leitfaden, was zu tun ist.

Miete mindern, Mietminderung, Vermieter, ein Mann sitzt müde vorm Computer, Foto: iStock.com/Tinpixels
Was nun? Wenn Mieter ihre Miete mindern, sind viele Vermieter erst einmal verunsichert. Foto: iStock.com/Tinpixels

Mietminderung ist ein Thema, mit dem sich viele Vermieter in der Regel erst beschäftigen, wenn der Mieter plötzlich einen Teil der Miete einbehält. Per Gesetz steht es dem Mieter zu, bei Mängeln in der Mietwohnung die Miete zu mindern. Das heißt jedoch nicht, dass jede Mietminderung gerechtfertigt wäre. Tatsächlich ist die Rechtslage nicht immer eindeutig.

Wann eine Mietminderung möglich ist

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch steht dem Mieter das Recht auf Mietminderung zu, wenn ein Mangel an der Mietsache – also dem Haus oder Wohnung – deren vertragsgemäßen Gebrauch erheblich einschränkt (§ 536 BGB). Dr. Carsten Brückner, Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht und Vorsitzender von Haus und Grund Berlin, erklärt: „Der Mieter muss diesen Mietmangel unverzüglich anzeigen, sobald er davon weiß (§ 536c Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 BGB).“ Das Recht auf Mietminderung gilt, solange diese Einschränkung besteht. Es spielt dabei grundsätzlich keine Rolle, ob der Vermieter für den Mangel verantwortlich ist oder nicht. In manchen Fällen hat er gar keinen Einfluss darauf, etwa bei Baulärm in der Umgebung. 

Minderungsgründe sind beispielsweise:

Minderungsbetrag: Um wie viel der Mieter die Miete mindern kann

Um wie viel Prozent die Miete aufgrund von Wohnungsmängeln gemindert werden darf, dazu lassen sich keine pauschalen Aussagen treffen. Im Gesetz ist lediglich von „angemessener Höhe“ die Rede. Auch im Internet auffindbare Mietminderungstabellen liefern keine eindeutige Aussage darüber, welche Minderungsquote berechtigt ist. Die Urteile verschiedener Amts- und Landgerichte beziehen sich auf Einzelfälle und können lediglich Orientierung geben. Einige Beispiele:

  • Wohnung nach Brand in Küche unbewohnbar: 100 Prozent (LG Frankfurt Main, WuM 1996, 535)
  • Aufgrund eines Wasserschadens zwei Trocknungsgeräte in der Wohnung sowie Wegrücken der Möbel von der Wand: 80 Prozent (LG Köln, Zeitschriftenfundstelle: ZMR 2012, 625)
  • Schadstoffbelastung durch mangelhaften Parkettkleber: 30 Prozent (BGH, Az.: VIII ZR 411/12; WuM 2013, 253; Zeitschriftenfundstelle: ZMR 2014, 26)
  • Heizung heizt nur auf etwa 16 bis 18 Grad Celsius: 30 Prozent (AG Görlitz, Az.: 1 C 1320/96; Zeitschriftenfundstelle: WuM 1998, 180)
  • Mottenbefall/Ungeziefer in der Wohnung: 25 Prozent (AG Bremen, Az.: 25 C 118/01)
  • Fehlen einer vertraglich geschuldeten Einbauküche: 20 Prozent (LG Dresden, Zeitschriftenfundstelle: WuM 2001, 336)
  • Ausfall der Wasserversorgung: 20 Prozent (LG Berlin, Zeitschriftenfundstelle: MM 2002, 427)
  • Betriebsausfall des Fahrstuhls in einem Mehrfamilienhaus: 15 Prozent (AG Berlin-Mitte, Zeitschriftenfundstelle: MM 2007, 227)
  • Durch Heizung verursachte Klopfgeräusche: 12 Prozent (LG Münster, Zeitschriftenfundstelle: WuM 2000, 691)
  • Verkalkte Duschwand und Gerüche im Badezimmer: 7 Prozent (LG Berlin, Zeitschriftenfundstelle: WuM 2004, 234)
  • Ersatzloser Wegfall des Fahrradkellers: 5 Prozent (AG Hamburg, Zeitschriftenfundstelle: WuM 2008, 332)
  • nicht ausreichende Wassererwärmung durch den Durchlauferhitzer: 3 Prozent (AG Köln, Az.: 220 C 152/07)

Faktoren, die Einfluss auf die Höhe der Mietminderung haben, sind zum Beispiel die Schwere der Beeinträchtigung, die Größe und der Standard der Wohnung, die Lage oder die Jahreszeit.

Wenn der Mieter die Miete kürzt: So sollten Vermieter vorgehen

Wenn Mieter ihre Miete kürzen, sollten Vermieter folgendermaßen vorgehen:

1. Schritt: Prüfen, ob der Minderungsgrund berechtigt ist

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Bagatellschaden oder tatsächlich ein Minderungsgrund? Ist die Miete gekürzt, sollten Vermieter das genau überprüfen. Foto: iStock.com/clu

Voraussetzung für eine Mietminderung ist stets, dass der Gebrauch des Wohnraums erheblich eingeschränkt ist. Gründe, die eine Mietminderung ausschließen, sind:

  • Bagatellschäden, wie beispielsweise ein tropfender Wasserhahn oder eine nicht schließende Zimmertür.
  • Der Mieter hat den Mangel selbst durch unsachgemäßen Gebrauch der Wohnung verursacht. Zum Beispiel Schimmelbefall, den er durch falsches Heizen und Lüften selbst verursacht hat. 
  • Der Mangel war schon bei Abschluss des Mietvertrags bekannt und der Mieter hat ihn widerspruchslos hingenommen (§ 536b BGB). 
  • Es handelt sich um Mängel aufgrund einer energetischen Sanierung nach Paragraph 555b Nr. 1 BGB, wie zum Beispiel Wärmedämmung, Heizungs- oder Fensteraustausch: Hier ist zumindest in den ersten drei Monaten eine Mietminderung ausgeschlossen. (§ 536 BGB)
Achtung

Die Drei-Monats-Sperre für die Mietminderung bei energetischer Modernisierung gilt ab dem Tag des Baubeginns. Werden die Bauarbeiten unterbrochen, läuft die Frist aber weiter.

Wichtig: Die dreimonatige Sperre gilt laut Brückner sogar dann, wenn die Mietsache durch die baulichen Maßnahmen unbewohnbar wird. Selbst dann kann der Mieter nicht die Miete mindern.

Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, sollten Vermieter die Wohnung besichtigen und sich den Schaden ansehen. In schwierigen Fällen ist es ratsam, sich bei einem Eigentümer- oder Vermieterband beraten zu lassen oder die Mängelfrage von einem Sachverständigen klären zu lassen.

2. Schritt: Prüfen, ob die Mietminderung korrekt durchgeführt wurde

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Zum korrekten Vorgehen bei Mietminderung gehört es auch, dass der Vermieter informiert wird und eine Mängelanzeige erhält. Foto: Andrey Popov/stock.adobe.com

In einem zweiten Schritt sollten Vermieter prüfen, ob der Mieter bei der Mietminderung korrekt vorgegangen ist: Wurde dem Vermieter der Mietmangel ab Kenntnis unverzüglich mitgeteilt? „Wenn nicht, kann der Mieter die ihm zustehenden Minderungsrechte verlieren und gegenüber dem Vermieter schadensersatzpflichtig werden“, sagt der Vermieterexperte Brückner.

Die Mitteilung an den Vermieter, auch Mängelanzeige genannt, müsse dabei keine hohen Voraussetzungen erfüllen, sondern den Vermieter in die Lage versetzen, den ihm mitgeteilten Mangel zu finden und zu prüfen. Bei Mängeln wie Ruhestörung kann es hilfreich sein, wenn dafür ein Lärmprotokoll vorgelegt wird, allerdings ist dies keine Pflicht (BGH, Az.: VIII ZR 155/11).

Manche Mängelanzeigen enthalten zudem eine Frist zur Schadensbeseitigung. Doch diese ist laut dem Rechtsexperten nicht erforderlich, damit der Mieter die Miete kürzen darf. „Nur wenn er den Mangel selbst beseitigen und die Kosten dafür vom Vermieter zurückfordern will, ist diese nötig“, sagt der Rechtsexperte. Bei normalen Schäden gilt eine Frist von zwei bis drei Wochen meist als angemessen. „Kommt der Vermieter mit der Mangelbeseitigung bei Ablauf einer angemessenen Frist in Verzug, kann der Mieter selbst die Mangelbeseitigung betreiben.“

3. Schritt: Vorgehen je nach Zulässigkeit der Mietminderung

Je nachdem, ob die Mietminderung rechtens ist, sollte der Vermieter unterschiedlich reagieren:

Wenn die Mietminderung rechtens ist

Wenn der Vermieter für den Mangel zuständig ist, sollte er den Schaden so schnell wie möglich beheben und einen Handwerker beauftragen. Wenn es ein Mietmangel ist, gegen den er nichts unternehmen kann, zum Beispiel bei Baustellenlärm, muss er die Mietminderung hinnehmen, solange die Störung besteht. Eventuell können Vermieter – nach rechtlicher Beratung – vom Verursacher Schadensersatz einfordern.

Wenn die Minderung rechtens, aber die Quote zu hoch ist

Geht der Vermieter davon aus, dass die Mietminderung zwar berechtigt, aber zu hoch ist, so rät Rechtsexperte Brückner: „Zunächst sollte er versuchen, sich mit dem Mieter über die Höhe der Minderungsquote zu einigen. Gelingt dies nicht, kann er den seiner Ansicht nach zu wenig gezahlten Mietzins gerichtlich geltend machen.“ Vor Gericht wird dann geklärt, welche Minderungsquote oder welcher Minderungsbetrag angemessen ist.

Wenn die Mietminderung nicht rechtens ist

Miete mindern, Miete kürzen, Mietminderung widersprechen, Vermieter, ein Mann liest ein Dokument und lächelt, Foto: iStock.com/Tinpixels
Handeln statt hadern: Ist die Mietminderung unberechtigt, können Vermieter dagegen vorgehen und widersprechen. Foto: iStock.com/Tinpixels

Ist die Mietminderung nicht gerechtfertigt, sollten Vermieter wie folgt vorgehen:

Mietminderung widersprechen, anmahnen und Nachzahlung fordern

Zunächst sollte der Vermieter der Mietminderung schriftlich widersprechen, mit Begründung, warum sie nicht rechtens ist. Zum Beispiel, weil es sich um einen Bagatellschaden handelt oder weil der Schaden bereits bekannt war. Vermieter können den Mieter anmahnen, die ausstehende Miete nachzuzahlen und eine mögliche Klage ankündigen.

Wichtig beim Widerspruch: Der Vermieter muss nicht unmittelbar widersprechen. Denn laut Brückner zählt eine zu Unrecht geminderte Miete als Zahlungsverzug – und Mietzahlungsansprüche des Vermieters verjähren erst innerhalb von drei Jahren ab Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Klage einreichen

Bleibt der Widerspruch ohne Erfolg, können Vermieter klagen und die Nachzahlung der ausstehenden Beträge gerichtlich geltend machen. „Das vorherige Anmahnen der ausstehenden Beträge ist jedoch nicht zwingend notwendig“, sagt Brückner. Der Vermieter kann also, wenn er von einer unberechtigten Minderung ausgeht und stattdessen Zahlungsverzug vorliegt, auch unmittelbar zur Klage greifen. Dies sollte er aber nicht ohne Rechtsberatung tun.

Vor Gericht muss der Mieter nachweisen, dass der Mangel besteht und er ihn angezeigt hat. Der Vermieter muss das entsprechend widerlegen.

Kündigung wegen Mietminderung

Während einer Mietminderung darf in der Regel nicht gekündigt werden, auch wenn der Vermieter meint, die Minderung sei zu hoch. Einzige mögliche Ausnahme laut Urteil des Bundesgerichtshofs: Die Mietminderung ist unberechtigt und es handelt sich eigentlich um einen Zahlungsverzug (BGH, Az.: VIII ZR 138/11). Eine fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs ist laut Brückner möglich, wenn:

  • der Zahlungsrückstand insgesamt zwei volle Monatsmieten erreicht oder
  • der Mieter seine Miete zwei Monate hintereinander nicht oder nur teilweise zahlt, sodass ein nicht unerheblicher Teil fehlt. „Das kann schon sein, wenn er für einen Monat überhaupt keine Miete zahlt und im darauffolgenden Monat einen Euro zu wenig zahlt.“

Bevor Vermieter den Schritt der fristlosen Kündigung gehen, sollten sie sich zur Sicherheit durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Eigentümerverein beraten lassen.

Ausnahmefälle: Dann ist eine Mietminderung rückwirkend möglich

In der Regel gilt: Gezahlt ist gezahlt. Eine Mietminderung gilt nur für die Zukunft, bereits gezahlte Miete rückfordern geht nicht. Allerdings gibt es hiervon in bestimmten Fällen Ausnahmen.

Dies kann zum einen der Fall sein, wenn der Mieter dem Vermieter einen Wohnungsmangel anzeigt und dazu mitteilt, dass er die Miete nur noch unter Vorbehalt zahlt. Dann bleibt sein Recht auf Mietminderung ab diesem Zeitpunkt bestehen. Möglicherweise bedarf es dann aber einer gerichtlichen Klärung, welche Höhe der Mietminderung berechtigt ist.

Zum anderen kann dies zutreffen, wenn ein Mieter den Vermieter über einen Mangel informiert und die vollständige Miete weiterzahlt, weil er irrtümlicherweise davon ausgeht, dass die Mietminderung von der Zustimmung des Vermieters abhängig ist. Im konkreten Fall vor dem Bundesgerichtshof bat der Betroffene den Vermieter zwar um eine Mietminderung, nahm diese jedoch nicht selbst vor. Laut Urteil verliert er dadurch sein Minderungsrecht nicht. Denn: Die Voraussetzungen dafür sind erfüllt, wenn die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung gemindert ist und der Mangel beim Vermieter angezeigt wurde. In diesem Fall ist eine rückwirkende Mietminderung möglich. (BGH, Az.: III ZR 100/18)

Fazit: Bei Mietminderung das Gespräch suchen – und prüfen

Wenn Mieter die Miete mindern, sollten Vermieter erst einmal Ruhe bewahren und überprüfen, ob die Mietminderung überhaupt angemessen oder rechtens ist. Ein persönliches Gespräch mit dem Mieter ist ratsam, möglicherweise lässt sich der Mangel an der Wohnung recht schnell beseitigen und sich die Höhe und Dauer der Minderung in Grenzen halten. Kürzt der Mieter die Miete zu Unrecht und lässt auch nicht mit sich reden, hilft nur der Gang zum Fachanwalt.

FAQ Mietminderung durch den Mieter

Wann darf der Mieter die Miete mindern?

Zwei Voraussetzungen müssen in der Regel erfüllt sein: Zum einen muss ein Wohnungsmangel vorliegen, der den vertragsgemäßen Gebrauch erheblich einschränkt – und den der Mieter nicht selbst verschuldet hat und der Mieter muss diesen Mangel dem Vermieter unverzüglich anzeigen.

Mehr dazu, wann eine Mietminderung möglich ist.

Was sind Gründe für Mietminderung?

In der Regel alles, was den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung erheblich einschränkt. Das können zum Beispiel auftretende Schimmelschäden, aber auch Baustellenlärm oder eine defekte Heizung sein. Pauschal lässt sich das allerdings nicht beantworten, sondern es kommt stark auf den Einzelfall an.

Mehr dazu, wann eine Mietminderung möglich ist.

Wie hoch darf die Mietminderung sein?

Das hängt stark vom Einzelfall ab und davon, wie erheblich die durch den Wohnungsmangel verursachte Einschränkung ist. Allerdings sollte eine Mietminderung stets verhältnismäßig sein.

Wird die gesamte Wohnung durch den Mietmangel komplett unbewohnbar, wären also unter Umständen Minderungsquoten von bis zu 100 Prozent möglich. Die Urteile verschiedener Amtsgerichte und Landgerichte können dabei eine grobe Orientierung geben, wie viel Miete weniger angemessen ist – eins zu eins übertragbar sind sie jedoch nicht. Im Zweifel lohnt sich hier die Beratung durch einen Fachanwalt für Mietrecht.

Mehr dazu, um wie viel der Mieter die Miete mindern kann.

Wie hoch ist eine Mietminderung bei Baulärm?

Sofern der Mieter nicht bereits bei Unterzeichnung des Mietvertrages von der kommenden Baustelle wissen konnte, ist in der Regel eine Mietminderung möglich. Rechtsexperten schätzen die Höhe auf rund zehn bis 40 Prozent, je nach Häufigkeit, Art und Dauer des Baulärms. Bei extremem Baulärm kann die Minderung sogar höher ausfallen, etwa wenn die Wohnung wegen des Krachs nahezu unbewohnbar ist.

Wichtig hierbei: Bei Baulärm aufgrund einer energetischen Modernisierung kann das Minderungsrecht für die Dauer von drei Monaten ausgeschlossen sein (§ 536 Abs. 1a BGB).

Mehr zu Mietminderung wegen Lärm.

Wie viel Prozent Mietminderung sind bei Wasserschaden zulässig?

Das kommt auf den Einzelfall an. Die Minderungsquote ist dabei aber umso höher, je stärker der Wasserschaden die Wohnung beeinträchtigt. Einige Urteile von Amtsgerichten und Landgerichten aus den Mietminderungstabellen können als grobe Orientierung dienen, sie sind jedoch nicht einfach so übertragbar:

  • Zwei Trocknungsgeräte in der Wohnung sowie Wegrücken der Möbel von der Wand aufgrund von Wasserschaden: 80 Prozent (LG Köln, Zeitschriftenfundstelle: ZMR 2012, 625)
  • Starke Schimmelbildung im Wohnzimmer, fehlende Duschmöglichkeit sowie Lärm durch Trocknungsgeräte: 80 Prozent (AG Köln, Az.: 224 C 100/11; Zeitschriftenfundstelle: WuM 2012, 342)
  • Unbenutzbarkeit des Wohnzimmers aufgrund eines Wasserschadens, da die Decke einzustürzen droht: 30 Prozent (AG Bochum, Zeitschriftenfundstelle: WuM 79, 74)
  • Wassereintritt durch undichte Fenster: 5 Prozent (LG Berlin, Zeitschriftenfundstelle: MDR 82, 671)
  • Optische Beeinträchtigung, wenn sich die Tapete im Flur aufgrund eines Wasserschadens löst: 0,5 Prozent (LG Berlin, Az.: 64 S 334/03; Zeitschriftenfundstelle: WuM 2004, 233)

Wichtig: Im Zweifel sollte hierzu ein Fachanwalt für Mietrecht befragt werden. Hat der Mieter zudem den Wasserschaden selbst verursacht, ist keine Mietminderung möglich und er muss selbst für den Schaden aufkommen.

Kann der Vermieter die Mietminderung zurückfordern?

Ja, sofern die Mietminderung nicht rechtens ist, etwa, weil kein Minderungsgrund vorliegt, kann der Vermieter diese zurückfordern. Wie genau er dabei vorgehen sollte, wird hier erklärt

Wie lange hat der Vermieter Zeit, um Mängel zu beheben?

Bei normalen Reparaturen gelten in der Regel zwei bis drei Wochen als eine angemessene Frist. Bei dringenden Schäden, etwa, wenn die Wasserversorgung ausfällt, sind aber auch kürzere Fristen angemessen, zum Beispiel eine Woche. Im Zweifel sollten Vermieter hierzu einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Eigentümerverein um eine Einschätzung fragen.


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36 Kommentare

HH am 15.10.2020 19:25

Guten Abend,

wir haben seit 2 Tagen bedingt durch einen Wasserschaden Trocknungsgeräte im Badezimmer. Zusätzlich verursacht ein Regenfallrohr durch unseren Abstellraum ein weiteren Wasserfleck.

Badezimmer und Abstellkammer sind nur eingeschränkt nutzbar und die Trocknungsgeräte laufen 24/7. Unsere Vermieter meinen, wir sollen 6 Wochen aushalten und deren Versicherung würde uns mitteilen, wie viele Miete wir mindern dürfen.

Wir haben keine Verträge mit der Versicherung unserer Vermieter. Demnach müssen wir doch direkt anteilig die Miete mindern und unsere Vermieter diesen Schaden dann bei deren Versicherung einreichen, oder? Wir hatten an eine Minderung von 60% gedacht.

MFG

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Markus N. am 05.10.2020 16:29

In diesem Beitrag zur Mietminderung wird nur von der Miete gesprochen.

Was ist mit der Betriebskostenvorauszahlung? Woanders hatte ich mal gelesen, dass diese um den gleichen Prozentsatz gemindert werden kann wie die Kaltmiete, also faktisch die Warmmiete um den angemessenen Prozentsatz gemindert werden kann.

Wenn nun auch die Betriebskostenvorauszahlung gemindert wird, wie ist dies in der jährlichen Betriebskostenabrechnung zu behandeln? Ist der Mieter so zu stellen, als hätte er die volle Betriebskostenvorauszahlung geleistet (im Ergebnis geht die Minderung dann zu Lasten des Vermieters) oder ist nur die geminderte Betriebskostenvorauszahlung anzusetzen (im Ergebnis würde der Mieter dann den auf die Betriebskostenvorauszahlung entfallenden Minderungsbetrag nachzahlen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 07.10.2020 09:11

Hallo Markus N.,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das müsste in dem Artikel tatsächlich deutlicher herausgestellt werden: Bei der Mietminderung ist stets die Warmmiete (= Bruttomiete) die Berechnungsgrundlage, laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes von 2005 (Berechnungsgrundlage einer Mietminderung, ist immer die Warmmiete (= Bruttomiete) (BGH WuM 2005, 573). Das heißt, die Kaltmiete zuzüglich der von dem Mieter geschuldeten Nebenkosten.

Sofern die Mietminderung berechtigt ist, müsste dies bei der Betriebskostenabrechnung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu Lasten des Vermieters gehen. Allerdings können wir selbst dies leider nicht beurteilen, da wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden Ihnen hierfür empfehlen, im Zweifel einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein zu Rate zu ziehen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Lulu am 05.10.2020 14:40

Der Mieter zahlt seine Miete ständig unter Vorbehalt, obwohl keine Mängel bestehen.

Abmahnung ist auch schon erfolgt. Trotzdem vermerkt er weiter unter Vorbehalt.

Was muß ich jetzt tun ? Ich denke das ist wie Nichtzahlung

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 05.10.2020 15:27

Hallo Lulu,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das ist in der Tat sehr merkwürdig, da ein solcher Vorbehalt zum Beispiel im Rahmen einer Mängelanzeige begründet sein müsste. Allerdings dürfen wir selbst zu Individualfällen keine Rechtsberatung leisten. Wir würden Ihnen empfehlen, sich hierzu durch einen Eigentümerverein wie Haus und Grund oder einen Rechtsanwalt beraten zu lassen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Melanie 38 am 08.09.2020 00:10

Guten Abend,

Ich möchte auch gerne mal was fragen.

Undzwar geht es darum das wir eine 140qm Wohnung haben. Wir leben seit 20 Jahren hier und es liegen sehr viele Mängel vor.

Die Mängel sind ca 5 Jahre alt. Wie zb undichte Fenster, Heizung sind entweder defekt oder lauwarm, schimmel im Bad, da der Vermieter eine normale statt Bad Tür verwendet hat und wir kein Fenster im Bad haben, ist die Decke voll. Wasserschäden wegen rohbrüche in mehreren Räumen, die Duschtür ist kaputt und Wasserstrahl in der Küche ist sehr schwach. Der Vermieter weiß über alles bescheid und sagt ständig es wird jemand kommen es ist jetzt einige Monate her und es hat sich nichts getan. Da es uns jetzt langsam reicht, haben wir die miete gekürzt, um ca 300€. Ist dies gerecht?

auf Kommentar antworten

Carmingo am 07.09.2020 22:00

Hallo hallo guten Tag!

Wir sind in eine (10% über dem ortsüblichen Mietpreis liegenden) Wohnung mit vertraglich zugesicherten Einbauküche gezogen. Am Tag der Schlüsselübergabe wurde uns mitgeteilt, dass es diese Küche noch nicht gibt, im Übergabeprotoll mussten wir unterschreiben, dass die Küche in den nächsten zwei Wochen kommt. Kommentarlos ist die Zeit ohne Küche verstrichen. Wir haben dem Vermieter nun mitgeteilt, dass wir ihm noch 2 Wochen Zeit geben und dann die Einzugsermächtigung kündigen und ihm die Miete mit 20% Minderung bis zum Einbau der Küche überweisen werden. Der Vermieter kann uns keine Informationen zum Zeitpunkt der Montage geben und schiebt die Schuld auf Corona. Doch Mietminderung setzt kein Verschulden voraus, oder? Ist Unser Vorgehen richtig?

Vielen Dank für eine Antwort!

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 09.09.2020 10:05

Hallo Carmingo,

Sie haben insofern Recht, als dass ein Anspruch auf Mietminderung in der Regel auch ohne Verschulden des Vermieters besteht. Allerdings dürfen wir selbst keine Rechtsberatung leisten und können insofern auch keinen Rat geben, um wie viel Sie die Miete mindern dürfen und inwiefern Ihr Vorgehen richtig ist.

Wir empfehlen Ihnen, sich durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein beraten zu lassen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Lisa am 30.08.2020 17:03

3 Rollläden in meiner Wohnung sind kaputt und meine Tochter muss im Halbdunkel ihre Hausaufgaben machen. Der Vermieter ist informiert und meint er kümmert sich um einen Handwerker. Tut er aber nicht. Wieviel Prozent Mietminderung kann ich nun nach mehreren Monaten in Betracht ziehen?

auf Kommentar antworten

Stuggi am 15.06.2020 11:04

Guten Tag,

wir haben seit einem Monat weder Heizung noch Warmwasser in unserer Wohngemeinschaft. Der Vermieter ist seit Tag 1 informiert und wir haben ihm auch bereits unsere Mietminderung von 50% angekündigt. Er reagiert aber nicht darauf.

Können wir jetzt einfach die Miete selbständig kürzen, oder müssen wir darauf vertrauen, dass er uns die Minderung auf unsere Konten nach der Reparatur rückerstattet?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 22.06.2020 08:25

Hallo Stuggi,

wer selbst die Miete mindert, geht immer ein gewisses Risiko ein. Denn klagt der Vermieter und das Gericht entscheidet, die Minderung ist ungerechtfertigt oder zu hoch, dann sind Sie in Zahlungsverzug geraten und können unter Umständen fristlos gekündigt werden. Daher sollten Sie nie ohne vorherige rechtliche Beratung die Miete kürzen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können. Bitte wenden Sie sich an einen Fachanwalt oder einen Mieterschutzverein.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Mietpreismuffel am 22.04.2020 14:37

Guten Tag !

Ich habe ein dringendes Problem, welches ich bedingt dadurch, dass der Mieterbund z. Zt. geschlossen hat (Corona Pandemie) nicht selbst lösen kann.

Folgendes Problem: Ich habe seit 2002 eine widerspruchslose Mietminderung von 35, - € durchgesetzt, die man mir nunmehr zusammen mit einem Mieterhöhungverlangen(Vergleichswohnungen zwischenzeitlich saniert) absprechen will. Ich bewohne seit 1979 eine DDR Plattenbauwohnung, die 1995 zwar vollumfänglich, allerdings kostengünstig saniert wurde.

Die teilweise Mängelbeseitigung, so z. B. die durchschlagen Feuchtigkeit wurde behoben aber weitere seinerzeit beanstandeten Mängel, insbesondere die Fussbodenbeläge an Stelle der Nachtspeicheröfen, wurden lediglich mit andersfarbigen Belag ausgebessert und befinden sich noch heute in diesem Zustand. Küche und Flur, dunkelbraunes Linoleum befinden sich ebenfalls noch unter dem von mir ausgelegten Teppichboden. Um diesen Makel optisch zu verdecken, bin ich gezwungen Teppichböden in den 3 Räumen komplett auszulegen oder irgendwie anders mit Möbel zu verdecken. Insofern bieten die aufgeführten Vergleichswohnungen, für mich keinen tatsächlichen Vergleich. Selbst die (alten) Zimmertüren brauchen sporadisch ihren weißen Farbanstrich.

Mir wurde gesagt, dass die WOBAU die Fussböden zwar erneuern würde, ich aber die Freiräumung der Wohnung veranlassen müsse. Ich bin 70 Jahre alt und insofern überfordert.

Nun hatte ich nicht der Mieterhöhung selbst widersprochen, sondern lediglich dem Abzug der seit 18 Jahren bestehenden Mietminderung. Erwartungsgemäß lässt sich die WOBAU darauf nicht ein und verlangt die neu angepasste Mietzahlung zum 03.05.2020 !

Ich brauche jetzt wirklich dringend einen Rat in dieser Angelelegenheit. Resignieren möchte ich eigentlich nicht, denn ich werde sicherlich(?) noch weitere Mieterhöhungen erleben.

Ich habe 10% Minderung für alle 5 Räume veranschlagt.... ist dies evtl unangemessen hoch ? Sollte ich nur den bisher gewohnten Mietminderungsabschlag als Differenz vom neuen Mietpreis berechnen ?

Was raten mir die Fachleute in dieser Situation, damit ich wieder beruhigt schlafen kann!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und evtl. Hilfe und lb. Gruß!

Mietpreismuffel

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.04.2020 11:00

Hallo Mietpreismuffel,

ob eine Mietminderung zulässig ist oder nicht, hängt davon ab, ob ein Mangel erheblich ist oder nicht. In § 536 BGB heißt es: "...Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht."

Ob in Ihrem Fall die Erheblichkeitsschwelle erreicht ist, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Dies müssten Sie dann, wenn der Mietervereion wieder offen hat, mit diesem vor Ort besprechen.

Wie hoch eine Mietminderung sein darf, hängt immer von der Schwere der Beeinträchtigung ab und muss im EInzelfall beurteilt werden. Da es sich hier um eine optische und nicht funktionale Beeinträchtigung handelt, würden wir hier eher davon ausgehen, dass nur eine geringe Minderung zulässig wäre, so die Erheblichkeitsschwelle überschritten wäre.

Bis der Mieterverein wieder offen hat, könnte es eine Lösung sein, dass Sie den Anteil der Miete, der wegen des mutmaßlichen Mangels gemindert ist, nur unter Vorbehalt zahlen. In diesem Fall würden Sie das Problem umgehen können, dass, so sich später herausstellen sollte, dass keine Mietminderung zulässig wäre, Ihnen das Einbehalten nicht als Mietrückstand ausgelegt wird.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Bkz am 24.03.2020 12:48

Gutem tag

Ich bin Eigentümer von 7 Wohneinheiten habe heute zum 2 mal Brief bekommen von Mieter in EG das es wegen lärm eine Mietminderung 20% statt findet ,

Bin am ersten Beschwerde zum Mieter gegangen habe mich auch informiert mit dem Lärm , und es ist nicht richtig was der Mieter sagt, habe mich auch mit der Mieter 1OG mich hingesetzt und mich informiert über den lärm es entspricht nicht die Wahrheit des lärm.

Was kann ich dagegen tun?

Lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.03.2020 08:51

Hallo Bkz,

grundsätzlich können Mieter die Miete mindern, wenn ein Mangel vorliegt, der nicht nur unerheblich ist. Das gilt auch für Lärm. Wenn hier sozusagen Aussage gegen Aussage steht, könnte es darauf hinauslaufen, dass dies in einem Gerichtsprozess geklärt werden könnte. Eine einfache Möglichkeit, das Preoblem zu lösen, sehen wir hier eher nicht.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

bibi am 11.01.2020 18:40

Hallo, das Jobcenter hat wegen Heizungsausfall die Miete und nebenkosten eingehalten was sonst direkt am Vermieter gezahlt wird jetzt kündigt er fristlos , das Haus wurde als sanierungsbedürftigt von Gericht gekauft aber fertig machen will oder kann er es nicht (19Jahre alt vermieter ) kann er kündigen wenn er die mängel nicht abstellt , es ist auch schimmel in der Wohnung 2 zimmer (Küche und Schafzimmer ) undichte Fenster kappute Kellerfenster .. Wir wohnen hier seit 2015 , er übernahm es erst mai 2019 , hat alle Mängel besichtigt auf fotos angefertig tut aber nichts darf er kündigen wenn das jobcenter miete wegen wintermonatsheizperiode Miete einstellt ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.01.2020 11:14

Hallo bibi,

rein rechtlich ist alleine der Mieter für die Zahlung der Miete zuständig, d.h., auch wenn das Jobcenter die Zahlung einstellt, muss die Miete gezahlt werden. Allerdings ist es naheliegend bei erheblichen Mängeln und einem Heizungsausfall eine Mietminderung vorzunehmen. Diese sollte aber schriftlich und inangemessener Höhe (je nach Schweregrad der Mängel) geltend gemacht werden.

Wir raten Ihnen, da eine genaue EInschätzung aus der Ferne nicht möglich ist, sich vor Ort rechtlich beraten zu lassen, ggf. zuvor das Jobcenter zu kontaktieren und den Sachverhalt mitzuteilen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


bibi am 13.01.2020 12:07

hallo Immowelt-Redaktion,

das alles wurde gemacht da die Wohnung seit Monaten keine Heizung mehr hatte , auch Warmwasser drüber läuft haben wir ein Boiler einbauen lassen auf unsere Kosten das wir wenigstens warm Wasser haben , da die Wohnung eine Gradzahl von unter 15 grad aufweist wenn wir mit Holzofen heißen ,wobei die Fenster teilweise undicht sind wurde die Miete auf 100%gekürzt seit November wir haben den Vermieter mehrfach angemahnt wegen der Heizung seit Übernahme des Hauses 1.5.2019 sogar eine Frist vom 14.10. wurde nicht beantwortet , da wir auch Heizöl Vorauszahlung seit Monat 1.5.- a)150 Euro , ab November sollte nur noch 100 Euro bezahlt werden (Richtlinie Job Center ) bezahlt wurden auch kein Öl aufgefahren wurde war die 100%Minderung auch gerechtfertigt, wo auch eingerechnet sind Schimmel in 2 Zimmern usw. (zu zeit nicht nutzbar)was auch mitgeteilt wurde , keine Reaktion des Vermieters , die Zahlung wurde dann eingestellt nach Gespräch des Jobcenters wo auch die Mängel angegeben wurden , Wir selbst müssen für Brennstoffe aufkommen und das geht fleißig ins Geld so das wir einen Wirtschaftlichen Schaden davontragen und mit der Sachlage keine Hilfe erwarten können . So siehts aus der Vermieter weiß es und meint er kann kündigen ohne Grundlage . Da kann er doch nicht kündigen wenn er die Mängel nicht abstellt ?

Violawehner am 05.01.2020 19:17

Hallo, ich habe eine Kündigung wegen Eigenbedarf bekommen. Ende Mai 2020 muss ich raus. Jetzt will er in dieser Zeit noch modernisieren damit er selbst dann am 1.6.2020 einziehen kann. Darf er das, obwohl er mir gekündigt hat und ich noch bis Ende Mai drin wohne? Danke vioweh

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Immowelt-Redaktion am 07.01.2020 11:12

Hallo Violawehner,

wenn eine Eigenbedarfskündigung zulässig und wirksam ist, hat der Mieter das Recht, die Wohnung bis zum letzten Miettag uneingeschränkt zu nutzen. Sollte Ihr Vermieter Ihnen diesbezüglich Ärger bereiten, raten wir den Gang zu einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Lilli am 21.11.2019 17:41

Hallo

Folgendes Problem liegt vor..

Dürfen im Badezimmer die Toilette nicht benutzen nur im Gäste Wc

Es ist eine Küche vorhanden wo der Backofen und der Kühlschrank nicht funktioniert.

Meine Vermieterin meinte ich sollte froh sein das eine Küche drin ist ..

Ist es rechtens eine Mietminderung vorzunehmen.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung

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Immowelt-Redaktion am 22.11.2019 09:13

Hallo Lilli,

so wie wir Sie verstehen, haben Sie eine Wohnung mit einer Toilette im Bad sowie einer zusätzlichen Gästetoilette gemietet. Das ist dann der vertragsgemäße Zustand der Mietsache, demzufolge dürfen Sie beide Toiletten nutzen. Sofern die Toilette im Bad defekt ist, wäre der Vermieter verpflichtet, diesen Mangel zu beseitigen.

Sofern die Einbauküche mitvermietet ist, ist der Vermieter auch verpflichtet, diese in einem vertragsgemäßen Zustand zu erhalten. D.h., geht ein Elektrogerät kaputt, so ist es Vermietersache, diesen Mangel zu beseitigen.

Sollte es zu keiner einvernehmlichen Lösung mit dem Vermieter kommen, kann es ratsam sein, die Hilfe eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht in Anspruch zu nehmen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Angela am 05.11.2019 08:34

Folgendes Problem hat mein Sohn: er wohnt in Miete in einer Mansardenwohnung, die durch den Hagel heuer sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aufgrund der vielen Schäden in diesem Unwettereinzugsbereich war das Dach undicht geworden, Schimmel bildete sich, der mittlerweile entfernt wurde. Da die Hauswände nass sind, musste die Küche abgebaut werden. Jetzt müssen sie getrocknet werden, dann alles gestrichen und die Küche wieder aufgebaut werden.

Mein Sohn denkt nun über eine Mietminderung nach und zugleich möchte er den Mietvertag kündigen.

Was muss er beachten und wie verhält er sich richtig.

Vielen Dank für eine Info.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Keßler

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Immowelt-Redaktion am 05.11.2019 11:13

Hallo Angela,

schwerwiegende Mängel der Mietwohnung rechtfertigen grundsätzlich eine Mietminderung. Wie Mieter dabei vorgehen sollten, haben wir hier zusammengefasst: ratgeber.immowelt.de/mietminderung.html

Ganz unabhängig von einer Mietminderung kann ein Mieter i.d.R. mit der gesetzlichen Frist den Mietvertrag kündigen. Infos finden Sie hier: ratgeber.immowelt.de/a/wohnung-kuendigen-problemlos-raus-aus-dem-mietvertrag.html

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

fam.liebhart am 17.10.2019 16:12

Wir haben aktuell folgendes Problem: Letzte Woche waren bei uns Handwerker im Haus, um die Heizungsanlage zu erneuern. Spricht nichts dagegen. Allerdings wurden wir nicht darüber informiert.

Wir hatten aufgrund der Arbeiten keine Heizung und Warmwasser von Montag bis Freitag. (Außentemperatur ca. 10 Grad) Zur Überbrückung haben wir uns dann einen Heizer gekauft.

Nun eine Frage: Dürfen wir einen prozentualen Teil der Miete aufgrund der Vorkommnisse einbehalten? Falls ja wie viel? Außerdem hatten die Arbeiten zur Folge, dass unsere Spülmaschine kaputt ging, da dass Wasser abgesperrt wurde. Hier mussten wir einen Spezialisten kommen lassen, der ein Ersatzteil bestellen musste, um die Maschine zu reparieren. Darf ich die Kosten meinem Vermieter in Rechnung stellen? LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.10.2019 10:36

Hallo Familie Liebhart,

grundsätzlich kann bei Wohnungsmängeln ein Recht auf Mietminderung bestehen. Hinsichtlich der Frage, ob Ihnen Schadensersatzansprüche wegen der defekten Maschine zustehen, stellt sich die Frage, ob Sie nachweisen können, ob es sich um ein Verschulden des Vermieters handelte.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Persönliches Pech am 16.10.2019 21:38

Wir haben aktuell folgenden Fall: Im Bad läuft kein Heißwasser mehr. Der Durchlauferhitzer (Erdgas) schaltet nach kurzer Zeit ab. In der Küche geht es.

Nun kümmert sich der Vermieter und beauftragt Handwerker, die aber nicht gut arbeiten bzw. das Problem nach bereits zwei Wochen nicht gelöst haben. Zumindest wurde nach dem ersten Besuch behauptet, dass das Wasser heiß warm genug wäre. Die Vermieter haben das geprüft und bestätigen, dass es eben nicht so ist. Die Handwerker kommen diese Woche erneut.

Kann die Miete gekürzt werden, obwohl die Vermieter kaum noch Einfluss nehmen können und sich eigentlich kümmern? Muss die Mängelanzeige dann vorher noch schriftlich aufgegeben werden?

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Immowelt-Redaktion am 17.10.2019 10:32

Hallo Persönliches Pech,

grundsätzlich hat ein Mieter bei Vorhandensein eines Mangels ein Mietminderungsrecht und zwar auch dann, wenn der Vermieter redlich, aber erfolglos versucht, den Mangel beseitigen zu lassen.

Hinsichtlch der möglichen Höhe können wir aus der Ferne keine Beurteilung abgeben.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Dennis Z am 22.05.2019 09:17

Hallo Redaktionsteam,

Ich (m/25) habe vor kurzem eine Immobilie geerbt, in der zur Zeit zwei Zerstrittene parteien Wohnen Frau W (60+) und Frau M Frau W fühlt sich durch Frau W bedroht und gestört, weswegen Frau M auch wirksam die gemeinsame Gartennutzung entzogen wurde. Ich habe bereits mit beiden Parteien gesprochen und habe lediglich Anschuldigungen beider Parteien gegenüber der jeweils anderen erhalten. Ich hatte Frau W bereits mehrfach gebeten Beweise zu sammeln, damit ich etwas in der Hand habe mit dem ich arbeiten kann. Bis auf ein sporadisches Lärmprotokoll welches mir jedoch noch nicht zugänglich gemacht wurde ist bisher nichs geschehen außer weiterer haltloser Anschuldigungen. Nun will Frau W. die miete kürzen, da kein angstfreies Wohnen möglich sei, was da ich beide Damen kennengelernt habe meines Erachtens nach eine sehr Subjektive wahrnehmung ist und kein rechtlich Wirksamer mangel. Ich hatte bereits in Betracht gezogen eine Verwahnung an Frau M auszusprechen um guten Willen zu zeigen. Da ich mich neu Versichert habe greift mein Rechtsschutz noch nicht sodass ich davon absehen will einen Anwalt einzuschalten.

Gruß Dennis Z

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Dennis Z am 22.05.2019 09:24

Meine Frage ist, wie ich hier nun vorgehen soll.


Immowelt-Redaktion am 22.05.2019 12:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte haben Sie zunächst Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie eine rechtsverbindliche Auskunft benötigen, müssen Sie also einen Anwalt konsultieren, auch wenn das mit Kosten verbunden ist. Grundsätzlich ist eine nicht rechtmäßige Mietminderung mit einer nicht vollständig gezahlten Miete gleichzusetzen. Laut Gesetz ist dann irgendwann eine fristlose Kündigung gerechtfertigt, und zwar dann, wenn der Mieter seine Miete mindestens zwei Monate hintereinander gar nicht oder nur teilweise zahlt. Dabei muss der Rückstand laut Bürgerlichem Gesetzbuch einen „nicht unerheblichen Teil der Miete" ausmachen. Falls der Mieter über einen längeren Zeitraum immer mal wieder nicht oder nur teilweise zahlt, muss der Rückstand die Höhe von zwei Monatsmieten erreichen. Sollte der Mieter sich dann weigern, auszuziehen, müssten Sie beim Amtsgericht die Räumungsklage einreichen. Dann würde ein Gericht darüber entscheiden, ob die Mietminderung rechtens war oder nicht und der Kündigung dementsprechend entweder stattgeben oder nicht. Spätestens dann sollten Sie sich aber tatsächlich mit einem auf Mietrecht spezialisierten Fachanwalt besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Aliyavuz@gmx.de am 03.05.2019 10:36

Hallo Redaktionsteam,

Ich habe von meinem reihenendhaus, ein Teil vermietet für ein Jahr. Es komplett mit den kompletten Möbeln. Der Mietvertrag ist bis zum 30.06.2019. Der mieter wollte zum 1.5. Den Mietvertrag kündigen, was ich aber nicht zugestimmt habe. Nun seit der Ablehnung behauptet der mieter das die Heizung nicht funktioniert und sie kein heißes Wasser mehr hat. Also nach dem der mieter mir das mitgeteilt hat habe ich eine Firma beauftragt, die sich darum kümmern sollte, was er dann auch getan hat. Der Heizungsmonteur musste Wasser in die Therme ein füllen und hat es den Vermieter auch gezeigt wie es funktioniert. Nach einer Woche hat die Mieterin mich nochmal über watsupp angeschrieben das sie kein heisses Wasser mehr hat, danach habe ich wieder die Firma gerufen , die mir bestätigt hat das alles in Ordnung ist. Aber der mieter behauptet weiterhin das es kein warmes Wasser gibt und hat die miet um 50% gekürzt. Wir selber wohnen nicht im Hause, weil wir zur Zeit im Ausland sind. Die Probleme haben sich erst nach der Ablehnung der Kündigung ergeben. Seit dem diese mieter im Haus wohnen sind in der Küche und Wohnzimmer Schimmel. Das Haus wurde in einem top Zustand vermietet. Meine Frage wie muss ich bei der Mietminderung und dem Schimmel befallen vor gehen. Ich wären dankbar wenn ihr mir dabei behilflich wärt

MfG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.05.2019 11:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nach dem Ende des Mietvertrags können Vermieter einen Teil der Kaution einbehalten, wenn der Mieter zuvor die Mietsache beschädigt hat oder die Miete teilweise nicht entrichtet hat. Ansonsten bleibt Ihnen in einem solchen Fall nur, den Rechtsweg zu gehen und, falls Sie sich nicht einigen können, den Mieter zu verklagen. Hierzu empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jens am 08.04.2019 14:19

Mietminderrung nach Verbot zur Nutzung des Kaminofens.

Hallo Redaktionsteam von Immowelt,

wir haben dieses Jahr ein Haus gekauft, offiziell gehört uns das Haus seit mitte Januar.

Das Haus war/ist vermietet, wir haben eine Eigenbedarfskündigung geschrieben und nun fangen die Mieter an ärger zu machen.

Wir haben durch den ortsansässigen Schornsteinfeger die Information bekommen, dass der Kaminofen seit 2017 nicht benutzt werden darf und ob die Reperatur durchgeführt wurde.

Nach Rücksprache mit dem Vorbesitzer, der sich dafür entschuldigt hatte, dass er uns nicht informiert hat und den Kaminofen nicht reperaiert hat, haben wir uns geeinigt dass der Kaminofen raus soll, da wir das Haus von Innen eh etwas umgestalten wollten und auch dann einen neuen Kaminofen gekauft hätten.

Nun haben sich die Mieter natürlich dagegen gewehrt, besonders als wir Ihnen die Benutzung noch einmal ausdrücklich untersagt haben, aus Sicherheitsgründen für die Mieter und unseres Hauses.

Nun kommen die Mieter die seit 9 1/2 Jahren in diesem Haus wohnen mit "Mängel", dass die Heizung nicht funktioniert, die kommt nicht über 18 Grad und die Fenster würden ziehen, aber damit haben sie sich arrangiert, weil sie den Kaminofen hatten und diese so genannten "Mängel" sollen angeblich seit dem Einzug herrschen.

Die Vorbesitzer, hören von diese "Mängel" zum ersten mal, es wurde nie was erwähnt in den 9 Jahren und vorallem wurden unter anderem bevor die Mieter einzogen, neue Fester und eine neue Heizung eingebaut.

Selbst der Schornsteinfeger sagte, dass die Heizung eine sehr gute sei.

Inwiefern kann man sich vor "falschen Mängel" und ungerechtfertige Mietminderung schützen?

Auch aus deren Schreiben geht heraus, dass die Mieter nicht ausziehen wollen und unsere Eigenbedarfskündigung nicht glauben und anzweifeln.

Vorallem wenn sich jetzt nach der Inspektion heraus stellt, dass die Heizung einwandfrei funktioniert?

Ich finde immer nur Punkte, was kann ein Mieter tun, aber ich finde keinerlei Punkte, was ein Vermieter tun kann... Habe das Gefühl, das Vermieter generell verteufelt werden und die Mieter immer die "Opfer" sind.

Wir waren auf keinen Streit aus, wir wollten sogar unser möglichstes tun und den Mietern helfen, aber uns wird eine Lüge nach der andere an den Kopf geworfen, das wir einfach nicht weiter wissen und es sind offensichtliche Lügen...

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Immowelt-Redaktion am 08.04.2019 14:45

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn eine Mietminderung nicht gerechtfertigt ist, sind die nicht geleisteten Zahlungen schlicht als Mietrückstände anzusehen. Diese können eine fristlose Kündigung rechtfertigen, wenn die Rückstände die Höhe von zwei Monatsmieten erreicht haben. Ob die Mietminderung aber ungerechtfertigt ist, können wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen. Wenn der Mieter sich gegen eine Eigenbedarfskündigung wehrt, bleibt dem Vermieter als letztes Mittel die Räumungsklage. Hierzu würden wir Ihnen aber empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Eigentümerverein wie Haus und Grund oder von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

PSSZ am 16.03.2019 13:47

In unserem Wohngebiet werden sämtliche Wasserleitungen in Küche und Bad ausgetauscht, dass heißt, das der Betonschacht in der Küche weggemaacht wird und anschließend durch Trockenbau ersetzt wird. Speziell in unserem Wohnhaus werden die Bauarbeiten vom 15.04. bis 26.05 2019 andauern und in unserer Wohnung vom 15.05. bis 06.05. Für diesen Zeitraum von 3 Wochen wird den Mietern empfohlen, sich eine Übergangslösung zu suchen. FEWO oder Pension o.ä, da diese Bauarbeiten mit sehr viel Lärm und Staub verbunden ist. Dazu meine Frage, in welcher Höhe kann ich die Miete kürzen.?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.03.2019 09:46

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

um welchen Betrag Mieter die Miete mindern können, ist abhängig von Art, Intensität und Dauer der Beeinträchtigung. Es gibt aber keine verbindlichen Tabellen, aus denen für den Einzelfall die Höhe der Mietminderung hervorgeht, die Gerichte treffen hier im Streitfall immer Einzelfallentscheidungen. Wir können Ihnen insofern nur raten, sich mit dem Vermieter auf einen gewissen Mietminderungssatz zu einigen oder, falls das nicht möglich ist, sich rechtlich dazu beraten zu lassen, beispielsweise von einem Mieterverein oder direkt von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mascha1987 am 06.03.2019 12:15

Hallo,

ich habe nach Rücksprache mit dem Mieterschutzbund meine damalige Miete aufgrund einer gekappten Internet- und Fernsehleitung (durch eine Renovierung einer unterliegenden Wohnung) gekürzt.

Da mein ehemaliger Vermieter 3 Monate gebraucht hatte dies zu beheben und auch sonst es kein guter Vermieter war, habe ich gekündigt.

Jetzt hatte ich meine Nebenkostenabrechnung für 2017 erhalten über knapp 960 € Rückzahlung. Ausgezahlt hat er aber nur rund 645 €, den Rest hat er einbehalten.

Der Einbehalt ist die Summer meiner Mietminderung. Da Sie lt. Rechtsanwalt Rechtes war und sogar vom Landesgericht und Bundesgerichtshof ein Urteil dazu gibt, wird der Betrag mir nicht ausgezahlt.

Wie kann ich weiter vorgehen?

LG

Mascha Siebert

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.03.2019 13:49

Sehr geehrte Frau Siebert,

zunächst sollten Sie den Vermieter noch einmal schriftlich dazu auffordern, die Summe zu begleichen. Wenn die Mietminderung rechtens war und der Vermieter sich trotz allem weigert, die Summe auszuzahlen, bleibt Ihnen allerdings wohl nichts anderes übrig, als den Vermieter auf die Zahlung zu verklagen. Hierzu empfehlen wir Ihnen aber das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Melanie am 02.03.2019 18:05

Hallo

Ich bin Mieter und meine Nachbarin hatte ein Wasser Schaden bzw wir jetzt auch da sich das Wasser den Weg sucht. Jetzt Haben wir nun die Baustelle der komplette laminat ist raus gerissen worden im Wohnzimmer und Löcher gebohrt für die lüftungsgeräte.

Jetzt hab ich natürlich die Frage kann ich eine Mietminderung machen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.03.2019 10:12

Hallo Melanie,

unter Umständen ist in solchen Fällen eine vorübergehende Mietminderung möglich. Wir würden Ihnen aber empfehlen, diese entweder direkt mit Ihrem Vermieter abzusprechen oder, falls das nicht möglich ist, sich vorher rechtlich beraten zu lassen, entweder durch einen Mieterverein oder direkt durch einen Fachanwalt, der auf Mietrecht spezialisiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Max Mustermann am 30.12.2018 20:37

Hallo

Unsere Mieter haben die Miete gekürzt. Um 30%.Weil es angeblich in der Wohnung zu kalt ist. Sie haben uns aber nicht darauf hingewiesen.Darf der Mieter dann einfach 30% kürzen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.01.2019 16:47

Hallo Herr Mustermann,

eine zu kalte Wohnung kann durchaus ein Grund zur Mietminderung sein. Um dieses Recht ausüben zu können, müsste Ihnen Ihr Mieter aber erst einmal diesen Mangel mitteilen und eine angemessene Frist setzen, um diesen zu beseitigen. Tut er dies nicht, so hat er in der Regel keinen Anspruch auf Mietminderung.

Ab welcher Temparatur genau eine Mietminderung möglich ist, finden Sie in unserem Artikel ausführlicher erklärt: https://ratgeber.immowelt.de/a/mieterrechte-bei-defekter-heizung.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Für das weitere Vorgehen empfehlen wir Ihnen, einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Eigentümerverein wie Haus und Grund zu Rate zu ziehen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

jetztreichts am 03.12.2018 22:08

Hallo,

Draf ein mieter die miete kürzen wenn "angeblich" die wohnung ein gard celsius zu kühl ist in einem der zimmer?

auf Kommentar antworten

jetztreichts am 04.12.2018 13:24

Es war gemeint dass es in EINEM zimmer (sprich Bad) EIN grad "zu kalt" ist (19grad) und der rest der wohnung hat normal temeratur


Immowelt-Redaktion am 04.12.2018 13:48

Auch wenn es in nur einem Raum zu kalt ist, kann das einen Mangel darstellen, der eine Mietminderung rechtfertigt. Wenn noch eine Temperatur von 19 Grad erreicht werden kann, dürfte diese im Einzelfall natürlich aber nicht allzu hoch ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 04.12.2018 11:05

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das hängt davon ab, was der Mieter als "zu kühl" empfindet. Die Rechtsprung hält in der Regel eine Zimmertemperatur von 20 bis 22 Grad für den Normalfall, nachts darf sie auch auf 18 Grad sinken. Wenn diese Temperaturen länger als drei Tage nicht erreicht werden, kann man von einem Mangel ausgehen, der dann unter Umständen auch eine Mietminderung rechtfertigen kann.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Artikel unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/mieterrechte-bei-defekter-heizung.html

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tte93 am 21.11.2018 15:23

Wie verhält es sich mit einer alten, knackenden Heizung in einem WG-zimmer? Gerade beim Versuch einzuschlafen, sind diese dauernden und extrem störenden Geräusche nur noch mit ohropax auszuhalten. Auch wenn sie tagsüber nicht immer auffallen bzw. Wahrgenommen werden, so sind sie in den Abendstunden doch ziemlich präsent. Es war auch schon ein Handwerker vor Ort, der sagte, dass nur der komplette Austausch aller Leitungen hilft.

Angenommen der Vermieter weigert sich, diese Reparatur in Auftrag zu geben... Wäre das ein Grund für eine eigenmächtige Mietverringerung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2018 15:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

störende Geräusche können prinzipiell schon ein Grund für eine Mietminderung sein. Ob die knackende Heizung in Ihrem Fall aber einer ist, lässt sich aus der Ferne nicht abschließend klären. Hier kommt es im Einzelfall auf die Häufigkeit und die Intensität der Geräusche an. Bevor Sie die Miete mindern, würden wir Ihnen daher auf jeden Fall zur Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt raten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hexx47 am 13.10.2018 02:25

Wie ist das mit veraltet Eichuhren.der Vermieter kümmert sich nicht darum nebenkosten.abrechnung.war sind alle falsch seid 6j.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.10.2018 09:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie Hinweise darauf haben, dass ein Zähler den Verbrauch nicht mehr korrekt erfasst und daher falsche Zahlen als Grundlage für die Betriebskostenabrechnung dienen, können Sie der Abrechnung widersprechen. Hierzu würden wir allerdings empfehlen, die Abrechnung zuvor rechtlich prüfen zu lassen, entweder von einem Mieterverein oder direkt von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Annsofi am 02.09.2018 19:59

Liebe Immowelt Redaktion,

seit über einem Jahr ist mein Keller jedesmal nass wenn es draußen regnet. Das habe ich dem Vermieter auch sofort und immer wieder mitgeteilt. Er hat es sich auch angesehen und gesagt, dass er es in ca. 14 Tagen reparieren lassen wird.

Das höre ich von ihm seit einem Jahr. Oder er behauptet, dass er keine Firma findet, die diese Arbeit machen will. Die letzte Ausrede war, dass er pleite sei und für die Reparatur kein Geld da sei.

Jetzt habe ich die Miete um 5% gemindert, da meine Geduld nun zu Ende ist.

Meine Frage ist, ob ich den Vermieter zwingend vorher über die Mietminderung informieren muss? Das habe ich mit Absicht nicht getan, weil er mich dann wieder in Gespräche verwickelt und das möchte ich nicht.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße

Annsofi

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.09.2018 11:02

Hallo Annsofi und vielen Dank für Ihren Kommentar,

gesetzlich vorgeschrieben ist die nochmalige Ankündigung einer Mietminderung nicht, zwingend verpflichtet sind Mieter nur zur Mängelanzeige. Es empfiehlt sich allerdings dennoch, auch die Mietminderung anzukündigen und zwar am besten schriftlich. Sollte es ansonsten später zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, kann es schwierig werden, bestimmte Mängel beziehungsweise das Nichthandeln des Vermieter zu beweisen. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Pia am 03.08.2018 10:28

Hallo,

ich habe meine Wohnung fest an eine Untermieterin vermietet, die immer alle 3 Monate in meiner Wohnung ist, wenn ich woanders bin. Bei der letzten Wohnungsübergabe hat sie bemängelt, dass die Wohnung dreckig ist. Ich habe ihr daraufhin angeboten sie erneut zu reinigen und sie hat dies abgelehnt und meinte zu mir das passt schon, sie putzt es selbst. Danach schrieb sie mir sie möchte 100€ Aufwandsentschädigung dafür, dass sie 2 Stunden die Wohnung putzen musste. Daraufhin habe ich sie auf mein Recht auf Nacherfüllung erinnert und ihr erklärt, dass sie mein Angebot abgelehnt hat und jetzt keinen Anspruch mehr auf (in meinen Augen völlig unverhältnismäßige) 100€ hat. Nun hat sie die Miete um 100€ gekürzt. Ist das rechtens? Wie soll ich nun reagieren?

Vielen Dank für ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.08.2018 11:56

Hallo Pia und vielen Dank für Ihren Kommentar,

zunächst müssen wir Sie darauf hinweisen, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und die Frage daher nicht abschließend beantworten können. Ein Vermieter muss aber zumindest das Recht und die Möglichkeit haben einen Schaden zu beheben, bevor der Mieter dies selbst veranlassen und dem Vermieter dies in Rechnung stellen kann. Das gilt im Übrigen auch nur für Handwerkerrechnungen. Für einfache Arbeiten wie das Putzen der Wohnung kann der Mieter nicht so einfach Geld vom Vermieter verlangen. Wir würden Ihnen zunächst empfehlen, das Geld schriftlich einzufordern. Sollte das keine Wirkung zeigen, empfehlen wir weiterhin das Gespräch mit einem Mieterverein oder direkt mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lucy am 13.07.2018 14:10

Hallo, mein Mieter hat nach 3 Monaten Verzug endlich die Miete überwiesen, allerdings mit einer erheblichen Mietminderung. Mitte April wurde ein Wasserschaden in der oberen und unteren Wohnung festgestellt. Die Schadensursache wurde zwei Tage später behoben , allerdings lief das Wasser schon länger in Gemäuer, sodass ca. 3 Wochen Trocknungsgeräte gelaufen sind , oben und unten bei mir. Nach langen Hin und Her mit den Handwerkern ist die Sanierung , neuer Boden in die Küche , (alles an einem Tag erledigt) gestern abgeschlossen worden. Kaltmiete beträgt 500€ +200 € NK, wobei er aufgrund seiner plötzlichen Arbeitslosigkeit die Miete für den Monat Mai, Juni und Juli erst diese Woche überwiesen hat, allerdings hat er Mietminderung geltend gemacht, ohne schriftliche Ankündigung, insgesamt 900 € weniger überwiesen. Küche war die ganze Zeit komplett drin und nutzbar. Ist das rechtens , und vor allem wie soll ich nun reagieren? Vielen Dank für die Rückantwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.07.2018 14:41

Hallo Lucy und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn ein Mieter seine Miete zwei oder mehr Monate gar nicht bezahlt, rechtfertigt dies in der Regel die Kündigung des Mietvertrags durch den Vermieter. Eine Mietminderung ist bei einem Fall wie dem von Ihnen geschilderten hingegen durchaus denkbar, abschließend bewerten können wir das aus der Ferne jedoch nicht, hierzu kennen wir auch die Sachlage nicht gut genug. Beide Sachverhalte müssen zudem getrennt voneinander bewertet werden. Beachten Sie bitte auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Gerade weil die Sachlage in Ihrem Fall doch relativ komplex ist, möchten wir Ihnen daher empfehlen, das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund zu suchen. Alternativ können Sie auch direkt einen Fachanwalt konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Lucy am 13.07.2018 16:37

Vielen Dank für ihre schnelle Rückantwort. Ich bin Mitglied im Haus und Grund, habe es aber heute zu spät entdeckt und da hatten sie leider keine Sprechzeiten mehr. Am Montag werde ich auf jeden Fall dort vorstellig.

Marion T. am 01.06.2018 11:57

Hallo,

wir wohnen als Eigentümer in einem 6 Parteien Haus. 5 Wohnungen sind vermietet und gehören uns nicht. Jetzt hat eine Mieterin die Miete gekürzt, wg. Lärmbelästigung. Wir haben dem Vermieter gesagt, das wir nichts hören. Der Vermieter will, das wir uns an die Kürzungen beteiligen, weil ja der Rest des Hauses schuld ist. Kann er das verlangen? Ist das nicht seine Angelegenheit? Und muss er denn nicht den Verursacher (anderer Mieter, evtl. Vermieter) zur Rechenschaft ziehen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.06.2018 08:55

Hallo Marion und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn ein Mieter die Miete mindert, ist das zunächst eine Angelegenheit zwischen dem Mieter und dem Vermieter. Der Vermieter kann dann seinerseits gegebenenfalls den Verursacher des Lärms ermitteln und darauf hinwirken, dass dieser künftig leiser ist. Andere Wohnungseigentümer, die mit dem Lärm nichts zu tun haben, können dafür in der Regel nicht belangt werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

demi am 25.04.2018 12:32

hallo

mein vermieter will eine 5mx3m fette reklame aufstellen, die sicht vom schlaf&kinderzimmer zur hauptstrasse ist teilweise gehindert dadurch, wenn es aufgestellt wäre. weil ich skeptisch war und die sache zum stoppen brachte, hatte der vermieter mir mündlich die kündigung ausgesprochen, weil er dir kohle nur sieht, das er pro jahr 1600€ angeblich bekommen sollte.

auf Kommentar antworten

Friese72 am 19.01.2018 10:10

Hallo, kann der Mieter die Miete nachträglich mindern, selbst wenn der Vermieter, der vom Mangel wusste und mehrere Termine zur Behebung des Mangels vorgeschlagen hat und keine Reaktion seitens der Mieter erfolgte?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.01.2018 11:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Mietminderung ist generell erst ab dem Zeitpunkt möglich, ab dem der Vermieter von einem Mangel weiß und zwar generell für den Zeitraum, in dem der Mangel besteht. Ein Gericht würde ein Recht auf Mietminderung dem Mieter aber dann möglicherweise absprechen, wenn er bewusst verhindert, dass der Mangel behoben wird. Können sich die Parteien nicht einigen, muss ein solcher Konflikt also gerichtlich geklärt werden. Da wir Ihre Situation aus der Ferne aber nur schwer beurteilen können und keine Rechtsberatung leisten dürfen, empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Shaft1301 am 20.01.2018 21:20

Guten Abend, den gleichen Fall haben wir aktuell auch. Unser Mieter möchte auf Grund von Kleinigkeiten die Miete ab Februar um 50% mindern. Wir wissen zwar seit 2Monaten von den Mängeln,aber es wurde uns teilweise schwer gemacht,diese terminlich zu beseitigen.

Ruder am 22.10.2017 15:28

"Während der Mietminderung darf nicht gekündigt werden", heißt es im Experten-Tipp. Ist das gesetzlich geregelt, unter welchem Paragraphen? Mir fehlt auch der Hinweis, innerhalb welcher Frist der Vermieter einer Minderung widersprechen muss, ab wann sie durch Stillschweigen als anerkannt gilt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 12:10

Hallo Ruder und vielen Dank für Ihren Kommentar,

laut § 573 Abs. 3 BGB muss ein Vermieter eine Kündigung begründen. Zu den Kündigungsgründen zählt beispielsweise eine schwerwiegende Vertragsverletzung durch den Mieter oder der Eigenbedarf des Vermieters. Eine berechtigte Mietminderung ist kein solcher Kündigungsgrund. Gesetzlich festgelegte Fristen, ab wann eine Mietminderung als akzeptiert zu gelten hat, gibt es ebenso nicht. Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Georgio01 am 05.08.2017 20:02

Hallo, habe eine Terrasse und ein GartenAnteil kostenlos zur Nutzung überlassen.Die Terrasse wurde durch den Mieter nicht gepflegt,trotz Vereinbarung. Nun ist sie Morsch. Der Mieter kürzt nun die Miete fürs Haus um 15% . Der Garten musste wegen eines Hundes mit ein Zaun abgetrennt werden. Dieses geschah im Vorgarten der ohnehin nicht zu nutzen war. Der Zaun wurde 5 Jahre akzeptiert. Nun will der Mieter die Miete um weitere 3 % kürzen. Weil der Zaun auf "sein" Grundstück steht. Ich stehe beiden Sachverhalten skeptisch gegenüber. Weil der Zaun 5 Jahre akzeptiert wurde und die Terrasse durch mangelnde Pflege diesen Zustand erreicht hat. Wie seht ihr das?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.08.2017 09:36

Hallo Georgio und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell gilt: Hat ein Mieter einen Schaden selbst verursacht, ist eine Mietminderung ausgeschlossen. Ihre Situation können wir im Detail aus der Ferne aber nur schwer beurteilen und dürfen darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich an einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt an einen Fachanwalt zu wenden. Dort erfahren Sie, wie sie weiter vorgehen können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

a.2808 am 17.05.2017 08:56

Hallo,

wir haben jedes jahr mit schwalben auf der ostseite zu tun und müssen deswegen jeden 2 tag unsere autos waschen fahren und täglich den dreck an fenster und briefkästen entfernen. in diesem jahr bauen sie sogar auf der sonnenseite und damit am wäscheplatz. jetzt dürfen wir sogar unsere wäsche 2x waschen.

wir haben unseren vermieter davon erzählt und bekamen diese antwort.

was sollen wir da machen? dann müßt ihr die wäsche dinne aufhängen oder in kauf nehmen das sie nochmal gewaschen werden muss wenn sie doch draußen hängt und die autos könnt ihr mit der hand abwaschen wenn ihr nicht alle 2 tage zur waschanlage fahren wollt.

hier sind ca 80 nester am haus. ich freue mich immer auf den sommer wenn meine wäsche schnell trocken ist. aber jetzt kann ich nicht einmal mehr die fenster weit aufmachen da die schwalben dagegen fliegen bzw in der wohnung sind. was können wir mieter da machen?

mfg

a.2808

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Immowelt-Redaktion am 17.05.2017 15:12

Hallo a.2808,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Schwalben stehen in Deutschland unter Naturschutz. Aus diesem Grund ist es verboten, ihre Nester zu entfernen oder zu zerstören. Auch das Umsiedeln der Schalben ist nicht gestattet. Daher können wir Ihnen leider nicht mehr sagen, als dass Hauseigentümer und Mieter die Tiere dulden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Isi2804 am 06.04.2017 10:54

Wir haben etwas verfrüht die Heizung abgestellt, und es dem Mieter nicht gesagt.

Allerdings war es an den letzten Tagen im März und Anfang April nicht übermässig kalt.

Dieser hat dann die Miete für April unangekündigt um 50% gekürzt. Erst auf Nachfrage teilte er mit, was der Grund dafür war. Ich sehe ja ein, dass er nicht die volle Miete zahlt, aber finde 50% für eine Woche ohne Heizung (Ende März) doch etwas unverhältnismäßig

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Immowelt-Redaktion am 06.04.2017 10:59

Hallo Isi2804,

die Höhe dessen, was Gerichte als zulässige Mietminderung erachten, ist maßgeblich davon abhängig, welche Temperatur in der Wohnung erreicht werden kann. Die Justiz ging in der Vergangenheit davon aus, dass eine Mietminderung nur gerechtfertigt ist, wenn eine Temperatur von 20 Grad in der Wohnung dauerhaft unterschritten wird. Und auch dann dürfte die zulässige Mietminderung nicht allzu hoch ausfallen, wenn beispielsweise immerhin noch eine Temperatur von 19 Grad erreicht wird.

Abschließend beurteilen können wir diese Frage aber aus der Ferne leider nicht. Im Streitfall raten wir daher zur Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

zicke am 02.04.2017 18:06

Ich laufe seit einem jahr hinter einem auftrag her weil es sind loecher in der hauswand und letztes jahr haben da stare drin gebruetet und das tun die dieses jahr wieder.

Habe jetzt mit miete kuerzen gedroht wenn das nicht bald erledigt wird.

Es tut sich nichts ....was soll ich tun

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Immowelt-Redaktion am 03.04.2017 09:56

Hallo zicke,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei Mängeln in der Wohnung haben Mieter unter Umständen tatsächlich das Recht auf eine Mietminderung. Ob ein solcher Mangel aber bei Staren, die in der Hauswand brüten, schon gegeben ist, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir empfehlen Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion