8 Tipps für die rechtssichere Betriebskostenabrechnung

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Bei der Betriebskostenabrechnung können Vermieter viele Fehler machen, die im schlimmsten Fall dazu führen, dass sie ihren Anspruch auf eine Rückzahlung verlieren. Diese Tipps helfen Vermietern dabei, die schlimmsten Fehler zu vermeiden und eine rechtssichere Betriebskostenabrechnung zu erstellen.

Wenn Mieter und Vermieter sich streiten, ist nicht selten die alljährliche Nebenkostenabrechnung der Grund. Oft enthält diese Fehler. Damit die Betriebskostenabrechnung rechtssicher ist, sollten Vermieter bei ihrer Erstellung diese Tipps beachten.

Tipp 1: Fristen beachten

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums muss die Betriebskostenabrechnung beim Mieter sein. Versäumt der Vermieter diese Frist, kann er auch keine Nachforderungen mehr stellen. Ein Beispiel: Eine Abrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 muss dem Mieter spätestens am 31. Dezember 2016 zugegangen sein. Umgekehrt sieht es übrigens anders aus: Ergibt sich bei der verspäteten Abrechnung für den Mieter ein Guthaben, muss der Vermieter dieses trotzdem auszahlen.

Die Ein-Jahres-Frist, die der Vermieter für die Betriebskostenabrechnung Zeit hat, gilt übrigens auch dann, wenn der Mieter zwischenzeitlich ausgezogen ist. Der Mieter kann seinerseits vom Vermieter nicht verlangen, früher eine Abrechnung zu erhalten.

Info

Der Vermieter einer Eigentumswohnung muss die Betriebskosten innerhalb der Jahresfrist mit seinem Mieter abrechnen – auch wenn der Beschluss der Wohnungseigentümer über die Jahresabrechnung des Hauses noch nicht vorliegt. Denn: Die Jahresabrechnung der Wohnungseigentümer gilt nicht als Grundlage für die Betriebskostenabrechnung für die Mieter. Ist die Ein-Jahres-Frist verstrichen, kann der Vermieter eine Nachforderung der Betriebskosten nur dann geltend machen, wenn er weder absichtlich noch fahrlässig die Verspätung der Jahresabrechnung verursacht hat. Hierfür muss er allerdings Beweise vorlegen können. (BGH VIII ZR 249/15).

Tipp 2: Abrechnungszeitraum beträgt immer zwölf Monate

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Der Abrechnungszeitraum für die Betriebskosten beträgt immer zwölf Monate. Er lässt sich nicht verlängern und nicht verkürzen, auch nicht vertraglich. Es ist dabei allerdings egal, von wann bis wann er dauert – ein Abrechnungszeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember ist genauso zulässig wie einer vom 1. Juli bis 30. Juni.

Tipp 3: Abrechnung muss vollständig sein

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Eine Betriebskostenabrechnung muss formal richtig sein – das bedeutet vor allem Vollständigkeit. Mindestvoraussetzungen sind:

  • Eine Zusammenstellung der Gesamtkosten
  • Angabe und Erläuterung der zugrunde gelegten Verteilerschlüssel
  • Berechnung des Anteils des Mieters
  • Abzug der Vorauszahlungen des Mieters

Nur, wenn diese Angaben in der Betriebskostenabrechnung enthalten sind, ist der Mieter in der Lage, sie nachzuvollziehen. Deshalb ist sie auch nur dann formal richtig. Übrigens führen inhaltliche Fehler nicht dazu, dass die Frist für die Betriebskostenabrechnung ausläuft. Sprich: Korrekturen, die nicht zu Lasten des Mieters gehen, kann der Vermieter auch später noch vornehmen. Hat der Vermieter etwas vergessen oder zu seinen eigenen Ungunsten falsch berechnet, kann er dagegen nichts mehr vom Mieter verlangen. Übrigens haben Mieter im Zuge der Betriebskostenabrechnung in der Regel kein Recht auf Belegkopien – etwa von der Abrechnung der Heizkosten. Sie dürfen diese allerdings beim Vermieter einsehen.

Tipp 4: Abflussprinzip nur bei kalten Betriebskosten

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Um den Aufwand der Betriebskostenabrechnung etwas zu verringern, kann der Vermieter das sogenannte Abflussprinzip anwenden. Das bedeutet, dass er die Posten abrechnet, für die er selbst erst im Laufe des Abrechnungszeitraums die Rechnung erhalten hat.

Ein Beispiel: Ein Vermieter kann in der Abrechnung für das Jahr 2015 Wasserkosten abrechnen, die zwar bereits 2014 entstanden sind, für die er die Rechnung von den Wasserwerken aber erst im Jahr 2015 bekommen hat. Dies gilt zumindest dann, wenn sich für den Mieter daraus kein wesentlicher Nachteil ergibt. Wichtig: Die Methode ist nur für die kalten Betriebskosten zulässig. Heizkosten müssen demgegenüber nach dem tatsächlichen Verbrauch im konkreten Abrechnungszeitraum ermittelt werden.

Tipp 5: Heizkosten müssen nach Verbrauch abgerechnet werden

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Eine Besonderheit gibt es bei der Abrechnung der Heizkosten. Die Heizkostenverordnung regelt,  dass mindestens 50, höchstens 70 Prozent der Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden müssen, der Rest nach Wohnfläche. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Alten- und Studentenheime oder für besonders energieeffiziente Gebäude.

Tipp 6: Kein Sicherheitszuschlag bei Erhöhung der Betriebskostenabrechnung

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Sind die Betriebskosten gestiegen, darf der Vermieter auch die Betriebskostenvorauszahlung erhöhen – er darf dabei aber nicht übers Ziel hinausschießen. Selbst wenn ein Vermieter also erwartet, dass die Betriebskosten auch in Zukunft steigen werden, darf er dafür keinen zusätzlichen Zuschlag verlangen.

Tipp 7: Nur abrechnen, was auch vereinbart wurde

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Welche Betriebskosten der Vermieter auf seinen Mieter umlegen darf, regelt die Betriebskostenverordnung (BetrKV). Zusätzlich muss aber auch im Mietvertrag vereinbart sein, welche Posten der Mieter tragen soll. Stehen einzelne Nebenkosten nicht im Vertrag, können Vermieter dafür auch kein Geld verlangen. Allerdings kann im Mietvertrag vereinbart werden, dass auch „sonstige“ Betriebskosten abgerechnet werden dürfen. Das hat dann zur Folge, dass zusätzlich Nebenkostenarten abgerechnet werden können, die erst nachträglich hinzukommen – beispielsweise die Wartung eines neu installierten Rauchmelders.

Tipp 8: Änderung des Abrechnungsschlüssels nur in Ausnahmefällen

Betriebskostenabrechnung, Grafik: immowelt.de

Der Umlageschlüssel bestimmt, wie die angefallenen Betriebskosten auf die einzelnen Mieter zu verteilen sind. Diesen nachträglich zu ändern, ist nur in Ausnahmefällen möglich. Der Vermieter darf den Schlüssel nicht eigenmächtig ändern – er braucht immer die Zustimmung des Mieters. Ausnahme: Es werden nachträglich Geräte zur Verbrauchserfassung eingebaut – beispielsweise Wasseruhren. In diesem Fall muss der Vermieter unabhängig von der vertraglichen Vereinbarung nach tatsächlichem Verbrauch abrechnen.

Übrigens muss der Vermieter die Betriebskosten für leerstehende Wohnungen grundsätzlich selbst zahlen – er darf den Umlageschlüssel also nicht so verändern, dass diese Kosten auf andere Mieter übertragen werden.


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47 Kommentare

rossini am 28.02.2019 12:35

Hallo ich bin im mieterverein und trotzdem könnte man mir nicht helfen.Ich bekam nach zehn Jahren eine Mieterhöhung von 20 Prozent.Begründung.Mein Balkon wäre 5qm gross und hätte Übergrösse Die anderen Mieter brauchen derselbe Balkon nicht mehr zahlen..Dann hatte der Vermieter der in meiner Wohnung vorher wohnte sich eine Alarmanlage eingebaut.Ich kann die nicht nutzen da schon Fehlalarm bzw.ich komme nicht zurecht damit..Auch jetzt muss ich dafür zahlen.je 25 Euro im Monat mehr.Als ich einzog wurde mir nicht gesagt dass ich für eine Gartenbaufirma die die Bäume schneidet soviel Geld zahlen soll.Im Mietvertrag steht keine Gartennutzung.Ich durfte zwei Töpfe auf die Wiese stellen.Ich bin gehbehindert und kann Garten nicht nutzen.Wie sieht's da aus?

vielen Dank.bin 80 prozent behindert mit G.Bekam die Liste von Haus und Grund.Da standen diese Positionen sein.Was der Vermieter alles noch berechnen kann.bereits zweite Mieterhöhung alle drei Jahre von 20 Prozent.habe kleine Erwerbsunfähigkeitsrente und kaum was zum Leben.Umzug schaffe ich körperlich und gelblich nicht Alleinstehend Ende 60.Noch Lungenkrank und Rheuma Asthma und mehr.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.02.2019 13:10

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Mieterhöhungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete sind rechtlich in gewissen Abständen möglich, ebenso wie Modernisierungsmieterhöhung. Ebenfalls ist es unter Umständen möglich, die Kosten für die Gartenpflege über die Betriebskostenabrechnung auf den Mieter umzulegen, selbst wenn keine Gartennutzung vereinbart wurde. Aus der Ferne können wir leider aber nicht abschließend klären, was genau in Ihrem Fall zulässig war und was nicht, auch deshalb, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir können Ihnen daher leider nur zum Gespräch mit einem Fachanwalt raten, sollten Sie an der Rechtmäßigkeit der geschilderten Mieterhöhungen und umgelegten Betriebskosten zweifeln.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andreas am 19.01.2019 17:02

Guten Tag,

Mitte 2016 sind wir aus einem gemieteten Haus ausgezogen. Nun bekommen wir vom Vermiter zum jetzigen Zeitpunkt eine Nachberechnung zur Niderschlagswasserentsorgung für die Jahre 2014 bis 2016. Begründung: Der entsprechende Gebührenbescheid ist erst in 12/2018 beim Vermieter eingegangen . Ist das denn rechtens, nun, nach so langer Zeit, eine Nachforderung zu erheben?

Vielen Dank und

viele Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.01.2019 10:52

Hallo Andreas,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Tatsächlich muss der Vermieter dem Mieter die Nebenkostenabrechnung in der Regel ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums zukommen lassen. § 556 Absatz 3 Satz 3 BGB besagt allerdings, dass eine verspätete Abrechnung dann möglich ist, wenn der Vermieter dies nicht zu vertreten hat. Hat er die Belege also tatsächlich trotz Bemühen erst verspätet bekommen, könnte die Nachforderung noch rechtens sein. Ob das aber tatsächlich so ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ellei am 06.01.2019 15:02

In meiner Nebenkostenabrechnung fehlt die Auflistung der Vorauszahlung. Sowie der fällige Betrag, das Zahlungsziel und eine Bankverbindung. Ist die NK Abrechnung trotzdem vollständig und muss ich darauf reagieren?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.01.2019 13:14

Hallo ellei und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Eine Abrechnung ist dann formell wirksam, wenn Sie bestimmte Mindestangaben enthält: Abrechnungszeitraum, Angabe der Wohnung, Nennung des Vermieters oder Verwalters, Gesamtkosten, Umlageschlüssel, Berechnung des Mieteranteils, Abzug Vorauszahlungen. So wie Sie es schildern, scheint da einiges zu fehlen, wobei wir aus der Ferne keine abschließende Beurteilung abgeben können.

Eine formell unwirksame Abrechnung ist nicht fristwahrend. D.h., sobald die Abrechnungsfrist abgelaufen ist, kann der Vermieter in solchen Fällen nachträglich keine Nachforderungen mehr verlangen, Guthaben hingegen müsste er dann auskehren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

M.H. am 09.12.2018 16:27

Hallo, ist es möglich, die Neuanschaffung einer kaputten Tujahecke und die Entfernung einer alten Buche auf die Mieter in diesem Abrechnungsjahr umzulegen. Oder muss eine Aufteilung auf rd. 5 Jahre erfolgen.?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.12.2018 12:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel dürfte beides möglich sein. Bedenken Sie aber, dass solche Kosten überhaupt nur dann umgelegt werden können, wenn sie im Rahmen der regelmäßigen Gartenarbeiten stattfinden. Müssen Pflanzen aufgrund einer außergewöhnlichen Beschädigung durch Menschen, Tiere oder Naturkatastrophen ausgetauscht werden, können die Kosten hierfür nicht auf den Mieter umgelegt werden. Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

FD am 30.11.2018 22:55

Hallo,

Eine klärende Frage zu „sonstigen Betriebskosten“: müssen die Kosten für die Heizungswartung und die Legionellenuntersuchung vom Mieter getragen werden, wenn im Vertrag „sonstige Betriebskosten“ steht, ohne nähere Spezifikation?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.12.2018 09:05

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell können sonstige Kosten nur dann umgelegt werden, wenn sie im Mietvertrag auch explizit genannt werden. Bei der Heizungswartung und der Legionellenuntersuchung handelt es sich aber gerade nicht um sonstige Betriebskosten, sondern um solche, die von den in der Betriebskostenverordnung genannten Kosten erfasst werden. Insofern können diese in der Regel auf den Mieter umgelegt werden, auch ohne, dass sie explizit genannt werden. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Abrechnung haben, empfehlen wir Ihnen, diese von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vermieter am 28.11.2018 14:17

Danke erst einmal.

Verstehe ich Sie richtig:

Ich zahle 2018 die Rechnung und verteile die Kosten auf 2018, 2019 und 2020 zu gleichen Teilen und rechne sie so gedrittelt in den entsprechenden jährlichen Nebenkostenabrechnungen mit den Mietern ab.

Es könnte nun natürlich sein, dass ein neuer Mieter 2019 keine Baumpflegemaßnahmen sieht und sich dagegen wehrt, dass er anteilig die Maßnahme von 2018 zahlen muss, obwohl er noch gar nicht Mieter war..... Dann ist aber auch leider die Möglichkeit weg, dass ich die jetzigen Mieter mit der gesamten Summe auf einmal belaste. Im BGH Urteil (Öltankreinigung oder Dachrinnenreinigung) steht dazu nur, dass ich die Gesamtsumme im Jahr des Anfalls umlegen kann. Zu meiner gerechteren Version steht da nichts.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2018 14:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das verstehen Sie soweit richtig, ja. Es kann auch bei jährlicher Abrechnung von anderen Kosten vorkommen, dass ein Mieter anteilig Maßnahmen bezahlen muss, die durchgeführt wurden als er noch gar nicht Mieter war. Ein Beispiel wäre die Wartung eines zentralen Heizkessels, die im März stattfindet, wenn der Mieter erst im Juni einzieht. Entscheidend ist, dass er von der kontinuierlichen Wartung (oder in Ihrem Fall: der Baumpflege) profitiert. Uns ist kein Urteil bekannt, das sich je mit der Frage beschäftigt hätte, inwieweit Kosten für regelmäßig wiederkehrende Maßnahmen nur auf jene Mieter umgelegt werden können, die zum Zeitpunkt der Durchführung auch tatsächlich im Haus gewohnt haben.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vermieter am 28.11.2018 12:33

Frage als Vermieter: Kann ich die Kosten für eine größere Baumpflegemaßnahme 2018 auf dem Grundstück in der Nebenkostenabrechnung auf zwei oder drei Jahre verteilen, selbst wenn ich alles 2018 bezahle?

Eine solche Pflegemaßnahme ist alle drei bis 4 Jahre nötig, die Kosten dafür

sollen möglichst von allen Mietern, die in diesem Zeitraum im Haus

wohnen, anteilig getragen werden.

Es wäre nicht richtig, wenn es nur die Mieter träfe, die 2018 gemietet hatten.

oder wäre es dafür nötig, dass auch die Zahlungen an den Dienstleister auf z.B. auf drei Jahre

gestreckt würden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2018 12:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

laut Bundesgerichtshof ist beides möglich (Az.: VIII ZR 221/08). Sie können sich also frei für die aus Ihrer Sicht gerechtere Variante entscheiden. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher stets das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MarinaSchmunk@gmx.de am 08.11.2018 21:09

Ich habe die Wohnung am 29.05.2017 gekauft und ab 1.07.2018 vermietet. In der Heizkostenabrechnung steht 29.05.2017 - 31.12.2017 als Datum. Es ist klar, dass im Juni niemand die Wohnung geheizt hatte, trotzdem will meine Mieterin die Heizkosten nicht übernehmen, da sie der Meinung ist, dass sie die Wohnung erst ab 1.7.2017 hat. Hat sie recht oder nicht?

Danke im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.11.2018 08:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

zunächst sei angemerkt, dass über die Betriebskosten jährlich abzurechnen ist, der Abrechnungszeitraum darf also weder länger, noch kürzer als zwölf Monate sein (§ 556, Absatz 3 BGB). Der Mieter muss darüber hinaus tatsächlich nur anteilig die Betriebskosten zahlen. Hat er also nur sechs von zwölf Monaten des Abrechnungszeitraums in der Wohnung gelebt, zahlt er auch nur anteilig für diesen Zeitraum die Betriebskosten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Haifisch am 11.10.2018 12:47

Ihre Informationen haben mir sehr geholfen. Was fehlt ist der Hinweis auf welcher Basis dieAbrechnung

der Heizkosten erfolgen muß. sind die Zählerstände, die an ja mit einsehen kann, der die Rechnung des

Gaslieferanten maßgebend? Eine antwort dazu wäre nützlich, da wir eine große Differenz zwischen Zählerständen und Rechnung feststellen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.10.2018 14:31

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der Gaslieferant erstellt seine Rechnung auf Basis eines Zählers direkt am Eingang zum Wärmetauscher des Gebäudes. Aus verschiedenen Gründen ist es letztlich unmöglich, mit den Wohnungszählern den gleichen Verbrauch zu messen wie am Hauptzähler. Die entstehende Differenz kann in der Folge nicht nach Verbrauch abgerechnet werden, was letztlich der Grund dafür ist, dass der Gesetzgeber in der Heizkostenverordnung vorschreibt, dass mindestens 50, höchstens 70 Prozent der Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden müssen. 30 bis 50 Prozent werden also nach Wohn- oder Nutzfläche umgelegt, um besagte Differenz ebenfalls umlegen zu können. Entscheidend ist somit die Rechnung des Gaslieferanten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Michael Poick am 18.09.2018 12:01

Hallo zusammen,

muss ich auch für einen Posten auf der Betriebskostenabrechnung bezahlen der nachweislich nicht im Abrechnungszeitraum erbracht wurde? Inspektion Gastherme.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.09.2018 12:40

Sehr geehrter Herr Poick,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn eine Gastherme jährlich inspiziert wird, dann muss die jeweilige Inspektion auch in jenem Abrechnungszeitraum abgerechnet werden, in dem sie durchgeführt wurde. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihre Abrechnung nicht genau kennen und daher nicht abschließend beurteilen können, ob in diesem Fall korrekt abgerechnet wurde. Im Zweifelsfall würden wir Ihnen empfehlen, die Abrechnung von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Freddie am 13.09.2018 10:40

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mietverhältnis endete am 31.07.2017. Die viel zu hohe Nachzahlung der BK Abrechnung kam am 03.09.2018.

Gilt die 12 monatige Frist der Abrechnung per 31.07.2017 (Ende des Mietverhältnises) oder immer per 31.12.2017 zum Abschluss des Abrechnungsjahres?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.09.2018 10:56

Hallo Freddie,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Frist beginnt mit dem Ende des Abrechnungszeitraums zu laufen, nicht mit dem Ende des Mietverhältnisses.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ron am 31.08.2018 12:37

Ich wohne seit Mai 2017 in meiner Wohnung und habe noch keine Betriebskostenabrechnung erhalten 12 Monate sind überschritten wie soll ich handeln ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.08.2018 13:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Betriebskostenabrechnung muss zwölf Monate nach dem Ende des Abrechnungszeitraums beim Vermieter ankommen. Bei den meisten Mietverträgen endet der Abrechnungszeitraum mit dem Jahr. In diesem Fall wäre auch die Frist noch nicht überschritten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nebenkosten am 28.07.2018 15:20

Hallo.

Muß bei der Nebenkostenabrechnung auch eine Zweitschrift von dem Heizungsableser dabei sein.?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.07.2018 09:51

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, nicht zwingend. Mieter haben allerdings das Recht, die Belege, aus denen sich die Betriebskostenabrechnung ergibt, bei ihrem Vermieter einzusehen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chrissi75 am 05.04.2018 09:42

Hallo, guten Tag!

Wir haben folgendes Problem, zu dem ich bis jetzt nirgendwo eine lösung gefunden habe. Wir haben vor einigen Jahren das Elternhaus meines Mannes übernommen. Es handelt siech dabei um ein Haus mit ausgebauter Scheune, welches uns die Mutter meines Mannes vererbt hat. Mein Schwiegervater, der von meiner Schwiegermutter geschieden ist, bewohnt das alte Haus, wir bewohnen die ausgebaute Scheune. Mein Schwiegervater wohnt mietfrei, beteiligt sich jedoch mit Nebenkosten - pauschal. Leider haben wir weder Wasserzähler, noch Heizungsablesemöglichkeiten installiert. Das war meinen Schwiegereltern beim Umbau des Hauses zu teuer/aufwändig/was weiß ich...

Unser eigentliches Problem besteht darin, dass wir der Meinung sind, dass Schwiegervater zu wenig Nebenkosten zahlt. Er bewohnt ein komplettes Haus, mit Fewo, Werkstatt, Sauna. Die Wohnfläche beträgt ca. 160 qm (ohne Werkstatt). Wie lassen sich da gerechtfertigte Nebenkosten/Betriebskosten ermitteln?

Herzliche Grüße, C.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.04.2018 12:48

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ohne entsprechende Zähler können Sie den Verbrauch und damit die korrekten Nebenkosten leider gar nicht ermitteln. Solche Zähler lassen sich aber auch nachträglich meist ohne größere Probleme einbauen. Am besten, Sie wenden sich hierzu an den örtlichen Grundversorger.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

tommy9270 am 13.02.2018 17:04

Hallo ich mal ne Frage

ich wohne seit 2011 zur Miete in einem Einfamilienhaus seit dieser Zeit bekomme ich jährlich eine Betriebskostenabrechnung, außer 2016 und 2017 immer musste ich Wasser und Schornsteinfeger bezahlen soweit ok heute bekam ich eine Abrechnung für 16/17 mit folgenden Kosten Wasser, Schornsteinfeger ,Wohngebäude und Gebäude Haftpflicht da steht aber nix von Versicherung im Mietvertrag . Muss ich das zahlen.???

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.02.2018 09:47

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das hängt maßgeblich von der genauen Formulierung im Mietvertrag ab. Wenn dort Bezug auf die Betriebskostenverordnung genommen wird, sind auch die Kosten für eine Gebäudehaftpflichtversicherung auf den Mieter umlegbar, weil diese im fraglichen Gesetz explizit genannt wird. Steht im Mietvertrag aber dagegen wirklich nur, dass die Kosten für Wasser und Schornsteinfeger als Betriebskosten umgelegt werden und wird kein Bezug zur Betriebskostenverordnung genommen, wären Kosten für eine Gebäudehaftpflichtversicherung auch nicht auf den Mieter umlegbar.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir die genauen Formulierungen in Ihrem Vertrag und in Ihrer Nebenkostenabrechnung nicht kennen und sie daher aus der Ferne nicht auf ihre Richtigkeit prüfen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rosetta am 18.01.2018 07:37

In unserem Haus sind 6 Wohnungen. Bis 2016 wohnten nur 6 Personen in dem Haus (je WE 1 Person) jetz wohnen 8 Personen im Haus.

Muss das bei der Berechnung der Grundsteuer, Müllabfuhr und Müllgrundgebuhr berücktichtigt werden?

Und ist die Hausverwaltung verpflichtet jedes Jahr abzufragen wieviel Personen in jeder Wohnung gewohnt haben?

Unsere Hausverw. sagt ,wir müssten das selber melden. Es kann doch nicht sein, dass Mieter im Haus andere Mieter "bespitzeln" müssen um festzustellen wieviel Personen imHaus wohnen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.01.2018 14:34

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Hausverwaltung ist in der Tat nicht verpflichtet, die Zahl der Hausbewohner zu überprüfen. Im Gegenteil ist es Sache der jeweiligen Mieter, vom Vermieter oder der Hausverwaltung eine Erlaubnis einzuholen wenn neue Mieter einziehen. Tun sie das nicht kann das sogar ein Kündigungsgrund sein. Bei der Berechnung der Nebenkosten muss die Zahl der Bewohner allerdings auch nicht zwangsläufig berücksichtigt werden. Diese können auch nach Wohneinheiten auf die Mieter umgelegt werden, je nachdem, was im Mietvertrag vereinbart wurde.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie im Streitfall von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Viktor am 30.12.2017 00:55

Hallo!

Ich habe eine Betriebskostenabrechnung gestern bekommen. In dieser Abrechnung muss ich 1200 euro zahlen. Ab 01.01.16 bis 31.12.16

Die Fragen sind, muss ich jedes Jahr diese Betriebskostenabrechnung zahlen? Gibt es möglichkeit dass,mein Vermieter einen Fehler gemacht hat?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.01.2018 15:40

Hallo Viktor,

damit Ihnen der Vermieter die Betriebskosten in Rechnung stellen darf, muss dies im Mietvertrag wirksam vereinbart sein. Ob dies in Ihrem Mietvertrag der Fall ist, können wir jedoch nicht beurteilen. Sind die Betriebskosten aber wirksam vereinbart, so müssen Sie diese in der Regel jährlich zahlen.

Hier finden Sie einen ausführlichen Ratgeber, wie Sie Ihre Betriebskostenabrechnung auf Fehler überprüfen können: ratgeber.immowelt.de/a/nebenkostenabrechnung-pruefen-tipps-fuer-mieter.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wenn Sie sich wegen Ihrer Abrechnung unsicher sind, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder den Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Ulrich am 30.11.2017 16:55

Darf der Vermieter Stromkosten für Aufzüge auch Mietern in Häusern ohne Aufzug in den Nebenkosten berechnen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.12.2017 09:04

Hallo Ulrich,

nein, Nebenkosten müssen auch tatsächlich anfallen, damit der Vermieter sie auf den Mieter umlegen kann.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kisskruise11 am 21.11.2017 20:54

Hallo...

Mein vermieter " droht" uns damit den Anstrich des treppenhauses auf die Nebenkosten umzulegen. er behauptet seit dem letzten Anstrich ( müsste ca. 3 Monate her sein..) wären deutliche Verschmutzungen und Abrisse an der tapete vorhanden...ich hab dies mal überprüft..und 3 ( DREI) sofort sichtbare..aber sehr kleine " Flecken" ,einen Abriss ( 3mm groß ) und einen " Strich" gefunden,den ich aber auch SUCHEN musste..sonst wäre er mir garnicht aufgefallen....

EgaL:::eRSTENS:::DARF ER DAS AUF DIE nEBENKOSTEN UMLEGEN??? und zweitens...ist das nicht schwerstens übertrieben??? wir haben hier 3 geschosse... und das da ggf. mal in 3 Monaten 3 kleine Flecken an der wand erscheinen...halloo... halte ich für NORMALE Gebrauchsspuren....zumal vor kurzem auch ein Mitbewohner aus einer WG ausgezogen ist,und da passiert sowas ja schonmal....es wird ja auch wieder jemand neues einziehen...der ggf. ne Macke in die wand haut.... ich halte das für schwerstens übertrieben...ps.. hab von den " Flecken" und der " macke" Fotos gemacht... da freut sich dann der Mieterbund ;-)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.11.2017 10:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der Neuanstrich des Treppenhauses kann nicht über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Puepi am 11.11.2017 08:28

@ immowelt: die erste Abrechnung kam pünktlich an und die jetzige Nachzahlung ist etwas niedriger. Aber ich dachte der Vermieter hat auch nur 12 Monate Zeit eine Korrektur der Abrechnung vorzunehmen und nicht knapp 2 Jahre danach.

auf Kommentar antworten

Puepi am 10.11.2017 12:48

Hallo, wir haben am 07.12.2015 unsere betriebskostenabrechnung für 2014 bekommen, da sind wir in Einspruch gegangen. Seit dem hätten wir nichts mehr von unserem Vermieter gehört wegen der Sache. Gestern haben wir post bekommen mit der handschriftlich korrigierten Abrechnung von 2014. Jetzt meine frage: Kann unser Vermieter jetzt nach fast 2 Jahren noch ankommen und die Nachzahlung fordern?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.11.2017 13:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell ja. Entscheidend ist hierbei lediglich, dass die erste Betriebskostenabrechnung im Rahmen der gesetzlichen Frist (ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums) angekommen ist und dass die Nachzahlung, die sich aus der korrigierten Abrechnung ergibt, die angesetzte Nachzahlung aus der ersten Abrechnung nicht übersteigt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Puepi am 10.11.2017 13:42

Ja die erste Abrechnung kam pünktlich an und die jetzige Nachzahlung ist etwas niedriger. Aber ich dachte der Vermieter hat auch nur 12 Monate Zeit eine Korrektur der Abrechnung vorzunehmen und nicht knapp 2 Jahre danach.

Ulrich am 08.11.2017 16:37

Hallo, ich habe erstmals folgende Positionen in der Nebenkostenabrechnung: Miete Kaltwasserzähler, Ablesung Kaltwasserzähler,Abfallmanagement(sortieren),Sonderabfuhr und Sicherheitsdienst/Consierge; dürfen die genannten Positionen berechnet werden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.11.2017 08:50

Hallo Ulrich und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob die Kosten für das Abfallmanagement auf die Mieter umgelegt werden dürfen, ist zumindest umstritten. Land- und Amtsgerichte haben hier in der Vergangenheit schon unterschiedliche Auffassungen vertreten. Kosten für das Nachsortieren von Müll, die dadurch entstehen, dass einige Mieter ihren Abfall nicht korrekt trennen, dürfen Vermieter indes nicht pauschal auf sämtliche Mieter umlegen. Vielmehr ist es Sache des Vermieters, hier diejenigen Mieter ausfindig zu machen, die sich nicht an die Mülltrennung gehalten haben.

Ob die Kosten für einen Concierge umlagefähig sind, richtet sich indes nach den Umständen des Einzelfalls. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass dabei geprüft werden muss, ob aufgrund der Verhältnisse vor Ort ein Concierge oder Sicherheitsdienst notwendig ist, beispielsweise aufgrund einer Gefährdungslage (Az.: VIII ZR 78/04).

Die anderen von Ihnen genannten Kosten sind in der Regel umlagefähig, wenn dies im Mietvertrag so vereinbart wurde. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir weder Ihre Betriebskostenabrechnung, noch die Vereinbarungen in Ihrem Mietvertrag genau kennen und die Rechtmäßigkeit Ihrer Abrechnung aus der Ferne daher nicht prüfen können. Sollten Sie Zweifel haben, empfehlen wir Ihnen daher die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bernd am 03.10.2017 08:04

Hallo, wie muss eine Haus&Grundbesitzer Haftpflicht in der Nebenkostenabrechnung escheinen? Gesamtfläche 235 m² vermietet 65m². Kann der gesamte Betrag auf den Mieter umgelegt werden, oder werden 170 m² auf Vermieter und 65 m² auf Mieter umgelegt? Laut Mietvertrag sind Kosten der Sach&Haftpflichtvers. angegeben.

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Immowelt-Redaktion am 04.10.2017 09:39

Hallo Bernd und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Kosten für besagte Versicherung können anteilig auf den Mieter umgelegt werden, nicht jedoch zur Gänze. Nutzt der Vermieter einen Teil der Immobilie selbst, muss er die Versicherungskosten für diesen Teil tragen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Viola am 28.09.2017 10:04

Hallo . Habe meine Betriebskosten Abrechnung bekommen . Habe da mal ne frage wie wird das bei der Gemeinschaftsantenne gerechnet für ein halbes ja . Bei 6 Wohneinheiten .

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Immowelt-Redaktion am 28.09.2017 10:28

Hallo Viola,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die regelmäßig anfallenden Kosten für eine Gemeinschaftsantenne sind grundsätzlich nach verschiedenen Umlageschlüsseln auf die Mieter umlegbar. Ist nichts anderes vereinbart, gilt die Wohnfläche als Verteilerschlüssel.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Yez am 26.09.2017 21:57

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Nebenkostenabrechnung ist enorm hoch ausgefallen.

Auf grund dessen, habe ich zum 1. mal genau ausgerechnet,

wieviel wir und die anderen Mietern verbraucht haben .

Im Zeitraum von 2013 - 2016 , habe ich unter anderem 72 Kubikiter Wasser

und Abwasser zu viel bezahlt.

Kann ich im Nachhinein noch Gelder zurück verlangen aus den Jahren 2013-2015 ?

Entstanden sind die Summen durch Differenzen vom Hauptzähler aus .

Wir haben alle einen separaten Zähler , der immer Ende des Jahres abgelesen wird .

Der Hauptzähler wird erst im folgenden Sommer abgelesen .

Dementsprechend gibt es große Differenzen die unseren persönlichen Zähler

prozentual dazugerechnet wird .

Ist das rechtens erlaubt ?

Ich persönlich würde liebe immer nur das bezahlen, was an Verbrauch auch auf meinen persönlichen Zähler steht .

Wir sind ein 6 Parteienhaus und nur bei mir gibt es schon in laufe der Jahre ein

" Guthaben " von Warm und Kaltwasser in Höhe von 668 € innerhalb von 3 Jahren .

Muss ich die Differenz von meinem Zähler zum Hauptzähler überhaupt prozentual übernehmen ?

Ich hoffe sie verstehen meine Fragen .

Mit freundlichen Grüßen

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Immowelt-Redaktion am 27.09.2017 09:30

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nach der Mieter die Nebenkostenabrechnung erhalten hat, hat er zwöf Monate Zeit, Einwände gegen ihre Richtigkeit vorzubringen. Verstreicht dieser Zeitraum, gilt die Abrechnung als stillschweigend akzeptiert. Ob die Abrechnung in Ihrem Fall korrekt ist oder nicht, können wir leider aus der Ferne nicht genau beurteilen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, Ihre Nebenkostenabrechnung gemeinsam mit Ihrem Mietvertrag einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Yez am 27.09.2017 20:41

Hallo und lieben Dank für die schnelle Reaktion

Können sie mir zumindest sagen , ob der Vermieter mehr abrechnen darf ,

als das was auf meinen persönlichen Zählern steht .

Sprich Wasserzähler für kalt und warm .

Liebe Grüße


Immowelt-Redaktion am 28.09.2017 09:12

Hallo,

prinzipiell kann ein Vermieter auch die Wasserkosten, die in etwaigen Gemeinschaftsräumen anfallen anteilig auf die Mieter umlegen. Dies wäre beispielsweise bei einer gemeinsamen Waschküche sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kg am 08.09.2017 10:18

KG am 8.9.2017

Guten Tag,

Dürfen betriebskostennachzahlungen mit der jährlichen dividendenzahlung

Einer wohnbaugenossenschaft verrechnet werden?

Mit freundlichen Grüßen

Kg

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Immowelt-Redaktion am 11.09.2017 10:52

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

uns ist aktuell kein Urteil bekannt, dass sich mit dieser Frage beschäftigt hätte. Insofern ist eine solche Verrechnung aktuell wohl zulässig. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die Details Ihrer Abrechnung nicht kennen und zudem keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

KW am 29.07.2017 00:47

Hallo, habe heute meine BK erhalten. Muss nicht wenn man alle Heizkörper mit unterschiedlichen Größen und Lamellenzahl innen, ein Heizkörper - Größen Umlageschlüssel angewendet werden??? Bei mir wurden bei allen nur der Verbrauchswert genommen trotz unterschiedlicher Größe...????

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Immowelt-Redaktion am 31.07.2017 09:26

Hallo KW,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist sogar gesetzlich geregelt, dass Heizkosten überwiegend nach Verbrauch abgerechnet werden müssen. Die Größe muss in die Abrechnung nicht mit einfließen. Es ist ja auch so: Ein kleinerer Heizkörper verbraucht auch weniger.

Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir Ihre Betriebskostenabrechnung nicht kennen und sie daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Betriebskostenabrechnung haben, raten wir Ihnen, diese einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen und sie prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Linus am 24.07.2017 18:49

Bisher wurden unsere Heizkosten nach Verbrauch abgerechnet. Dafür hat der Vermieter letzten Winter einen Ultraschallzähler gekauft und uns in den Nebenkosten berechnet. Abrechnungszeitraum 1. Juni. Jetzt im Juli habe ich ein Schreiben erhalten das in diesem Jahr die Heizkosten 60%Prozent nach Verbrauch, 40% nach Wohnfläche abgerechnet wird. Hätte er das nicht vor Beginn der neuen Abrechnungsperiode ankündigen müssen? Haben ja jetzt extra den neuen Zähler teilweise bezahlt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.07.2017 09:59

Hallo Linus,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Zunächst sei darauf Hingewiesen, dass die Kosten für den Zähler in der Regel nicht auf den Mieter umgelegt werden können, weil es sich hierbei nicht um regelmäßig anfallende Kosten gemäß Betriebskostenverordnung handelt. Eine Änderung des Verhältnisses von Verbrauch und Wohnfläche bei der Abrechnung ist möglich, wenn dies im Mietvertrag vorgesehen ist. In den meisten Formularmietverträgen ist das der Fall.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir Ihre Betriebskostenabrechnung nicht genau kennen und sie aus der Ferne daher nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Stefan532 am 03.06.2017 13:57

Bei Falsche abrechnung vom Vermieter was soll ich als Mieter unternehmen??

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Immowelt-Redaktion am 06.06.2017 09:39

Hallo Stefan,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Betriebskostenabrechnung fehlerhaft ist, sollten Sie diese zunächst von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein prüfen lassen. Dort erfahren Sie, wie Sie der Abrechnung widersprechen können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Burton49 am 07.05.2017 20:05

Darf mein Vermieter die Wiederkehrenden Beiträge in den Hausnebenkosten Abrechnung berechnen

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Immowelt-Redaktion am 08.05.2017 16:22

Hallo Burton49,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Um welche Kosten handelt es sich dabei denn genau?

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Burton49 am 08.05.2017 19:50

Hallo Immowelt-Redaktion

Bei den Wiederkehrenden Beiträgen handelt es sich um Beiträge die für Investitionsaufwendungen der Gemeinde für Wasserversorgung , Schmutzwasser und Niederschlagswasser verwendet wird. Es wird bei der Abrechnung der Wasserversorgung erhoben .Dieser Beitrag wird auch bei investitionsaufwendungen bei Infrastruckturmasnahmen ,zum Beispiel bei Örtlichen Straßenbau Maßnahmen erhoben.


Immowelt-Redaktion am 09.05.2017 09:21

Hallo Burton49,

regelmäßig wiederkehrende Gebühren für Wasser oder Abwasser können gemäß Betriebskostenverordnung auf den Mieter umgelegt werden. Einmalige Investitionen, die entweder der Vermieter selbst tätigt oder deren Kosten die Gemeinde dem Vermieter auferlegt, können dagegen nicht umgelegt werden.

Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jacky9190 am 04.05.2017 19:53

Hallo,

Und zwar war heute der Herr vom Ablesedienst hier. Die letzte Nebenkostenabrechnung haben wir im März 2016 mit dem Zeitraum 01.07.2014 bis 30.06.2015 bekommen. Seitdem haben wir keine Abrechnung mehr bekommen und vom letzten ablesedatum sind ja jetzt 23 Monate also fast 2 Jahre vergangen. Im Prinzip kann er doch nur die letzten 12 Monate abrechnen, da von davor keine Zählerstände vorhanden sind oder wie läuft das ? Allerdings sie die Zählerstände ja nun allerdings 2 Jahre aufgelaufen und nicht in einem. Bitte um Hilfe und Aufklärung ! Lg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.05.2017 10:09

Hallo Jacky9190,

tatsächlich kann der Vermieter nur bis zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums auch Nachforderungen geltend machen. Wie der Vermieter das mit den vorhandenen Zählerständen regeln kann, ist schwer zu sagen. Er müsste zumindest schlüssig nachweisen, dass er nicht rückwirkend auch etwaige Nachzahlungen abrechnet, die vor zum zulässigen Abrechnungszeitraum liegen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Estella am 12.04.2017 21:55

Leider haben ich noch keine Antwort erhalten, daher hier noch mal meine Anfrage.

Mein Mietvertrag ist zum 30.06.2016 beendet. Dürfen Kosten für die Heizungswartung die nach dem Mietende angefallen sind noch anteilig auf meine Betriebskosten umgelegt werden? Konkret ist vom 01.01.2016 bis 30.06.2016 keine Wartung erfolgt. Sondern laut Rechnung der ausführenden Firma erst am 18.10.2016 als die Anlage winterfest gemacht wurde. Wie ist das mit den jährlichen Kosten für die Mülltonne? Das ist aus meiner Sicht eine Mietgebühr und kann mir doch nicht angelastet werden? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Freundliche Grüße

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Immowelt-Redaktion am 13.04.2017 09:17

Hallo Estella,

in der Regel werden die Mülltonnen von der Stadt oder Gemeinde zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit den Kosten für die Müllabfuhr abgerechnet. Diese regelmäßig anfallenden Kosten kann ein Vermieter über die Betriebskosten auf den Mieter umlegen, sofern das im Mietvertrag vereinbart ist. Nicht umlagefähig wären dagegen einmalig anfallende Anschaffungskosten für Mülltonnen.

Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein. Dort könnten Sie auch Ihre Betriebskostenabrechnung prüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Estella am 13.04.2017 09:07

Hallo Immowelt-Redaktion,

leider beantwortet das meine Fragen nicht wirklich. Die Behältergebühr für die Mülltonne ist meiner Ansicht nach eine Mietgebühren und dürften doch daher nicht mit umgelegt werden. Da Kosten für die Miete von Abfallbehältnissen nicht umlagefähig sind. Oder irre ich mich da?

Die Kosten für die Heizungswartung sind laut Rechnung der Hanwerkerfirma erst im Oktober entstanden und damit weit nach meinem Auszug. Mein Mietvertag war zum 30.6.2016 beendet.

Freundliche Grüße


Immowelt-Redaktion am 13.04.2017 08:53

Hallo Estella,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Regelmäßig anfallende Kosten können nach dem Ende des Mietvertrags zumindest noch anteilig auf die Mieter umgelegt werden. Gleiches gilt für die Kosten, die die Stadt oder Gemeinde für die Entsorgung des Mülls erhebt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Estella am 10.04.2017 11:30

Mein Mietvertrag ist zum 30.06.2016 beendet. Dürfen Kosten für die Heizungswartung die nach dem Mietende angefallen sind noch anteilig auf meine Betriebskosten umgelegt werden? Konkret ist vom 01.01.2016 bis 30.06.2016 keine Wartung erfolgt. Sondern laut Rechnung derausführenden Firma erst am 18.10.2016. Wie ist das mit den jährlichen Kosten für die Mülltonne? Das ist aus meiner Sicht eine Mietgebühr und mir doch nicht angelastet werden? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Freundliche Grüße

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Springbock am 06.03.2017 17:02

Wir haben unsere Mietwohnung im Januar 2016 angemietet. Der Zeitraum der Betriebskostenabrechnung liegt jedoch zwischen dem 31.6.2015 und 1.7.2017.

Wir wohnen nun 12 Monate in der Wohnung und erhalten keine Betriebskostenabrechnung,

ist das rechtens und müssen wir den 31.6.2017 abwarten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.03.2017 09:09

Hallo Springbock,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Der Zeitraum der Betriebskostenabrechnung darf nicht größer sein als ein Jahr. Eine Betriebskostenabrechnung über einen längeren Zeitraum wäre formell nicht wirksam.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

vico am 05.03.2017 14:55

In meiner Nebenkostenabrechnung wurden die Betriebskosten für eine Wohnfläche von insgesamt 632 qm umgelegt, die Heizkosten auf lediglich

548 qm Wohnfläche = Differenz von 84 qm. Ist das Rechtens? Wurde hier evtl. ein Leerstand auf die Heizkostenabrechnung der übrigen Mieter umgelegt (Verteilerschlüssel 50% Verbrauch + 50% Wohnfläche)

Danke für Antwort!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.03.2017 10:42

Hallo Vico,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir aus der Ferne nicht beurteilen, ob Ihre Betriebskostenabrechnung rechtens ist oder nicht. Unterschiedliche Quadratmeterzahlen bei Heizkosten und übrigen Betriebskosten sind aber zumindest ungewöhnlich. Als Mieter haben Sie ein Recht darauf, die dazugehörigen Belege beim Vermieter einzusehen. Wenn Ihnen das keine Klarheit bringt, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Adi Schwebs am 18.02.2017 16:00

Ich habe ein lebenslanges Wohnrecht (ohne weitere Zahlungen zu leisten) Welche Nebenkosten muß ich zahlen? Grundsteuern + Gebäudehaftpflicht-Versicherung+ Straßenreinigung+Abwasser ? welche

noch ?) Selbstverständlich Müll+Wasserverbrauch+Schornsteinfeger+Heinzung muß ich diese zahlen.

Mir geht es um die >nichtumlagefähigen Nebenkosten. Ich erhalte Grundsicherung

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Immowelt-Redaktion am 20.02.2017 09:56

Sehr geehrter Herr Schwebs,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Welche Nebenkosten jemand, dem lebenslanges Wohnrecht eingeräumt wurde, zahlen muss, ist davon abhängig, was vertraglich vereinbart wurde. Da wir die genauen vertraglichen Vereinbarungen zwischen Ihnen und dem Haus- oder Wohnungseigentümer nicht kennen, können wir aus der Ferne leider auch nicht beurteilen, welche Nebenkosten Sie wirklich zahlen müssen. Ihm Zweifel empfehlen wir Ihnen, das Vertragswerk einem Fachanwalt vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kiki am 16.02.2017 10:18

Wir sind Ende Februar 2016 aus einem gemieteten Haus ausgezogen. Ist es rechtens, dass uns der Vermieter in der Nebenkostenabrechnung anteilig für die zwei Monate Kosten für den Schornsteinfeger, die Heizungswartung und die Wartung der Kleinkläranlage berechnet, die erst Monate nach unserem Auszug im gleichen Jahr entstanden sind?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.02.2017 10:22

Hallo Kiki,

in der Regel darf ein Vermieter Kosten aus dem gesamten Abrechnungszeitraum anteilig für die restliche Mietdauer auf die Mieter umlegen, ja. Allerdings können wir Ihre Betriebskostenabrechnung aus der Ferne nicht überprüfen. Falls Sie Zweifel an Ihrer Rechtmäßigkeit haben, empfehlen wir Ihnen daher, sie einem Mieterverein oder einem Fachanwalt vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Brock am 16.02.2017 09:49

Meine Frage, darf die Haftpflichtversicherung z.b.ausrutschen bei Glätte.auf die Mieter umgelegt werden. Danke Brock

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.02.2017 10:19

Hallo Brock,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn es sich um eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung handelt, darf der Vermieter die Kosten dafür auf die Mieter umlegen, sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist. Eine private Haftpflichtversicherung dürfte der Vermieter dagegen nicht umlegen.

Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Actros 52212 am 15.02.2017 14:46

Darf die Grundsteuer mit den Nebenkosten verrechnet werden?

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Immowelt-Redaktion am 15.02.2017 15:06

Hallo Actros,

die Grundsteuer zählt zu den „laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks“ und ist somit umlagefähig. Sie kann also auf den Mieter umgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Shadow am 07.02.2017 21:45

Ich bin vor 2 Jahren von Zuhause ausgezogen, in meine erste eigene Wohnung. Letztes Jahr bin ich bei der selben Wohnungsgesellschaft, in dem selben Stadtteil umgezogen, habe allerdings vor 1 Monat zum ersten Mal von einer Nebenkosten Abrechnung gehört. Ich habe bisher noch nie eine Abrechnung für die Nebenkosten bekommen, kann ich diese ,nach einem Jahr , noch anfordern? Ich bekam nur eine Abrechnung für die Heizung, wo bei mir jemand den Zählerstand ab gelesen hat. In der Rechnung waren auch nur die Heizkosten erläutert.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.02.2017 12:54

Hallo Shadow,

ob und welche Nebnkosten der Vermieter abrechnen kann, hängt davon ab, was im Mietvertrag vereinbart wurde. Der Vermieter muss spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums - der übrigens nicht mit dem Mietzeitraum übereinstimmen muss - die Abrechnung erstellen. Weitere Infos für Mieter zur Nebenkostenabrechnung finden Sie hier:

ratgeber.immowelt.de/a/nebenkostenabrechnung-pruefen-tipps-fuer-mieter.html

Richter am 20.01.2017 22:58

In unserer WG befindet sich ein Fahrstuhl.Wir bewohnen im Erdgeschoß eine 3-Raumwohnung. Dass wir uns an den Betriebskosten beteiligen müssen leuchtet uns ein, wir verstehen aber nicht, warum bei uns ein größerer Anteil an Kosten berechnet wird als bei einer 2-Raumwohnung im oberen Stockwerk.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.01.2017 08:52

Hallo Richter,

Vermieter können Betriebskosten nach Wohnfläche abrechnen. Das bedeutet, dass jemand mit einer größeren Wohnung auch anteilig mehr für einen Aufzug zahlt als jemand mit einer kleineren Wohnung.

Ob diese Art der Abrechnung im Einzelfall rechtens ist, hängt aber unter anderem von den Vereinbarungen im Mietvertrag ab. Diese können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ratlos am 03.01.2017 17:27

Hallo,

wir wohnen mit zwei Personen in einer 3 Zimmerwohnung zur Miete.

In unserer Nebenkostenabrechnung steht "Kostenart" Verwaltergebühr "Gesamtkosten" 250,32€ "Umlageschlüssel" direkt "Ihr Anteil" 250,32€! Von einem DIREKT Umlageschlüssel habe ich noch nie etwas gehört. Ist das so rechtens? Dieses Haus gehört zu einem Komplex mit 4 Häusern und 30 WE. Wir wohnen in einem 6 Parteien Haus. Jedes Haus hat einen anderen Eigentümer aber alles wird verwaltet durch einen Immobiliendienst.

Außerdem haben wir noch Kontoführung von knapp 400€ wovon laut Umlageschlüssel "ME" (keine Ahnung was das bedeutet) wir einen Anteil von knapp 15€ bezahlen sollen.

Dann gibt es noch den Punkt "Kosten Inst-Haltg.allg." mit 450€ wovon wir nach Aufschlüsselung von plötzlich m² und nicht nach WE, 18,00€ zahlen sollen. Rauchmelderwartung die nie gewartet wurden, Straßenreinigung die von der Stadt nicht gereinigt werden sondern vom Hausmeister den wir ja auch bezahlen. u.s.w. Alles sehr merkwürdig.

Vielen Dank schon mal für eure Kommentare

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.01.2017 17:42

Hallo Ratlos,

aus der Ferne lassen sich Betriebskostenabrechnungen wie die Ihre leider nur schlecht prüfen. Um Aufschluss über die Details Ihrer Abrechnung zu bekommen, würden wir zunächst zu einem Gespräch mit Ihrem Vermieter raten. Vielleicht klärt das ja schon einiges auf. Sollten dann noch Unsicherheiten bestehen, empfiehlt es sich, die Abrechnung von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Morgan am 18.11.2016 15:25

Guten Tag,

Laut Betriebskostenabrechnung sollen Nachzahlungen innerhalb von 10 Tagen erfolgen. Guthaben würde dann in 60 Tagen ausbezahlt..ist sowas rechtens? Zumal ich in den letzten Jahren mein Guthaben nur bekam wenn ich mit dem Anwalt drohe

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GaSt am 06.11.2016 21:09

Guten Tag,

Ich bewohne als Single ein Einzimmerwhg.

In meinem Vertrag wurden unter Betriebsko. "Kosten für Aufzüge" durchgestrichen, in der Nebenkostenabrechnung tauchen Aufzugskosten gesondert auf.

Ist das rechtens?

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Solana am 07.12.2016 16:14

Nein, Sie müssen nur für die Kosten bezahlen, die im Mietvertrag vereinbart wurden bzw. angekreuzt.


Immowelt-Redaktion am 11.11.2016 09:45

Hallo GaSt,

laut Bürgerlichem Gesetzbuch können nur solche Nebenkosten abgerechnet werden, die im Mietvertrag auch vereinbart wurden. Wenn etwas im Mietvertrag nicht vereinbart ist, kann es vom Vermieter auch nicht abgerechnet werden. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen allerdings, Ihren Mietvertrag einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Herzblattwg am 28.10.2016 23:14

Unser Vermieter hat seit 3 Jahren keine Nebenkostenabrechnung vorgelegt. Seit Januar 2016 haben wir nun die Miete um 100,00€ gekürzt. Der Vermieter hat sich auch nach mehrmaligen Nachfragen nicht gemeldet. Ich bin Hauptmieter der Wohnung und habe an 4 Studienkollegen untervermietet. Was passiert, wenn eine Mitbewohnerin nach meinem Auszug den Vertrag übernimmt?

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Immowelt-Redaktion am 31.10.2016 09:05

Hallo Herzblattwg,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Untermieter einen bestehenden Hauptmietvertrag übernimmt, handelt es sich dabei grundsätzlich um einen neuen Mietvertrag. Dieser kann nur mit dem Vermieter geschlossen werden. Bezüglich der Nebenkosten wäre es in diesem Fall sicher sinnvoll, sich mit dem Vermieter auf eine Endabrechnung zu einigen wenn ein Mietvertrag endet und ein anderer beginnt. Grundsätzlich gilt: Versäumt der Vermieter es, eine Nebenkostenabrechnung innerhalb eines Jahres nach Ende des Abrechnungszeitraums zu stellen, kann er auch keine Nachforderungen mehr stellen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

GaSta am 25.10.2016 19:32

Wir sind ein zwei Personen Haushalt und im restlichen Haus wohnen viele vierköpfige Familien, die wesentlich mehr Wasser verbrauchen als wir. Allerdings werden diese Kosten auf alle umgelegt. Was können wir tun, damit sich unsere Kosten senken?

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Immowelt-Redaktion am 28.10.2016 09:18

Hallo GaSte,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eventuell können Sie mit Ihrem Vermieter sprechen, damit dieser den Abrechnungsschlüssel für die Nebenkosten ändert. Allerdings benötigt er hierzu auch die Zustimmung der anderen Mieter. Ausnahme: Es werden nachträglich Geräte zur Verbrauchserfassung eingebaut – beispielsweise Wasseruhren. In diesem Fall muss der Vermieter unabhängig von der vertraglichen Vereinbarung nach tatsächlichem Verbrauch abrechnen.

Einen Überblick über mögliche Verteilerschlüssel finden Sie in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/verteilerschluessel-in-der-nebenkostenabrechnung-ein-ueberblick.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

christa am 15.08.2016 21:27

darf ein vermieter bei einem 2 pers haushalt die nk auf pers umrechnen bei der haftpflicht und schornsteinfegeer und gebäude versicherung ??? da ich mit drei pers hier wohne bezahle ich anteilig immer mehr von der gesamstsumme ist das richtig ??? danke

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Solana am 07.12.2016 16:18

wie diese Kosten in Ihrem Falle richtig umgelegt werden, sollte im Mietvertrag stehen. Nach Betriebskostenverordnung gilt für Versicherungen nach Quatratmetern.


Immowelt-Redaktion am 16.08.2016 09:02

Liebe Christa,

die von Ihnen genannten Kosten gehören zu den umlagefähigen Betriebskosten. Der Vermieter darf diese prinzipiell auf den Mieter umlegen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie er die Kosten umlegen kann, beispielsweise nach Verbrauch, Wohnfläche oder Wohneinheit. Auch nach Personenzahl kann ein Vermieter die Kosten auf den Mieter umlegen.

Weitere Informationen zu möglichen Verteilerschlüsseln bei der Nebenkostenabrechnung finden Sie in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/verteilerschluessel-in-der-nebenkostenabrechnung-ein-ueberblick.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion