Heizkostenabrechnung prüfen: Wie Mieter nicht zu viel zahlen

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Die Heizkostenabrechnung wirft für Mieter oftmals viele Fragen auf. Wer weiß, was in der Abrechnung stehen darf und welche Kosten der Vermieter abrechnen darf, kann gegen fehlerhafte Posten vorgehen.

Heizkostenabrechnung, Foto: Africa Studio – fotolia.com
Es geht auch entspannt: Wenn Mieter wissen, worauf sie bei der Heizkostenabrechnung achten müssen, können sie ungerechtfertigte Nachzahlungen verhindern. Foto: Africa Studio – fotolia.com

Die Heizkostenabrechnung ist ein Teil der Betriebskostenabrechnung und ein häufiger Streitpunkt zwischen Mietern und Vermietern. Insbesondere dann, wenn Mieter hohe Nachzahlungen leisten müssen. Generell sollten Mieter wissen, was der Vermieter berechnen und was genau auf der Heizkostenabrechnung stehen darf. Den Rahmen hierfür steckt die Heizkostenverordnung ab.

Die Heizkostenverordnung: das Wichtigste auf einen Blick

Die Heizkostenverordnung (HeizkostenV) regelt die Kostenabrechnung für Warmwasser und Wärme. Sie besagt, dass die Heizkosten nach einem bestimmten Abrechnungsschlüssel auf alle Mietparteien verteilt werden müssen. Diesen Abrechnungsschlüssel muss der Mieter der Abrechnung entnehmen können – ebenso wie die einzelnen Posten, aus denen sich die Heizkosten zusammensetzen. Das heißt, dass eine verbrauchsunabhängige Inklusivmieteoder eine Heizkostenpauschale nicht erlaubt sind. Damit der Vermieter den anteiligen Verbrauch der Nutzer an Wärme und gegebenenfalls an Warmwasser erfassen kann, muss der Mieter es dulden, dass in seiner Wohnung Verbrauchszähler, montiert werden.

Die Zusammensetzung der Heizkosten

Der Betrieb einer Heizungsanlage verursacht neben dem Brennstoffverbrauch weitere Kosten wie Stromkosten zum Beispiel für die Umwälzpumpe oder Kosten für die Wartung der Heizungsanlage. Mindestens 50 Prozent und maximal 70 Prozent aller Kosten müssen nach dem individuellen Verbrauch abgerechnet werden.

Sofern das Warmwasser zentral und nicht etwa über Boiler in den einzelnen Wohnungen erhitzt wird, ist dies separat abzurechnen. Ebenfalls aufgeteilt nach Verbrauch und nach Wohnungsgröße.

Diese Punkte müssen in der Heizkostenabrechnung stehen

Heizkostenabrechung, Inhalt, Foto: pathdoc – fotolia.com
Das sollte drinstehen: In jeder Heizkostenabrechnung müssen bestimmte Punkte aufgeführt werden. Foto: pathdoc – fotolia.com

Die Heizkostenabrechnung muss jede Kostenart einzeln aufführen. „Für jede Kostenart muss die Abrechnung den Gesamtbetrag nennen und den individuellen Verbrauch des Mieters aufzeigen“, ergänzt Katrin Hartwig, Geschäftsführerin des Mietervereins Regio Freiburg. „Hierzu muss der Mieter der Abrechnung entnehmen können, mit welchem Verteilerschlüssel die einzelnen Kostenpositionen auf ihn umgelegt werden.“

Zu den Kosten zählen:

  • Brennstoffverbrauch
  • Brennstofflieferung
  • Betriebsstrom der Heizungsanlage
  • Bedienung, Überwachung, Pflege und Wartung der Anlage
  • Reinigung der Anlage und des Betriebsraums
  • Kosten für die Verbrauchsmessung inklusive eventuell anfallender Mietgebühren
  • Kosten, die die Abrechnung selbst verursacht
  • Schornsteinfegerkosten

Nicht abrechnen darf der Vermieter dagegen:

  • Reparaturkosten
  • Kosten für die Versicherung, beispielsweise eines Öltanks oder die Finanzierung der Heizanlage darf der Vermieter zwar umlegen, nicht aber im Rahmen der Heizkostenabrechnung.

Weiter muss die Heizkostenabrechnung folgende Punkte enthalten:

  •  Abrechnungszeitraum: Dieser muss zwölf Monate betragen und exakt angegeben sein, beispielsweise 01.01.2015 bis 31.12.2015
  •  Sollte der Mieter innerhalb des Abrechnungszeitraums ein- beziehungsweise ausgezogen sein, muss die tatsächliche Mietdauer auf der Abrechnung angegeben sein.
  • der Name der abrechnenden Person: Vermieter oder Dienstleister
  • die Adresse des abzurechnenden Gebäudes sowie die Angabe der Nutzungseinheit
  • der Verteilerschlüssel
  • der tatsächliche Verbrauch
  •  die Heiznebenkosten: Wartungskosten, Gebühren für die Heizkostenverteilung, Kosten für den Schornsteinfeger sowie Betriebsstromkosten.
  • die Höhe der erbrachten Vorauszahlungen
  • der Gesamtbetrag
  • das Abrechnungsergebnis: Guthaben oder Nachzahlung

Um die Richtigkeit der Abrechnung zu überprüfen, kann es auch sinnvoll sein, einen Blick auf den Betriebskostenspiegel des Mieterbundes zu werfen, der die durchschnittlichen Heiz- und Warmwasserkosten in Deutschland erfasst. 2014 lagen diese bei 1,39 Euro pro Quadratmeter und Monat. Je nach Stadt können die Kosten allerdings variieren. „Liegen die jeweiligen Heizkosten weit über den durchschnittlichen Kosten, sollte der Mieter beim Vermieter nachfragen“, erklärt Rechtsanwältin Anja Franz vom Mieterverein München. Sie fügt an, dass Mieter auch überprüfen sollten, ob der Verbrauch in etwa dem des Vorjahres entspreche, denn es könne sein, dass falsch abgelesen wurde. „Auf jeden Fall sollte der Mieter nachsehen, ob die geleisteten Vorauszahlungen richtig angesetzt wurden.“

Praxis-Tipp

Mieter sollten sich vor Einzug die letzte Abrechnung zeigen lassen, um einschätzen zu können, ob die Vorauszahlungen zu hoch oder niedrig angesetzt wurden. Außerdem sollten sie ihre Zähler zusätzlich selbst ablesen.

Entdeckt oder vermutet der Mieter Fehler in der Abrechnung, kann er Wiederspruch einlegen. Dabei sollte er ein paar Punkte beachten, um zu seinem Recht zu kommen.

Fehler in der Heizkostenabrechnung: Diese Rechte haben Mieter

Heizkostenabrechung, Rechte von Mietern, Foto: motizova – fotolia.com
Mit Recht: Entdecken Mieter einen Fehler in der Heizkostenabrechnung, haben sie innerhalb eines Jahres nach Erhalt dieser die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Foto: motizova – fotolia.com

Der Mieter sollte die Abrechnung schnellstmöglich nach Erhalt prüfen und bei Fehlern unverzüglich Widerspruch einlegen. „Wenn der Mieter Fehler in der Abrechnung findet, so kann er der Nebenkostenabrechnung widersprechen“, sagt Katrin Hartwig vom Mieterverein Regio Freiburg. Er hat ein Jahr Zeit, sie zu beanstanden. Entdeckt er beispielsweise in der Abrechnung für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2015 einen Fehler und hat er die Abrechnung am 05.05.2016 erhalten, so kann er bis zum 04.05.2017 Widerspruch einlegen. Nach Ablauf der Frist ist normalerweise kein Einspruch mehr möglich. Generell gibt es zwei verschiedene Arten von Fehlern: formelle und inhaltliche.

Praxis-Tipp

Der Mieter sollte Beweise für seinen fristgerecht erhobenen Widerspruch vorlegen können. Unter anderem kann der Mieter seinen Einspruch direkt beim Vermieter in den Briefkasten werfen und dies von einer zweiten Person bezeugen lassen oder lässt den Widerspruch direkt durch den Gerichtsvollzieher zustellen Kostenpunkt hier: zwischen 20 und 23 Euro.

Formelle Fehler

Ein formeller Fehler bedeutet, dass es der Abrechnung an einer formellen Voraussetzung fehlt. Dazu zählt beispielsweise …

  • die falsche Bestimmung des Abrechnungszeitraums. Der Vermieter muss jährlich abrechnen und darf diese Frist weder verkürzen noch verlängern.
  • wenn der Mieter der Abrechnung nicht entnehmen kann, wer die Abrechnung erstellt hat.
  • wenn die Abrechnung von einer Person erstellt wurde, die keine Vollmacht für die Vertretung des Vermieters besitzt.
  • wenn der Vermieter die Abrechnung nur mündlich übermittelt hat.
  • wenn der Umlagemaßstab nicht mitgeteilt und erläutert wurde.
  • wenn die einzelnen Nebenkosten zusammengefasst wurden.

In diesen Fällen kann der Mieter die Heizkostenabrechnung zurückweisen. Der Vermieter kann den Fehler innerhalb der zwölfmonatigen Abrechnungsfrist korrigieren. Lässt er die Frist verstreichen, ist eine etwaige Nachzahlung für den Mieter hinfällig.

Hat der Vermieter nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, obwohl er dies müsste, kann der Mieter die auf ihn entfallenden Kosten gemäß Heizkostenverordnung um 15 Prozent kürzen. Zudem kann er vom Vermieter eine verbrauchsabhängige Abrechnung für künftige Abrechnungszeiträume einfordern.

Inhaltliche Fehler

Ein inhaltlicher Fehler kann eine Fehlangabe sein, etwa beim Verbrauch des Mieters oder bei einer bestimmten Kostenstelle. Solche Fehler lassen sich nicht immer sofort erkennen. Hat der Mieter aber einen Verdacht, kann er innerhalb eines Jahres beim Vermieter oder Verwalter Einsicht in die Belege nehmen. Unter Umständen kann der Mieter auch Kopien der Belege anfordern. Beispielsweise wenn dem Mieter eine Einsicht in die Unterlagen in den Räumen des Vermieters nicht zugemutet werden kann. Entsprechend einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig vom 17. März 2015 (Az. 12 S 7349/04) beispielsweise dann, weil der Mieter behindert oder weil die Entfernung zwischen Wohnung und Verwaltung zu groß ist.

Praxis-Tipp

Verweigert der Vermieter dem Mieter die Einsicht in die Abrechnungsunterlagen oder ist der Mieter längere Zeit krank, kann es gemäß § 556 BGB aber möglich sein, auch nach Fristende Widerspruch einzulegen.

Der Mieter sollte in diesem Fall den Vermieter informieren und ihn um eine Korrektur bitten. Bei schwerwiegenden Fehlern hat er sogar einen gesetzlichen Anspruch darauf. Etwaige Nachzahlungen darf der Mieter dann zurückbehalten. Ab wann ein Fehler schwerwiegend ist, ist nicht eindeutig geklärt und müsste vor Gericht in einer Einzelfallentscheidung festgelegt werden.

Hilfe vom Mieterverein oder einem Anwalt

Heizkostenabrechung, Hilfe, Mieterverein, Anwalt,  Foto: eugenesergeev – fotolia.com
Rettung in Sicht: Hilfe bei Ungereimtheiten in der Heizkostenabrechnung finden Mieter beim Anwalt oder Mieterverein. Foto: eugenesergeev – fotolia.com

Der Mieter sollte auf jeden Fall den Vermieter kontaktieren, wenn er einen inhaltlichen oder formellen Fehler findet und versuchen, eine einvernehmliche Regelung zu finden. Unterstützung finden Mieter zum Beispiel beim örtlichen Mieterverein. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, einen Anwalt zu konsultieren. Vor allem dann, wenn der Mieter vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung nicht zurückschreckt.

Möchte der Mieter dagegen auf Nummer sicher gehen, weil er keine mietvertraglichen Pflichten verletzen möchte, muss er dennoch nicht sofort klein beigeben und kann die Nachzahlung in voller Höhe aber unter Vorbehalt leisten. Der Mieter hat dann die Möglichkeit, den gezahlten Betrag zurückfordern oder mit laufenden Vorauszahlungen zu verrechnen, wenn sich herausstellt, dass die Abrechnung falsch war.

Link-Tipp

Heizkosten stellen nur einen Teil innerhalb einer ganzen Reihe an Nebenkosten dar, die der Vermieter auf den Mieter umlegen kann. Welche Nebenkosten umlagefähig sind, erfahren Sie in diesem Artikel.


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35 Kommentare

Didi am 02.09.2019 11:52

Hallo, wie kann der Mieter den aktuellen Verbrauch (Heizung) messen und dokumentieren? Kann man das grundsätzlich an den Funk-Messwerten ablesen? Und macht es Sinn, den Wert immer mal wieder zu fotografieren?

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Bo am 28.08.2019 22:22

Hallo, ich bewohne meine Wohnung seit dem 1.10.2017. Seit dem wurden einmal (vor etwa vier Wochen) die Heizkörper abgelesen. Jetzt habe ich erstmalig eine Heizkostenabrechnung erhalten, für den Zeitraum 1.10.17 - 31.5.18. Hätte diese Abrechnung nicht bis spätestens 31.5.2019 bei mir sein müssen. Weiterhin werden sechs Heizkörper aufgeführt, obwohl ich nur fünf Heizkörper in der Wohnung habe. Wie sollte ich weiter vorgehen?

LG Born

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2019 12:32

Hallo Bo,

der Vermieter ist verpflichtet, die Betriebkosten spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums mit seinen Mietern abzurechnen. Tut er dies nicht, kann er später keine Nachforderungen mehr stellen. Lautet der Abrechnungszeitraum also 1.06.XX bis 31.05.XX+1, so muss spätestens am 31.05.XX+2 abgerechnet werden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Julio am 09.07.2019 13:34

Hallo,

ich vermute es gibt einen Fehler in der Abrechnung meiner Heizungskosten. Die Kosten sind nicht nur ungefähr das Doppel als die Abrechnung vor einem Jahr, sondern es gibt auch Verbrauchswerte in Geräte die wir gar nicht nutzen:

Gerät FH039 ist in der Küche und wird nie benutzt -> Verbrauch von 10.

Gerät JF409 steht als "Küche", es ist eigentlich in Wohnzimmer (!), und wird sehr sehr selten benutzt -> Verbrauch von 10.

Gerät JF240 wird nie benutzt, weil es auch in unserem Schlafzimmer fast komplett versteckt ist. -> Verbrauch von 16.

Die andere zwei Geräte sind die die wir regelmäßig nutzen, aber wenn ich die Zahlen von den anderen schaue, dann glaube ich die Verbrauchswerte von den zwei auch nicht.

Alle Geräte werden durch dieses Röhrchen / Verdünstung Prinzip gemessen. Ich habe mit der Firma telefoniert, uns sie meinten, dass mit wenn in Sommer zu warm wird, kann die Flussigkeit auch verdünstet werden, auch wenn das Gerät zu ist, und sie können am Ende nicht wissen ob es verbraucht hat oder nicht (?!). Das verstehen, aber wie installiert man ein System das nicht richtig messt?

Wird das einfach überall in Deutschland akzeptiert?

Zum Glück habe ich es mit meiner Vermieterin gehandelt, und sie wird die 2 letzte Abrechnung vergleichen, damit wir eine Vereinbarung treffen. Ich finde es aber komplett unfair für sie und für mich, weil die Heizungsfirma mehr Geld bekommen wird als was verbraucht wurde.

Gruß,

Julio

auf Kommentar antworten

Didi am 02.09.2019 11:50

Wie kann man denn als Mieter prüfen, was man an Heizkosten verbraucht? Irgendwie muss es doch für Mieter prüfbar / abfotografierbar sein?


Immowelt-Redaktion am 03.09.2019 09:53

Hallo Didi,

grundsätzlich müssen Heizkosten (überwiegend) verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Hinsichtlich der Messeinrichtungen gibt es jedoch verschiedene technische Möglichkeiten, so dass sich Ihre Frage, wie/ob dies leicht für den Mieter überprüfbar ist, nicht so pauschal beantworten lässt. Die verbreiteten (aber technisch veralteten) Verdunstungsröhrchen sind jedenfalls nicht besonders genau. Ein absolut exakter Verbrauch lässt sich hier nicht ablesen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Mavy am 28.06.2019 23:09

Hallo, immowelt,es geht um meine Heizungs- und Warmwasserabrechnung. Es handelt sich um ein älteres Zweifamilienhaus, in dem auch der Vermieter wohnt. Abrechnungsschlüssel: Heizung= antelig nach Wohnfläche, Warmwasserbereitung=nach Verbrauch. Ein Warmwasserzähler ist vorhanden. Werden die beiden errechneten Werte (Gas) addiert und so abgerechnet? Danke für Ihre Info.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.07.2019 09:23

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in Zweifamilienhäusern, die vom Vermieter selbst bewohnt werden, ist es möglich Vereinbarungen zu treffen, die von der Heizkostenverordnung abweichen. Es gilt demnach, was im Mietvertrag vereinbart wurde.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

peter am 09.05.2019 15:58

Hallo,

ich habe auch ein kleines Problem mit meiner Heizkostenabrechnung von meinem Vermieter und benötige Hilfe.

Sachverhalt:

Ich hatte einen Vermieterwechsel während des letzten Jahres. Die ersten 3 Vorauszahlungen sind noch an den alten Vermieter geflossen. Hier wurde natürlich viel Öl verbraucht, da es auch die Wintermonate 01.-03. betraf. Eine Abschlussrechnung vom alten Vermieter gab es nicht.Der Tank wurde also halb leer von Vermieter zu Vermieter übergeben.

Am Ende der Periode tankt der neue Vermieter den Tank ganz voll, ca. 2.500€.Diese Kosten setzt er jetzt anteilig nach Verbrauch an.

Meines Erachtens dürfte er uns nur die Periode seitdem er Vermieter ist von 01.04. – 01.-04 berechnen? Und nicht den Anteil des Vorvermieters?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.05.2019 09:01

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein Eigentümerwechsel spielt für die Abrechnung der Betriebskosten im Grunde keine Rolle. Der alte Eigentümer ist auch nicht verpflichtet, eine Abschlussrechnung zu erstellen. Die Abrechnung ist im zwölfmonatigen Turnus zu erstellen und muss dem Mieter spätestens zwölf Monate nach dem Ende des Abrechnungszeitraums zugehen. Wie der alte und der neue Eigentümer das wiederum untereinander Regeln ist Vereinbarungssache.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir Ihre Betriebskostenabrechnung aus der Ferne nicht abschließend prüfen können. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen, sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


peter am 10.05.2019 10:39

Vielen Dank schonmal.

Aber darf der Vermieter überhaupt anhand einer Tankrechnung die Kosten verteilen.

z.B. Mieter zieht neu in eine Wohnung.

Vermieter hat leeren Tank und macht ihn für 5.000 Ltr. voll. 5.000 €

Am Ende der Periode wurden nur ca. 1.000 Ltr. verbraucht. Vermieter geht aber von der Tankrechnung von 5.000 Ltr. aus, da diese in der Periode bezahlt wurde.

Nach Zähler hat er 80 % Anteil. Vermieter stellt 4.000 € Heizungskosten - VZ. in Rechnung.


Immowelt-Redaktion am 10.05.2019 10:47

Ein Vermieter darf nur abrechnen, was auch tatsächlich verbraucht wird. Er kann also nicht auf einen Schlag die komplette Tankrechnung auf den Mieter umlegen, sondern nur nach und nach - bis der Tank eben wieder leer ist. Dennoch sei hier noch einmal der Hinweis gestattet, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Eine rechtssichere Auskunft erhalten Sie nur, indem Sie die Abrechnung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt prüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bonny am 11.04.2019 13:47

ich habe das gesammte öl bezahle, muß ich da noch für warmwasser bezahlen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.04.2019 14:33

Hallo Bonny und vielen Dank für Ihren Kommentar,

gemäß Heizkostenverordnung müssen die Kosten für Heizung und Warmwasser mindestens zu 50 Prozent und maximal zu 70 Prozent nach dem individuellen Verbrauch abgerechnet werden. Der Rest kann nach Wohnfläche aufteteilt wwerden. Einzige Ausnahme von dieser Regelung sind Zweifamilienhäuser, in denen eine Wohneinheit vom Vermieter selbst bewohnt wird.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Martina am 01.04.2019 07:18

Hallo,

ich habe gerade einen Schock bekommen,bei dem leeren meines Briefkastens war die Betriebskosten/Gasabrechnung dabei und ich konnte es nicht fassen.

Ich habe Vermieter die sich immer korrekt um alles kümmern und seit vielen Jahren

nimmt das eine Steuerberatung in die Hände und auch dort ist es korrekt.

Letztes Jahr sind die Zähler ausgetausch worden und das in Zukunft ausserhalb der Wohnungen abgelesen werden kann.

Das Erbebnis davon ist jetzt das erste mal ausgeführt worden und dabei 600% "Erhöhung".

Die Erhöhung in Anführungszeichen,weil ich seit VIELEN Jahren Null kWh verbrauche,

Das letzte mal,bevor mein letztes Tier gestorben ist,habe ich einen normalen Verbrauch gehabt,ich habe seit dem immer nur den(70%/30%)Anteil der 30% gezahlt.

Ich bin Gott sei Dank nicht kälteempfindlich ,die Vermieter wollten in meinem Badezimmer eine noch fehlende Heizung einbauen,was ich dankend abgelehnt habe ,sie sollten es doch tun wenn ich irgendwann ausziehe und sie sowieso renovieren.

Weil meine Vermieter das ja auch zahlen müssen habe ich unter Vorbehalt gezahlt

(auch das Risiko der 2 Mon.Kündigung )

auf Kommentar antworten

bernd am 09.03.2019 11:28

Für die Einsicht in die Gesamtabrechnung, verlangt die Ablesefirma 40,00 Euro, bezeichnet dies als Beratung.

Ist das statthaft?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.03.2019 09:58

Hallo Bernd,

ein Mieter hat ein Recht darauf, von seinem Vermieter Einsicht in die Belege zu verlangen, die als Grundlage für die Heizkostenabrechnung gedient haben. Das ergibt sich aus § 259 BGB. Sollten dem Vermieter, warum auch immer, Kosten für diese Einsichtnahme entstehen, kann er diese nicht auf den Mieter umlegen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mbernat am 01.03.2019 22:45

Hallo ich habe eine Frage, als ich aus meiner alten Wohnung ausgezogen bin, bekam ich die Abrechnung für die Jahre, aber immer kn der Frist. Mein Vormieter musste nie nachzahlen und ich auf einmal 580/Jahr und 780 / JAHR. In der Abrechnung war zu sehen das ich angeblich 47% aller Heizkosten im Haus habe. 6 Parteilen im Haus. Laut Mieterverein stimmen die Zahlen, aber auch die sagen das kann nicht sein. Meine Punkte zb waren 16 und die anderen hatten wenn es hochkommt 3,6. jetzt macht der Vermieter natürlich Terror und will mich verklagen. Was kann ich tun

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.03.2019 09:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

zunächst können Sie bei Ihrem Vermieter die Belegen einsehen, die als Grundlage für die Heizkostenabrechnung dienen. Eventuell hilft das schon weiter. Sollten Sie aber weiterhin Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung haben, können wir Ihnen aus der Ferne leider nur empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, am besten von einem auf Mietrecht spezialisierten Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Asiye am 17.01.2019 17:27

Hallo hab mal eine Frage wohne seit 2015 in meiner Wohnung und habe bis jetzt nie nebenkostenabrechnung bekommen und gestern zum ersten Mal kam die Abrechnung von Jahr 2017 ich muss 700 Euro nachzahlen meine Nachbarin ebendso ich bin kaum zuhause nur am arbeiten.

Wir sind uns einig das hier was nicht stimmt bei uns zuhause kann man nichts ablesen heizöl kessel ist wohl im Keller.

Meine Frage ist wie kann man beweisen was ich tatsächlich verbraucht habe?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.01.2019 10:58

Hallo Asiye,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Zunächst sei erwähnt, dass der Vermieter Ihnen die Nebenkostenabrechnung spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums zukommen lassen muss. Ist der Abrechnungszeitraum in Ihrem Fall die Zeit zwischen 1. Januar und 31. Dezember 2017, hätten Sie die Abrechnung bis 31. Dezember 2018 erhalten müssen. Danach kann der Vermieter keine Nachforderungen mehr stellen, es sei denn, er hat die Verspätung nicht selbst zu vertreten.

Auch bei einer wirksamen und rechtzeitigen Nebenkostenabrechnung haben Sie als Mieter aber das Recht, die Belege einzusehen, die als Grundlage für die Abrechnung dienen. Hieraus sollte sich die fragliche Summe erklären.

In Anbetracht der Situation würden wir Ihnen raten, die Abrechnung von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jürgen Müller am 04.01.2019 12:15

Liebe Redaktion, ich danke für die Hinweise. Die aber habe ich alle schon berücksichtigt/geprüft.

Die Ursachen liegen allein darin, dass mir die Messwerte unterstellen, ich hätte im Monatsdurchschnitt nicht 171,25 Verbrauchseinheite wie 2016, sondern 270,96.

Das Haus ist gedämmt, geheizt wird mit Öl, Reparaturen gab es nicht. Und - mein Verbraucherverhalten hat sich nicht geändert. Die Messgeräte sind von der Firma Ista Essen und werden auch von Ista ausgelesen.

Sicher hätte ich diese Informationen gleich aufschreiben sollen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.01.2019 13:26

Wenn sich ihr Verbraucherverhalten nicht geändert hat und dennoch der Verbrauch enorm gestiegen ist, kann es sich auch um einen Fehler bei der Messung handeln. Es kommt beispielsweise darauf an, wo das Messgerät angebracht ist. Wird jedoch ein falscher Umrechnungsfaktor benutzt, kann es passieren, dass die Verbrauchseinheiten enorm ansteigen. Kontrollieren Sie also, ob die gleichen Faktoren, wie im Vorjahr angegeben sind.

Wenn es sich um eine Auslesung über Funk handelt, kann auch dort ein Fehler passiert sein. Auch wenn das Messgerät neuerdings durch neue Möbel oder Ähnliches beeinflusst wird, weil ein Wärmestau an der Messtelle entsteht, können falsche Verbrauchsdaten das Resultat sein.

Haben Sie mal mit den Nachbarn gesprochen? In einem Haus sind in der Regel in allen Wohnungen die gleichen Heizungen. Haben die Nachbarn ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wir empfehlen Ihnen, sich Rat bei einer Mietervereinigung oder einem Sachverständigen für Heizkostenabrechnungen zu holen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jürgen Müller am 03.01.2019 19:57

Ich habe 2016 für 47 m² eine Heizkostenvorauszahlung von monatlich 76 € geleistet. Da habe ich über 200 € zurück bekommen. Für 2017 sind die 76 € geblieben, aber jetzt soll ich bei gleich gebliebenen Verhalten (Heizung auf 2, Stoß und Querlüften, keine angestellten Fenster etc.) fast 500 € nachzahlen und ab 2019 monatlich 113 € Heizkosten im vorauszahlen. Das ist für mich ein Stück aus dem Tollhaus. Wie kann ich mich am besten wehren?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.01.2019 10:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Ihre Heizung mit Heizöl heizt, kann die Nachzahlung an den gestiegenen Heizölpreisen 2017 liegen. Vielleicht liegt auch ein Defekt an der Heizung vor, wodurch die Kosten unbemerkt steigen konnten. Ob und inwieweit die Abrechnung stimmt, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Wenn Sie die Abrechnung über Ihren Vermieter bekamen, können Sie bei ihm Einsicht in die Belege einfordern. Vielleicht ist da etwas versehentlich schief gelaufen. Sie können die Abrechnung auch beispielsweise über einen Fachanwalt, eine Verbraucherzentrale oder eine Mietervereinigung prüfen lassen. Sie können generell, wenn Ihnen die Abrechnung komisch vorkommt auch Widerspruch einlegen. Für diesen Widerspruch haben sie nach Erhalt der Abrechnung zwölf Monate Zeit. Sollten Sie Recht bekommen, erhalten Sie die gezahlte Nachzahlung dann auch zurück.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort empfehlen wir, sich den Rat bei einem Fachanwalt oder einer Mieterverinigung einzuholen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Paul am 29.12.2018 08:31

Guten Tag, meine Frage bezieht sich auf die Funkablesung der Heizkostenverteiler. Mein HKV zeigte den Jahresverbrauch für mich sichtbar ständig an und von 5 Hkv wurden auch 4 korrekt über Funk abgelesen und berechnet. Ausgerechnet der Hkv bei dem ich am meisten durch den milden Winter sparte konnte angeblich nicht per Funk übertragen werden und wurde somit nach dem Verbrauch des Vorjahres geschätzt.

Wenn die Funkübertragung nicht funktioniert obwohl die Daten auf dem Hkv weiter normal zählen gehe ich als Verbraucher von einem intakten Hkv aus, da dieser Hkv auch nicht ausgetauscht wurde.

Müßte bei einem Funkversagen dann nicht der Versuch unternommen werden eine Manuelle Ablesung in der Wohnung zu machen oder kann dann einfach geschätzt werden? Leider habe ich hierzu in der HKVO § 9 nichts gefunden.

Vielen Dank im voraus für die Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.01.2019 11:30

Hallo,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider gibt es derzeit zu dem Einzelfall, dass die Funkübertragung versagt, derzeit noch keine eindeutige Rechtsprechung.

Wenn die Heizkosten aufgrund von Geräteausfall oder aus anderen zwingenden Gründen nicht ordnungsgemäß erfasst werden konnten, so kann eine Annäherung an den Verbrauch zum Beispiel über einen vergleichbaren Zeitraum durchaus zulässig sein (§ 9a HeizkostenVO). Jedoch besteht ja in Ihrem Fall die Möglichkeit, den tatsächlichen Verbrauch abzulesen – ob dies darunter fällt, lässt sich somit nicht eindeutig beurteilen.

Wir empfehlen Ihnen, sich für eine individuelle Beratung an einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein zu wenden. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Harald am 11.12.2018 15:18

Hallo , ich habe da mal eine Frage . Ich bin vor fast twei Jahr in meine Wohnung eingezogen . Der Vermieter hat erst nach sieben Monaten Thermostate einbauen lassen um die Heizung zu regeln . Ich konnte somit das heizverhalten erst nach sieben Monaten richtig steuern. Jetzt habe ich eine Abrechnung bekommen die viel zu hoch in meinen Augen ist . Kann ich dagegen angehen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.12.2018 15:24

Hallo Harald und vielen Dank für Ihren Kommentar,

natürlich muss eine Heizung für den Mieter auch regulierbar sein. Ist sie das nicht, stellt das einen Mangel dar, der unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigt. Dabei kommt es aber stark auf den Einzelfall an, so dass wir aus der Ferne nicht abschließend klären können, ob das auch in Ihrem Fall so ist. Wir würden Ihnen daher die Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andrea Rein am 03.12.2018 20:18

A.R.

Hallo, meine Mutter erhielt für 2016 eine Heizostenabrechnung, die ca.60% hoher als die Abrechnungen der vergangenen 4 Jahre, und das bei unverändertem Wohnverhalten. Zwischenzeitl. wurde in dem Mehrfamilienhaus auf Fernablesung umgestellt. Die Ablesefirma und die Hausverwaltung sehen keinen Ablesefehler. Der Vermieter hat meiner Mutter nahe gelegt, sich mit der Hausverwaltung in Verbindung zu setzen und auf eigene Kosten eine Überprüfung zu veranlassen.

Nun meine Fragen: Liegt es im Verantwortungsbereich des Mieters oder des Vermieters/Wohnungseigentümers, vermutete Defekte des Ablesegerätes prüfenzu lassen?

Mus sich der Mieter mit der Verwaltung oder dem Vermieter auseinandersetzen?

Wer ist für die HZK-Ablesegeräte und deren Funktion verantwortlich? Ich dachte, weil das technische Einrichtungen sind, liegt die einwandfreie Funktion in der Verantwortlichkeit des Wohnungseigentümers, bzw. der Eigentümergemeinschaft .

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.12.2018 10:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich ist der Vermieter in der Pflicht, die Geräte regelmäßig eichen und im Schadensfall erneuern zu lassen. Vermutet der Mieter dennoch Fehler, muss er tatsächlich auf eigene Kasse einen Sachverständigen kommen lassen, um den Zähler zu Prüfen. Der Vermieter könnte seinerseits bei den zuständigen Eichbehörden eine Befundprüfung veranlassen.

Es kann allerdings viele verschiedene Gründe geben, warum ein Zähler plötzlich andere Werte zeigt als in den Jahren zuvor. Bitte beachten Sie deshalb, dass wir aus der Ferne nicht abschließend prüfen können, ob tatsächlich ein Fehler vorliegt. Im Streitfall können wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

S.N am 27.11.2018 16:11

Hallo, wer hat einen Rat? Ich wohne alleine in einer Wohnung in einem zweifamiliehaus. Über mir wohnen in der Wohnung derselben größe 2 Personen. Außerdem sind diese als Pflegefälle ausschlieslich Zuhause und heizen ihre Wohnung immer sehr warm. Ich dagegen versuche zu sparen und bin tagsüber auch nicht da. Der Vermieter teilt aber die Heizkosten 50:50. Das finde ich unfair. verbrauchskostenzähler lohnen sich nicht, da diese übers Jahr sehr teuer sind mit dem Ableseservice. Hat hier jemand rat für mich? Danke sehr.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2018 10:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Abrechnung der Heizkosten ist in der Heizkostenverordnung gesetzlich geregelt. Diese schreibt eine teilweise verbrauchsabhängige Abrechnung zwingend vor. Der Vermieter ist also gesetzlich verpflichtet, solche Zähler anzubringen. Er ist es nur dann nicht, wenn er selbst mit im Zweifamilienhaus lebt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mystyca am 22.11.2018 09:03

Hallo ,bei uns wird 30/70 bei den Heizkosten abgerechnet .Ich bin sehr Wärme empfindlich und heize dadurch gar nicht da die Wohnung auch so gut warm ist.Nun kam die Abrechnung in soweit sieht sie korrekt aus bis auf ich einen Korrekturenverbrauchswerte nach VDI 2077 sah.Dieser Wert hat keinen Bew.Faktor und wurde mit 2346, 061 VE angegeben .Die 30% sind mit einer Summe von 186,59 Euro angegeben auf meine m2 und die komische Korrektur mit knapp 280 Euro denn nur die 70% alleine waren knapp 27,000 VE. Ist das rechtens ?

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Immowelt-Redaktion am 22.11.2018 09:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

besagter Korrekturverbrauchswert trägt der Tatsache Rechnung, dass durch die Zähler an Heizkörpern zwar die Wärmeabgabe der Heizkörper selbst erfasst wird, nicht jedoch die Wärme, die von Rohrleitungen abgegeben wird. Die Anwendung des vom Verrein Deutscher Ingenieure entwickelten Korrekturverfahrens ist zwar nicht vorgeschrieben, aber möglich. Ob nun allerdings Ihre Heizkostenabrechnung wirklich korrekt ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären. Sollten Sie Bedenken haben, würden wir Ihnen empfehlen, sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt rechtlich prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Carlos am 02.11.2018 07:42

Carlos 02.11.2018

Ist es gestattet, Heizkörper der gleichen Baureihe, aber mit unterschiedlicher Größe (Abweichung: >12%), mit den gleichen Bewertungsfaktoren zu versehen? Ich bitte um eine fundierte Antwort, damit ich in Einspruch gehen kann. Danke!

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Immowelt-Redaktion am 02.11.2018 11:23

Hallo Carlos und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Heizkostenverordnung schreibt vor, dass die Heizkosten zu einem gewissen Anteil nach Verbrauch abgerechnet werden müssen und natürlich muss es sich dabei um den tatsächlichen Verbrauch handeln. Uns ist aktuell kein Urteil bekannt, dass sich je mit der Frage auseinandergesetzt hätte, wie mit gleichen Bewertungsfaktoren bei unterschiedlichen Heizkörpern umzugehen ist, aber in der Regel haben unterschiedliche Heizkörper natürlich auch unterschiedliche Bewertungsfaktoren. Insofern könnte hier in der Tat eine fehlerhafte Abrechnung vorliegen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, die Abrechnung rechtlich prüfen zu lassen. Das geht beispielsweise beim örtlichen Mieterverein oder direkt beim Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Hartmut am 03.10.2018 13:42

Angenommen ich verbrauche in 5 Jahren 20.000 kwh.Kann mir jemand mitteilen

wie ich das in Litern umrechnen kann.Heizoel

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Immowelt-Redaktion am 04.10.2018 10:01

Hallo Hartmut,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie können von etwa zehn kWh pro Liter ausgehen. Bedenken Sie allerdings, dass keine Ölheizung einen Wirkungsgrad von 100 Prozent hat. Eine ältere Anlage verbraucht tendenziell etwas mehr, eine moderne etwas weniger Öl.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kann mir jemand Endabrechnung machen meine Mieterin ist ausgezogen ich brauchte Unterbrechunghatice am 13.08.2018 12:19

Hallo meine Frage ist Kann mir jemand Endabrechnung machen meine Mieterin ist ausgezogen ich brauchte Unterbrechung

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Immowelt-Redaktion am 13.08.2018 14:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine solche Dienstleistung wird üblicherweise von Immobilienverwaltern angeboten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Edfla am 28.02.2018 18:05

Wir überprüfen immer die Nebenkostenabrechnung. Da können sich sehr schnell Fehler einschleichen.

[Kommentar gekürzt, Anm. d. Red.]

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Kati am 24.02.2018 02:00

Hallo, ich habe da mal eine allgemeine Frage, in unsere Haus, wandelt der Vermieter alle frei werdenen Wohnungen in möbelierte Appartements um, welche mindestens 3 Monate und höchstens ein Jahr gemietet werden können. Diese Mieter zahlen eine Pauschal-Miete, in der alles inklusive ist, auch Heizkosten und Wasserverbrauch. Die Abrechnung der anfallenden Kosten wird 70/30 auf die Betriebskosten umgelegt. Nun meine Frage: Ist das gerecht den normalen Mietern gegenüber, da ich mir vor stellen kann das die Mieter auf Zeit nicht auf die Kosten für Heizung und Co. achten, die Kosten 70/30 auf alle anzuwenden ?

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Immowelt-Redaktion am 26.02.2018 09:14

Hallo Kati,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Unabhängig davon, welche Art der Nebenkostenabrechnung der Vermieter bei den möblierten Wohnungen durchführt, gilt für bestehende Mietverhältnisse, dass er so abrechnen muss wie dies im Mietvertrag steht beziehungsweise wie es die Heizkostenverordnung vorsieht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Christine am 21.02.2018 12:14

Zitat: "Entdeckt er beispielsweise in der Abrechnung für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2015 einen Fehler, so kann er bis zum 31.12.2016 Widerspruch einlegen."

ABER: der Vermieter hat doch bis 31.12. des Folgejahres Zeit, die Nebenkostenabrechnung an den Mieter zu übermitteln. Damit wäre die Widerspruchsfrist in Bezug auf Nebenkosten für das Jahr 2015 ja bei der spätmöglichsten Zustellung der Abrechnung am 31.12.2016 bereits abgelaufen. Bitte klarstellen!

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Immowelt-Redaktion am 21.02.2018 12:59

Hallo Christine und vielen Dank für Ihren Hinweis,

wir haben die fragliche Stelle korrigiert.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Schpotzl am 12.02.2018 22:31

Hallo, ich hoffe es kann mir jemand helfen. Bekam mond NKA. Ich verstehe dir Heizkostenabrechnung nicht..

120 qm Wohnfläche

Heizwärme 13755 kwh

Warmwasser V 44,2 Kubikmeter

1,163 kwh/Kubikmeter K n

55K

9,6 kwh/1

Ölpreis / l 0,5712

Das Ende heizölverbrauch 3024,01614. IcH verstehe die Rechnung nicht und ich denke das ist zu viel. Wir sind rin 2 Personenhaudhalt.

Ich hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann. . Danke im voraus

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Immowelt-Redaktion am 13.02.2018 09:08

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

aus der Ferne können wir die Abrechnung leider ebenfalls nicht prüfen. Wir würden Ihnen empfehlen, sie einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie in der Regel gegen ein geringes Entgelt auch eine Rechtsberatung und erfahren, wie Sie gegen die Abrechnung vorgehen können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gabriel Van Helsing am 10.02.2018 03:30

Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit in den Nebenkosten aus?

10 Familienhaus, aber seit 4 Jahren nur noch 8 Mietparteien.

Der Vermieter berechnet dafür nach viel Theater, 1 Person pro Wohnung als Bewohner.

Für die Verbrauchserfassung wird der teuerste Anbieter am Markt genommen.

Für Gas und Strom wird der örtliche Anbieter im Grundtarif genommen.

Alleine dafür könnte man über das Jahr, über 2.000 Euro einsparen.

Schon 2 Mal ist der Vermieter beim Schummeln bei der Heizung aufgefallen.

Reparaturen wurden als Heizungswartung deklariert.

Hausstrom wurde abgerechnet, obwohl über 60 Prozent davon, durch einen Wasserschaden, bzw. Lüfter verursacht wurden. Problem ist weiter, fast alle Hausparteien bezahlen diese falschen Abrechnungen. Wenn ich mich dafür Angagiere haben alle Mietparteien etwas davon.

Aber so weit geht meine Liebe zu einigen Mietparteien doch nicht.

Letztes Problem, Eigentümer verstorben. Erbstreitigkeiten 2 Jahre.

Enkelin bekommt Miete, Energiekosten, und andere Nebenkosten.

Tochter spielt das Oberhaupt und errechnet die Nebenkosten.

Wie bekomme ich heraus, wer überhaupt Besitzer dieser Immobilie ist?

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Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 09:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei der Fülle an Problemen mit der Nebenkostenabrechnung würden wir Ihnen empfehlen, sowohl Ihren Mietvertrag als auch die Nebenkostenabrechnung rechtlich prüfen zu lassen. Eine solche Dienstleistung bieten Mietervereine für gewöhnlich für einen geringen Beitrag an und beraten auch darüber hinausgehen, wie Sie weiter verfahren können.

Eigentümer einer Immobilie ist grundsätzlich derjenige, der im Grundbuch eingetragen ist. Bei einem berechtigten Interesse, können Sie beim Grundbuchamt Grundbucheinsicht beantragen.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Doris Zilske am 07.02.2018 16:44

Hallo ,

unser Anteil an der sogenannten Rohrwärme wird immer höher !!

Obwohl wir sehr sparsam mit dem Heizen in unserer Wohnung sind ,haben wir ständig Nachzahlungen in gr. Höhe , die sich immer auf die sog. Rohrwärme beziehen ? Wir bekommen jedoch keine vernünftige Antwort auf unsere Nachfragen bei der Wohnungsbaugenossenschaft .

MFG Zilske

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mario am 07.02.2018 15:10

Hallo zusammen,

Wir haben immer noch keine jährliche Abrechnung erhalten...Wir haben zwei Mieter im Haus. Aber wir haben einen Verbrauchszähler für Heizung, für Wasser. Wie sieht der Vermieter unseren Verbrauch?

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Immowelt-Redaktion am 08.02.2018 09:08

Hallo Mario und vielen Dank für Ihren Kommentar,

laut Heizkostenverordnung müsste der Vermieter auf jeden Fall anteilig Heizkosten und Warmwasser nach Verbrauch abrechnen. Wie er dies in Ihrem Fall ohne entsprechenden Zähler bewerkstelligen will, können wir aus der Ferne leider aber auch nicht sagen. Am besten, Sie erkundigen sich bei Ihrem Vermieter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

GD27 am 03.01.2018 15:33

Danke für Ihre Rückantwort,

Belege habe ich eingesehen, aber bekomme natürlich nur über Vermieter Auskunft bei Heizöllieferanten, HVW, usw. Und der bockt, weil ich 200,-- € einbehalten habe. Eine Antwort konnte mir keiner der Eigentümer geben. Naja.... Rechtsanwalt war auch nicht grad begeistert bei diesem Streitwert. Ich weiß hier muss ein riesen Fehler oder Unterlassung passiert sein, aber wie nachweisen... Vielen Dank trotzdem

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GD27 am 03.01.2018 11:04

Hallo zusammen,

auch ich habe ein großes Problem. Unser Abrechnungszeitraum ist vom 1.7.15 - 30.6.16. Ich wohne in der Eingentümeranlage nun über 30 Jahre und habe daher viele Vergleiche. In dieser Abrechnung wurden9.500 ltr. Heizöl verbraucht bei 21.500 Einheiten und 94 kbm Wasser. S einen hhen Heizölverbrauch hatten wir noch nie, obwohl die Verbrauchsmengen vom Haus oft wesentlich Hoher waren. z.B 2012/1 73.000 ltr. und 25.600 Einheiten und 134 kbm Wasser. Ich bin Mieter bei 6 Eigentümer die hier wohnen von insgesamt 8 Einheiten. Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu. Aber ich lauf gegen Wände und bekomme keine logische Antwort. Was kann ich tun? Meine Nachzahlung bei 8 qm ist 500,--€ mehr als letztes Jahr! Vielen Dank für eine Antwort.

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GD27 am 03.01.2018 11:09

Sorry 2 Fehler beim schreiben: Abrechnungszeitraum natürlich 16/17. und meine Wohnung hat 68 qm.


Immowelt-Redaktion am 03.01.2018 11:36

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

als Mieter haben Sie das Recht, die Belege einzusehen, aus denen sich Ihre Heizkostenabrechnung ergibt. Davon können Sie zunächst Gebrauch machen. Bringt auch das keine Klarheit, müssten Sie die Abrechnung rechtlich prüfen lassen. Eine solche Prüfung erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

kc_1984 am 07.12.2017 23:25

Hallo zusammen,

Ich benötige mal Rat und Hilfe! Heute am 7.12. hat uns der Vermieter die Heizkostenabrechnung persönlich gegeben. Abrechnungszeitraum 1.12.15-30.11.16. Auf dem Schreiben steht erstellt am 29.11.17.

Wie ist es jetzt da er sie uns persönlich gegeben hat. Es geht um eine recht hohe Nachzahlung, welche uns auch komisch vor kommt. Des weiteren steht am 16.12.17 die Wohnungsübergabe, zwecks Auszug bevor. Nun wissen wir nicht wie wir uns Verhalten sollen. Nicht das er die Kaution einbehält...ich hoffe ihr könnt uns helfen

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Immowelt-Redaktion am 08.12.2017 08:56

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Vermieter dem Mieter die Heizkostenabrechnung erst verspätet übergibt, ist es unerheblich, welches Datum auf dem Schreiben steht. Er hat dann kein Recht mehr, etwaige Nachforderungen noch geltend zu machen. Mieter müssen diese Forderungen dann nicht mehr begleichen. Dies ist in § 556 BGB klar geregelt.

Der Vermieter darf aus diesem Grund auch keinen Teil der Kaution einbehalten. Sollte er es dennoch machen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


kc_1984 am 08.12.2017 10:11

Sehr geehrtes Team der Immowelt-Redaktion,

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Haben sie auch einen Tip für mich wie ich jetzt weiter vorgehe? Übergabe ist für den 16.12. Geplant. Mit freundlichen Grüßen


Immowelt-Redaktion am 08.12.2017 13:47

In einem Fall wie dem Ihren müssen Vermieter im Grunde gar nichts unternehmen. Fair wäre es aber natürlich, Sie würden den Vermieter vorab darauf hinweisen. Leider können wir Ihnen hierzu aber nicht mehr sagen, da wir, wie gesagt, keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Burim am 30.11.2017 16:57

Hallo zusammen,

Kann mir jemand mit Antwort helfen?

Habe am 3.11.17 Heizkostenabrechnung von Vermutet bekommen,ich sollte bis heute zahlen.Habe ihr geschrieben und die darauf gebetet das die mir Abrechnung von 2014 und 2015 vorliegt,bis jetzt nichts ......es ist nur sehr komisch das ich nur für 2016 bekommen habe wo ich nachzahlen muss!!!!!!

Die Frage wie gehe ich vor?

MfG Burim

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Immowelt-Redaktion am 01.12.2017 10:05

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Vermieter müssen dem Mieter die Nebenkostenabrechnung spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums zukommen lassen, ansonsten dürfen sie keine Nachzahlung mehr verlangen. Als Mieter haben sie jedoch ein Recht auf frühere Nebenkostenabrechnungen und können diese vom Vermieter verlangen, ebenso können Sie die Belege einsehen, die die Grundlage für die Berechnung etwaiger Nachzahlungen bilden. Sollten Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Nebenkostenabrechnung haben, empfehlen wir Ihnen, diese einem Mieterverein oder einem Fachanwalt vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mon1Ceur2 am 19.02.2017 23:02

Liebes Redaktionsteam,

Nochmals herzl. DANK für die " § - Tipps ", werde mich kundig machen.

Liebe Grüßle Gabriell

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Gabriell am 08.02.2017 21:52

Hallo liebes Redaktionsteam,

1000000 DANK für Ihre Antwort, ... aber ich möchte nur eines wissen, kann ich diese NK-Abrg. auch noch nach 2 Jahren anfechten lassen ( anwaltlich ), oder funktioniert das nicht mehr, ist es zu spät, denn ich habe schon im Jahr 2016 Widerspruch eingelegt, und die horrente Nachzahlung " nur unter Vorbehalt " geleistet, DANKE nochmals für Ihre Antwort. Viele Grüßle Gabriell

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Gabriell am 02.02.2017 16:30

Der Winter 2015 war sehr mild, aber die Heizkostenabrechnung eines 9 - Fam. Hauses ist in der Abrechnung von 2015 explodiert. Bei der Kostenaufstellung fürs Gesamtobjekt ( Gasbezug ) wurden somit 18.690 kWh Mehrverbrauch als im Jahr zuvor angegeben - trotz des " milden Winters ".

FRAGE : wie kann das sein ???

Heizungsanlage defekt ???

Die Schornsteinfegerkosten stiegen ebenfalls um 400 % ?!?

Somit erhöhte sich die Summe aller Kosten zur Verteilung in der Gesamtabrechnung des Gebäudes um gleichmal 1.242,12 € mehr als im Jahr zuvor !!!

Diese " Mehrkosten " bewirkten in der Einzelabrechnung bei mir eine Steigerung der Heiz - und Wasserkosten ( nach Verteilerschl. ) , also mein Eigenanteil nach Wohnfläche / 62,47 qm², sage und schreibe 1.228,42 € mehr, als die ganzen Vorjahre zuvor !!!

WIE kann das sein ???

Ausserdem werden auch jedes Jahr " Abrechnungsservicekosten von über 580 € " als Posten mit in die Heiznebenkosten einbezogen, das verfälscht sehr alle nachfolgenden Berechnungen, ...

FRAGE : was haben Abrg.-Servicekosten mit in der Berechnungsformel zur Warmwasseraufbereitung zu tun ???

Es gibt 10000000000000000000000000000 Fragen, aber keine Antworten von der neuen Hausverwaltung, bis 2014 hatte der Vermieter keine HV, nur mehrere Häuser, aber zu keiner Reclamation der Abrechnung habe ich jemals eine Antwort bekommen.

Ich habe letztes Jahr unter Vorbehalt die hohe Nachzahlung bezahlt, und vorher schriftlich angemahnt, ...

FRAGE : Kann ich auch noch dieses Jahr zum Anwalt gehen, um diese Abrechnung 2015 beanstanden zu lassen ???

Besten DANK für Ihre Geduld beim Lesen,

G.B.

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Immowelt-Redaktion am 03.02.2017 09:44

Hallo Gabriell,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Warum Ihre Heizkostenabrechnung so stark gestiegen ist, lässt sich aus der Ferne leider nicht beurteilen. Auf jeden Fall bietet es sich an, die Abrechnung prüfen zu lassen, beispielsweise durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt. Ein Mieter hat nach Zugang der Nebenkostenabrechnung zwölf Monate Zeit, ihr zu widersprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Gabriell am 08.02.2017 21:28

Hallo liebes Redaktionsteam,

1000000 DANK für Ihre Antwort, ... aber ich möchte nur eines wissen, kann ich diese NK-Abrg. auch noch nach 2 Jahren anfechten lassen ( anwaltlich ), oder funktioniert das nicht mehr, ist es zu spät, denn ich habe schon im Jahr 2016 Widerspruch eingelegt, und die horrente Nachzahlung " nur unter Vorbehalt " geleistet, DANKE nochmals für Ihre Antwort. Viele Grüßle Gabriell


Immowelt-Redaktion am 09.02.2017 11:43

Hallo Gabriell,

vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Gemäß § 556 (3) BGB muss der Vermieter innerhalb eines Jahres nach Ende des Abrechnungsreitraums die Nebenkosten abrechnen. Sie haben danach ein Jahr Zeit, dieser zu widersprechen. Es kommt also nicht darauf an, ob der Abrechnungszeitraum schon länger als ein Jahr her ist, sondern zunächst darauf, ob der Vermieter fristgerecht abgerechnet hat (nur dann kann er etwas nachfordern). Danach haben Sie ab dem Zeitpunkt des Zugangs der Abrechnung ein Jahr Zeit, dieser zu widersprechen.

Da wir den genauen Abrechnungszeitraum nicht kennen und Sie bereits 2016 Widerspruch eingelegt haben, können wir aus der Ferne nicht beurteilen, ob Fristen schon verstrichen sind oder nicht. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass Sie prüfen sollten, ob durch Ihren Widerspruch 2016 möglicherweise die Verjährung gehemmt sein könnte. Ob dieser in § 203 BGB geregelte Fall auf Sie zutreffen könnte, können wir aus der Ferne allerdings ebenfalls nicht beurteilen.

Da es in Ihrem Fall anscheinend um eine höhere Summe geht, könnte es ratsam sein, die Hilfe eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht in Anspruch zu nehmen (eine Erstberatung bei einem Rechtsanwalt kostet nicht allzuviel, da die Kosten hier durch § 34 RVG gedeckelt sind).

rulf-quensel am 01.02.2017 15:33

" Der Vermieter muss jährlich abrechnen und darf diesen Zeitraum weder verkürzen noch verlängern". Ich als Verwalter von vermieteten Eigentumswohnungen musste vor ein paar Jahren aufgrund hochrichterlicher Rechtsprechung den Abrechnungszeitraum für die Heizkosten auf das Kalenderjahr " umstricken." Die Rechtsprechung verlangt, dass dem Eigentümer die Kosten eines Jahres präzise mitgeteilt werden müssen. Insofern habe ich einen Zeitraum verlängern müssen. Zum Glück haben alle Mieter mitgemacht. In der Summe hatte sich auch nichts verändert.

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