Nebenkosten & Betriebskosten - Infos über die zweite Miete

Die zweite Miete – so werden Betriebskosten beziehungsweise Nebenkosten auch oft bezeichnet. Der Vermieter hat das Recht, per mietvertraglicher Vereinbarung Betriebskosten auf seine Mieter umzulegen. Genau das ist auch üblich in Deutschland und in Standard-Formularmietverträgen vorgesehen.

Das heißt aber noch lange nicht, dass alle Formulierungen klar und eindeutig oder gar rechtens sind. Der Vermieter darf nur bestimmte Kosten auch tatsächlich auf seine Mieter umlegen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Grundsteuer
  • Müllabfuhr
  • Gebäudereinigung, Hausmeister und Gartenpflege
  • bestimmte Versicherungen.

Was zu den umlagefähigen Kosten dazugehört und welche nicht, steht in diesem Artikel:

Diese Kosten werden nach einem bestimmten Verteilerschlüssel auf alle Mieter aufgeteilt, beispielsweise nach der Größe der Wohnung. 

Sowohl die Art und Weise, wie die Betriebskosten aufgeteilt werden, als auch, welche überhaupt umgelegt werden, steht im Mietvertrag. Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Ratgeber mit weiteren hilfreichen Informationen etwa zum Thema Fallen im Mietvertrag – diese können sowohl für den Mieter als auch den Vermieter von Nachteil sein. Geht es nicht um die zweite sondern die erste Miete, helfen Ratgeber rund ums Thema Miethöhe & Mieterhöhung weiter.

Fehler bei der Betriebskostenabrechnung vermeiden

Die Betriebskosten werden üblicherweise gemeinsam mit der Miete in festgelegten Monatsbeiträgen überwiesen. Um dem Mieter aber die Chance zu geben, die Betriebskosten nachzuvollziehen, muss der Vermieter einmal im Jahr eine Abrechnung vorlegen. Dabei passieren leider immer wieder Fehler – ärgerlich für Mieter und Vermieter. Diese Texte können helfen, richtig abzurechnen und die Abrechnung nach Fehlern zu untersuchen:

Eine der Fallen für Vermieter: eine zu späte Abrechnung. Versäumt er die Fristen, hat er keinen Anspruch mehr auf Nachzahlungen. Dann kann er lediglich die Höher der Betriebskosten für das folgende Jahr anpassen. Informationen zu diesen beiden Punkten stehen in diesem Artikel:

Die Alternative: Betriebskostenpauschale

Vermieter haben allerding auch die Möglichkeit, die Abrechnung zu umgehen. Das funktioniert, indem die Betriebskosten als Pauschale erhoben werden. Das muss allerdings bereits im Mietvertrag verankert sein. Der Nachteil: der Vermieter kann diese Pauschale nicht mehr ohne weiteres anpassen, wenn seine tatsächlichen Ausgaben steigen. Allerdings muss er auch nichts zurückzahlen, sollte der Mieter zu viel bezahlt haben. 

Nebenkosten beim Immobilienkauf

Nebenkosten bezeichnen an sich Kosten, die neben der eigentlichen Hauptlast entstehen. Muss man beispielsweise bei einem Einkauf im Supermarkt die Plastiktüte extra bezahlen, sind das quasi ebenso Nebenkosten wie die Fahrtkarte zum Supermarkt. Solche Nebenkosten entstehen nicht nur, wenn man eine Wohnung mietet, sondern insbesondere auch dann, wenn man eine Wohnung kauft. In diesem Zusammenhang trägt die Höhe der Nebenkosten maßgeblich dazu bei, ob eine Immobilie tatsächlich finanziert werden kann oder nicht. Kaufinteressenten sollten deswegen unbedingt alle Nebenkosten wie Notargebühren oder Grunderwerbsteuern in ihre Kalkulation mit einbeziehen.  

Matthias Dittmann

Ihre Meinung zählt

(27)
3.9 von 5 Sternen
5 Sterne
 
9
4 Sterne
 
10
3 Sterne
 
6
2 Sterne
 
1
1 Stern
 
1
Ihre Bewertung:

Alle Artikel zum Thema Neben- und Betriebskosten

Wissenswertes rund ums Thema Immobilien