Hausmeisterservice: Was er leistet, was er kostet

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In Mehrfamilienhäusern wird oft ein Hausmeisterservice beauftragt, der für die Gebäudereinigung in Treppenhaus und Keller, die Gartenpflege oder für kleine Arbeiten am Haus zuständig ist. Die Kosten hierfür müssen bei einer Eigentumswohnanlage von allen Eigentümern getragen werden, bei Mietwohnungen können Mietern nur diejenigen Kosten verrechnet werden, die vertraglich vereinbart wurden.

Kehrwoche oder Hausmeisterservice? In den meisten Mehrfamilienhäusern kümmern sich heute meist nicht mehr die Bewohner selbst um Pflege und Reinigung, sondern ein Hausmeisterservice. Das kostet zwar Geld, die Arbeiten werden aber zuverlässig erledigt und die Bewohner müssen sich um nichts mehr kümmern.

Hausmeisterservice: Welche Aufgaben er hat, was er kostet

Hausmeisterservice, Hausmeister, Foto: Aycatcher/fotolia.com
Kleine Reparaturen gehören genauso wie Reinigungsarbeiten zu den Aufgaben eines Hausmeisterservices. Foto: Aycatcher/fotolia.com

Ein Hausmeisterservice kümmert sich in der Regel um Haus-, Treppen- und Straßenreinigung, die Gartenpflege, oft auch den Winterdienst sowie die Bedienung oder  Überwachung technischer Anlagen, etwa der Heizung. Außerdem führt er auch kleinere Reparaturen durch. Es ist auch möglich, im Vertrag nur einzelne Aufgaben festzulegen. Verwaltungsarbeiten sind hingegen keine Hausmeistertätigkeit, hierfür ist der Hausverwalter zuständig.

Link-Tipp

Wer eine Hausverwaltung sucht, sollte bei der Auswahl systematisch vorgehen. Welche Aufgaben der Hausverwalter übernimmt und worauf beim Verwaltervertrag zu achten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag rund ums Thema Hausverwaltung.

Bei Vertragsschluss ist darauf zu achten, dass alle vom Hausmeisterservice zu erledigenden Aufgaben klar definiert und auch zeitliche Intervalle festgelegt sind.

Hausmeister vs Facility Manager

Bei größeren Gebäudekomplexen wird häufig nicht ein Hausmeisterservice, sondern ein Facility Management beauftragt. Dieses hat ein weiteres Aufgabenfeld als ein Hausmeisterservice, unter anderem kommen hier auch Verwaltungsaufgaben hinzu. Denn der Facility Manager bewirtschaftet nicht nur das Gebäude, sondern verfolgt einen Ansatz, der zu nachhaltigem Werterhalt und auch Wertsteigerungen durch ordnungsgemäße und kosteneffiziente Bewirtschaftung führen soll.

Was kostet ein Hausmeisterservice?

Hinsichtlich der Kosten eines Hausmeisterservices kann es deutliche Unterschiede geben. „Der vereinbarte Leistungsumfang ist abhängig von der technischen Ausstattung des Gebäudes, der Grundstücksgröße und den Ansprüchen beziehungsweise Wünschen der Eigentümergemeinschaft“, sagt Franziska Bock vom Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV): „Die Größe des Objekts ist dann auch ausschlaggebend für den Preis. Je größer die Immobilie oder der angeschlossene Garten, desto mehr Zeiteinsatz wird der Hausmeisterservice für die Pflege aufwenden müssen“, so die Expertin. Der durchschnittliche Stundensatz für die Leistung eines Hausmeisterservices liege derzeit bei rund 32,50 Euro.

Hausmeisterservice, Wohnanlage, Foto: Elxeneize/fotolia.com
In einer WEG-Wohnanlage ist die Eigentümergemeinschaft für die Bestellung eines Hausmeisterservices verantwortlich. Foto: Elxeneize/fotolia.com

Hausmeisterservice in der WEG-Wohnanlage

Wollen die Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus den Hausmeisterservice wechseln oder erstmals einen beauftragen, so erfordert dies einen Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft. Üblicherweise ist bereits in der Teilungserklärung der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) geregelt, wie die Kosten geteilt werden.

Hausmeisterservice, Mehrfamilienhaus, Foto: Christian Schwier/fotolia.com
Im Mehrfamilienhaus müssen die Mieter für den Hausmeisterservice nur zahlen, wenn dies im Mietvertrag vereinbart wurde. Foto: Christian Schwier/fotolia.com

Hausmeisterservice im Miethaus

Wird in einem Mietshaus ein Hausmeisterservice beauftragt, so stellt sich zunächst die Frage, wer die Kosten zu tragen hat. Denn ein Vermieter kann die Kosten nur dann auf seine Mieter umlegen, wenn dies im Mietvertrag so vereinbart wurde. Wurde nichts vereinbart, ist eine einseitige nachträgliche Änderung durch den Vermieter allein nicht möglich, vielmehr ist eine Zustimmung der Mieter erforderlich.

Link-Tipp

So manche Hausordnung in deutschen Mietshäusern liest sich wie ein regelrechter Verbots- und Pflichtenkatalog. Mieter müssen jedoch nicht alle Regelungen hinnehmen. Welche Regelungen zulässig sind, und welche nicht, erfahren Sie in unserem Beitrag zur Hausordnung.

Zudem kann der Vermieter auch nicht alle Hausmeisterkosten umlegen, sondern nur diejenigen, die durch regelmäßig anfallende Arbeiten – etwa die Treppenhausreinigung – entstehen. Die Kosten für kleinere Reparaturen muss er hingegen herausrechnen. Denn die Instandhaltung und Instandsetzung ist Sache des Vermieters.

Info

Vermieter, die eine Wohnung in einem Haus neu vermieten, in dem noch kein Hausmeisterservice beauftragt wurde, sollten im Mietvertrag trotzdem vereinbaren, dass die Kosten des Hausmeisters gemäß Betriebskostenverordnung umgelegt werden können. Wird dann später ein solcher Service beauftragt, können die Kosten ab diesem Zeitpunkt umgelegt werden.

Wird für ein Miethaus ein Hausmeisterservice beauftragt, ist alleine der Eigentümer verantwortlich. Er bestimmt, welche Firma die Arbeiten übernimmt, ist im Gegenzug aber verpflichtet, seine Auswahl nach den Geboten der Wirtschaftlichkeit zu treffen. Wählt er also eine Firma aus, die ihre Leistungen deutlich über dem marktüblichen Preis anbietet, haben Mieter die Möglichkeit, sich gegen die diesbezüglich umgelegten überhöhten Nebenkosten zu wehren.

Wie hoch die Kosten eines Hausmeisterservices sein dürfen, haben Gerichte bisher unterschiedlich bewertet. Als ortsüblich und damit wirtschaftlich werden von Gerichten oft Kosten bis rund 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat angesehen. Liegen sie deutlich darüber, können sie überhöht und damit nicht dem Gebot der Wirtschaftlichkeit folgend sein. Die Folge: Der Mieter muss nur den angemessenen Kostenanteil zahlen.

Link-Tipp

Vermieter können manche laufende Kosten ihren Mietern berechnen: Hier finden Sie einen Überblick, welche umlagefähige Nebenkosten es gibt.

Hausmeisterservice, Winterdienst, Foto: Jamrooferpix/fotolia.com
Unfallgefahr: Hat der Hausmeisterservice nicht sauber gearbeitet, so haftet er – beziehungsweise seine Versicherung. Foto: Jamrooferpix/fotolia.com

Winterdienst: Wer für Unfälle haftet

Die Verkehrssicherungspflicht obliegt grundsätzlich dem Eigentümer einer Immobilie. Dazu gehört, dass er bei Wintereinbruch auch Schnee schippt und Wege eisfrei hält. Das gilt in der Regel auch für die öffentlichen Wege vor dem Gebäude, denn die meisten Gemeinden haben die diesbezügliche Verkehrssicherung per Satzung an die Gebäudeeigentümer übertragen. Dies bedeutet: Verletzt sich ein Passant, weil er auf Glatteis vor dem Haus ausrutscht, haftet unter Umständen der Immobilieneigentümer. Diese Risiken kann jener abfedern, indem er eine Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließt.

Link-Tipp

Eigentümer sollten ihre Immobilie möglichst gut absichern: Sie benötigen eine Wohngebäude- und eine Elementarschadenversicherung und sollten sich auch gegen Wasserschäden ausreichend absichern.

Ist ein Hausmeisterservice mit dem Winterdienst beauftragt, muss dieser ebenfalls über eine entsprechende Haftpflichtversicherung verfügen. „Ist der Hausmeisterservice für die unzureichende Räumung von Schnee und Eis auf dem Gehweg verantwortlich, greift die Betriebshaftpflicht des Unternehmens. Obliegt die Räumpflicht den Eigentümern, muss die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung der WEG die Kosten übernehmen“, erläutert Fachfrau Bock. Eigentümer sollten sich vor dem Abschluss eines Vertrags mit dem Hausmeisterservice den ordnungsgemäßen Versicherungsschutz nachweisen lassen.

Wie man einen guten Hausmeisterservice findet

In den meisten Fällen werden Mehrfamilienhäuser – gleich, ob es sich um eine Eigentumswohnanlage oder um ein Mietshaus handelt – von einem professionellen Verwalter betreut. „Jede Immobilienverwaltung hat einen Topf mit Hausmeisterunternehmen und vermittelt Kontakte beziehungsweise holt Angebote ein“, sagt Bock. Dadurch, dass die Verwalter über Erfahrungswerte verfügen, ist das Risiko, an ein Schwarzes Schaf zu gelangen, eher gering. Besteht trotzdem Unzufriedenheit mit einem Hausmeisterservice, sollten Eigentümer handeln. Fachfrau Bock rät: „Abmahnen! Sollte sich auch nach der dritten Abmahnung keine Besserung bei den geforderten und auch vereinbarten Leistungen einstellen, darf die Wohnungseigentümergemeinschaft kündigen“. Eine solche Abmahnung sollte von der Hausverwaltung schriftlich ausgesprochen werden und genau zu erkennen geben, welches Verhalten bemängelt wird.

Kehrwoche billiger – aber weniger zuverlässig

Aus Sicht der Mieter ist es billiger, selbst das Treppenhaus zu reinigen und den Winterdienst zu erledigen, denn Hausmeisterkosten können, wenn im Mietvertrag vereinbart, über die Betriebskostenabrechnung auf den Mieter umgelegt werden. Gerade in größeren Mehrfamilienhäusern stellt sich aber oft das Problem, dass einige Mieter ihrer vertraglichen Verpflichtung zur Kehrwoche nicht oder nur unzureichend nachkommen. Das bringt Ärger. Aus Sicht eines Eigentümers ist es deshalb meist besser, einen Hausmeisterservice zu beauftragen.


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16 Kommentare

Jürgen von der Libbe am 28.08.2019 10:37

Hallo der Info blockt ist natürlich falsch wenn Mieter die Hausordnung durchführen kann nicht einfach eine Firma eingesetzt werden diese Klausel wäre überraschend.

Viele Vermieter bereichern sich auf diesem Weg und es gibt nur Ärger mit Hausmeisterfirmen!!

auf Kommentar antworten

UFU2805 am 27.08.2019 16:30

Guten Tag,

ist es korrekt, wenn bei einem Objekt mit gewerblicher und privater Nutzung einer Tiefgarage die Nebenkosten über alle Stellplätze gleich abgerechnet werden? Gewerblich REWE Markt mit 74 Stellplätze privat abgegrenzt 11 Stellplätze

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Immowelt-Redaktion am 29.08.2019 08:41

Hallo UFU2805,

bei gemischter Nutzung gilt im Allgemeinen: Ob ein Vorwegabzug wegen der gewerblichen Nutzung vorgenommen werden sollte/muss, hängt hinsichtlich der Betriebskosten davon ab, ob sich wegen der gewerblichen Nutzung erhebnlich höhere Betriebskosten ergeben, eine Abrechnung ohne Vorwegabzug also eine unangemessene Benachteiligung der privaten Nutzer ergeben würde. Ob das hier der Fall ist, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Sie sollten diesbezüglich die Kostenbelege genau prüfen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

piet am 02.07.2019 19:38

Sind Kontoführungsgebühren in der Abrechnung zulässig?Wir haben unseren Mietvertrag 2003 unterschrieben.Darin wurden Handschriftlich " Verwalterkosten "aufgeführt. Damals waren wir noch blauäugig. Können wir nachträglich dagegen vorgehen?

auf Kommentar antworten

Jürgen von der Libbe am 14.09.2019 13:26

verjährt nach drei Jahren also bei der nächsten Abrechnung nicht akzeptieren und rückwirkend mit der Miete verrechnen.

An den vielen Infos sehe ich das Vermieter machen können was die wollen mit der Politik in einem Boot sitzen mit der Invasion [gekürzt, die Red.: Bitte beachten Sie die Netiquette]


Immowelt-Redaktion am 03.07.2019 09:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Kontoführungsgebühren gehören zu den Verwaltungskosten und sind somit nicht umlagefähig. Wenn die Umlage im Mietvertrag vereinbart wurde, so ist diese Vereinbarung unwirksam. Die rückwirkende Erstattung der Kosten dürfte nur schwer möglich sein. Hat ein Mieter Einwände gegen die Betriebskostenabrechnung, muss er diese binnen zwölf Monaten mitteilen – andernfalls gilt die Abrechnung sozusagen als stillschweigend akzeptiert. Künftig zahlen müssen Mieter mit einer solchen Vereinbarung die Verwalterkosten aber nicht mehr.

Bitte haben Sie abschließend jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Golfmeise am 27.06.2019 15:08

Wir haben in einem 5-Familien Haus eine Firma mit der wöchentlichen Kehrwoche, dem Winterdienst, sowie dem mähen, zweimal pro Jahr, des vorhandenen Grünbereichs beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf jährlich ca. 3.000,00 €. Im Haus wohnen 4 Eigentümer und 1 Mieter.

Meine Frage lautet: wenn ich meine Wohnung nur für 5 Monate im Jahr am Stück bewohne, muss ich mich dann an den Gesamtkosten beteiligen oder nur für die fünf Monate anteilig die Kosten mit übernehmen. Ich stehe auf dem Standpunkt, das von mir in meiner Abwesenheit kein Dreck produziert wird und ich mich daher auch nicht an den Kosten für die nicht anwesenden 7 Monate beteiligen muss. Gibt es hier eine Rechtssicherheit, Urteile bzw. können Sie mir diesbezüglich eine aufklärende Antwort zukommen lassen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.06.2019 15:24

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

unabhängig davon, ob jemand eine Wohnung als Eigentümer oder Mieter tatsächlich bewohnt, muss derjenige sich wie vereinbart an den Betriebskosten beteiligen. Hierfür sieht das Gesetz schlichtweg keine Ausnahme vor. Entscheiden ist das Innehaben der Immobilie und die Möglichkeit, sie jederzeit benutzen zu können. Selbst für den Fall, dass die Wohnung zur Vermietung vorgesehen ist, aktuell aber leer steht, müsste der Eigentümer die Nebenkosten tragen.

Bitte haben Sie abschließend jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Michael am 09.04.2019 19:24

hallo, für das neue Jahr wurde ein Hausmeisterservice beauftragt, vorher machten die Mieter (wir ) das selbst. Der erste Anbieter machte nichts und wurde nach 2 Monaten gekündigt. Seit März erledigt die Arbeit ein anderer Service der bisher auch kaum sichtbar etwas gemacht hat. Diese Arbeit, Winterdienst, kehren, Rasen (25 qm) mähen und Mülltonnen REIN !!!stellen kostet 350 euro auf 6 Parteien. Selbst wenn die Arbeiten korrekt ausgeführt werden erscheint mir das unmäßig teuer (?)

auf Kommentar antworten

Jürgen von der Libbe am 30.08.2019 15:57

Guten Tag,

natürlich sollte alles nach dem realen Arbeitszeitaufwand und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit berechnet werden,

Bei uns in Weimar ist diese Position auch zu teuer bis ich feststellte das die Herren Kontrollen Objekt und Haustechnik mit berechnen um die Kosten zu begründen, aber die Firmem kontrollieren ihre eigene Arbeit?? Ich habe es abgezogen Jahr für Jahr, übrigens habe ich

diese Kontrollen nur in der Kalkulation der Hausmeister Firmen gefunden.

Die BRD hat einen Weg gefunden die Betriebskosten und die Herren Vermieter zu schützen alles zu verherrlichen, denn die Vermieter müssen seit 2018 keine Ordnungsgemäße Abrechnung mehr vorlegen nur den Gesamtbetrag. Aus dem Grund muss der Mieter jährlich die Abrechnung einsehen, weil das kaum einer macht funktioniert der beschiss.


Immowelt-Redaktion am 02.09.2019 08:32

Hallo Jürgen von der Libbe,

Ihre Aussage: "Vermieter müssen seit 2018 keine Ordnungsgemäße Abrechnung mehr vorlegen nur den Gesamtbetrag" trifft nicht zu. Da hat Ihnen jemand etwas falsches erzählt. An der Gesetzeslage und Rechtsprechung hat sich diesbezüglich nichts geändert, Vermieter müssen nach wie vor ordnungsgemäß abrechnen. Welche Möglichkeiten Mieter haben, sich gegen eine falsche/ungenaue Abrechnung zu wehren, haben wir hier zusammengefasst: ratgeber.immowelt.de/a/nebenkostenabrechnung-pruefen-tipps-fuer-mieter.html

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 10.04.2019 09:00

Hallo Michael und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grob geschätzt liegt der von Ihnen genannte Preis noch im Rahmen. Das hängt aber natürlich auch davon ab, welche Arbeiten genau mit dem Hausmeisterservice vereinbart wurden und welche tatsächlich ausgeführt werden. Sie können hierzu als Mieter die entsprechenden Belege bei Ihrem Vermieter überprüfen. Hilft auch das nicht weiter und haben Sie Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Handelns Ihres Vermieters, können wir Ihnen leider nur die rechtliche Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Linges am 21.02.2019 15:56

Hallo,

wir wohnen als Mieter seit 20 Jahren in einem 6-Parteien Haus eines einzelnen Eigentümers. Bis 2015 wurde der Hausmeisterdienst und die wöchentliche Reinigung von Treppenhaus, Waschküche, Vorplatz und Gehweg von einem dafür vom Vermieter bezahlten Mieter durchgeführt (der möglicherweise auch etwas weniger Miete gezahlt hat). Die Kosten beliefen sich - INKLUSIVE Winterdienst- dabei über 15 Jahre auf ca. 18 Cent pro Qm pro Monat. Als der Mieter auszog, wurde ein gewerblicher Hausmeisterdienst beauftragt. Die Mieter wurden über den Wechsel über Aushang informiert, aber nicht darüber, dass damit erhebliche Steigerungen der Kosten für Hausmeisterdienst / Hausreinigung und Winterdienst verbunden sind. Wir haben uns beschwert darüber, aber nur lapidar gehört, da kämen ja jetzt Mehrwertsteuer dazu. So haben wir eigentlich erst im zweiten Jahr der Abrechnung und nur auf Druck unseres Anwalts eine genau Auflistung der Leistungen erhalten. Der Hausmeister bekommt einen monatlichen Betrag für Leistungen, die gegenüber früher erweitert wurden ohne uns das mitzuteilen (z.B. erfuhren wir nicht, dass die Mülltonnen jetzt nicht mehr von uns, sondern vom Hausmeisterdienst rausgestellt werden, der dafür 10km Anfahrt hat). Die Kosten betragen nun das fast dreifache für Hausmeister / Hausreinigung , im Schnitt nun 47 Cent pro Quadratmeter und Monat zzgl. Winterdienst (natürlich witterungsabhängig). Die anteilige Zahlung nach Wohnungsgröße ist im Mietvertrag klar geregelt.

Meine Frage ist: darf der Vermieter hier ohne Ankündigung von so deutlichen Mehrkosten einen Hausmeisterdienst engagieren und Leistungen aufstocken? Und sind die gezahlten Preise von 250 Euro netto an den Hausmeisteranbieter marktgerecht für ein 6-Parteien-Miethaus mit 3 Etagen, Waschküche und Vorderhausweg + Gehweg in ländlicher Region? Es wird auch gekehrt, wenn dies gar nicht nötig wäre.

Würde mich sehr über eine kompetente Rückmeldung freuen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.02.2019 09:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

letztlich hängt es davon ab, was im Mietvertrag vereinbart wurde. Wenn dort die Durchführung von Hausmeistertätigkeiten durch einen Dienstleister vereinbart wurde, kann dieser Dienstleister auch gewechselt werden. Der Vermieter ist aber gehalten, bei der Bewirtschaftung der Immobilie auf ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu achten. Ob dies in Ihrem Fall gegeben ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Hierzu würden wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

robiman34 am 15.01.2019 19:02

ich betreue als Hausmeister eine Wohnanlage mit 116 Familien, Das gesamte Grundstück ist ca 14000m²groß, davon 7000m² Rasen, mein Lohn von Hand beträgt 18,50 € netto und 26,50 € mit Maschine. Ich mache das schon 5 Jahre bei gleichen Lohn, sollte ich die Vergütung nicht langsam erhöhen ? Der Auftraggeber ist mit meiner Arbeit zu frieden. Der Job ist mir wichtig wegen Hauptertrag. Gibt es da noch Konkurenz am Markt ? Mein Ort ist 15230 Ffo.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.01.2019 09:13

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hierzu können wir Ihnen leider keinen Ratschlag geben. Sicher wäre es aber hilfreich, zunächst zu vergleichen, was andere für vergleichbare Arbeiten verlangen. Im Internet finden Sie hierzu auch Vergleichsportale.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Irene Pomorin am 01.01.2019 18:51

Wir müssen die üblichen Hausmeisterarbeiten selber machen und unser Vermieter verlangt im Monat 250 Euro + 590 im Jahr als Pauschale.Das Haus hat 190 Quadratmeter von uns werde davon ca 70 bewohnt unser Nachbar ca 35 und der Rest ist ihr Laden.Darüber hinaus müssen wir auch große Neonröhren selber kaufen und auswechseln und auch alle Mittel zur Reinigung und Winterdienst gehen zu unseren Lasten.Ist das alles Rechtens ?

auf Kommentar antworten

Jürgen von der Libbe am 30.08.2019 16:11

Hallo,

wieso müssen sie? Da gehört hier alles auf den Prüfstand auch der Mietvertrag und was für eine Pauschale 250€ ist schon nicht nachvollziehbar. Also Anschreiben was es damit auf sich hat und die Zahlung der Pauschale aussetzen und die Stundenlisten der Tätigkeiten, die im Vertrag stehen einsehen und was tatsächlich passiert dokumentieren auch das was nicht getan wird ZB. Winterdienst. Halten sie mich auf den laufenden und keine Angst vor Kündigung ach so die Neonröhren für sein Haus muss er selber bezahlen gehört zur Instandhaltung. Gericht ist auch nicht so teuer sie können sich selber vertreten rechtlich sieht gut aus! Streitwert ist max. bei 3000 als in die Tabelle schauen unter Gerichtskosten.

MfG


Immowelt-Redaktion am 03.09.2019 08:11

Hallo Jürgen von der Libbe,

wir begrüßen ausdrücklich eine rege Diskussion im Kommentarbereich. Wir möchten aber hinsichtlich Ihrer Aussage: "Gericht ist auch nicht so teuer sie können sich selber vertreten rechtlich sieht gut aus!" auf folgendes hinweisen: Ob es rechtlich gut aussieht oder nicht, können weder wir noch Sie anhand der knappen Angabe aus der Ferne beurteilen. Und ob ein Rechtsstreit "auch nicht so teuer" ist, hängt ganz davon ab, ob man diesen Rechtsstreit obsiegt oder nicht. In letzterem Fall - nämlich dann, wenn man die Anwaltskosten des Gegners zahlen muss - ist auch ein Rechtsstreit min kleinem Streitwert kein Schnäppchenangebot.

MfG

die Immowelt-Redaktion


Irene Pomorin am 03.09.2019 11:31

Vielen lieben Dank für ihre / eure Antworten.

Die Monatlichen Kosten von 250 Geteilt durch werden nur für den Hausmeister genommen und auch die 590 € Pauschale ist nur für den Hausmeister.

Wir wohnen hier jetzt knapp 1 Jahr und es gab hier noch keine Hausmeister.Wir müssen ( 2 Parteien ) hier entweder alles selber machen oder sie Bestellt einfach jemanden der es dann auf unsere Kosten macht.

Von unserem Nachbarn wissen wir mittlerweile auch das die Betriebsabrechnung völlig unbrauchbar für einen leihen ist und sein Anwalt hat grad was die Hausmeisterkosten angeht einen Betrug festgestellt.

Wir sind zwar wegen einiger anderer Sachen nun zwar schon mit Anwalt und Gericht unterwegs,aber eine Abrechnung der Betriebskosten wird sie uns erst wenn sie muss geben und wahrscheinlich auch dann erst durchs Gericht.

Liebe Grüße

Irene Pomorin


Immowelt-Redaktion am 04.09.2019 10:10

Hallo Irene Pomorin,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei dieser komplexen Sachlage raten wir Ihnen, alles möglichst umfangreich zu dokumentieren, um später Beweistechnisch auf der sicheren Seite zu sein. Der Vermieter muss die Betriebskosten übrigens spätestens ein jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums abrechnen, da er ansonsten Nachforderungen nicht mehr geltend machen kann. Zudem haben Mieter ein Anrecht auf Belegeinsicht.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 02.01.2019 15:34

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es wird nicht ganz deutlich, ob Ihr Vermieter rein für die Hausmeisterdienste oder generell monatlich 250 Euro Betriebskosten verlangt. Auch wofür die jährliche Pauschale von 590 Euro steht, wird nicht klar. Generell kann der Vermieter aber nur jene Kosten des Hausmeisters auf die Mieter umlegen, die keine Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen betreffen - also Dinge wie die Reinigung vom Treppenhaus oder die Kontrolle, ob die Hausordnung eingehalten wird. Der Austausch einer kaputten Leuchtröhre fällt dabei eindeutig in die Verantwortung des Vermieters.

Wurde vereinbart, dass die Mieter selbst für die Treppenhausreinigung aufkommen, dann müssen sie auch die Reinigungsmittel selbst besorgen. In dem Fall darf das aber auch nicht zusätzlich noch in den Betriebskosten abgerechnet werden.

Da wir selbst keine Rechtsberatung leisten können und dürfen, zudem noch einige Sachlagen aus der Ferne schlecht zu beurteilen sind, empfehlen wir Ihnen sich von einem Fachanwalt oder einer Mietervereinigung wie dem Deutschen Mieterbund beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sibylle Wagner am 14.12.2018 18:04

Was ist ,wenn der Vermieter zusätzlich zum Hausmeister eine Putzfrau einstellt für die Hausflurreinigung?Kann der Vermieter das ganze Jahr die Zreppenhausreinigung umlegen auch wenn des öfteren das Treppenhaus nicht geputzt wird?Oder wenn der Hausmeister bei der Firma die die Außenanlagen in Ordnung hält ,beschäfigt ist.

auf Kommentar antworten

Jürgen von der Libbe am 30.08.2019 16:18

Hallo,

kann der Vermieter nicht! Er braucht ihre Zustimmung zu Vertragsänderung und Hallo Immowelt Kontrollen sind nicht Umlegbar, das ist und bleibt ein Wunsch der Vermieter(…). Sein Haus kontrollieren ist ureigenste Sache des Eigentümers


Immowelt-Redaktion am 03.09.2019 08:19

Hallo Jürgen von der Libbe,

wir haben weder im Beitrag noch im Kommentarbvereich behauptet, dass Kontrollen umlegbar sind. Hinsichtlich der generellen Umlegbarkeit von Betriebskosten gelten die Regelungen der Betriebkostenverordnung und - soweit wirksam vereinbart - die Regelungen im Mietvertrag. Die persönliche Meinung des Herrn von der Libbe dürfte in einem Rechtsstreit nur dann von Belang sein, soweit sie sich im Rahmen der gefestigten Rechtssprechung bewegt.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 17.12.2018 08:52

Sehr geehrte Frau Wagner,

der Vermieter kann solche Reinigungsarbeiten und Hausmeistertätigkeiten grundsätzlich umlegen, unabhängig davon, wer die Arbeiten durchführt. Natürlich können aber nur solche Arbeiten umgelegt werden, die tatsächlich erbracht werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihre Betriebskostenabrechnung aus der Ferne nicht abschließend prüfen könne. Im Zweifelsfall würden wir Ihnen empfehlen, diese von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tiebe am 26.11.2018 13:25

Sehr Damen und Herren,

bis 12/15 hatte mein Mann den Posten als Hausmeister. Jährlich wurden dafür 720 berechnet, die auf 6 Einheiten verteilt wurden. In seinem Vertrag steht, dass dieser schriftlich gekündigt werden muss.

Ab 2016 wurde ein neuer Hausmeister eingestellt, der alte Vertrag wurde nicht schriftlich gekündigt.

Im Jahr 2016 berechnete man uns 720 Euro/ Jahr für den neuen Hausmeister. Die Kosten dafür wurden dann nach m² auf die Wohnungen auf geteilt. Für das Jahr 2017 wurden uns auf einmal 1920 Euro Hausmeisterkosten berechnet, welche wieder auf m² auf geteilt wurde.

Wir haben bisher keine Änderung des Vertrages erhalten. Des weiteren werden seit 2017 die Abfallgebühren und Entleerungsgebühren in einem Posten zusammengeführt, der sich dann Müllgebühren nennt. Diese Kosten werden wieder auf m² aufgeteilt. Ist es den rechtens, jeder Mieter stellt doch anders seine Mülltonnen raus. Im letzten Jahr bekam ich 54 Euro wieder, jetzt sollen wir über 500 Euro nach zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne T.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.11.2018 08:51

Hallo Yvonne und vielen Dank für Ihren Kommentar.

In Hinblick auf die deutlich gestiegenen Betriebskosten haben Sie ein Anrecht darauf, die Belege zur Betriebskostenabrechnung einzusehen und diese auf Ihre Richtigkeit zu überprüfen. Grundsätzlich gilt aber, dass der Vermieter gehalten ist, die Gebote der Wirtschaftlichkeit einzuhalten. Dabei ist er aber nicht verpflichtet, immer die jeweils billigste Variante zu wählen, es reicht, wenn er diejenige Variante wählt, die sich kostenseitig im Rahmen noch üblichen Preise bewegt.

Hinsichtlich des nicht mit ihrem Mann gekündigten Vertrags können wir aus der Ferne ohne nähere Kenntnisse keine Aussage treffen. Wir raten Ihnen, gegebenenfalls die Hilfe eines Mietervereins oder Fachanwalts für Mietrecht vor Ort in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

immo-wolf am 08.11.2018 11:09

Unsere Eigentümergemeinschaft von 8 Parteien beschäftigt einen Hausmeister auf Mini-Job-Basis. Der fleißige Mann ist vorschriftsmäßig bei der Bundesknappschaft gemeldet und es werden alle erforderlichen Abgaben entrichtet. Für die jährliche Korrespondez mit der Bundesknappschaft und die übermittlung von Daten und Beiträgen ist ein örtlicher Steuerberater befasst. Er macht die Arbeit für 200 € im Kalenderjahr, also für 25 € pro Jahr und Eigentümer. Frage: Darf dieser Betrag auf Mieter umgelegt werden oder zählt der Vorgang zur Hausverwaltung. Würde unser Verwalter die Tätigkeit des Steuerberaters (ist der nicht zwingend vorgeschrieben ?) übernehmen, fielen höhere Kosten an.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.11.2018 15:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

zu den typischen Hausmeisterarbeiten, die auf den Mieter umgelegt werden können, zählen etwa Reinigungsarbeiten oder die Wartung der Heizung. Die von Ihnen genannten Kosten dürften zu den Verwaltungskosten zählen, sie sind demnach nicht auf den Mieter umlegbar. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

teodor52070 am 10.10.2018 09:25

Ich bewohne eine Mietwohnung

Seit Jahren haben wir in der Nebenkostenabrechnung einen festen Betrag für den Hauswart.

Die Abrechnen 2017.weißt nun eine um ca 800 Euro erhöhten Betrag aus.Erklärung dafür -bis Dato wurde nur der tatsächliche Betrag abgerechnet den der Hauswart bekam.

Jetzt werden die Lohnnebenkosten auch umgelegt.

ist das richtig ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.10.2018 10:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Lohnnebenkosten eines Hauswarts sind zwar prinzipiell auf den Mieter umlegbar. Ob das allerdings in Ihrem Fall auf korrekte Art und Weise geschehen ist, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen. Als Mieter haben Sie das Recht, die Belege einzusehen, die als Basis für die Nebenkostenabrechnung dienen, möglicherweise bringt das ja Klarheit. Sollte das nicht der Fall sein, können wir Ihnen empfehlen, die Nebenkostenabrechnung einem Mieterverein vorzulegen. Dort kann rechtlich geprüft werden, ob die Abrechnung so korrekt ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Haustein am 06.09.2018 07:23

Wir haben seit einem Jahr einen Hausmeister Service in einem 5-Familien Haus. Alle Eigentumswohnungen sind durch Eigentümer belegt. Der Hausmeister Service wurde beschlossen und beschränkt sich nur auf die Reinigung im Treppenhaus, der Tiefgarage und dem Gehweg vor dem Gebäude und den Weg zum Hauseingang. Der bestehende Gartenbereich (100qm) wird zweimal jährlich gemäht. Mehr hat die beauftrage Firma nicht zu leisten. Die Kosten für 2017 beliefen sich auf knapp 3000 Euro und wurden pro Wohneinheit (600€) umgelegt. Ich finde das ungerecht, da die beiden kleinen Wohneinheiten mit je 60 qm und nur von einer Person bewohnt genau soviel zu bezahlen haben, wie die größeren Wohneinheiten die mit 3 bzw. 4 Personen bewohnt werden. Ich hätte gerne gewusst, wie es gesetzlich aussieht. Ich finde eine Umlage nach Wohnuneingentumanteil gerechter als wie hier nach Wohneinheiten. mit freundlichem Gruß Peter Haustein

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.09.2018 10:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

§ 16 Abs. 2 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) besagt, dass die Lasten und Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums nach Miteigentumsanteilen (MEA) aufgeteilt werden, es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart. Abweichende Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenverteilung sind in § 16 Abs. 3, 4 und 6 WEG geregelt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Paul am 30.08.2018 21:53

Hallo,

mein Vermieter incl. Hausverwaltung möchte für 2017 eine enorme Nachzahlung.

Unsere Wohnung ist die Größte im Haus aber was hat der Hausmeisterservice (800Euro Betriebskostenabrechnung) mit der Größe meiner Wohnung zutun? Zudem waren sie unregelmäßig bis gar nicht im & am Haus. Wir sind 6 Mietparteien & insgesammt bekommt der Hausmeisterservice für das Jahr 2600Euro + Mehrarbeit (keine geleistet). Nun ist es eine einfache Milchmädchenrechnung & macht mich stinksauer. Was kann ich tun? Habe eine Rechtsschutz in allen bereichen. (PS meine Frau war Schwanger & kann die schlechten Dienstleistungen des ganzen Jahres genau beurteilen)

Vielen Dank & freundliche Grüße

Paul

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.08.2018 10:52

Hallo Paul und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Umlage eines Hausmeisterservice nach Wohnfläche mag vielleicht nicht ganz logisch erscheinen, ist aber gesetzlich zulässig. Das erklärt allerdings natürlich noch nicht die hohen Kosten. Als Mieter haben Sie das Recht, bei Ihrem Vermieter die Belege einzusehen, die als Grundlage für die Betriebskostenabrechnung dienen. Wenn dies keine Klarheit bringt, würden wir Ihnen empfehlen, die Abrechnung prüfen zu lassen, etwa bei einem Mieterverein oder direkt bei einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

c.schmittgall am 05.06.2018 18:14

Hallo zusammen, bin Hauswart in einem 6-Familienhaus. Der Vermieter legt mein Entgelt in 6 Teilen um, sodass ich 1/6 meines Lohnes weniger habe. Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus. MfG Christian Schmittgall

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Immowelt-Redaktion am 06.06.2018 08:55

Sehr geehrter Herr Schmittgall,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell kann eine solche Regelung durchaus wirksam sein. Es kommt allerdings darauf an, welche Vereinbarung genau Sie mit dem Vermieter getroffen haben und zwar sowohl im Miet- als auch in Ihrem Arbeitsvertrag. Aus der Ferne können wir das leider nicht abschließend beurteilen. Eine Rechtsberatung erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

canales gm am 26.10.2017 10:19

Mein Name ist Jenny Canales.meine Vermieter rechne mir die Nebenkosten für die Außenanlage der an andere Fremde vermietet hast. In der Außen Anlage sind Stellplätzen ,ich darf nicht benutzen ,bei Fremde die nicht ins Haus Wohnen benutzen. Ich frage mich ob richtig ist.Wo kann ich mich wenden.Jenny Canales

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Immowelt-Redaktion am 27.10.2017 10:34

Hallo Jenny Canales,

Vermieter können grundsätzlich nur diejenigen Nebenkosten abrechnen, die auch im Mietvertrag vereinbart wurden. Dazu gehören grundsätzlich auch Kosten für die Pflege der Außenanlage, wenn vereinbart.

Infos, was genau abgerechnet werden darf, finden Sie hier:

ratgeber.immowelt.de/a/umlagefaehige-nebenkosten-das-duerfen-vermieter-abrechnen.html

Infos darüber, wie Sie Ihre Nebenkostenabrechnung überprüfen können, finden Sie hier:

ratgeber.immowelt.de/a/nebenkostenabrechnung-pruefen-tipps-fuer-mieter.html

Viele Grüße, Ihre

Immowelt-Redaktion