Tipps zur Wohnungssuche

Lesermeinungen:  

(22)

Gerade in Ballungszentren wie München, Berlin oder Hamburg sind preiswerte Wohnungen in guter Lage Mangelware. Mit diesen Tipps zur Wohnungssuche erhöhen Suchende ihre Chancen am umkämpften Wohnungsmarkt.

Tipps zur Wohnungssuche, Paar sitzt mit Laptop auf dem Sofa und sucht eine Wohnung, Foto: Stock Rocket / stock.adobe.com
Wenn Suchende einige Tipps zur Wohnungssuche beachten, können sie über Immobilienportale wie immowelt.de auch ganz entspannt vom Sofa aus fündig werden. Foto: Stock Rocket / stock.adobe.com

Geringes Angebot, hohe Mieten, reichlich Konkurrenz: Besonders in und rund um die Großstädte ist die Wohnungssuche kein Wunschkonzert. Mit den folgenden Tipps schaffen es Suchende trotzdem, die perfekte Wohnung zu finden und sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Tipp 1: Gute Vorbereitung

Tipps zur Wohnungssuche, Paar bereitet sich mit Karte und Tablet auf die Wohnungssuche vor, Foto: Prostock-studio / stock.adobe.com
Die Suche nach einer neuen Wohnung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher gilt, rechtzeitig beginnen und gut vorbereiten. Foto: Prostock-studio / stock.adobe.com

Tipps zur Wohnungssuche kursieren reichlich, den ersten wichtigen Punkt vergessen jedoch viele. Startpunkt einer jeden Wohnungssuche ist eine gründliche zeitliche Planung. Denn von der Wohnungssuche bis zum Zuschlag verstreichen mitunter Wochen. Wer unnötigen Zeitdruck vermeiden möchte, weil die alte Wohnung vielleicht bereits gekündigt ist, beginnt daher sich rechtzeitig nach einer neuen Bleibe umzusehen. Grundsätzlich sollten Mieter mindestens drei bis vier Monate vor dem geplanten Umzug mit der Suche beginnen.

Für Familien mit Kindern sind die Sommerferien oft die beste Zeit für den Umzug, da die Kinder bei einem Schulwechsel direkt mit dem neuen Schuljahr starten können. Dementsprechend finden im Sommer auch die meisten Umzüge statt – also suchen im Frühjahr viele eine neue Wohnung. Für Suchende ohne schulpflichtige Kinder wäre also der Winter die beste Zeit für die Wohnungssuche, da die Konkurrenz in dieser Jahreszeit geringer ist.

Praxis-Tipp

Bei der Wohnungssuche gilt: Vorbereitung ist das halbe Leben. Bereits vor der eigentlichen Suche sollten Mieter sich daher genaue Gedanken machen. Möchte ich möglichst ruhig wohnen oder zentral? Muss die Wohnung einen Balkon haben? Möchte ich ein Tageslichtbad?

Tipp 2: Kompromisse machen

Tipps zur Wohnungssuche, Balkon mit Ausblick ins Grüne, Foto: Dariusz Jarzabek / stock.adobe.com
Balkon, Tageslichtbad, Innenstadtlage – das sprengt oft das Budget. Dann heißt es, Abstriche machen und Kompromisse eingehen. Foto: Dariusz Jarzabek / stock.adobe.com

Suchende sollten sich bewusstwerden, was sie brauchen und was sie dafür zahlen möchten. Sind 100 Quadratmeter mit Dachterrasse in der Innenstadt beim festgesetzten Budget realistisch? Um das einschätzen zu können, sollten Suchende die aktuellen Mietpreise in der Umgebung kennen.

Gerade in Ballungszentren gilt als einer der wichtigsten Tipps zur Wohnungssuche: Mieter sollten sich darauf einstellen, ihre Erwartungen herunterschrauben zu müssen und bereit sein, Kompromisse einzugehen. Vielleicht hat die angebotene Wohnung kein Tageslichtbad, kann dafür aber mit einem kleinen Balkon und Nähe zum Arbeitsplatz punkten. Wer ein wenig flexibel ist, kann schneller fündig werden.

Praxis-Tipp

Eine Liste mit Wunschkriterien, geordnet nach individueller Präferenz rundet eine gute Vorbereitung ab. Sie hilft, die Suche passgenau einzugrenzen und lässt dennoch genügend Spielraum.

Tipp 3: Mehrere Kanäle nutzen

Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann die Suche starten. Mundpropaganda, Zeitungsanzeigen, Immobilienportale oder Apps – Suchende haben viele Möglichkeiten, ihre Traumwohnung zu finden. Wer gut vernetzt ist, kann mit viel Glück über Hörensagen eine Wohnung unter der Hand ergattern, schon bevor sie inseriert wird. In der Regel greifen Mietsuchende auf die üblichen Kanäle zurück. Die einfachste Möglichkeit, ein umfangreiches Angebot an Wohnungsangeboten zu erkunden, ist heute die Suche in Immobilienportalen wie immowelt.de. Hier lassen sich in der Suchmaske zahlreiche Einschränkungen eingeben: Zum Beispiel Stadtteil, Mietpreis, Quadratmeterzahl, aber auch gewünschte Ausstattungsmerkmale wie Balkon, Keller oder Stellplatz.

Tipp 4: Selbst aktiv werden

Statt tagtäglich alle Kanäle nach neuen Wohnungsangeboten abzugrasen, können Suchende auch selbst aktiv werden. Mit einer persönlichen Suchanzeige  können sie darauf hoffen, von Vermietern oder Maklern gefunden zu werden. Diese enthält Wunschangaben zu Größe, Lage und Merkmalen der Wohnung sowie eine Kurzbeschreibung der Suchenden. Mit etwas Glück hat ein Vermieter oder Makler ein passendes Gegenstück parat.

Tipp 5: Richtige Kontaktaufnahme

Tipps zur Wohnungssuche, Frau sitz mit Laptop auf dem Sofa und telefoniert, Foto: franz12 / stock.adobe.com
Ob die Kontaktaufnahme per Telefon oder per E-Mail erfolgt, bleibt in der Regel den individuellen Vorlieben überlassen. Foto: franz12 / stock.adobe.com

Irgendwann passiert es: Die entdeckte Wohnung klingt vielversprechend, noch dazu ist die Lage ideal und der Preis stimmt. Ob die Wohnung den Vorstellungen auch in der Realität entspricht, wollen Suchende daher direkt vor Ort überprüfen.

Um einen Besichtigungstermin für die mögliche Traumimmobilie zu ergattern, müssen Interessenten mit Vermietern oder Maklern in Kontakt treten. Hier sollten Suchende berücksichtigen, dass Makler und Vermieter häufig täglich sehr viele Anfragen bekommen. Punkten kann daher, wer bereits bei der ersten Anfrage die wichtigsten Informationen mitliefert und freundlich ist. „Wir arbeiten am liebsten mit Kunden, die bereits bei der Kontaktaufnahme einen kleinen Steckbrief zur Person mitführen. Wichtig ist zum Beispiel eine kurze Information zum Familieneinkommen, wenn mehrere Personen einziehen“, erklärt Angelika Tyrach, Immobilienmaklerin von Brunner Immobilien aus Erlangen.

Link-Tipp

Von der Kontaktaufnahme bis zum Besichtigungstermin: Die besten Tipps, um Vermieter und Makler bei der Wohnungsbesichtigung von sich zu überzeugen.

Tipp 6: Beim Besichtigungstermin punkten

Tipps zur Wohnungssuche, junges mit Maklerin bei der Wohnungsbesichtigung, Foto: iStock.com / shironosov
Wer gut vorbereitet zum Besichtigungstermin erscheint, ist dem Traum von neuen vier Wänden schon ein gutes Stück näher gerückt. Foto: iStock.com / shironosov

Ist die Kontaktaufnahme geglückt und ein Termin zur Besichtigung der Traumwohnung vereinbart, steigt die Vorfreude. Wenn Wohnungssuchende die Räumlichkeiten betreten, kann sie schon einmal der Schock treffen: Das ist dann der Fall, wenn gleich mehrere Interessenten bereits durch die Zimmer schlendern und versuchen, den Vermieter zu beeindrucken. Doch keine Sorge, wer gut vorbereitet zum Termin erscheint, braucht die Konkurrenz nicht zu fürchten und kann sich gegenüber den Mitbewerbern abheben:

  • Pünktlichkeit, ein gepflegten Äußeres sowie ordentliche Kleidung gelten als selbstverständlich.
  • Das oberste Gebot bei der Besichtigung ist ein Mindestmaß an Höflichkeit und Anstand.
  • Wer eine Frage an den Vermieter stellt, sollte zudem die Wohnungsanzeige gut gelesen haben.

Was definitiv hilft, ist ein Ass im Ärmel zu haben: Beliebt bei Vermietern und Maklern ist die sogenannte Bewerbermappe, die in kompakter Form Unterlagen wie einen Steckbrief, ein Motivationsschreiben, eine Selbstauskunft, eine Schufa-Auskunft und letzte Gehaltsabrechnungen enthält. Die Bewerbermappe ist zwar freiwillig, symbolisiert jedoch bereits bei der Besichtigung ernsthaftes Interesse und kann so die Chancen auf einen Zuschlag erhöhen.

Tipp 7: Auf Fragen einstellen

Während der Besichtigung kommen Mietsuchende in direkten Kontakt mit dem Vermieter. „Ziehen Sie alleine ein?“, „Was arbeiten Sie?“, „Haben Sie ein Haustier?“ Als Interessent sollte man damit rechnen, vom Vermieter ausgefragt zu werden. Gute Vorbereitung kann hier Abhilfe schaffen. Übrigens: Alles müssen potentielle Mieter nicht von sich preisgeben – weshalb sie sich vor unzulässigen Fragen wappnen sollten.

Link-Tipp

Fragen stellen ist grundsätzlich erlaubt, jedoch sind nicht alle Fragen rechtens. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass Bewerber insbesondere auf persönliche Fragen seitens des Vermieters nicht wahrheitsgemäß antworten müssen: Wann Mieter lügen dürfen.

Tipp 8: Mietvertrag prüfen

Egal ob klassisch oder per App – irgendwann wird jeder fündig. Die Wohnung scheint perfekt – die Vorfreude auf den Einzug steigt. Nur noch schnell den Mietvertrag unterzeichnen und dann kann es endlich losgehen. Doch Vorsicht vor einer voreiligen Unterschrift. Der Mietvertrag sollte in jedem Fall gründlich überprüft werden, denn nicht selten verstecken sich in den Zeilen unwirksame Klauseln. Meist steckt allerdings lediglich ein veralteter Mustervordruck dahinter, der einfach ersetzt werden kann.

Im Zweifelsfall kann es dennoch nicht schaden, den Mietvertrag gegen eine kleine Gebühr vom Fachmann überprüfen zu lassen. Sind alle Fragen geklärt, kann bedenkenlos die Unterschrift gesetzt werden und einem angenehmen Mietverhältnis steht nichts mehr im Wege.

Link-Tipp

Renovierungsklauseln, Schönheitsreparaturen oder Haustierhaltung: Was der Vermieter im Mietvertrag vorschreiben darf und welche Klauseln unwirksam sind.

Nützliche Apps rund um die Wohnungssuche

Unterwegs spontan einen Besichtigungstermin vereinbaren, die Wohnung virtuell schon einmal einrichten und rechtliche Klauseln für die Kündigung der alten Wohnung checken – jederzeit möglich mit der passenden App. Wohnungssuche zwischendurch zu erledigen spricht besonders Menschen an, die beruflich und privat viel auf Achse sind. Folgende Apps rund um die Wohnungssuche können Vielbeschäftige überall mit dem Smartphone oder Tablet als praktische Helfer für Zwischendurch nutzen:

Fragen zu Mietrecht und Co.? Es kann nie schaden, bestimmte Klauseln aus dem Mietvertrag im BGB nachzulesen. Mit der App Lex (kostenlos für Android und iOS) ist das kein Problem – dank dem mobilen Nachschlagewerk rechtlicher Klauseln sind Mieter auch unterwegs gewappnet.

Wer Inspiration sammeln und seine Wohnung schon vorab virtuell einrichten möchte, kommt nicht an der App Planer 5D (kostenlos für Android und iOS, In-App-Käufe möglich) vorbei. Erst können Nutzer einen Grundriss erstellen und danach die gesamte Wohnung planen und möblieren. Ein großer Pluspunkt: Die die App kann auch offline genutzt werden.

Kein Zollstock bei der Besichtigung zur Hand? Wer eine Vorstellung von den Maßen der Traumwohnung bekommen möchte, kann diese mit Apps wie Magic Plan (kostenlos für Android und iOS, In-App-Käufe möglich) bekommen. Über die Handykamera erstellt die App einen Bauplan mit sämtlichen Maßen und vermisst zudem einzelne Objekte im Raum.

Wohnungssuche am liebsten überall und jederzeit? Wer viel unterwegs ist, ist mit der Immobilien-App von Immowelt (kostenlos für Android und iOS) bestens gerüstet. Umfangreiche Suchmöglichkeiten, Suchaufträge, direkte Kontaktmöglichkeiten und ein Sonnenbalkonradar als Highlight runden die Anwendung ab.

Apps für Tablets und Smartphones machen also das Leben leichter. Rund um die Wohnungssuche helfen sie, denn Tapetenwechsel entspannt und zügig über die Bühne zu bringen.

12.04.2021


Ihre Meinung zählt

(22)
3.7 von 5 Sternen
5 Sterne
 
10
4 Sterne
 
5
3 Sterne
 
2
2 Sterne
 
1
1 Stern
 
4
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Tipps für Mieter
Neuen Kommentar schreiben

3 Kommentare

Leomann am 28.04.2021 14:58

Ich finde die Tipps hilfreich und interessant.

auf Kommentar antworten

Friedel am 17.05.2019 11:19

Sicherlich sind einige Tipps hilfreich , jedoch sollte bedacht werden, dass sich der Mietinteressent ja nun nicht auf einen Arbeitsplatz bewirbt, wo er ein Gehalt gezahlt bekommt sondern auf eine Wohnung, die er/sie ja bezahlen muss. Ich finde es ein wenig entwürdigend, dass Mietinteressenten momentan so sehr als Bittsteller auftreten müssen und hoffe, dass sich diese Situation bald ändert.

auf Kommentar antworten

AK am 30.05.2018 12:07

Wie ist es wenn ich meinen langjährigen Partner in meine Wohnung ziehen lasse, kann der Vermieter meine Nebenkostenpauschale von Wasser und Heizung erhöhen? Ich habe keine Zähler für die Heizungen und auch nicht für das Wasser. Ich zahlte nach 10 Jahren auf Bitte des Vermieters 20 Euro mehr Nebenkosten. Vielen Dank im Voraus für die Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.05.2018 12:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Heizung und Warmwasser müssen laut Heizkostenverordnung zumindest zum Teil nach Bedarf abgerechnet werden, der Vermieter muss also Zähler haben oder welche einbauen lassen. Eine Ausnahme gibt es nur für Zweifamilienhäuser, wenn eine der Parteien vom Vermieter selbst bewohnt wird. Wird der nicht nach Verbrauch abgerechnete Anteil nach Personenzahl auf den Mieter umgelegt, kann sich dieser Anteil durch den Einzug einer weiteren Person in eine Mietwohnung erhöhen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihre Betriebskostenabrechnung nicht genau kennen und sie daher aus der Ferne auch nicht genau beurteilen können. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion