Tipps zur Wohnungssuche: Mit der besten Strategie ins neue Zuhause

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Die Suche nach einer Wohnung kann sehr mühsam und auch frustrierend sein. Vor allem in den Ballungszentren stoßen Wohnungssuchende auf viel Konkurrenz – preiswerte Wohnungen in guter Lage sind schnell weg. Doch mit ein paar guten Tipps zur Wohnungssuche kann jeder seine Chance auf die Zusage vom Vermieter verbessern.

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Suchen Mieter eine neue Wohnung, müssen sie sich häufig gegen viele Mitbewerber durchsetzen. Da hilft es, mit guten Tipps zur Wohnungssuche gerüstet zu sein. Foto: iStock/ BraunS

Viel Konkurrenz, wenig Angebot: Besonders in der Großstadt ist die Wohnungssuche kein Wunschkonzert. Es gibt aber einige Tipps und Tricks, mit denen es Suchende trotzdem schaffen, die perfekte Wohnung zu finden und sich auch noch die Zusagen vom Makler oder Vermieter zu sichern. Hier sind die wichtigsten

Tipps zur Wohnungssuche

Gute Vorbereitung und Kompromisse machen

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Über Eckdaten wie z.B. bevorzugte Stadtteile können sich Mietsuchende vorab leicht im Netz informieren. Foto: iStock/ vgajic

Tipps zur Wohnungssuche kursieren reichlich, den ersten wichtigen Punkt vergessen jedoch viele. Startpunkt einer jeden Wohnungssuche ist eine gründliche zeitliche Planung. Denn von der Wohnungssuche bis zum Zuschlag verstreichen mitunter Wochen. Wer unnötigen Zeitdruck vermeiden möchte, weil die alte Wohnung vielleicht bereits gekündigt ist, beginnt daher sich rechtzeitig nach einer neuen Bleibe umzusehen. Grundsätzlich sollten Mieter mindestens drei bis vier Monate vor dem geplanten Umzug mit der Suche beginnen.

Bei der Wohnungssuche gilt: Vorbereitung ist das halbe Leben. Bereits vor der eigentlichen Suche sollten Mieter sich daher genaue Gedanken machen. Möchte ich möglichst ruhig wohnen oder zentral? Muss die Wohnung einen Balkon haben? Möchte ich ein Tageslichtbad? Suchende sollten sich bewusstwerden, was sie brauchen und was sie dafür zahlen möchten. Sind 100 Quadratmeter mit Dachterrasse in der Innenstadt beim festgesetzten Budget realistisch? Gerade in Ballungszentren gilt als einer der wichtigsten Tipps zur Wohnungssuche: Mieter sollten sich darauf einstellen, ihre Erwartungen herunterschrauben zu müssen und bereit sein, Kompromisse einzugehen. Vielleicht hat die angebotene Wohnung kein Tageslichtbad, kann dafür aber mit einem kleinen Balkon und Nähe zum Arbeitsplatz punkten. Wer ein wenig flexibel ist, kann schneller fündig werden.

Eine Liste mit Wunschkriterien, geordnet nach individueller Präferenz rundet eine gute Vorbereitung ab. Sie hilft, die Suche passgenau einzugrenzen und lässt dennoch genügend Spielraum.

Mehrere Kanäle nutzen und die Trefferquote erhöhen

Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann die Suche starten. Mundpropaganda, Zeitungsanzeigen, Immobilienportale oder Apps; Suchende haben viele Möglichkeiten, ihre Traumwohnung zu finden. Wer gut vernetzt ist, kann mit viel Glück über Hörensagen eine Wohnung unter der Hand ergattern, schon bevor sie inseriert wird. In der Regel greifen Mietsuchende auf die üblichen Kanäle zurück. Die einfachste Möglichkeit, ein umfangreiches Angebot an Wohnungsangeboten zu erkunden, ist heute die Suche in Immobilienportalen wie immowelt.de. Hier lassen sich in der Suchmaske zahlreiche Einschränkungen eingeben: Zum Beispiel Stadtteil, Mietpreis, Quadratmeterzahl, aber auch gewünschte Ausstattungsmerkmale wie Balkon, Keller oder Stellplatz.

Statt tagtäglich alle Kanäle nach neuen Wohnungsangeboten abzugrasen, können Suchende auch selbst aktiv werden. Mit einer persönlichen Suchanzeige  können sie darauf hoffen, von Vermietern oder Maklern gefunden zu werden. Diese enthält Wunschangaben zu Größe, Lage und Merkmalen der Wohnung sowie eine Kurzbeschreibung der Suchenden. Mit etwas Glück hat ein Vermieter oder Makler ein passendes Gegenstück parat.

Die richtige Kontaktaufnahme

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Mit einer freundlichen und vollständigen Anfrage per Telefon gelingt ein erster positiver Eindruck. Foto: iStock/ monkeybusinessimages

Irgendwann passiert es: Die entdeckte Wohnung klingt vielversprechend, noch dazu ist die Lage ideal und der Preis stimmt. Ob die Wohnung den Vorstellungen auch in der Realität entspricht, wollen Suchende daher direkt vor Ort überprüfen.

Um einen Besichtigungstermin für die mögliche Traumimmobilie zu ergattern, müssen Interessenten mit Vermietern oder Maklern in Kontakt treten. Hier sollten Suchende berücksichtigen, dass Makler und Vermieter häufig täglich sehr viele Anfragen bekommen. Punkten kann daher, wer bereits bei der ersten Anfrage die wichtigsten Informationen mitliefert und freundlich ist. „Wir arbeiten am liebsten mit Kunden, die bereits bei der Kontaktaufnahme einen kleinen Steckbrief zur Person mitführen. Wichtig ist zum Beispiel eine kurze Information zum Familieneinkommen, wenn mehrere Personen einziehen“, erklärt Angelika Tyrach, Immobilienmaklerin von Brunner Immobilien aus Erlangen.

Denn die Kontaktaufnahme ist der erste Eindruck, der übermittelt wird und dieser sollte durchwegs positiv ausfallen. Mit einer vollständigen Anfrage können Suchende daher ihre Chancen auf eine Rückmeldung vom Vermieter erhöhen. Diese sollte, egal ob schriftlich oder mündlich, folgende Aspekte beinhalten:

  • Korrekte Anrede des richtigen Ansprechpartners verwenden, allgemeine Floskeln wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ lieber vermeiden
  • Konkrete Immobilie kurz benennen
  • Persönlichen Anliegen beschreiben
  • Bitte um Terminvorschlag zur Besichtigung oder um Anruf
  • Vollständigen Namen und Kontaktdaten angeben
  • Wer sich von der Masse besonders hervorhaben möchte, kann ein kurzes Motivationsschreiben mit (freiwilligen) Angaben zur eigenen Person (z.B. Beruf, Gehalt, voraussichtliche Mietdauer) beifügen

Ob die Kontaktaufnahme mündlich per Telefon oder schriftlich per E-Mail erfolgt, bleibt dabei übrigens den individuellen Vorlieben überlassen. Bei schriftlichen Anfragen sollten Mieter in jedem Fall eine seriöse E-Mail-Adresse benutzen und den Text fehlerfrei und höflich formulieren.

Punkten beim Besichtigungstermin

Ist die Kontaktaufnahme geglückt und ein Termin zur Besichtigung der Traumwohnung vereinbart, steigt die Vorfreude. Wenn Wohnungssuchende die Räumlichkeiten betreten, kann sie schon einmal der Schock treffen: Das ist dann der Fall, wenn gleich mehrere Interessenten bereits durch die Zimmer schlendern und versuchen, den Vermieter zu beeindrucken. Doch keine Sorge, wer gut vorbereitet zum Termin erscheint, braucht die Konkurrenz nicht zu fürchten.

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Der erste Eindruck zählt – Wer gut vorbereitet zum Besichtigungstermin erscheint, ist dem Traum von neuen vier Wänden schon ein gutes Stück näher gerückt. Foto: iStock/ shironosov

Jeder wird versuchen, sich als idealer Kandidat zu präsentieren, doch letztlich entscheidet der Vermieter oder Makler, wer den Zuschlag erhält. Sie möchten potentielle Mieter kennenlernen und sich ein Bild darübermachen, ob Rahmenbedingungen passen und die berühmte Chemie stimmt. Um die eigenen Chancen zu erhöhen, können Interessenten natürlich etwas nachhelfen. Pünktlichkeit, ein gepflegten Äußeres sowie ordentliche Kleidung gelten als selbstverständlich. Das oberste Gebot bei der Besichtigung ist aber ein Mindestmaß an Höflichkeit und Anstand. „Ich freue mich zum Bespiel, wenn Kunden mich fragen, ob sie die Wohnung mit Schuhen betreten dürfen“, sagt Hans Lechner als langjähriger Immobilienmakler bei Brunner Immobilien in Erlangen. „Denn besonders bei schlechtem Wetter ist es sehr unhöflich, mit nassen Schuhen ungefragt die Wohnung zu betreten.“

Was Immobilienmakler weniger mögen, seien Bewerber mit großem Gefolge, die kein ruhiges Gespräch gestatten oder die Bewerber gar verunsichern. „An Kunden schätzen wir besonders, wenn sie offen und sachlich mit uns kommunizieren“, ergänzt Immobilienmakler Hans Lechner. Dazu gehöre auch, offen mitzuteilen, wenn etwas nicht gefällt. „Es ist sehr ärgerlich, wenn bei der Besichtigung alles positiv ist – und Bewerber sich dann nie mehr melden.“

Was definitiv hilft, ist ein Ass im Ärmel zu haben: Beliebt bei Vermietern und Maklern ist die sogenannte Bewerbermappe, die in kompakter Form Unterlagen wie einen Steckbrief, ein Motivationsschreiben, eine Selbstauskunft, eine Schufa-Auskunft und letzte Gehaltsabrechnungen enthält. Die Bewerbermappe ist zwar freiwillig, symbolisiert jedoch bereits bei der Besichtigung ernsthaftes Interesse und kann so die Chancen auf einen Zuschlag erhöhen.

Download

Um einen positiven Eindruck zu machen, bietet es sich an, eine Bewerbermappe anzulegen. Einfach hier herunterladen, ausfüllen und bei der Wohnungsbesichtigung mitbringen.

Während der Besichtigung kommen Mietsuchende in direkten Kontakt mit dem Vermieter. „Ziehen Sie alleine ein?“, „Was arbeiten Sie?“, „Haben Sie ein Haustier?“ Als Interessent sollte man damit rechnen, vom Vermieter ausgefragt zu werden. Gute Vorbereitung kann hier Abhilfe schaffen. Übrigens: Alles müssen potentielle Mieter nicht von sich preisgeben – weshalb sie sich vor unzulässigen Fragen wappnen sollten.

Link-Tipp

Fragen stellen ist grundsätzlich erlaubt, jedoch sind nicht alle Fragen rechtens. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass Bewerber insbesondere auf persönliche Fragen seitens des Vermieters nicht wahrheitsgemäß antworten müssen: Wann Mieter lügen dürfen.

Den Kontakt mit dem Makler halten

Wenn es trotz aller Bemühungen einmal nicht mit der Traumwohnung geklappt hat, sollten Mietsuchende nicht den Kopf hängen lassen. Es kann durchaus helfen, den Vermieter oder Makler nach ähnlichen Angeboten zu fragen. Mit etwas Glück ist eine vergleichbare Wohnung direkt verfügbar. In jedem Fall kann Mietern empfohlen werden, den Kontakt aufrechtzuhalten. Denn haben Suchende im Verlauf der Wohnungssuche einen positiven Eindruck hinterlassen, kann es sein, dass Makler sie bei der nächsten freien Wohnung bevorzugt berücksichtigen.

Nützliche Apps rund um die Wohnungssuche

Unterwegs spontan einen Besichtigungstermin vereinbaren, die Wohnung virtuell schon einmal einrichten und rechtliche Klauseln für die Kündigung der alten Wohnung checken – jederzeit möglich mit der passenden App. Wohnungssuche zwischendurch zu erledigen spricht besonders Menschen an, die beruflich und privat viel auf Achse sind. Folgende Apps rund um die Wohnungssuche können Vielbeschäftige überall mit dem Smartphone oder Tablett als praktische Helfer für Zwischendurch nutzen:

Apps Wohnungssuche, Apps, digitale Gesetze, Icon: Freepik & Picol / flaticon.com

Fragen zu Mietrecht und Co.? Es kann nie schaden, bestimmte Klauseln aus dem Mietvertrag im BGB nachzulesen. Mit der App Lex (kostenlos für Android und iOS) ist das kein Problem – dank dem mobilen Nachschlagewerk rechtlicher Klauseln sind Mieter auch unterwegs gewappnet.

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Wer Inspiration sammeln und seine Wohnung schon vorab virtuell einrichten möchte, kommt nicht an der App Planer 5D (kostenlos für Android und iOS, In-App-Käufe möglich) vorbei. Erst können Nutzer einen Grundriss erstellen und danach die gesamte Wohnung planen und möblieren. Ein großer Pluspunkt: Die die App kann auch offline genutzt werden.

Apps Wohnungssuche, Apps, digital messen, Icon: Freepik & Picol / flaticon.com

Kein Zollstock bei der Besichtigung zur Hand? Wer eine Vorstellung von den Maßen der Traumwohnung bekommen möchte, kann diese mit Apps wie Magic Plan (kostenlos für Android und iOS, In-App-Käufe möglich) bekommen. Über die Handykamera erstellt die App einen Bauplan mit sämtlichen Maßen und vermisst zudem einzelne Objekte im Raum.

Apps Wohnungssuche, Apps, Immowelt, Icon: Freepik & Picol / flaticon.com

Wohnungssuche am liebsten überall und jederzeit? Wer viel unterwegs ist, ist mit der Immobilien-App von Immowelt (kostenlos für Android und iOS) bestens gerüstet. Umfangreiche Suchmöglichkeiten, Suchaufträge, direkte Kontaktmöglichkeiten und ein Sonnenbalkonradar als Highlight runden die Anwendung ab.

Apps für Tablets und Smartphones machen also das Leben leichter. Rund um die Wohnungssuche helfen sie, denn Tapetenwechsel entspannt und zügig über die Bühne zu bringen.

Zuletzt: Gründliche Überprüfung des Mietvertrages

Mietvertrag, Wohnungssuche Tipps, Foto: iStock/ Cecilie Arcurs
Vorsicht vor Nachsicht: Wer den Mietvertrag vor der Unterschrift gründlich prüft, vermeidet unangenehme Überraschungen. Foto: iStock/ Cecilie Arcurs

Egal ob klassisch oder per App – irgendwann wird jeder fündig. Die Wohnung scheint perfekt – die Vorfreude auf den Einzug steigt. Nur noch schnell den Mietvertrag unterzeichnen und dann kann es endlich losgehen. Doch Vorsicht vor einer voreiligen Unterschrift. Der Mietvertrag sollte in jedem Fall gründlich überprüft werden, denn nicht selten verstecken sich in den Zeilen unwirksame Klauseln. Meist steckt allerdings lediglich ein veralteter Mustervordruck dahinter, der einfach ersetzt werden kann.

Link-Tipp

Renovierungsklauseln, Schönheitsreparaturen oder Haustierhaltung: Was der Vermieter im Mietvertrag vorschreiben darf und welche Klauseln unwirksam sind.

Im Zweifelsfall kann es dennoch nicht schaden, den Mietvertrag gegen eine kleine Gebühr vom Fachmann überprüfen zu lassen. Sind alle Fragen geklärt, kann bedenkenlos die Unterschrift gesetzt werden und einem angenehmen Mietverhältnis steht nichts mehr im Wege.


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